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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Notfallkarte



Bärti
21.08.2013, 10:24
Hallo,

ich bin gerade dabei für mich und meine Familie Notfallkarten zu erstellen.

Zum Glück habe ich auf der Arbeit einen Kartendrucker den ich auch privat nutzen darf zur Verfügung. Dieser kann auf Plastikkarten in Schekkartengröße in Farbe alles was ich möchte aufbringen (wasserfest). Die Karten sind 2-seitig bedruckbar, also steht mir platzmäßig die Vorder- und Rückseite einer Scheckkarte zur Verfügung. Es soll nach Fertigstellung jeweils eine Karte von einem selbst am Mann/Frau getragen werden. Ferner soll von jedem von uns eine Karte im Auto platziert werden, falls es mal zu einem Unfall kommt.

Die Schriftgröße muß natürlich so groß sein, dass der Helfer die Informationen auf der Karte noch einigermaßen gut lesen kann. Es haben also nur die wichtigsten Infos auf den beiden Seiten Platz.

Bisher möchte ich folgende Inhalte darstellen:

-kleines Portrait-Foto des Inhabers der Karte
-eigener Name, Geburtsdatum und Wohnort
-jeweils 3 Namen und Rufnummern von Personen die im Notfall benachrichtigt werden sollen
-Blutgruppe
-Medikamentenunverträglichkeit/Allergien
-Hausarzt (Name und Tel.-Nr.)
-Hinweis Patientenverfügung
-Hinweis Organspende (Ja/Nein)

Fällt euch noch etwas Anderes ein was ich vergessen habe oder was ich weglassen sollte?

Über Anregungen würde ich mich freuen!

Gegenfeuer
21.08.2013, 10:34
Das mit den "Im Notfall"-Rufnummern ist sehr gut. Hierzu mal ein interssanter Link : http://de.wikipedia.org/wiki/In_Case_of_Emergency

Ansonster wäre es noch sinnvoll anzugeben, ob der Inhaber Diabetiker ist. zB. "Diabetistyp: x "

Frequenzkatastrophe
21.08.2013, 10:38
Falls es der Fall ist ein genereller Hinweis zu Vorerkrankungen zB Diabetes, Epilepsie... und Dauermedikation: Wirkstoff (NICHT Handelsname) und event. Dosierung.

ID 5413
21.08.2013, 11:45
Ganz wichtig sind Allergien . Mich hat ein Landarzt mal fast ins Koma gebracht mit Tetracillin. Wie sich herausstellte habe ich das nicht vertragen. :verärgert: Erschwerend dazu kam, das das ganze in Canada passierte. Im militärischen hat sich die Abkürzung NKDA für No Known Drug Allergies eingebürgert, im anderen Fall auch hier halt die Wirkstoffgruppe.
(Wer lesen kann ist klar im Vorteil, stand ja schon im Anfangspost, dann halt nur die Abkürzung als neu eingebracht)
Gruß
Davice

Wolfshund
21.08.2013, 14:08
Bei allem Enthusiasmus solltest du daran denken, dass in deinem Geldbeutel oder in deinem Handschuhfach niemand nach solchen Informationen suchen wird.
Am besten wäre es die Karte mit einem Schlüsselbändchen unter der Oberbekleidung zu tragen, auf jeden Fall muss die Karte automatisch den Helfern in die Hände fallen sonst nützt sie, wenn überhaupt, erst im Krankenhaus etwas.
Im Auto könntest du sie bei der Sonnenblende verstauen, das ist der üblichste Platz für die PKW-Rettungskarten, ansonsten kann man die Karte im Auto ja auch einfach irgendwohin kleben, dies ist dann aber leider ziemlich auffällig für Mitfahrer, bei Verkehrskontrollen etc.
Die wichtigsten Daten die rein gehören wurden ja bereits erwähnt:
-Allergien (Medikamente? Latex?)
-Medikamente (auch vermeintlich Harmlose z.B. ASS, Paracetamol, Ibuprofen, Nahrungsergänzungsmittel)
-Vorerkrankungen (größere Operationen in der Vergangenheit? Schwere Erkrankungen die "geheilt" wurden wie z.B. Schlaganfall und Herzinfarkt aber auch leichte chronische Krankheiten und ansteckende Krankheiten.)

melusine
21.08.2013, 14:19
Mal 'ne Verständnisfrage: Sind die wichtigen med. Daten nicht alle auf der Krankenkassenkarte?

