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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutzuckermessgeräte



epwin
18.06.2014, 08:41
Hallo,

ich habe da mal ein paar Fragen zu Blutzuckermessgeräten.

Vorab ich selbst habe keine Diabetes 1 oder 2 oder in der Familie (– daher Laie).

Trotzdem möchte ich ein Blutzuckermessgerät mit entsprechenden Messstreifen einlagern.

Gibt es Geräte bzw. Messstreifen die ausschliesslich zum Messen des Blutzuckerwertes von Diabetes 1 oder 2 geeignet sind oder sind das alles Kombigeräte bzw. Kombi-Messstreifen?

Woran erkenne ich bessere Geräte und voran von schlechtere Geräte.
OK, manche bessere Geräte können anscheinend mehr.
Mir geht es nur darum den Blutzuckerwert festzustellen.

Soweit wie ich es als Laie weiss bzw. machen würde.
- Material, z.B. Gerät und Messstreifen bereitlegen.
- Messstreifen in das Gerät stecken.
- Stelle am Finger desinfizieren, wo ich den Blutstropfen entnehmen will.
- Seitlich am Finger (Fingerbeere – sagt man so?) mit einer Nadel (Lanzette?) schnell einstechen.
- Nadel sicher ablegen bzw. entsorgen.
- Unter Umständen wenn kein Blut „fliesst“ mit etwas Druck nachhelfen.
- Blutstropfen mit dem Messstreifen „auffangen“.
- Einstichstelle mit Tupfer bedecken und draufpressen (lassen).
- Blutzuckerwert vom Gerät ablesen und
- Blutzuckerwert dokumentieren mit Wert, Datum, Uhrzeit (ggf. Person).

OK, was habe ich Falsch gemacht bzw. vergessen?

Bitte Tipps von Profils bzw. Anwendern.


So und nun noch eine wichtige Frage eines Laien.

Jetzt habe ich einen Wert.
Gut und schön.
Prima, als unwissender Laie fange ich aber damit aber gar nichts an.

Was bitte ist der Normalwert?
Und wie genau sind die Werte der Messgeräte wirklich?
Ich habe mal gehört, dass der Messwert am Finger vom Messwert am Ohr abweichen kann.
Stimmt das wirklich? Es ist doch das Blut der selben Person.


Wie bereits geschrieben ist das Gerät zur (Langzeit-)Einlagerung gedacht.
Wie lange sind die Messstreifen laut Hersteller lagerfähig?
Wie lange sind die Messstreifen tatsächlich lagerfähig?
Sinnvolle Anzahl an Messsteifen?


Eine andere Frage im Zusammenhang mit der Blutzuckermessung.
Was für „Werte“ bringen Urin-Teststreifen im Zusammenhang mit Blutzucker?
Sagen die einem nur Diabetes 1 bzw. 2?
Ich denke einen echten Messwert werden die nicht bringen.
Ansonsten ist das ja eine kostengünstige Alternative.
(Mit Sicherheit nicht, da sie sonst angewendet würde.)
OK, die Einschränkung zu den Urin-Teststreifen:
„Eine bewusstlose Person kann man nicht auf den Teststreifen pinkeln lassen“ –
lasse ich gelten.


Was habe ich vergessen im Zusammenhang mit Blutzuckermessgeräten??????

Ach ja, Geräteempfehlung für einen Laien (Dummy).

Wolfshund
18.06.2014, 09:46
Hallo,

ich habe da mal ein paar Fragen zu Blutzuckermessgeräten.

Vorab ich selbst habe keine Diabetes 1 oder 2 oder in der Familie (– daher Laie).

Trotzdem möchte ich ein Blutzuckermessgerät mit entsprechenden Messstreifen einlagern.

Gibt es Geräte bzw. Messstreifen die ausschliesslich zum Messen des Blutzuckerwertes von Diabetes 1 oder 2 geeignet sind oder sind das alles Kombigeräte bzw. Kombi-Messstreifen?
Sie messen alle den Blutzucker, egal ob man Diabetes hat oder nicht.

Woran erkenne ich bessere Geräte und voran von schlechtere Geräte.
OK, manche bessere Geräte können anscheinend mehr.
Mir geht es nur darum den Blutzuckerwert festzustellen.

Kurze Messzeit, wenig benötigtes Blut, Gebräuchliche Einheit Mg/dl, keine Codierung notwendig.

Soweit wie ich es als Laie weiss bzw. machen würde.
- Material, z.B. Gerät und Messstreifen bereitlegen.
- Messstreifen in das Gerät stecken.
- Stelle am Finger desinfizieren, wo ich den Blutstropfen entnehmen will.
Kann man weglassen, wichtig ist nur das der Finger/Ohrläppchen sauber ist, da Zucker oder Desinfektionsmittel die Messwerter verfälschen.
- Seitlich am Finger (Fingerbeere – sagt man so?) mit einer Nadel (Lanzette?) schnell einstechen.
- Nadel sicher ablegen bzw. entsorgen.
- Unter Umständen wenn kein Blut „fliesst“ mit etwas Druck nachhelfen.
Nicht zu viel und so weit weg von der Einstichstelle wie möglich, sonst ist der Wert verfälscht.
- Blutstropfen mit dem Messstreifen „auffangen“.
- Einstichstelle mit Tupfer bedecken und draufpressen (lassen).
- Blutzuckerwert vom Gerät ablesen und
- Blutzuckerwert dokumentieren mit Wert, Datum, Uhrzeit (ggf. Person).

OK, was habe ich Falsch gemacht bzw. vergessen?

Bitte Tipps von Profils bzw. Anwendern.


So und nun noch eine wichtige Frage eines Laien.

Jetzt habe ich einen Wert.
Gut und schön.
Prima, als unwissender Laie fange ich aber damit aber gar nichts an.

Was bitte ist der Normalwert?
Im Notfall sind 60-200 noch akzeptabel, die Normalwerte gibts auf Wikipedia
Und wie genau sind die Werte der Messgeräte wirklich?
Es reicht für uns allemal aus.
Ich habe mal gehört, dass der Messwert am Finger vom Messwert am Ohr abweichen kann.
Stimmt das wirklich? Es ist doch das Blut der selben Person.


Wie bereits geschrieben ist das Gerät zur (Langzeit-)Einlagerung gedacht.
Wie lange sind die Messstreifen laut Hersteller lagerfähig?
Wie lange sind die Messstreifen tatsächlich lagerfähig?
Sinnvolle Anzahl an Messsteifen?


Eine andere Frage im Zusammenhang mit der Blutzuckermessung.
Was für „Werte“ bringen Urin-Teststreifen im Zusammenhang mit Blutzucker?
Sagen die einem nur Diabetes 1 bzw. 2?
Ich denke einen echten Messwert werden die nicht bringen.
Ansonsten ist das ja eine kostengünstige Alternative.
(Mit Sicherheit nicht, da sie sonst angewendet würde.)
OK, die Einschränkung zu den Urin-Teststreifen:
„Eine bewusstlose Person kann man nicht auf den Teststreifen pinkeln lassen“ –
lasse ich gelten.
Die Sagen dir nur das die Person Zucker im Urin hat, also V.a. Diabetis.

Was habe ich vergessen im Zusammenhang mit Blutzuckermessgeräten??????

Ach ja, Geräteempfehlung für einen Laien (Dummy).


Hab es mal in Blau in den Text geschrieben, muss leider los aber nachher gerne mehr.

StefanS
18.06.2014, 09:48
Die Frage, die zwangsläufig folgt: Wie lange hält sich Insulin, und wo kriegt man das her? Eine Ressource, die bei uns noch keine Rolle spielt - und auch hoffentlich nie spielen muss. (Klopfaufholz)

Oscar
18.06.2014, 10:20
Im Bezug auf die Haltbarkeit der Teststreifen dürfte es dich interessieren, dass die modernen Geräte (alle, die ich als Sani bisher in den Fingern hatte) automatisch erkennen, ob die richtigen Teststreifen eingelegt sind und, ob diese das Haltbarkeitsdatum bereits erreicht haben. Elektronisch getegeltes MHD, so zu sagen.
Wie lange die Streifen größenordnungsmäßig halten, kann ich aber gerade auch nicht sagen. Es ist jedenfalls kurz Genug, dass wir die Dinger regelmäßig entsorgen müssen.
Durch die daraus folgende, geringe Menge an vorhandenen Teststreifen ist es allerdings auch problemlos möglich, gleich die passenden Lanzetten bereitzulegen - die laufen übrigens afaik nicht ab. Das sind kleine Plastikdinger, etwa von der Größe eines 1x4-Standard-Legosteins, bei denen die Nadel erst druckausgelöst kurz hervorsticht und danach automatisch wieder sicher im Gerät versteckt wird.
Okay, das Entsorgen und die geringe Menge gilt natürlich nur, wenn das Gerät meistens herumliegt und nur alle paar Tage bis Wochen mal was gemessen wird. Bei jemandem, der täglich mindestens dreimal den Wert bestimmen muss, wird das ganz anders aussehen, aber das ist ja in diesem Thema nicht gefragt.

