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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : preppen - für wie lange?



ID 1400
05.04.2012, 10:52
Immer wieder stoße ich über Artikel, in denen geschrieben wird, wie man für 15-20 Jahre vorsorgt.
Ich stelle mir schon die Frage, für welchen Zeitraum es wirklich sinnvoll ist, sich vorzubereiten. Für kurze Szenarien wie Stromausfall, die in den wenigsten Fällen über ein paar Stunden bis maximal wenige Tage andauert, wird bei uns im Forum vermutlich jeder vorbereitet sein.
Bei Naturkatastrophen sieht das nun schon wieder etwas anders aus. Wenn Lawinen oder Murenabgänge ein Dorf von der Außenwelt trennt. Aber selbst hier ist das abgetrennt sein vermutlich auf 1-2 Wochen reduziert. In D-A-CH gibt es vermutlich überall Bundesheer/Bundeswehr, oder andere Organisationen (bin im Team Österreich Mitglied), die in solchen Fällen rasch Hilfe organisieren.

Wenn nun tatsächlich ein Ereignis eintritt, das mehrere Monate oder sogar Jahre anhält, stelle ich mir schon die Frage, ob es überhaupt wieder zu einer Grundversorgung kommen wird.

Wie sinnvoll ist es nun wirklich, für 15-20 Jahre vorzusorgen? Was haltet ihr davon? (Klar, muss jeder selbst wissen...)

FrankD
05.04.2012, 11:50
Hi,
in meinen Augen geht alles was über 1-2 Jahre hinaus geht ganz klar Richtung Autarkes Leben, ich bin mir nicht sicher ob ich da "nur" vom Preppen sprechen würde. Die Sinnhaftigkeit muss in der Tat jeder für sich selber beantworten. In meiner persönlichen Vorstellung ist das so, was ich übrigens im kleinen immer wieder auch im Alltag wieder finde: Wenn Ereignis X Passiert, dann sind die Herausforderungen die dadurch für mich entstehen um so unvorhersehbarer, um so größer der Zeitabstand zum ursprünglichen Ereignis wird. Beispiel: Auf dem Weg zur Arbeit platzt mir der Reifen. Dadurch komme ich zu spät zu einem Termin, der Kunde ist verärgert und vergibt den Auftrag an jemand anders. Welche Dinge entstanden währen, wenn ich pünktlich gewesen wäre, lassen sich kaum erahnen.

So ist das auch mit anderen Ereignissen, oder dem was hier im Forum häufig als Szenario beschrieben wird. Ich kann kaum erahnen, was nach einer Beliebigen Katastrophe nach 5 Jahren gefordert sein wird. Saatgut? Munition? Lebensverlagerung ans andere Ende der Welt? Wer kann das schon sagen. Aus diesem Grund halte ich persönlich nichts von Langzeitvorbereitungen bis auf eine Ausnahme: Wissen und Können. Diese Beiden Dinge sind die Grundvoraussetzungen für Dinge wie Improvisieren, Anpassen und Überwinden von Hindernissen um mal als Beispiel eine mögliche Herangehensweise an Schwierigkeiten als Beispiel zu nehmen. Hinzu kommt das Wissen und Können Ultraleicht, Hochmobil und ohne Investitionen gut geschützt in Dir drin ist.

grüße,

Frank

Papa Bär
05.04.2012, 16:51
Hallo cabell,
Wenn du den Umfang deiner Vorratshaltung planen willst, stell dir doch einfach diese Fragen:
- Für welche Szenarien preppe ich, wie lange können diese andauern?
- Wieviel Platz habe ich um Nahrungsmittel relativ unauffällig einzulagern?
- Habe ich die Möglichkeit, in einem länger anhaltenden Szenario zur Selbstversorgung überzugehen? Wie lang ist der Zeitraum, den ich bis dahin überbrücken muss?
- Kann ich meine Vorräte durch Gartenbau u.ä. ergänzen und strecken? Wie umfangreich ist mir das möglich?
- Ziehe ich in irgendeinem Szenario eine Flucht in Betracht und will ich meine Vorräte dann mitnehmen? Tut es mir weh, mein Vorratslager zurück zu lassen; hindert mich der Gedanke daran an einer evtl. notwendigen Flucht?
- Für wieviele Personen will ich Vorräte einlagern?

Das hab ich mir überlegt, und dann festgestellt, dass mir Vorräte für vier erwachsene Personen und für drei bis vier Monate ausreichen.
LG
Papa Bär

Itchy
05.04.2012, 19:54
Hallo cabell,

mich würde auch mal interessieren, für wie lange die Nahrungsmittelvorräte der Mitglieder hier im Durchschnitt reichen würden, interessante Frage also.

Ich wohne ländlich mit einem kleinen Garten, und habe für ca 2 Sommer Saatgut eingelagert.

Die Menge an Lebensmitteln, die ich im Haus rein als Notvorrat bunkere ( also nicht die Dinge die man als Hausfrau eh in der Küche hat )
wird bei mir vorgegeben durch

- den vorhandenen Platz
- meine finanziellen Möglichkeiten
- und das Haltbarkeitsdatum.

Zurzeit würde ich etwa 3 Monate über die Runden kommen, allerdings habe ich für mein Gefühl noch zu wenig Wasser.
Mein Ziel ist, sowohl Lebensmittel als auch Wasser für 6 Monate im Vorrat zu haben.

Ausser den Lebensmitteln habe ich noch reichlich Hygieneartikel eingelagert.

Lieben Gruss, Itchy

wolpi
05.04.2012, 20:15
Hallo Cabell,

anscheinend hältst Du es für durchaus denkbar , daß

"ein Ereignis eintritt, das mehrere Monate oder sogar Jahre anhält" und es danach fraglich ist " ob es überhaupt wieder zu einer Grundversorgung kommen wird" .

Ich finde es durchaus sinnvoll, mir darüber Gedanken zu machen, was dann geschieht und wie ich "vorsorgen" kann.
Sicherlich nicht mit Lebensmittelvorräten für die nächsten 20 Jahre. Bei dem Zeitraum kann ich den ebenfalls einzulagernden Sarg gleich hochkant als Regal verwenden.

Wie Frank schrieb , geht es wohl nach einem Zeitraum von 1-2 Jahren nach Beginn der Krise in Richtung Autarkes Leben,
oder wie es Papa Bär formulierte Richtung Selbstversorgung.

Ich denke mir , daß man neben Wissen und Fähigkeiten in diese Richtung durchaus auch materiell vorsorgen kann.

Ich geh jetzt mal von meiner Situation als Landbewohner mit einer gewissen Fläche aus . Auch wenn ich diese Fläche derzeit aus Zeitmangel leider nicht bewirtschaften kann, kann ich Vorsorge treiben , in dem ich mir ein größeres Sortiment von Handwerkzeugen Spaten, Schaufel, Äxte, Sägen , Ersatzteile und Materialen zulege.
Sinnvoll wäre ein Vorrat an Arbeitsstiefel, Handschuhe, bestimmte Klamotten (Da passen dann auch die alten wieder :lächeln:)

Ohne Probleme einlagerbar wären Holz, Bleche , Flacheisen, Rundstahl, Fahrräder, Planen, Stoffe , Folie, Pikierkästen

Für die Selbstversorgung mit Nahrungsmittel wären Geräte zum Einmachen, Weckgläser, Krauttöpfe etc sinnvoll.

Längerfristig haltbar wären als Konservierungsmittel Salz, Essig, Alkohol, den Gelierzucker sollte man schon alle paar Jahre rotieren , wie ich kürzlich festgestellt habe


Getreide ist nicht allzu schwer einzulagern (Getreidemühle ??) und auch über einen längeren Zeitraum keimfähig , aber es ist im Rahmen der Selbstversorgung eine mühsame Geschichte Getreide mit der Hand anzubauen , wenn man auf den Ertrag abstellt. Alternative wäre möglicherweise Mais .

Gemüsesamen sind in der Regel bis maximal 4 Jahre lagerbar . Da wäre es möglicherweise notwendig, das nicht verwendete Saatgut zu "entsorgen".

Für den Kartoffelanbau wäre eine Kathastrophe im Spätherbst vorteilhaft, wenn gerade die Kartoffel eingelagert worden sind. Sofern nicht verspeist, hat man im Frühjahr Saatkartoffel. Bricht die Krise im Sommer aus, kanns mit der Besorgung von Saatkartoffel schweirig werden . Eigentlich müsste frau/man stets eine kleine Menge Saatkartoffel anbauen.

Zur Vorsorge im weiteren Sinn kann auch die Kultur von mehrjährigen Pflanzen, Gewürzstauden, Beerensträucher, Obstbäumen gehören , gegebenfalls im Zusammenhang mit Grenzhecken . Eventuell Anlage von Weihern und Tümpel für die Bewässerung.

Wers mag , kann natürlich auch die Vorbereitung für die Tierhaltung treffen, wenn er nicht eh schon die Tiere hält, bzw über eine krisenfeste Bezugsquelle verfügt.

Was den Bereich Wohnen angeht, wäre die Errichtung von Regenwassersammelanlagen und/oder Hand-Brunnen zu überlegen, Vorbereitung von Anschlussen für Holzöfen , Vorbereitung von Trockentoiletten.

Ich hab jetzt bewußt auf die Vorsorge durch das Vorhalten technischer Mittel verzichtet, da möglicherweise nach ein paar Jahren der Treibstoff für den Einachsschlepper aus ist und der Wechselrichter an der PV-Anlage wegen fehlender Kenntnisse/Ersatzteile nicht mehr reparabel ist.

Die ganzen Überlegungen im übrigen vor dem Hintergrund , das das alles - auch als Basis für nen gemütlichen , alterantiven selbstversorgerischen Lebensabend - umsonst war , weil ich ins Auto springen muß , weil in ein paar Dutzend Kilometer im nächste AKW die Kernbrennstände schmelzen.



wolpi

ID 940
05.04.2012, 22:02
Also unsere Lebensplanung hat nicht Preppen zum Ziel. Preppen um Notfälle des Lebens gut überstehen zu können, ja.

Leben um zu preppen ? Nein.

Prepairdness ist in meinen Augen Element eines Lebensstils. Dieser Lebensstil ist so individuell, dass du wahrscheinlich keine zweit Prepper-Haushalte finden wirst, die identische Lagerbestände haben, Zeiträume schon eher, weil die Haltbarkeitszeiten von gewissen Vorräten ähnlch lange sein dürften.

Finanziell autark zu sein, energetisch autark sein, nahrungsmitteltechnisch autark sein - das eine kann mit dem anderen Hand in Hand gehen, wenn sich bspw. finanzielle Vorteile durch das Gartenhobby ergeben, weil nicht teurer Konserven gekauft werden müssen. Wenn sich neue Bekanntschaften durch das Einkochen oder die Dach-PV-Anlage oder die Hühner-Haltung ergeben, die Netzwerke sich erweitern, ein Austausch vorbei am "System" stattfindet, dass auf Maloche, Steuerabgaben und Konsum beruht.

Wir entwicklen neben unseren Zukunftsplänen, wo wir evtl. in 10-20-30 Jahren stehen wollen, nun mal gern Krisenszenarien, was alles schief laufen könnte. Gegen manches kann man sich versichern, Feuer, Wasser, Blitz, Unfalltod, Schadenshaftpflicht oder Berufsunfähigkeit, gegen Krisen im Wirtschaftssystem helfen evtl. die hier im Forum diskutierten Vorsorgemaßnahmen. Welche davon realistisch sind ... hast du selbst beantwortet ... da ist alles darunter. Nicht jeder Haushalt halt die Möglichkeit, Geld zurückzulegen, Goldvorräte oder Immobilien, landwirtschaftliche Nutzfläche einzukaufen, oder die Zeit, Kompetenzen in der Tierhaltung zu entwicklen, die Garage um einen Unimog unterzustellen, eine Schusswaffe um die Jagd oder Plündererabwehr :peinlich: zu ... na ja. zu erlernen. :rolleys:

Vorsorge kann man verstehen als

Finanzkraft bzw. Tauschkraft
Warenvorsorge materiell
Kompetenz als Lernergebnis von Techniken der Vorratsgewinnung und Konservierung


Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Jedes der Elemente kann Ziel des Preppens sein, sich zeitlich verändern, in der Gewichtung, der finanziellen wie zeitlichen Investition, nur wenige dürften daraus ein berufliches Betätigungsfeld schaffen, darunter bspw. die Survival/Wildnisschulen, Kampftrainer, (Nebenwerbs-)Landwirte, Energieanlagenbauer, Supermarkt/Laden-Betreiber, evtl. Psycho-Trainer.

