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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Akku-Werkzeug bei Stromausfall



epwin
12.08.2011, 19:52
Aufgrund eines „Blackouts“-Szenarios, dass ich mir vor einiger Zeit ausdachte war ein Schwach-Punkt :

Wie bekomme ich Strom in ein Akku-Werkzeug um z.B. Holzplatten zuzusägen für einen Fensterschutz.

1. Möglichkeit:
12 Volt Akku-Geräte, Stromversorgung über Autobatterie (Problem in einem Weekend-Projekt gelöst). Nur die Auswahl ist nicht sehr gross an 12 Volt-Akku-Geräten.

2. Möglichkeit:
Einen Spannungswander zwischen die Autobatterie und einem normalen Akku-Ladegerät.

3. Möglichkeit:
Ein 12 Volt-Ladegerät mit dem ich einen 18 Volt-Akku aufladen kann.


Kauf-Entscheidung:
1. Möglichkeit: Eine 12 Volt-Akku-Bohrmaschine kaufen.
2. Möglichkeit: Einen Spannungswander kaufen.
3. Möglichkeit: Ein 12 zu 18V Akku-Autoladegerät Typ CB18CL von Ryobi kaufen.

Die Ryobi Werkzeuge sind zwar keine Handwerker-Qualität, aber als Heimwerker reichen sie meiner Meinung nach aus.

Ich habe bis jetzt folgende 18 Volt-Akku-Geräte positiv testen können:
· Bohrmaschine
· Stichsäge
· Kreissäge
· Handstaubsauger
· Heckenschere
· Leuchtstofflampe
· Handscheinwerfer
· Ventilator
· Kartuschenpresse
· Winkelsschleifer
· Nagler / Tacker
· Säbelsäge
· Hobel

Bei uns in der Gegend gab es einen sehr günstigen Werksverkauf (Yard Sale) und einen Teil haben 3 Bekannte zuhause (Geräte-Tausch-Pool).

Yard Sale - Leider keine Garantie, keine Rücknahme – dafür sehr günstig.

Die Akkus muss man eben extra kaufen – sind i.d.R. nicht bei den Geräten dabei.
3 Akku-Set reichen mir zur Zeit gut aus.

Mir sind gute Bohrer und Sägeblätter eigentlich wichtiger als teure Maschinen.
Eben meine Meinung.

fiesie
12.08.2011, 20:02
Bis auf eine Bohrmaschine und ggf. ne Säge braucht man aber keine von den anderen Geräten in elektronischer Variante....

epwin
12.08.2011, 20:34
Bis auf eine Bohrmaschine und ggf. ne Säge braucht man aber keine von den anderen Geräten in elektronischer Variante....

Stimmt, aber

welche Säge meinst Du:
- Stichsäge,
- Kreissäge,
- Säbelsäge?

Der Winkelschleifer - Flex - ist auch ganz praktisch um Metalle zu bearbeiten.

Die Lampen
- Leuchtstofflampe
- Handscheinwerfer
habe ich da ständig mind. 2 Akkus geladen sind für die Werkzeuge usw.

Luxusgegenstand für Prepper:
- Ventilator, aber im Krankenzimmer im Sommer?
- Handstaubsauger, wenn Akku-Strom keine Rolle spielt kann man damit schon was anfangen.
- Kartuschenpresse wenns schnell gehen muss ganz praktisch. Stimmt geht auch von Hand
- Nagler / Tacker einfach Praktisch
- Hobel einfach Praktisch

Die Heckenschere, na da muss ich mir eine gute Ausrede einfallen lassen.:lachen:
Die eingesparte Zeit die ich heute gegenüber einer Hand-Heckenschere habe kann ich im Forum surfen - hmm Ausrede hinkt:weinen:

Man kauf auch nicht alles für prepper.

Es war ja auch nur eine ca. Aufzählung von möglichen Akku-Geräte wo überall der gleiche Akku passt.

Ach ja noch vergessen, es gibt.
- NiCad-Akkus
- Lithium-Ionen-Akkus

Udo (DL 8 WP)
12.08.2011, 21:13
Hallo zusammen,

es gibt doch preiswerte Notstromaggregate...



Es geht doch kaum etwas über ein richtig starkes 230 V Werkzeug, da können alle Akkus abstinken und in ein paar JAhren sind sie spätestens defekt...


Ach ja, über 2 in Reihe geschaltete 12 V Solar Paneelen und ein mA Meter, ggf Vorwiderstand kannst Du auch solche Werkzeug- Akkus wieder aufladen.

Notfalls so ...

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Gruss,

Udo (DL 8 WP)

tomduly
12.08.2011, 23:18
Hallo,

da ich aus dem Nachlass des Schwiegervaters diese Tage diverse als wertlos befundene Akku-Werkzeuge aus seinem reichhaltigen TV-Shoppingsender-Warenfundus (QVC, HSE24 etc.) entsorgt habe, meine Erfahrungen:

- Akku-Stichsäge = Spielzeug, mit dem man Mühe hat, 100cm Schnittlänge in einer 19mm OSB-Platte mit einer Akkuladung hinzubekommen.
- Akku-Dreieckschleifer = dito, Schleifpapier um Holzklotz gewickelt geht bedeutend schneller
- Akku-Bohrhammer = schafft mit nem 24V-Akkupack gerade mal 10 6mm-Löcher mit 3cm Tiefe in Klinker-Ziegel (mit geeignetem scharfen Markenbohrer)
- Akkuschrauber diverser Baumarkt-"Eigenmarken" = funktionieren meist ziemlich genau über die Garantiezeit hinweg (6/12 Monate) und haben zuwenig Power (6mm Spax einige cm ins Holz zu drehen, schafft keiner zufriedenstellend)

