PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bei Apotheken besser selbst informieren



ID 1400
10.04.2012, 20:23
Vor gut 5,5 Jahren kam meine Tochter zur Welt. Als meine LG mit unserem Nachwuchs nach der Geburt noch im Krankenhaus lag, wollte ich unsere Wohnung entsprechend fertig machen. So trat ich als erstes den Weg zur Bank an um genügend Geld im Sack zu haben.
Der erste Weg führte mich in einen Drogeriemarkt in dem ich massig Schnuller, Stoffwindeln, Einwegwindeln, Fläschchen und was weiß ich noch alles kaufte. Dieser unüberlegte Emotionskauf schlug mit knapp 200 Euro zu Buche.
Der nächste Weg führte mich in die Apotheke. Noch vor kurzem wohnte ich alleine in meiner Wohnung, zog dann mit meiner Freundin zusammen. Als Single hatte ich genau 2 Dinge in meiner Heim-"Apotheke": Schmerztabletten (nach dem Rausch) und Pflaster (wenn ich im Rausch ein Butterbrot gemacht habe *g*).
Mit einem Baby zu Hause braucht man natürlich vieeeeel mehr ... so machte ich mich auf den Weg.

Der Apothekerin erklärte ich etwa 10 Minuten, dass ich am Vortag Vater geworden bin, klärte sie über meine väterlichen Pflichten auf und verlangte, dass sie mich optimal ausstattet. Ich legte mir ein Budget von etwa 150 Euro als Grenze - etwa 180 Euro sinds dann geworden.
Zu Hause angekommen las ich mir dann endlich durch, was ich da nun erstanden hatte und stellte fest, dass meine Medikamente zu 90 Prozent aus Medikamenten gegen Durchfall und ähnlichem bestand...

Als meine LG dann endlich mit unserem Baby nach Hause kam, musste sei lachen als sie unsere tolle Apotheke sah.

Ich habe gelernt aus dem Ganzen und erkundige mich, insbesondere bei Medikamente, ob ich das wirklich benötige oder nicht eh schon besitze.

Übrigens: Meine Tochter hatte noch nie Durchfall ;-)

Waldschrat
10.04.2012, 20:41
Vor gut 5,5 Jahren kam meine Tochter zur Welt.
...

Der nächste Weg führte mich in die Apotheke.

[Grundausstattung Hausapotheke für den Nachwuchs erstanden ...]


Zu Hause angekommen las ich mir dann endlich durch, was ich da nun erstanden hatte und stellte fest, dass meine Medikamente zu 90 Prozent aus Medikamenten gegen Durchfall und ähnlichem bestand...

Als meine LG dann endlich mit unserem Baby nach Hause kam, musste sei lachen als sie unsere tolle Apotheke sah.

Ich habe gelernt aus dem Ganzen und erkundige mich, insbesondere bei Medikamente, ob ich das wirklich benötige oder nicht eh schon besitze.

Übrigens: Meine Tochter hatte noch nie Durchfall ;-)

Hallo Cabell,

auch wenn die Apothekerin wohl äusserst geschäftstüchtig war,Durchfall kann bei Säuglingen und Kleinkindern (Dehydrierung) sehr viel schneller gefährlich werden als bei Erwachsenen. In Regionen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser geht der grössere Teil der Säuglings- und Kindersterblichkeit auf das Konto von Durchfallerkrankungen. Unter Vorsorgeaspekten für Not- und Krisensituationen halte ich Medikamente gegen Durchfall und zur Herstellung von Elektrolytlösungen (Oralpädon, Elotrans o.ä.) nicht für die schlechteste Idee.

Weiterhin beste Gesundheit für Deine Tochter wünscht

Matthias

ID 1400
10.04.2012, 21:05
Hallo Cabell,

auch wenn die Apothekerin wohl äusserst geschäftstüchtig war,Durchfall kann bei Säuglingen und Kleinkindern (Dehydrierung) sehr viel schneller gefährlich werden als bei Erwachsenen. In Regionen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser geht der grössere Teil der Säuglings- und Kindersterblichkeit auf das Konto von Durchfallerkrankungen. Unter Vorsorgeaspekten für Not- und Krisensituationen halte ich Medikamente gegen Durchfall und zur Herstellung von Elektrolytlösungen (Oralpädon, Elotrans o.ä.) nicht für die schlechteste Idee.


