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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nahrung für Fluchtruksack



lamidore
17.12.2012, 00:31
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei mir einen Fluchtrucksack zusammenzustellen. Ich lege viel Wert auf Mobilität. Ergo ist mir ein leichtes Gpäck mit kleinen Volumen wichtig. Für den Notfall hab ich BP-5 für 3 Tage dabei. Aber was könnte man mit kleinen Packmaß wenig Gewicht und viel Energie (3000 kcal) mitnehmen? Travellunch oder kann man etwas seber zusammenstellen? Da möchte ich es gerne komprimiert zusammenpacken könne. Wie handhabt ihr das? Ich weiss das es nicht das Perfekte gibt. Ich würd mal gerne eure Meinung hören.

Grüße

lamidore

Cephalotus
17.12.2012, 00:53
Ein paar Vorschläge:

Nüsse (meist nur ein paar Monate haltbar)
Gefriergetrocknete Fertiggerichte (siehe Angaben auf Verpackung)
Ölsardinen (Öl mit verwerten)
Weizengries (in die Suppe mit hinein kippen, meist nur ein paar Monate haltbar)
Suppenbrühwürfel (wenn man kochendes Wasser hat kann man darin ja alles mögliche essbare hinein geben, was man so findet)
Snickers
Salz&Pfeffer (haben zwar keine Kalorien, aber machen gefundenes Essen evtl. genießbarer)
Schokocreme (Nutella & Co) in Plastikbechern oder Tuben.

GrimmWolf
17.12.2012, 01:06
Schliesse mich der Liste von Cephalotus an
Dazu kann man Dörrfrüchte reinpacken, wenig Gewicht / Volumen
und eine 0.3l *Comella* (Plastik)Flasche mit Schraubverschluss mit Erdnuss- / Olivenöl.
Nussschokolade wäre billiger als Snickers... oder die Tourist... vom orangen M (CH)
1 paar Pack Instant Noodle Soup, dazu ne Handvoll normale Teigwaren reinschmeissen (je nach Kochzeit schon 3-4 min vorher)
Wenn an einem Burgerking vorbeikommst nimm Dir ein paar abgepackte Briefchen Salz / Pfeffer mit (nachdem Dein Tablett entsorgt hast)

lamidore
17.12.2012, 01:33
Ok. Vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten. So in die Richtung habe ich auch schon gedacht. Also nicht nach Tagesrationen aufteilen? Wie verpackt ihr das? Sprich minimales Volumen.

maniacmantis
17.12.2012, 04:41
Hallo lamidore,

Wenn der Preis keine Rolle spielt, dann Peronin.
Hab leider selbst keine Praxiserfahrung damit, weil es mir zu teuer ist :rolleys:
...oder Energieriegel, wie z.B. Powerbar.


LG
Günter

drudenfuss
17.12.2012, 04:54
Für den schnellen Energieschub: Traubenzucker.

GrimmWolf
17.12.2012, 04:54
also wenn Du die Sachen für den Fluchtrucksack willst, geh zum Metzger Deines Vertrauens, der hat ein Vacuumiergerät...
oder kauf Dir eins http://www.vakuumierertest.com/
dann halt alle 6 Mt / oder 1x pro Jahr austauschen / ersetzen

hspler
17.12.2012, 18:04
Auszug aus dem Impressum (http://www.vakuumierertest.com/impressum.html):

Die Website vakuumierertest.com ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon Europe S.à r.l., ein Partnerwerbeprogramm, das für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu amazon.de Werbekostenerstattungen verdient werden können.

Was aber nicht heissen soll/muss, dass die Geräte schlecht sind...

Maresi
17.12.2012, 18:45
Erdnussbutter (hält ewig, hat pro Gramm mehr kcal als Nutella und eine bessere Nährstoffzusammensetzung, gibt es auch in der Plastikdose)
geröstetes Getreide (Gerste, Weizen; ganz, geflockt oder gemahlen; kann (ganz bzw. geflockt) eingeweicht und als eine Art Porridge gegessen werden oder das Mehl mit Wasser/Saft/Milch/... anrühren und sofort essen).
Siehe auch: http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/4689-Tsampa-Gerstenr%C3%B6stmehl )
Honig (gibt es in praktischen Portionsschälchen wie im Hotel) ist vielseitig einsetzbar und hebt die Moral
Milchpulver (hat allerdings kein optimales Packmass) oder Kondensmilch aus der Tube (schon besser)


Die o.a. Zutaten haben den Vorteil, dass man sie (fast) ohne Zubereitung entweder so wie sie sind unterwegs essen oder - falls Zeit für ein Lager ist - kombinieren und ein bescheidenes Menü daraus zubereiten kann Zur Not auch ganz ohne Feuer...

LG,

Maresi

Waldemar
17.12.2012, 23:29
Powerbar, Würfelzucker oder Zuckertütchen, Traubenzucker

Papa Bär
17.12.2012, 23:54
Wenn du etwas suchst, was in Punkto Gewicht, Packmaß und Kaloriengehalt über BP-5 und Co liegen soll, bleibt dir wohl nur reines Fett oder Öl... alle anderen Nahrungs mittel dürften wohl in mindestens einer der drei Kategorien deutlich schlechter abschneiden

Vincent
18.12.2012, 00:24
Pemmikan (http://de.wikipedia.org/wiki/Pemmikan)ist auch toll. Rezepte gibts im Internet und hier im Forum. Gibts natürlich auch zu kaufen ;-)

Gruß
Vincent

flywheel
18.12.2012, 13:01
Ich habe mir gerade überlegt, einige Spaghettipackungen in drei Teile zu zerschneiden.
Anschließend luftdicht verpacken. Die Menge passt gut in eine Blechtasse um schnell zubereiten
zu können. Dazu die kleinstpackungen Ketchup die ebenfalls lange haltbar sind.

Im Fall von meinen Aldi Spaghetti bedeutet das:

- Packmass 4x10 cm
- Gewicht 166 gramm
- 600 kcal
- MHD 10/2014
- Kosten 16,3 Cent :Gut:

Nachteil, man benötigt Wasser.

Frei's Petrollampen
18.12.2012, 13:17
Nachteil, man benötigt Wasser.

Hallo flywheel

Ja das kann ein Nachteil sein wenn man keines hat. Aber wenn Dir das Wasser ausgegangen ist ist es schlimmer als wenn Du die Nudeln nicht kochen kannst. :rolleys:

Viele Grüsse, Ernst

Opa
18.12.2012, 14:19
Panzerplatten und Erdnüsse im Sommer, Panzerplatten und Schokolade im Winter.

sonnenwolf
18.12.2012, 15:26
Ich bin da ja bekennender Minimalist und packe mir zu meinem BP-5 nur etwas in den Rucksack, dass ich dann im Fall der Kochmöglichkeit warm trinken kann (Instantbrühe, Tee, löslicher Kaffee etc.).

Ich möchte nicht darauf angewiesen sein, das Essen kochen zu müssen. Schön, wenn es etwas Warmes gibt, aber notfalls geht's auch kalt...

Maggi56
18.12.2012, 15:38
Erdnussbutter (hält ewig, hat pro Gramm mehr kcal als Nutella und eine bessere Nährstoffzusammensetzung, gibt es auch in der Plastikdose)

Moin im Thema, Moin Maresi,

"Erdnussbutter" http://de.wikipedia.org/wiki/Erdnussbutter halte ich pers. ebenfalls für eine perfekte Outdoor-/Wandernahrung. Zusammen mit einigen Salzcrackern ala TUC http://www.griesson-debeukelaer.de/deDE/marken/tuc/cracker/ eine gute Notkost. :Gut:

Richtig gute, und wirklich schmackhafte "Peanut Butter" findet man hier in Deutschland leider nur aus original amerikanischer Herstellung / Quelle. Das, was sich hierzulande "Erdnusscreme" nennt, das ist den Kaufpreis NICHT wert.

Früher organisierten die amerikanischen GIs aus Bremerhaven ordentlich große Gläser der allerbesten Peanut Butter zollfrei direkt aus den USA, diese Zeiten sind leider vorbei.

Kochen mit Peanut Butter ist ein weiteres Thema; ein Ragout aus Geflügelfleisch auf Reis, mit einem kleinen Klacks Peanut Butter, und bisserl Tabasco, oha..! :lächeln:

Guten Appetit wünscht euch


Michel

ID 3635
19.12.2012, 20:35
In meinem eigentlichen Fluchtrucksack habe ich neben ein paar Weizenriegeln, ein wenig Schokolade, den berüchtigten Panzerplattenkeksen eigentlich auch nur BP-5. Es ist quasi sofort konsumierbar und enthält alles wichtige bei kleinstem Packmaß. Einzig Instantsuppen und Nudeln sowie Tee und Kaffee leist ich mir hier zum Aufwärmen.
Im erweiterten Set mit Kochmöglichkeit hab ich jedoch auch einiges an Gefriergetrockneten Mahlzeiten. Heißes Essen ist Luxus, den man sich aber auch in Außnahmesituationen leisten soll. Vor allem wenn man sich sowieso im Vorfeld darauf vorbereitet.

Mein kleiner Rucksack ist übrigens eher ein "Car Emergency Kit", welches ich ständig im Auto habe (Stau, Winter, etc...) der große Rucksack steht im Keller abmarschbereit.

Rockyourglock
19.12.2012, 20:59
Ich habe im Rucksack:

- BP-5, Panzerkekse, im Winter Schokolade, im Sommer Trockenobst
- Kaffeepulver, Magen Tee, Elektrolytlösung(Pulver)
- Zucker, Salz

Will Gewicht sparen und hab somit auf Sachen zum Kochen verzichtet.

Maggi56
19.12.2012, 21:42
Moin im Thema,

ich finde die Fertigkost "Tassensuppen" sehr gut, diese kann man auch kalt anrühren, bevorzugt aber doch mit etwas heißem Wasser. Die Marken sind vielfältig, Kartoffelsuppe, Gemüsesuppe, etc., was immer auch der Discounter des Vertrauens hergeben mag...

Als eine kleine "Verfeinerung" dient ein Stich Butter, oder auch ein Stück "Scheibletten" Käse, von dem Käse auch gerne einmal zwei Scheiben, wenn man mag.

Für eine solche Käsesuppe schleppe ich gerne in meinem Rucksack einen Liter heißes Wasser mit mir herum, mit dem ich auch eine Tasse Tee zubereiten kann.

Die Kommentare anderer Wanderer angesichts einer dampfenden heissen Suppe sprachen Bände..., gerade bei winterlichen Touren. Eine gew. Vorbereitung ist nicht selten einmal Gold wert, die kleine heisse Suppe kann auch ganz neue Kontakte knüpfen, so meine pers. Erfahrung... :rolleys:

Gruß


Michel

hspler
19.12.2012, 23:56
Aber hier ging es doch um die Frage


Aber was könnte man mit kleinen Packmaß wenig Gewicht und viel Energie (3000 kcal) mitnehmen?

... kann denn das Deine Tütensuppe leisten?

Sidge
04.01.2013, 21:25
Meine Lösung ist, Traubenzucker, Pemmikan/Trockenfleisch und BP-5.
Wie schon weiter oben erwähnt, wird es kaum ne kompaktere Lösung als BP-5 geben, wenn man nicht grad Fett oder Zucker pur essen will.
Die Frage ist ja auch immer was für Energie gefordert wird.

Ich setzte bei meiner Planung eher auf langfristige Energielieferanten, daher Kohlenhydrate als Hauptenergiequelle und nur wenn ich es wirklich brauch auf kurzfristige, wie Zucker un Co.

Papa Bär
04.01.2013, 21:49
Äh... gehört Zucker nicht zu den Kohlenhydraten? Und sind Kohlehydrate nicht was für die kurzfristige, schnelle Energieversorgung? Langfristig wäre doch wohl eher zu Fetten zu raten...

Sidge
05.01.2013, 00:04
Hehe, ja du hast recht. Aber ab da wird es kompliziert.
Grundsätzlich läßt sich zwischen Proteinen, Kohlehydraten (einfach und schwer zu verwertend) und Fetten unterscheiden.

Fette liefern zu langsam und zu wenig Energie (Lypolyse) . Und es ist immer die Frage in welcher Form die Kohlenhydrate vorliegen (Getreide oder Traubenzucker). Können das auch gern mal in nehm extra Faden diskutieren. Hier würde es wohl bisschen den Rahmen sprengen.

Für die die es etwas genauer wissen wollen:
http://www.dr-moosburger.at/pub/pub080.pdf

hinterwäldler
05.01.2013, 02:21
Als unverbesserliches Süßmaul würde ich mitnehmen:

- Back-Marzipan
- Backmohnpaste zum im Gehen aus der Tüte lutschen
- pure Sesamriegel (entsteht beim Kauen wirklich zusätzliche Wärme im Mund oder bilde ich mir das nur ein?)

Nährwerte hab ich leider nicht zur Hand.

Als Eiweißquelle außerhalb der Sommerzeit:
- alten Hartkäse

Maresi
05.01.2013, 03:25
Es gibt (zumindest in Österreich) Fleischschmalz in der Dose (120 g). Kann entweder kalt gegessen werden oder - zum Aufwärmen und mMn echt lecker - mit dem Esbitkocher heiß gemacht werden. Eine kleine Tablette reicht genau für eine Dose.
Beim Heer hat mit das so machen Tag im Feld gerettet!
Dazu noch etwas Dauerbrot (Pumpernickel aus der Dose o.ä.), und eine kleine und kalorienreiche Mahlzeit ist perfekt. Man kann sie kalt und heiß essen, zur Not auch beim Marschieren. Mit 5 Dosen und 500g Brot hast du die kcal zusammen. Als Ergänzung vll. noch einen Riegel Kochschokolade für's Gemüt und ggf. eine Dose Fleischschmalz gegen Erdnusscreme austauschen, wenn man es süß mag.
Mehr kcal pro g liefert auch BP-5 nicht...

LG,

Maresi

Pfadfinder
05.01.2013, 03:34
Als Eiweiss lieferant schwöre ich auf Bohnen & Linsen.
Pro (beide): Lange haltbar, lockt keine Wildtiere an, verdirbt nicht so leicht...
Contra (linsen): Lange kochzeit ~ 30-40min, das Wasser darf NICHT kochen...

Für Kohlenhydrate, ganz einfach, Teigwaren.

