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HaggridoX
17.12.2013, 19:03
Hallo Leute

Ich habe grade im (zugegebener Maßen verdummungs) TV gehört und gesehen, dass die Pest wieder auf dem Vormarsch ist. (in Madagaskar)
Ich dachte mir, dass es mittlerweile genug und gut ausgebildete Ärzte gibt, doch dann habe ich erfahren, dass
es bereits Pesterreger gibt, die immun gegen Antibiotika sind. Was macht man nun, wenn die Pest auch nach Europa kommt?

Oder mache ich mir unbegründete Sorgen?

Lg.

Waldschrat
17.12.2013, 19:29
Hallo Leute

Ich habe grade im (zugegebener Maßen verdummungs) TV gehört und gesehen, dass die Pest wieder auf dem Vormarsch ist. (in Madagaskar)
Ich dachte mir, dass es mittlerweile genug und gut ausgebildete Ärzte gibt, doch dann habe ich erfahren, dass
es bereits Pesterreger gibt, die immun gegen Antibiotika sind. Was macht man nun, wenn die Pest auch nach Europa kommt?
.

Hallo HaggridoX

Reservoirwirte für die Pest sind nach wie vor wilde Nagetierpopulationen und deren Parasiten (Flöhe). Während in Europa keine befallenen Tierpopulationen bekannt sind, kommen Endemiegebiete von Nagetierpest - die auf den Menschen übergehen kann, z.B. in USA, Südamerika, Rußland, Südostasien und China vor. Während meiner Zeit in Indien berichteten die Zeitungen von einem lokalen Pestausbruch, der allerdings durch eine zügige Antibiotikabehandlung ohne Todesopfer unter Kontrolle gebracht wurde.

Wir Menschen sind allerdings blöd genug, uns unsere schärfste Waffe gegen bakterielle Infektionen, die Antibiotika, selbst aus der Hand zu schlagen, weil wir die z.B. massiv in der industriellen Tierzucht als Masthilfsmittel und selbst im Obstbau (als Mittel gegen Feuerbrand) einsetzen. Und wer heute auch nur den kleinsten Schnupfen hat, der verlangt doch von seinem Arzt ein Antibiotikum, obwohl das gegen Viruserkrankungen nicht hilft. Und was macht der Doc? Ein zufriedener Patient kommt wieder, er zückt als Dealer in weiss den Rezeptblock und verschreibt gegen besseres Wissen.

Für Europa kann ich aber mal Entwarnung geben.


Viele Grüsse

Matthias

drudenfuss
17.12.2013, 21:11
Hallo HaggridoX

Für Europa kann ich aber mal Entwarnung geben.

Viele Grüsse

Matthias

Na das ist ja beruhigend wenn du für Europa Entwarnung geben kannst. :rolleys:

kath
18.12.2013, 16:16
Naja, auch wenn Waldschrat zurzeit Entwarnung gibt... was wäre denn, wenn beispielsweise durch die fortschreitende Eurokrise Zustände wie in Griechenland in ganz Europa herrschen?
Also bezogen auf das Gesundheitssystem: kein Geld für öffentliche Krankenhäuser, Medikamente nur gegen direkte Bezahlung weil Krankenkassen akut pleite...etc.

Dann wäre es für einen evtl. eingeschleppten Pesterreger doch leichter sich auszubreiten wegen der schlechten Versorgung der Bevölkerung nicht nur mit Medikamenten...

Für einen solchen Fall würde ich vorschlagen: Fernhalten von sämtlichen Opfern, Hygiene bestmöglich aufrecht erhalten und so gut wie möglich für ein starkes Immunsystem sorgen...

Ein bisschen Vorbereitung wäre natürlich nicht schlecht...z.B. die ein oder andere nützliche Sache wie viel Seife, Desinfektionsmittel, Mundschutz...

Lg kath

Bärti
18.12.2013, 16:44
@kath: Die Situation hast du doch schon. Nimm Griechenland als beispiel. Seit 1987 offiziell tollwutfrei fehlt nun die Kohle um entsprechende Impfköder auszulegen. Folge sind im Verhältnis stark ansteigende Fallzahlen.

http://tropeninstitut.de/news.php?mid=7589

Da wird die Krise im ganzen Club-Med noch einige Überraschungen bringen. Ist nicht lustig dann in solchen Gegenden (ganze balkan) gebissen zu werden, gerade wenn auch die Gesundheitsinfrastruktur durch die Krise leidet.

