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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feldstecher/ Ferngläser



funkah
16.12.2009, 21:26
Hallo zusammen,

Ich wollte mir ein neues Fernglas zulegen hab aber kein Ahnung auf was ich dabei achten sollte. Mir ist nur wichtig das es vom Gewicht her Leicht ist und man halt möglichst weit sehen kann auch bei dämmerung. Auch sollte es nicht zu teuer sein da ich gesehen habe das die Preisspanne zwischen 50 und +500 Euro liegt. Vielleicht ist es noch wichtig zu sagen das ich kein Brillenträger bin (falls es da unterschiede gibt)

(Vielleicht kann mir noch jemand verraten was es mit diesen gefärbten Gläsern auf sich hat ?! ^^)

Wäre schön wenn ihr mir ein paar Tips geben könntet

Vielen Dank schonmal im Vorraus

Liebe Grüße
Michael

User-ID-188
16.12.2009, 22:16
Du kannst dir das hier mal durchlesen --> http://www.globetrotter.de/de/beratung/kaufberatung/14_info.php#07

das ist zwar sicher nicht alles was man über Fernglässer wissen kann aber schon mal ein Anfang.

Ich habe mir vor Jahren ein Eschenbach Regatta 10X25 Weitwinkel gekauft das war nicht sonderlich teuer aber es ist klein leicht und für meine Zwecke ausreichend.

Sehfeld auf 1000m 115m Vergrößerung 10X Objektivdurchmesser 25 mm
Maße zusammengelegt in der Tasche lxbxh 11,5cm 9cm 5cm

Eigentlich wollte ich noch ein paar Bilder dazu posten aber leider hat sich just in diesem Moment meine SD Karte in Nirvana verabschiedet. GRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR


Gruß

DosenBurger

argus
17.12.2009, 06:42
@funkah
Ich möchte dir raten, kein Glas mit einer höheren als 8fachen Vergrößerung zu kaufen. Ich selbst habe auch wie DosenBurger ein 10x25, aber bei 10facher Vergrößerung verwackelt das Bild zu sehr. Da erkennst du weniger genau als mit 8facher, besonders wenn das Glas leicht sein soll, weil es dann weniger träge Masse hat. Das ist nur meine Meinung, am besten vergleichst du das im Laden. Versuche beispielsweise Schriften zu lesen die mit 8facher gerade noch lesbar sind und dann nimm das mit 10facher, dann siehst du was ich meine. Bei längerer Beobachtungsdauer wird das ständige Wackeln sehr anstrengend. Manchmal ist weniger mehr.

Für eine gute Dämmerungsleistung müssen die Frontlinsen groß sein und dann sind sie auch schwer. Bei Jägern beliebt, weil da die Dämmerungsleistung was bringt ist 8x56. So ein Glas wiegt aber ein Vielfaches von einem 8x20. Die dreiviertel Stunde Freude in der Dämmerung mit einem schweren Glas wiegt weniger als die stundenlange Freude an einem leichten Glas beim Marschieren mit Rucksack.

Qualität hat gerade bei optischem Gerät ihren Preis - leider.

Die rot, oder orange gefärbten Gläser schauen richtig cool aus. Das bringt aber optisch nicht wirklich was. Wir wollen doch nicht auffallen - oder? Sehen, aber nicht gesehen werden ist viel cooler!

Gruß argus

funkah
17.12.2009, 19:47
danke euch für die ausführlichen ratschläge ich habe mir denk link von DB mal durchgelesen und werde auch den rat von argus nachgehen und die Ferngläßer vor ort beim Händler genauestens testen (grade das dem verwackeln bei mehr als 8x wusst ich nicht)

aber was darf ein gutes 8x20 Fernglas denn in etwa kosten ?

User-ID-188
17.12.2009, 20:27
Ich habe den Vorgänger von dem Adventure B das findest du mittig auf der Seite

http://www.ehlert-partner.de/Ebafern.html

Ich bin sehr zufrieden mit meinem das kann man zusammenfalten hat griffigen Gummi auf dem Gehäuse, ist Spritzwasserdicht.

Ich habe heute mal ausprobiert das mit dem wackeln ist für mich bei 10X kein Problem, trotz rauchen und Kaffee trinken :lachen:


Gruß


DosenBurger

Ps ich hab so ca 160 DM damals dafür bezahlt das wirst du heute so in etwa in Euronen investieren müssen

wiki
17.12.2009, 22:45
Ja stimmt: für die meißten Anwendungen reicht eine 8 fache Vergrößerung, bei 10 fach merkt man schon stark das Zittern.

Der Objektivdurchmesser wird auch angegeben, zB 56, je größer der ist um so bessere Dämmerungssicht.
Was Dir auch immer angeboten wird, es gibt eine einfache Rechnung auf die zu achten ist:

In der Dämmerung wird die Pupille des Auges max 7mm groß.
Wenn Du ein Glas zB 8 x 56 hast hast Du eine Austrittspupille (augenseitig) von 7mm (56 : 8 = 7).
Mit dieser Kombination hast Du das Maximum abgedeckt was Dein Auge sich bei Dämmerung öffnet.
Ein zB 8 x 80 Glas ist sinnlos, weil 80 : 8 = 10 -> Dein Auge kann sich aber nur bis max. 7mm öffnen!

Um eine vernünftige Kombination zu finden, würde ich Dir zu einem 8 x 30 raten, zB von Steiner:
http://www.steiner.de/de/fernglaeser/outdoor/wildlife-pro-8x30.php
und
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=nt_06171


Das mit den gefärbten Linsen stimmt nicht ganz:
Grundsätzlich (Qualität vorausgesetzt) sind das Filter um die jeweils stark anwesende Farbe etwas ab zu schwächen.
Blau zB für Seegler, Kanufahrer,..., eben auf dem Wasser wo der Blauanteil im Licht recht hoch ist.

Grün für vorwiegend Wald und Wiesen.

Das Glas ist deshalb nicht unbedingt besser, aber die - sagen wir mal - Überbelichtung der jeweiligen Farbe wird zurückgenommen und daduch wird das Bild schärfer und Kontrastreicher, was die Augen auf Dauer nicht so ermüdet.

argus
18.12.2009, 05:50
Das mit den gefärbten Linsen stimmt nicht ganz:
Grundsätzlich (Qualität vorausgesetzt) sind das Filter um die jeweils stark anwesende Farbe etwas ab zu schwächen.
Blau zB für Seegler, Kanufahrer,..., eben auf dem Wasser wo der Blauanteil im Licht recht hoch ist.

Grün für vorwiegend Wald und Wiesen.

Das Glas ist deshalb nicht unbedingt besser, aber die - sagen wir mal - Überbelichtung der jeweiligen Farbe wird zurückgenommen und daduch wird das Bild schärfer und Kontrastreicher, was die Augen auf Dauer nicht so ermüdet.
Sorry Wiki, da muß ich dir widersprechen. Das ist leider falsch. Ein Filter absorbiert die komplementäre Farbe. Ein Blaufilter unterdrückt Orange. Orange würde also theoretisch Schwarz erscheinen. Warum das in der Praxis z.B. bei Sonnenbrillen nicht so ist, hängt mit der Farbadaption des Auges bzw. des Gehirnes zusammen. Das führt hier aber zu weit.

Ferngläser sind auf eine möglichst unverfälschte Farbwiedergabe ausgelegt. Deswegen werden keine Filter verwendet. Jede Filterung reduziert die Helligkeit, was auch nicht erwünscht ist.

Wenn man so auf das Objeltiv schaut, daß sich darin eine Lichtquelle spiegelt, erkennt man meist mehrere abgeschwächte farbige Spiegelungen der Lichtquelle. Das entsteht durch die Vergütung auf allen Luft/Glas Flächen. Sinn der Vergütung ist die Reduzierung von Spiegelungen im gesamten optischen System, was für einen guten Kontrast sorgt.

Die in meinem vorigen Beitrag erwähnten kräftig rot oder orange spiegelnden Frontlinsen bei billigen, minderwertigen Ferngläsern die man oft auf Flohmärkten sieht, sind verspiegelt und reine Effekthascherei. Eine farbige Verspiegelung verfälscht die Farbwiedergabe und reduziert den Lichteinfall, was besonders in der Dämmerung nicht erwünscht ist. Eine Vergütung entspiegelt ohne den Lichteinfall zu reduzieren (im Idealfall).

LG argus

User-ID-118
18.12.2009, 09:38
Um eine vernünftige Kombination zu finden, würde ich Dir zu einem 8 x 30 raten, zB von Steiner:
http://www.steiner.de/de/fernglaeser/outdoor/wildlife-pro-8x30.php
und
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=nt_06171
Die 8x30 Steinerferngläser sind doch die BW Ferngläser?! Die gibt es gebraucht für +/- 100€, macht es Sinn diese gebraucht zu kaufen?