Nachdem ich ein wenig durchgelesen habe, werde ich wohl etwas meines Wohnungsvorrates ins BoP packen.
Z.b. Tafel Schokolade & Corned beef

- - - AKTUALISIERT - - -

Super, doppelposts mit Chromium UND Firefox...
Ist das nur bei meinen Quick-Replys oder auch bei anderen Menschen so?

Vincent
05.01.2013, 06:34
Erstmal auch noch ein bisschen Information von meiner Seite bzw. Globetrotter.




Ernährung unterwegs


Energie
Kohlehydrate (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Kohlehydrate) sind (neben Fett und Protein (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Protein)) Hauptnährstoff für den menschlichen Körper und werden in Gruppen unterteilt: Monosaccharide (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Monosaccharide) (Einfachzucker (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Einfachzucker), z. B. Glukose (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Glukose), Fruktose (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Fruktose) – in Früchten etc.), Disaccharide (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Disaccharide) (Zweifachzucker, (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Zweifachzucker) z. B. Laktose (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Laktose), Saccharose (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Saccharose) – in Haushaltszucker etc.) und Polysaccharide (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Polysaccharide) (komplexer Vielfachzucker (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Vielfachzucker), z. B. pfl. Stärke – in Kartoffeln etc.). Je einfacher Kohlehydrate sind, desto schneller, aber auch desto kurzfristiger steht Energie zur Verfügung. Komplexe Kohlehydrate sorgen für einen lang anhaltenden Brennwert und sollten 65 % unserer Ernährung ausmachen (ggü. 15 % Eiweiß (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Eiwei%C3%9F) und 20 % Fett – empfohlene Werte). Proteine (Eiweiße) sind aufgebaut aus den Aminosäuren (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Aminos%C3%A4ure). Nicht nur Kraftsportler haben einen erhöhten Eiweißbedarf, sondern praktisch alle physisch Aktiven. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 1,5 Gramm je Kilogramm Körpermasse. Aminosäuren sind Grundbausteine aller Proteine. Die Strukturen sind zwar vielfältig, bestehen aber aus nur 20 verschiedenen. Während unser Körper die meisten selbst bilden kann, fehlt diese Fähigkeit für die restlichen acht; sie werden als die essenziellen bezeichnet & müssen über die Nahrung aufgenommen werden (genau wieMineralien (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/mat_info_detail.php?material=Mineralien), Vitamine & ess. Fettsäuren). Schon das Fehlen einer essenziellen Aminosäure hindert den Proteinaufbau.
Der Energiegehalt von Nahrungsmitteln wird in der int. Maßeinheit Joule angegeben. Sie hat seit 1978 die Kalorie abgelöst. 1.000 Joule entsprechen 1 Kilojoule (kJ). 1 J = 0,239 kal; 1 kal = 4,184 J.
Globetrotter-Lunch (http://www.survivalforum.ch/de/shop/a_z_result.php?swort=Globelunch)
Das ist gefriergetrocknete, nährstoffreiche und schmackhafte Nahrung. Globetrtter-Lunch ist ideal bei Ausflügen und Expeditionen, im Boot, auf dem Berg, in der Mittagspause oder als Fertiggericht zuhause. Es gibt sie als Gericht mit Fleisch, vegetarisch, Quellgemüse, Zutaten, Süßspeisen und Getränke. Die Gerichte sind schnell und einfach in der Zubereitung (nur in kochendes Wasser einrühren und kurz ziehen lassen). Das spart Zeit und Brennstoff. Die Quellzeit des Gemüses beträgt ca. 20 bis 30 Minuten (Kartoffeln 60 Minuten), die Kochzeit 20 bis 45 Minuten. Durch die enorme Quellfähigkeit und das geringe Volumen & Gewicht wird die Zubereitungszeit und der Mehrverbrauch an Brennstoff schnell kompensiert. Alle Produkte sind extrem leicht und klein verpackt, notfalls auch mit kaltem Wasser verzehrbar und ohne Konservierungsmittel jahrelang haltbar. Eine 125g-Packung Globetrotter-Lunch ist eine ausreichende Mahlzeit für 1 Person.
Proviantbedarf
Wer autark und mit eigener Muskelkraft unterwegs ist, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er pro Tag ca. 800 g konzentrierten* Proviant mitführen muss. Für 14 Tage summiert sich das bereits auf über 11 kg. Der Energiebedarf eines Menschen, der einen schweren Rucksack trägt, ein bepacktes Fahrrad bewegt oder Kanu paddelt, liegt täglich bei ca. 12.000 Kilojoule – je nach Alter, Geschlecht, Körpergröße und Verfassung. Bei extremen Touren kann sich der Bedarf sogar verdoppeln. Energieriegel (http://www.survivalforum.ch/de/shop/a_z_result.php?swort=Energieriegel) oder/und Energiedrinks (http://www.survivalforum.ch/de/shop/a_z_result.php?swort=Energiedrinks) sollten bei anstrengenden Freizeitaktivitäten nicht fehlen.
*Achten Sie nicht auf das Gewicht, sondern auf den Nährwert. Lebensmittel beihalten u. U. viel Flüssigkeit und eignen sich oft nur dehydriert als Proviant im Rucksack (sofern im Einsatzgebiet ausreichend Wasser vorhanden ist, um den Urzustand wieder herzustellen).
Durst
Durst ist ein schlechter Indikator für verlorengegangene Mineralien. Während im geregelten Leben ausreichend Mineralien über Lebensmittel aufgenommen werden können (und eine Apfelschorle immer noch das beste Getränk im Sportbereich ist), dienen Mineral-Tabletten bzw.-Getränkepulver bei starkem Flüssigkeitsverlust als wichtige Voraussetzung für anhaltende Leistungsfähigkeit.
Die Infotexte zu "Energie" und "Durst" finden Sie auch hier (http://www.survivalforum.ch/de/beratung/kaufberatung/media/nahrung_info.pdf) druckbereit als PDF.




Hier auch noch als PDF

10871

Quelle für beides: http://www.globetrotter.de/de/beratung/kaufberatung/12_info.php#07

Ich selbst setze dementsprechend auf einen Mix von Trek n Eat, Pemmikan, Beef Jerky & NRG 5 im Bob. Kostet zwar Geld, ist aber für mich die vernünftigste Lösung. Beim Rest meiner Ausrüstung spare ich auch nicht an den essentiellen Dingen und lauf mit einer Plastiktüte los. Bevor es abläuft wird in gewohnter Manier rotiert. Beim NRG5 wirds noch 8 Jahre dauern, beim Beef Jerky ist es ein Genuß - und das Trek n Eat und das Pemmikan wird halt ganz normal in den Speiseplan eingebaut und verwertet...

Gruß
Vincent

Silverdragon
06.01.2013, 01:40
Ich komme wieder mit dem Gewichtsansatz.

Priorität hat in einem Fluchtrucksack das Wasser, weil man gerade beim Tragen von Lasten schnell dehydriert.
Also Katadyn Pocket, Micropur und wann immer möglich wieder aufgefüllter 3 Liter Camelback.
Zur Stimmungsverbesserung kann man im Versteck gezuckerten Tee und Kaffee zubereiten.
Das belastet mich mit 4 kg und ich setze mir ein 2 kg Limit für mitgeführte Nahrung zu Fluchtbeginn.

Die Hauptkriterien für Fluchtnahrung sind Volumen, Gewicht und Nährwert.
Des weiteren achte ich auf:
1. Gute Verträglichkeit auch über mehrere Tage.
2. Kann bei jeder Temperatur gegessen werden (schmilzt nicht, gefriert nicht).
3. Kann einhändig aus einer Verpackung heraus auch in Bewegung und ohne Sicht gegessen werden.
4. Lässt sich zerbröseln und als Brei leicht schlucken.
5. Hinterlässt keine geruchsintensive Verpackung, sondern nur leichten und einfach zu beseitigenden Müll.
6. Wiederverschließbare Verpackung oder kleine Portionen.

Damit lande ich dann bei 4 Tagesrationen NRG-5 oder BP-5.
Das reicht für meine Zwecke, da ich davon ausgehe unterwegs immer wieder Vorräte aufnehmen zu können.
Und wenn ich nichts finde, geht es auch mal 1-2 Wochen nur mit diesen 4 Tagesrationen.
Danach schlackert Hemd und Hose zwar etwas, aber man kommt auch mit stark verringerter Tagesration noch recht weit.

Papa Bär
06.01.2013, 06:05
Eine Tagesration BP-5, NRG-5 oder K1000 sind rund 1100kcal, also jewils 250g. 4 Tagesrationen sind demzufolge 4400kcal bei einem Gewicht von einem Kilo.
Ich glaube nicht, dass du damit ein bis zwei Wochen auskommst, denn bei einem anstrengenden Marsch an einem kalten Wintertag ist das schon der Bedarf für einen Tag

Silverdragon
06.01.2013, 11:42
Eine Tagesration wiegt 500 g und besteht aus 9 Riegeln mit je 255 kcal. Also 2300 kcal pro Tag.

Ich werde mit 9200 kcal aus 4 Tagesrationen in 14 Tagen natürlich nicht fett, aber es reicht immer noch für ein Fluchtszenario, falls ich tatsächlich unterwegs nichts finde. Natürlich muss man sich warm halten, sehr ökonomisch bewegen und wird auch ein paar Kilo verlieren.

Was mir bei solchen Diskussionen immer auffällt, ist das fehlende Szenario und Angaben zum Gesamtgepäck. Ich plane in meinem Fluchtgepäck z.B. ein gepimptes AR-15 und die Glock mit ein, weil ich von einer hohen Rechtsunsicherheit ausgehe. Die Waffen übersteigen gewichtsmäßig deutlich den Wasseranteil. Da ich diesen Bedarf aber vermutlich unterwegs schwer ergänzen kann, muss ich ihn gleich von Anfang an mitschleppen. Das Gleiche für Nahrung und Munition. Ein NRG-5 wiegt soviel wie ein Magazin mit 30 Schuss. Was finde ich eher im Wald? Munition oder Beeren, Pilze, Wurzeln, Baumrinde, Kaninchen, Vögel, Maden und Insekten?

Wenn ich mir die 3er Regel des Sterbens betrachte, sollten die Gewichtungen klar werden.

Die 3er Regel des Sterbens
Man stirbt nach
30 Sekunden wenn man gezielt von einem Menschen oder einem Raubtier angegriffen wird
3 Minuten wenn die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird (z.B. Brand, unter Wasser)
3 Stunden wenn die Außentemperatur zu weit von der 35 Grad-Wohlfühltemperatur abweicht
3 Tage wenn die Wasserzufuhr ausbleibt
3 Wochen wenn die Nahrungszufuhr ausbleibt
3 Monate wenn durch mangelnde Hygiene das Krankheitsrisiko extrem gestiegen ist (z.B. Cholera)
3 Jahre wenn man isoliert wurde und sich nicht psychologisch auf Vereinsamung und autarke Versorgung einrichten konnte.

Vincent
06.01.2013, 12:39
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei mir einen Fluchtrucksack zusammenzustellen. Ich lege viel Wert auf Mobilität. Ergo ist mir ein leichtes Gpäck mit kleinen Volumen wichtig. Für den Notfall hab ich BP-5 für 3 Tage dabei. Aber was könnte man mit kleinen Packmaß wenig Gewicht und viel Energie (3000 kcal) mitnehmen? Travellunch oder kann man etwas seber zusammenstellen? Da möchte ich es gerne komprimiert zusammenpacken könne. Wie handhabt ihr das? Ich weiss das es nicht das Perfekte gibt. Ich würd mal gerne eure Meinung hören. Grüße lamidore

Der TE hat einfach mal locker in die Runde gefragt wie andere das so machen; um sich Tipps, Anregungen und Inspiration bezüglich der Nahrung im BOB zu holen. Thats it...

Gruß
Vincent

Maresi
06.01.2013, 22:07
Des weiteren achte ich auf:
1. Gute Verträglichkeit auch über mehrere Tage.
2. Kann bei jeder Temperatur gegessen werden (schmilzt nicht, gefriert nicht).
3. Kann einhändig aus einer Verpackung heraus auch in Bewegung und ohne Sicht gegessen werden.
4. Lässt sich zerbröseln und als Brei leicht schlucken.
5. Hinterlässt keine geruchsintensive Verpackung, sondern nur leichten und einfach zu beseitigenden Müll.
6. Wiederverschließbare Verpackung oder kleine Portionen.


Ich habe übrigens mal ein wenig das Excel angeworfen und anhand der benötigten Mikro- und Makronährstoffe eine Berechnung durchgeführt:
500g Vollkornweizenmehl, 40g Erdnussbutter und 80g Kondensmilch (4% Fett) liefern fast 100% der benötigten Nährstoffe:
10905
Es werden lediglich noch Vitamin A und Vitamin C als Zusatz benötigt und fertig ist die 100% günstige und selbst gemachte Trekkingnahrung.
Im Chart ist übrigens ein Natriummangel ersichtlich, der jedoch insofern nicht stimmt, als ich für die Berechnung nur reine Erdnüsse ohne Salz (die ja in der Erdnussbutter enthalten ist) berücksichtigt habe...

Ich werde mal versuchen, ob man daraus eine halbwegs brauchbare Masse zusammenbrauen kann, die dann ggf. portionsweise in Vakuumbeutel abgefüllt und somit haltbar gemacht wird.

LG,

Maresi

Papa Bär
06.01.2013, 22:22
Für das Calzium noch ein wenig Milchpulver hinzu, die Vitamine in Wasser lösen und hinzugeben...dann könnte tatsächlich eine Art Teig entstehen, den man in Form pressen und trocknen könnte (vielleicht sogar backen)

Cephalotus
06.01.2013, 23:18
Äh... gehört Zucker nicht zu den Kohlenhydraten? Und sind Kohlehydrate nicht was für die kurzfristige, schnelle Energieversorgung? Langfristig wäre doch wohl eher zu Fetten zu raten...

Fett hast Du ja kiloweise stets selber am Mann.

Ich habe den Ersteller des threads so verstanden, dass es möglichst klein und leicht sein soll und es darum geht, am Laufen zu bleiben.

Ich würde für die generelle Ernährung als Minimalist mitnehmen:

1. K1000 Riegel (schlichtweg weil die 250g Packungen kleiner sind als die 500g Packungen der anderen Riegel, das ist einfacher zu verstauen und besser aufzuteilen und man hat wneiger offenes Zeuf im Rucksack)

2. Schokoriegel a la Snickers bzw bei großer Hitze Nüsse o.ä.

3. Calcium und Magnesium Multivitaminbrausetabletten, erster sind (vielleicht) entzündungshemmend (Sonnenbrand, überlastete Gelenke, wunde Stellen), zweitere beugen Muskelkater und krämpfen vor, bilde ich mir zumindest ein.

