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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stammzellen & Co einlagern?



Cephalotus
19.05.2013, 09:18
Mal keine dystopische Überlegung, sondern eher eine utopische.

Ich bin 35 Jahre alt und meine statistische Lebenserwartung liegt über 90 Jahren

(http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/test/lebenserwartung-werden-sie-100-jahre-alt_aid_363828.html )

Bis dahin kann sich in der Medizin noch allerhand tun.

Meine Frage: Hat sich schon mal jemand damit befasst, von sich Stammzellen, Knochenmark, Sperma/Eizellen und anderes einlagern zu lassen und falls ja, was kostet das? Gibt es Risiken?

Vielleicht ist das in 50 Jahren mal sehr nützlich, wenn ich mir ein neues Kniegelenk züchten lassen will oder man feststellt, dass man zur Bekämpfung von Alzheimer Stammzellen braucht, etc. pp...

Kann man damit "beliebig lange" warten oder sollte man sowas in möglichst jungen Jahren tun? (15 bin ich nicht mehr, aber 35 ist vielleicht noch besser als 65?).
Sollte man sowas für seine Kinder einplanen?

mfg

Papa Bär
19.05.2013, 09:27
Hi Cephalotus,
ja, habe ich. Für uns Erwachsene ist es wohl zu spät - Stammzellen zum Einlagern nimmt man bei Neugeborenen aus der Nabelschnur.
Vor zwei, drei Jahren lag der Preis dafür bei ca. 2500,-€
Wir haben uns dagegen entschieden, da eine Einlagerung nur für 20 Jahre max. möglich ist (war), und unserer Einschätzung nach der Bedarf an Stammzellen für die "organische Ersatzteilproduktion" doch eher jenseits der 60 gegeben ist und nicht im Alter von 20...
(Stammzellen von Erwachsenen sind nämlich nur sehr eingeschränkt nutzbar, da sie sich nicht zu jeder beliebigen Zellform weiterentwickeln können)

ID3110
21.05.2013, 22:01
Ganz ehrlich - ich will nicht ewig leben.

Paddy
22.05.2013, 12:22
Hallo Cephalotus, hallo zusammen,


...
Meine Frage: Hat sich schon mal jemand damit befasst, von sich Stammzellen, Knochenmark, Sperma/Eizellen und anderes einlagern zu lassen und falls ja, was kostet das? Gibt es Risiken?
...
Sollte man sowas für seine Kinder einplanen?


befasst ja, auch das gehört m.E. zur Preparedness sich mit allgemeinen Lebensrisiken und Gefahren aber auch evtl. Chancen zu befassen, ich habe mich dagegen entschieden irgendein "Material" von mir ohne speziellen Hintergrund einlagern zu lassen, was anderes wäre es bei bestimmten Anlässen (z.B. Blut vor geplanter OP oder Knochenmark vor entsprechender Tumorbehandlung).

Für meine Kinder habe ich zusammen mit meiner Frau ebenso entschieden kein Nabelschnurblut entnehmen und einlagern zu lassen, da uns das (nach heutigem Stand) doch mehr wie ein Geschäftsmodell mit fraglichem Nutzen erscheint.

Das muss aber jeder selbst (bzw. die Eltern für Ihre Kinder) entscheiden.

Gruß
Paddy

P.S. Ich werde mich (oder Teile von mir) auch nicht einfrieren lassen (selbst wenn ich mir das irgendwann leisten können sollte)

Cephalotus
22.05.2013, 13:39
Ganz ehrlich - ich will nicht ewig leben.

Ich will lieber gesund als krank alt werden und würde dafür gerne die Möglichkeiten der Medizin auch ausnutzen.

urbanrolli
23.05.2013, 01:38
wie schon erwähnt, ich denke auch das das eher geschäftsideeen sind, und ob nicht " schnell" ein klon
hergestellt wird??? ich traue manchem verrückten so eingies zu......

organspende ist nix als ein riesengeschäft, welches auch von "unfällen" umgeben ist...
das hat für mich nix mit menschlichkeit zu tun.

