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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mein bob



mpterra96
31.05.2015, 02:44
Ich stelle euch meinen BoB vor

Die Tasche: Eine Kampf-Tragetasche Schwarz von Mil-Tec, etwa 100L Fassungsvermögen.


Nahrungsmittel:

1x BP-5 a 500g
2x NRG-5 a 500g
3x Outdoor Kekse a 120g
wird noch erweitert


Wasser:

1x 2 qt also etwa 1,9 Liter Wasser in einer BPA-freien Feldflasche (Ich tausche das Wasser alle 3-4 Tage)
3 Packungen Trinkwasser a 100 ml
(wird noch mit einem leeren 5 Liter Faltkanister erweitert)


Kochzubehör:

Solo Stove mit Pot 900 (warte noch auf Lieferung)
ein US Feldflaschenbecher 1 qt also etwa 800ml


Waffen und Werkzeug:



M48 Survival-schaufel von United Cutlery
Blackfield defense unlimited by haller (muss Ich noch schleifen lassen)
Walther Blacktac


Kleidung:

1 T-Shirt XXL Kurzarm von ``DD Hammocks´´
eine Feldhemd Woodland
eine Weste Woodland
eine Feldhose Woodland ist bestellt und unterwegs
1 Woodland Regenponcho (ist auch eine Mehrzweck-Plane)
eine Shemag Oliv/Schwarz


Schlafen, etc.:

DD Hammock Frontline
DD Tarp 3x3m
für den Notfall eine BW Isomatte faltbar
Schlafsack


Medizinisches:

ein First Aid Complete von Tatonka
Persönliche Medikamente für 5 Tage (leider Verschreibungspflichtig, daher kein Vorrat möglich)
3 Rettungsdecken
3 Sofort Kälte-Kompressen klein und 2 Sofort Kälte-Kompressen groß


Navigation:

Großer Wasserfester Notizblock
Ranger Kompass
Stadtplan Wien 1:20.000 (stand 2014)


Sonstiges:

100ft Paracord 550lb
4x D-Schraubkarabiner 8cm
19 Knicklichter Gelb
11 Packungen Sturmstreichhölzer
In einem Wasserdichten Beutel: mein Reisepass gültig bis 01.2019
Textilklebeband 10m Flecktarn
Panzerband Oliv 75mm breit, 50m lang
1 Beingurt
eine Koppel Universalgröße



Habe vor noch einiges zu ergänzen: Kleidung, Wasser und Nahrungsmittel werden in kürze erweitert und vervollständigt. Wenn Ich wirklich Alles erweitert und Alles Vollständig ist, aktualisiere Ich diesen Artikel.

Ausrüstung ist hauptsächlich in den Aufgenähten RV-Taschen verstaut.

Im Fall der Fälle kann Ich mit dieser Tasche gute 3-5 Tage Autark bzw. ``Draußen´´ überleben.
Ich nutze einige Ausrüstungsgegenstände auch zum Wandern und Biwakieren daher kenne Ich auch die Grenzen der Materialien und ihre Praxis-Tauglichkeit.

Bilder mit Ausrüstung und Tasche folgen in kürze.

MFG mpterra96

Frei's Petrollampen
31.05.2015, 08:24
Hallo mpterra96

Und wie schwer ist das Ganze?

Viele Grüsse, Ernst

HatzDiesel
31.05.2015, 08:56
Guten Morgen Mpterra,
Du hast das alles in einer Kampftragetasche?
Sowas etwa?

26916

Ich habe diese Tasche seit Jahren permanent im gebrauch, mal etwas voller-mal etwas leerer,
aber nur um meine Sieben Sachen vom Auto hin und zurück zu transportieren.
Dafür ist die okay, aber damit Kilometer laufen ist nur was für die ganz harten.:kichern:
Ich würde da lieber einen guten Rucksack nehmen....

Gruß
HatzDiesel

Nachtrag:
Ich hab einen Berghaus Vulcan, das ist für meinen Rücken um ein vielfaches angenehmer :lachen:.

Buschmann
31.05.2015, 10:01
Hi mpterra96,

Also mir als BOB-Laie fällt direkt etwas auf: Du hast nichts im BOB zur Wasserentkeimung oder -Aufbereitung. Du hast einiges an Nahrungsmitteln dabei, aber mit zusammen 2.2 Liter Wasser wirst Du schnell eine Quelle brauchen. Wozu also der geplante Faltsack, wenn Du nichts dabei hast um Wasser zu reinigen und trinkbar zu machen?

Dann planst Du einen Kocher, hast aber keine Nahrung dabei, wo der Kocher wirklich Sinn machen würde.

Ich gehe mal davon aus, dass Du auch ein Feuerzeug/Feuerwerkzeug eingeplant hast. Was ich aber trotzdem vermisse ist irgendeine Form von Licht. Keine Taschenlampe, keine sonstigen Leuchten usw., generell keinen Strom.

Wenn Du also schon mit Schaufeln, Tarp und Schlafsack unterwegs bist, würde ich auf jeden Fall wissen wollen, was so los ist. Ein kleines Radio sollte mMn in jeden BOB. Und dazu brauchst Du Batterien, Kurbel o.ä.

Ich weiss das man das immer übertreiben kann und eine Komplettlösung wohl schwer zu erreichen ist. Ich persönlich würde aber lieber in einer verlassenen Fabrikhalle Schutz vor der Kälte suchen als nichts mehr zu Trinken dabei und keine Form der Wasserreinigung eingeplant zu haben.

LG Buschmann

mpterra96
31.05.2015, 12:00
Hallo mpterra96

Und wie schwer ist das Ganze?

Viele Grüsse, Ernst
Ehrlich gesagt Ich weiß es nicht, es kommt alle mal etwas weg oder dazu. hatte noch nicht die zeit sie abzuwiegen. Aber wenn ich schätzen müsste etwa 50-60kg.


Guten Morgen Mpterra,
Du hast das alles in einer Kampftragetasche?
Sowas etwa?

26916


Nein, meine hat 8 aufgesetzte RV Taschen, Sie ist von ASMC link: http://www.asmc.de/de/Transport/Taschen/Taschen/Tragetaschen/Kampf-Tragetasche-TAP-schwarz-p.html


Hi mpterra96,

Also mir als BOB-Laie fällt direkt etwas auf: Du hast nichts im BOB zur Wasserentkeimung oder -Aufbereitung. Du hast einiges an Nahrungsmitteln dabei, aber mit zusammen 2.2 Liter Wasser wirst Du schnell eine Quelle brauchen. Wozu also der geplante Faltsack, wenn Du nichts dabei hast um Wasser zu reinigen und trinkbar zu machen?

Dann planst Du einen Kocher, hast aber keine Nahrung dabei, wo der Kocher wirklich Sinn machen würde.

Ich gehe mal davon aus, dass Du auch ein Feuerzeug/Feuerwerkzeug eingeplant hast. Was ich aber trotzdem vermisse ist irgendeine Form von Licht. Keine Taschenlampe, keine sonstigen Leuchten usw., generell keinen Strom.

Wenn Du also schon mit Schaufeln, Tarp und Schlafsack unterwegs bist, würde ich auf jeden Fall wissen wollen, was so los ist. Ein kleines Radio sollte mMn in jeden BOB. Und dazu brauchst Du Batterien, Kurbel o.ä.

Ich weiss das man das immer übertreiben kann und eine Komplettlösung wohl schwer zu erreichen ist. Ich persönlich würde aber lieber in einer verlassenen Fabrikhalle Schutz vor der Kälte suchen als nichts mehr zu Trinken dabei und keine Form der Wasserreinigung eingeplant zu haben.

LG Buschmann

Ja wie gesagt diese Tasche ist noch ausbaufähig, Ich habe mir schon ein Survivalset von BCB bestellt. http://www.asmc.de/de/Ausruestung/Erste-Hilfe/Erste-Hilfe/Notfallausruestung/Survival-System-BCB-p.html

Ich habe diese Tasche eigentlich fürs Wandern und Biwakieren gekaut, dann habe Ich etwas über Bobs gelesen und seitdem baue ich mir einen bob.

