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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bodenverseuchung - Schutz und Sanierung



ID 358
24.03.2010, 08:19
Was würdet Ihr tun zum Schutz vor Verseuchung Eurer Anbauflächen, wenn durch menschlich-chemische oder natürlich-vulkanbedingte Ereignisse das Erdreich großer Teile des Landes und höchstwahrscheinlich auch Eures verseucht wurde?

Vorschläge zur wenigstens teilweisen Absicherung?

Vorschläge zur Sanierung?

(Bitte überflüssige Wortmeldungen verkneifen, die als Aussage die alte Leier bringen,
daß man da "eh nichts machen kann")

User-ID-112
24.03.2010, 09:22
... tun zum Schutz vor Verseuchung Eurer Anbauflächen, wenn durch ... natürlich-vulkanbedingte Ereignisse das Erdreich großer Teile des Landes und höchstwahrscheinlich auch Eures verseucht wurde?
gelten nicht Vulkanböden als besonders fruchtbar?

tux_on_tour
24.03.2010, 09:49
gelten nicht Vulkanböden als besonders fruchtbar?

Bei der Asche gebe ich logicalman recht. Wenn dadurch aber Schwefelige Säure vom Himmel fällt ist das in erster Linie für das negativ was schon Darauf wächst ... also Jahres ernte eventuell hin.

Chemisch wird auch nicht so viel passieren ... wird halt nur ekelig wenn es Schwermetalle im Boden hat dann vergiftet man sich langsam selbst.

Atomar ... Mindestens einen halben Meter die Erde abtragen und Sicher für die Nächsten 10 000 Jahre aufbewahren.

Ich sehe als größte Bedrohung Hochwasser an großen Flüssen da durch diese oben genannte Schwermetalle und Kraftstoffe auf das Feld gespült werden können. Auch hier hilft nur abtragen des betroffenen Erdreich.

Wie kann man sich schützen ?

Nun ja das einzige was halbwegs sicher ist währe ein Treibhaus ... das gilt aber nur als Leichter Schutz gegen Atomaren und Chemischen Niederschlag.

Vulkanasche würde dir wahrscheinlich das Dach eindrücken und dann käme der ganze Mist dennoch rein.

Hochwasser reist dir alles weg ... einfachste Lösung nicht in Hochwasser gefärdeten gebieten versuchen was anzubauen

Da man meist nicht das kleingeld hat sich ein Treibhaus auf der Fläche eines Fußballfeldes aufzubaun ... Hilft warscheinlich nur hinnehmen und im zweifel die erde abtragen.

MfG

Sven

Techniker
24.03.2010, 16:45
kann ich mir jetzt nicht verkneifen

1/2 Meter Erde abtragen

hmm

jut mit Radlader kein Prblem

aber was findet sich dort? Muttererde?? ich glaube nicht


Bei Schwermetalle (enschl Atommarer konterm.) soll wohl Salat helfen
Diese Pflanze zieht viele giftige Stoffe aus den Boden......................

tux_on_tour
24.03.2010, 18:25
Jo nur ging es wohl darum das er das Feld möglichst schnell wieder bebauen kann ... und X Jahre leuchtenden Salat zu essen ist nicht zu empfehlen.

Auch der Schutz vor so was ist nicht einfach mal so zu machen. Man kann es versuchen indem man es mit einer Plane abdeckt ... nur nach wenigen Tagen ist darunter auch erst mal alles Tod, zudem besteht dann auch noch kein echter Schutz.

Es hat schon seinen Grund warum man nach einem A, B, C Unfall das Erdreich fein säuberlich in Beton eingießt.

Aber es liegt auch immer daran was für ein Mist da aufs Feld regnet.

Ich denke einfach "Für jede Art an vorsorge die man trifft beschenkt einen die Realität mit etwas wogegen man sich nicht wehren kann oder nicht worauf man nicht vorbereitet ist."

User-ID-112
24.03.2010, 18:35
Wenn [Vulkanasche] vom Himmel fällt ist das in erster Linie für das negativ was schon Darauf wächst ... also Jahres ernte eventuell hin. &
... Man kann es versuchen indem man es mit einer Plane abdeckt ... nur nach wenigen Tagen ist darunter auch erst mal alles Tod, ...
ich dachte hier geht es um Schutz vor und Sanierung von Bodenverseuchung?!

also darum, dass ich nächstes Jahr wieder anbauen kann ...

... und NICHT um die Rettung der aktuellen Ernte!?!?

Dosenburgerin
24.03.2010, 20:07
kann ich mir jetzt nicht verkneifen

1/2 Meter Erde abtragen

hmm

jut mit Radlader kein Prblem

aber was findet sich dort? Muttererde?? ich glaube nicht


Na ohne Muttererde pflanz ich glaube ich nicht so viel an.
Ich könnte aus meiner Gartenerde dann eher nur noch Ton gewinnen, so lehmig wie der Boden teilweise ist.:grosses Lachen:
Hinzu kommt das unser Haus zwischen 1945-1950 erbaut wurde und damls gerne der restliche Bauschutt vergraben wurde. :nono:

Bei einem Vulkanausbruch kommt es ja auch noch auf die Dauer des Ausbruchs und der Niederschlag der Asche an.
In der Zeit brauche ich erst gar nicht versuchen den Garten zu retten, wird dann wohl wie ein Kampf gegen Windmühlen sein:Sagenichtsmehr:

badener
24.03.2010, 20:07
Hallo,

Gut,bleiben wir dabei ,also
Schutz vor : Wenn eine A-Bombe gezündet wird oder ein chemischer Angriff stattfindet ,möchte ich den sehen der mit seiner billig Plane rausrennt und sein Hügelbeet abdeckt.
Größere " Acker "flächen ? Vergiss es !
Sanierung nach : Will er ja nicht hören ! Gibt keine Möglichkeit für uns Privatfuzzis.
Also ist die Fragestellung bzw.Aufgabenstellung von Luftikus so nicht zu lösen.

