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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diesel-Generator



yggdrasil
17.09.2016, 19:21
Hallo zusammen.

Ich habe die Suchfunktion bemüht, aber keinen guten Treffer gelandet, daher der Thread.

Zu meinen Vorbereitungen gehört im nächsten Schritt auch die Stromversorgung. Sicherlich ein Luxusproblem bei SHTF aber komfortfördernd. :)

Da wir eine Ölheizung haben und einen 6000l Öltank, bietet sich ja ein Diesel-Modell an auch wenn die deutlich teurer sind als Benziner. Zum Betrieb der genannten Zentralheizung und für den alltäglichen Stromverbrauch ( Licht, Wasserpumpe, Kochen etc.)

Bei meiner Recherche sind mir erhebliche Preisunterschiede aufgefallen. Vom Metro-Angebot für 699 Euro bis zu deutlich 4-stelligen Modellen.

Welche Generatoren habt Ihr? Habt ihr überhaupt welche oder plant ihr ohne Strom? Welche technischen Rahmendaten sind zu empfehlen? Leistung/Anschlüsse etc.? Gibt es bestimmte Hersteller, die man suchen oder meiden sollte?

Vielen Dank,

Yggdrasil

Chevron
17.09.2016, 20:08
Hmm deine Überlegungen gefallen mir. Ich habe mir ehrlich gesagt auch schon überlegt, was ich tun würde, wenn bei uns (wenn ich dann im Haus wohne) der Strom ausfallen würde.
Einen Benzingenerator habe ich. Aber ich bezweifle mal, dass dieser mit seinen 600 Watt eine Heizung betreiben mag (Habe es jetzt nicht überprüft).
Das zweite Problem das ich habe, ich müsste Benzin einlagern und die Lagerfähigkeit von Benzin ist ja nicht die beste.
Alternativ käme mir noch Aspen in den Sinn. Das ist länger Lagerfähig und könnte ich auch für die Motorsäge und Rasenmäher verwenden... aber das wären so kleine Anteile, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich das Aspen in brauchbarer Zeit rotieren könnte.
Von daher wäre ein Diesel-/Ölgenerator die Lösung meines Problemes... Gerne schliesse ich mich da der Suche an. :lächeln:

AndreasH
17.09.2016, 20:09
Deine Überlegung ist genau richtig,die Sache mit dem nutzbaren Kraftstoff den Du ja bereits lagerst musst Du ausnutzen.

Es gibt leider sehr viel Schrott auf dem Markt was Generatoren betrifft,leider gibt es vernünftige Diesel-Aggregate ab etwa 2500.- Neu.Selbst für den Preis hast Du dann was aus Asien.

Da ist die Ersatzteilversorgung mehr als mies.Durch häufige Modellwechsel oder dem Zusammenbau einer Kleinserie aus Industrie-Restposten legt sich kein Importeur Teile hin um diese auch nach dem Ablauf der Garantie liefern zu können.Die verkaufen statt dessen nur 290 von 300 gelieferten Geräten,der Rest wird für Teile zerlegt.Danach gibt es dann nichts mehr für das betreffende Modell.

Honda und ähnliche Marken mal ausgenommen,die arbeiten seriös.

Ich selbst habe mir aus Armeebeständen der Briten so was besorgt :
36221

Der kann 7,5 KW in 220 Volt,läuft mit Diesel. Der 2 Zyl Motor hat einen geringen Verbrauch ist rein mechanisch und wird per Kurbel gestartet.
das Ding ist unkaputtbar und kann im Notfall auch 24/7 laufen.

Mein Rat : Sieh Dich nach etwas gebrauchtem aus Behördenbestäden um,das dauert ein wenig,Du musst dann eine " Grosse Wartung" machen
(Alle Schläuche ect erneuern ) hast dann aber für immer Ruhe.

Hol Dir z.B. den da :

http://www.vebeg.de/web/de/verkauf/suchen.htm?DO_SUCHE=1&SUCH_topsearch_term=Generator&SHOW_AUS=1639270&SHOW_LOS=1

Den kannst Du umfunktionieren und hast dann Top-Qualität sowie als Dreingabe einen schönen Anhänger mit Kofferaufbau;)

yggdrasil
17.09.2016, 20:16
Danke für den Tipp, aber das is ja riesig. Sowas müsste ich in der Garage lagern und die ist voll von... nuja...

Ich dachte eher richtung Keller...

Ich bin mir schon im klaren darüber, dass ein günstigeres Gerät nichts für die Dauernutzung auf einer Baustelle am Popo der Welt ist. Aber ein paar Wochen mit Stundenweisem Betrieb sollte doch drin sein?

