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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Preisrunde



Sentencer
27.10.2011, 19:32
Hallo zusammen,soderle, also nachdem ja kürzlich der Zucker angezogen hat, habe ich heut im Kaufland festgestellt, dass die Hausmarke Spaghettis plötzlich 49 cent kosten!Das is ja "nur" eine Erhöhung um 25 % - haha.Kann man von anderen Läden Ähnliches berichten? Generell Pasta oder mehr Lebensmittel.Ich sag mal ganz ehrlich, dass ich nicht alle Preise der Artikel im Kopf hab,aber allein ohne die Sensibilisierung durch das Forum wäre mir nich mal die Erhöhung vom Zucker aufgefallen ;)

Sentencer
27.10.2011, 19:36
edit:ich kann keine Absätze schrieben wieso???

sonnenwolf
27.10.2011, 19:51
Wir sind in Deutschland noch lange von dem Punkt entfernt, an dem Lebensmittel das kosten, was sie wert sind (bzw. sein sollten). Alle "Preiserhöhungen" unter diesem Punkt sind in meinen Augen nur wünschenswert...

Smileyneu
27.10.2011, 20:06
Bei Lidl erhöhte sich vor einigen Wochen die Preise für Nudeln von 39 auf 49 Cent

SurvivalMike
27.10.2011, 20:08
Kann man von anderen Läden Ähnliches berichten?

Ja Dosen Gemüse ist auch Teurer geworden Mais und Erbsen kosten bei Netto mittlerweile 10 cent mehr.

qittatun
27.10.2011, 20:09
Das ist schon richtig, Sonnenwolf. Nur: Wenn Gehälter und insb. Renten dem wahren Wert von Nahrungsmitteln angepasst würden, wäre ich damit auch gänzlich d'accord.
Das Recht auf Nahrung ist Menschenrecht.

„Das Recht auf angemessene Nahrung ist dann verwirklicht, wenn jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, einzeln (!) oder gemeinsam mit anderen, jederzeit physisch und wirtschaftlich Zugang zu angemessener Nahrung oder Mitteln zu ihrer Beschaffung haben.“ (Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der UN vom 14.05.99, nachzulesen hier (http://www.un.org/depts/german/wiso/ec12-1999-5.pdf)).

Und damit genau so eine hohle Phrase wie die Unantastbarkeit der menschlichen Würde. Papier ist geduldig.

Wie setzt man dieses Recht um, klagt es gar ein? Und wie deuten diese schlauen Leute das Wörtchen "angemessen"?

VG qittatun

Memento Mori
27.10.2011, 21:18
"Angemessen" vielleicht in dem Sinne gerade genug zum Arbeiten. Aber ich will ja niemandem was unterstellen, besonders nicht dem Verein der nach der Weltherrschaft strebt

qittatun
27.10.2011, 21:28
Das chice Papier sagt jedoch aus, dass jedes Kind auch einzeln Zugang zu angemessener Nahrung hat.
Hartz IV-Sätze Kinder bis einschließlich 5 Jahren: 215 EUR
Kinder von 6 bis einschließlich 13 Jahren: 251 EUR

Da ist in der Tat S+P angesagt.

Satras
28.10.2011, 04:50
Das Problem sind sicher nicht die Lebensmittelpreise an sich.Die sind meiner Meinung nach genau auf dem Stand,den wir von industriell hergestellter Nahrung erwarten dürfen.

Die anderen Lebenshaltungskosten und Sozialabgaben sind das eigentliche Problem. Anteilig vom Verdienst/Einkommen liegen die Preise für Lebensmittel(Nahrung) recht niedrig. Das Problem ist nur,das durch den hohen Stand der anderen Kosten eine Erhöhung der Lebensmittelpreise eher auffällt.


Sorgen deshalb habe ich eigentlich keine zur Zeit. Wenn ich mir vorstelle,jeden Tag eine Packung Spaghetti zu vertilgen und die jetzt 10ct. teurer wird sind das im Monat 3 Euro. Sicherlich wird niemand die Packung alleine aufessen. Bei 2 Personen wären das nur 1,50 Euro im MONAT!!!
Da habe ich eher andere Sorgen...

Mal ganz im Ernst:

Bei allem Interesse,für die Preise der Grundnahrungsmittel,die wir fürs Preppen einlagern. Wir mit Nichten und Neffen in einer Situation in der es irgendetwas bringt die derzeitigen Preisentwicklungen von Nahrungsmitteln mit Sorge zu betrachten. Eine Preiserhöhung von 25% hört sich erstmal heftig an.Aber 25% auf 0,39 Euro?
Selbst bei jenen mit geringem Einkommen ist das wohl ertragbar.

