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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trinkwassser einlagern



Rolandodo
17.11.2016, 10:19
Hallo zusammen

Bin mir am überlegen Trinkwasser einzulagern und würde gerne eure Meinung dazu hören.

Mir schweben da verschieden Varianten im Kopf rum.

1. Die blauen Kunststoffäser die gibt es in den Grössen 60 und 120 und 220Liter z.B. von Fass Braun
2. 1.000 l Tank für den Transport von Flüssigkeiten auf einer Palette
3. Mineralwasser in 1.5 Liter Flaschen

Fässer und der Tank auf der Palette hätte den Vorteil, dass ich günstig grösser Mengen Wasser lagern kann (weil Wasser aus dem Hahn fast gar nichts kostet, auch wenn ich das Wasser jeden Zweiten Monat wechseln würde)

Mir persönlich wären die 1.5 Liter Flaschen am liebsten, sie haben in meinen Augen mehrere Vorteile:

1. Wenn mal eine defekt ist, läuft mir nicht der ganze Vorrat aus
2. Sie sind schön handlich und ich kann soviel mitnehmen wie ich brauche, oder es Platz hat wenn ich mal im Notfall das Haus verlassen muss.
3. Die leer PET Flasche kann man für viele Dinge Weiterverwenden.
4. Die Haltbarkeit in den Flaschen ist um einiges länger, wie wenn ich Wasser ab der Leitung einlagere
5. Es wäre ein Zyklus vorhanden, wenn man einmalig einen Jahresvorrat einkauft und dann das Getrunkene monatlich ergänzt.

Nachteil:

1. Es kostet erstmalig einiges an Geld, um den Jahresvorrat zu kaufen. Nachher sind es laufende Kosten die sowieso anfallen
2. Wer kann mir Palletten von Mineralwasser liefern? Ich habe mal bei COOP und der Migros angefragt, die liefern mir das nicht nach Hause.

Nun meine Frage an Euch. Wie halte Ihr es mit dem Trinkwasser? Ist das realistisch mit den 1.5 Liter PET Flaschen oder wäre eine Kombination von Fässern und PET Flaschen das richtige?

Beste Grüsse Rolandodo

Chuck Noland
17.11.2016, 10:44
Also ich setze bei der Lagerung nur auf die PET-Flaschen.

Nebst deinen genannten Vorteilen kommt bei mir noch die Bequemlichkeit hinzu. Denn ich will nicht dauernd die Wasserqualität überprüfen oder das Wasser mit Zusätzen behandeln, die dann auch noch in deine Preisrechnung einfliessen müssen.

Manche klagen, dass bei längerer Lagerung angeblich pöse (https://www.youtube.com/watch?v=fPaDlNPbDSM)Stoffe ins Wasser gelangen. Da ich (ausser ein wenig BP5) nichts einlagere, was nicht im normalen Speiseplan verzehrt wird, habe ich da keine Bedenken, denn spätestens nach einem halben Jahr ist das rotiert.

Was deine Bedenken wegen des hohen Anschaffungspreises zu Beginn angeht, so frage ich dich, ob es wirklich gleich ein Jahresvorrat auf einmal sein muss?
Kauf doch jede Woche ein paar Sixpacks. Dadurch kannst du die Kosten etwas verteilen und kommst auch auf deinen Vorrat.

PS: Was die Lieferung von Paletten betrifft, so kann ich dir nicht helfen.

KidCrazy
17.11.2016, 10:46
Ich persönlich finde 60-Liter-Kanister bereits zu groß, denn 60l = 60kg. Irgendwie musst du das Wasser ja auch noch dorthin bekommen, wo du es verbrauchst.

Leitungswasser ist am günstigsten, da hast du Recht. Vergiss aber nicht das haltbar machen. Entsprechendes Material (https://www.amazon.de/Katadyn-Wasserentkeimung-Micropur-Classic-54000/dp/B000S0I9AU) kostet zwar auch nicht die Welt, sollte aber dennoch mit eingeplant werden.
Alle 2 Monate das komplette Lager auffrischen wäre mir allzu schnell zu lästig. Und Wasserverschwendung ist es auch, falls du keinen guten Anwendungszweck dafür hast.