Alge
31.05.2015, 12:25
Hallo mpterra96,

die Anmerkungen vom Buschmann finde ich wichtig.

Für das Feedback ist es hilfreich, wenn Du angibst, was Du meinst zum BoB so am Mann zu haben (sonst fehlt eine Jacke :rolleys: aber ich gehe mal davon aus, dass Du die anziehst, bevor Du den BoB schnappst).
Es ist auch hilfreich, wenn Du die Scenarien, von denen Du ausgehst, angibst.
Wenn Du wirklich gutes Feedback willst, dann schreib doch was Deine Pläne sind (nicht nur dass Du "erweitern" willst) - oder eben, wo Du Dir noch unsicher bist. Dann bringt Dir das Feedback mehr.

Was mir so aufgefallen ist:

Kleidung:
Zusätzlich solltest Du an Socken denken - es ist Gold wert, die wechseln zu können! Auch eine frische Unterhose gehört in einen BoB.

Hygiene:
Persönliche Hygiene hast Du vergessen: Zahnbürste und Zahnpasta sowie Seife und ein schnell trocknendes Handtuch halte ich für wichtig. Ein wenig Vaseline oder Wundsalbe leistet gute Dienste zum Hautschutz, je nach natürlichem Teint auch eine kleine Tube Sonnencreme (geschundene Haut Outdoor bei begrenzten Hygieneverhältnissen ist eine unglückliche Kombination).
Außerdem ist Toilettenpapier (trocken, feucht, je nach Geschmack) hilfreich - man will sich ja keinen Wolf laufen.

Schutz:
Denke über ein paar feste Handschuhe nach - die schützen bei gröberen Arbeiten.

Nahrung:
Gute Mischung - aber es ist ganz gut, auch etwas anderes dabei zu haben. Die meisten finden das Komprimate Zeug nicht so endlos lecker.
Außerdem halte ich das Essen für 5 Tage für zu knapp bemessen.
Nüsse und Trockenfrüchte werten die Komprimate geschmacklich auf und sind gesund. Ansonsten gibt es viele Konzepte zur Outdoor-Ernährung. Such Dir was aus, was zu Dir passt und ergänze auf gut 5 Tage.
Außerdem finde ich es angenehm, Outdoor was leckeres warmes zu trinken (gut für die Moral, wärmt durch wenns mal zu kalt geworden ist, mit Zucker etc. gut um nach Überanstrengung wieder fit zu werden). Ich habe daher ein paar Instant-Kaffee-Portionen, Teebeutel, Instant-Brühe und Trinkkakao sowie Zuckerportionen im BoB. Das wiegt kaum etwas und findet immer irgendwo Platz.

Kochzeug:
Vergiss nicht Campingbesteck oder einen Spork oder so

Sonstiges:
Müllbeutel (hält Sachen bei Bedarf trocken, schmutziges von sauberem getrennt, Müll wieder mit in die Zivilisation nehmen, ...)
Pinzette (Solo oder am Taschenmesser - ein Dorn oder Spleiß ist schnell eingefangen und wenn man einen BoB braucht, wird die medizinische Versorgung nicht mehr auf aktuellem Niveau sein. Daher lieber vorsichtig sein.)
Taschentücher

Viel Spaß beim Erweitern :lächeln:


Viele Grüße, Alge

Wolfshund
31.05.2015, 12:32
Ich glaube genau da liegt dein Problem.
Du kaufst dir Ausrüstung zusammen und schmeißt die in dein "BoB" ohne dir Gedanken zu machen.

Überlege doch erstmal für welche realistischen Szenarien du ein BoB haben willst, dann überlege was du dafür alles benötigst und probiere es zum Schluss in Ruhe aus.
Du wirst feststellen dass deine jetzige Tasche stark verändert werden muss, damit sie einen echten Sinn hat.

KUPFERSALZ
31.05.2015, 12:38
Einige kritische Punkte wie Wasser und die Tasche wurden ja schon angesprochen. Mir sind noch diese beiden Punkte aufgefallen:

19 Knicklichter Gelb
11 Packungen Sturmstreichhölzer

Wozu 19 Knicklichter? Auch 11 Packungen Streichhölzer finde ich übertrieben lieber zwei gute Feuerzeuge einstecken.

An deiner Stelle würde ich einfach Wasserflaschen einpacken anstelle alle paar Tage Das Wasser zu rotieren. Insgesamt wäre mir deine Zusammenstellung zu schwer wie weit möchtest du damit laufen?

Gruß Kupfersalz

Cephalotus
31.05.2015, 13:53
Ich würde noch dazu packen:

Wasserfilter
ggf. Wassersack (statt dem Faltkanister)
Mobiltelefon inkl. UKW Radio (Kopfhörer meist nötig) oder wenigstens eine Nachlademöglichkeit für das Telefon, das vermutlich mit dabei sein wird
Stirnlampe + Ersatzbatterie
Geld
2 Paar Ersatzsocken
evtl. Handschuhe, Staubschutzmaske

Ist jetzt alles nicht sonderlich schwer, wiegt zusammen wohl weniger als die Survivalschaufel oder die 50mm Rolle Panzertape

Wofür sind die vielen Kältekompressen?

mpterra96
31.05.2015, 14:50
Hallo mpterra96,

die Anmerkungen vom Buschmann finde ich wichtig.

Für das Feedback ist es hilfreich, wenn Du angibst, was Du meinst zum BoB so am Mann zu haben (sonst fehlt eine Jacke :rolleys: aber ich gehe mal davon aus, dass Du die anziehst, bevor Du den BoB schnappst).
Es ist auch hilfreich, wenn Du die Scenarien, von denen Du ausgehst, angibst.
Wenn Du wirklich gutes Feedback willst, dann schreib doch was Deine Pläne sind (nicht nur dass Du "erweitern" willst) - oder eben, wo Du Dir noch unsicher bist. Dann bringt Dir das Feedback mehr.

Was mir so aufgefallen ist:

Kleidung:
Zusätzlich solltest Du an Socken denken - es ist Gold wert, die wechseln zu können! Auch eine frische Unterhose gehört in einen BoB.

Hygiene:
Persönliche Hygiene hast Du vergessen: Zahnbürste und Zahnpasta sowie Seife und ein schnell trocknendes Handtuch halte ich für wichtig. Ein wenig Vaseline oder Wundsalbe leistet gute Dienste zum Hautschutz, je nach natürlichem Teint auch eine kleine Tube Sonnencreme (geschundene Haut Outdoor bei begrenzten Hygieneverhältnissen ist eine unglückliche Kombination).
Außerdem ist Toilettenpapier (trocken, feucht, je nach Geschmack) hilfreich - man will sich ja keinen Wolf laufen.

Schutz:
Denke über ein paar feste Handschuhe nach - die schützen bei gröberen Arbeiten.

Nahrung:
Gute Mischung - aber es ist ganz gut, auch etwas anderes dabei zu haben. Die meisten finden das Komprimate Zeug nicht so endlos lecker.
Außerdem halte ich das Essen für 5 Tage für zu knapp bemessen.
Nüsse und Trockenfrüchte werten die Komprimate geschmacklich auf und sind gesund. Ansonsten gibt es viele Konzepte zur Outdoor-Ernährung. Such Dir was aus, was zu Dir passt und ergänze auf gut 5 Tage.
Außerdem finde ich es angenehm, Outdoor was leckeres warmes zu trinken (gut für die Moral, wärmt durch wenns mal zu kalt geworden ist, mit Zucker etc. gut um nach Überanstrengung wieder fit zu werden). Ich habe daher ein paar Instant-Kaffee-Portionen, Teebeutel, Instant-Brühe und Trinkkakao sowie Zuckerportionen im BoB. Das wiegt kaum etwas und findet immer irgendwo Platz.

