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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fehlendes Medikament in der Apotheke



zero-error
22.05.2014, 12:58
Grüß Gott miteinander,

gestern wollte ich zusammen mit meiner BEVA Tabletten kaufen die ich regelmäßig "konsumiere". Laut Apothekerin kann die Herstellerfirma das Mittel frühestens Mitte Juni wieder liefern.

Die Frage lautet dann: „Haben Sie noch genug Tablette zuhause?“. Natürlich habe ich (geschätzt für ein Jahr :lachen: sollte es reichen – alternative Hersteller funktionieren nicht da ich sofort einen Migräneanfall bekomme). Dann sagte die Apothekerin, dass die Kunden/Patienten sehr oft nur noch für einen Tag deren benötigtes Medikament zuhause hätten und somit auch oft nur 24 Stunden warten könnten.

Auf meine präzisierende Rückfrage ob es auch lebensnotwendige Medikamente seien oder zum Beispiel „nur“ verschreibungspflichtige Schlafmittel sagte sie, dass alle Medikamente betroffen sind. Zum Beispiel auch Insulin! WTF? (Wenn ich Insulin benötigte hätte ich immer eine Reserve, auch auf der Arbeit usw. sofern dort die Einlagerung möglich wäre).

Fazit: Im K-Fall bzw. wenn ein Teil der Versorgung einmal zusammenbrechen sollte, stehen viele Patienten vor leere Apotheken und zuhause ist auch nichts mehr. Prost Mahlzeit!

Herzliche Grüße
zero

trainman
22.05.2014, 13:06
Ich denke, das muss man differenziert betrachten:

Nicht jeder Arzt ist bereit, Rezepte für einen Vorrat auszustellen. Das geht ja auf deren Budget. Da kann man sich oft nur langsam rantasten - 5-10 Tabletten "zu früh" ein neues Rezept anfordern, dann wieder 5-10 Tabletten usw.

Aber natürlich mag das auch mancher Patient so halten, wie mit Lebensmitteln: wenn was akut fehlt, gehe ich in den Laden und kaufe was. Solange das noch geht:grosses Lachen:.

Gruss trainman

prepp
22.05.2014, 13:39
Also ich hab bei meinem Medikament auch eine Rotation drinn, sollte für ca. 6 monate reichen und kann auch in kleineren Dosen genommen werden um die Zeit fast zu verdoppeln.
Ich hab ein Dauerrezept und gehe die Packungen immer früher holen als ich sie wirklich brauche.

trainman
22.05.2014, 13:45
Dauerrezepte für verschreibungspflichtige Medikamente gibt es meines Wissens in Deutschland nicht.

Frequenzkatastrophe
22.05.2014, 13:54
Das ist ein großes Problem, dass Du ansprichst.
Ich muss zum Glück keine Dauermedikation nehmen, habe aber einige Medikamente zB Antibiotika hier bevorratet, falls die Versorgung mal Eng wird.
Wenn es zu einer Krise käme wäre auch mein nächster Gang in die Apotheke und ich würde die Medikamentenvorräte aufstocken.

Ich habe aber auch gut reden, da wir einen Arztausweis haben und nicht auf Rezepte angewiesen sind, d.h. der limitierende Faktor wäre das Geld.

Ich habe aber auch Leute in meinem Umfeld, die regelmäßig Medikamente nehmen müssen. soweit es mir möglich ist, achte ich darauf, das zumindest immer ein 3-Monatsvorrat gesichert ist.

Bein Medikamenten, die teuer sind, nur sehr kurze Haltbarkeiten haben und ggf. sogar noch gekühlt werden müssen sähe es ganz schnell ganz übel aus.
Insulin wäre da ein Paradebeispiel. Ich habe sogar schon mal überlegt ob es möglich wäre Bakterienstämme zu besorgen die Insulin herstellen - allerdings nur als Gedankenspiel, da ich zum Glück niemand in meinem näheren Umfeld habe, der auf Insulin angewiesen ist.

Ich bin mir sehr sicher, käme es in Mitteleuropa zu einer größeren Krise, die zB unsere Infrastruktur für 1 Jahr lahm legen würde wären die chronisch Kranken (und davon haben wir viele in unserer Gesellschaft) die Bevölkerungsgruppe die innerhalb von 3 Monaten den größten Schwund hätte.

prepp
22.05.2014, 13:57
Entschuldige, in der schweiz gibt es meines Wissens auch nur 6 bis 24 monatige "Dauer"-Rezepte. Da ich mein Medikament aber direkt im Ärztezentrum holen gehe (ein Anruf genügt) brauche ich kein Rezept.