PET-Flaschen möchtest du vermutlich nach Verwendung wieder zurückgeben, denn der größte Posten beim Kauf ist (zumindest in DE) das Flaschenpfand. Meiner Meinung nach ist der größte Nachteil von Wasser-in-Flaschen-Lagerung der unglaubliche Platzbedarf: Ein Kasten Wasser enthält normalerweise 12x0.75l = 9l. In dem Volumen bringst du bei Verwendung von Kanistern locker 50-60l unter.

Leider habe ich meine BEVA noch nicht davon überzeugt Leitungswasser einzulagern :weinen: Daher stehen bei mir derzeit auch nur max. 6 Kisten normales Mineralwasser rum. Das liegt allerdings nicht daran, dass sie es nicht als sinnvoll erachten würde, sondern dass es ihr zu unansehlich ist :lachen: BEVA ist halt im Gegensatz zu mir optisch sehr harmoniebedürftig.

Avec
17.11.2016, 11:05
PET-Flaschen möchtest du vermutlich nach Verwendung wieder zurückgeben, denn der größte Posten beim Kauf ist das Flaschenpfand. Meiner Meinung nach ist der größte Nachteil von Wasser-in-Flaschen-Lagerung der unglaubliche Platzbedarf: Ein kasten Wasser enthält normalerweise 12x0.75l = 9l. In dem Volumen bringst du bei Verwendung von Kanistern locker 50-60l unter.

Wobei das Verhältnis bei den 1,5 l Sixpacks schon deutlich besser ist. Wir haben min. 12 dieser Sixpacks jederzeit zu Hause. Das sind 108 l Trinkwasser. Das reicht ne ganze Weile.
Zusätzlich kann man dann noch Nutzwasser einlagern, da sind die Ansprüche aber nicht ganz so hoch.

Gruß Avec

KidCrazy
17.11.2016, 11:18
Wobei das Verhältnis bei den 1,5 l Sixpacks schon deutlich besser ist. Wir haben min. 12 dieser Sixpacks jederzeit zu Hause. Das sind 108 l Trinkwasser. Das reicht ne ganze Weile.
Zusätzlich kann man dann noch Nutzwasser einlagern, da sind die Ansprüche aber nicht ganz so hoch.

Ja, da kommt mir wieder meine BEVA in die Quere: Trinkwasser in Nicht-Notzeiten nur aus Glasflaschen :weinen:

Avec
17.11.2016, 11:48
Das lagert im Keller...wie das meißte andere auch...da hat BEVA nicht viel mit zu reden wie das aussieht. Die kann sich oben austoben :grosses Lachen:

Gruß Avec

tomduly
17.11.2016, 11:57
Hallo,

wenn man einen kühlen dunklen, aber frostfreien Lagerplatz hat, würde ich Glasflaschen zur Langzeiteinlagerung definitiv bevorzugen. Warum? Kunststoffe sind mikroskopisch gesehen, alles andere als hermetisch dicht. Das führt dazu, dass mit der Zeit Stoffe von aussen durch den Kunststoff ins innere des Plastikbehälters gelangen. Nennt man Diffusion. Macht mal den Versuch und legt eine PET-Flasche mit Wasser zum Reserverad ins Auto und fahrt das ganze ein paar Monate spazieren - das Wasser schmeckt anschließend fad und riecht deutlich nach Gummi.
PET-Flaschen, die z.B. bei Sprudelwasser leicht unter Druck stehen verlieren auf diese Weise sehr schnell ihre Kohlensäure, sie entweicht durch die Flaschenwand hindurch. Aus eigener Erfahrung passiert das bei den extrem dünnwandigen Flaschen, in die z.B. Discounter wie ALDI ihr Mineralwasser abfüllen innerhalb weniger Wochen. Deshalb halte ich zumindest PET-Flaschen für eine echte Langzeitlagerung von Wasser eher für ungeeignet. Erschwerend kommt dazu, dass das Verhältnis Flaschenoberfläche zu Inhalt immer ungünstiger wird, je kleiner die Flasche ist. D.h. ein 20l-Kanister ist 40 PET-Flaschen mit 0,5l vorzuziehen, weil der Kanister relativ gesehen die kleinere Oberfläche hat, durch die Stoffe diffundieren können.
Wo Wasser recht lange frisch bleibt, ist in dickwandigen Plastiktanks, wie man sie z.B: in Wohnmobilen einsetzt. Wir haben in unserem "BOV"-Unimog einen 100l-PET-Tank für Frischwasser. Der hat etwa 5mm Wandstärke, schwarz und isoliert eingebaut. Das Wasser hält darin monatelang, ohen muffig zu werden. Trotzdem filtere ich es standardmässig über einen Kombifilter Keramik/Aktivkohle, bevor es aus dem Hahn kommt.

