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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hallo! Hat jemand praktische (!) Erfahrungen mit thermoelektrischen Generatoren?



Selbermacher
18.05.2012, 11:44
Das ist vielleicht eine Möglichkeit, bei Windstille, trübem Wetter oder Dunkelheit Strom zu erzeugen. Aus Wärme. Willkommen wären mir auch Internetadressen mit brauchbaren Informationen.

Survival-Asia
18.05.2012, 12:14
Hallo Selbermacher,


hier habe ich ein Video über einen thermoelektrischen Stromgenerator:



http://www.youtube.com/watch?v=B3zRzEPwXwk



Vielleicht hilft es Dir weiter...


Gruß Jörg

Solarwind
18.05.2012, 12:22
Hast du dir schon Gedanken um eine Energie-/Wärmequelle gemacht? In welchen Leistungskategorien denkst du eigentlich, Milliwatt/Watt/Kilowatt?

Ich habe mich vor langer Zeit mal über Peltierelemente informiert und hatte überlegt eine Kühlbox zu zerlegen.
Kurz zusammengefasst: Der Wirkungsgrad ist mehr als bescheiden. Für sinnvolle Energieerzeugung zu teuer und eigentlich nicht zu gebrauchen.

Es gab von BMW mal die Überlegung thermoelektrische Generatoren am Auspuff einzusetzen und so die Abwärme zu nutzen und Kraftstoff einzusparen.
Ich weiß aber nicht, wie konkret das war.

Eigentlich schreien deine Anfordungn nach einem Stirlingmotor. :-)

Grüße Solarwind

Maresi
18.05.2012, 12:44
Ja. Die Art der (verfügbaren) Wärmequelle sowie die benötigte Leistung wären ein guter Ansatzpunkt, um konkrete Antworten zu liefern.

Was ich schon mal vorausschicken kann: unter 110° schaut's verdammt mies aus! Da kommen (wie von Solarwind schon vorausgeschickt) eher nur Peltiers in Frage - und die haben einen bescheidenen Wirkungsgrad und brauchen auch eine Temperaturdifferenz - also idR zwei Medien mit unterschiedlichen Temperaturniveaus.

Dazu kommen noch hohe Anschaffungskosten - die Dinger sind brutal teuer (bezogen auf die Ausbeute).

LG,

Maresi

C71
18.05.2012, 18:58
Seh ich genauso. Wirkungsgrad unter aller Sau. Selbst ein Fahraddynamo bringt mehr Leistung.

hamster
18.05.2012, 19:16
MIr schwebt ja immer noch die Idee einer kleinen Dampfmaschine als Antrieb für einen Generator vor. HAbe leider keine konkrete Vorstellung über die Anschaffungs- und Unterhaltskosten.

C71
18.05.2012, 19:29
Ich würde mir lieber eine kleine Solaranlage kaufen und als Ergänzung kann man sich dann noch ein oder zwei Lichmaschinen besorgen die mit Wind oder Wasserkraft angetrieben werden. Am einfachsten lässt sich das alles realisieren wenn sowiso alle Verbraucher mit 12V klarkommen. Will heissen Laptop statt stationärem PC, Akku-Bohrmaschine statt Bohrmaschine, LEDs statt Glühlampen usw...

Natürlich könnte man auch 230V von solchen und ähnlichen Systemen ziehen - Nur braucht es dazu noch einen Wechselrichter, also ein weiteres Bauteil.

ID 2638
18.05.2012, 19:56
Mit dem Thema habe ich mich auch schon mal etwas intensiver auseinander gesetzt. Über ein paar Experimente mit einem relativ starken Peltierelement von Conrad bin ich aber nicht hinausgekommen. Eine große Schwierigkeit bei den Peltierelementen ist die Temperaturfestigkeit der Module, bei rund 200 bis 250 °C (je nach Hersteller) ist normalerweise Ende. Da eine höhere Temperaturdifferenz eine höhere Leistung bringt sollte man an diese Grenztemperatur möglichst nahe heran kommen ohne sie (zu sehr / zu lang) zu überschreiten da man sonst das Modul beschädigt. Für den S&P-Einsatz sollte man aber möglichst unabhängig von der Wärmequelle sein und im Notfall auch mit einem Lagerfeuer Strom erzeugen können. Unter diesen Umständen die Einhaltung der Grenztemperatur sicherstellen zu können war dann etwas zu aufwändig für mich, eine brauchbare Alternative habe ich aber auch noch nicht gefunden.

Ein Stirlingmotor ist für den stationären Betrieb bestimmt eine interessante Sache, mir persönlich schwebt aber eine transportable Lösung vor. Wenn man das Gewicht für den Brennstoff vernachlässigt (weil man ja im Notfall mit etwas gesammeltem Holz heizen kann), dann sollte ein thermoelektrischer Generator (TEG) bei einer bestimmten Abgabeleistung deutlich leichter sein als ein vergleichbarer Stirling, Effizienz hin oder her. Vom wesentlich einfacheren mechanischen Aufbau und der damit theoretisch höheren Zuverlässigkeit des TEG mal ganz abgesehen.

Thermalforce.de (http://thermalforce.de/de/product/module/index.php) hat einige interessante Produkte zur Auswahl, leider sind die Preise der Generatormodule alle auf Anfrage und dürften nicht gerade in die Kategorie "billig" fallen.

tomduly
18.05.2012, 20:09
Hallo,

dem Selbermacher ging es doch eindeutig um Tipps zu Thermogeneratoren, nicht um die Frage, ob eine Solaranlage, ein Mini-Stromerzeuger oder was weiss ich nicht viel besser wäre.

Also es gibt durchaus thermo-elektrische Generatoren (TEG). Und es gibt Anwendungsfälle, die Sinn machen können. Beispielsweise die Hitze eines Ofenrohrs im Winter zu nutzen. Da hat man zwischen Ofenrohr/Kamin und Aussentemperatur ein ideales Temperaturgefälle für die Ausnutzung des Seebeck-Effekts. Denn die meisten TEG brauchen eine Differenz von mindestens 100 Grad zwischen heisser und kalter Seite des Elements.

Bei Conrad gibt es ein Experimentierset zum Thema. Da wird ein teelicht als Heizquelle benutzt und der Aufbau liefert 5V an einer USB-Ladebuchse. KLICK (http://www.conrad.de/ce/de/product/190767/)

Bei thermalforce.de gibt es eine ziemlich grosse Übersicht, was an TEGs grad so lieferbar ist (http://thermalforce.de/de/product/thermogenerator/index.php?uid=f06c1126a7b53e606196e78a328e41e9&ref=). Die gehen immerhin bis knapp 40 W elektrischer Leistung. Ne Preisliste (http://thermalforce.de/de/product/thermogenerator/Preisliste%20TEG.pdf) gibts da auch.