Isuzufan
17.09.2016, 20:17
Hallo Weltenbaum,
wenn Du alles von Dir genannte mit dem Generator bestromen willst ist das ein ganz schön ehrgeiziges Projekt. Vergiss dann bitte sofort einen Metro Stromerzeuger um 699 oder auch um 2000 Euro. Da Du dann ja 3phasig (400 Volt) einspeisen musst kannst Du nur ein schräglasttaugliches Gerät verwenden da Du ja kaum die gleichmäßige Belastung jeder Phase jederzeit sicherstellen kannst.

Das günstigste mir bekannte Gerät wäre dieses:
http://www.ebay.at/itm/Stromerzeuger-15kVA-Stromaggregat-400V-Notstromaggregat-Generator-Diesel-f-BHKW-/131937818139?hash=item1eb81b561b
Vergiss aber nicht auch noch die Nebenkosten einzukalkulieren.

Du bist damit allerdings immer noch wesentlich günstiger wie mit einer PV Anlage in diesem Leistungsbereich als Inselanlage ausgeführt.(Das ist fast unbezahlbar)

Wenn Du das finanziell stemmen kannst ist es dafür wahrscheinlich das sinnvollste was man als Vorsorge machen kann.

LG Wolfgang

AndreasH
17.09.2016, 20:27
Das günstigste mir bekannte Gerät wäre dieses:
http://www.ebay.at/itm/Stromerzeuger-15kVA-Stromaggregat-400V-Notstromaggregat-Generator-Diesel-f-BHKW-/131937818139?hash=item1eb81b561b
Vergiss aber nicht auch noch die Nebenkosten einzukalkulieren.


Der Meinung schliesse ich mich an,für weniger Geld gibt es nichts vernünftiges.

Das Problem liegt dabei in dem "schwächsten Glied der Kette" soll heissen in dem Fall der höchste Anlaufstrom der Gerätschaften die Du damit versorgst. Oder wie empfindlich die - z.B. Heizungssteuerung- ist die man brtreiben möchte.

Ohne Phasenausgleich raucht man da schnell für mehrere tsd Elektronik im Haus auf,das spart kein Billig-Kauf ein,schon gar nicht den Ärger und den Zeitaufwand.

Nimm mal das Angebot aus meinem Beispiel..

Der geht Erfahrungsgemäss so um die 3000.- weg. Den Anhänger kannst für 1000.- verkaufen.

Hast dann einen guten Generator,eine gute Elektronik die du nur aus dem Anhänger ausbauen und in den Keller schleppen musst.

hamster
17.09.2016, 20:30
Wie sieht es denn mit dem KALT-Starverhalten aus? So ein Teil ohne Elektrostarter würde mir nicht ins Haus kommen. Vielleicht kann man ja sowas nachrüsten.

Udo (DL 8 WP)
17.09.2016, 20:36
Doppelpost...

AndreasH
17.09.2016, 20:37
Wie sieht es denn mit dem KALT-Starverhalten aus? So ein Teil ohne Elektrostarter würde mir nicht ins Haus kommen. Vielleicht kann man ja sowas nachrüsten.

Das Kaltstartverhalten ist gut,springt nach etwa 0,5 Umdrehungen der Kurbel an,sowie sich der Dekompressionshebel in "Ein" Stellung gebracht hat.

Es wäre aber überhaupt kein Problem einen E-Start nachzurüsten,den gibts beim Hersteller zu kaufen.

Hierzulande sind die Dinger völlig zu Unrecht kaum beachtet,aber meine Erfahrung mit diesem Briten-Gerät ist nur gut.

In England gibts auch eine gute Auswahl an gebrauchten Geräten :

http://www.ebay.co.uk/itm/Lister-petter-D-weld-diesel-welder-generator-/191969154047?hash=item2cb240d3ff:g:Pp4AAOSwOdpX1ovm

http://www.ebay.co.uk/itm/lister-generator/291871537712?_trksid=p2047675.c100009.m1982&_trkparms=aid%3D888007%26algo%3DDISC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D39 219%26meid%3Dcadc11e9bef94
cb7ac2c5dcea8b3f2d5%26pid%3D100009%26rk%3D1%26rkt%3D1%26sd%3 D191969154047


http://www.ebay.co.uk/itm/lister-generator/112126810327?_trksid=p2047675.c100009.m1982&_trkparms=aid%3D888007%26algo%3DDISC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D39 219%26meid%3Dcadc11e9bef94
cb7ac2c5dcea8b3f2d5%26pid%3D100009%26rk%3D1%26rkt%3D1%26sd%3 D191969154047

Udo (DL 8 WP)
17.09.2016, 20:41
Hallo "Yggdrasil",

was für ein Name....ist das Türkisch (?)