Und selbst wenn nicht, bezweifle ich stark, dass ein Sanitäter/Arzt im Notfall sich auf Daten verlässt, die ein ihm unbekannter Mensch privat zu Papier gebracht hat. Egal, wieviel Mühe er oder sie sich damit auch offensichtlich gegeben hat.

Bitte nicht falsch verstehen, ich finde das Konzept einer solchen Notfallkarte grundsätzlich erstmal ok. Ob es im Zweifel dann aber auch wirklich hilft...

lg
melusine

Survival-Asia
21.08.2013, 14:34
Hallo Bärti,


genau aus den von Dir genannten Gründen habe ich mir damals ein Rettungssystem erdacht und schließlich entwickelt:

Schau’ mal hier:


http://rescue-chip.jimdo.com (http://rescue-chip.jimdo.com/)


Gruß Jörg

ID 5413
21.08.2013, 14:47
Tja, die Krankenkassenkarten. Irgendwann sollen in Deutschland auch mal die medizinischen Daten gespeichert werden. Natürlich entbindet eine Notfallkarte den versorgenden RettAss und oder auch den Notarzt nicht von der Sorgfaltspflicht in seinem Händeln. Er kann aber erste Hinweise sammeln und gegebenenfalls gleich Ausweichmedikamente geben, bzw die entsprechenden Tests in die Wege leiten. Wenn sie denn also gefunden wird, kann sie eine sachgerechte Behandlung zumindest beschleunigen. Von Speichermedien wie USB Sticks bin ich noch nicht so überzeugt, da natürlich hier auch immer die Möglichkeit des Einlesens in welch System auch immer gegeben sein muß.

Gruß
Davice

urbanrolli
21.08.2013, 14:54
notfallkarte + chip, ist die ideale kombination.

grund, am unfalloft, oder auch wenn man irgentwo wach wird, finde ich die karte sehr wichtig....
ich konnte damals kein wort sprechen, vor luftnot....und ich brauche wichtige mendikamente,
seitdem immer ne liste mit medikamenten und diagnosen dabei.....

und den stick (karte) kann ich ja dann zusätzlich abgeben, wenn ich wieder ansprechbar, oder die jungs und mädles
nicht von selber drauf gekommen wären.

es gibt auch noch die version mit der sos kapsel, da kommt alles in papierform rein, halt klein, verschlossen , wasserfest
und mit anstecker für die jacke oder so.....ein hinweis, das ich die kapsel mit mir trage.....die gibbet in der apotheke,
für ci 10€ zu erhaltenn, steht dick sos drauf.....

lg urban-rolli

Bärti
21.08.2013, 15:03
Hallo,

@Wolfshund: Geplant ist die Karte im Portemonaie an oberster Stelle im Sichtkartenfach abzulegen und auch wie von dir erwähnt hinter der Sonnenblende im Auto. Ein Freund von mir ist bei der Freiwilligen Feuerwehr, der hat mir bestätigt, dass sie im Auto nahezu immer hinter die Sonnenblende schauen. Ein weiterer Kumpel (Arzt der am Wochenende auch Einsätze im Krankenwagen mitfährt hat mir mitgeteilt, dass die sowieso immer in die Brieftasche schauen. Gerade um auszuloten ob du ein potentieller Ersatzteilspender bei schlimmeren Verletzungen bist und um rauszufinden, ob die deine Krankenversicherungskarte dabei hast.

