PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zecken!!



WAY TO GO
06.04.2009, 10:06
Guten Morgen sörwivels!

Die elenden Blutsauger sind wieder erwacht.:tot:
Also daran denken beim herumstreifen an Waldrändern und Gehölzen, vorbeugende Massnahmen wie Kleidung und Anti-Zeckenmittel anwenden.

Allen Waldläufern ist auch die FSME-Impfung wärmstens zu empfehlen.

Hier noch ein paar Infolinks zum Thema Zecken:

http://www.zeckenschutz.info/

http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken

Wie die Situation in D ist, weiss ich nicht, aber bei diesen Biestern halte ich vorbeugen für besser, als heilen.

Gruess

User-ID-77
06.04.2009, 10:43
Oh ja,

gut darauf aufmerksam zu machen. Letztes Jahr 12 Stück. Und immer dann, wenn ich in einer bestimmten Ecke des Refugiums aufgehalten habe.

Gruß Bonobo

micro14
18.03.2010, 10:07
Da ich das "Glück" hatte, bisher drei mal Borreliose ein zu fangen, möchte ich hier meine Erfahrung einbringen.
Auf den entsprechenden Internetseiten zum Thema Zecken gibt es genügend Symtobeschreibungen und Informationen.
Als erstet wird die Wanderrötung beschriben, was ich beim ersten mal auch hatte. Bei den zwei anderen malen hatte ich dies nicht, ich hatte jedoch ziehende Schmerzen in den Unterarmen und besonders in den Handgelenken wie auch schon beim ersten mal.
Mein Rat als Laie:
Zeckenstich im Kalender notieren.
In zeigen sich danach entsprechende Rötungen ist der Fall klar.
Bekommt man in den darauf folgenden 10-14 Tagen Schmerzen in den Gelenken, so ist ein Arztbesuch angesagt.

Zum Thema FSME, wegen meines "Lebenswandels" bin ich froh dass es die Impfung gibt.

PapaB
18.03.2010, 10:40
Ich würde mich ja bei Way to go bedanken wenn der Button da wäre!?

Naja, dann halt auf die altmodische! Dankeschön! :Gut::lächeln:

Und ja, Impfen empfehle auch jeden Fall auch! Ich hatte schon mal das "Vergnügen" eine Hirnhautentzündung zu haben und Leute... DAS wünsche ich niemandem! Die Schmerzen sind einfach zu derb!

Was bei mir und meiner Familie wirklich immer sehr gut geholfen hat als Abwehr gegen das Zeckenzeugs ist Autan (http://de.wikipedia.org/wiki/Autan_%28Marke%29).
Ich mache ja ungern Werbung, aber das Zeugs hilft wirklich. Und es riecht (für uns Menschen) noch nicht mal unangenehm ;-)

strycker
18.03.2010, 10:49
Autan wirkt zwar sehr gut gegen Mücken und Zecken, ist aber leider anscheinend sehr giftig wenn man es einatmet (was beim Einsprühen leicht passieren kann).

http://www.g-o.de/wissen-aktuell-10299-2009-08-05.html

LG Strycker

WAY TO GO
18.03.2010, 11:17
Danke denjenigen fürs raufholen dieses threads.:gratuliere:
Jetzt wo die Temperaturen endlich wieder steigen, werden die Blutsauger auch aktiv.

Gruss WTG

Grummel
18.03.2010, 17:21
Hmmm ... hab mir in der Richtung auch schon mal Gedanken in Richtung Improvisation gemacht.

Pyrothreum etc. daran ist ja eine ganze Latte Insektenvernichtungsmittel fest gemacht (abgeleitet).

Das Zeug ist in bestimmten Chrysanthemen drin, mit Petroleum kann es aus der getrockneten Pflanze gelöst (Soxleth) und versprüht werden (zB. auf Klamotten).
Das Petroleum verdampft, der Wirkstoff bleibt zurück und mach zB. Zecken die an der Hose hochkrabblen fix platt.
(Amis Vietnam)

Die Pflanzen sollten eigentlich hier wachsen können, nur ein Petroleumersatz macht mir noch sorgen.

ID 1208
28.07.2011, 15:12
Als ich dann den anderen Müttern erzählt habe, wie wir damals beim Kinderarzt die Zecken entfernt haben, haben sie mich nur belächelt. Ich habe selber 6 Jahre beim Kinderarzt gearbeitet, und wenn wir Kinder mit Zecken hatten, haben wir sie mit einem Wattestäbchen am Popo gekitzelt. Wir sind immer wieder in kreisenden Bewegung um die Zecke herum, und in 80% der Fälle, hat die Zecke tatsächlich losgelassen.

http://www.talkteria.de/forum/topic-26275.html

Ob diese Methode nur ein Märchen im Internetzeitalter ist? Ich hatte jedenfalls vorher noch nie davon gehört und wenn die Methode erfolgreich ist, dann würde sie sich wohl rasch herumgesprochen haben. Kennt sie jemand?

Ich werde sie auf jeden Fall das nächste Mal ausprobieren (hoffentlich noch lange nicht...) und berichten.

Herzliche Grüsse
linthler

Quer-Link zur Zeckenschutz-Kleidung: http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?5601-Zeckenschutz-Kleidung&highlight=zecke

FrankD
28.07.2011, 15:29
Hi,
ich würde das nicht machen. Alles was man an den kleinen Biestern rumwackelt kann sie in Unruhe versetzen und sie zum erbrechen bringen. Da die Borelien im Darmtrakt der Zecke sitzen ist das nicht gewünscht. Einfach packen und raus ziehen, so einfach ist das.

theBrain
28.07.2011, 15:51
Alternativ kann man die Viecher abrasieren (wortwörtlich). Da sich alles, was einem schaden kann, im hinteren Bereich, der über der Haut bleibt, ist, wäre damit auch die Gefahr gebannt, sich während der Extraktion zu infizieren (was bei Pinzetten durch Quetschungen der Zecke immer noch passieren kann).

Dazu nimmt man einen Nassrasierer (bewährt hat sich die Trimmklinge vom Gilette Fusion) und setzt eine der Klingen möglichst hautnah am Zeck an. Dann einfach wie gewohnt die Haut entlang ziehen und der Zeck war einmal. Alle gefählichen Körperteile (also jene, die mit Krankheitserregern kontaminiert sein können) sind weg, und der Kopf der immer noch in der Haut steckt, kann entweder herausgepopelt werden, oder man wartet, bis er von alleine herauskommt.

FrankD
28.07.2011, 16:52
Das mit dem drehen ist ein wenig überholt, auch die Richtung ist vollkommen egal. Einfach unter gleichmäßigem Zug heraus ziehen, drehen in irgend eine Reichtung führt manchmal dazu, dass sie sich besser lösen.

Drauf auf die Zecke kommt wie Sam schreibt rein gar nichts. Eine Ausnahme gibt es: Vereisen. Das soll die Zecke so betäuben, dass sie beim entfernen nichts mehr ausspucken kann.

drudenfuss
28.07.2011, 16:57
Damals hab ich als Kind schon gelernt "Zecke so weit vorne greifen wie es geht und dann gegen den Uhrzeigersinn ohne Zug oder Druck rausdrehen."


Auf keinen Fall drehen, die Dinger haben kein Gewinde, einfach herausziehen. Die Beisserchen liegen nebeneinander und beim Drehen reissen sie nur ab.

ID 1208
28.07.2011, 17:35
Alles was man an den kleinen Biestern rumwackelt kann sie in Unruhe versetzen und sie zum erbrechen bringen.

Meinst Du, die erbrechen so schnell? Wegen ein bisschen leichtem "kitzeln/streicheln" mit der Watte eines Wattestäbchens? :staunen: Hm, vielleicht sollte ich mal unser Zeckenforschungsinstitut in Neuchâtel dazu anfragen. Das wäre doch ein nettes Experiment, Zecken kitzeln.


Eine Ausnahme gibt es: Vereisen. Das soll die Zecke so betäuben, dass sie beim entfernen nichts mehr ausspucken kann.

Potenzielle Kotze samt Erregern schockgefrieren. :Gut::grosses Lachen: Bleibt die Frage, was die umgebende menschliche Haut dazu meint.

Wie rasch hat man die Zecken eigentlich im Schlafsack (je nach Temperatur mehr oder nur Atemloch geöffnet), wenn man lediglich auf einer Isomatte im Wald schläft (nicht in einer Schlafkuhle des Wildes, wo es sicher massig davon hat)?

Dass die Zecken nachts nicht schlafen, sondern einen trinken gehen ist bekannt:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,247662,00.html

Herzliche Grüsse
linthler

Vengard
28.07.2011, 17:47
Ich selbst hatte seltsamerweise noch nie Zecken, obwohl ich häufig draussen unterwegs bin. Keine Ahnung warum.

Mein Vater dagegen hat häufiger Zecken. Wir entfernen sie immer mit der Zeckenkarte. Einfach herausziehen, und nicht (!) drehen, denn Zecken haben kein Gewinde.

Die Methode mit dem Vereisen hat man mir, bzw. meinem Vater, auch schon empfohlen. Dabei soll man das Eisspray in einer Entfernung von etwa 5 bis 7 cm von der Zecke entfernt halten, und einige Sekunden drauf sprühen. Dies vereist die Zecke, und sie kann Ihren Inhalt nicht mehr erbrechen. Danach die Zecke ganz normal mit Zeckenkarte oder Pinzette entfernen.

Allerdings hat mein Vater diese Methode noch nicht ausprobiert.

Grüsse Vengard

ID 349
28.07.2011, 19:50
@ All

Was ich empfehlen kann ist eine Zeckenschlinge.
Einfach Schlinge um die Zecke und ziehen.

Gibt es z.B. hier:
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=137507&k_id=1103&hot=0
Muß man aber nicht bei Globetrotter kaufen, gibts in jedem guten Tierfutterladen.

Bei den ganz kleinen Biestern klappt das aber nicht.
Da benutze ich einen Zeckenhacken.
http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundehuette_hundetuer/zeckenzangen/11836

LG
tara

FrankD
28.07.2011, 19:55
Die Zeckenschlinge ist bei mir auch immer dabei, allerdings bekomme ich damit alle, auch die ganz kleinen raus. Es gibt inzwischen verschiedene Nachbauten und ich hab immer nur das Trixx "Original" genommen. www.zeckenschlinge.de (http://www.zeckenschlinge.de)

ID 1208
28.07.2011, 21:05
Zeckenschlinge meinte zu drehen oder nicht:


Wir empfehlen "Drehen".Studien über hunderte von Zeckenentfernungen haben gezeigt, dass beim Ziehen 87 % kaputt gehen, beim Drehen 11 %.
Die Zecke hat eine Menge Widerhaken auf seinem Sauggerät. Diese und der Zeckenleim lassen am besten locker beim Drehen und das Risiko sinkt, die Zecke auseinander zu reißen.
Beim Ziehen kann Schmerz entstehen, da sich die Widerhaken in der Haut festsetzen. Das kann dazu fhren, dass das Saugrohr abrei;t. Beim Drehen ist es schmerzfrei, da sich die Widerhaken leicht herausdrehen lassen.

http://www.zeckenschlinge.de/faq.php?id=3&sprak=ger

Herzliche Grüsse
linthler

FrankD
28.07.2011, 21:40
Danke!

Aber dann ist es zumndest egal in welche Richtung. ;-)

Survival-Asia
31.03.2013, 01:30
Hallo SP-Mitglieder,



da wir in Thailand das ganze Jahr von Zecken geplagt werden, habe ich in meinem Portemonnaie immer eine Zeckenschlinge.

Damit sind selbst kleinste Zecken wirkungsvoll zu entfernen.


Hier ist ein You Tube Video das zeigt, wie einfach es mit dieser Zeckenschlinge geht:


http://www.youtube.com/watch?v=9WWWg4793hg&feature=player_embedded#!


Ich selbst benutze einen gewöhnlichen Einfädler aus dem Nähkasten. Kostet nix und tut gute Dienste.

Siehe hier:

12178


Wichtig ist jedoch, solltet Ihr diesen gewöhnlichen Einfädler benutzen, dass Ihr mit einer Zange den Draht an der Quetschverbindung entgegen der Zugrichtung etwas umbiegt und nochmals richtig fest presst, damit der feine gehärtete Draht beim Herausziehen der Zecke nicht abreißt.


Auch eine Zeckenkarte, wie sicher viele SP-Member wissen, ist sehr zu empfehlen.

Siehe hier:

12179




Gruß sagt der Jörg

Survival-Asia
31.03.2013, 15:20
Hallo SP-Mitglieder,


ich habe hier noch eine sehr interessante medizinische Dokumentation über den Krankheitserreger der Zecken:


Es ist die heimtückische Borreliose!




http://vimeo.com/44410094



Gruß sagt der Jörg

moleson
31.03.2013, 16:43
Borreliose kann man wenigstens recht einfach behandeln.

Hingegen FSME eine viren Krankheit durch die Zecken übertragen kennt keine Behandlung.

Ich habe mir diese Krankheit letztes Jahr geholt. Habe drei Monate gebraucht um nach der Meningo-Enzephalitis wieder arbeitsfähig zu sein. Und habe dabei noch Glück gehabt keine bleibende Neurologische Schäden zu haben.

Ich würde dringest empfehlen sich impfen zu lassen.

Moléson

Firehorse
31.03.2013, 17:07
Borreliose kann man nur "einfach" behandeln, wenn man es sehr schnell nach der Infektion tut. "Leider" braucht es eine ganze Weile (gewöhnlich zu lange), bis ein messbarer Titer entsteht.
Sind die Borrelien erstmal in Gewebe eingedrungen, in denen ein Antibiotikum nicht mehr viel ausrichten kann (Nervenzellen), kann das Ganze chronisch werden.
Es sitzen schon einige Förster und Outdoorleute im Rollstuhl.
Am besten die Zecke einschicken und ggf. sofort behandeln !

Waldschrat
31.03.2013, 23:41
Hallo,

das Risiko bei den Biestern ist weniger die FSME, sondern die Borreliose, zumindest in Endemiegebieten wie Baden-Württemberg. Ich habe das mal vor einigen Jahren erlebt, wo meine BEVA sagte "Was hast Du denn da auf dem Schulterblatt, das sieht nach einer Wanderröte aus..."

Ich bin am anderen Tag zu unserer Hausärztin gegangen. Die sagte, so ein lehrbuchmässiges Beispiel eines Erythema Migrans habe sie noch nicht gesehen ...

Nach 10 Tagen Antibiotikabehandlung war die Geschichte erledigt ...


Meint

Matthias

moleson
31.03.2013, 23:53
Hallo,

das Risiko bei den Biestern ist weniger die FSME, sondern die Borreliose, zumindest in Endemiegebieten wie Baden-Württemberg. Ich habe das mal vor einigen Jahren erlebt, wo meine BEVA sagte "Was hast Du denn da auf dem Schulterblatt, das sieht nach einer Wanderröte aus..."

Ich bin am anderen Tag zu unserer Hausärztin gegangen. Die sagte, so ein lehrbuchmässiges Beispiel eines Erythema Migrans habe sie noch nicht gesehen ...

Nach 10 Tagen Antibiotikabehandlung war die Geschichte erledigt ...


Meint

Matthias
Eben nach 10 Tagen war es erledigt. Das habe ich auch schon gehabt, man muss halt wissen was ein Erythema Migrans ist.

Aber dies Scheisse mit einer Meningo-Enzephalitis wünsche ich niemanden. Nur schon die höllischen Kopfschmerzen die nur durch Elephantendosis Schmerzmittel zu ertragen waren.

Danach eine Störung des Kleinhirn, die mir nicht erlaubte gerade zu gehen. Einen Müdigkeitszustand den ich nicht geglaubt hätte möglich zu sein.
Wie gesagt 3.5 Monate wo ich jeden Tag gekämpft habe um mich nach und nach wieder physisch und mental auf zu bauen, also da kann man drauf verzichten.

Ich habe in 5 Tagen Spital 8 Kg verloren, das gibt eine Idee des catabolischen Zustands.

Moléson

Survival-Asia
01.04.2013, 01:57
Hallo SP-Mitglieder,


Anfang der 80er Jahre erkrankte ein Freund von mir an Meningo-Enzephalitis (FSME), die durch eine infizierte Zecke übertragen wurde.

Wir dachten bei seinem Krankheitsbild an eine extrem schwere Grippe, da er uns nichts von dem Zeckenbiss erzählte. (Später erzählte er uns, dass er zuvor am Bauch von einer Zecke gebissen wurde.)

Doch seine Krankheit verschlechtere sich so dramatisch, dass wir einen Rettungswagen rufen mussten. Er hatte bereits schwerste geistige Ausfälle, erkannte uns nicht mehr, benutze in seiner Wohnung Töpfe als Toilette usw.

Er lag dann mehrere Wochen auf der Intensivstation und wurde dort gerettet.

Aber er verlor das Gehör auf der linken Seite und zeigte später eine schwere Persönlichkeitsstörung. Er war immer kraftlos, depressiv, launisch, latent aggressiv.

Er wurde nie wieder der gleiche Mensch….

Einige Jahre später starb er überraschend mit 38 Jahren.


Seit jener Zeit habe ich vor der Meningo-Enzephalitis (FSME) allerhöchsten Respekt!


Gruß Jörg

FrankD
01.04.2013, 11:21
Hi,


Eben nach 10 Tagen war es erledigt. Das habe ich auch schon gehabt, man muss halt wissen was ein Erythema Migrans ist.

es liegt mir ja fern Ängste zu schüren, aber so harmlos wie her beschrieben ist sie nicht. Eine Wanderröte tritt nicht bei jeder Infektion auf und es kommt immer wieder vor, dass ein wirksames Antibiotika erstmal mühselig ausgetestet werden muss.

grüße,

Frank

moleson
01.04.2013, 12:49
..... Ich wohne allerdings auch nicht in einem FSME Gebiet.

Aber wenn hier jeder Grimms Schauermärchen zum besten gibt habe ich wenigstens meine Ruhe im Wald :rolleys:

Du bist ein lustiger, du hast nicht in dem Spital gelegen und auch nicht dich Mühsam wieder auf gebaut nicht wissend ob doch ein bleibender Schaden übrig bleibt. Das sind keine Schauermärchen und wenn du dich nicht impfen willst bist du es auch selber schuld.

Mit geht diese idiotische Verharmlosung richtig auf den Sack aber hol dir eine FSME Erkrankung komm dann aber nicht heulen. (wünschen tu ich es dir nicht).

Alle diejenigen die professionell im Wald zu tun haben sind heute geimpft.

Und übrigens laut den Statistiken der Gesundheitsbehörde habe ich mir das nicht in einem FSME Gebiet geholt. Nur das diese Statistiken einfach Müll sind, weil nachdem ich erkrankt bin, mich mal umgehört habe. Und sie da ich habe in dem gleichen Gebiet 4 Fälle gefunden, was heisst es sind noch viel mehr.

Und noch eine Sache, es war im Rahmen eines Militär Kurses wo wir 1 Woche draussen verbracht haben. Jeder hat sich 2 mal pro Tag untersucht und ist untersucht worden und trotz langen Klamotten und eingesprüht ist man trotzdem gebissen worden und die Viecher innerhalb von weniger als 24 Stunden entfernt worden. Resultat FSME, wobei ich noch drei kenne die sich eine Borreliose geholte haben, zwei früh erkannt die letzte erst beim neuroborreliose Stadium.

Moléson

Firehorse
01.04.2013, 14:55
Aus eigener Erfahrung (bin wg. chron. Borreliose berentet) kann ich o.g. bestätigen, im Zuge meines Lebens mehr draußen als drinnen als Pferde/Hundemensch haben mich unendlich viele Zecken heimgesucht, von denen keine 24 Stunden bei mir verweilte. Ein Erythema Migrans trat nicht auf.
Auch keine "Frühsymptome". Es ging direkt mit neurologischen Ausfällen los, zB. war ich von einem Tag auf den anderen nicht mehr in der Lage, eine Mistgabel zu heben. Die Symptome sind der MS ähnlich, nur wurden sie damals von der Ärztschaft gerne heruntergespielt, bzw. als "heilbar durch AB" bezeichnet.
Vorsicht ist angebracht; mitten im Wald ist es weniger gefährlich als am Waldrand, Wiesen mit hohem Gras und niedriges Gestrüpp sitzen gern voll.
So lange wir in keiner Krise sind, ist es wirklich am einfachsten, direkt die Zecke(n) untersuchen zu lassen, dann weiß man, woran man ist und lässt keine kostbare Zeit verstreichen.

zeno
01.04.2013, 20:26
Ich wohne auf 800 M.ü.M und mein Hund hatte sogar im November noch frische Zecken. Die Viecher beissen wenn es ich ergibt, egal ob die Jahreszeit stimmt.
Erstaundlicherweise beissen sie meine Tochter bei jeder Gelegenheit und mich eher selten. Trotzdem habe ich mich auch geimmpft, das Risiko gebissen zu werden ist im Wald und Feld zu gross.

Gruess Zeno

ID 1208
06.04.2013, 21:58
Vielleicht ein bisschen blöde Fragen (aber die gibt's ja nicht... :rolleys:), aber wie macht man eine Zeckensuche alleine? Ich denke da an etliche Stellen, die ich selbst mit nur einem Spiegel schlecht anschauen kann. Dann gibt es solche, an denen die Selbstabsuchung noch möglich ist, aber eine Zecke alleine fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Ich denke da an Situationen wie:
- Mehrere Tage "Kindertrekking" alleine mit den Kindern
- Mehrtägiges Trekking ganz alleine
- Besuch eines mehrtägigen Survivalkurses alleine
- Singles, die in die Natur gehen

Was sind Eure Erfahrungen und Vorgehensweisen?

Herzliche Grüsse
linthler

Waldschrat
06.04.2013, 22:24
Vielleicht ein bisschen blöde Fragen (aber die gibt's ja nicht... :rolleys:), aber wie macht man eine Zeckensuche alleine? Ich denke da an etliche Stellen, die ich selbst mit nur einem Spiegel schlecht anschauen kann.


Hallo Linthler,

nein, dumme Fragen gibt es nicht, es gibt nur dumme Antworten. Damit in der Hoffnung, keine dumme Antwort zu geben. Zecken suchen sich exponierte Körperstellen, Du wirst sie bevorzugt an Armen und Beine finden. Eigentlich morgens unter der Dusche gut auffindbar. Ansonsten ist bei unzugänglichen Körperstellem manchmal auch die Partnerin Gold wert. Selber erlebt: "Was hast Du denn da auf dem Schulterblatt?" Die Hausärztin meinte Zeckenbiss, Wanderröte, Borreliose und verschrieb ein Antibiotikum.

Viele Grüssse

Matthias

el presidente
06.04.2013, 22:32
Sind die Monster eigentlich auch überhalb der Baumgrenze anzutreffen? in den Bergen hatten sie mich bis jetzt nie erwischt...

Waldschrat
06.04.2013, 22:41
Sind die Monster eigentlich auch überhalb der Baumgrenze anzutreffen? in den Bergen hatten sie mich bis jetzt nie erwischt...

Die Monster sitzen im Gras und auf Sträuchern. Du bekommstst sie beim Picknick, beim entspannten rumliegen auf der Wiese, beim Pilze- oder Beerensammeln. Dass sie sich infrarotgesteuert von Bäumen auf Lebewesen fallen lassen, ist eine Legende


Oberhalb der Baumgrenze habe zumindest ich noch keine Zecken beobachtet. Vermutlich zu kalt für die Viecher.

Viele Grüsse

Matthias

Papa-Schlumpf
06.04.2013, 23:49
Lasst ihr euch gegen FSME Impfen? Oder haltet Ihr die Risiken der Impfung selbst für zu hoch? Bin da doch stark verunsichert. Wohnen an der direkten Grenze zu BaWü und sind oft mit den kids (1,5J & 6J) samt Hund draussen auf dem Feld unterwegs. Wäre über ein paar Argumente für oder gegen Impfung eurerseits dankbar.

Hunted
07.04.2013, 00:10
Mich würden deine Befürchtungen interessieren. Was soll/könnte deiner Meinung nach durch die Impfung (schlechtes) passieren? Und was davon ist realistisch und was Mythen der Impfgegner?
Überleg mal wovor die Impfung schützt - und was diese Erkrankung für dich oder deine Familie bedeutet.
Die Impfung ist keine Neuerfindung, deren Risiken und Nebenwirkung man (noch) nicht kennt, sondern ein seit Jahren (Jahrzehnten) etablierter Wirkstoff, dessen Wirkung und Sicherheit bestens belegt ist. Ich selber bin FSME geimpft und kann es - wie es ja auch die STIKO tut - nur jedem empfehlen, der sich in Risikogebieten bewegt.
Das Risiko der Impfung selber ist für Otto-Normalbürger nahezu null. Um trotzdem auf Nummer sicher zu gehen solltest du dich aber natürlich - wie vor jeder Impfung - von deinem Hausarzt oder Reisemediziner beraten lassen.

Wolfshund
07.04.2013, 03:13
Hi,
ich bin nicht gegen FSME geimpft und habe es auch nicht vor, obwohl ich schon zahlreiche Zeckenbisse hatte. Gerade die FSME Impfung ist nicht gerade die Komplikationsärmste.
Letztlich kann einem die Entscheidung über das dafür oder dagegen aber niemand abnehmen. Das Leben kann sowohl durch Impfkomplikationen als auch durch Krankheiten einen schlimmen Verlauf nehmen. Es ist einfach schwer abzuschätzen was jetzt das größere Risiko ist, da Impfschäden oft nicht als solche wahrgenommen oder anerkannt -und somit unterschätzt werden, aber eben eine ausgewachsene FSME auch fatale Konsequenzen haben kann.
Ich für meinen Teil setzte voll und ganz auf Prävention durch das Tragen von langen Klamotten und ein möglichst rasches Duschen nach dem Waldbesuch. Wenn ich wirklich massiv mit Boden und Gestrüpp in Berührung komme nutze ich auch Insektenschutzmittel, mit dem Vorteil das ich auch gegen Borreliose geschützt bin.
Um das Pro und Kontra besser abwägen zu können, finde ich den Wikipedia Artikel gar nicht mal so schlecht http://de.wikipedia.org/wiki/Frühsommer-Meningoenzephalitis

ID 1208
07.04.2013, 07:16
Ansonsten ist bei unzugänglichen Körperstellem manchmal auch die Partnerin Gold wert.

Danke für Deine Antwort, Matthias. Stimme Dir natürlich zu, aber meine Frage bezog sich eigentlich genau auf Situationen oder Leute ohne Partnerin. :rolleys: Angenommen, Du würdest einen Survivalkurs machen ohne Deine Partnerin. 5 Tage am Stück draussen leben.

Arme und Beine gehen noch, aber z.B. eine eigene Entfernung in den Kniekehlen wird schon anspruchsvoller. Wobei die Stelle ja noch gut machbar ist für jemand Unbekanntes. Ich hatte als Kind allerdings mal eine Zecke am Po. Ich vermute mal, dass die meisten alleine einfach so gut wie möglich absuchen (hinter den Ohren geht leider auch nur mit zwei Spiegeln) und dann die übrigen Stellen als Restrisiko in Kauf nehmen?

Herzliche Grüsse
linthler

el presidente
07.04.2013, 10:44
Ich habe gerade gelesen das sie in der Schweiz höchstens bis 1500m vorkommen. Aber deswegen verdirbt meine Laune nicht.

moleson
07.04.2013, 10:55
Soweit ich weiß ist man nur gegen Borreliose wirklich geschützt wenn man es schon einmal hatte. Kannst du deine Aussage bitte erklären?

