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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorstellung meiner Pandemieschleuse(am Bsp.Ebola)



PrepperJohn
27.08.2014, 06:36
Aufgrund der Verunsicherung einiger, im Bezug auf:"Wie schütze ich mich wenn Ebola nach Deutschland kommt?"-habe ich für mich einen Präventions- und vorallem Pandemieschleusenplan erstellt.

Dieser Plan ist insbesondere auf Ebola bezogen kann aber im grossen und ganzen auf mehrere mögliche Pandemien übertragen werden -allerdings mit Abweichungen im Bezug auf den Sicherheitsgrad der angewandten Materialien(sprich je nach Erreger evtl. Vollmaske notwendig,anderes Desinfektionsmittel...etc.)

Gerne möchte ich diesen hier vorstellen und bin über Tips und Verbesserungen dankbar.


1. Materialliste unauffällige Schutzkleidung:

-Spritzdichter Einmalanzug
-Einmalhandschuhe
-Wasserdichte Jacke
-Wasserdichte Hose
-Mütze oder Tuch
-Brille
-ffp3 Maske
-wasserdichtes Schuhwerk
-kleine Flasche Desinfektionsmittel(z.b. sterilium virugard)
-evtl. Schal

2. Kleiden

In der kalten Jahreszeit ist es kein Problem relativ unauffällig mit Schutzkleidung hinauszugehen. Warum unauffällig? -So kann man verhindern als Freak abgestempelt zu werden und ganz unauffällig seinen Tätigkeiten nachgehen.

Je nachdem wie nahe(in meiner Stadt oder mehrere Tausend Kilometer entfernt) die Erkrankungsfälle kommen, werde ich die Sicherheitsmaßnahmen hochfahren und evtl. auch sichtbar werden.

-hohes Risiko:

Über kochbare Unterwäsche ziehe ich einen Spritzdichten Einmalanzug an, enganliegende Einmalhandschuhe über die Ärmelenden; darüber eine Wasserdichte Hose und Jacke.

Mütze oder Kapuze/Tuch über Anzugkapuze, Brille auf(bei erhöhtem Risiko eine spritzdichte-umrandete) und Ffp3 Maske auf.
Sollte es schon mehrere Todesfälle in meiner näheren Umgebung geben, würde ich auch eine Vollmaske in Betracht ziehen.

-niedriges Risiko

Kochbare Kleidung,wasserdichte oder zumindest wasserabweisende Jacke und Hose, Einmalhandschuhe(gibts auch durchsichtige)oder immer wieder Hände desinfizieren, wasserfestes Schuhwerk, Fensterglasbrille(momentan scheinbar sehr modisch) und bei Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln etc. Nase im Schal vergraben.

3. Verhalten

Öffentliche Verkehrsmittel meiden
Einkaufen wenn wenig los ist
Abstand zu Menschen halten
Händedesinfektion!!!
(lieber öfter desinfizieren statt viel zu waschen,beim waschen quillt die Haut auf-es können microrisse entstehen und Keime eindringen-zumindest hiess es so vor 10 jahren im Krankenhaus)

---Fortsetzung folgt---

Apokalypson
27.08.2014, 08:18
Grundsätzlich interessant, aber konkret bei Ebola gilt:

Tröpfcheninfektion gibt es bei Ebola meines Wissens nicht, so lange Du nicht mit der Pflege von Ebola-Kranken beschäftigt bist sollte das Risiko minimal sein.

Wikipedia sagt dazu:

Der Erreger kann von erkrankten Menschen, von Tieren (einschließlich des regional üblichen „Buschfleischs“) und von kontaminierten Gegenständen auf den Menschen übertragen werden. Grundsätzlich lassen sich diese Infektionswege primär durch Desinfektion von Gegenständen und Verzicht von „Buschfleisch“, sekundär durch Isolierung der Erkrankten und Schutzkleidung für pflegende Angehörige und medizinisches Personal zuverlässig ausschalten. Nicht in allen Gegenden sind allerdings hierfür die nötigen Voraussetzungen erfüllt.

Details unter https://de.wikipedia.org/wiki/Ebolavirus#.C3.9Cbertragung

Commando
27.08.2014, 09:20
Öffentliche Verkehrsmittel meiden
Einkaufen wenn wenig los ist
Abstand zu Menschen halten
---Fortsetzung folgt---

Hi PrepperJohn,

ich finde was Du da Machst und auch Deine Materielliste gut.
Aber zum Punkt Verhalten, denke ich sollte als Prepper kein Thema sein von wegen Einkaufen, Abstand zu Menschen usw.
darum haben wir doch vorgesorgt (Nahrung, Wasser usw....) um genau das zu vermeiden.


LG

PrepperJohn
27.08.2014, 09:59
Hallo Danke erstmal fürs Feedback.
Jetzt hab ich ewig an Teil 2 getippt und weg ist alles(handy...grrrr).
Sobald ich Zeit habe gehts weiter mit der Schleuse.

Habs vielleicht nicht gut ausgedrückt-es soll z.b. für Ebola sein aber Pandemien im allgemeinen abdecken(und ganz ehrlich-wenn um mich herum alle potentiell Krank sind,schütz ich mich lieber auch vor Tröpfchen).

Auch als Prepper kann es sein das man vor die Tür gehen muss.Einige wollen auch noch so lang wie es geht zur Arbeit.
Abwägen muss natürlich jeder einzelne für sich ob und wie er aus dem Haus geht.

ID 7047
27.08.2014, 10:11
Nur so mal als Gedanke:
Ein Ebola Infizierter geht vor dir einkaufen, nimmt eine Dose in die Griffel, welche er kurz vorher in den Mund gesteckt hatte, legt die Dose zurück und geht.

