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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht das Leben im Wald leichter?



hammer
01.01.2010, 21:18
Körperpflege:
Gerade unter solchen Bedingungen sollte man der Hygiene ausreichendes Maß zukommen lassen.
Sonst: Kleinere Verletzungen heilen nicht richtig, folge entzündungen.
Mit den Fingern befördert man Keime in den Mund, folge Durchfall.

Der Tagesablauf:
Ich würde mir den Tag in Morgen, Mittag, Abend und Nacht einteilen.
Am Morgen:Mit der Sonne aufstehen, Feuer machen und erst mal was Warmes zu sich nehemen.
Mittag:Wandern, Arbeiten es gibt immer was zu tun(Holz,Kleidung Flicken,Schuhe Putzen,Lager aufrämen usw.)
Abends:Feuer machen , Holz sammeln(in der Nacht ist es schwer), Abendessen
Nacht:Schlafen


Weitere Vorschläge?? bin schon gespannt.

L.G.hammer

Frei's Petrollampen
01.01.2010, 21:33
Hallo Hammer

Absolut richtig, ein geregelter Tagesablauf hilft enorm das Ganz zu ertragen.

Kommt immer darauf an aus welchem Grund Du im Wald lebst / Leben musst?

Ich denke viel Zeit benötigt man mit der Suche nach Nahrung und deren Verarbeitung (eventuell Jagdbeute).

Auch die Haltbarmachung einer eventuell grösseren Beute benötigt sehr viel Zeit, wie zum Beispiel das trocknen und räuchern von Fleisch.
Überleben ist ein Fulltime-Job.

Viele Grüsse, Ernst

dede
01.01.2010, 21:39
in sachen hygiene und verletzungen stimme ich dir zu, was den mittag und nachmittag bertrifft würde ich noch nahrungssuche mit ins konzept aufnehmen, sonst knurrt der magen :lachen:
holzsammeln würde ich auch am nachmittag einbauen, weil da z.b. im sommer die luftfeuchtigkei noch geringer ist, und man es so noch trocken verstauen kann.
arbeiten wie kleider flicken würde ich dagegen am abend machen, wenn holz und nahrung sammeln schon erledigt ist.
grüsse
dede

hammer
01.01.2010, 21:51
Hallo

Zum Jagen sind doch die morgen und abendstunden besser oder nicht?
Wenn das Wild am Wasserloch steht oder auf Futtersuche geht.
Abends wird es schnell dunkel, bei Kerzenschein ist es nicht so gut die Kleidung zu pflegen.

Bärtram
01.01.2010, 21:59
@Hammer:
Du hast das 2. Frühstück, den Fünf-Uhr-Tee und das Mitternachtshäppchen vergessen.:grosses Lachen:
Mal im Ernst: Wie lange denkst Du, dass Du im Wald leben und diesen oder irgendeinen Tagesplan auf Dauer einhalten kannst?

Wenn man nicht im Wald aufgewachsen ist, lebt man dort nicht, man vegetiert vor sich hin.
Ein paar Tage geht das, insbesondere bei schönen Wetter im Sommer; aber auch dort können die Nächte kalt werden.
Im Winter wird es ungemütlich.
Teste das doch mal live im Kleinen.
Wenn Du ein Haus hast, baue dir im Urlaub Dein Lager im Garten (Zelt, etc.).
Beginne im Sommer und lebe dort mal eine Woche so autark, wie es möglich ist.
Dabei wirst Du viele Erfahrungen machen.
Danach kann man das auch mal im Winter testen, die Zeit ist jetzt gerade günstig.:grosses Lachen:
Ich freue mich auf Eure Erfahrungsberichte.
Danach werden sicherlich viele mit den Vorbereitungen für das Stadt-Survival beginnen.

dede
01.01.2010, 21:59
naja, da hast du recht, ich bin vom fallenstellen und lagerfeuer ausgegangen, sorry, mein fehler.
:peinlich:

hammer
01.01.2010, 22:06
@Hammer:
Du hast das 2. Frühstück, den Fünf-Uhr-Tee und das Mitternachtshäppchen vergessen.:grosses Lachen:
Mal im Ernst: Wie lange denkst Du, dass Du im Wald leben und diesen oder irgendeinen Tagesplan auf Dauer einhalten kannst?

Wenn man nicht im Wald aufgewachsen ist, lebt man dort nicht, man vegetiert vor sich hin.
Ein paar Tage geht das, insbesondere bei schönen Wetter im Sommer; aber auch dort können die Nächte kalt werden.
Im Winter wird es ungemütlich.
Teste das doch mal live im Kleinen.
Wenn Du ein Haus hast, baue dir im Urlaub Dein Lager im Garten (Zelt, etc.).
Beginne im Sommer und lebe dort mal eine Woche so autark, wie es möglich ist.
Dabei wirst Du viele Erfahrungen machen.
Danach kann man das auch mal im Winter testen, die Zeit ist jetzt gerade günstig.:grosses Lachen:
Ich freue mich auf Eure Erfahrungsberichte.
Danach werden sicherlich viele mit den Vorbereitungen für das Stadt-Survival beginnen.


Hallo erst mal

Ich habe schon öfters in Wäldern geschlafen obwohl ich ein Haus mit Familie habe.Diesen Test brauche ich nicht!
Den Tagesablauf mußt du einhalten und wenn du dich Zwingen mußt, ohne geregelte Struktur geht es auch im Wald nicht.

dede
01.01.2010, 22:12
@bärtram
ja, genau das habe ich vor, erst eine woche im sommer und dann eine woche im winter.
zum tagesablauf gebe ich dir recht, es wird schwer den einzuhalten, aber man muss sich ja nicht 100%ig dran halten.


erste erfahrung: wenn es den ganzen tag neblig ist und zwischendurch regnet, sollte man das holz möglichst kurz vor dem feuern sammeln und nicht erst mit anzünden anfangen wenns dunkel ist. :grosses Lachen:

Bärtram
01.01.2010, 22:16
@Hammer
Ich habe auch schon mal (sogar öfters) im Wald geschlafen, aber im Wald l e b e n ist was anderes!
Sicherlich kann man mal ein paar Tage im Wald verbringen, das haben schon andere (z.T. zwangsweise) vor uns geschafft.
Ich beschäftige mich nun auch schon etliche Zeit mit S+P, aber ich habe bislang nicht verstanden, warum erwachsene Leute im S+P-Fall freiwillig in den Wald ziehen wollen.
Das Überleben im urbanen oder ländl. Raum (Dorf) ist unter S+P-Bedingungen schon schwer genug, im Wald ist es auf lange Sicht für uns in unserer Umgebung unmöglich.