Falsch, Borreliose ist nicht immunisierend, deswegen gibt es auch keine brauchbare Impfung.



Ich für meinen Teil setzte voll und ganz auf Prävention durch das Tragen von langen Klamotten und ein möglichst rasches Duschen nach dem Waldbesuch. Wenn ich wirklich massiv mit Boden und Gestrüpp in Berührung komme nutze ich auch Insektenschutzmittel, mit dem Vorteil das ich auch gegen Borreliose geschützt bin.
Auch völliger Quatsch, die Prävention schütz einen und nur zum Teil, ich bin meistens gebissen worden trotz Schutzmassnahmen vor den zecken, natèrlich nicht vor der Krankheit.

Die Prävalenz von Borreliose Infektionen durch Anti-körper gemessen bei Leuten die professionell im Wald arbeiten ist zwischen 25-50%.


ich bin nicht gegen FSME geimpft und habe es auch nicht vor, obwohl ich schon zahlreiche Zeckenbisse hatte. Gerade die FSME Impfung ist nicht gerade die Komplikationsärmste.
Das ist die übliche Impfparanoia die im Deutschen Raum grassiert, die kein Substrat hat.

Wenn du aber unbedingt dich impfen lassen willst indem du FSME kriegst, das funktionniert nämlich auch, kannst du. Punkto Nebeneffekt ist der Tod oder bleibende neurologische Schäden natürlich ein Klacks....:banghead::banghead:



Ich habe gerade gelesen das sie in der Schweiz höchstens bis 1500m vorkommen. Aber deswegen verdirbt meine Laune nicht.
Die Zecken wissen das aber nicht, bin im Sommer auf 1'800m gebissen worden.


Moléson

Waldschrat
07.04.2013, 11:06
Ich habe gerade gelesen das sie in der Schweiz höchstens bis 1500m vorkommen. Aber deswegen verdirbt meine Laune nicht.

Es gibt zwei von Zecken übertragbare Krankheiten.

1. Borreliose

Risikogebiete sind Süddeutschland, das Elsass, die deutschsprachige Schweiz und praktisch ganz Österreich. Durchseuchungsrate der Zecken mit Borrelien bei ca. 20-30%, je nach Region. Wenn rechtzeitig entdeckt (Wanderröte) mit einer Antibiotikatherapie problemlos behandelbar, wenn verschleppt und unbehandelt, teilweise unangenehme Folgen. Vorsorgemassnahmen: Impfung gibt es keine, aber ein gutes Insektenrepellens auf Basis von DEET schreckt ab, obwohl Zecken eigentlich zu den Spinnentieren gehören.

2. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Risikogebiet Süddeutschland, insbesondere der Schwarzwald, für A oder CH habe ich keine Angaben. Die Infektion verläuft in fast 90% der Fälle unbemerkt und ohne Symptome, in 10% leichte, erkältungsähnliche Beschwerden, von denen dann 1% tatsächlich eine Gehirnentzündung entwickelt. Es gibt eine gut verträgliche Impfung, die in Deutschland von den Gesundheitsbehörden Risikogruppen wie Waldarbeitern, Förstern, Jägern empfohlen wird. Also auch einem Prepper, der häufiger mal durch die Büsche kriecht.

hildiman
07.04.2013, 11:21
Die meisten Zecken tragen Borreliose in sich, dagegen gibt es keine Impfung, FSME (Hirnhautentzündung) kommt in den meisten Gebieten weniger vor, es gibt auch Landkarten, wo die Zecken-Häufigkeit beschrieben ist! Ich denke auch, man sollte sich gut Kleiden, und abends den Körper absuchen, eventuelle Zecken mit einer Zeckenzange entfernen. Solange die Zecke noch klein ist, ist die Gefahr Rückstände von der Zecke ins Blut zubekommen, eher gering!

Gruß, Hildiman

Ole O Malley
07.04.2013, 11:50
Auch auf die Gefahr hin, dass sich gleich einige über mich lustig machen ... mir ist vor zwei Jahren ein homöopathisches Mittel (Zeckenbissnosode) empfohlen worden: und bisher bin ich megamässig überrascht!

Ich lebe direkt im Wald mitten im Zeckengebiet und gehe eigentlich fast nur zum schlafen in meine Hütte. Die Zeckenpopulation hier ist extrem. Schon ein einziges mal über die Wiese gehen ist fast eine Garantie dafür danach eine Zecke am Bein zu haben. Als ich hier herkam, bekam ich von allen Seiten erzählt: "Passen Sie bloß auf, ich hatte auch schon die Borreliose!" Hab dann echt überlegt und recherchiert ob ich das Mittel, welches ich meinem Hund aufträufle nicht auch selbst nehmen kann - die Idee ist aber nur mäßig erfolgversprechend und die Risiken nicht ausreichend abzuschätzen.

Dann kam die Freundin (Heilpraktikerin) einer Freundin auf mich zu und erzählte mir von dem homöopathischen Mittel. Ich habe mir wenig (keine) Hoffnung gemacht, dass das irgendwas helfen könnte - aber Schaden kann's ja auch nicht. Um die Zecken am beißen zu hindern, nimmt man nach einem bestimmten Schema (ich glaube es war drei Mal im Abstand von 30 min - da bin ich aber nicht mehr so sicher) zu Beginn der Zeckensaison diese Kügelchen ein. Dann sollen einen die Zecken die ganze Saison nicht mehr beißen.

Was soll ich sagen: über den Sommer verteilt habe ich bestimmt hundert Zecken von meinem Körper gesammelt - aber keine hat gebissen, krabbelten alle rum. Ich habe sogar mal beobachtet, was passiert wenn ich sie einfach machen lassen. Unglaublich - das Vieh hat sich nach ner halben Stunde Suche nach der richtigen Stelle wieder fallen lassen.

Bei meinem Hund hat es leider gar nicht gewirkt - so dass ich nach 2 Wochen und bestimmt zwanzig Zecken - wieder auf bewährtes Mittel (Ex-Spot heißt es) zurückgegriffen habe.

Ich bin gespannt, ob das in diesem Jahr wieder funktioniert. Ich kann mir die Wirkung nicht erklären, aber ein Placebo-Effekt ist wohl auszuschließen - bliebe nur noch Zufall - und das scheint mir bei der Polulation hier echt seeeehr viel Zufall! Das einzige was ich mir vorstellen kann, ist das der Körper durch die Zuführung dieses Mittels längere Zeit einen Geruchsstoff produziert den das Zeckentier nicht mag.

Falls das jemand probieren möchte möge er sich fachmännisch beraten lassen, ich gebe hier keine Anleitung oder Aufforderung das nachzumachen. Über Risiken und Nebenwirkungen kann ich nichts sagen. Sollt jemand nach eigener Recherche auch so einen Selbstversuch starten, würde mich das Ergebnis allerdings sehr interessieren.

Sollte es darum gehen die Zeckenpopulation lokal (z.B. auf dem eigenen Grundstück) zu minimieren - scheinen so genannte "Zeckenrollen" gut funktionieren. Die Funktionsweise ist recht einfach und wahrscheinlich sogar viel billiger nachzubauen ;) In einer Rolle (ähnliche wie eine Toilettenpapierrolle) befindet sich mit Permethrin (der Wirkstoff von Ex-Spot, Frontline, etc) getränkte Watte. Diese holen sich Mäuse und andere Nager als Nistbaumaterial. Darüber nehmen sie den Wirkstoff auf und fallen als Hauptwirt für Zecken aus. So soll die Population lokal spürbar sinken. Eigene Erfahrungen damit habe ich nicht - und ob das ausbringen von Giststoffen auf Tiere in der freien Wildbahn sinnvoll und vertretbar ist möge doch bitte jeder mit seinem Gewissen ausmachen.

So - jetzt dürft ihr mich zerreißen ;)

drudenfuss
07.04.2013, 12:07
@Ole O Malley
Homöopatische Mittel halte ich persönlich für absoluten Humbug. Meine Begründung: nur Wirkstoffe wirken und in diesen Mittelchen sind Wirkstoffe nicht nachweisbar. Ein gewisser Placeboeffekt ist allerdings nicht abzustreiten.
Gegen Zeckenbisse hilft das allerdings wenig, da die Zecke ja von der Wirksamkeit eines Abwehrmittels überzeugt sein muss.
Zecken beißen übrigens nicht direkt, sie krabbeln bis zu 2 Tagen auf dir rum bis sie einen entsprechenden Platz gefunden haben.

Hunted
07.04.2013, 14:12
Der einzige sinnvolle Einsatz von Homöotherapeutika gegen Zecken wäre diese so lange mit den Globuli zu beschmeißen, bis man trifft und sie aufgeben/umfallen.
Im Ernst. Nicht mal der theoretisch unterstellte Wirkmechanismus der Homöotherapie könnte auf diese Weise gegen Zecken wirken - und selbst der ist wiederlegt.
Mach was du willst und woran du glaubst, aber bitte übertrage sowas niemals auf Frau, Kinder oder andere dritte Personen. Danke!

@ Wolfshund
Sry, aber genau diese "Risiken und Nebenwirkungen" von denen du sprichst sind die bereits genannten unbegründeten Impfmythen.
Das diese nicht also solche Wahrgenommen würden ist natürlich ein Totschlagargument... hilft aber auch nicht weiter, denn in der Realität gibt es für sowas eine Berichtspflicht für Ärzte (UAW und Komplikationen in Zusammenhang mit Impfungen), eine zentrale Sammelstelle und regelmäßige nachvollziehbare Auswertungen, sowie Veröffentlichungen dieser. Man kann natürlich zwanghaft an die Weltverschwörung (der Pharmakonzerne) glauben, aber besser macht es das auch nicht.
Der Impfstoff ist wie gesagt seit Jahrzehnten etabliert und nachweislich sicher. Alleine wenn man da die Zahlen der Statistik verwendet gibt es ein ganz klares Votum für die Impfung, d.h. das Risiko an FSME zu erkranken und Folgeschäden davon zu tragen ist größer als eine relevante Impfnebenwirkung zu erleiden. Muss auch so sein, ansonsten wäre die Impfung in D nicht zulässig...

Gresli
07.04.2013, 15:13
Hallo Linthler,

aber wie macht man eine Zeckensuche alleine? Ich denke da an etliche Stellen, die ich selbst mit nur einem Spiegel schlecht anschauen kann. Dann gibt es solche, an denen die Selbstabsuchung noch möglich ist, aber eine Zecke alleine fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Was sind Eure Erfahrungen und Vorgehensweisen?

Die meisten Zecken habe ich, an mir, nicht gesehen sondern ertastet! (Etwas kleines hartes, leicht bewegliches das sich nicht wegwischen lässt)

Und das meist kurz nach dem Biss, also noch lange bevor sie begonnen haben zu saugen!
Die einzige problematische Stelle ist dabei der mittlere Rücken (na ja, andere mögen gelenkiger sein…), aber da hatte ich auch noch nie eine Zecke. Scheint kein bevorzugter Platz zu sein.

Und in Anbetracht dessen, dass Borreliose (im Gegensatz zu FSME, da ist es der Speichel) erst übertragen wird wenn die Zecke kotet macht es schon Sinn mit der Suche nicht zu warten bis man wieder zu Hause ist.

Grüsse, Gresli

hamster
07.04.2013, 15:31
Es gibt zwei von Zecken übertragbare Krankheiten.

1. Borreliose

Risikogebiete sind Süddeutschland, das Elsass, die deutschsprachige Schweiz und praktisch ganz Österreich. Durchseuchungsrate der Zecken mit Borrelien bei ca. 20-30%, je nach Region. Wenn rechtzeitig entdeckt (Wanderröte) mit einer Antibiotikatherapie problemlos behandelbar, wenn verschleppt und unbehandelt, teilweise unangenehme Folgen. Vorsorgemassnahmen: Impfung gibt es keine, aber ein gutes Insektenrepellens auf Basis von DEET schreckt ab, obwohl Zecken eigentlich zu den Spinnentieren gehören.
.


Dann bin ich ein Exot. Habe mir meine Borreliose im Solling (Nds) eingefangen.
Wurde von 2 Ärzten trotz meines Hinweises (Jäger, war aktuell 3 Tage im Wald), als Mückenstich abgetan. Beim 2 ten Arzt meinte ein Pfleger, dass es eine Borreliose sein könnte. Da ich am selben Tag in den Urlaub flog, habe ich es selbst medikamentös plattgemacht.
Der Erreger lauert überall.

Wolfshund
07.04.2013, 20:07
Sry, aber genau diese "Risiken und Nebenwirkungen" von denen du sprichst sind die bereits genannten unbegründeten Impfmythen.
Das diese nicht also solche Wahrgenommen würden ist natürlich ein Totschlagargument... hilft aber auch nicht weiter, denn in der Realität gibt es für sowas eine Berichtspflicht für Ärzte (UAW und Komplikationen in Zusammenhang mit Impfungen), eine zentrale Sammelstelle und regelmäßige nachvollziehbare Auswertungen, sowie Veröffentlichungen dieser. Man kann natürlich zwanghaft an die Weltverschwörung (der Pharmakonzerne) glauben, aber besser macht es das auch nicht.
Der Impfstoff ist wie gesagt seit Jahrzehnten etabliert und nachweislich sicher. Alleine wenn man da die Zahlen der Statistik verwendet gibt es ein ganz klares Votum für die Impfung, d.h. das Risiko an FSME zu erkranken und Folgeschäden davon zu tragen ist größer als eine relevante Impfnebenwirkung zu erleiden. Muss auch so sein, ansonsten wäre die Impfung in D nicht zulässig...

Glaub was du willst :rolleys: Tatsache ist das es eine hohe Dunkelziffer gibt, weil viele Erkrankungen einfach nicht auf Impfungen zurückgeführt werden (können).
Das Risiko an FSME zu erkranken ist relativ gering und geringer als das Borreliose Risiko, was bedeutet das man sich sowieso anders gegen Zecken schützen muss und die Impfung somit kaum einen Zugewinn an Sicherheit mit sich bringt.
Nebenbei gesagt mag ich die ewigen "böse Pharmaindustrie" rufe auch nicht, aber sie sind eben manchmal berechtigt.

el presidente
08.04.2013, 19:15
@Ole O Malley
Homöopatische Mittel halte ich persönlich für absoluten Humbug. Meine Begründung: nur Wirkstoffe wirken und in diesen Mittelchen sind Wirkstoffe nicht nachweisbar. Ein gewisser Placeboeffekt ist allerdings nicht abzustreiten.
Gegen Zeckenbisse hilft das allerdings wenig, da die Zecke ja von der Wirksamkeit eines Abwehrmittels überzeugt sein muss.
Zecken beißen übrigens nicht direkt, sie krabbeln bis zu 2 Tagen auf dir rum bis sie einen entsprechenden Platz gefunden haben.

Ich habe allgemein gute Erfahrungen mit Naturmitteln gemacht. Eigentlich sollte man die Chemie abschaffen und wieder zu den Wurzeln zurück. Wenn die Forschung anno dazumal bei der Natur geblieben wäre, wären wir heute viel besser dran. (Das selbe Prinzip könnte man auf Atomenergie oder Verbrennungsmotoren übertragen)
Andere Kulturen haben ihr wissen nicht verloren. Frag heute mal ein Kind oder ein Stadtmensch nach irgend einem Pflanzenamen etc. im Wald. Dann schauen sie mich an als ob ich vom Mond wäre.

Zum Placebo-Effekt: Wenn man todkrank ist, ist es besser wenn man positiv denkt als umgekehrt. Ist eigentlich wie mit allem...

drudenfuss
08.04.2013, 19:56
Naturheilmittel und Homöopatie haben ja nun wirklich nix miteinander zu tun.

Deine Aussage zur Abschaffung der Chemie ist mir etwas zu polemisch. Versuch mal ohne auszukommen, bin echt daran interessiert zu erfahren wie das funktionieren soll.

moleson
08.04.2013, 20:52
Naturheilmittel und Homöopatie haben ja nun wirklich nix miteinander zu tun.

Deine Aussage zur Abschaffung der Chemie ist mir etwas zu polemisch. Versuch mal ohne auszukommen, bin echt daran interessiert zu erfahren wie das funktionieren soll.
Ich bin dafür das alle diejenigen die Homeopathie toll finden, Naturheilmittel besser als die böse Chemie bitte auch nicht das Gesundheitssystem belasten wenn sie mal ein richtiges Problem haben sondern schön alles mit Globuli und Pflanzen kurieren.

Wenn schon bitte konsequent bis ins Grab, würde uns viel Geld sparen.
Die Naturvölker haben ja auch alle eine Lebenserwartung jenseits der 85 Jahre ....

Bei der Pflanzen muss ich aber sagen es gibt manches was wirksam ist, komischerweise ist dann die Nebeneffekt Liste genauso lang wie bei der Chemie.


Finde es immer wieder lustig wenn Patienten stolz einem sagen wie sie das böse Statin abgesetzt haben und durch ein natürliches Mittel ersetzt haben wie rote Reis Hefe und ihr Cholesterol im Lot ist.
.. Kunststück im der roten Reis Hefe befindet sich Lovastatin eben ein Statin. Mit übrigend den gleichen Nebeneffeckten wie das aus dem Labor.


Moléson

Waldschrat
08.04.2013, 21:21
Ich bin dafür das alle diejenigen die Homeopathie toll finden, Naturheilmittel besser als die böse Chemie bitte auch nicht das Gesundheitssystem belasten wenn sie mal ein richtiges Problem haben sondern schön alles mit Globuli und Pflanzen kurieren.


Hallo Moléson,

ich rate dazu, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten. Kein vernünftiger Mensch würde bei Vorhandensein von Alternativen eine massive Infektion mit Kräutern behandeln, dennoch gibt es eine ganze Reihe gut wirksamer und gut verträglicher Phytopharmaka, deren Wirkung auch von der wissenschaftlichen Medizin anerkannt ist und die man gut gegen "Alltagswehwehchen" und Befindlichkeitsstörungen verwenden kann. Es muss nicht wirklich für alles gleich der Gang in die Apotheke sein. Letztlich sind ja auch viele heute chemisch hergestellte Medikamente der Natur abgeschaut, der Arzneiklassiker Acetylsalizylsäure kam ursprünglich von Salix, der Weide, bzw. aus deren Rinde. Keine Ahnung, ob man das Malariamedikament Chinin heute synthetisch herstellt, früher war es mal ein Phytotherapeutikum, die Chinarinde.

Bei der Homöopathie gebe ich Dir allerdings recht. Da hat noch niemand eine wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Hypothese formuliert, wie das funktionieren kann. insbesondere bei den "Hochpotenzen" in denen nach den Regeln der Chemie in der Mehrzahl der Globuli oder Tropfen kein einziges Wirkstoffmolekül mehr enthalten sein kann.

Meint

Matthias

moleson
08.04.2013, 23:28
Hallo Moléson,

ich rate dazu, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten. Kein vernünftiger Mensch würde bei Vorhandensein von Alternativen eine massive Infektion mit Kräutern behandeln, dennoch gibt es eine ganze Reihe gut wirksamer und gut verträglicher Phytopharmaka, deren Wirkung auch von der wissenschaftlichen Medizin anerkannt ist und die man gut gegen "Alltagswehwehchen" und Befindlichkeitsstörungen verwenden kann. Es muss nicht wirklich für alles gleich der Gang in die Apotheke sein. Letztlich sind ja auch viele heute chemisch hergestellte Medikamente der Natur abgeschaut, der Arzneiklassiker Acetylsalizylsäure kam ursprünglich von Salix, der Weide, bzw. aus deren Rinde. Keine Ahnung, ob man das Malariamedikament Chinin heute synthetisch herstellt, früher war es mal ein Phytotherapeutikum, die Chinarinde.
...
Meint

Matthias

Etwas anderes habe ich nicht gesagt, nur das die Liste der wirksamen Naturheilmittel leider recht kurz ist.

Du kannst sicher versuchen einen Rinden Extrakt aus Weidenrinde zu brauen, nur viel Glück mit deinem Magen wenn du eine adequate ASS Dosis zu dir nehmen willst. Das geht schon besser mit dem Teufelschemie Zeugs Acetylsalicsäure.

Desgleichen ist zb Johanisskraut genauso wirksam wie chemische Antidepressiva, hingegen die Sonneninteloranz die durch das Johanisskraut hervorgerufen wird und die Interaktion mit anderen Medikamenten ist nicht von schlechten Eltern.

Usw.. man kann die Liste ein Weile fortsetzen.

Naturmittel wenn sie Wirksam sind (ein guter Teil von dem was verkauft wird hat er wenig Wirkung) haben auch eine ganze Palette von Nebenwirkungen und oft auch ein recht kleines Therapeutisches Fenster. Sind also genauso zu verschreiben wie die chemischen Mittel, nämlich man muss ein Nutzen/Nebenwirkung Verhältnis haben das zugunsten des Mittel ist. Und auch muss man sehr genau aufpassen auf die Nebenwirkungen.

Und sonst gibt es noch so lustige Sachen wie in den so harmlosen traditionellen Chinesischen Mitteln.

- Arstiolocha fangchi gegen Stephania tetandra getauscht wurde (zum abnehmen gedacht) und hunderte von Menschen ein akutes Nieren versagen bekommen habe.Ein Teil hat dann auch noch Nieren Krebs bekommen.
- Oder auch alkoholischer Extrakt von Grün Tee (ist ja so gesund) dummerweise ist es vielleicht abgebrüht gesund aber eben nicht als Extrakt. Den dieser hat mehrere akute Leber versagen produziert.
- Und dann gibt es noch Heliotropium, Crotalaria und Senecio die einen Verschluss der Leber Venen verursacht.
- Kava (Piper methysticum) wird mit 30 Fällen von akutem Leberversagen zusammengeführt


Und die Liste ist lang.

Wenn man die gleichen Sicherheits Kriterien auf Naturheilmittel wie Chemische Mittel anwenden würde, würde das meiste verboten werden, sei es wegen den Nebeneffekten oder weil es keine Wirkung hat. Am Schluss würden ganz wenige Naturheilmittel übrig bleiben.


Aber es ist wie gegen Windmühlen an zu gehen, die netten Pflanzen sind ja natürlich und deswegen gut. Die Pillen sind böse weil von der Pharma verkauft die außerdem damit noch Geld verdienen will. Wobei die Firmen die natürliche Mittel verkaufen oder Globuli dies nur aus Nächstenliebe machen.

Ich muss sagen das Geschäftsmodell ein bisschen Zucker zu seinem tausendfachen Produktionspreis zu verkaufen ist schon ein interessantes Geschäftsmodell.

Moléson

urbanrolli
08.04.2013, 23:33
genau, das ganze hochzukochen nützt gar nix...es ist,wie es ist, wer im wald,aufm feld oder sonst wo im freien ist, muss einfach
damit rechnen, das er zecken begegnet....das kenne ich auch nach c ca 30 jahren hundehaltens zur genüge. zum glück hab ich nur eine mal eingefangen,
nix gemerkt, und sie dann beim entdecken abgemacht habe. zeckenzange hab ich seit 30 jahren immer noch diselbe aus stahl..

das einerseits nur die chemie oder nur die naturheilkunde die jeweils gültige weissheit mit löffeln gefressen hat wage ich zu bezeifeln.

allerdings könnte eine reduzierung der medikamentengabe durchaus wünschenswert sein, wenn es möglich ist.
oft werden wirklich mit kanonen auf spatzen geschossen.

eine gute mischung machts....man muss icht gleich abführmittel nehmen,
es geht auch die ernährung umzustellen und mehr ballaststoffe essen.

da die meisten erreger eine gewisse ressistenz gegen antibiotika entwickelt haben.....wird sich in der zukunft zeigen, das eigentlich viel zu schnell
antibiotika aufgeschrieben wurde...

dann mal auf eine zeckenarme zeit im freien

lg urban-rolli

moleson
08.04.2013, 23:50
genau, das ganze hochzukochen nützt gar nix...es ist,wie es ist, wer im wald,aufm feld oder sonst wo im freien ist, muss einfach
damit rechnen, das er zecken begegnet....das kenne ich auch nach c ca 30 jahren hundehaltens zur genüge. zum glück hab ich nur eine mal eingefangen,
nix gemerkt, und sie dann beim entdecken abgemacht habe. zeckenzange hab ich seit 30 jahren immer noch diselbe aus stahl..

das einerseits nur die chemie oder nur die naturheilkunde die jeweils gültige weissheit mit löffeln gefressen hat wage ich zu bezeifeln.

allerdings könnte eine reduzierung der medikamentengabe durchaus wünschenswert sein, wenn es möglich ist.
oft werden wirklich mit kanonen auf spatzen geschossen.

eine gute mischung machts....man muss icht gleich abführmittel nehmen,
es geht auch die ernährung umzustellen und mehr ballaststoffe essen.

da die meisten erreger eine gewisse ressistenz gegen antibiotika entwickelt haben.....wird sich in der zukunft zeigen, das eigentlich viel zu schnell
antibiotika aufgeschrieben wurde...

dann mal auf eine zeckenarme zeit im freien

lg urban-rolli
Mit den Zecken gibt es einfach ein vernüftiges Verhalten:

- 1°) Lange Klamotten und Spray
- 2°) Absuchen

1 und 2 verringert die Wahrscheinlichkeit mit Borelliose infiziert zu werden nicht aber mit FSME

- 3°) Die Zeichen eines Erythma Migrans kennen und sofort mit Antibiotika behandeln
- 4°) Sich gegen FSME impfen lassen, weil es keine Therapie gibt und die Konsequenzen katastrophal sein können.


Im Grunde recht einfach und konsequent.

Moleson

Wolfshund
09.04.2013, 00:04
Warum sollen die Maßnahmen nicht auch das Risiko einer FSME reduzieren? Wenn dich keine Zecke beißt bekommst du FSME genauso wenig wie Borreliose?!

Waldschrat
09.04.2013, 00:07
Etwas anderes habe ich nicht gesagt, nur das die Liste der wirksamen Naturheilmittel leider recht kurz ist.

Du kannst sicher versuchen einen Rinden Extrakt aus Weidenrinde zu brauen, nur viel Glück mit deinem Magen wenn du eine adequate ASS Dosis zu dir nehmen willst.

Das geht schon besser mit dem Teufelschemie Zeugs Acetylsalicsäure.

Exakt das war ja nun der Grund der Veresterung der Salizylsäure mit Ethanol. Ich sagte ja nun nicht, dass die Natur perfekt ist, sondern dass wir jede Menge von Naturstoffen und Phytopharmaka gelernt haben. Teufelschemie? Du solltest mal mein Labor sehen!:lächeln: Ich bin weder der synthetischen noch der analytischen Chemie (letztere betreibe ich im wesentlichen) besonders abgeneigt.


Desgleichen ist zb Johanisskraut genauso wirksam wie chemische Antidepressiva, hingegen die Sonneninteloranz die durch das Johanisskraut hervorgerufen wird
Jetzt hätte ich einmal gedacht, dass die phototoxische Wirkung von Johanniskraut einer breiten Öffentlichkeit bekannt sein sollte. Das Zeug kann man bestenfalls gegen Winterdepressionen nehmen:traurig: Das zeigt übrigens auch, dass der weit verbreiteten Glauben "Arzneimittel aus der Retorte = Nebenwirkungen", "Arzneimittel aus der Natur = keine Nebenwirkungen" nicht trägt.


