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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 3 Tages Antibiotikum



Mr. White
10.12.2015, 20:43
Guten Abend,

trotz mehrmaligem malträtieren des SuFu habe ich keine Antwort gefunden:

Ich liege derzeit mit einre Bronchitis flach. Mein arzt hat mir dagegen ein 3-Tages-Antibiotikum verschrieben.
Da ich ein Gegner davon bin, sofort Antibiotika einzunehmen, habe ich es bisher ignoriert und nicht eingenommen.
Und werde es vermtulich auch nicht brauchen.

Jetz habe ich so ein Antibiotikum übrig, möchte es aber nicht einfach wegwerfen, kenn mich aber im medizinischen
insbesondere was Medikamente angeht leider nicht aus.. Daher meine Frage: Gegen was kann man das im Notfall
einsetzen, so dass ich das aufbewahren lohnt? Wogegen hilft so ein Antibiotikum? Oder ist das einfach ein normales,
welches generell da hilft, wo es helfen soll?

Danke für eure Hilfe

Grüße Mr. White

Frei's Petrollampen
10.12.2015, 20:52
Hallo White

Ein 3-tages Antibiotikum erscheint mir doch ein wenig kurz!

Wir haben hier Fachpersonal die sicher Auskunft geben könnnen.

Bitte teile uns mit um welches Medi es sich handelt und auch die angegebenen Milligramm pro Tablatte.

Danke, Ernst

Mr. White
10.12.2015, 21:00
Hallo Ernst,

danke schonmal für deine Antwort.

Es handelt sich um Azi-Teva von der TEVA GmbH, 500mg. Wenn ichs richtig gelesen habe
ist der Wirkstoff Azithromycin (Azithromycin- Dihydrat).

31272

Kiromanta
10.12.2015, 21:01
Hallo,
ganz generell gesagt: Antibiotika hilft gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren.
Es gibt versiedene Arten von Antibiotika, wichtig ist nicht der Name, sondern der Inhaltstoff.
Als Nicht-Fachmann rate ich zum intensiven Studium den Beipackzettel + Wikipedia + Google.

In wieweit es sinnvoll ist Antibiotika aufzuheben kann ich nicht beantworten. Im BOB hat es sicher seine Berechigung. Niemals aber länger als Verfalldatum!

Vielleicht kann Einer der Spezialisten hier, etwas Kluges dazu sagen

Gute Besserung
Kiromanta

Igel
10.12.2015, 21:13
Servus,
habe selbst schon einmal ein 3-Tages Antibiotika verschrieben
bekommen und auch eingenommen, lt. Arzt kommts auf den Wirkstoff
und die zu behandele Erkrankung ab ob man eine 3 Tages Behandlung
durchführt. Da deines zur Behandlung Bronchitis eingesetzt wird ist es vermutlich
zur akut- Behandlung einer Lungenentzündung geeigner.
Wenn so ist stehts eh am beipackzettel.

Gute Besserung
Igel

AndreasH
10.12.2015, 21:30
Ich habe das gleiche bekommen bei gleicher Diagnose.

Den Arzt habe ich natürlich befragt ob die Anwendungsdauer nicht viel zu kurz sei,von wegen Resistenzbildung ect..

Mir wurde dann erklärt das es sich bei dem speziellen Medikament um etwas handelt dessen Abbau im Körper sehr viel langsamer stattfindet als bei z.B. Amoxizillin ...

Man errreicht also die unbeliebten Bakterien mit einem stetig steigendem Wirkstoffspiegel,nach dem Ende der Einnahme bleibt dieser bis zu 4 Tage lang im Blut. Natürlich in einer etwas " abflachenden Wirkstoffkurve"

Meine erste Skepsis hatte sich nicht bestätigt,das hat genauso gut gewirkt wie ein mir schon bekanntes AB mit einer Einnahme über 6 Tage.

In den BOB ? Na klar,das kann einem evtl. einen entscheidenden Vorteil verschaffen wenn es einen richtig erwischt hat,es können genau die " paar Tage" sein die man sonst flach liegt die an der Flucht zum SO fehlen ;)

Mr. White
10.12.2015, 21:55
Danke schonmal für eure Antworten.

@Kiromanta: Danke für den Hinweis. Medikamente werden spätestens zum Verfallstag bei mir aussortiert, da ist mir das Risiko von unerwünschten Wirkungen zu hoch!

@Igel: Verstehe ich das richtig, dass du meinst, dass es sich hier um eine Antibiotikum handelt, was man für Atemwegserkrankungen einsetzen kann?

@AndreasH: Auch bei dir muss ich nachfragen: Ich verstehe das so, dass ich das Antibiotikum 3 Tage einnehme, es aber noch ein paar Tage nachwirkt auch
wenn ich die Einnahme bereits beendet habe? Das bedeutet für mich im Umkehrschluss, dass es relativ hoch dosiert ist wenn es noch nachwirkt oder?

TheHamster
10.12.2015, 21:58
Also ich bin was die Verwendung eines solchen Wirkstoffes angeht etwas skeptisch. Die Neigung zur Resistenzbildung scheint mir höher als der Nutzen.