Nennt mir doch bitte mal die ernsthaften Gründe, warum der Wald der urbanen Umgebung vorzuziehen ist.
Ist mir wirklich schleierhaft.

hammer
01.01.2010, 22:25
Deswegen steht ja auch unter Beitrag#1 weitere Vorschläge,und nicht wie bring ich einen von Ü-im Wald zu Stadt-Survival.
L.G.hammer

zum Thema Stadt sind hier viele Themen aber nicht über Bushcraft.

dede
01.01.2010, 22:26
hier ein paar gründe:
- die herausforderung
- zurück zu den wurzeln wollen
- die schnauze vo. der zivilisation voll haben

fällt jemandem noch mehr ein?

Bärtram
01.01.2010, 22:33
...
- zurück zu den wurzeln wollen
...

Im Wald sehr zweideutig...:grosses Lachen:

Ernsthafte Gründe sind das nicht, dass fällt unter Spiel und Spaß.
Aber OK, ich werde im Wald jetzt auf Zivilisationsaussteiger achten...:grosses Lachen:

hammer
01.01.2010, 22:38
Im Wald sehr zweideutig...:grosses Lachen:

Ernsthafte Gründe sind das nicht, dass fällt unter Spiel und Spaß.
Aber OK, ich werde im Wald jetzt auf Zivilisationsaussteiger achten...:grosses Lachen:


Das ist ein ernstes Thema, die Stadtmensche sieht man ja schon von weitem. Ich möchte ernste Meinungen -Vorschläge und nicht so ein Kindergezigge!

Frei's Petrollampen
01.01.2010, 22:39
Hallo zusammen

Ich finde die Frage von Hammer gut.

Denn die Frage ist doch grundsätzlich wie durchdringe ich die Eintönigkeit. Das hat nichts mehr mit Spiel und Spass zu tun.
Die Frage habe ich so verstanden, dass das Lager schon besteht und was dann.

Und wenn das Lager schon besteht sollte es meiner Ansicht nach nicht mehr ungemütlich sein, sonst muss man seinen Lagerbau in Frage stellen.

Ich würde den Wald auch vor der Stadt vorziehen ......, denn im Kriesenfall möchte ich es nicht erleben was da los ist.

Gut die Waldvariante hat auch seine Nachteile ....., aber mit ein wenig Wissen und Geschick ist man nicht schlechter dran als im Wald(Lager)

Viele Grüsse, Ernst

Roi Danton
02.01.2010, 00:50
Hallo zusammen

Ich finde die Frage von Hammer gut.

...

Ich würde den Wald auch vor der Stadt vorziehen ......, denn im Kriesenfall möchte ich es nicht erleben was da los ist.

Gut die Waldvariante hat auch seine Nachteile ....., aber mit ein wenig Wissen und Geschick ist man nicht schlechter dran als im Wald(Lager)

Viele Grüsse, Ernst

Da habt ihr vielleicht recht. Für mich wäre eher die Dorf-Variante interressant. Die Stadt ist zu voll, zu abhängig von Hilfe von aussen, der Wald ist (für mich) zu einsam. Da hätte ich lieber die Nähe eines Dorfes, die Hilfe der (bekannten) Anwohner untereinander...
"Autark" sein geht besser wenn man nicht ganz alleine ist, sondern sich in eíner (Not-)Gemeinschaft aufeinander verlassen kann.
Und Dorfbewohner (so nervig sie sein können mit ihrer Neugierde)
haben das gelernt in Jahrhunderten und auch an ihre Nachkommen weitergegeben. Die lassen sich nicht im Stich. Da wird geholfen, selbst wenn man sich mal nicht so mag! (Ausnahmen gibt es natürlich immer)

hammer
02.01.2010, 06:17
Noch so einer:verärgert:

Hallo, hier geht es um Bushcraft, nicht um vor und Nachteile von Stadt, Land oder Wald! Nur um Bushcraft.
Die Vor und Nachteile sind woanders schon im gespräch.

Trotz allem L.g.hammer:rolleys::lächeln::gratuliere:

ID 358
02.01.2010, 10:04
Auch mal wieder den Wald verlassen und seine Ausrüstung erweitern (Werkzeug, Planen usw.)
Leerstehende Gebäude suchen, ev. findet man im Wald Jagdstände oder Wildfütterungsstellen, die man fallweise nutzen kann.

argus
02.01.2010, 15:23
@hammer
Nicht ärgern.


Hallo, hier geht es um Bushcraft, nicht um vor und Nachteile von Stadt, Land oder Wald! Nur um Bushcraft.

Liegt vielleicht auch an dem wenig konkreten Threadtitel. "Leben im Wald". Was so ziemlich das gleiche ist wie "Bushcraft". Mach halt konkrete Treads auf mit Titeln wie: Feuermachen, Lagerplatz, Jagd ect.



Die Vor und Nachteile sind woanders schon im gespräch.
Ich finde es nicht. Wo denn?

Das Thema sollte schon in diesem Bereich diskutiert werden können.

LG argus

hammer
02.01.2010, 15:40
@hammer
Nicht ärgern.