Meint

Matthias

der dennoch Phytopharmaka kritisch aber rational betrachtet, auch unter dem Aspekt... "was täte ich wenn"

Waldschrat
09.04.2013, 01:05
Warum sollen die Maßnahmen nicht auch das Risiko einer FSME reduzieren? Wenn dich keine Zecke beißt bekommst du FSME genauso wenig wie Borreliose?!
Hallo Wolfshund,

wie willst Du es ausser durch ein Leben als Nerd vermeiden? Ich kann mich noch genug an meine Kindheit erinnern. Wir waren nach der Schule mit unseren Hunden in Wald und Feld unterwegs. Abends hat unsere Mutter den Kindern und Hunden die Zecken abgelesen ... Während meinerm Arbeitsaufentalt in Indien bin ich noch von ganz anderen Viechern belästigt worden. Wie sagte die indische Ärztin: "Keine Ahnung, was Sie da haben, aber nach 10 Tagen Antibiotikagabe sind die Viecher tot." Sie waren es dann auch...:lächeln:


Meint

Matthias

moleson
09.04.2013, 07:11
Warum sollen die Maßnahmen nicht auch das Risiko einer FSME reduzieren? Wenn dich keine Zecke beißt bekommst du FSME genauso wenig wie Borreliose?!

Bei der Borelliose wird die Bakterie erst nach der Aufnahme von Blut durch die Zecke mobil und kann in die Speichedrüsen der Zecken gelangen wo es es dann dem Menschen weitergegeben wird.

Deswegen muss die Zecke zwischen 24-48 Stunden am Körper verbleiben damit man eine sicherer Infektion hat.

Umgekehrt wenn man in den ersten 24 Stunden die Zecke entfernt vermindert man die Wahrscheinlichkeit der Infektion.

Hingegen der FSME Virus ist schon in der Speichedrüse der Zecke vorhanden und deswegen kann man sofort infiziert werden und bringt das entfernen von Zecken recht wenig.

In der Summe macht dass, das die klassischen Vorsichtsmassnahmen für Borreliose effektiv sind, nicht aber für FSME.

Die gute Nachricht FSME kommt weit weniger als Borelliose vor, die schlechte es gibt kein Heilmittel und die Konsequenzen können dramatisch sein, wobei eine Neuroboreliose auch nicht zu vernachlässigen ist.

Moléson

FrankD
09.04.2013, 08:05
Hallo Moleson,

das ist ja mal eine einprägsame Checkliste.


Mit den Zecken gibt es einfach ein vernüftiges Verhalten:

- 1°) Lange Klamotten und Spray
- 2°) Absuchen

1 und 2 verringert die Wahrscheinlichkeit mit Borelliose infiziert zu werden nicht aber mit FSME

- 3°) Die Zeichen eines Erythma Migrans kennen und sofort mit Antibiotika behandeln
- 4°) Sich gegen FSME impfen lassen, weil es keine Therapie gibt und die Konsequenzen katastrophal sein können.

Im Grunde recht einfach und konsequent.

Nun habe ich dazu aber ein paar Fragen, ich hoffe Du kannst mir da weiter helfen...
- Was mache ich wenn meine Borreliose Infektion zu den 50% der Infektionen zählt bei der keine Wanderröte auftaucht? [Seite 9, Quelle (http://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf)]
- Wie unterschiedest Du eine Wanderröte im Anfangsstadium von einer kleinen lokalen Infektion an der Bissstelle?
- Was hältst Du von Antibiotischen Salben die man auf Zeckenbissstellen auftragen kann?

Ich glaube ich habe das hier schon mal an anderer Stelle erwähnt, aber ich bin nach wie vor erstaunt wie viel unterschiedliche und mit Fakten kaum zu untermauernde Dinge in diesem Disskusionsfaden zusammen kommen. Damit ist nun nicht der Beitrag gemeint den ich zitiert habe, den ich bis auf seinen versteckten Absolutionsanspruch ganz gut finde.

Bei einigen Beiträgen frage ich mich was will der Schreiber uns damit sagen? Als Beispiel - bitte nicht böse sein, dass ich ausgerechnet dieses Beispiel nehme: Beitrag #50: Mückenstich vs. Wanderröte, medikamentös platt gemacht? Was denn? die Hautrötung?

Das Borreliose ganz einfach durch Antibiotika zu bekämpfen ist (Beitrag #22) halte ich allerdings für ein Gerücht. Nicht um Sonst haben viele meiner Kollegen eine wahre Ärzte Diaspora hinter sich bis sie dann endlich einen fanden der genug Ahnung hatte welche Antibiotika man alle durchprobieren kann bei der spezifischen Borrelienart die man sich eingefangen hatte. Wer vermutet an Borreliose erkrankt zu sein dem kann ich nur Raten einen Spezialisten auf zu suchen. Eine Liste findet ihr hier (http://www.borreliose24.de/arzteliste.html).

Was die Prävention angeht, so stehen für mich neben allabendlichen Absuchen (wenn ich alleine bin ggf. mit dem Spiegel meines Kompasses) vor allem das Imprägnieren meiner Kleidung mit NoBite (http://www.nobite.com/malariaprophylaxe-mueckenschutz-gegen-mueckenstiche-tropenreisen.html) und dem meiden von Zeckenhorten im Vordergrund. Letztere kann man am Besten erkennen wenn man sich ausgiebig mit der Biologie der Zecke auseinandersetzt. Auf diese Weise bin ich persönlich von 15-20 Zecken pro Jahr auf 0-1 herunter gekommen. Obs auch bei Dir funktioniert, kann ich allerdings nicht garantieren, aber ich denke die Chancen sind gut.

Dann noch ein Wort zum Geschimpfe auf die Homöopathie: Wer hier nur das gegeneinander sucht und hier Alleinstellungsmerkmale der Schulmedizin oder der Naturheilkunde sucht, der hat in meinen Augen noch nicht begriffen, dass polarisieren nicht hilft. Beides hat seine Berechtigungen und es gibt selbst in der Schulmedizin genug Placebos. Unterhaltet euch mal mit einem Menschen der Ahnung von Versoffwechselung von Medikamenten hat wie viel Wirkung ACC Hustenlöser im Körper entfalten kann, wenn es über den Magen aufgenommen wird. Dabei ist das letztlich vollkommen egal, ob es nun ein Wirkstoffefekt oder ein Placeboefekt war, das Resultat ist doch das wichtige. Meine Erfahrung vor allem mit Homöopathie bei meinen Hunden ist, das es wirken kann. Und nichts anderes würde ich ebenfalls von Schulmedizinischen Medikamenten behaupten.

Okay, nun noch zwei Links zum Abschluss:
Einmal hier, für alle die Probleme mit Zecken im Garten, bei der Arbei oder sonstwo haben. Die Schweizer als pfiffiges Volk, schließlich haben sie uns bereits mit schweizer Zucker, Taschenmessern, Uhren und vor allem Bordekochern beglückt entwickeln endlich mal was richtig wichtiges, nämlich eine funktionierende Zeckenfalle. Hier die Links: Züricher Hochschule (http://www.zhaw.ch/fileadmin/php_includes/popup/projekt-detail.php?projektnr=798). Nach meinem letzten Emailwechsel mit Herrn Hufschmied sieht es aber so aus, dass die Forschung noch ein wenig braucht. Wer jedoch den Startschuss des Produktes nicht verpassen will, sollte ihn anmailen und sich auf die Interessen Liste setzten lassen.

Dann eine 2. Entwicklung, Forschung im Bereich einer Antibiotischen Salbe gegen Borreliose. Hier zum Artikel auf DocCheck (http://news.doccheck.com/de/article/208938-anti-borrelien-gel-zecke-schmiert-ab/).

Grüße,

Frank

Hunted
09.04.2013, 08:43
Dann noch ein Wort zum Geschimpfe auf die Homöopathie: Wer hier nur das gegeneinander sucht und hier Alleinstellungsmerkmale der Schulmedizin oder der Naturheilkunde sucht, der hat in meinen Augen noch nicht begriffen, dass polarisieren nicht hilft. Beides hat seine Berechtigungen und es gibt selbst in der Schulmedizin genug Placebos. Unterhaltet euch mal mit einem Menschen der Ahnung von Versoffwechselung von Medikamenten hat wie viel Wirkung ACC Hustenlöser im Körper entfalten kann, wenn es über den Magen aufgenommen wird. Dabei ist das letztlich vollkommen egal, ob es nun ein Wirkstoffefekt oder ein Placeboefekt war, das Resultat ist doch das wichtige. Meine Erfahrung vor allem mit Homöopathie bei meinen Hunden ist, das es wirken kann. Und nichts anderes würde ich ebenfalls von Schulmedizinischen Medikamenten behaupten.


Mein Problem damit ist, dass im Bereich der Homöopathie a) der Placeboeffekt nicht als Placeboeffekt, sondern als "Medikamenten"wirkung verstanden wird, b) das Placebo sehr, sehr (sehr!) teuer verkauft wird und d) durch viele Gläubige notwendige und sinnvolle (heilende) Maßnahmen der "Schulmedizin" zu gunsten der Placeboeinnahme unterlassen/abgelehnt werden werden.

PS: Homöopathie ist kein Bestandteil der Naturheilkunde, sondern der sog. Alternativmedizin.

FrankD
09.04.2013, 08:59
[...] a) der Placeboeffekt nicht als Placeboeffekt, sondern als "Medikamenten"wirkung verstanden wird, b) das Placebo sehr, sehr (sehr!) teuer verkauft wird und d) durch viele Gläubige notwendige und sinnvolle (heilende) Maßnahmen der "Schulmedizin" zu gunsten der Placeboeinnahme unterlassen/abgelehnt werden werden.

Hi,
wie oben schon beschrieben a) und b) sehe ich in der Schulmedizin an einigen Punkten genau so. Aber das ganze hier nun auseinander zu friemeln würde den Zweck dieser Diskussion sprengen und letztlich vermutlich auch des gesamten Forums. Ich sehe jedenfalls in dieser fern ab von Fakten sondern anstatt dessen mit Emotionen geführten Diskussion keinen wirklichen S&P Hintergrund.

Grüße,

Frank

p.s.
Der Punkt c) hätte mich noch interessiert. Vielleicht per PN?

Commando
09.04.2013, 09:00
Hallo Alle,

ich konnte mal bei einer Diskusion mitlauschen, da ging es genau um Homöopathie, Schulmedizin, Chinesische Therapieformen
und so weiter.
Ich bin mir nicht mehr sicher, aber im Süddeutschen Raum glaube ich, gibt es eine Praxisgemeinschaft, die alle unter einem
Dach vereinen, sprich Schulmedizin und Alternativ und Homöopathie. Die sind so viel ich mitbekommen habe sehr erfolgreich
damit indem eben genau alle Spezis zusammenarbeiten und nicht gegeneinander.

LG

ID 1208
09.04.2013, 09:06
Falls noch nicht bekannt, es gibt neu auch Zeckentests zu kaufen, mit denen Zecken auf Borrelien getestet werden können:

http://www.antibrumm.ch/de/zecken-test

Ziemlich teuer, aber die finanziellen und imateriellen Kosten einer Neuroborreliose im Vergleich... Natürlich sagt der Test nichts darüber aus, ob eine borrelieninfizierte Zecke die Borrelien auch wirklich übertragen hat. Aber ist sie borrelienfrei hat man doch eine hohe Gewissheit, dass keine übertragen wurden (Testsicherheit 99%).

Viele Leute verbinden Zecken mit Wald (wahrscheinlich wegen dem Irrglauben, Zecken würden von den Bäumen fallen). Sehr häufig wird unterschätzt, dass man sich Zecken auch im städtischen Park, im Freibad oder im eigenen Garten holen kann. Wer macht nach Aktivitäten an diesen Orten eine Zeckenkontrolle?

Herzliche Grüsse
linthler

moleson
09.04.2013, 10:07
Hallo Moleson,

das ist ja mal eine einprägsame Checkliste.



Nun habe ich dazu aber ein paar Fragen, ich hoffe Du kannst mir da weiter helfen...
- Was mache ich wenn meine Borreliose Infektion zu den 50% der Infektionen zählt bei der keine Wanderröte auftaucht? [Seite 9, Quelle (http://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf)]

Über die Zahl kann man sich streiten, denn wer nicht sucht findet nichts, Insofern ist die Korrelation anamnestische Wanderröte und Borreliose Antikörper nicht unbedingt aussagend. Je nach Studie zwischen 30-80% Prozent.

Aber was macht man wenn man keine Wanderöte hat und nicht weiss das man von einer Zecke gebissen worden ist??? Nichts Pech gehabt, vielleicht wird ein findiger Arzt bei komischen Symptomen mal Boreliose anti-körper messen.

Das ist der Grund warum man zu erst überhaupt Festellen muss das man gebissen worden ist, und dafür muss man suchen und suchen lassen. Erst dann wird man auch aufmerksam werden auf kommende Wanderöte die ja erst nach Tagen einsetzt.




- Wie unterschiedest Du eine Wanderröte im Anfangsstadium von einer kleinen lokalen Infektion an der Bissstelle?
Muss man nicht, wie der Name sagt es ist eine WANDERRöte, was sie klar von eine lokalen Entzündung unterscheidet. Wenn man nicht weiss, den Arzt fragen, eigentlich sollte er es wissen.


- Was hältst Du von Antibiotischen Salben die man auf Zeckenbissstellen auftragen kann?
Nichts weil bis jetzt man nichts stichhaltiges hat. Wenn schon eine einmal Dosis Tetrazyclin, aber auch dort scheiden sich die Geister.




Das Borreliose ganz einfach durch Antibiotika zu bekämpfen ist (Beitrag #22) halte ich allerdings für ein Gerücht. Nicht um Sonst haben viele meiner Kollegen eine wahre Ärzte Diaspora hinter sich bis sie dann endlich einen fanden der genug Ahnung hatte welche Antibiotika man alle durchprobieren kann bei der spezifischen Borrelienart die man sich eingefangen hatte. Wer vermutet an Borreliose erkrankt zu sein dem kann ich nur Raten einen Spezialisten auf zu suchen. Eine Liste findet ihr hier (http://www.borreliose24.de/arzteliste.html).
Es gibt einen Himmelweiten Unterschied zwischen dem Anfangsstadium (Wanderröte und/oder Grippe ähnlichem Symptomen) wo 10 Tage Tetracyclin funktionnieren und den späten Stadien wo manchmal nur sehr lange 3 Fach Antiobiotika Therapien funktionnieren.

Deswegen ist es ja so wichtig die Krankheit am Anfang zu erfassen und nicht warten bis man zb neurologische Symptome hat.



Was die Prävention angeht, so stehen für mich neben allabendlichen Absuchen (wenn ich alleine bin ggf. mit dem Spiegel meines Kompasses) vor allem das Imprägnieren meiner Kleidung mit NoBite (http://www.nobite.com/malariaprophylaxe-mueckenschutz-gegen-mueckenstiche-tropenreisen.html) und dem meiden von Zeckenhorten im Vordergrund. Letztere kann man am Besten erkennen wenn man sich ausgiebig mit der Biologie der Zecke auseinandersetzt. Auf diese Weise bin ich persönlich von 15-20 Zecken pro Jahr auf 0-1 herunter gekommen. Obs auch bei Dir funktioniert, kann ich allerdings nicht garantieren, aber ich denke die Chancen sind gut.

Das soll man machen aber ein Garantie ist es nicht.


Okay, nun noch zwei Links zum Abschluss:
Einmal hier, für alle die Probleme mit Zecken im Garten, bei der Arbei oder sonstwo haben. Die Schweizer als pfiffiges Volk, schließlich haben sie uns bereits mit schweizer Zucker, Taschenmessern, Uhren und vor allem Bordekochern beglückt entwickeln endlich mal was richtig wichtiges, nämlich eine funktionierende Zeckenfalle. Hier die Links: Züricher Hochschule (http://www.zhaw.ch/fileadmin/php_includes/popup/projekt-detail.php?projektnr=798). Nach meinem letzten Emailwechsel mit Herrn Hufschmied sieht es aber so aus, dass die Forschung noch ein wenig braucht. Wer jedoch den Startschuss des Produktes nicht verpassen will, sollte ihn anmailen und sich auf die Interessen Liste setzten lassen.

Dann eine 2. Entwicklung, Forschung im Bereich einer Antibiotischen Salbe gegen Borreliose. Hier zum Artikel auf DocCheck (http://news.doccheck.com/de/article/208938-anti-borrelien-gel-zecke-schmiert-ab/).

Grüße,

Frank

Abwarten tee trinken. Fakt ist das die Zecken und deren Krankheiten sich in den letzten 40 Jahren rasant ausgebreitet haben. Als ich Kind war gab es die Lyme Krankheit noch gar nicht, genauso wenig wie FSME.

Moléson

hildiman
09.04.2013, 10:41
Hallo moleson, du hast geschrieben:
Abwarten tee trinken. Fakt ist das die Zecken und deren Krankheiten sich in den letzten 40 Jahren rasant ausgebreitet haben. Als ich Kind war gab es die Lyme Krankheit noch gar nicht, genauso wenig wie FSME.

Moléson[/QUOTE]

Die Krankheit gab es schon, wurde aber als solche nicht erkannt!

Wolfshund
09.04.2013, 17:35
Falls noch nicht bekannt, es gibt neu auch Zeckentests zu kaufen, mit denen Zecken auf Borrelien getestet werden können:

http://www.antibrumm.ch/de/zecken-test

Ziemlich teuer, aber die finanziellen und imateriellen Kosten einer Neuroborreliose im Vergleich... Natürlich sagt der Test nichts darüber aus, ob eine borrelieninfizierte Zecke die Borrelien auch wirklich übertragen hat. Aber ist sie borrelienfrei hat man doch eine hohe Gewissheit, dass keine übertragen wurden (Testsicherheit 99%).

Viele Leute verbinden Zecken mit Wald (wahrscheinlich wegen dem Irrglauben, Zecken würden von den Bäumen fallen). Sehr häufig wird unterschätzt, dass man sich Zecken auch im städtischen Park, im Freibad oder im eigenen Garten holen kann. Wer macht nach Aktivitäten an diesen Orten eine Zeckenkontrolle?

Herzliche Grüsse
linthler
Diese Tests wurden mal in den Medien als Geldmacherrei bezeichnet, leider kenne ich aber nicht mehr die Argumentation, sie klang allerdings schlüssig.

Edit: Das einzige was ich auf die schnelle gefunden habe http://www.borreliose-initiative-berlin-brandenburg.de/news/zecken-pcr-sinn-oder-unsinn

Waldschrat
09.04.2013, 21:00
Über die Zahl kann man sich streiten, denn wer nicht sucht findet nichts, Insofern ist die Korrelation anamnestische Wanderröte und Borreliose Antikörper nicht unbedingt aussagend. Je nach Studie zwischen 30-80% Prozent.

Hallo Moléson,

mit den Antikörpern ist das so eine Sache. ich bin mal mit einer Wanderröte bei meiner Ärztin vorstellig geworden und hatte eigentlich genau das erwartet, dass sie einen Bluttest auf Borrelien oder Antikörper dagegen macht. Ihr Kommentar: Die sitzen, falls vorhanden, noch im Gewebe, wenn wir Antikörper im Blut nachweisen können, so nach etwa vier bis fünf Wochen, ist die Katze längst den Baum hoch. Also vorbeugende Verordnung eines Antibiotikums auf Verdachtsdiagnose. (Sie war übrigens ganz begeistert und meinte: "So ein schönes lehrbuchmässiges Beispiel eines Erythema migrans habe ich noch nicht gesehen...:lächeln:)



Es gibt einen Himmelweiten Unterschied zwischen dem Anfangsstadium (Wanderröte und/oder Grippe ähnlichem Symptomen) wo 10 Tage Tetracyclin funktionnieren und den späten Stadien wo manchmal nur sehr lange 3 Fach Antiobiotika Therapien funktionnieren.

Deswegen ist es ja so wichtig die Krankheit am Anfang zu erfassen und nicht warten bis man zb neurologische Symptome hat.

Das kann ich nur bestätigen. Ich hatte im Kollegenkreis einen Borreliosefall im Spätstadium, die sich durch heflige arthritisähnliche Bewerden in mehreren Gelenken äusserte. Die Diagnose Borreliose bekam er erst nach langem und vergeblichem "herumdoktern". Dann war eine wochenlange, hoch dosierte und mit Nebenwirkungen behaftete intravenöse Antibiotikatherapie angesagt.

Derwegen suche ich mich auch nach intensiverem Kontakt mit Wiesen und Gebüsch unter der Dusche auf die Viecher ab, bzw. lasse mich, wie es auch die Affen tun, von meiner BEVA flöhen :lächeln:

Meint

Matthias

ID 1208
18.05.2013, 10:06
Irgendwie scheint es, dass beim Thema Zecken es zu fast allen Aspekten (Übertragung, Prävention, Erkennung, Behandlung) unterschiedliche Meinungen gibt. Irrtumsaufklärung wird dann in Diskussionen gleich wieder als neue Irrtümer abgetan, usw. Und wie oft in der Medizin geht es um Wahrscheinlichkeiten und sehr viel Geld.

Hab mich wieder damit beschäftigt, wie am besten eine Zecke entfernen.

Ältere interessante Aussagen (natürlich mit kommerziellem Interesse):

http://www.dr-schick.de/zecken-entfernung.php

Ich hatte mich gefragt, ob Zeckenzangen nicht zu sehr quetschen. Ob die Zeckenzangen unterschiedlichen Druck ausüben. Auf dieser Website wird gesagt, dass diese Zangen nur geringen Druck ausüben und die Zecke nicht quetschen. Gleichzeitig steht, dass kein Zusammenhang zwischen Quetschen und Infektionsrate gefunden wurde. Dann gibt es wieder andere, die meinen, mit der Zeckenzange würde man Nymphen immer quetschen, etc.

Die Nymphen... Letzthin hatte ich eine auch nur fast durch Zufall entdeckt (da sie neben einem adulten Tier sass). Schon möglich, dass mehr Leute von Nymphen befallen werden, ohne es zu merken. Eben auch im Garten, Freibad, Stadtpark, etc. Die Larven wären dann kaum noch zu entdecken. Andererseits sind die Hauptwirte der Larven Mäuse, Ratten, Siebenschläfer, etc. (Heisst das nun, wir Menschen bekommen sie nur selten?) Während die Nymphen dann eine Nummer grösser gehen, Füchse, Katzen, etc.

Bei der Borreliose (resp. den verschiedenen Varianten davon) geht die Diskussion so weit auseinander, dass die einen sagen, es sei eine unerkannte, unkommunizierte Epidemie (da viele Zeckenstiche nicht bemerkt würden und dann die viel späteren Symptome nicht darauf zurückgeführt würden). Die anderen meinen, viele diffuse Symptome/Erkrankungen würden heute einfach der Borreliose zugeordnet.

Finde ich echt schwierig, all diese Infos in ihrer Breite einzuordnen. Ich werde mal schauen, ob ich Zeit habe, mit jemanden an der Forschungsfront in Kontakt zu kommen.

Hier noch eine weitere Krankheit (Neoehrlichiose), die in Gebieten in Zürich in 5-10% der getesteten Zecken vorkam:
http://www.mediadesk.uzh.ch/articles/2012/neue-zeckenerkrankung-in-der-schweiz.html

Bisher anscheinend wenige Fälle, aber möglicherweise auch etliche unerkannte frühere Fälle.

Herzliche Grüsse
linthler

ID 1208
18.05.2013, 12:25
Diese Doku war wirklich interessant:

http://www.youtube.com/watch?v=SvV_AgL63d0

Dürfte plusminus die gleiche sein wie hier, allerdings haben sie eine unterschiedliche Länge.

http://www.previval.ch/showthread.php/360-Zecken!!?p=132896&viewfull=1#post132896

Die Professorin im Film spricht von 90% Wanderröte...

Sehe gewisse Infoanbieter nun deutlich kritischer. Aber klar, auch die Schulmediziner sind nicht fehlerfrei.

Anlass ist übrigens, dass meine Frau gerade beim Arzt war und nun Antibiotika bekommt. Ich vermute, sicherheitshalber, da wie Frank schon geschrieben hatte, manchmal nicht klar ist, ob es eine beginnende Wanderröte oder eben doch nur eine lokale Infektion ist, evtl. weil noch irgendein Teil der Zecke drin steckt und erst noch abgebaut/rausgearbeitet werden muss. Da ich leider die Folgen einer schweren Krankheit für eine Familie kenne reagiere ich wahrscheinlich etwas sensibler auf Zeckenstiche oder sonstige Erkrankungsrisiken.

Herzliche Grüsse
linthler

- - - AKTUALISIERT - - -


Diese Tests wurden mal in den Medien als Geldmacherrei bezeichnet, leider kenne ich aber nicht mehr die Argumentation, sie klang allerdings schlüssig.[/URL]

Könnte sein, dass es daran liegt, dass die Tests nichts darüber aussagen, ob die Borrelien wirklich übertragen wurden. Zumal der Antikörpertest heute nach der Anfangsphase ziemlich sicher zu sein scheint:


Immer wieder wird behauptet, man könne auch im chronischen Stadium der Borreliose nicht immer Antikörper im Blut nachweisen. Dies ist nicht richtig. Lediglich in der Anfangszeit der Borreliendiagnostik gab es nicht wenige Fälle, in denen die anfangs noch sehr unterschiedlichen Tests versagt haben. Heutige Tests, vor allem der Westernblot, sind aber sehr zuverlässig.

Generell gilt: Wenn ein Mensch durch Bakterien erkrankt (also aktuelle Symptome aufweist), so "merkt" dies das Immunsystem selbstverständlich und antwortet mit der Bildung von Antikörpern. Je intensiver die Krankheit, desto mehr gilt dies. Je länger und intensiver die Auseinandersetzung zwischen Borrelien und Immunsystem war, desto ausgeprägter ist das Bandenmuster im Westernblot. Es ist deshalb nicht vorstellbar, daß ein Patient im Spätstadium der Erkrankung nur ganz wenige oder gar keine Banden im Westernblot aufweist.

Wir halten deshalb die Meinung für überholt, daß ein negativer Test eine Borreliose nicht ausschließen würde. (Dies gilt natürlich nur für das chronische Stadium, da im Frühstadium tatsächlich oft noch keine Antikörper gebildet wurden). Aus diesem Grund steht oft der Satz "Bei weiterbestehenden klinischem Verdacht Kontrolle in zwei Wochen!" auf serologischen Befundberichten. Für das Spätstadium gilt dies nicht!

http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cn6/zecken/hassler.htm

Herzliche Grüsse
linthler

ID 649
25.05.2013, 16:52
Baxter arbeitet offenbar an einem Impfstoff gegen Borreliose
http://kurier.at/lebensart/gesundheit/eine-zeckenimpfung-der-zukunft/12.002.504

Peacefool
27.06.2013, 23:20
Ich werde mich mit Sicherheit nicht impfen lassen, schon gar nicht von Baxter.

Ich habe in meinen Asienurlauben die Erfahrung gemacht, die beste Prophylaxe gegen Malaria ist sich nicht stechen zu lassen. Aber vorbereitet zu sein, falls sich Symptome zeigen. Und genauso handhabe ich es auch bei Zecken. Impfrisiken sind mir viel zu hoch, erst recht bei neuen Stoffen.