Also: wer im Winter ohnehin eine Hitzequelle betreibt, um seine Bude zu wärmen, kann durchaus etwas von der Abwärme die mit den Abgasen durchs Kamin entweicht, in elektrische Energie umwandeln. Da ist der Wirkungsgrad auch völlig nebensächlich.

Und - es gibt auch eine Outdoorvariante, kaum zu glauben, aber wahr KLICK (http://thermalforce.de/de/download/m3002.pdf)

Grüsse

Tom

Selbermacher
18.05.2012, 21:01
Der Wirkungsgrad ist mir ziemlich egal, solange ich die Wärme "umsonst" bekomme, weil wir sowieso den Ofen heizen. Gegenüber den möglichen Alternativen hätte ein thermoelektrischer Generator halt drei große Vorteile: keine Abgase, kein Krach, kein mechanischer Verschleiß. Ich habe mich übrigens schon oft nach brauchbaren Stirling-Motoren umgesehen. Leider totale Fehlanzeige. Da gibt es nur Modelle zum Spielen und zum Angeben, aber nix Brauchbares. Leider habe ich für einen thermoelektrischen Generator noch keine zündende Idee, wie ich die eine Seite des Elements ordentlich kühlen kann - ohne das ganze Zimmer zu verschandeln. Und danke für die Adresse!

ID 3334
18.05.2012, 21:24
Leider habe ich für einen thermoelektrischen Generator noch keine zündende Idee, wie ich die eine Seite des Elements ordentlich kühlen kann - ohne das ganze Zimmer zu verschandeln. Und danke für die Adresse!

Also ich hab zwar erst durch den Thread hier von diesem Prinzip erfahren, mir aber auch prompt ein paar Gedanken dazu gemacht.
Kann man Nicht, um sich noch die Teelichter zu sparen, anstelle dieser als Wärmequelle eine Art Sonnenofen anbringen?
Das Heißt das wärmende Metallgerippe wird dann einfach in diesen Ofen gestellt und was durch die Temperatur gegenüber der Flamme fehlt, wird dann eben durch ein Größeres Bauteil ausgeglichen.
Falls das genug Wärmeenergie erzeugt, wäre es möglich, statt durch Kühlung aus der Umluft, den kühlenden Teil des Geräts in ein Gefäß mit Fett einzutauchen.
(Ich weiß nicht, ob man an der Stelle Wasser verwenden kann, was ne höhere Wärmeleitfähigkeit hat und somit nicht so schnell erwärmt wird, schließlich ist ja Strom im Spiel :grosses Lachen: )

Waldschrat
18.05.2012, 21:31
In der Raumfahrt nimmt man RTGs (radiothermal generators) mit 238Pu. Das Zeug ist so aktiv, dass es durch die eigene Zerfallsenergie glüht.:devil:

Sorry, could not resist


Matthias

Techniker
19.05.2012, 17:25
http://de.wikipedia.org/wiki/Radionuklidbatterie

Ihr meint sowas? :staunen:

Coole nein heiße Sache für mein Bunker :grosses Lachen::rolleys:

Grundsätzliche Idee ist genial nur die Elemente sind zu teuer :weinen:

C71
19.05.2012, 23:59
Wie? Du hast kein Plutonium 238 bei Dir herumliegen? Junge, was soll nur aus Dir werden?:lächeln:

Spass beiseite, so ein RTG ist sicherlich eine tolle Sache. Zuverlässig weil keine bewegten Teile und liefert Jahzehnte lang Strom. Aber auch hier hast Du letztlich vielleicht 100 Watt an elektrischer Leistung. Was hauptsächlich am bescheidenen Wirkungsgrad der thermoelektrischen Elemente liegt.

So ein thermoelektrischer Generator bei dem man den Holzofen anfeuern muss um Strom für eine Digitaluhr zu bekommen?
Ich denke mit dem gleichen finaziellen Aufwand und dem Zeitaufwand lässt sich ein weit besseres Ergebnis ereichen.

Waldschrat
20.05.2012, 00:35
... so ein RTG ist sicherlich eine tolle Sache. Zuverlässig weil keine bewegten Teile und liefert Jahzehnte lang Strom. Aber auch hier hast Du letztlich vielleicht 100 Watt an elektrischer Leistung..

Hallo C71

Du liegst mit Deiner Schätzung eines RTG, etwa 100W Leistung für einige Jahrzehnte, ziemlich richtig.

238Pu ist sehr spektakulär, da es sich regelmässig durch eigene Zerfallswärme bis zur Rotglut erhitzt. Die Strahlung von 238Pu ist übrigens kein Problem, obwohl das Zeug radioaktiv wie die Sau ist ,HWZ etwa 80 Jahre. 238Pu ist ein reiner Alphastrahler, der zum Beispiel menschliche Haut nicht durchdringen kann. Gefährlich nur bei Inkorporation, d.h., wenn man das Zeug isst oder Stäube einatmet (dann aber richtig und wirklich hässlich gefährlich). Das aus dem Zerfall entstehende Tochternuklid 234U ist ebenfalls ein Alphastrahler und mit einer HWZ von etwa 245.000 Jahren ein extrem schwacher Strahler und beinahe so harmlos wie eine Schnitte Brot.


Viele Grüsse

Matthias

Selbermacher
20.05.2012, 09:48
Was wäre denn ein weit besseres Ergebnis mit dem gleichen finanziellen Aufwand und dem Zeitaufwand?
Bei Dunkelheit und bei Windstille.
Genau darum geht es mir ja.
Wie dann Strom erzeugen, um die Akkus zu laden?
Muss ja nicht viel auf einmal sein, aber beständig.
Gruß
Selbermacher

Selbermacher
20.05.2012, 09:56
Hallo, Endzeitstimmung
Das mit dem Ventilator werde ich mal ausprobieren. Das geht ja auch im Selbstbau.
Scheint eine gute Sache zu sein.
Gruß
Selbermacher

ID 2638
20.05.2012, 10:41
@Selbermacher:
Kannst Du “nicht viel auf einmal“ vielleicht etwas genauer angeben? Für den einen wären das mW, für einen Energietechniker dagegen ettliche kW.

Bei meinen Versuchen habe ich übrigens ein 150 W Peltierelement mit einem starken CPU-Heatpipe-Kühler gekühlt. Allerdings braucht man da eine Zwischenplatte , in meinem Fall habe ich Kupfer verwendet, da die Fläche der CPU-Kühler sehr klein ist. Besser wäre ein Kühlkörper mit passender Basisplatte.