Gute Erfahrungen hab ich mit den vergleichsweise preiswerten Akkuschraubern von Kress (http://www.kress-elektrik.ch/)(Made in CH & D, 10 Jahre Garantie) gemacht, vom AB120 hab ich mir inzwischen noch nen zweiten via Ebay in gebraucht besorgt, spart die ständige Bohrerwechslerei, wenn man vorbohrt und dann schraubt. Kommen auch noch halbwegs mit 6mm Spax klar.
Verdammt gut sind die Akku-Schrauber von Makita (http://elektrowerkzeuge.makita.de/index.php?productid=6493333), kosten mit 300-400 Euro aber auch das 2-3fache der Kress-Schrauber. Dafür gehen dann notfalls auch 8x230mm Tellerkopf-Spax mit TX40 ins Holz...

Kürzlich hab ich nen Test einer Akku-Kettensäge von Stihl (http://www.stihl.de/STIHL-Produkte/Motors%C3%A4gen/01787/Akku-Motors%C3%A4gen.aspx)gelesen, kam gar nicht mal so schlecht weg, der Systempreis von über 1.000 Euro (mit 2. Akku und Schnelladegerät) liegt allerdings in einer anderen Liga (dafür bekomm ich beim Rasenmäherhändler auch zwei MS271 (http://www.stihl.de/STIHL-Produkte/Motors%C3%A4gen/S%C3%A4gen-f%C3%BCr-Landwirtschaft-und-Gartenbau/21799-120/MS-271.aspx)mit 3,5PS...).

Mit einer guten 100cm-Bügelsäge und einem guten 60cm Fuchsschwanz dürfte man andererseits den meisten Sägeaufgaben im S&P-Bereich gewachsen sein. Ich wette, dass ich mit dem scharfen Fuchsschwanz eine Holzplatte fürs Fenster schneller zugesägt habe, als jemand mit einer Akkustichsäge. Und mit der grossen Bundeswehrbügelsäge (z.B. KLICK (http://cgi.ebay.de/Bugelsage-Handsage-Holzsage-Astsage-Brennholz-Holz-BW-/190385322655?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item2c53d97a9f)und KLICK (http://cgi.ebay.de/0686-BW-Bugelsage-105-cm-/250872731417?pt=NATO_Shop&hash=item3a692e1719)) hab ich schon eine Tanne mit 15cm Stamm gefällt...

Akkuwerkzeuge haben bis auf wenige Ausnahmen das Problem, einfach zuwenig Power zu haben und im Ernstfall einfach viel zu wenig Arbeitsleistung zu bringen. Dazu kommt das aus S&P-Sicht nachteilige Verhalten der Akkupacks: nach 1-2 Jahren sind sie verbraucht, egal, ob sie viel, wenig oder fast gar nicht benutzt werden.

Für Geräte, die im Ernstfall netzunabhängig funktionieren müssen, würde ich auch auf Stromerzeuger und 230V-Werkzeug setzen.


Grüsse

Tom

fiesie
12.08.2011, 23:40
Ich hab' nen ziemlich guten Li-Akkuschrauber vom Bosch, der steckt ganz gut was weg.
Wenn ich stromlos wirklich sägen muss, dann mach ich das per Hand.

Was will ich flexen, wenn ich nacher eh nicht schweissen kann...

Rugo
12.08.2011, 23:51
Was will ich flexen, wenn ich nacher eh nicht schweissen kann...


Man kann ggf.auch mal was ab- oder aufflexen müssen .....

Udo (DL 8 WP)
13.08.2011, 00:06
Hallo zusammen,

"fiesie" hat geschrieben:

Was will ich flexen, wenn ich nacher eh nicht schweissen kann...

wieso denn das, es gibt doch noch immer die Autogen Schweißgeräte , da brauchst Du überhaupt keinen Strom...

Gruss,

Udo (DL 8 WP)

AZI
13.08.2011, 09:36
Also ich bin für normale Geräte... Ja so ein Akkuschrauber ist ganz nett, hab auch einen, aber alle paar Schrauben muß man das Ding laden, mit der Normalen Bormaschine mit Aufsatz passiert das nicht da wird von der ersten Bis zur Letzten Schraube in einem Zug geschraubt...

Ich bin entsprechend für Batterie mit Sinuswandler... IM SP Fall wird eh nur das nötigste mit Maschinenkraft gemacht alles was man von Hand machen kann sollte man dann auch von Hand machen, da man den Strom anderweitig ggf besser brauchen kann Hauswasserwerk, Computer, alle die Gefriertruhe haben zur versorgung derselben damit man nciht die Hälfte des Inhalts wegschmeißen kann, vor allem wenn die Gefrierkost als Teil des Vorrats gedacht ist....

Techniker
13.08.2011, 11:44
Ich liebe meinen Akkuschrauber...

Die Erfahrung lehrt:

Mit Maschinen arbeitet es sich effektiver...
und in den meisten Fällen sauberer...

Man muss natürlich auch wissen wie man ohne elektrische Werkzeuge zurecht kommt....