Zum Thema habe ich diesen Artikel von Joe Vogel beizutragen:

http://vivalranger.com/wissensdatenbank/survivalmythen/252-die-wilde-karde-heilt-borreliose-sogar-im-schweren-stadium

Die wilde Karde heilt Borreliose sogar im schweren Stadium!... (http://vivalranger.com/wissensdatenbank/survivalmythen/252-die-wilde-karde-heilt-borreliose-sogar-im-schweren-stadium)

http://vivalranger.com/htmincludes/images/mythen/karde.jpg

...titelte vor Kurzem auf seiner Internetseite ein offensichtlich recht unerfahrener »Kollege« (https://www.google.de/search?q=Die+wilde+Karde+(Dipsacus+fullonum)+heilt+Borrelios e+auch+im+schweren+Stadium!&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&channel=fflb), der ganz klar nicht vom Fach ist und dennoch mit diesem Heilsversprechen hausieren geht.
Großartig! Müsste man denken. Ich selbst »sammle« jedes Jahr zwischen 20 und 60 Zecken und hatte schon drei Mal das zweifelhafte Vergnügen einer Borrelieninfektion.
Der Mythos

Borreliose (Auch Lyme Borreliose oder Lyme Disease) ist eine schwerwiegende Krankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht wird und von Zecken und Bremsen mit ihrem Speichel übertragen werden kann.

Ein Kennzeichen der Übertragung kann die Erythema migrans genannte Wanderröte sein, ein roter Ring, der konzentrisch um die Bisstelle größer wird. Dieser tritt jedoch nicht immer auf.
Die ersten Symptome der Krankheit sind Fieber und Schmerzen. Danach entwickelt sie sich in mehreren Stadien (über die wir gleich noch sprechen werden).(...)

ID 1208
28.06.2013, 09:35
Ein Kennzeichen der Übertragung kann die Erythema migrans genannte Wanderröte sein, ein roter Ring, der konzentrisch um die Bisstelle größer wird.

Und die Wanderröte muss nicht unbedingt von der Bissstelle ausgehen. Sie kann auch woanders am Körper auftauchen. Hat uns eine Ärztin gesagt. Ich glaube, Matthias hat diese Erfahrung gemacht (Schulter/Rücken)?

Herzliche Grüsse
linthler

ksbulli
28.06.2013, 10:02
Moin @ll,

wie Peacefool richtig schreibt



Borreliose ...
Ein Kennzeichen der Übertragung kann die Erythema migrans genannte Wanderröte sein, ein roter Ring, der konzentrisch um die Bisstelle größer wird. Dieser tritt jedoch nicht immer auf.
...

... kann die Wanderröte auftraten, muss aber nicht!

Auch den Hinweis, den Linthler gab, habe ich schon mehrfach gefunden...

Ein Impfstoff gegen Borreliose wird derzeit gesucht, ist aber AFAIK noch nicht verfügbar. Lediglich gegen die ebenfalls von Zecken übertragene FSME (FrühSommer Meningo Encefallitis) existiert ein Impfstoff. Da dieser jedoch auch in einer Reihe von Fällen Impfreaktionen hervorruft, wird AFAIR von der STIKO (Ständige Impfkommission) eine Impfung nur für Risikoregionen bzw. bestimmte Berufsgruppen empfohlen. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung...

Um nun "in case of..." die Handhabung für Laien einfacher zu machen wird in der Ersten Hilfe gerne folgende Empfehlung gegeben:

Nach einem Zeckenbiss soll der Betroffene im Falle von Auftreten jeglicher allgemeiner Krankheitssymptome innerhalb von 14 Tagen nach gehabtem Befall umgehend einen Arzt konsultieren und diesen im Gespräch unbedingt und deutlich auf den Zeckenbiss hinweisen!

Wer mit Kindern in einem Risikogebiet unterwegs ist sollte ein Kind mit Zeckenbiss umgehend nach diesem einem ortsansässigen Kinderarzt vorstellen!

Das nach einer Wanderung in dieser Jahreszeit sich mensch selbst und seine Kinder auf Zecken inspiziert sollte ja schon so obligatorisch sein, dass dieser Hinweis ja wie "Eulen nach Athen trage" wäre... :Gut:

Mit diesen einfachen Regeln konnten schon viele Infektionen frühzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden. Und sooo kompliziert sind diese Ratschläge ja nun auch nicht wirklich... :rolleys:

Ein zeckenfreies draußen sein wünscht

Christian

maniacmantis
28.06.2013, 13:27
Hallo,

ich weis nicht, ob es vielleicht in einem früheren Beitrag schon mal erwähnt wurde,
aber die Borrelien lassen sich im Blut nachweisen.

Wer also den Verdacht einer Infektion hat (grippeähnliche Symptome, Wanderröte, Abgeschlagenheit oder Gelenkschmerzen),
hat (frühestens ca. 3 Wochen, nach dem Biss) die Möglichkeit, sein Blut vom Hausartzt testen zu lassen,
um rechtzeitig mit einem Antibiotika intervenieren zu können.

LG
Günter

ID 1208
28.06.2013, 13:58
So weit ich weiss wird auf Antikörper gegen Borreliose getestet. Die können aber erst nach einer Weile nachgewiesen werden und da eine möglichst frühe Antibiotika-Therapie am erfolgreichsten ist wird der Arzt nicht warten bis die Antikörper nachgewiesen werden können.

Beim Antikörpertest ist auch problematisch, dass die gefundenen Antikörper auch von einer früheren Infektion sein können. D.h. es müsste unmittelbar nach dem Zeckenbiss ein erstes Mal auf Antikörper getestet werden, um zu schauen, ob es bereits eine frühere Infektion mit Borrelien gegeben hat. Ist man antikörperfrei, so kann mit dem zweiten Test geschaut werden, ob man sich beim aktuellen Biss infiziert hat.

Herzliche Grüsse
linthler

Wolfshund
28.06.2013, 20:01
Blöde Frage: Wird der Körper durch diese Antikörper dann auch widerstandsfähiger gegen zukünftige Zeckenbisse?

Hunted
28.06.2013, 20:33
Blöde Frage: Wird der Körper durch diese Antikörper dann auch widerstandsfähiger gegen zukünftige Zeckenbisse?

Nein. Antkörper gegen einen Biss oder vergleichbares werden generell nicht gebildet. Gegen Erreger, die durch den Biss in den Körper gelangen werden hingegen Antikörper gebildet. Diese werden allerdings auch nach einer gewissen Zeit wieder abgebaut. Meist bleiben zwar "Erinnerungszellen" über, die es dem Körper in Zukunft ermöglichen schneller auf Infektionen mit dem gleichen Erreger reagierern zu können. Eine Immunität wird allerdings nur selten auf bestimmte Erreger ausgebildet.
Hoffe das beantwortet deine Frage :-)

ID 1055
01.07.2013, 10:14
Ich selbst hatte seltsamerweise noch nie Zecken, obwohl ich häufig draußen unterwegs bin. Keine Ahnung warum.
Mein Vater dagegen hat häufiger Zecken.

Ist mir schon öfter aufgefallen. Meine letzte und einzige Zecke hatte ich vor 20 Jahren und ich bin noch jeden Tag im Wald spielen gewesen. Ein Freund hat bei so ziemlich jedem Spaziergang im Wald ein oder mehrere Zecken. Neulich gerade zum Sonnenuntergang im Wald gewesen, über kniehohe Wiesen und durch Knicks gegangen. Freund: 3 Bisse und währenddessen schon ein paar auf der Hose entdeckt. Ich: nichts.
Ich halte nicht viel von diesen "süßes Blut" Märchen, aber ich finde das erstaunlich.

Waldschrat
01.07.2013, 23:40
Ist mir schon öfter aufgefallen. Meine letzte und einzige Zecke hatte ich vor 20 Jahren und ich bin noch jeden Tag im Wald spielen gewesen. Ein Freund hat bei so ziemlich jedem Spaziergang im Wald ein oder mehrere Zecken. Neulich gerade zum Sonnenuntergang im Wald gewesen, über kniehohe Wiesen und durch Knicks gegangen. Freund: 3 Bisse und währenddessen schon ein paar auf der Hose entdeckt. Ich: nichts.
Ich halte nicht viel von diesen "süßes Blut" Märchen, aber ich finde das erstaunlich.

Hallo Meecrob,

es scheint aber etwas dran zu sein. Wenn Stechmücken sich in unser Schlafzimmer verirren, tun sie sich unweigerlich an mir gütlich, selten an meiner Frau. Das gleiche gilt, wenn wir campen gehen. Meine persönliche Hypothese: Meine Frau friert leicht, ich bin an der Hautoberfläche wärmer als sie und daher möglicherweise für die Infrarotsensoren der Biester das attraktivere Ziel.


Meint

Matthias

maniacmantis
02.07.2013, 04:06
Hallo Forum,

die Stichwahrscheinlichkeit wird nicht durch "süßes" Blut oder erhöhter Oberflächentemperatur verstärkt.
Da die Mücken zur Fortpflanzung fast ausschliesslich das im Blut vorhandene Eiweiss benötigen,
wird vermutet, dass die Mückenmamis den Eiweissgehalt anhand von Pheromonen riechen können.
Insofern bevorzugen sie natürlich, das für ihren Nachwuchs "hochwertiger" Opfer.

LG
Günter

drudenfuss
02.07.2013, 04:31
Hallo Meecrob,

es scheint aber etwas dran zu sein. Wenn Stechmücken sich in unser Schlafzimmer verirren, tun sie sich unweigerlich an mir gütlich, selten an meiner Frau. Das gleiche gilt, wenn wir campen gehen. Meine persönliche Hypothese: Meine Frau friert leicht, ich bin an der Hautoberfläche wärmer als sie und daher möglicherweise für die Infrarotsensoren der Biester das attraktivere Ziel.


Meint

Matthias

Da nur die Weibchen stechen... :grosses Lachen:

Ole O Malley
03.07.2013, 07:42
Zecken fühlen sich von Buttersäure magisch angezogen, das ist der Stoff auf den die Rezeptoren an Ihren "Riechorganen" (an den Vorderbeinen) ansprechen. Da bei der Zersetzung von Schweiß Buttersäure entsteht, nehme ich an, dass je nach Zusammensetzung des Schweißes mehr oder weniger Buttersäure entsteht. Also nicht süßes Blut sondern saurer Schweiss. Eine gute Körperhygiene sollte hier also auch helfen können.

ID 1208
11.07.2013, 08:22
Wie Frank geschrieben hatte lohnt es sich, sich mit der Lebensweise von Zecken auseinanderzusetzen. Gestern war ich mit dem Sohnemann unterwegs. Nach den Zeckenbiotopen hielten wir jeweils kurz an und kontrollierten jeweils unsere Hosen. So ca. 5 entfernten wir, was sehr wenig war angesichts der langen Strecke durch's Zeckenbiotop (anderswo hatte ich mal um die 7 nach nur 10m...). Zuhause Zeckenkontrolle. Sohn 0, ich auch. Beim Rücken vergass ich meine Frau zu fragen. Und prompt heute Morgen die erste auf dem Rücken gehabt. :verärgert:

Ist also nichts damit, dass der Rücken eher unbedenklich ist (ärgerlich, wenn man alleine ist...). Mag sein, dass er nicht zu den beliebtesten Stellen gehört. Aber da sie schon da auf dem Rücken war hätte sie auch leicht in die Achsel kriechen können, ohne gesprayte Zone überqueren zu müssen.

Seid also wachsam. :rolleys:

Herzliche Grüsse
linthler

zeno
11.07.2013, 21:10
Ich hatte vor einigen Wochen Zivilschutz im Wald und da habe ich auch eine Zecke aufgelesen, am abend beim Duschen endeckt. Hat sich am oberen Bauch reingebissen. Werde nur ganz selten von Zecken gebissen, obwohl ich viel draussen bin.
Ich schätze es liegt am Zivilschutz, das rumsitzen im Wald ist einfach nicht optimal.

Zeno

drudenfuss
14.07.2013, 13:26
Eine Bekannte hat ein etwas unkonventionelles Mittel gegen Zecken versucht:

13084

Ihre Hunde hatten seid Anwendungsbeginn (vor 4 Wochen) noch keine Zecke.
Sie hat es auch bei sich selbst versucht, fand aber dass sich ihr Körpergeruch nach etwa 2 Wochen in eine für sie unangenehme Richtung verändert hat.
Es handelt sich hier um eine Nahrungsergänzung aus Bierhefe, also ein gesundes Naturprodukt, reich an B-Vitaminen.

Peacefool
14.07.2013, 13:43
Das kann funktionieren. Denn Hefe/Vitamin B wirkt bekanntermaßen auch bei Schnaken/Gelsen.

Für viele Insekten wohl ein unausstehlicher Geruch und Geschmack (falls die etwas schmecken). Wirkt quasi wie Knoblauch gegen Vampire :rolleys:

LG
Peace

MessageMan
14.07.2013, 20:16
Für die Esoteriker unter uns, oder wenn man nicht auf die Pharmabranche zurückgreifen kann empfiehlt dieser Mann die Wurzel der Karde als Tee oder Tinktur. Allerdings wenn die Borreliose chronisch geworden ist müsste man sich 6 Monate lang damit behandeln.

http://www.youtube.com/watch?v=TegTs9INDSo

Waldschrat
14.07.2013, 22:21
Borrelien sind der Esoterik wenig zugänglich. Das einzige was hilft, ist Doxycyclin.


Meint Matthias

Der die Viecher auch schon mal hatte.

Peacefool
15.07.2013, 11:49
Für die Esoteriker unter uns, oder wenn man nicht auf die Pharmabranche zurückgreifen kann empfiehlt dieser Mann die Wurzel der Karde als Tee oder Tinktur. Allerdings wenn die Borreliose chronisch geworden ist müsste man sich 6 Monate lang damit behandeln.

http://www.youtube.com/watch?v=TegTs9INDSo

Unfug, der vom Vivalranger bereits auseinandergenommen wurde. Ich hatte hier berichtet, siehe http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/360-Zecken%21%21?p=140342&viewfull=1#post140342

MessageMan
15.07.2013, 16:50
Ich habe mir schon gedacht das ich nicht richtig verstanden werde, wenn ich nur... faul wie ich bin einen Einzeiler dazu schreibe. Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass man die Schulmedizin links liegen lassen sollte und
nur noch Kardwurzel knabbern darf, aber behandlungsunterstützend bzw. wenn die Behandlung mit Antibiotika nicht zum gewünschten Erfolg führt. Oder man nicht mehr in der Lage ist sich über die Pharmaindustrie mit Medizin zu versorgen.

Hier noch eine andere Quelle die wohl auch wieder verrissen wird:

http://www.heilkraeuter.de/lexikon/karde.htm

Noch mal was zu dem Vivalranger sein Wissen um Pflanzen in allen Ehren, sein Facktencheck enthielt keinen einzigen Fakt! Das Fazit das er daraus zieht habe ich nur Überflogen, war aber wohl eine Mischung aus der Behauptung man hätte die Signaturlehre des Mittelalters benutzt und Tigerpenisen. Das ist mir n bissle zu nihilistisch!

Ich könnte behaupten die Kamille hilft nicht gegen gegen Entzündungen, denn dieser gefährliche Irrglaube der einher geht mit Klangschalentherapie und Dampfbädern ist eine Erfindung des linken esoterischen Flügels. (Achtung Ironie) Dann kommt einer und behauptet: "Aber es soll Menschen geben denen es geholfen hat"!
Genau so ist es auch mit der Karde...

Und mal ehrlich wenn man eine chronische Borrelliose hat bei der die Schulmedizin komplett aufgegeben hat, was hat man zu verlieren?! Giftig ist die Pflanze nicht obwohl man sagen muss auch bei Pflanzen, es gibt keine Wirkung ohne Nebenwirkung!

Lg Till

Peacefool
15.07.2013, 18:00
Du solltest schon lesen und nicht überfliegen. Der Mann weiß wovon er redet. Er ist schließlich Botaniker.

Ich bin alternativen Heilmethoden durchaus aufgeschlossen, aber Borelliose wirkt wie MS und ist kein Spaß. Und die Belege, die Karde würde hier helfen, fehlen doch völlig.

MessageMan
15.07.2013, 20:27
Ich habe natürlich gelesen was er geschrieben hat!
Mal ehrlich, schon diese empörte Schreibweise mit den ganzen Vermutungen woher man das Wissen über die angebliche Heilkraft dieser Pflanze hat lässt mich schmunzeln. Es ist sicherlich auch keine wissenschaftliche Abhandlung! Auf der anderen Seite gibt es Ärzte die behaupten bei der Behandlung von Borellien Erfolg mit der Karde zu haben.
Also: Nichts genaues weiß man nicht!

Hunted
15.07.2013, 21:02
Ich habe natürlich gelesen was er geschrieben hat!
Mal ehrlich, schon diese empörte Schreibweise mit den ganzen Vermutungen woher man das Wissen über die angebliche Heilkraft dieser Pflanze hat lässt mich schmunzeln. Es ist sicherlich auch keine wissenschaftliche Abhandlung! Auf der anderen Seite gibt es Ärzte die behaupten bei der Behandlung von Borellien Erfolg mit der Karde zu haben.
Also: Nichts genaues weiß man nicht!


Doch weiß man. Man unterscheidet in der Medizin nämlich nach Evidenz (bewiesene Fakten) und Eminenz (Meinungen). Evidenz ist, dass Borreliose mit Doxy (u.a.) erfolgreich zu behandeln ist. Eminenz ist, dass Schwule in die Hölle kommen und es Sinn macht den Teufel auszutreiben (sagt die kath. Kirche als "Fachperson").
Du siehst wo die Unterschiede liegen. Ersten sist nicht jeder Arzt eine Eminenz (auch wenn viele das gerne so hätten) und zweitens ist eine Eminenzmeinung in der heutigen evidenzbasierten Medizin zum Glück nicht mehr viel wert.
So lange man das Zeug also nur als Additiv zum AB nimmt mag ich noch 5e gerade sein lassen - alles andere allerdings ist unverantwortlich.
Und selbst als supportive Therapie zum AB würde ich erst Untersuchungen fordern. Denn wie du ja schon so schön sagst, auch "harmlose" Pflanzen können gravierende Neben- und vor allem auch Wechselwirkungen haben. Dinge, die man häufig erst im Nachhinein herausfindet. Die Liste der Beispiele ist lang..

ID 1208
21.07.2013, 21:46
Hatte heute das "Vergnügen", unsere neuen Zeckenpinzetten von Brutscher (http://www.pharmabrutscher.de/kraut/Zeckenz.htm) (aus Chirurgenstahl) auszuprobieren. Sind für mich das bisher beste Mittel, Zecken zu entfernen (Schlinge allerdings bisher nicht ausprobiert). Durch das dünne Ende der Pinzette kommt man supergut an den Kopf der Zecke (auch kleine). Und mit der Biegung vorne sind alle Körperstellen gut zu erreichen und die Handhabung superleicht. Eindeutig besser als die bisherige "normale" (medizinische) Pinzette.

Herzliche Grüsse
linthler

ID 1208
25.07.2013, 14:16
Vielleicht haben wir in ein paar Jahren einen Impfstoff gegen Borreliose:

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Zeckenzeit-Impfung-gegen-Borreliose-in-Sicht-id25680321.html

Flotte Forscher, die wir da haben. :lächeln:

Hach, wäre Outdoor so viel entspannter, geimpft gegen FSME und Borreliose. :lächeln: Aber wahrscheinlich hätte es dann auch mehr Leute im Wald. :traurig: Jedenfalls die zusätzlich, bei denen das Killerkriterium nicht Bequemlichkeit, sondern Zeckenangst ist.

Herzliche Grüsse
linthler

Paddy
25.07.2013, 16:08
Hallo linthler,

gibts denn da so viele die aus Zeckenangst nicht in den Wald gehen? Ich persönlich kenne niemanden.
Wobei mir ein Impfstoff gegen Borreliose schon zusagen würde (gegen FSME bin ich geimpft), aber das wird wohl noch eine Weile dauern.

Gruß
Paddy

ID 1208
25.07.2013, 20:45
Hallo Paddy

Schwierig zu sagen, da ich wohl nicht soviel Berührungspunkte mit diesen Leuten habe. Z.B. an einem früheren Wohnort (ländlich!) durfte ein Junge nicht mehr in die Waldspielgruppe, nachdem er einen Zeckenstich hatte...

Interessante Artikel:
http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/Keine-Angst-vor-Zecken;art5722,493648
http://www.gesund-bloggen.com/die-angst-vor-zecken/

Hier eine winzige Umfrage:
http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/vermischtes/haben-sie-angst-vor-zecken

25% von 59 gehen deswegen nicht mehr in den Wald. Bisschen kleine Stichprobe...

Ich befasse mich immer wieder mal mit dem Thema. Ich finde die Informationslage sehr diffus, v.a. zu Borreliose. So wie auch die Krankheit zu sein scheint. Die Bandbreite an Symptomen ist gross (ich meine damit nicht diejenigen der "obskuren Borreliose-Ärzte"). Wenn wenigstens in 99.9% der Fälle die Wanderröte auftreten würde. Aber dem ist leider nicht so. Auch die Symptome der Phase I können leicht, kaum vorhanden oder nicht in Zusammenhang gebracht werden, usw. Es kann auch jederzeit eine Selbstheilung stattfinden. Dann liest man in einer renommierten Zeitung sowas von einem Prof. (warum sie einen emeritierten genommen haben keine Ahnung):


Je schneller die Zecken entfernt werden, desto unwahrscheinlicher ist eine Ansteckung mit Krankheitserregern: Bei einer Verweildauer unter drei Tagen ist eine Infektion praktisch ausgeschlossen.

http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/zecken-rasch-entfernen-schuetzt-vor-erkrankung-1.17312726#

Bis zum Doppelpunkt in Ordnung, aber der letzte Teil kommt sehr absolut daher. Bei meiner Frau war die Zecke höchstens ein paar Stunden und hatte noch nicht mal gesaugt, trotzdem hatte sie eine Wanderröte. Warum werden wir nie wissen. Hatte ich die Zecke zu sehr gedrückt beim Herausziehen? Hatte sie Borrelien aus anderen Gründen so früh abgegeben? Waren es überhaupt Borrelien? Das ist das, was ich an den Zeckenstichen gar nicht mag: Die Unsicherheit danach, weil man nicht genau weiss, ob man etwas erwischt hat und welche Symptome man hat. Wie auch die Unsicherheit bleibt, ob sich der Sohn beim Berühren eines Fuchskots sich den Fuchsbandwurm geholt hat. Würden wir wohl erst in Jahrzehnten feststellen und dann auch nicht mehr sicher auf dieses Ereignis zurückführen können.

Ich bin auch immer wieder erstaunt, wieviele Leute jemanden kennen, der an FSME oder Borreliose erkrankt ist. Teils dann schwer mit bleibenden Schäden. Sowas macht natürlich nachdenklich/vorsichtig. Bisher impfte ich nicht gegen FSME wegen des geringen Risikos, aber wenn man statistisch zu den Betroffenen gehört hilft einem das auch nicht mehr.

Womit ich mich bisher nicht beschäftigt habe ist die Entwicklung gegenüber früher. Ich glaube mich erinnern zu können, dass sich die mit Borreliose infizierten Zecken ausgebreitet haben, insbesondere in höhere Lagen. Es könnte also sein, dass es heute schlimmer ist als früher. Vielleicht gibt es auch mehr Zecken, keine Ahnung. Auf jeden Fall halte ich sie auch für die gefährlichsten Tiere bei uns.

Sehr interessant:
http://www.youtube.com/watch?v=eHn3LQep348
http://www.youtube.com/watch?v=UJEpaqgUYDU

Einige Arten scheinen sich also massiv auszubreiten. Kein Wunder, bei 2'000 Eiern pro Zecke. Das Q-Fieber kannte ich bisher auch nicht. Krass, dass über den Wind verbreiteter Zeckenkot für eine Infektion ausreicht. Ich glaube, Zeckenforschung wäre noch was für mich. :grosses Lachen: Zwar OT, aber die Haare des Eichenprozessionsspinners waren auch beeindruckend.

Herzliche Grüsse
linthler

Peacefool
25.07.2013, 21:27
Wir haben hier jemanden im Forum, der seit Jahren schwer an Borreliose erkrankt ist.

Ob er/sie darüber aber sprechen möchte habe ich nicht zu entscheiden.

Blacky
04.08.2013, 22:25
Zitat : Ich bin auch immer wieder erstaunt, wieviele Leute jemanden kennen, der an FSME oder Borreliose erkrankt ist.

Nun, meine Mutter hat durch einen Zeckenstich Borreliose. Und lustig sind die Symptome dieser Krankheit nicht ! ... Durch Anti-Biotika und Tabletten zwar linderbar, aber eben eine ständige Belastung. ...

Panikmache hin oder her. Fakt ist daß sich die elendige Zeckenbrut seit ca. 20/25 Jahren stark vermehrt hat und man Zeckenbisse nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

ID 358
31.08.2013, 11:41
Ich hatte bisher geschätzt 30 Zecken auf der Pelle, kenne auch niemand der wegen Zecken krank wurde. Meistens finde ich sie beim Duschen wenn ich wieder zuhause bin, dann ziehe ich die unschuldigen Tierchen mit den Fingernägeln Daumen-Zeigefinger raus, schmeiss die in den Abfluss und spül sie weg. Manchmal reisst der Kopf ab und bleibt in der Haut stecken. Der geht innerhalb von Tagen raus.
Mir ist aufgefallen, dass die Zecken manchmal auf der Kleidung ankommen und erst am nächsten Tag ihren Weg auf die Haut finden. Vermutlich gehen sie nach dem Körpergeruch.

Wie schon erwähnt hat die Karde (eine distelähnliche Pflanze) angeblich Wirkstoffe gegen die Borreliose. Weil ich die Karde allein schon wegen ihres schönen Wuchses im Garten habe, mache ich alle Jahre aus der Wurzel einen Schnapsansatz und trinke den als Medizin, kann man auch mit anderen Kräutern kombinieren. So hab ich immer einen guten Grund für einen gsunden Schluck Hochprozenter ;-) Zur Beruhigung der Karde-Kritiker: ich nehm das als Placebo :-)

„Oh, ein Zeck! Den mach ich weg.
Wo is mei Medizin?
Prost, und scho is alles Kranke hin!“

Bald kommt die Impfung gegen Angst. Nebenwirkung: Zweifel

moleson
31.08.2013, 17:46
Ich hatte bisher geschätzt 30 Zecken auf der Pelle, kenne auch niemand der wegen Zecken krank wurde. Meistens finde ich sie beim Duschen wenn ich wieder zuhause bin, dann ziehe ich die unschuldigen Tierchen mit den Fingernägeln Daumen-Zeigefinger raus, schmeiss die in den Abfluss und spül sie weg. Manchmal reisst der Kopf ab und bleibt in der Haut stecken. Der geht innerhalb von Tagen raus.
Mir ist aufgefallen, dass die Zecken manchmal auf der Kleidung ankommen und erst am nächsten Tag ihren Weg auf die Haut finden. Vermutlich gehen sie nach dem Körpergeruch.

Wie schon erwähnt hat die Karde (eine distelähnliche Pflanze) angeblich Wirkstoffe gegen die Borreliose. Weil ich die Karde allein schon wegen ihres schönen Wuchses im Garten habe, mache ich alle Jahre aus der Wurzel einen Schnapsansatz und trinke den als Medizin, kann man auch mit anderen Kräutern kombinieren. So hab ich immer einen guten Grund für einen gsunden Schluck Hochprozenter ;-) Zur Beruhigung der Karde-Kritiker: ich nehm das als Placebo :-)

„Oh, ein Zeck! Den mach ich weg.
Wo is mei Medizin?
Prost, und scho is alles Kranke hin!“

Bald kommt die Impfung gegen Angst. Nebenwirkung: Zweifel

Ist ja schön zu wissen das es dir völlig egal ist ob du erkrankst oder nicht. Das mit der Karde Plazbo betreibst ist ja wohl klar.