Die "Strichplatte" der BW Ferngläser, womit man die Entfernungen schätzen kann, gibt es die auch in der zivilen Version oder in anderen Ferngläsern?

Gruß
Nachtfalke

User-ID-338
18.12.2009, 13:26
Hallo

Auch bei den Fernrohren gibt es unterschiedliche Meinungen.
Manche bevorzugen eben bestimmte Marken.

Meiner Meinung nach ist die Marke nicht das Wichtigste.
Die Vergrösserung sollte nicht zu klein und nicht zu groß sein.
Auf 1000m sollte ein angemessenes Blickfeld sein.
Als besonders wichtig empfinde ich, daß das Glas gummigedämpft ist.
Auch Spritzwasser sicher sollte es sein.

Anbei meine Gläser

604

Das Grosse hat allerdings eine Stricheinteilung mit der man die Entfernung berechnen kann.

gerdd1
18.12.2009, 13:38
hier zwei modelle, die qualität zu einem guten preis bieten:

Dienstfernglas Hensoldt 8x30 mit Strichplatte, Einzelokulareinstellung ohne Nachregulieren, Tragriemen, Brillenträgerokular, gute klare Optik. dieses glas lässt für ca. 85.- euro im net finden, oder
Dienstglas der Bundeswehr, Modell Zeiss 8 x 30. Mit Strichplatte, Einzelokulareinstellung ohne Nachregulieren, Tragriemen, Brillenträgerokular, Gewicht ca. 545 gr., gute klare Optik für ca 90.- euro.

beides gläser, die sich bewährt haben. und je nach händler bekommt man für dieses geld sehr gut erhaltene exemplare

User-ID-118
18.12.2009, 14:10
Auf 1000m sollte ein angemessenes Blickfeld sein.
Was heißt angemessen? +/- 100m?

Gruß
Nachtfalke

User-ID-292
18.12.2009, 15:25
Hoi ´zamme

Wieder eine Möglichkeit mein Geld loszuwerden.
:weinen:

Fernglas fehlt mir auch noch. Mit Kompass fände ich gar nicht schlecht. So kann man in der Ferne gleich einen Punkt fixieren, auf den man sich zubewegt.
Habt Ihr von diesem Hersteller schon gehört?
Omegon?

http://cgi.ebay.de/Marine-Fernglas-Omegon-Seastar-7x50-PORTOFREI_W0QQitemZ230406951673QQcmdZViewItemQQptZDE_Compute r_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik?hash=item35a55312f9

User-ID-338
18.12.2009, 16:03
Hallo

+/- 100 m , du beliebst zu scherzen.

Wenn ich mich nicht irre haben gute Gläser auf 1000m rund 100m Sichtfeld.

Sollte ich mich täuschen, bitte berichtigen, ich lerne gerne dazu.

User-ID-188
18.12.2009, 17:17
nein du täuscht dich nicht im Normalfall sind es 100m aber es gibt auch Weitwinkel Ferngläser.

Wie ihr meiner Beschreibung meines Fernglases entnehmen könnt ist es ein Weitwinkel und hat auf 1000m ein Sichtfeld von 115m

Gruß


DosenBurger

wiki
18.12.2009, 17:41
@argus
Da muß ich Dir zum Teil rechtgeben, es handelt sich dabei nicht um Filter (wie ich vorhin gschrieben habe) sondern um verschiedene Arten der Linsenvergütung.
Wobei es eben verschiedene Vergütungen für die verschiedenen Lichtverhältnisse gibt.

@IntoTheWild
Ich hab lieber einen guten Kompass extra, den kann ich dan verwenden wann ich will, ohne ständig das Fernglas auspacken zu müssen.

Für eine Strichplatte hab ich keine Verwendung, ich bin kein Scharfschütze.
Und meine Armbrust hab ich mit einem speziellen Zielfernrohr ausgestattet, da brauch ich keine Entfernungen mehr zu schätzen.

Bezüglich der Marken:
Swarovski ist ein Kunde von mir, dort konnte ich mal einige bekannte Gläser verschiedener Hersteller begucken.
Marken wie: Swarovski, Steiner, Zeis, Leupold und Leitz.
Macht schon Sinn, nur da sind wir dann jenseits der € 1000.- Grenze (jenseits von Gut & Böse!!!).

Von meinem Vater hab ich dann ein gebrauchtes Wind River 10 x 42 bekommen, das wird anscheinend von Leupold aus USA importiert.
Ist nicht schlecht das Ding.

argus
18.12.2009, 19:26
Wobei es eben verschiedene Vergütungen für die verschiedenen Lichtverhältnisse gibt.

Das interessiert mich sehr. Wo hast du die Informationen her? Kannst du mir Beispiele nennen?

LG argus

wiki
18.12.2009, 19:53
Kann dauern, da muß der Wiki suchen.

User-ID-118
19.12.2009, 10:52
Hallo

+/- 100 m , du beliebst zu scherzen.

Wenn ich mich nicht irre haben gute Gläser auf 1000m rund 100m Sichtfeld.

Sollte ich mich täuschen, bitte berichtigen, ich lerne gerne dazu.Was hab ich den anders geschrieben??? +/- 100m sind doch wie du selber schreibst "rund 100m Sichtfeld!

Gruß
Nachtfalke

Bärtram
19.12.2009, 12:29
Wenn man etwas sucht, findet man auch mal 7x40 DF von Zeiss Jens für kleines Geld (so ab 100.-€). Die wurden u.a. bei der ehem. NVA benutzt und sind von hervorragender Qualität.
Strichplatte ist natürlich auch dabei. Die ist auch für uns Zivilisten sehr nützlich, um Entfernungen zu schätzen.
Ansonsten bin ich von meinem kleinen 8x20 Zeiss begeistert. Brilliantes Bild, klein, leicht, robust und passt in jede Hemdtasche.

argus
20.12.2009, 05:15
@wiki
Sowas dacht ich mir schon.
Wegen Vergütungen für verschieden Lichtverhältnisse hab ich auch noch mal gegoogelt und nichts gefunden, außer der von mir schon erwähnten "High-Tech-Ruby- oder Rotvergütung", die nur bei billigen sowohl optisch als auch mechanisch minderwertigen NoName-"Ferngläsern" aus China Verwendung findet. Dafür gibts dann auch einen kräftigen Farbstich grün-blau und ca. 7% Helligkeitsverlust. Klingt wenig, wenn aber noch die mindestens 50% Helligkeitsgewinn einer ordentlichen Vergütung ins Kalkül gezogen werden ...

Aber denk dir nichts, ich hab mich auch geirrt:

Eine Vergütung entspiegelt ohne den Lichteinfall zu reduzieren (im Idealfall).
Richtig muß das heißen:
Eine Vergütung entspiegelt und erhöht den Lichteinfall.

Erhöhung der Lichtdurchlässigkeit, Reflexminderung über das gesamte Spektrum und höchste Farbtreue ist und bleibt das Ziel einer Vergütung. Aus meiner Zeit als Fotograf weiß ich, daß sich die Lichtverhältnisse ständig ändern. Weil das so schön ist, erwartet man von einem Fernglas eine naturgetreue Wiedergabe und bekommt sie auch, wenn man ein wenig auf Qualität achtet.

@Bärtram

Ansonsten bin ich von meinem kleinen 8x20 Zeiss begeistert. Brilliantes Bild, klein, leicht, robust und passt in jede Hemdtasche.
Gratulation, super Glas - leider teuer, aber dafür eine Anschaffung fürs Leben. Weil es so klein und leicht ist, hat man es auch griffbereit dabei, wenn man es braucht. Größere Gläser sind entweder im Rucksack oder baumeln einem ständig vor der Brust herum. Mein Leitz Trinovid 10x25 begeistert in der gleichen Liga. Nur wenn beim Wandern der Puls und die Atemfrequenz hoch ist, stört mich das Gezittere doch etwas. Wenn ich das vor dem Kauf gewußt hätte, wärs das 8x21 geworden.

LG argus

Bärtram
20.12.2009, 09:24
[QUOTE=argus;18351@Bärtram

Gratulation, super Glas - leider teuer, aber dafür eine Anschaffung fürs Leben. Weil es so klein und leicht ist, hat man es auch griffbereit dabei, wenn man es braucht. Größere Gläser sind entweder im Rucksack oder baumeln einem ständig vor der Brust herum. Mein Leitz Trinovid 10x25 begeistert in der gleichen Liga. Nur wenn beim Wandern der Puls und die Atemfrequenz hoch ist, stört mich das Gezittere doch etwas. Wenn ich das vor dem Kauf gewußt hätte, wärs das 8x21 geworden.
[/QUOTE]

Ja, war leider nicht ganz billig, ist dafür aber Top! Gibt es in zwei versch. Qualitätsstufen, wobei das teurere komplett wasserdicht ist, während das andere m.E. nur spritzwassergeschützt ist.
Beim 8x20 ist das Bild längst nicht so wackelig, wie bei größeren Vergrößerungen.
Außerdem ist das Glas wirklich kein, es passt (fast) überall rein und kann
immer mit dabei sein.
Für das Handschuhfach im Auto habe ich mir ein 7-14x20 Monokular (Preis ca. 70.-€, Hersteller=?) von Frankonia geholt. Ist auch nicht schlecht, aber ab 10-fach ist das Bild zu unscharf und wackelig. Ich lasse es einfach auf 7x voreingestellt und es hat mir schon oft gute Dienste geleistet, wenn man mal ein Glas brauchte und doch nichts (anderes) dabei hatte.

wiki
24.12.2009, 12:56
Tja Leute!
Ich ziehe meine Behauptung bezüglich Beschichtungen zurück, denn ich kanns nicht beweißen.