Absolut klar - Durchfall ist nicht zu unterschätzen. Es waren so an die 6 verschiedene Mittel gegen Durchfall. Das hätte man auf eines reduzieren können. Gegen Verstopfung war absolut keines dabei. Etwas mischen wäre gut gewesen - von vielem ein bisschen etwas ;-)

Lg.

ID 1400
10.04.2012, 21:07
@laufenburg Unsere Tochter hatte im Säuglings- und Babyalter regelmäßig an Verstopfung gelitten. Hier haben wir ebenfalls regelmäßig das Krankenhaus besucht da hier Darmverschluss und ähnliche grausame Dinge passieren können. Am besten hat allerdings nicht ein Medikament sondern ein kleines Gummiröhren geholfen :-)

Lg.

ID 1400
10.04.2012, 21:23
Bevor ich wieder "gefällt mir nicht" kassiere.

Sowas wird von mir nicht kommen - zudem ich es vermutlich so auffasste wie du es sagen wolltest ;)


ja Verstopfung hatte unsere manchmal auch. Bisschen Bauch massieren und Fencheltee hat aber gereicht (zum Glück). Und der Fliegergriff :-D

Das war bei uns eher selten ausreichend.

Aber nun ist sie gott sei dank schon in einem Alter, wo das nicht mehr so häufig auftritt und diverse Krankheiten besser ersichtlich/bemerkbar sind. Heute weiß unsere Tochter wenn sie krank ist und kann es beschreiben oder benennen :-)

Lg.

ID 2902
10.04.2012, 21:35
meine Tochte hatte einen ganz ekeligen Brechdurchfall, sie war gerade 6 Monate alt und noch ein Vollstillkind. In meiner Panik bin ich mit ihr zusammen abends gegen 17Uhr in die Klinik gefahren, dort hat man mich in ein Isolierzimmer mit ihr verfrachtet. Die Kleine hat dort mind. noch dreimal spucken müssen und ich hab die Windeln gefühlte 1000mal gewechselt. Arzt kam keiner. Gegen 20Uhr hab ich mich erdreistet unser Gefängnis zu verlassen und nach einem Arzt zu fragen, da es der Kleinen sichtlich schlechter ging. Niemand kam, ich wurde vertröstet.... gegen 22Uhr hab ich bei der Schwester behauptet ich hätte jetzt auch Durchfall und Erbrechen. Ich bekam netterweise Vomex als Tablette und Immodium von ihr gereicht, damit intus habe ich nach ca einer weiteren halben STunde meine Tochter gestillt und es ging ihr langsam besser... gegen 24Uhr! kam dann endlich eine übermüdete Ärztin und meinte, dass es dem Kind doch schon besser gehen würde und sie über den Berg wäre... zum Glück hab ich mir ohne dass ich es benötigt hätte die Medikamente reingepfiffen und sie via Muttermilch an mein Kind weitergegeben. Im KH hätten die ihr nicht geholfen! :-(

arni
10.04.2012, 22:03
Überhaupt muß man erwähnen, daß das Gespräch mit dem/der Apotheker/in seines Vertrauens immer sehr informativ und lehrreich ist.
Wenn man die richtigen Fragen stellt und gut und richtig zuhört.

Ich gehe immer in die selbe Apotheke und zwar nicht zu den Stoßzeiten. Wenn zu viel los ist komm ich später wieder.

So erfährt man dann wenn wenig los ist, daß z. B. Durchfall nicht gleich Durchfall ist und das eine Medikament gut und das andere, obwohl ebenfalls für Durchfall, genau das verkehrte ist und sogar gefährlich ist. usw. usw.
So kann man sich ein ganz gutes med. Wissen aneignen, wenigstens für die kleineren Übel. Manchmal ist der "Aha-Effekt" groß, wenn einem Zusammenhänge klar werden, die einem kein Arzt (Zeitdruck) erläutert.