Edit: Zu früh "Antworten" gedrückt

Basmyr
22.05.2014, 14:49
Die Problematik mit nicht verfügbaren Medikamenten gibt es im Krankenhausbereich öfters. Selbst bei uns ist es schonmal vorgekommen, dass wir weder das Präparat, noch ein Generikon ("Nachbau") bekommen konnten. Da wurde dann rumtelefoniert und von einem anderen Krankenhaus mit Roten Kreuz die begehrte Ware geschickt. So wie es scheint, wird sich das Problem noch weiter verschärfen, da es wohl Medikamente gibt, die nurmehr in einer Fabrik hergestellt werden. Wird diese bestreikt oder geht gar im Hochwasser unter, ist unverhofft europaweit ein dickes Problem da.

Sicherlich wäre es nicht falsch, "seinen" Arzt mal auf die Sorgen und Problematik anzusprechen. Wenn man einen Vorrat langsam aufbaut, z.B. 4-Wochen-Vorrat alle 3 Wochen neu verschreiben lässt. Problematisch ist da aber auch wiederum, dass nicht alle Bedarfsmedikamente endlos lange haltbar sind.
Also sprecht mit eurem Hausarzt, wenn er sich weigert, solltet ihr diesen wenn möglich wechseln.

@Frequenzkatastrophe: Stimmt, alleine Schmerzpatienten, die ohne adäquate Schmerzmedikation steif im Bett liegen bleiben. Herzkranke, Diabetiker etc.
Den Menschen ist oft nicht klar, dass sie im Grunde an einer tödlichen Krankheit leiden, und diese nicht geheilt, aber zumindest in Schach gehalten werden kann. Beim Ausfall der Versorgung sind diese Menschen sicher tot.

Es wäre sicher eine gute Idee, sich mit der Herstellung von Medikamenten auseinander zu setzen, aber sicher ist, dass es niemals auf dem Niveau der heutigen Produkte passieren kann. Also werden auch mit "Survival-Selbstbrau"-Medikamenten die Menschen wie die Fliegen sterben, da es oft auf die Milligramm ankommt.

Grüße
Basmyr

ID 156
22.05.2014, 15:39
Das Problem mit den Engpässen ist in Deutschland hausgemacht!
Die Krankenkassen haben den Herstellern Knebelverträge und Rabatte abgerungen und die Hersteller reagieren damit, dass sie die Ware in Länder verkaufen, die besser zahlen.
Angebot und Nachfrage.
http://www.swr.de/zur-sache-rheinland-pfalz/medikamente/-/id=7446566/did=12759436/nid=7446566/kg3xuz/index.html

Ist ähnlich wie bei der Kindernahrung. Da gibt es auch Länder, in denen Deutsche Kindernahrung sehr gefragt ist und entsprechend bezahlt wird. In Deutschland sind die Regale leer bzw. die Abgabemengen drastisch reduziert...
http://www.tagesschau.de/inland/milchpulver130.html

Sowas wäre in Westeuropa vor fünf Jahren noch unvorstellbar gewesen...

Ping

TheHamster
22.05.2014, 16:06
Also ich habe Problemlos meine Blutdrucktabletten für 4 Wochen im Voraus da... Aber gut wenn ich die nich mehr hab sterb ich auch nicht direkt da ich dann zwar höheren Blutdruck habe aber keinen der so drastisch wäre das ich sofort platze. Ich nehm die eher um mein Leben zu verlängern und das Herz zu entlasten. Brauche auch nur ne geringe Dosis.
Andere Medis wie Schmerzmittel und BB-Antibiotika hab ich so für 2 Wochen. Das muss reichen. Der Rest ist immer problematisch wegen der Kosten und kurzen Haltbarkeiten.

Aber viel hab ich auch als i.V. auf Arbeit und könnte ggf. kurzfristig meinen Bedarf aufstocken indem ich schnell zur Apotheke fahr... Arztausweise sind so praktisch :D

trainman
22.05.2014, 16:09
Das Problem mit den Engpässen ist in Deutschland hausgemacht!
Die Krankenkassen haben den Herstellern Knebelverträge und Rabatte abgerungen und die Hersteller reagieren damit, dass sie die Ware in Länder verkaufen, die besser zahlen.