Soweit ich informiert bin wurde dieses AB aus der veterinärmedizin übernommen und hat durchaus einiges an Potential. Da es jedoch bei diesem Wirkstoff zu größeren %-Sätzen in Studien zu Störungen des Magen-Darm-Traktes kam, wurde die Dosis erhöht, in eine retardierte Form gebracht (also eine Form in der es nach und nach abgegeben wird) und dann nur 3tägig vermarktet wird.

Für den BOB sicher eine super Kiste da es wenig Nebenwirkungen hat und gut hilft. Aber in der heutigen Zeit bin ich doch skeptisch was die Resistenzbildung angeht, zumal mit dem Wirkstoff quasi eine neue Klasse an AB gegründet wurde wenn man so will.

EDIT: ach ja und so wie ich das verstehe nimmt man es drei Tage und es wirkt 4. Also nur EINEN Tag gewinn im Wirkstoff, keine 4

Das aber auch nur mein Wissen ohne das ich mich jetzt genau belesen habe. Kennt einer der ärztlichen Kollegen da evtl. noch näheres zu?

Weltengänger
10.12.2015, 22:40
Bei einem Depotpräparat wird der Wirkstoff an Substanzen gebunden, die die Resorption verzögern. Damit hast du einen sehr gleichmäßigen Wirkstoffspiegel im Blut. Wie lange dieser nach Einnahme des Medikaments hoch bleibt, hängt von der Art des Wirkstoffs ab (z.B. wie schnell er abgebaut wird) und an welche Substanz er gebunden ist, um die Resorption zu verzögern. Der Name dieser Substanz muss auch auf dem Beipackzettel stehen.

Bei deinem Präparat hab ich nur "normale" Trägersubstanzen für die Tablettenherstellung gesehen, daher nehme ich an, dass die verlängerte Wirkung auf eine längere Abbauzeit des Wirkstoffs zurückzuführen ist.

Igel
10.12.2015, 23:25
@Igel: Verstehe ich das richtig, dass du meinst, dass es sich hier um eine Antibiotikum handelt, was man für Atemwegserkrankungen einsetzen kann?



Ja Denke schon http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Azithromycin
hier werden eben jene als Anwendungsbereich angeführt.

Solange einen Arzt greifbar ist würde ich natürlich eine etwaige Behandlung
erst professionellen Rat einholen für deinen Bob oder auf Lager für schlechtesten ist das sicher eine gute sache,
eine Lungenentzündung hat in der Vergangenheit oft zum Tode geführt ich glaube es ist sogar in
schlecht entwickelten Regionen ohne Ärztliche Versorgung immer noch so.

AndreasH
11.12.2015, 04:16
EDIT: ach ja und so wie ich das verstehe nimmt man es drei Tage und es wirkt 4. Also nur EINEN Tag gewinn im Wirkstoff, keine 4

Ich habe eben im " Pharma-Wiki" nachgesehen,da heisst es wörtlich :

"Azithromycin hat eine lange Halbwertszeit (http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Halbwertszeit) von 2-4 Tagen und muss deshalb nur einmal täglich gegeben werden. Einen Vorteil stellt die kurze Behandlungsdauer dar, die üblicherweise nur 3 Tage beträgt."

Ich konnte mir das auch nicht vorstellen,habe das Zeug nur mit leichten Bedenken angewendet..
Die "rechnerische" Behandlungsdauer von 3 Tage Einnahme plus 2-4 Tage Nachwirkung kommt dann aber wieder auf sinnvolle 5-7 Tage Wirkdauer...

Hat ja auch funktioniert,in der Arztpraxis meines geringsten Mistrauens wurde ich noch nie schlecht beraten bzw. behandelt:Sagenichtsmehr:

UrbanTrapper
11.12.2015, 07:38
EDIT: ach ja und so wie ich das verstehe nimmt man es drei Tage und es wirkt 4. Also nur EINEN Tag gewinn im Wirkstoff, keine 4

Pharmakodynamisch geht das schon in Ordnung. Die Einzeldosis hat eine Verweildauer im Körper von vier Tagen. Dann ist die Substanz soweit abgebaut oder ausgeschieden, dass sie pharmakologisch nur noch einen geringen bis gar keinen Nutzwert mehr hat.

Wenn du dieses Medikament nun über drei Tage einnimmst, dann hat das Medikament in deinem Körper eine siebentägige Wirkdauer. In der Regel sogar eher länger, aber pharmakologisch muss man in diesem Fall von der kürzesten Wirkdauer ausgehen plus eine Sicherheitsmarge. Also, ohne jetzt die konkreten pharmakodynamischen Parameter zu kennen, würde ich sogar eher davon ausgehen, dass die Wirkdauer sogar ein paar Tage länger ist. Aber dafür müsste man sich mehrmals im Behandlungszeitraum Blut abnehmen und den Wirkstoffgehalt des Medikaments über den Zeitraum individuell bestimmen. Das halte ich aber für aufwändiger und für die meisten auch nicht durchführbar, als sich auf die Angaben des Pharmaherstellers zu verlassen, der das alles schon hinreichend geprüft, ausgerechnet und getestet hat, denn sonst hätte er die Zulassung für sein Medikament nicht bekommen.

