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Grübelzahl
04.11.2014, 07:39
Grübelzahl´s BOB

Nach dem ich mal ein wenig Zeit gefunden habe, möchte icheuch heute mal meinen BOB vorstellen.
Ich bastle nun schon seit einigen Jahren dran und finde immer noch etwas zum modifizieren.

Meine persönliche Erfahrung mit dem Thema BOB - Raus inden Wald und ausprobieren !
Nur so kann man das ganze praxistauglich gestalten.

Nun zum BOB:

Ich nutze den Trooper Pack von Tasmanian Tiger in schwarz(45 Liter). Modifiziert mit zwei Feldflaschen (1l) an den Seiten.
Anmerkung: Wer sich einen TT Trooper Pack anschaffen möchte solltedies zeitnah machen. Der Preis für diesen Rucksack ist in den zwei letzten Jahren um fast 30 Euronen gestiegen.

Inhalt

Hauptfach

- Ersatzkleidung (Pulli, Hose, Outdoorjacke, Mütze)
- Unterwäsche (3x T-Shirt, 3x Unterhose und 6 x socken)
- Hygiene KiT (Hygieneartikel, Zahnbürste etc.)
- Handtuch
- Nähzeug
- Edelstahltrinkbecher (0,5l)
- Biwaksack
- Feuer KIT (Feuerzeug, Streichölzer, Fire Steel,Wattepads, Stahlwolle etc.)
- Shemag
- Verpflegung (3x Trockenmahlzeiten Mountain House, 2x MREHauptmahlzeiten von ORIFO)
- BW Faltisomatte und eine Plane zum Unterlegen

- Wasserfilter (Katadyn Pocket) mit Aktivkohleadapter
- Zubehör für Wasserfilter
- Wassersack 20 Liter (faltbar)
- Aktivchlortabletten und Silbertabletten

Außen

- Klappspaten
- Tarp (DDHammocks 3x3 Coyote brown)
- BWPoncho
- Arbeitshandschuhe
- 2 HMSKarabiner

Fronttaschen

- Safety Knicklichter
- Ersatztaschenlampe
- Kabelbinder
- Taschenmesser
- Gewebeklebeband
- Klappsäge
- 30m Paracord

- Kartenmaterial (UTM u. Rettungskarten)
- Kompass
- Kleines UKW Radio
- Noitzbuch und Kugelschreiber
- 4 FFP3 Masken
- 2 Müllsäcke 120 Liter
- Ersatzbatterien

- Erweitertes Erste Hilfe Set (Dieses Stelle ich mal gesondert vor)
- Nalgene Weithalsflasche mit 0,5 Topf zum drüberstülpen
- BW Essbesteck
- Hobo Kocher
- Lebensmittel kleinteile (Tee, KaKao, Vitamintabletten,Suppe, Salz, Zucker, Süßigkeiten, Riegel etc.)

Und abschließend natürlich ein Schlafsack (untenangebracht)


Diese Zusammenstellung ruht auch auf eigenen Erfahrungen die ich mit dem BOB im Wald gesammelt habe. Vom Esbitkocher bin ich weg,
dieser hat sich in der Praxis überhaupt nicht bewährt. Leider ist das ganze mit knapp 18kg ziehmlich schwer geworden.... :weinen:

Was denkt ihr dazu, habt ihr Fragen oder ist euch was aufgefallen ? Dann ran an die Tastatur - Aber nicht gleich in der Luft zerreißen ! :lächeln:


Grüße Grübelzahl

Grübelzahl
04.11.2014, 08:14
Gedacht ist der Rucksack für bis zu sechs Tage ohne Versorgungsmöglichkeit, wenns sein müsste auch im Wald.
Den 20 Liter Wassersack habe ich ergänzt aufgrund der eigenen Erfahrung das bei einer Tour in etwas höheren Lagen (500 Höhenmeter) das Wasser ganz, ganz schnell knapp werden kann.