Ich hab zwar an Steiner ein Mail geschrieben, aber bis Heute noch keine Antwort erhalten.
Irgendwo in meinen kleinen grauen Zellen hab ich noch immer die Beschreibung von Steiner so wie ich es ursprünglich behauptet habe.
Aber leider, bis dato keine Bestätigung - also Rückzug meiner Aussage.

Ich wünsche Euch dennoch ein frohes Fest.

trailfinder
25.12.2009, 13:53
würde ein monokular nicht reichen? ist geringer im gewicht.

Bärtram
25.12.2009, 17:00
Mir reicht ein Monokular durchaus. Aber auch dort ist Qualität wichtig.

argus
25.12.2009, 17:19
Den Hauptvorteil eines Binokulars merkt man bei längeren Beobachtungen. Ein Auge zuzukneifen wird mit der Zeit anstrengend. Im ICE-Fall wird man sicher oft längere Zeiten durchs Glas schauen müssen: Planung und Sicherung einer taktisch günstigen Route, Wachen, Tierbeobachtung bei der Jagd, Peilung der Lage bevor man sich Ortschaften, Gebäuden nähert ...

LG argus

Bärtram
25.12.2009, 17:56
Länger als ca. 15min. kann man auch durch ein DF nicht wirklich aufmerksam beobachten. Ein 7-8x20 Monokular ist ein guter Kompromis zwischen Handlichkeit und Leistungsfähigkeit. Ferner kann man es auch in Alltagssituationen deutlich leichter "am Mann" tragen. Mein 7-14x20 habe ich schon öfter aus dem Handschufach geholt, weil ich einfach kein anderes Glas dabei hatte. Würde ich mir jederzeit wieder kaufen.

Dosenburgerin
26.12.2009, 08:09
Da ich gelernte Laborantin bin und auch mit Mikrobiologie zu tun hatte, kann ich argus nur zustimmen.
Ein Binokular ist wesentlich angenehmer bei längeren Beobachtungen.

Durch das zukneifen des anderen Auges bei einem Monokular kann sich das Bild verfälschen. Sprich man sieht unschärfer und muss das Monokular öfter neu justieren.
Hinzu kommt, dass es heut zu Tage schon Binokulare gibt, die sehr klein sind und somit in jeder Tasche passen.

0815
13.01.2010, 18:31
Am liebsten benutze ich das Hensold 7x40 mit Strichplatte das auch in der Dämmerung auf dem Ansitz noch Recht gute Leistungen bringt.
Das Glas habe ich vor Jahren bei der Vebeg für 100 DM gekauft.
Heute kosten das Glas weit über 100 Euro.

Gruß 0815

wiki
20.01.2010, 20:30
Nun muß ich mich doch nochmal zu meiner Behauptung (Linsenbeschichtung - Farbe - Kontrastfilter) melden.

Ich habe jetzt doch noch das Antwortmail von Steiner bekommen:

Kopie des Mails, habe meinen Namen durch Wiki ersetzt:

"Sehr geehrter Herr Wiki,

aufgrund einiger Personalveränderungen in unserer Exportabteilung ging Ihre Email von Dezember leider unter. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Tatsächlich ist es so, dass wir unsere Produkte für das jeweilige Anwendungssegment entsprechend vergüten.
Auch heute noch werden unterschiedliche Materialien zur Vergütung verwendet, um z.B. bei einem Marinemodell die Blaukontraste etwas zurückzunehmen oder bei einem jagdlichen Fernglas die Grünkontraste. Dies erreicht man durch Verwendung unterschiedlicher Materialien und andersfarbige Objekte heben sich unter den entsprechenden Hintergründen besser ab.

Wir hoffen, Ihnen damit für Ihr Streitgespräch weiterhelfen zu können.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit gerne wieder an uns wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr STEINER-Team

Nicole Böhner
- Customer Service -"

Also habe ich mich doch noch richtig erinnert.
Es geht mir keinesfalls um Rechthaberei (!!!), sondern um den technischen Aspeckt und daß solche Beschichtungen (von einem Qualitätshersteller vorrausgesetzt) eben als Filter arbeiten und Sinn machen.

Klar, die Billiggläser vom Jahrmarkt kann man mit Steiner und anderen bekannten Marken nicht vergleichen - aber das sollte eigentlich jedem klar sein, daß ein Glas um € 20.- nicht die Leistungen bringen kann wie eins um € 300.- oder mehr.

Dr.Snuggles
20.01.2010, 22:25
Hallo,

ich liebäugel mit diesem Gerät:

http://www.asmc.de/de/Optik/Fernglaeser/Spektiv-Bushnell-Sentry-12-36x50-mm-oliv-p.html

Hat zufällig jemand von euch dieses Spektiv und kann mir etwas dazu sagen? Besonders das es Wasserfest ist finde ich ein gutes Kaufargument!

@Wiki:
ein lobenswerter Einsatz von dir - Hut ab!! :Gut:

Gruß
Doc

argus
21.01.2010, 05:43
@wiki
Das hat doch nichts mit Rechthaberei zu tun. Ich habe das nicht als Streitgespräch wahrgenommen. Ich bat dich ja um Informationen weil die Thematik mich sehr interessiert. Für sowas ist so ein Forum doch da. Eine gesunde Skepsis in Foren wirst du mir sicher zugestehen und hoffentlich nicht persönlich genommen haben. Du hast dich nicht geirrt und ich hab was dazugelernt. :gratuliere::lächeln:

Ich schrieb, daß ich selbst noch mal gegoogelt habe, aber nichts fand, daß deine Aussage stützt. Bei keinem der bekannten Hersteller habe ich diesbezüglich was gefunden. Ich war auch auf der Steiner Website. Bei den Ferngläsern fand ich nur den Hinweis:

Das erhöhte Maß an Tiefenschärfe und der verfeinerte Farbkontrast machen die Lokalisierung und Identifikation des Wildes selbst bei schlechten Lichtverhältnissen möglich.Diese Formulierung hatte ich nicht als Anpassung auf bestimmte Lichtverhältnisse verstanden.
Heute habe ich dort noch das Fernglaslexikon entdeckt:

STEINER's neu entwickelte Optik-Technologie für Expert-Serien, die durch eine hochaufwendige Vergütungstechnologie erstklassige Lichttransmission gewährleistet. Perfekt auf den jeweiligen Einsatzbereich abgestimmt, um z.B. gleißendes Sonnenlicht, starke blaue Reflektionen auf See, grüne und braune Hintergründe in Natur oder Dämmerungsschatten auszugleichen.
Für spezielle Einsatzgebiete macht das auch Sinn. Mein Glas ist neutral gehalten und für meine allgemeinen Aufgaben genau richtig.

Dank dir für die Mühe und die Info! :Gut:

LG argus

ID 358
21.01.2010, 07:53
ich liebäugel mit diesem Gerät:

http://www.asmc.de/de/Optik/Fernglaeser/Spektiv-Bushnell-Sentry-12-36x50-mm-oliv-p.html

Hat zufällig jemand von euch dieses Spektiv und kann mir etwas dazu sagen?

Schönes Spektiv und sehr vielseitig, dabei nicht allzu groß.
Eignet sich sehr gut zur Tierbeobachtung, praktisch dabei auch die Möglichkeit schon ab 4m scharf stellen zu können. Das ist besonders spannend, wenn man kleinere Tiere wie Eidechsen, Vogelnester und ähnliches beobachten will.
Allerdings kann man ab Vergrösserungen von 12fach das Teil nicht mehr frei Hand ruhig halten, weshalb man Stativ braucht oder sich an einem Baumstamm oder Felsen damit anlehnen sollte.
Ein sinnvolles Zubehör wäre noch eine Baumschraube.

jumbopapa
21.01.2010, 07:57
Hallo

Ich weiß nicht so recht. Ziehe ein Fernglas eigentlich immer den Einauge vor.
Zur Beobachtung finde ich es praktischer, auch wenn es mehr Platz und Gewicht verbraucht.
Schließlich ist der Mensch ja mit zwei Sichtapparaten ausgestattet, die man voll nutzen sollte.