Gute Erfahrungen habe ich mit Bosch Blueline Serie gemacht.
Man bezahlt zwar mehr
dafür hat man etwas fürs Leben.

Ich habe mit einem Winkelschleifer aus der Bosch Blueline Serie sehr gute Erfahrungen gemacht.
Auch Akkubohrhammer sind nicht zu verachten!

Ich suche für meine Stromlose autarke Werkstatt noch einen Schleifbock mit Kurbel...
sowie einen noch größeren mit Sandstein...

Solarwind
13.08.2011, 13:33
Ich habe meine gesamte Wohnungseinrichtung nur mit einem Nusskasten von Proxxon und ohne akkubetriebene Geräte zusammengeschraubt. Da alles kleckerweise kam war das kein Problem. Es geht also auch ohne. Nur die Bohrmaschine für die Dübel in der Wand brauchte Strom.

Wenn jedoch viel Arbeit auf einmal zu erledigen ist, ist eine akkubetriebene Bohrmaschine für mich noch mal eine Option. Sie ist ist deutlich schneller beim Schrauben und unabhängig vom Kabel, was das Arbeiten erleichtert. UND auch bei Stromausfall noch einsatzfähig (Reparaturen während und nach dem Notfall/Unwetter). Als netzunabhängige Auflademöglichkeit würde ich mir etwas für 12 V anschaffen, dann kann ich meine kleine Solaranlage oder das auto nutzen. Ein 500 W-Wechselrichter steht hier auch bereit.

fiesie
13.08.2011, 13:39
es geht hier, glaube ich, weniger darum die neueste IKEA-Errungenschaft zusammenzubauen, sondern ohne Strom

Holzplatten zuzusägen für einen Fensterschutz, sich verbarrikadieren zu können, Dinge strategisch abzusperren....

Keusen
13.08.2011, 19:06
Also außer dem Makita Akkuschrauber
mit Lampe für die gleichen Akkus kommt
mir kein Akkuwerkzeug mehr ins Haus

Die Leistung ist auf Dauer einfach das
Geld nicht wert, das steck ich da lieber
in den Generator bzw andre Vorräte

Grüeß

Eugen j.keusen

Cephalotus
16.08.2011, 22:50
Es geht doch kaum etwas über ein richtig starkes 230 V Werkzeug, da können alle Akkus abstinken und in ein paar JAhren sind sie spätestens defekt...


Schon mal die 36V Serie von DeWalt oder Bosch ausprobiert?
Ich habe einen Rasenmäher, der mit einem solchen 36V Bosch Akku ganz schön fetzt, nur nicht sonderlich lange...

Wenn man mit den Lithium Akkus vernünftig umgeht spricht wenig dagegen, dass die auch nach 10 Jahren noch leidlich funktionieren. Dort steckt ja LiMn=2 bzw. LiFePO4 Technik drin und die Akkus werden von den Ladegeräten in einem Lebensdauer verlängernden Bereich geladen...

Ob die alternativen Ladegeräte auch schonend mit den Akkus umgehen muss man überprüfen. Bei LiMnO2 oder LiCo2O4 sollte die Ladespannung 4,1V pro Zelle nicht überschreiten, dann vertragen die Akkus grob doppelt soviele Zyklen bei 10% weniger Kapazität.

Für das gelegentliche Nutzen ist es natürlich egal, da sollte man nur alles jenseits der 4,2V/Zelle meiden.

Ladegeräte für Akkupacks, die mit 12V funktionieren finden sich übrigens in bester Qualität und allen nur denkbaren Möglichkeiten bei dem Modellbauern.



Ach ja, über 2 in Reihe geschaltete 12 V Solar Paneelen und ein mA Meter, ggf Vorwiderstand kannst Du auch solche Werkzeug- Akkus wieder aufladen.


Bei NiCd ist das schon halbwegs ok, die werden halt heiß, wenn man sie überlädt und der dabei frei werdende reine Sauerstoff rekombiniert, bei Li-Ionen-Akkus solltest Du aber besser hoffen, dass da das interne BMS dann rechtzeitig abschaltet...


Zum Ausgangsthema:

Mir erscheint ein 12V -> 230V Sinus-Wechselrichter eine ziemlich sinnvolle Investition zu sein, der viele Einsatzbereich abdecken kann. Bei Werkzeugen muss man nur aufpassen, dass die Wechselrichter die hohen Lasten beim Anlaufen von Motoren vertragen.
Und der Akku wird u.U. auch ziemlich stark belastet.

mfg

User-ID-1853
16.08.2011, 23:39
Hallo,
Praktische/handwerkliche Arbeit und gefühlte zig Millionen Schrauben haben bei mir zu folgender Erkenntnis geführt:
Wenn Akku-Maschienen dann nur von Bosch oder Makita mit mind. 14,5V.
Aussnahme: Akku-Bohrmaschienen von Black&Decker, die haben gerade eine ganz brauchbare Serie mit 18V Akku.

Gruss

Udo (DL 8 WP)
17.08.2011, 00:04
Hallo zusammen,

Cephalotus hat geschrieben:

Bei NiCd ist das schon halbwegs ok, die werden halt heiß, wenn man sie überlädt und der dabei frei werdende reine Sauerstoff rekombiniert, bei Li-Ionen-Akkus solltest Du aber besser hoffen, dass da das interne BMS dann rechtzeitig abschaltet...