Liegt vielleicht auch an dem wenig konkreten Threadtitel. "Leben im Wald". Was so ziemlich das gleiche ist wie "Bushcraft". Mach halt konkrete Treads auf mit Titeln wie: Feuermachen, Lagerplatz, Jagd ect.



Ich finde es nicht. Wo denn?

Das Thema sollte schon in diesem Bereich diskutiert werden können.

LG argus

Hallo argus
Eben Bushcraft (Leben im Wald) und nicht in der Stadt!
Bin nicht ärgerlich, es Nervt nur wenn mich einer von dem eigentlichen Thema abbringen möchte. Hab schon drum gebeten den Titel zu ändern.

Schau mal z.B.bei(Flüchten aber richtig) nach, da gehts auch um Stadt oder Wald.

Ist ja alles gut:lächeln:
LG hammer

User-ID-78
02.01.2010, 18:05
Ich habe den Thread geteilt. Über die Sinnhaftigkeit des Walds als Rückzugsort im Krisenfall geht es hier:
http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?t=1539

Clearfix
Co-Admin

dede
03.01.2010, 21:20
Sofern das hier rein passt, sonst korrigiert mich bitte.
Was das Leben im Wald auch noch vereinfachen kann, sind so nützliche Gestelle und Einrichtungen wie folgende baut:
- etwas Latrine mässiges (Loch im Boden, vorrat an WC-Papier/WC-Papier-Ersatz, eventuell Sitzvorrichtung)
- Gestelle für Schuhe, Kleider
- Sitzgelegenheit
- Kühlgrube für Nahrungsmittel

grüsse
dede

ID 358
03.01.2010, 21:32
... Einrichtungen wie folgende baut:
- etwas Latrine mässiges (Loch im Boden, vorrat an WC-Papier/WC-Papier-Ersatz, eventuell Sitzvorrichtung)
- Gestelle für Schuhe, Kleider
- Sitzgelegenheit
- Kühlgrube für Nahrungsmittel

Für längeren Aufenthalt grundsätzlich richtig, besonders wenn man in einer Gruppe ist.
Sollte man aber allein sein, dann würd ich keine fixe Latrine oder Loch bauen. Wenn das wer findet, hat er auch Euch gefunden. Ich kann mal da oder dort verteilt kacken, das findet man schwerer:grosses Lachen:
WC-Papier ist kostbar. Solang es geht, damit sparen (guter Ersatz ist Moos) Das könnte man schon sammeln und unauffällig lagern.
Ich würde auch den Schlafplatz vom Lagerplatz trennen, wo ich mich unter Tags aufhalte. An beiden Plätzen keine auffälligen Einrichtungen anbringen. Statt Konstruktionen für Schuh- und Kleidungsständern zum Trocknen nur einige Äste unauffällig zurechtmachen. Kühlgrube oder Depot muss natürlich perfekt getarnt sein. Eventuell auch wieder an einem anderen Platz und mehrere, dann ist im Falle der Entdeckung nicht alles verloren.
Bei mehreren Personen ist Wache schieben angesagt.

User-ID-78
03.01.2010, 21:37
...WC-Papier ist kostbar. Solang es geht, damit sparen (guter Ersatz ist Moos)...
Vorher aber die Tannennadeln rauspulen, ansonsten könnte es schmerzhaft werden. :grosses Lachen:

dede
03.01.2010, 21:41
hab ich was verpasst, geht ihr davon aus, das Krieg herrscht oder irgendwo ein Feind nach einem sucht? :peinlich:

ID 358
03.01.2010, 21:44
Selbst im tiefsten Frieden wird der Jäger und Förster was dagegen haben, wenn Ihr Waldcamping macht, schätz ich. Daher will ich "unsichtbar" sein oder wenn unterwegs, wie ein Wanderer wirken.

User-ID-78
03.01.2010, 21:45
Auch wenn kein "Krieg" ausgebrochen ist sollte man eine Begegnung mit dem Revierförster vermeiden. Es sei denn dir gehört der Wald.

dede
03.01.2010, 21:51
OK, das macht sinn, danke

moosbüffel
03.01.2010, 21:51
Selbst im tiefsten Frieden wird der Jäger und Förster was dagegen haben, wenn Ihr Waldcamping macht, schätz ich. Daher will ich "unsichtbar" sein oder wenn unterwegs, wie ein Wanderer wirken.

Hallo,

im tiefsten Frieden wird dich der Waldbesitzer, Förster, bzw. Jagdpächter mehr oder weniger massiv auffordern die Latrine wieder zu zuschaufeln, den Lagerplatz auf zu räumen und zu verschwinden.
In einem C-Fall ( C=Crash, egal wie ) wird Dir einer der Drei vorgenannten oder ein unbekannter Vierter möglicherweise eine Kugel in den Wanst jagen und deine Ausrüstung mitnehmen. Du bleibst dann zurück als Futter für die Schwarzkittel.

Gruß Moosbüffel

bommel
04.01.2010, 15:03
Vorher aber die Tannennadeln rauspulen, ansonsten könnte es schmerzhaft werden. :grosses Lachen:

... oder gleich Blätter nehmen. Wenn man nicht bis kurz vorm Platzen wartet, kann man sich sogar noch gute Blätter aussuchen (zB Linde)
Auch wenns hier vielleicht nur die wenigsten interessiert: weiches Moos ist eine gute Alternative bei der weiblichen Regelblutung.
Sowohl Laub als auch Moos sind hinterher wieder weitgehend unauffällig zu entsorgen und nicht so weithin sichtbar wie dieses schrecklich weiße Klopapier oder gar Damenbinden.

User-ID-78
04.01.2010, 15:49
... oder gleich Blätter nehmen.
Auch eine Möglichkeit, wenn man nicht gerade in einer Fichten-Monokultur ist.

bommel
04.01.2010, 16:57
Ja klar, aber es ging ja um Wald, nicht um aufgeräumte Nutzholzplantagen :-))
Aber ich versteh schon, was Du meinst

swagman
12.01.2010, 18:57
Bushcraft, so, so...

