PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zu doof für Feuerstahl?



Bolo
29.01.2017, 18:37
Hallöchen Bushcrafter unter den Survivalisten :)

War heute mal wieder im Kt. AG im Wald. Dachte eigentlich an 1-2 Stunden laufen, schlussendlich wurdens dann 7 Stunden draussen. Herrlich bei diesem Wetter.
Nur möchte ich jetzt mal fragen: Wer von Euch kriegt mit Feuerstahl ein Feuer an? Klar, hätte ich irgendwo trockenen Zunder, sollte das gehen. Aber nicht mal die Reste von verdörrtem Gras wollten brennen (direkt im Feuer).

Während der ganzen Tour suchte ich nach Birken (Totholz natürlich bevorzugt :)). Wollte endlich mal die Birkenrinde als Zunder versuchen. Aber auch heute... keine einzige Birke. Ich war in einem normalen Mischwald unterwegs. Ist das normal? Viel mir sonst gar nie so auf, aber irgendwie habe ich das Gefühl, hier sterben die Birken aus!?

Naja jedenfalls... Wie kriegt ihr ein Feuer an ohne zu "Cheaten"? Schlussendlich habe ich dann ein Not-Feuerzeug und Anzündhilfen nehmen müssen (in Wachs getränkte Watte-Pads... einfach zu machen und brennen lange ;)).

Danke für Tipps !

lg

Sam Hawkins
29.01.2017, 18:55
Wenn gar nichts geht -> Fusseln der Kleider! Sowas findest du immer in gewissen Ecken und wenn es im Bauchnabel ist.

JacktheRippchen
29.01.2017, 18:58
Hallo Bolo,

was erwartest du denn von einem Feuerstahl? Es ist kein Zauberstab, das muss dir klar werden.

Du erzeugst damit nur Funken. Um damit Feuer zu machen, musst du, wie bei jedem Hilfsmittel, richtig vorabreit leisten, das heißt du brauchst vernünftigen Zunder, kleines Holz, mittleres Holz und dann kannst du mit richtigem Holz arbeiten.
Und wenn es draußen nass / feucht ist, wird es um so schwerer bis nahe zu unmöglich.

Aber was spricht denn dagegen, Watte Pads etc. zur Hilfe zu nehmen?

Versuch einfach mal, mit perfektem Holz, das Feuerbohren, nimm dir aber das Wochenende zeit ;-)

Gruß

Das Rippchen

hjoggel
29.01.2017, 19:08
@Bolo: naja, ich denke, dass es möglich ist, zu doof für einen Feuerstahl zu sein; da du aber zumindest Lesen und Schreiben kannst, glaube ich nicht, dass es bei dir zutrifft.

Das erste Mal bin ich auch gescheitert. Ich benutz(t)e einen Light my Fire. Der Schaber dort ist nicht sooo super und eher was für Gebübte.
Versuchs mal mit dem Rücken der Säge am Victorinox-Sackmesser, dem äussersten Teil der Birkenrinde (also diese ganz feine Haut, die sich auch von lebende Bäumen leicht ohne Schaden abschälen lässt) ist ideal, da die auch leicht feucht gut brennt und auch Feuer fängt. Aber du brauchst eine schöne Menge davon, also lass etwas Geduld walten. Anderen Zunder beim jetzigen Wetter zu finden ist schwierig, da alles immer feucht ist. Ggf. lässt sich von einem Kienspan was abschaben oder aber du spaltest einen dürren Fichtenstamm und nimmst das inwendige, das trocken geblieben ist und schabst dir davon eine Art feine Watte.

Dann kann es ggf. sinnvoll sein, den Feuerstahl zurück zu ziehen, dass den Schaber nach vorne zu schieben, damit verringert sich die Gefahr, ins Zundernest zu schlagen.

Einfach weiter probieren, es wird nicht lange dauern, bis zu Erfolg haben wirst.

Asdrubal
29.01.2017, 19:20
Was die Birken betrifft: Mitten im Nutzwald sind die selten, weil sie da von anderen Bäumen verdrängt werden. Bessete Chancen hat man am Waldrand, im Heckenland, an Feldwegen, auf nassen Böden und auf "neuen" Freiflächen, beispielsweise aufgegebenen Wohn-, oder Gewerbegrundstücken, Steinbrüchen.