Und den Normalwert kann man sich ganz gut merken, weil es die gleichen Zahlen sind, wie beim Blutdruck: Ca. 2 Stunden nach dem Essen sollte man zwischen 120 und 80 liegen. Jedenfalls in der Masse/Volumen-Einheit. Bei Stoffmenge/Volumen weiß ich die Werte nicht. Liegt, glaube ich, irgendwo im Bereich knapp unter 10. Solche Geräte haben wir hier in der Gegend aber nicht, ist also nicht meine Baustelle. :lächeln:

TheHamster
19.06.2014, 00:35
Ja fachlich ist hier alles soweit gesagt. Daher beschränke ich mich auf auf ne persönliche Meinung:

Das Einlagern von BZ Geräten und vor allem Teststreifen ist afaik ein sehr schlechtes Kosten-/Nutzen Ding. Du musst ~ alle 8 Monate neue Streifen kaufen, die alten entsorgen und die sind wie bereits geschrieben nich günstig. Wenn du natürlich jemand mit Diabetes im Familien-/Freundeskreis hast kannst du ggf. mit ihm durchrotieren. Ich mach das z.B. auf Arbeit.

#So nützlich die kleinen Messgeräte sind und auch in Laienhand kaum Fehler produzieren, (selbst wenn man den Wert etwas verfälscht... es geht ja nicht darum ob der BZ nu 160 oder 154 sind. 30 oder 440 wäre nen relevanter Unterschied) so teuer sind se leider auch in der Vorhaltung und ohne Rotationsmöglichkeit nen teures Vergnügen.

Ich empfehle ggf. mit dem Apotheker oder Diabetiker des Vertrauens zu sprechen ob man eine Rotationslösung finden kann...?

Waldschrat
19.06.2014, 01:03
Hallo miteinander

ich frage mich, was mache ich mit einem BZ-Testgerät?

Ich habe glücklicherweise keinen Typ 1 Diabetes, wobei für mich eine offene Frage ist, ob das schlicht und einfach nur Glück im "genetischen Roulette" war, oder ob es daran liegt, dass mein Immunsystem von Kindesbeinen an mit reichlich realen Gegnern beschäftigt war und sich deswegen nie aus Langeweile in einer Autoimmunreaktion gegen eigene Körperzellen wenden musste.

Ich habe auch keinen Typ 2 Diabetes, das würde ich allerdings einer gesunden Ernährung, gesunden Lebensführung und Normalgewicht (BMI=23) zuschreiben.

Was täte ich als Ersthelfer bei anderen?

Der einzige Fall, den ich behandeln könnte, wäre die Unterzuckerung. Ich habe Traubenzucker im EH-Kit. Da könnte ich bei Bewusstseinstrübung mit Verdacht auf Unterzuckerung mal ungemessen vorsichtig eine Glucoselösung in den Mund tropfenweise einträufeln (Resorption teilweise durch die Schleimhaut). Meist haben Diabetiker auch eine entsprechende Notfallkarte in der Brieftasche. Nachschauen lohnt.

Wenn ich dagegen mit dem BZ-Messgerät einen durch die Decke schiessenden Blutzucker mit Tendenz zum diabetischen Koma feststellen würde, dann nutzt mir das gar nichts, da ich als Ersthelfer kein Insulin mitführe und auch keines verabreichen darf.

Also, was nutzt mir ein BZ-Messgerät? Auf die Probleme, etwa die sehr begrenzte Haltbarkeit der Teststreifen, wurde ja schon in anderen Beiträgen hingewiesen.


Dazu aber noch mal eine dumme Frage an evtl. mitlesende Diabetiker, Ärzte oder Sanis: Warum muss ich mich mit der Lanzette ausgerechnet in die Fingerkuppe stechen, ausgerechnet die am besten mit Nerven versorgten Körperteile, wo selbst eine kleine Stichverletzung im Alltag über Stunden bis Tage lästig ist.

Warum eigentlich keine Blutentnahme am Unterarm oder anderen weniger empfindlichen Körperteilen?

Viele Grüsse

Matthias

drudenfuss
19.06.2014, 03:40
Warum eigentlich keine Blutentnahme am Unterarm oder anderen weniger empfindlichen Körperteilen?

Fingerkuppe ist am Besten zu "händeln" und die Wunde schließt sich am Schnellsten wieder. Es wird ja auch nur ein Tropfen benötigt.

Gnomkeller
19.06.2014, 06:31
Als nicht Diabetiker sinf BZ Geräte meiner Meinung nach wenig Sinvoll, solange nicht in der unmittelbaren Umgebung (Familie, Freunde, Nachbaren) jemand ist der es braucht.
Wie Waldschrat schon so schön sagte, man hat kein Insulin dabei, und sogar wenn man hat verabreicht man es nicht.
Ich habe Diabetes würde aber einem anderen Diabetiker, wenn ich ihn nicht genau kenne auch nicht verabreichen.
zB. ist ein Befreundeter Taucher von mir Typ1. Wenn der in das Wasser geht, hat er einen Blutzuker der fast durch die Decke geht, wenn er raus kommt wieder normal. Das kann man aber nur mit Erfahrung managen, daher sehe ich das LAgern von Material und das benützen als kritisch und teuer an, solange es nicht die Kasse zahlt :-)

Smileyneu
19.06.2014, 08:40
Alternativ zur Fingerkuppe ginge auch das Ohrläppchen falls es mit der Fingerkuppe (zB kalte Finger) nicht klappt.

Bitte auch beachten das BZ-Geräte eine Abweichung von bis ca. 10% haben können.

Hunted
19.06.2014, 10:49
Dazu aber noch mal eine dumme Frage an evtl. mitlesende Diabetiker, Ärzte oder Sanis: Warum muss ich mich mit der Lanzette ausgerechnet in die Fingerkuppe stechen, ausgerechnet die am besten mit Nerven versorgten Körperteile, wo selbst eine kleine Stichverletzung im Alltag über Stunden bis Tage lästig ist.

Warum eigentlich keine Blutentnahme am Unterarm oder anderen weniger empfindlichen Körperteilen?


Bei vielen Diabetikern (irgendwann eigentlich bei allen) kommt es aufgrund der Krankheitsfolgen zu einer Neuropathie, was das Problem mit den Schmerzen limitiert. Zumal der Mensch sich ja an fast alles gewöhnt.
Zu den eigentlichen Gründen: Man braucht für die herkömmlichen Messgeräte Kapillarblut (bei manchen geht auch venöses Blut). An venöses Blut komme ich nur indem ich eine Vene punktiere. Für die mehrfach tägliche Routinemessung absolut unpraktikabel (und unnötig). Ich brauche also ein gut durchblutetes Kapillarbett. Und das findet sich typischerweise an den Fingerspitzen, dem Ohrläppchen oder bei Babys/Kleinkindern der Ferse. An den genannten Stellen ist eine Messung daher auch gleichwertig möglich. Die Präferenzen der Patienten sind da je nach Gewohnheit sehr unterschiedlich.
Ein kleiner Tipp aus der Praxis übrigens, wenn man nicht direkt "frontal" in die Fingerspitze sticht - also den Bereich mit dem wir tasten -, sondern seitlich, dann tut es nicht so weh und es stört auch im Verlauf nicht, da man nicht so schnell "dran kommt". Und Blut kommt genau so ;-)

Oscar
23.06.2014, 13:38
Es stimmt aber schon: Ein Blutzuckermessgerät braucht man eigentlich nur, wenn man den Blutzuckerspiegel regelmäßig überwachen muss. Rettungsdienst und ähnliche Herumtreiber haben die auch nur dabei, um mal abschätzen zu können, warum es Leuten schlecht geht. Behandeln kann man dann aber, vom Verabreichen zuckerhaltiger Getränke oder ähnlichem mal abgesehen, aber trotzdem erstmal nichts. Insulin wird erst im Krankenhaus gegeben, weil dabei "unterwegs" ziemlich viel schieflaufen kann. Und Zuckerchen intravenös ist auch nicht so einfach, denn Glucose ist ja nicht nur ein prima Energieträger, sondern auch ein Zellgift. Wenn man da die Vene verfehlt, wird der Arm schwarz. :peinlich:
Und da niedriger Blutzucker zum Schock führt, also zu schlechter bis aussetzender, periferer Durchblutung, lassen sich bei Leuten, die Glucose bräuchten, kaum sichere Zugänge legen.