Du geht's kurz nach ihm einkaufen,Du greifst die Dose, langst dir kurz danach in die Augen, weil es juckt und
Voila, alle Schutzmaßnahmen sind fürn Hintern.

Hunted
27.08.2014, 10:55
Es steht und fällt mit der Tatsächlichen Ausschleusung aus dem "Gefahrenbereich". Was machst du mit der unauffälligen Oberkleidung? Verbrennen (jedes Mal?), Dekontaminieren? Wie/Womit? Wie kleidest du duch aus? Wo?

Sonst hast du draußen alles richtig gemachst und schleppst dann die Keime auf deiner Kleidung aus dem Schwarz- (draußen) in den Weißbereich (drinnen).

Und bei Ebola würde ich keinen Einmalanzug unterziehen. Die Dinger sind nur als Oberbekleidung geeignet und verlieren 80% ihres Sinnes, wenn sie eben nicht als Oberfläche nach Einmalgebruach vernichtet werden. Die primäre Schutz/Abschirmwirkung ist ja nur ein kleiner Bestandteil ihrer Wirkung.

PrepperJohn
27.08.2014, 14:24
4. Materialliste Schleuse


-Händedesinfektionsmittel(z.b. Sterilium virugard)
-Flächendesinfektionsmittel in Sprühflasche
-Folien oder Staubschutztür (z.b. http://www.steinbrock.com/de/Staubschutztuer-95226000-Freund?gclid=CjwKEAjwg_afBRD3rpChlqiKt1ESJACwY6NkfsE1QBRjzeS jExyoJ6kMf-tnWiQdtnHBqik6Kfs61RoCl27w_wcB )
-Tacker
-Klebeband
-2 Tonnen mit Deckel
-Mülltüten

4.1 Die Schleuse
Um nun nicht die Keime mit ins Haus zu schleppen braucht man zu Hause eine Schleuse.Bei mir sind das die ersten 1.5-2 m des Flures direkt hinter der Haustür.

Dort wird mit Folie oder besser noch mit einer Staubschutztür der Aussenbereich vom Innenbereich abgetrennt(mit Tacker und Klebeband oder mit Holzleiste befestigt).Der Schleusenbereich sollte am besten so wie bei mir , leicht zu reinigen sein(Fliesenboden).

- - - AKTUALISIERT - - -

5. "Einschleusen"

-Tür auf und Schuhe ausziehen
-Hände mit Handschuhen desinfizieren(Handschuhe anlassen)
-Jacke und Hose ausziehen(dienen übrigens nur der Wärme,Tarnung und halte z.b. Kotze oder ähnliches ab-deswegen über den Einmalanzug.braucht man keine Tarnung dann kann man natürlich den Anzug direkt über der Kleidung tragen)
-Jacke und Hose mit Flächendesinfektionsmittel absprühen ubd aufhängen
-Einmalanzug ausziehen und wegwerfen
-Maske ausziehen und wegwerfen
-Brille beiseite legen und mit Flächendesinfektionsmittel absprühen
-Handschuhe ausziehen und wegwerfen
-Hände desinfizieren und Einwirkzeit abwarten
-Unterwäsche ausziehen und in seperate Tonne in Mülltüte werfen(wird gekocht)
-vor dem betreten der Wohnung würde ich mir(nochmal) Hände und auch Füsse desinfizieren

Nun kann man die Wohnung betreten und direkt duschen gehen.Diese danach desinfizieren.

PrepperJohn
27.08.2014, 15:01
Wichtig: beim an und ausziehen -stellt euch vor ihr seid mit einer stark abfärbenden Farbe übergossen.Alles was ihr anfasst oder berührt wird farbig(kontaminiert).Also immer so wenig wie möglich berühren.

6. "Ausschleusen"

In der Wohnung Unterwäsche und Einmalanzug anziehen+Handschuhe und Maske
-Schleuse betreten und Schutztür schliessen.
-Brille aufziehen
-Jacke und Hose drüber
-Schuhe an
Los gehen

afu-sven
27.08.2014, 15:23
Wie wäre es mit einer Mehrstufigen Schleuse ?

1.Stufe:
Sprühdesinfektion - grob & Abtupfen
Ablegen der äußersten Schicht / Tarn-/Überklamotte / Über-Handschuhe / Überschuhe

2.Stufe:
Sprühdesinfektion - fein & Abtupfen
Ablegen der inneren Schicht / Einweg-Anzug / Einweg-Handschuhe / Füßlinge

3.Stufe:
Ablegen der Unterwäsche / Baumwollhandschuhe / Socken

kühle Dusche (Sprühgerät) oder Abwischen mit feuchten Tüchern
in Kombination mit einem leichten Desinfektionsmittel

Bodenplanen/-wannen nicht vergessen,
nicht das irgendwas unter der Schleusen-"Tür" durchläuft

Gute Substanzen zum Simulieren von Kontaminationen sind
Talkumpuder (Stäube, Sporen) und
Schaumbad (Anhaftungen, Flüssigkeiten)

@PrepperJohn:
Danke für den Hinweis auf die Staubschutztüren.
Kannte ich bis dato noch nicht.

Mittelalter
27.08.2014, 17:33
Servus,

ich weiß ja, dass es beinahe unhöflich ist, sich selbst zu zitieren...
Aber macht ja nix..