Der Berufseinsteiger hat andere Schwerpunkte als der Hausbesitzer, der Karriereleiternsteiger macht vielleicht mehr Kampfkunst und Survivaltraining als Trekkerfahren und Bodendüngung, der Student was anderes als der Schüler, der Rentner was anderes als ein aktuell Arbeitsloser usw.

Die Frage "Preppen - wie lange ? " ist letzlich Ausdruck einer Frage nach dem Szenario, das solche Vorbereitung erfordert. Das Ziel in allen Belangen des Lebens autark zu werden, dürfte ähnlich lange Vorbereitungsphasen erfordern, Geld ist nicht immer die selig machende Weg, hat man viel davon, sucht man evtl. sein Heil darin, siehe Diskussion bzgl. gated communities, gibt man viel Geld in "Vorräte" aller Art bis hin zu Nutzfläche aus, ist man zur Pflege dieser gezwungen (Geld & Zeit), ähnlich mit (Flucht-)Fahrzeugen, alles was abseits des "normalen Lebens" liegt, ist aufwendig.

Doch das normale Leben kann im gleichen Maße aufwendig sein und dennoch kein Ziel noch Sinn stiftend. Bestimmte Aussteiger-Typen dürften diesem Situation und Lebenserfahrung entwachsen, der Suche nach einem alternativen Leben, das irgendwie finanziert werden muss (warum nicht durch Selbstversorgung), andere, lebenswertere Ziele bietet (Autarkie, Freiheit) und mehr Genuß verspricht (Natur, Selbstfindung, Flucht aus den Zwängen der Zivilisation).

Aus all diesen Faktoren und Lebensphasen dürfte die Antwort auf die Frage ausfallen als: unterschiedlich lange und nicht auf Vorratshaltung beschränkt.

Maresi
05.04.2012, 23:27
Vll. Kurz vorweg: Ich derzeit noch dabei, meinen Langzeit-Vorrat aufzubauen. Derzeit habe ich im Keller einen Vorrat für ca. 2 Monate á 2 Personen (bzw. mehr, wenn man die Kalorienzufuhr drastisch runterschraubt, was in längerfristigen Krisenzeiten durchaus sinnvoll sein kann).

Als Zielhorizont habe ich mir ein Jahr gesetz - bei einer Kalorienzufuhr, welche auch körperliche Arbeit wie z.B. das Bestellen eines Ackers zulässt.
Warum genau ein Jahr? Ich habe die Möglichkeit, im Falle des Falles meinen Garten umzuackern und zur Selbstversorgung zu benutzen. Sollte also die Katastrophe im Spätsommer/Frühherbst eintreten kann ich nicht mehr viel anbauen. Es gilt in diesem Fall, den Winter durchzustehen, im Frühjahr den Boden zu beackern (im wahresten Sinne des Wortes) und dann ab Mai/Juni die ersten Kalorien zu ernten.
Als Ergänzung ist ein Vorrat an Werkzeugen und Hilfsmateralien (Draht, Nägel, Schrauben, Schnüre, Seile, ...) im Aufbau. Weiters noch mein 9-er-Eisen und ein paar hundert Bällchen dafür :lachen:.
Länger als ein Jahr zu Preppen macht für mich keinen Sinn: Nach einem Jahr hat sich die Situation entweder wieder beruhigt und das Leben beginnt wieder seinen Lauf zu nehmen, oder man muss sich sowieso ganz neu orientieren...

Ganz wichtig in meinem Vorrat ist auch ein ganzer Bund an einschlägiger Literatur und ab dem Sommer hoffentlich eine kleine Schmiede.
Generell bin ich absolut bei meinen Vorrednern: Neben der materiellen Vorsorge versuche ich, so viele Fertigkeiten wie möglich zu erlernen (wenn auch nur auf einem Niveau, das für die funktionale Arbeit ausreicht. Beim Lederarbeiten z.B. ist mir das Punzieren nicht wichtig - ich will mir aus Leder Taschen, Gewand o.ä. herstellen können, keine Schmuckstücke).

LG,

Maresi

Stefan
05.04.2012, 23:48
Hi Foris

Ich habe zu Hause einen Vorrat, der für vier Personen ungefähr 6 Monate reicht, ehe er aufgebraucht ist (Wasserversorgung nicht mit eingerechnet). Sich einen Haufen Lebensmittel einkaufen ist bestimmt eine Rückversicherung, aber was, wenn die Krise dannach noch anhält? Von daher Trainiere ich hauptsächlich meine Survival und Bushcraft Fähigkeiten, denn die Natur hat mehr als nur Ergänzungskost zu bieten; Man kann von ihr gänzlich leben. Dadurch bleibe ich relativ mobil, denn:

Bei einer Anhaltenden Krise, in der ich flüchten muss, kann ich keinen Vorrat von 20 Jahren transportieren. Fehlen mir zudem Survival und Bushcraft Kenntnisse, bin ich nicht in der Lage, natürliche Ressourcen sinnvoll zur Selbsterhaltung einzusetzen.

Krisen eskalieren meistens nicht im gut eingerichteten Prepper Lager, sondern bei der Arbeit, auf Reisen oder in den Ferien. Wenn ich von meinem Lager abhängig bin, geht es mir ziemlich dreckig und ich bin darauf angewiesen, zuerst zu meinen Ressourcen zurückzukehren, ehe ich meine Fluchtdestination ansteuere.

Bei einer raschen Flucht, verursacht durch "Gewalttäter" aller Art (Miliz, Plünderer, Regime) kann ich meine Ressourcen nicht mit mir nehmen, sondern nur eine leichte Ladung im Umfang eines Fluchtpaketes.


Sollte dieses oder Ähnliches nicht eintreffen, habe ich 6 Monate Zeit, um mich an die gegebenen Umstände anzupassen. Ich habe also nicht zu viel und nicht zu wenig. Wenn es in die Hose geht, verliere ich nichts und wenn es soweit so gut bleibt, habe ich genug, um die Situation neu auszuwerten und entsprechende Massnahmen einzuleiten.

Keinesfalls zu wenig, aber nicht unnötigerweise zu viel Vorräte anlegen ist meine Devise. Kommt es denn tatsächlich soweit, dass ich von meinen Vorräten abhängig bin, kann ich davon ausgehen, dass eine Flucht mehr als wahrscheinlich ist. Und da kann ich auf mein umfangreiches Survivalwissen zählen.


Stets gutes Gelingen

Stefan

Henning
06.04.2012, 10:14
Wie sinnvoll ist es nun wirklich, für 15-20 Jahre vorzusorgen?

Dazu bräuchte man einen geeignten Ort (eigen Wasseraufbereitung + Bau von Lagerräumen, Platz für Getreidemühle, Backofen usw. und sehr viel Geld.
Rotiert im Eigenverbrauch bekommt man so eine Menge an Voräten auch nicht, also fallen da auch noch laufen Kosten an.
Alles an einen einzige Ort zu lagern ist auch nicht empfehlenswert, also noch einmal Kosten.

Auf einer einsamen Insel oder in der Sibirischen Taiga vieleicht noch sinnvoll, aber wenn in Mittleuropa für 15 Jahre die Gesellschaft zusammenbricht,
wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit, das man bei seinen Voräten bleiben kann ?

Und selbst der größte Vorat ist einmal zu Ende. Und dann ?


Ich habe nur Vorräte für 2-3 Monate. Warum?

1. Platzbedarf (Mietwohnung)
2. mehr bekommen ich nicht rotiert, wenn ich die ganz normal mit verbrauche.
3. ich werde hier kaum bleiben können, wenn längere Zeit die Versorgung zusammenbricht

Ein eigens Haus mit eigener Strom, Wasser- und Abwasserversorgung auf genügenden Land für die Selbstversorgung mit Lebensmittel,
Brennstoff und Textilien fände ich natürlich auch nicht schlecht. Aber sowas schafft man nur in einer Gemeinschaft und da würden Voräte
an Lebensmittel für 2-3 Jahre reichen.

ID 1400
06.04.2012, 13:36
Wie lang ist der Zeitraum, den ich bis dahin überbrücken muss?


Genau um diese Frage geht es. Wenn sich dieser Zeitraum über mehrere Jahre hinweg zieht, wird nichts mehr vorhanden sein - und hier spielt das Szenario fast keine Rolle mehr.
Wenn ich mir Bilder und Filme aus Kabul ansehe - wo es seit 10 Jahren Krieg gibt - dann sieht man, dass die Leute dort gar nichts mehr haben.
Wenn ich mich also gegen eine Flucht aus dem Gebiet entscheide, und in meiner Wohnung/Haus bleibe, werde ich auch von dem heiß geliebten Gartenbeet nicht mehr viel haben (siehe Kabul oder ähnliche Städte).

Es ist einfach absolut utopisch, zu denken dass ich hier mit preppen sehr lange durchhalten kann. Hier gibt es massig Plünderungen bei denen sich der einzelne mit den besten Mitteln nicht mehr schützen kann, Zerbombungen, Krankheiten und was weiß ich was

Lg.

ID 1400
06.04.2012, 13:42
Hallo Cabell,

anscheinend hältst Du es für durchaus denkbar , daß

"ein Ereignis eintritt, das mehrere Monate oder sogar Jahre anhält" und es danach fraglich ist " ob es überhaupt wieder zu einer Grundversorgung kommen wird" .

Ich finde es durchaus sinnvoll, mir darüber Gedanken zu machen, was dann geschieht und wie ich "vorsorgen" kann.
Sicherlich nicht mit Lebensmittelvorräten für die nächsten 20 Jahre. Bei dem Zeitraum kann ich den ebenfalls einzulagernden Sarg gleich hochkant als Regal verwenden.

Wie Frank schrieb , geht es wohl nach einem Zeitraum von 1-2 Jahren nach Beginn der Krise in Richtung Autarkes Leben,
oder wie es Papa Bär formulierte Richtung Selbstversorgung.

Ich denke mir , daß man neben Wissen und Fähigkeiten in diese Richtung durchaus auch materiell vorsorgen kann.

Ich geh jetzt mal von meiner Situation als Landbewohner mit einer gewissen Fläche aus . Auch wenn ich diese Fläche derzeit aus Zeitmangel leider nicht bewirtschaften kann, kann ich Vorsorge treiben , in dem ich mir ein größeres Sortiment von Handwerkzeugen Spaten, Schaufel, Äxte, Sägen , Ersatzteile und Materialen zulege.
Sinnvoll wäre ein Vorrat an Arbeitsstiefel, Handschuhe, bestimmte Klamotten (Da passen dann auch die alten wieder :lächeln:)

Ohne Probleme einlagerbar wären Holz, Bleche , Flacheisen, Rundstahl, Fahrräder, Planen, Stoffe , Folie, Pikierkästen

Für die Selbstversorgung mit Nahrungsmittel wären Geräte zum Einmachen, Weckgläser, Krauttöpfe etc sinnvoll.

Längerfristig haltbar wären als Konservierungsmittel Salz, Essig, Alkohol, den Gelierzucker sollte man schon alle paar Jahre rotieren , wie ich kürzlich festgestellt habe


Getreide ist nicht allzu schwer einzulagern (Getreidemühle ??) und auch über einen längeren Zeitraum keimfähig , aber es ist im Rahmen der Selbstversorgung eine mühsame Geschichte Getreide mit der Hand anzubauen , wenn man auf den Ertrag abstellt. Alternative wäre möglicherweise Mais .

Gemüsesamen sind in der Regel bis maximal 4 Jahre lagerbar . Da wäre es möglicherweise notwendig, das nicht verwendete Saatgut zu "entsorgen".

Ich hab jetzt bewußt auf die Vorsorge durch das Vorhalten technischer Mittel verzichtet, da möglicherweise nach ein paar Jahren der Treibstoff für den Einachsschlepper aus ist und der Wechselrichter an der PV-Anlage wegen fehlender Kenntnisse/Ersatzteile nicht mehr reparabel ist.

Die ganzen Überlegungen im übrigen vor dem Hintergrund , das das alles - auch als Basis für nen gemütlichen , alterantiven selbstversorgerischen Lebensabend - umsonst war , weil ich ins Auto springen muß , weil in ein paar Dutzend Kilometer im nächste AKW die Kernbrennstände schmelzen.



wolpi

Das gefällt mir sehr gut - allerdings sprechen wir hier von einigen Hektar Grund und der Annahme, dass es zwar keine Grundversorgung mehr gibt, allerdings auch keinen Krieg und keine Plünderungen mehr. Wenn rundherum die Menschen hungern, wirst du mit angebauten Kartoffeln nicht mehr viel anfangen können.
In solchen Situationen das eigene Land zu verteidigen (das vielleicht sogar unüberschaubar ist) halte ich für eher unmöglich.

