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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Camping WC



hörnli
19.12.2009, 12:48
für den Fall, das mal unsere Luxus-Wassergespülten Toiletten streiken:
ein Camping WC, das wohl überall verstaut (versteckt?) werden kann
http://www.shop-easy.ch/shopsearch_ag-_sid-14294039_searchstr-_/de/?searchstr=camping+wc&sid=14294039

Es ist ja nicht so ideal, wenn man an jedem Baum erkennt, wo hinten ist (am Papier und dem dazu gehörenden "Haufen" :Panik: , oder?

Gruss
's hörnli

ID 358
19.12.2009, 16:10
Hier die Sparvariante:

Eimer mit Müllsack auslegen - Stoffwechseln - Sack luftdicht verschliessen, und im Garten des Nachbarn Deiner Sympathie entsorgen.
(Nein! der letzte Teil war nur Spass ;-)

Bärtram
19.12.2009, 16:45
Wir haben uns auch für den Fall der Fälle eine neue Campintoilette nebst Chemikalien aus dem Baumarkt ("Campapotti" :grosses Lachen:) eingelagert. Das gleiche Modell haben wir in unserem Testgelände (=Gartenhaus) einige Jahre getestet und für gut befunden. Der Tankinhalt wird einfach durch Vergraben entsorgt. Man kann da natürlich auch einen Plastikbeutel anschließen, was die Entsorgung erleichtert.

User-ID-188
19.12.2009, 18:22
:Schlecht:Hmmm Chemikalien mit Väkalien im Garten vergraben möglichst nicht neben dem Brunnen oder im Gemüsebeet.:Schlecht:


Ich weis ja nicht ob die Sachen biologisch abbaubar sind aber der Hit kann das ja auf keinen Fall sein. Dies kann zu Krankheiten durch die Väkalien oder Vergiftungen durch die Chemikalien führen. Für mich wäre das nur eine kurzfristige Lösung. Ich denke über eine Lösung ohne Chemie nach da dies m.E. besser und gesünder für einen selbst und die Umgebung in der man sich aufhält ist.


Gruß


BosenBurger

Bärtram
19.12.2009, 19:00
Schon klar, dass die Fäkalien und Chemikalien sich nicht positiv auf das Wachstum und die Genießbarkeit der angebauten Feldfrüchte auswirken.
Deshalb richtet man die Latriene ja auch ein gutes Stück entfernt vom Gemüsebeet an, bzw. entsorgt gleich anderswo (natürlich nicht beim Nachbarn!).

User-ID-188
19.12.2009, 19:06
:Ironie: Da geb ich dir recht was so eine Kriesensituation erst richtig angenehm macht ist ein Nachbarschaftsfehde wegen Väkalien.:Ironie:
Gruß


DosenBurger


Ps. Soweit ich weis kennt Grundwasser keine Grenzen ausser geologische.:rolleys:

Bärtram
19.12.2009, 19:29
Ps. Soweit ich weis kennt Grundwasser keine Grenzen ausser geologische.:rolleys:

Weichling! Gelobt sei, was hart macht! :grosses Lachen:

epwin
19.12.2009, 19:52
Hier die Sparvariante:

Eimer mit Müllsack auslegen - Stoffwechseln - Sack luftdicht verschliessen, und im Garten des Nachbarn Deiner Sympathie entsorgen.
(Nein! der letzte Teil war nur Spass ;-)

Hallo,

um den Sack leichter aus dem Eimer entfernen zu können, empfiehlt es sich, vor der Benützung ein Stück Besenstiel, Rohr oder dergleichen zwischen Sack und Eimerwand zu stecken.
Dadurch wird verhindert, dass sich beim Herausnehmen des Sacks ein Vakuum bildet - Sack saugt sich am Eimer fest - .
Durch das Rohr kann Luft zwischen Sack und Eimer fliessen.
(Sagt man hier fliessen?)

Der Sack reisst sonst dann unter Umständen beim rausziehen.

Ich würde Zeitungspapier, Topf, Sägemehl o.ä. in den Sack geben.
Saugt die flüssigen Bestandteile auf.