Sprich: Manchmal ist es nett, den Blutzuckerwert zu kennen, aber letztlich hat man doch nichts davon.
Wenn man sich dann noch überlegt, wie anstrengend die Lagerung bzw. der Nachkauf ist, kann man eigentlich nur davon abraten, Geld für sowas auszugeben.

Simka
25.06.2014, 00:33
Mal etwas weiterfuehrend, wie kann ich als Leie (wenn das ueberhaupt geht) Insulin gewinnen. Irgend wie spukt in meinem Hirn der Gedanke das Insulin aus irgendwelchen Tiermaegen gewonnen wird.

drudenfuss
25.06.2014, 03:28
Mal etwas weiterfuehrend, wie kann ich als Leie (wenn das ueberhaupt geht) Insulin gewinnen.

Die Diabetiker die ich kenne "gewinnen" ihr Insulin indem sie es in der Apotheke gegen ein Rezept eintauschen. Ansonsten wird Insulin in der Bauchspeicheldrüse produziert.

DerDude
25.06.2014, 11:07
Mal etwas weiterfuehrend, wie kann ich als Leie (wenn das ueberhaupt geht) Insulin gewinnen. Irgend wie spukt in meinem Hirn der Gedanke das Insulin aus irgendwelchen Tiermaegen gewonnen wird.
Nicht Mägen, sondern Bauchspeicheldrüsen

Kurzer geschichtlicher Abriss: http://www.animalresearch.info/de/medizinischer-fortschritt/143/insulin-isoliert/

Der artikel zeigt aber auch die Komplexität - man muss das Insulin rein von anderen tierischen Fremdeiweißen haben, sonst kommt es zu Abstoßungsreaktionen, außerdem muss der Insulingehalt konstant und bekannt sein, damit man es adäquat dosieren kann - dazu kommt, dass die Herstellung natürlich noch absolut steril zu erfolgen hat, da es sich ja um eine Injektionslösung handelt - also was, was in ein entsprechendes Setting gehört und niemals im Rahmen einer Notsituation zuHause gemacht werden kann.
Mittlerweile wird Insulin gentechnisch hergestellt, was den Vorteil hat, dass man nicht mehr tierisches Insulin sondern Humaninsulin herstellt (besser verträglich), außerdem keine tierischen Fremdeiweiße mehr vorhanden sind.

urbanrolli
26.06.2014, 03:43
ja, ich messe auch regelmässig, bekomme aber die streifen von der kasse, da ich insulin spritze., da kommt noch insulin dazu, passend zum pen,
die stechlanzette.

es gibt so ne kontollflüssigkeit, damit soll man auch das gerät überprüfen lassen.....
habe recht kleine geschenkt bekommen, und der arzt schreibt auf was ich sage, aleso für die neuen teststreifen geholt...habe drei dieselben, zuhause unterwegs und im bob.
da hab ich natürlich auch traubenzucker gebunkert in ein süssgetränk, und was zu futtern...

allerdings hab ich drei sachen zu kühlen, das insulin, mein foster spray, und die morphiumpflaster....die kleben schlecht bei hitze....
habe dicke kühlakkus und ne kleine viereckige kühltasche......und wenns sein muss nen autokühler...für die anzünderdose....

hatte auch schon werte um 400.......da muss man drauf achten, das dsa gerät so hoche werte messen kann.....allerdings auch mal 56......
nun da muss ich auch für mich sorgen und meine malzeiten einhalten.....nach der mukibude ist der zucker dann schön unten

wennde unbedingt nen gerät haben möchtest, das bekommste oft geschenkt in den apotheken...

lg urban-rolli

Frequenzkatastrophe
26.06.2014, 06:10
Die Frage woher bekommt man Insulin beschäftigt mich auch schon länger, ebenso wie die Frage der Herstellung bzw. Rückgewinnung von Antibiotika.
Ich bin nicht selbst betroffen aber als Student der sich gerade durch die Biochemie quält ist das immer mal ein interessantes Gedankenspiel.

Vielleicht diskutieren wir das aber besser unter nem anderen Thema oder benennen das hier um von "Blutzuckermessgeräte" zu Diabetes/Insulin/Blutzucker oder so. Daher fasse ich mich jetzt auch erst mal kurz damit der Faden hier nicht zu off topic abgleitet, ggf. später mehr.

epwin
26.06.2014, 07:45
Die Frage woher bekommt man Insulin beschäftigt mich auch schon länger, ebenso wie die Frage der Herstellung bzw. Rückgewinnung von Antibiotika.
Ich bin nicht selbst betroffen aber als Student der sich gerade durch die Biochemie quält ist das immer mal ein interessantes Gedankenspiel.

Vielleicht diskutieren wir das aber besser unter nem anderen Thema oder benennen das hier um von "Blutzuckermessgeräte" zu Diabetes/Insulin/Blutzucker oder so. Daher fasse ich mich jetzt auch erst mal kurz damit der Faden hier nicht zu off topic abgleitet, ggf. später mehr.

Hallo,

Danke an Frequenzkatastroph.

Ich würde auch gerne der Übersicht halber den Titel bei "Blutzuckermessgeräte" lassen.

Ein neues Thema über die Insulin (Gewinnung, Lagerung usw.) sollte an anderer Stelle geöffnet werden (meine persönliche Meinung).


OK,
über Blutzuckermessgeräte wurde ja schon das eine oder andere geschrieben.

Wer hat eine Kaufempfehlung für ein "robustes Geräte" - für den der eines sich zulegen will?

Andere Frage:
Wie "kompatibel" sind die Teststreifen eigendlich zu anderern Geräten?
Auf was muss man bei den Teststreifen achten (ausser auf den Preis und das Verfallsdatum)?

Oscar
26.06.2014, 09:18
Im Prinzip sind die überhaupt nicht kompatibel. Da sollte man dann genau nachschauen.
Ich kann mir, im Bezug auf die verschenkten Messgeräte und die teuren Streifen, aber auch vorstellen, dass es ähnlich ist wie bei Druckern: Es gibt günstige, bei denen der Hersteller das Geld mit teuren Tintenpatronen mehrfach wieder reinholt, und teurere, bei denen die laufenden Kosten geringer ausfallen. Das ist aber nur eine böse Unterstellung. :rolleys:

DerDude
26.06.2014, 10:42
Wie "kompatibel" sind die Teststreifen eigendlich zu anderern Geräten?
Auf was muss man bei den Teststreifen achten (ausser auf den Preis und das Verfallsdatum)?
Innerhalb eines Herstellers teilweise bei meheren Modellen passend, ansonsten halt überhaupt nicht.

Ich kann mir, im Bezug auf die verschenkten Messgeräte und die teuren Streifen, aber auch vorstellen, dass es ähnlich ist wie bei Druckern: Es gibt günstige, bei denen der Hersteller das Geld mit teuren Tintenpatronen mehrfach wieder reinholt, und teurere, bei denen die laufenden Kosten geringer ausfallen. Das ist aber nur eine böse Unterstellung
Das teure sind immer die Streifen - zumindest bei den Geräten zur Selbstmessung - "günstige" Blutzuckermesssysteme sind in Komplexen Groß-Laborgeräten verbaut - wo der Zucker als ein Wert von vielen mitbestimmt wird - da sind wir aber im Bereich von einigen Hunderttausend Euro für ein entsprechendes Laborgerät, was halt auch wartungs- und kostenintensiv ist, bei einigen hundert Messungen täglich aber halt günstig die einzelnen Werte bestimmt - also nur was für Krankenhäuser oder halt für Labor-Zentren, die für Arztpraxen Laboruntersuchungen vornehmen.

wennde unbedingt nen gerät haben möchtest, das bekommste oft geschenkt in den apotheken...

