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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nahrung im Winter



survivor
15.02.2009, 23:33
Hi leute,
von was würdet ihr euch jetzt draußen ernähren?

User-ID-112
15.02.2009, 23:46
also, wenn Du JETZT (mitten im Winter - bei 10 cm Schnee) hier draußen in der Wildnis Dein Essen erst zusammensuchen mußt ...

... dann hast Du wohl irgendwas falsch gemacht :(

Stickstoff
16.02.2009, 07:29
Hier geht es doch um Survival und das kann auch sein, dass man durch einen Unfall oder sonst irgendeinen Vorfall aufeinaml von der Zivilisation abgeschnitten ist ...
Also im Winter bleibt einem nicht viel Auswahl, was man essen kann.
An oberster Stelle steht wohl Fleisch, da man dies immernoch bekommt in der Natur.
Wasser wird wohl das kleinste Problem bei Neuschnee sein ;)
Dazu kann man sich aus Tannenzwigen einen Tee machen, der wohl reich an Zucker ist.

User-ID-78
16.02.2009, 08:48
Irgendwie ist mir das zu konstruiert, Mitteleuropa ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete weltweit. Selbst wenn man durch einem Unfall mitten in der Pampa festsitzt würde ich mich einfach auf den Weg machen und versuchen den nächsten Ort zu erreichen. Sollte das nicht möglich sein weil ich verletzt bin habe ich schlechte Karten, da tue ich mir dann auch schwer mit Beeren und Nüsschen sammeln, vom Jagen ganz zu schweigen. Ach ja, der menschliche Körper kommt je nach Verfassung locker 3 Wochen ohne Nahrung aus.

moosbüffel
16.02.2009, 12:04
Hi leute,
von was würdet ihr euch jetzt draußen ernähren?

Hallo,

von den mitgenommenen Nahrungsmitteln aus dem Rucksack.

Gruß Moosbüffel

User-ID-78
16.02.2009, 12:10
Hallo,

von den mitgenommenen Nahrungsmitteln aus dem Rucksack.

Gruß Moosbüffel

Das lag mir schon gestern auf der Zunge, habs mir aber verkniffen. :D

User-ID-108
16.02.2009, 13:39
Dazu kann man sich aus Tannenzwigen einen Tee machen, der wohl reich an Zucker ist.

Moin.
:confused: Wo hast Du denn das her?

Oder besser: vergiß es ganz schnell einfach wieder.
Man kann aus den jungen Spitzen (im Mai) ein Hustenmittel machen.
Zucker ist da keiner drin, - es sei denn Du machst einen Sirup. Da tust aber Du den Zucker dazu.

Essen kann man von einer Tanne eigentlich nichts.

Was man im Winter finden kann, sind Früchte an Büschen (Hagebutten z.B.) oder halt irgendwelche Beeren, die noch rumhängen.
Ist aber alles nicht wirklich lecker, wenn das schon mal Frost abbekommen hat.

Auch so "geniale" Tips wie Birkenunterrinde abziehen und kochen funzt im Winter nicht.
Das macht aber auch im Sommer nicht satt, - ist aber eine prima Beschäftigungstherapie.

Das Beste im Winter ist dann tatsächlich Kohldampf schieben und zusehen, dass man in besiedeltes Gebiet kommt. Hat schon so seinen Grund, warum eine Menge Tiere den Winter lieber verschlafen:D bzw. sich Vorräte anlegen.

Gruß
chamenos

Techniker
16.02.2009, 14:22
ok der Techniker schreibt mal was dazu

Tannenzweigtee
arg habe ich schon gemacht schmeckt mir nicht
soll aber dein heißes Wasser geschmack verleihen und mit Vitaminen und Mineralstoffen anreichern. Naja

Ansonsten ist der Wald dünn gesäht mit essbaren.
Birkenrinde (das weiße ganz außen) und die Wasserführende Schicht (name fällt mir spontan nicht ein) kann man essen. Energiezufuhr dadurch ist dürftig (ein bissel Zucker und ganz wenig Eiweiß) um sat zu werden müsste man einen ganzen Baum abschälen. Regenwürmer? bei solch einer Kälte sind schwer zu finden. Ansonsten Wurzeln von Brennesseln und Gräser ausgraben.