4. Koffeintabletten um wach zu bleiben

5. Teebeutel / Teepulver (durchaus auch mit medizinischer Wirkung a la Salbei oder Kamille) und Suppenbrühwürfel, wenn man die Option haben möchte, mal was warmes zu sich zu nehmen. dazu braucht es aber dann auch was zum Wasser erhitzen, also Minimum eine Trinkflasche aus Metall oder ein heatstick (würde ich gerne mal testen, aber die Preise!)

6. Etwas Salz, etwas Pfeffer, etwas Zucker. Vielleicht findet man ja auf dem Weg was und die engerlinge dürfte gewürzt ein bisschen besser runter zu kriegen sein :-)

7. Irgendwas für die Moral, was man halt mag, meinetwegen die kleinen Portiönchen Trockenfleisch oder Bonbons oder Rosinen, was den Leuten halt so schmeckt.

So auf weniger als 1l Volumen und weniger als 1kg Gewicht dürfte man dann grob geschätzt 3000-4000kcal unterbringen. Damit dürfte man vermutlich schon mehrere Tage unter nahezu Vollast am Laufen bleiben und der Körper bekommt genügend Mineral- und Nährstoffe, um seine eigenen Reserven mobilisieren zu können, ohne dass man zwangsweise kollabiert. Am Ende weigt man natürlich etwas weniger.

Schlauer wäre man dann, wenn mans ausprobieren würde.

Ich hab nur einen 5 Tage Test unter Alltagsbedingungen gemacht, mit nur rund 200kcal am Tag, aber eben nicht Volllast. Das war völlig problemlos.
Das Problem bei so einem Praxistest unter Vollast wäre, dass man reichlich Muskelmasse verliert und man z.B. Krämpfe oder Schäden mit den Knochen / Gelenken halt doch nicht ausschließen kann, natürlich auch abhängig davon, was der Körper sonst so gewohnt ist.

Vor allem wenig trainierte Leute sollten höllisch aufpassen, wenn sie tagelangen mit schweren Rucksäcken herum hüpfen, was die Knochen dazu sagen. Muskeln, Kreislauf passen sich schnell an, Sehnen brauchen länger, aber Knochen muss man recht lange an starke Belastungen gewöhnen. Meistens gehst trotzdem gut, wenn nicht hat man u.U. ein dauerhaftes Problem.

mfg

- - - AKTUALISIERT - - -


Für das Calzium noch ein wenig Milchpulver hinzu, die Vitamine in Wasser lösen und hinzugeben...dann könnte tatsächlich eine Art Teig entstehen, den man in Form pressen und trocknen könnte (vielleicht sogar backen)

Naja, das Kozept des leichten Rucksacks basiert neben der verringerten Belastung meistens darauf, dass man damit schnell unterwegs ist. Der Geschwindigkeitsvorteil durch ein gespartes kg wird natürlich ad Absurdum geführt, wenn man dann unterwegs anfängt, irgendwas zu "backen" oder aufwändig zu kochen.

Wer aus Geschwindigkeitsgründen leicht unterwegs sein will sollte sich vielleicht überlegen, ob er nicht das Wasser erhitzen gleich während des Marschierens erledigt (heatstick oder evtl andere Lösungen(?)) und dafür 500g mehr mit sich trägt oder auf heißes Wasser ganz verzichtet (kann aber insbesondere im Winter ein Nachteil sein).
Den Zeitvorteil holt man vermutlich nicht mehr herein, außerdem ist es deutlich unsichtbarer für andere. Ohne Zwangspause kühlt man auch nicht so schnell aus und man bleibt stets mobil, wenn man entdeckt wird.

mfg

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Priorität hat in einem Fluchtrucksack das Wasser, weil man gerade beim Tragen von Lasten schnell dehydriert.


Wenn Du einen Wasserfilter hast findest Du hier in Mitteleuropa spätestens alle 5km Wasser, das trinkbar gemacht werden kann. Außer wir haben es mit irgendeiner Verseuchung zu tun oder das Szenario basiert auf einer 5-monatigen Trockenperiode oder man ist irgendwo in seinem Versteck gefangen und kommt eine Weile nicht raus.

Ich hab auch Wasser im Fluchtrucksack, aber wer hierzulande beim Marschieren durch die Gegend gefährlich dehydriert macht sicherlich was grundlegendes falsch.



Also Katadyn Pocket,


Das ist sicherlich ein super Teil, wenn der Filter 3 Jahre lang halten soll. Tut's da für die 1-2 wöchige Flucht nicht auch was leichteres, wenn es schon aufs Gewicht ankommt?



Und wenn ich nichts finde, geht es auch mal 1-2 Wochen nur mit diesen 4 Tagesrationen.
Danach schlackert Hemd und Hose zwar etwas, aber man kommt auch mit stark verringerter Tagesration noch recht weit.

Das denke ich auch, allerdings fehlt mir die Erfahrung mit 4 Packen BP-5 am Stück und sonst nix. Hast Du das schon mal ausprobiert?

mfg

Maresi
07.01.2013, 00:37
Naja, das Kozept des leichten Rucksacks basiert neben der verringerten Belastung meistens darauf, dass man damit schnell unterwegs ist. Der Geschwindigkeitsvorteil durch ein gespartes kg wird natürlich ad Absurdum geführt, wenn man dann unterwegs anfängt, irgendwas zu "backen" oder aufwändig zu kochen.

Gemeint war vermutlich, vor dem Packen zu backen :rolleys:.


Das ist sicherlich ein super Teil, wenn der Filter 3 Jahre lang halten soll. Tut's da für die 1-2 wöchige Flucht nicht auch was leichteres, wenn es schon aufs Gewicht ankommt?
Da ist was dran. Ich bin grade am Überlegen, mir einen oder zwei Bobble-Filter zu kaufen. Die kosten ca. 10 € pro Stück und können lt. Beschreibung ca. 150l Wasser filtern (Aktivkohlefilter). Selbst wenn's itw nur die Hälfte ist reicht es immer haushoch...

LG,

Maresi

Silverdragon
07.01.2013, 01:27
Lassen wir es mal dahingestellt, ob man in Mitteleuropa alle 5 km aufbereitbares Wasser findet. Aber in einem Fluchtszenario in dem ich nicht immer selbst bestimmen kann, wie es die nächsten Tage weiter geht, nutze ich solche Gelegenheiten dann halt gerne, um auch tatsächlich auf 3 Liter aufzufüllen und suche die nächste Gelegenheit, wenn ich auf meine Reserve von 1 Liter komme. Sollte ich dann trotz Rationierung leer laufen, bekommt Wassergewinnung für mich Priorität, da ich schon mehrmals die Auswirkungen von Dehydration erlebt habe. Deshalb habe ich meinen 3 Liter-Camelback und für den Notfall (z.B. ein paar Tage im Versteck) noch das mit 5 Litern gefüllte Kondom in einem gummierten Packsack. Der Pocket ist schwer, gibt mir aber auch Vertrauen, dass dieser für mich wichtige Bereich ausfallsicher abgedeckt ist.

Ich kann ohne Nahrung mit normaler Grundlast problemlos eine Woche weiter machen. Nach 2 Tagen hat sich der Körper darauf umgestellt. Unter hoher körperlicher Belastung (Gepäck 40 kg, 12 Stunden Bewegung) sind 4-5 Tage mit einer Tagesration auch mehrmals kein Problem gewesen. Aber nein, ich hatte noch keine Gelegenheit über 14 Tage nur mit 4 Tagesrationen NRG-5 auszukommen. Irgendwas Essbares konnte ich bis jetzt immer auftreiben.

- - - AKTUALISIERT - - -

Denk daran, dass in Krisenzeiten die Wasser- und Nahrungsmittelqualität sinken kann. Fällt der Strom weiträumig für mehrere Tage aus, leitet das Auffangbecken des Klärwerks schon nach ein paar Stunden einfach durch. Und dann sind all die Seen und vielerorts auch das Grundwasser nicht mehr unaufbereitet genießbar. Das bedeutet Du filterst eventuell längere Zeit als geplant und falls Dir an den Mitmenschen um Dich herum etwas liegt auch größere Mengen. Die 50.000 Liter des Pocket hören sich völlig überdimensioniert an, geben aber die Sicherheit auch eine größere Gruppe monatelang versorgen zu können. Da sich technologisch erst was in der Filtertechnologie ändern wird, wenn Graphenwasserfilter massentauglich sind, lohnt sich aus meiner Sicht der Kauf.

Cephalotus
07.01.2013, 11:38
Klar, filtern für eine größere Gruppe oder andere Leute ist ein gutes Argument, ebenso wenns haltbar sein soll. Für den BOB meiner Freundin hab ich auch einen Katadyn Combi vorgesehen. Ich verstehe auch, warum jemand 3l Wasser mit sich trägt (wegschütten kann mans ja immer noch), aber beim Thema Wasser kann man halt viel Gewicht sparen. Wem es also auf 200g hin oder her bei den Nahrungsmitteln ankommt, der wird vielleicht auch weniger Wasser tragen und bei dieme thread gehts wohl auch um solche minimlistischen Ansätze.
Ich hab den Auqumira frontier pro, der wiegt ohne das ganze unnötige Zeug rund 60-70g, dazu braucht es noch was gegen Bakterien/Viren, also z.B. Tabletten. Sowas könnte ein minimalistisches Setup sein allerdings mit der Einschränkung, dass Wasseraufbereitung dann entsprechend mehr Zeit verschlingt und man keine größeren Mengen aufbereiten kann.

Heiko
07.01.2013, 16:50
Wow, das sind schon sehr detailierte Einblicke hier. Genau nach sowas habe ich gesucht.

Silverdragon:"Da sich technologisch erst was in der Filtertechnologie ändern wird, wenn Graphenwasserfilter massentauglich sind, lohnt sich aus meiner Sicht der Kauf."

Hier möchte ich an Silverdragon die Frage stellen, ab wann Graphenwasserfilter denn massentauglich werden könnten? Wie teuer sind gute Modell im Moment und
welche Altnativen gäbe es hier noch?

Papa Bär
13.01.2013, 13:08
Um wieder aufs Thema zu kommen:
Bin gerade auf die tagespakete von Travellunch gestossen.
Die Pakete für kalte Regionen bieten über 3000kcal bei einem Gewicht von 850g, und sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Mit ca. 15 Euro auch nicht billiger und auch nicht kalorienreicher als BP-5, aber eben geschmacklich deutlich besser und wie gesagt, abwechslungsreicher.
Die Pakete enthalten Müsli, 2 Hauptgerichte, Dessert, Sesamriegel, Nährstoffdrink, Kaffee, Zucker, Salz

Silverdragon
13.01.2013, 17:26
@Heiko

Ich wollte ausdrücken, dass es sich derzeit nicht lohnt Käufe von Osmose-Filteranlagen oder portablen Filtern zurück zu stellen.

http://web.mit.edu/newsoffice/2012/graphene-water-desalination-0702.html
Soweit ich weiß sind Graphenwasserfilter noch gar nicht kommerziell erhältlich, sondern ausschließlich im Versuchsstadium. Im Augenblick kämpft man noch an zwei Fronten. Erstens muss man das Material noch billiger herstellen können. Hier erzielte man 2012 schon Fortschritte um mehrere hundert Prozent. Und zweitens forscht man noch an den optimalen Filterstrukturen, wobei die Anwendungsgebiete im Bereich Wasser eher Richtung Wasserwerke und Entsalzungsanlagen gehen. Man kann bei den vielfältigen Einsatzbereichen allein bei Wasser aber von hohen Forschungsaufwänden und einer schnellen Marktpenetranz in den nächsten Jahren ausgehen.

lamidore
14.01.2013, 16:43
So. Also schonmal danke. Hier ist eine rege Diskussion entstanden.

Ich hab jetzt für mich in meinem Rucksack direkt im Kochgeschirr (BW Henkelmann) Soja Sauce, Gewürze, Tees, Kakakogetränk und Kaffeinstantgetränke. An festen Nahrungsmittel werde ich wahrscheinlich eine Mischung aus Pemmikan, Peronin, BP5 bzw. K1000 Riegel und kleinen 5er Täfelchen Schokolade. Was Vitamine und Mineralien angeht weiss ich noch nicht genau.

ceophil
14.01.2013, 23:09
Servus! Ich hab unterschieden zwischen dem Inhalt meines GetHome-Bags und dem meines BOBs.

Beim Inhalt meines GetHomeBags gehts mir drum, dass das zeug möglichst kalt und schnell essbar ist. Daher hab ich folgendes eingepackt: Das obligatorische BP5, Beef-Jerkey, DextroEnergy und Fruchtmus (gibts in AUT beim Billa in kleinen Portionen in so einer Art Tube und is so ca. 6M haltbar) Dazu noch eine 0,5l Wasserflasche. Hätte zwar lieber einen ganzen Liter dabei, aber das ist wieder die übliche Abwägung Gewicht/Wollen.

Im BOB kommen dann noch zwei Trek'n'Eat Gerichte dazu, da ich dort die Möglichkeit habe, Wasser zu erhitzen.

Sidge
14.01.2013, 23:43
@ ceophil
Vielleicht als Anregung für deine GetHomeBag, wenn du Flüsse oder andere Wasserquellen auf deinem Heimweg hast erweitert ein kleiner Strohhalm-Wasserfilter und ne Packung Micropur forte deinen Wasservorrate bei sehr geringem Gewicht ungemein.

@lamidore
Warum nimmst du Sojasauce mit? Mit ein bisschen Salz bist in meinen Augen besser ausgestellt. Die Vorteile sind in meinen Augen das leichtere Gewicht, wenn du ne Messerspitze davon in dein Trinkflasche gibst hast ne kostengünstiges Elektrolytgetränk und es kann auch zum würzen genommen werden.

ceophil
15.01.2013, 00:34
@sidge
Micropur hab ich im Rahmen meines "Minisurvivalkit" auch dabei, aber mein Heimweg liegt eher im urbanen Gebiet! Ich rechne mit ca. 2-3h, sollte wirklich der ÖPNV total ausfallen, also sollte zu überbrücken sein!

lamidore
15.01.2013, 11:14
@lamidore
Warum nimmst du Sojasauce mit? Mit ein bisschen Salz bist in meinen Augen besser ausgestellt. Die Vorteile sind in meinen Augen das leichtere Gewicht, wenn du ne Messerspitze davon in dein Trinkflasche gibst hast ne kostengünstiges Elektrolytgetränk und es kann auch zum würzen genommen werden.