Bushcraft bedeutet frei übersetzt etwa "Wildnis-Handwerk"! Das würde heissen, jemand setzt sich mit dem erlernen der Fertigkeiten und Kenntnisse auseinander, die notwendig sind um in der "Wildnis" leben zu können oder es zumindest versucht. Scheitert dieses Vorhaben, dann greift ja automatisch das Survival!
Ich denke das jeder von euch etwas gefunden hat, das durchaus zu Bushcraft passt, ihr seht das alles leider nur zu statisch (zu deutsch:staunen:). BC ist ein fließender Prozess. Es gibt die Hinterhof, Kleingarten und Wald Bushcrafter, jeder nach seinen Möglichkeiten und nach seinem "Ausbildungsstand". Die einen üben noch 2m hinter der Terrasse und die anderen unternehmen schon mehr wöchige Touren. Bushcraft heißt auch entschleunigen, ein Handwerk (oder auch 2 -3) erlernen und anwenden. Und warum sollte das erlernen und anwenden nicht auch Spaß machen dürfen?!
So, ich hoffe ich nerve damit nicht so sehr und kann das Thema mal daeauf lenken wie ihr Bushcraft lebt?!!
Gruß swagman

Tony
21.01.2010, 04:47
@ swagman,
Bushcraft ist ein weites Feld. Das zieht sich in etwa vom qualifizierten Erdbackofen über die Herstellung eines tauglichen Bogens und der Pfeile bis zur Herstellung von Bekleidung, nahrungsbringendem Fallenbau und der Fichtenweinherstellung "im Grünen", ohne zivilisatorische Hilfsmittel. Ein Messer und ein Schlagholz als Basictools sind dabei die eigentlichen Werkzeuge. Mehr muss nicht sein. Birkenrinde, Fichtenwurzeln und Rohhaut sind dabei willkommene Materialien aber diese richtig zu behandeln ist wiederum ein komplexes Thema.
Auf ein Wort zu dem hier viel besprochenen Toilettenpapier. Nehmt die Unterseiten großer Blätter und zieht diese gegen den Wuchs am Allerwertesten vorbei, that works ! Ansonsten nehmt Bachwasser wie die meisten Naturvölker, das fördert zudem die Durchblutung, deshalb kennen archaische Jäger-und Sammlerkulturen auch keine Hämorhoiden. Die Vorstehenden Fragen nach Gestellen um Bekleidung oder Schuhe aufzuhängen sind doch wohl nicht ernstgemeint. Der Fragensteller ist zu statisch, zuviel Zivilisationsprodukt. Da sind doch Bäume und Sträucher in der näheren Umgebung. Also warum Eulen nach Athen tragen? Wenn ich im Wald übernachte, hauh ich am nächsten Baum in Augenhöhe einen oder zwei Äste ab und daran hänge ich meinen Rucksack und Sonstiges auf. 1. brauch ich mich anschließend nicht zu bücken wenn ich die Sachen benötige. 2. kommt da kein Bodengetier heran. 3. tritt mein juhter Kumpel nicht im Dunkeln versehentlich auf meinen Sachen und 4. sehe ich im nach oben wirksamen Lichtschein meines Lagerfeuers immer meine Sachen, was nicht der Fall wäre, wenn sie auf dem Boden liegen würden. Also warum aufwendige Gestelle bauen, die nach meinem Aufenthalt denselben noch lange anzeigen würden? Vom unnötigen Arbeitsaufwand ganz zu schweigen. Oh oh, die Natur bietet so viele Möglichkeiten, man muss den Blick dafür haben oder ihn entwickeln.

swagman
21.01.2010, 15:50
@Tony
Ich denke ich habe eine klare Vorstellung von Bushcraft! "Mit der Natur, in der Natur, von der Natur leben". Auch das "wie sch.... ich im Wald" ist ein nicht zu verachtendes Thema. Mein Motto (Signatur)"Using what is available" habe ich nicht ohne Grund gewählt. Ich versuche den Bushcraft Einfluss auch soweit wie möglich in das normale Leben einfliessen zu lassen. Z.B. Das was unsere Überflussgesellschaft als Müll bezeichnet noch irgendwie einer anderen Verwendung zuzuführen. Wenn ich bedenke welche Wertschöpfungsprozesse in unseren Müll fließen, wird mir übel.
Nun wieder zum eigentlichen Bushcraft, ich verbringe momentan leider zu wenig Zeit in der "Wildnis"!
Mich würde aber interessieren, wie ihr anderen Bushcraft für euch umsetzt (wie lebt ihr es). Habt ihr vielleicht schon Leder gegerbt oder es geschafft eine Woche lang nur von der Natur zu leben?
Ich für meinen Teil bin seit Jahren im ÜBUNGS-MODUS, versuche mich in der Lederverarbeitung. Schmieden kann ich auch und ich besuche in kürze ein Wildpflanzen-Seminar in der VHS.
So, das war es erst einmal, Gruß swagman

Tony
21.01.2010, 15:59
@ swagman,
vor dem Gerben kommt das häuten, dann das säubern, dann die Entscheidung:Rawhide od. Sämisch und zu guter letzt das Gerben.
Wildpflanzenkenntnisse sind sehr gut verwendbar aber man hüte sich nach hiesigen Mustern in anderen Erdteilen oder Klimazonen die Flora zu beurteilen denn Gleiches ist noch lange nicht gleich.

swagman
21.01.2010, 16:21
@ Tony
Mit dem Jagen habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Obwohl... , die Wildschweinpopulation ist in Berlin mittlerweile auf über 8000 Tiere gestiegen!!
Ganz nach dem Motto, "Wenn der Jäger nicht zum Wild kommt, dann kommt das Wild eben zu Jäger " .
Mir scheint, du bist sehr aktiv!

swagman
21.01.2010, 16:35
@ Tony
Ich habe gerade den Link zu deiner HP gefunden, ich habe im Moment keine Fragen mehr, muß erst mal deine HP in ruhe lesen