Schauen ob man Eisangeln kann. Ansonsten Jagen gehen?

User-ID-108
16.02.2009, 14:41
Tannenzweigtee
..soll aber dein heißes Wasser geschmack verleihen und mit Vitaminen und Mineralstoffen anreichern. Naja

..Birkenrinde (das weiße ganz außen) und die Wasserführende Schicht (name fällt mir spontan nicht ein) kann man essen. Energiezufuhr dadurch ist dürftig (ein bissel Zucker und ganz wenig Eiweiß) um sat zu werden müsste man einen ganzen Baum abschälen. Regenwürmer? bei solch einer Kälte sind schwer zu finden. Ansonsten Wurzeln von Brennesseln und Gräser ausgraben.


Moin.

Das was ihr meint ist Fichte! Und da nimmt man auch nicht die Zweige sondern die ganz jungen Nadeln im Frühjahr. Schmeckt aber trotzdem nicht:D

Im Winter ist die Birkenunterrinde (Kambium) "trocken". Da sind genau Null Nährstoffe drin. Mit dem Nährstofftransport hat der Baum nämlich im Herbst aufgehört. Deshalb hat er auch keine Blätter mehr.
Die Außenrinde von Birken hat reichlich Harzbestandteile. Fördert den Brechreiz und wirkt abführend. Würde ich zu jeder Jahreszeit einfach lassen.
Das Zeug taugt für Gefäße, als Notdacheindeckung und als Feueranzünder, aber nicht zum Essen.
Laubbäume sind im Winter in einer Art Winterschlaf. Und auch das Wachstum von Nadelbäumen geht gegen Null. Das ist alles nur noch Zellulose. Das ist so nährstoffreich wie eine Packung Tempo-Taschentücher.

Und versuch mal im Winter (der Boden ist gefroren) Wurzeln auszugraben.
Da verbrennst Du soviel Energie bei, dass Du bei der Nahrungssuche beschleunigt verhungerst.
Außerdem würde ich mich bei der Wurzelsuche auch am Laub der Pflanze orientieren wollen. Die Wurzeln von z.B. echtem Schierling und wilder Möhre sehen sich ziemlich ähnlich. Die Verträglichkeit ist dann doch eher unterschiedlich.

Gruß
chamenos

User-ID-78
16.02.2009, 14:51
Im Winter ist die Birkenunterrinde (Kambium) "trocken". Da sind genau Null Nährstoffe drin. Mit dem Nährstofftransport hat der Baum nämlich im Herbst aufgehört. Deshalb hat er auch keine Blätter mehr.
Die beliebten "Birkenspaghettis", einfach nicht totzukriegen. :)

Das ist alles nur noch Zellulose. Das ist so nährstoffreich wie eine Packung Tempo-Taschentücher.
Na wenigstens ist dann der Magen nicht mehr leer. :D

Da verbrennst Du soviel Energie bei, dass Du bei der Nahrungssuche beschleunigt verhungerst.
Das ist gut! Noch ein Grund mehr im Winter Zuhause zu bleiben!

Die Wurzeln von z.B. echtem Schierling und wilder Möhre sehen sich ziemlich ähnlich. Die Verträglichkeit ist dann doch eher unterschiedlich.
Na wenigstens hat sich dann das Problem mit der Nahrungssuche erledigt. ;)

User-ID-108
16.02.2009, 15:21
Die beliebten "Birkenspaghettis", einfach nicht totzukriegen. :)


Das ist aber nur einer von vielen Dauerrennern.
Steht in so gut wie jedem "Survival-Ratgeber". Alle schreiben den Quatsch voneinander ab und keiner probiert es auch nur einmal aus.

Genauso wie der Sülz mit den Fichtennadeln oder dass man beobachten soll, was die Tiere so fressen:D

Ja nee, - ist klar.

Ich habe gut 10 Jahre Survival-Seminare gegeben und jeden dieser Dauerbrenner einfach mal mit den unbelehrbaren Teilnehmern ausprobiert.