Ich hatte noch ein paar kleine Tütchen Sojasauce zu Hause. Sind nur ein paar Gramm.

tecneeq
19.01.2013, 01:12
3 Tage aus dem Fluchtrucksack leben? Da geht es wohl vor allem um langkettige Kohlenhydrate die man ohne Kochenergie zu sich nehmen kann, am besten auch während des Laufens.

Ich habe da mal meinen Stockpile-O-Mat angeworfen. Stellt sich raus, 1 kg Früchtemüsli (1,60 Euro) von Aldi/Kaufland und drei Dosen Thunfisch (99 Cent für 200g) in Öl sind genau vier Tage Kohlenhydrate/Protein und drei Tage Fett. Also nochmal:

* 1kg Früchtemüsli
* 3 Dosen Thunfisch in Öl

Gewicht, unter 2kg. Preis unter 5 Euro. Keine Kochenergie benötigt.

Einziger Nachteil: das Müsli muss man rotieren, mindestens einmal im Jahr, besser alle 6 Monate.

Maresi
19.01.2013, 16:44
Also, ich möchte nicht unbedingt ein Kilo trockenes Müsli kalt und ohne alles essen müssen - dagegen ist ja NRG-5 noch ein Festmahl!

LG,

Maresi

tecneeq
19.01.2013, 21:12
Dann musst du aber auch NRG5 drei Tage trocken und kalt essen.

Ich wette nach einem Tag würde dir die Konsistenz und der Geschmack einer Hand voll Müsli recht attraktiv vorkommen. Probier es aus. Ich habe es schon, von NRG5 (bzw. BP5) bin ich geheilt.

GrimmWolf
19.01.2013, 21:28
Hallo
mal eine Frage an Silverdragon (und alle andern die einen 40 Kg Fluchtrucksack haben)

hast Du den schon mal 2 Tage am Stück je 12 h getragen ?
Also nicht vor 10 Jahren beim Militär, sondern mindestens 1x im 2011 ?
Wenn ja, wie weit (in Km) bist dabei gekommen ?
Gruss

sonnenwolf
19.01.2013, 23:22
Ich wette nach einem Tag würde dir die Konsistenz und der Geschmack einer Hand voll Müsli recht attraktiv vorkommen. Probier es aus. Ich habe es schon, von NRG5 (bzw. BP5) bin ich geheilt.

Warum "Entweder - Oder"?
Einfach zum BP5 ein bischen Studentenfutter oder etwas Ähnliches packen und damit die freie Wahl haben :-)

Hunted
20.01.2013, 01:09
Für mich macht es auch die Mischung. Zum überleben BP-5 und zum leben Schokolade, getrocknete Mangostreifen, Studentenfutter und Kaugummis.
Bei der Flüssigkeit habe ich es ähnlich gemacht. Als Grundlage Wasser und Tee, Multivitamintabletten, Heiße Tasse, sowie Brühwürfel zum verfeinern. Für die Kaffeejunkies unter uns wäre auch Instantkaffee eine Möglichkeit (es sei denn, man will sich seinen Kaffee wie die Cowboys zubereiten).

Da mein BOB eher auf kurzfrisitige Überbrückung und kleines Packvolumen/Gewicht ausgelegt ist sind größere "echte" Mahlzeiten erst Mal nicht vorgesehen.

Silverdragon
20.01.2013, 01:20
@Grimmwolf

Ich habe 2 vorgepackte Rucksäcke für verschiedene Einsatzzwecke.

http://intranet.tatonka.com/infosys/php/artintt3.php?7601_TT%20Range%20Pack
Der TT Range Pack wird für eine zivile Flucht, in der aber noch die spätere Nutzung vorhandener Infrastruktur vorausgesetzt werden kann, verwendet. Er wird in der Wohnung aufbewahrt und fliegt aus dem Fenster, wenn z.B. das Treppenhaus brennt oder geht mit ins Auto, wenn die Polizei 10 Minuten zur Räumung lässt. Keine Hardware, Biwaksack wird in der Turnhalle oder beim aufnehmenden Freund auch nicht benötigt, zivile Kleidung, mit der man auch bei mehrtägiger Evakuierung noch in die Arbeit gehen kann, sanitäre Artikel unverändert, etc.
Das Gewicht ist mir bei diesem Rucksack dank des Tragesystems fast egal. Ich habe ihn schon über Wochen mit 30-50 kg auf unbefestigten Wegen oder abseits von Wegen getragen. Mit Hardware, Gruppengepäck, Kommunikation, Batterien, bis zu 6 Liter Wasser etc. Ich gehe aber davon aus, dass ich im zivilen Umfeld noch Transportmöglichkeiten finde, ihn also gar nicht für so lange Zeit tragen muss. Da er eine Größeneinstellung hat, würde ihn den bei Bedarf für meine Frau umrüsten, falls ihr VauDe-Trecking-Rucksack (65 Liter) nicht mehr ausreicht.

http://store.berghaus.com/p/packs/crusader-90-plus-20-mmps-rucksack/434644
Im Keller lagert dann der Crusader, ergänzt um ein Grab Pack, in der fixen Größe 4. Der wird dann lageangepasst mit weniger Gewicht (Ziel: 20 kg Zuladung) zur höheren Mobilität gepackt.

Die Frage nach dem wie weit gekommen ist schwierig zu beantworten und hängt natürlich stark vom Gelände und dem Wetter ab. Im privaten Umfeld werde ich meistens durch meine Begleitung limitiert. Meine Frau steht nicht besonders auf Kilometerfressen wenn wir gemeinsam wandern, sondern auf gemütliche 25-35 km, die in den Bergen schon mal ein paar hundert Höhenmeter enthalten.

Nach meiner Erfahrung ist es bei mehrtägigen Strecken jenseits der 30 km gar nicht so wichtig, ob man 10 kg mehr oder weniger trägt. Gute Schuhe, Fußpflege, Blasen- und Wundstellenvermeidung, Gelände, Wetter, Tempo und Pausen haben viel stärkeren Einfluss.

Loge
20.01.2013, 12:08
Für 10 Tage würde ich in meinem Fluchtrucksak, wenn ich den einen solchen Hätte, als Nahrungsmittel folgendes mitnehmen: 1 Kg Haferflocken, 500g Milchpulver, 500g Beefjerkys 20 Powerbar Malt Nut, falls es diese noch geben sollte, ein paar Bonbons 40 g und etwas Schokolade 200g. Macht ein Gesamtgeicht von ca. .3000g Kalorienzahl weiss ich nicht da ich das ganze aber schon erproben mußte weiss ich das es, zumindesst bei mir, funktioniert.

Gruß
Loge

Cephalotus
20.01.2013, 12:41
1kg Haferflocken = 3.800kcal
500g (Voll)Milchpulver = 2.500kcal
20 Powerbar malt nut = 4.600 kcal
500g Beefjerkey = 1.250 kcal
200g Schokolade = 1.000 kcal

Macht in Summe knapp über 13.000kcal + Bonbons

mfg

Loge
20.01.2013, 13:01
1kg Haferflocken = 3.800kcal
500g (Voll)Milchpulver = 2.500kcal
20 Powerbar malt nut = 4.600 kcal
500g Beefjerkey = 1.250 kcal
200g Schokolade = 1.000 kcal

Macht in Summe knapp über 13.000kcal + Bonbons

mfg

Ups, kein Wunder das ich nicht abgenommen habe :lachen:

Gruß
Loge

Vincent
20.01.2013, 13:09
Na jaa, ist relativ. Bei 10 Tagen sind das gerade mal schlappe 1300 kcal pro Tag. Bei körperlich starker Belastung ist das nicht gerade viel. Überleben würde man es wohl selbstverständlich, dabei dann aber auch garantiert ganz schön abnehmen. Für 3 Tage laut Fragestellung hingegen ist es natürlich, vor allem bei dem Gewicht, mehr als großzügig und imho auch wesentlich schmackhafter als Thunfisch mit Müsli :-)

Gruss
Vincent

P.S. Ein Kilo Fett hat ca. 9000 kcal, 1 KG Körperfett ca. 7000 kcal. Gehen wir durch die Märsche mit Gepäck von einem ungefähren täglichen Verbrauch von ca. 4000 kcal aus, macht das ein tägliches Defizit von 2700 kcal. Multipliziert mit 10 Tagen = 27.000 kcal Defizit = ca. 4 KG Körperfett. Na ja, ist zwar nicht die Welt aber trotzdem; wie gesagt, ein klares:" ist relativ". Zu beachten ist auch dass man in einem solchen Fall leider nicht nur Fett verbrennt.

Pallor
21.01.2013, 11:31
Bisher habe ich folgende Zusammenstellung im Fluchtrucksack, und nach einigen Test reicht sie locker auch für mehr als 3 Tage.
(Dann nur nicht mehr als volle Zufuhr)

Neben dem leichten Gewicht war mir vor allem auch die Psychologische Wirkung wichtig. Ich bin davon überzeugt das bei Hunger
auch trockenes Müsli schmeckt, aber wenn ich jetzt die Zeit und Ressourcen habe mir etwas anderes zu besorgen tue ich das. ;)
(Ausserdem bin ich Vegetarier deswegen ist da auch kein Fleisch drin)

1 * Tagespacket von Travellunch (2 Hauptmahlzeiten und einmal Müsli = Dehydriert)(Da ist übrigens Kaffee, Salz etc. drin)
1 * Bp5
1 * Gemüsebrühe
3 * Instant Kaffee
1 * Schokacola(Theoretisch kann ich auch davon 3 Tage zehren und wach bleiben... )

Ziel war es auch gerade bei der Zubereitung nichts kochen zu müssen außer Wasser heiß zu machen.
Als Kocher habe ich deswegen auch nur einen Esbitkocher dabei.

Paul

P.S.: Den Trick mit den kleinen Abgepackten Honig Paketen ist super!

Papa Bär
21.01.2013, 12:44
@Pallor
Statt des BP-5 kannst du auch 2 Pakete (a250g) K1000 nehmen, das ist von der Zusammensetzung her ziemlich identisch, aber deutlich günstiger.
Die Tagespakete von Travellinch finde ich auch super: 850g, 3268kcal, 14,90€...da passt das Preis-leistungsverhältnis!

Gresli
21.01.2013, 16:29
Hallo zusammen.

Hier meine Fluchtnahrung welche im Rucksack ist.
Ist sicher nicht perfekt, aber glaube auch nicht so schlecht.

Inhalt:

3x 100g Armee Biscuit (1350 kcal)

5x 100g Notportion (Schweizer Armee: Natürlich Schokolade! Ziemlich Dunkel, gut gegen Durchfall. 2500 kcal)

5x 50g Offiziersschokolade (Sehr lecker! Mit Coffein. 1250 kcal)

4x 15g Ovo-Sport Riegel (Malz-Schokolade. Lassen sich auch als Getränk anrühren. Mit Vitaminen und Mineralien. 230 kcal)

2x „Treck n' eat“ (muss mit heissem Wasser im Beutel angerührt werden. Vermute aber, wenn man kaltes Wasser lange genug ziehen lässt geht es auch. 780 kcal)

50g Traubenzucker (200 kcal)

65g Zucker (260 kcal)

4 Stk. Bouillon-Würfel

20g Salz (Himalaya-Salz, enthält auch Mineralien)

15g Instantkaffee

4x Magnesiumkapsel

4x Vitaminbrause

4x Teebeutel

1g Kratom-Extrakt (in CH legal, D+A glaube ich auch)

Sturmstreichhölzer

Löffel

Total enthält es 6570 kcal
Das Ganze hat ein Gewicht von ziemlich genau 2kg und misst 27x18x8 cm

Es ist natürlich sehr Schokoladen-Lastig, ist halt eines der Grundnahrungsmittel der Schweizer und geht bei mir immer.
Speziell bei Belastung weiss ich aus Erfahrung (Trekking), dass mir schnell der Appetit abhanden kommt, da ist Schokolade und Biscuit gerade richtig.

Ausgelegt ist es jedoch für 3-5 Tage. Dazu muss ich sagen, dass mein Grundumsatz an Energie mit einem BMI von 20,8 bei 170cm relativ niedrig ist. Wahrscheinlich könnte ich es auch noch länger strecken.

Wasser habe ich nur 3L dabei, denn wie schon gesagt wurde: Wasser ist hier in Mitteleuropa sicher das kleinste Problem.
Habe aber als ich die Fotos gemacht habe gemerkt, dass Entkeimungs-Tabletten noch fehlen. Wurden ergänzt.

Zusätzlich habe ich noch ein 30L Obstfass mit Nahrung, welches auch griffbereit ist und auf den „Fluchtkarren“ oder ins Auto kommt.

Grüsse, Gresli


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Silverdragon
21.01.2013, 17:10
@ Papa Bär

Das K1000 hat kürzere MHD und ist teurer. Oder wo findest Du es billiger als BP-5?

Generell habe ich bei den Diskussionen über Essen auf der Flucht aber sowieso den Eindruck, dass Flucht mit Trecking-Urlaub oder der letzten Berg-Wanderung verwechselt wird.

Man geht davon aus beliebig Wasser zu bekommen oder sich um Wärmesignaturen von offenem Feuer keine Gedanke machen zu müssen. Vor was flüchten Menschen denn überwiegend? Vor Naturkatastrophen? Nein! Vor anderen Menschen die einen entweder vertreiben oder sogar noch vernichten wollen.

Das abwechslungsreiche Essen ist auf der Flucht das kleinste Problem. In der Realität kann schon die Magenverstimmung durch ungewohntes Essen das Ende der Flucht bedeuten und man vermeidet sogar bewußt "Abwechslung" und ißt tagelang nur das, was sich als verträglich bewährt hat.

- - - AKTUALISIERT - - -

@ Gresli

Stopfende Schokolade hat sich auf mehrtägigen Einsätzen gut bewährt. Eine Suppe auf leeren Magen bekommt nicht jedem. Das sollte man mal selber zuhause ausprobieren, bevor man es draußen testet. Durchfall kostet nicht nur Kalorien und Wasser, sondern auch Zeit.

Papa Bär
21.01.2013, 17:14
BP-5, 500g, 2020kcal, Preis ca. 9,90€
K1000, 2x250g, 2300kcal, Preis ca. 7,58€ (2 x 3,79€)

MHD ist "nur" 5 Jahre, das stimmt...