Wenn du so Zecken ausgesetzt bist solltest du dich gegen FSME impfen lassen.

Aber wie ich sehe wirst du warten bis du es bitter bereuen wirst.

Ich habe zumindestens letztes Jahr mir eine FSME Meningoenzephalitis geholt, ich wünsche das meinem ärgsten Feind nicht.

Als ich aus dem Spital kam, war die Diagnose bleibende Schäden: Ich konnte kaum 10 m laufen, massive Gleichgewichts Störungen, Unmöglichkeit mich auf etwas zu konzentrieren (mehr als ein Blatt A4 lesen war nicht drin), eine unglaubliche bleierende chronische Müdigkeit, Schmerzen überall usw....

Ich habe Glück gehabt mit meiner privaten Boot-Camp Therapie und die Wut ein Wrack zu sein habe ich innerhalb eines Jahres wieder meine physischen und psychischen Fähigkeiten wiedergewonnen.


Aber bitte wenn hier Leute so ein Experiment lustig finden, nur zu...

Moléson

Wolfshund
01.09.2013, 01:44
Die Impfkomplikationen sind genauso hässlich. Scheinbar hat dich die Impfung gegen FSME vor dem Zeitpunkt deiner Erkrankung auch nicht tangiert, sonst wärst du ja geschützt gewesen, oder wie sehe ich das?
Ich habe erst sehr spät eine ***** Kinderkrankheit bekommen, da habe ich auch einige Wochen gedacht "hätte ich mich nur impfen lassen", aber genauso hätte mich eine Impfkomplikation zum Pflegefall werden lassen, dann hätte ich gejammert "hätte ich mich nur nicht impfen lassen". Das Leben beinhaltet Risiken denen man nicht ausweichen kann, es gibt kein richtig oder falsch im Leben, sondern nur ein riesiges Minenfeld das man blind durchqueren muss.
Das deine "Boot-Camp-Therapie" dich von bleibenden Schäden geheilt hat halte ich ebenso für ein Placebo wie den ominöser Wundertrank von Luftikus.

maniacmantis
01.09.2013, 02:12
Hallo Wolfshund,

auch wenn moleson zuvor nicht geimpft war, heisst das doch noch lange nicht, dass man deshalb seine Meinung zur Impfung nicht ändern darf.

Wer bei einem Auffahrunfall mal unangeschnallt sein Gesicht im Airbag versenkt hat,
wird sich bei der nächsten Ausfahrt vermutlich auch anschnallen (wenn er es überlebt hat).

Außerdem keine ich Personen die mit Borelliose infiziert sind und welche die eine FSME hatten,
aber ich kenne persönlich keinen, der irgendwelche Impfschäden hat.

Grundsätzlich muss das natürlich jeder selbst wissen und
zur Gefährdungsbeurteilung sollte man meines Erachtens auch die Risikogebiet-Landkarten zurateziehen.

LG
Günter

moleson
01.09.2013, 11:15
Die Impfkomplikationen sind genauso hässlich. Scheinbar hat dich die Impfung gegen FSME vor dem Zeitpunkt deiner Erkrankung auch nicht tangiert, sonst wärst du ja geschützt gewesen, oder wie sehe ich das?

Die Pauschalaussage die Impfkomplikationen sind genauso hässlich entbehren sich jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. Wenn man das Thema halbwegs seriös behandeln will sollte man zwei Sachen miteinander vergleichen:
- Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken
- Die Wahrscheinlichkeit Impfkomplikationen zu kriegen
- Die Schwere der relativen Komplikationen

Bei Impfungen gegen Krankheiten wie Tetanus, Polio, Dyphterie und auch FSME ist die Impfung klar im Vorteil.

Was mir auf den kecks geht sind Gruppierungen die unwissenschaftliches Zeugs von sich geben wie die anti-impf Gruppen um andere zu bekehren. Da bewegt man sich im irrationalen Gebiet und es sollte auch bitte so kommuniziert werden.

Wenn jemand aus Weltanschaulichen Gründen sich nicht impfen lassen will gegen schwere Virus Krankheiten, kann er das tun wie jeder frei ist zu rauchen, sich seinen Diabetes Typ II an zu fressen oder es halten mit der Bewegung wie Churchill "No Sports". Aber man ist nicht in der Kirche und es muss nicht religiöse Züge anehmen wo man die ungläubigen bekehren muss.

Beim FSME gibt es insofern noch eine Subtilität das bis jetzt es so aussah das FSME freie Gegenden gab und deswegen bei Menschen die sich länger im Wald aufhalten eine Impfung nicht nötig ist.

In meinem Fall habe ich mir das FSME Ende Juli letzten Jahres geholt bei einem miltärischen Patrouillen Kurs wo wir 24/24 draussen lebten, nur dass das Gebiet von dem Bundesamt für Gesundheit als nicht gefärdet eingezeichnet war. Also schon für den spezifischen Fall kein Grund sich impfen zu lassen. Dazu kam eine gewisse nachlässig meinerseits (bin immerhin oft draussen in Zeckengegenden), ich muss mich mal impfen lassen und es auf die lange Bank geschoben.

Im Nachhinein hat sich herausgestellt, das die Karten des Bundesamt für Gesundheit nicht im geringsten mit der wirklichen Verbreitung der Krankheit zu tun haben.

Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich übrigens als ich die ersten Symptome hatte, nicht fälschlicherweise geglaubt eine atypische Borreliose zu machen und ein Woche Tetracyclin geschluckt sondern mit schnell impfen lassen (was wenn man es früh genug macht nach der Infektion, zum Teil das Immunsystem aufbauen kann und die Krankheit lindern).


Das deine "Boot-Camp-Therapie" dich von bleibenden Schäden geheilt hat halte ich ebenso für ein Placebo wie den ominöser Wundertrank von Luftikus.
Das ist kein Placebo. Stichwort neurologische Rehabilitation. Man weiss heute im Gegensatz zu früher dass das Gehirn neue Verbindungen herstellen kann im erwachsenen Alter unter der Bedingung adäquater Stimulation, wie auch ein Lernprozess stattfinden kann das andere Gehirn Zentren als Ersatz einspringen lässt. Man sieht es gut bei Schlaganfall Patienten wo ich schon Wunder gesehen habe und dies weit ausserhalb der üblichen ersten Monate.

Das beste Beispiel ist meine Schwiegermutter die mit 75 Jahren im Berg gestürzt ist mit einer massiven Blutung der linken Gehirn Hälfte. Ich habe die CT's gesehen die ganze linke Gehirnhälfte war eine Blutlache.
2 Monate nach dem Unfall was sie aus der Intensivstation raus und lag in Düsseldorf im Unispital, konnte die ganze rechte Seite nicht bewegen, nicht schlucken, keine Urin und Fekalien Kontrolle und nicht reden.
Heute 6 Jahre später leitet sie ihren Haushalt, geht wieder in den Bergen spazieren und es bleibt eine kleine Sprachstörung aber zb Briefe kann sie schreiben.
Das war ein Heilprozess der sich über 4 Jahre hingezogen hat, und ich würde sagen zu 90% von der Familie getragen und finanziert, weil die öffentlichen Einrichtungen sie schon abgeschrieben hatten.

Diese unglaubliche Resultat und auch die viele wissenschaftliche Literatur die ich mir in dieser Zeit reingezogen habe hat mir den mentalen Kick gegeben in meinen persönlichen Fall, jeden Tag jede Stunde den Mentalen Fusstritt in den Arsch zu geben um mich zu zwingen aktiv zu rehabilitieren.

Der Boot-Camp Aspekt geht dahin das man in dem Moment sein äußerstes geben muss um vor wärst zu kommen.

Moléson

hinterwäldler
01.09.2013, 12:25
Also auf die Karten von Risikogebieten würde ich mich keinesfalls verlassen.
Man sollte die Mobilität infizierter Zecken etwa via Vögeln nicht unterschätzen.
Habe mal selber unwillentlich als Vektor fungiert, indem ich in den Dünen von Spiekeroog eine Zecke aus dem Hunsrück verlor...

Waldschrat
01.09.2013, 19:41
Bei Impfungen gegen Krankheiten wie Tetanus, Polio, Dyphterie und auch FSME ist die Impfung klar im Vorteil.


Bei Infektionen wie Tetanus, Polio, Dyphterie gebe ich Dir recht, ich würde sie noch um Hepatitis A/B, Gelbfieber und Typhus erweitern, zumindest wenn Du auf dieser Welt ein wenig unterwegs bist.

FSME? Die meisten Erkrankungen verlaufen asymptomatisch, wenige mit leichten Symptomen, die einem grippalen Infekt ähnlich sind, nur seltene schwer. Man kann den Sinn einer Impfung also in Frage stellen. Da das Risiko von Impfkomplikationen aber beliebig gering ist, kann man schon sagen, wenn ihr Angst verspürt, dann lasst euch halt impfen. Das wirkliche Risiko bei Zeckenbissen ist übrigens die Borreliose, gegen die es keine Impfung gibt, die aber auf frühzeitige Antibiotikatherapie gut anspricht, aber dann sollte man ein Erythema Migrans als solches erkennen und einen Arzt aufsuchen.

Meint

Matthias

Hunted
01.09.2013, 23:35
Das die meisten Infektionen asymptomatisch verlaufen bringt mir nichts, wenn ich der Dumme bin, der die Enzephalitis bekommt...
Ich bin FSME geimpft und kann auch nur jedem dazu raten!

moleson
02.09.2013, 00:07
FSME? Die meisten Poliomyelitis verlaufen asymptomatisch, wenige mit leichten Symptomen, die einem grippalen Infekt ähnlich sind, nur seltene schwer. Man kann den Sinn einer Impfung also in Frage stellen....
Meint

Matthias

Ich habe mal FSME durch Polio ersetzt (Fett), und es stimmt die meisten Polio Erkrankungen verlaufen glimpflich, nur wenn es schief geht, geht es richtig schief. Mit FSME ist es eben nicht anders, wobei dort das Alter noch eine Rolle spielt, jenseits der 50 Jahre findet man bis zu 30% bleibende Schäden.

Es ist eben so das gewisse Restrisiken nicht tragbar sind andere schon. Mit 15 Tage Grippe kann ich leben. Womit ich wirklich Mühe habe ist alles was meine Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigt.

Moléson

Waldschrat
02.09.2013, 00:27
Ich habe mal FSME durch Polio ersetzt (Fett), und es stimmt die meisten Polio Erkrankungen verlaufen glimpflich, nur wenn es schief geht, geht es richtig schief. Mit FSME ist es eben nicht anders, wobei dort das Alter noch eine Rolle spielt, jenseits der 50 Jahre findet man bis zu 30% bleibende Schäden.

Es ist eben so das gewisse Restrisiken nicht tragbar sind andere schon. Mit 15 Tage Grippe kann ich leben. Womit ich wirklich Mühe habe ist alles was meine Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigt.

Moléson

Hallo Moléson,


auch wenn ich jetzt mal sehr zurückhaltend bin: Du hast möglicherweise recht. Ich habe mich jetzt mal über Polio informiert. Sie verhält sich, in der Masse der Fälle asymtomatisch, was die Spätformen angeht, ähnlich wie FSME.

Aber das ist doch das Schöne in unserem Forum. Auch Laienmediziner können was lernen.

Meint

Matthias

drudenfuss
02.09.2013, 03:59
Aber das ist doch das Schöne in unserem Forum. Auch Laienmediziner können was lernen.


Auweia, Laienmediziner bilden sich in einem Prepperforum weiter. Wollen wir mal hoffen, dass diese Vorgehensweise nicht beispielgebend für die Schulmedizin ist.:grosses Lachen:

ID 358
03.09.2013, 15:20
Ich rede keinem mehr rein, wenn er sich impfen lässt/liess.
Dasselbe erwarte ich mir aber im fairen Gegenzug von den Impf-Befürwortern.
Ich akzeptiere Eure Meinung und Ihr habt meine Meinung/Entscheidung zu akzeptieren.
Könnte man sich darauf einigen?

Ich denke, es gibt Hirnhautentzündungen und daraus folgende Krankheitsbilder aus verschiedenen Ursachen. Niemand soll so tun, als wäre die alleinige Ursache ein zufälliger Zeckenbiss. Beispiele dafür:


https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzeschaden

Ein Sonnenstich …. führt zu einer Irritation der Hirnhaut und des Hirngewebes und zu einer Entzündungsreaktion, die in schweren Fällen in ein Hirnödem übergehen kann.
Der Sonnenstich äußert sich durch Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit bis zum Erbrechen, Ohrgeräusche, Benommenheit, innere Unruhe, Abgeschlagenheit, erhöhter Pulsschlag, und Nackenschmerzen bis hin zu Nackensteifigkeit (Meningismus).
In schweren Verlaufsfällen kann es zu Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit und zu Kreislaufversagen führen. Auch Todesfälle wurden bereits beschrieben.

Beim Hirnödem kommt es durch verschiedene endogene und exogene Einwirkungen zur Flüssigkeitseinlagerung und -umlagerung im Zentralnervensystem (ZNS). Die Flüssigkeitsansammlung erfolgt in der Rinde vorwiegend intrazellulär in den Astrozytenfortsätzen (früher Hirnschwellung). Im Mark kann auch eine extrazelluläre Flüssigkeitsvermehrung stattfinden. Das Hirnödem stellt eine Komplikation von pathologischen Prozessen des ZNS (z. B. Tumore, Entzündungen, Intoxikationen, Gefäßprozessen) einhergehende bzw. nach Verletzungen und Operationen auftretende Störung des Wasser- und Elektrolythaushaltes des Gehirns dar.
Da das Gehirn durch den knöchernen Schädel wenig Möglichkeiten hat sich auszudehnen, ist ein Hirnödem meist eine ernste Erkrankung, zumal das quellende Gehirn auch die Sinus, die für den Blutabfluss vom Gehirn sorgen, komprimieren kann, sodass eine Infarzierung mit Folge der Ischämie mit Folge des Hirntods eintreten kann.
Ein Hirnödem kann auch durch den Einfluss von großer Höhe und verringertem Sauerstoffgehalt der Atemluft, insbesondere beim extremen Höhen-Bergsteigen, entstehen (siehe Höhenhirnödem).

Als Meningismus (auch: meningeales Syndrom) wird das Symptom der schmerzhaften Nackensteifigkeit bei Reizungen und Erkrankungen der Hirnhäute bezeichnet. Er ist eine reflektorische Verspannung der Nackenmuskulatur als Reaktion auf den Schmerz, bei tiefer Bewusstlosigkeit (Koma) löst er sich wieder. Zu einem meningealen Reizsyndrom gehören ferner Übelkeit bis zum Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit (Photo-/ Phonophobie).
Zitate Ende.

Was ich damit sagen will:
Wenn jemand nach einer Tageswanderung die nächsten Tage gewisse Symptome und Hautreizungen hat und das mit einem eventuellen Zeckenbiss in Zusammenhang bringt, muss nicht das kleine Insekt dafür verantwortlich sein.
Vielleicht sind die Rötungen an anderen Körperstellen von anderen Insekten oder irgendwelche anderen Hautreizungen?
Vielleicht wart Ihr an dem Tag einfach zuviel und ungeschützt im intensiven Sonnenlicht und habt einen leichten bis schweren Sonnenstich erlitten?
Vielleicht seid Ihr mit allergie-auslösenden Pflanzen in Kontakt gekommen?

drudenfuss
03.09.2013, 18:26
Wenn jemand nach einer Tageswanderung die nächsten Tage gewisse Symptome und Hautreizungen hat und das mit einem eventuellen Zeckenbiss in Zusammenhang bringt, muss nicht das kleine Insekt dafür verantwortlich sein.

Auch wenn es jetzt nach Klugscheißer klingt: Zecken sind keine Insekten.

Zum Impfen: Ich bin geimpft. Ich hatte in den letzten Jahren 3 Bisse, eine war mit FSME-Viren behaftet, die beiden anderen waren sauber. Ich halte mich in dieser Hinsicht für ausreichend geschützt.

ID 358
09.09.2013, 11:35
Dann sinds halt Milben und den Spinnentieren zoologisch zugeordnet.
Danke für die info, die aber nichts an meiner Ansicht ändert.

Waldschrat
10.09.2013, 03:05
Auweia, Laienmediziner bilden sich in einem Prepperforum weiter. Wollen wir mal hoffen, dass diese Vorgehensweise nicht beispielgebend für die Schulmedizin ist.:grosses Lachen:

Hallo Drudenfuss,

ich habe gerade mein Schweizer Messer geschliffen. Hast Du zufällig eine Blinddarmentzündung? Ich wollte schon immer einen Wurmfortsatz herauspräparieren:devil:

An Herztransplantationen trau ich mich noch nicht.:rolleys:

Lästernd

Matthias

luka
10.09.2013, 07:43
Nur mal so zur Info: ich komme ja aus der "Profimedizin", und da ist das mit dem Impfen genauso strittig. Einzig mögliche Herangehensweise meiner Meinung nach ist informieren und dann jeder für sich Nutzen und Risiko abwägen. Das muss nicht für oder gegen impfen insgesamt gehen, das kann auch für jede Impfung einzeln geschehen. Im Übrigen sind z.B. in Amerika mehr bleibende Schäden durch Impfung als durch Wildviren zu verzeichnen (Allerdings kein Kunststück wenn man bedenkt, dass dort mehr oder weniger zwangsgeeimpft wird...)
p.s. wenn ihr mal unsicher seid ob Insekt oder Oktopode (Spinnentier) einfach Beinchen zählen. Bei sechs ist es ein Insekt, bei acht ein Spinnentier.
Liebe Grüße und guten Morgen
Luka

Waldschrat
11.09.2013, 02:32
Nur mal so zur Info: ich komme ja aus der "Profimedizin", und da ist das mit dem Impfen genauso strittig.

Hallo Luka,

da sage ich jetzt mal Butter bei den Fisch. Wo würdest Du von den Empfehlungen der STIKO abweichen und warum? ich rede jetzt bewusst nicht von Tropenkrankheiten. Wer in ein Gelbfieberendemiegebiet reist, ohne sich impfen zu lassen, ist meiner bescheidenen Meinung nach an seinem Ableben selbst schuld.


Meint

Matthias

Der schon den dritten Impfpass hat, weil die anderen zwei voll waren.

maniacmantis
11.09.2013, 04:20
Guten Morgen Forum,

ich möchte mich kurz zum O'Tom Tick Twister äußern, den Tara bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt hat.

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundepflege/ungezieferschutz/zeckenzange/11836

http://www.otom.com/entfernen-von-zecken

Am Sonntag war ich hier in den Voralpen, teils durch hohes Gras unterwegs.
Trotz dessen, dass ich mich eingesprüht und nach der Tour abgesucht hatte, hat so ein "Spinnentier" den Weg an meine Hüfte gefunden.

Nun konnte ich den Tick Twister zum ersten (und hoffentlich letzten) Mal testen.
Der Kollege hatte sich schon ordentlich festgebissen und auch schon ein wenig Blut gesaugt.
Es war so an der Grenze, dennoch habe ich mich für den kleineren der beiden Hacken entschieden.
Das "draufschieben" ging, obwohl er relativ tief drinsteckte sehr leicht.

Normalerweise heisst es ja immer, dass man nur ziehen und nicht drehen (Zecken haben ja kein Gewinde) soll.
Dennoch habe ich mich an die Beschreibung gehalten, hab gedreht und leicht gezogen.
Langer Rede kurzer Sinn, das Entfernen ging kinderleicht und ich kann den O'Tom Tick Twister uneingeschränkt weiterempfehlen.

Dies ist mit Abstand die beste und leichteste Variante, Zecken zu entfernen, die ich bisher getestet habe.

LG
Günter

Gresli
11.09.2013, 09:04
Hallo,

ich möchte mich kurz zum O'Tom Tick Twister äußern, den Tara bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt hat.

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundepflege/ungezieferschutz/zeckenzange/11836

http://www.otom.com/entfernen-von-zecken


Ich kann mich der Meinung von Tara und Günter uneingeschränkt anschliessen!

Ich (und die Hunde der Familie) finde den OTOM auch praktischer als die Zeckenkarte, Zeckenzange oder Schlinge.
Ausserdem: Robust und braucht wenig Platz.

Grüsse, Gresli

Edit: Wichtig ist einfach, wie beschschrieben: Unter leichtem Zug drehen!
Nicht hebeln! Auch wenn die Form (Geisfuss) dazu verleitet.

ID 1208
11.09.2013, 09:33
Sieht interessant aus. Wir haben oft Nymphen. Wie lassen sich die rausdrehen? Insbesondere wenn sie noch nicht gesaugt haben?

Warum ist der OTOM besser als die Zeckenkarte? Das Prinzip ist anscheinend ähnlich vom Halten/Umfahren der Zecke. Ist der "Geissfuss" nicht zu dick, um ihn unter eine Nymphe schieben zu können?

Herzliche Grüsse
linthler

maniacmantis
11.09.2013, 11:46
Hallo linthler,

an einer Nymphe konnte ich den Tick Twister noch nicht testen, aber ich denke,
dass das mit dem kleineren der beiden auch ganz gut funktionieren sollte.

Was der Vorteil gegenüber der Zeckenkarte ist?

Das Prinzip mit dem Rausrdrehen lässt sich mit der Karte nicht realisieren.
Außerdem ist der kleinere der beiden Twister filigraner wie die Karte, was das Handling mit kleinen Zecken (Nymphen) erleichtert.
Ein großer Vorteil zur Karte ist m.M.n. auch, dass man speziell an schwierigen Stellen (z.B. Hautfalten, im Schritt, usw.) viel besser "operieren" kann.

LG
Günter

drudenfuss
11.09.2013, 15:17
Ich habe auch solche Dinger, aber auf der Verpackung stand nix von rausdrehen.Ich benutz die Teile nach dem Schema Kuhfuß.

Mir erschließt sich auch der Sinn des Drehens nicht, die Beißerchen der Zecken liegen ja nebeneinander. Mir wäre auch die Gefahr des Abreißens der Beißwerkzeuge zu groß.

maniacmantis
11.09.2013, 16:02
Hallo drudenfuss,

auf der Innenseite der Verpackung ist das Drehen sehr deutlich abgebildet.

Wie gesagt, ich war bzgl. des Drehens auch eher skeptisch, aber wie man im Video (2. Link) sieht und
ich auch gestern selbst erfahren habe, funktioniert es sehr gut.

LG
Günter

Waldschrat
11.09.2013, 22:43
Liebe Leute,

die meisten Zeckenbisse sind harmlos, aber Ihr solltet darauf achten, ob Ihr an der Bissstelle sowas bekommt

13846

Dann ist es höchste Zeit, zum Doc zu gehen. Ist mir mal passiert, 10 Tage ein Antibiotikum schlucken und die Sache war vergessen. Wenn Ihr nichts tut, kann es übel werden.


Viele Grüsse

Matthias


P.S. Die Symptome einer Wanderröte (Erythema Migrans) können recht unterschiedlich sein. Bei mir war nur der äussere rote Kreis vorhanden, der entzündete innere rote Fleck fehlte. Aber jede kreisförmige rote Verfärbung der Haut ist verdächtig. Da es nicht schmerzhaft ist, fällst es an Körperstellen, die man nicht so einfach sieht, auch nicht unbedingt auf. Bei mir war die Diagnostikerin meine Frau: "Was hast Du denn da auf dem Rücken, sieht nach einer Borreliose aus, Du solltest unbedingt morgen zum Arzt gehen."

blue_balu
17.09.2013, 18:01
Hallo,

Ich kann mich der Meinung von Tara und Günter uneingeschränkt anschliessen!

Ich (und die Hunde der Familie) finde den OTOM auch praktischer als die Zeckenkarte, Zeckenzange oder Schlinge.
Ausserdem: Robust und braucht wenig Platz.

Grüsse, Gresli

Edit: Wichtig ist einfach, wie beschschrieben: Unter leichtem Zug drehen!
Nicht hebeln! Auch wenn die Form (Geisfuss) dazu verleitet.

Hallo Gresli,
Auch sehr gut die Ultra (http://www.dr-schick.de/produkte-zeckenzange.php) von Dr. Schick GmbH mit ihrem Löffel (ähnlich dem OTOM).
Bei der drehst du nur und über das zwangsläufige Schiefhalten erledigt sich die Hebelung von selbst.
Seit Jahren bestens bewährt an Mensch & Tier (2 Hunde) - noch nie ist ein Kopf stecken geblieben oder was ausdrückt worden.

Sowas wie den OTOM hatte ich leider nur einmal als Billigkopie und der hatte sich nach 3 Wochen Sommer im gequetschten EH-Pack total verformt. Schätze das Original ist da besser - ja, ja buy cheap, buy twice, and third, ...:schmeichel:

Mit der Zeckenkarte konnte ich persönlich wiederum noch nie so richtig warm werden.