Großartig, - die Gesichter bei den Birkenrindenspaghetti oder einem Topf voll Wilder Möhre. Ohne Ende Sand zwischen den Zähnen, Müde vom stundenlagen Suchen und dann auch noch ein Mahl mit verschwindend geringem Nährwert.
Einfach einen morschen baum aufknacken und die Engerlinge essen. Geht schnell und bringt was. Im Sommer!
Im Winter ist auch ein morscher Baum gefroren. Da knackt man gar nichts.
Aber man fummelt im kalten nassen Zeug. Verbraucht wertvolle Energie, hackt sich wohlmöglich noch mit dem Beil ins Bein, weil das Gefühl aus den Fingern weicht.
Sind immer wieder lustig zu lesen. - die Ratschläge von super-duper Ex-militär-Spezialeinheits-Ausbildern oder anderen "Fachleuten", die selber tatsächlich im Manöver dann als erste nach dem Versorgungswagen gebrüllt haben:D

Ich habe auch mit den Fortgeschrittenen Kurse im Winter gemacht.
Fazit: Ohne Jagd und eigene Vorräte wirst Du in unbesiedeltem Gebiet schlicht verhungern. Und wenn Du nur auf die Jagd setzt, dann iss den Mageninhalt mit.
Sonst sind wir ganz schnell bei dem Thema Skorbut.

Sich warm halten, genug trinken (auf Mineralien achten, - Asche ins Wasser oder halt ein paar Fichtennadeln (und zwar die ganz außen am Baum)) und zusehen, dass man aus der Einöde wegkommt.

Alles andere ist ein zünftiges Zugrundegehen.

Gruß
chamenos

Techniker
16.02.2009, 15:22
Kambium genau das habe ich gemeint

Birkenspaghettis
den Quatsch habe ich ausprobiert aber ich schon geschrieben hatte müsste man einen ganzen Baum ablutschen um satt zu werden.

Asche auf mein Haupt
hatte nicht daran gedacht das ja die Bäume im Winter schlafen

so ein mist ich bin vieleicht ein spezie

andere würden sich jetzt herrausreden und meine das winter nicht immer Bodenfrost bedeutet.

ganz erlich im Winter nahhaftes zu finden ist schwer

Stickstoff
16.02.2009, 16:13
Ja ich habe es auch nur gelesen und in einem Video gesehen, wie einer sich Tannenadeln im Kochtopf kocht und das dann trinkt, falls das doch nicht stimmt, tut es mir leid für die Fehlinformation.

User-ID-108
16.02.2009, 16:36
Ja ich habe es auch nur gelesen und in einem Video gesehen, wie einer sich Tannenadeln im Kochtopf kocht und das dann trinkt, falls das doch nicht stimmt, tut es mir leid für die Fehlinformation.

Wieso.

Wenn Du es gesehen hast, dann stimmt es doch auch:D

Es ist halt nur die Frage: was soll das?

Das ist genauso wie die winzigen Angelhaken in gekauften "Survival-Päckchen", Messer mit Haken auf dem Rücken und Hohlgriff, Typen die in Flecktarn und vermummt durch irgendwelche Videos rennen und zeigen, wie man mit einer Gewehrpatrone Feuer macht.

Das ist eher Sport und Selbstdarstellung als ein sinnvoller Umgang mit sich und der Natur.

Ich sehe mir sowas auch ab und zu an und grinse dann sehr breit.

Ich kann immer nur empfehlen: Nachdenken und Ausprobieren.

Bestimmte Sachen sind schon so von sich aus unlogisch.
Andere Sachen erweisen sich beim Probieren als Quatsch.

Natürlich kann man z.B. mit "Stöckchen-Reiben" Feuer machen:D
Wer es ausprobiert hat bekommt ein völlig neues und inniges Verhältnis zu seinem Döschen voller Streichhölzer.
Auch die Trapper und Mountainmen vor 200 Jahren haben sich da eher auf ihren Striker verlassen als da wild an Ästchen zu rubbeln.

Die gesamte Survival-Mode setzte in den späten 80ern ein und seitdem wird wild voneinander abgeschrieben, Tips für die Wüste werden unkommentiert auf mitteleuropäische Verhältnisse umgewandelt und ohne einen gut gefüllten 100 Liter-Rucksack geht es eigentlich gar nicht. Wichtig sind auch noch Tarnklamotten und große Messer.

Wenn Du mal einen Film sehen möchtest, der zumindest im Groben wirklich was taugt, dann sieh Dir "Der letzte Trapper" an. Klar sind da Szenen gestellt, aber die Grundaussagen sind richtig.