LG badener

... und Vulkanausbruch .....wo soll der stattfinden ? Vulkanasche ist erstmal paar Jahre lang giftiges Zeugs,da wächst erst in ca 20 Jahren was drauf.

User-ID-112
24.03.2010, 20:38
... und Vulkanausbruch .....wo soll der stattfinden ?
vielleicht in der Eifel?
(wie zuletzt vor 13.000 Jahren)

je nach Stärke des Ausbruchs würde ich aber eher meinen (derzeit noch nicht existierenden) Schrebergarten aufgeben und für ein paar Jahre in eine nicht-eingeaschte Gegend umsiedeln ...

Frei's Petrollampen
24.03.2010, 22:17
Hallo Luftikus

Auch wenn Du uns gewisse Einwände schon von Anfang an verbietest ........

Es gibt Dinge bzw. Stoffe da kann man als normaler Heimgärtner nichts gescheites machen.

Erde abtragen ......., auch wenn man das mit Handarbeit in Wochenlanger Arbeit erledigen kann!

Aber was kommt darunter ......, einige haben das ja schon gesagt! Auf jeden Fall nichts gescheites.

Entweder Lehm oder sonst was .......... aber nichts gescheites für einen Garten.

Was schwebt Dir denn vor?

Viele Grüsse, Ernst

tux_on_tour
24.03.2010, 22:21
Schutz vor : Wenn eine A-Bombe gezündet wird oder ein chemischer Angriff stattfindet ,möchte ich den sehen der mit seiner billig Plane rausrennt und sein Hügelbeet abdeckt.
Größere " Acker "flächen ? Vergiss es !
Sanierung nach : Will er ja nicht hören ! Gibt keine Möglichkeit für uns Privatfuzzis.
Also ist die Fragestellung bzw.Aufgabenstellung von Luftikus so nicht zu lösen.


Wenn im Umkreis von 1km eine 100kg Flasche Ammoniak um fällt geht auch schon keiner mehr vor die Türe :grosses Lachen:

Ich Schlage es ja auch nicht ernst vor aber wer meint er schafft das bei einem A Niederschlag ... ich denke er Spart dann zumindest an Taschenlampen Batterien (Ich weiß das man nicht dadurch Leuchtet ... man zersetz sich innerlich und spuckt dann Magen und Lunge irgendwann aus)

Ich würde je nach Bedrohung es gar nicht erst versuchen.

Fasse ich mal mein Chaos zusammen:

Begrenzter Schutz vor A B C wäre ein Treibhaus aber es sickert dennoch ungesundes durch.

Schutz vor Hochwasser ... Falsche stelle für den Garten gesucht ... such einen besseren Platz.

Schutz vor einem Vulkan Auch ein Treibhaus ... !!! Aber !!! Die Asche kann in Verbindung mit Regen auch das Dach eindrücken ... Saures wasser kann durch den Boden einsickern.
---Der Laacher See Hat einen VEI von 6 Yellowstone hat einen VEI von 8---
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanexplosivit%C3%A4tsindex#St.C3.A4rke_8

Viel Spaß beim freilegen des garten:



Dabei wurden riesige Mengen vulkanische Asche (http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanische_Asche) und Bims (http://de.wikipedia.org/wiki/Bims) ausgeschleudert, welche die Gegend bis ins Rheintal (http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelrhein) bis zu sieben Meter dick bedeckte. Das Auswurfmaterial verstopfte die Talenge des Rheins an der Andernacher Pforte (http://de.wikipedia.org/wiki/Andernacher_Pforte), der dadurch aufgestaute See erstreckte sich über das Neuwieder Becken (http://de.wikipedia.org/wiki/Neuwieder_Becken) bis in die Gegend der Moselmündung. Die feineren Ablagerungen der Explosion sind noch bis nach Schweden in quartären (http://de.wikipedia.org/wiki/Quart%C3%A4r_%28Geologie%29) Sedimenten als schmaler Bimshorizont (bekannt als Laacher See Tephra, LST) zu finden, der Geowissenschaftlern (http://de.wikipedia.org/wiki/Geowissenschaften) und Archäologen (http://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologie) zur Datierung dient.


Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Laacher_See#Geologie_und_vulkanische_Aktivit.C3.A4ten

MfG

Sven

Stickstoff
25.03.2010, 06:22
Mal eine Frage zur ganzen Atombombensanierung.

Bringt es mir wirklich was, wenn ich beispielsweise meine 100m² Garten wieder flott mache in wochenlanger Arbeit, aber im Umkreis von 5km ist immernoch alles verseucht? Ich setze mich doch so auch allem anderem Kontaminierten aus.

Andere Frage: Will ich überhaupt in einer Gegend überleben, die verseucht ist?
Entweder besser im Haus Schutz suchen, oder wenn ich wochenlang die Erde abtragen müsste und mich draußen sowieso der Strahlung aussetze, könnte ich gegebenenfalls auch meine Sachen packen und woanders hinflüchten.

Grüße

ID 358
25.03.2010, 11:30
Danke für Eure Ideen.
Abdecken mit Plane halte ich für gar nicht so schlecht und durchaus machbar, wenn man informiert ist, daß es ein hohes Risiko für kommende Verseuchung in nächster Zeit gibt, oder irgendein Fallout beginnt.
Dazu sollte man vorbereitet sein:
1. ausreichend Planenmaterial im Bereich lagern, wo es angewendet werden soll
2. einen zu schützenden Bereich anlegen, der über dem umliegenden Bodenniveau liegt oder eventuell im Laufe der Zeit als Hügel aufgeschüttet wird. Vielleicht überhaupt den Anbau auf erhöhte Flächen verlagern
3. Ein Glashaus bauen oder ein zerlegtes in Reserve halten
4. Bestehendes Glashaus mit Verstärkungen gegen Zusammenbrechen sichern
5. Saatgut lagern, um nicht kontaminiertes Erdreich mit gesunden Humuserzeugern beleben zu können. Auch Wildpflanzen sind dazu geeignet.
6. Wenn geländebedingt möglich Drainagekanäle anlegen, in denen der Regen den giftigen Dreck an den Rand des Grundstücks spülen kann, wo er entsorgt werden kann

Ist schon klar, daß damit nicht ganze Felder gerettet werden können, aber wenn ich wenigstens meinen Komposthaufen und einen Erdhügel mit etlichen Kubikmetern schützen kann, dann ist es den Aufwand wert.
Nach Abklingen des Verseuchungsereignisses hat man somit wenigstens einen Teil gesunde Erde retten können für den weiteren Anbau im Glashaus und auf sanierten Kleinflächen im Freien. So nach und nach kann mit der Biomasse der gesunden reinen Fläche angrenzender unreiner Boden (nachdem die obere kaputte Schicht abgetragen wurde) wieder aufgebaut werden.