Zur Entsorgung später mehr.

funkah
19.12.2009, 20:12
in dem "Handbuch für Pfadfinder" von Klaus Eicheler steht das man bei ausgehobenen Gruben für ein "waldcloset" 1-2 löffel Chlorkalk reinschmeißen soll - nun meine frage soll das zeug auch direkt in dem müllsack ? oder nur wenn dieser vergraben wird oder das zeug ganz wechlassen ?

epwin
19.12.2009, 20:50
in dem "Handbuch für Pfadfinder" von Klaus Eicheler steht das man bei ausgehobenen Gruben für ein "waldcloset" 1-2 löffel Chlorkalk reinschmeißen soll - nun meine frage soll das zeug auch direkt in dem müllsack ? oder nur wenn dieser vergraben wird oder das zeug ganz wechlassen ?

hallo,

bei Pfadfinder gehe ich von Outdoor (Basislager) aus.

1.
Ich denke dass man Chlorkalk in der Wildnis nicht dabei hat.

2. Ich suche einen Anbieter für Chlorkalk.
Leider noch keinen gefunden zu günstigen Preisen.
Im Chlorkalk entweicht das Chlor mit der Zeit.

Chlorkalk war ein Desinfektionsmittel für Kot im Krankenhausbereich in den 60er-Jahren bei Krankheitskeimen die mit dem Kot ausgeschieden wurden.

Outdoor:
"Katzenklo"
Ich habe mir immer eine entsprechend tiefe Grube ausgehoben (nicht neben einer Wasserstelle :nono:).
Klopapier, trockenes Gras, Laub usw. bereithalten (zum Popo abwischen).

Nach der Sitzung die Grube zuschütten und einmal fest drauftreten.

Ist man nicht alleine unterwegs - einen Stecken senkrecht draufstecken (als "Hinweisschild").

Klappspaten nicht vergessen.
Über den Griff des Klappspatens kann man gut das Klopapier stecken (Plastiktüte bei Regen).

Klappstaten im Lager immer an einer bekannten Stelle hinstecken.
Somit ist bekannt: Wenn der Klappspaten fehlt ist das Klohäuschen besetzt.
Folge, warten bis der "Klappspaten" zurückkommt.

Händewaschen nicht vergessen.

So nun zu Indoor:
Der Chlorkalk diente früher als Desinfektionsmittel und weniger als Geruchsminderer.
Chlorkalk stinkt auch und kann durch einen zugebundenen Sack ausgasen.

Wenn man den Kot trocken lagert stinkt er in der Regel auch nicht (lange).
Evtl. an der Sonne Trockenen z.B. Kameldung -> Brennstoff.

Zersetzung unter Luftabschluss produziert übelrichende Gase (Faulgas).

Kot muss immer tief vergraben werden, um Tiere zu hindern, ihn auszugraben und um eine Verunreinigung von Grund-/Oberflächenwasser zu verhindern. Zur besseren Verrotung des Kot kann man immer wieder Torf, Sägemehl oder Garten-/ Blumenerde in die Latrine streuen.

Damit der Kot nicht zu feucht wird ist es besser den Urin in einem extra Behälter zu sammeln.

Unten ein Bild eines Katzen-Klos
Die weiteren Bilder sind Urinale

epwin
19.12.2009, 21:11
Hallo,

Hilfsorganisationen empfehlen mind. 20 Meter (besser 50 Meter) Entfernung vom Klo zur Wasserstelle.

Folglich müssen die Fäkalien auch mind. 20 Meter vom Haus, von der Wasserstelle usw. gelagert bzw. entsorgt werden.

Ich denke für Chemie-Toiletten gelten andere (weitere) Werte.

Grundwasserspiegel bitte auch beachten.

Eterus
19.12.2009, 21:14
@epwin

Stammt dieses Bild von Dir?

Ansonsten gib bitte die Quelle an. Forum Regeln (http://www.survivalforum.ch/forum/showpost.php?p=4&postcount=1)

LG Alain

epwin
19.12.2009, 21:27
Ja,

ich arbeite u.a. für eine Hilfsorga (wenn ich mal Frei-Zeit habe) und habe die Freigabe für deren Bilder bzw. eigene Abwandlungen deren Bilder.

Techniker
22.12.2009, 01:49
was für ein anrüchiges Thema

Wikiwert:Gut::grosses Lachen:

hat jemand von euch schonmal in den Wald gek...??

ich schon:devil:

User-ID-362
22.12.2009, 06:58
hat jemand von euch schonmal in den Wald gek...??

ich schon:devil:

Ich auch. Man kommt sich äußerst hilflos und ungeschützt vor, und denkt, jeder sieht einen sofort.
Im Bayerischen gibts doch diese colorierten Postkarten mit Motiven aus der Jahrhundertwende, wo der sich gerade hinterm Baum verausgabende Jäger vom Keiler entdeckt und angegriffen wird...