Gruß
chamenos

Techniker
16.02.2009, 16:48
http://www.youtube.com/watch?v=wzhEIFl3zBc

achja auf youtube gibt es schon lustige Leute
habe mal einen rausgepickt

Stickstoff
16.02.2009, 16:48
Wieso.

Wenn Du es gesehen hast, dann stimmt es doch auch:D

Es ist halt nur die Frage: was soll das?

Das ist genauso wie die winzigen Angelhaken in gekauften "Survival-Päckchen", Messer mit Haken auf dem Rücken und Hohlgriff, Typen die in Flecktarn und vermummt durch irgendwelche Videos rennen und zeigen, wie man mit einer Gewehrpatrone Feuer macht.

Das ist eher Sport und Selbstdarstellung als ein sinnvoller Umgang mit sich und der Natur.

Ich sehe mir sowas auch ab und zu an und grinse dann sehr breit.


Klingt so, als ob du mich irgendwie für zurückgeblieben hälst oder so ;)
Ich habe das nicht in einem Hollywoodstreifen oder so gesehen, sondern in einem Survivalvideo, wie sich einer für ein Wochenende in die Skandinavischie Wildnis zurückgezogen hat und dort dann überlebt hat.
Ich kann dir gerne den Link geben, wenn du möchtest.

Sind wir denn etwa nun schon soweit, dass ich jedes kleine bisschen,w as man irgendwo sieht direkt misstrauen sollte?
Ein bisschen Vertrauen sollte schon da sein, wenn mir mein lehrer sagt 2+2 ist 4 sage ich ja auch nicht: "Dafür habe ich keine sichere Quelle, das glaube ich ihnen erstmal nicht" :p

User-ID-2
16.02.2009, 17:26
Hi leute,
von was würdet ihr euch jetzt draußen ernähren?

Von Bauern in meine Umgebung. Natürlich würde ich den Bauer fragen, aber in unserer Zivilisation würde ich sicher kein Baum anknabbern. :)
Es ist hier ja fast nicht möglich zu verhungern. Alle paar Kilometer hat es Bauern, die sehr hilfsbereit sind.

In der Stadt würde ich schnorren gehn. :D

User-ID-108
16.02.2009, 17:50
Klingt so, als ob du mich irgendwie für zurückgeblieben hälst oder so ;)
Ich habe das nicht in einem Hollywoodstreifen oder so gesehen, sondern in einem Survivalvideo, wie sich einer für ein Wochenende in die Skandinavischie Wildnis zurückgezogen hat und dort dann überlebt hat.
Ich kann dir gerne den Link geben, wenn du möchtest.


Halt.
Nix wo reininterpretieren, wo man nicht weiß was drin ist.;)
Würde ich Dich für zurückgeblieben halten, dann würde ich Dir das auch so per PN schreiben, bzw. beim Admin laut protestieren, wen er da zum Mod macht.

Du hast Dich für eine "Falschmeldung" entschuldigt, wo es nichts zu entschuldigen gibt.
Ich kenne reihenweise solcher Filmchen. Auch komplette Lehrgänge auf DVD.
Das allermeiste ist Schrott. Und die Zeit, die man mit dem Ansehen solcher Filme verschwendet sollte man selber einfach draußen sein.
Ich habe selber ein paar Jahre gebraucht um das zu begreifen.

Und mal ganz ehrlich. Ein Wochenende in der skandinavischen Wildnis überleben wir beide locker mit einem Päckchen Kaugummi:D

Die allermeisten Bücher bzw. Videos zum Thema werden in erster Linie gemacht um damit Geld zu verdienen. Dann schreibt man noch auf den Buchdeckel, dass alles was Du hieraus nachmachst auf eigene Gefahr passiert und fertig.

In jedem dieser Bücher steht drin, dass man Feuer mit einer Lupe machen kann. An wievielen Stunden in den letzten vier Wochen hätte das denn geklappt?
Ist halt alles relativ.
Ich finde es halt nicht besonders sinnvoll hier in diesem Forum Antworten zu geben, die nicht auf eigenen Erfahrungen beruhen.
Das macht ja den eigentlichen Wert eines solchen Treffpunktes aus.
Dass das Gesehene oder Gelesene von denjenigen, die es ausprobiert haben ins rechte Licht gerückt wird.