@melusine: Auf der Karte werden keine Krankheiten/behandlungsdaten eingetragen. Nur Name, Anschrift und Versicherung. Auf der Karte werden auch in Zukunft gar keine Daten gespeichert. Auf der Karte, befindet sich ein Zugangsschlüssel der den Inhaber berechtigt, Daten auf einen zentralen Internetserver entweder hochzuladen oder einzusehen. Das ist doch der Irrsinn! Es wird eine Serverlandschaft mit Gesundheitsdaten entstehen, auf die jeder Arzt zu dem man geht Zugriff hat. Dieser Zugriff bedarf aber der Zustimmung des Patienten. Allerdings ist noch unklar wie der Zugriff auf nur bestimmte Daten verwaltet werden soll, im Moment kann man den Zugriff ganz erteilen oder nicht. Alle Praxen mussten sich deshalb neue Kartenlesegeräte anschaffen. Diese Geräte müssen GEMATIK zertifiziert sein und haben RJ45 (LAN) Anschlüsse. Die Karte wird in 3 Stufen eingeführt. 1 Stufe haben wir fast hinter uns. 2. Stufe beginnt diesmal in Bayern und breitet sich bis Ende 2013 in ganz Deutschland aus. 3 Stufe ist noch unklar.... Ab der 2.Stufe, hängen die Kartenleser im Netz. Soweit mein Wissensstand.

@Survival-Asia: Gute Idee, ich trage nur leider keine Armbanduhr. Gut wenn du auch die Patentenverfügung gleich dabei hast und nicht nur einen Verweis darauf. Das wäre als Schlüsselanhänger mit rotem Kreuz drauf gedruckt prima.

Grund für mich das Ganze zu machen war meine Frau. Die hat Penizillin verschrieben bekommen und wachte Nachts mit einem komischen Gefühl im Gesicht auf als sie das Zeug ca. 3 Stunden vorher genommen hat. Als ich dann das Licht angemacht habe dachte ich ich hätte neben einer Mischung aus Jabba-The-Hutt und Helmut Kohl geschlafen so verquollen war sie. Nach Notarzteinsatz und Kortisonspritzen + Tropf hat sie dann binnen 4-5 Stunden wieder ihre ursprüngliche Form zurückerhalten. War kurz vor Klinge, absolute Unverträglichkeit von Penizillin. Andere Antibiotika haben bisher bei ihr zum Glück noch keine derartigen Mutationen erzeugt.

Wolfshund
21.08.2013, 17:29
@Wolfshund: Ein weiterer Kumpel (Arzt der am Wochenende auch Einsätze im Krankenwagen mitfährt hat mir mitgeteilt, dass die sowieso immer in die Brieftasche schauen. Gerade um auszuloten ob du ein potentieller Ersatzteilspender bei schlimmeren Verletzungen bist und um rauszufinden, ob die deine Krankenversicherungskarte dabei hast. Also ein Organspendeausweis interessiert den Rettungsdienst nur in Ausnahmen ( z.B erfolglose Rea nach SHT) etwas. Das die Krankenversichertenkarte bei einem Bewusstlosen gesucht wird, ist meiner Erfahrung nach auch eher die Ausnahme, es sei denn die Polizei kramt in seinen Sachen herum.
Bei einem akut gefährdeten Patienten fehlen für Dinge wie KV-Karte suchen einfach die Kapazitäten.

ric
21.08.2013, 17:59
Hallo!

ich bin auch grad am basteln einer Notfallkarte.

ich schreib alle Daten auf dt. & engl. drauf.

NOTFALLPASS - EMERGENCY PASSPORT

Religion / confession

Chronische Krankheiten
chronic illnesses NEIN / NO

Regelmäßige Medikamente
Regular medication NEIN / NO

Euro-Notruf / Euro Emergency 112
Feuerwehr / fire dep. (Austria) 122
Polizei / police (Austria) 133
Rettung / ambulance (Austria) 144

Wo ist der Notfall?
Was ist geschehen?
Wie viele Verletzte?
Wer ruft an?

Where is the emergency?
What happened?
How many casualties?
Who is calling?