Kochzeug:
Vergiss nicht Campingbesteck oder einen Spork oder so

Sonstiges:
Müllbeutel (hält Sachen bei Bedarf trocken, schmutziges von sauberem getrennt, Müll wieder mit in die Zivilisation nehmen, ...)
Pinzette (Solo oder am Taschenmesser - ein Dorn oder Spleiß ist schnell eingefangen und wenn man einen BoB braucht, wird die medizinische Versorgung nicht mehr auf aktuellem Niveau sein. Daher lieber vorsichtig sein.)
Taschentücher

Viel Spaß beim Erweitern :lächeln:


Viele Grüße, Alge

Eine Jacke habe Ich für meinen Bob schon bestellt. Schuhe werde Ich auch noch dazugeben, Ich habe Sicherheitsschuhe von meiner Arbeit.
Zu meinen Szenarien: Ich will eigentlich auf alles vorbereitet sein, zb.: Zerstörung (Unbewohnbarkeit) meines Wohnortes.

Kleidung:
Socken als auch Unterhosen werde Ich natürlich noch beifügen, daran habe Ich jetzt nicht gedacht. Danke.

Hygiene:
Zahnbürste und Pasta werde Ich nicht brauchen bzw. nur eine Zahnbürste und ein paar Tuben Haftcreme, aber Ich kann auch notfalls ohne Zähne Leben.
Toilettenpapier wäre zu viel Platzverschwendung, Im Wald gibt es zahlreiche Blätter und in der Stadt gibt es meistens Zeitungen und Papiercontainer mit denen man sich abhilfe schaffen kann.

Schutz:
Ich hätte immer in meiner Jacke schnittfeste Handschuhe von Bulltec, aber Ich werde noch schauen ob Ich welche mit Knöchelschutz bekomme.
Und des weiteren kommt noch eine Schutzweste hinzu von http://www.safeguardclothing.de/15-schusssichere-weste-schutzwesten/

Nahrung:
Notnahrung muss meines Erachtens nicht schmecken, Sie muss nur leicht sein und seinen Zweck erfüllen. Natürlich werde Ich mir noch ein paar NRG-5 Packungen zulegen.
Ja ein paar Teebeutel und Zuckersticks sind keine schlechte Idee, Trockenfrüchte werde Ich mir auch noch ein paar besorgen.

Kochzeug:
Ich habe mir so ein Outdoorbesteck bestellt von Baladeo, da habe Ich Löffel, Gabel und Messer in einem. Mal schauen wie Es sich bewährt.

Sonstiges:
Müllbeutel habe Ich mir schon gedacht, das Ich da meine Kleidung hineingebe. Ist auch eine Gute Idee.
Pinzette ist schon vorhanden (in dem First Aid Complete von Tatonka, dieses Erste Hilfe Set ist eigentlich für kleine Expeditionen ausgelegt).
Taschentücher habe Ich gerade beigefügt.

Danke für diese Guten Tipps.
Ich freue mich auf weitere Tipps und Kommentare zu meinem Bob.
MFG mpterra96

Cephalotus
31.05.2015, 15:30
Müllbeutel sind nur Notlösungen (außer zum Müll wegtragen), als Packsäcke gehen sie leider viel zu schnell kaputt. Mülltüten sind zwar besser als garnichts, aber falls möglich, kauf lieber 3-4 richtige wasserdichte Packsäcke...

mpterra96
31.05.2015, 17:16
2692226923 hier ein paar Fotos meiner Tasche, meinem Bob.

KUPFERSALZ
31.05.2015, 17:48
Hast du das Teil schon mal voll beladen über eine größere Distanz als bis zum Auto getragen? Wie sieht dein Szenario aus du hattest geschrieben das du auf alles vorbereitet sein möchtest (eigentlich unmöglich). Planst du Tagesmärsche damit?

Gruß Kupfersalz

mpterra96
31.05.2015, 18:04
Hast du das Teil schon mal voll beladen über eine größere Distanz als bis zum Auto getragen? Wie sieht dein Szenario aus du hattest geschrieben das du auf alles vorbereitet sein möchtest (eigentlich unmöglich). Planst du Tagesmärsche damit?

Gruß Kupfersalz
Nein, aber ich habe schon vergleichbar schwere aber sperrige Taschen schon mal durch eine Stadt bis zur Bahn und dann nach Hause getragen.
Auf Alles vorbereitet sein: Jein, Ich habe diese Tasche einerseits zum Wandern und Biwakieren. Nur da ist die Tasche nicht so schwer beladen.
Andererseits zum schnellen verlassen meines Wohnortes bei Brand und dgl.

Tactical
31.05.2015, 18:27
Du planst doch sicherlich auch Dein Ziel im Störfall.

Ich würde Dir raten mit komplettem BoB diese Strecke dann einmal per Pedes zurück zu legen. Das gibt Ideen für die Planung und eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten.

Corvinjus
31.05.2015, 19:10
Ehrlich gesagt Ich weiß es nicht, es kommt alle mal etwas weg oder dazu. hatte noch nicht die zeit sie abzuwiegen. Aber wenn ich schätzen müsste etwa 50-60kg.





Ich hab echt schon richtig schwere Rucksäcke richtig weit getragen, aber mit 60 kg komme ich noch ins nächste Dorf. Dann brauche ich einen Physiotherapeuten. Vielleicht werde ich auch einfach alt...


Grüße

KUPFERSALZ
31.05.2015, 19:21
Der beste Weg herauszufinden was man benötigt war schon immer loszuziehen und sein Setup zu erproben. Ich habe mir für 3-4 Tagestouren im Winter eine Gewichtsobergrenze von 22-23 kg gesetzt das hat sich als praktikabel herausgestellt. Eigentlich versuche ich immer unter 20 kg zu bleiben aber meistens überschreite ich dieses Gewicht immer ein wenig.

Gruß KUPFERSALZ

Tactical
31.05.2015, 19:32
Mit dem Gewicht muß ich Dir leider Recht geben. Gar zu schnell erreicht man immer höhere Zahlen. Alleine mein Daypack hat 4,3kg und da sind keine Klamotten oder Schlafmöglichkeiten oder Nahrung für mehrere Tage drin.

T

- - - AKTUALISIERT - - -


Ich hab echt schon richtig schwere Rucksäcke richtig weit getragen, aber mit 60 kg komme ich noch ins nächste Dorf. Dann brauche ich einen Physiotherapeuten. Vielleicht werde ich auch einfach alt...


Grüße

Jep, 60kg ist unrealistisch. (Sorry, natürlich nur meiner Meinung nach)

T

GrimmWolf
31.05.2015, 20:11
Dem schliess ich mich an.
Hab bei meinem 2ten INCH Test dieses Jahr zwar durchgebissen und keine Lang-/und Pumpsteine mehr frühzeitig ausgemistet, aber 36 Kg in 48h über knapp 80 Km zu bringen ist definitiv eine ver...te schinderei. 6 Tage danach seh ich noch die Druckstellen an einer Schulter.
26931
26932

Für einen BOB ist meiner Meinung nach 15 Kg schon fast Höchstgrenze vom Sinnvollen.

LG
Indi

Wolfshund
31.05.2015, 22:27
mpterra96 (http://www.survivalforum.ch/forum/member.php/8179-mpterra96) Wenn ich deine Beiträge so lese, dann bekomme ich das Gefühl du hast zu viel Geld, was ich mir angesichts deines ebenfalls noch jungen Alters nicht vorstellen kann.

Statt dir teures "Gear" zu kaufen, von dem du glaubst es ist ganz nützlich, kaufe dir lieber wenige und hochwertige Ausrüstung wo es darauf ankommt und nehme in anderen Punkten ganz unspektakuläre Lösungen.

Ein paar Beispiele:
-Wasser & Nahrungsmittel
Statt Notrationen und Trekkingkeksen gehen erst mal auch billige Produkte aus dem Supermarkt, die kann man dann auch bedenkenlos bei der ersten Erprobung wegfuttern.
Wasser bekommt man spottbillig im Supermarkt in Flaschen, die 100ml Tüten braucht eigentlich kein Mensch.
Wichtig wäre noch ein Wasserentkeimungsmittel. "Romin Keimfrei mit Chlor" ist hier das günstigste.