So waren meine bisherigen Beiträge gemeint.

Gruß
chamenos

Stickstoff
16.02.2009, 17:55
Ja ich meinte das nicht bös und auch nicht, dass es ultra schwer wäre in Skandinavien zu überleben, sondern es kam so rüber, als hätte der Mann Ahnung, und da ich bis dato keine andere meinung zu dem Thema kannte und es erstmal nicht in Frage gestellt habe, weil es so rüberkam, dass er es gut meinte den Leuten so was zeigt, habe ich es geglaubt.
Nun gut, dass ich es besser weiß, man lernt nie aus ;)
Ich würd aber lieber ein Wochenende in einer Obstplantage in Spanien vorziehen :D

bommel
10.01.2010, 17:25
Essen kann man im Winter auf jeden Fall Brombeerblätter. Je nach Hungergefühl schmecken sie sogar ein bißchen. Auf der Unterseite sollte man vorher die stachelbewehrte Hauptader abziehen. Wenn man mehrere zu einer Rolle rollt, essen sie sich leichter. Wie lange man damit "überlebt", hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.

hammer
25.01.2010, 23:57
Das Beste im Winter ist dann tatsächlich Kohldampf schieben und zusehen, dass man in besiedeltes Gebiet kommt. Hat schon so seinen Grund, warum eine Menge Tiere den Winter lieber verschlafen:D bzw. sich Vorräte anlegen.

Gruß
chamenos[/QUOTE]


Ich glaube nicht das wir im Winter Kohldampf schieben müssen.
Selbst im Winter gibt es Tiere, die nicht schlafen! Gerade im Winter sind ihre Spuren leicht zufinden, an dessen wege man Fallen stellen kann, oder man legt einen Futterplatz an, um die Tiere anzulocken, um sie dann zu .....

Mal sehen wie Tony das sieht

LG hammer

luka
26.01.2010, 07:35
Mal blöd gefragt: kann man nicht Eichhörnchen auflauern und denen die Nüsse rauben? Nicht sehr nachhaltig, aber für den Notfall..
Ich meine dass man Portulak im Winter ziehen kann- vielleicht sollte man da an strategisch günstigen Stellen mal einsäen...
Auf manchen Feldern steht evtl. noch Grünkohl oder Porree, die kann man jetzt auch noch essen. Ansonsten etwas fangen.
Alles Liebe Luka

Portulak: http://de.wikipedia.org/wiki/Portulak

bommel
26.01.2010, 07:54
Ich würd wohl auch eher einem Eichhörnchen was klauen, als was hinzulegen, was Tiere anlocken soll, wo ich es doch gleich selber essen könnte :-))

Zum Portulak noch eine nette Ergänzung: http://de.wikipedia.org/wiki/Postelein
Beste Grüße

luka
26.01.2010, 07:59
Z.b. hier:
nur ein Beispiel, keine Empfehlung! Jeder prüfe bitte selbst...
http://cgi.ebay.de/Postelein-Winter-Portulak-ca-150-Samen_W0QQitemZ250568458937QQcmdZViewItemQQptZSämereien_Zwie beln?hash=item3a570b42b9#ht_808wt_1167

Luka

Obwaldner
26.01.2010, 09:07
Hallo Zusammen

Man kann im Winter eine Weile in der Wildnis überleben, aber kaum ohne Feuer.
Nahrung findet man vor allem in Buchen- und Eichenwäldern überall und ohne grossartig zu graben. Folgt einfach mal den Eichhörnchenspuren und den Mäusegängen.
Brombeerblätter und Brennesseln findet man ebenfalls, wenn man die üblichen Standorte kennt.
Wie schon die Vorschreiber richtig angemerkt haben: Ohne Hunger wird es kaum abgehen, aber die schlimmsten Feinde sind Feuchtigkeit und Kälte.