ab einer gewissen grenzen sollte der mensch sich nicht als schöpfer aufspielen, wer will das kontrollieren???
ist es erstrebenswert 200 jahre alt zu werden?????lieber etwas kürzer gelebt und intensiv bzw bewusst,
als alt und abgehangen durch die flure zu schlürfen.....es ist nun mal tatsache, das der mensch in der heutigen
welt viel früher altert von seinem körper her......von wegen gifte im essen in der umwelt usw....

nöööööö, nein danke

klar will jeder steinalt gesund und immer in der verfassung wie ein adonis sein, sportlich ,atraktiv usw..
und was kommt?? 100% falten. alte knochen, schlecht sehn, schlecht hören, rollator, usw......in 95% der fälle...

aber ehrlich, ich finde auch alte gesichter sehenswert, da steckt ein leben hinter, ein ausdruck, eine weisheit,
usw......eine oma mit falten ist mir lieber als geliftete schabracken....

lg urban-rolli

Thrawn
23.05.2013, 06:29
organspende ist nix als ein riesengeschäft, welches auch von "unfällen" umgeben ist...
das hat für mich nix mit menschlichkeit zu tun.


Ich denke das siehst Du erst dann anders wenn Du nach einen Verkehrsunfall ne Bluttransfusion oder ne neue Milz brauchen würdest...oder?
Oder vermutest Du hinter jeder Ecke nen "Regierungsspitzel" vom "Krankenhauskartell" der mit nem Betonmischer auf Opfer mit Organspendenausweis (natürlich verwanzt) lauert?

Papa Bär
23.05.2013, 06:38
ich denke mal, mit den "Unfällen" und dem "Geschäft" spielt urbanrolli auf die Vorfälle in den letzten Jahren an, wo Organempfänger gegen Bezahlung vorrangig bedacht wurden...aber Organspende ist nicht das Thema dieses Threads - hier geht es um das Einlagern körpereigenen Materials, um eine spätere medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Thrawn
23.05.2013, 06:49
Dann habe ich das falsch verstanden - tut mir leid. Im Grundprinzip bleibt Organspende jedoch eine wichtige Sache - mit deren Hilfe eine menge Leben gerettet oder verbessert werden können.
Was mich auch zurück zum Thema führt: Eine verbesserung der Lebensqualität durch moderne Medizin halte ich grundsätzlich auch für begrüßenswert. Selbst in Zukunft wird die Dauer des Lebens wohl dadurch kaum noch drastisch verlängert werden können - nach ca.120 ist wohl einfach Schluss. Zelldegeneration (Gehirn) etc. Die Lebensqualität zu verbesser scheint jedoch theoretisch möglich und ist in meinen Augen immer wünschenswert.
Aber mit Stammzellen wird das nix - jedenfalls nicht für uns und wohl auch nicht für die jetzige Generation, Mmn.

urbanrolli
31.05.2013, 00:37
hallo,

das mit den organen war nur ein beispiel. ich persönlich möchte keine organe haben, auch keine spenden..
das ist aber meine persönliche meinung, jeder hat das recht auf eine persönliche meinung.steht aber auch
grad ned zur debatte...
( noch dazu das meine organe und knochen fast alle angegriffen sind....da hätte keiner freude drann)

es geht hier beim thema um einen eingriff in die natur des menschen..und das empfinde ich als fragwürdig.
wir sind noch lange nicht so weit, das wir damit umgehen können.

ausserdem warum soll ich meine persönliche lebensqualität verbessern, wenn der planet immer unlebenswerter
wird durch des menschen verschuldung....müll, komerz, geldrausch, geldgier..usw.....

der mensch ist auslaufmodell...weil wir nicht verstehen, das man geld nicht essen kann.

daran ändert die einlagerung von stammzellen auch nichts.

menschen in asien, die wirklich gesund und einfach gelebt haben, sind schon über 120 jahre alt geworden.
es waren einfache menschen, gearbeitet, einfach gelebt und richtig ernährt. diese menschen legen viel
mehr wert auf ihren körper als alle anderen...nicht von wegen schönheitswahn..
nein ganz einfach und natürlich, ohne chemie oder kosmetische op´s :-))))

für die bekämpfung von alzheimer würde ich mal die reinheit von unseren nahrungs und umweltdingen
verbessern......weniger gifte im umfeld, weniger alzheimer und demenz.

