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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tamiflu der Hammer



User-ID-77
31.10.2009, 21:20
meine Frau hat im Kiga 3 Fälle. Das Gesundheitsamt sieht es locker. Bestätigt wurde ein Fall, weil getestet wurde, weil die Mutter eines Kindes schwanger war. Inzwischen ist der halbe Kiga krank Er wird aber nicht geschlossen. Man testet nicht und das Kiga Team versucht den Betrieb am laufen zu halten

Anfang der Woche ging es meiner Frau schlecht, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Kopfweh. Die Ärtzin hat in den Hals geschaut, konnte aber nix feststellen.

Meine Frau hat ohne mir was zu erzählen eine der Tamiflu Packungen angebrochen. Zack ging es ihr wieder gut. Ich glaube nicht, dass dies ein Placebo-Effekt war. 'Ich hab gesehen, wie es ihr schlecht ging.

Das Zeug scheint wirklich zu helfen. In Ihrem Bekanntenkreis wurde ihr das selbe berichtet. Ich werde mir noch zwei Packungen besorgen.

Gruß Ritter

User-ID-292
01.11.2009, 01:30
Wobei man aber immer noch daran denken sollte, dass ein "Abbrechen" einer Erkrankung wie Grippe nie förderlich für die Gesundheit ist.
Wenn ich mal eine Grippe oder Influenza habe, lasse ich die immer voll durchbrechen und nehme nichts dagegen ein.
Deshalb habe ich das auch maximal alle 2 Jahre.
Und was Kälte und Zug betrifft, schone ich mich nicht gerade.
(Baden im Gletschersee oder auch im Thuner See bei 8-10 Grad Wassertemperatur, / Schlafen unter freiem Himmel auf 2400 Meter um den Gefrierpunkt. Konnte mir z.B. nie etwas anhaben.)

Toerti
01.11.2009, 10:34
Wir haben ähnliche Erfahrungen machen müssen:

Vor 2,5 Wochen kam mein Mann krank nach Hause mit Grippesymptomen. Innerhalb weniger Stunden ist es ihm so schlecht gegangen wie ewig nicht mehr, er fühlte sich schlapp, als hätte er schon seit 6 Wochen im Bett gelegen (hat er genau so gesagt). Und mein Mann ist kein Weichei! Fieber hatte er auch, dazu Husten und Halsschmerzen, der Schnupfen kam erst später.

Am nächsten Morgen ist er zum Arzt gegangen. An der Praxistür hängt ein Schild, Leute mit Grippesymptomen sollten vorher anrufen, hatte er nicht gemacht, wurde aber trotzdem ins Wartezimmer gelassen! Der Doc fragte ihn, ob er Fieber habe, mein Mann bejahte, der Arzt sagte daraufhin nur, dass er einen grippalen Infekt habe und hat ein Schleimlösungsmittel verordnet!!!

So viel zum Test auf Schweinegrippe und der Sicherheit, die man bei Ärzten bezüglich der Ausbreitungsgefahr genießt!

Wohl gemerkt: Bislang war dieser Arzt eigentlich immer gut bei seinen Diagnosen, er erschien mir recht gründlich. Jetzt habe ich arge Zweifel an seiner Kompetenz gekriegt und werde ihn bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall auf seine komische Vorgehensweise ansprechen! Was meint ihr dazu?

Toerti

Stickstoff
01.11.2009, 10:43
Gerade Ärzte sollten ja empfindlich darauf reagieren und einen Riecher dafür haben, aber vielleicht hatte er einfach die Schnauze voll von Schweinegrippe und den vielen angeblichen Fällen und wollte einfach mal wieder einen "einfachen" grippalen Infekt behandeln :lachen:

Grüße

suico
02.11.2009, 07:25
Ich verzichte gerne darauf, Infos folgen

Bärtram
02.12.2009, 17:33
Ich liege seit Anfang letzter Woche mit Grippe "flach". Klassische Symptome einschl. Fieber waren vorhanden. Ob Grippe oder "Schweinegrippe" war meinem Doc egal, da bei uns nicht mehr getestet wird. Habe zunächst ein Antibiotikum erhalten, welches aber nicht anschlug. Das zweite hat funktioniert, bzw. ist gerade dabei zu funktionieren. Obwohl wir Tamiflu haben, habe ich es nicht genommen. Die vor allem aus Japan berichteten Nebenwirkungen (z.T. erhebliche psychische Krankheiten!) überwiegen für mich den Nutzen. Dieser liegt darin, dass Tamiflu bei rechtzeitiger Einnahme innerhalb von 48h nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen die Grippe durchschnittlich um einen Tag (!) verkürzt.
Googelt mal, wer Großaktionär der Herstellerfirma von Tamiflu ist -- Donald Rumsfeld!
Sicher nur Zufall.

MAIS1
02.12.2009, 19:21
Tamiflu wirkt laut Aussage meiner Ärztin eh nur im Anfangsstadium (sprich die ersten 48 Stunden).