Beim Feuerstahl gibt es bessere und schlechtere Fabrikate. Wenn der Feuerstahl halbwegs geeignet ist, kommt es auf den normalen Stahl an, an dem man ihn entlangzieht. Das sollte eine möglichst scharfe Kante sein, beispielsweise der Rücken einer Taschenmessersäge (Vorsicht, kann zuklappen.). Der Zunder sollte trocken und sehr fein sein, feiner als man am Anfang für nötig hält. Wenn man die ganz feinen äußeren Blättchen von der Birkenrinde nimmt und trockenes Gras ein paar mal knickt und aufrebbelt, klappt es mit beidem sehr gut.

Bolo
29.01.2017, 19:32
Danke Euch. Auch für den interessanten Input betr. Birken-Vorkommen.
Nutze den Light My Fire (Army). Wenn ich mit dem grossen Messer "schabe", fliegen die Funken mehr als gut... das Problem ist wirklich nur immer der Zunder... eigentlich hätte ich den Titel etwas anders wählen sollen :)
Ja ich finde auch, dass der Feuerstahl nett, interessant und irgendwie cool ist, aber ich ja sowieso in 99% der Fälle ein Feuerzeug habe... nur möchte ich so eine Art Sicherheit zu wissen, dass ich auch ein Feuer ankriege, wenn ich zB Patschnass bin nach einem Sturz in den See oder sowas. Dann wäre jedes normale Feuerzeug ja nutzlos. Werde wohl doch mal noch Tampons ins Feuer-Täschli packen :)
Übrigens... mit Kienspan und extrem trockenem Holz habe ich schon rumprobiert. Feine Späne gemacht, Feathersticks etc... kriege da einfach keine Flamme hin. Und das war zu Hause - ohne Wind :(

lg

Sam Hawkins
29.01.2017, 19:34
Falls du einen Wäschetrockner hast -> Probier mal was da im Fuselsieb hängt.

Hoschy
29.01.2017, 19:43
Hallo Bolo,
ich kenne deine Problematik auch.
Ich möchte mich beim Feuermachen auch nicht auf eine Birke oder Kienspann etc. beschränken. Diese Materialien sind super zum Feuermachen mit dem Feuerstahl aber man hat sie eben nicht immer in Reichweite.
Das wichtigste ist, von Beginn deiner Tour Augen aufhalten und alles was nach brauchbarem Zunder aussieht (z.B Samenbüschel, Birkenrinde, trockenes Gras....) einsammeln. Beim Feuerstahl ist es extrem wichtig das du einen Zunder hast welche den Funken möglichst gut auffängt also z.B. ein Nest aus trockenem Gras und evtl feinen Samen, das ganze kannst du auf eine trockene Unterlage legen und ausprobieren.

Ein grosser Fehler ist es den Zunder erst zu suchen wenn man ihn benötigt, den dann findet man meistens nichts brauchbares. Und man sollte sind die nächsten Stufen welche für ein Feuer benötigt werden schon zurecht legen. Also Reisig, kleine Holzspäne ...

Ja und teste und probiere einfach viele Materialien aus.

Gruß
Hoschy

Asdrubal
29.01.2017, 20:28
Und noch ein Punkt: Wenn du den Zunder fein aufgedröselt hast, musst du ihn wieder etwas zusammendrücken, so dass du zwar feine Fasern hast, diese aber nicht so lose sind, dass die Funken einfach durchfallen.

Nachbarland
29.01.2017, 21:12
Ich habe letztes Jahr das erste Mal mit dem "Light my Fire" (das erst Mal überhaupt mit einem Feuerstahl) Feuer gemacht.
Zuvor habe ich mir dieses Video angeschaut, das es meiner Meinung nach sehr gut erklärt, worauf man achten muss:

Feuer machen mit dem Feuerstahl für Anfänger
https://www.youtube.com/watch?v=zfGW7WXbIik

Ich habe verschiedenen Zunder ausprobiert: Mit Taschentuch ist es nicht gegangen, aber mit einfachen Wattepads (etwas aufgerissen und nicht prepariert) habe ich es nach ca. 10 Minuten geschafft (im Waschbecken im Badezimmer). Vielleicht hilft dir das Video ja auch.


Ich werde es hin und wieder mal probieren, um es nicht zu verlernen.

Bolo
29.01.2017, 21:49
Danke Euch.
Ah stimmt, im Filter vom Trockner hängen jeweils halbe Matten aus Fuseln... das teste ich mal.
Übung macht den Meister. Werde die Tipps beherzigen und weiter üben. Gibt schliesslich auch in einer nicht-not-Situation kaum was schöneres als ein Feuerchen irgendwo im Nirgendwo :)

noxis
29.01.2017, 21:51
Versuchs mal mit dem Rücken der Säge am Victorinox-Sackmesser, ...