Tony
21.01.2010, 17:39
@ Swagman,
Decken und Schwarten werden nie entsorgt sondern verwertet

User-ID-118
21.01.2010, 20:46
Habt ihr vielleicht schon Leder gegerbt Will ich demnächst mal machen, hab mir das Buch Gerben: Leder und Felle von Helmut Ottiger (http://www.survivalforum.ch/forum/vbcms.php?area=vbcmsarea_links&do=showlinkentry&name=gerben-leder-und-felle-von-helmut-ottiger-ursula-reeb&linkid=173&catid=33) gekauft. Die Anleitung mit Alaun soll funktionieren. Der Freund der dies getestet hat, ist auch der "Fell-Sponsor". Ohne Jagdschein bleibt einem auch nichts anderes übrig! :weinen:

Von dem Freund hab ich mir auch zeigen lassen wie man ein Wildschwein zerlegt. Und ich meine jetzt nicht mit dem Auto auf der Landstraße dagegen zu fahren. :grosses Lachen:

Gruß
Nachtfalke

Firewolf
22.01.2010, 23:24
So, dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu

Ich weiss nicht recht wie ihr das seht, aber ich betreibe in erster Linie Bushcraft.
Und zwar nicht um mich auf irgendetwas vorzubereiten, sondern einfach nur aus Freude. Einfach mal nur den ÜGÜ (scheint auch nicht so beliebt zu sein) umschnallen, losziehen, schauen wie lange man es schaft und das pure Leben spüren.
Sich messen mit der Natur, aus den Fehlern lehrnen und besser werden und auch wieder an kleineren, einfachen Dingen (Sonnenauf/untergang schönes Wetter, ein Feuer in der Nacht) Freude haben.
Das ist für mich Bushcraft

Aus diesem Grunde befasse ich mich auch nicht allzusehr mit der Tarnung, da ich mir das nötige Einverständis geholt habe und bald selbst Wald besitzen werde

Und was meiner Meinung das ganze am Meisten erleichtert ist ein persöhnlicher ÜGÜ (und keiner von der Stange)

hammer
23.01.2010, 12:41
So, dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu

Ich weiss nicht recht wie ihr das seht, aber ich betreibe in erster Linie Bushcraft.
Und zwar nicht um mich auf irgendetwas vorzubereiten, sondern einfach nur aus Freude. Einfach mal nur den ÜGÜ (scheint auch nicht so beliebt zu sein) umschnallen, losziehen, schauen wie lange man es schaft und das pure Leben spüren.
Sich messen mit der Natur, aus den Fehlern lehrnen und besser werden und auch wieder an kleineren, einfachen Dingen (Sonnenauf/untergang schönes Wetter, ein Feuer in der Nacht) Freude haben.
Das ist für mich Bushcraft

Aus diesem Grunde befasse ich mich auch nicht allzusehr mit der Tarnung, da ich mir das nötige Einverständis geholt habe und bald selbst Wald besitzen werde

Und was meiner Meinung das ganze am Meisten erleichtert ist ein persöhnlicher ÜGÜ (und keiner von der Stange)

Hallo Firewolf
Doch der ÜGÜ ist beliebt.:Gut: Wegen dem ÜGÜ kannst Du mal im Forum unter(Mein Wandergürtel) nachschauen, da haben welche ihren reingestellt. Kannst ja von deinem auch ein Bild machen und mit reinstellen.

LG hammer

Firewolf
07.02.2010, 11:48
Ah ja jetzt habe ich es auch gefunden Danke

Ich hatte zuerst nur den Wiki-Eintrag vor Augen, sorry:banghead:

dede
08.02.2010, 15:21
So, dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu

Ich weiss nicht recht wie ihr das seht, aber ich betreibe in erster Linie Bushcraft.
Und zwar nicht um mich auf irgendetwas vorzubereiten, sondern einfach nur aus Freude. Einfach mal nur den ÜGÜ (scheint auch nicht so beliebt zu sein) umschnallen, losziehen, schauen wie lange man es schaft und das pure Leben spüren.
Sich messen mit der Natur, aus den Fehlern lehrnen und besser werden und auch wieder an kleineren, einfachen Dingen (Sonnenauf/untergang schönes Wetter, ein Feuer in der Nacht) Freude haben.
Das ist für mich Bushcraft

Aus diesem Grunde befasse ich mich auch nicht allzusehr mit der Tarnung, da ich mir das nötige Einverständis geholt habe und bald selbst Wald besitzen werde

Und was meiner Meinung das ganze am Meisten erleichtert ist ein persöhnlicher ÜGÜ (und keiner von der Stange)

diese meinung kann ich nur teilen! aber da ich nicht einen beitrag zweimal schreiben will, verweise ich an dieser stelle auf den beitrag, der im anderen bushcraft forum steht.
was ich aber doch nochmals betonen will: survival ist für mich überleben in der natur und zwar so, dass ich mich nicht ausgeraubt oder tot wiederfinde, weil jdmand meine feuerstelle gefunden hat.
lg
dede

Tony
05.05.2010, 13:44
survival ist für mich überleben in der natur und zwar so, dass ich mich nicht ausgeraubt oder tot wiederfinde, weil jdmand meine feuerstelle gefunden hat.


genau an diesem Punkt wird es gesellschaftlich schwierig. Während ich Dede hinsichtlich seiner Prioritäten vollkommen beipflichte und das in meinen Seminaren auch u.A. vermitteln möchte, wird das Thema Sicherheit von vielen nicht gewürdigt u. regelrecht ignoriert. Das beruht aber i.d.R. nicht auf fundierte Erfahrungen sondern auf Annahmen u. Wunschdenken, frei nach dem Motto "die Natur ist für Alle ein Paradies." Sorry aber die Realität ist da profan u. manchmal brutal. Erst wenn solche Menschen im Schlaf aufschrecken, weil der Todesschrei eines Vogels, den ein Fuchs erwischte, so gar nicht in ihr zivilisiertes Denkschema passt, findet man offenere Ohren für das Thema Nahrungskette oder Fressen u. gefressen werden. Draussen ist es wichtig das man agiert u. sich auf qualifizierte Weise präpariert. Der Unkundige reagiert lediglich u. hinkt den Ereignissen hinterher, manchmal endet das sehr übel.