Das mag für einige Produkte stimmen, meine Allergietabletten z.B. kosten in Luxemburg nur rund 40% des deutschen Preises. In Spanien bekomme ich 40 Ibuprofen 600 für unter 2€.

Gruss trainman

Henning
22.05.2014, 18:35
Nicht jeder Arzt ist bereit, Rezepte für einen Vorrat auszustellen. Das geht ja auf deren Budget.

Für mehr als 3 Monate dürfen die IMHO von Seiten der Krankenkasse aus in De nicht.
(Für einige Medikamente gibt es auch gesetztich Höchstmengen)

Aber jeder Arzt wird Dir ein Privatrezept ausstellen.
Du mußt dann eben den Arzt und das Rezept selber bezahlen.
Bitte den Arzt, dann die preiswertes Variante (z.B. Generika oder doppelt Konzentration des Wirkstoffes und Du teilt dann die Tablette) rauszusuchen.
Ich habe bei Dienstreisen auch immer im Ausland gekauft.

Das ist eine einmalige Investion, dann den Vorat rotierst Du dann.

DerDude
22.05.2014, 18:59
Wenn es zu einer Krise käme wäre auch mein nächster Gang in die Apotheke und ich würde die Medikamentenvorräte aufstocken.

In der heutigen Zeit ist vmtl. das Problem, dass überall nur noch geringe Medikamentenmengen vorhanden sind. Ist halt dem geschuldet, dass jede Apotheke 1 - 2 mal täglich vom Großhändler beliefert wird und auch dort die Lagermengen (Kapitalbindung) klein gehalten werden - Apotheken sind halt verpflichtet, von einigen (sehr wenigen) Medikamenten Mindestmengen vorzuhalten, davon ab, sind die Medikamentenmengen, die da gehalten werden, natürlich auch an die im Normalfall gut funktionierende Logistik und Warenwirtschaft angepasst.

Aber das Problem sind ja nicht nur die Apotheken:
Früher gab es - auch in der Fläche - deutlich mehr Krankenhäuser, diese hatten i.d.R. alle einen Krankenhausapotheker und eine KrHs-Apotheke mit Vorräten - im Zuge von Klinikverbünden wurden die Kr-Hs-Apotheken recht schnell zusammengelegt, so dass es oftmals nur noch eine Apotheke für den Klinikverbund gibt und die einzelnen Krankenhäuser auch von dort täglich beliefert werden, was im Katastrophenfall natürlich auch schlecht ist. Dazu kommt das Kliniksterben - gerade auf dem Land - so dass die Krankenhäuser auch weniger werden - Konsequenz daraus ist, dass die Krankenhäuser schon von den Belegungszahlen her am oberen Limit fahren und keine Ressourcenbildung für Katastrophen ect. mehr betrieben wird - selbst wenn sie wollten, die Krankenhausfinanzierung ist halt so schon extrem eng.

Dazu kommt natürlich auch der höhere Medikamentenkonsum in der Bevölkerung (mehr ältere, kranke Menschen), so dass ich glaube, dass Medikamentenversorgung im Extremfall sehr früh die grätsche macht.

TheHamster
22.05.2014, 19:46
Da gebe ich dir vollkommen recht. Es gibt wenige Apotheken die so wie früher viele Sachen noch selber "produzieren". In den 20er 30er Jahren hat jeder Apotheker noch sein Paracetamol in der Apotheke aus einzelnen Bestandteilen selbst gepresst oder die Salbe frisch angerührt. Sowas ist selten geworden. Daher auch die knappe Lagerhaltung.
Ich kann aber mal kurz aus dem Nähkästchen plaudern:

Ich selber habe die Apotheke eines Maximalversorgerkrankenhauses zur Verfügung. Jetzt könnt man denken die haben ja alles da.... Denkste!!! 4-5x pro Tag wird angeliefert. Klar so Standards wie ASS oder gängige Antibiotika haben die auch als Vorrat... so für 4-5 Tage im Regelbetrieb grob geschätzt. Alles andere ist zu teuer.

Bei mir im Dorf gibts noch eine alte Apotheke die eine gewisse Voratshaltung betreibt. Ich hab mal den Apotheker drauf angesprochen; Ergebnis: Auch hier nur ein Vorrat an gängigen Mitteln.