Man sollte die Gefahr im Winter nicht unterschätzen. Gerade im Schneegestöber oder dichtem Nebel ist die Orientierung nicht gerade einfach. Da können aus fünf schnell mal 20 Kilometer werden, wenn es einen unvorbereitet erwischt. Sogar in den Bergen oder in bekanntem, dünn besiedeltem Gebiet verirt man sich sehr schnell, wenn die Sichtweite unter 50 Meter sinkt.
Suchaktionen sind ebenfalls sehr schwierig. Ein Bekannter von mir ist anfags der 90er nach einem Unfall 50 Meter von der Strasse entfernt im Auto erfroren. Er kam im Schneegestöber von der Strasse ab, rollte eine Böschung hinunter und wurde im Auto eingeklemmt.
Niemand hörte ihn im Sturm schreien, und man nimmt an, dass er noch sicher 10 Stunden gelebt hat.
Unerfahren war er sicherlich nicht. Er war der Chef der Bergrettung des Tales, entsprechend exzellent angezogen und ausgerüstet. Nicht die Verletzungen brachten ihn um, sondern die Kälte.
Es hatte an dem Tag -5°C.

Zurück zur Nahrung:
Man sollte. wie auch schon geschrieben wurde, nicht zuviel Energie mit Nahrungsbeschaffung vergeuden, wenn die Zivilisation in erreichbarer Distanz liegt. Jagd liegt nur mittels Fallenstellen drin, ausser man hat einen Projektilbeschleuniger dabei. Sonst kann man nur noch schauen, dass man nicht erfriert, Suchtrupps auf sich aufmerksam machen und ansonsten Energie sparen, um möglichst lange am Leben zu bleiben.

Viele Grüsse

Obwaldner

User-ID-78
26.01.2010, 10:26
...kann man nicht Eichhörnchen auflauern und denen die Nüsse rauben? Nicht sehr nachhaltig, aber für den Notfall...

Lustiger Gedanke, Strumpfmaske über den Kopf und das Eichhörnchen unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe seiner Eichel oder Haselnuß nötigen. :rolleys:
Da die Tierchen keinen großen, zentralen Vorrat anlegen ist sowas sinnlos. Die Energie die du aufwenden musst um einem Eichkater seine Nuß abzunehmen, vorrausgesetzt du erwischt das Tier überhaupt, ist wahrscheinlich um einiges größer als das was dir die Nuß an Energie bringen wird. Und überhaupt... wenn ich den Nager samt Nuß erwischt hätte, dann würde ich die Nuß eher für eine Füllung verwenden um das Tierchen nach dem Ausnehmen zu füllen und anschließend zu braten.
In reinen Nadelwäldern legen Eichkätzchen übrigens auch so gut wie keine Vorräte mehr an, da sie sich im Winter fast ausschließlich von Zapfen ernähren.

Tony
26.01.2010, 10:44
warum nicht das Eichhörnchen verzehren anstatt als dessen Nahrungskonkurrent zu agieren? Das Tier einzufangen ist easy, auch wenn´s bislang in keinem "Fachbuch" steht.

Obwaldner
26.01.2010, 11:18
Eichhörnchen schmecken nicht wirklich fein.... Auch mit Füllung nicht. Neinein.
Ich habe in unserem (Buchen)Wald schon viele Vorratslager der Hörnchen gefunden. So klein sind die gar nicht, vor allem wenn man Hunger hat...

Viele Grüsse

Obwaldner

Tony
26.01.2010, 11:25
..warum sollen die nicht schmecken? Das sind doch vegetarische Nager. Habe in Kanada Eichhörnchen-Pastete gegessen, war wirklich gut. Stachelschweine (lost man´s food)sind auch vegetarische Nager und schmecken wie Hauskaninchen. Also warum nicht?

Obwaldner
26.01.2010, 11:49
Nun, aus dem selben Grund, weshalb man auch Murmeltiere nur im Notfall isst, wenn man nicht gerade Pasteten daraus fertigen kann.
Eichhörnchen über dem Feuer gebraten schmecken ziemlich tranig. Ausser im Notfall würde ich keines mehr so zubereitet essen, das kannst Du mir glauben. Es ist wie so häufig beim Wild. Wird das Fett mitgebraten ist das Ergebnis nicht so toll...
Dann lieber Meerschweinchen, die sind wirklich lecker.
Aber jetzt sind wir voll OT.

hammer
26.01.2010, 11:53
Ich würd wohl auch eher einem Eichhörnchen was klauen, als was hinzulegen, was Tiere anlocken soll, wo ich es doch gleich selber essen könnte :-))

Zum Portulak noch eine nette Ergänzung: http://de.wikipedia.org/wiki/Postelein
Beste Grüße


Manchmal sollte man im Leben etwas geben, um ein vielfaches rauszuholen.