Für den Haushaltsvorrat setze ich aber auf die klassische 0,7l Glasflasche. Wenn man da beim Getränke-Einkauf eine Zeit lang jedesmal eine Ksite mehr kauft, als man braucht, kann man einen Vorrat aufbauen, ohne sich abschleppen zu müssen. Mit 10 Kästen ist man dann bei 80-90l - das reicht für ein paar Tage.

Grüsse

Tom

Rolandodo
17.11.2016, 12:24
@tomduly

ist das wirklich so schlimm mit den PET Flaschen? Ist mir bis anhin noch nicht so richtig aufgefallen. Ich weiss zwar das Kunststoffe im Molekülbereich nicht 100% dicht sind, aber dass es so schnell geht hätte ich nicht gedacht.
Besonders nicht bei Flaschen mit Kohlensäure, dort herrscht doch schon ein Druck von innerhalb der Flasche und der macht das eindringen von Molekülen um einiges schwieriger. Ich bin kein Mikrobiologe daher ist die nur eine Vermutung

Beste Grüsse

Rolandodo

Unabhäniger
17.11.2016, 12:47
Hallo zusammen


Jeder der in seiner Wohnung oder Haus, einen
eigenen Boiler hat,

Besitzt schon eine Reserve, in meinem Fall 300l.

Wenn z,Bsp bei einem Erdbeben die Zuleitung vom Netz abreisst dürfte der Boiler nicht leerlaufen, da ein Rückflussverhinderer eingebaut ist.


Ein paar Sixpack im Keller und draussen eine Regenwassertonne reichen fürs erste.


gruss unabhäniger

Asdrubal
17.11.2016, 12:55
Die großen Gebinde haben auch den Nachteil, dass gleich sehr viel verloren geht, wenn in einem Behälter mal was nicht stimmt. Das gilt natürlich auch für andere Sachen, nicht nur für Wasser. Wenn du 240 Liter in zwei Kunststofffässern hast und es in einem zu faulen anfängt, ist gleich die Hälfte verloren. Wenn du das ganze Zeug in 20-Liter-Kanistern hast, verlierst du nur ein Zwölftel.

Dazu kommt, dass du die großen Behälter über eine längere Zeit immer wieder öffnest und damit die Gefahr der Verunreingung steigerst. Brauchst du beispielsweise zehn Liter am Tag, dann ist der kleine Kanister nach zwei Tagen leer. Da kann nicht viel passieren, selbst wenn am ersten Tag ein paar Keime reinkommen. Über knapp zwei Wochen bei einem 120-Liter-Fass können die sich schon ganz ordentlich vermehren.

Außerdem ist die Wiederverwendung verschieden schwierig, wenn wirklich mal Verkeimung aufgetreten ist. Ein kleinerer Behälter kann leichter keimärmer gemacht werden, notfalls durch Ausspülen mit kochendem Wasser. Das ist bei einem 120-Liter-Fass in der Handhabung schwieriger. Und selbst wenn man feststellt, dass der Behälter so verseucht ist, dass das Wasser nicht mehr lange genug haltbar bleibt, ist es ein geringerer Verlust, wenn man einen kleinen statt einem großen Behälter final aussortieren muss.

tomduly
17.11.2016, 13:04
@Rolandodo: stell Dir mal ein paar 0,5er-Flaschen "Classic Mineralwasser" vom Aldi in den Keller. Neu sind die Flaschen prall und fest. Nach ein paar Wochen sind die ungeöffneten Flaschen schon richtig weich und verformen sich beim Öffnen, weil das meiste vom CO2-Überdruck weg ist. Und dann ist auch die Barriere durch Überdruck in der Flasche gegen das eindiffundieren von Stoffen von aussen nicht mehr gegeben.

Bei Marken-Mineralwasser sind die PET-Flaschen dichter. Aber auch da lässt der "Schwung" im Sprudel spürbar nach einigen Monaten nach.