In ärmeren Ländern bringt das allerdings Probleme mit sich über die wir hier nur Diskutieren.Während wir um unseren Wohlstand kämpfen sind die in Teilen Afrikas schon weiter.Die kämpfen ums Überleben!

Memento Mori
28.10.2011, 08:58
25% ertragbar? Natuerlich, wenn es nur bei einem einzigen Produkt bliebe!

Wir geben zu zweit so ungefaehr 400 Euro pro Monat fuer das Essen aus. 10% da, 5% dort, 25% bei einem anderen, also wenn's um 10% steigt, sind das 40 Euro pro Monat. Mal 12 macht das schon 480 Euro. Rechnet man noch den Benzin und die obligatorische Mieterhoehung dazu, Gas wird auch immer teurer, dann macht das gleich einen schoenen Batzen Geld aus.

Also ICH fuehl die Inflation.

Weiss nicht wie es bei euch in CH, DE und AT ist, aber hier im Land von Pizza und Cappuccino wurden sie in letzter Zeit ganz schoen unverschaemt mit den Preisen.

Sentencer
28.10.2011, 09:40
Hallo Satras,naja es ging mir nicht darum jetz hier ne Grundsatzdiskussion zu starten, sondern lediglich den Hinweis zu bringen und evtl. in Erfahrung zu bringen ob sich sonst noch was getan hat.Und klar sind 25 % auf 39 cent "nur" 10 cent, aber was wenn jetz plötzlich großpreisige Artikel genauso anziehen, dann schimpfst wohl auch Du über die "nur" 25 % ;)

sonnenwolf
28.10.2011, 14:55
Wir geben zu zweit so ungefaehr 400 Euro pro Monat fuer das Essen aus. 10% da, 5% dort, 25% bei einem anderen, also wenn's um 10% steigt, sind das 40 Euro pro Monat.

Nur, dass das nix mit der Preiserhöhung bei Grundnahrungsmitteln zu tun hat. Wenn die Nudeln 10% teurer werden, dürfte das am Monatsende nicht weiter auffallen.
Spürbare Kostensteigerungen bei Lebensmitteln entfallen in aller Regel auf Luxusartikel (asaisonale Lebensmittel) und Fertig- oder Halbfertigprodukte. Da kann jeder problemlos sein Verhalten anpassen, auch wenn's meist lästig fällt...

Cephalotus
28.10.2011, 16:09
Weiss nicht wie es bei euch in CH, DE und AT ist, aber hier im Land von Pizza und Cappuccino wurden sie in letzter Zeit ganz schoen unverschaemt mit den Preisen.

Ich halte die Lebensmittel für deutlich zu billig.

Die wahren Kosten entstehen dann nämlich ganz woanders, z.B. bei den Leuten, die trotz Job im Einzelhandel noch mit ALG II aufstocken müssen, bei den Umweltschäden und bei den gigantischen Transfergeldern von uns nach Brüssel und wieder zurück zu den (Groß)Bauern.

Es wäre in meinen Augen allen geholfen (inkl. den Afrikanern, deren Landwirtschaft wir durch unsere subventionierten Lebensmittelexporte mit vernichtet haben), wenn Lebensmittel endlich wieder das kosten würden, was ihre Produktion tatsächlich an Kosten verursacht. Für die ALG II Empfänger kann man dann ja die Sätze erhöhen, das fällt im Gegensatz zu den heutigen gesellschaftlichen Kosten für die billige Nahrung nicht ins Gewicht...

1 Liter Milch für 49ct, ein Huhn für 1,99 Euro. In meinen Augen ist das in Relation zu den Einkommen pervers billig. Von den Bedingungen in den Tierfleischproduktionsfabriken mal ganz abgesehen.

mfg

mueller
28.10.2011, 17:34
Für mich sind die Preise angemessen - wenig Geld für schlechtes Essen.
Gutes Essen ist auch heute schon deutlich teurer als das Industriehuhn o.ä..

Abgesehen davon:
Die Preiserhöhung ist da, wie überall. Ob Lebensmittel oder Busfahrt, es wird eben teurer.
Und das ist nicht neu.

Memento Mori
28.10.2011, 20:56
1 Liter Milch für 49ct, ein Huhn für 1,99 Euro. In meinen Augen ist das in Relation zu den Einkommen pervers billig. Von den Bedingungen in den Tierfleischproduktionsfabriken mal ganz abgesehen.

Sag mir wo du wohnst und ich zieh in deine Gegend!
Hier kostet der Liter Milch 89 Cent und ein HALBES Suppenhuhn 2,69 Euro (im ANGEBOT!)

Ich weiss auch nicht was du verdienst, hier jedenfalls verdient ein Normalo im Buero 1000-1200 Euro.