Silverdragon
21.01.2013, 17:27
@ Papa Bär


Ok. Die Preise von BP-5 hatte ich niedriger geschätzt, da das NRG-5 manchmal so um die 5 € angeboten wird und ich mich dann damit eindecke. Und das K1000 hatte ich teurer in Erinnerung.

flywheel
21.01.2013, 20:26
Ich greife gerne auf meine Nahrungsmittel im Rücksack zurück und hab daher nur das, was mir wirklich schmeckt.

Gesamtkosten unter 10 Euro Gesamt-Kcal knapp 7000.

Übersicht:

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Inhalt:
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Abmessungen / Packmaß im Rucksack 30 L
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- Peanut Butter zum süßen verwenden. Fichtennadeltee schmeckt je nach Jahreszeit bitter.
Ein Klacks Erdnussbutter mach die Vitaminbombe zum Genuß. (Das "Glas" ist aus Kunststoff!!)
- Black Pepper Erdnüsse zum würzen und panieren. Im Teig als Geschmacksverstärker.

Nachtrag:

MHD Erdnussbutter 12/2014
MHD Hochzeitssupper 01/2014

Maresi
21.01.2013, 22:24
...
Generell habe ich bei den Diskussionen über Essen auf der Flucht aber sowieso den Eindruck, dass Flucht mit Trecking-Urlaub oder der letzten Berg-Wanderung verwechselt wird.

Man geht davon aus beliebig Wasser zu bekommen oder sich um Wärmesignaturen von offenem Feuer keine Gedanke machen zu müssen. Vor was flüchten Menschen denn überwiegend? Vor Naturkatastrophen? Nein! Vor anderen Menschen die einen entweder vertreiben oder sogar noch vernichten wollen.

Tatsächlich gehe ich beim BOB doch eher von einer Natur- oder Brandkatastrophe als Anlassfall aus. Weil ich mich nämlich auf eine von Menschen verursachte Krise langfristig einstelle(n kann) und dementsprechend frühzeitig "abreisen" kann und nicht flüchten muss.
Und selbst falls nicht: Warum (ausser ich habe schon die Verfolger im Nacken, dann fliegt aber der BOB sowieso in die Pampas) sollte ich auf einer Flucht vor Menschen kein Wasser finden?!?

LG,

Maresi

Sidge
21.01.2013, 22:37
Zu beachten ist auch dass man in einem solchen Fall leider nicht nur Fett verbrennt.
Genau so ist es, und bei körperlich belastenden Tätigkeiten (z.B.: 14kg Rucksack durch die Gegend tragen.) führt das bei zu geringer Nahrungszufuhr ganz schnell zu einem Kreislaufkollaps. Durfte ich schon ein paarmal miterleben. Viele überschätzen gerade bei körperlicher Anstrengung ganz schnell ihre Grenzen.

Gerade in einem Fluchtszenario, gehe ich von einer deutlich höheren physischen und psychischen Belastung aus. Daraus ergibt sich für mich auch ein deutlich gesteigerter Energiebedarf.

Auch wenn der Körper mit weniger auskommt, empfiehlt es sich daher einen deutlich höheren Vorrat mit zu führen.

Ich für mich selbst hab einfach mal für ein paar Tage selbst Kalorien gezählt und geschaut mit wie viel ich ungefähr pro Tag brauche und dann noch mal nen paar hundert drauf geschlagen.
So hab ich nen ganz gutes Gefühl das meine Vorräte reichen. Wem das zu aufwendig ist kann natürlich auch auf verschiedenste Formeln oder Tabellen zurückgreifen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grundumsatz oder einfach mal nach Tagesbedarf googlen, es gibt mittlerweile genug Seiten die einem das mehr oder weniger seriös berechnen.

Es kommt aber nicht nur auf die Kalorien selbst an, sondern auch in welcher Form diese vorliegen.


Also für Notnahrung ist eine Verbindung aus lang- und kurzkettigen KH wie Honig und Haferflocken sehr gut geeignet, idealerweise in Verbindung mit (wenigen und guten) Fetten und einer guten Portion Eiweiß und Ballaststoffen. Also zB Hülsenfrüchte. Die kann man auch pulverisieren oder fertig kaufen, zB als Erbswurst.

Sam hat hier schon sehr gut eine optimale Zusammensetzung beschrieben. Wie die nun genau aussieht kann jeder nach seinem eigenen Gusto zusammen stellen. Ob nun Tsampa, BP-5 oder Müsli, oder doch lieber Erdnussbutter. Es kommt auf die eigenen Vorlieben an. Wem es wichtiger ist aus psychologischen Gründen etwas dabei zuhaben was er gerne isst, gut so. Wem es wichtiger ist möglichst leicht unterwegs zu sein findet auch eine Lösung.

Ich würde Sams Auflistung noch um Vitamine und Salz erweitern.
Salz, weil es in der Natur nur schwer aufzutreiben ist und man bei körperlicher Anstrengung eine ganze Menge davon braucht.
Vitamine, weil man gerade in Krisensituationen besonders auf seine Gesundheit achten sollte. Außerdem sind sie leicht und klein.

Silverdragon
21.01.2013, 23:21
@ Maresi

Wenn Du alle in D vor Naturkatastrophen Geflüchteten der letzten 100 Jahre zusammen nimmst, wirst Du vermutlich auf weniger als 10% Anteil, gegenüber den Kriegsflüchtlingen und den Politisch/Rassistisch/Religiös-Verfolgten kommen.

Deshalb frage ich immer welches Szenario den Leuten vorschwebt. Ich will damit nicht provozieren, sondern die angedachte Lage verstehen, für die die Lösung vorgestellt wird.

Ich teile für mich immer in freundlich gesinnte Bevölkerung, die mich im Wegkommen unterstützt oder feindlich gesinnte der ich ausweichen muss.

Im ersten Fall reicht es zur Sicherheit 1-2 Tagesbedarfe mitzuführen und dann kann man auf geschmackliche Optimierung verzichten. Im zweiten Fall kann es je nach Lage schon mehrere Wochen dauern, um aus dem Krisengebiet heraus zu kommen.
Dann versuche ich aus dem Umfeld, mit 4 Nottagesrationen und Hunger die Situation zu überstehen. Zum Nahrung gewinnen aus dem Umfeld helfen allerdings Salz, Gewürze, Tabasco und etwas Kochgeschirr ungemein.

Waldschrat
21.01.2013, 23:40
@ Maresi

Wenn Du alle in D vor Naturkatastrophen Geflüchteten der letzten 100 Jahre zusammen nimmst, wirst Du vermutlich auf weniger als 10% Anteil, gegenüber den Kriegsflüchtlingen und den Politisch/Rassistisch/Religiös-Verfolgten kommen.

Deshalb frage ich immer welches Szenario den Leuten vorschwebt. Ich will damit nicht provozieren, sondern die angedachte Lage verstehen, für die die Lösung vorgestellt wird.


Hallo Siverdragon,

zum Beispiel ein langdauernder grossflächiger Stromausfall. Wie diese Bundestagsdrucksache (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf) des deutschen Bundestags oder diese Veröffentlichung (http://www.bundesheer.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=1400) des österreichischen Bundesheers zeigen, kein von Paranoikern erdachtes Szenario. Wird mit der sogenannten Energiewende und der Substitution von zuverlässigen Grundlastkraftwerken durch die Launen von Wind und Wetter (sog. regenerierbare Energien) nur noch wahrscheinlicher.


Viele Grüsse


Matthias

Silverdragon
22.01.2013, 10:04
@ Waldschrat

Das Blackout-Szenario ist eines meiner beiden Szenarien. Aber dafür ein BOB?

Die Masse der Bevölkerung wird den Blackout in ihren Wohnungen aussitzen müssen, weil sie keine besseren Ausweichalternativen haben. Die ÖPNV-Pendler werden auf Mitfahrgemeinschaften und Abholung vom Arbeitsplatz hoffen können. Ein Problem haben die Langstrecken-Pendler. Aber wer von diesen hat in der Arbeit ein vorbereitetes BOB, um sich vom Münchner Arbeitsplatz nach Nürnberg durchzuschlagen?

Schau mal aus dem Fenster. Das ist die Jahreszeit und das Wetter in dem man den Blackout erwartet. Glaubst Du im Ernst, dass es clever ist, jetzt bei Stromausfall auf dem Standstreifen 170 km nach Hause zu laufen? Im Schnee machst Du 3 km in der Stunde. Und selbst wenn Du loslaufen würdest. Schläfst Du dann im Schlafsack neben der Autobahn oder suchst Du nicht eher eines der neben dran liegenden witterungsgeschützten Häuser auf und bittest dort um Unterkunft? Dem Bewohner droht unterlassene Hilfeleistung, wenn er den erschöpften Wanderer abweist oder Nahrung verweigert, solange er selber dadurch nicht in Not gerät.

Ich schätze es als realistisch ein, dass sich 99% eher eine Mitfahrgelegenheit suchen als loszulaufen und dass es auch weiterhin vereinzelte Mitfahrgelegenheiten (z.B. in Fernbussen) gibt. Ein großer Teil der Langstrecken-Pendler wird auch in Notunterkünften oder bei Arbeitskollegen unter kommen und eher eine Verbesserung der Lage abwarten, solange man keine Horrorgeschichten aus der Heimat hört.

Also wann kommt das BOB beim mehrtägigem oder von mir aus auch mehrwöchigem Blackout zum Einsatz?

tecneeq
22.01.2013, 23:39
Für mein Müsli wäre ein passendes Szenario das hier irgend eine Chemiefabrik platzt und ich weg muss. Damit habe ich dann drei Tage Zeit anzukommen und muss mir um Nahrung keine Sorgen machen.

Der Fluchtrucksack-Vorrat von flywheel gefällt mir aber auch. Auch von den Makronährstoffen her. :lachen:

@Sidge: Ja, Salz ist wichtig, das habe ich zwar nicht aufgelistet, gibt es bei mir aber. Ich habe auch Tee, Kaffee, Pfeffer und Zucker dabei, das habe ich auch alles nicht gelistet.

Vitamine finde ich nicht so wichtig, wenn man davon ausgeht das man drei Tage Fluchtrucksack-Vorrat hat, die Zeit überlebt man auch mit dem was in der Notfallnahrung ist. Im Prinzip würde man auch drei Tage ohne Vitamine überleben. Es geht hier nicht um Camping, sondern einfach nur eben schnell von A zu B zu gelangen und dabei Treibstoff für den Körper zu haben. Langkettige Kohlenhydrate, gute Fette, etwas Protein.

@Silverdragon: Ich sehe ein Blackout-Szenario so wenig als Fluchtszenario wie du. Aber ich glaube eh nicht an ,,den Killer-Blackout''. Alles Panikmache der Atomindustrie. *auf-Holz-klopf* :grosses Lachen:

Das große Problem ist Wasser, da kann man sagen was man will. Wenn ich vor einem Chmieunfall flüchte, sagen wir von NRW nach Norddeutschland wo meine Familie ist, brauche ich Wasser. Drei Liter habe ich dabei, das reicht für den ersten Tag, falls ich überhaupt mehr als einen Tag brauche. Eine Dosensuppe mitzunehmen macht da keinen Unterschied, du musst Wasser suchen/kaufen/erbetteln/stehlen, so oder so.

Waldschrat
22.01.2013, 23:47
@ Waldschrat

Das Blackout-Szenario ist eines meiner beiden Szenarien. Aber dafür ein BOB?

Hallo Silverdragon,

das kommt immer auf Deine persönliche Situation an.


Die Masse der Bevölkerung wird den Blackout in ihren Wohnungen aussitzen müssen, weil sie keine besseren Ausweichalternativen haben.

Wenn Wohnung/Haus in ländlicher Umgebung und man z:B. für die hygienischen Bedürfnisse eine Grube ausheben kann, dann ja. Eine dicht bebaute Grossstadt dürfte binnen weniger Tage zu einer hygienischen Katastrophe werden - kein Strom - kein Wasser - keine Klospülung. Das dürfte selbst den betreffen, der in seiner Hochhauswohnung genug Wasser für die eigenen sanitären Bedürfnisse gebunkert hat. Hausflure, Treppenhäuser und Strassen dürften sehr schnell entsprechend aussehen. Zu erwarten ist zudem, dass unqualifizierte Versuche nicht Vorbereiteter, improvisierte Koch- und Wärmefeuer zu entzünden zu Grossbränden führen. Von verzweifelten Mobs mal gar nicht zu reden. Es könnte also eine gute Idee sein, eine Grossstadtwohnung rechtzeitig zu räumen.




Schau mal aus dem Fenster. Das ist die Jahreszeit und das Wetter in dem man den Blackout erwartet. Glaubst Du im Ernst, dass es clever ist, jetzt bei Stromausfall auf dem Standstreifen 170 km nach Hause zu laufen? Im Schnee machst Du 3 km in der Stunde.

Das ist ein Extrembeispiel. Für die knapp 30 km, die ich von meinem Arbeitsplatz (Grossstadt) nach Hause (ländliche Umgebung) und zu Vorräten und Material habe, sähe das schon anders aus und dafür habe ich auch die Ausrüstung am Arbeitsplatz. Da das Gelände auch bei Schnee (soviel fällt bei uns nicht) nicht anspruchsvoll ist, würde ich 8h für den Heimweg veranschlagen.


Und selbst wenn Du loslaufen würdest. Schläfst Du dann im Schlafsack neben der Autobahn oder suchst Du nicht eher eines der neben dran liegenden witterungsgeschützten Häuser auf und bittest dort um Unterkunft? Dem Bewohner droht unterlassene Hilfeleistung, wenn er den erschöpften Wanderer abweist oder Nahrung verweigert, solange er selber dadurch nicht in Not gerät.

Das halte ich für reine Theorie. Was willst Du tun? Die Polizei rufen und Anzeige erstatten? Womit? Mobilfunkstationen haben durchweg Akkustrom für wenige Stunden, dann sind sie tot. Zudem dürfte die Polizei in so einer Situation ganz andere Sorgen und Prioritäten haben. Vermutlich sind die zu 100% in die Katastrophenhilfe eingebunden. Und zwei Wochen später steht Aussage gegen Aussage. "Der stand mit einem Messer in der Hand in bedrohlicher Haltung vor meiner Tür. Ich habe gerade noch mit Mühe und Not die Tür zuschlagen und verbarrikadieren können. Und der will mich nun wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen?"