Ich glaube, so in der Richtung werde ich es machen.
Wenn ich nach einer chemischen Umweltschädigung wenigstens etwas gesundes Gemüse und Kräutermaterial habe, werden meine Überlebens-Chancen weit über denen liegen, welche gezwungen sein werden mehr oder weniger vergiftete Agrarprodukte essen zu müssen.

Dosenburgerin
27.03.2010, 08:18
Mal einen weiteren Faktor einwerfen:

Auch wenn wir der Meinung sind das die direkte Gefahr vorbei ist,
was ist mit den Niederschlägen die noch kommen?
Wieviel Atomarer Müll kommt evt. von einem Gebiet durch Regen zu uns.

Dann kannst du deinen Garten und die Erde wieder knicken. Denn sollte man im Garten den Boden schon abgetragen haben, war alles für die Katz.

Wie oft wollt ihr die Erde abtragen, erst Recht wenn nach dem 1. Abtragen schon kein vernünftiger Mutterboden existiert.

Irgendwo muss man als "Normalsterblicher" auch mal seine Grenze ziehen und einsehen, dass man in so einem Fall das kürzere Streichholz zieht.

Edit:
Achja und zu der Idee mit der Plane, wie will man verhindern das Regenwasser unter die Plane kommt?

badener
27.03.2010, 08:42
Irgendwo muss man als "Normalsterblicher" auch mal seine Grenze ziehen und einsehen, dass man in so einem Fall das kürzere Streichholz zieht.

?


Genau :Gut:

ID 358
27.03.2010, 10:22
Auch wenn wir der Meinung sind das die direkte Gefahr vorbei ist, was ist mit den Niederschlägen die noch kommen?
Wieviel Atomarer Müll kommt evt. von einem Gebiet durch Regen zu uns.


Edit: zu der Idee mit der Plane, wie will man verhindern, daß Regenwasser unter die Plane kommt?

Man kann die Planen überlappend wie Dachziegel legen und mit Steinen beschweren und das ganze auf erhöhtem Gelände einrichten wie oben erwähnt. Da kommt kein Regen rein.

Ich halte solche Maßnahmen bei chemischen Ereignissen für wirkungsvoll, wenn rechtzeitig die Abdeckung gemacht wurde. Bei radioaktiven Verseuchungen schützt es vermutlich weniger aber wird immer noch besser als nichts sein.

Wenn jemand sein gerettetes Erdreich schon nach einer Woche auf offenes Feld verteilt, dann ist er einfach nur dumm. Der Kluge wird eher seinen Wintergarten am Haus in ein Gewächshaus umwandeln oder ein Glashaus bauen und dort die kostbare Erde verwenden.
Es hängt einfach von der Fähigkeit des Einzelnen ab, wie er die weitere Lage einschätzen kann, ob noch was nachkommt oder die Sache durchgestanden ist.

Du wirst ja genauso trotzdem einen Lebensmittelvorrat anlegen, obwohl Dir bewusst ist, daß eine unwiderstehlich ausgerüstete Truppe von Nicht-Gutmenschen Dir eventuell den Vorrat abnehmen könnte. Vielleicht triffst Du Vorbereitungen, daß dies nicht so leicht geht, aber eine Garantie gibt es für nichts.
So ähnlich musst Du das mit Maßnahmen sehen, wie man sich gegen chemische Angriffe zu schützen versucht und Vorbereitungen trifft, damit man dazu überhaupt in der Lage ist.

Dosenburgerin
27.03.2010, 10:46
Wenn jemand sein gerettetes Erdreich schon nach einer Woche auf offenes Feld verteilt, dann ist er einfach nur dumm. Der Kluge wird eher seinen Wintergarten am Haus in ein Gewächshaus umwandeln oder ein Glashaus bauen und dort die kostbare Erde verwenden.


Wenn das nötige Kleingeld da ist sicherlich.
Bei uns ist aber schon fraglich ob meine Nachbarn einem Wintergarten überhaupt zustimmen würden.
Bei der zu meiner Rechten eher nicht, da die es lieben mir ans Bein pinkeln zu können.

Du siehst so einfach ist das nicht.....



Du wirst ja genauso trotzdem einen Lebensmittelvorrat anlegen, obwohl Dir bewusst ist, daß eine unwiderstehlich ausgerüstete Truppe von Nicht-Gutmenschen Dir eventuell den Vorrat abnehmen könnte. Vielleicht triffst Du Vorbereitungen, daß dies nicht so leicht geht, aber eine Garantie gibt es für nichts.


Also das eine kannst du mit dem hier nicht auf einer Linie setzen.
Gegen Menschen kann man sich verteidigen, gegen atomar verpestet Luft und Boden nicht!

Hinzu kommt das ich als Kind Tschernobyl und seine Auswirkungen auf deutsche Schrebergärten mitbekommen hatte.
Wir konnten nicht nur in dem Jahr wo es passiert ist, sondern auch im Jahr darauf alles aus unserem Garten sicherheitshalber wegschmeissen.

Abtragen und frischen Mutterboden zu verteilen, hat da nichts gebracht, dank dem Sauren Regen wäre dieser sofort wieder verseucht gewesen:weinen:

Und auch der Rat mit den Planen wäre nicht umsetzbar gewesen.
Dafür war es zuviel Grund:Schlecht:

Zumal wo ein Gefälle ist, fliesst erst Recht Wasser hin
und auch wenn sich Wasser den Weg des geringsten Wiederstandes sucht, läuft es unter die Plane, da es sich auch durch den Boden verteilt. Es sickert ja nicht nur nach unten, sonder auch seitlich weg ins Erdreich.

