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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Nahrung sollte man kaufen/lagern, die mindestens 2-3 Jahre haltbar sind?



ID 3126
08.04.2012, 17:40
Hallo zusammen,

ich möchte mir gerne einen Nahrungsvorrat aufbauen und würde gerne erfahren, was ihr schon lagert bzw. was ihr mir vorschlagen könnt, was ich kaufen soll.
Ich war am Mittwoch beim Aldi und habe zum ersten mal seit langen Nahrung in Konserven gekauft (Ravioli, Gulaschsuppe, Nudeln).
Es gibt ja auch noch viel Gemüse in Dosen wie Erbsen, Möhren, Kidney Bohnen und so weiter.. sollte man das auch kaufen oder direkt Fertiggerichte kaufen?

Vielen Dank vorab.

Grüße
Uwe

ID 1769
08.04.2012, 18:24
Die von dir verlangten Ratschläge könnten umfassender nicht sein :rolleys:

Am besten kaufst du, was dir schmeckt und was du auch im Alltag isst. Schliesslich möchtest du die Vorräte nach einigen Jahren nicht entsorgen müssen.
Fertiggerichte schmecken mir persönlich nicht besonders, zumindest nicht auf Dauer. Dosengemüse wie Karotten, Sauerkraut, Dosenfrüchte usw. mag ich da schon eher. Kohlenhydrate in Form von Teigwaren, Reis, Kartoffelstock lassen sich auch gut lagern.

Bei den Proteinen wirds schon schwieriger. Auch hier gibts viele Angebote in Konserven. Ich hab mich mit Wurstkonserven (Eisbein, Lyoner usw.) angefreundet und esse die ab und zu auch ganz gerne. Wiener Würstchen, Frühstücksfleisch oder Schmalzfleisch sind auch eine Option, schmecken aber nicht jedem. Einige hier aus dem Forum stellen auch selbst Beef Jerky her.
Selbstverständlich gehts auch vegetarisch mit Soja Bohnen. Kenne mich aber nicht damit aus. Die Suchfunktion wird dir sicher alle Fragen beantworten.

KUPFERSALZ
08.04.2012, 18:26
Das musst du für dich selbst ausmachen grundsätzlich gilt eigentlich nur das einzulagern was man auch mag. Wenn du keine Erbsen magst dann lagere auch keine ein auch wenn sie auf Vorratslisten von anderen stehen. Das praktische an Fertiggerichten aus der Dose ist einfach das man sie auch ungekocht essen kann.

Was auf alle Fälle neben Konserven in den Langzeitvorrat gehört sind Nudeln und Reis welche sich relativ unproblematisch.

Gruß KUPFERSALZ

Erin
08.04.2012, 18:50
Ich kann dir nur wie meine Vorschreiber raten das einzulagern was du magst.
Ich gehe dabei so vor:
Jedes mal wenn ich ein Produkt kaufe das laenger haltbar ist(mehr als nur vier Wochen) frage ich mich wie oft ich das esse und wie viel ich bis zum MHD verbrauchen kann.
So ist schon ein kleiner Vorrat entstanden und entsteht auch noch weiter. Das geht von relativ vielen Dosentomaten und Kokosmilch bis zu genau drei Gläsern Minimaiskölbchen.
Fertiggerichte habe ich persönlich gar keine im Haus.
Beobachte mal genau deine Ernährungs/Einkaufsgewohnheiten und dann lagere dementsprechend ein.

Papa Bär
08.04.2012, 19:54
Hallo uwe223,
Was du kaufen sollst, kann ich dir natürlich nicht sagen, ich kenne ja deine Ernährungsgewohnheiten nicht. Aber ich kann dir sehr wohl sagen, was ich so lagere; das war ja auch ein Teil deiner Frage.

Ich habe meine Vorräte in Wochenpakete abgepackt und für vier Personen berechnet. Ein Paket enthält

4 Dosen a 800g Gemüse (Mischgemüse, grüne Bohnen, Rotkohl, Sauerkraut)
4 Dosen a 800g Obst (Fruchtcocktail, Birnen, Pfirsich, Ananas usw.)
4 Dosen a 800g Hauptgericht (Königsberger, Köttbullar, Würstchen, Jägerklopse usw.)
8 Beutel Kartoffelpüree komplett
12 Packungen Nudel-Fertiggericht
4 x 1kg Brotbackmischungen dunkel (Vollkorn, Kartoffelbrot, Vitalbrot)
2 x 1kg Brotbackmischungen Weissbrot
8 Dosen a 125g Wurst (Schinkenwurst, Jagdwurst, Bierwurst, Leberwurst)
1 Glas Schokoladen-Brotaufstrich
1 Glas Honig
1 Dose a 400g Ghee
1 kg Mehl
1 kg Zucker
0,5 kg Salz
0,5 kg Kaffee
0,4 kg Tee
Gewürze (Pfeffer, Paprika süß und scharf, Muskatnüsse)