Bärti
11.12.2015, 07:48
Wenn du es in den BOB packst oder im Notfall anderen Personen gibst solltest du sicher sein das keine Allergien gegen den Wirkstoff vorliegen. Meine BEVA hat mal ein Antibiotikum auf Penicillinbasis bekommen, vorher hatte sie immer andere Antibiotika erhalten die nicht auf Penicillinbasis waren. Erfolg war dann das Sie ca. 4 Stunden nach der Einnahme insgesamt stark angeschwollen ist, das Gesicht sah aus wie von einem Michellin-Männchen. Ganz kurz vor allergischem Schock, ab ins Krankenhaus, Cortison per Infusion bekommen, nach 6 Stunden war dann das Schlimmste durch. Hätte dadurch Hops gehen können. Für einen Notfall sollte man meiner Meinung nach nur Antibiotika vorhalten wo die Verträglichkeit für den Empfänger bekannt ist. Hast du allergische Reaktionen im SHTF Fall kann das Übel ausgehen.

Robert_Brannon
11.12.2015, 08:37
Für einen Notfall sollte man meiner Meinung nach nur Antibiotika vorhalten wo die Verträglichkeit für den Empfänger bekannt ist.

Um mal eine Frage hier einzuwerfen: woher soll man das wissen!? Ich habe gut 30 Leute die ich 'besser' kenne und mit einigen von denen ich dann möglicherweise im selben Boot sitzen werde, aber ich kenne von niemandem die Antibiotikaveträglichkeit. Nicht mal bei mir selbst. Weisst du es bei dir und könntest es im Falle dann auch sagen, wenn dir wer was geben will?
Gibt's da Tests? Sollte man die Erfahrung irgendwann haben oder habe ich (wir) da ein grosser Schritt an medizinischer Abklärung verpasst?

StefanS
11.12.2015, 08:44
Die Unverträglichkeit manifestiert sich eigentlich erst dann, wenn man das Zeug nimmt und - nicht verträgt. In unserer Familie gibt es mehrere Unverträglichkeiten, vor allem gegen Penizillin. Da sollte man Alternativen parat haben.

Wir haben das a) auf die persönlichen Notfallkarten geschrieben und b) bei der Voratshaltung berücksichtigt.

AndreasH
11.12.2015, 09:05
Wenn du es in den BOB packst oder im Notfall anderen Personen gibst solltest du sicher sein das keine Allergien gegen den Wirkstoff vorliegen. Meine BEVA hat mal ein Antibiotikum auf Penicillinbasis bekommen, vorher hatte sie immer andere Antibiotika erhalten die nicht auf Penicillinbasis waren. Erfolg war dann das Sie ca. 4 Stunden nach der Einnahme insgesamt stark angeschwollen ist, das Gesicht sah aus wie von einem Michellin-Männchen. Ganz kurz vor allergischem Schock, ab ins Krankenhaus, Cortison per Infusion bekommen, nach 6 Stunden war dann das Schlimmste durch. Hätte dadurch Hops gehen können. Für einen Notfall sollte man meiner Meinung nach nur Antibiotika vorhalten wo die Verträglichkeit für den Empfänger bekannt ist. Hast du allergische Reaktionen im SHTF Fall kann das Übel ausgehen.

Es ist leider immer eine Nutzen/Risiko-Abwägung bei einem Medikamenteneinsatz.

Das was Deiner Frau passiert ist kann einem meines Wissens auch nach Einnahme von bekannten Medikamenten ereilen,wenn eine sog. Sensibilisierung stattgefunden hat. Meistens jedoch bei Ersteinnahme von "neuen" Medikamenten.

Hier nochmal eine Frage an die Mediziner hier :

Macht es deshalb Sinn sich noch hochdosiertes Cortison und Fenterolhydrobromid für die Atmung mit in den BOB zu packen ?

(Beides natürlich nur meiner Überlegung als Laie nach, KEINESFALLS als Handlungsvorschlag zu sehen !!! )

Cephalotus
11.12.2015, 09:46
Ich konnte mir das auch nicht vorstellen,habe das Zeug nur mit leichten Bedenken angewendet...

Was könnt ihr Euch nicht vorstellen?

Denkst Du die Verantwortlichen für die Zulassung des Medikaments sind irgendwelche Idioten, denen sowas wie Resistenzbildung unbekannt ist und wir hier im Forum (Dr. der Medizin hin oder her) wüssten das besser?

mfG

AndreasH
11.12.2015, 11:13
Ich war bis zum Zeitpunkt der genauen Erklärung erstmal davon ausgegangen das es sich um Sparmassnahmen handelt...

ksbulli
11.12.2015, 11:28
Moin @ll,

ich habe diesen Faden jetzt mehrfach durchgelesen und jedes mal wieder den Kopf geschüttelt. Ohne auf die generelle Frage des Sinns oder Unsinns von Antibiotika bzw. deren Einlagerung für den Kirsenfall einzugehen (dazu gibt es auch im Forum bereits genug Beiträge, die Suchfunkton könnte da nützlich sein), verstehe ich so einiges nicht:

@Mr. White: Zum einen schreibst Du in Deinem Eröffnungspost, dass Dir dein Arzt zu der gestellten Diagnose ein Antibiotikum verschrieben hat. Da Du derartige Medikamente nicht gerne nehmen willst, hast Du dich an diese Verordnung nicht gehalten.
o.k. Deine Entscheidung - aber warum hast Du das Rezept denn eingelöst? Das wirkt auf mich irgendwie unlogisch...