Die Schweiz hält sehr viele Tonnen an Grundnahrungsmittel bzw. dessen Rohstoffe für Krisenzeiten auf Lager. Mir kommt es so vor, als hätte hierbei keiner bedacht, wieviel Zeit die Verarbeitung dieser Rohstoffe in Anspruch nimmt. Bis diese Mengen verarbeitet wurden, ist die halbe Bevölkerung verhungert und somit auch viel weniger notwendig.

Lg.

Papa Bär
06.04.2012, 13:53
Hallo cabell,
Zitate bitte nicht aus dem Zusammenhang reissen. Die Fragestellung war, wie lange der Zeitraum bis zum Übergang auf Selbstversorgung sein könnte.
Das schliesst in Zusammenhang mit den anderen Fragen auch ein, dass man auch woanders hingehen muss, um sich dort dannselbst versorgen zu können.
Urban survival ist immer schwierig und meiner Meinung nach nicht über längere Zeiträume zu praktizieren, also ist Kabul ein schlechtes Beispiel. Es gibt auch in Afghanistan Menschen, die vom Land leben können- und müssen. Und wer in einem anhaltenden Katastrophenszenario weiterhin in einer Grossstadt leben will, hat selber Schuld

wolpi
06.04.2012, 14:58
Hallo cabell,

Du bist am Anfang vom Zusammenbruch der Grundversorgung ausgegangen. Das bedeutet nicht zwangsläufig auch den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung . Ich habe einen amtlichen Reiseauftrag aus dem März 1945 für den Transport von Filmen von München in ein (kriegswichtiges ?) Kino im bayerischen Wald gefunden, als die Allierten schon ziemlich nah waren .

Anschließend funktionierte auch wieder sowas wie ne Verwaltung, obwohl die Grundversorgung zusammengebrochen war. Besser dran waren vorrangig diejenigen , die dort ,wo sie wohnten , bleiben und sich selbst versorgen konnten .


Mein oben beschriebener Ansatz kommt zugegebenermaßen aus der Selbstversorger - Ecke. Insoweit ist mir das Bestrebtsein um Autonomie/Autarkie natürlich auch ohne akute Krise wichtig. Ich denke auch an mögliche Entwicklungen wie eigene Arbeitslosigkeit , steigende Lebensmittel- und Treibstoffpreise , Energiekostensteigerungen, Währungsreform , Störungen/ Zusammenbruch der Strom- und Wasserversorgung, Versorgungskrisen zB durch Kriege in Nahost , Folgen der Klimaveränderung .


Was die Frage der Fläche für die Selbstversorgung angeht, würde ich von 2 unterschiedlichen Situationen ausgehen :

Wenn die Versorgung der Landwirtschaft mit Treibstoff, Kunstdünger, Futtermittel irgendwie teilweise sichergestellt wird, wird es auch eine gewisse Notversorgung zb mit Getreide und wohl auch notgedrungen in der ersten Zeit mit Fleisch geben. In der Situation reicht dann schon ein ordentlicher Garten für ordentliche Zukost oder die Produktion von Tauschprodukten.

Wenn andererseits die Versorgung der Landwirtschaft, oder besser gesagt der Agrarindustrie zusammenbricht, werden eine Vielzahl von Flächen brachliegen, da sie von den Landwirten nicht mehr maschinell bestellt werden können. Im Gegensatz zu 1945 fehlen heute Zugtiere , entsprechende Geräte und Kenntnisse. Da wird man dann schon eine Fläche zur Bestellung per Hand pachten können, gegebenenfalls gegen Abgabe des "Zehnten".

Mit der Frage der Abwehr von Plünderern habe ich mich zugegebenermaßen bisher noch nicht so viel beschäftigt, zumal mein " Arsenal" nur aus Mistgabel, Spaten und Sense besteht. Allerdings denk ich da wegen gleicher Betroffenenheit durchaus auch an gleichgelagerte Interessen der Nachbarschaft, mit der ich mich punktuell zusammenschließen würde.
Das erscheint mir realistischer als die Vorstellung vom Bau stellungsmäßig ausgebauten Wehrdörfer, für die man ja Mitkämpfer / Mitbewohner kennen und entsprechende Bewaffung haben muß.


Was die Frage mit der Zeit der Verarbeitung der staatlichen Vorräte in D betrifft, so habe ich kürzlich gelesen, daß die deutsche Hafer verarbeitende Industrie davo ausgeht, daß sie für der Verabreitung des eingelagerten Staatshafers ein halbes Jahr benötigt, und dann müssten die Haferfocken (?) ja auch noch irgendwie verteilt werden.


wolpi

Maresi
06.04.2012, 22:48
Man sollte m.M. nach eh eines immer im Hinterkopf behalten: Man kann sich nicht auf alles Vorbereiten!
Ich kann mich z.B. noch gut an eine Geschichte aus dem Friedensmuseum in Hiroshima erinnern (Das Thema dieses Museums ist der erste Atombombeneinsatz gegen Menschen - eben in Hiroshima. Sehr sehenswert! Verschiedene Exponate und Fotos, gemeinsam mit einem Audio-Guide vermitteln einen sehr intensiven, jedoch natürlich auch beklemmenden Eindruck von dem Leid, dass damals ausgelöst wurde.).

Vorabinfo:
In den damaligen japanischen (prä-WWII) Städten waren die Häuser fast ausschließlich aus Papier und Holz errichtet. Feuer war demnach die größte Gefahr für die Einwohner. Wurde eine Stadt angegriffen reichte daher ein einziger Treffer, um sie in Schutt und Asche zu legen. In Kriegszeiten war es daher Usus, dass Brandschutzschneisen errichtet wurden, indem schachbrettartig Häuserzüge abgerissen wurden. Diese Aufgabe wurde v.a. von Kindern im Schulpflichtigen Alter erledigt: Die Männer waren an der Front, die Frauen führten den Haushalt.

Die Geschiche:
Ein Arzt am Stadtrand von Hiroshima hatte (in bester Prepper-Manier) Unmengen von Geld dafür ausgegeben, jede Menge an Medikamenten, v.a. auch gegen Brandwunden, zu besorgen und zu bunkern. Ihm war natürlich bewusst, dass auch seine Familie in der steten Gefahr von Beschuß durch fremde Kriegsschiffe und eben auch der dadurch ausgelösten Brände war.
Sein Sohn war wie viele andere auch am Morgen des 6. August 1945 dabei, Häuser abzureißen und die Trümmer wegzubringen. Als die Atombombe um kurz nach 8h morgens explodierte war er einer von vielen Tausend Jungen und Mädchen, welche in der 2. Todeszone waren: Sie starben nicht sofort, wurden aber einer unglaublichen Menge an Radioaktivität ausgesetzt.

Der Junge erreichte zwei Tage später das Haus seiner Eltern, das jedoch inklusive der darin gelagerten Medikamente durch die auf die Explosion folgende Feuerwalze bis auf die Grundmauern niedergebrannt war. Der Junge war aufgrund der Strahlung mitlerweile aufgedunsen wie ein Ballon. Er war fast blind und konnte nicht mehr sprechen. Einzig aufgrund der persönlichen Ausrüstung konnte er von seinen Eltern erkannt werden (welche aus dem Haus in höher gelegene Regionen flüchten konnten und daher überlebten).
Sein Vater machte sich bis ans Ende seiner Tage schwere Vorwürfe, weil er die Medikamente nur in seinem eigenen Haus aufbewahrt hatte und seinem Sohn daher nicht helfen oder zumindesst Linderung verschaffen konnte (wobei sowieso keiner Rettung möglich gewesen wäre - aber das ist eine andere Geschichte).

Was lehrt uns diese Geschichte? Man kann sich zwar auf vieles vorbereiten. Aber das Leben hält Überraschungen parat, die weit über die eigene Vorstellungskraft hinaus gehen!
Sie soll übrigens keine Entschuldigung für's Nicht-Preppen sein! Sie soll nur aufzeigen, dass selbst der beste Prepper nicht vor richtig bösen Überraschungen gefeit ist!

LG,

Maresi

hamster
07.04.2012, 08:40
Einige haben hier Kurzzeitansätze. 1-3 Monate andere für 1 Jahr. Ich bereite mich auf ca 40 Jahre vor. Dass umfaßt in etwa meine noch verbeibende Lebenserwartung und unter Berückischtigung der derzeitigen Lage, tue ich die Dinge die es mir ermöglichen sollten diese Zeit gut zu verbringen.

arni
07.04.2012, 11:08
Gute Frage und interessante Anworten.

Ich halte das so:

1. Ich rechne jeden Moment mit dem Krisenfall. (2 Wo. Stromausfall ist keine Krise, nur Kinderkram und haut sicher keinen Fori um)
2. was: schwere Wirtschafts/Bankenkrise, evtl. größere Unruhen oder schlimmeres., auch internat. Spannungen oder ein oder zwei weitere Kriege wo auch immer. Natürlich auch Störfälle aller Art...
3. Dauer: 1-3 Jahre. In früheren Krisen war dann das schlimmste oft vorüber.
4. Alternative: Flucht/Auswanderung (entweder nur einen dünn besiedelten ländl. Bereich in DACH oder gleich richtig weit weg)

1-3 Jahre bedeutet aber nicht, daß ich Frühstücksfleisch für 3 Jahre gebunkert habe. Aber mit den Gärten in der Groß-Familie und mit viel Arbeit glaube ich eine reelle Chance zu haben eine gewisse Grundversorgung aufrecht erhalten zu können. Das geht bei mir sehr in Richtung Autarkie und Selbstversorgung und bedeutet letztlich, daß das dann auch länger als 3 Jahre funktionieren würde.
Ich bin aber nicht schon jetzt Landwirt/Gärtner/Geflügelzüchter/Imker im großen Stil (dazu fehlt mir einfach die Zeit). Vielmehr mache ich jetzt vieles um zu lernen und auch Freude daran zu haben. Wenn es notwendig würde, könnte ich innerhalb von max. 6 oder 7 Monaten "richtig" mit Gartenbau, Eierprod.,Hühnerzucht, Ackerbau,usw. beginnen. Alles Notwendige dazu ist bereits seit langem vorhanden.

Arni
McGyver

Carlos
07.04.2012, 11:14
Meine Vorräte reichen für 2-3 Jahre, sollte noch grünes spriessen, reichen die Vorräte länger, Nachschub an Eiweiss und Fleisch liefern meine Wachteln und Hühner. Gemüse und Obst liefert mein kleiner Garten.

Gruss Carlos

ID 1208
10.04.2012, 10:14
Ich bin mit Essensvorräten für ca. 3 Monate mit dabei (Wasser nur 100l, aber Filterkapazität für über 100'000l, Kenntnis vieler Brunnen, usw.). Im Film "After Armageddon" (Spielfilm mit Kommentaren von Experten) wird von einem Experten 3 Monate als Minimum für eine (letale) Pandemie genannt.

Falls die Versorgung so lange zusammenbricht wird die Welt danach sehr wahrscheinlich anders aussehen (so wie zu früheren Zeiten). Und bei längeren Krisen wie z.B. Kriegen bricht die Versorgung meist nie komplett zusammen (Schwarzmarkt, Schmuggel, usw.).

Herzliche Grüsse
linthler

Papa Bär
10.04.2012, 11:54
Ja, drei bis vier Monate halte ich auch für optimal. Wenn die Lage so schlimm ist, dass ich ein Jahr oder länger auf Vorräte angwiesen bin, wird es auch so schlimm sein, dass ich nicht die ganze Zeit zu Hause aussitzen kann. Und wieviel von seinem Jahresvorrat kann man schon mitnehmen?

Allerdings erschliesst sich mir immer noch nicht ganz die Notwendigkeit des Einlagerns von Wasser, kann mich da bitte jemand aufklären?

ID 1400
10.04.2012, 12:03
Allerdings erschliesst sich mir immer noch nicht ganz die Notwendigkeit des Einlagerns von Wasser, kann mich da bitte jemand aufklären?

Mineralwasser ... lagere ich auch.
Ist sehr praktisch wenn mal der Strom ausfällt und somit auch keine Wasserpumpen laufen und der Wasserhahn nur Luft spuckt.
Beim Flüchten sind Mineralwasserflaschen schnell eingepackt.