MfG sven

Hunted
17.09.2013, 18:50
Nur mal so zur Info: ich komme ja aus der "Profimedizin", und da ist das mit dem Impfen genauso strittig. Einzig mögliche Herangehensweise meiner Meinung nach ist informieren und dann jeder für sich Nutzen und Risiko abwägen. Das muss nicht für oder gegen impfen insgesamt gehen, das kann auch für jede Impfung einzeln geschehen. Im Übrigen sind z.B. in Amerika mehr bleibende Schäden durch Impfung als durch Wildviren zu verzeichnen (Allerdings kein Kunststück wenn man bedenkt, dass dort mehr oder weniger zwangsgeeimpft wird...)
p.s. wenn ihr mal unsicher seid ob Insekt oder Oktopode (Spinnentier) einfach Beinchen zählen. Bei sechs ist es ein Insekt, bei acht ein Spinnentier.
Liebe Grüße und guten Morgen
Luka

? Die Profimedizin würde mich dann aber doch schwer interessieren. Am besten mit ehemaliger Hochschule und Arbeitgeber. gerne auch via PN. So von Kollege zu Kollege. (Das soll jetzt nicht anmaßend sein, aber diese beiden Behauptungen in Kombination mit der Aussage lassen mich dann doch stutzig werden).
Zumal ich mir recht sicher bin, dass unsere Profimediziner sowohl von der Infektionsmedizin/Mikrobiologie, als auch der Betriebs- und Arbeitsemdizin das anders sehen..

apaoai
17.09.2013, 20:35
Sicher ist das Impfen umstritten, aber was ist das nicht? Impfungen werden in der Wissenschaft jedenfalls sehr überwiegend positiv bewertet und die Argumente der Impfgegner sind für mich eher windig. Sie ignorieren beispielsweise oft die kollektiven Effekte von hohen Impfraten ("Herdenimmunität"). Ob aluminiumhaltige Adjuvantien unbedingt sein müssen, lasse ich mal dahingestellt.
Sicher sind die positiven Effekte des Impfens nur schwer eindeutig zu beziffern, da es keine kollektive Gegenprobe geben kann. Es gibt kein Land, in dem viel geimpft wurde und ein vergleichbares, in dem nicht geimpft wurde. Impfgegner argumentieren, dass die Infektionsrate aufgrund von besseren Lebensbedingungen auch vor den Impfungen stark zurück gegangen sind. Wie diese Entwicklung ohne Impfungen weiter gegangen wäre, können beide Seiten nur spekulieren, was sie auch sehr eifrig tun. :kichern:
Ich könnte darüber noch einiges schreiben, aber letztlich hat luka ja Recht, dass jeder seine eigene Abwägung treffen muss. Ich selbst lasse mich ohne größere Sorgen impfen.
VG
apaoai

- - - AKTUALISIERT - - -

Vielleicht noch was zu den Zeckenschutzmitteln:
Es gibt nur zwei chemische Stoffe, die gegen Zecken gut wirksam sind: DEET und Icaridin (früher Bayrepel). Es gibt sehr widersprüchliche Testergebnisse, so dass eine vernünftige Empfehlung schwer ist. Die Wirksamkeit ist auf jeden Fall regional unterschiedlich, daher gibt es oft den Rat, regional einzukaufen. Mit Icaridin (Autan und andere) habe ich selbst gute Erfahrungen gemacht. Bei DEET (sehr viele Produkte weltweit) gibt es sehr unterschiedliche Konzentrationen zwischen 10 und 90 Prozent. Leider gibt es auch hier in Untersuchungen (meist einfache Produkttests) keinen sichere Zusammenhang zwischen Wirkung und Konzentration. Anti-Brumm forte wirkte bei mir in thailand gut. DEET ist etwas giftiger als Icaridin (bei sehr hohen Dosen neurologische Wirkungen). Das betrifft weniger die Resorption über die Haut, sondern vielmehr die orale Aufnahme. Kleine Kinder, die sich trotz Belehrung die Haut ablecken, sollten vorsichtshalber auch mit "kindergeeigneten" Produkten wie Autan Family (ab zwei Jahre) nicht behandelt werden. Das ist aber eine sehr persönliche Empfehlung. Dann gibt es noch Stoff EBAAP, das aber weniger effektiv ist als DEET und Icaridin und eigentlich keine Vorteile hat.
Produkte mit "natürlichen Wirkstoffen" (Zedernöl und anderes) sind fast ausnahmslos in Tests durchgefallen. Einzige Ausnahme ist Anti-Brumm naturel, das Menschen verwenden mögen, die synthetischen Mitteln grundsätzlich skeptisch gegenüber stehen. Ich tu es nicht.

blue_balu
24.09.2013, 15:01
Hallo apaoai,
Hier ist aber auch der gesamte "Rezepturmix" zu beachten.
Ich persönlich verwende Balllistol Stichfrei (Icaridin) wg. seiner sonstigen positiven Eigenschaften (UV-Schutz, Dauer der Wirksamkeit, etc).
Kindern und Dementen gegenüber wäre mir etwas unwohl, den Ballistol enthält u.A. ziemlich Alkohol - schlecken schon etwas fragwürdig.
So habe ich für meinen Neffen und meine Pflegeperson einfach ein kleines Fläschchen Autan zusätzlich besorgt, obwohl hier die Wirksamkeit (http://www.ballistol-shop.de/Vergleichstest-Autan-und-Stichfrei:_:118.html) (Test) etwas schlechter zu sein scheint.
Ich selbst verwende jetzt seit Jahren Stichfrei und bin voll zufrieden - Anti Brumm forte soll ja ebenfalls genial wirken, aber zum Vergleichstest kann vielleicht einer der Chatter noch etwas sagen - in einem anderen Forum hatten wir keine definitives Ergebnis zwischen den beiden.

MfG Sven

P.S. Kann einer der Mediziner im Forum evtl. noch etwas zu den Katzenhalsbändern am Fußknöchel sagen ?
Ich las in einem Buch einer Entwicklungshelferin in Afrika, dass sie das jahrelang erfolgreich gegen Flöhe und Zecken verwendet hätte und frage mich seitdem - wenn es wirklich so einfach wäre, warum diese Methodik nicht weiter verbreitet ist !?
Ich persönlich schwanke ja eher zwischen, Placebo (Wirkstoffaufnahme/Gewicht) bis medizinischen Leichtsinn (Langzeitwirkung), ... Gruß Sven

moleson
24.09.2013, 15:50
Nur mal so zur Info: ich komme ja aus der "Profimedizin", und da ist das mit dem Impfen genauso strittig. Einzig mögliche Herangehensweise meiner Meinung nach ist informieren und dann jeder für sich Nutzen und Risiko abwägen. Das muss nicht für oder gegen impfen insgesamt gehen, das kann auch für jede Impfung einzeln geschehen. Im Übrigen sind z.B. in Amerika mehr bleibende Schäden durch Impfung als durch Wildviren zu verzeichnen (Allerdings kein Kunststück wenn man bedenkt, dass dort mehr oder weniger zwangsgeeimpft wird...)
p.s. wenn ihr mal unsicher seid ob Insekt oder Oktopode (Spinnentier) einfach Beinchen zählen. Bei sechs ist es ein Insekt, bei acht ein Spinnentier.
Liebe Grüße und guten Morgen
Luka

Da scheinen wir nicht aus der gleichen Profi-medizin zu kommen. Ich habe ein Arzt Diplom und 2 Spezialisierungen, lasse mich aber Überraschen über die letzten Errungenschaften der Forschung.

Moléson

ID 5579
24.09.2013, 16:55
Ich selbst verwende jetzt seit Jahren Stichfrei und bin voll zufrieden
Danke für die Empfehlung :Gut:

Bei uns in der Familie sind alle gegen Zecken geimpft, da "Balllistol Stichfrei" aber offenbar so gegen ziemlich alle Arten von Luftangriffen wirkt und zusätzlich noch die erwähnten Boni hat, habe ich mir das Zeug nun auch mal bestellt. Bin gespannt auf die Wirksamkeit, laut Amazon-Rezessionen soll es sehr gut wirken.

Gruß,
Seph

Gresli
24.09.2013, 19:33
Hallo zusammen,



Einzige Ausnahme ist Anti-Brumm naturel,
In einem Labortest des K-Tips (Konsumentenschutzmagazin in CH) hat „Anti-Brumm naturel“ als eines der Besten (bezüglich Wirksamkeit!) abgeschnitten, sogar besser als das spezielle „Anti-Brumm Zecken“


DEET ist etwas giftiger
Das DEET nicht gesund ist, glaube ich mittlerweile auch!

Glaubt der Packungsbeilage und verwendet es nicht im Gesicht! Allerhöchstens indirekt ein wenig von den Händen an die Ohren.

In jungen Jahren beim Biwakieren mit sehr vielen Mücken, hatte ich mal eine glorreiche Idee: Schlafsack bis zum Hals zu und das Gesicht „imprägnieren“ (einfach kurz Augen und Mund zu, Luft anhalten, sprühen ... kann ja so giftig nicht sein!) um im Schlaf verschont zu bleiben.

Grosser Fehler! Am Morgen danach hatte ich zwar keine Stiche, sah dafür aus wie eine Mischung zwischen Preisboxer und Dolly Buster (Augen total zugeschwollen und Lippen wie Schlauchboote)!

Weiter Greift DEET Kunststoff an! Mein erstes Zelt kann ein Lied davon singen.
Also Vorsicht mit den neuen, teuren Wanderschuhen.



Anti-Brumm forte wirkte bei mir in thailand gut.

OT: In Asien habe ich noch einen guten Tip gegen Mücken bekommen, verhindert nicht alle Stiche, reduziert sie aber massiv: Kein Deo, Parfüm, parfümerte Seife oder parfümiertes Waschmittel benutzen.


Grüsse, Gresli

Wolfshund
24.09.2013, 21:20
Danke für die Empfehlung

Bei uns in der Familie sind alle gegen Zecken geimpft, da "Balllistol Stichfrei" aber offenbar so gegen ziemlich alle Arten von Luftangriffen wirkt und zusätzlich noch die erwähnten Boni hat, habe ich mir das Zeug nun auch mal bestellt. Bin gespannt auf die Wirksamkeit, laut Amazon-Rezessionen soll es sehr gut wirken.

Gruß,
Seph
Deine Familie ist gegen FSME geimpft, nicht gegen Zecken! Wie in diesem Thread schon 1000 mal erwähnt kann dich also immer noch die Borreliose erwischen.



OT: In Asien habe ich noch einen guten Tip gegen Mücken bekommen, verhindert nicht alle Stiche, reduziert sie aber massiv: Kein Deo, Parfüm, parfümerte Seife oder parfümiertes Waschmittel benutzen.

Grüsse, Gresli
Das ist doch unsinnig. Die Tiere sind auf die natürlichen Merkmale von Säugetieren geeicht, wie sollen dann künstliche Stoffe anlocken? Auch aus der Praxis habe ich einen solchen Unterschied noch nie erlebt.

Waldschrat
24.09.2013, 21:31
Sicher ist das Impfen umstritten, aber was ist das nicht? Impfungen werden in der Wissenschaft jedenfalls sehr überwiegend positiv bewertet und die Argumente der Impfgegner sind für mich eher windig.

Hallo apaoai,

ich versuche das mal in einer Allegorie zu fassen. Stellen wir uns vor, in einer Stadt gab es früher alle paar Jahrzehnte hunderte Tote durch verheerende Brände. Dann entschied sich irgendwann mal ein fortschrittlicher Bürgermeister, eine Feuerwehr zu installieren. Seit hundert Jahren wissen die Bürger nun nicht mehr, was Stadtbrände sind. Dann fährt ein unvorsichtiger Feuerwehrmann mit seinem Fahrzeug ein Kind an und verletzt es. Die Emotionen schlagen hoch, die Feuerwehr ist eine Gefahr für unsere Kinder, brauchen wir überhaupt eine Feuerwehr, schliesslich kann sich keiner von uns an einen Brand erinnern.


Es gibt nur zwei chemische Stoffe, die gegen Zecken gut wirksam sind: DEET und Icaridin.

Ich kann aus eigener Erfahrung (letztes Jahr in Südindien, teilweise zur Monsunzeit) nur DEET empfehlen (Anti Brumm forte, 50% DEET). Eine Kollegin, die sich mit Icaridin (Autan) eingeschmiert hatte, wurde dennoch zur Blutspende gebeten, ich nicht. Ähnliche Erfahrungen vor Jahren in Finnland. Ich bin mit Autan im Gepäck eingereist, die reichlich vorhandenen Moskitos haben gelacht, die Finnen auch und mir das lokale Produkt "Dschungel Olja" empfohlen. Wirkstoff ebenfalls Diethyltoluamid, es stank zum Himmel, aber es half absolut zuverlässig.

Meint

Matthias

apaoai
25.09.2013, 19:16
Mücken/Moskitos reagieren auf verschiedene Duststoffe. Der Tipp, möglichst weder nach Deo/Parfum/Waschmittel, aber eben auch nicht nach Schweiß zu riechen, ist auf jeden Fall richtig. Dazu kommt je nach Gefährdungslage lange Kleidung (was so dicht verwebt ist, dass man nicht durchpusten kann, ist auch einigermaßen mückendicht, einige Gewebe sind auch entsprechend zertifiziert, bspw. FjällRäven G1000). Die mitteleuropäischen Mücken kommen bekantlich v.a. in der Dämmerung bzw. bei feuchtwarmem Wetter raus, auch die Anopheles-Mücken (Malariaüberträger) sind vorwiegend dämmerungs- nachtaktiv, aber z.B. die Mücken, die das Dengue-Fieber übertragen, sind mehrheitlich tagaktiv. Entsprechend muss man sich anziehen.
Über einzelne Präparate gegen Mücken/Zecken kann man trefflich streiten. Jeder schwört da auf "sein" Lieblingsmittel. Autan wird ähnlich gut bewertet bei amazon wie ballistol stichfrei oder antibrumm forte. Tests in Zeitschriften widersprechen sich so sehr - in meiner Apotheken-Zeit habe ich alle Tests verfolgt - dass ich keinen klaren Favoriten herauslesen konnte. Meiner Meinung nach sind spezielle Mittel gegen Zecken oder für die "Tropen" Humbug. Das sind meist nur stärker dosierte DEET-Präparate.
DEET ist in hohen Dosen nachgewiesenermaßen neurotoxisch. Ob die Anwendung auf der Haut ausreicht, hier eine Schädigung hervorzurufen, wird meist bestritten. Wenn das Gesicht dermaßen anschwillt, spricht das eher für eine allergische Reaktion. Da kann auch jeder andere Inhaltsstoff verantwortlich gewesen sein. DEET ist allerdings in hohen Dosen schon auch hautreizend. Gerade bei trockener Haut kann es zu Rötungen/Schwellungen kommen.
Zu den Tierhalsbändern: Ich wage zu bezweifeln, dass das eine gute Lösung ist. Hundehalsbänder enthalten häufig das (für Katzen hochgiftige) Permetherin oder verwandte Stoffe wie Deltamethrin. Das ist ein Insektizid, das bei Menschen v.a. gegen Krätze (Milbenbefall) eingesetzt wird. Wenn Moskitonetze "imprägniert" sind, ist meist eine Permethrinbehandlung gemeint. Dass es sich vom Halsband ausgerechnet vom Fußgelenk aus über den Körper verteilt, halte ich für unwahrscheinlich. Katzenhalsbänder und -lösungen enthalten ebenfalls Insektizide wie Fipronil, das für Menschen ausgeprochen ungesund ist.
Generell reden wir hier generell über mehr oder weniger giftige Stoffe. Ich wäre seehr vorsichtig, diese großflächig und ggf. über längere Zeit anzuwenden, wenn sie dafür nicht getestet und zugelassen wurden. Wenn ein anderes Mittel als die für Menschen erhältlichen das große Wundermittel wäre, wäre es sicher auch auf dem Markt - das ist immerhin ein großer und vieldiskutierter Markt. (Synthetische) Repellentien sind alle nicht unbedenklich und ich würde damit nicht rumspielen.
VG
apaoai

blue_balu
27.09.2013, 00:11
Hallo apaoai,
Keine Sorge - ich verwende die Dinger mit Sicherheit nicht !
Schon bei meinem Hund lehne ich die Teile seit Jahren ab, da keine Kontrolle der Wirkstoffaufnahme und der Haltbarkeit gegeben ist.
Er bekommt Ex-Spot vom Tierarzt (Chemiekeule) und bei Mücken kann man nicht helfen, den die stechen immer an den Augenränder und den Lippen.
Bei den Pfoten etc. wehrt sich mein Dicker schon selbst tapfer. Abends geht`s dann mit unter die Netze.

Ich hätte es aber mal interessant gefunden wie man die Dinger - nein nicht diagnostiziert - so nach dem Motto Katze gleich 7kg Lebendgewicht (oder wieviel ?), macht bei Mensch gleich 70kg Lebendgewicht 5 Katzenhalsbänder `a 20cm Länge pro Knöchel, ergo 1Meter Band um jeden Fuß :kichern:.

Zu Ballistol Stichfrei kam ich mehr oder weniger durch Zufall, als eingefleischter Klever-Fan bei Forst Schmidt gesehen und zum Check mit genommen
Die Zeckenzange Ultra wurde mir hingegen vor Jahren von meinem Hausarzt empfohlen, weil ich damals pro Jahr etwa 10 -15 Zecken hatte (bisher ohne Infekt !).

MfG Sven

ID 1208
21.10.2013, 09:33
Hatte heute morgen einen interessanten Besuch beim Arzt. Mein Hausarzt ist relativ "konservativ" (d.h. anscheinend nicht auf viel Geld aus), wettert gerne mal über die Abzocke seiner "Kollegen", verlangte Sicherheit von Patienten, usw.

Jedenfalls meinte er z.B. dass Borreliose immer behandelbar sei mit Antibiotika (sich die Borrelien also nicht "verstecken" können). Und dass die Krankheit streng in Stadien verläuft und immer eine Wanderröte machen würde. Evtl. werde ich dem nachgehen. Dass nicht alle eine Wanderröte hatten kann ja auch einfach damit zusammenhängen, dass sie sie nicht gesehen hatten (es ist ja auch nicht allen Borreliose-Infizierten ein Zeckenstich bewusst).

Er meinte jedenfalls, dass Borreliose gerade von den Medien gefährlicher dargestellt wird als sie ist. Manchmal Hausärzte als Spezialisten für Borreliose präsentiert werden, usw. Das denke ich schon auch. Aber es macht es auch gerade sehr schwierig, zu einer Einschätzung des Risikos zu kommen. Da hört man, dass die Zecken die Borrelien erst am Ende ihrer Mahlzeit ins Blut geben (quasi nach dem "Überfressen"). Dann liest man wieder, dass dies nur bei den amerikanischen der Fall wäre, bei den europäischen eine Übertragung bereits nach 12-24h stattfinden könne (ich glaube, weil die Borrelien woanders sitzen), usw. Und natürlich spielt auch mit, dass Medizin eine Wissenschaft mit Statistik ist und keine "exakte" Wissenschaft.

Herzliche Grüsse
linthler

Hank
21.10.2013, 15:39
Eine Frage an die, die verschont bleiben von Zecken, meiden euch auch die Mücken? Denn bei mir ist es zumindest so, und als ich mal in einem Bett mit Wanzen geschlafen habe, wurde Wochenlang nur meine damalige Partnerin gestochen. Mein Blut schmeckt scheinbar nicht, keine Ahnung, ich bin ewig nicht mehr gestochen worden. Nun wäre interessant, ob das auch für Zecken gilt.

drudenfuss
21.10.2013, 19:39
Eine Frage an die, die verschont bleiben von Zecken, meiden euch auch die Mücken? Denn bei mir ist es zumindest so, und als ich mal in einem Bett mit Wanzen geschlafen habe, wurde Wochenlang nur meine damalige Partnerin gestochen. Mein Blut schmeckt scheinbar nicht, keine Ahnung, ich bin ewig nicht mehr gestochen worden. Nun wäre interessant, ob das auch für Zecken gilt.

An Zeckenbisse kann ich mich nicht erinnern, aber die Mücken fressen mich ohne Gegenmaßnahmen auf.

apaoai
21.10.2013, 20:23
Mein Hausarzt ist ... anscheinend nicht auf viel Geld aus
Guter Mann :)


wettert gerne mal über die Abzocke seiner "Kollegen"
Sehr guter Mann :)


verlangte Sicherheit von Patienten linthler
Sehr sehr guter Mann (wenn er denn Sicherheit für Patienten meinte ;) )


Jedenfalls meinte er z.B. dass Borreliose immer behandelbar sei mit Antibiotika
naja behandelbar ja, aber nicht immer heilbar, wenn eine Borreliose sehr spät als solche erkannt und entsprechend behandelt wird.


Und dass die Krankheit streng in Stadien verläuft
Für akute Infektionen vielleicht noch einigermaßen, chronische Borreliosen können sehr, sehr unterschiedlich verlaufen. Vielleicht meinte er den gerade am Anfang stark schwankenden Antikörper-Spiegel, der die Zuverlässigkeit des entsprechenden Bluttests leider senkt.


und immer eine Wanderröte machen würde.
Ooh ooh... http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-044_abgelaufen.pdf
Die Leitlinie wird zwar z.Zt. überarbeitet und ist schon etwas alt, aber die Zahl 89% bzw. 92% sind eben nicht 100%. Meintens liest man von einer 50%-Rate, aber meist ohne Quellenangabe.


Dass nicht alle eine Wanderröte hatten kann ja auch einfach damit zusammenhängen, dass sie sie nicht gesehen hatten (es ist ja auch nicht allen Borreliose-Infizierten ein Zeckenstich bewusst).
Das kommt sicher hinzu.


Er meinte jedenfalls, dass Borreliose gerade von den Medien gefährlicher dargestellt wird als sie ist.
Ich kenne sicher die meisten Fernsehbeiträge nicht, aber eine Sensibilisierung ist hier sicher nötig. Die Spätfolgen einer Borreliose sind meines Erachtens erstens zu wenig erforscht und werden zweitens zu selten als Ursache von Jahre, teils Jahrzehnte später auftretenden Symptomen in Betracht gezogen. Auch die Akutsymptome sind häufig rel. unspezifisch und ziehen tendziell zu selten eine entsprechende Kausaltherapie nach sich. Einige Experten empfehlen nach jedem Zeckenbiss eine prophylaktische Antibiotikagabe. In den aktuellen Leitlinien ist das aber nicht so und wird hierzulande meist als übrtrieben angesehen. Trotzdem - es gibt schaurige Aussagen, dass ein nicht unerheblicher Teil von Polyarthritiden auf unerkannte und größtenteils jahrealte Borrelien-Infektionen zurückzuführen sei. Ob das so ist bzw. in welchem Maße, ist weiterhin umstritten. Wie gesagt - Forschungsbedarf...


Da hört man, dass die Zecken die Borrelien erst am Ende ihrer Mahlzeit ins Blut geben (quasi nach dem "Überfressen"). Dann liest man wieder, dass dies nur bei den amerikanischen der Fall wäre, bei den europäischen eine Übertragung bereits nach 12-24h stattfinden könne (ich glaube, weil die Borrelien woanders sitzen), usw.
Das weiß ich nicht. Jedenfalls steigt die Infektionsgefahr mit der Zeit. Daher die Zecke immer möglichst schnell entfernen. Selbst wenn der Kopf drin bleibt, weil gerade kein passenden Gerät bei der Hand ist. Im Zweifelsfall Messer und Kopf ab.

Man sollte grundsätzlich die Akut-Symptome einer Borreliose kennen und bei Verdacht einen Arzt aufsuchen. Zwar verlaufen die meisten Borrelien-Infektionen unkompliziert, aber wie gesagt - über die Zahl und Schwere der Spätfolgen bestehen nach wie vor noch einige Unklarheiten. Dass Borrelien mit neurologischen Erkrankungen (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-071l_S1_Neuroborreliose_2012.pdf) oder chronischen Gelenkentzündungen die Lebensqualität stark einschränken können, ist jedenfalls erwiesen. Von einer Verharmlosung halte ich daher nichts.


Und natürlich spielt auch mit, dass Medizin eine Wissenschaft mit Statistik ist und keine "exakte" Wissenschaft.
Nun wenn Medizin auf Statistiken beruht und nicht auf "Expertenmeinungen", sind wir schon einen großen Schritt weiter. Oder wie man so schön sagt: Evidenzbasiert oder Eminenzbasiert?
http://www.ebm-netzwerk.de/

Dass der individuelle Verlauf nicht vorhersehbar ist - ja da machste nix dran ;)

Eine gut arbeitende Patientenorganisation ist diese hier: http://www.bfbd.de/de/startseite.html
Eine leider nicht durch AWMF (awfm.org) authorisierte Leitlinie: http://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf
Eine Leitlinie zur häufigsten Spätfolge, der Neuroborreliose: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-071l_S1_Neuroborreliose_2012.pdf
Gute Links vom Koch-Institut: http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/B/Borreliose/Borreliose.html

Viele Grüße
apaoai

WAY TO GO
13.04.2015, 13:44
Hallo Foris

Es ist wieder Zeckenzeit.
Wenn Ihr also durch Wald & Flur streift, denkt daran:



FSME-Impfung rechtzeitig machen, oder auffrischen (nach 10 Jahren gem. meinem Hausarzt)
Informiert Euch mittels den diversen offiziellen Infokanälen über Gefahren und Risiken und richtigem Verhalten.
Lange Hosen tragen
Evtl. zusätzlich mit Antibrumm oder ähnlichem einsprayen
Nach der Tour oder im Camp Körperkontrolle. Bei Zecken beliebte Stellen sind: Kniekehlen, Ellbogeninnenseite, Leiste/Scham, Achselhöhlen, Nacken und hinter den Ohren
Entdeckte krabbelnde Zecken töten! Feuer ist nicht nur da dein Freund!
Entdeckte, bereits "angedockte" Blutsauger mit Pinzette, Zeckenzange oder anderem Hilfsmittel, ganz vorne am Kopf packen und rausziehen, nicht am "Körpersack" halten und quetschen,
der Zeck "erbricht" sich sonst in Eure Blutbahn !NOT GOOD!
Bissstelle gut desinfizieren, markieren mit Kuli oä; und Bissdatum festhalten und täglich kontrollieren ob sich eine Wanderröte rund um den Biss ausbreitet. Zeigt sich eine Rötung-geht zum Arzt!
Die Rötung tritt nicht in jedem Fall auf, andere Warn-Indikatoren sind Gliederschmerzen und Grippegefühl, tritt das auf nach einem Zeckenbiss auf, geht zum Arzt.


Hier noch ein paar Links:

http://www.zecke.ch/

http://www.zecken.de/

http://zecken.at/

http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken

Ich wünsche Euch "bissfreies" Draussensein!:lächeln:

Gruess
WTG

Avec
13.04.2015, 19:59
Ich hab die immer an den Wadeninnenseiten oder im Bart :Schlecht:

Wichtig: Auch Haustiere (bei uns Katzen) können Zecken einschleppen, ich bin sicher die im Bart hab ich dem Kater "abgenommen".
Seit dem schau ich Arme und Körper immer ab wenn ich den Kater mal hoch nehme. Der alte hat seit ~ 3 Wochen auch wieder regelmäßig welche...der junge dagegen garnicht.

Auch im Haus hab ich schon die ein oder andere rumlaufen sehen, wahrscheinlich auch einer der Kater verloren.

2 Impfungen haben wir schon, dieses Jahr steht noch die einjährige Widerholung an.

Gruß Avec

Waldschrat
13.04.2015, 21:01
Ich hab die immer an den Wadeninnenseiten oder im Bart :Schlecht:

Wichtig: Auch Haustiere (bei uns Katzen) können Zecken einschleppen, ich bin sicher die im Bart hab ich dem Kater "abgenommen".


Hallo Avec,

es kommt jetzt ganz einfach darauf an, wo Du lebst. Die Zecken in Österreich und Süddeutschland sind tückisch.

FSME wird meist überschätzt, das läuft in 70-80% aller Fälle völlig asymptomatisch ab (wird also gar nicht wahrgenommen), in den anderen Fällen mit den Symptomen eines leichten grippalen Infekts. Hirnhautentzündungen als ernste Komplikation sind eher die Ausnahme. Wenn Du Bedenken hast: Es gibt eine gut verträgliche Impfung gegen FSME.

Was sehr viel bedenklicher ist, weil das richtig hässliche Langzeitschäden bis hin zu chronischer Arthritis mit Bewegungseinschränkungen machen kann, das ist die Borreliose. Und gerade da sind die Zecken in Österreich und Süddeutschland mit Borrelien gründlich durchseucht. Eine Impfung gibt es nicht.

Wenn Du nach einem Zeckenbiss eine Wanderröte (Erythema migrans) auf Deiner Haut feststellst, dann ganz schnell ab zu Deinem Hausarzt!

Viele Grüsse


Matthias

Avec
13.04.2015, 21:44
In Sachen Zecken sind wir ganz gut sensibilisiert (Schwiegervater ist an FSME fast verstorben und hat schwere Schäden erlitten).

Geimpft sind wir ja wie schon geschrieben. Eine Wanderröte hatte ich noch nicht, aber mal einen geschwollenen Lymphknoten.

Der Nordschwarzwald liegt übrigens in Süddeutschland - nach deinen Beschreibungen deines Wohnorts hier und da wohnst du wahrscheinlich ganz in der Nähe :rolleys:

Gruß Avec

theBrain
26.04.2015, 20:33
Meinen letzten Zeck hab ich mir aus dem Nabel geholt... Um ihnen ein einnisten in der Leistengegend zu verhageln bin ich dazu übergegangen ungepolsterte Radlerhosen als Unterhose zu tragen, wenn die eng genug anliegen, sollten es die Viecher schwer haben.

Energie
27.04.2015, 19:59
Mein persönlicher Rekord von Zecken liegt bei 35 Stück an einem Tag, damals war ich 14 Jahre alt und nicht FSME geimpft! Bin kein Impfgegener, werde mich aber trotzdem nicht dagegen impfen lassen, das muss jeder für sich endscheiden!

Gruß Energie

Fairlane
27.04.2015, 21:37
Zecken - ich bin schon etliche male gebissen worden und nie ist was passiert, bis kurz nach Pfingsten 2014!