Bergrettung 140
Gasgebrechen 128
Vergiftungsinfo 01/406 43 43

Opa
21.08.2013, 18:31
Hi, wie wärs mit einem QR-code mit einem Link auf alles, was dir wichtig ist? Da kannst du z.B. eine passwortgeschützte Datei öffentlich ablegen, deren Passwort sich auf der Karte befindet. Nick

occam
21.08.2013, 18:36
Hi, Ric!

Generell gute Idee!
Nur schreib bitte gleich zur Einleitung dazu, daß es sich um österreichische Nummern handelt.
Wir wollen ja unsere werten deutschsprachigen Nachbarn nicht verwirren...
:lächeln:

Und..."Passport" ist der "Reisepass"...
vl. wäre es gut international gebräuchliche Abkürzungen und Formulierungen zu verwenden...
zb.: ICE (in case of emergency) oder IN (im Notfall)
dann auch gleich zb. eine Kontaktnummer für eine Person anführen, die eben auch im
Notfall zu verständigen ist.

Dann eventuell noch ob Penicillin verabreicht werden kann und Allergien bekannt sind.

Ciao,
Occam

TheHamster
21.08.2013, 18:39
Also ich kann dir aus der Praxis sagen, dass ich in der Rettung nich lange nach so ner Karte suche. Interessant wird das frühestens im KH und selbst da fällt sowas oft durchs Raster, da hier aufgrund der mangelnden Verbreitung nicht danach gesucht wird. Eher wird man als Patient Nummer 123456 geführt als das nach so ner speziellen Karte gesucht wird. Viel Interessanter wäre es sowas zu haben um es selber noch dem Arzt o.ä. geben zu können weil man sich im Notfall nich an seine Medis erinnert oder so. AUch kann man sich selber kleine Tips auf der Kartevermerken wie wichtige NUmmern und Co.

Bissl OT: Kannst du mir mal ne PN schreiben mit der Firma wo man sowas machen lassen kann? Ich bräuchte da auch 5 Karten mit meinen Infos :D

ric
21.08.2013, 19:59
hallo opa!

>>>QR-code
Ist sicher keine schlechte Idee alles modern und einfach abzulegen aber im Notfall wär mir das zu technisch und neumodisch.
Einen Zettel kann man leicht auf Stand halten und den kann jeder lesen, gerade im Notfall will ich nicht davon abhängig sein, dass der Retter ein QR-fähiges Handy hat.


servas occam!

;-) daher hab ich grad in meinem Notfallpass die +43 ergänzt *g*

ich hab im Internet einige Bespiele von 2sprachigen Notfallkarten gefunden, auf denen "emergency passport" stand, daher hab ich das so übernommen.
Weisst Du wie der internationale Ausdruck dafür heisst?

lg ric

Opa
21.08.2013, 20:23
@ric: im akuten Notfall kümmert sich sowieso keiner drum, im Krankenhaus hat vermutlich auch keiner Zeit, und wenn man dann Zeit hat kann man auch einen QR-Code scannen oder eine URL eintippen. Anderer Fall: gar nicht ein Notfallhelfer, sondern ein Otto-Normal-Smartphonenutzer findet mich. Dann ist ein QR-Code mit Link zu Erstehilfeseiten oder Medizinischen Diagnoseseiten vielleicht ganz hilfreich. Nick

Waldschrat
21.08.2013, 21:22
Also ich kann dir aus der Praxis sagen, dass ich in der Rettung nich lange nach so ner Karte suche. Interessant wird das frühestens im KH und selbst da fällt sowas oft durchs Raster, da hier aufgrund der mangelnden Verbreitung nicht danach gesucht wird....