Gruß

User-ID-77
02.12.2009, 19:48
Ich liege seit Anfang letzter Woche mit Grippe "flach". Klassische Symptome einschl. Fieber waren vorhanden. Ob Grippe oder "Schweinegrippe" war meinem Doc egal, da bei uns nicht mehr getestet wird. Habe zunächst ein Antibiotikum erhalten, welches aber nicht anschlug. Das zweite hat funktioniert, bzw. ist gerade dabei zu funktionieren. Obwohl wir Tamiflu haben, habe ich es nicht genommen. Die vor allem aus Japan berichteten Nebenwirkungen (z.T. erhebliche psychische Krankheiten!) überwiegen für mich den Nutzen. Dieser liegt darin, dass Tamiflu bei rechtzeitiger Einnahme innerhalb von 48h nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen die Grippe durchschnittlich um einen Tag (!) verkürzt.
Googelt mal, wer Großaktionär der Herstellerfirma von Tamiflu ist -- Donald Rumsfeld!
Sicher nur Zufall.

ich bei meiner Frau noch nichts festgestellt. Werde sie aber weiter genau diesbezüglich auf Auffälligkeiten beobachten.

Gruß Ritter Rost

strycker
02.12.2009, 21:33
...Klassische Symptome einschl. Fieber waren vorhanden. Ob Grippe oder "Schweinegrippe" war meinem Doc egal, da bei uns nicht mehr getestet wird. Habe zunächst ein Antibiotikum erhalten, welches aber nicht anschlug. Das zweite hat funktioniert, bzw. ist gerade dabei zu funktionieren.

Ähm, mal ne doofe Frage, Grippe bedeutet doch Virusinfekt? Antibiotika sind, wie der Name schon sagt, gegen bakterielle Infektionen. Antibiotika können nicht gegen Viren wirken, nur gegen begleitende Infektionen durch Bakterien (z.B. Schnupfen). Typische Vorgehensweise der Ärzte heute zutage, immer erst mal Antibiotika geben, egal ob sinnvoll oder nicht. Das dadurch die Resistenzen der Bakterien ständig zunehmen und bald nichts mehr gegen sie wirkt ist anscheinend völlig wurscht.

LG Strycker

Stickstoff
03.12.2009, 06:13
Wie siehts denn dann eigentlich aus mit Grippe normal auskurieren?
Soll heißen: Bett & Ruhe ohne irgendwelche Medikamente.
Sinnvoll oder nicht?
Eher schlecht für ältere Menschen?

Grüße

Bärtram
03.12.2009, 08:31
Genau so mache ich es eigentlich. Viel Ruhe, Fußbäder, Gurgeln mit Holzkohle und Nasenspühlungen. Da mein Doc meint, dass ich zusätzlich eine bakt. Infektion habe (Bronchen) nehme ich halt das Antibiotika. Ich will mich auch nicht dauernd mit meinem Doc zoffen. Ich vermute mal, dass ich durch meine vegitarische Ernährung und sonst. vorbeugende Maßnahmen (basische Vollbäder, etc.) eine etwas bessere Immunabwehr habe, als der Durchschnitt. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass ich länger krank bin und so richtig schlimm ist es bei mir auch nicht. Ferner ist mein Bluthochdruck weg; die Tabletten "dagegen" natürlich auch...:verliebt:

chrisl
15.12.2009, 22:52
Bitte unterscheidet zwischen Grippe und grippalen Infekt (im englischen flu u. cold), sind verschiedene Erkrankungen. Bei der echten Grippe wird man plötzlich krank, kann oft die Stunde des Krankheitsbeginns angeben, hat hohes Fieber, Gelenkschmerzen, fühlt sich sehr sehr schlecht. Krankheitsdauer bis zu 3 Wochen !
Da es eine Viruserkrankung ist, schützt nur die Impfung !
Tamiflu (wird aus Kreuzkümmel gewonnen) kann die Symptome lindern und die Krankheitsdauer verkürzen um wie viel, ist umstritten (15 % ?).
Wichtig ist Bettruhe, Komplikationen wie Lungenentzündung sollen verhindert werden, deshalb werden oft Antibiotika verabreicht, gegen die Grippe selbst, da eine Viruserkrankung, sinds sie nutzlos.

Anaxagoras
13.01.2010, 21:56
Tamiflu (wird aus Kreuzkümmel gewonnen)

.. war das nicht Sternanis (Illicium verum) (http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Illi_ver.html)? Das meiste wird aber doch synthetisiert oder aus überfütterten E.coli gewonnen.

Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, daß wenn (und falls!) es eine 2. oder 3. Welle entsprechend mutierter H1N1 ( D225G wie in der Ukraine vermutet http://www.virology.ws/2009/11/24/the-d225g-change-in-2009-h1n1-influenza-virus-is-not-a-concern/) gibt, dann auch die Tamiflu Resistenzen schon entsprechend verbreitet sind .

Die H1N1 Welle kann vorbei sein- es kann aber auch erst der Anfang einer wirklich massiven Bedrohung sein- 1918/19 muß sich ja nicht im Ablauf genau wiederholen.
Prepare for the worst- hope for the best.


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