Das Rechtssystem um 1900 gab ganz andere Möglichkeiten her als das heutige.
Auch Technik und Wohnverhältnisse sind wenig vergleichbar.
Tag allerseits
Ich habe mir in der letzten Zeit, etwas Gedanken gemacht bezüglich häuslicher Sicherheit. Diese Gedanken führten mich anschliessend weiter zu der Frage: Min welchen Tricks wurden früher (1900 und davor) Gebäude mit einem "Alarm" versetzt? Ich meine rein mechanisch. Ich denke, wenn ihr bis hier gelesen habt, ist euch bestimmt schon 5 mal ein Tier in den Sinn gekommen (Hund, Gans, Frettchen??ect.).
Mich interessieren aber die technischen, mechanischen, botanischen (??), usw. Lösungen.
Meiner Meinung nach, ist der Stolperdraht die einfachste Methode. Ein Stück Schnur an einem Topf befestigen (der auf der Kante eines Stuhls balanciert). Tritt jemand drauf, gibt es einen heiden Lärm![]()
Kennt jemand von euch noch andere Möglichkeit (vielleicht auch ausgefallene Sachen)?
Freundliche Grüsse
Tom
Das Rechtssystem um 1900 gab ganz andere Möglichkeiten her als das heutige.
Auch Technik und Wohnverhältnisse sind wenig vergleichbar.
Eine Methode von der ich schon öfter gehört habe ist das man am Schloss einen federbelasteten Bolzen anbringt der beim zurückziehen des Riegels frei wird. Mit diesen Bolzen kann man dann irgendeine Form von Alarm aktivieren (z.b. könnte der Bolzen gegen eine Glocke schlagen).
Eine andere Methode die ich schon getestet habe besteht darin, ein Seil an der Türklinke anzubringen und über Umlenkungen so an einem Eimer anzubringen dass das Niederdrücken der Klinke den Eimer kippt. Je nachdem was man in den Eimer füllt macht das auch ordentlich Krach.
Gruß Ulfhednar
Wenns nicht nur Krach machen soll sondern auch überhaupt Schutz bieten soll, kann man auch diese Fallen nutzen, die man draußen nimmt.
Solche Dinge bewegen sich aber dann schon in einer "Dunkelgrauzone" was die Legalität anbelagt. Weil, eine Holzkügel bspw. die mit duchgeschlagenen Nägeln auf einen zuschwingt, ist schon grenzwertig.
Wenn Du die Suchmaschine nach Wahl nutzen magst, schau doch mal nach Fallen im Mittelalter, oder kuck überhaupt mal auf Mittelalterseiten, wenns nicht unbeding 1900 sein muß.
Alarmgeber für unterwegs, Hotel, Wohnmobl, Camping gibt es doch nun wirklich schon für ein paar Euro ....
Zum Beispiel das oder dieses
Die Teile sind übrigens brutal laut.
Um das Zelt spannt man zum Beispiel mit einigen Erdnägeln / Holzstöcken einen Stolperdraht aus Angelschnur, vorzugsweise die multifile Ausführung, die sich nicht dehnt und unmittelbar reagiert und schliesst daran seinen Alarmgeber an. Wenn wir schon von der Zeit um 1900 reden, kann der Alarmgeber natürlich alles sein von einem Eimer mit Altmetall, das scheppernd zu Boden fällt, bis zu einem pyrotechnischen Satz, etwa einem Leuchtsignal oder einer Platzpatrone, wie es die zum Beispiel auch heute noch gibt, siehe hier.
Viele Grüsse
Matthias
Geändert von Waldschrat (18.09.2012 um 21:28 Uhr)
They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
Benjamin Franklin (1775)
Diese Teile kann man auch aus Rattenfallen improvisieren. Ein Bekannter hat mir mal eines gezeigt das auf Kaliber 12 Flintensignale ausgelegt war (scheinbar konnte man die früher legal kaufen). Dabei knallt es dann nicht nur, sondern es fliegt auch noch ein Signalstern nach oben. Wenn man mehrere solche Fallen legt kann man auf diese Art auch sehen wo sich der Einbrecher befindet statt nur zu wissen das er da ist.
Gruß Ulfhednar
Allerdings dürfte das bei der aktuellen Rechtslage nicht mehr erlaubt sein.