Da gebe ich Dir absolut recht. Diese Ladeart sollte ja auch für den Notfall gedacht sein, daher muss man dabei die maximale Ladespannung, den maximalen Strom beachten und eine gute Abschätzung wann der Akku voll ist. Es braucht in jedem Fall Erfahrung wenn man die moderneren Akkusysteme so laden will. Keine Frage mit einem richtig dafür konzipierten Ladegerät geht es besser. Aber wir wollen uns ja ggf auch helfen können, wenn es denn nicht optimal geht, wenn die Ressourcen nicht zur Verfügung stehen.
Einen Akku Rasenmäher würde ich mir nie kaufen. Mein Rasenmäher ist wohl 40 Jahre alt und ich komme mit dem Kabel ganz gut klar. Möchte nicht wissen wieviele Akkusätze man für diese Betriebszeit benötigt hätte...

Beste Grüße,

Udo (DL 8 WP)

Cephalotus
17.08.2011, 02:02
... und eine gute Abschätzung wann der Akku voll ist...


Das überladen bis zur Havarie geht unter Umständen relativ flott.

Siehe z.B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=SMy2_qNO2Y0

oder

http://www.youtube.com/watch?v=YCWdnjLqVWw

Das sind zwar LiPolys, die noch etwas empfindlicher sind als die üblicherweise in Werkzeugen verwendeten Zellen, dafür hat Dein Li-Ionen Werkzeugakku deutlich mehr Power und damit mehr Explosionspotenzial.

beim Video suchen bin ich noch über das hier gestolpert, das die Qualität der Nachbauakkus made in China recht anschaulich zeigt:
http://www.youtube.com/watch?v=7kc86iT8m-M



Einen Akku Rasenmäher würde ich mir nie kaufen. Mein Rasenmäher ist wohl 40 Jahre alt und ich komme mit dem Kabel ganz gut klar. Möchte nicht wissen wieviele Akkusätze man für diese Betriebszeit benötigt hätte...


Keine Ahnung. An meinem ehemaligen Schrebergarten gab es keinen Stromanschluss und bei Benzinmähern war die erlaubte Mähzeit eng begrenzt, im Grunde genommen auf die Zeit, wo normale Leute wie ich in der Arbeit sind und mit der Sense bin ich nahezu wahnsinnig geworden, dazu standen zuviele Bäume mit niedrigen Ästen im Rasen herum.
Den Schrebergarten habe ich mittlerweile aufgeben und den Akkumäher benutzen jetzt meine Eltern, die ganz froh darüber sind, weil das Ding wesentlich leichter zum starten und zum mähen geht als der bisherige Benziner. Bei den ganzen Sträuchern und Bäumen im Garten würde man mit 'nem Kabel wohl wahnsinnig werden...
Man kann halt nur ca. 20 Minuten lang mähen, man braucht als ggf. Wechselakkus. Mit 3 Akkus und 2 Ladegeräten kann man dann beliebig lange mähen.

Ich finde es auf alle Fälle spannend, was moderne Akkus mittlerweile so können. Mit den 36V Werkzeugakkus kann man z.B. völlig problemlos ein Elektrofahrrad antreiben, das fordert die noch nicht mal großartig...

Mit den 10 Stück M1 Zellen der Firma A123 Systems aus dem "36V" Akkupack von DeWalt könnte man beispielsweise kurzzeitig eine Leistung von über 4.000 Watt entnehmen, das ist mehr Leistung als man aus der Standard Steckdose raus bekommt. Allerdings sind die Akkupacks und Kontakte, Elektronik, Zellverbinder, Kabel) nicht auf diese Extremwerte ausgelegt, der 36V Bosch Akku verträgt irgendwas um die 1000 Watt, wenn ich mich da noch recht entsinne...

Gilt jetzt für die 36V Geräte, bei 18V und halber Zellenzahl wäre dann auch die Leistung des Akkus nur halb so groß.

mfg

Buschmann
15.09.2013, 08:10
Hallo Leute!

Dieser Thread ist zwar schon "uralt" aber vielleicht interessiert sich noch jemand für meine Erfahrungen mit Akkuwerkzeugen.

Ich bin schon der Meinung, dass man für Krisenfälle, den Handwerkzeugen und dem eigenen Wissen und Fertigkeiten für dessen Gebrauch die meiste Aufmerksamkeit widmen sollte. Jedoch können Akkuwerkzeuge einen bedeutenden Vorsprung ausmachen oder auch im normalen Alltag eine große Hilfe sein.

Die heutige Akkutechnologie ermöglicht es mittlerweile Geräte zu bauen, dessen Leistung denen der Netzmaschinen in fast nichts nachstehen. Sie bringen sogar viele Vorteile mit. Wer auf seinem Resthof in der letzten Ecke des Grundstücks einen Bolzen "durchflexen" musste, oder sonstwie fernab einer Steckdose etwas sägen, bohren, schleifen oder gar wegstemmen musste, der weiß wovon ich rede.

