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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mikroplastik



ID 1208
23.01.2014, 20:49
Hallo zusammen

Wer die Problematik von Mikroplastik noch nicht kennt (gehörte ich bis gestern auch dazu):

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/2014/mikroplastik-100.html

Zwar ist noch kein Risiko für den Menschen erwiesen (was wurde überhaupt getestet?), aber die Gesundheit der Natur bedeutet vielen von uns ja auch etwas. Zumindest den Muscheln tut das gar nicht gut.

Herzliche Grüsse
linthler

Hunted
24.01.2014, 21:12
Ich finde das echt schlimm.. :-(
Auch, dass immer noch Plastiktüten verkauft, bzw teilweise sogar kostenlos abgegeben werden. Absolut unnötig in meinen Augen sowas...

overkill
24.01.2014, 21:49
Die Risiken für den Menschen werden noch kommen, in den Weltmeeren ist mittlerweile unglaublich viel Mikroplastik unterwegs.
Vögel und Meeresbewohner nehmen dieses Plastik auf... Den Rest kann man sich ausmalen.
Es gibt sogar schon eine riesige Müllinsel im Meer:

http://plasticontrol.de/plastik-im-meer/plastikinseln/

http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen


http://www.youtube.com/watch?v=q9jICIEtgeo

ID 1208
30.04.2014, 17:03
Da die Meere für die meisten von uns ja weit weg sind, hier etwas Näheres aus unserer Welt voll Plastik:
http://www.srf.ch/konsum/themen/umwelt-und-verkehr/plastik-im-honig-test-zeigt-verschmutzung-im-naturprodukt

Interessant, dass die Belastung bei weniger als 75 Mikroplastikteilen auf 1kg als "gering" eingestuft wird. Natürlich, jegliche Abgrenzungen bleiben meistens willkürlich.

Auch sehr sehenswerte Doku:
http://www.youtube.com/watch?v=TmwdWDfnMxs

Natürlich ist alles unbedenklich, solange wir uns vielleicht über sehr lange Zeit ganz langsam kaum nachweisbar vergiften. Mit einem Mix aus diversen Stoffen, die es früher nicht gab und deren Wirkung als Mix nie untersucht wurden. Keine Verschwörungstheorie, bin nur etwas skeptisch. Gab es früher Kinder mit Krebs? Wenn nein, warum nicht? Hm, so einiges macht mich nachdenklich und lässt mich zweifeln, ob die Menschheit überall auf einem guten Weg ist.

Herzliche Grüsse
linthler

Frei's Petrollampen
30.04.2014, 20:59
Hallo Linthler

Die Problematik wurde ja durch unseren geliebten Kassensturz wieder in die Medien gebracht.

Und das genau mit unserem Honig ........

Ja es liegt im Bereich des Möglichen, dass unsere Bienen den Scheiss in den Honig bringen können.

Das holen sich unsere Mädels mit dem Wasser das sie sich an Flüssen holen ....., wo die Kläranlagen rein fliessen.

Aber ich möchte da eine Frage in den Raum stellen.

Wer Duschgels verwendet, oder auch ab und zu mal eine Zahnpasta!

Wer weiss, dass in genau diesen Produkten diese Scheuerdinger (Plastik) drinn sein können?

Wohin die Reise geht mit der schleichenden Vergiftung wissen wir in der Tat nicht!

Ernst

ID 1208
30.04.2014, 21:10
Hallo Ernst

Ja, finde es nicht schlecht, dass sie den Honig als Beispiel genommen haben. Natürlich genau wegen seinem "natürlichen" Image. Das rüttelt die Leute mehr auf als andere Produkte, wo man eh davon ausgeht, dass Schrott drin ist.

In der Luft sind die Plastikpartikel übrigens auch schon. Wir leben in einer Welt aus Plastik... Dabei gäbe es heute (resp. eigentlich schon viel länger) Plastik, welches biologisch abbaubar ist.

Wer sich unglaublichen Zynismus reinziehen will:
http://www.biotherm.de/_de/_de/about-biotherm/index.aspx

Einfach der Hammer. Sich als Meer-Retter aufspielen und mit den Produkten Mikroplastik in die Ozeane spülen. Tickende Zeitbomben nennen Marketingleute solche Lügengebäude im Portfolio...

