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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neues Seminar von Tony Lennartz



StefanS
04.01.2010, 15:06
Ich weiß nicht, ob der Mann das Gras wachsen hört, oder ihn jemand sensibilisiert hat - aber das ist echt auffällig, dass so ein Kurs grade JETZT kommt.

Ich kenne den Tony persönlich recht gut und bin ab und an mit ihm unterwegs - der kann was. Aber in Richtung Kriesen-Survival hat er sich noch NIE interessiert.

Hat jemand vielleicht was gehört?

http://www.anton-lennartz.com/index.php?option=com_content&task=view&id=86&Itemid=84

PS: Ich gucke mir den Kurs auf jeden Fall mal an.

User-ID-78
04.01.2010, 15:41
Also wenn du ihn persönlich kennst dann frag ihn doch mal warum er gerade jetzt so einen Kurs anbieten und gib uns dann mal Bescheid.

StefanS
04.01.2010, 15:43
Die eMail mit der Frage ging 15 Sekunden raus, bevor ich den Thread geöffnet habe - kann aber auch sein, dass einer von Euch die Nase im Wind hat! Die Welt ist klein... Ich berichte, sobald ich näheres weiß.

User-ID-188
05.01.2010, 10:22
Ich will Herren Lennartz nicht zu nahe treten, aber könnte es sein das er einfach auf einen fahrenden Zug aufspringt um sein Geld damit zu verdienen.

Sein Kurs ist bestimmt nicht schlecht das will ich ihm nicht absprechen.

Bei den meisten Kursen und Internetshops zur Krisenvorbereitung steht sicherlich der Profit im Vordergrund da diese Leute auch von was leben müssen, bestes Beispiel Spannbauer.

Herr Spannbauer baut oft geschickt in seine Artikel Hinweise auf Dinge ein die man in seinem Shop zu teilweise überhöten Preisen kaufen kann.

Wenn Herr Lennartz aufmerksam das Internet nach Survival durchsucht hat, ist er evtl. ganz von alleine darauf gekommen das man da auch bestimmt was verdienen kann.

Für mich hört sich der Kurs sehr interessant an, kann ihn mir aber bestimmt nicht leisten.

Gruß

DosenBurger

epwin
05.01.2010, 12:04
Ich will Herren Lennartz nicht zu nahe treten, aber könnte es sein das er einfach auf einen fahrenden Zug aufspringt um sein Geld damit zu verdienen.


Gruß

DosenBurger

Hallo,

ich möchte nichts unterstellen, aber der Zug könnte

"The Colony"

heissen.

Discovery Channel:
http://dsc.discovery.com/tv/colony/colony.html

42 Video-Folgen "The Colony"
http://www.youtube.com/watch?v=4iuReZoJTAI&feature=PlayList&p=55A8604E9C7AB4CF&index=1

Meines Wissens nach ist es der erste Kurs dieser Art.
Der Veranstalter hat eine Marktlücke entdeckt.

Bin gespannt ob bzw. wann wir nähers erfahren.
Der Preis, die Termine und weitere Einzelheiten?

Ich finde es interessant wenn sich jemand mit dem Thema auseinandersetzt.

StefanS
05.01.2010, 12:05
Mit Sicherheit ist Tony gut in Punkto Marktanalyse. Mich verwundert nur die Zeitnähe... Wie gesagt, da kommt ein Rücklauf!

User-ID-2
05.01.2010, 12:08
Ich finde es interessant wenn sich jemand mit dem Thema auseinandersetzt.


Ich auch und warum nicht also diesbezüglich ein neuer Thread eröffnen? :lächeln: :rolleys:

Eterus
20.01.2010, 09:51
Statement von Anton ( Toni) Lennartz, welches ich via Mail erhalten habe. Er hat mich gebeten dies hier zu veröffentlichen.