Wenn ich Zweifel an einem Behandlungsvorschlag habe, dann frage ich meinen Arzt und lasse es mir erklären. Und zwar so lange, bis ich es verstanden habe. Entweder habe ich das Vertrauen in meinen Arzt, oder ich renne raus, solange ich das noch kann!
(Gut, meine Hausärztin weiss, was ich beruflich mache und wir haben viel Spass zusammen, auch schon mal Behandlungswege und Dosierungen zu diskutieren... :devil:)

Zu den Wirkstoffen im allgemeinen:

@TheHamster: Du schreibst "Also ich bin was die Verwendung eines solchen Wirkstoffes angeht etwas skeptisch. Die Neigung zur Resistenzbildung scheint mir höher als der Nutzen." Worauf begründet sich diese Erkenntnis? Gibt es bei den 3-Tages-Antibiotika gesteigerte Neigung zur Ausbildung von Resistenzen?

Ich habe mir auf Grund des Verweises auf die Textstelle und den hier vorgebrachten Argumenten einmal die Pharmawiki-Seite angesehen. Dabei sind mir einige Punkte aufgefallen, die in dem Faden etwas Lückenhaft zur Sprache kommen...

- Die Wirksamkeit von Azithromycin bezieht sich auf Erkrankungen der Oberen UND unteren Atemwege (Entzündungen der Nebenhöhlen, der Mandeln, des Rachens und des Mittelohres UND Bronchien & Lunge) SOWIE Haut- & Wundinfektionen. Hinzu kommen zwei speziellere Diagnosen. Der entscheidende Satz ist IMVHO der folgende: "Zahlreiche weitere mögliche Anwendungsgebiete sind in der Literatur beschrieben."
Das heisst nichts anderes als das das Zeug ein recht breites Wirkspektrum hat, vornehmlich jedoch für Atemwegsinfektionen eingesetzt wird...

- Die Kurze Einnahmezeit in Zusammenhang mit der langen Wirkdauer ist eine der Beschreibung nach typische Eigenschaft dieses Wirkstoffs und liegt an seiner HALBWERTSZEIT - sprich das Zeug wird LANGSAM (vorzugsweise über die Leber) zu seinen Metaboliten verstoffwechselt.
Zum Verständnis:
Die Halbwertszeit von 2 bis 4 Tagen bedeutet, dass nach 48 Stunden noch mindestens 50% des Wirkstoffs im Körper zur Verfügung stehen! Der Verlauf stellt sich - die Packung enthält 500 mg =167 mg / Tbl. - dann grob vereinfacht wie folgt dar:
Tag 1 - erste Dosis = 167 mg
Tag 2 - Zweite Dosis PLUS abgeschätzt ca. 75% der Dosis 1 = 167 mg + 125 mg = 292 mg
Tag 3 - Dritte Dosis PLUS abgeschätzt ca. 75% der Dosis 2 = 167 mg + 219 mg = 386 mg
Tag 4 - abgeschätzt ca. 75% der Dosis 3 = ca. 290 mg
Tag 5 - 50% der Dosis 3 = 193 mg (das ist immer noch mehr als am Tag 1!!!)
...
Tag 7 - 50% der Dosis 5 96,5 mg

und so fort, wenn die kürzeste Halbwertszeit angesetzt wurde...

Lediglich in einer Darreichungsform eines Granulates zur Herstellung einer Suspension gibt es eine retardierte Variante (mit einer gewissen Depotbildung / zusätzlich verzögerten Wirkstoff-Freisetzung, die übrigen Darreichungen sind nicht gesondert verzögert.

Ich schreib an anderer Stelle bereits schon einmal, dass ich es nicht anders kenne, dass mich mein Arzt nach der Einnahme der Antibiose noch mal sehen will. Also fällt der Patient am Tag fünf nicht zwangsweise in ein "therapeutisches Loch"!

- Die Nebenwirkungen sind in primär für eine Antibiose typisch:
In erster Linie sind dies Verdauungsbeschwerden, was nicht weiter verwunderlich ist, da Antibiotika generell auch die Darmflora mit "beackern" - die "Freund- Feindkennung" ist bei Antibiotka leicht unterentwickelt .. :Ironie:

Auch die beschrieben Pilzinfektionen (Candida-Mykosen) sind nicht verwunderlich, denn wenn die Bakterienflora aus dem Gleichgewicht kommt, dann haben die Pilze mehr Platz, um sich auszutoben (leicht vereinfacht dargestellt :rolleys:)

Viel spannender find ich den Hinweis auf eine verlängertes QT-Intervall. Dies beschreibt die Zeit der Hauptkammeraktion ma Herzen. Sprich (wieder stark vereinfacht) die Aktion der Hauptkammer wird in ihren Verlauf gebremst. Das kann man sich in etwa so vorstellen, als würde der Kolben eines Motors langsamer durch den Zylinder laufen...
Risikopatienten - das sind solche mit Problemen im Reizleitungssystem des Herzens, deutlich verlangsamter Herzaktion (z.B. Sportler die plötzlich ihr Training abbrechen) und solche mit einer bekannten koronaren Herzerkrankung könne darauf mit ggfs. lebensbedrohlichen Herzrythmusstörungen reagieren.
>>> Ein Grund mehr, Antibiotika nicht ohne ärztliche Rat einzunehmen!!!!