Hallo TheHamster,

da bin ich jetzt ehrlich gesagt ein wenig erstaunt. Am Unfallort hätte ich jetzt mal erwartet, dass zumindest die Polizei sich zwecks Verständigung der Angehörigen für die Personalien interessiert. (Polizist an der Haustür: "Sind Sie die Witwe Meier?" "Meier heisse ich schon, aber Witwe bin ich nicht." Darauf der Polizist: "Wetten, dass ...":devil:)

Spätestens im KH hätte ich ebenso erwartet, dass das medizinische Personal nach einer Brieftasche sucht. Zunächst aus den gleichen Gründen, Feststellen der Identität und Verständigung der Angehörigen. Eventuell aus ganz kommerziellen Gründen, um zu klären, ob und wo der Verunfallte versichert ist. Wenn der Patient mit dem Kopf unter dem Arm aber ansonsten funktionierenden restlichen Organen eingeliefert wird, dann unterstelle ich mal, dass jemand nachschaut, ob ein Organspenderausweis vorhanden ist.

Täusche ich mich da? Ich habe mich bisher zumindest auf Notfallkarte und Organspenderausweis in der Brieftasche verlassen, samt Verweis auf eine Kopie meiner Patientenverfügung auf Mini-USB-Stick in der selben Dokumentenhülle.

Matthias

occam
21.08.2013, 21:54
;-) daher hab ich grad in meinem Notfallpass die +43 ergänzt *g*

ich hab im Internet einige Bespiele von 2sprachigen Notfallkarten gefunden, auf denen "emergency passport" stand, daher hab ich das so übernommen.
Weisst Du wie der internationale Ausdruck dafür heisst?

lg ric

Servus, ric!

Die +43 ist auf jeden Fall eine gute Ergänzung.
:-)

Ich würde "emergency card" schreiben.
:lächeln:

Edit: hab gerade die Seite hier gefunden.
Da kann man sich das hübsch ausdrucken.
http://gmt-biker.de/emergency-card/
Keine schlechte Idee...

Ciao,
Occam

Blackcat
22.08.2013, 00:06
Hallo Bärti !

Ich habe mir auch vor einigen Monaten eine Notfallkarte gemacht. Ich habe sie allerdings farbig ausgedruckt und dann in Scheckkartengröße einlaminiert. Im großen und Ganzen habe ich die von Dir beschriebenen Daten eingetragen. Wichtig fand ich was hier auch schon mehrfach genannt wurde:

- Wirkstoff von Medikamenten und nicht den Namen
- Deutsch/Englisch mit Internationaler Vorwahl

Vielleicht kann ich noch ergänzen was ich anders/zusätzlich gemacht habe:

- Vorderseite Persönliche Daten und ICE Kontakt
- Auf der Rückseite habe ich für mich wichtige Telefonnummer gedruckt, die ich nicht im Kopf habe (Handynummern von der Familie, Kindergarten, Giftnotruf, Ärztl. Bereitschaftsdienst, Kinderarzt, Kartensperrdienst etc....), für den Fall das ich mein Handy nicht am Mann habe bzw. Akku alle, oder mein Organizer noch im Büro liegt......
- Ich habe mir gleich mehre Exemplare gemacht, eine habe ich in der Brieftasche, eine in mein Survivalkit, eine im Auto, eine in meiner Aktentache etc.....

So, das wars von meiner Seite !

Viele Grüsse und viel Erfolg !

Blackcat

TheHamster
22.08.2013, 00:35
da bin ich jetzt ehrlich gesagt ein wenig erstaunt.
...
Spätestens im KH hätte ich ebenso erwartet, dass das medizinische Personal nach einer Brieftasche sucht. Zunächst aus den gleichen Gründen, Feststellen der Identität und Verständigung der Angehörigen. Eventuell aus ganz kommerziellen Gründen, um zu klären, ob und wo der Verunfallte versichert ist. Wenn der Patient mit dem Kopf unter dem Arm aber ansonsten funktionierenden restlichen Organen eingeliefert wird, dann unterstelle ich mal, dass jemand nachschaut, ob ein Organspenderausweis vorhanden ist.