Ich kann also jedem nur den Tip geben sich nix extravagantes verschreiben zu lassen sondern, sofern denn möglich, bei weit verbreiteten Medis zu bleiben..

Waldschrat
22.05.2014, 20:50
Nicht jeder Arzt ist bereit, Rezepte für einen Vorrat auszustellen. Das geht ja auf deren Budget.

Hallo trainman,

ein Privatrezept kriegst Du immer. Benötigte ich ein Medikament um funktionsfähig zu bleiben und müsste mir einen Vorrat anlegen, dann wäre es mir das wert.

Man sollte nur beachten, dass man das MHD bei vielen Pillen getrost vergessen kann, bei einigen Medikamenten aber sehr ernst nehmen muss. Zu den letzteren gehören z.B. die meisten Antibiotika und insbesondere Insulin. Letzteres ist auch kühlungspflichtig. Was mache ich mit dem Vorrat bei Stromausfall?

Viele Grüsse

Matthias

P.S. Bei Fernreisen habe ich das gesamte Gelump, von der Gelbfieber- und Choleraimpfung über die Malariaprophylaxe und das Metronidazol, das mir in Ägypten extrem nützlich war, sowieso aus der eigenen Tasche gezahlt.

trainman
22.05.2014, 20:58
ein Privatrezept kriegst Du immer. Benötigte ich ein Medikament um funktionsfähig zu bleiben und müsste mir einen Vorrat anlegen, dann wäre es mir das wert.
Es gibt da durchaus Medikamente, die bei einem Monatsvorrat mehrere hundert Euro kosten. Nicht jeder hat die Mittel, das privat zu zahlen. Aber wenn ich es irgendwie könnte, würde ich es natürlich so machen.


Letzteres ist auch kühlungspflichtig. Was mache ich mit dem Vorrat bei Stromausfall?

Da würde ich mir dann einen kleinen gasbetriebenen Campingkühlschrank besorgen. Das sollte dann zumindest eine gewisse Zeit funktionieren. Wenn dann das Gas alle ist, habe ich warscheinlich auch keine Medikamente mehr. Dann wird es sehr ernst.

Gruss trainman

hier und da
22.05.2014, 21:00
Hallo,

es gab / gibt doch ein Antibiotikum, welches nach ablauf nicht ins toxische umschlägt, da gab es mal ein Thema, aber ich finde es ums verrecken nicht - hat einer von euch zufällig den Namen / Wirkstoff im Kopf?

LG Julius

TheHamster
22.05.2014, 21:48
Ja gibt es.... nicht!

Meines Wissens nach schlagen selbst überlagerfähige AB um. Auch wenn die toxischen Metaboliten für den Menschen nicht gefährlich sind. Trotzdem ist die Wirkung deutlich herabgesetzt so dass man eine höhere Menge einnehmen müsste. Welche das ist, is dann aber Wahrsagerei und die Menge der toxischen Metaboliten steigt auch...

Denkt immer dran: Die Dosis macht das Gift!!

Frequenzkatastrophe
22.05.2014, 23:43
Der Beitrag enthielt eine Untersuchung der US Armee, die haben Medis auf ihre Wirksamkeit nach Ablauf unter normalen Lagerungsbedingungen untersucht.
Das Medikament das hier und da (http://www.survivalforum.ch/forum/member.php/3772-hier-und-da) meint ist Ciprofloxazin (Ciprobay) es hatte auch nach über 9 Jahren noch 100% Wirkstoff und keine toxischen Nebenprodukte.
Hab den Originalartikel damals gelesen und mir das gemerkt, da Cipro mein 2.line Antibiotikum ist, das ich bevorrate.
Kann es aber generell nicht als Prepper Antibiotikum empfehlen, da es recht spezielle Einsatzbereiche hat und relativ teuer ist und man mit anderen Stoffen weiter kommt.

Nachtrag: Hier ist der Beitrag den ChrisHamburg damals dazu geschrieben hat und den Du sicher gemeint hast: http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/29755-MHD-von-Medikamenten?p=140146&viewfull=1#post140146

Weiter Antibiotika-Diskussionen ggf. auslagern, versuchen wir hier bitte mal beim Thema zu bleiben!

Die angesprochenen Probleme der on-demand-Lieferung im Apotheken/Krankenhaus Bereich sind sicherlich nicht ohne. Ich kenne auch die Lieferengpässe, wenn mal eine Fabrik in Irland still steht und ein Narkosemittel dann einfach mal 4 Wochen nicht lieferbar ist.