Du siehst hier sind so viele Faktoren zu berücksichtigen und wenn ich sowas machen wollen würde, dann entweder ganz oder gar nicht.
Aber das ist hier nur meine Meinung:devil:

Grummel
27.03.2010, 12:06
Hmm .. mir fällt dazu dreierlei ein.

1. Mutterboden kann man nicht allzu lange "lagern", da der lebt geht er recht fix zugrunde wenn man ihn aus seinem Biologischen System entfernt.

2. Wenn man Gewächshäuser baut und den Regen abfängt (für wie lange? Wochen, Jahre?) kann es passieren das man eine unverseuchte aber unfruchtbare Wüste gezogen hat.... Leben ohne Wasser funkt nicht, die fruchtbaren Eigenschaften sind auch hin.

Ein geschlossenes System könnte gehen (Biosphäre), braucht aber sicher einiges an Material, Energie, Wissen/Erfahrung/Forschung ... ich denke nicht das man das als Privatmann ohne weiteres realisieren kann.

3. Wenn man wirklich ein geschlossenes relativ autarkes System schaffen will sollte man sich erst mal (meiner Meinung nach) auf "relativ" simple, rudimentäre Systeme konzentrieren. Als da währen Algen, Pilze (Hefen) oder andere Einzeller.
Also im wesentlichen gezielte Biosynthese von KH´s, Aminosäuren und Fette.
(Bio ist immer noch sehr viel effektiver als eine rein Chemische Synthese)

User-ID-112
27.03.2010, 12:49
... . Der Kluge wird eher seinen Wintergarten am Haus in ein Gewächshaus umwandeln oder ein Glashaus bauen und dort die kostbare Erde verwenden.Wenn das nötige Kleingeld da ist sicherlich.
....
tja, und wenn das nötige Kleingeld da ist ...

... dann kauft man sich doch besser gleich an nem anderen (nicht verseuchten) Ort 2 oder 3 Hektar fruchtbaren Grund :grosses Lachen:

oder wieso sollte man - wenn man die Mittel hat - in einer so verseuchten Gegend jahrelang ausharren??? :banghead:

User-ID-506
27.03.2010, 15:07
Desswegen hab Ich vor langer Zeit schon angefangen mich im Ausland einzukaufen.
(Da mit Thai verheiratet ist natürlich Thailand das Naheliegende.)

Wir sind jetzt bei 3 Hektar Farmland angekommen,mit 40m Brunnen und Großem Fischteich.Vor 2 Jahren hab´Ich meine ersten "Eigenen Bananen" geerntet:grosses Lachen:.

Sowas wie zb.Paraguay würde mir auch zusagen,aber da hab´Ich dann keinen Fuß in der Tür.Es gibt da nicht nur ein finanzielles+Grundbuch Kaufproblem.

Glaubt Ihr wenn`s hier funzt und massig Leute sind unterwegs,daß dann die Grenzen für einen Touri einfach auf stehen?

:winke:Stalkerunit

User-ID-362
27.03.2010, 19:51
Desswegen hab Ich vor langer Zeit schon angefangen mich im Ausland einzukaufen.
(Da mit Thai verheiratet ist natürlich Thailand das Naheliegende.)




Freut mich das das bei Dir so gut geklappt hat.

Ein Bekannter von mir hat auch mal nen "Fernkauf" in Thailand gemacht. War etwas im vierstelligen qm - Bereich.

Eines Tages flog er mal rüber um sich sein Land anzusehen. War 10m breit an der breitesten Stelle und elend lang. Er hat sich also ne Monsterkegelbahn andrehen lassen.
Und war ganz schön sauer als er wiederkam...:peinlich:

User-ID-118
29.03.2010, 05:36
Eines Tages flog er mal rüber um sich sein Land anzusehen. War 10m breit an der breitesten Stelle und elend lang. Er hat sich also ne Monsterkegelbahn andrehen lassen.
Und war ganz schön sauer als er wiederkam.....jeden Tag steht ein Dummer auf!:Sagenichtsmehr:

Gruß
Nachtfalke

ID 358
29.03.2010, 09:09
.... fraglich ob meine Nachbarn einem Wintergarten überhaupt zustimmen würden.
. . .
Gegen Menschen kann man sich verteidigen, gegen atomar verpestet Luft und Boden nicht!
. . .
Zumal wo ein Gefälle ist, fliesst erst Recht Wasser hin
und auch wenn sich Wasser den Weg des geringsten Wiederstandes sucht, läuft es unter die Plane, da es sich auch durch den Boden verteilt. Es sickert ja nicht nur nach unten, sonder auch seitlich weg ins Erdreich.

Wenn Dinge wie eine länderweite chemische Verseuchung eintreten, darfst Du als braver Bundesbürger mal die überzogenen Bauvorschriften vergessen, und der Nachbar, der glaubt, daß ich seine Zustimmung zu irgendwelchen Anbauten benötige, dem zeige ich dann schon wie mein etwas unbürokratischer Antrag aussieht, nämlich ziemlich handgreiflich:devil:
. . .
Ich habe übrigens Thema auf CHEMISCHE Verseuchung angelegt, daher unterlasst doch die ständigen Argumente mit atomarer Verseuchung.
Auch die meist utopischen Fluchten und ein Ausweichen in andere Ländereien weit weg sind hier nicht das Thema, sondern das Vorsorgen und Schützen für solche Leute die "Halter" sind und nicht Reissausnehmer.
. . .
Wie soll auf einen Hügel Wasser hinauffliessen?? Zusätzliche Abflusskanäle rundherum wären eine weitere Absicherung. Daß Feuchtigkeit seitlich und nach oben ziehen kann, ist bekannt, aber der meiste Dreck bei Ascheregen oder pulverigen Bestandteilen wird nach unten geschwemmt und bleibt dort liegen.
Auch gering kontaminiertes Erdreich ist schon besser als voll verseuchtes.
Wer seinen unauffälligen Erd-"Speicher" ausgewählt hat und dieser etwas größer ist, sollte sich so Planenmaterial zulegen, wie es Bauern für ihre Mieten verwenden. Die haben durch praktisches Tun schon lange erkannt, daß da kein Regen reinkommt.