Natürlich ist das Zeug überall, das BAFU untersucht gerade beunruhigt, wo wieviel:
http://www.srf.ch/news/schweiz/kunststoff-wo-er-nicht-hingehoert
http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/konzentration-von-mikroteilchen-muss-noch-quantifiziert-werden-1.18089062

Wir haben unseren Kosmetika-Mikroplastik eliminiert. Die angebrochene Peeling-Packung landete in der KVA. Als nächstes werde ich versuchen, dass die geschätzte Drogerie im Ort freiwillig die Dinger aus dem Sortiment nimmt. Danach werde ich versuchen, ob der Gemeinderat vielleicht eine Vereinbarung mit den Detailhändlern machen kann. Oder sonst Druck auf diese ausüben via einen Naturschutzverein. Vielleicht wird Mikroplastik in ein paar Jahren verboten, aber einfach darauf zu warten ist mir zu wenig. Klappt es nicht, so habe ich es wenigstens versucht. Je mehr Druck von unten, je eher kommt hoffentlich das europa- oder weltweite Verbot.

Herzliche Grüsse
linthler

P.S.: Ich hoffe, ich werde jetzt nicht zum Anti-Mikroplastik-Fanatiker gestempelt... Ich gehe Dingen halt gerne auf den Grund (der Forscher oder das neugierige Kind in mir...) und versuche, für mich persönlich Konsequenzen daraus zu ziehen. Etwas, was in unseren oberflächlichen Zeiten nicht mehr so angesagt ist und daher vielen fanatisch erscheinen mag, ist mir bewusst.

Frei's Petrollampen
30.04.2014, 21:20
Hallo Linthler

Eure Ausrichtung finde ich echt nicht so schlecht.

Freuen tut mich auch, dass Du auf das Auto verzichtest um keine Gummipartikel Deiner Reifen in die Umwelt abgibst.

Ich ziehe meinen Hut vor Dir. Denn das würde mir meine Jobs kosten wenn ich mein Auto nicht mehr benützen könnte.

Aber Konsequent ist halt Konsequent.

Da muss ich mich Outen ...

Aber jeder macht was er kann ......., auch wir! Aber ich kann nicht auf meine Arbeit verzichten!

Denn dann hätte ich ein kleines Problem mit der Finanzierung einiger meiner wichtigen Dinge.

Viele Grüsse, Ernst

ID 1208
30.04.2014, 21:42
Aber Konsequent ist halt Konsequent.

Bin nicht sicher, ob ich das zynisch verstehen muss? Ich schrieb, dass ich versuche, Konsequenzen aus neuen Erkenntnissen zu ziehen. Mal gelingt das besser, mal weniger. Auch wir sind Teil eines grösseren Systems, ist unser Freiheitsgrad und Handlungsradius beschränkt. Auch wir müssen immer wieder abwägen.

Natürlich macht jeder, was er oder sie kann (und will, einige Otto Normalverbraucher wollen nicht mal was hinterfragen, lernen, sich auseinandersetzen mit etwas, auch ihr Recht und ihre Verantwortung). Und ich vermute mal, dass viele in diesem Forum überdurchschnittlich viel machen. Ich wollte mich keineswegs abheben oder besser stellen. So sehe ich mich nicht. Ich wollte nur erklären, wie ich ticke. Dass ich es mag, den Dingen auf den Grund zu gehen. Eigentlich wäre ich sehr gerne Journalist, aber die meisten von ihnen haben heutzutage keine Zeit für fundierte Recherchen und Copypaste wäre nicht meins.

Herzliche Grüsse
linthler

Frei's Petrollampen
30.04.2014, 22:12
Hallo Linthler

Ja ein wenig Zynismus war sicher dahinter, denn es bringt wenig die Zahnpasta mit Mikroplastik zu entsorgen und dann 100km mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.

Da ich aber nicht weiss wie es wirklich ist lassen wir das mal.

JA jeder macht was er kann und für richtig hält. Aber genau das muss nicht für alle auch das richtige sein?

Du wärst gerne Journalist .......?

Ups, meine Lieblingberufsgruppe! :grosses Lachen:

Ernst

ID 1208
01.05.2014, 09:55
JA jeder macht was er kann und für richtig hält. Aber genau das muss nicht für alle auch das richtige sein?

Natürlich kann man die Meinung vertreten, dass sich die Eliminierung von Mikroplastik in der Zahnpasta erst lohnt, nachdem man auf das Auto verzichten kann. Dann kann ich auch verzichten, den Standby-Stromverbrauch der eigenen Geräte zu eliminieren solange es noch grössere Energieverschwendungen gibt. Usw. Eigentlich muss ich dann gar nichts mehr machen. Muss auch den Abfall nach dem Picknick nicht mehr auflesen, denn anderswo in der Welt liegt viel mehr Abfall überall herum.