Lg.

wolpi
10.04.2012, 12:12
Einlagern von Wasser/Trinkwasser ist wohl dann sinnvoll, wenn es im Krisenfall nach dem Ausfall der Wasserversorgung in der Nähe keine Wasserquelle, oder Brunnen oder Gewässer, Zisterne gibt , mit der man sich dann versorgen kann. reicht ja schon eion Stromausfall beim Wasserwerk. Oder zB die amtliche Mitteilung, daß das Trinkwasser nach Überschwemmung, Starkregen , Wasserleitungsbruch nicht mehr als Trinkwasser verwandt werden darf .


wolpi

Papa Bär
10.04.2012, 12:54
Oder zB die amtliche Mitteilung, daß das Trinkwasser nach Überschwemmung, Starkregen , Wasserleitungsbruch nicht mehr als Trinkwasser verwandt werden darf .

Da sollte dann doch das Einlagern von Wasserreinigungsmitteln mehr Sinn machen, das nimmt auch nicht soviel Platz weg...
Bloss gut, das wir einige tausend Liter Regenwasser in der Zisterne haben. Das kann man ja auch aufbereiten. Und im allerschlimmsten Fall habe ich da noch diesen ziemlich grossen Teich vor der Haustür (ca. 20.000 Kubikkilometer), aus dem ich mir auch noch Trinkwasser destillieren kann.

ID 1400
10.04.2012, 13:29
Und im allerschlimmsten Fall habe ich da noch diesen ziemlich grossen Teich vor der Haustür (ca. 20.000 Kubikkilometer), aus dem ich mir auch noch Trinkwasser destillieren kann.

Kubikmeter meinst wohl, oder ist der Teich so tief? :kichern:

Papa Bär
10.04.2012, 13:53
459m an der tiefsten Stelle
Kubikkilometer war schon richtig:grosses Lachen:

ID 1400
10.04.2012, 13:59
459m an der tiefsten Stelle
Kubikkilometer war schon richtig:grosses Lachen:

:kichern: lol - das heißt du wohnst an der Ostsee *g*
darauf wäre ich bei dem Wort "Teich" nicht gekommen ;)

Lg.

wolpi
10.04.2012, 15:05
Hallo Papa Bär,

beim Wasservorrat wegen aktueller Nichttrinkbarkeit von Leitungswasser dachte ich beim Eingriff ins Mineralwasserdepot eher an den Bequemlichkeitsfaktor.

Die Notwendigkeit von Wasserreinigungsmittel ergibt sich ja schon aus dem Umstand, daß Zisternen und Oberflächengewässer , möglicherweise auch Quellen und Brunnen ja nicht unbedingt Trinkwasserqualität aufweisen.



wolpi

Papa Bär
10.04.2012, 15:17
Also erfolgt die Bevorratung mit Trinkwasser nicht aus einer echten Notwendigkeit heraus, sondern dient nur der Bequemlichkeit.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, das irgendjemand hier in DACH absolut ausser Reichweite eines Wasservorkommens wohnt.
Sehe ich das so richtig?
LG
Papa Bär

ID 1400
10.04.2012, 15:42
Sehe ich das so richtig?


Vermutlich. Allerdings werde ich bei einem Stromausfall der ein oder zwei Tage andauert (oder vielleicht nur ein paar Stunden) nicht zur Donau laufen, das Wasser in Eimern heim tragen um sie trinkbar zu machen.
Hier ist es ganz angenehm, ein paar Flaschen Mineralwasser zu Hause zu haben ;-)

Lg.

omawa
10.04.2012, 16:16
...oder wenn man wegen einer Pandemie so wenig wie möglich die Wohnung verlassen will/Menschen begegnen will

...oder wenn der Weg zur Wasserquelle aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage zu gefährlich ist bzw. man die Menschen zuhause so wenig wie möglich alleine lassen möchte (z.B Frau+Kind).

Papa Bär
10.04.2012, 16:30
Ok, Getränke für eine Woche haben wir eh immer im Haus, also ist dem Stromausfall vorgebeugt. Außerdem würde die Wasserversorgung noch ein paar Stunden nach Einsetzen des Stromausfalls funktionieren, da der Druck in den Leitungen ja durch Schwerkraft funktioniert. Erst wenn der Wasserturm leer ist und die Pumpen nicht mehr laufen, läuft auch nix mehr aus dem Hahn.
Pandemie - hmm.
So abgelegen wie wir wohnen, ist das für mich kein zwingender Grund. Wenn ich will, kann ich mehrere natürliche Wasservorkommen erreichen, ohne anderen Menschen begegnen zu müssen. Ich glaub, welche zu treffen wäre schwieriger als ihnen auszuweichen.
LG
Papa Bär

ID 1208
11.04.2012, 08:49
Neben den von omawa genannten Gründen gibt es (je nach Wohnort) das Szenario, dass das Wasser ausserhalb der Wohnung verstrahlt ist oder zumindest stärker als das im Keller gelagerte und man so Wasser hat bis zur Evakuierung oder Flucht.

Grundsätzlich ist der Wasservorrat für mich ein Puffer, der ermöglicht, vorerst zuhause zu bleiben oder Wasser in bekannter Qualität von zuhause mitzunehmen. Ist ein Ausfall der Wasserversorgung vorhersehbar, so können vorher noch schnell Badewanne und weitere Behälter gefüllt werden.

Wichtig finde ich, dass man in der Gegend weiss, wo es Quellen, Gewässer und Brunnen hat, wie die Wasserqualitäten sind. Da ich wegen der kurzen Haltbarkeit keine Aktivkohle lagere muss ich wissen welche Quellen und Gewässer frei von chemischen Belastungen sind, die Aktivkohle erforderlich machen würden. Bei den Brunnen würde ich dann das Wasser so nehmen (hoffentlich in einer brav wartenden Schlange), bei den anderen Gewässern reicht dann der Keramikfilter aus. Weiter könnten Abflussrinnen von Dächern angezapft und Regenwasser gesammelt werden, usw.

Herzliche Grüsse
linthler

Papa Bär
11.04.2012, 09:00
Nächstes KKW ist in über 250 km Entfernung. Das schützt mich zwar nicht unbedingt vor dem Fallout, gibt mir aber ausreichend Vorwarnzeit.
Ich wusste ja schon immer, dass ich in der perfekten Survival-Umgebung lebe, außer einer plötzlichen Eiszeit und die damit einhergehende Vergletscherung der nördlichen Hemisphäre trifft mich nichts ohne Vorwarnung. Alles was geschehen könnte, wird zuerst woanders geschehen, so dass ich immer genug Zeit zum reagieren habe...

ID 1400
11.04.2012, 09:04
Nächstes KKW ist in über 250 km Entfernung. Das schützt mich zwar nicht unbedingt vor dem Fallout, gibt mir aber ausreichend Vorwarnzeit.
Ich wusste ja schon immer, dass ich in der perfekten Survival-Umgebung lebe, außer einer plötzlichen Eiszeit und die damit einhergehende Vergletscherung der nördlichen Hemisphäre trifft mich nichts ohne Vorwarnung. Alles was geschehen könnte, wird zuerst woanders geschehen, so dass ich immer genug Zeit zum reagieren habe...

du ziehst eine "plötzliche Eiszeit" in Betracht?

Lg.

Papa Bär
11.04.2012, 09:09
Definitiv nicht. Ist aber das einzige, was micht unvorbereitet treffen würde. Und dafür bräuchte ich ja dann auch kein Wasser einlagern:grosses Lachen:

wolpi
11.04.2012, 15:46
@ Papa Bär
Im Spiegel war kürzlich ein Artikel über die Möglichkeit von Tsunamies in der Nordsee . Könnte da nicht noch ein bißchen in Deinen Teich überschwappen oder wohnst Du zusätzlich etwas erhöht ?

Wolpi

Papa Bär
11.04.2012, 15:58
Ich wohne etwa 25m über dem Meeresspiegel. Aber wenn Du Dir mal eine Karte anschaust, wie eine Tsunamiwelle in der Nordsee durch das Skagerak, Kattegat und Belt in die Ostsee fliessen müsste - bis dir hier ist, hätte die sich längst totgelaufen...

Taipane
03.03.2013, 10:09
Also ich habe mir die Frage auch oft gestellt für wie lange vorsorgen?

Und ich denke da kommt es wirklich drauf an was für ein Szenario man zugrunde legt für was einer persönlich vorsorgt.
Also diese 15 -20 Jahre vorsorge halte ich auch für arg übertrieben, sollte ein Szenario eintreffen wo ich für 15 -20 Jahre vorsorge betreiben müsste werde ich die Katastrophe wohl sehr schwer überleben und ob sich ein weiterleben danach lohnt ist auch noch eine andere frage.

Ich hab mir ja meine Senarien, die ich für am wahrscheinlichsten halte ,herausgenommen und bereite mich darauf vor.
Das wäre für mich zB eine weltweite Pandemie wenn ich zb mitbekomme das eine Seuche im anmarsch ist ,dann möchte ich zB so lange versorgt sein das ich während der Hochphase der Seuche das Haus nicht verlassen muss.
Bei einer weltweiten Pandemie sollte man schauen das man mit so wenig Menschen zusammen trifft wie nur möglich.
Also einkaufen gehen , Wasser holen gehen, oder sonstige versuche Nahrungsmittel für die Familie zu besorgen wären bei einer Pandemie reiner Selbstmord bzw die Gefärdung der eigenen Familie.
Bei einer Pandemie ist eine Vorsorge zwischen 1/2 Jahr und einem Jahr eine gute Lösung in dieser Zeitspanne haben die Wissenschaftler die Möglichkeit in aller ruhe ein Gegenmittel herzustellen.
Sollte es nicht machbar sein ein Gegenmittel herzustellen ,wovon ich allerdings nicht ausgehe, wird der Großteil der Menschen bis dahin schon gestorben sein und mit aller vorsicht könnten wir dann den SO verlassen und uns aus der Gefahrenstelle vorsichtig entfernen unduns in ehmaliges unbewohntes Gebiet zurück ziehen.

Bei einer weltweiten Wirtschaftskrise ist es dasselbe wenn das Getreide oder andere Lebensmittel plötzlich 1000 Euro kosten möchte ich nicht herum laufen und versuchen müssen irgendwie Nahrung zu beschaffen und dabei irgendeinem Prepper vor die Schrotflinte zu laufen.
Die Geschichte hat gezeigt die Wirtschaftskrisen hatten alle nach 1,5 - 2 Jahren ein Ende sogar schon vorher und danach trat wieder die Normalität ein ( naja weitgehend).
In dieser Zeit möchte ich mich versorgt wissen, und ruhigen Gewissens die Krise abwarten.
Bei einem Kriegsfall ist es dasselbe , im Falle eines Krieges wird die

Interessehalber
03.03.2013, 10:18
taipane, eine Bitte: könntest du in lesbareren Abschnitten schreiben, das ist sehr gestreckt und selbst ich, die ich viel viel viel lese, habe Probleme, deine Texte zu lesen. Und vor dem Absenden die Rechtschreibprüfung drüberlesen lassen. Dein Text ist leider gespickt mit Fehlern und durch die sowieso schon auseinandergerissenen Absätze ist es schwer, deinen Text ganz zu erfassen.

Taipane
03.03.2013, 10:36
Oh ich hatte ihn extra so geschrieben weil ich dachte das es für Euch besser zu lesen ist , aber ich kann das auch wieder anders schreiben kein Problem.

Mit der Rechtschreibung kann ich Dir leider nicht helfen ,ich leide an einer recht ausgeprägten Rechtschreibschwäche, schon von Kindes Bein an :-( und da ich meinen Laptop geschrottet habe schreibe ich hier an dem Computer meiner Tochter und der hat leider kein Word Programm und damit kein Rechtschreibprogramm.:schmeichel:

Das habe ich nur in der Uni zur Verfügung und die hat jetzt Semesterferien:-(.

Ich halte mich mit dem Schreiben in Zukunft dann lieber zurück und lese eher mit .

lg

Taipane
03.03.2013, 11:16
Es ist nicht möglich den Text oben durch Bearbeiten zu ergänzen was ist das für ein mist?

Stell ich mich mal wieder so blöde an:-(

Das hatte ich ja so noch nie gehabt:-((

Ich setze jetzt den erneuerten Text hier noch mal ein unter bearbeiten oben nimmt er die Fassung nicht an:-(


Also ich habe mir die Frage auch oft gestellt für wie lange vorsorgen?