Oder in Arztpraxen ect. - die Pharmavertreter werfen einem die Dinger hinterher, weil sie halt gerne damit Kunden binden wollen und dann an den Streifen verdienen


Als Nutzer bekommt man oft auch neue Geräte einfach bei Anfrage beim Hersteller zugeschickt - ebenso wie Batterien ect - dass man ja nicht zu einem anderen Produkt wechselt.
Da die Geräte oft in schönen Reißverschlußtaschen mit Netz-taschen, Gummischlaufen...) kommen, hat man die auch oft über (nett für Digi-Cam, Sortiertasche für Kleinkram....)

Bei der Wahl der Geräte gibt es eigentlich recht wenig Unterschiede - wichtig ist halt nur die haltbarkeit der Streifen - ein weitverbreitetes Gerät hat natürlich den Vorteil von Synergieeffekten (z.B. Streifenrotation, gerade bei selten genutzten Geräten in Notfallkoffern...)

Früher gab es noch Farbskalen zum Ablesen, die ähnlich wie Lackmuspapier über Verfärbung über den BZ auskunft gegeben haben sind nicht mehr gebräuchlich!

urbanrolli
26.06.2014, 12:33
es git auch welche die zum bespiel messgeräte die du ans apfeltelefon anschliessen kannst, das macht dann auch gleich statistik und so.
nun unterschiedlich sind auch die speicherplatzanzahl.
es gib auch welche, die warnen wenn die tendenz sich negativ verändert...da kanste dann auswählen vor und nach dem essen.

unterschiede gibts auch in der energieversorgung. mache über usb, oder knopfzellen (die sind blööd für den notfall)
und welche mt batterie.

unterschiedlich sind dann noch die grösse,gewicht,diesplaygrösse, mit und ohne codierung...

also jede menge unterschiede..
aber jeder koch sein eigenes süppchen...es passt immer nur das dazugehörige teststreifenan gebot dazu...

lg urban-rolli

Vollzeit-Opa
26.06.2014, 12:59
Warum eigentlich keine Blutentnahme am Unterarm oder anderen weniger empfindlichen Körperteilen? die gleiche Frage stelle ich mir auch (mußte mal für eine Zeit regelmäßig kontrollieren) ... hatte ein "Piks-Gerät" mit zwei Aufsätzen - für den Finger (nicht so tief) und die herzhafte Variante für den Oberschenkel.
Das Argument mit der Toleranz zählt doch wohl weniger (auf die Stellen hinter dem Komma :rolleys:

Gruß von mir

Frequenzkatastrophe
26.06.2014, 13:02
Ich würde mir als Otto-Normal-Prepper kein BZ Messgerät zulegen. Ich halte den diagnostischen Nutzen für zu gering.
Wenn ich aber der Meinung wäre, ich brauche ein BZ-Messgerät würde ich mir nicht die Mühe machen Geräte zu vergleichen oder mich mit Übertragung der Werte auf irgendwelche anderen Geräte rumzuschlagen.

Ich würde einfach mal in der Apotheke nach einem Gerät fragen alternativ zu DM oder einem Drogeriemarkt gehen und mir dort ein Gerät mit 10 Teststreifen holen (Kosten 5-15€) und dies nach Ablauf der Teststreifen (ca.2 Jahre) wegwerfen und neu kaufen. Mache ich für meinen medizinischen Notfallrucksack auch so.

Dieses Gerät würde ich dann einmal auspacken und mich damit vertraut machen anschließend mit einigen Streifen Traubenzucker und einer Karte auf der die Blutzucker "Normalwerte" vermerkt sind einlagern.

Damit ihr nicht zu lange suchen müsst, hier die Blutzucker "Normalwerte", nicht wundern es gibt 2 Maßeinheiten, daher immer doppelte Werte, ich beziehe mich immer auf Werte aus dem Finger oder venösem Blut:

Blutzucker:
Normal (nüchtern) Untergrenze: 80mg/dl bzw. 4mmol/l, Obergrenze 160mg/dl bzw. 9mmol/l
Unterzucker akut behandlungsbedürftig: < 70mg/dl bzw. 3,5-4mmol/l Maßnahme Zucker verabreichen.
Zu viel Zucker im Blut ist in der Akutsituation behandlungsbedürftig über: 180mg/dl bzw. 10mmol/l Maßnahme: Flüssigkeit (elektrolythaltig) verabreichen.

Wichtiger Hinweis, das hier gilt als extrem vereinfachtes Schema für Laien in Akutsituationen und hat nichts mit der Diagnose oder dem Ausschluss von Krankheiten wie Diabetes mellitus zu tun!

Ich bin mir schon bewusst, dass die Werte die ich gerade genannt habe, in Leitlinie xy um 5mg/dl höher oder tiefer sind und das es vermutlich eine Diskussion geben wird aber als praxisnahes Schema für Laien halte ich die Werte für ok.

Hunted
27.06.2014, 00:47
Ich würde es sogar noch einfacher machen:
Behandlungsbedürftig (in der Akutsituation und durch einen Laien) ist der Patient nur dann, wenn er auffällig ist, neurologische oder vegetative Symptome zeigt.
D.h. z.B. wesensverändert, eingetrübt, delirant, schockig, etc.

Alles andere ist etwas für den Intenisten und eine langfristige Blutzuckereinstellung. Denn auch Werte von 180mg/dl (und deutlich höher) sind zwar nicht gesund, bringen einen aber nur sehr langsam (Jahre) um. Also ruhig bleiben und nur dann intervenieren, wenn der Patient auch wirklich Hilfe braucht.
Denn wir behandeln ja keine Zahlen, sondern Menschen.

Gute Nacht :-)

epwin
04.08.2014, 13:27
Hallo,

wie hat man eigentlich vor der Zeit der digitalen Blutzuckmessgeräte den Blutzucker gemessen?

Wolfshund
04.08.2014, 13:42
Da gab es Teststreifen die mit Farbveränderung den Blutzucker angezeigt haben.
Die Teile kenne ich (zum Glück) nicht.

Davor hat man sich vermutlich einfach nur an die Symptome gehalten.

PrepperJohn
04.08.2014, 13:50
Hallo,

wie hat man eigentlich vor der Zeit der digitalen Blutzuckmessgeräte den Blutzucker gemessen?

Geruch, farbe und Geschmack des Urins..


Lg John

Wolfshund
04.08.2014, 14:08
Geruch, farbe und Geschmack des Urins..


Lg John

Damit kannst du nur auf einen dauerhaft erhöhten Blutzucker schließen. Für den Balanceakt zwischen Insulin & Glucose reicht das nicht.

TheHamster
04.08.2014, 17:43
Wie hat man vor den EKG Geräten gearbeitet.... Gar nicht mit dem Wert...

Diabetes ist zwar ne "Modekrankheit" Aber eine die eben auch noch nich soooo lang bekannt ist. Es gab aber wirklich den Test mit Uringeschmack und Co---

ksbulli
04.08.2014, 18:30
Moin epwin, moin @ll,

Hallo,

wie hat man eigentlich vor der Zeit der digitalen Blutzuckmessgeräte den Blutzucker gemessen?

nun, da ist wohl mal wieder ein "alter Sack" gefragt... :rolleys:

Früher war das so (ich habe das in der Verwandtschaft mehrfach miterlebt):

Bei Verdacht auf (Alters-)Diabetes wurde der Patient / die Patientin i.d.R. einige Zeit stationär aufgenommen und die Blutzuckerwerte wurden laborchemisch ermittelt. Anschließend wurde Patient "eingestellt", d.h. es wurde ein Speise- / Diätplan ausgearbeitet, welcher auf die gewählte Medikamentation angepasst war. Anschließend hieß es regelmäßig selbst zu medikamentieren (bis hin zum Insulinspritzen) entsprechend den Zeiten der Nahrungsaufnahme morgens, mittags und abends. Dazu kam dann das berühmte zählen der "BE" (Briteinheiten) mit denen die Kohlehydratzufuhr entsprechend der Insulindosis kontrolliert wurde. Jede tass Kaffe mit Milch und Zucker, das Brötchen mit Marmelade oder was immer es war mußte peinlich genau berechnet werden. Theoretisch zumindest.
Gerade ältere Menschen neigten da schon einmal zum berühmten "sündigen" und nahmen es nicht immer so genau. Die Folge war i.d.R. Übergewicht und auch mal die eine oder andere Entgleisung.
Daher wurde die Einstellung auch regelmäßig vom Arzt kontrolliert und ggfs. während einer erneuten stationären Phase erneuert.