Cephalotus
28.10.2011, 21:09
Sag mir wo du wohnst und ich zieh in deine Gegend!


Dresden. Eher nicht als Hort des Wohlstands bekannt :-)



Hier kostet der Liter Milch 89 Cent und ein HALBES Suppenhuhn 2,69 Euro (im ANGEBOT!)


Mein nächster Discounter ist der Netto, da sind das die Preise an die ich mich erinnere (Mit Huhn meinte ich Hähnchen, ich stamme aus Bayern da ist das sprachlich alles dasselbe. Der Milchpreis gilt für die 1,5% H-Milch).

Kauft man das Hähnchen mit Bio Siegel zahlt man im entsprechenden Supermarkt ca. das 3- bis 4-fache, was vermutlich angesichts der deutlich längeren Mastzeiten und der geringeren Belegungsquote in etwa hinkommen dürfte.



Ich weiss auch nicht was du verdienst, hier jedenfalls verdient ein Normalo im Buero 1000-1200 Euro.

Ich verdiene mehr.

Neulich war doch in den Medien, dass der durchschnittliche Deutsche 300 Euro an Lebensmittelk wegschmeisst. Aber das ist nur das von zuhause, dazu kommt das weggeschmissene Brot vom Bäcker, das "abgelaufene" Zeug im Supermarkt, die Verluste beim Großhandel und am Ende das, was der Bauer nicht vermarkten kann. Vermutlich erreichen ca. 50% der produzierten Nahrung nie in unserem Magen.
Dann kann man sich noch überlegen, ob man wirklich jeden Tag Fleisch bzw. verarbeitete und damit teure Lebensmittel essen muss. Die Grundnahrungsmittel sind ja doch sehr günstig, auch als Bioprodukte. Einen wirklich deutlichen Preisaufschlag (also mehr als 100%) gibt es meines Wissens nur beim Fleisch.

mfg

qittatun
28.10.2011, 21:14
Einen wirklich deutlichen Preisaufschlag (also mehr als 100%) gibt es meines Wissens nur beim Fleisch.mfg

Und das wäre auch gut so. Nicht nur, weil man einen hohen Aufwand hat bei der Erzeugung des Produkts, sondern auch im Hinblick auf den Respekt für die ehemals lebendige Kreatur.
Billigfleisch trägt m. E. mit bei zur Verrohung.

Memento Mori
28.10.2011, 21:20
@ Cephalotus
Hab hier zufaellig das neueste Despar Prospekt zur Hand. 1 Liter Suedtiroler H-Milch 0,99 Cent, jetzt 30% billiger im Angebot (unterm Einkaufspreis ts ts ts...) 0,69 Cent!

Jeden Tag Fleisch muss wirklich nicht sein. Ab und zu goenn ich mir dann doch ein Filet, aber das geniessen wir dann. Einmal pro Woche gibts ein halbes Huhn vom Bauern, da weiss man wenigstens was man isst! Ansonsten essen wir sehr viel (Saison-)Gemuese und Obst.

P.S. Dresden war ich schon mal, tolle Stadt! Aber Bayern ist cooooler :rolleys:

Lg Memento Mori

P.P.S. ich verdien zum Glueck auch mehr, sonst muesste ich meine hinreissende Frau auch noch zum Arbeiten schicken (was hier eigentlich ganz normal ist)

Nikwalla
28.10.2011, 21:38
Hallo Cephalotus,

1 Liter Milch für 49ct Netto, da sind das die Preise an die ich mich erinnere

ich möchte da nicht vorlaut sein,

doch die Milchpreise für 1L Milch bei 1,5%Fett betragen durchweg 54Cent und 60Cent bei 3%Fett.

Leider.

Wir brauchen 20Liter in der Woche. Reicht aber noch nicht für ne Kuh...


Klar, wir könnten auch mehr zahlen,

doch andere die weniger verdienen eben nicht. Was machst Du, wenn Dein Stundenlohn nur bei 5,37Euro /Stunde (Fachverkäufer) liegt?
Mit freundlichen Grüßen
Nikwalla

mueller
28.10.2011, 23:20
Neulich war doch in den Medien, dass der durchschnittliche Deutsche 300 Euro an Lebensmittelk wegschmeisst. Aber das ist nur das von zuhause, dazu kommt das weggeschmissene Brot vom Bäcker, das "abgelaufene" Zeug im Supermarkt, die Verluste beim Großhandel und am Ende das, was der Bauer nicht vermarkten kann. Vermutlich erreichen ca. 50% der produzierten Nahrung nie in unserem Magen.