- Die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht ganz übersichtlich. Die drei erstgenannten sind speziell für Patientengruppen, die scih ohnehin in näherer ärztlicher Obhut befinden. Nur so ganz leise werden Vitamin-K-Antagonisten und Antizida genannt. Letztere puffern die Magensäure und machen bei vielen Medikamenten Ärger, da sie den Wirkstoffspiegel senken. Das ist nichts ungewöhnliches und wer regelmäßig unter Sodbrennen leidet, wird im Zweifel auch damit bei seinem Arzt in der Akte stehen und darauf aufmerksam gemacht werden. Bleiben die Vitamin-K-Antagonisten. Bei denen hat es sofort im Hinterkopf "geklingelt" - jemand eine Idee warum?

Soo selten sind die nicht ... :rolleys:

Es handelt sich dabei um absolut gängige "Blutverdünner" - das sind Gerinnungshämmer die den Vitamin-K-Spiegel im Blut senken. Werden diese in ihrer Wirkung gebremst, so kann das durchaus fatale Folgen haben. Ein gängiger Handelsname ist z.B. Marcumar ...

Und damit kehre ich zum Ursprung zurück:

Ist es sinnvoll, ein Antibiotikum - bzw. DIESES Antibiotikum - in den BOB zu packen?

Ist im K-Fall ein Arzt zur Hand, der mich fachkundig zu einem / diesem Antibiotikum beraten kann?

Kennt dieser Arzt meine Krankengeschichte und ist er in der Lage in dieser Ausnahmesituation neben der Diagnosestellung auch noch die zu mir gehörige Anamnese zu erheben?


Ich lasse diese Fragen bewusst offen stehen, denn ich verstehe nicht, warum im "Friedensfall" verordnete Antibiotika per se in Frage gestellt, im Zweifel in extenso mit allen anderen - nicht jedoch mit dem Mediziner des Vertrauens - diskutiert oder zumindest widerwillig eingenommen werden.
Im gleichen Atemzug sollen jedoch für den "K-Fall" diese strittigen Medikamente unbedingt vorgehalten werden, denn man könnte sie ja brauchen.

Be prepared!

Christian

Mr. White
11.12.2015, 13:39
@Mr. White: Zum einen schreibst Du in Deinem Eröffnungspost, dass Dir dein Arzt zu der gestellten Diagnose ein Antibiotikum verschrieben hat. Da Du derartige Medikamente nicht gerne nehmen willst, hast Du dich an diese Verordnung nicht gehalten.
o.k. Deine Entscheidung - aber warum hast Du das Rezept denn eingelöst? Das wirkt auf mich irgendwie unlogisch...

Wenn ich Zweifel an einem Behandlungsvorschlag habe, dann frage ich meinen Arzt und lasse es mir erklären. Und zwar so lange, bis ich es verstanden habe. Entweder habe ich das Vertrauen in meinen Arzt, oder ich renne raus, solange ich das noch kann!
(Gut, meine Hausärztin weiss, was ich beruflich mache und wir haben viel Spass zusammen, auch schon mal Behandlungswege und Dosierungen zu diskutieren... :devil:)


Hallo ksbulli,

Danke für deine ausführliche Antwort.

Ich glaube ich habe mich anfangs nicht richtig bzw. nur halb ausgedrückt. Ich bin wirklich kein großer Fan davon, "gleich" Antibiotikum zu nehmen.
Der Arzt hat es mir verschrieben dass ich es nehmen kann sofern es nicht besser wird, ich aber mit der Ersteinnahme aber nicht sofrt beginnen
muss sondern noch warten kann, sprich ich muss es nicht am ersten Tag der Verschreibung nehmen. Somit habe ich mit der Einnahme gewartet
ob es nicht so besser wird. Es ist soweit besser geworden, dass ich denke, dass ich auf die Einnahme komplett verzichten kann. Muss aber heute
nochmal zum Arzt und werde das da abklären.

Warum ich das Rezept eingelöst habe? Zum einen weil ich es zur Hand haben wollte, wenn es schlimmer wird und zum anderen ein wenig mit
dem Gedanken, dass ich im Notfall (wenn kein Arzt mehr da ist den ich fragen kann) was zur Hand habe. Daher auch meine Nachfrage hier.

Zweifel an der Behandlung habe ich nicht. Ich sehe Antibiotikum eher als eine der letzten Lösungen und möchte es daher rauszögern, bis ich
es einnehme.

Grüße Mr. White

PS: du arbeitest im Rettungsdienst habe ich das richtig verstanden?

Hunted
11.12.2015, 15:13
Also, Azithromycin 500mg 1x/d über 3d ist eine leitliniengerechte Initialtherapie der ambulant erworbenen unkomplizierten Pneumonie.
Da besteht auch keine größere Gefahr der Resistenzentwicklung - da Wirkdauer/Wirkspiegel im Körper an die kalkulierten Erreger angepasst sind.
Sonst würde man es ja zB 5-7d (wie zB Amoxicillin 3x1g/d, was die leitlinengerechte Alternative zu Azithromycin im o.g. Fallwäre) verschreiben. Man hat sich also durchaus was dabei Gedacht. Die Begründung/wissesnchaftliche Grundlagen hat ksbulli ja shcon sehr gut erläutert.