Da es hier konkret auch um Desinfektion beim Thema Ebola geht ist evtl. auch mein Beitrag im Nachbarthread interessant:
http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/32180-Ebola-!!!?p=183966&viewfull=1#post183966

prepp
27.08.2014, 19:49
Nun, irgendwie glaube ich, dass wenn ein einmal Schutzanzug nötig ist man nicht einfach mal vor die Tür geht um einzukaufen.
Ich weiss, ist nur ein Beispiel.. aber für mich würde einmal Anzug und Vollmaske ein Ausharren in der Wohnung bedeuten und dann ein einmaliges Ausbüchsen, weg von den Leuten.
Ich find aber die Auflistung sehr gut, wenn ich auf so was angewiesen wäre, dann wäre das ein guter Guide.
Meine "Schleuse" würd eich aber im Treppenhaus machen, da dort auch nur eine weitere Person watschelt und so Platz sparen kann

PrepperJohn
27.08.2014, 20:18
Nun, irgendwie glaube ich, dass wenn ein einmal Schutzanzug nötig ist man nicht einfach mal vor die Tür geht um einzukaufen.
Ich weiss, ist nur ein Beispiel.. aber für mich würde einmal Anzug und Vollmaske ein Ausharren in der Wohnung bedeuten und dann ein einmaliges Ausbüchsen, weg von den Leuten

Beispiel: eine Pandemie bricht aus und du verschanzt dich in deiner Wohnung, deine Frau/Mann/Kind/Oma hat es aber erwischt und liegt krank im Bett.Oder ihr seid alle gesund könnt aber nicht fliehen.-Dann plötzlich die Nachricht es gibt ein Medikament-man muss sich aber die Spritze am Krankenhaus geben lassen im Abstand von 3 Tagen -5x spritzen...(total unlogisch und erfunden aber nur mal angenommen es wäre so)

D.h. du musst hinaus und wieder zurück. Und das öfters.
Da hilft der beste Bunker nix...

Hunted
27.08.2014, 21:03
Kurz zu den Begrifflichkeiten, damit wir nicht aneinander vorbei reden. Üblicherweise heißt es Ausschleusen, wenn man einen Risikobereich verlässt und Einschleusen, wenn man einen Risikobereich betritt. Es ist also auf die Richtung bezogen, in der man die Schleuse durchläuft, nicht aber auf die Schleuse als Räumlichkeit. In der Schleuse heißt es dann Dekontamination als ganzes und Desinfektion im kleinen.

Ich nehem an, du hast die Schritte des Ausschleusen Übersicht halber nicht weiter aufgetrennt. Wichtig ist trotzdem für alle anderen im Hinterkopf zu behalten, wie so etwas funktioniert. Der Tipp mit dem es sich farbig vorstellen von dir ist dazu ja geradezu prädestiniert. So werden z.B. auch zwischen den einzelnen Schritten/Schichten, die Hände desinfiziert, etc.

Gleichzeitig würde ich den Vorschlag mit den Plastikwannen deutlichst unterstützen.
Folgendes Konzept: Direkt vor der Haustür eine kleine Wanne, mit Flächendesinfektionsmittel gefüllt. In diese wird hineingetreten und die Einwirkzeit abgewartet. Dann wird die Schleuse betreten. Es wird sich in die erste große Wanne gestellt, hier erfolgt die Oberflächendekontamination (abspritzen, abschrubben - das Zeug muss nicht nur ins Gewebe rein, sondern zusammen mit den Erregern auch wieder raus. Da reicht normales Sprühen üblicherweise nicht aus). Dann in die zweite große Wanne rein, hier ablegen der restlichen Kleidung. Aus ihr heraus wird ohne Stiefel gestiegen. Diese werden der Vernichtung/Aufbereitung zugeführt und z.B. in einer weiteren kleinen Wanne zwischengelagert. Nun erfolgt in einem weiteren Bereich die Neuankleidung (eigentlich müsste vorher nun noch eine Dusche/Dekontamination ohne Kleidung folgen). Ein neuer "bereich", weil die neue Kleidung ja nicht mit der "alten" Kleidung, bzw. Dekontaminationsrückständen/Spritzer, etc in Kontakt geraten darf). Zwischen den Bereichen kann man der Sicherheit halber wieder eine Wanne mit Desinfektionsmittel für die Füße stellen. Dann wie gesagt Ankleiden und ab durch die letzte Wanne in den Weißbereich (Sauber).

Die Wannen reduzieren zum einen den Arbeitsaufwand und sammeln zum anderen die dekontaminierten Abwässer. Wenn man sie vorher noch mit entsprechenden Müllsäcken/Planen auskleidet, kann amn diese Abwässer auch noch einfacher entsorgen (bitte nicht einfach ins Kanalsystem einbringen). Auch nicht vergessen permeable Oberflächen (z.B. Tapete, etc) ebenfalls mit Planen abzudecken um Spritzer beim Dekonatminieren abzufangen.

moleson
27.08.2014, 21:12
Das ganze erinnert mich an die Übungen gegen chemischen Waffen.:peinlich:

Grundsätzlich sollte es eine Epidemie geben wo ich meine Haut riskieren wenn ich raus gehe.Werde ich nicht raus gehen und niemand rein lassen. Ende der Durchsage.

Hunted
27.08.2014, 21:35
Das ganze erinnert mich an die Übungen gegen chemischen Waffen.:peinlich:

Grundsätzlich sollte es eine Epidemie geben wo ich meine Haut riskieren wenn ich raus gehe. Gehe ich nicht raus und niemand kommt rein. Ende der Durchsage.

Ich denke ich weiß worauf du hinauswillst, aber so rein sprachlich kann ich es nicht wirklich verstehen ;-)

moleson
27.08.2014, 22:14
Habe es versucht zu verdeutschen

ksbulli
27.08.2014, 22:23
...