Betreff: Spekulationen im Forum

vorhin habe ich in Ihrem Forum etliche Beiträge bezügl. meiner Krisenseminare entdeckt. Man fragt sich gegenseitig wie ich wohl dazu komme, da ich doch Wilderness - Survival "indoktriniere". Hier mein Klärungsbeitrag: Wilderness - Survival betrachte ich seit rd. 3 Jahrzehnten als nette Nebensache von der man mir nachsagt, dass ich es kann. Krisensurvival hat mir etwas mit "Herzblut" zu tun, schliesslich war ich Schutzmann u. Feldjäger und werde auch immer derartig "ticken". Zweifler mögen sich, zur eigenen Erbauung und besserem Verständnis, mein Buch "Gefährliches Reisen" als Pdf von meiner HP runterladen. Das hat keinen direkten Bezug zum Thema Krisensurvival aber es zeigt, dass ich ausser dem Bush auch noch andere Interessen habe und denen gerne mit Blut, Schweiß und manchmal Tränen nachgehe. Bitte übermitteln Sie mein Statement Ihren netten Usern.
Beste Grüße aus Ost - Belgistan,

Anton (Tony) Lennartz

User-ID-78
20.01.2010, 09:58
Sehr interressantes Statement, jetzt brennt es mir aber unter den Nägeln zu erfahren wie Herr Lennartz die momentane Situation einschätzt.

Eterus
20.01.2010, 10:00
Ich werde ihn per Mail informieren dass ich seiner Bitte nachgekommen bin und ihn einladen sich bei uns anzumelden.:lächeln:
Wenn er das tut kann er es ja gleich selber beantworten.

User-ID-78
20.01.2010, 10:10
...das wäre natürlich von Vorteil.

Eterus
20.01.2010, 10:24
So, Mail ist raus.

Es wäre natürlich schön wenn er sich bei uns registrieren würde, dann hätten wir Info aus erster Hand.

Ich bin gespannt auf seine Antwort. :lächeln:

LG Alain

StefanS
20.01.2010, 10:55
:Gut: Tony wäre eine weitere Bereicherung in diesem Kreis!

Techniker
20.01.2010, 11:11
ich lese und staune

ist es jetzt soo schlimm damit Geld zu verdienen??:peinlich:

wer etwas lernen will muss sich aufmachen selbst infos zu holen und nachmachen...

wenn jemand abkürzen will und jemand soll einen etwas zeigen denn ist es IO wenn der Dozent Geld erhält:staun:

User-ID-78
20.01.2010, 13:42
ich lese und staune

ist es jetzt soo schlimm damit Geld zu verdienen??:peinlich:....

Natürlich nicht, die Frage war ja nur warum gerade jetzt so ein Kurs angeboten wird. Du weißt doch das wir hier im Forum das Gras wachsen hören.