Techniker
22.12.2009, 09:22
http://survival-mediawiki.de/dewiki/index.php/Camp_Hygiene

Ist wirklich wichtig

wenn man allein unterwegs ist mag es ja gehen
sollten allerdings viele Menschen aufeinander hocken muss man sich um die Hygiene wirklich Gedanken machen...

Das wird ein wichtiger Wikiartikel und ich fände es klasse wenn wir die Bilder verwenden dürfen...

wie immer gebe ich die Quelle der Bilder gern an.

Techniker
22.12.2009, 09:37
das urninal ist ja Witzig:rolleys:

:Ironie:

da komme ich schonwieder auf Gedanken....

wenn man eine Frau hat die plötzlich der Meinung ist das man beim Pin... sich hinsetzen solle, kann man(n) schnell ein eigenes Urinal bauen

:Gut:

tomduly
22.12.2009, 16:07
Hallo,

beim Betrachten der Bastelvorschläge von pioneeringprojects.org kam mir so der Gedanke, dass das ja alles schön und nett aussieht, aber irgendwie auch ziemlich übertriebenes Basteln mit Stangen und Stricken ist. Und dass man sehr viel gerade Holzstangen dafür benötigt.
Man kann davon ausgehen, dass man für vier laufende Meter einer Stange mit 4-5cm Durchmesser jeweils eine junge Fichte fällen muss. Gerade die Küchengestelle, Handtuchhalter und Sitzgruppen halte ich für ziemlichen Blödsinn, weil man einen sehr hohen Verbrauch der Ressource "Baum" dabei hat. Das funktioniert nur in der totalen Wildnis, bei einigen wenigen Survivern pro qkm, aber nicht in Mitteleuropa, wenn mal eben 20.000 Städter in die Wälder umsiedeln und sich dort ihre Donnerbalken mit Taschenmesser und Bindfaden zusammenbasteln wollen.

Pfadfindern sowas auch noch beizubringen halte ich für verantwortungslos. Da sind die Kanister-Pissoirs schon besser.

Bei meinen Reisen in Nordafrikas Wüstengegenden ist die Fäkalienentsorgung so gelöst: Klappspaten oder Sandschaufel, Klopapier und Feuerzeug. Ein stilles Plätzchen findet sich hinter jeder Düne. Ein Loch gebuddelt und reingebumpert. Nach getaner Arbeit wird das Klopapier angezündet (ja, auch benutztes brennt), das ist ganz wichtig, weil das Papier nur sehr langsam zerfällt, in trockenen Regionen fast ewig hält. Die Fäkalien selbst sind bei trockener oder feuchter Umgebung recht schnell abgebaut. Dann das ganz ewieder zugeschaufelt.

Bleibt man länger an einem Standort oder ist man eine riesen Gruppe, sollte man eine oder mehrere Latrinen konstruieren, das Prinzip ist im Handbuch "Wo es keinen Arzt gibt" ganz gut beschrieben (hier, auf S. 139 (http://www.hesperian.info/assets/WTND/WTND_Chapter_12.pdf)). Um Probleme mit Gestank und Insekten(Infektionsquelle!) zu vermeiden, sollte die Latrine über eine hochgelegte Entlüftung mit Fliegengitter verfügen. Die Zeichnung ähnelt übrigens der von epwin eingestellten ziemlich.

Ganz wichtig ist eine hygienische Möglichkeit zum Händewaschen, weil es die Verbreitung ansteckender Krankheiten sehr effektiv vermindert. Da genügt ein an einer aufgehängter Wasserkanister mit einer Schnur, die über eine Umlenkung das Kippen des Kanisters z.B. mit dem Fuss in einer Schlaufe der Schnur ermöglicht. So kann man sehr wassersparend die Hände waschen und braucht nicht einmal den Kansiter zu berühren.

Grüsse

Tom

Stickstoff
22.12.2009, 16:55
Ich habe mal gelesen, dass es sogar Pflicht irgendwo in Afrika sein soll, eine gewisse Menge Asche auf das getane Geschäft im Loch zu schütten.

Weiß da jemand mehr?