dede
05.05.2010, 16:16
genau an diesem Punkt wird es gesellschaftlich schwierig. Während ich Dede hinsichtlich seiner Prioritäten vollkommen beipflichte und das in meinen Seminaren auch u.A. vermitteln möchte, wird das Thema Sicherheit von vielen nicht gewürdigt u. regelrecht ignoriert. Das beruht aber i.d.R. nicht auf fundierte Erfahrungen sondern auf Annahmen u. Wunschdenken, frei nach dem Motto "die Natur ist für Alle ein Paradies." Sorry aber die Realität ist da profan u. manchmal brutal. Erst wenn solche Menschen im Schlaf aufschrecken, weil der Todesschrei eines Vogels, den ein Fuchs erwischte, so gar nicht in ihr zivilisiertes Denkschema passt, findet man offenere Ohren für das Thema Nahrungskette oder Fressen u. gefressen werden. Draussen ist es wichtig das man agiert u. sich auf qualifizierte Weise präpariert. Der Unkundige reagiert lediglich u. hinkt den Ereignissen hinterher, manchmal endet das sehr übel.

Ja, die Realität ist manchmal brutal, gerade in der Natur. Ich kann nur hoffen, dass du nicht mich mit eben diesen ....
Menschen im Schlaf aufschrecken, weil der Todesschrei eines Vogels, den ein Fuchs erwischte, so gar nicht in ihr zivilisiertes Denkschema passt... gemeint hast, denn dann habe ich meine Meinung/Ansicht völlig falsch rüber gebracht...


Draussen ist es wichtig das man agiert u. sich auf qualifizierte Weise präpariert. Der Unkundige reagiert lediglich u. hinkt den Ereignissen hinterher, manchmal endet das sehr übel.

Da kann ich dir nur zustimmen!

Gruss
dede

Tony
05.05.2010, 16:26
@ dede,
wollte damit deine Aussage unterstreichen denn auch ich halte diese Vorgehensweise für unerlässlich.:Gut:

dede
05.05.2010, 16:28
@ dede,
wollte damit deine Aussage unterstreichen denn auch ich halte diese Vorgehensweise für unerlässlich.:Gut:
Phuu, danke für die Entwarnung, hab schon gedacht ich muss den ganzen Roman nochmal neu schreiben... :rolleys:

hamster
05.05.2010, 19:26
Zum Thema beste Jagdzeit. Das meiste Wiöd hat Äsungsrythmen. Zu diesen verlassen sie ihre Einstände. Ich selbst bevorzuge die Zeit vor 90 min vor bis 1 Std nach Sonnenaufgang, bei Rehwild ggf die Mittagszeit. Grund dafür ist, das man das Wild ggf noch nachsuchen muss und anschließend versorgen muß. Selbst bei bestem Licht ist ein Reh das nur 50 m in den Wald abgesprungen ist ohne Hund praktisch nicht auffindbar. Bei Vollmond reicht zwar das Büchsenlicht aber man sollte dann auf Freiflächen Beute machen.

Tony
05.05.2010, 21:41
aber man sollte dann auf Freiflächen Beute machen.
Das gilt für den verantwortungsvollen Waidgesellen damit er den Homo Sapiens nicht mit der wilden Sau verwechselt und ggf. wie schon passiert, dem robbenden Manöversoldaten durch den Tornister schießt.:psst:

hamster
05.05.2010, 22:42
Nein! Mir geht es darum, das ich die Beute finden kann. Nur töten und dann nicht verwerten ist Muniverschwendung.

Tony
05.05.2010, 23:00
....schon klar! Wäre auch schade um die Kreatur, das verlorene Wildpret und die leeren Teller.

FrankD
23.10.2010, 17:10
...folgende Dinge das Leben leichter:

Gute Gesellschaft
Warme Sachen, oder trockenes Laub mit der ich meine Vorhandene Kleidung "pimpen" kann.
Ausreichend Wasser und Möglichkeit es auf zu bereiten
Ausreichend Nahrung
Gute, multifunktionale Ausrüstung die im ständigen Kompromiss zwischen Nutzen und verursachender Bewegungseinschränkung steht.

Das mir im Wald langweilig wird hab ich auch bei mehrwöchigen Touren nie erlebt. Es gibt immer was zu bauen, zu reparieren, zu entdecken, zu sammeln, usw. usw.

Ob ich überhaupt und wenn ja was für ein Lager ich aufschlage ist absolut Situationsabhängig.

Ob ich mir vorstelle im Krisenfall im Wald zu leben? Ja, aber nur für kurze Zeit. Die Jagd auf Wild würde mich nach meinen Vorstellungen zu sehr exponieren (zu laut, zu viel Spuren durch die Verarbeitung). Pflanzen sammeln ist eine gute Sache zur Nahrungsergänzung.

Ich habe in meinem Leben einige Fernwanderungen gemacht, habe die Erfahrung wie es ist mehrere Wochen draußen zu leben, von dem was man auf dem Rücken trägt und was die Natur einem bereit ist zu geben. All diesen Touren stand eine große Vorbereitung bevor. Spontan, einfach so raus und dann wochenlang draußen zu bleiben, das halte ich nach meiner Erfahrung für gewagt. Einige Tage, 5 vielleicht 10, das kann jeder mit kleinem Gepäck und ausreichendem Wissen und Fertigkeiten hin bekommen.