Also ich habe einen 4-TAkt Benzin-Generator mit Elektrostart von Hofi (österreichischer Aldi) mit ca.3 KW Nennleistung (bei einem Cos Phi von 1). Das ist so ein (China ?) Gerät mit einem 13 Liter Benzintank oben drauf, den es in diversen Baumärkten unter vielen Namen gibt. Wiegt so um die 50 Kg. Kein Mini Ding. Spring (zunächst unter VErwendung des Chokes) gut an, das ist kein Problem.

Ein Bild davon findest Du hier im Beitrag 3:

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/5792-Kleiner-Dieselgenerator-wer-kann-helfen?highlight=Generator
Diesen hatte ich diesen Sommer das erste Mal so richtig in Betrieb um Werkzeuge zu betreiben, bisher gabs nur kleine Testläufe.

Wenn da dran moderne Baumaschinen betrieben werden sollen, mit elektronischer Regelung, macht der Zicken.

Ein einfacher Zementmischer macht keine Probleme.

Eine mittelgroßer Skill Bohrmhammer geht gerade noch, bei einem eigentlich kleinen, elektronisch geregelten, Winkelscheifer muss man versuchen ganz kurz anzufahren bis etwas Drehzahl auf der Maschine ist, sonst schaltet die im Generator eingebaute (Schutz-) Elektronik jeweils für ca. 1 Minute ab....Motor läuft weiter... Auch eine Grundlast mit einer Lampe überredet diese Schaltung auch nicht.
Ebenso hilft eine manuelle Erhöhung der Drezahl nicht....

Ein größerer Hilti oder Hitachi Bohrhammer geht gar nicht. Läuft nicht mal an. Keine Chance.

Ich gehe einmal davon aus, dass die Anlaufströme diese Geräte einfach zu hoch sind oder das eine zu große Phasenverschiebing vorliegt.

Grudsätzlich glaubte ich mich mit den nominell 3 kW in einem sicheren Bereich, mit Reserven, ist aber definitiv nicht so.

Daher rate ich Dir grundsätzlich die zum Betrieb vorgesehene Geräte am Generator auszuprobieren.

Wir mussten 4 Wochen auf einen Stromanschluss warten und daher musste der Generator schon ran.

Die Dinger machen auch ordentlich Krach und stinken. Sowas länger laufen zu lassen ist schon eine Tortur.

Ich würde für den Heizungsbetrieb einen ordentlichen, leistungsstarken Sinus - Wechselrichter mit einer ordentlichen großen Batterie vorsehen - auch das ausprobieren - dazu ein potentes Ladegerät mit dem Du ggf. die Batterien schnell wieder laden kannst, besser Solarzellen und den Moppel nur als Backup bei Sonnenmangel.

Auch das mit dem Wechselrichter musst Du aber ausprobieren ! Danke an die Anlaufströme und die Phasenverschiebung (Cos Phi) die viele Geräte haben (Induktive und kapazitive Lasten). Ein Kühlschrank soll z.B. bis zu 7 x den nominellen Strom als Anlaufstrom ziehen...

Ich würde heute etwas mehr Geld ausgeben und ein Inverter Gerät kaufen.

Unser Kollege Buschmann hat mal vor einiger Zeit ein paar Tests mit Honda Generatoren gepostet, mal sehen, ob ich das noch wieder finde.

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/34376-Generator-Akku-Hybrid-Notstrom?
highlight=Generator+Test (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/34376-Generator-Akku-Hybrid-Notstrom?highlight=Generator+Test)

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/34358-Honda-Stromerzeuger-%28Inverter%29?highlight=Generator+Test

Das Thema "Generator" hatten wir hier schon mal sehr ausführlich "durchgekaut" ;)

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/3235-Not-Stromaggregat-Generator-Stromerzeuger-Tipps?highlight=Generator

Zum Diesel Generator: Ich denke die alten Bundeswehr Generatoren von Kirsch (mit Hatz Diesel Motor) sollten wohl ganz brauchbar und langzeit stabil sein.

Wir haben hier ein paar Mitforis die sowas haben, vielleicht können die sich dazu einmal melden, was da "geht" und was nicht. Die sind allerdings wohl auch noch nicht elektronisch geregelt -> empfindliche Geräte (wie Fernseher) machen da ev.Probleme (?)

Kochen würde ich in so einer Situation nicht mit Strom. Dazu gibt es gute Gaskocher / Gasherde. Mit einer 11 Kg Flasche kommst Du eineganze Zeit lang gut hin.

Alles was nicht unbedingt mit Strom betrieben werden muss bleiben lassen. - Licht, Motorgeräte ....

Ich hoffe das hilft Dir ein bisschen weiter.