Bei einer echten Bronchitis (d.h. nicht Pneumonie) verschreibt man im Idealfall übrigens überhaupt kein Antibiotikum ;-)

moleson
11.12.2015, 20:18
Also, Azithromycin 500mg 1x/d über 3d ist eine leitliniengerechte Initialtherapie der ambulant erworbenen unkomplizierten Pneumonie.
Da besteht auch keine größere Gefahr der Resistenzentwicklung - da Wirkdauer/Wirkspiegel im Körper an die kalkulierten Erreger angepasst sind.
Sonst würde man es ja zB 5-7d (wie zB Amoxicillin 3x1g/d, was die leitlinengerechte Alternative zu Azithromycin im o.g. Fallwäre) verschreiben. Man hat sich also durchaus was dabei Gedacht. Die Begründung/wissesnchaftliche Grundlagen hat ksbulli ja shcon sehr gut erläutert.

Bei einer echten Bronchitis (d.h. nicht Pneumonie) verschreibt man im Idealfall übrigens überhaupt kein Antibiotikum ;-)


Also fassen wir es zusammen ein Arzt hat ein Antibiotika Fachgerecht verschrieben, was ein anderer Arzt und ich auch bestätige....

OK wo kann ich den Sack Reis einsammeln.

Ach ja übrigens Leute die zum Arzt rennen wegen eine banalen Bronchitis, dann eine AB bekommen wo man über die Indikation diskutieren kann, nimmt es nicht weil er nicht daran glaubt, lösst aber den Zettel ein.
Sorry solche Vollpfosten nerven mich und sollten eigentlich weder die Krankenkassen noch die Ärzte belästigen.

ksbulli
11.12.2015, 20:33
...
Ich glaube ich habe mich anfangs nicht richtig bzw. nur halb ausgedrückt. Ich bin wirklich kein großer Fan davon, "gleich" Antibiotikum zu nehmen.
Der Arzt hat es mir verschrieben dass ich es nehmen kann sofern es nicht besser wird, ...

PS: du arbeitest im Rettungsdienst habe ich das richtig verstanden?

Hallo Mr. White,

danke für Deine Ergänzung, damit sieht das ganze schon anders aus. Was Deine Einstellung zum "nicht gleich Antibiotika" gehen wir im übrigen d´ accors...

Und ja, ich arbeite im Rettungsdienst als RettAss, aber daneben bin ich auch an der Schule tätig. Deshalb gerne auch mal der Blick über den Tellerrand... :rolleys:

Be prepared!

Christian

Gartenbuddler
11.12.2015, 21:59
Also ersteinmal: Antibiotika ist eine ganze Gruppe von Medikamenten, mit unterschiedlichen Anwendungen, Wirkmechanismen und Dosierungen. Nun sind sie aber eine absolute Wunderwaffe für uns. Noch vor 100 Jahren konnte ein Kratzer am Finger potentiell tödlich sein. Das Problem sind die Falschanwendungen - und im Regelfall vom Patienten. Zwar spielen Antibiotika in Futtermiteln auch eine Rolle, aber die ist viel viel kleiner. Wenn Bakterien zu kurz Antibiotika abbekommen; überleben einige und können Resistenzen bilden. Darum ist es so wichtig, auch 7 Tabletten zu nehmen, wenn der Arzt das verschrieben hat. Das hat er nicht zum Spaß gemacht. Sondern um auch die letzte Bakterie zu erledigen, auch wenn man sich doch schon viel besser fühlt. Leider machen viele es genau falsch: "mir geht es besser, die letzten drei Tage nehme ich nichts mehr. Viel zu viel Chemie.". Und im Unglücksfall schon eine Resistenz mehr.

Die Resistenzen sind gar nicht so lustig. Was macht man, wenn man wegen einer OP im Krankenhaus liegt, sich die Wunde entzündet und ein Antibiotika nach dem anderen nicht anschlägt? Wenn man Glück hat, ist das irgendwo an Arm und Bein. Dann macht man auf Mittelalter und amputiert, wenn die Situation lebensbedrohlich wird. Infektion an Rumpf oder Kopf? Viel Spaß.

Wer seinem Krisenszenario eine Komponente hinzufügen möchte: einmal intensiv mit multiresistenter Tuberkulose beschäftigen. Die Krankheit war früher sehr weit verbreitet und wurde fast ausgerottet. Wird wie ein Schnupfen über Tröpfcheninfektion verbreitet. Allerdings gingen die Gesundheitssysteme nach dem Fall der UDSSR in so einigen Ex-UDSSR Staaten ziemlich in die Knie, die Kranken bekamen keine Medikamente mehr. Es kamen unbehandelte Tuberkulosekranke aus den geschlossenen Kliniken. Nun ist die Versorgung rudimänter. Und nun haben wir die gleiche Situation wie bei Antibiotika: Patienten mit Antibiotika sind manchmal schon mit 7 Tagen überfordert und setzen die Medikamente ab. Nur hier dauert bei einer "einfachen" Tuberkulose die Behandlung minimum 6 Monate. Und die ist auch nicht so ganz nett, man hat doch so einige Nebenwirkungen. Bei Multiresistenen TBCs multipliziert sich das ganze. Mehr als 1,5 Jahre Behandlung, oft genug mit langen Krankenhausaufenthalten strapazieren die Nerven der Kranken. Und die setzen sich dann ab, sobald sie sich besser fühlen. Und stecken fröhlich Familie, Freunde und Nachbarn an. Die merken die Infektion nicht gleich, aber wenn man dann Blut hustet geht es auch bei ihnen zum Arzt. (Zur Info: in Deutschland gibt es ein Krankenhaus in der Oberpfalz, wo uneinsichtige Patienten zwangseingewiesen werden. Üblicherweise mit Tuberkulose)

