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blende8
23.02.2013, 11:27
Wie entsorgt man altes, abgelaufenes Olivenöl?
Habe es jetzt mal auf den Kompost geschüttet, mal sehen wie sich das entwickelt ...

drudenfuss
23.02.2013, 11:35
In den Heizöltank kippen, alternativ in den Tank eines älteren Dieselfahrzeugs.

karpatenwolfes
23.02.2013, 11:49
Wegen einem Liter würde ich ein eventuelles Risiko
im Heizöltank nicht eingehen. Ich weiss nicht ob da etwas
passieren kann, aber wer weiss.
Im alten Diesel, aber mit einigen Litern Diesel im Kanister
aufgemischt, zu verfahren sehe ich kein Risiko.
Auf dem Kompost sicher kein Problem,
wie auch verbrauchtes Frittieröl.
Kein Fett, das wird nur sehr langsam kompostiert.
Vielleicht läuft dann die Karottenernte "wie geschmiert".
Auf jeden Fall nicht in die Kanalisation. Wenn das jeder macht
haben die Stadtwerke massive Probleme in der Kanalisation
und Kläranlage.
Bei einer Firma in Algerien hatte ich eine hydraulische Presse
zu reparieren. Das Ding stank erbärmlich. "Was benutzt ihr an
Hydrauliköl"?
"Natürlich Olivenöl!" war die Antwort.:Sagenichtsmehr:

drudenfuss
23.02.2013, 11:56
Was soll denn bein nem Anteil von maximal einigen Promille im Heizöltank schiefgehen?

DON
23.02.2013, 12:44
Salatöl gleich welcher Art kann man in jeden alten Traktor schütten,tut diesem sogar gut.Allerdings sollte man bis zum Sommer warten weil Salatöl im Gegensatz zu Diesel bei Kälte schneller versulzt und die Düsen verstopfen kann.Das Problem ließe sich mit einem Fön dann aber wieder beheben.
Info;Im Großhandel gibt es gelegendlich Salatöl aus Genmanipulierten Ölsaaten,da dieses in der Gastronomie nicht verwendet werden darf,kann man dieses Öl für kleines Geld erwerben,bei jedem Tanken meines alten Treckers mische ich immer ein paar Liter Salatöl dazu.Der Motor läuft hörbar weicher,alte Verkrustungen können durch das Öl auch gelöst werden.

karpatenwolfes
23.02.2013, 12:52
Hallo Drudenfuß,

ich schrieb ja, ich weiss es nicht, aber falls was schief
geht hat man wegen einem Liter eventuell eine schöne
Sauerei. Versulzen, absetzen, ausfällen, was weiss ich.
Ich meinte, besser Vorsicht als Nachsicht und war nur
meine Meinung.

Ölige Grüße

Ole O Malley
23.02.2013, 22:07
Gibt zusammen mit alten Lumpen ein Top Anzündmittel für'n Ofen. Die Lumpen mit dem Öl tränken und im Ofen entzünden. Brennt heiß und lang genug um sogar Kohlen anzuzünden.

Maresi
23.02.2013, 22:41
Wie abgelaufen ist das Öl denn?

Falls es noch nicht komplett ranzig ist könntest du z.B. versuchen, es zu Seife zu verarbeiten.

Einfache Rezepte gibt es zuhauf im Netz. Im Wesentlichen braucht man nur Fette bzw. Öle und eine Lauge - welche man z.B. als NaOH in fast reiner Form als Rohrreiniger im Baumarkt bekommt oder auch ganz einfach in der Apotheke (vermutlich zu Apothekerpreisen).

LG,

Maresi

ID 1370
23.02.2013, 23:47
Was soll denn bein nem Anteil von maximal einigen Promille im Heizöltank schiefgehen?

....es genügt um im schlimmsten Fall den Heizölfilter zu zu setzen. Heizung steht..wie bekommt man nun 1500 Liter kontaminiertes Heizöl wieder sauber?

Gruß Klappspaten

Peacefool
24.02.2013, 02:40
Ich hatte mal einen Motorschaden mit meinem alten Peugeot 205 unmittelbar nach dem Kauf. Wegen schlechtem Motoröl und weil der Verkäufer mich belogen und betrogen hatte. Der Peugeot hatte damals eine kombinierte Motor/Getriebeölverbindung.

Mir ist noch nachhaltig in Erinnerung was mir (20 Jahre her) ein Mechaniker sagte: Mit nem alten Opel Kadett wäre das nicht passiert. Zitat:


Der läuft auch mit Olivenöl.