Kabeltrommeln ausrollen -evtl. sogar mehrere- oder den Generator beischaffen dauert in einem solchen Fall oft länger als die eigentliche Arbeit. Natürlich gibt es für viele dieser Arbeiten Handwerkzeuge. Nur um bei diesen eine gute Qualität zu bekommen, muss man auch eine Menge Geld ausgeben. Für den, der es sich leisten kann, sicherlich eine Ergänzung und Absicherung, aber gerade auch für alltägliche Arbeiten nicht zu empfehlen. Mal einen mittelgroßen Baum fällen per Hand OK; oder den besagten Bolzen mit einer guten Eisensäge durchtrennen, auch OK. Aber wenn es 20 Bolzen sind oder 20 Bäume, wird der normal trainierte Mensch ganz schön ins Schwitzen geraten. Auch nicht zu vergessen in einer Krise: Vielleicht muss die Frau oder der Junior das auch bewerkstelligen können!

Nun zu meinen Maschinen:

Ich habe nur Makita-Akkuwerkzeuge auf Li-Ion Basis, mit Baumarkt-Billigmarken oder gar Discounterwerkzeug hat man wohl eher keine Freude, zumindest nicht bei häufiger Nutzung)

10,8V Akkuschrauber (für die Größe superkraftvoll und vor allem sehr kompakt)
10,8V Fliesenschneider (macht Spass weil handlich und unabhängig, aber sicherlich nichts fürs Preppen oder große Arbeiten)
10,8V Säbelsäge (super Teil, kraftvoll und sehr handlich - aber wohl auch eher nichts fürs Preppen)
Dazu noch zwei 10,8V LED Taschenlampen (sehr klein und machen ordentlich Licht)

plus: 6 Akkus und 3 Ladegeräte

18V Akku-Schlagbohrschrauber
(80 NM Drehmoment, Kraft pur, dieses Teil haut mit einer Akkuladung 60-80 Stück 10mm dicke Holzschrauben (die langen) ins Holz. Man muss eher aufpassen, das einem nicht das Handgelenk bricht, anstatt sich um den Schrauber zu sorgen! Da kommen viele kleinere Netz-Bohrmaschinen nicht mit. Für jegliche Art von Schraub- und Bohrarbeiten meine erste Wahl)
18V Handkreissäge (ich habe sie richtig lieb, schneidet mit einer Ladung dutzende OSB-Platten in Stücke)
18V Stichsäge
(großer Vorteil: Wenn es um Ecken geht stört kein Kabel und sie hat richtig Power. Diese Säge ist genauso stark wie die netzbetriebene Stichsäge und macht nicht nach einem Meter schon schlapp)
18V Winkelschleifer
(trennt mit einer Ladung 50-60 Stück 10mm VA-Schrauben durch, für den rauen täglichen Einsatz sicher nichts, aber auch sie will ich nicht mehr missen)
18V Staubsauger (wenns denn sein muss:)
18V Tacker (wunderbares Ding: Folien, Textilien oder Trockenbau-Platten...es macht einfach nur Spass; da kommt keiner mit der Hand mit)
Zuletzt auch noch zwei 18V Lampen
(eine LED und eine Stablampe vergleichbar mit einer Laterne, erhellt einen Raum fast wie gewohnt und leuchtet mehrere Stunden mit einer Ladung)

plus: 11 Akkus und 4 Ladegeräte

36V Kettensäge
(sehr nützlich im Garten, macht kaum Lärm, sägt ne Menge mit einem Akku und ist dabei handlich genug, um sie in einer Hand zu halten. Habe damit schon 50cm dicke Bäume aus tropischem Hartholz umgenietet; leider könnte das Schwert ein paar cm länger sein, da muss ich mir noch Gedanken machen wenn ne neue Kette fällig ist)
36V Schlagbohrhammer (der Fliesenspiegel in Eurer Küche ist damit in ein paar Minuten Geschichte!)

plus: 4 Akkus und 2 Ladegeräte

So, das wars erstmal. Natürlich ist diese Ausstattung eher nichts für den Heimwerker der nur einmal im Jahr ein Loch bohrt. Der Vorteil allerdings ist, dass wenn man sich auf eine Marke und eine Akkugröße festlegt, die Kosten für Akkus und Ladegeräte sich in Grenzen halten. Jedes Gerät kann man auch einzeln zukaufen und wenn mal ein Akku schlapp macht, dann kauft man den neuen sozusagen für alle seine Geräte. Meine Akkus sind zwischen 1 und 3 Jahren alt. Bis jetzt kann ich nichts Negatives sagen. Jedoch lade ich alle 4-6 Monate auch die nicht benutzten nach und warte beim Akkuwechsel darauf, dass die Akkus nicht sofort wieder geladen/benutzt werden wenn sie stark beansprucht wurden. Ich rotiere die Akkus daher ein wenig.

Durch diese Werkzeuge können wir unseren Generator auf unserer "stromlosen" Baustelle die meiste Zeit aus lassen und ich kann 95% aller Maschinenarbeiten mit ihnen verrichten. Da unsere kleine Solaranlage keine großen Sägen oder Bohrmaschinen schafft, dafür aber die Ladung aller Makita-Akkus, sparen wir eine Menge Benzin und haben Ruhe. Im Moment läuft der Generator nur für die große Kappsäge.

LG Buschmann

Ole O Malley
15.09.2013, 11:36
Meine Erfahrungen mit aktuellen und hochwertigen Akkuwerkzeugen sind auch eher positiv. Vernünftiges Zeug kostet halt Geld, aber Leistung und Ausdauer sind heute nicht mehr das Problem.