-Kochzubehör
Das billige Kochset "für 2 Personen" von MFH, dazu normales Besteck oder ein Campingbesteck aus dem Discounter.
Ein Kocher braucht man eigentlich nur in urbanem Gebiet und da reicht für den Anfang auch ein einfacher Gaskocher für u. 20€

-Waffen, Werkzeug, Kleidung
Ist natürlich alles Geschmackssache, aber auch hier gilt: Ein 8€ Klappspaten ist vollkommen ausreichend, wenn man bereit ist ordentlich damit umzugehen.
Die Kleidung in einem BoB sollte in allen Umgebungen tarnen, also auch in der Stadt unter Normalbedingungen, Grün und Grautöne sind hier besser geeignet als Camouflagemuster

-Schlafen
Als Tarp reicht am Anfang auch eine Baumarktplane.

-Erste Hilfe Set
Eine Motorrad/KFZ-Verbandtasche hat teilweise mehr Inhalt als die Tasche von Tatonka, dafür ist sie mit ~10€ deutlich billiger.
Die Kältekompressen sind sehr empfindlich und haben nur einen sehr kurzen Effekt, sie retten kein Leben und sind schwer. In der Wildnis reicht auch kaltes (Fluss-)Wasser oder Matsch.


Die Liste könnte ich noch länger so weiterführen. Was ich dir damit sagen will ist:
Bremse deine Kauflaune und überlege was du wirklich brauchst, kaufe nicht nach "Coolness" sondern danach was sinnvoll ist.
Mach dir vorher einen Plan wie du in welchen Notsituationen reagieren willst und überlege dann wie die Minimalausrüstung dafür aussehen würde.

Einen ultimativen BoB gibt es sowieso nicht, keiner kann 100% Schutz in allen Bereichen bieten. Man muss in einer Notsituation immer improvisieren.

Cephalotus
01.06.2015, 00:25
Seh ich nicht so, außerdem sind viele der Sachen ja schon da.

Das DD Tarp dürfte als Tarp dramatisch besser sein als die raschelnde und schwere Baumarktplane.

Der SoloStove macht von den Interentvideao einen guten Eidnruck, die Frage ist halt immer, wie sinnvoll kochen mit Holz im BOB ist, aber wenn schon mit Holz, dann ist das wohl eine sehr gute Lösung.
Fürs unauffäigere und einfachere Erhitzen kann man Esbittabletten oder einen geeigneten Spirituskocher dazu packen. Der Topf ist auch schon dabei und passt gut zum Kocher, den Sinn irgendeines billigen MFH Sets sehe ich da nicht.
Das schöne an der tatokna 1. Hilfe Tasche ist, dass sie klein, kompakt, leicht und wasserdicht ist. Die ist für Rucksackreisende und Wanderer gedacht, als Grundausstattung passt das schon ganz gut.

Wie Kupfersalz schon sagte lernt man am meisten beim Ausprobieren, soweit man seien BOB Szenarien überhaupt sinnvoll ausprobieren kann. Dieses "ich renne mal in den Wald und zelte dann dort zwei Tage lang und dann ist alles gut" muss ja nicht jedermanns Szenario sein.

mfG

Romal
01.06.2015, 18:29
Hallo mpterra69,
Wo fang ich denn da an...
Also deine Nahrungsmittel sind okay, wären mir aber zu einseitig, je nachdem, für welchen zeitraum du planst (und das sagt der Typ der zwei Wochen lang trockene -Trekkingkekse zum Frühstück gefuttert hat).
Da empfehle ich dir eher noch Müsliriegel und "Tütenpasta" ala Maggi Wirtshaus oder das Äquivalent von Knorr, nicht zu Verwechseln mit Nudelsuppe ala Yumyum.

Zum Wasser: 2,2 Liter sind okay, reichen aber nicht lange. Vor allem wenn du körperlich angestrengt bist und das Wetter etwas wärmer, reicht das nicht. Statt mehr Wasseer solltest du aber eher einen Wasserfilter, Steripen oder wenigstens ein paar Entkeimungstabletten mitnehmen.

Kochzubehör ist okay, allerdings verstehe ich nicht ganz, wozu du den Pot vom Solo Stove UND den Fedlflaschenbecher benötigst, eins von beiden ist imho Totgewicht. Über den Preis für einen Hobo, den du eigentlich auch selbst bauen könntest, schweige ich mal höflich.

Waffen und Werkzeug: um mal meine Meinung kundzutun: Das Blackfield Defense sieht zwar teils echt gut aus und wirkt vom Design her ansprechend, aber viel Spaß nach kurzer Zeit macht das ohne Nachschärfen nicht mehr.
Gleiches gilt für das Umarex Walther Blactac, habe selber eins, ist bei mir unter Fehlkauf verbucht, die Verarbeitung ist einfach miserabel.
Die Survival Schaufel..nunja, jedem das Seine, imho nutzt eine kleine Schaufel und ein Beil oder großes Messer mehr als das.
Was du brauchst, wenn du bei der Kombination bleibst, ist definitiv etwas zum Nachschärfen und einen kleinen Torxschrauber für die BlacckTac Griffschalen.
Statt dem Klappmesser wäre also ein Multitool eine bessere Alternative.

Kleidung: Hängt von deinen Präferenzen ab, wenn das für dich funktioniert, super. Persönlich finde ich tarnfarben auffälliger als Oliv und gedeckte Farben, wenn du mal durch bewohntes Gebiet musst. Außerdem nützt dir das generell nicht viel, wenn du nicht nicht an grundsätzliche Tarnregeln hälst und dich zB vor einem helleren Hintergrund abzeichnest.

Schlafen: Was machst du, wenn keine Bäume oder sonstiges da sind? Für den Notfall eine Matte? Könntest du doch sowieso in deine Hängematte tun. Und falls du vorher nicht in Hängematten geschlafen hast, solltest du das definitiv vorm Worst Case ausprobieren.

Medizinisches: Soweit okay, allerdings solltest du zusätzlich über eine Zeckenkarte und einen SamSplint nachdenken, das ist aber nur meine persönliche Meinung.

Navigation: Was nützt ein Block ohne Stift? ;-) Auch hier gilt, das du mit dem Kompass schon vorher üben solltest.

Sonstiges: Wieso? Wieso so viel Krams. Ist das jetzt dein BoB oder dein INCH ?
100ft Paracord, okay, in der Menge wirds verkauft und soviel wiegt die auch nicht, versteh ich, mach ich selber so. die Karabiner machen ebenfalls Sinn, vor allem in Verbindung mit dem Seil (was du beachten solltest ist, das du auch genug Takelage für deine Hängematte und dein Tarp hast, neben dem unter "sonstiges")
Was ich aber echt nicht verstehe ist, wieso du 19 Knicklichter mitnimmst und keine Taschenlampe.
11 Packungen Sturmstreichhölzer brauchst du auch nicht, nimm lieber ein Einwegfeuerzeug und einen Feuerstahl mit.
50m Panzerband.. Halte ich auch für etwas übertrieben und vor allem wenn du die Papprolle in der Mitte entfernst und das stattdessen ein paar Meter auf eine Plastikkarte oder ähnliches wickelst, hast du eine kleine Gewichtsersparnis und immer noch genug..


Also nochmal zusammenfassend (Alles nur meine Meinung):
Für 3-5 Tage hast du zuviel Knicklichter, zuviel Streichhölzer und zuviel Panzertape dabei.
Dein "Werkzeug" solltest du durch ein gutes großes Messer, ein gutes Multitool und eine kleine Schaufel ersetzen.
Was dir definitiv fehlt ist eine Möglichkeit der Wasseraufbereitung. Das solltest du nicht unterschätzen.
Das Essen solltest du noch ergänzen, zumal du ja über einen Kocher verfügst.
Über Handschuhe, Besteck und Radio wurde ja schon genug gesagt.

Außerdem solltest du das Gewicht noch ein wenig reduzieren und statt auf Weste und Koppel lieber auf einen Rucksack zurückgreifen. Mit einer sperrigen Tasche quer durch die Stadt ist etwas ganz anderes, als 5-6 Tage durchs Unterholz zu krauchen, möglicherweise noch verletzt oder andersweitig angeschlagen.


Klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber ich glaube, das dein BoB eher "cool aussieht" als wirklichen Nutzwert zu haben, abgesehen von dem Tarp und dem Paracord wirkt mir das meiste eher "DayZ-Style" als wirklich geeignet.
Ich will dir das natürlich nicht schlecht reden, wenn das für dich funktioniert, funktioniert das für dich. Für mich würde es das definitiv nicht tun.


Ich sehe das ähnlich wie Wolfshund, allerdings mit der Einschränkung, dass das Tarp tatsächlich sehr gut ist. Vieles von mpterra96's Gear ist meiner Meinung nach qualitativ nicht besser als "Discounterkram" (Der Kram unter Werkzeug und Waffen) bzw benötigt keine Luxusausführung ( "#PremiumHobostove") oder ist dem preis nicht ganz gerecht (Tatonka FAK).
Das Geld für diese Gegenstände wäre in ein vernünftiges Multitool zB Leatherman, einen günstigeren Kocher zB DIY oder Firebox und einen vernünftigen Rucksack besser investiert gewesen.


Revedere Romal

Cephalotus
03.06.2015, 13:08
Ehrlich gesagt Ich weiß es nicht, es kommt alle mal etwas weg oder dazu. hatte noch nicht die zeit sie abzuwiegen. Aber wenn ich schätzen müsste etwa 50-60kg...

Das kann ich mir garnicht vorstellen. Die Liste im ersten Beitrag würde ich auf rund 20kg schätzen oder überseh ich da was?

Trotzdem ist meiner Meinung nach auch für diese Gewichtsklasse ein richtiger Rucksack mit Tragesystem unabdingbar, wenn man die Ausrüstung zu Fuß über weitere Strecken transportieren nöchte. Die Tragetaschen sind sicher fein fürs Auto oder Boot und vielleicht auch für den Fahrradgepäckträger geeignet, aber zu Fuß würde ich unbedingt einen Rucksack benutzen...

GrimmWolf
03.06.2015, 13:34
Sehe das wie Cephalotus. Ich bin überschlagsmässig bei ca. 23 Kg nach seiner Auflistung.

Abgesehen vom Gewicht und den schon unten angesprochen Punkten, frage ich mich ob der TO damit schon mal damit zum Testen unterwegs war.

Commando
05.06.2015, 08:55
Dem schliess ich mich an.
Hab bei meinem 2ten INCH Test dieses Jahr zwar durchgebissen und keine Lang-/und Pumpsteine mehr frühzeitig ausgemistet, aber 36 Kg in 48h über knapp 80 Km zu bringen ist definitiv eine ver...te schinderei. 6 Tage danach seh ich noch die Druckstellen an einer Schulter.
26931
26932

Für einen BOB ist meiner Meinung nach 15 Kg schon fast Höchstgrenze vom Sinnvollen.

LG
Indi

Ja genau,

sehe ich auch so, 50-60 Kg ist unrealistisch und soviel wiegt Dein BOB oder Tasche sicher nicht.

Mein TestBOB wiegt in dieser Version zum trainieren ca. 25 kg

27061


Mein Rücken nach 3 Tagen immer noch so

27062 27063


Ja er ist nicht ein Hightech Rucksack, aber zum trainieren und abhärten ist er gut und diejenigen die mich kennen
wissen, dass ich den immer dabei habe.
Aber eben, ich habe am Dienstag abend nur eine kleine Wanderung gemacht, zuerst 2 km geradeaus, 2 km hoch auf 800müM,
dannach 2 km sprinten mit dem BOB und die restlichen 10 km schnelleres marschieren bis nach Hause.
War nur eine kleine Simulation einer kleiner Flucht, mit dem noch leichten BOB.
Ich glaube einfach mit über 50 kg geht das sicher nicht mehr.

LG

KUPFERSALZ
05.06.2015, 09:36
Ich glaube das alle die gelegentlich auf Trekkingtouren gehen oder auch mal den HobbyBugOut sinulieren sich einig sind das 50 kg utopisch ist. Das beste Beispiel ist die Storry von GrimmWolf klick (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/33290-Mein-neues-EDC-GHB-BOB-INCH-Gep%C3%A4ck?p=205513&viewfull=1#post205513).

Bin gespannt auf den ersten Erfahrungsbericht von mpterra96!

Gruß KUPFERSALZ

GrimmWolf
05.06.2015, 09:55
:peinlich: :peinlich:

Cephalotus
05.06.2015, 10:18
Mein Rücken nach 3 Tagen immer noch so


Hmmm.

Früher als ich noch jung war und es noch nicht besser wusste habe ich auch 25kg durch die Botanik geschleppt (alleine mein Zelt wog fast 6kg), aber an wunde Stellen vom Rucksack tragen kann ich mich nicht erinnern. Ihr erzählt das so, als wäre das normal. Sich den Rücken oder die Schultern wund zu scheuern ist aber meiner Meinung nach keineswegs üblich, auch nicht bei 25-30kg schweren Rucksäcken...

Ich vermute mal, das liegt an Euren Rucksäcken.

Wäre es da nicht besser einen zu nehmen mit Gestell und gutem Tragesystem?

Ich sehe nämlich nicht, wie offene Wunden der Abhärtung dienen sollen. Besser ist in meinen Augen Ausrüstung zu verwenden, mit der das nicht passiert.

Auch wenn ich selber als BOB einen eher leichten Rucksack verwende so sehe ich doch auch die Grenzen. Mehr als 20kg würde ich in meinem BOB nicht transportieren wollen, dafür ist dessen Tragesystem einfach nicht gemacht. Mir erscheint das auch ein Fehler in der Ultraleichtphilosophie zu sein, einfach alles zusammen zu wiegen und dann zu behaupten 13kg sei besser als 14kg. Ich würde mal sagen, dass man oft bequemer 20kg in einem guten Rucksack trägt als 18kg in einem labilen Sack. Klar, den Fußsohlen ist es fast egal, wo die kg stecken, aber Schulter, Rücken, Hüften und ggf. auch Armen und Kniegelenken keineswegs. Auch die Gewichtsverteilung ist meiner Meinung nach sehr wichtig und dass das Gewicht nicht unnötig "pendelt"...

Es hat schon einen Grund, warum Trekkingrucksäcke, die recht kompromisslos vor allem auf möglichst komfortables Tragen optimiert wurden, alle sehr ähnlich konstruiert sind. Bei Rucksäcken aus dem militärischen Hintergrund stehen oft andere Faktoren stärker im Vordergrund, so dass sich die über längere Strecken leider nicht komfortabel tragen lassen.

mfG

Commando
05.06.2015, 10:49
Hmmm.

Früher als ich noch jung war und es noch nicht besser wusste habe ich auch 25kg durch die Botanik geschleppt (alleine mein Zelt wog fast 6kg), aber an wunde Stellen vom Rucksack tragen kann ich mich nicht erinnern. Ihr erzählt das so, als wäre das normal. Sich den Rücken oder die Schultern wund zu scheuern ist aber meiner Meinung nach keineswegs üblich, auch nicht bei 25-30kg schweren Rucksäcken...

Ich vermute mal, das liegt an Euren Rucksäcken.

Wäre es da nicht besser einen zu nehmen mit Gestell und gutem Tragesystem?

Ich sehe nämlich nicht, wie offene Wunden der Abhärtung dienen sollen. Besser ist in meinen Augen Ausrüstung zu verwenden, mit der das nicht passiert.

Ich gebe Dir absolut recht, der Abhärtung dient lediglich nicht bequeme Rucksäcke zu tragen, das mit dem aufscheuren war durch das Sprinten mit den Rucksack entstanden,
denn das war nicht so gedacht.
Habe einfach erwähnt wie schnell es in einem Notfall schon mit kleinerem Gepäck schnell unbequem wird, angesprochen auf die 50-60 kg. :rolleys:


LG

GrimmWolf
05.06.2015, 11:23
Also mein BOB ist mein Little Brother. Der wiegt trocken 12.75 Kg. Mit 3l + 1l Wasser 17 Kg. Damit mache ich alle 2-3 Tage mal so 10 bis Km in 2-4h. Je nach dem ob mit oder ohne Steigung und am WE längerer Pausen. Das passt vom Gewicht / Tragesystem problemlos.