Gruß
Jumbopapa

ID 358
21.01.2010, 11:27
Beidseitiges Sehen ist in der Regel besser, aber binokulare Ferngläser sind meist nur bis max. 12facher Vergrößerung sinnvoll. Wer höhere Vergrößerung will, ist mit einem Fernrohr besser bedient.

Eine Ausnahme gibt es noch bei Binokularen mit hoher Vergrößerung (20-30fach): das sind die mit dem elektronischen "Verwackelungs-Ausgleich" - kosten aber um einiges mehr.

User-ID-188
21.01.2010, 19:33
Ich besitze ein relativ kleines Fernglas das auch nicht so viel wiegt (siehe post 5). Das nehme ich auf jeden Fall mit bei Flucht. Für einen festen Platz Wohnung/Refugium ist so ein Fernrohr sicher super und es vergrößert auch besser. Auf der Flucht wird mich das Gewicht irgendwann fertig machen. Für die Flucht sollte man Kompromisse zugunsten von Gewicht/Packmaß eingehen. Für mich ist die Beobachtung meiner Umgebung zwar wichtig aber ich werde keine "Sternwarte" mitnehmen nur weil ich dann ein paar Hundert Meter weiter sehe.

Gruß


DosenBurger

wiki
22.01.2010, 22:04
@argus
Ich hab ja nur zu Steiner "Streitgespräch" geschrieben um meiner Anfrage etwas dramatisch dar zu stellen. :rolleys:
Ich pers. habs nicht als Streit empfunden.

Im Gegenteil, ich finds gut wenn nicht alles einfach so gefressen wird, sondern auch hinterfragt wird. :Gut:
Ich hab ja selber im Net gesucht und nix gefunden, was mich sehr verunsichert hat.

@all
So ein großartiger Auftrag wars dann auch wieder nicht, war blos eine Anfrage an Steiner.

salomon
10.03.2010, 18:55
Als Jäger möchte ich auch noch meinen Senf zum Themas Fernglas geben.

Generell muss man natürlich immer zuerst einmal die Nutzung definieren. Um die meisten Anwendungsbereiche abzudecken erachte ich ein 8x42 als ideal. Nicht zu gross, nicht zu schwer und doch hat man ein klares Bild. Wie schon geschrieben wurde halte auch ich ein 10x als zu zittrig für den normalen gebrauch. Für stationär und Nachtsicht empfehle ich 8x56, die sind aber schon grösser und dementsprechend schwerer.

Die besten, aber auch die teuersten Gläser kommen sicher von Swarosvski und Zeiss. Auch noch in super Qualität aber schon deutlich günstiger sind die Optiken von Meopta.

Günstiger und qaulitativ aber immer gut sind Produkte von Steiner und Bushnell.

simmentaler
10.03.2010, 20:49
Hallo
bin neu hier und dies ist mein erster Beitrag:
Ich besitze ein Steiner 7x50 Hunting mit Stickstoffüllung.
Hat zwar Gewicht aber dafür schaue ich durch und sehe scharf.
Keine Kurbelei mit dem Mitteltrieb etc. von nah (ca 7m) bis
unendlich alles scharf.
Die Garantiezeit war damals 20 Jahre und ich würde es jederzeit wieder kaufen.

Stickstoff
10.03.2010, 21:09
Deshaldb heißen wir dich hier Willkommen und bitten dich, dich auch einmal im Vorstellungsthread vorzustellen :rolleys:

Grüße


Hallo
bin neu hier und dies ist mein erster Beitrag:

Pegasus
16.03.2010, 16:45
Für alle, die einfach nur ein kleines und besonders preiswertes klappbares Fernglas für ihren Fluchtrucksack suchen, kann ich dieses hier für 4.90€ empfehlen.

http://www.pearl.de/a-SD999-5232.shtml

Es ist nix besonderes, aber es tut was es soll... habe es getestet. ;-)
Wer es noch in diesem Monat bestellen will (März 2010) und keine Lust auf den Mindermengenzuschlag von 2.50€ hat, einfach eine PM an mich schicken...

Grüße,
Pegasus

moosbüffel
16.03.2010, 16:56
Es ist nix besonderes, aber es tut was es soll... habe es getestet. ;-)


Hallo Pegasus,

wenn Du das Fernglas bereits getestet hast, könnstest Du es dann genauer beschreiben, ebenso wie natürlich die Testergebnisse.
Ich kann mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass man für 4,90 € einen vernünfigen Ausrüstungsgegenstand bekommt.
Bei einem guten Glas bekommt man dafür nicht einmal den Riemen.
Aber ich lass mich gerne belehren.

Gruß Moosbüffel

Pegasus
16.03.2010, 17:53
Ich hoffe, ich werde hier nicht falsch verstanden.
Von einem guten Fernglas kann man hier sicher nicht sprechen...
Wie auch, bei dem Preis! :peinlich:

Aber es ist auch kein billiges Kinderspielzeug.
Die angaben auf der Seite entsprechen dem gelieferten Artikel.
Es ist gummiert, gut verarbeitet und lässt sich schön klein zusammenklappen und in der mitgelieferten Kunststoff-Tasche verstauen. Am ehesten würde ich dieses mini-Fernglas mit einem Opernglas vergleichen. Es hat nicht die Brillianz und den Kontrast bzw. die Schärfe, die teure echte Ferngläser bieten. Jedoch reicht es aus um auf ca. 150m Entfernung ein Nummernschild lesen zu können.
Ich habe mit Ferngläsern nicht viel Erfahrung, darum kann ich auch nicht beurteilen, ab wann ein Fernglas vernünftig ist.
Die Vergrößerung ist schon etwas grenzwertig (also am besten abstützen, beim durchschauen) und das Sichtfeld ist subjektiv nicht besonders groß. Aber für jeden, der wie ich auf ein vernünftiges Fernglas sparen muß... ist das ein guter billiger Übergangs-Ausrüstungsgegenstand. Wir verbessern uns ja alle schrittweise, oder? :rolleys:

Mein Fazit: Was mich angeht, war ich bei dem Preis sehr positv überrascht.
Ich kenne aber eure Standarts nicht, darum müßt ihr selber entscheiden,
ob ihr euch auf einen Versuch einlasst.

PS:
Solltet ihr noch bestimmte Fragen haben, oder wenn ich mit dem Fernglas noch was testen soll... z.B. Feuerfestigkeit oder Fallhöhen-Beständigkeit, dann sagt mir bescheid. :grosses Lachen: Sollte es schief gehen, bestell ich mir ein neues.

salomon
16.03.2010, 20:55
@Pegasus

Sicher besser als keines. Aber da muss man natürlich schon realistisch bleiben, mit diesem Gerät wird niemand richtig glücklich. Hingegen sind EUR 4.50 auch nicht nicht alle Welt, aber es kommen ja noch evtl. Kleinmengenzuschlag und Versandkosten dazu. Bei dem Preis kannst du dir auch mal ausrechnen wer da für wieviel oder eben für wie wenig arbeiten musste. Aber kommen wir zu den Details.

Mit einer Vergrösserung von 10fach hat man schnell Probleme ein ruhiges Bild zu bekommen, bzw. zu halten, speziell beim längeren Beobachten. Auch muss man öfters nachstellen. Mit einem Objektivdurchmesser von 25 ist eine Benützung in der Dämmerung fast nicht mehr möglich, geschweige denn im Mondlicht.

Die Austrittspupille sollte zudem mindestens so gross sein wie der Pupillendurchmesser des Benutzers, welche sich ganz einfach berechnen lässt, nämlich Objektdurchmesser geteilt durch Vergrösserung, sprich 25:10 ergibt sieben 2.5mm - wie auch im Beschrieb angegeben.

Durchschnittliche Pupillenweite bei einem 20-Jährigen bei Tag 4.7mm, bei Nacht 8mm, bei einem 40-Jährigen misst die Pupille bei Tag rund 3.9mm, bei Nacht 6mm usw., usw.

Eine Austrittsblende unter 2–3 mm führt auch zu einer deutlichen Wahrnehmungseinschränkung mit einem dunkleren Bild, einem geringeren Kontrast und einem Schlüssellochblick.

Somit ist für mich eine 8fache Vergrösserung mit einem Objektivdurchmesser von 42 immer noch das Beste im Grössen und Gewichtsverhältnis - auch hier gibt es günstige Modelle.

tux_on_tour
17.03.2010, 00:12
@IntoTheWild

Zu dem "Omegon" schicke ich das " BRESSER Fernglas Binocom 7x50 GAL" ins Rennen da es bei einem großen Online buchversand auch für rund 150 Teuros zu haben ist, Versandkosten frei zumindest in D.

Als ersatz für einen Kompass würde ich es nicht hernehmen aber als nette ergenzung.

