Einen Biwacksack besitze ich nicht - habe ich mir nicht gekauft, da ich mir komfortablere und geräumigere Alternativen (wie z.B. ein Tarp) oder 1 Mann-Zelt vorstellen kann. Darin ist die Ventilation besser. Für den Notfallrucksack macht ein Biwacksack womöglich Sinn, sofern man auf kleinstem Raum etwas haben mag, was einem Zelt nahe kommt, leicht zu transportieren ist und dennoch Schutz bietet.

Zum Thema Hängematte - ich habe schon ein paar Nächte in der Hängematte zugebracht und mein Fazit ist gemischt:

Manche Hängematte hat das Insektenschutznetz fest integriert, wie z.B. die Modelle von Hennessy. Das ist auf den ersten Blick toll und bequem, aber macht solche Hängematten für den Winter mit einem "Peapod" (=Schlafsack, der über die Hängematte kommt) vollkommen unbrauchbar, da das Moskitonetzt nicht entfernbar oder die Hängematte wendbar ist. Okay, nicht jeder hat oder will einen Peapod für seine Hängematte....
Weiterhin sollte man bei einer Hängematte stets daran denken, dass es eine sehr zugige Angelegenheit ist, ob Sommer, Herbst, Winter, Frühjahr. Ich habe schon im Sommer in der Hängematte erbärmlich gefroren, ausgenommen es bleibt des Nachts über 20°C warm und windstill. Ansonsten braucht man was im Rücken zur Isolation; hier hilft eine dünne Alumatte mit Luftblasen, die man sich aus entsprechenndem Isolationsmaterial selbst kostengünstig zurechtschneiden kann. Dumm nur, wenn eine tolle Hennessy Hammock gerade mal kein Einschubfach für eine derartige Matte hat und die Wärmedämmung mit jeder Körperbwegung in der Hängematte auf Wanderschaft geht.
Abhilfe bietet hier eine vielleicht etwas flexibler zu benutzende Hängematte - einfach mal bei DD-Hammocks schauen, die haben i.d.R. einen doppelten Boden, in welchem man eine Isolationsschicht unterbringen kann; weiterhin sind diese Matten wendbar, d.h. das Moskitonetz kann man umstülpen und die Matte mit einem Peapod im Winter verwenden.

Sehr schnell kommt man aber mit einer Isolation in der Matte an die Grenzen des Erträglichen; man braucht einen Over-Quilt bzw. auch noch Underquilt, was im Vergleich zu einem Schlafsack etwas teurer ist. Ich persönlich nutze einen Schlafsack je nach Witterungs- und Temperaturverhältnissen.....auch hier ist zu beachten, dass in der Hängematte einiges "anders" ist; man sollte sich ein Modell mit Mittelreisverschluss zulegen um nicht irgendwann vollkommen entnervt zwischen zwei Bäumen zu hängen; mit einem Mittelreissverschluss geht der Ein- und Ausstieg in die Matte angenehmer. Verrutschen tut dennoch alles ein wenig, aber nicht so schlimm wie mit einem Seitenreissverschluss am Schlafsack.

Mein Fazit ist, dass man in der Hängematte etwas mehr Dämmung benötigt als am Boden mit einem Tarp oder Zelt. Steckt man angenehm warm, bleibt man von Beinkrämpfen verschont, liegt man gerne auf dem Rücken, dann kann man viel Gefallen in der Matte haben; Aufbau und Abbau gehen i.d.R. recht schnell und im Sommer ist man mit nicht allzuviel Gepäck unterwegs. Im Winter wird es schnell sehr voluminös, da man einfach mehr Dämmung braucht.

Gruss, Fairlane