Das sollte eine möglichst scharfe Kante sein, beispielsweise der Rücken einer Taschenmessersäge (Vorsicht, kann zuklappen.).

Der Rücken der Säge von einem Victorinox-Messer funktioniert wunderbar. Aber man muss wirklich vorsichtig sein. Mir passierte es auch schon einmal, dass die Säge fast zugeklappt wäre. Den Feuerstahl sollte möglichst nahe beim Messergriff sein. Da ist die Gefahr am geringsten.

Alternativ geht auch noch die scharfe Kante der Ahle. Zumindest wenn man die Ahle nicht wirklich benötigt. Aber auch da sollte man aufpassen.

Was ich mir von Victorinox wünschen würde, wäre eine scharfe Kante in der Innenseite des Flaschenöffners. Das wäre der ideale Schaber. Bester Griff, und absolut ungefährlich.
Das lustige ist ja, dass ich noch ein altes Victorinox-Modell rumliegen hab, das genau diese scharfe Kante noch hat. Dieses Modell, möchte ich aber nicht für Outdoor-Aktivitäten benutzen.

Vielleicht sollte ich Victorinox mal ein E-Mail schreiben, damit sie das bei zukünftigen Modellen wieder einführen. :-)

Wenn man das beim eigenen Messer von Hand nachholen möchte, braucht man wohl etwas mehr als nur eine Metallfeile. Ich hatte jedenfalls recht schnell wieder aufgegeben, als ich das mal probierte.

Bolo
29.01.2017, 23:54
Da nehm ich lieber den Rücken meines Messers. Das kann mir nicht einklappen. Aber im Notfall, klar... Sackmesser ist immer dabei. Ja wäre schön wenn Victorinox das wieder einführen würde, aber da sind die meisten Kunden wohl weniger interessiert 😊

Audiodruid
30.01.2017, 09:50
Hallöchen Bushcrafter unter den Survivalisten :)

Naja jedenfalls... Wie kriegt ihr ein Feuer an ohne zu "Cheaten"?

lg

Bolo ... Cheating?
Das gibts nicht ..
Ziel ist ein Feuer zu zünden & im Ernstfall es ist egal wie man das hinkriegt.
Ich hab immer mehrere Feuerzeug dabei.

Ein Feuerstahl ist, meiner Meinung , für die Notfall, Ja es macht spass und die technique Mus mann üben.
Ich find auch das es nicht schadet wenn du auch Zündhilfe im nach hast auch .. Live Fire, Wet Fire oder sogar die zünd würfel von Migros ..

Ich kann auch empfehlen etwas Chaga zu finden, es ist die beste was gibts, von die kleinste funk ein Feuer zu zünden.
Falls Du nicht weiss.. Chaga ist das Schwarze knorpel (fungi) das am Silber Birke wächst.
Mann kann auch ein gesundes TEE davon machen ..

Simon

( Gentlemen once again I did my best in German.. probably reads like a 5 year old .. )


Simon

Macohe
30.01.2017, 11:43
Vielleicht auch Dir auch das Video von Survival Deutschland hilfreich. Da gibt er Tipps zum Umgang mit einem Feuerstahl und gibt kurz ein paar Tipps zu verschiedenen Feuerstählen.


https://www.youtube.com/watch?v=FPSHrLNU-4A

witchcraft
31.01.2017, 11:03
Ja ist Übungs und Erfahrungssache. Man kann den Stahl festhalten und den Schaber bewegen, oder auch den Schaber festhalten und den Stab bewegen.
Man schirmt mit dem Körper den Wind ab, damit er die Funken nicht wegtreibt.
Oft gehen Leute auch nicht dicht genug an den Zunder ran. Je nach Zunder berührt der Stahl den Zunder, steckt praktisch im Nest.
Man kann dann den Schaber festhalten und den Stahl "herausziehen".
Einfach weiter üben, irgendwann geht es wie von selbst ,auch mit minderwertigen Feuerstählen oder Zwergausgaben.

Bolo
01.02.2017, 07:27
Hab gestern den Tipp mit den Flusen vom Wäschetrockner mal beherzigt... funktioniert :D Aber so ein kleines Bisschen brennt dann wirklich nur Sekunden. Wäre also nicht schlecht, wenn man dann gleich noch anderes Material zur Hand hat. Denke aber, ich nehme ab sofort sowas in mein "Feuertäschli" auf :)

mirfälltnixein
01.02.2017, 10:26
Ohne jetzt die Antworten gelesen zu haben, ist die Lösung einfach zu merken:

Zunder sammelt man, wenn er verfügbar ist, und nicht, wenn man ihn braucht. In Bezug auf einen Feuerstahl in einer Notfallausrüstung bedeutet dies, dass geeigneter Zunder mit dabei liegt. In meinem Fall ist das ein selbstgemachtes Wachspad (also ein "Kosmetik-Wattepad" in flüssige Kerzenreste getaucht).