Beide Ferngäser sind Wasserdicht, Stickstoff gefüllt und haben eine Skala zur entfernungs schätzung und Kompass.

mfg
Sven

tlow44
18.03.2010, 10:24
meine meinung zu mono- / binokularen:

grundsätzlich ist ein gutes binokular:staunen: natürlich besser als ein gutes monokular:rolleys:, aber: vom packmaß her ist ein mono unschlagbar. ich selbst hab immer ein mono von zeiss dabei und manchmal such ich es in der tasche/hose weil es so klein (+leicht) ist.
im fluchtgepäck & alltag also mono. auf einer wanderung oder wenn gewicht nicht so die rolle spielt: binokular.

und vielleicht noch ein tipp zu monos: ein alter prof von mir, der sein ganzes leben lang vor 'monokularen' (spektroskope, mikroskope und ...fällt mir grad nicht ein) zur edelsteinbestimmung gesessen hat, sagte immer : "machst du das andere auge auf!!":staun::staun:

also echt, beim mono beide augen auf, das hirn braucht einen kurzen moment, dann gehts und ist viel entspannender. wenn man in richtung sonne schaut einfach die hand übers offene auge legen...

ID 358
18.03.2010, 16:24
Hier noch eine Zusatzfunktion von Ferngläsern, die viele nicht kennen:

Umdrehen, und beim Objektiv reinsehen, haltet mal Euren Fingernagel 1-2 cm vor das Okular (wo man normalerweise reinkuckt) und Ihr habt eine Lupe!

swagman
23.06.2010, 16:39
Hallo Zusammen, ich kann euch ein Leica GA8x30 empfehlen. Dieses Glas wird überwiegend für die Schweizer Armee hergestellt. Ich habe es schon vor einigen Jahren für knapp 200.- € in der Schweiz erworben. Es wiegt knapp über 500g, hat ein sehr hochwertiges Coating (schützt auch vor Laserstrahlung) und ist unkaputtbar!! Schweizer qualität eben. In D bekommt man es hier http://www.i-e-a.de/productslink.html.

In der Schweiz bekommt man die Gläser hier, wenn verfügbar !!!
http://www.armyliqshop.ch/ . Vorher anrufen lohnt sich.

Gruß Swagman

ID 1208
17.04.2011, 20:14
Danke an Gerd für den Tipp BW Hensoldt 8x30! Super Glas für den Preis. :Gut:

Waren gestern in der Vollmondnacht beim Ansitzen (Beobachtung, nicht Jagd) und in der Dämmerung und im Vollmondlicht zeigte der Feldstecher seine Qualitäten. Die beiden Rehe und der Fuchs waren gut zu erkennen. :lächeln:

Herzliche Grüsse
linthler

Keusen
18.04.2011, 16:42
Ich hab mir, nach dem mir mein Steiner 8*50 mit Kompass
geklaut wurde, dann ein Günstigers von Kompass geholt,
und das ist in Anbetracht des halben Preises absolut sein
Geld wert

Nur geringfügige Abstriche in der Nachtsicht und in der
Verarbeitung, aber nix was wirklich stört

Wer aufs Geld gar nicht achten muss, oder so ein Teil
professionell nutzen muss, der mag ja das Steiner nehmen
allen Anderen ist auch mit dem Kompass gut geholfen

Grüße

Eugen j.keusen

ID1685
18.04.2011, 19:24
Worin unterscheiden sich eigentlich Spektiv und Fernglas?

Keusen
19.04.2011, 09:35
Ich halte ein Spektiv für ein Fernglas mit
hoher Vergrößerung, aber leider kleinem
Gesichtsfeld, das Eine erschwert eben das
Andere, aber eigentlich ist ein Spektiv auch
ein Fernglas :-)

Grüße

Eugen j.keusen

rocker
19.04.2011, 13:39
Ich habe schon seit Jahren ein Compass 8 x 50 wasserdicht mit Peilkompass und bin mehr als zufrieden damit. (Batterie fürs Kompasslicht ist immer noch die gleiche drin.)
D.h. ich brauche es zwar nicht jeden Tag aber wenn ich es mal wieder hervornehme hat die Vergrösserungsleistung nach all den Jahren noch nicht nachgelassen.:lächeln:
Beim Peilkompass sind halt wie bei jedem Kompass die Deklination und gegebenenfalls (Stahl- und Elektroteile näher als 1m) die Deviation zu berücksichtigen, falls es genaue Peilungen sein sollen.

cholec
19.04.2011, 13:50
Ein Spektiv ist i.d.R. ein "halbes" Fernglas, d.h. man schaut nur mit einem Auge, und mit i.d.R. stärkerer Vergrößerung und schon integriertem Stativanschluss. Beliebt bei Tierbeobachtern.

Keusen
19.04.2011, 17:01
Ein Spektiv ist i.d.R. ein "halbes" Fernglas, d.h. man schaut nur mit einem Auge, und mit i.d.R. stärkerer Vergrößerung und schon integriertem Stativanschluss. Beliebt bei Tierbeobachtern.

und bei Schützen für Training
das hilft echt, wenn man nach jedem
Schuss sehen kann wohin es gegangen war

kann ich nur jedem empfehlen
verbessert die Schiessleistung am Anfang enorm

Grüße

eugen j.keusen

Keusen
19.04.2011, 17:08
Ich habe schon seit Jahren ein Compass 8 x 50 wasserdicht mit Peilkompass und bin mehr als zufrieden damit. (Batterie fürs Kompasslicht ist immer noch die gleiche drin.)
D.h. ich brauche es zwar nicht jeden Tag aber wenn ich es mal wieder hervornehme hat die Vergrösserungsleistung nach all den Jahren noch nicht nachgelassen.:lächeln:
Beim Peilkompass sind halt wie bei jedem Kompass die Deklination und gegebenenfalls (Stahl- und Elektroteile näher als 1m) die Deviation zu berücksichtigen, falls es genaue Peilungen sein sollen.

Auch bei mir ist immer noch die erst Batterie drin, scheint also ne gute Ware gewesen zu sein :-)

Dass das mit einem Peilkompass in einem Fernglas genauso umzugehen ist wie mit eine normalen
Kompass sollte eigentlich selbstverständlich sein, wenn schon auf nem Stahlschiff stehend, dann
bitte mitten auf dem Schiff, dort sind die Abweichungen am geringsten und immer ein gesundes
Misstrauen bei den Werten, solange man noch keine Erfahrungen mit der Kombination aus Kompass
und Schiff hat, da der Kompass im Fernglass ja , abweichend von dem im Schiff nicht kompensierbar
ist, aber wenn man sich der Sache sicher sein kann, z.B. nach mehrmaligem Vergleich mit dem
kompensierten Schiffkompass, dann ist das schon ein prima Hilfsmittel bei der Dreieckspeilung,
wenn man das Ziel und die Richtung gleichzeitig sehen kann

Grüße

Eugen j.keusen

P.S. Die Vergrößerungsleistung wird ja dann wohl eher durch Deine Augen begrenzt ;-)

Tsrohinas
26.09.2013, 20:27
Ich liebäugle mit einem Steiner Wildlife pro 8x30.
Ab 280 Euro neu zu haben.

Hat jemand persönliche Erfahrungen mit diesem Fernglas und möchte sie hier veröffentlichen?

Tsrohinas

Waldschrat
27.09.2013, 03:10
Ich liebäugle mit einem Steiner Wildlife pro 8x30.
Ab 280 Euro neu zu haben.

Hat jemand persönliche Erfahrungen mit diesem Fernglas und möchte sie hier veröffentlichen?

Tsrohinas


Hallo Tsrohinas,

ich kann Dir zu dem von Dir angefragten Modell nichts sagen, wohl aber zu Unternehmen und Produkten. Ich besitze ein Steiner Commander Marineglas 7x50. Top-Qualität, robust und perfekt verarbeitet. Ich gehe davon aus, dass die anderen Steiner-Modelle ähnlich aussehen.

Meint

Matthias

Lorenz
29.09.2013, 15:40
ein paar schnelle Gedanken:
1.) 8x30 -> für die Dämmerung nicht mehr richtig tauglich - dann eher ein 7x50 oder 8x56 Glas
2.) für Tageslicht würde ich eher ein 10x40 nehmen, da noch mehr Vergrößerung
3.) wenn Dämmerungssicht wichtig ist, dann ein Spitzenglas von Zeiss, Swarovski, Leica kaufen
4.) Steiner, Meopta, Nikon sind nicht schlecht
5.) am Anfang ein paar Euros mehr ausgeben und sich das ganze Leben drüber freuen, als sich immer wieder über das gesparte Geld zu ärgern
6.) in der 280 Euro Klasse ist das Steiner gut
7.) unterschätze das Gewicht eines Glases nicht - ein paar Stunden bergrauf bergrunter mit dem Glas um den Hals können verdammt anstrengend sein
8.) wenn es nur ums Wandern geht, könnten die kleinen 8x25 Gläser eine Alternative sein

Waldschrat
29.09.2013, 18:56
Hallo, noch eine Ergänzung zu dem Beitrag von Lorenz

je höher die Vergrösserung ist, je kleiner wird natürlich das Gesichtsfeld und je empfindlicher wird das Glas gegen "Verwackeln". Es hat schon einen Grund, warum z.B. Marinegläser, die halt nun mal auf mehr oder minder schwankenden Decks verwendet werden, standardmässig eine Vergrösserung von 7 haben. Dagegen wird ein Monokular mit 25-facher Vergrösserung, wie es z.B. Sportschützen zur Beobachtung der Scheibe einsetzen, praktisch nur auf einem Stativ benutzt.