Wenn man seinen Wasservorrat in der ganz normalen Vorratshaltung rotiert, dann sind hochwertige PET-Flaschen unproblematisch, so lang die Flaschen durch die Rotation regelmässig erneuert werden.
Aber wenn man vorhat, einen separaten Langzeitvorrat anzulegen, der für x Jahre unangetastet bleiben soll, dann würde ich nicht auf Plastikbehälter setzen.

Unser Wasser-Vorratskonzept sieht so aus:

- ca. 10 Kisten Mineralwasser 12x 0,7 Perlglasflasche in der normalen Vorratsrotation
- ca. 30-40 0,5l-PET-Flaschen mit Mineralwasser und stillem Wasser im Reiselaster
- ca. 6-8 0,5l-PET-Flaschen in den Autos

Die Flaschen in den Autos werden übers Jahr mehrfach aufgebraucht und ersetzt. Haben uns angewöhnt, in jedem Türfach ne Flasche stecken zu haben und den Rest im Kofferraum in einem Seitenfach.
Die Flaschen im Reiselaster werden auch entweder aufgebraucht oder durch die Autos rotiert.

Wir haben zudem das Glück, einen alten und tiefen Zisternenbrunnen im Garten am Haus zu haben, der Wasser von brauchbarer Qualität enthält. Je nach Krisenszenario: kein Leitungswasser mehr verfügbar, Bug-In (Blackout, Pandemie) oder Evakuierung mit Ansage (AKW-GAU), würde ich dieses Wasser in Kanister und Tanks füllen. Da wir früher immer wieder Sahara-Touren gemacht haben, stehen uns dafür 10x 20l Kanister und 2x 100l Tanks zur Verfügung und Katadyn-Filter zur Aufbereitung. So können wir aus dem Stand 400l trinkbares Wasser bunkern, auch wenn das Leitungswasser ausgefallen ist.

Grüsse

Tom

Avec
17.11.2016, 15:21
Könnt ihr nicht einmal im Jahr 1-2 Wochen Wasser aus flaschen trinken und gut? oder einen Kasten/Monat? Wir trinken auch bevorzugt Leitungswasser aber gelegentlich brechen wir auch ein Sixpack an um das Wasser zu rotieren.

Ich hab so Gärtanks mit 150 bzw. 200l Volumen...die sind auch dickwandig. Sillten also geeignet sein, oder?

Gruß Avec

Chuck Noland
17.11.2016, 15:26
...Wir haben zudem das Glück, einen alten und tiefen Zisternenbrunnen im Garten am Haus zu haben, der Wasser von brauchbarer Qualität enthält. Je nach Krisenszenario: kein Leitungswasser mehr verfügbar, Bug-In (Blackout, Pandemie) oder Evakuierung mit Ansage (AKW-GAU), würde ich dieses Wasser in Kanister und Tanks füllen...

Ach wie gerne hätte ich auch so etwas in meinem Garten! :weinen:

Wie gesagt rotiere ich meine PET-Flaschen und mache mir deshalb keine Gedanken über irgendwelche Diffusionen. Auch die Flaschen aus dem Kofferraum wurden mir bisher nie muffig, auch wenn ich sie einmal testweise ein ganzes Jahr darin belassen habe. Lediglich von der Kohlensäure ging ein kleiner Teil verloren. In Krisenzeiten aber absolut kein Problem.

Bei Brauchwasser (Toilette etc.) laufe ich einfach mit dem Bollerwagen die 300 Meter zum Bach und kann mir dort laufend etwas holen.

Was ich mal machen möchte, ist ein Test, ob man das auch gefahrlos trinken könnte.
Der Bach fliesst durch Landwirtschaftsgebiet (kein Biobau) und enthält also mehr oder weniger Spuren von Gülle, Dünger und Pestiziden.
Ich liebäugle für solche Fälle schon lange mit einem Filter in dieser Art (https://www.katadyn.com/de/de/254-2110080-katadyn-drip-gravidyn).
Nur sind 280 Euro nicht gerade wenig für ein Gerät, das im Alltag sicher nicht eingesetzt wird.


...Wir trinken auch bevorzugt Leitungswasser aber gelegentlich brechen wir auch ein Sixpack an um das Wasser zu rotieren...

Genau so machen wir das auch.