Viele Grüsse

Matthias

Silverdragon
23.01.2013, 00:18
@ Waldschrat

Wir liegen nur bei der "Theorie" über gewährte Hilfeleistungen auseinander.

Würdest Du jemanden der bei diesem Wetter heim zur Familie will und bei Dir anklopft und um etwas zu Essen und einen Schlafplatz bittet weiter schicken? Meine Frau sicher nicht.
Wahrscheinlich ließe sie mich die ganze Nacht mit der Glock in der Hand Wache schieben wenn Fremde im Gästezimmer schlafen.
Aber diese Unannehmlichkeit ist vernachlässigbar gegenüber einer Nachricht dass X, Vater von 3 kleinen Kindern 15 km entfernt erfroren aufgefunden wurde. Ich habe bisher eher die Erfahrung gemacht, dass man zusammenrückt wenn Not am Mann ist und das eigene Überleben noch nicht gefährdet scheint.

Sidge
23.01.2013, 00:50
@tecneeq
Wenn es nur um 3 Tage geht, sind Vitamine sicher vernachlässigbar. Sorry das hatte ich nicht mehr auf dem Plan.

Mich würde interessieren viel viel Wasser ihr einplant?

3 Tage = 9L Wasserbedarf

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten seine Vorräte unterwegs aufzufüllen, aber trotzdem ist und bleibt Wasser bzw Wasseraufbereitung in meinen Augen eins der wichtigsten Bestandteile eines BoB.
Ich fahr bisher zweigleisig, einmal mit einem Aquamira Frontier Strohalmfilter in meinem EDC und einem Katadyn Combi in meinem Bob. Zusätzlich sind noch insgesamt 3-4L Wasser eingepackt. Damit hoffe ich zur nächsten Wasserquelle zu kommen bzw 2 Tage zu überstehen.

Wie seht ihr das?

Silverdragon
23.01.2013, 07:59
@ Sidge

Ich plane bei 20 kg Zuladung mit 4 kg für den Bereich Wasser.
- 3 Liter-Blase, die man wieder auffüllt wenn der letzte Liter erreicht wurde
- Katadyn Pocket
- Micropur
Ich bin aber auch schon mit 2 gefüllten Blasen gestartet. Das hängt davon ab, wie Du die Auffüllmöglichkeiten unterwegs einschätzt.

Thrawn
23.01.2013, 11:34
Sorry ich verstehe da was grundsätzlich nicht: Der Bob sollt doch nur für ein paar Tage "vorbereitet" werden. Also evtl. max 5 T<age bis man einen Unterschlupf und zusätzliche Resourcen gefunden hat.
Ist dies der Fall dann würde ich mir über "genug Kalorien" oder "genügend Fette" oder "Vitamine" Überhaupt keine Gedanken machen. Auch eine ausgeklügelte Proteinversorgung wäre mir ziemlich egal.
Was ich lediglich brauche für diesen Fall sind einige Kolenhydrate damit ich nicht unterzuckere und Einsatzbereit bleibe. Und natürlich Wasser. Lieber noch ne Cola reinpacken als 2 Pfund Butterschmalz oder ähnliches.
Mir ist doch scheißegal ob ich meine Figur halte. Ich will doch kein "Überlebensvorrat" mitschleppen - das ist schlicht nicht machbar vom Gewicht. Für die 3-5 Tage ist es mir doch egal ob mein "Kalorienhaushalt" komplett gedeckt ist. Ich werde mit Sicherheit keine Rücklage von ca. 10.000-15.000 kcal einplanen und mich dann an 5kg Zwiebelmet totschleppen.
Selbst wenn ich das dann alles esse - kann ich sicher nichtmehr so schnell laufen :grosses Lachen: . Schonmal nach nem Schweinebraten ein Lauftraining gemacht? Nicht zu empfehlen!
Pro Tag evtl. 1000kcl in Kohlehydraten (Panzerkekse, Nudeln etc.) etwas mit kürzeren Zuckern - ok vll auch nen Snickers oder sowas - und eben 1-2Liter Wasser + ne Cola. (nicht mehr als 3 Liter Wasser und 1 Liter Cola gesammt)
Das Equipment der geplanten 15kg Zuladung ist für die ersten Tage, aber eben auch für den hoffentlich bald gefundenen sicheren Unterschlupf. Wenn ich länger als eine Woche keinerlei Wasser und Verpflegung finde und auch keinen sicheren Unterschlupf, bin ich eh am Arsch.

Sorry: Nudeln bitte streichen: Ich will auf den Flucht definitiv nicht kochen!

Cephalotus
23.01.2013, 11:40
Deshalb frage ich immer welches Szenario den Leuten vorschwebt. Ich will damit nicht provozieren, sondern die angedachte Lage verstehen, für die die Lösung vorgestellt wird...

Der klassische BOB Fall ist sowas wie ein Wohnungsbrand, Fliegerbombe o.ä., wo man dann eben nicht bei -5°C in der Unterhose draußen stehen möchte. Man kann den ja noch mit ein bisschen Technikspielerei und Campingzeug ausrüsten, das ermöglicht dann mehr Optionen. Es ist ja keineswegs so, dass bei größeren Ereignissen die Nothilfe der Behörden immer gut und schnell funktioniert.

Der zweite Grund ist für mich ein relativ banaler. Ich weiß, wo ich die enstprechende Ausrüstung habe, wenn ich sie mal anderweitig brauche und sie ist kompakt verpackt und nimmt mir nicht viel Platz in der Wohnung weg.

Der dritte Grund ist, dass es keineswegs trivial ist, einen Rucksack vernünftig zu packen, zu transportieren und ein paar Tage daraus zu leben. Wer das noch nie gemacht hat wird es beim ersten Fall nicht gut machen. Zumindest das Einpacken übt man mit dem BOB, idealerweise noch mehr. Wer hat heute noch dasslebe im BOB wie beim allerersten Packversuch und wie lange hat man sich das überlegt?

Und nun lass mal jemanden einen Rucksack in 2 Stunden packen, der noch nie einen gepackt hat.

mfg

medic911
23.01.2013, 11:52
Also ich für meinen Teil halte es,da es ja ein "Notfall" ist in dem ich meinen Rucksack nutze so das ich meine Bedürfnisse eben der Lage entsprechend reduziere.

Die Nahrung im Rucksack besteht aus einem Packen BP-5 und einem EPA.

Somit hab ich alles drin was für die ersten Tage wichtig ist.
Und das platz- und gewichtssparrend.

Kosten ca 15€ (EPA und BP-5)

Cephalotus
23.01.2013, 12:24
Es kommt aber nicht nur auf die Kalorien selbst an, sondern auch in welcher Form diese vorliegen.

Sam hat hier schon sehr gut eine optimale Zusammensetzung beschrieben...

Sein Tipp: Kurz- und langekettige Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett.

Vereinfacht gesagt empfiehlt er schlichtweg alles zu essen. Ist vermutlich auch nicht verkehrt, bringt aber auch keine grandiose neue Erkenntnis...

- - - AKTUALISIERT - - -


Also wann kommt das BOB beim mehrtägigem oder von mir aus auch mehrwöchigem Blackout zum Einsatz?

Das ist nicht der klasssische Einsatz (das ware der GHB), aber nutzlos ist mein BOB auch nicht. Dann pack ich halt die Taschenlampe aus, das Radio und den Akku und das Solarmodul sowie den Gaskocher und evtl. den Wasserfilter. Das Zeug ist in der Wohnung beim Stromausfall ja auch nützlich...

Cephalotus
23.01.2013, 12:46
Natürlich gibt es viele Möglichkeiten seine Vorräte unterwegs aufzufüllen, aber trotzdem ist und bleibt Wasser bzw Wasseraufbereitung in meinen Augen eins der wichtigsten Bestandteile eines BoB.
Ich fahr bisher zweigleisig, einmal mit einem Aquamira Frontier Strohalmfilter in meinem EDC und einem Katadyn Combi in meinem Bob. Zusätzlich sind noch insgesamt 3-4L Wasser eingepackt. Damit hoffe ich zur nächsten Wasserquelle zu kommen bzw 2 Tage zu überstehen.

Wie seht ihr das?

2 x 1l PET Flasche gefüllt
1x 2l Platypus Faltflasche (ggf. fürs Schmutzwasser oder als Wärmflasche)
1 x 1,8l wasserdichte Box zur Not.

Wasserentkeimungstabletten für je 1l
Aquamira Frontier Pro für die trübe Brühe mit reichlich Vorfiltern (Watte)
Steripen zur UV Entkeimung
Kochmöglichkeit zum Schnee schmelzen, Entkeimen und Wärmflasche basteln.
1m Silikonschlauch, um Wasser irgendwo auch aus Ritzen o.ä. ansaugen zu können

Wenigstens 1x am Tag sollte ich also zum Filtern brauchbares Wasser finden, das erscheint mir aber in Mittel- und Nordeuropa schon realistisch.

Ich halte Wasser für sehr wichtig und habe deswegen mehrere Optionen. Trotzdem ist das alles noch sehr leicht, hat aber auch diverse Nachteile und man muss wissen, was man tut.

In den BOB meiner Freundin kommt eine Katadyn Combi, das ist dann keine Doppelung, sondern eine Ergänzung und den kann man auch fürs Aussitzen einer Krise daheim verwenden. Dazu hab ich zuhause auch noch reichlich Aktivkohle.


jetzt bei Stromausfall auf dem Standstreifen 170 km nach Hause zu laufen? Im Schnee machst Du 3 km in der Stunde...

Bei 170km regelmäßigem Arbeitsweg würde ich über ein (Falt)Fahrrad nachdenken. Ich habe keinen solchen Arbeitsweg, so ein Arbeitsweg ist in meinen Augen soweiso entgegen jeglicher Prepperphilosophie, entgegen meiner Lebenseinstellung zum Thema Arbeitszeit vs. Freizeit, entgegen meiner Einstellung zu rationalem Energiekonsum, usw, usf... Wer tagtäglich 170km einfach pendelt macht in meinen Augen eh gewaltig was falsch, da reisst es der BOB auch nicht mehr raus.

Aber bei einem auswärtigen Termin kann mir das natürlich schon mal passieren. Dann würde ich versuchen, ein Fahrrad zu kaufen/tauschen oder ggf. auch eins zu stehlen, wenn die Alternative tatsächlich wäre, 170km nur noch zu Fuß gehen zu können. Mit dem Fahrrad schaffe ich das in 24 Stunden.

Ich kann auch auf Schnee und Eis Fahrrad fahren, ich tue das derzeit jeden Tag.

mfg

Thrawn
23.01.2013, 16:37
Mal ne blöde Frage: Habt Ih in Eurem BOB auch alkoholisches? Ich überlege gerade ob eine 0,1Literflasche mit klarem 60%em zupacken sollte. Kann auch medizinisch eingesetzt werden...
Hat außerdem auch jede Menge Kalorien :devil:

Homosubdivo
23.01.2013, 16:41
Mal ne blöde Frage: Habt Ih in Eurem BOB auch alkoholisches? Ich überlege gerade ob eine 0,1Literflasche mit klarem 60%em zupacken sollte. Kann auch medizinisch eingesetzt werden...
Hat außerdem auch jede Menge Kalorien :devil:

Jo einen Flachman mit Honigrum falls ich mal kalt kriege

TheHamster
23.01.2013, 16:51
Also ich habe in meinem BOB auch ne Menge zu futtern. Aber ganz ehrlich habe ich nie darüber nachgedacht wieviele Kalorien und Fette und Co das wohl haben mag. Ich habe einfach reingepackt was Platz hat, was lang haltbar ist und vor allem was ich mag. Also ein MRE (platzsparender als EPA und ich habe keine Bezugsquelle für EPA´s :weinen: ), eine Fischdose, diverse Riegel (Oats, BP5 Proteinriegel), bissl Schoki, nen Multigewürzstreuer und vor allem auch nen paar Kaffeepulver und Co.
Mit Wasser bin ich auch sehr sparsam, da ich davon ausgehe das ich in der Regel an 1000 Tankstellen vorbei komme und selbst wenn die kein Wasser mehr verkaufen habe ich nen Wasserfilter und mein Heimweg von der Arbeits geht 60KM davon 40 am Fluss vorbei ;) Also habe ich nur 3x 0,5l Wasser, 1x 0,5l Apfelschorle, 1x 0,5l Iso-Drink und eine 0,5l Cola dabei. Das sollte eigentlich für nen Heimweg ausreichen (auch von meinen Eltern die 110 KM entfernt wohnen. Und ich habe nen Wasserfilter als Backup.

Und es ist doch sowieso wie immer... Man packt alles ein und genau das was man braucht hat man nachher eh nicht. Also ist die wichtigste Fähigkeit des Preppers gefragt: Improvisieren; Und ich bin nebenbei auch sehr gut im "Organissieren" (und damit meine ich nicht umbedingt es ner armen alten Frau wegzunehmen)

Opa
26.01.2013, 10:55
Alkoholisches?
Also ich hab eine kleine Flasche Spiritus. Zählt das?


Nick

medic911
26.01.2013, 11:33
Alkoholisches?
Also ich hab eine kleine Flasche Spiritus. Zählt das?


Nick

Nicht wirkklich...

aber so ein Flachmann nimmt ja nun nicht wirklich platz und Gewicht weg.
Schaden kann es nicht und je nach Szenario kann so ein Schluck auch mal deine oder die Nerven eines anderen beruhigen

Thrawn
26.01.2013, 12:26
Irgendwas wirklich hochprozentiges, klares halt. Dann kann es auch zur Wunddesinfektion\reinigung genutz werden. Brennbar ist es dann auch. Und zum trinken kann man es notfalls auch mit Wasser verdünnen.
Nach einem kleinem Selbsversuch und etwas überlegen muss ich in Sachen Nahrungsversorgung doch umdenken. Wirklich schwer essbar dieses Notriegel-Zeug. Jedenfalls die Sorte die ich hier gefunden habe. Momentane Überlegung:

Nahrung:
* ca. 5000kcal für langhaltbares das icht unbedingt gekocht oder zubereitet werden muss. Maximalgewicht 2,5kg (optimal 1,5kg) incl. Verpackung. Bsp: Bortkonserven, Erdnüsse (oder Erdnussbutter), Schoko (oder Schokoaufstrich), Fischkonserve in Öl oder Fleischkonserve
* 3L Flüssigkeit (Wasser, Cola, Schnappes...)
* Brühwürfel, Kaffeegranulat

Ihr habt mich dann doch überzeugt... :peinlich:

medic911
26.01.2013, 13:33
Was nicht schlecht ist was ich auch in meinem "onemanemergencykit (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/936-Bilder-eurer-letzten-Anschaffung?p=114645#post114645)" drin habe sind von der US-Army die Rangerbars.
Sie sind für den Notfall gedacht und haben mEn einen guten Energiegehalt fürs erste.
Gibt es in verschiedenen Geschmäckern.

olafwausr
26.01.2013, 14:33
Hallo zusammen,

in meinem "kleinen" Gepäck - bis zu 1 Woche - hab ich diese selbsterhitzenden Tüten reingepackt.
Dazu noch BP 5, dadurch spare ich mir das Kochen somit bin ich vom Gewicht her genau so gut dran, es
ist aber bequemer, zumal in den ersten Tagen sicher viele Dinge zu erledigen sind.