Etwa jedes 5te mal pack ich noch die Deckeltasche drauf. 3 Kg trocken, mit Wasser 5 Kg. Damit ist dann aber das Tragesystem schon nahe am Limit was Bequemlichkeit angeht.

Für meine INCH Tests, wird der BOB in den SkyCrane eingezippt. Da kommt dann das wesentlich komfortablere Tragesystem voll zum tragen immerhin kommen dann im Moment noch 14 Kg dazu.
Beim ersten mal, siehe Hinweis von Kupfersalz, Grrrrrrrrr, klappte das abgesehen von kleineren Konditionsschwächen meinerseits ziemlich gut. Der RS ist für diese und höhere Lasten ausgelegt.

Bei meinem 2ten Test, (wohlweislich nicht publiziert) hatte ich einen anderen Ansatz. Diesmal habe ich die ganze Strecke von Anfang an eingeplant und wollte Geschwindigkeit testen. Ich war in den 2 Tagen je 14 Stunden unterwegs. Ziemlich genau 45 und dann 35 Km. Hab mir allerdings jede Stunde 5 Minuten, jede 2te Std 10 Min. und jede 4te Std 20 Min Pause gegönnt.

Trotzdem war das für mich ein Gewaltmarsch der das übliche Spazierengehen bei weitem überstieg. Dass ich also danach an einer Schulter ( weiss auch nicht warum nur die rechte, bin immer noch am überlegen ob ich den RS anders einstellen muss oder ob ich vom Laufstil her dort einfach grössere Reibung abbekomme ) wund war hat mich daher absolut nicht verwundert.
Ich hatte eigentlich mit wesentlich mehr gerechnet. Immerhin bin ich kein SEAL, oder SAS oder sonstiger Speciäl Forcer. Meine RS in Isone ist 29 Jahre her...
Auch wenn ich definitiv kein Hürdenläufer oder Stabhochspringer bin, aber Marschieren mit Gebäck ;-) klappt im normalfall doch recht gut.

Mein Fazit vom 2ten INCH Test ist jedenfalls das ich mein Pensum ändern muss. Ich werde also ab jetzt mindestens 1x im Monat damit eine normale (10-15 Km ) Runde machen. Ich erhoffe davon dass ich dann bei Test 3 etwas abreibungsfreier davon komme :-)

Abgesehen davon ist das ja schon ein extrem Fall. Im real WC würde ich mich den Teufel dumm und dämlich schleppen wenn es sich vermeiden lässt. Dafür gibt's Freunde / Kollegen die mich im Auto mitnehmen wenn's brennt, Bahn und Zug fahren ziemlich lange solange kein Blackout ist, es gibt Massenweise Fahrräder etc.

Der INCH ist für mich wirklich Ultima Ratio, ich möchte den eigentlich keinen Meter weit schleppen müssen. Aber wenn ich mir das schon anschaffe dann soll's auch funktionieren. Und darum laufend am testen. Wenn ich's jetzt schaffe dann hoffentlich auch im WC wo ich vlt.nur noch das letzte Viertel der Strecke machen müsste. Diese (grundsätzlich Sinnlosen) Tests mach ich eigentlich nur um meine Grenzen zu testen.

Ansonsten gebe ich Dir völlig Recht. Wenn Der RS bei normalem Gebrauch so einschneidet, ist er dafür der falsche. Natürlich könnte man noch selbst mit EVA oder ähnlichem nachpolstern, trotzdem wäre das keine optimale Lösung.
LG Indi

GrimmWolf
05.06.2015, 12:49
@mpterra96

sorry ! wollte Deinen Thread nicht kapern !! Ging mir eigentlich nur um die völlig korrekte Anmerkung von Cephalotus wegen dem Gewicht/ RS hätte das aber besser direkt verlinkt :-(

Für Anmerkungen zu meinen verrückten Ideen bitte hier :
http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/33290-Mein-neues-EDC-GHB-BOB-INCH-Gep%C3%A4ck?p=205513&viewfull=1#post205513

Danke

Cephalotus
05.06.2015, 13:01
5Km Waldlauf, mit Gepäck und Waffe, unter 20 Min war Pflicht.( und werś vormittags nicht geschafft hat, durfte es nachmittags " nochmals versuchen". (Dann schafft manś beim ersten Versuch.))
...

Immer diese ArmeeGESCHICHTEN.

5km auf 20 Minuten entspräche vom Durchschnitt her 3km auf 12 Minuten.

Bei mir gab es in der Armee vielleicht 20%, die mehr als 3km in 12 Minuten rennen konnten.

Mit Turnschuhen!
In Sportkleidung!
Auf der Aschebahn!
Ohne Gepäck!
Und eben nur 12 Minuten Belastung statt 20 Minuten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cooper-Test

Ich behaupte, dass 5km in 20 Minuten durchs Gelände rennen mit Waffe und Gepäck entweder komplett unmöglich ist oder wenn dann nur von ganz wenigen außergewöhnlichen Athleten unter optimalen Bedingungen geschafft wird, aber ganz gewiss nicht von einem 08/15 Soldaten.

mfG

Cephalotus
05.06.2015, 13:09
Ich halte Deine Aussage für unglaubwürdig, die Begründung dafür steht oben. Warum ich mich dafür entschuldigen soll, wenn ich Deiner Erzählung nicht glaube, ist mir völlig schleierhaft.

(die Änderung meines Beitrags oben erfolgte übrigens 2 Minuten vor Deiner Antwort, ich hatte meine Wortwahl selber noch etwas abgeschwächt)

moleson
05.06.2015, 13:37
Hi,

...
5Km Waldlauf, mit Gepäck und Waffe, unter 20 Min war Pflicht.( und werś vormittags nicht geschafft hat, durfte es nachmittags " nochmals versuchen". (Dann schafft manś beim ersten Versuch.))
...

Soso 15km Durchschnitt im Gelände mit Waffen und Gepäck. Klar.... Ich habe ja einiges gemacht und gesehen und gestern konnte ich mal wieder aus der Nähe manche des DRA10 (Unsere Spezial Einheit) sehen, eine gute Methode um einen Minderwertigkeit Komplex zu kriegen was seine physische Kondition betrifft.

Deren Eingangstest der so gestaltet ist das die meisten die hart trainiert haben durchfallen sieht so aus:

- 5 Km Cross- Country in Sport Klamotten in weniger als 24 Minuten
- 8 km mit Waffe und Gepäck (15Kg) in 58 Minuten
- 25km mit 25 Kg in 3.5 Stunden

Aber das sind wohl alles Schwächlinge wenn man das mit euch vergleicht.

GrimmWolf
05.06.2015, 13:41
hmmh

wir haben im Dienst in jedem WK, heute so geregelt : http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/militaerdienst/fda/ubersicht1/wiederholungskurse.html zu meiner Zeit noch etwas anders mindestens einmal einen Sporttest gemacht. Offenbar seit 2009 so : http://www.baspo.admin.ch/internet/baspo/de/home/themen/foerderung/breitensport/sport_armee/00.parsys.86244.downloadList.13202.DownloadFile.tmp/tfrkurzbeschreibung2009.pdf

War bei uns auch etwas anders. Ging aber auch eine Stunde. Nach 48 Minuten kam als letzte Disziplin der 12 Minuten Lauf, siehe Deinen Cooper Test. Aber sogar in meinem letzten, 2002 also mit 36 Jahren
schaffte ich noch 2780m. Zwar wie Du gesagt hast in Turnkleidung, ohne Waffe und Gepäck auf einer Sportbahn aber eben da waren wir vorher schon geschlaucht worden.

Die 5 Km mit Waffe und Gepäck in Uniform durchs Unterholz sind also für fitte durchaus machbar.
Wir haben in der RS, UOS und OS 10 Km In Uniform mit Waffe ( https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgewehr_57 , 6,1 Kg) Helm, SchuMa im (leichten) Gelände in unter 50 Minuten geschafft.