Gruss, Udo (DL 8 WP)

hamster
17.09.2016, 20:43
Wie sieht es denn mit dem KALT-Starverhalten aus? So ein Teil ohne Elektrostarter würde mir nicht ins Haus kommen. Vielleicht kann man ja sowas nachrüsten.

Isuzufan
17.09.2016, 20:44
Hallo "Yggdrasil",

was für ein Name....ist das Türkisch (?)

(DL 8 WP)
Aber Hallo! Germanischer geht ja wohl gar nicht als der Weltenbaum (Esche) Yggdrasil:Cool:.

LG Wolfgang

Udo (DL 8 WP)
17.09.2016, 20:48
Hallo Hamster,

Kaltstartverhalten ist bei meinem Benzin Generator problemlos, solange in der Schwimmerkammer des Vergasers Sprit drin ist.

Bei meinem muss man allerdings auch im Warmzustand etwas Choke zum Anlassen geben, dann genügen 1 oder 2 Züge am Zugstarter.

Bei mir schwächelt die Batterie inzwischen.

Den Zugstarter habe ich nicht als Problem empfunden. Alles was kaputt gehen kann am besten weglassen.

Gruss, Udo (DL 8 WP)

yggdrasil
17.09.2016, 21:06
Also finanziell stemmen kann ich das. Ist halt eine Abwägungssache. 4000 Euro können sicherlich auch gut anderweitig in Vorsorge investiert werden. Es geht ja wie gesagt mehr um meine persönliche Bequemlichkeit und Luxus.

Heizen kann ich mit dem Kaminofen, Kochen auch und auf dem Grill....

Und wie Isuzufan schon anmerkte... Mein Forenname bezieht sich auf die Weltenesche. Der Baum aus der germanischen Mythologie, an dessen Wurzeln die drei Nornen sitzen und die Fäden des Schicksals spinnen.

Meine Hunde heissen übrigens Fenrir und Vidarr. Falls jemand gerade beim googlen ist.


-Þar kemur inn dimmi dreki fljúgandi -

Udo (DL 8 WP)
17.09.2016, 22:02
Hallo Yggdrasil,

danke für die Aufklärung zur Namensherkunft. Wusste ich nicht....

Also, Du hast geschrieben:

Also finanziell stemmen kann ich das.

Wie bei vielen Sachen bei der Prepperei ist weniger oft mehr.

Verabschiede Dich am besten bei Deinen Prepper Gedanken den 110 % Komfort-Ansatz erhalten zu wollen.

Am besten KISS und versuche in Deiner Umgebung unauffällig zu bleiben.

Einen Generator hört man "Meilenweit". Auch den leisesten. Probier das Ding mal einen Tag zum Spaß durchrappeln zu lassen und dann reden wir weiter ;)

Gruss Udo (DL 8 WP)

yggdrasil
17.09.2016, 22:33
Ok. Ich denk drüber nach. Das wäre halt noch das i-Tüpfelchen gewesen. Alle sitzen im Dunklen, ich hab Zentralheizung und Licht.^^

Kauf ich halt mehr Mun.... :grosses Lachen:

Jaws
17.09.2016, 23:59
Vor allem erachte ich es als suboptimal das einzige hell erleuchtete Haus in einem dunklen Dorf zu haben....

Generator beim BugIn - Ja, unbedingt.
Tarnung des Selben - Ja, überlebensnotwendig. Also Lärmschutz und bei Licht die guten alten Verdunklungsvorhänge. Ausser Du magst Überraschungsbesuch...