Aber manche sind schon so verzweifelt, dass sie sich Krankheiten freiwillig holen:

http://www.focus.de/politik/ausland/wegen-hoeherer-sozialhilfe-griechen-infizieren-sich-absichtlich-mit-hiv_aid_688144.html

Man muß halt wachsam sein, wobei ich die Pest nicht als Bedrohung bei uns werten würde, aber es gibt zumindest in anderen Regionen außerhalb der BRD genügend Krankheitsrisikofaktoren über die man sich informieren sollte und die mit einem weitergehenden wirtschaftlichen Verfall zunehmen werden.

DerGerald
18.12.2013, 19:29
Hallo,
Auch wenn das jetzt etwas rosabrillig klingt, aber glaubt ihr wirklich irgendeine westliche Regierung würde es zulassen, das die Pest sich ausbreitet?
Und wenn sie noch so am Sand ist, würde, jetzt da die Pest doch recht gut heilbar ist, dies niemals zulassen.

Gruß
Gerald

urbanrolli
18.12.2013, 19:46
nun, den herrschenden ist schon drann gelegen, unangenehmer esser loszuwerden....
die finanzkrise ist nicht von ungefähr, sie wird noch forsiert.....

nun da die kommunen nichtmehr ausreichend kohle haben....angeblich um die kammerjäger zu bezahlen,
hat sich die rattenplage schon in mehreren grosstätten zu sehn....auf einen bewohner 7 ratten....

da kommt freude auf.....

und die den militärischem labor ein paar virchen rausdklettern..ups wie konnte das denn nur pasieren ?????

also ich würde für keine epedemie
oder pandemie meine hand für ins feuer legen, das sie nicht her rüber kommt.


sooooo abwegig ist die idee nicht.....ein paar poisitive tierchen im frachtrraum eines schiffes, oder sonstwo....
nun so kam sie auch im mittelalter hier rüber die pestilenz....

lg urban-rolli

Waldschrat
18.12.2013, 20:19
Naja, auch wenn Waldschrat zurzeit Entwarnung gibt... was wäre denn, wenn beispielsweise durch die fortschreitende Eurokrise Zustände wie in Griechenland in ganz Europa herrschen?
Also bezogen auf das Gesundheitssystem: kein Geld für öffentliche Krankenhäuser, Medikamente nur gegen direkte Bezahlung weil Krankenkassen akut pleite...etc.

Dann wäre es für einen evtl. eingeschleppten Pesterreger doch leichter sich auszubreiten wegen der schlechten Versorgung der Bevölkerung nicht nur mit Medikamenten...


Nun, ich bin kein Mediziner und äussere hier folglich nur meine Laienmeinung. Was würde ich nach einem Zusammenbrechen der Zivilisation wie wir sie kennen und chaotischen hygienischen Verhältnissen erwarten?

Pest wäre meine geringste Angst. Das wären eher Gastroenteritis, Typhus, Hepatitis A, Cholera, etwa in dieser Reihenfolge.

Gegen die letzten drei gibt es wirksame Impfungen, Gastroenteritis, wohl die Krankheit Nummer 1, dumm gelaufen, dürfte fast jeder kriegen. Da wäre das Mittel der Wahl für den laienmedizinischen Prepper, dem keine Infusionslösungen zur Verfügung stehen, wohl Elotrans, Oralpädon oder eine selbstgemischte Elektrolytlösung oral. Eventuell Kohletabletten. Von Loperamid - Immodium und ähnliche Präparate - würde ich persönlich (wie gesagt, Laienmeinung) absehen, da der Körper einen guten Grund hat, das Bakteriengelump und seine toxischen Metaboliten los werden zu wollen. Ein Bremsen der Darmperistaltik ist da eher kontraproduktiv.

Pest liesse sich nach meinem Verständnis auch durch konsequente Bekämpfung der Nagetierpopulation kontrollieren. Sei dies durch Rodentizide oder auf biologischem Wege, z.B. durch Katzen - mit denen man dann allerdings keinen all zu engen Umgang pflegen sollte.

Mitlesende Ärzte und Sanis bitte ich um Korrektur, sollte ich falsch liegen!

Viele Grüsse

Matthias

Basmyr
18.12.2013, 21:42
Pest wäre meine geringste Angst. Das wären eher Gastroenteritis, Typhus, Hepatitis A, Cholera, etwa in dieser Reihenfolge.

