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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pro & Contra von Zivil und Militär Kleidung und Ausrüstung



ID 2187
10.03.2012, 15:09
Hallo
Da immer mal eine gewisse Abneigung gegen Militärsachen im Forum zu merken ist.
Da immer wieder abgeraten wird nur keine „Militärischen Uniformteile und Ausrüstung“
Ich sage jeden wie es gefällt bzw. was er als nützlicher ansieht.

Da ich meine Ausrüstung und Kleidung zum größten Teil beim Militär suche und diese hier zeige. Möchte ich eine Erklärung abgeben bevor ein falscher Eindruck von mir entsteht.
Nur weil ich Militär Sachen verwende muss es in meinen Kopf Militärisch zugehen.

Mir geht es bei den Militärsachen nicht um die Ideologie oder für was oder gegen wenn oder warum gekämpft wird und wurde.

Meine gründe warum ich diese Sachen den Zivilen Gegenstücken vorziehe.

Mir geht es um die Sache bei Ausrüstung und Kleidung, dem Material, deren Praktischen Verwendbarkeit und Nutzen.
Außerdem sind Militärische Teil meist für starke Belastung gefertigt und langlebiger. Dazu bekommt man beim Militär Sachen Infos über Material, Pläne und der vielseitigen Verwendbarkeit.

Als Werbeslogan kann ich nur sagen.
„Langlebig, Robust und Simpel in der Handhabung“

Durch die gössen Herstellungsmengen oder Ausmusterung auch oft billiger beim Kauf als Zivile Sachen.

Das Argument das Zivilisten mich für einen Soldaten halten ist genauso groß wie das mich Soldaten für einen Partisan halten wenn ich mit Zivilkleidung / Outdoor Kleidung ankomme. Da diese im aussehen sehr an Militär erinnern . Da gibt es keinen besser oder schlechter die vor und nachteile heben sich meiner Meinung nach auf.

Es kann bei einer Situation von Vorteil sein und bei einer anderen ein Nachteil.
Wenn man das voraussehen könnte bräuchte man sich nicht vorbereiten.

Es kommt natürlich auch auf die Persönliche Einstellung und auch auf das verhalten in einer Krisensituation an.

Gruß Brumbaer

Soldat
10.03.2012, 18:35
Als Werbeslogan kann ich nur sagen.
„Langlebig, Robust und Simpel in der Handhabung“

Durch die gössen Herstellungsmengen oder Ausmusterung auch oft billiger beim Kauf als Zivile Sachen.


Hallo Brumbaer

Dein Zitat sagt das wesendliche aus, das sehe ich eigentlich genauso. Für die Arbeit trage ich eigentlich immer ehemalige Schweizer Armee T-Shirts, die gibts im Shop für wenig Geld, sind extrem robust und die Qualität ist eigentlich super, auch wenn die Dinger schon gebraucht sind. Wenn ich wieder mal ein paar von denen kaufe grabe ich mich dort durch die Palette durch und such einige meiner Grösse raus, die halten dann wieder ein paar Monate.
Wenn ich mal im Winter draussen im Wald bin oder unter dem Auto was repariere dann sind die grünen alten Schweizer Militär Jacken gut geignet dafür, sonst habe ich noch ein paar grüne Parkas aus Belgien und Schweden, die halten den Wind sehr gut ab und man friert damit definitiv nicht, für kalte Tage ist die Schweizer Armeeausrüstung nicht so top, das ist nur meine Persönliche Meinung.
Ansonsten stehen bei mir noch einige Kisten mit Benzinvergaserlampen und Petrolöfen aus Armeebeständen rum, einiges weniges davon ist hin und wieder im Einsatz, der Rest ist gut konserviert und Betriebsfähig eingelagert für den Fall der Fälle. Im weiteren habe ich noch ein Gebirgszelt und ein Notzelt das sehr klein verpackt ist, diverse Schalfsäcke und zwei Verbandstaschen mit reichhaltigem Inhalt.
Kurzum muss ich sagen, das Zeugs ist robust und was in der Schweizer Armee den strengen Anforderungskriterien endsprochen hat das wird mit wohl auch noch gut dienen. Ob es jetzt Grün ist oder nicht, das spielt mir keine Rolle, aber es muss robust, haltbar und zweckmässig sein, das ist für mich der entscheidente Punkt.

Mit Grüssen

Soldat

ID 2902
10.03.2012, 19:39
Mein Sohn ist etwas... öhm, nennen wir es mal stark,... gebaut. Jeans in seiner Grösse zu finden ist ein Loteriespiel, endweder passt ne Jeans, dann kostet die aber ruck zuck 90Euro oder sie klemmt an ihm, ist 10Euro günstiger und sobald er sich bewegt reisst das Ding... ne, es ist ein Horror mit ihm "normale" Hosen kaufen zu wollen.
Aber die sog. Armee-Hosen, die sind klasse, die sitzen, die passen, die sind robust und mit 12Euro das Stück auch sehr sehr günstig.