Lesane
25.11.2010, 12:58
Hier eine tolle Homepage zum Thema:

1. Wie man in der Wildnis überlebt
2. Gefahren im Wald/Dschungel - Tiere & Pflanzen
3. Wasser finden (und filtern)
4. Essen finden
5. Fischen
6. Unterschlupf bauen

http://adventure.howstuffworks.com/survival/wilderness/jungle-survival2.htm



Weitere Tipps:
10 Tipps fürs Kochen - Bauanleitungen - Tools usw.

http://www.associatedcontent.com/topic/29927/wilderness_survival.html?cat=16


Ach gut: Durchfall in der Wildnis behandeln:
Wasser + Äpfel + Brombeerwurzeln + Eicheln - Lehm

http://www.associatedcontent.com/article/1981500/treat_travelers_diarrhea_in_the_wilderness.html?cat=70

usw.



aus Fehlern Anderer lernen:
29-jähriger stirbt bei Survival-Test (28 Tage Outdoor)

http://www.associatedcontent.com/article/232157/_man_dies_during_survival_test.html?cat=9

"On his second day of the adventure, after going about 10 hours with nothing to drink in 100-degree heat, Dave Buschow died from dehydration. Dave Buschow was taking a course from the Boulder Outdoor Survival School (BOSS). The course cost him $3,175 and his life. This course is apparently one of the more strenuous "survival" type trips out there. Basic camping supplies such as tents, matches, food and water are not allowed. "

ID 940
26.11.2010, 18:11
http://www.associatedcontent.com/article/232157/_man_dies_during_survival_test.html?cat=9

Auf Seite 2 kommt der Hammer, die Schwächeanfälle wurden von den Organisatoren schlicht ignoriert, dabei hatten sie Wasser dabei !


"The worst part of this story is yet to come. While Dave Buschow was suffering through all of this, his health steadily declining, BOSS guides were carrying emergency water supplies in their gear!"


Drum prüfe, wem man sein Leben anvertraut.

DerMixer
26.11.2010, 20:11
gekauft. Die Anleitung mit Alaun soll funktionieren. Der Freund der dies getestet hat, ist auch der "Fell-Sponsor". Ohne Jagdschein bleibt einem auch nichts anderes übrig! :weinen:

Kaninchenfelle kriegst du bei den meisten züchtern kostenlos. Ich wollt die auch immer mal gerben, hab aber einfach nie die zeit gefunden das selber zu machen. Also lass ich sie entweder gerben oder entsorge sie.

...
Den Tagesablauf mußt du einhalten und wenn du dich Zwingen mußt, ohne geregelte Struktur geht es auch im Wald nicht.
Dasist aber auch einstellungssache.

klar ein Grundgerüst hilft viel. Aberich lebe meinen Alltag schon so das ich möglcihst flexibel bleibe. Eben möglichst ohne feste struktur, sondern den bedürfnissen angepasst.
Klar verzetteln gilt nicht, passiert aber so schneller.
Dafür kann man auf unvorhergesehenes schneller reagieren.

Ein Klares MUSS bezweifle ich hier jedoch einfach mal.

Der eine geht durch den Wald und macht mit dem was er findet das bestmögliche, der andere sucht das was er braucht.
beide Lösungen ermöglichen das Überleben.

hammer
26.11.2010, 22:59
Ein Klares MUSS bezweifle ich hier jedoch einfach mal.

Der eine geht durch den Wald und macht mit dem was er findet das bestmögliche, der andere sucht das was er braucht.
beide Lösungen ermöglichen das Überleben.

Hallo Der Mixer

Verstehe ich das richtige das man der aussage nach z.B das Feuerholz auch nachts suchen kann (finden) kann, wo eine Mütze voll Schlaf besser währe.
Soll ich das Baumaterial für das Nachtlager erst dann Suchen wenn es Dämmert, wo ja eigentlich die Tiere aus ihrem Versteck kommen.

Klar hast du schon recht das es kein muss sein muss.
Aber es macht vieles einfacher.

Der eine Sucht (oder läuft noch) während der andere schon schläft.

lg hammer

DerMixer
27.11.2010, 00:32
Hallo Der Mixer

Verstehe ich das richtige das man der aussage nach z.B das Feuerholz auch nachts suchen kann (finden) kann, wo eine Mütze voll Schlaf besser währe.
Soll ich das Baumaterial für das Nachtlager erst dann Suchen wenn es Dämmert, wo ja eigentlich die Tiere aus ihrem Versteck kommen.

Klar hast du schon recht das es kein muss sein muss.
Aber es macht vieles einfacher.

Der eine Sucht (oder läuft noch) während der andere schon schläft.

lg hammer
Aeh... vieleicht nicht ganz so extrem. Der gesunde Menschenverstand gibt schon einige Vorgaben. Nur eine hundertprozentige vorgegebene Struktur mit Aufgaben die ich jeden Tag erledigen muss, kanns meiner Meinung nachnicht geben. Das muss ich jeden Tag neu den gegebenheiten anpassen.

Vieleicht reicht es dann auch, entsprechendes LAger vorrausgesetzt, das ich einmal alle zwei oder drei TAge Holz suche.

Das ich nicht nachts versuche z.B. mit nem Brennglas Feuer zu machen versteht sich von selbst.
Wenn ich aber z.B. ein Kaninchen gefangen hab, brauch ich an dem Tag nicht noch esbare Pflanzen zu suchen.

Gewisse Sachen müssen erledigt werden, weils ne Notwendigkeit dafür gibt.

unter"Den Tagesablauf mußt du einhalten und wenn du dich Zwingen mußt, ohne geregelte Struktur geht es auch im Wald nicht." hab ich mir aber zumindest etwas anderes ( unflexibleres) vorgestellt.

Vieleicht haben wir ja auch nur aneinander vorbeigeredet oder ich hab dich missverstanden...