Nein du täuschst dich da vom Prinzip nicht. Natürlich wird früher oder später geklärt wer der Patient ist und dann auch sicherlich alles durchsucht. Ich bezog mich mit meiner Aussage vor allem auf den Zeitraum von Unfallereignis bis hin zur postoperativen Aufnahme auf der (Intensiv-)Station.Also genau der Zeitraum in dem so Fragen wie Allergien z.B. wichtig wären. Leider muss ich aber sagen das wir (Rettungskräfte und Kliniksmediziner) in einem Fall wo der Patient so schwer verletzt ist, dass er mir meine Fragen nicht mehr selber beantworten kann auch einfach keine Zeit haben uns um Identität oder die verschwindent geringe Chance das er eine solche Karte dabei hat zu suchen. Finden kann man eine solche Karte o.ä. bei etwa 1% der Bevölkerung in der Praxis. Und die Polizei.... Naja es wäre nich der erste Unfall wo die Polizei erst kommt wenn der RTW schon lang in der Notaufnahme steht.




Täusche ich mich da? Ich habe mich bisher zumindest auf Notfallkarte und Organspenderausweis in der Brieftasche verlassen, samt Verweis auf eine Kopie meiner Patientenverfügung auf Mini-USB-Stick in der selben Dokumentenhülle.

Verlassen kann man sich höchstens auf ein Tattoo auf der Brust wo alles drauf steht, und selbst dass würde evtl. übersehen und/oder ignoriert :grosses Lachen: *Achtung Ironie*
Und die ganze Sache auf den USB-Sticks.... Bei uns gilt ganz klar von der IT ein Verbot fremde und unbekannte USB Sticks auszulesen auf den Kliniksrechnern!!! Ich kann mir denken das es wo anders nicht viel anders ausschaut.

Waldschrat
22.08.2013, 00:59
Verlassen kann man sich höchstens auf ein Tattoo auf der Brust wo alles drauf steht, und selbst dass würde evtl. übersehen und/oder ignoriert :grosses Lachen: *Achtung Ironie*

Ich stehe eher auf ästhetisch anspruchsvollere Tattoos. Die Aufschrift "Don't ruin my tattoo with an AED" wäre doch so ziemlich witzlos:Ironie:

Lästernd

Matthias

ID 3635
22.08.2013, 22:29
Bei uns (Österreich) ist es für den Rettungsdienst auch nicht üblich, das Patienteneigentum zu durchsuchen. Eine primäre Notfallversorgung wird definitiv nach Symptomen und nicht nach irgendwelchen Plastikkarten durchgeführt. Deswegen suchen wir auch nicht danach.

Zur Feststellung der Personalien halten wir uns an "echte" Ausweisdokumente. Was der Patient sonst noch mit sich führt, interessiert mich eher selten.

In den meisten Fällen kann man sowieso noch miteinander reden. Bei schwerwiegenden Fällen hat das medizinische Personal dann ganz andere Sorgen.

Zusatzinfo: selbst wenn ihr euch die Blutgruppe auf die Stirn tätowieren würdet - es wird sogar bei jeder einzelnen Blutkonserve ein sog. Bedside Test durchgeführt, ob diese kompatibel ist oder nicht. Das hat aber eh erst in der Klinik Relevanz, da Bluttransfusionen präklinisch in Europa afaik Seltenheitswert haben (zumindest in Österreich gibt es nur einen NAH, der seit Jahren Konserven für eine Studie mitführt).

Eine Notfallkarte würde ich eher für mich selber anfertigen. Wichtige Telefonnummern draufpacken falls mein Handy von einem auf den anderen Moment den Geist aufgibt (es ist erschreckend wie sehr man geistig abbaut seit das Handy sich die Nummern merkt). Die Idee mit den QR code für eine weiterführende Seite ist sehr genial. Damit muss ich mich spielen. Dabke hierfür!

Unabhäniger
12.02.2015, 13:01
Hallo zusammen

Ich hole dieses Thema wieder hervor.

Laut Ausagen diverser Hersthelfer, hier im Forum, wird am ehsten noch im Portmonai gesucht.

1. Weil Sie wissen wollen wer du bist
2. fast Wichtiger, ob und wie du Versichert bist.

Auss diesem Grund habe ich in meinem Portmonai diese Hinweiskarte:

Hinweiskarte_elektr2_d.pdf (http://www.survivalforum.ch/forum/attachment.php?attachmentid=23893&d=1423654166) das ganze natürlich lamminiert.