Und ich denke da kommt es wirklich drauf an was für ein Szenario man zugrunde legt für was einer persönlich vorsorgt.
Also diese 15 -20 Jahre vorsorge halte ich auch für arg übertrieben, sollte ein Szenario eintreffen wo ich für 15 -20 Jahre vorsorge betreiben müsste werde ich die Katastrophe wohl sehr schwer überleben und ob sich ein weiterleben danach lohnt ist auch noch eine andere frage.

Ich hab mir ja meine Senarien, die ich für am wahrscheinlichsten halte ,herausgenommen und bereite mich darauf vor.
Das wäre für mich zB eine weltweite Pandemie wenn ich zb mitbekomme das eine Seuche im anmarsch ist ,dann möchte ich zB so lange versorgt sein das ich während der Hochphase der Seuche das Haus nicht verlassen muss.
Bei einer weltweiten Pandemie sollte man schauen das man mit so wenig Menschen zusammen trifft wie nur möglich.
Also einkaufen gehen , Wasser holen gehen, oder sonstige versuche Nahrungsmittel für die Familie zu besorgen wären bei einer Pandemie reiner Selbstmord bzw die Gefärdung der eigenen Familie.
Bei einer Pandemie ist eine Vorsorge zwischen 1/2 Jahr und einem Jahr eine gute Lösung in dieser Zeitspanne haben die Wissenschaftler die Möglichkeit in aller ruhe ein Gegenmittel herzustellen.
Sollte es nicht machbar sein ein Gegenmittel herzustellen ,wovon ich allerdings nicht ausgehe, wird der Großteil der Menschen bis dahin schon gestorben sein und mit aller vorsicht könnten wir dann den SO verlassen und uns aus der Gefahrenstelle vorsichtig entfernen unduns in ehmaliges unbewohntes Gebiet zurück ziehen.

Bei einer weltweiten Wirtschaftskrise ist es dasselbe wenn das Getreide oder andere Lebensmittel plötzlich 1000 Euro kosten möchte ich nicht herum laufen und versuchen müssen irgendwie Nahrung zu beschaffen und dabei irgendeinem Prepper vor die Schrotflinte zu laufen.
Die Geschichte hat gezeigt die Wirtschaftskrisen hatten alle nach 1,5 - 2 Jahren ein Ende sogar schon vorher und danach trat wieder die Normalität ein ( naja weitgehend).
In dieser Zeit möchte ich mich versorgt wissen, und ruhigen Gewissens die Krise abwarten.
Bei einem Kriegsfall ist es dasselbe , im Falle eines Krieges wird die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet sein, und dann ist es besser das geschehen draußen abzuwarten oder die Flucht zu ergreifen.

Desweiteren wurde es auch hier schon gesagt ist ein ein Jahresvorrat auch noch gut zu rotieren, und man kann einen ein Jahres Vorrat auch auf 1 1/2 Jahre ausdehnen.

Also eben wurde die Wasserversorgung angesprochen, alle Städte haben irgendwo Oberflächenwasser in Form von Seen und Flüsse oder Kanäle.
Außerdem kann man zur Not auch noch Regen-Wasser auffangen wenn es echt mal eng wird mit Wasser.
Dazu eignen sich hervorragend die vielen Regenrinnen der Häuser, einfach bei Regen anzapfen und Wasser marsch.

ZB habe ich gelesen das das Statistische Bundesamt errechnet hat ,
das in Berlin im Jahresdurchschnitt 600 Liter Wasser pro Qm fallen.
Das wären bei einem Dach von 200qm Fläche rund 120 000 Liter pro Jahr, pro Haus.

Ich meine nehmen wir einmal an in einem Haus gibt es 6 Mietparteien mit jeweils 4 Personen .
Jede Wohnung mit 4 Personen braucht im Schnitt 60 Liter Wasser am Tag nur zum Überleben,Essen Trinken , Waschen , Camping-Toilette, Geschirr etc
In einem Monat braucht die Familie dann 1800 Liter Wasser
Und in einem Jahr 21600 Liter Wasser.
Das müssen wir mal 6 nehmen weil wir ja schließlich sechs Mietparteien hatten.
Das macht also 130 000 Liter Wasser pro Jahr.

Ich meine gut etwas Wasser fehlt für die Hausbewohner ca 10 000 Liter aber alles in allem sind finde ich 60 Liter Wasser pro Familie nur zu überleben schon sehr hoch gerechnet.

Also finde ich ist die Wasserversorgung nicht wirklich so ein Problem, oder? Fast jeder Haushalt hat eine Badewanne den der Haushalt als natürlichen Wasserspeicher nutzen kann.
Und zur Not müssen dann eben Pools aufgestellt werden unten im Garten wo das Regenwasser gesammelt wird.
Ich habe für den Notfall immer drei große Swimmingpools im Schrank liegen, wer weis wozu die mal gut sind;-).

Alles in allem finde ich einen 1 Jahresvorrat als angemessen und arbeite deshalb auch drauf hin.




Sorry ich wollte den Text bearbeiten, wegen der Kritik die ja auch bereichtig war, aber wie immer wenn ich ihn bzw Texte bearbeite wird dann nach dem Speichern nur noch die Hälfte (wenn überhaubt )angezeigt die andere Hälfte verschwindet dann einfach und ist dann für mich verloren:-(.
Sorry aber ich habe jetzt keine Lust das alles noch mal aufzuschreiben :-( das ist zu viel gewesen:-(

Ich habe nun doch noch mal das gröbste was dort noch stand versucht wieder herzustellen.

lg

Interessehalber
03.03.2013, 11:25
Oh ich hatte ihn extra so geschrieben weil ich dachte das es für Euch besser zu lesen ist , aber ich kann das auch wieder anders schreiben kein Problem.

Mit der Rechtschreibung kann ich Dir leider nicht helfen ,ich leide an einer recht ausgeprägten Rechtschreibschwäche, schon von Kindes Bein an :-( und da ich meinen Laptop geschrottet habe schreibe ich hier an dem Computer meiner Tochter und der hat leider kein Word Programm und damit kein Rechtschreibprogramm.:schmeichel:

Das habe ich nur in der Uni zur Verfügung und die hat jetzt Semesterferien:-(.

Ich halte mich mit dem Schreiben in Zukunft dann lieber zurück und lese eher mit .

lg

Ich persönlich finde, das ist so viel anstrengender zu lesen mit den Absätzen nach ein, zwei Sätzen, das reißt irgendwie das Meiste aus dem Zusammenhang.

Achso, dann nehme ich das zurück und kann dann damit leben, nun weiß ich es ja. :rolleys:

Taipane
03.03.2013, 11:31
Wie jetzt das ist jetzt auch net gut:staun: oder hab ich dich jetzt falsch verstanden?

Ich bin etwas verwirrt wie soll ich denn nun schreiben? sag mir jetzt nicht das ich meinen Text geschrottet habe für nichts und wiedernichts :weinen:.

Oh nee oder :lächeln:
lg

Papa Bär
03.03.2013, 11:47
Gemeint ist
- Rechtschreibfehler sind entschuldigt unter den besonderen Umständen
- Formatierung sollte aber verbessert werden - also nicht so große Zeilenabstände und Absätze so, dass sie Sinn ergeben

:winke:

Interessehalber
03.03.2013, 12:07
Um zum Thema selbst zurückzukommen. Die Befindlichkeiten sind da ganz unterschiedlich. Die einen sagen: 14 Tage reichen, danach ist sowieso alles vorüber. Andere gehen von der Notwendigkeit einer längeren Vorsorge aus, zu diesen gehöre ich z.B. Wobei ich jetzt nicht für eine Pandemie vorsorge. Da ich körperlich sowieso schon "vorbelastet" bin, glaube ich nicht, so was lange überleben zu können.

Für was ich vorsorge sind kürzere Szenarien: mögliche Stromausfälle über Tage oder Wochen. Für Hochwasser. Und für den Zusammenbruch der Weltwirtschaft. Die ersten beiden Szenarien werden Spuren hinterlassen, sind aber zu bewältigen. Eine größere Wirtschaftskrise wird stärkere Spuren hinterlassen. Da ich davon ausgehe, dass ich dann eine der ersten bin, die keine Arbeit mehr hat (wer braucht in einer Krise Kopfarbeiter), muss ich Vorsorge betreiben, die über mehrere Monate geht. Wie das dann aussehen wird, in der Realität der Vorsorge, weiß ich noch nicht. Lagermöglichkeiten sind jetzt nicht unbegrenzt, müssen aber erstmal geschaffen werden. Im Keller kann ich nichts lagern, da zu große Einbruchsgefahr. Und mein ganzes Leben mag ich auch nicht umstellen, aber auch gut genug vorbereitet sein.

Und Regenwasser auffangen: ja, da denke ich noch über meine persönliche Umsetzung nach.

Ich denke, wichtig ist für die eigene Vorsorge: wie ist mein Standpunkt, welche Szenarien sehe ich kommen und wie gut will ich wie lange leben bzw. überleben. Jeder hat da seine eigenen Gedanken dazu. Finde das Thema aber total spannend, eben wegen der unterschiedlichen Sichtweisen.

Taipane
03.03.2013, 12:34
Ja ohne Frage das Platzproblem beschäftigt mich auch ,da für mich der Keller auch net infrage kommt wegen der Einbruchsgefahr.

Und wer braucht in einer Krise schon einen Vulkanologen:-(

Allerdings das mit der Pandemie da wiederspreche ich Dir.
Ob Du vorbelastet bist oder nicht du hast die gleichen Chancen wie wir anderen auch.
Wenn sich plötzlich der Ebola Virus in einer veränderten Form schlagartig ausbreitet , und wir beide stehen an der Wasservergabe und uns spuckt ein Träger an ,dann sterben wir beide weg gut ich vielleicht einen Tag später aber retten tut mich meine Gesundheit dann auch net wirklich.

Das heisst wenn Du gut vorsorgst und wirklich darauf achtest dich vor einer Ansteckung in Sicherheit zu bringen ,also das du wenn möglich nicht mehr raus gehst oder dich dementsprechend zu schützen vermagst dann hast Du bei einer Pandemie die gleichen Chancen wie die anderen Menschen auch.

Du musst nur rechtzeitig reagieren und dich von der Seuche fern halten.
lg

Interessehalber
03.03.2013, 12:58
Ja ohne Frage das Platzproblem beschäftigt mich auch ,da für mich der Keller auch net infrage kommt wegen der Einbruchsgefahr.

Und wer braucht in einer Krise schon einen Vulkanologen:-(

Allerdings das mit der Pandemie da wiederspreche ich Dir.
Ob Du vorbelastet bist oder nicht du hast die gleichen Chancen wie wir anderen auch.
Wenn sich plötzlich der Ebola Virus in einer veränderten Form schlagartig ausbreitet , und wir beide stehen an der Wasservergabe und uns spuckt ein Träger an ,dann sterben wir beide weg gut ich vielleicht einen Tag später aber retten tut mich meine Gesundheit dann auch net wirklich.

Das heisst wenn Du gut vorsorgst und wirklich darauf achtest dich vor einer Ansteckung in Sicherheit zu bringen ,also das du wenn möglich nicht mehr raus gehst oder dich dementsprechend zu schützen vermagst dann hast Du bei einer Pandemie die gleichen Chancen wie die anderen Menschen auch.

Du musst nur rechtzeitig reagieren und dich von der Seuche fern halten.
lg

Da muss ich dir gleich im Gegenzug widersprechen, da du nicht weißt, welche Vorerkrankungen ich habe und auf welche lebenserhaltenden sowie auch lebensrettenden Medikamente ich angewiesen wird. Darüber spreche ich auch nicht, da dies zwar Teil meiner persönlichen Vorsorge ist, aber nur wenige Menschen etwas angeht.

Mir geht es ja aber wie gesagt auch um andere Szenarien. Kommt eine Pandemie und ich überlebe sie, gut. Überlebe ich sie nicht, auch gut. Ich habe meinen persönlichen Glauben und deshalb keine Angst vor dem Tod. Aber wie meine Vorerkrankungen, so ist auch mein Glaube kein Thema für dieses Forum. :rolleys:

Taipane
03.03.2013, 13:08
Um Gottes willen ich wollte jetzt auch nicht über Deine Erkrankung sprechen, das habe ich auch nicht vor gehabt und auch nicht angesprochen sorry wenn es so rüber kam:-) ich wollte auch nur sagen das eine Ansteckung von anderen Faktoren abhängig ist als persönliche Erkrankungen.