ID 3537
16.08.2012, 17:11
Hallo, zusammen,

schon lange nichts geschrieben worden zu dem Thema.
Was erleichtert mir das Leben im Wald.
Wenn ein Notlager besteht, dieses immer weiter ausbauen. (Da gabs mal ein Buch, ich glaube es hieß Jagen und Reisen im Norden Kanadas, da beschreibt der Autor im Kapitel "Ein Blockhaus in 8 Tagen den Bau eines ganz brauchbaren Blockhauses)
Lager Struktur verbessern.
Waschplatz, Latrine, Feuerplatz, Arbeitsbereiche für diverse Arbeiten schaffen. zB Felle zurichten, etc nicht direkt bei den Schlafplätzen eher außerhalb, etc.
Vorratslager anlegen, Wassergerinne anlegen, um nicht soweit gehen zu müssen.
Leben im Wald ist durchaus möglich. Vegetieren ist nicht unbedingt notwendig, wenn ich nicht alleine bin, aber auch alleine kann man sich gut organisieren.

lg

Menatarms

Mark Wilkins
20.08.2012, 02:40
@menatarms: Kommst Du auf den Titel des Buches?

Papa Bär
20.08.2012, 02:56
Ich vermute mal, es ist dieses?
http://www.ebay.de/itm/Kanada-Wildes-rauhes-Land-Jagen-Jagd-Reisen-Erlebnisse-Jagdgeschichten-/300762727903?clk_rvr_id=377369632864

ID 3537
22.08.2012, 10:21
Es gibt 2 Bücher von H.O. Meissner, "Überlistete Wildnis" und "Wildes rauhes Land, Jagen und Reisen im Norden Kanadas". In welchem der beiden er das Blockhaus bauen beschreibt weiß ich nicht mehr. Ich habe die Bücher als Jugendlicher (also vor mehr als 20 Jahren) verschlungen. Waren aber nur ausgeborgt.

lg

menatarms

Bärtram
22.08.2012, 12:01
Der hier hatte wohl einige gute Ansätze, sonst hätte er nicht so lange überleben können:

http://www.spiegel.de/panorama/schweiz-einsiedler-hortete-sprengstoff-in-illegaler-waldbehausung-a-851201.html

ID 1208
22.08.2012, 21:33
Nun ja, es scheint, dass er viel Zivilisation in den Wald transportiert hat. Möglicherweise auch vom Wald gelebt, aber sicher nicht nur.

Reisserische Überschrift, aber im Text kommt es dann eher so rüber, dass einer in früheren Zeiten stehen blieb (wo Sprengstoff lagern normal und noch ohne die heutigen Auflagen war). Klingt für mich im Artikel nicht besonders militant (viele Medien machen ja jeden Waffenbesitzer gleich zum Bürger- oder Rechtsextremenparamilitaristen). Hätte er Schiessübungen im Wald veranstaltet oder dergleichen wäre sein Zuhause sicher längst geräumt worden. Und dass er den Leuten bei technischen Problemen geholfen hat klingt auch sympathisch. Wäre vielleicht ein super Ingenieur geworden, hätte er die Chancen dazu gehabt. Ich hoffe (und vermute) mal für die Umwelt, dass er den Diesel sicher gehandhabt hat.

Herzliche Grüsse
linthler

ID 1208
24.08.2012, 11:22
Wenn ihr so lebt müsst ihr damit rechnen, dass spätestens (in der Ostschweiz, anderswo wahrscheinlich früher) nach eurem Ableben die Familiengeschichte in der Zeitung (http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Der-Sonderling-von-Bruelisau/story/18040461) zu lesen ist.

Möglicherweise war er nicht ganz freiwillig im Wald. Gemäss dem Bericht hätte er gerne wieder im Elternhaus gelebt.

Eine tragische Geschichte. Die vielleicht auch so glimpflich abgelaufen ist, weil die Behörden wegsahen (vielleicht aber hätten sie auch etwas für den Mann tun können, wer weiss). Wobei das Wegsehen auch an der Rechtsgleichheit und damit auch der Rechtssicherheit kratzt.

Herzliche Grüsse
linthler

ID 1208
10.06.2014, 10:01
Hier noch ein Update, das Sommerloch nähert sich. Eindrücklich, was der Mann für einen Aufwand geleistet (und nun verursacht) hat:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Seine-Waldhuette-war-ein-Bunker/story/18407403

Herzliche Grüsse
linthler

ID 6468
10.06.2014, 20:44
Man beachte....

- Er war ein lieber und hilfsbereiter Mensch
- Er war ein Genie in seinem Gebiet
- Er hat 30 Jahre oder mehr an seinem Bunker gebaut
- Allem Anschein nach war er einer der Verding-Buben
- Es wurde ihm das Erbe eines Bauernhofs versagt: Er war Erstgeborener und das bedeutet was in einer Bauernfamilie!
- Er war halt auch ein Messie (so what? Nobody is Perfect!)

Sepp Manser, ich bewundere Dein Durchhaltevermögen, Deine unerschöpfliche Energie, Deine Handwerks- u. Ingenieurs-Kunst

R.I.P.
Geniesse die Ewigkeit

gandroiid

ID 1208
11.06.2014, 09:54
Bei aller Bewunderung frage ich mich, ob er glücklich oder zumindest zufrieden gewesen war. Ob er seine anscheinend nicht gerade schöne Kindheit überwinden konnte. Oder ob vielleicht ein fehlender "Boden" in der Kindheit, die fehlende Erfahrung, dass man unterstützt wird von Umfeld/Familie, dass es gut kommt im Leben, dazu führte, dass er einsam lebte und darauf bedacht war, möglichst unabhängig zu sein. Ob er trotz 100 kg Sprengstoff, 9 Gewehren und 1'000 Schuss entspannt oder in ständiger Angst lebte.

Diese Grundsatzfragen wurden ja auch schon in mehreren Threads diskutiert. Preppt man und ist entspannt dabei, geniesst das Leben. Oder preppt man aus einer Getriebenheit heraus, aus Angst (vor Verlust, Tod, etc.). Die jeweilige Motivation und der Umgang dürften einen ziemlich anderen Einfluss auf die Lebensqualität haben.

Herzliche Grüsse
linthler


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