Ich gebe doch lieber ein paar Nüsse oder Rüben ab, um an Wild zukommen, als wie wenn ich mich nur von Grünzeug Ernähre.
Essen kann ich es ja später noch,sollte ich nichts fangen.

LG hammer

bommel
26.01.2010, 12:03
Nunja, je nachdem, wie lange ich im Wald bleiben will :-))
Ich würds immer essen und zusehen, daß ich weiterkomme.
Beste Grüße

User-ID-78
26.01.2010, 12:16
Ich habe mal Greys, also ein Grauhörnchen, gegessen. Bei unseren britischen Freunden wurde die ja mal auf die Insel eingeschleppt und bedrohen seitdem die einheimischen Eichhörnchen. Seitdem sind die dort zum Abschuss freigegeben.
Allerdings muss ich zugeben das der Nager auch zu Pastete verarbeitet war, aber ist ja nicht wirklich viel dran an so einem Tier.
....ach ja, geschmacklich fand ich es voll in Ordnung.

Tony
26.01.2010, 20:05
...wenn Dir nicht genug Substanz am einzelnen Tier ist, dann fang doch gleich mehrere, brauchst ja nicht daneben zu stehen. Wenn man am Spätnachmittag die Schlingchen präpariert, kann man anderntags ernten. 1 m Blumendraht reicht für 2 Schlingen. Nun setz mal 8 oder 10 Schlingen, damit kannst Du 3 Bäume versorgen und ob diese "begangen" sind ist ja wohl feststellbar. Da braucht nichts beködert zu werden.

Techniker
26.01.2010, 20:14
im Fallenbau habe ich keine Ahnung
ich kann nur das wiedergeben was ich mal gelesen hatte...

allg. sollte man mehr als eine Falle aufstellen. Die Cangse mit mehren Fallen ein Tier zu fangen ist wesendlich höher...

Sag mal was ich eigendlich in einer PN fragen wollte...

Im Video auf You... werden ebenfalls verschieden Fallen gebaut
ich frage ich wie ihr die Dornen / Spieße oder wie es immer genannt wird
in den Stamm getrieben habt ohne Stecheisen :peinlich: ??

nur mit dem Messer?

Tony
26.01.2010, 20:47
um Holznägel zu schneiden, schnitzen und in einen Balken oder ein Wurzelstück einzutreiben benötige ich ein stabiles Messer und einen unterarmlangen Holzknüppel.
1. Schritt:
Die 30 cm langen "Nägel" sollten aus trockenem, fingerdickem und astfreiem Nadelholz sein. Ein Ende wird spachtelartig, beidseitig abgeflacht, etwa wie ein Flachmeißel aussehend.
2. Schritt:
Mit dem Schlagholz hämmere ich die Messerspitze etwa 3 - 4 cm tief in das stärkere Holz um dort den Nagel zu platzieren. Den Vorgang wiederhole ich ca. 2 -4 mm neben der ersteren Einschlagstelle.
3.Schritt:
Die abgeflachte Spitze des Holznagels setze ich in die vorhin erzeugten Risse und treibe ihn durch Schläge mit dem Schlagholz so tief, bis ein fester Sitz spürbar wird. Meistens genügen 4 oder 5 cm Tiefe.
4.Schritt:
Man nimmt das Messer beidhändig an Griff und Spitze, dabei hält man die Schneidenseite zum Körper, wie ein Schäleisen. Nun schnitzt man ziehend am freien Ende des Holznagels eine 5 cm lange Dreikantspitze. Man sollte eine Dreikantspitze fertigen weil diese durch ihr spitzwinkeliges Querschnittsprofil bessere Schnitte verursacht als eine Vierkantspitze oder gar eine bremsende runde Spitze und trotzdem gute Stabilität gewährleistet. So feddisch!
Das gehört in den Bushcraft - Bereich wie ich ihn einordne und wie ich darin ausbilde. Steht übrigens auch in keinem der "Fachbücher". Ach ja, auf ein Wort, ich finde s schon etwas eigenartig wenn ich hier dauernd Skills aus meinem Repertoire poste und sehe dann links neben meinen Einträgen "Lehrling". Zeigt mir doch bitte die "Meister". Ich platze vor Neugier.