Mensch sollte hierbei einfach verstehen, dass die Dosierung 3* am Tag zu erheblich größeren Insulin- und Blutzuckerschwankungen und somit auch zu entsprechenden Belastungen des Organismus führte, als dies mit einer niederschwellig-kontinulierlichen, bedarfsangepassten Dosierung über einen Pen oder eine Insulinpumpe heute möglich ist...

Hier hat die moderne Technik nicht nur einen Markt eröffnet, sondern den Patienten einen erheblichen Zugewinn an Lebensqualität und eine verbesserte Behandlung ihrer Erkrankung gebracht.

Hoffe geholfen zu haben

Christian

drudenfuss
04.08.2014, 18:55
Diabetes ist zwar ne "Modekrankheit" Aber eine die eben auch noch nich soooo lang bekannt ist.

Eine meiner Großmütter ist vor über 40 Jahren an Diabetes gestorben. Ist wohl doch schon ne Weile bekannt und sie als Modekrankheit zu bezeichnen halte ich für zumindest entgleisend.

epwin
04.08.2014, 18:58
Hallo,

dann hat man wohl Kolorimeter für die Blutzuckermessung vor den Testtreifen eingesetzt?
(Eigentlich eine retorische Frage)

Hat jemand eine Beschreibung wie die Messung mit einem Kolorimeter funktuionierte bzw. ablief?

-----

Danke für die Info an 0815-Mandy.

TheHamster
04.08.2014, 19:02
Modeerkrankung war darauf bezogen dass es immer mehr Erkrankte gibt. Und nicht irgendeine Beleidigung... Nur falls es so aufgefasst wurde :D

Und lang bekannt ist Diabetes nicht wenn man es mal mit Grippe o.ä. vergleicht. Aber es ist eben so dass die meißten Erkrankungen erst in den letzte 200 Jahren bekannt geworden sind.

Vollzeit-Opa
04.08.2014, 19:21
Und lang bekannt ist Diabetes nicht wenn man es mal mit Grippe o.ä. vergleicht. Aber es ist eben so dass die meisten Erkrankungen erst in den letzte 200 Jahren bekannt geworden sind. ... wenn "das Altertum" nicht lange ist? Damals hat man diese Erkrankung durch eine "Geschmacksprobe" ermittelt - übrigens gab der Beiname "mellitus" noch die Geschmacksrichtung vor im Zeitalter von Süßstoff und Stevia ist "Honigsüße" etwas Vorstellbares.
..... uuuund in der ersten Hälfte der erwähnten 200 Jahre hatte die Menschheit (meistens) andere Sorgen / Krankheiten. Grippe hingegen ist eine relativ junge Erkenntnis, man schrieb noch im Mittelater der Influenza andere Ursachen als Viren zu.

Nicht daß es diese Krankheit - wie auch andere nicht gab, sie hatten oft andere Namen - an den Symptomen orientiert.

Gruß von mir

Basmyr
04.08.2014, 22:44
Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Das besondere an chronischen Erkrankungen ist, dass sie nicht heilbar sind. Diabetes mellitus ist eigentlich eine tödliche Krankheit, wenn wir nicht in der Lage wären, mittels Geräten und Insulin gegenzuwirken.

Es stimmt, dass damals mittels Geschmacksprobe Diabetes festgestellt werden konnte. Dies ist aber mitnichten bei längerer Diabeteserkrankung so, sondern ab etwa 180mg/dl Glucose im Blut. Man nennt es "Nierenschwelle". Ab diesem Wert versucht die Niere Glucose über den Harn auszuschwemmen.

Viele chronische Krankheiten werden bei einem länger andauerndem SHTF tödlich sein. Gerade Diabetes ist da ein echtes Miststück. 1. braucht man Messtreifen, die nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. Zweitens Insulin, auch nicht ewig haltbar.
Wenn nur die Teststreifen fehlen, wird es schon eng. Ist aber machbar für Menschen, die gut eingestellt sind und konsequent rechnen. Für viele kann das aber schon tödlich sein, wenn sie sich zu viel spritzen, weil sie sich verschätzen.
Wenn das Insulin fehlt, kann es sehr schnell gehen.

Heutzutage, im modernen Krankenhausalltag, sind Blutzuckermessungen standard bei jedem Patienten ab einem gewissen Alter und Gewicht. Das liegt daran, dass Diabetes eine schleichende Krankheit ist, die man sehr lange Zeit nicht erkennt. Bevor ein Koma droht, zerstören einem die Zuckerkristalle die feinsten Blutgefäße. Augen zum Beispiel, oder die Nieren. Auch sind die feinen Kapillaren der Finger und Füße dran. Dadurch sind diese nicht mehr so sensibel, und der Diabetiker hat dann fiese, schlecht heilende Wunden an den Füßen.

Sehr viel früher gab es kaum Diabetiker. Diabetes mellitus Typ1 (die angeborene Variante) überlebten die Babys nicht sehr lange. Sie starben innerhalb von Wochen. Die anderen, die durch Bauchspeicheldrüsenentzündungen keine Zuckerregulierungen hatten, hatten so dermaßen starke Schmerzen, dass wahrscheinlich niemand daran dachte, dass sie vielleicht wegen des Zuckers ins Koma fielen.
Und Typ2-Diabetes: Bei einer Lebenserwartung von etwa 35-40 Jahren war diese wohl nicht sehr häufig. Und bei den wenigen älteren dachte man wohl eher an eine natürliche Todesursache.

Symptome einer Überzuckerung sind übrigens:

Starker Durst
Erhöhte Harnausscheidung
Schwäche
Herzrasen



Blutdruckabfall
Erbrechen


Ihr könnt euch vorstellen, dass das so allgemeine Symptome sind, dass man nicht zwingend an einen hohen Blutzucker denkt.

Grüße
Basmyr

Waldschrat
04.08.2014, 23:01
Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Das besondere an chronischen Erkrankungen ist, dass sie nicht heilbar sind. Diabetes mellitus ist eigentlich eine tödliche Krankheit, wenn wir nicht in der Lage wären, mittels Geräten und Insulin gegenzuwirken.



Ich glaube, hier redest Du vom Typ 1, der Autoimmunkrankheit, wo die Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Der Diabetes Typ 2 ist durchaus kurierbar, nämlich durch Sport, Abspecken und kohlehydratarme Ernährung,



Es stimmt, dass damals mittels Geschmacksprobe Diabetes festgestellt werden konnte. Dies ist aber mitnichten bei längerer Diabeteserkrankung so, sondern ab etwa 180mg/dl Glucose im Blut. Man nennt es "Nierenschwelle". Ab diesem Wert versucht die Niere Glucose über den Harn auszuschwemmen.




Die klassische Probe mittels Urinteststreifen. Die gilt aber für beide Typen und sagt Dir herzlich wenig, welche Art von Diabetes vorliegt. Was wir nämlich heute zu beinahe 90% haben, das ist der Typ 2, die Insulinresistenz der Zellen wegen einer Überernährung mit Kohlehydraten.


Ich habe mir mal (War billig, 19,90) ein Blutzuckermessgerät gekauft und damit rumexperimentiert, ich liebe ganz einfach Messgeräte und bin neugierig :lächeln:Nun, je nach Tagesform und Essen war zwischen 70 und 120 so ziemlich alles drin. Meine Ärztin, auf die Messwerte angesprochen, hat mich für völlig gesund erklärt

Viele Grüsse


Matthias

Basmyr
04.08.2014, 23:22
Ich habe Diabetes erstmal grundsätzlich in einen Topf geworfen, stimmt. Das liegt aber daran, dass ich damit eigentlich darauf hin wollte, dass Diabetes echt doof ist und wir nicht viele Möglichkeiten besitzen, dagegen was zu tun, wenn wir keine Messgeräte und -streifen sowie Insulin haben.
Welchen Typ von Diabetes man hat, ist insoweit erst einmal wurscht. Ohne Therapie ist sie tödlich. Das man DMII entgegen wirken kann, stimmt. Ich habe im pflegerischen Alltag aber keinen solchen Fall erlebt. Das liegt nicht daran, dass ich anderer Meinung wäre, sondern an den Patienten :)

Waldschrat
05.08.2014, 00:09
I
Welchen Typ von Diabetes man hat, ist insoweit erst einmal wurscht. Ohne Therapie ist sie tödlich.