Wenn Du es also nicht anderweitig frei verbrennen kannst würde es als Schmiermittel gerade bei älteren Motoren sicher keinen Schaden anrichten. Auch für eine Kettensäge würde ich es, evtl. gemischt, einsetzen.

LG
Peace

karpatenwolfes
24.02.2013, 05:30
Hallo Peacefool,

ich wundere mich sehr. Weil irgendwer vor 20 Jahren mal
sowas sagte, empfiehlst Du das. Übernimmst Du Gewähr
für Deine Empfehlung?
Pflanzenöl als Motoröl, das macht man im Notfall,
wenn auf einer Afrikatour nichts anderes zur Verfügung steht.

Nochmals ölige Grüße.

olafwausr
24.02.2013, 09:29
Warum verbrennst du das Zeug nicht in einem normalen Ofen. Ich würde es in einen Metallbecher

füllen, ein Stück Stoff als Docht mit dazulegen und anzünden. Wenn die Temperatur dann hoch

genug ist, verbrennt das relativ sauber, es muss nur genügend Verbrennungsluft dazu. Eine andere

Möglichkeit währe Feuerholz damit zu tränken und es auf diese Art zu verbrennen.


Natürlich immer unter der Prämisse der thermischen Wiederverwertung, denn Entsorgung auf diese Art ist sicher nicht erlaubt.


So jetzt dürfen mich alle Umweltschützer mal kurz in der Luft zerreißen,
aber solange fast alle gelben Säcke verbrannt werden, hab ich kein
schlechtes Gewissen


Beste Grüße, Olaf

trainman
24.02.2013, 10:01
Wer was zum Thema "Pflanzenöl als Treibstoff" wissen will, kann hier nachsehen: http://fmso.de/forum/index.htm

Gruss trainman

ID 1370
24.02.2013, 10:46
Kleinmengen Pflanzenöl eignen sich hervorragend zum Ofen anzünden, einfach ein wenig übers Papier träufeln, dann über Anzündholz und noch etwas über die eigentlichen Holzscheite.
Bei größeren Mengen (so ab 10 Liter) würd ich einfach einen kleinen Post in einem Pöl-Forum setzen und das Öl verschenken oder verkaufen.
Auf dem Wertstoffhof wird Pflanzenöl und Fett kostenlos angenommen.

Pflanzenöl eignet sich denkbar schlecht als Schmierstoff...als Kraftstoff nur mit Vorwärmung (weil zu dickflüssig).....ich würd da nicht rumexperimentieren.



- - - AKTUALISIERT - - -



Meine Sägen bekommen nur noch Mineralisches Haftöl! Dafür laufen die zu wenig.
Im professionellen Forstbetrieb macht das keine Probleme, weil die Sägen täglich laufen, und da ist Bio auch angebracht, die hauen das Öl ja auch kanisterweise mit der Säge in den Wald...

Gruß Endzeitstimmung

Hab ich bisher auch so gehandhabt...hab nun aber auf Bioöl umgestellt, weil mein Landmaschinenhändler mir versichert hat, das die neuen Bio-Kettenöle wohl nicht mehr verharzen......
ich bin mal gespannt, wenn meine 2 Huskis doch verharzen gibts kloppe:grosses Lachen:

Gruß Klappspaten

Taipane
24.02.2013, 11:23
Man nehme einen feuerfesten Behälter ,einen guten Öllampendocht, den an eine Mutter anbinden und in das Gefäß mit dem Olivenöl geben.
Ich gebe immer noch einen Schaschlickspieß dazu also stecke den von links nach rechts immer in den Docht damit das Ding auch steht und nicht immer unter geht.

Fertig ! Jetzt hast Du eine primitive Öllampe.

Mit einer alten Petroliumlampe geht das auch. lg

DON
24.02.2013, 14:52
Salatöl kippe ich nur im Sommer in meinem alten Trecker und dann auch nur max.10%.Eben weil Salatöl bei kühlen Temperaturen leicht verharzt verbrauche ich solche Reste nicht in der kalten Jahreszeit.

Wolverine
01.03.2013, 19:40
In jedem RAZ gibts ein Fass für Speiseöl. In Motoren gehört meiner Meinung nach Motorenöl und kein Speiseöl. Für die Kettensäge mags ja gehen, da hier das Öl in erster Linie lediglich eine Kühlfunktion hat. Aber dafür gibts ja eigentlich Kettenöl.