Ist also alles auch für den kleinen Geldbeutel realisierbar, so ein Paket kostet zwischen 70 und 80 €. Jeden Monat stelle ich ein so ein Paket zusammen und brauche es nach Erreichen des MHD im Laufe eines Monats auch wieder auf.
Alles was in Papier verpackt ist, wie Mehl oder die Backmischungen, wird zusätzlich nochmal vakuumverpackt.
Vielleicht ist dir das ja doch eine Hilfe?

LG
Papa Bär

Nachtrag: Die Abmessungen eines Paketes betragen 54 x 42 x 18cm

ID 3126
08.04.2012, 20:31
Danke Papa Bär... genau so eine Aufstellung habe ich gesucht... das gibt mir Ideen wie ich vorzugehen habe...

Uwe

Papa Bär
08.04.2012, 20:33
Immer wieder gern...

LG
Papa Bär

Maggi56
08.04.2012, 20:39
Moin Papa Bär,

500 Gramm Salz für 4 Personen im Wochenpaket, ist das nicht ein bisschen sehr viel Salz zum Verzehr, oder wofür ist das Salz gedacht..?

Gruss Michel

Papa Bär
08.04.2012, 20:45
Ist natürlich sehr üppig bemessen, da hast du recht. Aber das gibt es nun mal nicht in kleineren Paketen, und zum Umfüllen und Neuverpacken habe ich keine Lust. Beim Rotieren der Vorräte sind diese 500g ja dann auch für einen ganzen Monat.

Itchy
08.04.2012, 22:06
Hallo Uwe,

Zu Deiner Frage, ob lieber Fertiggerichte oder einzelne Lebensmittel:

eingelagert habe ich Beides.

Der Vorteil von Fertiggerichten ist natürlich, dass die Mahlzeit wirklich fertig, also alles drin und dran ist, und man das im Notfall ohne Möglichkeit zum Erwärmen zu sich nehmen kann.
Der Nachteil daran ist für mich, dass ich diese Gerichte nicht von Herzen gerne esse, und das rächt sich beim aufbrauchen-müssen.

Der Vorteil an einzelnen Nahrungsmitteln ist na klar die Bandbreite an Variationen.

Zu meinen Lieblingskonserven gehört Corned Beef oder Rindfleisch in Dosen.
Kostet nicht viel und hält mehrere Jahre.
Mit Wasser verlängert und Gemüse, frisch oder aus der Dose, wird daraus 'ne prima Suppe - mein Favorit: mit grünen Bohnen und Kartoffeln.
Ansonsten mit Kartoffeln oder Nudeln und Sossenpulver als "Gulasch".
Oder gewürfelt, angebraten als Basis für eine Pfanne...

Ich finde die geschälten Kartoffeln im Glas, z.B. von Lidl, auch prima zum Einlagern.
Beilage, Bratkartoffeln, Suppeneinlage...

Dosenwürstchen taugen zum so-essen, als Einlage in Suppen, in Nudelpfannen etc, finde ich auch sinnvoll

Brühpulver finde ich auch praktisch, hält ungeöffnet "ewig", bringt Geschmack in das fadeste Essen, und taugt notfalls in heissem Wasser aufgelöst besser zum Magenfüller als Tee.

Nudeln und Reis taugen nur, solange ausreichend Kochwasser und eine Kochmöglichkeit vorhanden sind.

Sollten wirklich Zeiten auf uns zukommen, in denen wir mehr oder weniger aus unseren Vorräten etwas "zaubern" müssen, wird der im Vorteil sein, der beizeiten gelernt hat, aus einfachsten Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen immer wieder etwas zuzubereiten, das nicht nur der Hunger runtertreibt.

Lieben Gruss, Itchy

Henning
09.04.2012, 00:21
@Papa Bär


Jeden Monat stelle ich ein so ein Paket zusammen und brauche es nach Erreichen des MHD im Laufe eines Monats auch wieder auf.


Die Sachen auf Deiner Listen halten ja unterschiedlich lange.
Brauchst Du das ganze Paket nach ereichen der am weningsten halbaren Komponete auf ?

Hast Du mal getestet, 3-4 Wochen hintereinander von so einen Wochenpaket zu leben?
Stimmt das das Verhälnis der Komponeten mit Deinen Essengewohnheiten?
Ist es Dir genung abwechslungsreich?