Händedesinfektion!!!
(lieber öfter desinfizieren statt viel zu waschen,beim waschen quillt die Haut auf-es können microrisse entstehen und Keime eindringen-zumindest hiess es so vor 10 jahren im Krankenhaus)
...
---Fortsetzung folgt---

Moin John, moin @ll,

nun, wie sagte der erste Bundeskanzler unserer schönen Republik:

"Sie werden mich nicht daran hindern können, über Nacht schlauer geworden zu sein!" :Ironie:

So, jetzt mal Spass beiseite, denn Deine Information ist ja wie Du selbst schreibst 10 Jahre alt:

Insbesondere, wenn Du von z.B. Sterilium Virogard ausgehst, dann liegst Du völlig falsch: Gerade dieses Mittel (es ist unbestritten hochwirsam und ich schätze es im praktischen Einsatz sehr!) neigt dazu, die Haut des Benutzers zu entfetten. Dies führt unweigerlich zur Versprödung der Haut und damit zu Mikroläsionen der Haut. Diese fürchtest Du zurecht als Eintrittspforte für Keime.

Wenn schon, denn schon - leisten wir uns einen Blick in die Realität des Arbeitsschutzes:

- Morgens vor Dienstbeginn (in Deinem Beispiel vor Verlassen der Wohnung) Händereinigung und Behandlung mit einer Hautschutzcreme.
- Bei Kontaminationsgefahr ggfs. Reinigung (groben Schmutz entfernen) - Desinfektion - ggfs. nochmalige Reinigung - Eincremen mit einer Pflegelotion / -creme
- Abends bei Dienstende (in Deinem Beispiel nach Rückkehr in die Wohnung) nochmalige gründliche Desinfektion - Reinigung - Behandlung mit der Hautschutzcreme wie morgens.

Dann hast Du sowohl Deine Anforderungen bezüglich der unmittelbaren Hygiene als auch die des Hautschutzes und der Hautpflege zum Zweck der Erhaltung der Gesundheit / Vermeidung von Hautläsionen / Minimierung möglichen Eintrittspforten von Keimen erreicht...

So ist es bei uns durch die Arbeitssicherheit vorgegeben, als professioneller Standart.

Beste Grüße

Christian

PrepperJohn
28.08.2014, 00:39
Zum Thema Wanne mit Desinfektionsmittel:macht man das nicht nur bei Lebensmittelproduktion(darein fällt auch ställe, schlachter ..
)?
Meine schuhe werden ja direkt ausgezogen und ich habe keinerlei Haut odr sonstigen Kontakt mehr?
Auch die Oberbekleidung ist ja nicht mit nem chemischem Kampfstoff befallen.Die kann ja rein theoretisch verkeimt sein wie sie will?

Danke -klar Hände eincremen-da war doch was :rolleys:....

jonn68
28.08.2014, 08:21
Die Idee eine Schleuse zu haben ist gut, aber wie lange kann man diese aufrechterhalten? Dazu ist ein ein erheblicher Materialeinsatz notwendig.
Ich würde die Schleuse extern aufbauen z.B. Gartenhaus etc.., wenn es so problematische Keime es sind, dann will ich die trotz Schleuse nicht in meinem Haus haben, die externe Schleuse verbrennt man nach der Gefahrenlage, denn wenn alleine der Boden und Luft schon so verseucht sind.....dann hilft auch keine Schleuse im Haus nicht mehr.

PrepperJohn
28.08.2014, 09:33
Die Idee eine Schleuse zu haben ist gut, aber wie lange kann man diese aufrechterhalten? Dazu ist ein ein erheblicher Materialeinsatz notwendig.
Ich würde die Schleuse extern aufbauen z.B. Gartenhaus etc.., wenn es so problematische Keime es sind, dann will ich die trotz Schleuse nicht in meinem Haus haben, die externe Schleuse verbrennt man nach der Gefahrenlage, denn wenn alleine der Boden und Luft schon so verseucht sind.....dann hilft auch keine Schleuse im Haus nicht mehr.


Hmmm....es sind ja Keime,Viren oder Bakterien....die Schleuse muss nur am Ende Grundgereinigt werden mit dem jeweils richtigen Mittel.
So wird es tagtäglich in Krankenhäusern gehandhabt z.b. bei MRSA oder Norovirus.Ist der Patient gesund , wird geputzt und gereinigt und gut ist.

Es hat auch nicht jeder eine Gartenhütte.Was machst du im Mietshaus?Wenn du dich draussen "reinigst" und das Treppenhaus betrittst , kannst du schon wieder in Kontakt mit was auch immer gekommen sein.

Wie eingangs erwähnt ist das meine Idee der Schleuse für mein Haus.Wer natürlich andere Möglichkeiten hat sollte die nutzen:lächeln:

Nur frage ich mich wie du am Material sparen kannst in der Gartenhütte?

Ich glaube eh nicht das es so schlimm werden wird(habe keine Angst vor Ebola Pandemie)-wenn man vorbereitet ist -hat man klar einen Vorteil. Und selbst wenn hoffe ich gar nicht mehr hier zu sein.Dennoch beruhigt es mich, wenn ich alle Möglichkeiten schon mal gedanklich durchgegangen bin und das Material vorhanden ist.