Gruss Wolverine

Waldschrat
01.03.2013, 22:10
Man nehme einen feuerfesten Behälter ,einen guten Öllampendocht, den an eine Mutter anbinden und in das Gefäß mit dem Olivenöl geben.
Ich gebe immer noch einen Schaschlickspieß dazu also stecke den von links nach rechts immer in den Docht damit das Ding auch steht und nicht immer unter geht.

Fertig ! Jetzt hast Du eine primitive Öllampe.

Mit einer alten Petroliumlampe geht das auch. lg

Ich hätte da ja noch einen etwas exotischen Alternativvorschlag. Man nehme eine konzentrierte heisse wässsrige Lösung von entweder Natrium- oder Kalium- -hydroxid oder -carbonat, gebe das alte Olivenöl dazu, erhitze einige Stunden auf kleiner Flamme und übe sich im Seifensieden....

Das ist zumindest mal ein interessantes Experiment (ich hab's schon mal gemacht), könnte ich Seife aus Grundstoffen herstellen? Alle Chemikalien problemlos imChemikalienhandel (real life oder Internet), oft auch in Drogerien zu bekommen. Wer es wirklich autenthisch mag, versucht mal die weisse(!!!) Asche eines Holzfeuers mit heissem Wasser auszulaugen und so einen Mix aus Kaliumcarbonat und Kaliumhydroxid zu gewinnen.

Rezepte finden sich reichlich im Internet. Wer eine zweite Meinung haben will, ob ein gefundenes Rezept seriös und ungefährlich ist, kann mich gern fragen.

Wie immer, wenn es bei mir um Chemie geht, der Sicherheitshinweis: Konzentrierte Laugen, und da gehören die von mir genannten Chemikalien dazu, sind oft um Längen gefährlicher als Säuren. Eine Säure brennt auf der Haut während sie Schaden anrichtet und führt sofort dazu, dass der Verätzte freiwillig zum Wasserhahn läuft. Eine Lauge frisst sich zunächst schmerzlos rein, wenn es weh tut, ist der Schaden schon längst da. Laugenspritzer in den Augen können zur Erblindung führen. Also Arbeitsschutzausrüstung ist angesagt: Schutzbrille, Gummihandschuhe, langärmliges Gewand.

Viele Grüsse

Matthias

Worber
02.03.2013, 10:31
Bleibt noch die Frage, was ist abgelaufenes Olivenoel?
Ranzig = Entsorgen
Flockig, trübe? Kein Problem. Das geschieht beim Olivenoel und macht gar nichts. Sobald es wieder wärmer wird verschwindet die Trübung.
So ein bis zwei Jahre nach dem aufgedruckten Verfalldatum hällt sich Olivenoel ohne Probleme.
Vermutlich auch noch viel länger bei guter Lagerung.

Gruss, Worber

P.S. Olivenbaumpatenschaften sind ein schönes Geschenk. Und ergeben Ende Jahr ein paar Liter bestes Oel vom eigenen Baum. :lachen:

epwin
02.03.2013, 11:34
Hallo,

Lederprodukte damit einfetten,

Metalle (Messerklingen) damit vor Feuchtigkeit schützen.

Flüssiges Schmiermittel - Na ja kein WD40, aber immer hin besser als gar nicht
Zum Beispiel für Fahrradketten.

Kochtopfböden habe wir auch mal mit Öl mit Öl behandelt damit der Russ nicht so festbrennt.
Wirkung war leider nicht so berauschend - was aber auch ein sehr "harzige"s Feuer.

Gegen trockene Haut - ein paar Tropfen genügen.

Ansonsten haben wir ranziges Öl auch schon mal als Fackelbestandteil verwendet.
Stinkt zwar eigentlich etwas - aber in Mutter Natur fällt das nicht weiter auf - zu Hause würde ich das aber nicht gerne machen.

arni
16.03.2013, 20:13
Wenn das Olivenöl tatsächlich ranzig ist, dann kann man es immer noch gut als Öl im Werkstattbereich einsetzen (z. B. Türscharniere, etc. aber auch Angelausrüstung - ist ja Bio und abbaubar..., Rostschutzfilm auf Messern und Werkzeugen, Schmiermittel für alles)

Wenn es nur über dem MHD - Datum liegt erst mal probieren. Vielleicht wird man ja überrascht, und es ist noch gut...

Arni
McGyver

Thom
28.04.2013, 20:53
Gebrauchtes Speiseöl nehme ich, um meine Pyrokocher anzufeuern. Ansonsten auf den Kompost, das hat bei mir auch immer gut funktioniert.