Die nötige Kühlleistung kann man grob so abschätzen:
Der Wirkungsgrad eines TEG liegt im Bereich von 4 %, für 4 Watt elektrische Leistung braucht man daher 100 Watt an Wärmeleistung auf der warmen Seite. Auf der kalten Seite muss man dann 96 Watt an Wärme wegkühlen. Daher auch meine Entscheidung für den CPU-Kühler, der ist auf ca. 150 Watt Abwärme bei 30 bis 40 °C auf der warmen Seite ausgelegt.

C71
20.05.2012, 11:12
Was wäre denn ein weit besseres Ergebnis mit dem gleichen finanziellen Aufwand und dem Zeitaufwand?
Bei Dunkelheit und bei Windstille.

Schon alleine wenn ich mir den Kühlkörper in dem Video anschaue. Ich habe mal einen für selbgebaute PC-Lautsprecher gekauft. Der war nur halb so gross und hat wenn ich mich recht errinnere so zwischen 50,- und 100,- Euro gekostet.

Was da letztendlich bei Verwendung eines thermoelektrischen Generators letztlich rauskommen würde ist schon lachhaft und meiner Meinung nach die Mühe nicht wert. Auch wenn wie Du schreibst "Die Energie ja umsonst ist"

Bei Windstille und Dunkelheit hast Du Akkus. Auch für Leute mit schmalem Geldbeutel gibt es Lösungen. Beispielsweise fallen mir Wagenburgen ein. Auch die nutzen Solarstrom und Windkraft usw... Wenn das Geld für gescheite Akkus nicht reicht dann kommen eben normale KFZ-Batterien her. Zur Not sogar gebraucht - Selbst die erfüllen noch ihren Zweck.

Eine KFZ-Lichtmaschine hat einen Wirkungsgrad von 50% bis 70%, eine Leistung bis zu 1,5KW und die komplette Ladelektronik meist schon mit an Bord. Selbst bei niedriger Umdrehungszahl werden die Akkus noch ein wenig geladen. Natürlich ist das dann nicht so effizient, da sie ja für weit höhere Drehzahlen konzipiert wurde. Es gibt gewiss bessere "Generatoren" für solche Anwendungen wie beispielsweise Permanentmagmet-Generatoren. Aber eine Lichtmaschine bekommst Du an jeder Ecke vom Schrottplatz, vom Bosch-Händler, KFZ-Werkstätten.... usw. und wenn Du Ersatz brauchst dürfte das selbst in der Kriese kein unlösbares Problem sein.

Zur Not eben bei Windstille an den Heimtrainer ranbauen. 200Watt denke ich mal sind mit Muskelkraft und der richtigen Übersetzung möglich.

Selbermacher
21.05.2012, 11:30
Wofür genau brauchst Du denn die Zwischenplatte?
Wie groß ist Dein Peltier-Element?
Meine Elemente sind 4 x 4 cm, 4 Stück. Ich glaube jeweils 100 Watt. Kann ich noch rauskramen.
Isolierst Du die warme Fläche um das Element herum, damit es nicht soviel Konvektion und Wärmestrahlung gibt?
Funktioniert Deine Anlage mit einem Ventilator oder ohne?
Was hältst Du von der Alternative Wasserkühlung? Damit könnte man vielleicht eine größere Temperaturdifferenz erreichen.
Benutzt Du Wärmeleitpaste?
Wie stellst Du sicher, dass die warme Fläche, an der das Peltier-Element liegt, nicht zu heiß wird?
Die Peltier-Elemente sind da ja wohl etwas heikel.
Es soll auch spezielle Elemente zur Stromerzeugung geben, die höhere Temperaturen vertragen, aber da ist schlecht ranzukommen. Und teurer sind sie sowieso.
Es wäre nett, wenn Du mir antworten würdest.
Gruß
Selbermacher

ID 2638
21.05.2012, 20:11
@Selbermacher:
Ich muss wohl mal wieder das ganze Zeug rauskramen und etwas weiterexperimentieren, recht weit bin ich damals nicht gekommen.
Zu Deinen Fragen:
1. Die Zwischenplatte ist nötig um das Peltierelement gleichmäßig kühlen zu können da die Kontaktfläche des CPU-Kühlers deutlich kleiner ist als das Peltierelement.
2. Mein Peltierelement ist 5 x 5 cm, 1 Stück (für die ersten Versuche)
3. Welche warme Fläche um das Element meinst Du? Ich habe einen 5 x 5 cm großen (gleich wie das Peltierelement) simplen Alu-Kühlkörper auf der warmen Seite montiert zur gleichmäßigen Verteilung der Wärme.
4. Es handelt sich um einen Towerkühler für CPUs mit einem montierten Lüfter, genaue Versuchsreihen mit und ohne Lüfter habe ich nicht durchgeführt (wegen dem Problem aus Antwort 7.)
5. Mit einer Wasserkühlung lässt sich eine höhere Kühlleistung erzielen, allerdings braucht man dazu eine Pumpe die mit Sicherheit nennenswert Leistung frisst.
6. Ja, ich verwende eine gute Wärmeleitpaste aus dem PC-Bereich.
7. Wie in einem meiner vorherigen Posts hier im Thread erwähnt ist die Temperaturregelung eines der Hauptprobleme wenn man gängige Peltierelemente einsetzt, ich habe ein Multimeter mit Temperaturfühler verwendet um die Temperatur am "Heizkörper" (=Kühlkörper auf der warmen Seite) zu überwachen.

Hast Du bei Thermalforce.de schon nachgesehen? Die haben dort eine ganze Menge verschiedener Module die als TEG optimiert sind.

Hab in der Zwischenzeit auch gleich die Schachtel mit den Teilen meines Generators gefunden, vielleicht schaffe ich in den nächsten Tagen noch ein paar Versuche damit, dann werde ich hier darüber berichten.

NACHTRAG 22.05.2012:
Nachdem es mir keine Ruhe gelassen hat habe ich gerade einen neuen Versuch mit meinem TEG durchgeführt, mit wenig Erfolg.
Als Wärmequelle habe ich ein Jumbo-Teelicht (zirka 5 cm Durchmesser) genommen, 5 cm über der Oberkante des Teelichtes habe ich den "Heizkörper" (Bestellnummer 188549 (http://www.conrad.de/ce/de/product/188549/PGA-CPU-KUeHLKOeRPER-53-X-53-MM) bei Conrad Electronic, damals € 4,28) montiert, darauf das Peltierelement (Bestellnummer 193674 (http://www.conrad.de/ce/de/product/193674/PELTIER-ELEMENT-12714) bei Conrad Electronic, damals € 41,95), dann die Kupferplatte zur Wärmeverteilung und den Kühlkörper (Freezer 64 Pro (http://www.arctic.ac/en/p/cooling/cpu/263/freezer-64-pro.html) von Arctic Cooling, damals € 19,95).