Solarfuzzi
18.09.2016, 14:36
Hallo yggdrasil


Wir haben auch noch eine Ölheizung und einen 5000l Tank. Ich hatte vor 2 bis 3 Jahren auch ähnliche Überlegungen. Inzwischen ist das Thema gestorben, da wir unseren Vorrat an Öl aufbrauchen werden werden und dann der Ölbrenner rausfliegt. So billig kann Öl gar nicht werden, um mich wieder umzustimmen. Wir haben wegen der Ölpreise nochmal für 1 Jahr nachgetankt, um uns etwas Zeit zu kaufen. Wir werden wahnsinnig viel Platz im Haus gewinnen.
Ich will Dir Deine Idee nicht ausreden. Wenn Du eine Affinität zu solchen Maschinen hast, mag das ok sein. Falls dies eine Black-Box für Dich sein sollte, so mag man bedenken:
Da steht dann ein Stück Kapital für 20 Jahre rum , wird eventuell nie gebraucht und nimmt Platz weg.
Es sind zwar Äpfel und Birnen , wenn hier PV-Anlagen ins Spiel gebracht werden. Es ist jedoch etwas seltsam zu behaupten, daß eine PV-Anlage die sich auch ohne EEG in 15 bis 20 Jahren komplett selbst finanziert (d.h. netto nichts kostet ) teurer ist, als eine Machine die mehrere Tausend Euro in der Anschaffung kostet und danach zu > 99,9% der Zeit nichts tut.
Die nächste Frage ist nämlich, wie lange Ihr noch freiwillig mit Öl heizen wollt. Ölpreise vorhersagen können ist Kaffeesatzleserei, wie die letzten Jahre schön gezeigt haben und für die nächsten 2 bis 3 Jahre ist hier wahrscheinlich nichts Existenzbedrohendes zu erwarten. Die Volatilität an den Märkten wird aber zunehmen, nach den Ausschlägen nach unten kommen irgendwann auch wieder Ausschläge nach oben.
Mein Strombedarf in meinem Notfallkonzept beträgt 20 bis 100 Watt tagsüber und 0 Watt nachts , da sind Heizen (Winter) oder Tiefkühlen(Sommer) und Kochen mit abgedeckt. Diesen Strombedarf kann man ohne bewegte Teile und ohne Verschleiß - und alterungsanfällige Komponenten decken. Außerdem stehen sowieso zwei kleine Dieselgeneratoren vor dem Haus (in Form von Autos), für Notfälle müssen die eben auch dran. Dann kann man auch ein paar Hundert Watt rausholen. Ich habe auch etwas Metallrohr da zum Ableiten der Abgase, falls ein Auto einige Stunden im Standgas vor dem Haus stehen sollte.


Gruß Solarfuzzi

- - - AKTUALISIERT - - -

Hallo Wasser,

wenn Geld keine Rolle spielt, gibt es sogar was besseres:
http://www.sonnenenergie.de/sonnenenergie-redaktion/SE-2013-02/Layout-fertig/PDF/Einzelartikel/SE-2013-02-s050-Innovationen-OekoFEN_e.pdf

Gruß
Jürgen

Isuzufan
18.09.2016, 15:20
Verabschiede Dich am besten bei Deinen Prepper Gedanken den 110 % Komfort-Ansatz erhalten zu wollen.
Gruss Udo (DL 8 WP)

Naja das sehe ich etwas differenzierter.
Wofür preppe ich denn sonst?
Überleben werde ich wahrscheinlich (99,99%) auch ohne jegliche Vorsorge außer es ist ein Ereignis bei welchem ich auch samt Vorsorge keine Chance habe (zB ohne Vorwarnung ein 3MT Sprengsatz knapp über meinem Schädel etc)
Die Vorsorge soll mir einfach ein bequemeres Leben mit mehr Komfort sicherstellen und da ist Strom ganz oben auf der Liste!

LG Wolfgang

tempo3000
18.09.2016, 17:21
wie sinnvoll ist es denn, die Öl-Heizung umzubauen damit sie auch bei Stromausfall funktioniert? Man müsste doch nur die Steuerung mit einem Billig-Benzingenerator betreiben oder irre ich mich da?

Solarfuzzi
18.09.2016, 17:33
Nicht nur die Steuerung, die ist das geringste Übel: Die Einspritzung , Zündung und Ölvorwärmung benötigen die größte Leistung , 300 bis 500 Watt sind durchaus drin.

tempo3000
18.09.2016, 18:05
wow, muss diese Leistung denn besonders gut geregelt sein? (empfindliche Elektronik)
oder tuts auch ein Billiggenerator für 600CHF aus dem Baumarkt?

Solarfuzzi
18.09.2016, 19:07
Die genannten "Großverbraucher" begnügen sich bestimmt auch mit modifizierter Sinuswelle , wie es so schon heißt. Die Steuerung kann den Oberwellensalat schon übelnehmen. Eventuell hilft die eingebaute Gleichspannungserzeugung lahmzulegen und durch ein preiswertes kleines Labornetzgerät oder ein Netzteil mit aufgerüstetem Elko zur Glättung auszustatten. Alles kein Hexenwerk und wahrscheinlich billiger als die Steuerung als Originalersatzteil beim Hersteller zu ordern. Die sind meistens recht unverschämt.

AndreasH
18.09.2016, 20:27
Die genannten "Großverbraucher" begnügen sich bestimmt auch mit modifizierter Sinuswelle , wie es so schon heißt. Die Steuerung kann den Oberwellensalat schon übelnehmen. Eventuell hilft die eingebaute Gleichspannungserzeugung lahmzulegen und durch ein preiswertes kleines Labornetzgerät oder ein Netzteil mit aufgerüstetem Elko zur Glättung auszustatten. Alles kein Hexenwerk und wahrscheinlich billiger als die Steuerung als Originalersatzteil beim Hersteller zu ordern. Die sind meistens recht unverschämt.

Hallo Solarfuzzi !
Das ist ein sehr guter Tip,vielen Dank ! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht !

Für meinen alten "Steinzeitdiesel" hatte ich vom Einsatzzweck her sowieso nur "untergeordnete" Stromverbraucher im Sinn,also die Waschmaschine ( Auch uralt,ohne Elektronik) laufen zu lassen,eine Kreissäge zum Feuerholznachschub betreiben,Tauchpumpe,und als Flautenschieber für die (Solar) Batterien im Winter.

Das Luxusproblem habe ich eher nicht im Auge,aber die Überlegungen einiger ( Das Auto in der Einfahrt laufen zu lassen usw. ) geben mir da zu denken :

In manchen Situationen sollte man ja auf eine Geräusch und Geruchstarnung achten bzw. nicht in einem völlig dunklen Ortsteil dann Nachts mit Licht auf sich aufmerksam machen.Dieselabgase aus der Garage zur Strasse hin ableiten ect.

Da ist etwas mehr "Bastellösung" angsagt,so eine Plug&Play Kiste aus dem Baumarkt irgendwo aufstellen kann im Notfall den falschen Leuten ein Signal geben...

Ich möchte da nochmal auf meine Lösung mit einem gebr. Gerät aus Behördenbeständen hinweisen,das natürlich Schallgedämmt und auf Silentblöcken im Keller aufgebaut.Wenn man dazu noch einen Rauchgaswäscher in die Abgasleitung setzt hat man einen sehr diskreten Betrieb.

Wasser hat da völlig recht,vielleicht kann man das ja verbinden und schmeisst bei der Aktion gleich die alte Ölheizung raus und baut ein BHKW ein.Bzw. man sucht sich eine Anlage die ohnehin mit einem Wassergekühlten Motor ausgestattet ist.Da kann man problemlos eine Anbindung an den Heizungskreislauf herstellen.

Platzproblem ? Das sehe ich so nicht,denn die 2-3 m² für die Anlage sollten in jedem EFH da sein.
Doof nur das vielerorts die Tanks in die Keller gestellt wurden,da hat man am falschen Ende gespart. Ein Erdtank im Garten ist sowieso die besser Lösung,gleichzeitig noch mehr Schutz vor Sabotage und Diebstahl.Den " Fülldom" kann man gut tarnen und so verschliessen das keiner ohne schweres Gerät mehr drankommt.Notfalls stellt man ein Auto über den Zugang.

Als der Ölpeis hier mal kurzzeitig über 1 € / l war haben dunkle Strategen so einige Tanks über die draussen am Haus angebrachte Fülleitung leergenuckelt. Das geht besonders gut bei Tanks die recht dicht an der Kellerwand stehen,daher nur einen 90° Bogen bis zur Flüssigkeit haben...

Solarfuzzi
18.09.2016, 20:58
Also da waren ganz schön viele Beschimpfungen in diesem Beitrag. Ich gebe das nur zurück mit der Bemerkung "Lesekompetenz". Ich habe nie behauptet, daß ich mit 100 Watt Leistung kochen würde. Ich hatte von Strombedarf gesprochen, d.h. von edler Hilfsenergie, um die anderen Systeme am laufen zu halten. Wenn man natürlich auf elektrischem Ceranfeld im Notfall besteht, dann muß man für diesen Luxus natürlich entsprechend bezahlen. Dies ist für mich kein Notfallkonzept sondern Dekadenz ,aber wer hat der hat. Reiche Leute dürfen auch im Notfall wie Reiche leben, kein Problem für mich.
Bei den heutigen Bezugspreisen für Haushaltsstrom ist eine Refinanzierung einer PV-Anlage nicht mehr von Einspeisepreisen abhängig, man kann sogar einen Teil des Stroms wegwerfen. Für Privatverbraucher ist die Netzparität schon seit einiger Zeit erreicht. Da aber die wenigsten Leute sich die Arbeit machen, dies tatsächlich durchzurechnen, wissen sie es auch nicht ( und dies sind die mit den leeren Dächern ). Zu deren Verteidigung muß man zugeben, daß die Arbeit der Bundesregierung , des VDEs und anderer Lobbygruppen beim Kampf gegen die weitere Verbreiterung von PV gute Früchte trägt.
Die Mär von Diesel <> Heizöl wird auch nur massenwirksam verbreitet, damit man keine Steuerfahndung braucht. Mir hat noch nie ein Steuerfahnder in den Tank geschaut und ich kenne auch niemanden, dem das schon passiert ist. Da ich nichts sagen kann, was mich selbst belasten würde, kann ich hier nur sagen, das beide chemisch identisch sind bis auf Additive und kriminalisierende Farbstoffe und daß diese Aussage nicht nur auf Theorie basiert. Den Raffinierien ist es egal, wie das Zeug genannt wird. Teilweise werden manche Additive sogar erst vom Kraftfahrer des Tankwagens reingeschüttet ( nicht die Farbstoffe, die den Steuersatz bestimmen ). Alles nur Marketing.
Der Link war keine Empfehlung , nur eine Angabe.