Meint

Matthias

ID 358
30.09.2013, 11:08
Sehr zu empfehlen: Eschenbach
http://www.eschenbach-optik.com/de/Fernoptik.497.0.html

Tsrohinas
25.11.2013, 13:44
Ich liebäugle mit einem Steiner Wildlife pro 8x30.
Ab 280 Euro neu zu haben.

Hat jemand persönliche Erfahrungen mit diesem Fernglas und möchte sie hier veröffentlichen?

Tsrohinas

So, es ist vollbracht!

Nach langem zögern, vergleichen und probieren ist es das Steiner Wildlife pro 8x30 geworden!
Gekauft bei einem Waffengeschäft in meiner Nähe. Der Preis: 310 Euro (UVP = 349 Euro)

Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!
Die Verarbeitung ist super. Wasserdicht, stossfest und 30 Jahre Garantie.

Die Dämmerungsleistung ist auch gar nicht so schlecht.
Ich habs probiert:
Bei regnerischem Wetter zu fortgeschrittener Stunde auf einem Waldweg kann ich auf 200-300m Entfernung Personen eindeutig indentifizieren (Geschlecht, Bewegungsrichtung, Bekleidung, Hund oder nicht?). Ohne das Glas sah ich noch nicht mal einen Schatten von denen.


Ich empfehle es weiter!

Tsrohinas

Edit: Ein paar Fotos von dem guten Stück
147211472214723

SvenjaG27
28.11.2013, 11:56
Ich habe schon seit Jahren ein Compass 8 x 50 wasserdicht mit Peilkompass und bin mehr als zufrieden damit. (Batterie fürs Kompasslicht ist immer noch die gleiche drin.)
.

Puh dann bin ich ja nicht der einzige der sich auch damit beschäftigt :D Schönes Thema und viele brauchbare Hinweise!
Ich habe auch ein Compass 8x50 zuhause, das auch schon ziemlich herumgekommen ist. Bei mir funktioniert das Licht allerdings schon nichtmehr und ich habe mittlerweile 2 blöde Kratzer drin :(
Werde aber auf jeden Fall dabei bleiben...

Keusen
28.11.2013, 16:33
Batterien gibts in jedem Elektronic Shop
und Kratzer auf dem Gehäuse stören doch
die Funktion nicht oder ?

oder hast Du Kratzer auf der Optik ?

wie macht man sowas ?

Eugen j.keusen

HatzDiesel
14.08.2014, 10:44
Vorstellung des Fernglases Zeiss Jena EDF 7x40 (ohne Beleuchtung)
BW-VersNr. 6650-12-700-0003

Binokulares Fernglas mit Okulareinstellung,Infrarotaufklärungshilfe und Strichplatte(ohne Beleuchtung).
Das Glas ist für den Gebrauch unter erschwerten klimatischen Bedingungen des feldmäßigen Einsatzes vorgesehen.

Aufgaben,die mit dem Glas erfüllt werden können:
- Beobachtungen am Tag und in der Dämmerung
- Messung von Winkel in horizontaler und vertikaler Richtung
- Bestimmung der Entfernung von Zielen (Höhe 2,5m) und von Zielen,deren Abmessungen bekannt sind.
- Aufklärung von Infrarotquellen

Technische Daten:
Dachkantprismen,
Vergrößerung 7x40, Durchmesser Eintrittspupille 40mm, Austrittspupille 5,7mm
Sehfeld 131m auf 1000m Entfernung, Geometrische Lichtstärke 32,65 Dämmerungssehleistung 16,7,
Dioptrienverstellbereich +/- 7dpt, Gewicht 1000 g
angeblich bis 5m Wassertiefe dicht,obwohl nur 1m angegeben ist (Druckbeaufschlagt mit 0,5atm)
Kältebeständigkeit: -50°C, Dauer 2 Stunden nach Erreichen dieser Temperatur.
Wärmebeständigkeit: +60°C, Dauer 2 Stunden nach Erreichen dieser Temperatur.
Beständigkeit gegen Seenebel: 168 Stunden.

Zubehör:
Neutralfilter, werden bei Beobachtung intensiv leuchtender Objekte auf die Okulare aufgesetzt (Leuchtdichte um 50% gedämpft).

Strichplatte (unbeleuchtet):
Die Teilung derselben entspricht 1Intervall = 0-10m, gleich einem Abstand zw. 2 großen Strichen.
Ist die Entfernung oder die Basis bekannt kann aus der Verhältnisgleichung E:B = 100:Intervalle entweder die Basis oder die Entfernung berechnet werden

Mit der Strichplatte unten kann man Objekte mit einer Höhe von 2,5m zur schnellen Entfernungsmessung zwischen Skala und Stachel einordnen.
Der jeweilige Teilstrich ist das Maß für die Entfernung, 1Intervall = 200m

Infrarotaufklärung:
Es wird ein Leuchtschirm (welcher mit UV-Anteilen des Tageslichtes aktiviert wird) in den Strahlengang des linken Okulares eingeklappt.
Dort entsteht bei Infrarotstrahlung ein heller, diffuser Lichtfleck.
Bei einer 45w starken IR-Lichtquelle beträgt die Aufklärungsentfernung maximal ca.1500m

Das Fernglas liegt super in der Hand, trotz dem Gewicht. Durch die Gummiarmierung ist es stossgeschützt wie auch sehr griffig.
Beim durchschauen fällt der Gelblich/Grüne Farbstich auf, dieser "gibt" dem Glas bei Dämmerung,Nebel,Schnee jedoch seinen super Kontrast.
Bei Nacht ist leichtes Mondlicht schon ausreichend um damit beobachten zu können.
Auch die Fokussierung ist super, Glas ansetzen und Bild ist scharf- Instant view!
So alles in allem ist das Glas ein super Teil, nicht ganz billig zwar- aber auf Dauer ein angenehmer und zuverlässiger Begleiter.
Ich habe für das Ding vor 3Jahren 450,- E bezahlt, Zustand leicht gebraucht/Depotware.
Habe es nie bereut dafür soviel Geld umzudrehen und freue mich jedesmal wenn ich´s in Gebrauch habe.

19276192771927819279

Nachtrag: Es ist nicht Lasergeschützt!

Gruß
HatzDiesel

Cephalotus
14.08.2014, 14:13
Infrarotaufklärung:
Es wird ein Leuchtschirm (welcher mit UV-Anteilen des Tageslichtes aktiviert wird) in den Strahlengang des linken Okulares eingeklappt.
Dort entsteht bei Infrarotstrahlung ein heller, diffuser Lichtfleck.
Bei einer 45w starken IR-Lichtquelle beträgt die Aufklärungsentfernung maximal ca.1500m


Verstehe ich das richtig:

Es geht hier darum, eine Infrarotquelle leuchten zu sehen (z.B. einen 45W Strahler in 1500m Entfernung), aber nicht darum, dass man selber etwas anderes mit Infrarot anleuchtet und dann sehen könnte?

HatzDiesel
14.08.2014, 15:42
Hallo Cephalotus,
daß ist richtig.
Nur zur Aufklärung/Detektion einer Infrarotquelle.

Kladika
15.08.2014, 22:54
Ich habe auch so ein EDF (radioaktiver Bestandteil entfernt) und bin einfach nur begeistert. Auch für die Nahsicht, z. B. Dachpfannen kontrollieren, Vogel der auf dem Baum direkt vorm Fenster sitz, usw. hervorgend. Nachtsicht - kann mit den teuren Ferngläsern (jedenfalls die mir gezeigt wurden) prima mithalten. Wiegt so 750 gr., Gott sei Dank wasserdicht ;) . Ich habe jetzt ein paar kleine schwarze Punkte auf dem Okular, kommt wahrscheinlich von der Strichplatte, stört aber nicht weiter.