Waldschrat
28.04.2013, 21:27
Wenn das Olivenöl tatsächlich ranzig ist, dann kann man es immer noch gut als Öl im Werkstattbereich


Auch als Brennmaterial.

Meint

Matthias

Frei's Petrollampen
28.04.2013, 22:12
Hallo zusammen

In dem komplexen Thema weiss ich nicht ob ich es schon erwähnt habe.

Aber Schwimmlichter sind eine gute Sache und verleuchten das Zeugs.

Viele Grüsse, Ernst

Rugo
29.04.2013, 10:52
Wie entsorgt man Olivenöl ?
Ich würde mich als Entsorgungsstelle für sämtliche, auch ranzige, Speiseöle etc.anbieten .
Mein W124 frisst quasi alles was brennt ,außer Holz und Kohlen :Cool:

Waldemar
02.05.2013, 14:58
Falls eine Motorsäge vorhanden ist, egal ob Verbrenner- oder Elektromotor, einfach als Kettenöl nutzen. Man kann damit aber auch Holz streichen und Leder einreiben.

Cephalotus
02.05.2013, 15:34
Warum verbrennst du das Zeug nicht in einem normalen Ofen.::
So jetzt dürfen mich alle Umweltschützer mal kurz in der Luft zerreißen,
aber solange fast alle gelben Säcke verbrannt werden, hab ich kein
schlechtes Gewissen:::

Müllverbrennungsanlagen ahbe eine genau kontrolliert und idR sehr heiße Verbrennung, hoch aufwändige Abgasreinigungsverfahren und werden kontinuierlich von Fachpersonal überprüft.

Und Dein Ofen?

Mal einen Liter Olivenöl zu verbrennen ist sicherlich kein Drama an sich, aber man sollte das nicht als allgemeine Lösung propagieren, wie so oft hilft das Gedankenexperiment: "was wäre, wenn das jeder machen würde..."

tomduly
02.05.2013, 16:21
Hallo,

immer wieder interessant, wie sich belanglose Themen entwickeln... Der Themenstarter hat den Beitrag vor über zwei Monaten geschrieben, sich seither nicht mehr mit irgendwelchen Beiträgen hier im Forum aktiv gezeigt. Wenn man den Eingangsbeitrag liest, bekommt man auch nicht den Eindruck, dass es sich um ganze Tankwagenladungen unbrauchbaren Olivenöls handelt, eher um ein Fläschchen ranziges Öl aus dem Küchenschrank... Nun ja. Die Ratschläge, dieses öl in irgendwelchen technischen Geräten zu "verwerten" kamen überwiegend von Leuten, die offensichtlich nicht über eigene Erfahrungen verfügen, sondern lediglich Werkstattsprüche ("Der läuft auch mit Olivenöl") vom Hörensagen weitergeben. Ob das so hilfreich ist?

Über die Verwendung pflanzlicher Öle als Treibstoff und Schmiermittel gibt es mittlerweile ganze Bibliotheken voller Veröffentlichungen und eine ganze Menge an Erfahrungen. Dass jemand irgendwelches altes Pflanzenöl in einen Motor kippt und dieser damit (noch eine Zeit lang) funktioniert, ist eine nur sehr schwer zu verallgemeinernde Sache. Es hängt von sehr vielen Faktoren, die Endzeitstimmung zum Teil schon angesprochen hat, ab, ob pflanzliches Öl als Treib- oder Schmierstoff nutzbar ist.
Von einer wirtschaftlich vertretbaren Nutzbarkeit kann man sprechen, wenn sich z.B. die Ölwechselintervalle (bei Verwendung als Motoröl) oder Motor-Lebensdauer (bei Verwendung als Treibstoff) nicht wesentlich von der bei mineralischen Ölprodukten unterscheiden.
Dazu kommt das Verhalten des Öls auf unterschiedliche Nutzungsarten. Wird z.B. ein Fahrzeug vor allem im Kurzstreckenbetrieb genutzt, ist PÖL weder als Motorschmierstoff noch als Treibstoff geeignet. Bie niedrigen Temperaturen ist PÖL weder als Schmier- noch als Treibstoff geeignet und muss vorgewärmt werden. Deshalb sind seriöse PÖL-Umbauten so ausgelegt, dass der Motor nach dem Start bis zum Erreichen der Betriebstemperatur mit normalem Diesel warmgefahren wird und dann automatisch auf PÖL-Betrieb umgeschaltet wird, sinnvollerweise stellt der Fahrer einige Kilometer vor Fahrtende manuell wieder auf Dieselbetrieb um, damit das System "gespült" wird und man für den nächsten Kaltstart wieder brauchbare Bedingungen vorfindet. Da so etwas beim Motorenöl im Auto praktisch kaum möglich ist, beschränken sich die Anwendungen von PÖL als Schmieröl in der Regel auf stationäre Anwendungen, etwa Blockheizkraftwerke. Da das PÖL-Schmieröl aber wesentlich häufiger gewechselt werden muss, als mineralisches Öl und im BHKW ein 24h-Betrieb die Regel ist, hat man das Thema PÖL-Schmierung auch dort recht schnell wieder aufgegeben.
Beim Motoröl kommen noch die Heisslaufeigenschaften hinzu, die sind bei PÖLen schlechter, d.h. unter hoher Belastung kommt es eher zu Schmierfilmabrissen auf den Gleitflächen von Lagern und den Zylinderlaufbahnen als bei Mineralölen, mit entsprechendem Verschleiss, wenn Metall auf Metall gleitet ("fressen").