Ich war mit ein paar Jungs in den Vogesen zelten; abends haben wir gegrillt und gebechert, tagsüber die Schlachtfelder des ersten Weltkriegs erkundet. Nach einem bierreichen Abend bin ich morgens im Zelt aufgewacht und habe halb-benebelt eine Zecke am rechten Knie gefunden. Also kurzerhand mein Leatherman gezückt und den Blutsauger entfernt, aber die Biss-Stelle die Tage im Auge behalten. Keine Rötung, nur eben die Biss-Stelle, sonst nichts - alles gut!
18 Tage später, längst wieder daheim wache ich morgens auf und habe an der besagten Stelle eine Rötung! Zuerst dachte ich mir dass es eine Druckstelle "Knie - auf - Knie" vom Schlafen ist und ein bisschen Nivea draufgeschmiert, Stunden später auf der Arbeit nachgeschaut und es war noch immer rot :staunen:
Zwei Tage später merkte ich, dass ich kaum mehr in die Knie gehen kann, als hätte mir jemand einen Stock in die Kniekehlen gebunden, also zwei Tage später ab zum Onkel Doc, dem ich die Story schilderte und meine Ausführungen mit "...ich tippe mal auf Borreliose" schloß. Das sah er genauso und verordnete mir 20 Doxycyclin, welche ich mir täglich einwarf.
Jeden Tag wurde mir etwas schlechter von den Tabletten und ich kann nur jedem raten: Esst kein Obst (Mango) und werft darauf so eine Tablette ein....denn das hat verheerende Folgen; ich schaffte es nur noch mit Mühe und Not auf die Toilette während der Arbeit, beovor ich mein Innerstes nach Aussen kehrte.
Nachdem ich alle Tabletten im Laufe der Tage hinter mich gebracht hatte, war die Rötung am Knie langsam weg und auch sonst erlebte ich nichts, was man als borreliosetyptische Symptomatik bezeichnen könnte; bald ein Jahr danach bin ich vollkommen beschwerdefrei und ich hoffe, dass es auch so bleibt.

Meine Lehre aus dieser Begebenheit: Ich hätte das wohl vermeiden können, wenn ich die Zecke behutsamer entfernt hätte - stattdessen zermatschte ich sie und das bescherte mir aller Wahrscheinlichkeit nach die Borreliose. Bevor ich beim Arzt aufschlug verstrich ein Wochenende plus zwei Arbeitstage, wobei ich das noch als vertretbar ansehe, aber desto schneller man etwas dagegen unternimmt, desto besser.
Zeckenschutz mit NoBite oder ähnlichen Substanzen ist halt so eine Sache wenn man 24/7 draussen ist, aber mit genauerer Körperkontrolle und Absuchen erwischt man sie vielleicht noch, bevor sie sich festlegen und mit dem Saugen beginnen.
Manchmal lernt man es eben nur auf die harte Tour; ein Glück wenn man dafür keinen hohen gesundheitlichen Preis zahlen muss, in den meisten Fällen heilt die Borreliose gut aus, aber darauf sollte man nicht wetten.

Das Thema Zecken nehme ich seither nicht mehr auf die leichte Schulter.

Gruss, Fairlane

krebs
29.04.2015, 15:44
Wow eine wirklich gruselige Geschichte. Ich bemühe mich immer Zecken sorgsam zu entfernen, aber auch bei mir ist der Kopf schonmal aus Versehen stecken geblieben.
Glücklicherweise habe ich keine Folgen davon getragen.

Waldschrat
29.04.2015, 21:26
Meinen letzten Zeck hab ich mir aus dem Nabel geholt... Um ihnen ein einnisten in der Leistengegend zu verhageln bin ich dazu übergegangen ungepolsterte Radlerhosen als Unterhose zu tragen, wenn die eng genug anliegen, sollten es die Viecher schwer haben.

Hallo the Brain,

was gegen Zeckenbefall überzeugend hilft, das ist ein Repellens auf Basis von DEET (Diethyltoluamid). Gibt es in jeder Apotheke.

Nabel? Leiste? Klar, die Zecken streifst Du von Gräsern ab, die kriechen dann irgendwo zwischen Socke und Hosenbein rein und suchen sich eine Stelle, wo es warm ist und eine gewisse Luftfeuchtigkeit gegeben ist.

Zeckenfreie Grüsse

Matthias

Anopheles
30.04.2015, 05:56
Die Informationen die hier in den Beiträgen beschrieben wurden, sind in der Tat sehr hilfreich.
Gerne würde ich über meine Erfahrungen mit Zecken berichten. Da ich selber seit 25 Jahren
keine Zecke mehr an mir finden konnte, beziehen sich die gesammelten Erkenntnisse auf
meinen Hund.

Die Zeckensaison hat dieses Jahr in meiner Region (NRW - hohe Durchseuchung von Borreliose,
aber kein FSME-Risikogebiet) bereits Mitte März begonnen. Innerhalb von vier Wochen habe ich
etwa 50 Zecken von meinem Hund abgesammelt. Glücklicherweise musste ich erst einen Parasiten
mit Hilfe eines Zeckenhakens ziehen.

Die Aktivität der Zecken scheint mit den klimatischen Bedingungen im Zusammenhang zu stehen.
In den Temperaturbereichen zwischen 5 und 15 Grad in Verbindung mit erhöhter Luftfeuchtigkeit
fühlt sich der Holzbock am wohlsten. Fallen die Temperaturen für einen längeren Zeitraum darunter
oder steigen sie wie jetzt im April geschehen deutlich darüber - in Verbindung mit lang anhaltender
Trockenheit - werden die Zecken inaktiv. Seit etwa 14 Tagen habe ich nur noch 2 Zecken gefunden.

Grundsätzlich gelten wohl aber die Monate März/April/Mai sowie September/Oktober/November als
besonders gefährdet. Trotzdem können wohl Zecken ganzjährig ihre Wirte beißen.

Für mich ist das Absuchen das erste Mittel der Wahl. Meine Erfahrungen zeigen, dass sich die Zecken
sehr viel Zeit lassen, die optimale Futterstelle zu finden. Zwei bis vier Stunden nach der Wanderung
kann ich die Blutsauger noch krabbelnd entdecken.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, die Parasiten erkennen meine "Jagdbemühungen",
obwohl sie keine Augen besitzen. Bekomme ich die Tiere nicht beim ersten Mal mit den Fingern zu fassen,
tauchen sie unmittelbar in die Unterwolle ab und beginnen mit dem Beißvorgang.

Eine Zecke ist extrem widerstandsfähig. Ich verbrenne die gefangenen Zecken anschließend mit dem
Feuerzeug. Von den Techniken zerquetschen, zertreten oder in der Toilette entsorgen wird jedenfalls im
allgemeinen abgeraten.

Da die Gefahren durch Zeckenbisse in den Beiträgen ja hinreichend beschrieben worden sind, erhält mein
Hund zusätzlich ein chemische Präparat. Obwohl Bernsteinketten, Schwarzkümmelöl und Kokosflocken
gerade in der Hundeszene vielfach gegen Zecken einen Boom erleben, habe ich mich für die relativ neu
beim Tierarzt erhältliche Tablette "Bravecto" entschieden. Der Wirkstoff hält sich drei Monate und tötet
die Zecken innerhalb von maximal 12 Stunden nach erfolgten Biss sicher ab. In der Regel jedoch sehr viel
schneller. Meinen Recherchen zufolge wird die Borreliose erst ab einer Dauer von mindestens 18 Stunden
übertragen.
Obwohl das Mittel nach Herstellerangaben keine repellierende Wirkung haben soll, habe ich bereits im
letzten Jahr - nach Gabe der Tablette - einen Rückgang vom Zeckenbefall festgestellt. Hier kann es sich aber
auch um mein subjektives Empfinden handeln.
Die Verträglichkeit des Präparates ist bei meinem Hund sehr gut. Leider ist das verwendete Nervengift
Fluralaner wohl relativ neuartig, dass hierzu meines Wissens keine Langzeitstudien vorliegen.

Viele liebe Grüße - Ano

Satansaffe
30.04.2015, 06:28
Hallo,
ich habe seit Besitzen meines Hundes auch immer wieder Bekanntschaften mit Zecken und Flöhen gemacht.
Anfangs gleich Exspot vom Tierarzt bekommen (6 x 1ml Dosen die in den Nacken geträufelt werden für 32 Euro - halten 6 Monate) und keinerlei Probleme gehabt. Da ich nicht so der Chemiefan bin ließ ich es dann nach Ablauf des ersten halben Jahres sein und hatte prompt einen Flohbefall zum Herbst. Gruß an die Igel die dafür in diesem Fall verantwortlich waren^^
Also dann eine Flohbombe gekauft, die Wohnung ausgegast und wieder Exspot rauf und meine Ruhe gehabt.
Sämtliche Experimente die ich so ausprobierte wie irgendwelche Bänder und Biomittel wie Knoblauch und Co haben kein Stück geholfen. Seitdem ich aber Exspot dauerhaft verwende. Hat mein Hund und ich Ruhe vor Zecken, Holzböcken, Milben und Flöhen.
Früher hatte ich auch durch mein Hobby bedingt und meinem regelmäßigem Besuch in der Natur immer wieder eine Zecke an mir. Im Jahr ca. 4-5 Zecken also. Seitdem ich meinen Hund habe, hatte ich aber erst eine und die hing tod in meinem Oberschenkel, zu diesem Zeitpunkt verwendete ich kein Exspot an meinem Hund.
Ich konnte zusätzlich schon beobachten das Insekten die sich in den Haaren meines Hundes aufhilten nach sehr kurzer Zeit Krämpfe und Zuckungen bis zum Tode bekamen.
Da es ein Fischgift ist, wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen das der Hund in den nächsten 24 Std. nicht in Gewässer darf.
Obwohl ich absolut gar nicht auf Chemie stehe, ist es dennoch das einzigste was wirklich hilft.
Ein Arzt empfahl mir zwar auch die Tablette die mein Vorposter erwähnte, weil einige Zecken schon immun angeblich gegen Exspot sein sollen. Aber ich konnte noch keine Zecke die Immun ist erspähen und solange werde ich auch kein noch schlimmeres Präperat wie diese Tablette nehmen, da mein Hund auch leider einen sehr empfindlichen Magen hat.
Sobald ich z.B. gar kein Exspot drauf habe, dann hat meine Prizessin gleich 5-20 Zecken PRO Tag, da wir im Gebiete des Rotwildes wohnen, die bekanntlich für die Verbreitung der Zecken verantwortlich sind.
Lieben Gruß
Satansaffe

Kradmelder
30.04.2015, 07:23
Hallo Satansaffe,

bei Flöhen und Milben kannst du auch ein Backblech mit etwas Wasser und einem Schuß Spülmittel nehmen.Das ganze auf die Erde stellen , ein Grablicht rein und über Nacht warten.
Effektiv und ohne Chemiekeule die du selbst wegriechen musst.:nono:

Gruss , der Kradmelder der auch mal ein Floh im Schlafzimmer hatte ........

Satansaffe
01.05.2015, 04:40
Hallo Satansaffe,

bei Flöhen und Milben kannst du auch ein Backblech mit etwas Wasser und einem Schuß Spülmittel nehmen.Das ganze auf die Erde stellen , ein Grablicht rein und über Nacht warten.
Effektiv und ohne Chemiekeule die du selbst wegriechen musst.:nono:

Gruss , der Kradmelder der auch mal ein Floh im Schlafzimmer hatte ........

Heyho,
ohne Dich beleidigen zu wollen ist das reiner Unfug.
Hab es nämlich mit den Flöhen ausprobiert und es brachte damals nicht einen Floh zur Strecke^^
Flöhe legen überall wo sich der Hund aufhält Ihre Eier ab, die 95% des Flohbefalls ausmachen und noch Wochen nach dem letzten Floh zur Welt kommen.
Die Flohbombe hält 8 Monate und tötet sogar die Eier ab.
Das Einzigste was an deiner Methode geschah, war das das Wachs von der Kerze, dort wo das Wasser war, nicht geschmolzen ist und der Docht in der Mitte herunter brannte^^
Bevor ich mich auf solche Spielerein noch einmal einlasse, verlasse ich lieber ein paar Stunden die Wohnung bzw. nutze Exspot durchgängig^^
Denn mit diesen Ectoparasiten ist hier wirklich nicht zu spaßen. Leider habe ich auch sehr viele Menschen in meiner Umgebung die sich um Ihre Hunde so gut wie gar nicht kümmern und dadurch ein ständiger Befall allein beim Gassi gehen vor der Tür im Herbst auftreten könnte.
Ich weiß nicht ob die das nicht stört, aber ich für meinen Teil finde ich es arg lästig bei Befall von den Fiechern gebissen zu werden.
und leider hat man nach 24 Std. schon so viele Eier in der Wohnung das selbst wenn das Teellicht im Spühlwasser wirken würde, man Monate lang rund um die Uhr solch Brandgefahr aufstellen müsste. Naja und das ist ein absolutes Nogo, mal von den Unkosten abgesehen und rein auf die Brandgefahr schielend. Denn Hunde sind wie Kleinkinder und wehe Papa verlässt das Haus, dann tanzen nämlich die Mäuse auf den Tischen ;-)
Trotzdem liebe Grüße
Satansaffe
:-)

Kradmelder
04.05.2015, 06:51
Ich wollte dich werder belehren noch fühle ich mich beleidigt . Vielleicht hast du ja besonders viele oder sehr resistente Flöhe in deiner Umgebung . Es ging mir nur um Deine Gesundheit. Google mal die Inhalsstoffe auf der Chemiebombe . ...... Tschüss Leber

Gruss , der Kradmelder

WAY TO GO
04.05.2015, 12:13
Und jetzt wieder zurück zum Thema Zecken, gelle!?
Danke, WTG

orchidee
04.05.2015, 21:06
Ja, seit letzten Donnerstag weiss ich auch, dass ich eine Borreliose habe. Mal schauen was das Antibiotika bringt. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich mich gegen FSME geimpft habe und das ich Antibiotika bekommen konnte (in einem Land lebe in dem man es kaufen kann beim Arzt).

WAY TO GO
04.05.2015, 22:42
Ja, seit letzten Donnerstag weiss ich auch, dass ich eine Borreliose habe. Mal schauen was das Antibiotika bringt. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich mich gegen FSME geimpft habe und das ich Antibiotika bekommen konnte (in einem Land lebe in dem man es kaufen kann beim Arzt).

Hallo Orchidee

Ich wünsche Dir schnelle Genesung!! Ja, gut wenn man in einem Land mit einer funktionierenden Gesundheitsversorgung lebt.
Darf man fragen, wie sich die Symptone bei dir manifestiert haben?
Hast du bewusst entschieden zum Arzt zu gehen, oder war es "Zufall"?

Gruss WTG

orchidee
05.05.2015, 19:42
Hallo Orchidee

Ich wünsche Dir schnelle Genesung!! Ja, gut wenn man in einem Land mit einer funktionierenden Gesundheitsversorgung lebt.
Darf man fragen, wie sich die Symptone bei dir manifestiert haben?
Hast du bewusst entschieden zum Arzt zu gehen, oder war es "Zufall"?

Gruss WTG

Hallo WTG

es war ein Zufallsbefund. Ich war sowiso beim Arzt wegen meinem Rücken, da zeigte ich ihm mein geschwollenes Ohr und er meinte es sei ein "Bannwart Syndrom", eine nicht mehr ganz so junge Borreliose die die Gesichtsnerven befällt, was sich dann medizinisch im Labor auch bestätigte. Ich muss nun 15 Antibiotika nehmen und bin gespannt, ob dies dann reicht und alles weg ist oder nicht.

theBrain
09.05.2015, 12:01
Kleiner Nachtrag: Ich habe die vergangene Woche berufsbedingt im Freien verbracht und bei dieser Gelegenheit bei mir und bei Kollegen so manchen Zeck entfernt. Bei gut erreichbaren Stellen (flache Hautstelle, rundherum ein paar cm ebene Haut) funktioniert das imho am schnellsten mit einem simplen Rasierer. Den Rasierer so auf den Zeck aufsetzen, dass die Klinge(n) unter seinen Bauch fahren und dann mit einer ruckartigen Bewegung den Hinterleib (wo die Speicheldrüse mit allen potentiellen Erregern enthalten ist) abrasieren. Der Kopf verbleibt als kleiner schwarzer Punkt in der Haut und wächst entweder mit der Zeit aus oder es bildet sich ein kleines Wimmerl (a.k.a. Pickel) rundherum, mit dem er abgeht. Solange der Kopf noch in der Haut ist, ist eine leichte lokale (!!!) Rötung völlig normal, immerhin steckt da ein Fremdkörper in der Haut. So oder so ist der Kopf alleine keine nennenswerte Gefahrenquelle und eher ein Problem kosmetischer Natur.

Avec
10.05.2015, 08:01
Kleiner Nachtrag: Ich habe die vergangene Woche berufsbedingt im Freien verbracht und bei dieser Gelegenheit bei mir und bei Kollegen so manchen Zeck entfernt. Bei gut erreichbaren Stellen (flache Hautstelle, rundherum ein paar cm ebene Haut) funktioniert das imho am schnellsten mit einem simplen Rasierer. Den Rasierer so auf den Zeck aufsetzen, dass die Klinge(n) unter seinen Bauch fahren und dann mit einer ruckartigen Bewegung den Hinterleib (wo die Speicheldrüse mit allen potentiellen Erregern enthalten ist) abrasieren. Der Kopf verbleibt als kleiner schwarzer Punkt in der Haut und wächst entweder mit der Zeit aus oder es bildet sich ein kleines Wimmerl (a.k.a. Pickel) rundherum, mit dem er abgeht. Solange der Kopf noch in der Haut ist, ist eine leichte lokale (!!!) Rötung völlig normal, immerhin steckt da ein Fremdkörper in der Haut. So oder so ist der Kopf alleine keine nennenswerte Gefahrenquelle und eher ein Problem kosmetischer Natur.

lese ich zwar jetz zm ersten Mal davon, klingt aber logisch. Werde mal darüber nachdeken :rolleys:

Gruß Avec

Waldschrat
10.05.2015, 16:58
Die Informationen die hier in den Beiträgen beschrieben wurden, sind in der Tat sehr hilfreich.
Gerne würde ich über meine Erfahrungen mit Zecken berichten. Da ich selber seit 25 Jahren
keine Zecke mehr an mir finden konnte, beziehen sich die gesammelten Erkenntnisse auf
meinen Hund.
...

Die Aktivität der Zecken scheint mit den klimatischen Bedingungen im Zusammenhang zu stehen.
In den Temperaturbereichen zwischen 5 und 15 Grad in Verbindung mit erhöhter Luftfeuchtig8keit
fühlt sich der Holzbock am wohlsten.

Hallo Anopheles,

Zecken fühlen sich bei höheren Temperaturen und Luftfeuchtigkeit wohl. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit verkriechen sie sich.

Es gibt auch einen Mythos, dass sich Zecken von Bäumen auf Menschen fallen lassen. Blödsinn. Die leben im Gras oder Gesträuch, werden abgestreift und kriechen an. Das kann mehrere Stunden dauern, Sie suchen sich weiche Hautpartien mit einer angenehm hohen Luftfeuchtigkeit.

Wer nach einem Zeckenbiss nicht wirklich sicher ist, ob er eine Borrelliose eingefangen hat, die klassische Wanderröte ist zwar ziemlich typisch, tritt aber nicht in jedem Fall auf, der kann die Zecke auch absammeln und in einem Reagenzglas zur Untersuchung auf Borrellien ins Labor geben. (Kostet so um die 20 €)

Meint

Matthias

krebs
20.05.2015, 16:55
Ich würde auch lieber zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Wenn man Borreliose hat, sollte die schnell behandelt werden. Also bei Verdacht sofort hin! Halte zwar selber ncihts vom Impfen gegen Zecken, aber wenn man Anzeichen spürt muss man zum Arzt.

Waldschrat
20.05.2015, 19:17
Ich würde auch lieber zu viel als zu wenig zum Arzt gehen. Wenn man Borreliose hat, sollte die schnell behandelt werden. Also bei Verdacht sofort hin! Halte zwar selber ncihts vom Impfen gegen Zecken, aber wenn man Anzeichen spürt muss man zum Arzt.

Hallo Krebs,

gegen Borrelliose gibt es dummerweise keine Impfung. Aber früh behandelt, 10 Tage Doxycyclin tun den Job!

Klassisch, und da sollte man drauf achten , ist das da (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/01/Erythema_migrans_-_erythematous_rash_in_Lyme_disease_-_PHIL_9875.jpg/640px-Erythema_migrans_-_erythematous_rash_in_Lyme_disease_-_PHIL_9875.jpg).


Meint


Matthias

Anopheles
21.05.2015, 05:38
Hallo Anopheles,

Zecken fühlen sich bei höheren Temperaturen und Luftfeuchtigkeit wohl. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit verkriechen sie sich.

Es gibt auch einen Mythos, dass sich Zecken von Bäumen auf Menschen fallen lassen. Blödsinn. Die leben im Gras oder Gesträuch, werden abgestreift und kriechen an. Das kann mehrere Stunden dauern, Sie suchen sich weiche Hautpartien mit einer angenehm hohen Luftfeuchtigkeit.

Wer nach einem Zeckenbiss nicht wirklich sicher ist, ob er eine Borrelliose eingefangen hat, die klassische Wanderröte ist zwar ziemlich typisch, tritt aber nicht in jedem Fall auf, der kann die Zecke auch absammeln und in einem Reagenzglas zur Untersuchung auf Borrellien ins Labor geben. (Kostet so um die 20 €)

Meint

Matthias

Hallo Matthias,

gerne würde ich noch einmal genauer auf den Zusammenhang von klimatischen Bedingungen und Zeckenaktivität eingehen.

Bei Durchschnittstemperaturen von 5 bis 15 Grad ist das höchste Aktivitätslevel der Zecken. Zecken verfügen offenbar über einen Geotropismus.
Von 7 bis 24 Grad klettern die Zecken die Gräser hinauf. Zwischen 24 und 40 Grad bewegen sie sich wieder zum Boden, bleiben jedoch aktiv.
Trotzdem sinkt hier die Wahrscheinlichkeit von einer Zecke befallen zu werden, da sie sich eben nicht mehr vom Grashalmen etc. fallen lassen kann.
Die wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema sind sich wohl einig, dass die Aktivität der Zecken ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% ansteigt.
Zu erwähnen ist dabei, die wirklich gemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit des Menschen gibt nur einen Anhaltspunkt zur Aktivität, da das
Mikroklima am Aufenthaltsort der Zecke entscheidend ist.

Neben den klimatischen Bedingungen sind für die Zeckenpopulation wohl auch Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Wirtsdichte entscheidend. Für
meine individuelle Risikoabschätzung (und die damit verbundene Dauer meiner "Absuchbemühungen") schaue ich mir aber einfach die aktuelle
Wettersituation an, um einen groben Überblick über die Zeckenaktivität zu haben.

Viele Grüße - Ano

Tankbannor
21.05.2015, 12:12
Hallo,

ein paar Worte zur Standard-Therapieempfehlung von Hausärzten bei Borreliose: "10 Tage Doxycyclin". Ich habe vor einigen Jahren nach einem Zeckenbiss die besagte Ringröte um die Bissstelle (+ Gelenkschmerzen) entwickelt und habe daraufhin von meinem Hausarzt für 10 Tage Doxycyclin bekommen. Zeitgleich habe ich allerdings im Internet sehr viel über Therapieempfehlungen bei Borreliose gelesen und auch drei Ärzte im engeren Verwandtenkreis befragt. Folgendes hat dazu geführt, dass ich meine Behandlung auf 4 Wochen ausgedehnt habe (...was zugegebenermaßen ziemlich anstrengend war).
- Im Beipackzettel meines Doxycyclin-Präparats steht eine empfohlene Behandlungsdauer von "mind. 2-3 Wochen" (d.h. nicht die üblichen 10 Tage)
- Mir wurde von besagten verwandten Ärzten eine Behandlung "länger als 10 Tage" empfohlen
- Die "Deutsche-Borreliose-Gesellschaft" empfiehlt mind. 4 Wochen Behandlung
- das AWMF (Netzwerk der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland) empfiehlt mind. 2-3 Wochen, die Leitlinie befindet sich allerdings seit Jahren in Überarbeitung und wird in Zukunft wahrscheinlich eine noch längere Therapiedauer empfehlen
- internationale Studien (z.B. USA) vermuten ein teilweise hohes Therapieversagen bei zu kurzer Behandlungsdauer und die Diskussionen um die sicherste Therapie werden in der Ärzteschaft sehr kontrovers geführt

Fazit: Im Gegensatz zu vielen anderen Infektionskrankheiten, bei denen Antibiotika zum Einsatz kommen, ist bei Borreliose die klassische "10-Tage-Therapie" keine Garantie für einen Behandlungserfolg. Da die Einnahme über 4 Wochen allerdings kein Vergnügen ist, muss jeder selber entscheiden, wie viel Sicherheit er wünscht. Bei einer erneuten Infektion wüsste ich nicht, ob ich mich wieder für 4 Wochen entscheiden würde...

Zecken: spaßverderbende Mistviecher...

WAY TO GO
21.05.2015, 12:36
Ein GROSSES DANKESCHÖN an alle Poster in diesem Faden.:gratuliere:

Es kommen viele persönliche Erfahrungen und wissenswerte Informationen zusammen.:Gut::Gut:

Und vor allem: Wir sind noch stets beim Thema!:Gut::Gut:


Gruess WTG

PS: Vielleicht, schafft's dieses stets aktuelle Thema, mal auf die Stickyliste ?

DerGerald
21.05.2015, 13:14
Hallo,

für Hunde gibt es so eine Tablette die sie 3 Monate vor Zecken schützt. Die Zecke beißt zwar, aber stirbt sofort und fällt dann ab.
Gilt auch für Flöhe.... schade, daß es sowas nicht für Menschen gibt.

Gruß
Gerald

drudenfuss
21.05.2015, 13:32
Hallo,

für Hunde gibt es so eine Tablette die sie 3 Monate vor Zecken schützt. Die Zecke beißt zwar, aber stirbt sofort und fällt dann ab.
Gilt auch für Flöhe.... schade, daß es sowas nicht für Menschen gibt.

Gruß
Gerald

Sag mal bitte den Handelsnamen.

DerGerald
21.05.2015, 13:47
Hallo,
Die heißt Bravecto:
http://www.hunde-ratgeber.eu/neues-zeckenmittel.html

Unser Hund hat 5Kilo, bei dem wirkt die ganz gut.

Gruß
Gerald

Wolfshund
22.05.2015, 14:03
Advantage, Frontline und ex-spot sind weitere Namen.
Theoretisch müsste es beim Menschen gleich wirken, dass Zeug ist eben einfach "nur" ungesund.

Commando
26.05.2015, 08:16
Hallo,

ein paar Worte zur Standard-Therapieempfehlung von Hausärzten bei Borreliose: "10 Tage Doxycyclin". Ich habe vor einigen Jahren nach einem Zeckenbiss die besagte Ringröte um die Bissstelle (+ Gelenkschmerzen) entwickelt und habe daraufhin von meinem Hausarzt für 10 Tage Doxycyclin bekommen. Zeitgleich habe ich allerdings im Internet sehr viel über Therapieempfehlungen bei Borreliose gelesen und auch drei Ärzte im engeren Verwandtenkreis befragt. Folgendes hat dazu geführt, dass ich meine Behandlung auf 4 Wochen ausgedehnt habe (...was zugegebenermaßen ziemlich anstrengend war).

Zecken: spaßverderbende Mistviecher...