da nützen die stammzellen auch reletiv wenig, ausser den geldbeutlen der firmeninhaber,
die die stammzellen einlagern.......obs dann wirklich die eigenen zellen hinterher sind.wage ich auch zu bezweifeln,

und die kinder laut katalog der samenbank mit erwünschtem aussehen und eigenschaften zu bestellen
find ich auch absolut unreal.denn der gute charakter eines menschen , unabhängig vom schöhnheitsideal
ist mehr wert als gutes aussehen...wobei zu definineren wäre, was ist schönheit.
und da scheiden sich schon meist die geister...

ok, rüsten für aussergewöhnliche vorkommnisse ja, aber das leben unnatürlicherweise zu verlängern nein.

lg urban-rolli

Worber
31.05.2013, 07:17
Für mich ist das zusammengefasst nur ein Ausdruck von Lebensangst und Angst vor dem Tod.
Angst vor der eigenen Vergänglichkeit.
Das Leben ist doch schon anstrengend genug. Was soll ich mir noch ein Kopf machen was irgendwann mal sein könnte? Das ist doch BS.

Lebe jetzt, ernähre dich vernünftig und alles andere kommt wie es kommen muss.
Denn wenn ich morgen unters Tram komme hilft alles nichts.
"Wenn deine Kerze unten ist, ist sie unten. Punkt"

Gruss, Worber

Bernie
31.05.2013, 09:18
Grundsätzlich finde ich es durchaus überlegenswert, solche Dinge einzulagern.
Das Beispiel mit dem Kniegelenk finde ich recht gut.


Allerdings sollte man sich da meiner Meinung nach die folgenden Überlegungen machen:
- wie weit geht man, wo setzt man sich selbst die Grenzen, wo man sich "umbauen" lässt (siehe auch unten)
- wo zieht man den Strich, wo man natürliche Einschränkungen und das Ende des Lebens akzeptiert (persönlich wandelt sich hier meine Meinugn aktuell)
- wie weit geht man bspw. bei Kindern, bei denen man in jungen Jahren sieht, dass "etwas nicht stimmt"
(hier - und auch bei einem selbst - stellt sich da allenfalls die Frage, wie weit man gehen soll, wie weit solche Gene an kommende Generationen weitergegeben werden sollen)

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Mods, hier könnt Ihr abklemmen, wenn Ihr wollt
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Nun eher etwas OT, vielleicht jedoch in der Diskussion als Anregungen hilfreich.
(In extremis führt das sogar zu Fragen der pränatalen Diagnostik, die ich hier aber nicht starten möchte...)

Bevor ich auf Worber und Urbanrolli eingehen, kurz meine eigene Geschichte, auch wenn die mit Stammzellen jetzt gar nichts zu tun haben
- Konzentration von einigen genetischen Vorbelastungen in der Familie
- 4 Personen mit Leistenbrüchen in vier Generationen (Op meines jüngeren Sohnes notwendig im Alter von 12 Monaten)
- 3 Personen in zwei Generationen mit Fehlstellungen der Knie, Fehlstellungen Rücken, Bindegewebeschwächen
- 4 (teils andere) Personen in zwei Generationen mit Herzproblemen (einer 7 Bypasses mit 58, einer Tod auf dem Untersuchungstisch mit 49, ich zwei Stents mit 54)
Ich hab alles aufgelesen :peinlich: und - leider - auch schon zwei mindestens zwei Dinge davon genetisch weitergegeben. Obwohl, fragt mich jetzt nicht, ob ich das betroffene "Kind" nicht möchte ...


Bei mir ergaben sich gravierende Probleme, die meine Berufswahl, berufliche Entwicklung, Privatleben, Lebensqualität während vieler Jahre massiv beeinflussten.
Teils gab es massive Abhängigkeiten, bspw. Leistenbruch und Knie verhindern ein vernünftiges Rückentraining, Knie/Rücken beeinflussen Ausdauertraining für das Herz etc. etc.
Zwei Mal wartete ich zu lange mit OPs, probierte zu lange Physiotherapie etc. etc.