Der Verbrennungsprozess in einem Dieselmotor ist ein ziemlich kniffliges System, bei dem alle Faktoren aufeinander abgestimmt sein müssen: Einspritzung des Kraftstoffs, Spritzbild der Düsen, Abschaltbarkeit der Einspritzung, wenn die Nadel die Düse verschliesst, ohne Nachtropfen. Form der Wirbelkammer bzw. des Brennraums, Ausbreitung der Luft-Tröpchen-Wolke im Brennraum, Durchzündung des Gemisches bei Kompression, Temperaturverlauf im Brennraum - gibt es Hot Spots die glühen? Usw. Da mal eben von Diesel auf "irgendein altes Frittenöl" umzustellen, ist ein ziemlich heftiger Eingriff in diese Abläufe. Im besten Fall gibts nur leichte Verkokungen um die Düsen herum, die durch regelmässigen Dieselbetrieb evtl. wieder abgebaut werden können. U.u. führen die Verkokungen und das bei PÖL vorkommende Nachtropfen der Düsen aber auch zu lokalen Überhitzungen, wo das Material ausglüht und brüchig wird (Ventilsitze, Ventile, Kolbenoberfläche etc.).

Bei der Verwendung von PÖL als Schmierstoff ist noch das Problem der Polymerisation (in PÖLerkreisen als "Puddingbildung") zu nennen. Es bildet sich eine wabbelige Masse in der Ölwanne, die nicht wirklich gut durch den Ölkreislauf fliessen will und auch nicht unbedingt gute Schmiereigenschaften hat.

Um auf das Entsorgungs"problem" des Themenstarters zurückzukommen: ich würde das Öl bei einer meiner nächsten Betonierarbeiten als Trennmittel auf die Schaltafeln streichen. Da nehmen wir im Normalfall sonst das billigste greifbare Salatöl für. Alternativ könnte man auch die Dochtfackeln bei der nächsten Gartenparty damit bestücken, die brennen eh' draussen und da stört ein evtl. russiger Verbrennungsablauf nicht wirklich.

Grüsse

Tom

urbanrolli
18.05.2013, 20:52
diese nutzung empfinde ich auch als die sinnvollste.als fackel.spendet licht, versaut nix,
und löst sich damit in "luft" auf.
als schmieröl hab ich das auch schon genommen, oder als hautöl, wenn die haut sehr trocken ist, oder
in die haare schmieren....ist kein witz..drauf einreiben, mütze auf, am nächsten morgen auswaschen...
feinstes, seidenweiches haar...ist auch gut für die kopfhaut. da brauchts kein teueres pflegeprodukt...

oder ledersachen einfetten sehr sparsam..., türangeln, quitschende hamsterräder einfetten und vieles mehr,
aufgrund der viskosität wäre ich beim einbringen in irgentwelche motoren sehr vorsichtig,
und als getriebeöl schon mal gar nicht, den selbiges könnte fracken..

aber als zugabe auf brennmittel im holzofen, das ist besser als grillanzünder, denk ich mal.

für den komposthaufen wäre es mir zu schade, es sei denn es wäre superkostbar als düngemittel...
denke aber eher ned....ich weiss nicht inwieweit fette sich kompostieren lassen....

finde aber super, das das zeugs ned einfach weggekippt wird, ich meine jetzt nicht nur das olivenöl,
sondern das sich etliche gedanken machen, es umweltfreundlich zu entsorgen.

ach da fällt mir ein, es gibt leute, die fahren die frittenbuden ab, und holen sich dort das
gebrauchtöl ab.weiss aber leider nicht mehr wofür.

lg urban-rolli


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