Der Einwand von Grummel ist berechtigt:
"Mutterboden kann man nicht allzu lange "lagern", da der lebt geht er recht fix zugrunde wenn man ihn aus seinem Biologischen System entfernt." Zitat Ende.
Das stimmt teilweise, aber viele Bodenorganismen können bei Trockenheit in eine Art Winterschlaf wechseln und beleben sich wieder sobald Feuchtigkeit zurück kommt. Auch Regenwurmeier und andere Keime halten eine gewisse Zeit.
Wenn länger als ein halbes Jahr keine Besserung der Situation eintritt, dann hat man Pech gehabt.
Ich denke, es ist jedoch unrealistisch, daß ein Gebiet länger als einige Wochen chemisch angegriffen wird, bzw. daß sich naturgemachter Dreck in der Atmosphäre in dieser Zeit nicht wesentlich durch Wind und Niederschläge verdünnt und verteilt.

Wenn ich erfolgreich einige Kubikmeter Erde retten kann, ist das kein "Kampf gegen Windmühlen",
Hände in den Schoß legen oder abhauen scheint zu den zeitgemäßen "Tugenden" zu gehören:peinlich:

User-ID-112
29.03.2010, 09:47
Ein Bekannter von mir hat auch mal nen "Fernkauf" in Thailand gemacht. War etwas im vierstelligen qm - Bereich.

Eines Tages flog er mal rüber um sich sein Land anzusehen. ...:peinlich:
einfach unbesehen ein Grundstück zu kaufen ist ja auch :banghead::banghead::banghead:



Ich habe übrigens Thema auf CHEMISCHE Verseuchung angelegt, ...
Auch die meist utopischen Fluchten und ein Ausweichen in andere Ländereien weit weg sind hier nicht das Thema, ...
gerade eine CHEMISCHE Verseuchung ist üblicherweise regional begrenzt

was ist also daran utopisch, sich nach einem Unfall in der Chemiefabrik 10 km weiter oder (in Flußnähe) nach einer Überflutung mit Beifracht aus den Tanks der Raffinerie irgendwo im Oberlauf einfach woanders anzusiedeln???

Dosenburgerin
29.03.2010, 18:55
Ich habe übrigens Thema auf CHEMISCHE Verseuchung angelegt, daher unterlasst doch die ständigen Argumente mit atomarer Verseuchung.
Auch die meist utopischen Fluchten und ein Ausweichen in andere Ländereien weit weg sind hier nicht das Thema, sondern das Vorsorgen und Schützen für solche Leute die "Halter" sind und nicht Reissausnehmer.
. . .
Wie soll auf einen Hügel Wasser hinauffliessen?? Zusätzliche Abflusskanäle rundherum wären eine weitere Absicherung. Daß Feuchtigkeit seitlich und nach oben ziehen kann, ist bekannt, aber der meiste Dreck bei Ascheregen oder pulverigen Bestandteilen wird nach unten geschwemmt und bleibt dort liegen.
Auch gering kontaminiertes Erdreich ist schon besser als voll verseuchtes.
Wer seinen unauffälligen Erd-"Speicher" ausgewählt hat und dieser etwas größer ist, sollte sich so Planenmaterial zulegen, wie es Bauern für ihre Mieten verwenden. Die haben durch praktisches Tun schon lange erkannt, daß da kein Regen reinkommt.


Ok chemisch also.
Was genau, welche Kastastrophe soll vorher passiert sein?
Sprich über welchen chemischen Stoff reden wir hier, oder hab ich die beiden Punkte irgendwo überlesen?
Wenn ja entschuldige ich mich bei dir :gratuliere:

und
Zu den Hügel....
er hat genauso einen höher liegen Teil, wie ein Berg, nur halt nicht als Spitze, sondern wesentlich sanfter. :rolleys:
Wie weit möchtest du die Plane verlegen.
Denn wenn du nicht auch die komplette Fläche mit einer Plane aus einem Stück bedeckst, sondern nur jeden abfälliges Stück für sich, bezweifle ich dass du es dicht genug bekommst. Weil wo Planen überlappen kann Wasser eindringen und Klebeband könte sich durch chemische Einflüsse der Katastrophe auflösen.
Hier kommt wieder die Frage von welcher chemischen Substanz / Katastrophe sprechen wir hier?
Mal weiter überlegt, hast du das komplette Beet mit einer Plane abdecken können, müsste ein unterer Teil unbenutzt bleiben.
Ich meine den Teil, z.b. letzten unteren Meter.

Wenn ich mir unseren Garten so ansehe, ist es ein Ding der Unmöglichkeit, es so hinzubekommen, das man einen Großteil des Gartens nach den Bemühungen wieder gut nutzen kann. :weinen:

ID 358
30.03.2010, 09:40
Sprich über welchen chemischen Stoff reden wir hier, oder hab ich die beiden Punkte irgendwo überlesen?
. . .
Denn wenn du nicht auch die komplette Fläche mit einer Plane aus einem Stück bedeckst, sondern nur jeden abfälliges Stück für sich, bezweifle ich dass du es dicht genug bekommst. Weil wo Planen überlappen kann Wasser eindringen und Klebeband könte sich durch chemische Einflüsse der Katastrophe auflösen.
. . .
Mal weiter überlegt, hast du das komplette Beet mit einer Plane abdecken können, müsste ein unterer Teil unbenutzt bleiben.
Ich meine den Teil, z.b. letzten unteren Meter.