Jaws
17.11.2016, 15:40
Hoi Chuck

Es geht auch billiger:

https://www.katadyn.com/de/ch/885-8019296-katadyn-base-camp-pro-10l_eu

Ich habe im Frühjahr einen solchen Filter für genau dieselbe Situation erstanden, wegen des Wechsels des Verpackungsdesigns für 100.-- ChF bei Bächli Bergsport. Interessant: Laut Auskunft des Verkäufers waren ALLE diese Filter in 3 Tagen weg. Wer wohl sowas kauft?

En Gruess
Jaws

Chuck Noland
17.11.2016, 16:57
Ich habe mir den schon auch angeschaut.
Jedoch steht bei dem nur, dass er gegen Mikroorganismen wirksam ist.

Da bei meiner Wasserquelle wie gesagt auch die Gefahr von Chemie/Gülle besteht, habe ich ihn nicht weiter beachtet.

Wie sähe es aus, wenn man zusätzlich einen Aktivkohle-Filter anschliesst: Würden diese Chemikalien ausreichend gefiltert? Und gibt es so etwas überhaupt für den Base Camp Pro?
Ich habe auf die Schnelle nur einen Vorfilter für die Flasche (https://www.katadyn.com/de/ch/268-8013450-active-carbon-bottle-adaptor) gefunden...

Asdrubal
17.11.2016, 17:35
Ich glaube die Aussage "ausreichend gefiltert" ist kaum vernünftig zu treffen. Sicher kann Aktivkohle die Chemikalien reduzieren, wie es ja auch in der verlinkten Produktbeschreibung heißt. Ausreichend wäre vermutlich, wenn danach die einschlägigen Grenzwerte im jeweiligen Staat unterschritten würden. Das hängt aber ifaik (Chemiker mögen mich korrigieren) ganz stark von der Ausgangsbelastung ab, die aber nur schwer einzuschätzen ist.

Um es kurz zu machen: Ich würde auch mit Aktivkohlefilter immer das greifbare Wasser, das am geringsten belastet ist, in den Filter füllen.

Chuck Noland
17.11.2016, 18:24
Na klar würde ich das auch machen. Ich gehe ja nicht nach dem Motto "Mit meinem Katadyn trinke ich sogar das gute Fukushima-Quellwasser..." :rolleys:

Mir ist schon klar, dass die Bauern nicht gleichmässig düngen und Herbizide spritzen.
Was ich mit "ausreichend" gefiltert meinte, war: könnte ich das wohl trinken, ohne von Montezumas Rache heimgesucht zu werden. In einem Krisenfall wäre das ja eine zusätzliche Katastrophe...

Ich muss da noch für mich meine Gedanken machen, ob ich die finanzielle Investition tätigen und einen anschliessenden Selbstversuch unternehmen will...
(Sollte ich jemals plötzlich von einem Tag auf den anderen nicht mehr aktiv sein, wisst ihr, dass der Versuch misslungen ist. :grosses Lachen:)

PS: Wie streng muss man eigentlich diese Aktivkohle bei diesen Zusatzfiltern wechseln? Und könnte ich auch Aktivkohlepulver (rein) aus dem Laborbedarf verwenden?

finges
17.11.2016, 18:33
In diesem Thread solltest du noch einige gute Infos finden

Wasser einlagern (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/32182-Wasser-einlagern)

Bingo
24.11.2016, 15:13
...

Für den Haushaltsvorrat setze ich aber auf die klassische 0,7l Glasflasche. Wenn man da beim Getränke-Einkauf eine Zeit lang jedesmal eine Ksite mehr kauft, als man braucht, kann man einen Vorrat aufbauen, ohne sich abschleppen zu müssen. Mit 10 Kästen ist man dann bei 80-90l - das reicht für ein paar Tage.


Ich hatte mal im Sommer, sehr heiß, eine Kiste frisches (!) Wasser mit CO2 in PET-Mehrwegflaschen. Durch zu warme Lagerung schmeckte das Wasser komisch. Und ich denke, dass das Plastik auch bei kühler Lagerung, wenn auch langsamer, irgendwelche Stoffe abgibt, auch wenn die Geschmacksknospen da noch nicht anspringen. Zeit spielt wie Wärme eine Rolle, also PET-Flaschen einlagern sehe ich kritisch.
Außerdem ist in D der Pfand zu teuer. Für das Geld kann man auch geeignetere Behältnisse kaufen und Trinkwasser aus der Leitung abfüllen.