Waschbär
18.09.2016, 21:17
Hallo,
bei mir ist die gleiche Situation.
Ich baue mir momentan folgende Notstromversorgung auf, der erste Teil funktioniert bereits.

Als Wechselrichter habe ich mir einen Victron Phoenix Compact 24V / 1600 VA gekauft. Die Firma kommt aus der Marinetechnik, die Geräte sind also robust und langlebig. Hier einen billigen China-Wechselrichter zu kaufen, ist meiner Meinung nach am falschen Ende gespart. Wenn es gilt, soll das Gerät unbedingt reibungslos funktionieren, sonst kann man sich den Aufwand ja sparen.
Das Gerät war gebraucht und hat ca. 500 Euro gekostet.

Als Generator habe ich mir ein 24V /1,9 kW Stromaggregat (Hatz Diesel) aus Bundeswehrbeständen gekauft. Aus dem Depot, werksüberholt, 5 Betriebsstunden, damals für knapp 500 Euro zu haben. Der Diesel kann mit so gut wie allem betrieben werden, was flüssig ist :rolleys: - Heizöl ist also perfekt und in ausreichenden Mengen vorhanden.

Für einen ersten Test habe ich zwei Blei-Akkus vom Rasenmäher (12V, 15 Ah) in Reihe geschalten und mit dem Wechselrichter verbunden. Die Heizung lief problemlos an, selbst der Test mit einem Winkelschleifer lief erfolglos (braucht beim Anlaufen sehr viel Strom). Im Betrieb braucht die Heizung dann nur ca. 100W (inkl. Umwälzpumpe).

Fällt der Strom jetzt länger aus, werden die Batterien mit dem Wechselrichter verbunden und der Generator dazu parallel angeschlossen. Und schon hat man Strom!

Das ist aber nur der erste Schritt. Im zweiten Schritt plane ich, eine Batterie (24V, ca. 300 Ah) sowie 6 Solarmodule (255W peak pro Modul) zu installieren. Mit dieser Kapazität kann die Heizung für knapp 3 Tage durch die Batterie versorgt werden, erst dann müssen sie nachgeladen werden. Das sollte mit dem Generator knapp 3 Stunden dauern.

Im "Normalfall" soll die Batterie aber auch benützt werden. Von April bis August können die Batterien pro Tag (im Durchschnitt!) bis zur Hälfte aufgeladen werden. Da die Entladetiefe für eine hohe Lebensdauer bei 50% liegen soll, würde das perfekt passen. Geplant ist, den Gefrierschrank und die Heizung immer darüber zu betreiben (ggf. werden die Batterien vom Netz nachgeladen) sowie Waschmaschine und Trockner, je nach Ladezustand. Allerdings muß ich hier erst prüfen, ob der Wechselrichter von der Leistung her dann ausreichend ist.
Für diesen Aufbau habe ich bisher das Victron Easysolar System ausgesucht. Da ist ein Wechelrichter (identisch mit meinem bisherigen) plus Ladegerät plus Solarladeregler integriert, alles sauber verkabelt und abgesichert (FI, Sicherungen).
Aber dieser Teil wird erst im nächsten Frühjahr in Angriff genommen.

Gruß vom Waschbär!

Solarfuzzi
18.09.2016, 21:32
Nachtrag an Wasser:
Ich gehe davon aus, daß alle Forenteilnehmer erwachsen sind und für Ihre Handlungen selbst verantwortlich. Niemand hat hier für jemanden anderen eine Fürsorgepflicht aus der Teilnahme am Forum. Insofern braucht man auch keine Interviews führen, welche Ahnung ein potentieller Leser von der Materie hat.

Jaws
18.09.2016, 21:39
@ Solarfuzzi

Ich beispielsweise habe keine Ahnung von Solarstrom. Eine Notstromgruppe bringe ich zum laufen, das war es aber schon.

Einmischen tue ich mich jetzt aber wegen Deiner Bemerkung der Fürsorgepflicht im Forum: Du hast recht, juristisch gesehen besteht die nicht. Aber moralisch eben schon. Das Forum lebt eben auch davon, dass die Beiträge der Wahrheit entsprechen. Als kompetente Vorinformation.

Würde jeder hier einfach nur Behauptungen schreiben wäre das Forum nutzlos.