Tony
21.01.2010, 00:51
Die statistische Wahrscheinlichkeit, in eine Anwendungssituation für meinen Seminarinhalt zu geraten, ist für die meisten Mitbürger deutlich höher als das Szenario, im freien Gelände eine mehrtägige Notsituation überstehen zu müssen.
Vorbereitungen oder auch nur eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Vorsorge und Bewältigung paßten bislang nicht die gesellschaftliche Wunschlandschaft, man lief auch sofort Gefahr mit irgendwelchen "Ami-Freaks" verglichen zu werden, die sich gegen Krieg und Katastrophen zu wappnen versuchen und dabei Unverständnis und Belustigung auf sich ziehen.
Das Ausklammern derartiger Eventualfälle ist keineswegs rational. Es existieren nicht nur Szenarien die im Verdacht politischer Einfärbung stehen, wie beispielsweise die Darstellungen von Ulfkotte. Auch Studien großer, seriöser Institute beschäftigen sich mit dem Bewältigen von "Katastrophen" in unserer immer komplizierter und anfälliger organisierten Gesellschaft - mit besorgniserregenden Resultaten.
Selbst ganz normale Naturereignisse mit zeitlich und örtlich begrenzter Auswirkung, haben das "System" in den letzten Jahren an den Rand seiner Leistungsfähigkeit gebracht, schon unverhoffte 20 cm Neuschnee werden als "Schneekatastrophe" bewertet und führen zuweilen zum Ausfall des gesamten Nahverkehrs, das Durchtrennen einer einzigen Haupt-Starkstromleitung durch einen unglücklich manövrierten Dampfer auf der Ems hat weiträumige und mehrtägige Stromausfälle ausgelöst. Schon ein einziger Großunfall mit einigen Dutzend Verletzten bringt die medizinische Intensivversorgung fast an die Leistungsgrenzen, wie z.B. das letzte große Zugunglück gezeigt hat.
Die existierenden Katastrophenpläne sehe ich mit großem Mißtrauen: Schon die angesprochenen Ereignisse mit Charakter eines sehr begrenzten Einzelfalls, waren teilweise nur schwer zu bewältigen.
Welche offizielle Stelle ist mit Plänen, Logistik und Infrastruktur darauf vorbereitet, eine panische Massenflucht aus einem ganzen Landesteil nach chemischer oder atomarer Kontamination auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen? Wenn schon heute ganze Viertel von Berlin und Straßenzüge von Hamburg, für Ordnungskräfte fast uneinnehmbares Feindesland sind - wie soll dort im Falle längerer sozialer Unruhen noch ein Mindestmaß an öffentlicher Sicherheit und Ordnung garantiert werden?
In den Ballungsräumen läuft doch schon im "Normalbetrieb" die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zuweilen auf Reserve. viele Mitbürger wären bei mehrtägigem Stromausfall von jeglicher Informationsmöglichkeit, außer ihrem Autoradio, abgeschnitten. Mobil - und Festnetztelefone werden nicht mehr funktionieren, Fernseher auch nicht, batteriebetriebene Radios sind die Ausnahme, die aber regelmäßiges Nachladen erfordern. In vielen Haushalten sind im Mikrowellenzeitalter nur wenige oder keine haltbaren Grundnahrungsmittel mehr vorhanden, Trinkwasservorräte ebenfalls nicht. Ich kenne etliche Familien mit Kindern, die ohne Strom selbst bei vorhandenen Nahrungsmitteln, nichts Warmes zuwege bringen würden.
Schon heute erfolgen in Problemvierteln Angriffe auf Rettungskräfte und Feuerwehr, werden die bei Unruhen ausrücken, löschen und retten? Schon heute werden bei gewalttätigen Demonstrationen auch Geschäfte geplündert und Anwohnerfahrzeuge zerstört. Welchen Schutz haben die Bewohner solcher Gebiete im Falle längerer Unruhen, selbst wenn diese örtlich begrenzt sind?
Es geht hier nicht um Panikmache, sondern um eine inhaltliche, praktische Auseinandersetzung mit einem durchaus möglichen Geschehensverlauf - zu dem mit diversen Ansätzen seriös geforscht und geplant wird.

Tony
21.01.2010, 01:20
Da wäre noch die Frage von Clearfix "warum gerade jetzt" zu klären.
Mit dem Thema Krise setzte ich mich seit einigen Jahren auseinander und wollte auch die wichtigsten Themen zur Bewältigung bereits seit etwa 2 Jahren als Lehrstoff konzipieren. Dabei befürchtete ich aber den Gegenwind von Seiten unserer Gute-Laune-Gesellschaft. Letztlich bewogen mich einige revidierte Erkenntnisse, Analysen und viele Gespräche, sowie die Zusagen zweier, sehr qualifizierter Fachreferenten zu dem Entschluß meinen Lehrstoff anzubieten.

Harzenmoser
21.01.2010, 01:23
Hallo Tony,
das was du schreibst deckt sich auch mit meinen, bzw. eher mit den Erfahrungen meiner Ex. Meine Ex-Freundin ist Polizistin und war in der Zeit als wir zusammen waren in München Neuperlach, Hasenbergl usw. eingesetzt. Es gibt schon heute Tage an denen ist die Lage dort kaum beherrschbar und sie hatte bei vielen Einsätzen dort das Gefühl das es gleich eskalieren könnte. Wenn man sich jetzt vorstellt das die Lage dort noch brisanter wird, z.B. als Folge der Wirtschaftskrise, einer weiteren Verarmung der Bevölkerung und/oder ethnischen Konflikten, dann sind solche Gebiete, wovon es ja noch viel mehr hier im Land gibt, die reinsten Pulverfässer.

StefanS
21.01.2010, 07:38
Ich zitiere mal § 1 Absatz 2 Satz 2 ZKSG (Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes):

"Behördliche Maßnahmen UNTERSTÜTZEN die Selbsthilfe der Bevölkerung."

Unsere Vorbereitungen sind gewollt und gewünscht! In unserem Selbstbedienungsstaat werden das allerdings fast alle Bürger nicht oder anders sehen. Wir sind hier an vorderster Front unterwegs.

Der Volltext ist hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/zsg/gesamt.pdf

Da steht auch Einiges drin über Verpflichtung zur Dienstleistung und so weiter - die Novellierung von letztem Jahr war geringfügig und bei Weitem nicht so erschöpfend, wie das ursprünglich bedacht war, aber immerhin...