Grüße

StefanS
23.12.2009, 10:26
Mein persönlicher Favorit für Permanentinstallation ist die Trockentrenntoilette. Siehe hier: http://www.naturbauhof.de/lad_komp_selbstbau.php

Kann man natürlich auch outdoor machen. Die Trennung ermöglicht bei konsequentem Gebrauch die Herstellung von gutem Kompost aus den festen Bestandteilen und die Verwertung des Urin, um Kalisalpeter zu kriegen. OK, bei Pferden ist die Konzentration höher... :-)

User-ID-118
24.12.2009, 17:43
Ich denke über eine Lösung ohne Chemie nach da dies m.E. besser und gesünder für einen selbst und die Umgebung in der man sich aufhält ist.Vielleicht hilft dir das beim denken. :grosses Lachen:Einfälle statt Abfälle - Kompost-Klo (http://www.survivalpress.org/catalog/product_info.php?products_id=47)

Gruß
Nachtfalke

User-ID-188
24.12.2009, 23:15
Ich hatte mal ein Video bei Yooutube gefunden, da hat eine Frau gezeigt wie sie ihre Fässer mit Väkalien lagert und nach ca. 12 Monaten dann als Kompost verwendet hat.

Ich finde es leider nicht mehr.


Gruß


DosenBurger

User-ID-118
25.12.2009, 14:09
Den menschlichen Kompost würde ich wegen der Hygiene nicht als Dünger verwenden. Glaube der kann unter gewissen Umständen immer noch Krankheitserreger enthalten.

In die Natur kann man es aber bedenkenlos kippen!

Gruß
Nachtfalke

User-ID-279
25.12.2009, 14:20
Den menschlichen Kompost würde ich wegen der Hygiene nicht als Dünger verwenden. Glaube der kann unter gewissen Umständen immer noch Krankheitserreger enthalten.

Ich glaub an Gehölzen / (Obst)Bäumen ist es o.k.

nur nicht an Gemüse / Kartoffeln etc.

User-ID-118
25.12.2009, 20:29
in dem "Handbuch für Pfadfinder" von Klaus Eicheler steht das man bei ausgehobenen Gruben für ein "waldcloset" 1-2 löffel Chlorkalk reinschmeißen sollKönntest du bitte eine kleine Inhaltsangabe in der Literaturliste für diese Buch (http://www.survivalforum.ch/forum/vbcms.php?area=vbcmsarea_links&do=showlinkentry&linkid=142&catid=37) schreiben und wenn du willst deine Meinung in der Kommentarfeld eintragen?

Wir wollen (versuchen) zukünftig alle erwähnten Bücher in unserem Literaturverzeichnis einzutragen, mit eurer Hilfe schaffen wir das auch.

Ich sag schon mal vielen Dank!

Gruß
Nachtfalke

epwin
26.12.2009, 12:16
in dem "Handbuch für Pfadfinder" von Klaus Eicheler steht das man bei ausgehobenen Gruben für ein "waldcloset" 1-2 löffel Chlorkalk reinschmeißen soll ?

Hallo,

nach einem Gespräch mit einer befreundeten Biochemikerin:

Hilfe (Hände über dem Kopf zusammenschlagend)

ganz und gar nicht!

Die Bodenmikroben gehen durch das Chlorkalk zugrunde.
Der Kot wird jahrelang nicht abgebaut.

Das Chlorkalk ist eine alte Geschichte aus dem 19. bzw. Anfang des 20.Jahrhunderts. Es wurde zur Desinfektion von Fäkalien benutzt.

Und zum Händewaschen 96 % Alk.? - War die Frage am Schluss vor Ihr.

Besser als Geruchsdämmer ist Torf, trockenes Laub, zur Not kleingerissenes Papier und Pappe. Es saugt den Urin und Wasser auf.

Immer eine Schicht trockenes Laub, Erde, Torf auf den Kot damit Fliegen nicht direkt damit in Kontakt kommen.

Es stellt sich mir immer noch die Frage nach der Herkunft einer ausreichenden Menge an Chlorkalk.


Nicht zu vergessen - Chlorkalk ist ein Gefahrstoff.
Es gelten also besondere Lager- und Anwendungsbestimmungen.

epwin
01.01.2010, 17:22
Hallo,

Nachtrag zu oben.

Streue immer soviel pulverisierte Holzkohle bzw. Holzasche (vom Feuer) in die Latrine, dass die Fäkalien immer komplett bedeckt sind.

Schutz vor Fliegen, zur Geruchsbindung, zu besseren Optik.

So haben wir´s beim BUND gemacht.
Nachbarzug verwendete Kalk vom Baumarkt. Die haben wir immer "weisser Mann" genannt.:lachen:


Service für Gäste-a2: www.team-pak.ch