Beste Grüße, Olaf

​- Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen -

tecneeq
01.02.2013, 21:05
Also ich habe in meinem BOB auch ne Menge zu futtern. Aber ganz ehrlich habe ich nie darüber nachgedacht wieviele Kalorien und Fette und Co das wohl haben mag.

Man muss das auch nicht zu stark bewerten. Mein Müsli erwähne ich nur weil es eben günstig und einfach ist. Wer sich darüber noch keine Gedanken gemacht hat ist damit gar nicht schlecht bedient. Der Vorteil der geringen Haltbarkeit, man muss also öfters rotieren, wird durch den geringen Preis und die gute Ausgewogenheit IMHO ausgeglichen. EPA und Co kann man ja immer noch kaufen.

Meiner Meinung nach sollte man aber zumindest folgendes bedenken:

- Kann ich es kalt essen, braucht es lange Kochzeiten (Reis, Bohnen)?
- Bietet es genug langkettige Kohlenhydrate damit ich nicht 2 Minuten nach der Mahlzeit einen Sugarrush habe und dann 2 Stunden nach der Mahlzeit unterzuckert bin?
- Enthält es Proteine damit sich meine Muskeln in Ruhephasen reparieren können?

Vitamine, Fette und andere Fragen sind IMHO zweitrangig.

Damit fällt meiner Meinung nach der Kaffeeweißer raus. Im Prinzip ist das Zeug 100% tote Kohlenhydrate und Fett.

Aber man muss es ja zumindest ausprobieren. Also bin ich mal los und habe Kaffeeweißer gekauft. Hier mein höchst wissenschaftlicher Versuchsaufbau:
11287

Erstmal ein Bild vom Rohmaterial, der Kaffeeweißer:
11288

Zuerst habe ich getestet wie sich das Zeug im Kaffee macht, die Referenz war H-Milch mit 3,5% Fett (links):
11289

Nicht übel, kann man echt benutzen. Der Geschmack ist natürlich anders, aber nicht schlecht. Danach habe ich versucht 20g Kaffeeweißer in 30g Wasser bei Raumtemperatur aufzulösen. Das ging nicht, es blieb so ein fettiger Schlick über:
11290

Geschmacklich so zwischen Zuckerwasser und Vanillemilch. Die nächsten 20g gingen in 30g heißes Wasser. Alles wurde aufgelöst. Wie man sieht sind die zwei Kaffeegläser mittlerweile leer: :grosses Lachen:
11291

Leider kriegt dieser Kaffeeweißer, wenn er in dieser Menge in heißem Wasser gelöst ist, einen unangenehm stechenden Geruch.

Das zum Thema Geschmack und Konsistenz. Wie sieht es mit dem Nährwert aus? Die Inhaltsstoffe lesen sich wie ein 1x1 der Lebensmittelchemie. In diesem Kaffeeweißer sin 4 Stoffe die mit E beginnen, Glukosesirup und gehärtetes Pflanzenfett. Fett und kurzkettige Kohlenhydrate.

Ehrlich gesagt würde ich davon absehen 4 Dosen davon in 3 Tagen zu verspeisen. Hier mal als Vergleich mein vielgelobtes Müsli:
11292

Dabei entspricht folgendes etwa der gleichen Kalorienmenge:
11293

Das Müsli hat mehr Gewicht, dafür aber auch erwähnenswerte Anteile Proteine und langkettige Kohlenhydrate. Die Energie wird also über einen Zeitraum von Stunden freigesetzt.

Mein Fazit ist das Kaffeeweißer als Not- oder Rucksacknahrung nicht geeignet ist. Zwar ist die Kaloriendichte pro Gewicht etwa ein fünftel größer als Müsli, aber der höhere Anteil an Protein und langkettigen Kohlenhydraten spricht für Müsli als ,,auf-der-Flucht''-Nahrung. Nicht einmal preislich kann der Kaffeeweißer mithalten, Müsli ist pro Kilokalorie etwa 1/5 günstiger. Einzig bei der Haltbarkeit hat Kaffeeweißer die Nase vorn.

Wer trotzdem meint sich davon drei Tage ernähren zu können: bitte machen, dann berichten. Ich bevorzuge das hier, notfalls kalt, noitfalls mit Wasser, notfalls trocken beim laufen:

11285

So, das wars von mir, jetzt muss ich erstmal Gläser spülen. :grosses Lachen:

- - - AKTUALISIERT - - -

Alle Bilder scheinen jetzt zu funktionieren, nach einem zweiten Upload.

Frei's Petrollampen
01.02.2013, 22:38
Hallo teqneeq

Keine Ahnung was Du das gebastelt hast ......., aber da können nicht mal wir was richten ............

Ansonsten sende mir die Fotos und ich werde sie einfügen .....

Viele Grüsse, Ernst

tecneeq
02.02.2013, 00:40
Habe noch mal hoch geladen, alles passt jetzt.

flywheel
27.02.2013, 16:26
Es ist nicht jedermanns Sache aber ich esse sehr gerne Nüsse.
Bei Lidl gibt es jetzt ganz neu Paranüsse 200 Gramm für 1,99 Euro.

Bringt mal eben 1400 kcal !

Qualität? Mir schmeckts!

Der Beutel ist wiederverschließbar und kann noch anderweitig verwendet werden.

Waldschrat
28.02.2013, 00:43
Es ist nicht jedermanns Sache aber ich esse sehr gerne Nüsse.

Bringt mal eben 1400 kcal !



Neben den reinen Nüssen / Nussmischungen empfiehlt sich das sog. "Studentenfutter", Nussmischung mit Rosinen.

Oder eine leckere Alternative, die meine BEVA für Urlaub und Reise, Trekking, Segeltörns bereitet: Müslischnitten (http://www.lecker.de/rezept/637004/Mueslischnitten.html) Hier nur ein Rezept unter vielen möglichen Varianten. Übrigens auch klasse für körperliche Anstrengung und heisse Gegenden, wo man viel schwitzt und deshalb viele Mineralien nachschieben muss.

Matthias

ID 3605
07.03.2013, 19:43
In meinem BOB habe ich eine etwa 18x18x10 cm große Aussentasche am Eberlestock für Verpflegung gepackt.
Darin befinden sich 2 Packungen Überlebensration, sowie 5 Packungen Travellunch.
Im Kochgeschirr führe ich noch eine weitere Packung Überlebensration, sowie einige Tütchen Salz, Zucker, 2 Brühwürfel, 2 Beutelchen Tee, 2 Beutelchen Kaffee mit.

Damit hoffe ich locker über 4 Tage, gestreckt über 8 Tage ohne zusätzliche Nahrungszufuhr zu kommen.

Die Überlebensration Bw unterscheidet sich von der Notration Bw, die quasi baugleich mit BP-5 und Konsorten ist.

Bei der Bundeswehr (http://www.survivalforum.ch/wiki/Bundeswehr) besteht eine Überlebensration (offiziell „Verpflegungsration, Überleben“) aus vier Riegeln Kohlenhydratkomprimat (http://www.survivalforum.ch/wiki/Kohlenhydrat) zu je 50 g. Dies entspricht zwei Tagesrationen, die jeweils den Mindestkalorienbedarf einer Person für einen Tag decken sollen. Als Inhaltsstoffe zugelassen sind ausschließlich eine Mischung aus Mono-, Di-, Oligo- und Polysacchariden (http://www.survivalforum.ch/wiki/Saccharide), sowie bis zu 1,5 % pflanzliches Fett und maximal 6 % Wasser. Daraus wird deutlich, dass eine Überlebensration ausschließlich für Notfälle und für kurze Zeit – zum Überleben – gedacht ist. Die Überlebensration ist vakuumiert und in eine orangefarbene (http://www.survivalforum.ch/wiki/Orange_(Farbe)) Pappschachtel verpackt. Sie ist mindestens zehn Jahre haltbar.[1] (http://www.survivalforum.ch/forum/#cite_note-1)
Von der Überlebensration abzugrenzen ist die olivgrün verpackte Notration („Verpflegungspaket, Überleben“), die nur für Notlagen gedacht ist, bei denen Zugang zu Wasser besteht. Bei ähnlicher Verpackung, Größe und Haltbarkeit enthalten die vier Riegel auch Fette (http://www.survivalforum.ch/wiki/Fette) und Eiweiße (http://www.survivalforum.ch/wiki/Eiwei%C3%9Fe), außerdem gehören Wasserentkeimungstabletten und zwei Beutel Teeextrakt (http://www.survivalforum.ch/wiki/Tee) zur Notration.[2] (http://www.survivalforum.ch/forum/#cite_note-2)

Quelle: Wikipedia

Segler
10.03.2013, 22:13
Ich möchte auch noch meinen Senf dazugeben:

Meine "Denke" für die ersten Tage haben mich BP5 einpacken lassen und Wasser ist für den ersten Tag sowieso in PET dabei. Die lassen sich, sollte der Katadyn mal versagen, auch zum Notfilter umbauen. Aktivkohle habe ich mir deshalb etwas mehr eingepackt in meinen Erste Hilfe Beutel. Ansonsten sind bei mir selbstgemachte Tütensuppen im Rucksack. Das hat zwei Gründe. Erstens weiß man nie so genau, was in so einer gekauften Tütensuppe so alles drin ist. Abgesehen von Geschmacksverstärker, der dir die Gesundheit versaut, sind die Industriellen Produkte wohl eher von minderwertiger Qualität. Zweitens brauche ich bei den Tütensuppen meistens auch eine Kochgelegenheit. Meine slebstgemachten Tütensuppen kann man zur Not auch mit kalten Wasser "einweichen" und was für mich viel wichtiger ist, das ist die Tatsache, das ich weiß was drin ist und mir das nach meinem Geschmack zusammenstellen kann. Außerdem ist, wenn man es selbst macht auch ziemlich sicher mehr an "Gesundheit" drin, als bei den gekauften Tütensuppen. Selbermachen ist nicht schwer und nach den ersten zwei drei Versuchen mit Trockengemüse und Gewürzmischungen hat man seine Geschmacksrichtung gefunden. Es lohnt sich bei den Gewürzen auch gleich etwas den Magen Darm Beschwerden vorzubeugen, die in der Wildnis auftreten könnten. Es bietet sich z.B. an Schwarzkümmel und Kurkuma mit zu verwenden. Somit habe ich auch gleich noch eine "medizinische wirkunsvolle Mahlzeit" dabei und nicht irgendeinen Fertigfraß. Traubenzucker sollte nicht fehlen, aber ich bin der Meinung das wir in unserer Gesellschaft viel zu viel Zucker zu uns nehmen, weshalb es nicht schaden kann den Körper von vornherein weniger Zucker anzubieten, damit er sich daran gewöhnt.

Segler

TheHamster
11.03.2013, 00:13
Hi Segler,

wie machst du denn eine Tütensuppe selber? Brühe + Zutaten in nen Beutel? Oder nen höheres Verfahren?

Interessierte Grüße vom Hamster

Segler
11.03.2013, 09:58
Ist garnicht schwer! Suche dir die Zutaten die du magst und für richtig hälst und trockne sie. Sie sollten richtig trocken sein - also alles was geht! Nimm dir weitere Zutaten die du drin haben möchtest. Wenn du deine Tütensuppe später kochen möchtest kannst du mal mit Nudeln starten. Die lassen sich zwar auch kalt einweichen aber schmecken dann nicht so gut. Gewürze dazu und fertig! Schwieriger wird's bei vorgekochten Suppen. Das lohnt sich nur wenn du die Suppe kalt essen musst weil du keine Feuerstelle bekommst. Ich hab einen kleinen Esbitkocher dabei der die ersten Tage helfen sollte bis man sich mit der Situation angefreundet hat. Also in dem Fall nur das Gemüse und die Zutaten mit Biss vorkochen und dann trocknen. Das ist nicht ganz so einfach und erfordert schon ein paar Versuche geht aber dann einwandfrei. Wichtig für die Haltbarkeit ist das du alles super trocken bekommst. Am besten im Ofen oder besser mit einem Dörrapparat (wegen der Vitamine ist Rohkost besser und die nicht über 40° trocknen). Am Ende schweiße ich alles ein. Meine Versuche waren schnell von Erfolg gekrönt und haben sogar gut geschmeckt. Ist nicht schwer! Meine ersten Suppen sind jetzt etwas mehr als ein Jahr alt und sind noch absolut genießbar!

Nachtrag: Nudeln, Haferflocken, Buchweizen, Reis.... es gibt viele Dinge die man ausprobieren kann...

Worber
11.03.2013, 16:37
Platzsparend sind Maggi-Würfel.
Ersetzt auch Salz und/oder Bouillon oder auch ganze Suppentüten. Was Grünes lässt sich unterwegs immer finden für in die Suppe.
Können bei Salzmangel auch so einfach geknabbert werden.

Gruss, Worber

flywheel
11.03.2013, 17:30
Geht das nicht voll auf den Magen bzw wird einem davon nicht übel?

Da ich mich sehr schnell bewege "kocht" irgendwie mein Magen. BP 5 und konsorten
machen bei mir übrigends auch ist ein paar Jahren Probleme.
Vielleicht das Alter ...... Ü40 :Schwitz:

Können Brühwürfel im Hochsommer im Auto bleiben oder schmilzt das Zeug weg? Pampe mit
Trekkingkeksen wäre für mich eine Alternative.

TheHamster
12.03.2013, 11:18
Wie lange hält sich denn so ne selbstgemachte Tütensuppe? Werde ich mal versuchen, aber trocknen muss ich im Backofen

Rugo
12.03.2013, 23:45
Ich darf einfach mal wieder die altbewährte ERBSWURST in Erinnerung rufen.
Relativ klein und leicht, laange haltbar, supergünstig und sehr nahrhaft - und schmeckt sogar !