Papa Bär
09.04.2012, 00:56
Hallo Henning,
Ganz genau, in dem Monat, in dem die am kürzesten haltbare Komponente abläuft, wird das ganze Paket aufhebraucht. Bedeutet also, in dem Monat gibt es dann an drei Tagen die Nudelgerichte und an vier weiteren Tagen ein Gericht mit dem fertigen Kartoffelpüree. Meistens an Tagen, an denen das Kochen mal schnell gehen muss. Ich esse das alles auch recht gerne, und die Komponenten kann man auch genug varieiren, um Abwechslung in den Speiseplan zu bringen.
Auch sind in jedem Wochenpaket die Gemüse- und Obst- und Fleischkonserven unterschiedlich. Mit einer Dose Mischgemüse, dem Kartoffelpüree und einer Dose Würstchen kann man z.B. auch einen leckeren Eintopf zubereiten.
Die Brotmischungen werden als Brote oder Brötchen gebacken, die Nudelgerichte gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Also ist für Abwechslung gesorgt.

Soweit noch möglich, wird das ganze natürlich auch noch mit frischen Zutaten aus dem Garten ergänzt, aber darauf angewiesen bin ich nicht.

Bei dieser Zusammenstellung bin ich ganz bewusst auch davon ausgegangen, alles über einem offenen Feuer zubereiten zu können, weiterhin sollen sich die Vorräte auch gut transportieren lassen, falls ich mein Heim verlassen muss.

Und ja, es gab auch schon Zeiten, in denen ich mich ausschliesslich von den genannten Nahrungsmitteln ernähren musste, auch wochenlang.

Henning
09.04.2012, 13:20
Es gibt ja auch noch viel Gemüse in Dosen wie Erbsen, Möhren, Kidney Bohnen und so weiter.. sollte man das auch kaufen oder direkt Fertiggerichte kaufen?


Dosen haben den Nachteil, das sie viel Wasser enhalten.

Statt Kidney Bohnen in Dosen lagere ich getrocknete Bohnen. Weniger Volumen, weniger Gewicht,
preiswerter. Die Bohnen kann man auch aussähen oder Sprossen.züchten.
Nachteil ist, das man sie einweichen und kochen muß

Die Basis meiner Voräte sind Grundnahrungsmittel wie Reis, Pasta, Mehl, Gries, Haferflocken,Hülsenfrüchte, Tee, Öl, Salz Zucker, Essig.
Für Abwechslung und Ergänzung sorgen dann Obst- Gemüse- Fisch- Fleisch- und Wurstkonserven.

Für alles brauchst Du eine Kochmöglichkeit. Ich habe als Notkocher einen der billigen Gaskocher in der Art http://www.amazon.de/GASKOCHER-mit-TRAGEKOFFER-GASKARTUSCHEN-KOCHER/dp/B0033Q5KU8/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1333963735&sr=8-1, den kann ich in der Wohnung benutzen (ist flach genung, um einfach auf das Ceranfeld gestellt zu werden und ich
kann meine normalen Töpfe verwenden).

Um auch mal ohne Kochmöglichkeit auszukommen habe ich noch (sehr wenige) Suppen in Dosen. Die anderen Konserven kann man notfals auch kalt essen.

Dazu noch etwas Dosenbrot, Käckebrot, Kekse und Zwieback. Und Schokolade, Nüße, Trockenfrüchte, Säfte, Gewürze, Trockenhefe usw.
Die Sachen sind zwar nicht unbedingt solange wie von Dir gewünscht lagerbar, aber sie bringen mehr Abwechselung.

Und irgewann muß Du die Voräte auch ersetzen. Also am besten gleich sich Gedanken draüber machen.

Papa Bär
09.04.2012, 14:47
Ja, so unterschiedlich können die Ansätze sein. Ich hab das Problem, das ich beim Essen - speziell bei Gemüse - sehr mäklig bin, deshalb fällt vieles von vorne herein aus.

Mir war es bei der Zusammenstellung auch wichtig, dass die Vorräte auch logisch zu Einheiten zusammengefasst sind und nicht erst im Fluchtfall noch gepackt werden müssen. Sonst stelle ich erst hundert Kilometer von zu Hause fest, dass ich nur 200 Dosen Butterschmalz eingepackt habe, aber kein Fleisch, Obst oder Gemüse...

Opa
09.04.2012, 20:30
Hallo,

Vitamine sollte man nicht vergessen:

Nimm2




Nick

Waldschrat
09.04.2012, 22:23
Bei den Proteinen wirds schon schwieriger.