Gemessen habe ich Strom und Spannung an einem Lastwiderstand (12 Volt H4-PKW-Leuchtmittel mit 0,6 Ohm) und die Temperatur am "Heizkörper" mittels Temperaturfühler den ich zwischen die Rippen gesteckt habe. Eines meiner Multimeter hatte ich leider nicht zur Hand, sonst hätte ich noch die Temperatur auf der kalten Seite mitgemessen.

Ergeben haben sich bei dem relativ simplen Aufbau zirka 1 V und 80 mA, also zirka 80 mW. Die gemessene Temperatur von knapp 80 °C auf der warmen Seite hat sich leider als Schätzwert herausgestellt da bei einer Verringerung des Abstands Teelicht-Heizkörper die Temperaturanzeige auf 70 °C gesunken ist. Daraufhin habe ich den Abstand wieder vergrößert und den Temperaturfühler weiter in die Mitte des Heizkörpers gehalten. Dort waren dann plötzlich Temperaturen von 100 bis über 230 °C zu sehen, je nach Flackern der Flamme. Somit habe ich den Versuch sicherheitshalber abgebrochen.

Fazit oder auch "lessons learned":
1. Die Temperaturmessung muss möglichst nahe am Peltierelement erfolgen, eine Bohrung im Heizkörper muss also her.
2. Bei einer punktförmigen Wärmequelle sollte man tunlichst eine gute Verteilung der Wärme über die gesamte Fläche des Peltierelements für eine optimale Energieausbeute und Schutz vor lokaler Schädigung sicherstellen.
3. Zur Optimierung der Kühlung wäre ein um 90 ° gekippter Aufbau zu überlegen, kalte und warme Seite also nebeneinander anstatt übereinander.
4. Meine Anordnung zur Kühlung funktioniert zwar, zumindest mit laufendem Lüfter, ganz brauchbar, die Kontaktfläche des Kühlers sollte aber die selben Abmessungen wie das Peltierelement haben. Bei mir ist das Peltierelement 49,5 x 49,5 mm, die Kupferzwischenplatte rundherum etwas größer und die Kontaktfläche des Kühlkörpers nur 35 x 32 mm ... dafür war es billig und alles bis auf die Zwischenplatte schnell im Laden vor Ort verfügbar. Die Zwischenplatte hab ich von einem Kumpel, war Abfall.

Selbermacher
22.05.2012, 20:18
Hallo JonnyB,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!
Ich wälze das in meinem Kopf hin und her.
Mittlerweile überlege ich mir auch, ob ich nicht doch das Zimmer ein bisschen verschandele. Nämlich indem ich von dem Thermoelement auf der Ofenplatte im Erdgeschoß einen dicken Wasserschlauch/-rohr in ein kühleres Zimmer obendrüber und wieder zurück führe, um so die Wärme abzuführen und gleich auch noch oben ein bisschen zu heizen.
Vielleicht brauche ich da gar keine so starke Pumpe, weil das warme Wasser von alleine nach oben steigt.
Ich glaube, ich neige dazu, die Sachen doch eher selbst herzustellen als fertige Teile teuer zu kaufen.
Bei thermoforce.de schaue ich mich gerade um.
Gruß
Selbermacher

Cephalotus
23.05.2012, 00:58
Ich habe mich übrigens schon oft nach brauchbaren Stirling-Motoren umgesehen. Leider totale Fehlanzeige. Da gibt es nur Modelle zum Spielen und zum Angeben, aber nix Brauchbares.


Was willst Du denn damt tun? Der Stirling selbst hat zwar theoretisch einen guten Wirkugsgrad, doch was nutzt Dir das, wenn das Rauchgas dan mit 600°C gen Kami geht. Man hat mit Stirling BHKW herum probiert, die Anbieter gehen meistens 2-3 Jahre nach Produkteinführung in die Insolvenz. Interessant ist das Konzept meiner Meinung nach eh nur dort, wo es keine Alternative (Ottomotor) gibt, also z.B,. bei Pellets.

Aber selbst da. Der ganze Aufwand für 10% Wirkungsgrad, wenn überhaupt?

Klar, im Survivalhaus nach dem Systemkollaps mag das attraktiv erscheinen (warten kannst Du die Dinger aber eh nicht selber), aber die meisten suchen ja doch eher was energieeffizientes für ein Leben in der normalen Welt, wo es ein funktionierendes Stromnetz gibt.



Leider habe ich für einen thermoelektrischen Generator noch keine zündende Idee, wie ich die eine Seite des Elements ordentlich kühlen kann - ohne das ganze Zimmer zu verschandeln. Und danke für die Adresse!

Die PC Tuner bieten hier eigentlich die perfekten Lösungen zum fertig kaufen an. Einfach mal Wasserkühlungssysteme für Mikroprozessoren anschauen, die sind darauf ausgelegt, auf ein paar cm² Fläche dauerhaft und 100% zuverlässig mal eben 100W wegzutransportieren. Die spannende Frage ist natürlich die Relation zwischen dem Stromverbrauch für Pumpen und Lüfter und der Stromerzeugung aus dem Thermoelement.

mfg

Cephalotus
23.05.2012, 01:01
Zur Not eben bei Windstille an den Heimtrainer ranbauen. 200Watt denke ich mal sind mit Muskelkraft und der richtigen Übersetzung möglich.

200W el. Leistung mit 'ner 08/15 Lichtmaschine aus dem PKW Bereich? Respekt, das sind (sehr optimistisch) 400W mechanisch, das kannst Du ja mal versuchen am Ergometer länger als 1 Minute zu treten...

Explorer
30.05.2012, 22:43
Hallo !
Also was den Kostenvergleich Stirling zu Thermovoltaik-Anlage betrifft:
Zwischen ca.5Watt und 100Watt ist eine Thermovoltaik-Anlage in der Anschaffung sicher preiswerter als eine Stirling-Anlage.
Allein die Bauteile und das ganze Material für einen brauchbaren Stirlingmotor übersteigt die Kosten für entsprechende Thermogeneratoren mit Heiz-und Kühlelementen.

beste Grüße
Explorer

Ares
24.07.2012, 02:46
Hallo Selbermacher,

was machen deine Selbstbauversuche mit Thermoelementen? Insbesondere würden mich
dabei die Materialkombinationen interessieren.

Mir ist vor einer Weile der Gedanke im Kopf rumgeschwirrt die ungenutzte Abwärme bei einem
gemauerten Gartengrill zur Energiegewinnung zu nutzen. Die Temperaturdifferenz zwischen Brennraum
und Rückseite beträgt schließlich viele hundert Grad.