Mitlesende Ärzte und Sanis bitte ich um Korrektur, sollte ich falsch liegen!


Grundsätzlich kann man sagen, dass alle Krankheiten, die wir jetzt mehr oder minder gut im Griff haben, in einer Krise zu wahren Killern werden können.
Gastroenteritis ist ein Begriff, in dem man fast alle Durchfallerkrankungen zusammenfassen kann. Cholera und Typhus kann man dazu zählen, aber viel bekannter und verbreiteter: hochansteckende Noroviren. Nach 4 bis 12 Stunden kotzt und kackst du dir die Seele aus dem Leib. Für eine Infektion reichen 10(!) einzelne Viren, da braucht dich einer nur anhusten. Wenn es dir eh schon schlecht geht, kann das deine Eintrittskarte zur ewigen Ruhe sein.
Oder Grippe, da brauchts keine Schweine- oder Hühnergrippe.

Wer ohne ausreichende Versorgung krank wird (egal was), hat ein außerordentliches Riskio noch andere Erkrankungen einzufangen. Das Konglomerat kann dann tödlich sein.

Aber wenn eine Grundversorgung so weit auseinander bricht, dass einem nicht mehr adäquat geholfen werden kann, sollte man sich eine Stadt nur von weitem ansehen und sich in ungestörtere Gefilde zurückziehen. Wenn man mit seiner, hoffentlich gesunden, Truppe möglichst autark bewegt, sinken die Risiken imens.

Bleibt Tollwut, Tetanus und andere Späße - nunja, kann man nicht viel gegen tun.

Also bleibt im Endeffekt nur, Waldschrat recht zu geben. Bevor die Pest dich holt, hat dich bereits eine ganz normale andere Krankheit gekillt, die du unter anderen Umständen wahrscheinlich fast ohne Probleme überlebt hättest.

lg
Basmyr

Waldschrat
18.12.2013, 22:29
Bleibt Tollwut, Tetanus und andere Späße - nunja, kann man nicht viel gegen tun.


Nun, ich bin gegen beides geimpft.


Ich halte es für sinnvoll, wenn Prepper ihren Impfschutz gegen Polio, Hepatitis A und B, Diphterie, Thyphus und für die nach 1972 geborenen die MMR-Impfung ín Erwägung ziehen.

Tetanus ist eigentlich ein Muss, da clostridium tetani praktisch ubiquitär im Erdboden vorkommt und durch die kleinste Wunde eindringen kann.

Cholera, die Impfung ist (meine persönliche Erfahrung) eher schlecht verträglich und für 1-2 Tage mit erkältungsähnlichen Symptomen und leichtem Fieber verbunden, sollte man sich nur bei Bedarf gönnen.


Fernreisende sollten ggf. Gelbfieber in Erwägung ziehen.

Meint

Matthias

frieder59
18.12.2013, 23:50
Matthias erwähnte ja den Übertragungsweg der Pest über Nagetierflöhe. Bei einem Zusammenbruch der Müll- und Abwasserentsorgung dürften wahrscheinlich auch Probleme mit einem vermehrten Auftreten von Ratten und Mäusen zu rechnen sein. Hat jetzt zwar direkt nicht die Folge , daß die Pestflöhe sich sofort auf den Weg in die Metropolen machen, aber es steigt damit das Risiko der Infektion durch Nager.

Ursache für die bereits erwähnte Gastroenteritis kann zB eine durch Ratten verbreitete Salmonellose sein , daneben sind die Viecher Überträger für Fleckfieber und die Hantaviren,
alles sicherlich nicht lustig, wenn das öffentliche Gesundheitswesen am erliegen ist.

Es braucht also nicht unbedingt die Pest sein.


frieder

jonn68
19.12.2013, 02:58
Nun, ich bin gegen beides geimpft.


Ich halte es für sinnvoll, wenn Prepper ihren Impfschutz gegen Polio, Hepatitis A und B, Diphterie, Thyphus und für die nach 1972 geborenen die MMR-Impfung ín Erwägung ziehen.

Tetanus ist eigentlich ein Muss, da clostridium tetani praktisch ubiquitär im Erdboden vorkommt und durch die kleinste Wunde eindringen kann.