Erst Operationen zwischen 1987 und 2013 (2 x Umbau Knie, 2 Leistenbrüche, 1 Meniskus, 2 Stents im Herzen, vor sechs Wochen künstliche Bandscheibe / Versteifen zweier Wirbel) brachten bei mir eine massive Verbesserung.
Sie erlaubten mir:
- Bis vor drei Monaten zu 100% arbeitsfähig zu bleiben (jetzt werden wir sehen), damit mich und meine Familie unabhängig von irgendwelchen Sozialsystemen durchzubringen.
- nach den beiden Knie OPs noch mehrere hundert Diensttage in der CH Armee zu leisten (für mich damals, vor dem Fall des eisernen Vorhangs, ein Dienst an der Allgemeinheit)
- sie verbesserten wieder deutlich meine Lebensfreude (teils ging es in Richtung Depression aus jahrelangen Schmerzen heraus), Lebensqualität und die Qualität meiner Beziehung (Freizeitgestaltung, Sexualität)
Vorher mussten wir uns sehr, sehr oft auch ganz kurzfristig nach meinem Körper richten. Die OPs hatten also einen sehr konkreten Einfluss auf das Wohlbefindern einer ganzen Familie


So, nun meine Meinung zu anderen Schreibern, teils ziehe ich Euch einfach als Beispiele ran, nehmt es mir bitte nicht übel :gratuliere::gratuliere::gratuliere:


Worber: Lebensangst etc.
- sehe ich nicht so. Ich hab mich seit ich 14 bin intensiv mit der Frage nach Leben & Tod, der eigenen Vergänglichkeit auseinandergesetzt
- die OPs / andere denkbare Eingriffe sind kein Zeichen von Angst sondern ermöglichen die Selbstbestimmung und ersparen der Gesellschaft (ausser der Krankenkassenbelastung) massive Kosten und Aufwände für Pflege etc.
Lohnt sich, hart berechnet, alleweil .....


Urbanrolli, "Dich nehme ich etwas mehr dran", nimms bitte nicht persönlich !
Wie immer werde ich auch etwas plakativ werden.




hallo,

es geht hier beim thema um einen eingriff in die natur des menschen..und das empfinde ich als fragwürdig.
Ja, dann müssen wir aber alle Impfungen etc. abschaffen (seht Euch bitte Statistiken aus 1900 - 1930 an, als auf dem Land bis zu 10% der Kinder starben, bevor sie erwachsen wurden (Diptherie, Scharlach, Tetanus, ...)
Blinddarmentzündung war früher zu einem rechten Teil tödlich...

Wo ziehen wir hier die Grenzen ? Dort wo es um die Weitergabe "belastender Gene" geht ? ...... sehr problematisch und eine Frage, die auch ich mir zu meinen Genen selbst stellte, hatte aber die Kinder, bevor ich alles kannte ...




ausserdem warum soll ich meine persönliche lebensqualität verbessern, wenn der planet immer unlebenswerter ...
Kapiere ich nicht, was hast Du / die Gesellschaft davon, wenn es Dir schlecht geht ?
- Wenn Du willst, kannst Du Dich nur engagieren, anderen helfen, wenn es Dir gut geht !!!!
- "Warum soll ich essen / meinen Kindern zu essen geben, wenn andere verhungern ?":staun:




wird durch des menschen verschuldung....müll, komerz, geldrausch, geldgier..usw.....
auch, ja aber nicht nur. Siehe mein Beispiel oben, da kannst Du Müll, Geldrausch als Ursachen grade mal ausschliessen, ohne Geld in der Gesellschaft wären Fälle wie meiner dem Untergang geweiht ......





menschen in asien, die wirklich gesund und einfach gelebt haben, sind schon über 120 jahre alt geworden.
es waren einfache menschen, gearbeitet, einfach gelebt und richtig ernährt. diese menschen legen viel
mehr wert auf ihren körper als alle anderen...nicht von wegen schönheitswahn..
nein ganz einfach und natürlich, ohne chemie oder kosmetische op´s :-))))
Hier bist Du - hart ausgedrückt - allenfalls etwas in Illusionen verhaftet.