Wichtig ist auch, eine Apotheke zu finden, in der man nicht nur abgezockt wird. Eine preiswertere Alternative sollte angeboten werden.
Wenigstens auf Nachfrage ("Gibts da auch was von ra....ph....m?")
Ich war kürzlich ausnahmsweise in einer anderen Apotheke als normal, dort wurde mir die Frage nach einer preiswerteren Alternative glatt verneint. Die hat mich glatt eiskalt angelogen, ich wußte ja, daß es was von xy gibt - zum halben Preis!......
(Je nach Krankenversicherung und ob Erw. oder Kind/Kleinkind sind natürlich u. U. Preise auch ganz unwichtig.)


Gute Preise, gute Besserung

Arni
McGyver

ID 1400
10.04.2012, 22:49
@Irene also das finde ich heftig. Erinnert mich an einen Fall in Wien bei dem ein Kind gestorben ist weil kein Arzt kam (auch Nachtschicht). Das ruft wieder die Überarbeitung mancher Ärzte hoch. In deinem Fall hätte ich Konsequenzen hervorgerufen. Ärztekammer (zumindest in Österreich) wäre hier meine erste Anlaufstelle gewesen.

Lg.

Waldschrat
10.04.2012, 22:57
@Irene also das finde ich heftig. Erinnert mich an einen Fall in Wien bei dem ein Kind gestorben ist weil kein Arzt kam (auch Nachtschicht). Das ruft wieder die Überarbeitung mancher Ärzte hoch. In deinem Fall hätte ich Konsequenzen hervorgerufen. Ärztekammer (zumindest in Österreich) wäre hier meine erste Anlaufstelle gewesen.

Lg.


Hallo Cabell,

D ist in Europa eine starke Exportnation für Ärzte, weil die nämlich als angestellte Ärzte in deutschen Kliniken für im Grunde unzumutbare (auch aus Patientensicht) 24- bis 36-Stundenschichten teilweise unterirdische Gehälter verdienen und deswegen vielfach gehen.

Ich hoffe, es geht den Weisskitteln in A besser.

Viele Grüsse

Matthias

ID 2902
10.04.2012, 23:02
ich hatte mich bei der Klinikleitung beschwert, ob das geholfen hat bezweifle ich. ich für meinen Teil hab mich nach Alternativen umgeschaut (Kinderärzte in der Umgebung mit denen man sich befreunden kann und somit auch mal abends einen Tip und Rat bekommt) ... Soll jetzt nicht heissen, dass ich meine Freundschaften kalkuliere, aber ich habe einen Kinderarzt gefunden, der mir und ich ihm sympathisch bin und ich mich somit auch mal ausserhalb der Sprechstunde an ihn wenden darf.

ID 1400
10.04.2012, 23:02
Ich hoffe, es geht den Weisskitteln in A besser.


Viel besser glaube ich nicht. Auch bei "uns" ist von solchen Dienstzeiten immer wieder die Rede.
Vor ein bisschen über 10 Jahren war ich einige Jahre in der EDV-Branche selbständig. Hier ist man in einer anderen Versicherungsgesellschaft versichert. Ich bemerkte immer wieder, dass ich zb. im Krankenhaus trotz endlos vieler Wartender immer wieder am schnellsten fertig war.

Diese 2-Klassen Behandlungen nebst überarbeiteter Ärzte finde ich schrecklich. Vor allem dann, wenn etwas passiert aufgrund der Überarbeitung. Wenn ich 10 Stunden arbeite oder autofahre, bin ich einfach ko. und kann mich nicht mehr so konzentrieren wie es eigentlich notwendig wäre - warum sollte es Ärzten hier besser gehen...

Scheinbar wird immer öfter in Krieg und andere sinnlose Dinge mehr Geld und Hirn investiert als an solchen sozialen Leistungen die ein Land erst so richtig reich machen.

ID 1400
10.04.2012, 23:04
ich hatte mich bei der Klinikleitung beschwert, ob das geholfen hat bezweifle ich.

Sowas geht unter - in der Klinikleitung. Hier muss man an prüfende/überwachende Stellen gehen. Für die Klinikleitung wäre es fatal, solche Informationen gebührlich bekannt zu machen - deswegen geht es einfach unter.

Lg.


Service für Gäste-a2: www.team-pak.ch