Trotzdem ist in meinem privaten Setup der Spannungswandler + große AGM-Akkus + Solar das was ich am meisten nutze. Lediglich zum Schrauben nutze ich fast ausschließlich den Makita-Akku-Schrauber. Die 11,8v Li-Ion-Geräte von Makita lassen sich übrigens auch problemlos ohne Akku direkt am 12v Netz betreiben, auch wenn die Sonne die Akkus grad auf 14,8v hochgepowert hat - das juckt meinen Makita-Schrauber nicht.

Zum Sägen in stromertragsarmen Zeiten ist ein guter und scharfer Fuchsschwanz (handbetrieben) genauso sauber und schneller als jede Stichsäge - ist halt Übungssache und trainiert nebenbei die Kondition. Nur Kurven Sägen ist da nicht möglich - bräuchts dann halt ne Bügelsäge.

Buschmann
15.09.2013, 11:59
Ich halte Solarstrom ja eh für die beste Vorsorge. Natürlich habt ihr in Mitteleuropa das nervige Winterproblem von dem wir hier endlich befreit sind:) Das ganze Jahr über stabile Erträge ist schon ne feine Sache.

Am besten wäre ja eine große Inselanlage, welche in der Lage ist, sämtliche Verbraucher (einzeln) im Haus zu betreiben. An sowas bastel ich gerade. Dann im (Flucht-)Fahrzeug eine mitttelgroße, fest eingebaute Anlage (Dach vom Landcruiser oder Kombi mit Modulen vollpflastern), die mit ausreichender Leistung des Wechselrichters und Batterien auch jegliche Elektrowerkzeuge zu versorgen vermag. Wenn man dann abhaut und eine neue Bleibe findet, kann man die dann ausbauen und hat damit noch einen ordentlichen Stromlieferanten. Und zum Schluss noch eine kleine, moderne und ultramobile Notversorgung ala Goal Zero für den Notrucksack.

Hat man jetzt noch Akkuwerkzeuge in dem Fluchtfahrzeug, kann man damit auch weit vom Fahrzeug entfernt was anfangen und nutzt z.B. die gute Mittagssonne zum Aufladen der Akkus. Denn 5 oder 10 Kabeltrommeln mitschleppen tut sich ja keiner an und funktioniert wegen der Leitungslänge gerade mit größeren Elektrowerkzeugen garnicht mehr.

Von den Kosten dieser Ideen mal abgesehen!!!

LG Buschmann

Opa
15.09.2013, 20:06
Hi,

Auch meine Erfahrungen. Ich bin öfter unterwegs auf Hilfe von Monteueren und Elektrikern angewiesen. Heutzutage schleppt da keiner mehr eine Kabeltrommel mit, da gibts wirklich alles mit Akku. Ein Bekannter hat sich sogar eine Akku-Kettensäge (!!!) gekauft. Das Problem ist da hauptsächlich der Preis. Wenn ich kein Professioneller Waldarbeiter bin, der speziell fürs Ausasten ein Werkzeug braucht, dann ist mir eine allround-Benzinmotorsäge immer noch lieber. Auch vernünftige Schlagbohrmaschinen mit Akku kosten leicht mal das doppelte von einer sehr guten 220V-Version.

Bei meinen privaten Arbeiten benutze ich immer Stromaggregat + vorhandene 220V-Werkzeuge. Das einzige Akkuteil, das ich auch wirklich häufig benutze, ist ein Akkuschrauber.

Nur mit der Begründung Notfall würde ich mir auf gar keinen Fall Akkugeräte zulegen.

Wobei... wenn ich mirs recht überlege, ... So eine Akku-Motorsäge statt macht bestimmt mehr Eindruck als ein Baseballschläger... :lachen:



Nick

Waldschrat
15.09.2013, 21:59
Hallo liebe Leute,

ich habe ja nun einen ganzen Stall von Elektrowerkzeugen, egal ob mit Netzkabel oder mit Akku. Was würde ich mit denen machen WTSHTF? Ich habe eine kleine Insel-Solaranlage mit Akku und Inverter. Daran könnte notfalls auch kurzfristig (5 Minuten unter Vollast)die Flex laufen. Dann habe ich das Stromaggregat.

Und zu guter letzt habe ich noch einige handbetriebene Geheimwaffen. Eine Bügelsäge, einen Fuchsschwanz einen Drillbohrer, einen Hobel, ein Sortiment Stechbeitel ... und ganz gewöhnliche Schraubendreher als Ersatz für den Akkuschrauber

und für Fügetechniken jede Menge Geräte zum Weichlöten, Hartlöten und Schweissen mit Gas.

Auch zum Kleben fiele mir notfalls das Birkenpech meiner steinzeitlichen Urgrossväter ein, wenn mir der Kleister ausgegangen und der Baumarkt gerade ausgeplündert ist.

Handwerkliche Grüsse

Matthias

hspler
15.09.2013, 23:04
Ganz wichtig für die Fans von 18V LiIon Technologie: Von DeWalt und Makita gibt es jeweis einen 12V Autolader dafür!
Habe inzwischen beide...

Buschmann
16.09.2013, 05:34
Opa schrieb: "Wobei... wenn ich mirs recht überlege, ... So eine Akku-Motorsäge statt macht bestimmt mehr Eindruck als ein Baseballschläger..."