Wenn ich mir unseren Garten so ansehe, ist es ein Ding der Unmöglichkeit, es so hinzubekommen, das man einen Großteil des Gartens nach den Bemühungen wieder gut nutzen kann. :weinen:

Bisher gab es in der Geschichte noch keine größeren chemischen Kampfhandlungen (die größte war wohl das mit Agent-Orange der Amerigauner). Wie sollte ich definierte Chemikalien angeben? Bin ja nicht Chemie-Ali...
Wie weit man sich auf "offizielle" Angaben verlassen wird können, wo nun wirklich verseucht wurde überlasse ich Eurer Gutmütigkeit im Glauben an die Regierung.

Mit einer einzigen Plane könnt Ihr Euren Komposthaufen abdecken.
Für ein als Schutzzone vorbereitetes erhöhtes Grundstück braucht Ihr mehrere, je nachdem wie viele Planen Euch diese Krisenvorsorge wert ist.
Das Lagern von Planen kann Euch auch von Nutzen sein, wenn Euer Dach kaputtgeht und Regenschutz benötigt wird (also ein Doppelnutzen).
Wenn Planen einen halben Meter überlappen, und noch dazu mit etwas Neigung, dann möchte ich sehen, wie da Regenwasser reinkommt.

Es wird nicht möglich sein, ALLES zu schützen.
Daher ist die Vorbereitung mit einer definierten Schutzzone mit ausreichen Gefälle und dazu ausreichendem Planenvorrat (mindestens die Dachfläche...) ein erster Schritt.
Eventuell könnte man sich das Material für ein Folienhaus vorbereiten.
Zeltstangen und transparente Folien, auch Folientunnel genügen.
Ein Glashaus ist ja mehr wegen der Temperatursteuerung notwendig, rein zur Abhaltung von verdrecktem Regen genügt schon durchsichtige Folie (= billiger, leicht und platzsparend)

Dosenburgerin
30.03.2010, 21:29
Ein Glashaus ist ja mehr wegen der Temperatursteuerung notwendig, rein zur Abhaltung von verdrecktem Regen genügt schon durchsichtige Folie (= billiger, leicht und platzsparend)

Da komm ich wieder an dem Punkt, wo die chemische Substanz die in dem Regen enthalten ist zum Tragen kommt.
Wenn ich jetzt von stark säreartigem Regen ausgehe, dann zersetzt oder anders gesagt frisst es mir den Kunststoff auf. Denn aus nicht anderem besteht eine Folie!

Dann doch lieber Glas und hoffen das dies besser hält. Denn wo Glas da Versiegelung.
Nächster Knackpunkt :nono:
Versteh mich nicht falsch, ich will niemanden ans Bein pinkeln, ich versuche es nur realistisch zu sehen.
Denn je nach Chemikalie gibt es unterschiedliche Szenarien.
Dafür jeweils einen eigen Thread zu machen, macht es auf Dauer zu unübersichtlich :rolleys:

ID 358
31.03.2010, 09:04
Wenn ich jetzt von stark säureartigem Regen ausgehe, dann zersetzt oder anders gesagt frisst es mir den Kunststoff auf.
. . .
je nach Chemikalie gibt es unterschiedliche Szenarien.
Dafür jeweils einen eigen Thread zu machen, macht es auf Dauer zu unübersichtlich

Naja, wenn eine solche Säure vom Himmel fällt, daß es Plastikplanen auflöst, dann bist Du im "hotspot".
Klar, wenn mich der Meteorit erschlägt, brauch ich auch keinen Helm mehr :rolleys:

Daß jede Chemikalie anders wirkt ist bekannt, aber es ist auch beim Militär so, daß im Prinzip die Dekontaminations-Maßnahmen immer ziemlich dieselben sind:
Abschirmen, Abdichten und Dreck wegwaschen, das stärkstverschmutze zuerst entsorgen.
Sauberen Bereich einrichten, schmutzigen Bereich definieren.

Man kann schon was tun. :Gut:

KUPFERSALZ
31.03.2010, 18:14
Hallo Ihr,

was auch noch zu beachten ist das man Zeit haben muss vor der Verseuchung durch was auch immer sein Garten, Komposthaufen ... abzudecken. Es wird ja wohl keine Nachricht geben Achtung in 30 min kommt der Böse wer auch immer und verseucht alles. Die ersten radioaktiven Niederschläge 86 kamen ja auch nicht mit Vorankündigung.
Und wenn jetzt auf irgendwelche Kampfmittel von Regierungen angespielt wird, wird es auch keine Vorankündigung geben. Und wenn doch ist man gerade bei Bekannten ein paar Autostunden von Zuhause entfernt.

Gruß KUPFERSALZ

tux_on_tour
31.03.2010, 19:30
Also was mir aufgefallen ist, ist das sobald "Gutmenschen" in einem Fred auftauchen endet er damit das jemand 50-80kg gutes Fleisch unsachgemäß außen an der Wohnungstüre befestigt.

Zudem ist hier wohl alles gesagt.

1. Man versucht zu retten was halt so zu Retten ist.

2. Sollte man sich im klaren sein das ein tun vergeblich sein kann je nach Sachlage.

3. Wurde festgestellt das es nicht unmöglich ist etwas zu retten sonder nur unwahrscheinlich es in der verfügbaren zeit zu schaffen.

MfG

Sven

ID 358
01.04.2010, 08:52
1. Man versucht zu retten was halt so zu Retten ist.

2. Sollte man sich im klaren sein das ein tun vergeblich sein kann je nach Sachlage.

3. Wurde festgestellt das es nicht unmöglich ist etwas zu retten sondern nur unwahrscheinlich es in der verfügbaren zeit zu schaffen.

Ich hab nirgends behauptet, daß es einen absoluten Schutz dagegen gibt.

Es wird allerdings um einiges unwahrscheinlicher, daß jemand gesunde Pflanzerde wird retten können, wenn er weder Abdeck-Planen noch Willen hatte, etwas vorzubereiten.

Im Falle eines militärischen Chemiedesasters ist damit zu rechnen, daß die Information aus offiziellen Quellen eher hinten nach ist.
Bei einer weitreichenden vulkanisch bedingten Schwefelverseuchung hat keine noch so verbrecherische Regierung einen Vorteil davon, diese Tatsache zu unterdrücken.