Zur Rotation von eingelagertem Leitungswasser: Man muss es ja nicht großartig haltbar machen, wenn man es etwas schneller Rotieren lässt. Auch muss man es ja nicht pur trinken, überlegt mal, wo ihr noch Trinkwasser verbraucht. Klospülung ist da so ein "Großverbraucher". Kaffee, Tee oder Kartoffeln usw., da wird's dann ja abgekocht. Blumen gießen, Tapetenkleister anrühren, Raumpflege, Gartendusche,...

Anomen
24.11.2016, 15:45
(...) ich denke, dass das Plastik auch bei kühler Lagerung, wenn auch langsamer, irgendwelche Stoffe abgibt (...)
Dazu und zu dem Thema allgemein würde ich gerne auf meinen Thread "Infos rund ums Wasser" verlinken, welcher eine ZDF Doku zu diesem Thema zusammenfasst.

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/37389-Infos-rund-ums-Wasser-%28ZDF-Doku%29

Bingo
24.11.2016, 18:03
Der Link geht, die Doku aber nicht (mehr). Zumindest mit meinem Browser nicht.

Snowhawk
24.11.2016, 19:11
Haltet Euch doch einfach ein grosses Süsswasseraquarium ;) So mach ich das. 200 Litertank im Notfall mit Wasserfilter anzapfbar. Und was schönes hat man dann auch noch ;)

WAY TO GO
25.11.2016, 00:12
Guckt mal hier, da haben wir das Thema schon ausgiebig beackert:

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/32182-Wasser-einlagern/page3

Hier mein Ansatz zur H2O-Lagerthematik:

Handlichkeit & Begrenzung möglicher Verkeimung steht auch bei mir Vordergrund.
Deshalb lagere ich nebst den gekauften Mineralwassersixpacks auch eine Trinkwasser (Ab Wasserhahn) Notreserve in 5 Liter Kunststoffkanistern.
6 Kisten à 8x5 Liter, dunkel und Kellerkühl gelagert, bleiben während 2 Jahren, ohne Beigabe von Chlor oder Micropur, einwandfrei.

Nach 2 Jahren wird der Vorrat erneuert, das "alte" Wasser kommt in die Regentonne zwecks Gartenbewässerung.

http://www.survivalforum.ch/forum/attachment.php?attachmentid=29630&d=1444216676&thumb=1 (http://www.survivalforum.ch/forum/attachment.php?attachmentid=29630&d=1444216676)
Gruess Way

Knickspant
29.11.2016, 21:31
Moin Moin Zusammen,

das mit dem Wasser handhabe ich folgendermaßen:

Ich kaufe regelmäßig Mineralwasser in Tetrapacks, das bekomme ich bei uns beim Getränkehändler im Ort.
So habe ich auf recht kleinem Raum etwa 100 Liter Wasser gelagert.
Nach dem guten alten System "first in first out" roliert das Ganze dann.

Ok, das kostet am Anfang evtl. etwas mehr als andere Vorgehensweisen, aber so kann ich den Vorrat jederzeit vergrößern.
Der Platzbedarf hält sich durch das Format der Tetrapacks in Grenzen und ich habe kein Pfand am Hacken.


Viele Grüße
Kai

WAY TO GO
29.11.2016, 21:49
Haltet Euch doch einfach ein grosses Süsswasseraquarium ;) So mach ich das. 200 Litertank im Notfall mit Wasserfilter anzapfbar. Und was schönes hat man dann auch noch ;)

Wie Dr. Marcus Brody zu sagen pflegte: "Nein danke Sir, Fische lieben sich darin."

OT fertig:grosses Lachen:

Wenn man ein wenig recherchiert wird man schnell feststellen, das Trinkwasser ab Wasserhahn ebenso rein und sauber ist wie industriell abgefülltes Wasser in Flaschen.
Da kann man unbesorgt seinen Trinkwasser-Notvorrat zuhause abzapfen und einlagern.
Wichtig ist: Dunkel und gleichmässig kühle Temperatur.

Meint WTG

Bingo
30.11.2016, 00:16
Ich kaufe regelmäßig Mineralwasser in Tetrapacks, ...

Klingt sehr interessant! Wasser in TP habe ich noch nie gesehen. Wo gibt es sie. Was kosten sie. Wie lange ist das MHD? Welche Quelle/Abfüller?