User-ID-118
21.01.2010, 15:11
Hallo Tony, deinem ausführlichem Kommentar und besonders diesem Satz

Es geht hier nicht um Panikmache, sondern um eine inhaltliche, praktische Auseinandersetzung mit einem durchaus möglichen Geschehensverlauf - zu dem mit diversen Ansätzen seriös geforscht und geplant wird. ist einfach nichts mehr hinzuzufügen! :Gut:

Gruß
Nachtfalke

ID 358
21.01.2010, 15:53
... Vorbereitungen oder auch nur eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Vorsorge und Bewältigung paßten bislang nicht die gesellschaftliche Wunschlandschaft, man lief auch sofort Gefahr mit irgendwelchen "Ami-Freaks" verglichen zu werden, die sich gegen Krieg und Katastrophen zu wappnen versuchen und dabei Unverständnis und Belustigung auf sich ziehen...

Das seh ich auch so. Ich kann die wenigsten Leute in meinem engeren Kreis nach vorsichtigem Vortasten bei dem Thema nur von den einfachsten Sachverhalten überzeugen.
Von außergewöhnlichen aber hoffentlich doch nicht eintretenden Gefahren ganz zu schweigen.

Alle wünschen sich die heile Welt, die jedes Jahr linear noch ein bisschen schöner und besser wird. Der jahrzehntelange Wohlstand auf Kredit wird sich bitter rächen.

Wir, die wir uns auf verschiedene denkbare Schwierigkeiten vorbereiten, werden neben den praktischen Fähigkeiten auch sehr viel Psychologie und gute Nerven brauchen, um dann mit den mental komplett aufgelösten Leuten klarzukommen oder bei Aussichtslosigkeit einen starken psychischen Selbstschutz aufzubauen, damit man hoffnungslose Fälle links liegenlassen kann, ohne sich durch schlechtes Gewissen zu belasten.

Tony
05.05.2010, 22:24
Wir, die wir uns auf verschiedene denkbare Schwierigkeiten vorbereiten, werden neben den praktischen Fähigkeiten auch sehr viel Psychologie und gute Nerven brauchen, um dann mit den mental komplett aufgelösten Leuten klarzukommen oder bei Aussichtslosigkeit einen starken psychischen Selbstschutz aufzubauen, damit man hoffnungslose Fälle links liegenlassen kann, ohne sich durch schlechtes Gewissen zu belasten.

Diese von Dir genannten "hoffnungslosen Fälle" werden sich an Dir festmachen, so lange Du nur eine Krume Brot oder einen Schluck Wasser mehr hast als sie. "Links liegen lassen" wird nicht genügen...........

Elf
05.05.2010, 22:32
Hi Toni,
darf ich Dich fragen wie Du die Überlebenschancen in der Eifel/Ardennen im Vergleich zu anderen Regionen in Mitteleuropa einschätzt? Insbesondere wenn man die geringe Zahl an Bauernhöfen und bspw. auch die fehlenden natürlichen Salzvorkommen betrachtet.
Ich war ursprünglich mal ganz heiss auf die Gegend, aber nachdem ich mich mehrere Monate mit dem 30jährigen Krieg befasst habe, bin ich doch am zweifeln, ob ein kleiner städtischer Komplex nicht sicherer ist.
Liebe Grüsse, Elf

Tony
05.05.2010, 22:52
Guten Abend Elf,
ich tendiere sehr stark zur Eifel/Ardennenregion aber meine spezifische Sichtweise ist nicht Jedermanns Sache. Der Wildreichtum ist dort enorm und das Oberflächenwasser ist trinkbar. Dazu ist das Gebiet relativ schwach besiedelt, d.h. es sind weniger Störungen zu erwarten. Fehlende Salzvorkommen können sicher bei ausbleibender Logistik ein Problem darstellen. In alten Zeiten haben die Menschen in solchen salzarmen Gegenden mehr Blut konsumiert und damit ihr Salzbedürfnis in etwa befriedigt. Im Krisenfall möchte ich nicht in urbanisiertem Gebiet sein. Sobald erkennbar wird, dass man über gewisse Ressourcen verfügt, ist man nur noch mit der Verteidigung seiner Pfründe beschäftigt.


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