Je nach Jahreszeit sollten im Falle von beginnender Verseuchung alle verwertbaren Feldfrüchte abgeerntet werden und mit dem Bau von Folientunneln und Gewächshäusern begonnen werden. Ev. könnte man schon am Fensterbrett dafür Gemüse vorziehen.

User-ID-112
01.04.2010, 09:41
Bei einer weitreichenden vulkanisch bedingten Schwefelverseuchung ...
also monatelangem (schwefel)saurem Regen?

ist da nicht die nächste Frage, womit Du den "geretteten" Acker bewässerst???

ID 358
01.04.2010, 12:05
Bewässern lässt sich die erste Zeit wohl nur mit geschütztem Wasser aus Zisternen und Tanks.
Und da auch nur der Bereich im Glashaus, ganze Felder werden nicht geschützt oder mit Zisternenwassser versorgt werden können.
Landwirte werden weiterhin auch das verseuchte Zeugs verkaufen, wenn ein Katastrophenfall solcher Tragweite eintritt, wird es keine bürokratischen Kontrollen mehr geben. Das bisschen an gesundem Lebensmittel wird der Bauer für seine Familie verwenden.
Eine Vorsorgemaßnahme wäre auch eine Anlage zur Destillation großer Wassermengen, um gelöste Stoffe rauskriegen zu können.

micro14
01.04.2010, 14:31
Ein guter, tätiger Boden hat von sich aus eine recht gute pufferungsfähigkeit. Giftige Verbindungen werden die meisten ebenso ab gebaut, ob mit natürlichem oder künstlicher Herkunft. Gegen ein "Tschernobyl" ist dagegegn kein Kraut gewachsen, auch wenn man darüber informiert wäre... aussert Hoffen dass es nicht zu schlimm ist.
Die Frage ist was dagegen zu tun wäre, jenachdem würde bei mir das Gemüse auf einen separaten Haufen fliegen, Boden umgegraben und zusehen dass schnellst möglich eine neue Begrünung darauf kommt. Für den Magen hat es in der Zwischenzeit den Vorrat den man für unvorhergesehenes hat oder haben sollte.

KUPFERSALZ
04.04.2010, 15:53
Eine Vorsorgemaßnahme wäre auch eine Anlage zur Destillation großer Wassermengen, um gelöste Stoffe rauskriegen zu können.

Hallo Luftikus,

um große Mengen Wasser zu Destillieren benötigt man auch große Mengen Energie. Was auch zu beachten ist das sich Gemische bei einer Destillation nur bis zum azeotropen Punkt trennen lassen. Wenn die Siedepunkte dicht beieinander liegenden bekommt man eine gute Trennung schlecht hin. Auch muss destilliertes Wasser wieder mit Mineralien versetzt werden.
Pflanzen mit destilliertem Wasser im großen Stiel zu bewässern lässt sich wahrscheinlich nur sehr schwer durchführen. Bevor man eine so große Investition in teure Technik tätigt muss auf alle Fälle eine kosten nutzen Analyse durchführen.


Gruß KUPFERSALZ

ID 358
06.04.2010, 00:23
um große Mengen Wasser zu Destillieren benötigt man auch große Mengen Energie. Was auch zu beachten ist das sich Gemische bei einer Destillation nur bis zum azeotropen Punkt trennen lassen. Wenn die Siedepunkte dicht beieinander liegenden bekommt man eine gute Trennung schlecht hin. Auch muss destilliertes Wasser wieder mit Mineralien versetzt werden.
Pflanzen mit destilliertem Wasser im großen Stiel zu bewässern lässt sich wahrscheinlich nur sehr schwer durchführen. Bevor man eine so große Investition in teure Technik tätigt muss auf alle Fälle eine kosten nutzen Analyse durchführen.

Daß mineralarmes Wasser ein Problem für Pflanzen ist, halte ich für ein Gerücht: was ist denn Regen anderes als mineralarm?

Am billigsten wird wohl eine Kondensation durch Sonnenwärme sein, die an Scheiben oder Planen abrinnt und mit Vorrichtungen in saubere Behälter abrinnt.

Vielleicht keine 100%ige Anlage um absolut nichtkontaminiertes Wasser zu gewinnen, aber bestimmt hochgradig reiner, als alles was sonst in einem Chemiedesaster zu erhalten ist.

KUPFERSALZ
06.04.2010, 22:05
Daß mineralarmes Wasser ein Problem für Pflanzen ist, halte ich für ein Gerücht: was ist denn Regen anderes als mineralarm?


Hallo Luftikus
Dies bezog sich auf den Gebrauch als Trinkwasser für Mensch und Tier.



Am billigsten wird wohl eine Kondensation durch Sonnenwärme sein, die an Scheiben oder Planen abrinnt und mit Vorrichtungen in saubere Behälter abrinnt.


Mit dieser Methode möchtest du große Mengen Wasser welche ausreicht um einen Nutzgarten zu bewässern gewinnen? Dazu kommt noch das du wahrscheinlich die Zusammensetzung der Gifte im Wasser nicht kennst. Außerdem werden wahrscheinlich keine großen Massen an Gift vorhanden sein. Oder mit wie viel Liter reine Schwefelsäure oder chemischen Kampfstoff rechnest du auf 100 Liter Wasser? So das es sowieso schon schwer genug sein wird ein Gemisch zu trennen und das auch noch mit einer Methode die du nicht steuern kannst.
Was schätzt du wie viel Wasser kann man an einem sonnen reichem Tag so gewinnen?

ID 358
08.04.2010, 11:19
Hallo Luftikus
Dies bezog sich auf den Gebrauch als Trinkwasser für Mensch und Tier.