Und natürlich muss es nicht für alle das richtige sein, völlig klar. Es kann auch richtig sein, völlig haftungs- und kostenfrei Mikroplastik ins Abwasser zu lassen für Deine Mädels oder diese mit Pestiziden vollzupumpen. Finde ich sehr tolerant von Dir. Ich bin auch dafür, dass jeder weitgehend tun und lassen kann, was er oder sie will. Unter einer Bedingung, die heute in den seltensten Fällen gegeben ist: Dass er oder sie auch für sämtliche Kosten aufkommt, die sein Verhalten, sein Konsum, usw. verursacht. Kostenwahrheit, das wäre doch etwas Wunderbares und würde die Welt ganz schnell verändern.

Ich wäre gerne Journalist unter anderen Bedingungen, das habe ich aber auch deutlich geschrieben. Und auch wenn man von den heutigen Journalisten wenig hält, so sollte man einen Blick in Länder werfen, in denen es die Pressefreiheit kaum gibt (dieses Forum gibt es auch nur wegen der Meinungs-/Informations- und Medienfreiheit) und wo der Staat auch die Journalisten beschäftigt. Meistens eine doch etwas andere Situation für die Bürger.

Herzliche Grüsse
linthler

- - - AKTUALISIERT - - -

Selbstverständlich bleibt das Plastik nicht nur im Honig, Plastik ist auch im Blut, im Urin, überall:

http://www.wiwo.de/technologie/forschung/bisphenol-a-in-unserem-blut-fliesst-plastik/9002916.html
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/120615_bund_chemie_achtung_plastik_broschuere.pdf
http://www.uni-kl.de/uploads/media/Plastikzeitalter_01.pdf

Interessant auch im Zusammenhang damit, dass sich auf solchen Kleinst-Plastik-Teilchen Gifte ansammeln können. Ein japanischer Forscher hat bei Mikroplastik im Meer gemessen, dass die Schadstoffbelastung des Mikroplastiks eine Million mal stärker war als die Umgebungsbelastung im Meerwasser. Was dann Organismen, welche das Mikroplastik aufnehmen, vergiften kann. Aber für die Krone der Schöpfung besteht natürlich keine Gefahr. Mögliche Zusammenhänge mit Krebs, Fettleibigkeit, Diabetes und Unfruchtbarkeit entspringen wahrscheinlich der Fantasie einiger Forscher.

In einigen Regionen hat es im Meer mehr Plastik als Plankton. Bis vor kurzem wusste ich auch nicht, dass Plastik derart omnipräsent ist. Plastikzeitalter oder Welt aus Plastik wirklich nicht übertrieben. Wobei es eigentlich nur ein Teilaspekt des Erdölzeitalters ist.

Herzliche Grüsse
linthler

InAnzugUndKrawatte
01.05.2014, 23:20
Plastik (Kunststoffklingt doch zu edel) sollte ein wirklich wichtiges Thema für uns „Prepper“ oder Vorsorgenden sein,
schließlich betrifft es mit den dazugehörenden Lösungsmitteln (Wirkung teilweise hormonähnlich, usw.) unsere gesamte Umwelt weltweit und unsere nachfolgenden Generationen (ich gehe mal davon aus, daß wir nicht freiwillig auf Kinder verzichten,
auch wenn es bei einigen wohl so scheint, wobei ich mich frage wozu man sich dann auf irgendwas vorbereiten möchte, wenn nach einem eh die Sintflut kommt, aber das ist ja auch nicht unser Thema…).
Ohne jeden politischen Hintergrund, der nur Unfrieden stiftet, wie wir heute am Ersten Mai wieder sehen „dürfen“, möchte ich hier unserem linthler für das überaus wichtige Thema danken (Plastik, wurde ja schon oft genug in verschiedenen Fäden angeschrieben).
Ganz ohne geht es ja nicht, aber vielleicht in einem gesunden Maß (die Goldene Mitte ist kein „Mittelmaß“ :rolleys:)?
Lasst Euch von den Medien und unseren „Gerechten“ nicht verrückt machen, aber vielleicht schafft Ihr ja so weit als möglich Plastik aus Eurem Leben zuverbannen?
Besonders im „Outdoorbereich“ ist buntes Plastik und Chemie bei aller sogenannter Naturnähe weit verbreitet.
Vielleicht schafft Ihr es ja auch mit Material aus Wolle (z.B.: Loden), Baumwolle, Viskose, Hanf, Metall, Holz und Leder Eure Ausrüstungsbedürfnisse zustillen?
Hosen, Jacken, Hemden, Pullover, Rucksäcke gibt es ja teilweise noch aus natürlichen Materialien, ohne daß man gleich wie ein Öko aussieht, wobei es dann mit dem „tacticool“ leider nicht mehr so ganz klappt, sondern man eher nach einer Mischung aus klassischem Wanderer und Jäger (und eventuell Mittelalterbegeisterten) aussieht, auch kann man vieles selber machen, oder machen lassen, muß nicht teurer sein, ganz im Gegenteil.
Wobei die beiden ersteren in einer Fluchtsituation wohl nicht zu stark negativins Auge stechen, im Vergleich zum Paramilitär.
Finde die Mischung aus Wanderer und Jäger in Grün, Braun und Grau sehr ansprechend, auch gibt es teilweise sehr elegante und ansprechende Kleidung dabei, mit der man sich auch in besserer Gesellschaft sehen lassen kann, welche aber dennoch unverdächtig aussieht.
Auch in meiner Wohnung habe ich Plastik so weit als möglich verbannt, fühle mich wohler, die Wohnung sieht gediegen aus (z.B.: sehen Möbel aus der Gründerzeit sehr schön aus, sind liebevoll verarbeitet und kosten im Vergleich zu dem Plattenschund auch nicht die Welt, nur muß man sie eben pflegen, ev. restaurieren, aber vertragen häufiges Umziehen leider nicht (weshalb ich mich als Mieter schweren Herzens einbremsen mußte).
Im Endeffekt muß sich ja jeder selber entscheiden, aber mal darüber nachdenken kostet nichts und daß eine Wolljacke nicht in 10 Min. trocknet nehme ich gerne in Kauf.