Ich war im September mit dem BOB mal draußen und hatte 4 Liter mitgeführt, bei moderaten 23 Grad Außentemperatur.
Das ganze war nach 6 Stunden mit 4 Litern kein Spaß mehr, da in unmittelbarer Umgebung keine Wasserquellen wahren. Da Thema Wasser und die Möglichkeit eine etwas größere Menge mitzuführen darf man nicht unterschätzen (Eine Erfahrung im gut erschlossenen Pfälzer Wald !).

prepp
04.11.2014, 08:35
Danke für die Vorstellung, ich muss sagen hört sich fast nach meinem Bob an :lachen:
Ich hab auch 4 Liter dabei und noch einen 5 Liter faltbaren Kanister, da ich mir nicht vorstellen kann einen grösseren vollen Kanister mitzuschleppen... wenn du ein Lager augschlägst ist das wieder eine andere Sache.

Ich habe zusätzlich zum Trooper noch einen Maxpedition Versipack der um die Hüfte/Bein getragen wird als schnelles Gepäck mit 2. Funkgerät, Messer, Poncho, Knicklichter, Erste Hilfe, etc. das im Notfall auch an eine 2. Person/Gruppe weitergegeben werden kann.

Sonst hört sich dein Bob, wie bereits erwähnt, sehr gut an :rolleys:

KUPFERSALZ
04.11.2014, 08:46
Bei der Kleidung würde ich Abstriche machen. Eine Ganitur Unterwäsche und ein bis zwei Paar Ersatzsocken sollten reichen. Auch eine Ersatzjacke finde ich zuviel.
Auch der Klappspaten ist bei meinen Touren nie dabei. Noch etwas Gewicht kannst du einsparen wenn du das Bw Besteck gegen leichteres austauschst (aber kein Plastik).

Gruß Kupfersalz

PrepperJohn
04.11.2014, 09:20
Find es auch gut.Ich würde auch an Kleidung sparen: 2 tshirts reichen(eines hat man ja noch an),2 paar ersatzsocken, Unterhose kann man wenden:grosses Lachen: Da reicht die,die man anhat...max. 1 zum Ersatz.
Einen Klappspaten hab ich noch nie gebraucht-für was wäre das/zweck?

Aber jeder BOB ist individuell und ich finds Klasse das du ihn auch getestet hast:Gut:

Das mit dem Wassersack ist auch so ne Sache.Meine Frau schleppt auch immer ewig viel Wasser rum(sie hatte mal ein paar Dursterfahrungen-seitdem ist sie da sensibel).Ich selbst kann mit Durst ziemlich gut umgehen, würde da auch eher zu nem kleinen Wassersack tendieren.

Wie lange warst du mit dem BOB unterwegs?

Cephalotus
04.11.2014, 09:26
- Tarp (DDHammocks 3x3 Coyote brown)
- BWPoncho
- Arbeitshandschuhe
- 2 HMSKarabiner...

Und abschließend natürlich ein Schlafsack (untenangebracht)


Was ist eigentlich die Idee dahinter, sich einen zu kleinen Ruckack zu kaufen, so dass man signifikante Teile der Ausrüstung außen dran packen muss? Gerade den Schlafsack außen finde ich persönlich extrem unpraktisch.

Wäre es nicht besser, gleich einen größeren Rucksack zu kaufen? Als Nebeneffekt bekäme man u.U. auch noch ein besseres Tragesystem.

Was ist denn das für ein 20l Wassersack, den Du da hast? Passt der auch (teilweise) gefüllt noch in den Rucksack oder musst Du den dann in der Hand tragen? Ist der Sack für Trink- oder für Schmutzwasser? Beides abwechselnd ist nicht optimal.
Da Du einen sehr guten Wasserfilter hast kann man das aber ggf. etwas improvisieren und Schmutzwasser tragen und bei Bedarf eben schnell filtern.

Mein größter Kritikpunkt wäre wohl der Rucksack selbst, der auch noch 2,7kg für 45l wiegt. Aber Rucksäcke sind ja was sehr individuelles und wenn er Dir gut passt ist es ja i.O.

Bei der langen Unterwäsche ist zumindest im Winter Merino Wolle gut, aber halt auch teuer.

Hast Du noch was zur Kommunikation. Evtl Zweitakku oder (Solar-)Ladegerät fürs Handy?

DerGerald
04.11.2014, 09:29
Hallo,

welchen Biwaksack hast du? Und welchen Schlafsack?
Ev. würde ich die ganzen Utensilien fürs Feuer machen noch etwas verteilen und nicht alles im Rucksack haben.
Kleidung wurde ja schon angesprochen. Finde das auch etwas viel.