Cholera, die Impfung ist (meine persönliche Erfahrung) eher schlecht verträglich und für 1-2 Tage mit erkältungsähnlichen Symptomen und leichtem Fieber verbunden, sollte man sich nur bei Bedarf gönnen.


Fernreisende sollten ggf. Gelbfieber in Erwägung ziehen.

Meint

Matthias

Bei der neuen Cholera Impfung(Dukoral) als Schluckimpfung habe ich selten von Nebenwirkungen gehört.

Zu erwähnen wäre die Menningokokkenimpfung wenn möglich die vierfach Impfung, die Erreger breiten sich immer mehr aus, ist ja für die Pilgerfahrt nach Mekka schon Pflicht.

Worber
19.12.2013, 07:41
Die Pest in den Köpfen mancher Menschen gibt mir viel mehr zu denken.

Damit meine ich die Machtgeilen, über Leichen gehenden, ellböglenden, den Hals nicht vollbekmmenden, krankhaft egoistischen Zeitgenossen.
Was die den Mitmenschen an Kraft und Leben (-squalität) rauben....bis zur Vernichtung. Davon träumt jeder Virus.

Auch solche Dinge schwächen die Menschen. Kommt dann noch ein Dünnpfiff daher und ein bisschen Fieber....Finken strecken und ab in die Kiste.
Das braucht dann nicht viel, wie wir sehen können geschieht das im Moment vorzugsweise in Flüchtlingslagern. Körper und Geist geschwächt und schon erwischt es dich auf dem falschen Fuss.
Je mehr Menschen es gibt um so eher wird das zutreffen. Egal um welche Krankheit es sich dann handelt.

Oder im Klartext. Die Natur hilft sich selber und regelt das selber. Ist wie in einem Jahr mit grosser Mäusepopulation. Nächstes Jahr ist wieder alles im Gleichgewicht. Es ist Zeit dass es auch mal den Menschen betrifft. (Eine Maus stirbt ebenso wenig gern wie der Mensch...)

Gruss, Worber

Smileyneu
19.12.2013, 18:43
Zur Meningokokken Impfung möchte ich anmerken das es mittlerweile einen Impfstoff gegen Serotyp B gibt....kostet aber rund 100 Euro/ Impfung und es werden 2 zur Grundimmunisierung benötigt. Beim 4fach Impfstoff aufpassen! Es gibt welche die im Körper die Bildung von Gedächtniszellen auslösen und andere machen das nicht. Für den besseren Impfstoff war ich gerne bereit 20 Euro mehr zu zahlen.

Es gibt auch zugelassene Impfstoffe gegen Anthrax und Pocken. Auf www.pei.de (offizielle Seite des Paul Ehrlich Instituts) kann man eine Übersicht über alle Impfstoffe mit deutscher bzw. EU-Zulassung einsehen.

ID 5359
19.12.2013, 18:54
Das mit den Ratten und anderen Nagern hat mich jetzt nachdenklich gemacht.
Werde mir auch umgehend Gift einlagern.

MfG, Mike

frieder59
19.12.2013, 19:16
@ Mike
... und schauen , daß die Viecher nix fressbares finden !

frieder

naui
19.12.2013, 19:23
Das mit den Ratten und anderen Nagern hat mich jetzt nachdenklich gemacht.
Werde mir auch umgehend Gift einlagern.


moin,
bei uns in der Gemeinde bekommst du kostenlos Rattengift, mußt halt angeben wo du wohnst und das du Ratten hast, muß man überlegen ob es einen das Wert vielleicht gibt es das auch bei dir, fragen kostet (NOCH) nichts.

gruß naui

urbanrolli
19.12.2013, 21:12
je mehr menschen freien zugang zu gesunden nahrungsmitteln fehlt, um so weniger können sie ihre abwehrkräfte stärken. da hustet ein floh und das wars dann

durch die vielen entzündlichen rheumaschübe, die ich hab wird bei mir die folsäure zu schnell abgebaut....

was das für auswirkung das hat ist ernorm...mit eisen dasselbe..voll die energie weg, wenn davon reichlich fehlt...sollte man nicht meinen ...
selbst kleine ursachen können einen schönen schaden anrichten....

lg urban-rolli

jp10686
19.12.2013, 21:26
Pest liesse sich nach meinem Verständnis auch durch konsequente Bekämpfung der Nagetierpopulation kontrollieren. Sei dies durch Rodentizide oder auf biologischem Wege
Das ist aussichtslos.
Was hilft, sind bauliche Massnahmen (Kanalisationen, Abfallhaufen, Kompostanlegen und dergleichen) richtig anzulegen und zu warten, und Sauberkeit und Hygiene im Wohnbereich.

urbanrolli
19.12.2013, 21:58
mit der population bekommen die schon jetzt mehr gebacken........
was die anzieht ist der müll der rumliegt,kanalistation, gewässer...
wenn der zum stau bei der müllabfuhr führt.....schon haben wir ungebetene gäste....