Noch einen geruhsamen ersten Mai ohne Randale,

in Anzug und Krawatte

ID 358
02.05.2014, 10:56
Nachdem für die Etablierung der Erdölchemie einige nicht kleine Kriege geführt wurden und sich nun einige wenige Konzerne diesen Markt teilen, werden die sich ihr Geschäft nicht wegen etwas Kritik kaputtmachen lassen.
Zynismus aus.

Leider siegt im hochgelobten "westlichen Wertekanon" die Gier über gesamtgesellschaftliche und Naturzusammenhänge.
Die einen wollen so billig wie möglich kaufen, die anderen so billig wie möglich produzieren und mit maximalem Gewinn verkaufen. Solide Handarbeit mit Naturprodukten womöglich sogar noch in Übereinklang mit eigener Tradition wurde lange Zeit von den Meinungsmachern runtergezogen. Daß sich das zaghaft im Kleinen etwas ändert, hilft noch nichts gegen die weitergehende Unkultur in der Fläche.
Schaut Euch jetzt in diesem Moment für 10 Sekunden an Eurem Aufenthaltsort um: wir sind umgeben von Plastik! Das Zeug haben alles wir, Du und ich gekauft! Wer denkt schon dran, was am Ende der Lebenzeit damit passiert?

Ich bin kein Freund vom Staat, der alles bis ins Kleinste reguliert und beaufsichtigt, aber vielleicht hilft wirklich nur die gesetzliche Vorgabe von oben, daß nur Produkte in den Handel kommen, deren Rohstoffe weitgehendst und ungiftig wiederverwertet werden können und nicht Geizistgeilchinesensondermüllplastik langfristig unsere Lebensgrundlagen verseucht.

ID 940
02.05.2014, 18:42
Schöne neue Plastikwelt. Und die Konsumenten haben sich daran gewöhnt, ohne die ganze Chemie, Beschichtungen, Hochglanzpapier, Gummilagerung, Griffelchen, Döschen, Kabel, "Schutzverpackung", Druckpolster, Schuhsohlen u.v.a.m. wäre unsere Welt soooo trist. Kein Scherz. Wir leben in einer Glanzwelt, sogar wo Leistung und Stahl mit Ölmotoren verkauft wird: Hochglanz dominiert.

Deswegen kann ich mich für z.B. Manufaktum (http://www.manufactum.de/home.html), memo (http://www.memo.de/) und Dictum (http://www.mehr-als-werkzeug.de/page/homepage.htm) begeistern. Neulich wieder: Shaker Copper Tacks in einer Papiertüte ! (Bild im Anhang) Alle Infos einfach aufgedruckt, nur Dictum muss modernezeitengemäß ´nen Digicode aufkleben. :peinlich:
17291

Wie früher beim Haushaltswarengeschäft einzeln Schrauben in einer Tüte ! Haus-halts-waren ... das waren Waren :grosses Lachen: für´s Haus halt. Und umweltfreundlich ! Nachhaltig ! Wiederverwendbar ! Upcyclefähig ! Ohne Klimabilanz gut + richtig + schön + nützlich undundund.