Proteingehalte:

Linsen, Erbsen, Bohnen (Trockenfrüchte): ca. 25%
Getreide (ganzes Korn): 9-12%
Nüsse: ca. 10-12%
Milchpulver: ca. 25%

Auch geräuchertes Fleisch, etwa die traditionellen roh geräucherten Schinken, sind ebenfalls gut und lange haltbar und natürlich das von Dir erwähnte Beef Jerky bzw. die südafrikanische Variante Biltong

Falls es auf Gewicht und Lagerraum ankommt, haben die von Dir genannten Fleischkonserven (Frühstücksfleisch o.ä.) den Nachteil eines hohen Anteils an Wasser und Blech.

Ich fand es erstaunlich, wie leicht sich vegetarische Proteinbevorratung bewerkstelligen lässt, obwohl ich kein Vegetarier bin.


Viele Grüsse

Matthias

EDC-Freak
02.05.2012, 13:09
Hallo,

Vitamine sollte man nicht vergessen:

Nimm2




Nick

Vitamine müssen unbedingt bedacht werden. Ich habe einige Röhrchen Multivitamin-Brausetabletten eingelagert.

Die sind spottbillig, liefern große Mengen (künstlicher) Vitamine und verbessern den Geschmack von gechlortem Wasser.

Für weniger als 5 Euro ist man so ein Jahr lang mit allen notwendigen Vitaminen versorgt und vermeidet Mangelerkrankungen.

NoX
06.05.2012, 22:58
Also ich habe mich bei meinem vorläufigen Vorrat errstmal auf die Sachen gestützt, die man im Krisenfall (in den Szenarien, die ich für wahrscheinlich halte) meiner Meinung nach schwieriger auftreiben kann.

Proteine und Öl
Haferflocken 0.35€/1800kcal/0.5kg ist einfach ein top Verhältnis, auch wenn die Haltbarkeit bei nur ca. 2 jahren liegt
Schälerbsen (gabs auch wieder günstig für 0.40€/0.5kg) und andere Hülsenfrüchte
Fleisch-, Wurst- und Fisch-Konserven (deutlich teurer aber auch leckerer)
Raps/Sonnenblumenöl (ca. 900kcal/100ml!!!)

Geschmack und Energienahrung:
Gewürze (was einem halt gefällt und was man sich in der Kombi mit den eingelagerten Grundnahrungsmitteln vorstellen kann)
Butter bzw. lieber Ghee (siehe Survivalwiki) und zwar definitiv mehr als Du selbst verbrauchst, da es sicherlich auch ein gutes Tauschmittel abgeben wird.
Magermilchpulver
Tomatenmark - weils billig ist und mit etwas Wasser und Zucker angerührt nen vernünftigen Ketchup-Ersatz ergibt
Steinsalz (aus persönlicher Überzeugung ohne Jod/Fluor und weil's mehr Mineralien/Spurenelemente enthält)
Schnaps und Wein (auch wieder als Tauschmittel)
Zucker, ein Haufen
Honig
Kalorienreicher Aufstrich (Nuss-Nougat, Erdnussbutter, evtl Marmelade)
Süsskram, Schokolade
Trockenobst
Getränkepulver/Tee/Sirup

Außerdem noch wichtig:
Ein anständiges Bestimmungsbuch über die heimische Flora (und evtl. Fauna) da man hier zu den allermeisten Jahreszeiten anständig Kohlenhydrate findet, wenn man nur weiß wo.
Babynahrung (Pulver zum Anrühren) für meinen Kleinen und evtl. Überschuss für Findelkinder (in Griechenland "vergessen" die Leute ihre Kinder momentan Haufenweise im Kindergarten, weil sie nicht wissen, wie sie sie ernähren sollen!)
Wasseraufbereitungs-Möglichkeiten
Brennstoff
Silbermünzen (Macht sich beim Brötchenkaufen deutlich besser als ein Goldbarren)
"exotische" sachen auf die man nicht gern verzichtet und die nicht/nur schwer im Land produziert werden können wie Duftreis, konservierter Saft von Südfrüchten, Kaffee, guter Tabak ect.
Saatgut - "wenn's mal wieder länger dauert..."
Vitamine

Und bei mir noch in Planung:
200-500kg Getreide (für Familie und Mutti's Hühner... eieiei, mjam)
Ghee, ca. 20kg in Kanistern
Pfeil/Bogen, Armbrust oder eine anständige Zwille, mit der man im Falle eines Falles kleineres Wild, wenn's ganz schlimm kommt auch Hunde, Katzen und Ratten jagen kann.


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