HatzDiesel
16.08.2014, 08:59
Hallo Kladika,
freut mich das Du auch so ein Glas besitzt und genauso zufrieden damit bist.
Nur das Gewicht wundert mich ein wenig, denn in den Originalunterlagen steht überall 1000g.
Da habe ich doch heute morgen erst mal meins nachgewogen und siehe da- 950g hat das Glas.
Mit den zwei Kontrastscheiben (Neutralfilter) komme ich auf genau 1000g.
Und wegen der Punkte im/auf dem Okular, es gibt in Eisfeld eine Firma zur Wartung und Reparatur dieser Ferngläser.
Die sind darauf spezialisiert, haben seinerzeit wohl auch das Equipment der Zeiss Jena Werke zur Fertigung dieser Gläser übernommen.
Die Adresse kann ich Dir gern per PN zukommen lassen.

Einen schönen Tag noch,
Gruß
HatzDiesel

ID 7197
29.08.2014, 16:49
Hallo Tsrohinas,

ich kann Dir zu dem von Dir angefragten Modell nichts sagen, wohl aber zu Unternehmen und Produkten. Ich besitze ein Steiner Commander Marineglas 7x50. Top-Qualität, robust und perfekt verarbeitet. Ich gehe davon aus, dass die anderen Steiner-Modelle ähnlich aussehen.

Meint

Matthias

Hallo Matthias,

hast Du Dir schon mal die stablisierten von Canon und Fujinon angeschaut?

https://www.intercon-spacetec.de/produkte/kategorie/produktkategorie/bildstabilisierung/

Ich habe mir vor 10 Jahren ein
Canon 18x50 IS WP (https://www.intercon-spacetec.de/produkte/kategorie/produktkategorie/bildstabilisierung/produkt/canon_18x50_is_wp/)geleistet ("In der Ferne ein Fuerstchen, zu Hause ein Wuerstechen..."), zum Sternengucken.
Das ist aber echt zu schwer fuer den BoB und auf dem Boot. Frei im Stand wird das Ding nach
ca. 1 min ein Muehlstein und man braucht was zum Anlehnen/Abstuetzen. Damit in den
Nachthimmel zu schauen ist aber eine Offenbarung!!!!

Das
Fujinon Techno-Stabi 14x40 (https://www.intercon-spacetec.de/produkte/kategorie/produktkategorie/bildstabilisierung/produkt/techno_stabi_14x40/)habe ich mir auch angeschaut, es hat deutlich bessere Performance unter unruhigen Bedingungen,
das Kaufkriterum war aber damals maximale Vergroesserung und Lichtstaerke.

Das
Fujinon Techno-Stabi 12x32 2Mode (https://www.intercon-spacetec.de/produkte/kategorie/produktkategorie/marine/produkt/techno_stabi_12x32_2mode/)kenne ich nicht, duerfte hinsichtlich Groesse/Gewicht und Performance
der beste Kompromiss fuer ein Boot sein.

LG Markus

Apokalypson
01.12.2014, 21:51
Habe mir ein 4 Jahre altes Eschenbach Trophy AS/P 8x40 B Ww gekauft und bin extrem zufrieden. Der Unterschied zu einem Aldi-Fernglas ist wirklich enorm, und selbst im Vergleich zu einem japanischen Vixen Ultima 10x42 legt das Eschenbach noch mal ne Schüppe drauf, insbesondere was die Nutzung mit Brille angeht. Dazu 10 Jahre Garantie, wasserdicht und mit Stickstofffüllung.
Für Brillenträger eine Offenbarung und meine Empfehlung.

Einziger Wermutstropfen: 970g Gewicht! Das gibt es bei anderen Herstellern auch leichter.

eraperp
03.03.2015, 20:56
Möchte mal meine Erfahrungen mit den Gläsern wiedergeben, die ich in Benutzung habe/hatte. Einige davon auch bei Extremtouren, Kanu fahren usw., einige bei der Jagd.


Fernglas 10 x 50 Dekarem Carl Zeiss Jena
Dieses Glas stammt aus dem Osten und hat eine sehr gute Abbildungsqualität. Ich hatte es anfangs als Jagdglas verwendet und war sehr zufrieden.
Man bekommt es schon in fast neuem Zustand für 100 bis 150 Euro und es ist qualitativ um Klassen besser als Gläser der heutigen Produktion in diesem Preissegment.
Es hat zwei Nachteile: Es ist nicht wasserdicht und es lösen sich bei täglichem Gebrauch schon mal die kleinen Schräubchen an den Einfassungen - man muss es also öfter mal kontrollieren und ordentlich pflegen. Das Glas gibt es auch in 8-facher Vergrößerung. Das Glas hat eine Vergütung (ab einem bestimmten Produktionsjahr - ich glaube 1982).
Das Glas funktioniert hervorragend in der Dämmerung und ist nur etwas schlechter als mein 2500-Euro-Glas.


http://www.vesab.de/wpvesab/wp-content/uploads/wassersport_fernglas_zeiss_ost_03.jpg

http://www.vesab.de/wpvesab/wp-content/uploads/wassersport_fernglas_zeiss_ost_02.jpg


Steiner Navigator II 8x30
Das kleine Steiner ist mein Allroundglas und begleitet mich immer. Es ist auch im BOB und leistet mir schon 10 Jahre treue Dienste. Es hat einen Autofocus, d.h. man muss es nicht scharfstellen, sondern es ist ab ca. 4m überall scharf - das Vor- und Nachteile - für den Ernstfall ist das gut, da schnell. Die 8fache Vergrößerung ist ausreichend und mit der 30er Öffnung ist es klein genug aber noch so gut, dass man abends etwas erkennen kann. Nachts versagt es, da die Lichtstärke natürlich zu gering ist. Es ist stickstoffgefüllt und beschlägt deshalb nicht. Natürlich ist es wasserdicht. Kostet ca. 300 Euro, die neue Version Pro kostet ca. 280 Euro.


http://www.vesab.de/wpvesab/wp-content/uploads/wassersport_fernglas_steiner_8x30_02.jpg

http://www.vesab.de/wpvesab/wp-content/uploads/wassersport_fernglas_steiner_8x30_01.jpg



Zeiss Victory 8x42 HT
Für Dämmerungsaktivitäten und vor allem auf der Jagd benutze ich nur noch das Zeiss Victory 8x42 HT. Bis vor kurzer Zeit gab es wohl weltweit kaum was Besseres aber leider schlägt sich das auch im Preis wider (2500). Viele Jäger schwören auf das 8x56 aber das HT in 42 ist diesem Glas exakt ebenbürtig, wenn man älter als 50 Jahre ist. Der geringe Vorteil des 56er Glases ist die größere Austrittsöffnung an der Pupille.

Dazu kurz eine Erklärung:
Die Pupille vergrößert sich beim Sehen in der Dunkelheit, um mehr Licht ins Auge zu lassen. Wenn man jung ist, kann die Pupille bis über 7mm groß werden - je älter man wird, je kleiner wird dieser Durchmesser - so ab 50 sind es noch 5mm. Je mehr Licht das Fernglas durchlässt, je länger kann man in der Dunkelheit was erkennen. Berechnet wird das wie folgt: Durchmesser der Öffnung (hier 56 oder 42mm) durch Vergrößerungsfaktor (hier 8), d.h. das Glas 8x56 hat 7mm Öffnungsdurchmesser und das Glas 8x42 hat 5,25mm Öffnungsdurchmesser. Ein 50-jähriger hat eine Pupille von 5mm Durchmesser - egal welches Glas er in der Dämmerung ansetzt (das 8x56 oder das 8x42), er wird immer das Gleiche erkennen, da er den größeren Öffnungsdurchmesser des 8x56 nicht nutzen kann. Deswegen gehören die Erzählungen älterer Jäger diesbezüglich auch ins Reich der Legenden.

Das 8x42 HT ist Abbildungstechnisch über jeden Zweifel erhaben und es ist ein Genuss da durchzuschauen. Für den shtf-Fall würde ich aber das Steiner mitnehmen, da es leichter und mit der Gummierung besser geeignet ist. Der Nachteil ist halt die geringere Abbildungsleistung und das schlechtere Dämmerungssehen.
Trotzdem ist das Zeiss sehr kompakt, wie man am nächsten Bild erkennen kann.


http://www.vesab.de/wpvesab/wp-content/uploads/wassersport_fernglas_zeiss_8x42_03.jpg



cu Tom

Tsrohinas
20.03.2016, 10:59
Ich habe mir für günstiges Geld ein EDF 7x40 Zeiss Jena (ehemals NVA) gegönnt.

33048

Im direkten Vergleich mit meinem Steiner Wildlife 8x30 ist es grundsätzlich nicht schlecht weggekommen.
Hier möchte ich die "für" und "wieder" erläutern.

33049

Als erstes fällt der Größenunterschied auf.
Der Gewichtsunterschied von 690g (Steiner) zu 950g (Zeiss) ist auch auffällig.
Da hängt ganz schön was am Hals!

Das Steiner hat ein helles Bild, das Zeiss fällt durch ein gelblich grünliches Bild auf. Letzeres soll das Auge weniger ermüden und bei Dämmerung ein krontrastreicheres Bild liefern.