Und um nun eeeendlich den Haken zu schlagen zu der originären Frage: Dein Wirkstoff ist genau richtig. Ich habe es auch schon ausprobiert. Wirkt gut. Solche Wirkstoffe sind perfekt um genau Resistenzen einzuschränken. Meist geht es einem die ersten drei Tage noch schlecht genug, dass man treu und brav die Tabletten nimmt. Den Rest erledigt dann der Wirkstoff im Blut, der noch 3 - 4 Tage erhalten bleibt. Man kann nicht zu früh aufhören, man kann nichts vergessen. :-)

Zum BOB: persönlich nein. Antibiotika sind sehr unterschiedlich und ich will nicht eine ganze Apotheke mitschleifen. Ich habe zwar einige Semester Arzneimittelkunde hinter mir, würde aber niemals das Wissen eines Arztes um die Diagnose ersetzen können (natürlich sind die auch nicht allwissend, aber haben mehr Wissen in dem Gebiet als ich. Viel mehr). Oder einen Apotheker.
Nicht falsch verstehen: wenn ich das Gefühl habe, das die gesamte Zivilisation zusammenbricht, werde ich zur nächsten (und übernächsten) Apotheke stiefeln und einsammeln, was ich als brauchbar erachte, während sich der Normalbürger noch um die Gemüsekonserven streitet (wenn zuviele Prepper in der Gegend sind, die die gleiche Idee hatten, habe ich halt Pech gehabt). Medikamente die nicht verschreibungspflichtig sind und ich gut vertrage, habe ich natürlich auch im BOB: Schmerzmittel, Gel für Zerrungen usw.
Gratuliere an denjenigen, der wirklich den ganzen Text durchgelesen hat :-D

Mr. White
13.12.2015, 13:16
Ach ja übrigens Leute die zum Arzt rennen wegen eine banalen Bronchitis, dann eine AB bekommen wo man über die Indikation diskutieren kann, nimmt es nicht weil er nicht daran glaubt, lösst aber den Zettel ein.
Sorry solche Vollpfosten nerven mich und sollten eigentlich weder die Krankenkassen noch die Ärzte belästigen.

Lieber Moleson,

inwiefern ich mich hier rechtfertigen sollte weiss ich nicht ich machs aber trotzdem mal:

Warum bin ich zum Arzt gegangen? Nun zum einen wusste ich nicht dass es sich um eine Bronchitis handelt, das hat mir erst der Arzt gesagt. Zum Zrzt gegangen bin ich in erster Linie, da ich bei jedem Ein- und ausatemzug ein
rasseln vernommen habe und probleme beim Atmen hatte. Die hauptursache war jedoch, da ich ihn darum beten wollte, mich für einen Tag krank zuschreiben um mich auszukurieren (brauche ab dem ersten Tag einen gelben
Zettel) und am Tag drauf wider arbeiten zu gehen.

Was das Antibiotikum angeht habe ich in Post #20 erklärt, dass der Arzt eine sofortige Einnahme nicht verordnet hat. Das Rezept (um welches ich im übrigen nicht gebeten habe) habe ich eingelöst dass ich es zur Hand habe
falls ich es doch nehmen sollte!

solltest du noch weitere anmerkungen zu meinem Vorgehen haben, Die sich nicht auf den Eingangspost beziehen, dann schreibe mir doch bitte eine PN.

bis dahin noch einen schönen Sonntag

Grüße Mr. White

Macohe
14.12.2015, 16:17
Ach ja übrigens Leute die zum Arzt rennen wegen eine banalen Bronchitis, dann eine AB bekommen wo man über die Indikation diskutieren kann, nimmt es nicht weil er nicht daran glaubt, lösst aber den Zettel ein.
Sorry solche Vollpfosten nerven mich und sollten eigentlich weder die Krankenkassen noch die Ärzte belästigen.

Nix "sorry"! :verärgert: Wenn man einen Satz mit "sorry" beginnt, dann kann man danach schreiben, was man will, oder wie?

Es ist mir egal, ob sich er Eine oder Andere vielleicht darüber aufregt, ich werde mein Missfallen ausdrücken, wenn Leute in Posts andere angreifen, beleidigen, herablassend / respektlos behandeln, niedermachen, sich über sie lustig machen, die Meinung oder Vorgehensweise anderer verachten, oder jemanden beispielsweise als "Vollpfosten" oder dergleichen betiteln.

Darum hierfür ein Dislike von mir. Nicht für Deine Ansichten, sondern für Deinen beleidigenden Angriff.

Man kann seine Meinung auch sachlich vorbringen. Sehen das nicht auch die Forumsregeln vor?

GrimmWolf
14.12.2015, 17:58
oha Mimöschen hier ?

Ich hoffe doch nicht, muss sich ja keiner angesprochen fühlen.

Bitte jeweils genau durchlesen.

Die Aussage bezieht sich ja NICHT auf Mr.White, der ja vom Arzt nicht die richtige Diagnose / Medikation bekam sondern richtet sich an Fälle die leider tagtäglich passieren.