Elf
26.01.2010, 21:08
@chamenos

Kannst Du mir sagen, wie lange der menschliche Körper ohne Salz auskommt, bzw. was es für Alternativen gibt, wenn der Supermarkt nicht mehr offen ist und / oder der eigene Vorrat futsch ist.

Lieben Dank und Gruss

Till

Tony
26.01.2010, 21:42
Hi Till,
wir verzehren in unserer westlichen Zivilisationsgesellschaft wesentlich zuviel Salz. Und der Pro-Kopf-Verbrauch ist in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. Verursacher: Die Lebensmittelindustrie. Aus eigener Erfahrung kann ich vermelden, dass ich am dritten -vierten salzlosen Tag bei Anstrengungen meine reduzierte Leistungsfähigkeit spure, zudem schwitzt man sofort wieder aus was man gerade getrunken hat. In der Wildnis nordischer Hemisphäre kennen die Menschen Stellen wo das Schalenwild sich sein Salz holt. Es sind in der Regel bestimmte Feuchtgebiete. In prädistinierter Gegend kann man aufgrund der Wildbewegungen solchen Stellen finden, allerdings setzt das voraus, dass man sich grundsätzlich mit Wildverhalten auskennt. Den kurzfristigen Bedarf kann man decken in dem man frisches Blut trinkt. Das ergibt Power obendrein.

User-ID-118
27.01.2010, 04:08
Ach ja, auf ein Wort, ich finde s schon etwas eigenartig wenn ich hier dauernd Skills aus meinem Repertoire poste und sehe dann links neben meinen Einträgen "Lehrling". Zeigt mir doch bitte die "Meister". Ich platze vor Neugier.Ruhig Brauner!...:Sagenichtsmehr: Ich werte das jetzt einfach mal als ernsthafte Frage!

Die Bezeichnung unter deinem Namen sagt lediglich etwas über die Anzahl der verfassten Beiträge aus. Frischling --> Lehrling --> Überlebender --> Survivor usw. Die genaue Aufteilung müsste dir der Admin sagen.
Da wir im Moment noch keine Einstellungstest fürs Forum erarbeitet haben um Neuankömmlinge beurteilen zu können, werden wir dies vorerst auch so beibehalten. :grosses Lachen:


Außerdem sollte es dir klar sein dass dies ein Survival & Preparedness Forum ist, in dem Bushcraft eines von vielen Themen ist. In diesem Zusammenhang ist hier der Begriff "Previval" entstanden um den Schwerpunkt des Forums nochmals zu verdeutlichen.
Wer sich mit den vielen anderen Themen des Forums beschäftigt und seine Schwerpunkte außerhalb des Bushcraft legt, muss nicht weniger erfahren sein als du es bist. Erfahren in einem anderen Themenbereich. :rolleys:

Daher jeden der nicht deine Erfahrung in Bereich Bushcraft besitzt den "Meister-Titel" in der Preparedness abzusprechen ist mehr als unangemessen. Man sollte immer Äpfel mit Äpfel vergleichen!

Gruß
Nachtfalke

Bärtram
27.01.2010, 06:25
Den kurzfristigen Bedarf kann man decken in dem man frisches Blut trinkt. Das ergibt Power obendrein.

Kann ich nur dringend von abraten. Eingenommenes Blut ist giftig, größere Mengen werden sofort durch Übergeben wieder ausgeschieden. Getrunkenes Blut wirkt sich negativ auf den Kaliumhaushalt des Körpers aus, was zu Herzproblemen führt.
Kommt mir jetzt nicht mit Blutwurst und englischem Steak, beides extrem schädlich für den Körper. Dies gilt insbesondere in Extremsituationen.

Dosenburgerin
27.01.2010, 08:32
Kommt mir jetzt nicht mit Blutwurst und englischem Steak, beides extrem schädlich für den Körper. Dies gilt insbesondere in Extremsituationen.

Ufff, wie gut das wenn ich mein Steak im Restaurant verputze ich in keiner Extremsituation bin. :rolleys:
Ausser evt. extremen feiern :devil:


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