Tsrohinas
28.08.2014, 10:20
Ich gehe jetzt mal von einem worst case scenario aus und fasse für meinen Bereich und für meine Bedingungen zusammen:

Konzept Infektionsschutz
Ziel:
Alle Familienmitglieder kommen sicher nach Hause um dort die Gefahr auszusitzen. Bei Bedarf ermöglicht die Ausstattung die Flucht durch gefährdetes Gebiet.
Material PSA (Persönliche Schutzausstattung)


FFP 3 Maske
Schutzbrille
Klebeband
ABC Schutzmaske M65 mit Filter
Einwegschutzanzug Tector Kat III Typ 5/6
Gummistiefel säurebeständig
Einweg Schutzhandschuhe

Material Dekontamination (Schwarzer Bereich – Garage)


2 x Desinfektionsmittel Haut
Desinfektionsmittel Gerät (für Kleiderschere, Gummistiefel, Abwurfbehälter und Boden)
Desinfektionswanne groß für Gummistiefel
Desinfektionswanne klein für Kleiderschere
Abwurfbehälter mit Abfalltüte
Klebeband
Kleiderschere

Ablauf der Dekontamination (Annahme: PSA ist komplett angelegt)


Mit beiden Gummistiefeln in die Desinfektionswanne treten. Einwirkzeit beachten.
Handschuhe desinfizieren. Einwirkzeit beachten
Abgeklebte Stellen aufschneiden (lassen)
Handschuhe und Kleiderschere desinfizieren. Einwirkzeit beachten
Einwegschutzanzug aufschneiden (lassen), vorsichtig einrollen und abwerfen
Handschuhe und Kleiderschere desinfizieren. Einwirkzeit beachten
Gummistiefel ausziehen
Handschuhe und Kleiderschere desinfizieren. Einwirkzeit beachten
Schutzbrille abnehmen und abwerfen
Schutzmaske abnehmen und abwerfen
Handschuhe desinfizieren. Einwirkzeit beachten
Abfalltüte mit Klebeband verschließen (lassen)
Handschuhe desinfizieren. Einwirkzeit beachten
Handschuhe vorsichtig ausziehen und abwerfen
Hände desinfizieren
Kleidung ablegen, Duschen gehen und neue Kleidung anziehen


Tsrohinas

Hunted
28.08.2014, 10:46
Zum Thema Wanne mit Desinfektionsmittel:macht man das nicht nur bei Lebensmittelproduktion(darein fällt auch ställe, schlachter ..
)?
Meine schuhe werden ja direkt ausgezogen und ich habe keinerlei Haut odr sonstigen Kontakt mehr?
Auch die Oberbekleidung ist ja nicht mit nem chemischem Kampfstoff befallen.Die kann ja rein theoretisch verkeimt sein wie sie will?

Danke -klar Hände eincremen-da war doch was :rolleys:....

Wanne: Guck mal, wie die das momentan ind en Behelfskliniken, Quarantänestationen und Co in Afrika machen. Gerade über die Füße/Schuhe wird viel von Zone zu Zone verschleppt. Selbst bei der "normalen" MRSA Isolierung in deutschen Kliniken findet man (zum Glück) vermehrt den fechten Lappen an der Schwelle zum Patientenzimmer. In einer echten S Schleuse erübrigen sich solche Wannen natürlich, die sind enstprechend gebaut und können komplett gesoült werden. Bei uns in den Häusern und Wohnungen wird das wohl eher schwierig ;-) Und ja, man braucht für die Oberkleidungsdekontamination leider viel Flüssigkeit (die dann ja auch irgednwohin laufen muss). Einfach zwei Mal draufsprühen reicht nicht.
Und du willst die Oberbekleidung doch wieder anzeihen, wenn du das nächste mal raus willst, oder? Abgesehen von der Veranwtortung anderen gegenüber steigt auch für dich jedes Mal das Risiko einer Übertragung, da du ja ständigen Kontakt mit deiner Kleidung hast und nicht komplett abgeklebt bist. Also genug Platz für Fehler - und mit steigener Anzahl der Erreger steigt auch das Infektionsrisiko. Zumal du es nicht schaffen wirst dich sauber zu entkleiden, wenn du nicht die Kontaktoberflächen voher dekontaminiert hast. Sonst würden die Dekontaminationskonzepte ja nicht immer damit anfangen, dass man abgesprüht und abgeschrubbt wird. Denn vernichtet werden die Klamotten hinterher ja trotzdem.

prepp
28.08.2014, 11:28
Beispiel: eine Pandemie bricht aus und du verschanzt dich in deiner Wohnung, deine Frau/Mann/Kind/Oma hat es aber erwischt und liegt krank im Bett.Oder ihr seid alle gesund könnt aber nicht fliehen.-Dann plötzlich die Nachricht es gibt ein Medikament-man muss sich aber die Spritze am Krankenhaus geben lassen im Abstand von 3 Tagen -5x spritzen...(total unlogisch und erfunden aber nur mal angenommen es wäre so)

D.h. du musst hinaus und wieder zurück. Und das öfters.
Da hilft der beste Bunker nix...

Nun, ich beziehe mich nicht auf einen solchen Fall.. eher auf dein erstes Szenario - einen einmal Schutzanzug versteckt tragen und einkaufen gehen damit man nicht als Freak da steht.
Ich wollte da nicht deine Methoden in frage stellen, ich wollte damit eher sagen, dass wenn jemand (auch jemand übervorsichtiges) einen einmal Schutzanzug tragen muss wenn er vor die Tür geht, dann geht er wohl nicht einfach mal so in den Supermarkt was kaufen. Ich glaube solange man noch Supermärkte hat (und nicht Abgabestellen z.b. vom Roten Kreuz) ist das tragen eines einmal Schutzanzugs nicht nötig und läuft wohl auch ins Geld. Klar gibt es da eine überganszeit wo da sicher sinn macht, aber sobald dies nötig ist ist es mir eigentlich egal wie ich rüberkomme..