Ich habe ja die "große" Akku-Kettensäge von Makita. Mit scharfer Kette fällt die einen 20cm Baum in 6-8sek. Wie das mit anderen Materialien aussieht...hmmm:)

Die Vorteile sind die absolute Handlichkeit, der leise Betrieb und die Unabhängigkeit von Sprit und Steckdose. Außerdem verbraucht die auch nur Strom beim Schnitt und nicht ständig mit laufendem Motor in den Schneidpausen. Der 36Volt Akku speichert fast 100 Wh. Ich habe bis jetzt alle Sägearbeiten im Wald mit dem Teil gemacht und brauche sie fast täglich. Die größten Bäume hatten mehr Durchmesser als die doppelte Schwertlänge, ging trotzdem irgendwie.

Ich sehe den Vorteil darin, dass man solch einen Akku auch mit einem hier beschriebenen 12Volt Autolader aufladen kann. D.h. mit einem Minisolarmodul kann man einen 12Volt Akku laden und damit wiederum den Sägenakku. Das kann man natürlich nicht ständig, weil es dauert, bis der Solarakku wieder voll ist, aber man kann ohne Riesensolaranlage, Wechselrichter und Generator damit kraftvolle E-Werkzeuge betreiben.

Ob es ein 12Volt Ladegerät für die 36V Akkus gibt weiß ich aber nicht.

Die 230V Ladegeräte ziehen folgende Leistung:

10,8V = 30W Angabe (noch nicht nachgemessen)
18V = 240W Angabe (gemessen 160-220W je nach Ladeverhalten)
36V = 430W Angabe (gemessen 360-420W je nach Ladeverhalten) Das würde dann mit dem Zigarettenanzünder wohl Probleme geben.

LG Buschmann

TheHamster
16.09.2013, 17:34
@ Buschmann:

Wie würdest denn du so die Leistung deiner Akkukettensäge im Vergleich zu ner vergleichbaren 2 Takt Motorsäge sehen? (Falls du mal mit beidem gearbeitet hast)

Ich überlege derzeit dei Anschaffung einer Kettensäge. Nen kleines 25er oder 30er Schwert würde mir ja reichen. Geht bei mir nur um nen bissl Kleinholz machen bzw mal ne Straße frei bekommen wenn da nen kleiner Baum im Weg liegt. Über die Akkualternative hab ich scho nachgedacht da die Säge grad im Winter jetz im Auto liegen soll und die anderen ja doch nen bissl ausdünsten.

Porken
16.09.2013, 19:43
Mal als Anregung am Rande - für diejenigen, die nicht die Hälfte ihre Monatsgehaltes in Makita-Hardware inversieren können/wollen (wobei ich dafür durchaus Sympathie habe): Für den durchschnittlichen (Hobby-)Handwerker, der seine Brötchen nicht mit seinem (Hobby-)Werkzeugpark verdient, kann auch ein gebrauchter Bosch PSR-14.4 LI-2 Akkuschrauber eine Option sein.
Ich habe das Ding hier (gebraucht gekauft) seit eingen Jahren und bin rundum zufrieden damit. Mehr Drehmoment brauche ich höchst selten - und wenn doch, dann liefert mir mein Handgelenk mehr Drehmoment bei besserem Gefühl für die Schraube, als jeder Akkuschrauber (wenngleich natürlich nicht stundenlang...)

Es ist kein "Kann alles"-Gerät, dafür hat es auch nicht "alles" gekostet ;-)

Vansana
16.09.2013, 20:20
......Leistung deiner Akkukettensäge im Vergleich zu ner vergleichbaren 2 Takt Motorsäge sehen?

Wir haben zuhause in A sowohl eine 30cm Stiel 2-Takt als auch eine 30cm Akkumotorsaege. Erstaunlicherweise scheint mir die Schnittgeschwingkeigkeit bei der Akkkusaege groesser zu sein als bei der 2-Takt Saege. Die Kette ist um einiges schmaler. Die Akkusaege ist sehr leicht und leise, Bei Pausen zwischen den Schnitte ist Ruhe.....

Ein tolles Geraet!

http://www.motorsaegenkette-schaerfen.de/motorsaege/motorsaegentechnik/stihl-ms-160-c-bq.html

Liebe Gruesse
Vansana, dem bis jetzt eine aus einer Blattfedern geschmiedeten Machete gereicht hat.

Cephalotus
16.09.2013, 20:57
Meine Akkus sind zwischen 1 und 3 Jahren alt. Bis jetzt kann ich nichts Negatives sagen. Jedoch lade ich alle 4-6 Monate auch die nicht benutzten nach und warte beim Akkuwechsel darauf, dass die Akkus nicht sofort wieder geladen/benutzt werden wenn sie stark beansprucht wurden. Ich rotiere die Akkus daher ein wenig.


wenn Du die Selbstentladung der Akkupacks abschätzen kannst (nur die Zellen alleine kann man idR 10 Jahre rum liegen lassen, die Elektronik ist ggf das Problem), dann rtae ich Dir dazu, die Akkus besser nur halb voll und vor allem kühl zu lagern.

Ganz grob gilt, dass je 10°C wneiger die kalendarische Lebensdauer verdopplet wird. Außerdem ist Volladung für die kalendarische Lebensdauer kritisch, halb volle Zellen verhalten sich wesentlich gutmütiger (Das gilt alles nur für Li-Ionen Akkus !!!!)

Die meisten leute machen keine Wissenschaft draus und laden das Ding halt voll, dmait es voll ist, wenn ans braucht und lagern es auch daheim in der Wohnung.