- - - AKTUALISIERT - - -



Wenn man ein wenig recherchiert wird man schnell feststellen, das Trinkwasser ab Wasserhahn ebenso rein und sauber ist wie industriell abgefülltes Wasser in Flaschen.
Da kann man unbesorgt seinen Trinkwasser-Notvorrat zuhause abzapfen und einlagern.
Wichtig ist: Dunkel und gleichmässig kühle Temperatur.

Meint WTG

Voraussetzung ist auch, dass man keimfreie Behälter hat. Und da liegt der Hund begraben.

Udo (DL 8 WP)
30.11.2016, 00:20
Hallo zusammen,

es wurde hier bereits viele Dinge gesagt.

Für mich ist folgendes Fakt:

Kuststoff- Flaschen:

- PET Flaschen geben Bisphenol A ab und das ist langfristig nicht wirklich dem Menschen zuträglich ("Hormonartige Wirkung", laienhaft ausgedrückt). Deshalb versuche ich diese Flaschen zu vermeiden, wenn es geht.

- Kohlensäure diffundiert schnell aus diesen Flaschen aus - deswegen verkauft man auch kaum Bier in solchen Flaschen (es gibt aber auch Flaschen mit Barriere Folien)

- Längere Lagerung von PET Flaschen im Wohnmobil unter Wärme bringen einen schlechten Geschmack, auch wenn das "Verfallsdatum" noch nicht überschritten ist.

Mein Persönliches Fazit: Glasfaschen, wo immer es geht.

Kanister

- Mein Favorit ist der Hühnersdorf Kanister. Dies ist ein dickwandiger, sehr stabiler (lebensmittelechter) HD-PE Kanister mit einer Weithalsöffnung, somit kommt man mit der Hand hinein und kann ihn mit einem Schwamm säubern. Leitungswasser enthält Spuren von Erde o.ä. Stoffen, die sich mit der Zeit absetzen. Weiterhin hat er unten eine Schraube an der man einen Auslaufhahn anschließen kann.

Der Vorteil dieses Kanisters: Stabil, sehr schnell befüllbar (durch die Weithalsöffnung) durch Untertauchen im Bach, See, Dorfbrunnen, leicht mit Schwamm / Lappen und "Spüli" innen zu reinigen (und zu desinfizieren) durch große Öffnung (Hand / Arm geht rein). Gibts in 5, 10, 20 und 30 Liter, mit dem Auslaufhahn in der Küche, Bad etc. "hoch" aufzustellen und man hat fliessendes Wasser. Auch sehr prektisch beim Camping.
Ausgiessen durch die Weithalsöffnung ermöglicht eine gute Toilettenspülung, schon fast wie mit einem Eimer.
Wenn man das Wasser von weit weg holen muss sind die 10 L Versionen praktisch, da symmetrische Traglast.

https://www.amazon.de/Wasser-Reise-Kanister-Hünersdorff-Weithalskanister/dp/B0048SZUFK/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=14804558
28&sr=8-10&keywords=kanister+hünersdorff

der Auslaufhahn:

https://www.schaefer-shop.de/p/eckventil-weithalskanister?cc=A065754&gclid=CLvozY34ztACFQIW0wodTFADHA&selectedItem=150436

Diese Kanister sind zwar teuer aber sehr praktisch. Einige wenige davon sind sehr sinnvoll, auch um aus eine größeren Behälter Wasser abzufüllen.


Größere Behälter:

Hier möchte ich die gute alte Glas -Korbflasche anführen. Diese hat innen eine Glasflasche, die durch den Korb geschützt ist.

http://de.dawanda.com/deko-objekte/?gclid=CIyS7eL4ztACFZUYGwod7KYJ7A&partnerid=de_GA2-PLA-C6&quick_view_product=99124979

Lässt sich mit einem Flaschenreiniger reinigen, desinfizieren etc. . Mit einem (Gummi) Stöpsel aus dem Laborbedarf gut zu verschließen.

Weiterhin wären größere Tanks mit einem Bodenauslaufhahn für mich sinnvoll, aber nur solche, die man auch vernünftig reinigen kann.
Ein wichtiges Kriterium wäre für mich, dass sie auch gefüllt noch mit 2 Mann tragbar sind.