Der Wassersack ist mMn. viel zu groß. 20l wollen ja auch getragen werden, oder? (Leer vermutlich kein Problem, aber voll?)

Gruß
Gerald
PS.: das BW Besteck ist wirklich schwer :)

KUPFERSALZ
04.11.2014, 09:36
Bei der Transportkapazität für Wasser würde ich keine Abstriche machen. Die Wasserversorgung wird als Problem hier in unseren Breiten meist unterschätzt. Die Erfahrung die Grübezahl gemacht hat zeigt das er wirklich draußen war.
Ich habe immer eine Nalgene Flasche und eine 10 l Wasserblase (mit 2-3 l) Wasser dabei.
So hat man die Option auch für 2-3 Person Wasser zu transportieren oder sobald ein Lager eingerichtet wurde eine größere Menge an Wasser zu transportieren und lagern. Dies bedeutet dann das man nicht jeden Tag wieder los muss um Wasser zu holen.

Gruß Kupfersalz

Commando
04.11.2014, 09:42
Hallo Foris,

ja der Kleine ist wieder zurück vom Armeeweekend und habe wieder tolle Erfahrungen gemacht.
Also das mit dem Wasser unterschätzt man schnell mal, ich versuche irgendwo ein Einklang zu finden, gelingt mir
auch heute noch nicht immer obwohl ich auch sehr gut mit Wassermangel umgehen kann.
Wegen Ersatzwäsche, ja das ist so ne Sache, habe am Weekend neben meinem Bob noch Armeematerial mitgeschleppt also 20 Kg dazu.
Am Ort angekommen war ich total klatschnass geschwitzt, sofort alles hinschmeissen und im grossen Stil Feuerholz gesammelt für die Nacht und
sofort dannach das Nachtlager vorbereitet (Tarp, Zelt), erst dannach das Tshirt gewechselt um nicht zu frieren, denn das nasse Tshirt störte nicht so lange man am arbeiten war.
Naja am Abend ging die Sonne weg und es wurde schnell saukalt und feucht (Tshirt, Fasi, Kämpferwärmeschutzjacke) und immer noch gefröstelt.
Nächsten Tages dann für die Rückkehr wieder das immer noch nasse Tshirt angezogen und sofort losmarschiert um wieder rein zu schwitzen,
damit ich am nächsten Ziel dann immer noch ein trockenes Tshirt habe zum wechseln.
Also mit der Ersatzwäschen muss man auch gut planen.

21294

Grübelzahl
04.11.2014, 09:52
@Cephalotus

Das der Rucksack zu klein geraten war, so das ich den Schlafsack außen anbringen musste, viel erst auf als ich meinen Leichtschlafsack durch einen besseren Schlafsack ersetzt hatte.
Da wurde mir recht schnell bewusst das der Trooper nicht ganz für meine Zwecke geignet ist.
Die Planung einen größeren Rucksack anzuschaffen steht, jedoch bin ich mir hier derzeit noch im unklaren in welche Richtung ich da tendiere.

Wenn jemand mit Rucksäcken über 60l Erfahrungen hat - Nur zu !

Der Wassersack müsste in befüllten Zustand getragen werden oder kann auch mittels einem der HMS Karabiner am Rucksack befestigt werden. Wobei ich das aufgrund der beweglichen Wassermassen nicht machen würde.

@DerGerald

Schlafsack YETI Elements Comfort (Extrem-32 Grad)

@lord_hemlchen

18kg ist das gewogene Gewicht (ohne Wasser). Der Tragekomfort ist bei längeren Touren mit dem derzeitigen Gewicht nicht gerade prickelnd.
Der Schlafsack ist zweifach gegen Feuchtigkeit und mech. Beschädigungen geschützt.


Ich bin persönlich mit dem Trooper als Rucksack eigentlich sehr zufrieden, da es ein gut durchdachter Rucksack ist. Jedoch für die Zwecke als Fluchtrucksack
mit den genannten Gegenständen eher grenzwertig.
Aber der Rucksack war vor vielen neuen Ausrüstungsgegenständen dar.... :peinlich:

ksbulli
04.11.2014, 09:56
Moin Grübezahl, moin @ll,

Deine Zusammenstellung ist sehr umfangreich, kein Wunder, wenn Du damit eine Woche im Wald überbrücken willst. Da kannst Du wahrscheinlich wenig am Gewicht machen (einige umfassende Vorschläge gab es bereits, dem ist wohl kaum etwas hinzuzufügen).