Edit: Diese Lösung ist dir ja bereits bekannt, du nennst es "cheaten". Der Trick geht aber auch noch eine Stufe weiter, frei nach Dave Canterbury: "The next fire mentality". Du nutzt dein erstes "gecheatetes" Feuer zur Herstellung von weiterem Zunder per Verkohlungsprozess. Damit "cheatest" du das nächste Feuer. Am Grundsatz, wie ich ihn Fett formatiert habe, ändert das nichts. Zunder muss man HABEN, nicht suchen (und dann langwierig aufbereiten, trocknen ...).

Audiodruid
01.02.2017, 10:44
überleg mal etwas Zündhilfe zu mitnehmen ..
Es ist noch nicht ganz fertig aber am kommende Wochen end lass ich meine nächste you tube video frei schalten.
Fire Lighter test
Hier D trailer

https://youtu.be/nj2Z-e9-CRA

mueller
01.02.2017, 12:58
Eines vorab:
Unmut äußern und klare Worte schreiben ist immer in Ordnung. Aber bitte die Grenze der Höflichkeit nicht überschreiten.

______________________________


Die Flusen aus dem Wäschetrockner habe ich immer in einer Scho-Ka-Kola-Dose dabei. Da wir den Trockner viel nutzen (Kinder = Matsch), ist die Gewinnung der Flusen kein Problem.

Ansonsten kann man einen Feuerhelfer auch unterwegs herstellen:
http://www.odoo.tv/Char-Cloth-Zunder-herstellen.804.0.html

Danach sollte aber die Dose in einer Tüte verpackt werden.

witchcraft
01.02.2017, 15:46
Ich verstehe auch nicht was daran "cheaten" ist, wenn man zum Feuerstahl auch geeigneten Zunder mitnimmt. Der wiegt wenig, nimmt kaum Platz weg und man kann sowohl selbst gesammelten und getrockneten dabei haben oder eben die Hilfsmittel die erwähnt wurden vom getränkten Wattebausch bis zum Zunder aus dem Trockner, verkohlte Baumwolle oder (erschlagt mich) gekauften Zunder aller Art.
Wenn ich keine Lust oder keine Zeit habe, nehme ich das Zippo Feuerzeug. Auch das ist nicht cheaten sondern eben schnell Feuer machen.
Sollte es leer sein und auch kein Benzin mehr da sein, lässt sich etwas Watte rauszupfen und die hat immer noch genug Rest um mit dem Feuerstahl
sehr einfach zu zünden. Ist kein Schaber da und ich will das Messer nicht quälen kannst du mit dem Rand der Zippo Aussenhülle auch schaben.

Wichtig ist das man vieles kann, und alles mal gelernt hat. Ob man es dann in der Praxis einfach (cheaten) oder kompliziert macht hängt von vielen Faktoren ab. Zeit ,Wetter, Dringlichkeit, Lust, Laune...etc.
Und ich finde das Üben macht teilweise richtig Spaß.

Macohe
01.02.2017, 18:36
Ich denke, mit dem Wunsch, nicht zu "Cheaten" ist gemeint, dass man völlig unabhängig sein möchte von Dingen, die man sich im Vorfeld prepariert hat v.a. mit Dingen, die man nicht selbst hergestellt hat, sondern die irgendwie unter Zuhilfenahme industriell hergestellter Materialien entstanden sind. Gedacht wird dabei wahrscheinlich an irgendein Szenario, in dem man keine Möglichkeit hat, irgendwo was zu kaufen oder einzutauschen, und völlig unvorbereitet in eine Situation geraten ist, in der man dringend Feuer machen muss. Sprich, man hat weder ein Feuerzeug, Streichhölzer o.ä. dabei, noch hat man die Möglichkeit, an so einfache Feuermacher ranzukommen. Ich kann diesen gedanklichen Ansatz sehr gut verstehen. Man möchte eben erlernen, quasi mit "nichts" Feuer zu machen, bzw. ausschließlich mit dem, was man so findet. Das Feuer machen an sich zu beherrschen, so wie es unsere Vorfahren vor Jahrtausenden konnten. Hat was sehr Reizvolles! Und ist mit Sicherheit eine Fähigkeit, die einem ein gutes Gefühl der Sicherheit und des Vorbereitetseins für potenziell lebensbedrohliche Situationen gibt, in denen man vollkommen auf sich selbst gestellt ist und keine technischen Hilfsmittel zur Hand hat und auch nicht erwerben kann.