.lg urban rolli

ID 5359
20.12.2013, 01:02
Hallo, ...

Gift gegen Nager habe ich gerade besorgt, 4 Paketchen a 25 Gramm zu je ca. 50 Cent.
Das Zeug bekommt man bei uns im Supermarkt, werde mir nun beim einkaufen immer einige mitnehmen damit der Vorrat wächst und dabei nicht auffällt.

Und weil ich schon am Regal stand habe ich auch gleich noch Räucherspiralen gegen Moskitos gekauft.
Diese übertragen hier in Paraguay das Denguefieber, welches hier auch tödlich enden kann!

http://www.tropeninstitut.at/denguefieber.htm

Lebensmittel für Tag X haben wir alle in blauen Fässern gelagert, die für den normalen Verbrauch weitestgehend in Kunstoffgefäsen oder Eimern, klar alles verschlossen.

Schlimmer war es noch mit der Farm und dem Viehzeug, aber da glaube ich lassen sich Nager nie ganz vermeiden, zumindest nicht in der 3.ten Welt.

MfG, Mike

Fischer
20.12.2013, 01:52
Das mit den Ratten und anderen Nagern hat mich jetzt nachdenklich gemacht.
Werde mir auch umgehend Gift einlagern.

MfG, Mike
Mein Kammerjäger rät, verschiedene Köder anzubieten, um Restistenzen zu vermeiden. Auch gibt es einige Ratten die sehr misstrauisch sind.
Bei mir schauen sie keine Giftweizen mehr an, der lose ist, dafür fressen sie die Köderblöcke wie verrückt.

Commando
20.12.2013, 09:16
Hi All,

jetzt mal einen ganzen anderen Denkanstoss, klingt ja gut mit das mit dem Gift. Aber ich denke bedenkenlos ist es
vorallem nach Katastrophen, wo dannach diese Viecher in einer funktionierenden Gesellschaft die Stirn geboten werden muss.
Aber was wenn der Mensch zum Überleben auch solche Tiere anfängt zu verspeisen, oder deren Tiere die Jagd auf diese Nager machen ?
Abkochen oder braten hilft doch gegen Gift nicht ?
Gibt es da Spezialisten auf diesem Gebiet was Gift, Nager Krankheitserreger usw. betrifft ?

LG

witchcraft
20.12.2013, 11:41
Mitlesende Ärzte und Sanis bitte ich um Korrektur, sollte ich falsch liegen!

Viele Grüsse

Matthias

Zitat.. Ein Bremsen der Darmperistaltik ist da eher kontraproduktiv....naja

hier mal zur Hauptgefahr dieser Erkrankungen..der Austrocknung und Verlust von Salzen..

Durchfall (Diarrhoe) kann dem Körper pro Tag über drei Liter Flüssigkeit und Salze entziehen. Unbehandelt sind schwere Durchfälle deshalb lebensbedrohlich und ein Fall für das Krankenhaus.
Die Bedrohung geht dabei vom reinen Flüssigkeits- und Mineralverlust aus (Mineralstoffmangel (http://www.survivalforum.ch/gesundheit-heute-news/article/mineralstoffe/#02t55)). Die Verursacher des Durchfalls, verdorbene Lebensmittel oder Bakterien und Viren, sind dagegen in Mitteleuropa für den Kranken nur selten eine Gefahr, da die Giftstoffe und Bakterien nicht in nennenswerter Menge ins Blut übergehen. Auf Fernreisen ist dies unter Umständen anders (Übersicht (http://www.survivalforum.ch/gesundheit-heute-news/article/tropenkrankheiten/#05t04)). Zudem schafft es der Körper fast immer, die Durchfallverursacher durch den heftigen Durchfall, der ja anfangs oft auch mit Erbrechen einhergeht, wieder loszuwerden, bevor sie sich im Darm vermehren und über die Darmschleimhaut in größeren Mengen in den Körper eindringen können.
Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, alte Menschen und bereits Erkrankte. Ein Säugling kann bereits nach weniger als 24 Stunden durch Erbrechen und Durchfall in den lebensbedrohlichen Zustand der Austrocknung(Dehydratation, Dehydrierung) geraten.
Anzeichen und Beschwerden



Mehr als dreimal am Tag heftiger, wässriger, flüssiger Stuhlgang; vor allem anfangs in Kombination mit Erbrechen
Diffuse oder krampfartige Bauchschmerzen
Abgeschlagenheit und leichtes Fieber.