Das von Waldschrat verlinkte Böller-Selbstschussgerät ist hingegen ab 18 frei erwerbbar, ebenso die dazugehörige Munition. Man sollte aber darauf achten, dass beim Einsatz niemand zu schaden kommt, auch der Einbrecher nicht. Denn selbst wenn es wohl erlaubt ist wird es erstmal Ermittlungen wegen gef. Körperverletzung geben könnte ich mir denken.
Es gibt auch Knicklicht/Leuchtstabfallen, die naturgemäß aber nur über das Auslösen des Leuchtstabs, also das Licht warnen.![]()
Geändert von Legend (19.09.2012 um 16:37 Uhr)
Früher soll es Dinge mit dem Namen "Glocke" gegeben haben, die auf mechanische Weise ("unplugged") beim Öffnen der Tür ein Geräusch produzierten, das man "Klingeln" oder "Läuten" nannte.
Als eine Form der "Einweg-Glocke" stelle man gut ausbalanciert kopfüber eine leere Flasche auf die Türklinke. Auf diese Weise spart man die Schnur. Die Effektivität auf einem langflorigen Teppich wage ich aber zu bezweifeln. Darüberhinaus muss jeder für sich entscheiden, ob er die Scherben als Vor- oder Nachteil einschätzt.
Je klirr, desto wach.
Strider
Ich werde blöderweise durch das Erleuchten eines Knicklichtes nicht wach.
Und zur Rechtssituation, früher gab es noch keinen so massiven Täterschutz wie heute. Dürfte wohl am permanenten Opferdaseinsgerede im europäischen Zentralraum liegen, und an der Methode: bitte nicht wehren.
Vielleicht ist ja auch der Film Kevin allein zu Haus eine tolle Ideenkiste, was man alles machen kann um Einbrecher abzuhalten.
Ich wusste ja nicht, dass Du schläfst.Für einen lautlosen Alarm eignet sich die Falle nachts schon, zur Hausabsicherung wenn keiner wachsam ist aber eher nicht, das stimmt wohl. Wollte sie auch nur mal erwähnt haben, da nicht so bekannt.
Ja, absolut. Deshalb muss man das leider heute auch "auf dem Schirm" haben.
OT:
Wenn ich z.b. solche Tipps der Berliner Polizei lese, frage ich mich immer, ob der Ersteller dieses Ratgebers schonmal eine "echte" Auseinandersetzung mitgemacht hat. Zwei Beispiele:
Tun Sie etwas unerwartetes
Täter erwarten von Ihrem Opfer meist ein bestimmtes Verhalten. Versuchen Sie, sich möglichst selbstbewusst zu geben und keine Angst zu zeigen. Lassen Sie sich nicht auf den Täterplan ein. Wenn Personen Sie anpöbeln, um Sie zu provozieren, schimpfen Sie nicht zurück, sondern gehen Sie ohne anzuhalten einfach weiter. Verblüffen Sie Täter mit überraschenden Aktionen. Täuschen Sie z.B. Telefonate mit dem Handy vor. Simulieren Sie Krankheiten, Übelkeit oder fangen Sie laut an zu singen, um dadurch die Täter aus dem Konzept zu bringen.
Setzen Sie Grenzen
Weisen Sie klar und unmissverständlich darauf hin, dass Sie bestimmte Dinge, wie z.B. zu dichtes Herankommen oder Anfassen, nicht wünschen. Provozieren Sie den Täter dabei jedoch nicht. Reden Sie die betreffende Person mit „Sie“ an, damit Außenstehende erkennen, dass Sie von einem Fremden belästigt oder bedroht werden.
Quelle: https://www.berlin.de/polizei/praeve...alt/index.html
Mir ist schon klar, dass es immer auf die Täter und immer auch auf die Umstände und einen selber ankommt. Dennoch finde ich derartige Tipps wenig hilfreich. Sie zementieren mM genau die Opferrolle, die MT anspricht.
Geändert von Legend (20.09.2012 um 15:50 Uhr) Grund: Quelle hinzugefügt
Damals und heute
in D ist die nächste krimninalpolizeiliche Beratungsstelle Euer Freund. Die beraten umfasssend, gut und kostenlos, nehmen sich richtig Zeit für Detailfragen und haben meist auch eine gute Sammlung von Anschauungsmustern. Adressen gibt es bei jedem Polizeirevier oder im Internet - Hier ein Beispiel aus Baden-Württemberg, die mobile Beratungsstelle im Info-Truck.
In A und CH wird es sicher ähnliches geben, ich kenne mich aber da nicht aus.
viele Grüsse
Matthias
They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
Benjamin Franklin (1775)
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.