Nur sollte bei einem Versuchsaufbau das Material leicht zu verarbeiten sein und kein Vermögen kosten.

Einen Testaufbau von einer Studienarbeit aus Eisen und Konstantanblechen hab ich beim Suchen mal entdeckt,
sah ziemlich selbergemacht aus und hat funktioniert.

Gruß Andreas

Daniel
19.10.2012, 20:46
Hm

Interessante Sache.

Wenn man jetzt darüber nachdenkt, dass eine moderne Grundlos Alpha 2 Heizungspumpe,
Je nach Einstellung um die 22 Watt benötigt, könnte man über die Wassertasche eines
Kaminofens rein theoretisch einige Heizkörper versorgen.

wahlbayer2003
22.10.2012, 20:57
Hallo zusammen.

Ich habe mir zum Experimentieren mal den Quick-Cool-Bausatz von Conrad geleistet, wohlwissend, dass der auf der Ebene "Spielzeug" rangiert. Die Fertigungsqualität war enttäuschend: Das Entgraten scheint Glückssache zu sein, und die im Bausatz enthaltenen Distanzhülsen passten nicht über die M4 Schrauben. Zudem gab es in der ursprünglichen Ausführung einige Dinge, die mir schlicht falsch erschienen (heiße Seite unterhalb der Elemente und kalte Seite oben [Konvektion!], Gewindebohrungen in der heißen Platte = ungewollte Wärmeleitung über die nicht entkoppelten Schrauben zur kalten Seite, an Elementen und heat-pipes keine Wärmeleitpaste, etc.). Das habe ich entsprechend umgebaut und alles bestmöglich mit Hartfaserringen und Teflonband voneinander isoliert, ohne am ursprünglichen Entwurf unnötig viel zu verändern. Wunder wirkt das Ding selbstverständlich trotzdem nicht, aber eine Verbesserung ist doch erkennbar. Zum Lesen reicht es locker:
10094







































Statt des momentan verwendeten Spiritusbrenners könnte im besten Falle natürlich das Rauchgas eines Ofens (passend verrippter Alu-Körper im Rauchrohr) die nötige Wärme liefern.

Gruß,

Wahlbayer.

wahlbayer2003
03.01.2013, 13:12
Hallo allerseits.

Ein kleiner Nachtrag zur Praxisverwendung des bereits beschriebenen Quick-Cool-Bausatzes.

Zu Weihnachten bekam ich einen Kindle Ebook reader geschenkt (ich selbst hätte ihn mir nie zugelegt, da ich Papier klar vorziehe - aber ein wenig "Modernität" ausprobieren schadet ja nicht).
Angeblich soll dieser mit einer Akkuladung bei täglich zweistündiger Nutzung rund einen Monat funktionieren, da nur für die Sekunde des Seitenaufbaus Energie benötigt wird.
Trotzdem stellte sich mir die Frage: Könnte ich den im Falle des Falles vielleicht auch mit einem Schluck Spiritus nachladen?

Die Antwort: Ja, es funktioniert einwandfrei!

10828

Gruß,

WB.

Lortnoc
18.01.2013, 02:11
ich hoffe das ist nicht OT hier, aber noch zum Thema Stirling: ich finde das klingt schon ziemlich sinnvoll.. Hier der Link

http://www.youtube.com/watch?v=iSoXWt4hBpc

klar ist das ne grössere Anlage.. aber von nix kommt nix.

Daniel
11.02.2013, 14:31
Das lässt mich jetzt nicht ganz in Ruhe,

unter dem Gesichtspunkt der Autarkie, würde ich mich gerne mal mit einem Elektriker hier unterhalten.

In Kombination mit einem Kaminofen, müsste es doch möglich sein, über so ein Element eine Pumpe anzutreiben oder???

Das bedeutet, man heizt den Ofen an, bei der richtigen Spreizung versorgt das Element die Pumpe mit Strom,
diese schickt das Heiße Wasser dann zu den Heizkörpern.

Ich weiss, hab ich oben schon mal geschrieben, ist aber niemand drauf eingegangen...

Cephalotus
11.02.2013, 15:19
Ich hab mir von Thermalforce eine Zeltheizung M803 bestellt. Die gehen auch auf Sonderwünsche ein, ich wollte z.B. die Wärmeaufnehmende Fläche von außen verschraubbar haben, um die ggf später nach eigenen Wünschen durch was anderes ersetzen zu können.

http://thermalforce.de/de/download/m803.pdf

Zu gegebener Zeit schreibe ich dann meine Erfahrungen damit nieder.

stamp
02.03.2013, 14:11
Hallo, bin gerade dabei ein Thermogenerator umzubauen. Habe mir ein 10W modulm2411 von Thermalforce bestellt,leider haben die mir ein Modul geliefert,welches nur halbe Leistung brachte,da minderwertige TEC´s zum Coolen schlecht verbaut sind(zu wenig Wärmeleitpaste).schade eigentlich.. Mein Ziel ist ein portabler Generator zum bedarfsweisen Betrieb auf einem kleinem Holzofen. Das modul2411 von TF ist zwar recht portabel,denke aber derselbe Kühlkörper mit nur 2Modulen anstelle von4 bringt mehr,Wärme kann er dann gut abführen,gefühlter gemütlicherer Betrieb,Lüfter muss nicht auf Vollgas laufen. Denke gerade noch eine petroleumvariante durch- Die Lampe hab Ich im Winter eh an,wegen des gemütlichen Lichtes. Sie bringt ca 100W Thermische Leistung,ein kleines Schlafgemach macht das Ding warm! ein 5W Peltier braucht so 200 W,doppelt so grosse Lampe(Kosmos14´´ )sollte diese Leistung bringen.. 5W entsprechen einem USB2 Anschluss(5V@1A),kann also alles gut+schnell geladen werden können was einen usb Stecker hat. Hab Ich das mit der russischen Petroleumlampe die ein Röhrenradio antreibt hier gelesen?-genial,alles was mann braucht-lach Heres Ziel wär es doch so eine Lampe mit Heizdiesel betreiben,Wärme drinnelassen,Abgase raus,Licht und Strom. Mit einem Liter Diesel am Tag und einer Top isolierten Hütte..ein Traum.. Ist das utopisch??2Liter? lach Werde jetzt erstmal weiterexperimentieren und das Generatormodul optimieren + gute Peltiergeneratoren besorgen(irgendwie reagieren die bei TF wg.Modul nicht so,die ham bestimmt garkeine-lach) und nach einer Petrolampe ausschau halten.. Sammelbestellung TEG´s?ab 100 wird bestimmt unverschämt günstig.. Werd Euch auf dem laufenden halten, So long S.