Bei voranschreitender Austrocknung:


Durstgefühl
Trockene Lippen und trockener Mund
Dunkler, konzentrierter Urin oder fehlende Urinausscheidung
Eingesunkene Augen
Benommenheit.


Wer das nicht stoppen kann, muss Flüssigkeit in erheblichem Umfang zu sich nehmen...

Dazu auch ein Tipp..was man idealerweise trinken sollte..

Nehmen Sie dazu 5 gestrichene Esslöffel Haushaltszucker plus 1,5 gestrichene Teelöffel Kochsalz plus 1 Glas (150 ml) Fruchtsaft. Der Fruchtsaft enthält Kalium (der beste Kaliumlieferant ist Orangensaft). Das Ganze mit stillem Mineralwasser oder abgekochtem Leitungswasser auf etwa 300 ml auffüllen. Die Mischung sollte nicht salziger als Tränen schmecken und nicht länger als einen Tag aufbewahrt werden.

Bei Lebensmittelvergiftungen hast Du absolut recht bei anderen Krankheiten kann die Entsalzung und Dehydrierung ein echter Killer sein.

karlrossmann
20.12.2013, 12:26
Liebe(r) Witchcraft-
zum ersten Teil Deines Kommentars muss ich doch einhaken. Es ist richtig, dass infektiöse Durchfallerkrankungen vor allem über den Wasser- und Salzverlust lebensgefährlich sind.
Medikamente, die die Peristaltik verringern - das sind Loperamid und, historisch, Opiumtinktur, aber auch moderne Opiate - werden aber zur Behandlung schwerer Durchfälle nicht empfohlen, und würden auch nicht funktionieren. Der hohe Flüssigkeitsverlust kommt nicht dadurch zustande, dass der Darminhalt etwa durch "beschleunigte Peristaltik" schnelleren Durchsatz erfährt, auch wenn sich das so anfühlt; sondern dadurch, dass die Toxine der Durchfallerreger den Rücktransport der etwa 20 Liter Verdauungssäfte, die der Körper im Laufe des Tage ganz normal in den Darm ablässt, und die unter normalen Umständen "zirkulieren", unterbrechen.
Eine Hemmung der Peristaltik verhindert diesen Flüssigkeitsverlust nicht, kann aber bei leichten Formen die Frequenz, mit die Produkte am hinteren Ende zum Vorschein kommen etwas reduzieren.
Diese Erkrankungen sind in weniger entwickelten Ländern sehr häufig, daher gibt es umfangreiche Erfahrungen zur optimalen Behandlung.
Wie Du am Ende richtig schreibst, ist der Ersatz der Flüssigkeits- und Salzverluste *durch Trinken* die wichtigste, und lebensrettende Behandlung.
Die Mixtur wird in der 3. Welt in grossen Mengen verteilt als "Elotrans" o.ä.
Wenn man sie selbst herstellt, muss man beachten, dass unbedingt Glukose, also Traubenzucker, enthalten sein muss. Der Glukosezusatz trickst sozusagen die durch die Toxine blockierte "Wasser/Salzpumpe" in der Darmwand aus. Daher der Saft, oder besser: hochindustrielles Fruchtsaftgetränk mit hohem Anteil von Glukosezusatz, alternativ: Cola, Limo (nicht "light"!) und eben Kochsalz, wie oben beschrieben. Kalium ist toll, wenn man´s hat, aber zur Not verzichtbar.
Kinder sollten zusätzlich Zink ersetzt bekommen, auch das rettet in der dritten Welt viele Menschenleben.
Antibiotika sind zunächst nicht nötig.
Wenn der Kranke schon bewusstlos und "im Schock" also dem Tode nahe ist, muss er/sie Infusionen bekommen - ansonsten ist intravenöse Flüssigkeitszufuhr nicht wirksamer als durch Trinken. Man müsste hier auch enorme Vorräte an Infusionen vorhalten. Praktikabel sind im oben beschriebenen Fall einige Liter, bis der Patient wieder aufklart und dann wieder trinken kann.
Zum Thyphus: Hier Vorsicht bei englischsprachiger Literatur: Englisch "typhus" ist Fleckfieber, durch Ricketsia hevorgerufen - englisch "typhoid" ist unser Salmonellentyphus), beides sind keine typischen Durchfallerkrankungen und müssen mit Antibiotika behandelt werden.
Wichtigste Massnahme bei allen erwähnten aber natürlich: Klassische Hygienemassnahmen, vor allem Trinkwasser- und Latrinentechnisch.