Nur sollte man dann aber auch konsequenterweise wirklich davon ausgehen, keinerlei Hilfsmittel zum Feuer machen zur Hand zu haben, das man nicht selbst hergestellt hat aus Dingen, die man in der Natur gefunden hat. Sprich, auch Streichhölzer zählen zum "Cheaten" und selbstverständlich auch die typischen Bushcraftutensilien wie Feuerstahl, Schlageisen oder vielleicht noch Firepiston. Dinge wie Batterien, Lupen, Vaseline, Benzin, Gas usw. sind ganz und gar pfui, denn die kann man schon gar nicht selbst herstellen. "Erlaubt" wären somit nur noch Hilfsmittel wie Stöcke und evtl. selbst hergestellte Schnüre aus Pflanzenfasern zum Feuerbohren, Feuersägen, Feuersteine, Kienspan, Baumrinde, Zunderpilz, sonstige leicht brennbare Fasern, Samen u.ä., Harz, Wachs ...
Wenn sich dann einer ans Feuerbohren machen will - bitte auch ohne Messer das Feuerbrett, die Spindel und das Handstück preparieren. Nur dann wird man dem Szenario wirklich gerecht. Denn wer ein Messer dabei hat, kann genauso gut auch ein Feuerzeug und einen Grillanzünder dabei haben.

Es ist mit Sicherheit kein Nachteil, wenn man es schafft, nur mit Dingen aus der Natur ein Feuer hinzukriegen. Aber mal ehrlich: wirklich brauchen würden wir solche Skills vermutlich nur nach einem Schiffbruch oder Flugzeugabsturz, um als Robinson auf einer einsamen Insel zu überleben. Oder auf der Flucht aus einem sibirischen Lager oder sowas halt. ;-) Ich behaupte mal, in Europa gibt's keine so abgelegenen Orte, an denen man sagen könnte, man ist von der Zivilsation abgeschnitten und bräuchte zu Fuß tage- oder gar wochenlang, um irgendwo auf Spuren der Zivilisation zu stoßen. Orte, die so weitläufig sind, dass Suchmannschaften kaum eine Chance haben, einen zu finden, oder man auf einem Fußmarsch lange Zeit keine Menschenseele antreffen würde, auf keine Straßen stoßen würde, an keinem Hof, keinem Dorf etc. vorbeikäme.

Drum finde ich persönlich es "legitim", sich auf's Feuermachen mit gewissen Hilfsmitteln zu beschränken. Denn bereits das Schlageisen und der Feuerstahl zählen ja schon dazu. Diese beiden bevorzuge ich jedoch, denn sie sind sehr lange haltbar. Es dauert seeehr lang, bis die so abgenutzt sind, dass sie nicht mehr brauchbar sind. Streichhölzer, Gas und Benzin, zuhause vorbereiteter Zunder (wie Wachspads, Vaseline+Tampons, Charcloth etc.) sind irgendwann aufgebraucht - und dann? Dann ist es gut, wenn man sich mit natürlichem Zunder auskennt und damit geübt ist. Selbst probiert und für gut befunden: -> klick (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/2241-Was-ist-Zunder?p=284194&viewfull=1#post284194).

tryppp
01.02.2017, 19:16
Einige haben ja auch ein sehr kompaktes EDC, wo vielleicht ein Feuerstaht vorhanden ist, aber sicher keine größeren Mengen von Zunder. Dann ist der Anspruch, Feuer ohne mitgebrachten Zunder, aber mit Feuerstahl zu machen, absolut venünftig.

Audiodruid
02.02.2017, 12:41
https://www.youtube.com/watch?v=nj2Z-e9-CRA

Fischer
10.02.2017, 01:44
Ich habe immer ein kleines Döschen bei mir und sammle immer wenn es geht trockenen Zunder wenn ich in der Natur unterwegs bis.
Vorallem Distelsamen brennen sehr gut an.

Don Pedro
10.02.2017, 06:33
Noch ein wichtiger Hinweis zur Benutzung des Feuerstahls: Wenn er ganz frisch ist, dann ist da eine dünne Lackierung drauf, die muss man erst wegschaben.


Service für Gäste-a2: www.team-pak.ch