MessageMan
02.03.2013, 16:05
Ich habe da gerade etwas interessantes aus dem Netz gezogen.

http://vimeo.com/couchmode/user8982761/videos/sort:date/41198061


http://www.biolitestove.com/

Lg

stamp
04.03.2013, 23:24
nettes Stöfchen,auch so 5W?
finde immer so schlecht die Leistungsangaben:)

Habe heut mal ein TEG von Quickcool geordert-6,8W@10V bummelig.

Zum laden von 8 Mignons auf jeden Fall gut.
5V kriegt man da immer raus..

Gruss Thomas

Cephalotus
05.03.2013, 10:46
Ich hab mir von Thermalforce eine Zeltheizung M803 bestellt. Die gehen auch auf Sonderwünsche ein, ich wollte z.B. die Wärmeaufnehmende Fläche von außen verschraubbar haben, um die ggf später nach eigenen Wünschen durch was anderes ersetzen zu können.

http://thermalforce.de/de/download/m803.pdf

Zu gegebener Zeit schreibe ich dann meine Erfahrungen damit nieder.

Das Gerät, das man mir geschickt hatte war ein neues deutlich lesitungsstärkeres Modell, leider mit 2,4kg Gewicht. Ich habs nur auf dem Gaskocher ausprobiert, da hat das Ding schon einen ganz ansehnlichen heißen Luftstrom erzeugt (wie ein kleiner Fön) und nebenbei noch rund 3W elektrische Leistung abgegeben.
Wegen des Gewichts ist es aber für meine Zwecke völlig untauglich und daher gings zurück.

Mein nächstes Experiment wird ein Power Pot V werden. Mit einer starken Heizquelle (mehrere Teelichter reichen wohl nicht) und Eiswasser im Topf sollen bis zu 5W möglich sein, mit kochendem Wasser im Topf noch rund 3W. Ein DC-DC-Wandler mit 5V USB Ausgang liegt bei.

Im Gegensatz zu Solarmodulen, die über einen sehr weiten Leistungsbereich einen überschaubaren Nennspannungsbereich haben scheint es mir bei Thermogeneratoren problematisch zu sein, dass bei geringer Leistung auch die Leerlaufspannung massiv einbricht.

mfg

- - - AKTUALISIERT - - -



http://www.biolitestove.com/

Lg

Das Gerät muss man evtl. etwas kritischer sehen. Der hier hats gut zusammen gefasst:

http://andrewskurka.com/2012/biolite-campstove-review/

edit: das war der falsche link eigentlich meinte ich ein anderes echtes Review, das ich aber grad nicht mehr finde.
Der Inhalt war in etwa: Der Ofen kaum elektrische Leistung und kann Geräte mit hohem Strombedarf nicht laden, weil die Spannung zu sehr einbricht. Der Ofen frisst Holz wie ein schwarzes Loch. Außerdem ist das Gebläse sehr laut, also eher nix fürs gemütliche Feuer am Abend.
Wenn man nicht ständig alle 2 Minuten Holz nachlegt ist das Ding auch ratzfatz wieder aus und nach spätestens einer Stunde muss man den Ofen aus machen, weil er dann voll mit Asche ist.

Wenn man damit ein Smartphone laden möchte verheizt man quasi einen halben Baum und ist stundenlang mit Holz zubereiten und nachlegen beschäftigt.

MessageMan
05.03.2013, 19:57
Ich will mit dem Ofen nicht mein Handy laden, sondern etwas kochen und nebenbei den Accu auffrischen. Hier noch eine Review in Englisch:

Do you bring into the backcountry a flashlight (headlamp), a compass and a map? unless you are going somewhere you have been before and don’t plan on taking a piss in the dark, these are good tools to have. Similarly, my iPhone does all that plus it is a gps, a camera, a book, a conversion chart for converting milliliters to cups, and much more at no more weight, all kept working with a little help from the biolite. We just used the biolite for a week long backpacking trip with my oldest nefues, it performed very well. It allowed me to not bring my mini solar charger and weighed less than my gas stove an fuel and solar charger combined. Also it let me have many many hot cups of tea, hot water for dishes and washing up, and let the boys roast marshmallows even though open wood fires were not permitted, and never once did I worry about running out of fuel.
The biolite rocks, boils fast, and entertained the boys.

lg Till

Cephalotus
06.03.2013, 15:46
Ich will mit dem Ofen nicht mein Handy laden, sondern ... den Accu auffrischen.


Kannst Du mir den Unterschied erklären?



Do you bring into the backcountry a flashlight (headlamp), a compass and a map? unless you are going somewhere you have been before and don’t plan on taking a piss in the dark, these are good tools to have. Similarly, my iPhone does all that plus it is a gps, a camera, a book, a conversion chart for converting milliliters to cups, and much more at no more weight,


Dem stimme ich uneinegschränkt zu, aber...



all kept working with a little help from the biolite.


...dem hier nicht.
Wenn ich mein smartphone den ganzen Tag intensiv nutze (z.B. das GPS), dann ist abends der Akku leer. Mein Smartphone gönnt sich z.B. 3 Stunden lang einen Ladestrom von 600mA, um wieder voll zu werden (und das Motorola Defy ist alles andere als ein Akkufresser, im Gegensatz zu manch modernerem Teil mit 4,7" Display und Quadcore Prozessor...)

Schau mer uns mal an, was man da an "little help" benötigt.

Den kritischen Reviews nach lassen sich viele Smartphones mit hohem Strombedarf am biolite garnicht erst zuverlässig laden und wenn dann nur bei maximaler Feuerungsleistung. Sagen wir mal es geht und sagen wir mal, man bekommt tatsächlich 600mA Ladestrom raus, dann musst Du das Ding also drei Stunden lang brennen lassen.
Prinzipiell ist das bei einem Lagerfeuer abends schon denkbar, nur ist der biolite eben kein Lagerfeuer, sondern Du musst bei hoher Leistung alle 2-3 Minuten Holz nachlegen und ca. jede Stunde den Ofen ganz leeren und neu anzünden, weil die Asche dann zuviel wird.
Du bist also ständig beschäftigt, verbrauchst große Mengen an Holz und hast das Geräusch vom Gebläse.

Der Biolite wiegt 935g, ein leichter Holzhobo wiegt vielleicht 150-200g (etwas weniger leistungsstark, braucht dafür aber bei weitem nicht soviel Aufmerksamkeit). Für 700-800g kannst Du ziemlich viele Ersatzakkus oder Ersatzbatterien mitnehmen.