Ich will dich auf keinen Fall irgendwie angreiffen, ich finde nur dass du das Thema Pandemieschleuse (was sicher ab einer gewissen Stufe sehr sinnvoll ist) als eine zu frühe Massnahme darstellst, jedenfalls mit deinem ersten Beispiels.
Sonst finde ich die Liste gut!

als kleine Randnotiz - ich hab zur Zeit 3 einmal Schutzanzüge mit Maske, etc. Dies wird noch verdoppelt. Alles was mehr ist heisst für mich weg von da wo ich bin, dazu dient dann der letzte Anzug...

Hafiss
28.08.2014, 15:57
Hallo


Insbesondere, wenn Du von z.B. Sterilium Virogard ausgehst, dann liegst Du völlig falsch: Gerade dieses Mittel (es ist unbestritten hochwirsam und ich schätze es im praktischen Einsatz sehr!) neigt dazu, die Haut des Benutzers zu entfetten. Dies führt unweigerlich zur Versprödung der Haut und damit zu Mikroläsionen der Haut. Diese fürchtest Du zurecht als Eintrittspforte für Keime.

Naja, da muss man aber bedenken das das Fett das aus der Haut gelöst wurde ja nicht einfach verschwindet. Man sollte die Hände so lange reiben bis das Mittel verdunstet ist und danach bleibt ja das Fett aus der Haut übrig und es findet eine Rückfettung der Haut statt.

ksbulli
28.08.2014, 16:19
Hallo


Naja, da muss man aber bedenken das das Fett das aus der Haut gelöst wurde ja nicht einfach verschwindet. Man sollte die Hände so lange reiben bis das Mittel verdunstet ist und danach bleibt ja das Fett aus der Haut übrig und es findet eine Rückfettung der Haut statt.

Hmm, ich kenne ja Deinen Hintergrund nicht...
Aber wenn das stimmt, dann haben sämtliche Arbeitsmediziner, Arbeitsschützer, die Fachleute der Berufsgenossenschaften, unsere staatlich geprüften Desinfektoren, die Hygieniker der Klinik in der meine Frau zuletzt gearbeitet hat und auch meiner einer, der im Rahmen der Rettungsdienst- und Betriebssanitäterausbildung auch diesen Bereich gelegentlich mit abgefrühstückt mal gar keine Ahnung...

Übrigens kenne ich aus persönlicher praktischer Erfahrung schon den Unterschied zwischen dem "normalen" blauen Sterilium und dem weißen Sterilium Virugard. Das blaue hinterlässt in der Tat Fett auf der Haut. Da ist ja schließlich auch eine rückfettende Komponente zugefügt. (Warum eigentlich - ist ja nach Deiner Theorie völlig rausgeschmissenes Geld...)
Im Gegensatz dazu das S. Virugard. Dieses entfettet die Haut und die Arbeitsmedizin schreibt ein anschließendes Behandeln der Hände mit einem geeigneten Hautpflegeprodukt zur Rückfettung vor. (Warum eigentlich - ist ja nach Deiner Theorie völlig rausgeschmissenes Geld...) Und das muss mein Chef bezahlen...

Entschuldige bitte, wenn ich jetzt ein wenig drastisch in meiner Wortwahl geworden bin, aber manchmal frage ich mich, wie so ein Quatsch in die Welt kommt. Da geht es mir wie einst Herbert Wehner (Fraktionsführer der SPD im Bundestag), der am Abend nach der haushoch gewonnenen Bundestagswahl auf eine zum "x plus ersten" mal gestellten Frage, welche immer gleichlautend beschieden wurde leicht erbost antwortete:

"...das habe ich schon hundertmal gesagt, dass ist völliger Quatsch. Und merken Sie sich das:
Quatsch bleibt Quatsch - und wenn man das noch so oft wiederholt, dann wird das allenfalls nur noch quätscher!"

In diesem Sinne:

Nichts für ungut!

Christian

Hafiss
28.08.2014, 17:05
Hallo

Also ich bin Bäcker von Beruf und muss täglich bei Arbeitsbeginn durch eine Hygieneschleuse hindurch um den Betrieb überhaupt betreten zu können. Am ende der Hygieneschleuse werde die Hände mit Alkohol desinfiziert. Dieser Alkohol entfettet natürlich die Hände. Auch wenn ich die Toilette verlasse komme ich da nur raus wenn ich meine Hände vorher mit Alkohol desinfiziert habe. Auch so zwischen den einzelnen Arbeitsgängen muss ich ab und an meine Hände mit Alkohol desinfizieren. Meine Hände werden also täglich reichlich mit Alkohol entfettet. Noch nie habe ich irgend ein Mittel zur Rückfettung der Hände benutzt und meine sind alles andere als spröde. Würde ich da irgendwelche Mittel zur Rückfettung der Hände benutzen, dann wäre die Haut meine Hände sehr weich und sehr anfällig für Verletzungen. Auch die Firma von der wir all die Hygiene Artikel beziehen sagt uns das da kein Mittel zur Rückfettung nötig ist.

ksbulli
28.08.2014, 17:32
Hallo Hafiss,

zum einen finde ich es sehr gut, dass bei Euch Hygiene so groß geschrieben wird!

Zum zweiten finde ich es gut, dass Du aus dem täglichen Leben Informationen herausziehst!