Lieber sind mir mehrere kleine Behälter, dann muss man ggf. beim nachfüllen nicht den rest gutem Wasser kontaminieren, wenn man zwischendurch nur Wasser schlechterer Qualität bekommt ...


Die Praxis: Mir einem Weithals Hühnersdorff Kanister kann man sehr schön eine Dusche bauen.

Eine Tauchpumpe aus dem Wohnmobilbedarf und ein Duschschlauch mit abstellbarer Brause.

Ein Gel Akku zum Betrieb der Pumpe.

Ein bis 2 große Kessel kochendes Wasser auf den 3/4 vollen Kanister gibt eine angenehme Duschtemperatur....

Den Weithals Kanister kann man aus den großen Wassertanks leicht befüllen.

Mit dem Weithals-Kanister (2 x 10 Liter) kann man bequem Wasser holen, auch mit einem Fahrrad und solchen Lastkörben (ex CH Armee) oder einem kleinen Bollerwagen....

37200

vom Wasserauto, Dorfbrunnen etc. ....

Wenn man das Wasser filtern muss, besorgt man sich eine richtige Druckpumpe aus dem Wohnmobilbereich (ShureFlow o.ä.)

https://www.amazon.de/Shurflo-25745-Campingbedarf-Druckwasserpumpe/dp/B0013DZ8XM/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1480456928&sr=8-5&keywords=shurflo+pumpe

dazu eine guten ! Wasserfilter der Druckpumpen geeignet ist z.B. ein Hauswasserfilter von Katadyn

37201 37202 37203


(Alternativ ein Tropf-Filter für stationären Betrieb).

...und dazu eine kleinen Gelakku zur Stromversorgung bzw. eine Misa ....

z.B. sowas:

http://www.voelkner.de/products/156884/Bleiakku-12V-14Ah-Gf-Y-F-Exide-Cyclic.html?ref=43&products_model=A32757&gclid=CNGtipL9ztACFRPjGwod8gsITw


dazu ein paar Schläuche ...

Damit holt man auch bequem Wasser aus einer Regenwasser Zysterne (Pumpe ist nicht selbstansaugend und braucht unten noch ein Anti-Rücklauf-Ventil)

Geht auch mit einer Garten- Tauchpumpe und einem kleinen Wechselrichter ....

OK, aber es ging ja eigentlich nur um die Lagerung von Wasser


Gruss, Udo (DL 8 WP)

Bingo
30.11.2016, 16:59
Ich habe heute Wasser im Tetrapack gekauft. 1,5l für 0,59 €, Marke Extaler, natriumarm.
Das aufgedruckte MHD ist nur Juli 2017:staun:

Knickspant
01.12.2016, 06:26
Moin Moin,

auf die Tetrapacks bin ich in Holland durch das Segeln gekommen.
Wenn wir dort Wasser für den Urlaub gekauft haben war das immer in Tetrapacks.
Dort gibt es auch eine viel größere Auswahl als bei uns.

Hier kaufe ich das meistens bei Rewe in 1Liter-Packs.
Ist von Christinen / Carat, pro Liter ca. 0,50€, aktuelles MHD Februar 2018.

Manchmal hat auch under Getränkehändler im Ort Wasser in Tetrapacks im Angebot.
Je nach MHD schlage ich da zu, denn das ist dann noch günstiger.

Viele Grüße
Kai

Knickspant
06.12.2016, 17:28
Hi,
hier noch eine kurze Aktualisierung zum Wasser in Tetrapacks.
Habe heute wieder 20 Liter bei REWE gekauft.
War mit 0,69€ teurer als zuletzt und das MHD ist 06/2018.

Viele Grüße
Kai

zapp
06.12.2016, 20:28
PET Flaschen sind sicher nicht optimal, doch rotiert das relativ schnell bei uns. Wir halten 18 Liter PET Wasser pro Familienmitglied, sowie 18 Liter für sonstiges. Zudem haben wir einen Water BOB, ein Kunststoffbehältnis, das man in die Badewanne legt und in ca. 15 Minuten gefüllt hat - fasst bis zu 100 Gallonen (ca. 370 Liter). Einige Rescue Thermofolien können zur Regenwassergewinnung verwendet werden. Ein Wasserfilter (MSR Guardian) runden unsere Trinkwasserversorgung ab.


Service für Gäste-a2: www.team-pak.ch