Ich kann jedem mit Dauermedikation nur raten das Thema mit seinem Arzt zu besprechen und so weit wie möglich aufzustocken was die Vorräte angeht.
Andererseits ist es auch sinnig sich mal schlau zu machen, was passiert eigentlich wenn meine Dauermedikation abgesetzt wird?
Bei vielen gängigen Medikamenten kann man das in so einer Situation ggf. einplanen und in einem Krisenfall die Dosis reduzieren und ausschleichen.
Das ist aber von Patient zu Patient und Medikament/Indikation sehr unterschiedlich und muss ggf. mit dem behandelden Arzt mal hinterfragt werden.

C71
23.05.2014, 18:20
Ich sehe auch kein Problem, sich einen Vorrat anzulegen. Sofern man es nur selbst bezahlt (Privatrezept) wird sich kaum ein Arzt quer stellen.

Problem ist in vielen Fällen, eher die Lagerung. Ich sollte meine Medikamente (Calcitriol. D.h. aktives Vitamin D) nicht über 20 oder 25 Grad lagern und vor Sonnenlicht schützen, da es sonst in gewöhnliches Vitamin D zerfällt. O.k. es gibt sicherlich noch empfindlichere Medikamente, von daher will ich nicht klagen. Ich denke eine sehr kleine Kompressorkühlbox im Bug Out Vehicle sollte wohl reichen.

Bin ich vorher gut aufgepumt dann kann ich schätzungsweise auch 6-12 Monate ganz ohne auskommen ehe ich dann dolle Probleme überall, bekomme. Dann heisst es eben lernen mit Ohne auszukommen, oder ins Grass beissen. Vielleicht würde zur Not normales Vitamin D ausreichen. Also zur Not eben viel Sonnenlicht, sofern die Schilddrüse es nur schafft dieses zu verwerten.

Waldschrat
23.05.2014, 20:12
I Ich sollte meine Medikamente (Calcitriol. D.h. aktives Vitamin D) nicht über 20 oder 25 Grad lagern und vor Sonnenlicht schützen, da es sonst in gewöhnliches Vitamin D zerfällt.

Hallo C71,

ich habe jetzt mal gerade im Römpp und im Pschyrembel nachgeschlagen. Keine Ahnung warum Du Calcicitrol - eine Vitamin D3-Vorstufe einlagern willst. Du musst doch nur Dein Fell in die Sonne halten und das Zeug bildet sich unter dem Einfluss von UV-B-Strahlung von selber. Vorausgesetzt, man ist nicht mit Lichtschutzfaktor fünfhunderttausend eingeschmiert.

Das ist übrigens auch ein Thema: Ärzte sehen heute wieder vermehrt Vitamin D Mangelkrankheiten, weil die Leute ganz einfach nicht mehr an die Sonne gehen.

Ich bin Anfang Mai durchweg "kongonegerbraun" und die Leute fragen mich neidisch, in welchem tropischen Paradies ich in Urlaub war:lächeln:

Meine Antwort: Baden-Württemberg


Meint

Matthias

C71
23.05.2014, 22:26
Raus in die Sonne ist sicher nie verkehrt. So ohne weiteres kann ich normales Vitamin D3 aber aufgrund der Schilddrüsenerkranung nicht mehr verstoffwechseln. Aber mal sehen ob es der Körper eines Tages wieder lernen kann.

Seit ein par Jaren bekomme ich das Calcitriol auf jeden Fall verschrieben.

Das ich das von mangelnder Sonne bekommen hab glaub ich eher nicht. Denn Sonne hab ich früher ausreichend getankt. Muss wohl andere Ursachen haben.

Waldschrat
24.05.2014, 00:38
Raus in die Sonne ist sicher nie verkehrt. So ohne weiteres kann ich normales Vitamin D3 aber aufgrund der Schilddrüsenerkranung nicht mehr verstoffwechseln. Aber mal sehen ob es der Körper eines Tages wieder lernen kann.

Seit ein par Jaren bekomme ich das Calcitriol auf jeden Fall verschrieben.

Das ich das von mangelnder Sonne bekommen hab glaub ich eher nicht. Denn Sonne hab ich früher ausreichend getankt. Muss wohl andere Ursachen haben.

Was täte ich an Deiner Stelle? Ich würde versuche, das Medikament durch Sonne auszuschleichen.