Heute haben wir Konsumwaren, zum Verschicken, Auspacken, 1x Nutzen, Wegschmeißen.

Wir heben Plaste Tüten auf. Und versuchen die Trage- wie Nutzungsquote zu maximieren, der Produkt viel Leben einzuhauchen.

Cradle to cradle geht einen anderen Weg. Obsoleszenz richtig gedacht: Plastik ist solange o.k. als das Endprodukt komplett und vollständig in den Materialkreislauf der Natur aufgeht = keine schädlichen Inhaltsstoffe, Umwandlungsstoffe usw. übrig bleiben.

Das wäre eine denkbare Zukunft ohne den Glanz aufgeben zu müssen, verzichten zu müssen. Der konventionellen Wirtschaft einen Rettungsanker zuwerfen.

Zurück zu früher geht in so vielen Bereichen. Aber grenzenloses Verbrauchen muss dann zurückgeschnitten werden auf sinnvolles Gebrauchen. Da ist der Wurm drin, die Anspruchhaltung, die Lust am Konsumieren, der gespürt abfärbende Glanz an den Fingern ... Öder Karton ist glanzlos.

Umdenken und Umsteuern kann m.M. nur mit einer rückwärtsbewussten und vorwärtsgerichteten Konsumhaltung stattfinden. Es braucht ein qualitatives Konsumerlebnis. Das habe ich mit altem Handwerksgerät wie bei neu Produziertem, das auf Langlebigkeit ausgelegt ist. Da kann von mir aus Plastik dran sein, Hauptsache haltbar, ggf. ersetzbar, reparierbar.

Wo ich schon am Plaudern bin, meine Frau wollte neulich eine alte Vorhangsstange wegwerfen, der Lack ist abgeblättern, darunter kam rostender Stahl zum Vorschein. Das mein Beitrag zum Thema Messie, die Stange blieb da. :verärgert: Lack komplett runter, ein wunderbarer Federstahl zum Frau-auf-die-Finger-klopfen-beim-nächsten Versuch alte Gebrauchsgegenstände bei Zweckverfehlung auszumisten. Wer weiß, kommt die Krise wird sie im neuen Schulzimmer eingesetzt mit bewährten Strafmethoden aus der Schulmeisterzeit .. :grosses Lachen: ... oder sie kommt als Rahmenstange in einen selbstgebauten Rucksack bis zu Niete für einen Messergriff, gedanklich habe ich das gute einfach Stück "unnützer Haushaltsgegenstand" schon in zig Varianten neu definiert, eingebaut und zentimeterweise zerlegt, zersägt, Gewinde aufgedreht ...

Liebe Ehefrauen :lächeln:, Männer brachen auch in der Krise Beschäftigung, Plastikabfällen kann man geknüllt werfen, einverstanden, gegen Einbrecher und Plünderer besser als nichts, die Chance, dass sie sich totlachen ... möglich - der Survivalfreak klammert sich bekanntlich an die unwahrscheinlichsten Ideen ... aber Holz, Metall und alte Reifen wecken im Bastler und Upcycler brach liegendes Gehirnpotential .. vielleicht wird nur ein Blumentopf draus und ihr freut euch über Küchenkräuter zum Gießen ! Ist der Blumentopf am Ende schön schwer, mit Nägeln aus der Alteisensammlung im Keller gespickt, mit nasser Erde schwer durchtränkt und eine Giftplanze mit Kontaktgift wuchert darin für Eventualitäten aller Art: der getroffene Plünderer erlebt sein grünes Wunder. Dann hat´s der spinnerte Ehemann wieder recht gemacht ... doch Phantasie braucht Entwicklungsräume, deshalb: lasst sie spinnen, die Prepper und Konsumverweigerer.

ID 1208
14.05.2014, 10:44
L'oréal schrieb mir unter anderem zurück:


Bislang sind die wissenschaftlichen Aussagen zu den Umweltauswirkungen von Peelingkörpern aus Kunststoff nicht eindeutig. Biotherm hat sich dennoch entschieden, keine neuen Produkte zu entwickeln, in denen solche Inhaltsstoffe eingesetzt werden und beschlossen, Kunststoffpartikel in ihren bestehenden Produkten bis Ende 2014 zu ersetzen.

Ich denke, in der heutigen Zeit gesättigter Märkte und sozialer Medien (mit Shitstorms) können Mails schon was (mit-)bewirken.

Herzliche Grüsse
linthler


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