Ich stehe diesen Ideen nicht prinzipiell kritisch gegenüber (ich experimentiere ja selber mit solchen Geräten herum und geb dafür derzeit auch reichlich Geld aus), aber ich finde, man sollte sich die Zahlen und Fakten aus den Reviews genau anschauen und das mal durchrechnen und dann abwägen ob das wirklich zu dem passt, was man tun will. Der biolite ist in erster Linie ein sehr leistungsstarker aktiv belüfteter Holzkocher, dessen Ventilator keine externe Stromversorgung braucht. Will man ihn als Ladegerät benutzen ist man damit stundenlang beschäftigt und verbraucht sehr große Mengen an Holz, das zumindest das Fazit der Leute, die die Ladefunktion getestet haben.

Den Powerpot V als Gegenbeispiel stellst Du auf einen normalen Holzhobo, den man deutlich seltener befüttern muss und der sich bei weitem nicht so schnell durch diese Holzmengen durch frisst. Er macht auch keine Geräusche, man muss nur darauf achten, dass einem nicht das ganze Wasser verdunstet. Auch das Mehrgewicht fällt etwas moderater aus, weobei man damit halt nur Wasser und vielleicht Suppen kochen kann, ggf also noch einen 2. Topf oder eine Pfanne braucht. Und wenn der Topf über, Feuer steht kann man natürlich auch nicht gleichzeitig grillen...

Zur Umweltfreundlichkeit/Nachhaltigkeit:

Elektrischer Wirkungsgrad Biolite: 0,10%
Elektrischer Wirkungsgrad Power Pot V: 0,28%
Elektrischer Wirkunggrad eeines thermalpower "Ladegerät/Spielzeugs": 0,78%

Quelle: http://www.pocketnavigation.de/2013/01/the-powerpot-v-strom-aus-feuer/2/

Wenn man sich vorstellt, dass die Wanderer künftig ihre Spielzeuge an Holzöfen aufladen, dann wäre bei uns das Holz entlang der Routen vermutlich ratzfatz weg (das auch in Bezug zur Überlegung, solche Geräte in die dritte Welt zu verbringen)

Ich sehe das daher eigentlich nur als Ergänzung zu einem großzügig dimensionierten Solarladegerät und Zusatzakku, was dann für 90% des Stroms ausreichen sollte, so dass der Thermogenerator eher die Sonderfälle im Winter abdeckt.

Für Kurztouren (also ohne Survival Gedanken) sollte man einfach Ersatzakkus mitnehmen.



We just used the biolite for a week long backpacking trip with my oldest nefues, it performed very well. It allowed me to not bring my mini solar charger and weighed less than my gas stove an fuel and solar charger combined.


Mein Gaskocher wiegt 70g, meine Gaskartsche wiegt 200g. (ein Leichtgewicht-Hobo wiegt so 150-200g).
Mein Solarmodul wiegt 150g und mein Pufferakku wiegt 200g (beides geht auch noch etwas leichter). Mit dem Solarzeug habe ich eine lange Trekkingtour im Himalaya prima überstanden, aber da wars halt auch häufig sonnig.
Der Biolite wiegt 935g.



Also it let me have many many hot cups of tea, hot water for dishes and washing up, and let the boys roast marshmallows even though open wood fires were not permitted, and never once did I worry about running out of fuel.
The biolite rocks, boils fast, and entertained the boys.


Der Biolite ist ein sehr leistungsstarker Holzkocher mit gewisser Geräuschemission und hohem Holzbedarf und mit einem satten Gewicht im Vergleich zu (leistungsschwächeren) normalen Holzhobos ohne Zwangsbelüftung. Ich denke aber, dass man ihn sich eher nicht als Stromquelle kaufen sollte. Bleibt die Frage, ob man einen leistungstarken Holzofen braucht.

mfg

PS: wenn Du Dir trotzdem einen kaufst würde mich ein Erfahrungsbericht natürlich sehr interessieren, ich werde hoffentlich irgendann auch mal einen vom Power Pot V schreiben können. (auch das Konzept hat seine Schwächen)

stamp
09.03.2013, 15:34
Seid gegrüsst alle Thermoenergiefreunde!

Das Element von Quickcool QCG-450-0,8-1,0 ist nach Eingang der Vorausrechnung(120,-)
nun plötzlich doch nicht mehr so leistungsfähig-(so 25%!! weniger als das Datenblatt auf Deren Seite angibt,garantiert jedoch 5W@5V bei 120 Grad Temp.Unterschied)

Eine gute Nachricht:
Fa Thermalforce hat 50% des Kaufpreises f.M2411 erlassen(Modul bringt nur 50%,und
Ich hab´s auseinandergebaut:( )

Zudem lassen sich die Elemente reparieren!
Habe dazu die Silikonwurst ums Peltier an einer Stelle aufgeschnitten und
das Kabel an einem unbeschädigten Strang im Element(hatten einen grossen Riss an der Seite,funktionierte nur mit Druck von oben) mit normalem Lötzinn und grossem Lötkolben befestigt.

Die angegebene Leistungvon 10 W bringt das Modul trotz alledem nicht ansatzweise.

Dennoch lassen sich 12V Bleibatterien an dem Generator laden.
(Diese Zeilen sind mit Thermostrom geschrieben :) )

12,2V@0,25A (leere Baterie)
13,5V@0,2 A (fast volle Batterie)
beheizt von einem hornalten Turm 38-Spiritusbrenner auf halber Leistung.

Da das Gerät oben sehr sehr warm wird,brauchts einen leistungsfähigeren Lüfter oder einen anderen Kühlkörper mit mehr Kühlleistung oder einen Thermoschalter,der den Ladestrom unterbrechen kann wenns zu heiss hergeht.

Werde berichten..

kurze Idee-
2 runde plane Aluplatten,
dazwischen die Peltiers,
unten den Brenner und oben einen grossen Topf mit
kaltem Wasser..
fertig wäre the big power pot?
(wäre einfach+relativ preisgünstig möglich,
schwer wird´s aber immer wenn der Generator Leistung haben soll,dafür einfach handhabbar)

Gruss Thomas

stamp
12.03.2013, 12:21
Hallo,
habe nun ein paar Tage gebastelt:lächeln:
:11911

Petroleumlampe mit eingekürztem Brennerrohr und "Kochaufsatz" worauf hier ein Thermogenerator gestellt ist.

Die Lampe hat einen Verbrauch von ca 1L/24Std, macht hell&warm
( einen 2x2m Raum macht die Lampe sehr gut warm,selbst bei Minusgraden draussen)

Die elektrische "Ausbeute" ist hier sehr gering,mit Ach&Krach kann man ein
Smartphone laden,Radio+MP3-Player laufen gut daran.
Gut ist es,das man den Generator auf einem grossen Kocher nutzen kann,
um 12V Autobatterien zu laden,die elektrische Leistung ist dort wesentlich höher.