Ich sah in den 60er, anfangs 70er Jahren noch "die Alten", hart arbeitende, sehr einfach lebende Menschen, Handwerker und Bauern, die sich sicher recht vernünftig ernährten und die mit 60 so aussehen, wie heute die meisten 80 Jährigen.
Leute, die ab ca. 65 nur noch an Stöcken krochen, deren Magenkrebse so aus dem Mund stanken, dass ganze Familien litten und die vor Schmerzen mit Schreien starben, so dass man es drei Häuser weiter hörte. Dinge, die wir heute so nicht mehr oder kaum noch kennen. (OK, auch das Beispiele wie "die 120 Jährigen", aber teils mehrfach in einem kleinen Dorf mit 400 Einwohnern erlebt.)
Ich sah noch die Leute mit den Gestellen an den Beinen wegen der Kinderlähmung, die sich nur so mühsam selber fortbewegen konnten.

Meine Grossmutter (DIE Trägerin der meisten ... Gene, die wir haben)
Frau aus einfachen Verhältnissen, altruistisch bis zur Selbstaufgabe, einfachste Lebensweise, 30 Jahren an zwei Stöcken. In den 12 Jahren in denen ich sie kannte, vielleicht total 10-15 Mal das eigene Grundstück verlassen(aus Schmerzen).
Ich hab die Frau ein einziges Mal mit einem entspannten, nicht von Schmerzen geprägtem Gesicht gesehen ...... im Sarg, so schön hatte ich sie vorher nie erlebt <uff>

Und .... wieder in unserer Familie ..... vergiss die Ernährung, hier helfen teils nur Operationen, moderne Medikamente, Stahl / Titan .....


Weisst Du wirklich, was früher auf den Tisch kam, ohne dass man es wusste ?
Angeschimmelte Nahrungsmittel (ohne dass man es merkte), mit Mist vom Düngen verunreinigstes Gemüse, Milch von turbekulosekranken Kühen, Fleisch aus Tieren, mit deren Würmern man beim Schlachten halbe Badewannen füllte, Fleisch, das ohne Kühlung ...... etc. etc. etc.
:nono::nono:




und die kinder laut katalog der samenbank mit erwünschtem aussehen und eigenschaften zu bestellen
find ich auch absolut unreal.denn der gute charakter eines menschen , unabhängig vom schöhnheitsideal
ist mehr wert als gutes aussehen...wobei zu definineren wäre, was ist schönheit.
lg urban-rolli
OK, da teile ich Deine Meinung, wobei die Definition eines "guten Charakters" auch nicht ganz ohne ist und bspw. in unserer Gesellschaft und Steppenvölkern, die tagtäglich um das Überleben kämpfen absolut unterschiedlich ausfällt
(da würden die meisten von uns - hart - als unnützes, feiges, ängstliches Leben ohne Selbstbewusstsein bezeichnet, das nicht erhalten werden muss, weil es u.a. die eigene Identität und die des Stammes / Volkes aufgibt und andere "RAssen" über sich gewinnen lässt)
Um es klar zu machen, ich bin sehr tolerant, offen und keineswegs rassistisch, wir haben hier einfach auch Illusionen, wie andere mit uns umgehen.


OT off ... wurde wieder mal länger
Einen schönen Tag noch, ich geh jetzt zu meinem aktuellen 30% Pensum nach der Rücken-OP

urbanrolli
31.05.2013, 22:16
na dann werd ich mal anworten. erst mal danke das du sachlich an eine diskusion rangeht´s und
auch deinen gedanken gut sortiert hast.
leider werde ich es heute nicht ganz so gut schaffen, mir gehts nicht so gut.

seit 1980 lief ich auch an krücken, und stöcken, und brauchte zum schluss für 100 meter 2 stunden.
hart arbeiten musste ich schon als kind.

aber wenn ich das so betrachte,lieber 50 jahre gelebt, auch mit arbeit und lasten, als heute
auf der strasse leben und nix zustandebekommen.
was hat uns der forschritt gebracht?? dias menschliche humankapital ist zum grossen teil überflüssig....
die maschinen können viel besser arbeiten, bekommen kein lohn, werden nicht krank, arbeiten ununterbrochen...
was haben wir vom leben wenn die häfte der menschheit arbeitslos ist?? vor lauter fortschritt...