Hallo Basmyr,

hier widerspreche ich deutlich.


Ein Diabetes Typ 1 ist ohne Behandlung (Insulin) tödlich, ein Diabetes Typ 2 ist durch Abspecken und eine kohlehhydratreduzierte Diät locker zu therapieren.


Meint

Matthias

Basmyr
05.08.2014, 00:19
Ich habe dir doch gerade zugestimmt... :confused:
Aber das liegt vielleicht daran, dass Abspecken und eine Diat für mich eine Therapie darstellen.

Grüße
Basmyr

Thurgovia
22.08.2014, 20:58
Welchen Typ von Diabetes man hat, ist insoweit erst einmal wurscht. Ohne Therapie ist sie tödlich. Das man DMII entgegen wirken kann, stimmt. Ich habe im pflegerischen Alltag aber keinen solchen Fall erlebt. Das liegt nicht daran, dass ich anderer Meinung wäre, sondern an den Patienten :)


Ich denke im Krisenfall mit knappen REssourcen dürfte sich der eine oder andere Typ2-Diabetes "von selbst" Therapieren dank mehr körperlicher Anstrengung und weniger reichhaltigem Essen.
Ein BZ-Messgerät gehört für mich nicht zur notwendigen medizinischen Ausrüstung, ausser für Typ1-Diab.


Dass DiabetesII als "Modekrankheit" erscheint hat mMn mit der heutigen Lebensweise zu tun: zuviel, zu fettes, zu süsses und zu salziges Essen bei gleichzeitig zuwenig Bewegung.


Insulin ist bei einem TypII nicht von Anfang an ein Thema, das sind dann die ganz schweren Fälle. Vorher gibt es diverse Tabletten mit versch. Wirkmechanismen und in Kombination. Schwierig für den Laien ;-) In meinen Augen geht man mit solchen Experimenten dann weitaus grössere gesundheitliche Risiken ein als - selbst mit einem während Jahren verschleppten - Typ II. Bei Verdacht Ernährung und BEwegung anpassen wäre wohl die sinnvollste Option. (Eine Diabetes-"Diät" ist durchaus mit Grundnahrungsmitteln und genug Gemüse machbar ;-) )


Konsequenterweise müsste man zum BZ-Messgerät eine halbe (rezeptpflichtige) Apotheke miteinlagern: Cholesterinsenker, Blutdrucksenkende Medikamente, eben Diabetesmedikamente um eine umfassende Behandlung zu gewährleisten. Denn "nur" die BEhandlung des Diabetes2 allein ist noch nicht die Lösung des Stoffwechselproblems - welches wie oben schon beschrieben durchaus mit angepasster Ernährung und Bewegung positiv beeinflusst werden kann.

Gnomkeller
22.08.2014, 21:20
Hallo Basmyr,

hier widerspreche ich deutlich.


Ein Diabetes Typ 1 ist ohne Behandlung (Insulin) tödlich, ein Diabetes Typ 2 ist durch Abspecken und eine kohlehhydratreduzierte Diät locker zu therapieren.


Meint

Matthias

Ich kann dem nur zustimmen. Als "betroffener" kann ich bei einer Wanderung und zT. bei der Arbeit je nachdem was ich mache ohne Insulin auskommen. Ich habe vor allen für die Nacht ein Insulin. Da dieses bei einer neuen Charche bis 3 Jahre haltbar ist, habe ich genug an Lager :-) Meine Mutter ist ebenfalls Typ 2 und "muss" nur bei grossen Essen wie Weihnachtsessen oder Firmenanlässe auf Insulin zurück greifen. Daher ist Typ 2 bei einem Notfall weniger anfällig als zT. andere Krankheiten.

Kohlenjydrat verzicht kann auch bei Krebs helfen, denn diese brauchen dies als Hauptnahrung. (Keine Wissenschaftliche Aussage, Erfahrungswert einer Typ1 Diabetes / Darmkrebs Patientin)

Meint Ismael

ID 7197
23.08.2014, 08:38
Hallo Ewin

http://www.foracare.ch/Meter-G71.html
http://blood-glucose-meters.findthebest.com/l/35/Fora-G71a
http://www.medipreis.de/preisvergleich/Fora-G71a-Blutzuckermesssystueckmg-dl-50lanz.plustestueck-1-Stueck-Foracare-Suisse-AG-09441639

Klein, Preiswert, Leicht

Die Mess-Streifen sind das Teuere! (50 Stck so um die 25 Euro)

Normaler Blutzucker 80-120 m/dl

Medikation:

Tabletten zur Erniedrigung einer zu hohen Insulintoleranz =>Diabetis Typ 2 (Alterszucker) => z.B. Glucophage
Tabletten zur Erhoehung der eigenen Insulinproduktion => Diabetis Typ 2 => z.B. Novonorm
Insulin unter die Haut spritzen => Diabetis Typ 1

Tabletten sicher ein paar Jahre bunkerbar
Insulin muss gekuehlt werden, begrenzt haltbar

Markus

ID 7197
23.08.2014, 09:18
Hallo Wolfgang

Preiswert, klein, leicht:

http://www.foracare.ch/Meter-G71.html
http://blood-glucose-meters.findthebest.com/l/35/Fora-G71a
http://www.medipreis.de/preisvergleich/Fora-G71a-Blutzuckermesssystueckmg-dl-50lanz.plustestueck-1-Stueck-Foracare-Suisse-AG-09441639

Teuer sind die Teststreifen, damit wird das Geld verdient:
http://www.medizinfuchs.de/preisvergleich/fora-d40-v30-g30-g31-g71-blutzucker-teststreifen-2x25-st-foracare-suisse-ag-pzn-9285702.html

Normalzucker: 80-120 mg/dl

Behandlung:

Tabletten zur Erniedrigung einer zu hohen Insulintoleranz
=> Diabetis Typ2 ("Alterszucker")
=> z.B. Glucophage, gut lagerbar

Tabletten zur Erhoehung der eigenen Insulinproduktion
=> Diabetis Typ2
=> z.B. Novonorm, gut lagerbar

Insulin zum unter die Haut spritzen => Diabetis Typ1 oder schwerem Typ2
muss gekuehlt gelagert werden!

Markus

- - - AKTUALISIERT - - -

OOUUPS: bei der ersten Antwort habe ich ne Fehlermeldung bekommen,
darum nochmal geschrieben...
und dann noch "Ewin" "Wolfgang" ....
SORRY, Epwin

Thurgovia
23.08.2014, 09:53
Behandlung:


Tabletten zur Erniedrigung einer zu hohen Insulintoleranz
=> Diabetis Typ2 ("Alterszucker")
=> z.B. Glucophage, gut lagerbar


Tabletten zur Erhoehung der eigenen Insulinproduktion
=> Diabetis Typ2
=> z.B. Novonorm, gut lagerbar


Insulin zum unter die Haut spritzen => Diabetis Typ1 oder schwerem Typ2
muss gekuehlt gelagert werden


Excusez... Aber hier habe ich jetzt ein wenig Mühe...
Eine Behandlung des Diabetes mit Medikamenten gestaltet sich nicht so wie die Behandlung mit einem Aspirin.
Also so dass man mal (irgendein) Medikament nimmt und dann mal schaut was passiert.


Mit Diabetesmedikamenten (=Antidiabetika) wird massiv in den Stoffwechsel eingegriffen.
Dies beginnt schon bei der Dosierung. Sollen nun 500, 850 oder 1000mg Glucophage sein? 1,2,3x am Tag?
Um welche Substanzklasse handelt es sich denn genau beim eingelagerten Stoff (immerhin gibt es 5 komplett verschiedene Grundsubstanzen in Tablettenform und davon wiederum Fixkombinationen. Natürlich alles rezeptpflichtig.)


Insulin in Selbstanwendung für Laien geht für mich absolut nicht! Eine Überbehandlung mit Insulin kann tödlich sein und das nicht über längere Zeit sondern akut in Minuten/Stunden!


Deshalb schaue ich ein Blutzuckermessgerät im Notvorrat auch sehr kritisch an: Was macht man mit den einmal erhaltenen Werten?
Das einzig vernünftige für den medizinscihen (Halb)Laien ist und bleibt Diabetesernährung und Bewegung - da wird schon soviel erreicht beim Diabetes Typ II im Anfangsstadium.