Daher kann ich mich Deiner Aussage nicht anschliessen. Theorie und Praxis sind was ganz anderes als Zahlen. Der Mensch kann wenn er will ( oder besser : Muss ) einiges mehr leisten.

Wenn die Hummeln wüssten dass sie laut Wissenschaftlern gar nicht fliegen könnten....

Also, Zweifel sind angebracht, es sind keine normalen Leistungen aber eben, durchaus machbar.

Gruss
Indi

moleson
05.06.2015, 13:52
hmmh

wir haben im Dienst in jedem WK, heute so geregelt : http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/militaerdienst/fda/ubersicht1/wiederholungskurse.html zu meiner Zeit noch etwas anders mindestens einmal einen Sporttest gemacht. Offenbar seit 2009 so : http://www.baspo.admin.ch/internet/baspo/de/home/themen/foerderung/breitensport/sport_armee/00.parsys.86244.downloadList.13202.DownloadFile.tmp/tfrkurzbeschreibung2009.pdf

War bei uns auch etwas anders. Ging aber auch eine Stunde. Nach 48 Minuten kam als letzte Disziplin der 12 Minuten Lauf, siehe Deinen Cooper Test. Aber sogar in meinem letzten, 2002 also mit 36 Jahren
schaffte ich noch 2780m. Zwar wie Du gesagt hast in Turnkleidung, ohne Waffe und Gepäck auf einer Sportbahn aber eben da waren wir vorher schon geschlaucht worden.

Die 3 Km mit Waffe und Gepäck in Uniform durchs Unterholz sind also für fitte durchaus machbar.
Wir haben in der RS, UOS und OS 10 Km In Uniform mit Waffe ( https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgewehr_57 , 6,1 Kg) Helm, SchuMa im (leichten) Gelände in unter 50 Minuten geschafft.

Daher kann ich mich Deiner Aussage nicht anschliessen. Theorie und Praxis sind was ganz anderes als Zahlen. Der Mensch kann wenn er will ( oder besser : Muss ) einiges mehr leisten.

Wenn die Hummeln wüssten dass sie laut Wissenschaftlern gar nicht fliegen könnten....

Also, Zweifel sind angebracht, es sind keine normalen Leistungen aber eben, durchaus machbar.

Gruss
Indi
Aber auf die Zahlen kommt es an.

Dicke Schuhe und Stg 57 ist eine Sache. Dicke Schuhe Stg 90 UND 15 Kg auf dem Rücken etwas anderes. 12 Km/h Durchschnitt ist ganz etwas anderes als 15Km/h Durchschnitt. Sonst Respekt für 2800m mit 36 Jahren im 12 Min Lauf.

Renn mal ohne nichts mit 15 km/h Durchschnitt auf 5km, das ist schon eine Hausnummer, dann das ganze mit Armeeschuhen eine Waffe vorne und einen gefüllten Rucksack hinten. Mein Gefühl die Zahlen sind ein bisschen beschönigt wenn auch im Grundsatz es stimmt.

Nur zum Vergleich deine 2800m in 12minuten sind 14 Km/h im Durchschnitt.

GrimmWolf
05.06.2015, 14:13
ok ok

ich geh halt immer davon aus das ich Durchschnitt war und gestehe den Jungs von AAD10, Gebirgs- und Panzergrenadieren, Mitrailleuren und weiteren Einheiten, vor deren Leistungsfähigkeit ich höchsten Respekt habe, ( beim Messen mit solchen Jungs konnte ich zwar immer einigermassen mithalten, aber sicher nicht brillieren oder auch nur einen kleinen Blumentopf gewinnen... ) zu dass die besser drauf sind.

Daher... wie gesagt. Wenn er's gepackt hat, Hut ab. Wenn er 3 min länger gebraucht hat immer noch Mütze ab. Ich seh das nicht so eng, aber Ihr habt recht was die Zahlen angeht.
Wenn ichs mir so durchrechne ist das schon sehr heftig.

Trotzdem, lassen wir 5 mal grade sein :-)

PS heute hätte ich wohl schon Mühe 1200m in 12 Min zu schaffen. Danke für den Anreiz das zu testen. Wenn ichs überlebe werde ich berichten.

LG an alle und überlassen wir diesen thread mpterra96....

maniacmantis
05.06.2015, 23:39
Sorry, ich war auch nicht in einer "normalen Kampfeinheit",
aber mit irgendwas rumzuprahlen liegt mir völlig fern und ist auch extrem uninteressant.
Könnten wir jetzt bitte wieder zum ursprünglichen Thema zurückkehren?
Danke!
Gruß
maniacmantis

Tactical
19.07.2015, 10:56
Wie siehts jetzt aus mpterra?

Hast Du Deinen BoB mal getestet?

Wenn Du noch nicht alles zusammen hast dann mach doch schon mal einen "Vorabtest". Pack Dir 25kg (bitte keine 50 oder 60kg) "Irgendwas" in die Tasche, RS, Tüte oder egal für was Du Dich entscheidest und marschiere damit einfach mal so etwa 20km im strengen Lauf durch die Pampa.

Glaub mir, danach wirst Du die Sache ganz anders bewerten.

T

Fairlane
19.07.2015, 21:18
Ich steuere mal ein paar subjektive Verbesserungsideen und konstruktive Kritik bei.

Eine Tasche über mehrere Kilometer und wahrscheinlich über drei, vier Tage zu tragen, wird zur Qual; es gibt etliche Hersteller von guten Rucksäcken, ob nun Berghaus, ESSL, Tasmanian-Tiger, die richtig gepackt (Gewichtsverteilung) den subjektiven Eindruck der Packlast mindern. Man hat die Hände frei und kann gleichmäßig belastet laufen. Klar kosten entsprechende Modelle nicht gerade wenig Geld, aber die Investition lohnt sich durchaus. Gerade bei den größeren Berghaus (Vulcan / Atlas) ist es wichtig auf die richtige Größe des Rucksackmodells in Bezug auf die Körpergröße zu achten.
Desto schwerer die Last, desto stabiler sollte der Beckengurt sein, da hier dann beim Tragen viel Gewicht anliegt.
Ist der Beckengurt zu weich, macht es wenig Sinn den Rucksack mit viel Gewicht vollzupacken.

Zu den Nahrungsmitteln im BOB gilt meiner Meinung nach auch das, was bei der Vorratshaltung wichtig ist - man nehme nur das mit, was man gerne ißt, allerdings unter Berücksichtigung des Gewichts. Dosenfutter scheidet wegen des Gewichts aus. Ob Du gerne BP-5 oder NRG-5 ißt, weiss ich nicht, es ist gewiss nahrhaft, aber mit jeder Mahlzeit eine geschmackliche Wiederholung. Wie wäre es mit Gefriergetrockneten Gerichten oder ein paar Chinesichen Schnellkochnudeln. Ich persönlich würde mir auch noch ein, zwei Döschen Fisch dazu legen; das ist gewichtsmäßig noch in einem eträglichen Rahmen.
Und ja, eine Gabel und ein Löffel aus Plastik, Alu oder Titan sollten auch nicht fehlen.

Wasser ist absolut vorranging, schau mal nach Micropur-Tabletten oder Tropfen, besser noch Micropur Forte und stabilisiere damit Dein im BOB gelagertes Wasser, es wird damit ein halbes Jahr haltbar, dann ersparst Du dir die kurzfristige Austauscherei. Ebenso wäre ein Wasserfilter von Sawyer oder ein LifeStraw absolut angebracht um jede mögliche Wasserquelle sicher anzapfen zu können. Ist man draußen und unterwegs, verliert man schnell Wasser, weil man schwitzt und ist ebenso schnell wieder durstig; Wettereinflüsse etc. tun ihr Übriges dazu. Mit NRG-5 oder BP-5 wirst Du noch viel durstiger, da das Zeuchs staubtrocken ist.