ausgebeutet haben die menschen schon immer denk ich.....das war früher so, und vor hunderrt jahren
haben sie den kindern schon mit gips die bonbons verlängert...
ich ziehe meinen hut vor den "landwirten" die im alten stil ihren hof führen...nur davon können sie keine familie
sattbekommen. arbeiter arbeiten den ganzen tag, und verdienen so wenig, das sie noch aufstockende
leistungen bekommen müssen...

was die gesundheit angeht,hab ich auch etliches, was ich aushalten muss, schmerzen bis zum umfallen,
täglich, lunge : emphysem + astma,copd, 24 o² versorgung, schweres rheuma, alle gelenke entzündet,
das schlimmste ist in den händen und fingern, wirbelsäulendefekte,hüftfehlstellung, 4x knie op,isg
3x karpaltunnel,2x ellenbogen, einmal handgelenk, herzinfuffizienz, protusionen, aktive athrosen, cp,
magen: reflux chronische magen darm entzündung, diabetes, leber platt, blase funxt ned richtig, grünen star,
innenohrschwerhörigkeit, bipolare störung, chromische blutarmut, usw.....
sizte set 15 jahren im rollstuhl, bin 32 jahre trocken und clean....

so natürlich profitiere ich auch von der medizin, und den entwicklungen die stattgefunden haben.
aber die versorgung wird rückläufig.....ich warte bei akuter venenentzündung 3 monate
auf einen termin beim arzt, mein zucker kann ned eingestellt werden, lungenarzt 4 monate termin usw..
wenn ich was habe muss ich um ned draufzugehen ins kh in die notaufnahme.
tja da behalten sie mich dann oft da. weil ich komm nicht für nen pickel im gesicht.


nur damit du siehst, andere haben auch ihr päckchen zu tragen.....

nun wenn ich die inhaltsangabe zu den lebensmitteln lese, reinste chemiebomben.

nun, das mit den impungen mag früher auch gerechtfertigt gewesen sein....
aber heute werden die krankheiten im labor gezüchtet als erreger und dann werden millionen impfdosen gekauft,
und sie sind fast alle im müll gelandet....welche schande.

zwischen früher hipokrates...na da war es noch ein anliegen den menschen zu helfen.
heute muss es sich finaziell lohnen.....biste kassenpatient, kannste gucken wie du klar kommst.
das ist jetzt allgemein gesagt, wie es mir häufig begenet. natürlich gibts auch tolle ärzte.
das sag ich denen dann aber auch. sie sind ein guter arzt, davor hab ich hochachtung.

ich kann aufgrund meiner organe keine rheumamittel nehmen.....und was hab ich von der modernen medizin??
mir hamse gesagt, sie können doch eh ned laufen, warum sollen wir ihnen ein neues knie geben???
das lohnt sich doch gar nicht. schmerzen sind kein argument.

nun ich will nicht jammern, ich bin froh nicht in der eiseren lunge zu liegen,
meinen rolli zu haben der mich fast überall hinbringt. meine hilfen zu haben, die mir ein weitgehenst
selbstbestimmtes leben zu leben. dank sozialer kontakte , meiner freundin,und meiner ehrenamtlichen tätigkeit,

das ist meine art der "gesellschaft" was einzubringen, ich mache beratung als lotsin für menschen mit behinderung,nrw
mit ausbildung und weiterbildung, mache beratungen am telefon, treff mich mit klienten, und helfe ihnen ihr leben mit ihren hindernissen auf die reihe zu bekommen.

mache seit 1980 selbsthilfetätigkeit, und auch dienste übernommen usw.

nun ich hatte viel zeit zum lesen und nachforschen.....natürlich sind einiges rausgepickte sachen.
ich kann nie alle über einen kamm scheren....aber ich bilde mir dann auch einen eindruck.
der mag auch falsch sein. denn es sind nicht immer die kompetenten fachmenschen um mich rum.
und ich denke auch mal um die ecke.....habe ecken und kanten.

aber wenn ich zum beispiel die fische sehe,die das ganze plastik auf den meeren
fressen und eingehen, vögel füttern ihre jungen mit plastik udn die verenden elendig.
wie will man bitteschön die menschheit erhalten??? durch chemie?? ist das dann noch ein leben
im einklang mit der natur, worum wir uns ja gerade hier im forum viele gedanken machen??