Aber wir lassen das Thema jetzt hier hast ja recht was Du geschrieben hast ich kann natürlich nicht jegliche Erkrankung mit einbeziehen;-) lg

wolpi
03.03.2013, 14:28
Die neue Bundestagsdrucksache vom Januar geht von einer Pandemie aus, die in drei größeren Wellen kommt und drei Jahre dauern wird, ausgehend von einer Vorgabe, daß man nach 3 Jahren dann wirklich einen Impfstoff/Behandlungsstoff hat.

Zeitraum wären dann wohl 3 Jahre, zumal nicht klar ist, was es nach 1 -2 Jahren noch zu kaufen gibt, so man denn zum Einkaufen will/kann.

Interessehalber
03.03.2013, 14:42
Die neue Bundestagsdrucksache vom Januar geht von einer Pandemie aus, die in drei größeren Wellen kommt und drei Jahre dauern wird, ausgehend von einer Vorgabe, daß man nach 3 Jahren dann wirklich einen Impfstoff/Behandlungsstoff hat.

Zeitraum wären dann wohl 3 Jahre, zumal nicht klar ist, was es nach 1 -2 Jahren noch zu kaufen gibt, so man denn zum Einkaufen will/kann.

Da muss ich immer an den "Hype" um die Schweinegrippe denken. Da wurde man schon schräg angeschaut, wenn man nur gehustet hat. Das sind ja alles Dinge, die passieren können. Drin steckt man sowieso nicht, wer weiß, was sich für ein Supervirus entwickelt aus zahlreichen Mutationen. Oder aus welchem Genpanscher-Labor so ein Ding plötzlich entkommen kann. (Nein, ich sage jetzt nichts zu Zombies, sonst kriege ich von den Mods böse Blicke :grosses Lachen:).

Sorgt hier einer für einen so langen Zeitraum von drei Jahren vor? Ich meine, das ist doch ein riesengroßes Lager dann. Oder rechtzeitig in die weitestgehende Selbstversorgung gehen, und dann schauen, wie man sich durchschlägt?

200680G60510
03.03.2013, 16:21
Wenn ich mich auf das schlimmste anzunehmende Szenario vorbereite dann sollten kleinere Ereignisse weniger das Problem sein.
Einkaufen hat sich in so einem Fall wie einer Pandemie sowieso erledigt. Schon zweimal wenn sie über 3 Jahre geht.
Bei kleineren Ereignissen gehe ich davon aus dass ein Vorrat von einem halben Jahr reichen sollte.
3-4 Jahre Vorrat ist schon ein ziemliches Lager...

Bei länger bis lang anhaltenden Krisen sollte man die Möglichkeit haben durch eigenen Anbau den Vorrat zu strecken.
Wenns extrem lang ist muss man sich sowieso selber versorgen und das geht mMn nur am Land.

Was das betrifft ist mein Motto: Raus aus der Stadt, rein in die Pampa.
Ausserdem hab ich auf dem Land weitaus mehr Möglichkeiten mich als Prepper zu entfalten als in einer Stadt.

Wenn eine Pandemie ausbricht und sich das ganze über Jahre hinzieht kann man es mit Sicherheit vergessen noch irgendwo hinzukommen.
Dann gibts eher früher als später Sperrzonen.

Selbst wenn nicht, werden die Leute auf dem Land mit Sicherheit nicht begeistert sein wenn eine Horde potentiell ansteckender "Selbstversorger" aus der Stadt ihre Grundstücke besetzen und den Garten umgraben...

Wenn man dann nicht schon am Land ist wirds wohl nix mehr werden.
Wer denkt "Ach wenn meine Vorräte zur neige gehen werd ich Selbstversorger, pack meine Samen aus und dann wirds schon" der ist aber sowas von auf dem Holzweg...

"Müßig nährt sich das Eichhörnchen":Schwitz:

MfG
:victory:

Interessehalber
03.03.2013, 16:39
Wenn man dann nicht schon am Land ist wirds wohl nix mehr werden.
Wer denkt "Ach wenn meine Vorräte zur neige gehen werd ich Selbstversorger, pack meine Samen aus und dann wirds schon" der ist aber sowas von auf dem Holzweg...

"Müßig nährt sich das Eichhörnchen":Schwitz:

MfG
:victory:

Na wenn jemand so denkt, wird das einen üblen Reinfall geben. Rechtzeitig anfangen ist dabei wohl eher die Devise. Mein Traum ist immer noch der alte: ein zumindest größtenteils Selbstversorger-Dasein mit ein paar anderen Gleichgesinnten. Aber ohne Spinnerte, das ist mir zu stressig. Einfach ganz normale Leute, die die gleichen Ziele haben und für die Respekt vor dem anderen genauso wichtig ist wie mir.

Bis sich da mal was tut, vielleicht irgendwann, sorge ich eben zuhause vor. Und harre der Dinge, die da kommen werden.

Waldschrat
03.03.2013, 19:27
Hallo an alle,

die Frage ist, womit rechnet ihr? Mit welchen Szenarien? Dann sollte neben der eigenen Vorbereitung aber auch der vermutliche Zustand und die vermutlichen Reaktionen der Welt um mich rum ins Kalkül gezogen werden.

Das deutsche Bundesamt für Zivilschutz empfiehlt Vorräte für 14 Tage. Ich bin da etwas pessimistischer und stelle mich auf drei Monate ein. Samen gehören deshalb nicht zu meinen Lagerbeständen, mit Ausnahme von Sämereien zur Zucht von Sprossen, die wir im Winter in Sprossengläsern zur Vitaminversorgung treiben lassen.

Wer in einem langfristigen WTSHTF Szenario auf landwirtschaftliche Autarkie setzt, der sollte sich auch mit einem anderen Problem auseinandersetzen, das so alt ist wie die Erfindung der Landwirtschaft vor etwa 13.000 Jahren. Saathelfer werdet ihr keine haben, Erntehelfer möglicherweise mehr, als euch lieb ist ....

... und wer mir jetzt sein Waffenarsenal auflistet, den frage ich: "und wo ist das Personal, das damit im Dreischichtbetrieb um den Acker patrouilliert?"

Autarkie ist ohne eine Gemeinschaft von zumindest Dorfgrösse nicht drin.


Meint

Matthias

olafwausr
03.03.2013, 19:52
So nu will ich auch mal noch meinen Senf dazugeben.
Wie schon gesagt wurde, jeder geht von anderen Zeiträumen aus. Bei mir liegt die Sache so, das ich seit dem Kellerumbau
genügend Platz habe.

Wasser ist zum Glück nicht das Problem. In meinem Garten plätschert eine Quelle. Eine Solarpumpe befördert kontinuierlich
Wasser durch einen 10.000 l Tank (das ist ein riesiges Glasfasergebielde, das zu DDR Zeiten in der Landwirtschaft genutzt
wurde, jährliche Reinigung ist völlig ausreichend.) das Wasser lasse ich hin und wieder auf Schadstoffe testen, bisher gab
es keine Probleme.

Mit den Vorräten handhabe ich es so, das wir grundsätzlich alles, was gebraucht wird, aus dem Keller holen. Jedes Teil was
entnommen wird, kommt doppelt zurück. Zur Zeit bin ich, grob gerechnet, bei einem 3-Monats Vorrat. Wie gesagt, das Lager
wächst kontinuierlich. Ich denke aber, das ich das Vergrößern stoppen werde, wenn ich bei ca. 6 Monaten angekommen bin.
Wir sind nur 2 Personen und bereiten aber für 6 Personen vor.
Wenn das Lager zu gewaltig wird, ist ein vernünftiges Wälzen nicht mehr möglich.
Kartoffeln und Gemüse bauen wir schon immer an, das müsste im Ernstfall eben intensiviert werden. Außerdem rennen 8 Hühner
in der Gegend herum, die werden sich dank Hahn hoffentlich vermehren wenn es soweit ist, außerdem ist ein Schweinestall auf
"stand by", Ferkel könnte ich jederzeit holen, das mag ich mir aber Gegenwärtig nicht antun.

Beste Grüße, Olaf

Interessehalber
03.03.2013, 20:16
Aber das ist doch gerade das Interessante am Preppen. :lächeln: Die unterschiedlichen Szenarien, die unterschiedlichen Zeiträume, für die jeder bevorratet und auch die Art, wie die Vorräte aufgestockt werden. Ich finde das spannend. Weil es irgendwie das ist, was ich mit 16 im Kopf hatte an Vorbereitung und jetzt, 30 Jahre später, laufen die Dinge in eine Richtung, dass ich es 1. kann und 2. auch für dringend notwendig halte.

Nee Waldschrat, ich will kein gänzlich autarkes Leben. Dazu bin ich vielleicht "zu modern", obwohl ich mit nicht viel und einfacher Holzheizung aufgewachsen bin. Ich habe aber dadurch den Vorteil, ich kann mich umstellen und den Gegebenheiten anpassen, das ist sicher eine wichtige Stärke, die ich nicht missen möchte. Selbstversorger ja, bis zu einem gewissen Maß, aber nicht fernab der "Welt" und der anderen leben.

Ich plane derzeit keinen Zeitraum, ich lasse es sich entwickeln. Über die zwei Wochen bin ich beim Essen hinaus und sehe, wie es in meinen Möglichkeiten ist und wie es sich entwickeln wird. Zudem denke ich an die wunderbaren Kinder meiner Nachbarn, die egal was kommen wird, eine Chance verdient haben, noch ein paar Jahrzehnte zu leben und die im schlimmsten Fall ein Teil einer neuen Welt sein sollten, die ich vielleicht nicht mehr erleben werde.

Ansonsten bin ich eher mit beiden Beinen auf dem Boden und lebe lieber im Jetzt als im Morgen...

hinterwäldler
03.03.2013, 23:52
Mit meinem Vorrat käme ich derzeit ca. 1-3 Monate aus, Marmelade 1 Jahr, Kellerkartoffeln haben über den Winter gereicht, da warte ich auf neue...
Da ich auf dem Land lebe, könnte ich bei Eintritt einer Krise noch früh genug reagieren, indem ich beim Nachbarbauern z.B. einen Doppelzentner Getreide schroten lasse. Würde das dann überwiegend als Brei kochen.
Auch bei Milch arbeite ich an der Quelle.
Garten ist vorhanden, ich könnte zusätzlich die Zierpflanzen rausschmeißen und ein größeres Stück kurzfristig umpflügen lassen.
Mit Dreschflegelsaatgut handeln Freunde von mir ein Dorf weiter.
Karnickelstall steht parat.
Bei längerfristigen Szenarien könnte ich 2 Kühe mit Kälbern halten oder mehrere Ziegen/Schafe.
Freunde züchten Geflügel und Bienen.
Nur für einen ernsten Verseuchungsfall (Cattenom) hätte ich nicht Konserven genug, weil ich im Alltag nicht sehr oft welche esse.
Ich könnte versuchen, rasch beim Großhändler im Einkaufsort noch welche zu bekommen.

Mark Wilkins
03.03.2013, 23:56
Hallo Leute!

Stellt euch die Frage mal anders "Preppen - wie lange"? Viele hier sind schon sehr lange dabei und es scheint als gäbe es nie ein Ende der Vorbereitungen. Die Frage ist, kommt irgendwann der Punkt an dem man sich sicher fühlt?

MFG,

Mark Wilkins

olafwausr
04.03.2013, 01:06
Da komme ich gleich nochmal. Ich fühle mich schon jetzt sicher.
Vermutlich habe ich mit meinen jetzigen Vorräten schon einen
gewaltigen Vorsprung vor dem gesamten Rest im Ort.

Dieses Gefühl ist ein schöner Nebeneffekt der ganzen Vorbereitung.


Beste Grüße, Olaf

200680G60510
04.03.2013, 06:09
Sicherheit ist doch genau das was man mit seinen Vorbereitungen erreichen will. Andernfalls kann man auf die staatliche Notversorgung und ihr funktionieren in jeder Lage bauen.
Nur weil das hier eigentlich keiner (bis extrem wenig) macht desshalb: "Vorräte" ansammeln.
Mein Endziel ist so Autark wie möglich zu werden um irgendwann meine Vorräte selber auffüllen zu können.

Ein Zeichen wie ich auf staatliche Hilfe vertraue...!? Wenig bis garnicht :grosses Lachen:

Vorräte für die nächsten 20 Jahre einzulagern halte ich persönlich für wenig sinnvoll. Selbst wenn man damit überleben könnte, lebet man in einem Lagerhaus und nach spätestens 5 Jahren Ernährung rein durch Langzeit/Instant/Pulvernahrung kannst du das Zeug sowieso nicht mehr sehen...