Bei bereits diagnostiziertem Diab. 1 oder 2 ist es mMn logisch, dass man für einige Monate vorsorgt mit Testmaterial und Medikamenten. Aber eine Neudiagnose und Einstellung in Laienhänden: Nein!

ID 7197
23.08.2014, 10:27
Epwin hat nach einem Blutzuckermessgeraet und Teststreifen gefragt.

Diese Informationen habe ich mit Medikamentenarten und Basiswerten geliefert.

Mein Post ist keine Anleitung zur Selbstdiagnose, Einstellung oder Selbstbehandlung.

Thurgovia
23.08.2014, 11:51
@ Kinflute
Deine "Informationen" sind meines Erachtens eine kurze Zusammenstellung was du bei dem Stichwort bei Dr. Google gefunden hast. Sie sind weder vollständig noch wirklich nutzbar für jemanden, der ernsthafte Informationen sucht zum Thema BZ-Geräte, Messwerte (und vor allem Messwertbeurteilung. Es kommt beispielsweise auch drauf an WANN denn gemessen wird und ob es sich um ein sog. Tagesprofil oder die Kontrolle vor oder nach eine Mahlzeit handelt, das erwähnst du mit keinem Wort. Ist aber eine ganz wichtige medizinische Tatsache. Auch fehlt mir jeglicher Hinweis auf die vielen verschiedenen Tabletten-Medikamenten. Neben Glucophage (das ist nur ein Handelsname, nicht die Substanz) gibt es noch zig gleiche Medikamente: Bei allen handelt es sich um die generische Substanz (= chemische Bezeichnung der Wirksubstanz eines Medikaments) Metformin.

Meine persönliche Meinung bei medizinischen Themen ist einfach, dass man sich besser raushält wenn man es nicht so genau weiss oder nicht aus Erfahrung spricht. Persönliche ERfahrungen sind interessant auch wenn sie nicht der gängigen medizinischen Empfehlung/ Praxis entsprechen. Aber allgemeine Ratschläge aus Google und Co. nützen meiner Meinung nach einem Fragesteller nicht viel. Leider findet sich im Netz unglaublich viel halb wahres oder sogar falsches oder nicht mehr praktiziertes weil nicht bewährt.

Falls du tatsächlich Experte auf dem Gebiet Diabetes bist dann nimm mein Post bitte als Anlass darüber nachzudenken ob du dein Wissen hier nicht auch gewinnbringender für die Leser des Themas hättest einsetzen können.

ID 7197
23.08.2014, 12:05
Deine Posts sind hart an der Grenze der persoenlichen Beleidigung!

Frequenzkatastrophe
23.08.2014, 12:18
Vielleicht diskutieren wir das aber besser unter nem anderen Thema oder benennen das hier um von "Blutzuckermessgeräte" zu Diabetes/Insulin/Blutzucker oder so. Daher fasse ich mich jetzt auch erst mal kurz damit der Faden hier nicht zu off topic abgleitet, ggf. später mehr.

Moin, mal eine Bitte an die "Neuen" , bitte lest einen Faden komplett durch eh Ihr was postet (40 Seiten Postings natürlich nicht), ich hatte schon vor ca 2 Monaten gefragt, ob wir hier über BZ-Messgeräte und/oder Diabetes Therapie sprechen wollen - wir hatten uns dann gegen eine Diskussion der Diabetes-Therapie in diesem Faden entschieden (siehe Posting 18 und folgende), da dies zu weit vom Thema weg geht und vermutlich sehr weit abgleitet.

Dies ist ja auch hier gut gelungen ;-) Wenn jmd. sich die Mühe machen Will seine Gedanken zur Diabetes-Therapie ohne Arzt/Apothekenversorgung - strukturiert - in einem neuen Beitrag zu beschreiben steige ich gerne mit meinem begrenzten Wissen mit ein.

Thurgovia
23.08.2014, 12:44
@ Frequenzkatastrophe
Ich hatte den Thread gelesen aber es ist mir trotzdem nicht konkret genug aufgefallen, dass das Thema Therapie beerdigt wurde. Nun schreibe ich aber kein Wort mehr dazu ;-)

Selbsttest:
Habe soeben mein Bayer Contour hervorgegraben und ausprobiert. (Hatte die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes beim ersten Kind.) Ablaufdatum der Streifen 3/2012. Dreimal gestochen und probiert aber es kommt immer die Fehlermeldung "gebrauchter Streifen, neuen einlegen". Es ist also tatsächlich so dass das Ablaufdatum codiert ist und die Streifen danach nicht mehr funktionieren. Schade um die Streifen im Wert von rund 80 Sfr.....
Das Gerät selber ist sehr einfach zu bedienen. Habe es auch oft unterwegs benutzt u.a. bei Zugfahrten und das ging immer sehr gut trotz schütteln. Eine Stechhilfe ist dazu auch zu bekommen, erleichtert das Stechen sehr. Tut nur selten weh.

Gnomkeller
23.08.2014, 18:12
Für alle welche sich ein gratis Gerät anschaffen wollen und die Streifen selber kaufen wollen: Die meisten grossen Pharmahersteller geben die geräte Gratis ab mit meist 5-15 Teststreifen. Fragt einfach mal bei einem nach der Diabetes hat, die werden Vollgemüllt damit. Ich habe selber 2 St. als Backup falls mein Hauptgerät aufgiebt, ausserdem um die Abweichungen zu testen.

Die meisten Diabetiker haben ein Ausweis oder Armband dabei bei welchem steht dass Sie diese Krankheit haben. Daher ist die überlegung für einen Notfall etwas dabei zu haben gar nocht so schlecht. Denn ob es eine Überzuckerung (selten) oder Unterzuckerung ist sieht man als Laie nicht sofort.

Nachtfalke
31.08.2014, 17:06
@Thurgovia
Bei den meisten Geräten kannst du das Datum ändern. Stelle das Gerät einfach auf ein älteres Datum ein und deine "abgelaufenen" Streifen werden wieder funktionieren :lächeln:

Bei Teststreifen die "etwas" übers Datum sind spielt es keine Rolle, d.h. die Messwerte werden mit Sicherheit den von nicht abgelaufenen Streifen entsprechen. Aus eigenen Tests mit abgelaufenen Streifen kann ich es bestätigen. Die ältesten Streifen waren zwei Jahre drüber. Testgerät war ein Precision Xceed.
Wobei dieses nur ein Tipp ist um solche Streifen für "Übungsabende" zu verbrauchen.

Das mit den kostenlosen Geräten kann ich bestätigen. Verdienen werden die Pharmafirmen bzw. Apotheken an den Teststreifen. Für uns ist es billiger die alten Geräte zu entsorgen anstatt die Batterien zu wechseln.

Thurgovia
31.08.2014, 19:40
Danke Nachtfalke!
Auf die Idee bin ich leider nicht gekommen hätte es gerne ausprobiert.
Die Streifen sind schon weg...
Werde ich mir merken für ein vielleicht anderes Mal. ;-)

urbanrolli
31.10.2014, 00:11
ja das ist auch was, worüber ich mir seit tagen den kopf mit am arbeiten habe.
neue geschenkte geräte sind günstiger als neue batterien.

vor 2 wochen hatte ich dsa gefühl ich unterzuckere, und wollte das nachprüfen. batterien leer,
das nächste gerät, batterien leer...knopfzellen.....dumm gelaufen.
d.h. die entleeren sich auch beim lagern......

nun habe ich heute beim sortieren ein geschenktes gerät gefunden mit der möglichkeit es über usb aufzuladen..
na das ist doch nen massnahme.....

denn auch wenn es finanziell unsinn ist, aber da regt sich bei mir der prepairdness gedanke.
da wird die erde gleich noch ein paar tonnen mehr zugemüllt. ich habe da ehrlich gesagt skrupel,
einfach die geräte zu entsorgen und neue zu nehmen, die ich regelmässig geschenkt bekomme.
das hat mich zum nachdenken angeregt.

genauso wie ein insulinpen nicht nur praktisch, da man nur die nadeln und ampullen braucht, ist etwas weniger
müllintensiv...am anfang hatte ich son fertigpin, der dann weggeschmissen wurde...

jetzt hab ich einen aus metall, gut ist.

theoretisch ist alle halbe jahr nen neues gerät einzulagern gut, aber wie gesagt......der müllberg....
kleinvieh macht auch mist.

das sind also meine aktuellsten gedanken.....

zum thema blz messung/geräte...

lg urban-rolli

Waldschrat
31.10.2014, 00:27
Hallo zusammen,

Blutzuckermessgeräte haben eine ähnliche Eigenschaft wie Tintenstrahldrucker. Das Gerät gibt es fast für umsonst, das Verbrauchsmnaterial kostet ein Vermögen.