En Gruess

Jaws

Solarfuzzi
18.09.2016, 22:35
Das Original-Thema ist ja Diesel-Generator und insofern sind andere Konzepte hier per definition off topic. Da ja ein wenig an meiner Kompetenz gezweifelt wird, mal einige summarische und vergleichende Bemerkungen zu diesem Konzept aus der Vogelperspektive:


Wettbewerber A basiert auf dem Einsatz eines Endprodukts hochkomplexer großindustrieller Prozesse dessen Rohstoffe aus oft politisch labilen Gebieten beschafft werden müssen. Die Verteilung des Endproduktes basiert auf einem System privater und staatlicher Prozesse, gegen dessen Versagen man zum Teil vorsorgen möchte (!). Die Umwandlung in nutzbare Wärme erfolgt in einem hochgezüchteten Brennersystem unter Hochdruck und Brennstoffvorwärmung. Gleichzeitig wird ein nicht unerheblicher Teil von elektrischer Hilfsenergie in einem engen Parameterbereich (d.h. von hoher Qualität) benötigt , welche dann wiederum im besagten Notfall durch einen Verbrennungsmotor mit angeschlossenem Generator erzeugt werden muß. Zusätzlich ist eine elektronische Steuerung meistens vorhanden, die meistens herstellerspezifisch ist , d.h. die Ersatzteilversorgung kann bei älteren Modellen und/oder Krisenzeiten in Frage gestellt werden.


Wettbewerber B basiert auf dem Einsatz eines in Mitteleuropa weitläufig vorkommenen Naturproduktes , welches bei Normalluftdruck ohne Einsatz von elektrischer Hilfsenergie mit > 80% Wirkungsgrad zu nutzbarer Wärme umgewandelt werden kann. In Notfällen können kleinere Mengen oft auch fußläufig oder per Fahrrad beschafft werden und unter Wirkungsgradeinbußen direkt verwertet werden. Bei höherwertigen Anlagen, die auch im Normalalltag nützlich sind, sind 20 bis 40 Watt Leistung bei unkritischen Spannungen im Bereich von 160 bis 250 V AC zum Transport der Wärme mittels Wasser erforderlich. Weitere Regelungen oder Steuerungen sind im Notfall für eine überwachte Betriebsweise nicht erforderlich.


Lokale Lagerhaltung von 1 bis 3 Jahresbedarfen ist üblich bei A und B und deshalb kein Unterschieds-Kriterium, genauso wie die Beschaffenheit der Pumpen in wasserführenden Heizsystemen.


Jetzt könnt Ihr weiter über Dieselgeneratoren diskutieren. Sorry, ist nicht wirklich das, was mich umtreibt. Ich bin dann raus.

Isuzufan
19.09.2016, 12:05
Da ich nichts sagen kann, was mich selbst belasten würde, kann ich hier nur sagen, das beide chemisch identisch sind bis auf Additive und kriminalisierende Farbstoffe und daß diese Aussage nicht nur auf Theorie basiert. Den Raffinierien ist es egal, wie das Zeug genannt wird. Teilweise werden manche Additive sogar erst vom Kraftfahrer des Tankwagens reingeschüttet ( nicht die Farbstoffe, die den Steuersatz bestimmen ). Alles nur Marketing.
Der Link war keine Empfehlung , nur eine Angabe.
Das Dislike ersparst Du Dir nur weil Du als Anfänger eine gewisse Narrenfreiheit hast.

Deine elektrischen Ergüsse sind lustig, Deine kraftstoffmäßigen nicht mehr.

Deine Meinung hatte vor 30 Jahren eine gewisse Berechtigung aber das ist längst überholt!
So einen Unsinn zu behaupten kann viel Geld kosten, schädigt die Umwelt und natürlich auch den Staatsbürger auf dem Umweg über die Steuer!
Si tacuisses philosophus mansisses!

LG Wolfgang

Anti
19.09.2016, 12:49
Also ich hatte ein schönes Wochenende am "Lütsche-Alternative-Treffen" in der Schweiz an dem ich viele Foris getroffen habe.
So starte ich gemütlich und erfrischt in den Montag und was seh ich da? Man nimmt sich schon an den Haaren in einem Thread in dem es um doofe Dieselgeneratoren geht!
Da wäre mir mein Wochenende zu schade um in einem Forum albernes Zeug zu schreiben...

Der Thread hier ist übrigens nicht nur wegen dem Umgang zu, sondern weil es schon genug Threads zum Thema gibt.
Dankeschön an Endzeitstimmung, er hat sogar welche aufgelistet, wurde aber leider konsequent ignoriert.

Geht doch das nächste Mal ans Lütsche Treffen und unterhaltet euch beim Lagerfeuer anstatt hier zu keifen.
Und dir Solarfuzzi lege ich sehr nahe, dich mit den Forumsgepflogenheiten vertraut zu machen bevor du viele Beiträge schreibst.

Gruess, Anti


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