Gruss,
KarlRossmann, MD

witchcraft
20.12.2013, 13:30
Nun, ich bin kein Mediziner und äussere hier folglich nur meine Laienmeinung. Was würde ich nach einem Zusammenbrechen der Zivilisation wie wir sie kennen und chaotischen hygienischen Verhältnissen erwarten?

Pest wäre meine geringste Angst. Das wären eher Gastroenteritis, Typhus, Hepatitis A, Cholera, etwa in dieser Reihenfolge.

Gegen die letzten drei gibt es wirksame Impfungen, Gastroenteritis, wohl die Krankheit Nummer 1, dumm gelaufen, dürfte fast jeder kriegen. Da wäre das Mittel der Wahl für den laienmedizinischen Prepper, dem keine Infusionslösungen zur Verfügung stehen, wohl Elotrans, Oralpädon oder eine selbstgemischte Elektrolytlösung oral. Eventuell Kohletabletten. Von Loperamid - Immodium und ähnliche Präparate - würde ich persönlich (wie gesagt, Laienmeinung) absehen, da der Körper einen guten Grund hat, das Bakteriengelump und seine toxischen Metaboliten los werden zu wollen. Ein Bremsen der Darmperistaltik ist da eher kontraproduktiv.

Pest liesse sich nach meinem Verständnis auch durch konsequente Bekämpfung der Nagetierpopulation kontrollieren. Sei dies durch Rodentizide oder auf biologischem Wege, z.B. durch Katzen - mit denen man dann allerdings keinen all zu engen Umgang pflegen sollte.

Mitlesende Ärzte und Sanis bitte ich um Korrektur, sollte ich falsch liegen!

Viele Grüsse

Matthias


Liebe(r) Witchcraft-
zum ersten Teil Deines Kommentars muss ich doch einhaken. Es ist richtig, dass infektiöse Durchfallerkrankungen vor allem über den Wasser- und Salzverlust lebensgefährlich sind.
Medikamente, die die Peristaltik verringern - das sind Loperamid und, historisch, Opiumtinktur, aber auch moderne Opiate - werden aber zur Behandlung schwerer Durchfälle nicht empfohlen, und würden auch nicht funktionieren. Der hohe Flüssigkeitsverlust kommt nicht dadurch zustande, dass der Darminhalt etwa durch "beschleunigte Peristaltik" schnelleren Durchsatz erfährt, auch wenn sich das so anfühlt; sondern dadurch, dass die Toxine der Durchfallerreger den Rücktransport der etwa 20 Liter Verdauungssäfte, die der Körper im Laufe des Tage ganz normal in den Darm ablässt, und die unter normalen Umständen "zirkulieren", unterbrechen.
Eine Hemmung der Peristaltik verhindert diesen Flüssigkeitsverlust nicht, kann aber bei leichten Formen die Frequenz, mit die Produkte am hinteren Ende zum Vorschein kommen etwas reduzieren.
Diese Erkrankungen sind in weniger entwickelten Ländern sehr häufig, daher gibt es umfangreiche Erfahrungen zur optimalen Behandlung.
Wie Du am Ende richtig schreibst, ist der Ersatz der Flüssigkeits- und Salzverluste *durch Trinken* die wichtigste, und lebensrettende Behandlung.
Die Mixtur wird in der 3. Welt in grossen Mengen verteilt als "Elotrans" o.ä.
Wenn man sie selbst herstellt, muss man beachten, dass unbedingt Glukose, also Traubenzucker, enthalten sein muss. Der Glukosezusatz trickst sozusagen die durch die Toxine blockierte "Wasser/Salzpumpe" in der Darmwand aus. Daher der Saft, oder besser: hochindustrielles Fruchtsaftgetränk mit hohem Anteil von Glukosezusatz, alternativ: Cola, Limo (nicht "light"!) und eben Kochsalz, wie oben beschrieben. Kalium ist toll, wenn man´s hat, aber zur Not verzichtbar.
Kinder sollten zusätzlich Zink ersetzt bekommen, auch das rettet in der dritten Welt viele Menschenleben.
Antibiotika sind zunächst nicht nötig.
Wenn der Kranke schon bewusstlos und "im Schock" also dem Tode nahe ist, muss er/sie Infusionen bekommen - ansonsten ist intravenöse Flüssigkeitszufuhr nicht wirksamer als durch Trinken. Man müsste hier auch enorme Vorräte an Infusionen vorhalten. Praktikabel sind im oben beschriebenen Fall einige Liter, bis der Patient wieder aufklart und dann wieder trinken kann.
Zum Thyphus: Hier Vorsicht bei englischsprachiger Literatur: Englisch "typhus" ist Fleckfieber, durch Ricketsia hevorgerufen - englisch "typhoid" ist unser Salmonellentyphus), beides sind keine typischen Durchfallerkrankungen und müssen mit Antibiotika behandelt werden.
Wichtigste Massnahme bei allen erwähnten aber natürlich: Klassische Hygienemassnahmen, vor allem Trinkwasser- und Latrinentechnisch.