Das geht auch, aber wenn die Akkus 10-20 Jahre überdauern sollen (was prinzipiell durchaus machbar ist, hängt auch von der verwendeten Zellchemie ab) dann ist kühl (nicht die Gefriertruhe!) und halbvoll besser als warm und voll.

Dazu kommt dann noch die Alterung durch Zyklen, insbesondere sehr hohe Belastungen (in Werkzeugen unvermeidbar), Schnellladung und vollständiges Entladen (bis zur Entladespannung) und randvolles Laden (beides wird idR von der Akkuelektronik verhindert, die nur einen Teil der Kapazität der Zellen nutzt) lässt die Zellen auch altern.

Li-Ionen Akkus müssen völlig anders behandelt werden als NiCd Akkus oder der Bleiakku im Auto.

mfg

hspler
16.09.2013, 21:13
Ob es ein 12Volt Ladegerät für die 36V Akkus gibt weiß ich aber nicht.

Klar geht das, mit 2x 12V Ladegeräten und dem Makita 18VX2 Adapter (http://toolguyd.com/makitas-new-adapter-lets-you-power-36v-cordless-tools-with-18v-battery-packs/). Wenn Du mehr Zeit hast, dann reicht natürlich auch ein Ladegerät.

Ich habe übrigens nur die kleine 18V Kettensäge von Makita. Macht trotzdem Spaß.

Desweiteren will ich mir einen Adapter bauen um auch meine DeWalt Akkus auf den Makita Geräten verwenden zu können.

VG

Buschmann
17.09.2013, 00:02
Bei Benzin-Kettensägen gibt es je unzählige Leistungsvarianten. Meine Akku-Makita hat in meinen Augen dieselbe Power wie eine vergleichbare, kleine Netz-Kettensäge. Da ich bisher nur mit größeren Benzin-Sägen gearbeitet habe, kann ich das nur bedingt vergleichen, da diese größeren Modelle schon mehr Leistung hatten als das Akkumodell.

Für den harten Dauereinsatz und für sehr große Stämme ist die Makita sicherlich nicht zu empfehlen. Wenn man aber Stämme bis 20-25cm oder große Äste aus dem Weg räumen will, halte ich das Teil für ideal. Ich sehe auch einen Vorteil bei der Unabhängigkeit von Benzin. Den Akku bekommt man mit entsprechender Technik irgendwie voll. Beim Benziner ist man auf zwei Dinge, welche in einer Krise knapp werden könnten, angewiesen: Benzin und 2-Takt-Öl. Auf die Kettenschmierung, die natürlich auch bei der Akkusäge notwendig ist, kann man in der Not auch mal verzichten.

Auch denke ich mal, dass man mit drei in Reihe geschalteten Autobatterien, die Säge zum Laufen bekommt, falls Akkus oder Lader Probleme machen. Das habe ich aber noch nicht getestet. Die Säge hat eine elektronische Regelung und schaltet bei "leerem" Akku automatisch ab. Die Werkzeughersteller achten schon darauf, dass ihre Akkus schonend arbeiten. Zu Beginn der Li-Ion Technik gab es da vermehrt Probleme, auch bei Makita. Diese sind aber meines Wissens behoben.

LG Buschmann

Buschmann
17.09.2013, 02:15
Hallo Endzeitstimmung!

Deine Argumente lasse ich alle genauso gelten. Für stundenlanges Sägen oder gar für den Zuschnitt von etlichen Kubikmetern Brennholz ist das sicherlich nicht die erste Wahl.

Aber: Hat man nur eine kleine Inselanlage -sagen wir mal 200W Module an 12V Akku (ohne Wechselrichter, weil es ja die 12V Ladegeräte gibt)- so kann man damit eine Sägeleistung erzielen, welche kleineren Netz- oder wahrscheinlich auch Benzinsägen gleichkommt.

Hat man jetzt noch eine Tasche mit ein paar Ersatzakkus dabei, verhält es sich so ähnlich, wie mit dem Kanister für den Sprit.

Weiterer Vorteil: Nahezu lautlos. Auf 100m in dichtem Wald hörst Du mich garnicht mehr, die Benzinsäge im ungünstigsten Fall auf mehrere Kilometer noch. Besser verhält es sich vielleicht mit einem gedämmten Stromerzeuger ala Honda EU20i, aber nicht optimal.

Die Kosten relativieren sich auch erstmal, weil ich mir den dicken Wechselrichter spare oder das Stromaggregat. Auch denke ich, dass der Preis eines Ersatzakkus sich mit der Zeit auch bezahlt macht, da keine laufenden Kosten für Kraftstoffe entstehen. Von deren Verfügbarkeit im Ernstfall mal abgesehen.

LG Buschmann

Waldschrat
17.09.2013, 02:38
Aber: Hat man nur eine kleine Inselanlage -sagen wir mal 200W Module an 12V Akku (ohne Wechselrichter, weil es ja die 12V Ladegeräte gibt)- so kann man damit eine Sägeleistung erzielen, welche kleineren Netz- oder wahrscheinlich auch Benzinsägen gleichkommt.

Hallo Buschmann,

ich stimme zu. Seien wir realistisch. Wir wollen vielleicht gerade wirklich einen Baum mit 30 cm Stammdurchmesser fällen. Aber einen Wald abholzen????

Meint

Matthias


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