Gestaunt habe ich über die Menge, die Du in einem 45 l Backpack unter bekommst. Alle Achtung.

Was ich nicht verstanden habe ist der Begriff Rettungskarten. Was meinst Du damit?

CU
Christian

Grübelzahl
04.11.2014, 10:05
Für Waldbereiche gibt es sogenannte Rettungskarten.
Das sind im eigentlichen Sinn normale topographische Karten im Maßstab 1:25.000.

Vorteil dieser Karten ist:

Einlaminiert erhältlich (Nässeschutz)
Es sind ganzjährig voll und teilweise befahrbare Wege eingezeichnet (Farblich markiert)
Es sind Rettungsplätze eingezeichnet (Anbindung an befahrbare Straßen)

Der eigentliche Hintergrund der Karten ist wenn ich öfter mal im Pfälzer Wald untwegs bin und was passieren sollte. Diese sind somit eher für den regulären Gebrauch gedacht, weniger für den SHTF Fall.

prepp
04.11.2014, 13:08
Da suche ich auch gerade was passendes in genau dieser Größe.

Papa Bär hat ja gerade etwas am laufen: http://www.survivalforum.ch/forum/group.php?gmid=4585&do=discuss#gmessage4585

Der TT Ranger 60 (http://www.survivalforum.ch/forum/group.php?gmid=4585&do=discuss#gmessage4585) würde mir wohl gefallen. :unschuldig:

ah nein, bitte... muss ich mein Budget diesen Monat wirklich noch aufstocken?! :ohhh: :psst:

Grübelzahl
04.11.2014, 16:28
Hat eigentlich jemand Erfahrungen mit dem Eberlestock G4 Operator Pack, TT Field Pack oder dem TT Range Pack als Fluchtrucsack/BOB ?

Papa Bär
04.11.2014, 16:45
Field Pack und Range Pack ja.
Wobei ich die nicht als BOB sondern als INCH probiert habe.
BOB ist für mich für ein Kurzzeitszenario (1 - 5 Tage), INCH für einen darüber hinausgehenden Zeitraum.
Großzügiges Platzangebot, man bekommt wirklich was mit...und natürlich ein gutes Tragesystem.
Ich bin dann zwar beim hervorragenden Berghaus Crusader hängengeblieben, aber einen Range Pack werde ich mir gelegentlich auch mal wieder zulegen

ID 226
04.11.2014, 16:59
ich habe den Eberlestock Terminator. Super teil :-) Hat schon ein paar Wildnistouren mitgemacht und bin mit der Verarbeitung sehr zufrieden.

Gruss Darky

Grübelzahl
04.11.2014, 17:43
Eberlestock Terminator ! :Gut:

Wieviel Liter hat der ? Wo ist der in D erhältlich ?

flywheel
04.11.2014, 18:06
Ist der TT 2 in 1 pack nicht auch was für Dich?
Der liegt auch bei 60 Litern und ist flexibler in der
Anwendung. Papa Bär hat den auch im Angebot.

ID 226
04.11.2014, 18:23
83 Liter aber auf viele Fächer aufgeteilt.
Finde ihn sehr praktisch da er mit den beiden aussen aufgesetzten Taschen eine stabile Grundlage beim Liegendschiessen abgibt. auch die beiden Langen Fächer auf der Seite sind Top zum Zeltstangen oder Stative einzustecken. Im innern hat er eine helle Farbe damit man schnell alles findet und das Deckelfach lässt sich abnehmen und als Notbag benutzen. Am genialsten ist natürlich das Gewehrfach :-)
Habe in von Taktikgear.ch gekauft da er in der Schweiz die besten Preise für Eberlestock hat.

Gruss Darky

Papa Bär
04.11.2014, 18:34
Wenns auf das Gewehrfach ankommen soll, kann man auch den Range Pack G82 nehmen

ID 226
04.11.2014, 18:51
Ja aber de G82 ist nochmal nee ganze grössere Kiste. War mir persönlich zu gross für das Bewegen im Gelände.
Kannst ja mal einen 120 Liter Abfallsack aufblasen dann siehste was für ein riesen Ding du da mitschleppst :-)


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