Gruss,
KarlRossmann, MD

Klasse..wieder was gelernt..
:Gut:

drudenfuss
20.12.2013, 17:57
Gift gegen Nager auslegen? Für Notfälle hab ich Schlagfallen, ansonsten halten mein Katerchen und die Katzen der Nachbarschaft die Gegend sauber.

Es gibt auch die Möglichkeit das unliebsame Viehzeug mit Infraschall zu bekämpfen (Aussage meines letzten Physiklehrers).

Mein Großvater hat vor etwa 40 Jahren eine Rattenfamilie durch Verbrennen eines lebenden Exemplares aus dem Wohnblock dauerhaft vertrieben.

ID 5359
20.12.2013, 18:47
Hallo drudenfuss, ...

die Schlagfallen funktionieren bei mir nur mit Mäusen.
Die Methode Deines Großvaters stimmt auch, ich hatte noch in Deutschland eine Ratte mit der Heugabel in der Futtertonne aufgespießt.
Die Ratten schreien dabei schlimmer als kleine Kinder und verscheuchen ihre Artgenossen für lange Zeit.

Aber! Eine in die Enge getriebene Ratte geht zum Angriff über, und wenn die sich in Dich verbeißt hast Du ein richtiges Problem!

MfG, Mike

drudenfuss
20.12.2013, 22:44
Hallo drudenfuss, ...

die Schlagfallen funktionieren bei mir nur mit Mäusen.
Die Methode Deines Großvaters stimmt auch, ich hatte noch in Deutschland eine Ratte mit der Heugabel in der Futtertonne aufgespießt.
Die Ratten schreien dabei schlimmer als kleine Kinder und verscheuchen ihre Artgenossen für lange Zeit.

Aber! Eine in die Enge getriebene Ratte geht zum Angriff über, und wenn die sich in Dich verbeißt hast Du ein richtiges Problem!

MfG, Mike

Wie gesagt, bei uns halten die Katzen das Ungeziefer fern.

Fischer
20.12.2013, 23:18
Hallo drudenfuss, ...

die Schlagfallen funktionieren bei mir nur mit Mäusen.
Die Methode Deines Großvaters stimmt auch, ich hatte noch in Deutschland eine Ratte mit der Heugabel in der Futtertonne aufgespießt.
Die Ratten schreien dabei schlimmer als kleine Kinder und verscheuchen ihre Artgenossen für lange Zeit.

Aber! Eine in die Enge getriebene Ratte geht zum Angriff über, und wenn die sich in Dich verbeißt hast Du ein richtiges Problem!

MfG, Mike

Es gibt eigene Schlagfallen für Ratten, Riesendinger, oder auch Lebendfallen könnten verwendet werden.
Unnötiges Tierleid soll aber unbedingt vermieden werden.
LG, Fischer

Kruemelchen1
20.12.2013, 23:40
Hallo Worber,

entschuldige ich habe den falschen Button erwischt, gefällt mir !!!!!


Service für Gäste-a2: www.team-pak.ch