Was nützt es wenn ich mit meiner Partnerin zusammen einen Unfall habe und beide nicht ansprechbar sind?

Passiert meiner Tante und Onkel, zu viert in Italien unterwegs. Den Autounfall haben 2 nicht überlebt, den Onkel hats Mittelschwer und meine Tante hatte Glück dass Sie es überlebte.
Angehörige oder Freunde waren Weit und Breit nicht vorhanden.

Da wäre ein USB-Stick in mehrern Sprachen sicher von Vorteil gewesen.

Zuhause natürlich die ausführliche Patientenverfügung23939

wo es hier http://www.fmh.ch/services/patientenverfuegung.html in diversen Ausführungen gibt.

Kann als Pdf gespeichert und auf einem USB-Stick plaziert werden.

Gibt auch andere Anbieter, einfach mal suchen.

noxis
12.02.2015, 14:11
So eine Notfallkarte finde ich eine gute Sache. Werde ich mir vermutlich auch mal eine anfertigen.
Was ich mich hier aber die ganze Zeit frage ist, warum beschränkt ihr euch auf 2 Seiten? Bei diesen Plastik-Karten geht es nicht anders. Aber wenn man seine selber gemachten Ausdrucke auf Papier druckt, dann könnte man diese doch auch in der Form eines Fahrkarten-Abos drucken. Eingepackt in einer Plastikhülle. Damit könnte man seine Infos schon mal auf 4 Seiten verteilen.

http://www.sprintis.de/Huellen-Taschen-aus-Folie/Umschlaghuellen/Umschlaghuellen-fuer-DIN-Formate/Umschlaghuellen-115-x-160-mm-fuer-DIN-A7-100-Stueck.html


Aufbewaren würde ich diese sicher mal eins im Portemonnaie, irgendwo wo man schnell hinschaut. Bei einem dieser Klarsichtfenster.
So wie ich das hier lese, ist ein weiterer guter Ort anscheinend under der Sonnenblende beim Auto.
Wichtige Infos, wie eine Kopie von meinem Pass, habe ich auch im Rucksack. Dort ist so eine Notfallkarte sicher auch gut aufgehoben.

Ein Armband wo man seine Infos in digitaler Form, oder zusammgerollt auf Papier bringt, finde ich grundsätzlich auch keine schlechte Idee. (Wobei ich da auch die Papierform bevorzuge, weil Krankenhäuser sich wohl weigern, einen USB-Stick, oder eine SD-Karte in ihre Rechner zu schieben, weil der Virenverseucht sein könnte.)
Aber hat man dieses hässliche Ding auch im Ausgang an? Vielleicht sogar bei einem Date mit einer netten Dame? An manchen Orten wie in der Industrie, wird man ja sogar aufgefordert, jeden Schmuck abzulegen, also auch Uhren und solch ein Armband, da sich dieses sonst in der Maschine verfangen könnte.
Das gleiche gilt für eine Karte um den Hals.

Zudem würde ich die Notfallkarte möglichst auffällig gestalten. Ein dickes rotes Kreuz hinzeichnen. Auf leuchtgelbem Hintergrund. Und dort ein dickes "Notfallkarte / Allergikerkarte" oder sowas hinschreiben.

Was ich inhaltlich auf diese Karte schreiben würde, müsste ich mir noch überlegen. Da hat es hier ja auch schon einige gute Tipps.

Ein QR-Code (und dazu der menschlich lesbare Link) finde ich auch eine gute Sache. Das sollte aber eher für weitergehende Infos gedacht sein. (Wann war die letzte Zecken-Impfung usw.)
Alles wirklich wichtige, wie Allergie-Info usw. gehört direkt auf die Karte.

Alle Infos würde ich auch in deutsch und englisch hinschreiben. (Natürlich angepasst an den Ort wo man lebt. Wenn man nahe zu Frankreich ist, wäre sicher auch französisch noch eine gute Idee.)


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