Zu Deinen Infos:

Bist Du sicher, dass dort einfach nur Alkohol verwendet wird?
Soweit ich das kenne (im Ehrenamt bin ich bisweilen als Feldkoch unterwegs, da gelten entsprechende Regelungen...) müssen Desimittel (in D) DGHM(*) bzw. RKI(*) gelistet sprich zertifiziert sein. Diese werden bei Hautdesinfektionen auf Alkohol basieren...
Aber "reinen Alkohol" habe ich noch nicht gesehen - ich fürchte, der wäre auch zu schnell "verdunstet"... :rolleys:

Wie dem auch sei:
In Deinem Fall denke ich da eher in eine andere Richtung:
Entweder ist das Mittel entsprechend mit einer Hautschutz-/Hautpflegekomponente versehen (in unserem Beispiel das einfache blaue "Sterbirilium") oder es wird sich darauf verlassen, dass ihr ja im Beruf auch fetthaltige Komponenten (ja, auch Butter oder Speiseöle gehören dazu...) verwendet.
Warum fragt ihr nicht eure Fachkraft für Arbeitssicherheit (dieser Mensch muss ja schließlich die Risikoanalyse verantworten) oder euren Sicherheitsbeauftragten danach? Was wird denn in der Hygieneunterweisung dazu erzählt?
Die Aussagen eines Lieferanten würde ich eher gerne in der Papierform haben wollen und mit anderen Quellen gegenchecken...

Aber das rückfettende Pflegeprodukte die Haut an den Händen weich und damit anfällig für Hautläsionen machen ist ein Ammenmärchen. Sie sorgen im Gegenteil dafür, dass die Hautelastizität aufrecht erhalten wird und auf diese Art und Weise Mikroverletzungen vermieden werden. Es ist nicht nur die rückfettende Wirkung, die da zählt, sondern auch noch andere Komponenten (die aber nicht so offensichtlich und damit werbewirksam) wirksam.

In diesem Sinne Dank für die angeregte Diskussion!

Christian

(*) DGHM = Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie; RKI = Robert-Koch-Institut

PrepperJohn
28.08.2014, 17:35
Sterilium virugard ist in der Tat sehr "angreifend" und entfettet.Im Krankenhaus lernt man bei der Hände Hygiene immer wieder cremen(ich war u.a. mal Krankenpfleger)-kann das also bestätigen.
Wahrscheinlich habt ihr in dem Backbetrieb ein anderes Mittel.

Hafiss
28.08.2014, 18:19
Also die Firma die uns die ganzen Reinigungs- und Hygieneartikel verkauft führt auch einmal im Jahr eine Hygieneschulung für alle Mitarbeiter durch. Bei dieser Schulung kam es natürlich auch schon zu der Frage ob man da eine Creme oder anderes zur Rückfettung der Haut braucht, weil ja der Alkohol die Haut entfettet. Uns wurde immer gesagt das das nicht notwendig ist, weil, nachdem der Alkohol verdunstet ist, das Haut Fett ja übrig bleibt und die Haut zurück fettet. Der Alkohol den wir da verwenden ist irgendein Industrieprodukt, was da sonst noch drin ist weis ich nicht aber keine Mittel zur Rückfettung der Haut, so jedenfalls die Aussage des Schulungsleiters. Ich habe auch so keine Probleme mit spröder Haut. Ich könnte auch keine Cremes verwenden, da sie die Haut sehr weich machen und dann braucht es nicht viel bis die Hände mal bluten, das kann ich mir gar nicht leisten.

P.S. Wir hatten mal eine Zeit lang eine Cremeseife, das ging gar nicht. Die hatte die Haut sehr weich gemacht. Seitdem benutzen wir nur noch Antiseptische Seifen.

P.P.S Ich glaube mir erinnern zu können das es sich um das weiße Sterillium handelt. Ich muss mal auf den Kanister schauen, wenn ich mal wieder einen sehe.

Hunted
28.08.2014, 19:33
Hallo

Also ich bin Bäcker von Beruf und muss täglich bei Arbeitsbeginn durch eine Hygieneschleuse hindurch um den Betrieb überhaupt betreten zu können. Am ende der Hygieneschleuse werde die Hände mit Alkohol desinfiziert. Dieser Alkohol entfettet natürlich die Hände. Auch wenn ich die Toilette verlasse komme ich da nur raus wenn ich meine Hände vorher mit Alkohol desinfiziert habe. Auch so zwischen den einzelnen Arbeitsgängen muss ich ab und an meine Hände mit Alkohol desinfizieren. Meine Hände werden also täglich reichlich mit Alkohol entfettet. Noch nie habe ich irgend ein Mittel zur Rückfettung der Hände benutzt und meine sind alles andere als spröde. Würde ich da irgendwelche Mittel zur Rückfettung der Hände benutzen, dann wäre die Haut meine Hände sehr weich und sehr anfällig für Verletzungen. Auch die Firma von der wir all die Hygiene Artikel beziehen sagt uns das da kein Mittel zur Rückfettung nötig ist.

Es gibt diverse rückfettende Handdesinfektionsmittel. Diese sind für den Regel/Tagesgebrauch auch empfohlen. Sterilium ist ja nmal ne Nummer "härter" und sollte eigentlich auch nicht für die tägliche Routine benutzt werden. So oder so nimmt die Hand/Hautpfelge laut Hygieneplan(ung) aber einen sehr hohen Stellenwert ein. Bei welche Häufigkeit/Desinfektionsfrequenz pro Tag man allerdings handcreme u. vgl. verohalten soll/muss kann ich nicht sagen, bin zum Glück nicht Hygienebeauftragter ;-)
In den Kliniken ist die Handcreme auf jeden Fall zunehmende zu finden. Was auch echt gut ist...