mich macht das sehr nachdenklich.

aber auch wenn ich manchmal nen einknick habe, versuche ich immer weiter zu kämpfen,
um ein friediches miteinander. natürlich nur im kleinen. ich kann nur in meinem umfeld wirken,
und auch an mir erst mal arbeiten. nun eine neverendling story. das ein leben lang.

wir werden wohl nie eine perfekte generation finden, nie eine zeit erleben wo alles stimmt,
aber das menschliche, das zusammenleben, die wertigkeit von familie und freundschaft....
das sollten wir uns erhalten, auch wenn es heutzutage nicht ganz so üblich ist.

unter den voraussetztungen ist es mir wichtig, zu überleben. sähe ich da kein zeichen für,
hätte das leben um des lebens willen keinen sinn.

gute nacht, ein schönes wochenende und sonne in naturform !!!!!!
lg urban-rolli

Bernie
01.06.2013, 11:48
Sali Urbanrolli

Hut ab, vor dem, das Du erträgst und Deinem Engagement !!!
Meine Meinung war es auch nicht, mich in den Vordergrund zu stellen, eher zu zeigen, dass nicht alles auf die Umwelt zurückgeführt werden kann.
Auch bin ich der Meinung, dass Ernährung, "gesund leben" etc., die von einigen Personen als DAS Heilmittel dargestellt wird, nicht unbedingt das Grüne ist. Es gibt genetisch bedingte Punkte, "Punkt", auch wenn vielen Leuten das nicht passt, weil es einem Handlungsoptionen wegnimmt und ein aussenbestimmtes Element, das man nicht selbst bestimmen kann, reinbringt.

Bei der Verschmutzung der Umwelt mit den von Dir erwähnten Plasticteilen, Hormonen oder hormonähnlich wirkenden Substanzen bin ich absolut bei Dir.
Ebenso glaube ich, dass die Menschheit wird lernen müssen. Schmerzhaft, einschneidend, hart, auch brutal dafür hoffentlich auch etwas nachhaltiger, dies mindestens meine Hoffnung ....



Um aber auf das Thema des Threads zurückzukommen:
Ich bin durchaus der Meinung, dass Stammzellentherapien ein grosses Potential haben. Unter anderem auch zum Erstellen, Austesten von personenbezogenen Medikamenten.
Wie bereits in meinem ersten Post erwähnt, stellt sich die Frage, wie weit man geht und wie weit man "zulässt", dass offensichtlich und "objektiv" problematische Gene weitergegeben werden. In der Natur würden diese mindestens teilweise der natürlichen Selektion zum Opfer fallen und so eine Weitergabe verhindert. Selbstbestimmung und Eigenständigkeit des Lebens, Lebensqualität stehen da für mich im Vordergrund.


Ich wünsche Dir alles Gute !
Bernie

urbanrolli
01.06.2013, 14:41
hi bernie,

ja es stimmt, es ist nicht alles nur die umwelt und nicht alles nur psychisch...
jahrelang hiess es ein teil meiner beschwerde sei psysisch..als der arzt meine röntgenbilder
sah, ist er vor scham fast im erdboden versunken....

ja jetzt kommense se an mit recardositz im rolli und korsett tragen usw....
heuchler in meinen augen.

jetzt wo sie die zerstöung gesehen haben...da wird gehandelt...nur leider 50 jahre zu spät.
das kind ist in den brunnen gefallen.

die gene meiner vorfahren kenne ich nicht, ich kenne meine vorfahren nicht...

aber ich finde es auch mal interessannt eine meinung dazu zu hören,

aber wenn jetzt schon kaum geld für eine ordentliche behandlung der patienten da ist.
wer soll dann die futuristischen forschungen bezahlen????

wenn sich keiner, oder sehr wenige die behandlung auch dann leisten können???

die meisten sind froh, sich und ihre familie am leben zu halten.

und wenn der wc da ist und der strom zu lange weg???? wie lange halten die notstromagregate??
um humanmarterial zu lagern ???? war dann alles umsonst???

wird damit dann auch handel getrieben?? wie mit den organen???organmafia???
wer weiss, gut dsa es niemand weiss.

schönes wochenende
lg urban-rolli


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