Mit dieser Methode möchtest du große Mengen Wasser welche ausreicht um einen Nutzgarten zu bewässern gewinnen? Dazu kommt noch das du wahrscheinlich die Zusammensetzung der Gifte im Wasser nicht kennst. Außerdem werden wahrscheinlich keine großen Massen an Gift vorhanden sein. Oder mit wie viel Liter reine Schwefelsäure oder chemischen Kampfstoff rechnest du auf 100 Liter Wasser? So das es sowieso schon schwer genug sein wird ein Gemisch zu trennen und das auch noch mit einer Methode die du nicht steuern kannst.
Was schätzt du wie viel Wasser kann man an einem sonnen reichem Tag so gewinnen?

Es geht hier nicht um Trinkwasser, sondern um Giesswasser.
Vielleicht wird selbst aufbereitetes Wassser nicht hochrein sein, aber ausreichend, um halbwegs unkontaminiertes Gemüse im Gewächshaus zu versorgen.
Man könnte in einem nicht benutzten Glashaus oder hohen Folientunnel Planen wie Kollektoren spannen, darin wird das noch ungereinigte Wasser zum Verdunsten gebracht, an den Planen kondensiert es und läuft nach unten in Sammelbehälter ab.
Wieviel % es dann noch verunreinigt ist, rechnet Dir der Chemiker Deines Vertrauens aus, ich als Laie sage Dir, daß es um Längen besser ist als das Ausgangsmaterial.

KUPFERSALZ
08.04.2010, 17:47
Hallo Luftikus

ich willdir deinen Plan wirklich nicht madig machen oder ausreden aber es gibt noch einen Punkt auf den ich dich hinweisen möchte. Manche Pflanzen reichern genau die Stoffe die du nicht konsumieren möchtest an, dies nennt sich Phytoextraktion. Du bewässerst jetzt also deine Pflanzen mit nur gering verseuchtem Wasser und genau der Stoff den du nicht haben möchtest reichert sich in der Biomasse an.

Langfristig wäre dies aber ein Weg deinen Garten wieder zu entseuchen, das ganze nennt sich Phytosanierung kannst ja mal danach googeln. Dies ist aber ein Methode die etwas länger dauert.

Gruß KUPFERSALZ

ID 358
09.04.2010, 14:35
Danke für den Tip mit der Phytosanierung!
http://de.wikipedia.org/wiki/Phytosanierung
... Beispielsweise kann durch Kultivierung der dickstieligen Wasserhyazinthe der Gehalt an Cyaniden und Kupfer in Abwässern des Goldbergbau gesenkt werden

Bei der Phytodegradation werden die (meist organischen) Schadstoffe, die die Pflanze aufnimmt, nicht akkumuliert, wie bei der Phytoextraktion, sondern chemisch verändert und somit inaktiviert. Ebenso zählen Verfahren, bei der die Schadstoffe nicht von der Pflanze aufgenommen werden sondern die Pflanzen nur den Abbau der Schadstoffe durch Mikroorganismen stimulieren, zur Phytodegradation. Diese Stimulierung erfolgt einerseits durch die bessere Sauerstoffversorgung der Mikroorganismen aufgrund der Durchwurzelung des Bodens und andererseits auch durch bestimmte Stoffe, die von den Pflanzenwurzeln ausgeschieden werden.

Hier noch weitere links zum Thema: http://www.phytosanierung.de/

ID 358
15.04.2010, 16:28
Aktuelles Beispiel: http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?t=2149

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Ein-HollywoodSzenario-aber-moeglich/story/28884873
. . .
Beim Ausbruch des Laki auf Island im Jahr 1783 traten Gase aus, die Smog bildeten.
Der verbreitete sich mit den Luftströmungen in grosser Höhe und beeinflusste das Wetter.
Auf den britischen Inseln brachte das Gas vielen Menschen den Tod.
In Westeuropa litt die Ernte, Menschen hungerten - manche stellen hier sogar einen Zusammenhang zur französischen Revolution her. Maler des 18. Jahrhunderts stellten in ihren Werken flammende Sonnenuntergänge dar. Auch in Nordamerika war der Winter 1784 einer der längsten und kältesten in den Aufzeichnungen. In New Orleans soll sogar der Mississippi zugefroren sein.

http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2010-04/vulkanausbruch-island
- - - 1783 erlebte Island eine Naturkatastrophe, die auf der gesamten nördlichen Hemisphäre Spuren hinterließ. Damals brach der Vulkan Lakagígar im Süden der Insel aus. - - - Gleichzeitig spuckten die Krater Asche – eine verhängnisvolle Mischung aus Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefel und anderen hochgiftigen Stoffen. Wochenlang verdunkelten Aerosole in der Troposphäre den Himmel – nicht nur auf Island, sondern auch auf dem europäischen Festland. - - -
Auf Island wurde die Ernte durch die vergifteten Niederschläge weitgehend vernichtet. Große Teile des Viehbestandes verendeten qualvoll. So wurde ein Kreislauf in Gang gesetzt, der etwa 10.000 Menschen in den zwei folgenden Jahren das Leben kostete. Die "Nebelhungersnot" hat sich tief ins kollektive Gedächtnis der Isländer eingebrannt. In Dänemark, wozu Island damals gehörte, gab es sogar Überlegungen, die Bevölkerung in die Heidegegenden Jütlands umzusiedeln. - - -
Im übrigen Europa kamen kaum Informationen über die Katastrophe auf der Insel an. Und so rätselten die Menschen in vielen Ländern, woher der plötzliche dichte Nebel von Mitte Juni bis in den August hinein kommen könnte. Vor allem Bauern klagten nach der harten Arbeit auf den Feldern über ein "Schrinnen im Halse", wie ein deutscher Gutsverwalter bemerkte. Andere bemerkten zudem einen schwefligen, manchmal beißenden Geruch. - - -
Benjamin Franklin, seinerzeit amerikanischer Botschafter in Paris, hatte den dichten Nebel selbst beobachtet und zudem Nachrichten über eisiges Winterwetter im Norden der Vereinigten Staaten erhalten. Als erster Naturwissenschaftler erkannte er, dass der Vulkanausbruch auf Island den Nebel und den nachfolgenden Frost in Europa ausgelöst haben könnte. - - -


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