Ein Vorteil des Steiner ist die schnelle und einfache Zentralverstellung. Wenn man am Wandern ist und eben mal einen Vogel auf einem Ast anschauen möchte, geht das mit dem Steiner super. Mit dem Zeiss muss man da schon ein bißchen rumspielen.

Zusammenfassung:
Qualitativ hochwertiges Glas. Stabil und mit guter Optik.
Eher was für den stationären Betrieb, weniger als ständiger Begleiter auf Wanderungen geeignet.

Tsrohinas

Bärtram
20.03.2016, 18:51
Glückwunsch ist ein super Teil!
Habe selbst ein 7x40 NVA mit Strichplatte und bin damit hoch zufrieden.
Mit dem Gewicht hast Du recht, ist eher was für den stationären Einsatz.
Unterwegs kommt bei mir das Zeiss 8x20 mit bzw im Auto ein NoName 8x42 Monokular.

RobinsonX
29.01.2017, 01:23
Hallo in die Runde,
der letzte Beitrag ist zwar schon etwas her, aber ich möchte noch meinen Senf hinzufügen.
Für den Einsatz auf dem Boot habe ich mir ein "billiges" Glas gekauft, dass meiner Meinung nach vom Preis-Leistungsverhältnis prima ist.
Für rund 90,-€ bekommt man bei Compass24 ein 7x50 Fernglas dass mit Stickstoff gegen Beschlag gefüllt ist, wasserdicht ist, Kunststoffummantelt ist und mit einem schwimmfähigen Tragegurt geliefert wird.
Ein beleuchteter Kompass ist auch eingeblendet. Ich finde es gut.
Gruß in die Runde
RobinsonX

Bärtram
29.01.2017, 07:29
Hin und wieder findet man 7x40er von der ehemaligen DDR.
Gebaut von Zeiss.
Wenn der Zustand ok ist, sind die absolut zu empfehlen.

ML877
02.02.2017, 09:56
Interessanter Artikel.
Die Frage, die ich mir gestellt habe ist die, ob es nicht viel vernünftiger ist, nur ein kleines Monokular mitzunehmen. Das Fernglas in meinem Rucksack, ein BelOMO 7x42 Prismenfenglas (Lizenzbau des britischen Avimo-Glases)
http://belomo.by/catalog/optical-and-optoelectronic-products/binokli/7x42
Wiegt schon ein gutes KG und der Nutzen ist trotz super Bildqualität und automatischer Fokussierung (funktioniert wirklich) eher eingeschränkt-ausserdem braucht es mit Tasche fast die halbe Seitentasche meines Rucksacks.
Allerdings ist es wirklich robust und komplett gummiarmiert sowie wasserdicht und zusätzlich gegen Beschlagen geschützt-ein richties Militärglas nach Nato-Standard eben.Die Linsen stammen aus eiem Joint Venture mit Zeiss und das Bild ist messerscharf. Zum Herumschleppen ist es allerdings einfach ein bisschen "too much"

Da ich auch noch ein Fan stationärer Beobachtung bin, habe ich noch ein Zeiss 20x60S-das ist allerdings zu empfindlich um es im Gepäck herumzuschleppen, da es ja eine Bildstabilisierung besitzt, die schon bei kleinen Stößen Schaden nehmen kann und die ich auch schon einmal reparieren musste.... Wie weit man damit sehen kann ist aber wirklich gigantisch....
Hier im Einsatz im Voralpenland:
3798137982

Das zweite Bild ist durch das Fernglas aufgenommen (gleiche Position)

Vielleicht kennt ja einer ein kleines, leistungsstarkes Monocular mit guter Lichttransmission :)

tryppp
02.02.2017, 20:16
Ich habe ein kleines leichtes Monokular. Allerdings bin ich absolut kein Profi in solchen Dingen, benutze es vielleicht zwei mal im Jahr.
Es ist ein Bresser Nautic 8 x 25, ist klein und leicht, gummiert, gasbefüllt und kostet unter 40 €.
Laut Rezensionen soll es nicht zu 100 % wasserdicht sein, wenn man es ertränkt, also nicht zum damit baden, aber ein wenig Feuchtigkeit ist sicher nicht schlimm.

Zum 2 mal pro Jahr ein wenig gucken finde ich das super, ich fürchte aber, dass du etwas Professionelleres suchst.

Tsrohinas
02.02.2017, 21:27
Robust sollte Prepperrelevantes Material schon sein.
Ersatzbestellungen werden im worst case szenario nicht angenommen. :grosses Lachen:

Ein Monokular ist leichter und kleiner, gut für die Mobilität.
Mir ist ein DF trotzdem lieber. Komme damit für meine Zwecke besser zurecht.

Tsrohinas

Pimponello
03.02.2017, 08:55
Hallo,

sehr guter Beitrag von Eraprep. Für die Jagd nutze ich ein Victory HT Zeiss 8 x 56. Es macht schon einen Unterschied Swarowski oder Zeiss für die jagdliche Nutzung im Vergleich zu den Mittelklasse Steiner (die neuen Premium Produkte konnte ich noch nicht jagdlich ausprobieren) und den japanischen Gläsern. Die Mittelklasse kommt hier nicht hin. Auch die NVA Gläser nicht. Ich hab eines der Gläser, die vom Bund von der NVA übernommen würden und mangels Laserschutz über die Vebeg verkauft wurden.

Genauso verhält es sich mit Zieloptik.

Die Oberklasse bringt bei der Jagd 10 Minuten mehr in der Dämmerung und die sind oft entscheidend. Während ich mit dem Zeiss DF aus Jena (dasTeil mit der elektrischen Strichplattenbeleuchtung) nur den Wildkörper in der Dämmerung noch ahnen kann, lässt sich ein Rehbock anhand seines Gehörns mit den modernen Schottlinsen sicher ansprechen.

Für die Jagd gehört das halt zur Lebensanschaffung. Aber auch gebraucht kann man bei hochwertiger Jagdoptik ja zuschlagen. Man sieht ja gut, wenn was beschädigt ist.

Ausserhalb der jagdlichen Nutzung halte ich eine solche Investition nicht gerechtfertigt. Ich denke, ein gutes Mittelklasse DF leistet seinen guten Dienst.

Gruß Pimponello

Bärtram
03.02.2017, 17:35
Gegen ein Nachtsichtgerät kommt auch das schönste "Nachtglas" nicht an.
Dann lieber ein günstiges Steiner und ein mindestens Gen. 2+ Nachtsichtgerät.
Ist zwar insgesamt nicht billiger, funktioniert aber auch im Dunkeln.

SLEX
04.02.2017, 10:59
Ich hab mir letztens ein Steiner Safari Ultrasharp geleistet (weil haben wollen, nicht weil unbedingt brauchen) und bin damit total zufrieden. Schön kompakt, robust, leicht und für meine Zwecke völlig ausreichend, außerdem an der Obergrenze des Budgets, das ich ausgeben wollte.

Damit ist mein Bedürfnis nach Ferngläsern auch total befriedigt.

Irgendwie versteh ich nicht, warum ich für ein Nacht oder Dämmerungsglas zig tausend € ausgeben soll. Selbst wenn ichs einfach er so kaufen könnte, ich würds vermutlich stehen lassen.

Maxe
04.02.2017, 12:50
Selbst wenn ichs einfach er so kaufen könnte, ich würds vermutlich stehen lassen.
Du änderst Deine Meinung dann sofort, wenn du den direkten Vergleich machst!

Siehe: http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/30168-Fernglas?p=284511&viewfull=1#post284511 :-D (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/30168-Fernglas?p=284511&viewfull=1#post284511)

T I D
04.02.2017, 23:04
Wenn es um ein relativ leichtes Glas geht, werfe ich noch einmal das Fujinon 7x28 ein. Ich nutze es seit vier Jahren sehr intensiv und es hat meine anderen Gläser für das Aufklärungsgeschäft im Sinne der Prepardness verdrängt.
Es ist mit 400g nach m.E. nicht wirklich schwer für das was es leistet. Leider gibt es nur wenige Quellen im deutschsprachigen Raum, aber Dank des Forums nun wieder eine mehr:

https://store.mssdefence.com/professional/72-fujinon-fujifilm-fujinon-7x28m-military-pocketsize-binoculars-professional.html

Ich nutze es mit Strichplatte und 1064nm Laserschutz.

GRuß

TID

Maxe
05.02.2017, 00:18
Wenn es um ein relativ leichtes Glas geht, werfe ich noch einmal das Fujinon 7x28 ein ... Leider gibt es nur wenige Quellen im deutschsprachigen Raum ...

Das "M" beim Amazon.de derzeit für 319 €, wobei es sich um einen Zwischenhändler zu handeln scheint.
https://www.amazon.de/FUJINON-7X28M/dp/B00CO4Y43E/


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