Hi Tankbannor,

ich möchte nur eine Erfahrung eines Kollegen mitteilen "ist ja nicht so schlimm, oder zu kurze Einnahme von Doxycyclin", der
besagte Kollege war so was von Fit und galt als die Kampfsau der Einheit, habe selten einen so einen zähen Soldaten gesehen wie
ihn, eine Maschine eines gestandenen Mannes.
Scheinbar laut Ärzte, hatte er eine Boreliose eingefangen, die er selber vermutlich nicht gemerkt oder nicht beachtet hat.
Auf alle Fälle sah ich ihn ca. 2 Jahren nicht mehr und dannach wieder bei einem Treffen als kümmerlicher, gebrochener Fast-Krüppel.
Nach 15 min. Bergab laufen, für ihn mit nur 5 kg Marschgepäck schon fast unmachbar.
Nach einiger Zeit (letztes Jahr) ging es Ihm doch schon wesentlich besser, aber zur alten Leistung wird es nie mehr kommen.

Es klingt jetzt ein wenig übertrieben, aber als ich Diesen sah, war ich so geschockt, das ein so kleines Mistvieh eine solche Kampfmaschine
ausser Gefecht setzen kann, jetzt habe ich selber Angst von diesen Zecken.
(letzte und dritte Zeckenimpfung bei mir und älteren Sohn ist morgen.)

LG

noxis
09.06.2015, 22:22
Der Kassensturz hat Mittel gegen Zecken getestet:

http://www.srf.ch/konsum/tests/kassensturz-tests/zeckenmittel-im-test-nicht-alle-schuetzen-zuverlaessig

Nebenbei ist noch ein Video verlinkt, wo jemand in der Sendung Einstein sein App "Zecke" vorstellt.

Isuzufan
09.06.2015, 23:02
Hallo,
Die heißt Bravecto:
http://www.hunde-ratgeber.eu/neues-zeckenmittel.html

Unser Hund hat 5Kilo, bei dem wirkt die ganz gut.

Gruß
Gerald

Hund? Ich glaube da sind meine Miezen schwerer!
Tschuldige , das musste einfach sein, auch kleinste Hunde sind lieb und sind speziell für beengte Wohnverhältnisse sicher die korrektere Wahl.
Ich wundere mich immer wieder wie die Leute (Kunden von mir) große Hunde (bis hin zum Mastiff) in Wohnungen halten(quälen).
Ich verzichte seit meinem Unfall der es mir unmöglich macht täglich einige Stunden spazierengehen mit einem Hund sicher zu stellen auf diese Freude obwohl ich über tausende Quadratmeter
Eigengrund verfüge. Ich habe einfach nicht das Recht mein Vergnügen über die Bedürfnisse dieser Tiere zu stellen.
Etwas OT aber ein Bedürfnis!

LG Wolfgang

Frei's Petrollampen
09.06.2015, 23:14
Hallo zusammen

Ich denke das aller wichtigste neben der Abwehr ist sich das Datum und den Ort des Einstiches zu notieren.

Denn sollten Krankheitsanzeichen die nicht von der Einstichstelle direkt ausgehen auftreten kann man den Arzt drauf aufmerksam machen nach was er suchen muss.

WENN er nicht selber auf die Idee kommen sollte.

Musste auch schon ein solches Vieh entfernen. Die Einstichstelle hat keinen Verdacht auf was gröberes gezeigt!

Aber mal schauen was noch kommt?

Viele Grüsse, Ernst

Waldschrat
10.06.2015, 01:13
Hallo zusammen

Ich denke das aller wichtigste neben der Abwehr ist sich das Datum und den Ort des Einstiches zu notieren.

Denn sollten Krankheitsanzeichen die nicht von der Einstichstelle direkt ausgehen auftreten kann man den Arzt drauf aufmerksam machen nach was er suchen muss.

WENN er nicht selber auf die Idee kommen sollte.

Musste auch schon ein solches Vieh entfernen. Die Einstichstelle hat keinen Verdacht auf was gröberes gezeigt!

Aber mal schauen was noch kommt?

Viele Grüsse, Ernst


Hallo Ernst,

ich hatte das Thema mal. Ich hatte da auch gedacht, dass meine Ärztin mir Blut abnimmt und einen Antikörpertest machen lässt.

Die hat mir dann nur gesagt, bevor im Blut Antikörper nachweisbar sind, vergehen 5-6 Wochen, dann ist die "Katze den Baum hoch".

Die hat nur die klassische Wanderröte um die Einstichstelle gesehen und 10 Tage Doxycyclin auf Verdacht verordnet, was sich dann auch bewährt hat.


Worauf Du achten solltest, das ist ein Warnzeichen und das hatte ich damals, das ist das da (http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose#1._Stadium:_Lokalinfektion)

Bei Zecken steht merkwürdigerweise immer FSME im Vordergrund, die aber in weit über 90% der Fälle asymptomatisch abläuft. Der Rest hat Beschwerden einer leichten grippalen Erkrankung, die gefürchtete Hirnhautentzündung ist eher selten.

Ich kenne die Situation in der Schweiz nicht, aber in Süddeutschland sind Borrelien die reale Gefahr. Ein Kollege von mir hatte eine unerkannte und nicht diagnostizierte Borreliose. Die ist mit einer üblen Arthritis mit Bewegungseinschränkungen geendet.

Viele Grüsse

Matthias

draussen
10.06.2015, 07:31
Es klingt jetzt ein wenig übertrieben, aber als ich Diesen sah, war ich so geschockt, das ein so kleines Mistvieh eine solche Kampfmaschine
ausser Gefecht setzen kann, jetzt habe ich selber Angst von diesen Zecken.
(letzte und dritte Zeckenimpfung bei mir und älteren Sohn ist morgen.)Die Impfung ist nur ein Teil. Wichtig ist, dass man sich nicht beissen lässt.
Nach einer Starrkrampf Impfung geht man auch nicht barfuss über rostige Nägel, man versucht sich zu schützen.

Bei Zecken wäre das zum Beispiel, konsequent ein Zeckenspray zu benutzen. Nach einem Wochenende im Wald alles mit Insektengift besprühen.
Im Wald besprühe ich auch den Schlafplatz mit Anti Insect und trage Tagsüber Katzen Zeckenhalsbänder um die Fussgelenke.
Ergebnis, ich habe sehr selten einen Biss, letztes Jahr gar keinen, meine Kollegen öfters. Früher war ich ein richtiger Zeckenmagnet.

Gruss
draussen

GrimmWolf
10.06.2015, 14:34
Das Schweizer Konsumentenmagazin Kassensturz hat Aktuell wieder mal einen Test gemacht :

http://www.srf.ch/sendungen/kassensturz/wein-preise-euro-warenkorb-swisscom-service-zeckenmittel-test

Erschreckend wie viele ( auch Teure ) Mittel nur sehr ungenügend schützen !
27146


Link zum Zecken entfernen :
http://www.srf.ch/konsum/themen/gesundheit/wie-sie-eine-zecke-entfernen

Commando
10.06.2015, 14:51
Die Impfung ist nur ein Teil. Wichtig ist, dass man sich nicht beissen lässt.
Nach einer Starrkrampf Impfung geht man auch nicht barfuss über rostige Nägel, man versucht sich zu schützen.

Bei Zecken wäre das zum Beispiel, konsequent ein Zeckenspray zu benutzen. Nach einem Wochenende im Wald alles mit Insektengift besprühen.
Im Wald besprühe ich auch den Schlafplatz mit Anti Insect und trage Tagsüber Katzen Zeckenhalsbänder um die Fussgelenke.
Ergebnis, ich habe sehr selten einen Biss, letztes Jahr gar keinen, meine Kollegen öfters. Früher war ich ein richtiger Zeckenmagnet.

Gruss
draussen

Hallo draussen,

danke für die Tips mit den Zeckenhalsbänder, auf die Idee bin noch nicht gekommen.
Wegen schützen, Du glaubst nicht wie ich mich eingesprüht habe und wieviel, hat nichts genutzt.
Vielleicht ist das Mittel nicht gut genug, ich verwendete das "Antibrumm Fort", die rote Flasche http://www.antibrumm.com/anti-brumm-forte.html
Sogar die Mücken haben uns verstochen wie wild, während dem schlafen versuchen habe ich manchmal in der Nacht die Flasche genommen und über mich und Schlaftüte
gesprüht, am nächsten morgen der ganze Kopf inklusive Augenbrauen und Lippen verstochen.

LG

suti777
10.06.2015, 15:15
Hallo Zusammen,

Ist eventuell etwas OT, aber ich habe ein gutes Video zu einem Abwehrspray gefunden. Das NoBite wurde in diesem Thread auch schon angesprochen. Dort werden die Zecken bei berührung gelähmt und fallen ab.

Nachtrag: Die Frage ist ob man sich einen solchen Chemie-Cocktail ansprühen möchte. Ich würde es eher nicht machen. Wenn man die Hose berührt und danach Outdoors das Essen anfasst usw.

https://www.youtube.com/watch?v=E13Lsl3St2M

Gruss Suti

Rocky
10.06.2015, 15:16
Gegen FSME impfen lassen ist wichtig.


Lange Hosen ebenso.
Ich trage im Gelände immer lange BDU-Hosen, Socken, Wüstenstiefel.


Als Borreliose-Betroffener kann ich sagen, ich habe keine Zecke an mir gesehen, keinen Biss gespürt, keine roten Flecken gehabt usw.
Die Anzahl der möglichen Symptome sind sehr vielfältig und unterschiedlich.
Nachdem ich ein 1/2a lang mit vielen verschiedenen Dingen regelmäßig meinen Hausarzt aufsuchte, ich mich fragte, ob ich ein Hypochonder wäre, der Doc mich zum Klapsendoc schicken wollte, kam dann bei einem Blutbild raus, das ich Borreliose habe. Dann gabs ein 1/4a lang Antibiotika und seit dem hab ich Ruhe.
Es gibt auch Leute, die trotz 1/4a Antibiose, ein Leben lang immer wieder Schübe haben.




Gruß


Rocky

beprudent
10.06.2015, 19:53
@ survival : für deinen letzten Beitrag ein "like" von mir. Bin zwar auch kein Freund von Impfungen (aber auch kein radikaler Gegner), aber gerade FSME mach mir Sorgen... Denke, dass ich mich dagegen impfen lassen werde. Ist meine persönliche Nutzen-Risiko-Abwägung.

draussen
10.06.2015, 20:52
Also ,vielleicht bedenkt Ihr bei der Benutzung der Zeckenhalsbänder, daß sie konzentriertes Nervengift sind.
Ich sprühe mir lieber was auf Klamotten, als so was in Hautkontakt zu haben.Ich wende Zeckenhalsbänder jetzt das dritte Jahr an und habe noch keine negativen Erscheinungen.
Sie sind ja nicht direkt auf der Haut sondern über den Socken oder Schuhe. Zudem habe ich die Halsbänder nur tagsüber an und auch nur ca. an 20 Wochenenden.

Vorher hatte ich mich schlau gemacht, soweit es möglich war. Dabei habe ich herausgefunden, dass Zeckenhalsbänder für Hunde nicht bei Katzen verwendet werden sollen weil sie einen Stoff drin haben den Katzen nicht vertragen.
Der Wirkstoff in meinen ist Dimpylat, 2.1g


@Commando

Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Am Yukon verwendete ich Balistol Stichfrei erfolgreich, auch hier wirkt es gut aber im Elsas wussten die Mücken nicht das sie es nicht mögen. :rolleys:
Pass auf wenn du Antibrumm Forte grossflächig anwendest, Kunststoff und Antibrumm Forte vertragen sich nicht.

Gruss
draussen

Tactical
10.06.2015, 21:11
Zecken sind unbequem, Zecken können Dinge übertragen, dennoch lasse ich mich nicht impfen.

Der beste Zeckenschutz ist das genaue Absuchen aller Körperregionen. Hab heute morgen auch eine von der Hüfte abgepflückt, die sich gestern mittag im Wald wohl ganz leise rangepirscht hatte. Es dauert ne ganze Weile bis Zecken übertragen.

Den Stich behandle ich danach natürlich gleich mit Chlordioxid und gut is.

T

Waldschrat
10.06.2015, 22:47
Zecken sind unbequem, Zecken können Dinge übertragen, dennoch lasse ich mich nicht impfen.

Der beste Zeckenschutz ist das genaue Absuchen aller Körperregionen. Hab heute morgen auch eine von der Hüfte abgepflückt, die sich gestern mittag im Wald wohl ganz leise rangepirscht hatte. Es dauert ne ganze Weile bis Zecken übertragen.

Den Stich behandle ich danach natürlich gleich mit Chlordioxid und gut is.



Hallo Tactical,

Chlordioxid würde ich zumindest Deiner Frau oder Partnerin nicht gerade als Hautpflegemittel empfehlen:lächeln: Was Du mit Deinem Fell machst ....

Sehr sicher, um die Viecher erst gar nicht ankriechen zu lassen, ist ein Repellens auf Basis von DEET (Diethyltoluamid). Es wirkt zuverlässig. In CH-A-D jeweils unter verschiedenen Handelsnamen in der Apotheke erhältlich, in D "Antibrumm forte", da müsst ihr halt mal gurgeln.


Zeckenfreie Grüsse

Matthias

el presidente
10.06.2015, 23:21
Kokosöl ist natürlich und obendrein noch gesund. Hilft gegen Krabbelviecher und wenn man ein bisschen der Nahrung zu gibt, auch gegen Würmer. Einfach ein bisschen auf Haut oder Fell auftragen.

Tactical
11.06.2015, 09:52
@Waldschrat

CD nehmen wir schon seit langer Zeit und gerade als Hautpflegemittel. CD ist der effektivste Bakterien und Virenkiller den die Menschheit kennt, und dies ohne menschliche Zellen anzugreifen.

DEET ist mir bekannt, Danke.

Als zusätzlichen (zu meinem praktizierten), akzeptablen Zeckenschutz könnte ich mir eine Kombination aus den Empfehlungen von @draussen und @Survival vorstellen:
Lange Hosenbeine IN die Socken stecken und ÜBER den Socken Katzenzeckenbändchen tragen. Als schicke Variante kann man dann ja welche mit Strasssteinchen wählen.

Bei kurzen Hosen käme die Kokosnussöl-Variante von @el presidente in Frage.

T

moleson
11.06.2015, 22:28
Ich lasse mich nicht gegen FSME impfen.

Dies soll hier aber nicht zu einer Grundsatzdiskusion führen!:rolleys:

Natürlich habe ich mich belesen - da aber nur wenige wirklich infiziert werden und von denen wiederum nur 10 - 20% einen Krankheitsverlauf haben, der massiver ist, habe ich mich dagegen entschieden.
Der ganz schwere Krankheitsverlauf ist prozentual noch weniger.
Selbstverständlich sollte das jeder für sich entscheiden - ich habe mich eben so entschieden.

LG von der Survivalhttp://www.smilies.4-user.de/include/Draussen/smilie_out_103.gif (http://www.smilies.4-user.de)

Ich kann dir gerne berichten wie das so ist, mit dieser Krankheit die man prozentual nicht kriegt.

Nun eine Woche draussen verbracht in der Uniform, eingesprüht wie es sich gehört und tägliche absuche nach den Viechern. Nichts.. (Das für diejenigen die meinen das wäre die beste Prävention)

Zwei Wochen später war ich am Samstag mit meiner Frau in einem Geschäft und eine unglaubliche Müdigkeit hat mich plötzlich überfallen, hätte mich dort auf den Boden legen können und schléafen. Nach Hause, nach ein paar Tagen war alles weg.
Nochmals 2 Wochen später Kopfschmerzen, OK kann mit leben., bin arbeiten gefahren. Ging irgendwie nicht und meine Sprechstunden Assistentin meinte ich sollte vielleicht doch nach Hause fahren. Da habe ich mich ins Bett gelegt und die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer aber keine Meningitis Zeichen. Da ich Arzt bin und es immer besser weiss habe ich nichts unternommen, bis meine Frau einen Freund und Kollegen gerufen hat, der mich gepackt hat und mit 200 km/h in die Notaufnahme gefahren hat.

Dann die übliche Nummer, Lumbal Punktion, Blutabnahmen, RMI, Präventive Medikation gegen alles was es sein könnte bis die Resultate eintrudeln.

Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer, richtig das schlimmste was ich je erlebt habe. Die haben mich mit Morphium, AINS und alles was es auf dem Markt gibt voll gepumpt über die normalen Dosen ohne grossen Effekt. Nach zwei Tagen kam die Diagnose FSME Meningo-Enzephalitis. Behandlungs Möglichkeiten keine ausser abwarten. Am 5 Tag haben die Krankenschwester Scheisse gebaut und mir die doppelte Dosis aller Medikamten verabreicht (was ungefähr der 3 fachen üblichen Dosis entsprach), es war die ersten Stunden wo ich schlafen konnte. Ab dann ging es langsam besser. Am 10 Tag konnte ich auf stehen und die 2 m zum Klo laufen und am 11 Tag die 15 m zur Dusche, es kam mir vor wie einen 4'000 zu besteigen. Ich konnte kaum gehen und hatte massive Gleichgewichtsstörungen, der Virus hatte offensichtlich die entsprechenden Zentren an gegriffen.

Danach nach Hause, und eine chronische Mudigkeit die ich nie geglaubt hätte das es so etwas gibt. Einfach alles war zu viel, ein Kaffe machen ein Annapurna Ausflug. Eine A4 Seite lesen unmöglich usw...
Ich habe mir dann ein Programm gemacht, jeden Tag fraktionniert so weit zu gehen wie ich kann, so am Anfang 30m, dann 50m usw.. etwas lesen wenn es auch nur ein paar Linien sind. Das habe ich 2 Monate durchgehalten bis ich in der Lage war von meinem Haus den Hügel zur erklimmen (das sind 80m Höhen Unterschied), oben ist eine Bank wo man sich hinsetzen kann.
Danach wurde ich langsamm depressiv, richtig finster. Und eines Tages habe ich den Bus genommen, die Surfbretter reingeschmissen und nach Südfrankreich gefahren um zu surfen. Brauch nicht zu sagen das die Familie meinte ich würde durchdrehen. War nur so, die Decke fiel mir auf den Kopf und ich musste etwa unternehmen um nicht durch zu drehen. Denn der Intelleckt war da, nur der ganze Rest lief nicht.

Habe drei Tage gebraucht um die 600km zu machen. Und 3 Wochen nach und nach es effektiv geschaft wieder auf dem Brett zu stehen und wenn kein Wind war in den Pyränen zu wandern, am Schluss konnte ich 30 min surfen und habe einen Berg geschaft mit 1'500m Höhen Unterschied.

Nach Hause gefahren und wieder in die Praxis........................... Scheisse halb so schnell wie sonst, ermüdbar. Kurz ich konnte nur 50% arbeiten. Einen Monat so gemacht und dann nochmal 2 Wochen in den Sèden. Ab dann 100%.
Richtig bis ich 100% aller meiner Arbeitskapazität wieder gefunden habe, hat es 2-3 Jahre gedauert.


Aber nur zu man muss Erfahrungen machen, obwohl ob diese so Notwendig ist ????

Commando
12.06.2015, 08:21
Hallo, ihr Lieben!


Ihr wißt aber schon, daß man nicht gegen Borreliose impfen kann?
Die Impfungen, die Ihr bekommt, sind gegen FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis)

Nur mal so zur Info...


ja sicher weiss ich das,
dass man nicht gegen Boreliose impfen kann, es sollte nur meine Angst wiederspiegeln
von diesen Mistviechern, wie schnell man zum Pflegefall wird.
Da ich noch ab und an in unserem Unispital bin, reicht mir ein Blick in die Abteilung wo junge sportliche Kids und Jugendliche
liegen, die gerade anfangen wieder die Feinmotorik in den Griff zu bekommen wegen dem FSME, ich finde eine satte FSME schon recht fies und
dass man sich dagegen impfen kann, wollte ich diese Chance wahrnehmen.
Ist jedem natürlich selbst überlassen und die Wahrscheinlichkeit so etwas einzufangen auch gering, aber als
ich nach dem Survival Weekend gesehen habe, wie viele (unglaublich viele) Zecken wir da insgesammt entfernt haben trotz allen
Schutzmassnahmen, Cremes, Sprays, Hose in Socken, abklopfen kaum aus der Weide und und und, ich habe die wenigsten erwischt da ich fast schon
paranoid Angst habe von den Tierchen, trotzdem waren es 7 an der Zahl, nicht gefundene sondern solche die ich mit Pinzette entfernen musste.

LG


PS : - es kommen sehr viele gute Vorschläge hier wie verhindert wird dass man überhaupt von Zecken gebissen wird, wäre das eine gute
Idee solche Vorschläge zu sammeln ? Ich finde Survival hat recht, es soll kein Threat sein über impfen ja/nein aber eine Sammlung an Erfahrungen die Zeckenbisse verhindern und welche nicht.

Tactical
12.06.2015, 12:37
Gegen FSME impfen lassen ist wichtig.


Lange Hosen ebenso.
Ich trage im Gelände immer lange BDU-Hosen, Socken, Wüstenstiefel.


Als Borreliose-Betroffener kann ich sagen, ich habe keine Zecke an mir gesehen, keinen Biss gespürt, keine roten Flecken gehabt usw.
Die Anzahl der möglichen Symptome sind sehr vielfältig und unterschiedlich.
Nachdem ich ein 1/2a lang mit vielen verschiedenen Dingen regelmäßig meinen Hausarzt aufsuchte, ich mich fragte, ob ich ein Hypochonder wäre, der Doc mich zum Klapsendoc schicken wollte, kam dann bei einem Blutbild raus, das ich Borreliose habe. Dann gabs ein 1/4a lang Antibiotika und seit dem hab ich Ruhe.
Es gibt auch Leute, die trotz 1/4a Antibiose, ein Leben lang immer wieder Schübe haben.




Gruß


Rocky

Borreliose kann nicht nur durch Zecken übertragen werden.

T

WAY TO GO
08.04.2016, 09:19
Guten Morgen Foris

Zeit diesen Thread wieder auf den Radar zu bringen. Es ist wieder Blutsaugerzeit!!!



FSME-Impfung rechtzeitig machen, oder auffrischen (nach 10 Jahren gem. meinem Hausarzt)
Informiert Euch mittels den diversen offiziellen Infokanälen über Gefahren und Risiken und richtigem Verhalten.
Lange Hosen tragen
Evtl. zusätzlich mit Antibrumm oder ähnlichem einsprayen
Nach der Tour oder im Camp Körperkontrolle. Bei Zecken beliebte Stellen sind: Kniekehlen, Ellbogeninnenseite, Leiste/Scham, Achselhöhlen, Nacken und hinter den Ohren
Entdeckte krabbelnde Zecken töten! Feuer ist nicht nur da dein Freund!
Entdeckte, bereits "angedockte" Blutsauger mit Pinzette, Zeckenzange oder anderem Hilfsmittel, ganz vorne am Kopf packen und rausziehen, nicht am "Körpersack" halten und quetschen,
der Zeck "erbricht" sich sonst in Eure Blutbahn !NOT GOOD!
Bissstelle gut desinfizieren, markieren mit Kuli oä; und Bissdatum festhalten und täglich kontrollieren ob sich eine Wanderröte rund um den Biss ausbreitet. Zeigt sich eine Rötung-geht zum Arzt!
Die Rötung tritt nicht in jedem Fall auf, andere Warn-Indikatoren sind Gliederschmerzen und Grippegefühl, tritt das auf nach einem Zeckenbiss auf, geht zum Arzt.



Hier noch ein paar Links:

http://www.zecke.ch/

http://www.zecken.de/

http://zecken.at/

http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken
(http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken)

Ein aktueller Artikel im Tagi, zum Thema Zecken:
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/ruhig-blut/story/21805215


Und wenn Ihr eine Zecke erwischt: KILL IT WITH FIRE!! :devil::devil:

Stay safe!

Gruss Way

Edit:
Für CHler gibt's die "Zecke-App" gratis für IOS & Android, hab sie mir grad mal runtergeladen.

ID 1325
18.04.2016, 23:00
Hallo...

Also hier in New Jersey gibts die kleinen Beisser allein schon wegen der trilionen Wildtiere ueberall...und mein Hund sah immer aus wie mit denen bestreut...auch ich habe immer wieder mal eine gehabt, bis mir das mit dem Schwarzkuemmel angetragen wurde...
Mein Hund war mal wieder das Versuchskaninchen...und siehe da...Kaum bis keine Zecken...
Nu nehm ich das auch (im Muesli) und bis jetzt...nur krabbler, aber keine Bisse mehr...

Also fall ich es ueberlesen haben sollte...sorry...aber das waere mein Tip....

WAY TO GO
16.06.2016, 09:23
In welchem Zeitraum?

Danke

LG. Nudnik


Hallo Nudnik

Die Symptome können nach einem Zeckenbiss in den ersten 2-20 Tagen auftreten.
Hier noch ein link, in welchem die möglichen, auftretenden Symptome und der Verlauf der Borreliose beschrieben werden:

http://www.zeckenbisssymptome.com/

Gruss Way

Semper Fi
16.06.2016, 18:54
Hoi,

meinen Sohn (10 Jahre alt) , hat es letztes Jahr ziemlich übel erwischt. Neuroborreliose nach erkanntem Zeckenbiss. Er litt an halbseitiger Gesichtsmuskellähmung; nach einer Woche im Krankenhaus und nachfolgender ambulanter Antibiose wurde es dann langsam besser.

Ich hatte ebenfalls schon Boreliose, bei mir leider persistierend.

Alle paar Monate bekomme ich grippeähnliche Symptome, jeder Knochen tut weh, die Beweglichkeit ist ziemlich eingeschränkt.

Es geht nach ein paar Tagen wieder weg, ist aber unschön, weil ich nunmal körperlich schwer arbeite.

Interessant ist vielleicht, dass bei mir keine Wanderröte auftrat und die Infektion höchstwahrscheinlich nicht durch eine Zecke, sondern durch eine Bremse übertragen wurde.

Ich habe mich damals nicht weiter darum gekümmert und bin auch nicht bei der ersten Symptomatik zum Doc.

Liebe Grüße

Semper Fi

ksbulli
17.06.2016, 11:55
Moin @ll,

hier das aktuelle Epidemiologische Bulletin des Robert-Koch-Institutes zum Thema FSME-Risikogebiete:

http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/18/Art_01.html

Hinweis:
Die Bulletins befassen sich generell mit der Epidemiologie (Auftreten und Verbreitung) meldepflichtiger Krankheiten. Die verlinkte Ausgabe befasst sich speziell mit der FSME. Da der Text sehr wissenschaftlich ist - er richtet sich an Ärzte und Forscher - ist die Karte mit den Risikogebieten nochmals auf der Seite getrennt verlinkt. Wer sich also ausschließlich informieren will, ob er sich in einem Risikogebiet befindet oder dorthin reisen will, ist mit der Karte wirklich gut bedient...

Selbstverständlich kann mensch seine Krankenkasse auch zur Übernahme der Impfkosten überreden, wenn man nicht in einem Risikogebiet ansässig ist. Schließlich plant man doch eine ausgedehnte Wanderung in einem der Risikogebiete ... :rolleys:

Hoffe, geholfen zu haben,

Christian



p.s.: Ich stelle den Link nicht in die Linkliste, da das Bulletin fortlaufender Aktualisierung unterliegt und daher der Link irgendwann obsolet sein wird. Aber das RKI ist ja nun mal leicht zu finden... :Gut:


Service für Gäste-a2: www.team-pak.ch