Die Geräuschemmissionen vom Lüfter halten sich in Grenzen,nervt auf jeden Fall nicht.

Alles in Allem,wenn nichts mehr geht, ein super indoor Survival-tool,
Wärme,Licht und ein wenig Strom,zudem kann man die Lampe bis knapp unter die Zimmerdecke hängen,da die Wärme durch den Lüfter verteilt wird und es keine Brandflecken an der Decke gibt:)

Hier noch ein Bild mit Schirm:11912

Gruss Thomas

Cephalotus
06.04.2013, 23:21
Hab jetzt nach über 1 Monat meinen Powerpot V aus den USA vom Zoll erhalten.

Der 1. Test auf der elektrischen Herdplatte war schon mal recht zufrieden stellend.

Mit heißer Herdplatte und halbwegs kühlem Wasser (vielleicht 20-30°C) und kräftigem Umrühren hab ich 5,2W bekommen, direkt angeschlossen am Sunload M5.

Dieses hat einen MPP Tracker, der von 4,5V bis ca. 30V funktioniert, aber leider nur maximal 0,5A Eingangsstrom verwerten kann.

Blöderweise sind die Spannungskennlinien von Thermogeneartoren nicht annährend so gutmütig wie die von Solarnodulen, so dass man fast immer einen DC-DC-Wandler einsetzen sollte.

In meinem Fall wurden die 5,2W dann bei 10,4V und 0,5A erzielt. ich vermute mal, dass der MPP bei höherem Strom und niedrgerer Spannung gelegen wäre und es somit Verluste gab, aber mehr als 0,5A kann eben der sunload nicht.

Im Lieferumfang ist ein eigener DC-DC Wandler mit USB Ausgang und stabiler(?) 5V Spannung und feuerfestem Silikon/Teflon-Kabel enthalten, den hab ich noch nicht ausprobiert

In der Praxis bei kochendem Wasser ohne Umrühren und starker Hitzequelle sind wohl eher 2W realistisch, bei schwacher Hitzequelle und kochendem Wassr vielleicht eher 1W.

Pocketnavigation hat dazu Kennlinien erstellt:
http://www.pocketnavigation.de/2013/01/the-powerpot-v-strom-aus-feuer/

Umrühren bringt erstaunlich viel, hätte ich nicht erwartet (ist aber natürlich auch nicht praktikabel)

das perfekte Einsatzgebiet wäre sicherlich das Schnee schmelzen im Winter. (im Sommer kann man sich den Zauber eh schenken, da tun's auch Solarmodule ganz gut)

Richtiges Kochen sollte man in diesem modfizierten Alutopf besser bleiben lassen und auch der Wärmeübergnag bzw die Kocheiten leiden natürlich unter dem Aufbau.

Solarfuzzi
29.11.2016, 21:26
Mal schauen ob man das Thema wiederbeleben kann. Bei den Anbietern scheint sich ja etwas zu bewegen. Beispielsweise finde ich so etwas interessant:
http://www.tegmart.com/thermoelectric-generator-products/devil-watt-teg-power-100-watt-water-cooled-wood-burning-stove-thermoelectric-generator/
Wenn man Werbeaussagen kennt, sollte man allerdings nicht unbedingt auf 100 W im realen Betrieb spekulieren. Was nämlich nicht im Datenblatt steht, ist die Tatsache daß man bei einem angenommenem Wirkungsgrad von 5% ca. 2000 Watt an thermischer Leistung zuführen und 1900 Watt an thermischer Leistung kontinuierlich abführen muß. Eine weitere Ungereimtheit ist, daß in der Werbung von 450°C maximaler Temperatur die Rede ist (wäre brauchbar). Im Datenblatt schrumpft das auf 270°C und die Kurve hört einfach auf (kommt dann schon die Selbstzerstörung ?)
Für mich wären schon 500 thermisch und 25 Watt elektrisch ok, weil damit ein wasserführender Kaminofen wenigstens seine eigene Pumpe(n) antreiben könnte ("Booten" d.h. Hochheizen würde wohl noch externe Energie erfordern) und damit notfalltauglich würde. Im Normalfall würde für mich der größte Nutzen in der Erhöhung des Leistungsanteils ins Wasser bestehen. Obwohl unser Ofen 60% ins Wasser liefern kann ist unser Wohnbereich tendenziell immer noch sehr warm. 2 bis 3 Prozentpunkte mehr würden nicht schaden. Finanziell lohnt sich die Sache nicht wirklich, über eingesparte Stromkosten brauchen wir erst gar nicht zu reden. Aber vielleicht wird die Technologie ja noch etwas besser.

Solarfuzzi
28.12.2016, 20:46
Bevor ich viel Geld versenke, habe ich gestern und heute einen kleinen praktischen Versuch unternommen. Beim 1.Mal gestern habe ich auf einer provisorischen Halterung aus Stahl einen Kochtopf mit 1 Liter Wasser über einem horizontal verlaufenden Rohr des Kamins (im Inneren des Kamins) positioniert. Per Infrarotthermometer habe ich periodisch die Temperatur gemessen. Das Ergebnis war recht ernüchternd: Nach ca. 90 min stieg die Temperatur von 20°C auf 93° C (danach Abbruch des Versuchs). Ich schob dies auf die Tatsache, daß der Topfboden kaum irgendetwas berührte außer ein paar Schrauben der Halterung. Also habe ich danach eine bessere Version der Halterung aus Aluminium gebaut inklusive Senkschrauben, so daß der Topfboden das Alu flächig berührt und dieses auf dem Rohr aufliegt ( dies allerdings nur auf einer Linie in der Mitte ). Beim 2. Versuch kam das Wasser innerhalb von 100 min von 12°C bis zum Sieden, immerhin brachte diese Konstruktion eine Verbesserung bei der erreichbaren Endtemperatur und taugt deshalb durchaus zum Kochen bei Stromausfall. Die Heizleistung (auf den Topf bezogen) liegt aber nur bei erbärmlichen ca. 100 Watt (Größenordnung), weniger als jeder Reisetauchsieder hat. Ohne eine mechanisch und elektrische optimale Integration ( wie z.B. http://www.marlow.com/power-generators/evergen-power-strap.html ) sehe ich daher wenig Chancen die erforderlichen Daten zu erreichen.
Damit ist das Thema für mich erst mal erledigt. Die Halterung bleibt aber im Ofen, für alle Fälle...

Keph
29.12.2016, 00:31
https://www.youtube.com/watch?v=1mFmQcgFPbs

Der sieht doch interessant aus.
5V, egal ob Spiritus oder Holzflamme etc.
4 im Kreuz um einen Hobo aufgestellt.... :)


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