Grüße von Rugo

Segler
13.03.2013, 18:43
Die "absolute Haltbarkeit" hab ich noch nicht getestet weil meine Süppchen erst etwas über ein Jahr gealtert sind. Ich kann mir aber schon vorstellen das es eine Weile halten sollte. Ich dachte so an alle 2 Jahre neu machen. Da ja alle Inhaltsstoffe extrem getrocknet sind und nochmals Vakuumverschweißt sollten die 2 Jahre auf jeden Fall machbar sein. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit getrockneten und eingeschweißten Nahrungsmitteln? Ich bin erst seit etwa 4 Jahren hier im Geschäft - da hab ich noch nicht soviel ausprobiert.

flywheel
16.03.2013, 10:55
Liebe Erbstwurstfreunde und Tütensuppenkasper,

auf meinen Streifzügen durch die hiesiegen Discountdschungel habe ich was neues gefunden.
Diese Tüten ersetzen nun meine 2 Tütensuppen in verschiedenen Rücksäcken.

Da das Wetter nun langsam wärmer wird, muss wieder etwas neues her und das natürlich auslaufsicher und schmelzfest.

Im Penny fand ich nun 5 neue Sorten von Knorr die mit 1,29 € nicht nur günstig sind sondern auch sehr gut schmecken!
Die Tüten wiegen ca. 80-90 Gramm und machen einen Erwachsenen sehr gut satt. Ebenfalls praktisch und sparsam umsetzbar
ist die Art der Zubereitung. Einmal Kochen lassen und 10 Minuten köcheln!

Keine Geschmacksverstärker und Farbstoffe. Die nicht gekochte Linsensuppe seht Ihr auf dem Teller. Gekocht siehts aus wie
frisch gemacht. Die Haltbarkeit liegt offiziell bei ca. einem Jahr. Absolut Trekkingtauglich!

119611196211963

maisonvert
16.03.2013, 14:03
Leider ist da Hefeextrakt drin, und das ist einfach natürliches, durch einen Pilz erzeugtes Glutamat, also ein zugesetzter Geschmacksverstärker.
Gilt aber nicht als "Zusatzstoff", deshalb steht drauf "ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe".
Für die meisten Leute egal, aber sollte man wissen. :Cool:

Segler
16.03.2013, 22:38
Glutamat mit verschiedener Namensgebung oder Aspartam und ähnlicher Mist kommt mir nirgendwo rein! Das ist für mich nicht nur gesundheitlich wichtig sondern auch eine Einstellungsfrage. Es gibt so viele gesunde Sachen aus der Natur das der Mensch so ein Zeug nicht braucht! Selbstgemacht und mit gesunden Zutaten versehen ist mir das lieber und auch mit Sicherheit mit mehr Gehalt. Nicht nur das dieses Zeugs ungesund ist auch möchte ich dieses künstliche Zeug nicht unterstützen und damit Firmen reich machen die uns mit gesundheitsschädlicher Nahrung versorgen. Kann jeder sehen wie er will - da ich selbst körperlich sehr auf Glutamat reagiere kommt das für mich nicht in die Tüte!

Rugo
16.03.2013, 23:15
[QUOTE=flywheel;130499]Liebe Erbstwurstfreunde und Tütensuppenkasper,

Ich bin der ernsthaften Überzeugung,dass der Begriff "... kasper" hier definitiv fehl am Platze ist !!

flywheel
16.03.2013, 23:45
Ich mags, bin ein Tütensuppenkasper und es hält mich auch nicht davon ab weiter solche "Funde" zu posten.

Konstruktiver finde ich es mal was neues auszuprobieren und vorzustellen.

@ Rugo ich mag Erbswurst und Tütensuppen. Den Kasper lass ich mir aber nicht verbieten.

CaveMan
24.07.2013, 15:17
Der "Suppenkasper" mag zwar etwas negativ konnotiert sein, aber so schlimm ist die Verwendung des Wortes auch wieder nicht :rolleys:

Mein BOB ist eigentlich gleichzeitig mein gepackter Trekkingrucksack, und die Lebensmittel drin sind die, die ich auch immer wieder auf meinen Touren konsumiere.
Deshalb hält das Zeug nicht lange und ändert sich immer wieder, da ich etwas experimentiere. Leicht soll das Zeug sein, gut schmecken und nicht zuletzt - billig sein, da ich nur armer Student bin ;)

Konstant dabei sind eigentlich immer diverse Discounter-Fertiggerichte. Klar, wer Geschmacksverstärker meiden will, für den ist das vmtl. nix. Mir schmeckts aber, ich mag die Abwechslung (von Nudeln mit Tomatensoße bis "Kässpatzen" gibts eigntl. alles), und preislich ist es mit 70ct - ca. 1,20 € kaum zu toppen.
Manchmal sind die "2-Personen"-Tüten für einen alleine etwas knapp bemessen, deshalb werd ich auf der nächsten größeren Tour das Zeug mal mit schnellkochenden Suppennudeln strecken.

Soweit zum (warmen) Abendessen. Beim Frühstück bin ich momentan bei Müsli mit Babybreipulver angelangt, da es in Deutschland irgendwie partout kein akzeptables Milchpulver gibt. Babybrei gibts mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, und zumindest bei dem für die größeren Kleinen ist meist gröberes Getreide dabei, das sich auch ganz gut macht.

Das restliche Essen ist recht variabel. Müsliriegel, Trockenfrüchte, Studentenfutter... was grade da ist.

Segler
24.07.2013, 19:02
Babybrei ist ne gute Idee. Damit werde ich mal meine Tütensuppenfamilie vergrößern und ne Frühstückssuppe oder Brei einführen. Kann mir gut vorstellen den zu "veredeln" und neu zu verpacken :-) Hast du da geschmacklich Erfahrungen machen können? Welcher Brei ist zu empfehlen?

nashua
24.07.2013, 20:58
Jeder Babybrei ab 8 Monate würde ich empfehlen um ein Minimum an Nährstoffen zu haben, Abendbreie sättigen auch ein wenig mehr. Ab 8 Monate findest du viel mit Schokolade versetzt.

Eine weitere Alternative sind Köln Flocken instant. Die lösen sich in alles Flüssige auf.

Segler
24.07.2013, 22:18
Das kommt auf meine Liste :-) Ich probiere mal rum und poste dann die Ergebnisse. Als meine Tochter klein war hab ich auch immer mal ein Gläschen gefuttert bzw. die Reste vom Brei gegessen. So richtig sättigend war das nicht. Ich fürchte da brauchts eines von den "Spezialrezepten" ;-)

CaveMan
25.07.2013, 19:02
Yepp, nashua hats schon gesagt: Gut ist eigntl. alles für Kids ab 6-8 Monaten, und mit Schokogeschmack bin ich bis jetzt auch noch nicht großartig reingefallen. Ich ess das Zeug allerdings auch nicht als Brei, sondern nehms als Grundlage für (Schoko-) Müsli. Dann macht die ganze Sache auch ordentlich satt :)

Smileyneu
27.07.2013, 01:14
Früher hatte ich RCIR's im Fluchtrucksack. Allerdings wiegen die einiges.
Vorteil: Ich brauche dafür kein Wasser

Jetzt verwende ich Truvellunch. Ist um einiges leichter, aber dafür brauche ich Wasser.
1 Rolle Erbswurst und einige Packungen BW Notration (die orangen Packungen) sind auch dabei. Eine Notration immer am Mann.
Vermutlich kommt noch 1 Schale Fertiggericht dazu, damit ich auch etwas schmackhaftes habe was kalt essbar ist. Die Notrationen hängen einem ab dem 2. Tag zum Hals raus...

Romal
27.07.2013, 15:04
Nicht ganz passend zum Thema Fluchtrucksack, allerdings zum Thema "Nahrung für den Rucksack":

Da ich Freitag für zwei Wochen nach Schweden fliege und mich völlig "autark" ernähren muss( für wenigstens 12 Tage), habe ich mir da ein paar Gedanken zu gemacht und dachte, das passt auch gut hier rein.

Travellunch und co sind echt super, allerdings der Preis...
Meine Alternative ist die Wirtshausreihe von Maggi. (http://www.maggi.de/produkte/Alle-Produkte/?action=category&id=77)

(Abends zwei dieser Doppelportionen, morgens Müsli, Mittags Trekkingkekse mit Salami, tagsüber verteilt Riegel, Nüsschen, Wilde Beeren, sollte reichen.)

Was ich bei der Planung noch gefunden habe und eventuell nützlich für einen Fluchtrucksack wären sind Dinkelkringel aus dem Supermarkt. Relativ günstig, in vielen Geschmacksrichtungen und Kalorien/Packmass ist ebenfalls gut.

Eine Alternative zu Trekkingkeksen und BP5, wenn auch mit mehr Bröselfaktor, stellen "Frühstückskekse" dar.


Revedere Romal.

MMG
31.10.2013, 12:05
Falls es einer noch nicht kennt: http://de.wikipedia.org/wiki/Plumpy%E2%80%99nut. Kann man sich auch gut selbst "nachbauen". Abgesehen von schon oben genannten Dingen wollte ich nur anmerken: Ich würde mich eher ums Wasser (auch Entkeimung etc...) kümmern, als sehr viel Nahrung rumzuschleppen. Wiegt doch sehr viel - und jeder von uns, der schonmal mit viel Gepäck auf dem Buckel unterwegs war, weiß, wie schwer auch nur 1 - 2 kg zusätzlich sein können. Leistungsmäßig macht ein durchschnittlicher (=Fettreserven vorhanden) Mitteleuropäer lange nicht schlapp, wenn er zumindest so 500 - 1000 Kcal. pro Tag zu sich nimmt. Ein weiterer Tipp ist, Brühwürfel, Salz, Pfeffer und Tabasco einzupacken...Damit schmeckt alles. Je länger sich der Zustand der Verpflegung aus dem Rucksack hinzieht (sprich Wochen statt Tage), umso mehr sollte man drauf achten, Dinge dabei zu haben um Nahrung zu erlangen oder zu veredeln, sprich Wasserentkeimung, Salz, etc....

Gruß, MMG

Edith war aufgrund von Rechtschreibung kurz hier.

wandor
31.10.2013, 13:28
Hallo,

Gerade das von MMG angesprochene Brühwürfel,salz Pfeffer, Tabascos ist wirklich zu empfehlen. Auch im EDC. Ich empfehle da kleine Papiertütchen mit Salz und Pfeffer von örtlichen Hamburgerbrater

Papa Bär
31.10.2013, 14:17
Leistungsmäßig macht ein durchschnittlicher (=Fettreserven vorhanden) Mitteleuropäer lange nicht schlapp, wenn er zumindest so 500 - 1000 Kcal. pro Tag zu sich nimmt.
Glaube ich nicht. Bei einem Verbrauch von 3000 - 4000 kcal pro Tag, und einer Zufuhr von nur 500 - 1000 kcal wird es dem durchschnittlichen Mitteleuropäer sehr schnell sehr dreckig gehen, zumindest psychisch, aber sehr wahrscheinlich auch physisch. Und wenn du keine Nahrung mitnehmen willst, woher kommen dann die 500 - 1000kcal? Grünzeug? Wohl eher nicht. Abgesehen davon, dass man dafür schon ganz schön lange grasen muss, kennt der durchschnittliche Mitteleuropäer einfach nicht genug Nahrungsquellen in der Natur.
Deshalb lieber Nahrung und Wasserfilter einpacken, Wasser findet man überall genug...

MMG
31.10.2013, 15:06
Papa Bär - Ich habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich meinte keinesfalls, dass man OHNE Nahrung losziehen sollte. Sonst hätte ich auch nicht zusätzlich zu den schon genannten Empfehlungen Plumpynut empfohlen. Mir ging es schlicht und ergreifend darum, die Wichtigkeit von Trinkwassersicherstellung aufzuzeigen. Ohne Wasser machen wir Menschen viel schneller schlapp, als ohne Nahrung. Setz Dich doch mal 5 Stunden auf einen Ergometer und sag mir, ob Du danach Kohldampf oder Durst hast. Ganz so einfach ist das mit dem Wasser auch nicht, wie Du schreibst. Bei der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung (Dünger und tierische Ausscheidungen) ist ein Filter, wie von Dir erwähnt Pflicht. Der wiegt auch einige Gramm, wenns ein richtiger ist und keiner zum Wohlfühlen. Micropur und oder abkochen können auch nicht schaden. Das bedeutet aber wieder zusätzliche Ausrüstung und damit Gewicht, dass man herumschleppen muss.

Weiterhin sollte man meiner Meinung nach sowieso zumindest zwei grundlegende Szenarien betrachten:

1.) Man ist mit dem Rucksack für 1 - 3 Tage unterwegs -> Etwas Proviant kann nicht schaden. Und wenn es nur dazu dient, die Stimmung zu heben. Selbst ne Tasse Asianudeln und Schoki / Gummibärchen können Wunder wirken. Wenn ich weiß, dass ich nur so kurz unterwegs bin, kann ich mir nen Haufen Ausrüstung und Gedöns sparen. Leichter läuft sichs auch schneller/angenehmer.

2.) Wenn ich länger als ein paar Tage mit dem Rucksack weg sein- oder sogar damit autark sein möchte, dann kann ich garnicht allen Proviant tragen, der für längere Zeit benötigt wird. Bevor ich wieder missverstanden werde: Klar kann ich 15 KG BP-5 mit mir rumschleppen. Dann hab ich halt sonst wenig dabei, nen mordsschweren Rucksack und damit eine geringe Tagesmarschleistung. Was man dabei hat, muss also rationiert werden. Auf längere Sicht ists dann geschickter, ich kümmere mich drum, die Nahrung, die ich unterwegs irgendwie organisiere, geniessbar zu machen. Oder die Vitamine und Nährstoffe mitzunehmen, die ich unterwegs nicht zuführen kann. Damit wären wir dann bei angesprochenen Gewürzen und Tabasco oder Vitaminpräperaten etc.... Das ist aber wiegesagt alles Langzeitzeug, also selten applikabel.

flywheel
21.11.2013, 17:04
Im Moment mag ich gern die Bananenchips aus dem Marktkauf.
Die Tüte hat 200 Gramm und knapp 1060 kcal für 1,49 Euro.
Lagerfähig offiziell 12 Monate. 2 Chips im Fichtennadeltee machen sich auch ganz gut.


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