Das habe ich schon vor über 25 Jahren tagtäglich am Schalter einer Krankenkasse erlebt. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen was die Leutchen alles so hinkriegen oder unterlassen nur weil sie denken sie kriegen dass alleine viel besser hin als mit Arzt... oder müssen sich weder an seine noch an andere Vorgaben halten...

Das sind dann solche Fälle wie von moleson angesprochen, da ist Vollpfosten doch noch sehr nett ausgedrückt.

eraperp
14.12.2015, 18:24
ksbulli hat ja schon alles gesagt zum Medikament.

Um die Frage aufzugreifen: Wie bekomme ich heraus, welches AB mir hilft und welches ich nicht vertrage?
Ganz einfach: Auf das vertrauen was wirkt und das was Beschwerden verursacht hat, weglassen (z.B. im Impfpass eintragen).

Ich nehme Cipro (da ist der Wirkstoff auch drin) schon seit 15 Jahren immer in dieser 3er Packung. Klar habe ich genau das auch im BOB.
Habe leider gegen einige andere AB allergische Reaktionen, deshalb vertraue ich auf Cipro und Co.
Natürlich nehme ich AB nur im äußersten Notfall, also evtl. alle 2 Jahre ein mal, z.B. bei meiner letzten Augenverletzung mit anschließender OP.
Ich würde nichts in den BOB stecken, was ich nicht ausprobiert habe - wenn möglich.

cu Tom

moleson
14.12.2015, 21:42
Naja die Spezie, Doktor ich bin krank helfen sie mir aber ich will nicht das machen was sie vorschlagen kenne ich zu gut...

Und das nervt mich wirklich massiv. Einerseits zum Arzt rennen und ihm etwas vor flennen aber dann auf keinen Fall das tun was einem helfen könnte.

Im übrigens mit einer Bronchitis kann man arbeiten, das geht sehr gut wenn der Verdienst ausfällt wenn man nicht arbeitet.


Es gibt eine gute Studie über Bluthochdruck der Medikamenten resistent ist. Da hat man Urin proben genommen um die Medikamente zu messen. Resultat 95% aller Patienten die nicht auf die Therapie ansprachen, nahmen einfach nicht die Medikamente, obwohl sie verschrieben wurden und auch in der Apotheke abgeholt wurden....


Es gibt halt immer mehr Leute die zum Arzt gehen, aber eigentlich nicht behandelt werden wollen, aber unzufrieden sind, wenn man ihnen sagt das sie keinen Arzt brauchen.

Hjördis
15.12.2015, 09:07
Das bezieht sich jetzt auf keinen der Mitdiskutierenden hier, sondern ist nur als allgemeine Anmerkung zu verstehen:

Wenn man mit der Diagnose oder Medikation seines Arztes nicht zufrieden ist:
Zweite Meinung einholen. Arzt wechseln. Ärzte können sehr unterschiedlich sein. Und irgendwann hat man einen Arzt gefunden, der zu einem passt.
Ich bin seit 20 Jahren bei meinem Hausarzt, der sowohl klassische Schulmedizin studierte, als auch eine Ausbildung zum Homöopathen hat. Für mich die perfekte Kombination.
Krank -> Bluttest -> Anzahl weißer Blutkörperchen messen -> Viren oder Baktierien -> Antibiotikum notwendig oder nicht.
Selbst mein Mann geht dahin und der traut der Homöopathie kein Stückweit ;D aber auch er musste gestehen, dass die sehr gut zwischen notwendiger und nicht notwendiger Schulmedizin unterscheiden können.

Vertrauen zwischen Arzt und Patient ist extrem wichtig. Eigentlich ein Muss. Besteht es nicht, sucht nen anderen Arzt.

eraperp
15.12.2015, 10:00
Selbst mein Mann geht dahin und der traut der Homöopathie kein Stückweit ;D aber auch er musste gestehen, dass die sehr gut zwischen notwendiger und nicht notwendiger Schulmedizin unterscheiden können.

Den Satz verstehe ich nicht.
Entweder kann ich dem Arzt vertrauen, dann gibt es nur notwendige Maßnahmen oder ich hab den falschen Arzt. Ich werd ja zu nix gezwungen.
Ein Arzt, welcher aus monetären oder Absicherungsgründen (Klagevorsorge) nicht notwendige Maßnahmen in Betracht zieht, kann nicht vertrauenswürdig sein.
Wer sich mal Gigerenzers "Risiko" reinzieht, der hat von Ärzten eine noch schlechtere Meinung danach. Und seine Ausführungen sind äußerst interessant und wiss. untermauert.

cu Tom

Hjördis
15.12.2015, 10:28
eraperp, als ich meinem Mann sagte, er solle mit zu meinem Hausarzt und seiner Tochter kommen, hatte er Bedenken, diese könnten quasi einen Regentanz um's Feuer aufführen oder seine Krankheit wegsingen wollen. Er ging davon aus, dass Homöopathen den Schwenk zur Schulmedizin nicht fänden und alles mit "Hokus-Pokus" behandeln wollen.
Dem ist aber nicht so. Er hat beruhigt festgestellt, dass dort, wo sie notwendig ist, Schulmedizin eingesetzt wird. Und dort, wo z.B. ein Antibiotikum die sprichwörtliche Kanone auf den Spatz ist, eben ein pflanzlicher Hustensaft, Homöopathika oder was-weiß-ich verordnet wird.

War das so verständlicher? :)


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