MfG
frische Grüße
:rolleys:

Taipane
04.03.2013, 09:14
Ich denke jeder der sich auf ein Szenario vorbereitet weis ganz genau wann er das Ziel erreicht hat.

Bei mir wäre es erreicht wenn ich großzügig Vorräte für 4 Personen( meine Tochter und ich und zwei Notpersonen) für 1 Jahr hätte ,das könnte ich dann auch auf 1,5 Jahre strecken.
Dann hätte ich gerne das Grundstück mit dem bisschen Land auf dem Land( nichts großes ein kleines Häuschen was ich sanieren kann würde mir reichen)
Und ich hatte gerne das Segelboot mit der entsprechenden Ausrüstung.

Wenn ich das alles habe dann bin ich voll auf zufrieden :-) .

Allerdings muss ich sagen läuft bei mir das Preppen mitterweile eher nebenher.
Es ist also keine Haubtbeschäftigung von mir und daher empfinde ich es auch nicht als einschneidend ,so das ich sagen müsste hoffendlich bin ich bald fertig.

Im früheren Leben war ich ein Eichhörnchen daher meine Neigung zum Preppen;-).

Ich habe einen gewissen Betrag den ich pro Monat dafür ausgebe und kaufe wenn ich Lebensmittel kaufe immer alles doppelt.

Das andere was ich mir beibringe ist einfach nur interesse, ich interessiere mich wahnsinnig für Kräuterheilunde also eigne ich mir dort eine Menge Wissen an, das würde ich auch ohne Preppen tun.
lg

wolpi
04.03.2013, 11:53
Hallo beisammen,

ich denk mir, daß sich peppen nicht nur auf das Einlagern von Vorräten bezieht , sondern irgendwann die Bereiche Selbstversorgung und Survival tangiert . Selbstversorgung in die Richtung, auf vorbereiteter Basis selbst Lebensmittel anbauen zu können, Survival in die Richtung vorhandene essbare Pflanzen zu finden. Das ganze macht natürlich nur einen Sinn, solange Krankheitskeime nicht als staubige partikel durch die Gegend fliegen.

Im Fall der Pandemie kann Preppen auch in die Richtung gehen , sich so auszustatten, daß man es vielleicht auch wagen könnte , zum Einkaufen zu gehen, sofern es noch was gibt , und sich und die erworbenen Waren bei der Rückkehr zu dekontaminieren.

Bei anderen Seuchen kann es zum Beispiel vielleicht schon "ausreichen", daß man über Möglichkeiten verfügt, sauberes Trinkwasser aufbereiten/beschaffen zu können.

wolpi

Harmlos
04.03.2013, 12:36
Hallo zusammen,

auch wenn ich mich wiederhole habe ich einmal das Thema:"Definition von Szenarien" in einem eigenen Thread gestartet:

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/27038-Liste-um-persönliche-Szenarien-zu-definieren/page2

Die Idee dahinter ist, dass anhand einer Liste, die jeder für sich durchdefiniert, die für einen selber wahrscheinlichen Szenarien bewertet und dann entsprechend einen Vorsorgeplan erstellt. Dieser hat dann individuelle Schwerpunkte und das Projekt "Preppen" kann geplant angegangen werden, was Verluste durch Fehlanschaffungen begrenzt.

Wenn z.B. keines meiner Szenarien länger als wenige Monate läuft, dann brauche ich vermutlich auch keinen Jahresvorrat gemäß meiner Definition.


Ich persönlich glaube nicht dass Preppen ein Selbstzeck ist. Für mich ist Preppen eine Versicherung gegen für mich wahrscheinliche Szenarien. Also ist das Preppen nach meiner persönlichen Definition nicht der Weg in die Autarkie, sondern ein Projekt, welches sobald meine erwarteten Szenarien durch meine Vorbereitungen abgeschlossen sind, sich nur noch auf dessen Erhaltung konzentriert. Also auf Vorratsrotation, Wissenserhaltung und -vermehrung, und Anpassung der Anforderungen durch das Weltgeschehen.

Beste Grüße

Interessehalber
04.03.2013, 12:52
Ich persönlich glaube nicht dass Preppen ein Selbstzeck ist. Für mich ist Preppen eine Versicherung gegen für mich wahrscheinliche Szenarien. Also ist das Preppen nach meiner persönlichen Definition nicht der Weg in die Autarkie, sondern ein Projekt, welches sobald meine erwarteten Szenarien durch meine Vorbereitungen abgeschlossen sind, sich nur noch auf dessen Erhaltung konzentriert. Also auf Vorratsrotation, Wissenserhaltung und -vermehrung, und Anpassung der Anforderungen durch das Weltgeschehen.


Stimme dir voll und ganz zu. :lächeln: Ich z.B. würde zwar gerne in die Selbstversorgung, das hat bei mir aber weniger mit dem Preppen zu tun, sondern weil das ein alter Traum ist von mir. Preppen bedeutet für mich, konkret für bestimmte Szenarien Vorsorge zu betreiben. Wenn ich das Empfinden habe, jetzt ist der Punkt für mich erreicht, wo der Vorrat an Lebensmitteln etc etc vorhanden ist, wird nur noch rotiert und gut ist. Eine vollständige Autarkie will ich persönlich nicht und mit Survival habe ich auch nichts am Hut.

Sibru
04.03.2013, 17:48
Ich persönlich glaube nicht dass Preppen ein Selbstzeck ist. Für mich ist Preppen eine Versicherung gegen für mich wahrscheinliche Szenarien. Also ist das Preppen nach meiner persönlichen Definition nicht der Weg in die Autarkie, sondern ein Projekt, welches sobald meine erwarteten Szenarien durch meine Vorbereitungen abgeschlossen sind, sich nur noch auf dessen Erhaltung konzentriert.
Beste Grüße

Da wir als Menschheit z. Zt. fast 3,5 Erden jährlich "verbrauchen" (siehe
http://vimeo.com/2416832)
muss unser aktuelles konsumbasiertes Wirtschaftssystem binnen 10 bis 17 Jahren kollabioeren
(wenn´s so weitergeht: in den letzten 30 Jahren wurden 1/3 der weltweiten Rohstoff-Vorkommen
verbraucht, 99% aller unserer Einkäufe werden innerhalb von 6 Monaten zu Müll... also, dass mit
dem letzten Fisch gegessen und letzten Baum gefällt kommt auf uns zu!!!)

Darum geht´s für mich ´n bischen weiter, neben der Sammlung von Material und Wissen jetzt in
"Luxus-Zeiten" bemühe ich mich um KonsumMinimierung. So hab´ich fast nur ältere Technik in
allen Bereichen, die lässt sich sogar noch reparieren (im Gegensatz zur Aktuellen {geplante
Obsoleszenz}) und bei mir kann ´n Rechner, Händie oder TV ruhig mal >7 Jahre alt sein...

Ich hinterfrage die materielle Maßlosigkeit, in der wir hier in Europa leben... was zu einer
Bescheidenheit in meinem persönlichem Bereich geführt hat. Wenn ich mitkriege, dass im
Kongo zigtausend Menschen in Sklaverei leben / umgebracht werden beim Abbau von
seltenen Erden, dann kann _ich_ mir kein Smartphone, Tablett-PC oder sonstwas
anschaffen, wo das Zeugs drin ist... letztendlich brauche ich´s auch nicht wirklich
Und ich gehe großen Firmen (global player) aus dem Weg und subventioniere mit
(tlw. nur leicht) höheren Preisen lieber reginale Anbieter.
Und nicht nur bei der Zusammenstellung von FluchtRucksack und -Quartier stellt
sich mir die Frage "brauche ich das wirklich?", sondern inzwischen jedes mal, wenn
ich mein Portemanie öffne... und immer öfter lautet die Anwort "Nein", auch ohne
Verzicht auf Lebensqualität (eher gegenteiliger Effekt) oder Wohlstand, nur anders
halt... weitere Info´s zu diesem Thema unter 52Wege.de

Harmlos
05.03.2013, 07:51
Hallo Sibru,

was hat der übermäßige Resourcenverbrauch unserer Gesellschafft mit Preppen zu tun? Oder gar mit der Größe des Vorats?

Außerdem bedeutet Preppen eher mehr Konsum, als weniger. wenn ich nicht preppe muss niemand einen Wasserfliter, Rucksack und viele andere Dinge für mich herstellen. Also ist Preppen eher schädlich für den Planeten!

So sinnig eine Diskussuion über den Resourcenverbrauch unserer Gesellschaft ist, so fehl am Platz ist diese in diesem Thread. Entschuldige meine deutlichen Worte, aber in letzter Zeit werden sinnvolle Diskussionen immer wieder durch thematisch unpassende Beiträge auf völlig andere Wege gebracht und dann ist das eigebntliche Thema wieder völlig aus dem Sichtbereich verschwunden. Das ist schade für alle die sich Gedanken zum Thema gmacht haben und auch beim Thema geblieben sind.

Aber vielleicht ist das ja auch nur meine Meinung

Taipane
05.03.2013, 08:40
Meiner Meinung ,aber wirklich nur meiner Meinung :-)nach gehört die Selbstversorgung , Survival und Preppen zusammen, ich Preppe ja aus einem bestimmten Grund und zwar ich will dafür sorge tragen das ich eine Möglichkeit habe zu überleben wenn es anderen an den Kragen geht.
Das ist das selbe mit dem Survival das ganze Preppen nutzt Dir nichts wenn Du Dein Heim verlassen musst( Kriegszenario) und draußen in der Natur unfähig bist zu überleben , für mich wäre das wirklich unproduktiv .
Wenn ich denn weiter denke ,wenn ein Szenario doch länger dauert als ich mich bevorratet habe, dann muss ich in der Lage sein mich selber zu versorgen also sollte ich in der Lage sein Ackerbau und Viehzucht sowie Energiegewinnung zu realisieren und das Know How dazu beherrschen.

Aber wie schon gesagt jeder Preppt ja anders das ist nur meine Auffassung davon.

lg

Cephalotus
05.03.2013, 12:55
Bei Hungersnöten kommt es oft zur Rationierung oder Ausgabe von Lebensmittelmarken.

Ob das in Zusammenhang mit daheim gelagerten Lebensmitteln möglich ist oder ob kontrolliert wird, dass man alles aus dem eigenen Vorrat vorher verbraucht hat weiß ich nicht, aber angenommen eine solche Kombination wäre möglich, dann reicht es ja vielleicht aus, wenn man die zugeteilten Kalorien mit weiteren 200-300kcal/Tag aus dem eigenen Vorrat ergänzt. Meine grob 200.000 kcal, die ansonsten für 2 Personen nur knapp 2 Monate reichen, würden dann für zwei Personen über ein Jahr ausreichen.

Anbei ein Beispiel aus Deutschland (zuerst gepostet im HSP Forum, aber meiner Meinung nach sehr lesenswert): http://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/texte/aufsaetze/rothenberger-hungerjahre.html

---

Sollte es hingegen keine Verteilung von Lebensmittelmarken geben, dann kann man davon ausgehen, dass nach 3-4 Monaten ein ziemlich großer Teil der Bevölkerung tot ist, dann werden die Karten eh neu gemischt.

Grundsätzlich kann ein Vorrat aus meiner Sicht zwar vom Nutzen her nicht groß genug sein, ich hätte auch lieber 2 Million kcal als 200.000 kcal. Das Problem dabei sind daber die zunehmenden Nachteile, insbesondere Platzbedarf, aber bei mir vor allem das Problem, dass ich das nicht mehr rotieren kann und will. Einen gigantischen Vorrat hochwertiger Lebesnmittel nur einzulagern um ihn dann nach 10 Jahren wegzuwerfen ist finanziell schmerzhaft und aus meiner Sicht ökologisch und ethisch schlichtweg nicht vertretbar. Ein paar Säcken Weizen, die dann nach 10 Jahren als Viehfutter enden wären für mich als Kompromiss in der Hinsicht noch ok, 10.000 Doesen einzulagern, die ich dann nach 10 Jahren in den Müll kippe sind es für mich aber nicht.

mfg

wolpi
05.03.2013, 14:01
Punkto Lebensmittelkarten

Hat hier irgendwer ne Ahnung, wie es denn momentan in D-A-CH mit der Vorbereitung für Herstellung , Ausgabe , Organisation von Lebensmittelkarten und sonstigen Bezugssscheinen bestellt ist ????? Gibts vielleicht irgendjemand, der einen kennt, der zB in einem Landratsamt damit was zu tun haben könnte ???