Was die Kleidung anbelangt, so würde ich persönlich auf Tarnmuster verzichten um im Krisenfall nicht irgendwie "verwechselt" zu werden und zwischen die Fronten zu kommen. Es gibt genügend und gute funktionale Outdoorkleidung, die nicht kreisch-bunt ist, sondern für einen Waldgang dezent gefärbt ist. Ich passe meinen BOB jeweils der Jahreszeit an, Frühjahr und Sommer eher leichte Kleidung, im Winter gegen die Kälte. Was nützt ein Parka für den Tiefsten Winter, wenn man den BOB im Sommer einsetzten muß? Im Notfall ist es wohl auch eher egal, ob die Hose dreckig und speckig ist, ich denke es ist sinnvoller einen Satz Unterwäsche zum Wechseln zu haben, da diese am meisten durchschwitzt und zu Hautirritationen führen kann, auf die man gerne verzichten mag.
Gute Stiefelsocken und vor allem gutes Schuhwerk sind meiner Meinung nach essentiell; wenn man "weg" muß oder will, dann kommt irgendwann auch das Laufen und da sollte man bequemes, eingelaufenes und haltbares Schuhwerk an den Füßen haben. Gute Militär oder Wanderstifel z.B..

Zum Thema "Schlafen".

Eine Hammock finde ich persönlich eine großartige Alternative zu einem Zelt und DD ist keine schlechte Wahl.
Aber auch hier wieder - im Sommer wird sich der Schlafsack erübrigen, im Winter ist, oder wäre eine Außenisolation der Hammock vielleicht die bessere Alternative. Bedenke, was Du abhängig von der Jahreszeit wirklich benötigst und was sinnbefreiter Ballast ist, den Du unbenutzt spazieren trägst oder nach 20km irgendwo in der Botanik entsorgst, weil Du es nicht mehr tragen willst oder kannst.

Medizinisches:

Was kann unterwegs schief gehen?
Muskelkater - Magnesiumtabletten mitnehmen, ebenso Mineraltabletten, dein Körper wird es Dir danken und Du bist schneller wiederhergestellt.
Verletzungen des Bewegungsapparats: Schmerzmittel, sprich Diclofenac, Ibuprofen alternativ, etwas Krampflösendes wenn es schlimmer ist oder wird z. B. Musaril.
Sag Deinem Arzt wofür Du es brauchst und er wird wohl geneigt sein es Dir zu geben.

Banalitäten wie Kopfweh, Grippe, Erschöpfung: Wick Daymed wirkt für eine gewisse Zeit wie ein kleines Wunder. In Ausnahmesituationen kann man diese Wunderwirkung getrost etwas länger strapazieren.

Aspirin helfen auch bei vielen kleinen, läßtigen Leiden, bei Grippe ergänzt um Paracetamol.


Navigation:

Wenn Du mit Karte und Kompaß klar kommst, ist ein Kartenabroller zur genaueren Distanzermittlung eine nützliche Ergänzung.
Man sollte zwar nicht sein Leben darauf setzen, aber ein GPS, gefüttert mit Kartenmaterial der umgebenden 1.000km ist eine sehr angenehme Seegnung der Technik. Vorzugsweise eines, welches mit handelsüblichen Batterien läuft, denn entlang des Weges kann man sich von den entleerten Batterien trennen, was das Gepäck auch erleichtert, - wenn auch nur grammweise.

Sonstiges:

Eine vernünftige Taschenlampe z.B. Fenix LD 20 für stärkere Ausleuchtung des Nachts ist eine feine Sache.
Läuft man nachts im Dunkeln, dann ist eine Stirnlampe für mich mittlerweile das Teil schlechthin, empfehlenswert ist eine Armytek Tiara A1, die ebenso wie die Fenix mit AA-Batterien läuft. Man kann die benötigte Lichtmenge gut dosieren, da die Lampe über mehrere Betriebsmodi verfügt. Man hat die Hände frei und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren; wohin man schaut ist es hell, oder dezent ausgeleuchtet ;-)

Warum Streichhölzer? Ein Benzin-Sturmfeuerzeug und eine kleine Glasflasche mit Benzin zum Nachkippen sparen Platz und sind weniger Anfällig gegen Wind. Zum Ersatz noch zwei Feuersteine reicht für viele viele Zündungen. Ganz toll waren die Feuerzeuge von IMCO; mittlerweile nur noch bei ebay zu finden.

Panzertape ist durchaus sinnvoll, man kann viel mit reparieren, aber eine ganze Rolle habe ich nicht dabei; ca. 15m habe ich mir auf die Benzinflasche aus Glas für das Feuerzeug aufgerollt, damit wird sie bruchsicherer und ich spare dadurch Stauraum im Rucksack.


Gruss, Fairlane

KUPFERSALZ
19.07.2015, 22:02
Warum Streichhölzer? Ein Benzin-Sturmfeuerzeug und eine kleine Glasflasche mit Benzin zum Nachkippen sparen Platz und sind weniger Anfällig gegen Wind. Also auf eine Glasflasche würde ich verzichten. Ich setze auch eher aus Gas als Benzin aber das ist eben eine Geschmackssache.

Fairlane
20.07.2015, 12:29
Also auf eine Glasflasche würde ich verzichten. Ich setze auch eher aus Gas als Benzin aber das ist eben eine Geschmackssache.

Geschmackssache ist es vor allem für Raucher ;-)
Generell finde ich Gasfeuerzeuge keine schlechte Lösung, allerdings hatte ich schon einige Modelle, die bei großer Hitze im Sommer undicht geworden sind und ihre Gasfüllung verloren haben. Umgekehrt kommt bei großer Kälte ein gewisser Druckverlust zum Tragen. Ein Benzinfeuerzeug hat noch den Nebennutzen, dass das Feuerzeugbenzin aus meiner Sicht der Dinge noch einige zusätzliche Aufgaben erfüllen kann:

Ich kann es als Anzündhilfe für ein größeres Feuer oder im Hobo verwenden, zum Reinigen (Entfetten von Gegenständen) und sogar als "Wundbenzin" bei kleineren Verletzungen - diese Funktionalität habe ich bei einem Gasfeuerzeug leider nicht. Daher die Entscheidung.

Gruss, Fairlane

Vollzeit-Opa
20.07.2015, 19:02
Wasser ist absolut vorranging, schau mal nach Micropur-Tabletten oder Tropfen, besser noch Micropur Forte und stabilisiere damit Dein im BOB gelagertes Wasser, es wird damit ein halbes Jahr haltbar, dann ersparst Du dir die kurzfristige Austauscherei. Wieso eigentlich?
Ich nehme als Wasservorrat Selterswasser (Sprudel) - ist in Kunststofflaschen per se fast ein Jahr haltbar (MHD) und hat auch noch Spurenelemente:rolleys:
Wenn ich Wasser aus Pfützen filtere, dann ist Micropur auch für mich angesagt

Gruß von
Schorsch

Tactical
21.07.2015, 20:59
Da bin ich zu 100% bei Dir Schorsch.

In Kohlensäure kann kein Leben sein.

T

Mr. White
24.07.2015, 13:01
Ich kann es als Anzündhilfe für ein größeres Feuer oder im Hobo verwenden, zum Reinigen (Entfetten von Gegenständen) und sogar als "Wundbenzin" bei kleineren Verletzungen - diese Funktionalität habe ich bei einem Gasfeuerzeug leider nicht. Daher die Entscheidung.


Jetz muss ich mal wieder doof nachfragen:

Aber was ist Wundbenzin? Und wie bzw bei welchen Arten von Verletzungen kann man das anwenden?
Habe noch nie was davon gehört...

GrimmWolf
24.07.2015, 13:13
Tante Google spuckt zum Bsp. folgendes aus wenn man das Zauberwort im Suchfenster eingibt :

http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/1529063

nashua
24.07.2015, 13:42
Wundbenzin sollte nur!!! verwendet werden um
- Pflasterklebestellen aufzuweichen, damit das abziehen nicht so weh tut,
- um Pflasterrückstände zu entfernen oder aber
- um Salbenrückstände um die Wunde herum zu entfernen.

Es dient auf gar keinen Fall zur Wundreinigung. Da ist klares Wasser immer besser.


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