Liefert Vitamin D3 ohne Ende. Aber nur ohne Lichtschutzfaktor Viertelmillion.
Wenn es denn um Licht geht, Viel Aufenthalt, sagen wir mal in einem ärmellosen Shirt und einer kurzen Hose und Sandalen oder barfuss hilft

Meint


Matthias

Gnomkeller
24.05.2014, 07:20
Mein Insulin wird von meinen Fast-Lieblingsorganismen produziert... Saccharomyces Cerevisiae ;) Sind allerdings genetisch modifiziert. Eher schwierig, die in der freien Wildbahn zu fangen und zu zähmen :D
Müsste meinen Insulinvorrat mal wieder aufstocken, aktuell bin ich ziemlich leergelaufen... nur noch für ca 1 Monat daheim.
Problem sind eigentlich eher die Kanülen... im Notfall welche zu bekommen stelle ich mir eher schwierig vor. Und auf Halde legen ist bei den Rezepten schwierig... beim Packungspreis ohne Rezept von ~35€ würde das schon heftig ins Geld gehen...
Aber mir ist durchaus bewusst, dass gerade Insulin ein extremes Problem in einem Langzeitszenario wird. Wurde sogar in der amerikanischen Serie "Under the dome" thematisiert, wo Leute auf die Suche gehen, wo sie was finden.

So long,
Sam

Ich habe ein ähnliches Problem. Die Kanülen habe ich zwar unterdessen bei einem 5 Monatsvorrat, aber das Insulin hat so seine Tücken. Vom Nov 12 bis Nov 13 immer die 1,5 Fache Menge bezogen als gebraucht. (Der Arzt wundert sich warum es immer so hohe Dosen sind die ich Brauche) Doch nun ist es so, dass die Ganzen Gekauften Packungen von diesen 12 Monaten bis März 14 gültig sind. Die haben in verschiedenen Apotheken, welche zu unterschiedlichen Ketten gehören die selbe Charche an Medis verkauft....
Und Plötzlich im Dez. 13 eine neue Serie die 24Monate haltbar ist.

Also irgendwer Bunkert Medis (Industrie) und gibt diese bis kurz vor dem Ablaufdatum ab. Da ist das Preepen relativ schwer. Erfolg vom ganzen: Jetzt bin ich den neuen Vorrat am Aufbauen welcher mit MHD Dez 15, die Reste welche Gültig sind bis März 14 werden nach und nach ersetzt und vernichtet.

C71
25.05.2014, 19:21
Was täte ich an Deiner Stelle? Ich würde versuche, das Medikament durch Sonne auszuschleichen.


Ich denke das sollte wohl gehen wenn auch nicht von Heute auf morgen. Gut wärs wenn das unter ärztlicher Aufsicht geschehen würde. Denn ich selbst bin Laie und kann da keinen Plan erarbeiten. Wenn ich Ärzten von dem Vorhaben erzähen würde erklären sie mich vermutlich für verrükt.

Henning
25.05.2014, 20:50
Also irgendwer Bunkert Medis (Industrie) und gibt diese bis kurz vor dem Ablaufdatum ab. .

Wird wohl der Großhändler sein, der alle im Umkreis beliefert.

Ich bestehe immer auf Reimporte, die sind ein paar Prozent preiswerter, haben die Apotheken aber nie auf Lagen :psst:

luke123
25.05.2014, 21:21
@C71: ausschleichen von D3 durch Sonnenstrahlen find ich interessant....im sommer mag das problemlos gehn..aber was tust du dann im winter? ins solarium legen? das wird im fall der fälle auch nicht funktionieren.

C71
26.05.2014, 19:44
Natürlich nicht. Die meisten Solarien haben haupsächlich bräunende UVA Strahlen. Das bringt für die Vitamin D Produktion nichts, auch wenn gerne damit geworben wird. Die Idee kam mir auch schon. Es gilt eben die "Akkus" im Sommer aufzuladen durch die Sonne. Das es im Winter fast nichts mehr gibt ist normal und macht mir noch keine Sorgen. Ausserdem: Normale Vitamin D-Quellen sind preiswert, es gibt sie an jeder Ecke und sie sind weniger anspruchsvoll bezüglich Lagerung. Die Umstellung macht mir da schon viel eher Sorgen. Wird es der Körper so akzeptieren? Sicher nicht sofort das ist auf jeden Fall ein langwieriger Prozess und gleicht eher einem Training.


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