Als nicht Betroffener sage ich nur, ich lasse jedes Jahr beim Check-Up bei meiner Ärztin ein Blutbild machen, zum dem auch Blutzucker gehört, und gut ist es.

Was könnte ich übrigens als medizinischer Laie und Ersthelfer mit einem Blutzuckertestgerät anfangen? Fast nichts!

Bei Unterzucker könnte ich wenigstens noch Glukose geben. Bei Überzucker? keine Chance.

Meint

Matthias

Lioncourt
30.11.2014, 10:13
Interessanter Thread!

Ich habe sehr viel mit Diabeteskatzen zu tun, und die Einstellung derselben zeigt deutliche Unterschiede zur Einstellung eines Humandiabetikers. Wir versuchen in der Einstellung soviel als möglich einfach zu halten, da alles andere die meisten Katzenhalter überfordert (und die Anforderungen in Sachen Katzendiabetes auch ganz andere sind).

Wir DiabeTiger- Halter mögen alle robuste und günstige Testgeräte, die möglichst lange halten, und bei denen die Teststreifen keine Unmengen kosten. Wir müssen einfach viel häufiger messen als ein Humandiabetiker, unsere Katzen können uns ja nicht sagen, wenn es ihnen nicht gut geht, da hilft dann nur im Zweifelsfall einmal mehr messen.

Meine persönliche Empfehlung: das Contour bzw. Contour XT (neueres Modell) von Bayer. Bekommt man meist in der Apotheke für lau, lässt sich aber auch direkt vom Hersteller für lau beziehen (einfach mal auf die Homepage von Bayer Diabetes gehen).
Das alte Contour ist bei mir nun fast vier Jahre in Gebrauch, das würde ich schon fast als Langzeittest sehen.

Ich musste letzte Woche das erste Mal die Batterie wechseln.
Teststreifen bekommt man für beide Geräte (Achtung, das sind unterschiedliche, die vom alten Contour funktionieren nicht beim neuen XT, und vice versa) günstig in Onlineapotheken und auch sehr häufig für richtig günstig bei eBay.
Das Gerät ist schon mehrfach runtergefallen, auch auf Steinboden, reist im Wohnmobil mit, wurde zu warm und zu kalt gelagert, machte schon Bekanntschaft mit Spritzwasser beim Abwasch, und... es läuft. Tadellos!

Die Streifen sind nach eigenen Tests durchaus länger haltbar und brauchbar als auf der Verpackung angegeben, vorausgesetzt, dass es sich um eine niemals geöffnete Verpackung handelt. Die Werte werden noch ein dreiviertel Jahr nach Ablauf sicher angezeigt (solche Testreihen passieren, wenn man eine Ersatzpackung in der hinterletzten Schrankecke im Wohnmobil vergisst *hust*), gegengecheckt wurde das mit aktuellen, also neuen, Teststreifen. Keine Abweichung feststellbar. Ich bin mir sicher, dass die sogar noch länger einsatzbereit sind.

Codierung ist nicht erforderlich, der Teststreifen wird eingeschoben und ab geht die Post.

Ich habe in all den Jahren auch noch nicht einmal eine Testlösung aufgetragen, war auch nicht nötig, da keine unwahrscheinlichen Abweichungen aufgetreten sind, die eine Überprüfung notwendig gemacht haben.

Weiterer Vorteil ist, dass es recht wenig Blut braucht und sehr schnell misst, andere Geräte brauchen deutlich mehr Blut und das einsaugen in den Streifen dauert ebenfalls deutlich länger. Bei Messungen an quengeligen/ unruhigen Patienten liegt damit auf der Hand (weshalb ich es auch für die Katzentiere so sehr schätze).


Mein Fazit zu dem Gerät:

Es ist robust, die Folgekosten sind überschaubar, und es tut genau das, was es tun sollte, nämlich zuverlässig den BZ messen. Schnickschnack findet man daran nicht, es ist somit auf das Wesentliche reduziert. Ich vermute mal, dass es genau deswegen nahezu unkaputtbar ist. Wo wenig Technik drinsteckt, kann auch wenig Technik kaputtgehen.

Und nun noch einmal etwas in Sachen Insulineinlagerung, falls es jemanden interessiert:

Klar steht auf den Beipackzetteln des Insulins drauf, dass Insulin bitte vor Anbruch kalt und dunkel (am besten im Kühlschrank) gelagert werden sollte. Die Penpatronen von Lantus sind dann nach Anbruch laut Beipackzettel nur vier Wochen verwendbar.

Lantus zumindest hält bei uns fast ein halbes Jahr, wenn es nach Anbruch weiterhin konsequent im Kühlschrank gelagert wird. Ein Verlust der Wirksamkeit ist definitiv NICHT zu beobachten! So ein kleines Katzentier benötigt einfach keine großen Mengen, und eine Penpatrone hält in unserem Fall fast besagtes halbes Jahr. Länger habe ich noch nicht ausprobieren können, aber ich denke, mit diesem halben Jahr Lagerfähigkeit kann man schon gut leben.
Unangebrochene, durchgängig kühl gelagerte Ampullen würde ich sogar nach Ablaufdatum noch verwenden, und mich an die Wirksamkeit einfach mal langsam herantasten. Vermutlich dürfte sich der Wirkverlust (wenn überhaupt vorhanden) in Grenzen halten. Solange die Flüssigkeit noch klar ist, und sich keine Schlieren oder andere unschöne Dinge darin gebildet haben, würde ich es verwenden.

Boxer
30.11.2014, 12:19
Hm, Lioncourt,
also ich halte deine Aussagen zur Haltbarkeit für zumindest bedenklich.
Bei Insulin handelt es sich um ein lebenswichtiges Medikament. Also ich als Betroffener würde da keine Experiemente machen.
Ich bin sehr gut eingestellt und das soll auch so bleiben. Wenn das Insulin anders wirkt, nur ein bißchen, dann habe ich ein Problem.
Und zu den abgelaufenen Teststreifen sage ich nur, dass mir persönlich ein Fall bekannt ist, in dem sich einen Diabetikerin aufgrund von falschen Messergebnisen ins Koma gespritzt hat. Schuld waren die abgelaufenen Teststreifen.
Also ich warne davor sowas auszuprobieren.
LG
Boxer

Lioncourt
30.11.2014, 13:18
Moin!

Tut mir leid, wenn das falsch rübergekommen ist, das sollte KEIN Aufruf sein, dass man das ruhig so machen kann. Ich wollte nur von meinen Erfahrungen berichten, daher habe ich auch nur Bezug auf Lantus als Insulin genommen, da ich die Ampullen dauerhaft länger verwende als angegeben und somit tatsächlich Erfahrung damit habe. Gleiches gilt für die Teststreifen.

Noch einmal deutlich für alle Mitleser, still oder nicht still: Bitte probiert es NICHT willentlich aus! Das scheine ich nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht zu haben, und das tut mir sehr leid!

Bitte bedenkt auch, dass meine Utensilien im Normalfall unter idealen Lagerbedingungen ihr Dasein fristen. Fällt der Kühlschrank aus, hat sich das naturgemäß auch mit der längeren Haltbarkeit von Lantus erledigt. Und ist eine Packung Teststreifen einmal angebrochen, würde ich das mit der Verwendung über das angegebene Datum hinaus auch nicht als gegeben hinnehmen.

Ich denke aber schon, dass die von mir gemachten Erfahrungen IM NOTFALL interessant sein könnten. In der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen. Aber auch nur dann!

Es wäre also völlig sinnfrei, sich jetzt mit Teststreifen einzudecken, bis der Keller aus allen Nähten platzt. Für Insulin gilt das erst recht.

Meine Intention war schlicht und ergreifend, einmal einen Anhaltspunkt zu liefern, wie lange Insulin und Teststreifen noch brauchbare Ergebnisse erzielen KÖNNEN. Das heißt natürlich nicht, dass die das auch immer so fantastisch funktioniert!

Örghs. Da war mein Beitrag vorhin formulierungstechnisch wohl doch ein Griff ins Klo. Sorry.

Nachtrag durch Tante Edith: Danke Boxer, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast. War wirklich sehr unglücklich formuliert und durchaus missverständlich!


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