Feuerwehrmann
14.09.2014, 17:18
Information zum Thema "DEKON":


Saarländisches Hilfeleistungskonzept:
http://www.lfws.saarland.de/medien/inhalt/Dekonkonzept_080910.pdf

Infoportal der Feuerwehr Saarlouis zum Thema:
http://abc-einsatzhandbuch.de

StefanS
14.09.2014, 18:01
Zum Thema Desi-Wanne für Schuhwerk: Wir hatten das im Einsatz bei Y-Tours - da sind wir durch Wannen gestiefelt, um die Geflügelpest nicht in AFG einzuschleppen - oder so was. Das Desinfektionsmittel der Wahl dafür (wirkt schnell, gegen alles...) ist Wofasteril (Peroxiessigsäure). Nachteil: Flugzeuge bestehen aus Aluminium... Doof für das Aluminium. Zu Hause sollte das verschmerzbar sein, es sein denn, Ihr wohnt in einem alten Flugzeug.

Aber zuhause ein Volltreffer. Riecht angenehm nach Essig und hält ne Weile. In der DDR wurde das Zeug in größeren Mengen prodiziert, falls der böse Westen mit Biokampfstoffen angreift - und dann zum Desinfizieren von Tierställen benutzt.

Bärti
01.10.2014, 10:43
Mal eine Frage zu den Einmal Schutzanzügen.

diese werden ja Nach kathegorien und Typen Eingeteilt. Was ich gefunden habe an Kategorien ist:

Normung und Klassifizierung nach PSA-Richtlinen 89/686/EWG:

Kategorie 1 : - Einfache Schutzausrüstung, geringes Risiko

Kategorie 2 : - Schutzausrüstung zur Abwehr von Gefahren (Kleidungsstücke die nicht unter die Kategorie 1 oder 3 fallen)

Kategorie 3 : - Schutzausrüstung gegen tödliche Gefahren (Sämtliche Schutzkleidung gegen gefährliche Chemikalien, ionisierende Strahlung etc.


Die Kategorie muss mindestens einer der folgenden Schutzkleidungstypen erfüllen:

Typ 1 :Gasdichte Schutzkleidung
Vollschutz-Anzüge mit oder ohne Druckluftversorgung zum Schutz gegen hochtoxische flüssige und gasförmige Medien jeder Art

Typ 2 : Nicht gasdichte Schutzkleidung
Flüssigkeitsdichte Vollschutz-Anzüge mit oder ohne Druckluftversorgung zum Schutz gegen hochtoxische flüssige Medien jeder Art.

Typ 3 : Flüssigkeitsdichte Schutzkleidung
Ganzkörper-Schutzanzüge oder Vollschutz-Anzüge zum Schutz gegen flüssige Chemikalien. Nähte und Anzug-Verschlüsse erfüllen die Anforderungen der Spritz-Prüfung nach EN 468.

Type 4 : Sprühdichte Schutzkleidung
Ganzkörper-Schutzanzüge zum Schutz gegen flüssige Chemikalien. Nähte und Anzug-Verschlüsse erfüllen die Anforderungen der Spritz-Prüfung nach EN 468.

Type 5 : Partikeldichte Schutzkleidung
Ganzkörper-Schutzanzüge zum Schutz gegen feste Partikel. Der Anzug erfüllt die Minimum-Innenleckagewerte für staubförmige Partikel.

Type 6 : Begrenzt sprühdichte Schutzkleidung
Ganzkörper-Schutzanzüge zum Schutz gegen Sprühnebel (Flüssige Partikel). Der Anzug erfüllt die Anforderungen der reduzierten Sprüh-Prüfung nach EN 468.

Hinweis:
Die jeweils niedrige Typenklasse beinhaltet immer die Merkmale der höheren Typenklasse :
Typ 4- Schutzkleidung beinhaltet automatisch Type 5 & 6.

Nun bieten einige Hersteller auch die Typen 5B und 6B an. Was ist das? Ich kann zu diesen Bezeichnungen keine Definition finden. Weiss einer von euch was es damit auf sich hat? Steht das B für "biologisch"?

Tsrohinas
01.10.2014, 10:49
Schützt gegen infizierende Substanzen und biologische Gefahren nach EN14126:2003 (Kennbuchstabe "B")


Tsrohinas

Feuerwehrmann
07.10.2014, 23:37
Hier eine Unterlage des DRK zum Thema Hygiene und Desinfektion:

http://drk-rettungsdienst-rmt.de/fileadmin/user_upload/Intern/Fortbildung_2009/Hygienefortbildung_2009_ppt.pdf

ksbulli
09.10.2014, 03:47
Hallo Feuerwehrmann,

zuerst Dank für die Quelle!

Ich bitte jedoch zu bedenken, dass die Informationen mittlerweile fünf Jahre alt sind. Wenn ich daran denke wie oft allein im letzten Jahr sich bei uns die Anweisungen bezüglich Desinfektion bei einigen Keimen geändert hat...

An einer Stelle habe ich einen direkten Widerspruch zu unseren Unterlagen gefunden - in dem Fall nicht weiter tragisch, da hier in Deiner Unterlage die Einwirkzeit einfach länger angegeben ist. Also eine Abweichung zur "sicheren Seite" hin...

Bezüglich des Waschmittels für die Kleidunng, hier fehlt bis auf einen Fall die Temperaturangabe. Das ist schlecht, da es für die unterschiedliche Temperaturen auch verschiedene ausführungen dieses Waschmittels gibt. Diese haben auch unterschiedliche Anwendungsspektren / Wirkgarantie.

CU
Christian


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