Und in den der Tiere auch nicht, jedenfalls dann, wenn diese noch gegessen werden sollen. Und dies auch dann, wenn die Lebensmittel zur normalen Nahrung des Tiers gehören würden.
Für mich ist dies nicht ganz verständlich.

sonnenwolf
29.10.2011, 07:53
Wir brauchen 20Liter in der Woche.

Was macht ihr damit? Wir kommen hier selbst in Wochen heftigsten Milcheinsatzes nicht über 2 Liter pro Person...


Neulich war doch in den Medien, dass der durchschnittliche Deutsche 300 Euro an Lebensmittelk wegschmeisst.

Dann gibt's irgendwo (statistisch) einen Idioten, der deutlich über 800 Euro wegwirft. Ich könnte mich nicht daran erinnern, im letzten Jahr auch nur einen Euro an verpackten Lebensmitteln weggeworfen zu haben und höchstens den Gegenwert von 20 Euro an zubereiteten Lebensmitteln (Essensreste. Kochunfälle). Könnte natürlich daran liegen, das wir im Vorfeld überlegen, was wir einkaufen und auch unsere Mengen ganz gut einschätzen können. Ich dachte nie, dass das eine besondere "Gabe" ist...

trifolita
29.10.2011, 08:06
Also ich zahl jetzt auch schon 0.99€ - 1,60€ für 1l Milch (nehme nur Sojamilch) und finde auch das viele Sachen im Vergleich zum Aufwand noch viel zu billig sind .
Halte das nicht so genau nach aber im Monat komme ich mit ungefähr 120€ trotzdem noch gut aus (studiere nochmal und arbeite nur Aushilfsweise ..) (und lebe nicht schlecht ;) )...

Die Preissteigerungen fallen einem natürlich auf, das Problem ist nur da wir heute gewöhnt sind nur noch einen Bruchteil unseres Geldes für Lebensmittel auszugeben.
Für Elektronik, Urlaub, Auto, etc wird da bei den meisten nicht gezaudert ...
Ich habe auch mal die eine oder andere Sache selber angepflanzt und denke manchmal wie teuer Lebensmittel teilweise sein müssten ...
Ich schätze bei vernüntigen Anbau, Löhnen etc . ... bestimmt das 3-4 Fache ...

Itchy
29.10.2011, 12:52
Ich empfinde es so, dass unsere Lebensmittel an Wert verloren haben.
Sowohl durch Massenproduktion an eigentlichem Nährwert als auch durch Dumpingpreise an dem geschätzten Wert.
Wer isst schon altes, trockenes Brot zuende wenn es beim Discounter Neues unter einem Euro gibt?

Dass auch Fleisch ungegessen im Müll landet, finde ich moralisch eine Katastrophe - dafür haben Lebewesen ein kurzes, zum Teil unter unwürdigsten Umständen verbrachtes Leben gegeben!

Durch unsere Jagd nach immer billigeren Anbietern auch in der Lebensmittelbranche sind Nahrungsmittel zu einer nicht wertgeschätzten Wegwerfware geworden.

Ich wäre gerne bereit, mehr für Lebensmittel, die ihren Namen zu recht tragen, auszugeben.
Dazu würde ich mir aber wünschen, dass die Mehrkosten nicht in den Taschen der Hersteller landet.
Wenn Landwirte für ehrliche Arbeit gerecht entlohnt würden, wenn Tieren eine bessere Haltung ermöglicht würde, wenn wir statt künstlicher Aromen wieder echte Zutaten auf unserem Teller hätten...dass sollte uns doch was wert sein!

Lieben Gruss, Itchy

sonnenwolf
29.10.2011, 13:03
Ich wäre gerne bereit, mehr für Lebensmittel, die ihren Namen zu recht tragen, auszugeben.

Kein Problem. Meide Handelsketten und kaufe dort, wo die Verkäufer die Herkunft der Waren noch kennen. Kaufe regional und saisonal...
Spart unterm Strich meist noch Geld, wenn man nicht viermal die Woche ein halbes Schwein auf Toast essen will...

mueller
29.10.2011, 17:28
Gut ist ein solches Kaufverhalten auf jeden Fall. Aber ob es Geld spart? Das sehe ich nicht so. Denn die Lebensmittel haben dann, da sie meist besser sind, auch ihren Preis.

sonnenwolf
29.10.2011, 21:54
Denn die Lebensmittel haben dann, da sie meist besser sind, auch ihren Preis.

Regionale und saisonale Lebensmittel sind (sofern da nicht irgendein "wertvolles" Siegel draufpappt) meist gar nicht teurer als Importware und Halbfertigprodukte im Discounter. Warum auch?

Wenn von 500g Hackfleisch auf einmal mehr als 300g nach dem Anbraten übrig bleiben, verringern sich wundersamer Weise auch die Einkaufsmengen...


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