Taipane
05.03.2013, 14:50
Ich weis nur das die riesigen Vorratslager der BRD nicht alle mehr voll gefüllt sind, einige sogar ganz leer sind und wieder andere sind schon abgelaufen.
Die Lebensmittel wurden für Hilfsorganisationen teilweise ins Ausland verbracht aber aus mangel an finanziellen Mitteln nicht mehr aufgefüllt.

Das was an Lebensmitteln noch da ist reicht gerade mal für das Militär um die Innere Sicherheit der BRD zu gewähren und für die Sozialen Einrichtungen wie die Krankenhäuser, für die normale Bevölkerung wird es eng werden.

Aber mit den Lebensmittelgutscheinen kenne ich mich leider gar nicht aus.

lg

Worber
05.03.2013, 14:51
Lebensmittelkarten gibts in der Schweiz nicht mehr......und vieles anderes auch.

http://www.sncweb.ch/dossiers/ch_armee.htm

Gruss, Worber

P.S. INTERNATIONALE, wir kommen. Eure Saat geht auf.....

Es ist zum :weinen: wenn ich das lese!

Interessehalber
05.03.2013, 15:00
Lebensmittelkarten gibts in der Schweiz nicht mehr......und vieles anderes auch.

http://www.sncweb.ch/dossiers/ch_armee.htm

Es ist zum :weinen: wenn ich das lese!

Was sollen wir hier in D sagen? Die Bunker werden verkauft, die einen abgerissen, die anderen umgebaut. Ich halte das für einen großen Fehler. Aber ich kreide das politisch niemandem an (und dies hier ist ja auch kein politisches Forum :rolleys: ). Es ist der Lauf der Zeit, der letzte Krieg ist lange her.

Ich werde mich auf jeden Fall nicht auf Lebensmittelausgaben oder Ähnliches verlassen. Dafür sorge ich vor und dafür habe ich auch Hirn genug mitbekommen. Ich erwarte das aber auch nicht vom Staat, dass er mich in einer Krisenzeit versorgen muss. Solange ich Geld für die Krankenversicherung löhnen muss, erwarte ich eine Behandlung im Krankheitsfall. Solange ich Geld in Form von Steuern löhnen muss, erwarte ich einen halbwegs funktionierenden Staat. Muss ich beides im Falle einer Krise nicht mehr, kann ich auch keine Erwartungen an den Staat stellen. Das ist meine persönliche Meinung dazu.

tomduly
05.03.2013, 16:56
Hallo,

Ich weis nur das die riesigen Vorratslager der BRD nicht alle mehr voll gefüllt sind, einige sogar ganz leer sind und wieder andere sind schon abgelaufen.
Die Lebensmittel wurden für Hilfsorganisationen teilweise ins Ausland verbracht aber aus mangel an finanziellen Mitteln nicht mehr aufgefüllt.

hast Du dafür belastbare Quellen oder sind das nur Spekulationen? Wäre interessant, da ein paar Fakten zu bekommen.

Eine Meldung habe ich hier gefunden: Notfallreserven: Vorräte werden abgespeckt - Nationale Bestände zur Ernährungssicherung stehen auf dem Prüfstand (http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/7/nav/1095/article/19790.html) (Pressemitteilung LWK Niedersachsen vom 01.08.2012)


Grüsse

Tom

Gresli
05.03.2013, 18:05
Hallo Zusammen!

Ich glaube in Sachen Bevorraten muss man einmal unterscheiden:

1. Sachen die nicht, bzw. wenig, verbraucht werden, wie Werkzeuge, Kleider, Heizmöglichkeiten, Stromversorgung, Wasserversorgung (je nach Wohnsituation) etc.

2. Verbrauchsmaterial ohne das man leben kann, wie Deo, Toilettenpapier, Anti-Schuppen Schampo, etc.

3. Lebenswichtige Verbrauchsgüter. Darunter fällt m.M.n. vor allem Lebensmittel (was hier in erster Linie besprochen wurde). Weiter, je nach Situation, natürlich Wasser, bzw. Mittel zur Aufbereitung.

Zu Punkt 1: Ein Hammer und einen Schraubendreher sind sicher Praktisch egal, ob, oder wie lange ein Szenario anhält. Genau so der Holzofen oder die Solaranlage. Auch eine anständiges Sortiment an praktischen Kleidern ist sicher nicht nur für den Krisenfall eine gute Investition.

Punkt 2 muss jeder selber wissen: Ich persönlich glaube nicht, dass jemand sich nach 3 Monaten an meinem Achselschweiss stört.

Jetzt zu Punkt 3:
Ich berechne meinen Vorrat so: Vorrat geteilt durch (Familie + Freunde + Nachbarn).
So gesehen wird aus einem Jahresvorrat schnell einmal ein Monatsvorrat!
Es ist natürlich schön wenn jeder im Umfeld auch ein bisschen vorsorgt, aber bei mir ist das nicht der Fall.
Was das Überleben alleine, bzw. nur mit der Familie betrifft vertrete ich Waldschratts Meinung:


Wer in einem langfristigen WTSHTF Szenario auf landwirtschaftliche Autarkie setzt, der sollte sich auch mit einem anderen Problem auseinandersetzen, das so alt ist wie die Erfindung der Landwirtschaft vor etwa 13.000 Jahren. Saathelfer werdet ihr keine haben, Erntehelfer möglicherweise mehr, als euch lieb ist ....

... und wer mir jetzt sein Waffenarsenal auflistet, den frage ich: "und wo ist das Personal, das damit im Dreischichtbetrieb um den Acker patrouilliert?"

Autarkie ist ohne eine Gemeinschaft von zumindest Dorfgrösse nicht drin.

Zum Überleben aus der Natur: ich habe einmal gelesen wie viele (mehrere!) Hektar Natur ein Mensch braucht um sich hier in Mitteleuropa ernähren zu können! Wenn das alle wollen: viel Glück! (Ganz abgesehen vom Wissen)

Ausserdem: Andere mögen Leute einfach abweisen können, ich kann das fast sicher nicht, zumindest nicht Familie und Freunde.
Weiter: Die Selbstversorgung hat sogar für Bauern oder Bauerndörfer einen Haken: Zu Beginn einer Krise wird der grösste Teil der Erzeugnisse nicht auf dem Hof sondern bereits verkauft oder abgeliefert sein. Im schlechtesten Fall dauert es ein Jahr bis wieder Getreide reif ist.

Jetzt wie ich es handhabe: Ich habe für 6-9 Monate (je nach Energiebedarf: Arbeit, Heizung) Lebensmittel die ich auch mag. Das passt locker in 6 60L Tonnen. Diese kann ich auch schnell ins Auto packen oder verstecken etc.
Und Nein, ich kann diese nicht rotieren! Zur Beruhigung meines Gewissens: Ich rechne das MHD bei Trockennahrung wie Reis, Hülsenfrüchte etc. plus einige (!) Jahre. Danach wir es Tierfutter.

Diesen Vorrat habe ich mir gezielt, mehr oder weniger auf einmal, angeschafft. Kostenpunkt: etwa so viel wie meine Rechtsschutzversicherung in 1-2 Jahren kostet (und von der hängt aber sicher nicht mein Leben ab, soviel zu den Relationen!).

Weiter kaufe ich mir kontinuierlich „ewig“ (ich habe mich da informiert, will aber trotzdem keine verbindliche Empfehlung abgeben, muss jeder selber wissen) haltbare Lebensmittel: Dosen, natürlich nur die billigsten! (Platz ist zum Glück kein Thema). Kostenpunkt: ein paar Pakete Zigaretten die Woche.

Wenn ich da an anderen Stellen lese: Grundstück rundum mit Rollen Nato-Draht, Gitterzaun etc. sichern (bzw. einlagern), teure Waffen oder Alarmanlagen, usw.: Schon einmal überlegt wie viel das kostet?
(Ganz abgesehen von Walschratts Argument oben)
Für diesen Preis schaffe ich mir lieber einen breiten „Speckgürtel“ (Nachbarn). Und glaubt mir, mit Aldi-Billig-Dosen reicht dieses Geld sehr weit!

Weiter ist da natürlich Seife, Zahnpasta, Zahnbürste (alles vom billigsten): Nun ja, für mich würde es vermutlich ein Leben lang reichen, rechne das aber je nach Szenario auch als Tauschmittel. :lachen:


Grüsse, Gresli

TheHamster
05.03.2013, 20:46
Also ich rechne immer noch für ca. 4 Personen/ 1 Monat um zu leben wie die Made im Speck... Macht auch 5 Personen 2 Monate satt. Und auch 4 Personen 3 Monate am leben.

Mehr sehe ich nicht ein und habe ich auch kein Platz für. Eine Krise die länger als 3 Monate andauert beinhaltet eh soviel Umstellungen das wir uns alle hier noch umgucken werden weil man auf 50% der Ereignisse eh nie vorbereitet sein wird...

Interessehalber
05.03.2013, 21:15
Also ich rechne immer noch für ca. 4 Personen/ 1 Monat um zu leben wie die Made im Speck... Macht auch 5 Personen 2 Monate satt. Und auch 4 Personen 3 Monate am leben.

Mehr sehe ich nicht ein und habe ich auch kein Platz für. Eine Krise die länger als 3 Monate andauert beinhaltet eh soviel Umstellungen das wir uns alle hier noch umgucken werden weil man auf 50% der Ereignisse eh nie vorbereitet sein wird...

Natürlich werden wie niemals auf 100 Prozent der eintretenden Ereignisse vorbereitet sein. Doch erwartet das jemand? Ich nicht. Trotz aller Vorsorge lebe ich
mehr im Jetzt denn in der Zukunft, weil kein Mensch in die Zukunft blicken kann.

Dennoch halte ich es für wichtig, dass jeder eben seine Form der Vorsorge hat und für seinen Zeitrahmen preppt und jeder da den anderen auch mit seinen Eigenheiten respektiert. Der eine so, die andere so. Ich sehe nicht auf den herab, der nur für eine Woche vorsorgt, blicke aber auch nicht auf den herab, der für zehn Jahre vorsorgt. Jeder muss sein Maß finden und seinen eigenen Weg da gehen. Und so viele unterschiedliche Szenarien es gibt, desto unterschiedlich fällt auch die jeweilige Vorsorge aus, die wiederum von verschiedenen Menschen ganz verschieden betrieben wird.

Mein Grundgedanke beim Preppen ist klar: ich sorge für bestimmte Szenarien vor. Sollten diese nicht eintreffen, habe ich in anderen Fällen wie z.B. wiederkehrende Krankheit oder Auftragseinbrüchen trotzdem genug zu Essen und zu Trinken da und muss dann nicht plötzlich hungern. So ist meine Vorsorge in zwei Richtungen ausgelegt und ich fühle mich gut damit. Und wenn alles gut wird und gar nichts von dem passiert, ist es auch schön. Dann gebe ich weiter, was ich habe, an die, die weniger haben als ich. Dann ist es immer noch eine gute Investition.

Taipane
06.03.2013, 14:37
Aufgrund meines Studiums musste ich auch das Fach Katastrophenschutz belegen, der Prof dort hatte uns erzählt wieviele Vorratslager es tatsächlich noch gibt was sie enthalten und wie sie gepflegt werden und das diese halt immer weniger werden weil sie aufgrund

finanzieller Haushaltsmittel nicht wieder aufgebaut werden wenn aus diesen was entnommen wird .

Wir hatten auch ein Manuskript dazu mit Links aber leider hab ich die nicht mehr.:-(

Aber ich habe das hier gefunden das ist wirklich interessant:

http://www.ble.de/DE/01_Markt/11_Ernaehrungsvorsorge/06_Versorgungsbilanzen/versorgungsbilanzen_node.html

Dort steht drin das die Staatliche Vorsorge von einigen Tagen bis einige Wochen die Menschen versorgen kann je nachdem wie ausgedehnt die Krise ist.

Ob sie nur ein Bundesland betrifft oder ganz Deutschland oder gar ganz Europa.

Um so größer die Krise desto kleiner die Anzahl der Tage die die Vorräte versorgen können.
lg

Nikwalla
08.03.2013, 17:00
Hallo Taipane,
nicht gaanz so optimistisch. Geplant ist die Versorgung von "Krisengebieten" siehe Hochwasser Elbe und die Versorgung von Städten nicht der Landbevölkerung. Hat was mit kritischer Masse zu tun. 500Nasen auf dem Land können ruhig laut schreien. 500Nasen in der Stadt wachsen leicht auf das zehnfache und mehr an, das soll vermieden werden.
Mit freundlichen Grüßen
Nikwalla


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