Mit den Schuhen verhält es sich so ähnlich. Mein lieber Herr Sohn trägt die Größe 47! Das sind Elbkähne! bei vielen günstigen Schuhgeschäften ist bei 45 Schluss. Bei teureren GEschäften kosten feste Schuhe locker 150Euro. Da unser Geldesel im Keller zur Zeit Verstopfung hat und keine Goldstücke sch..... bekommt mein Sohn Springerstiefel aus dem Secondhandshop. Er liebt die Schuhe, sie sind für ihn bequem, warm, und er kann nicht umknicken. Der Kostenfaktor ist mit 25Euro einfach nur genial!

Mit dem Heer und sonstigem Millitärischem hat es mein Sohnemann überhaupt nicht, im GEgenteil er ist eher .... na, lassen wir das...

Fazit: BW-Klamotten sind für formstabile Menschen erschwingliche, haltbare Kleidung und oft eben überhaupt nicht mehr, also ganz ohne jedliche Hintergedanken getragen.

ID 2187
10.03.2012, 19:52
Hallo Soldat und Irene
Genau das wollte ich damit ausdrücken.
Ich trage zu 90% nur Militär Sachen. Von US alt und neu, BW, Schweiz Alpentarn und viele andere Länder manchmal habe ich alles bis auf die Unterhose aus Militärbeständen an.

Extrem billig wenn man weis wo man es bekommt.
OK im Dorf habe ich den Namen “der Verrückte” aber man hat sich an mich gewöhnt. Mal schnell was am Auto geschaut und schon hat man sich eingesaut. Mir egal bei den Klamotten sieht es keiner.

Da ich auch nicht als Modell durch gehe und Kleidung in meiner größe natürlich wieder mehr kostet.
Ist das für mich eine billige alternative vor allem sind die bequem.

Im Ernstfall hat es für mich auch noch einen andere Bedeutung.
Hier mal ein Beispiel: ich sehe einen durch mein Fernglas mit Militärsachen und einen mit Zivilklamotten. Werde ich bei den mit Militärklamotten anders verhalten als bei den mit Zivilen.

Mein verhalten
Militär = kennt die regeln und Handelt danach wenn ich nach diesen handele ist eine kontrollierte einiger maßen gefahrloser Kontakt möglich.

Zivil = ungewisses verhalten allgemein, unberechenbares verhalten bei Kontakt,
ein Kontakt ist nur mit Risiko möglich da die Reaktion ungewiss ist. Für Ihn gefährlicher als für mich.

Gruß Brumbaer

Wataru
10.03.2012, 20:23
Hallo zusammen
Zuerst einmal schön das Wir miteinander so gut über dieses Thema Diskutieren können. :-)
Viele gute Argumente die ganz klar für solche Ausrüstung spricht, gerade wenn man auch aufs Geld schauen muss wurden ja schon genannt.
Ich sehe an Armee Kleidung wenn am ehesten das Problem, und dies beziehe ich vor allem auf Personen die in Grossstadt Gebieten mit dementsprechenden Problem Quartieren leben, das man, vor allem mit Tarnmuster, weniger Grüne, Olive oder auch Graue Armeekleider, gewissen Kulturen damit ein Zeichen gibt das man gewillt ist sich zu Duellieren.

Als Kind habe ich eine zeitlang nichts lieber als 4 Frucht Hosen und auch Fliegerjacken getragen. Nicht aus Rambo gelüsten sondern weil es mir gefallen hat und eben weil es günstig und Robust war.

Jedenfalls hatte ich sehr oft Probleme, wurde viel in Pausenhof Prügeleien verwickelt e.t.c. bis mir dann einmal jemand netter weise erklärt hat das die Personen aus den Balkan Ländern, gerade wegen meinen Kleidern davon ausgehen das ich mich mit Ihnen messen will. Sie haben schlichtwegs meine Kleider falsch interpretiert. ;-)
Dieser Effekt war mir aber nicht wirklich angenehm und daher habe ich dann auf Tarnmuster zumindest verzichtet.
Ich hatte ab diesem Moment keine solchigen Problem mehr. Alles war wie verflogen. ;-)

Sollte ich durch ein grosses Stadtgebiet flüchten, würde ich es selber unterlassen Tarnmuster zu tragen. Dies aber nur weil ich darauf verzichten kann noch jemanden zu Provozieren. Möchte dann ja einfach möglichst schnell aus der innenstadt verschwinden.

Ansonsten finde ich aber echt auch nicht das daraus grosse Nachteile entstehen werden.

Denn wahrlich besser eine martialisch aussehende aber dafür günstige Ausrüstung, als keine oder nur halb vollständige mit teurem neutralen Material.

Mühe habe ich, wenn am ehesten mit diesem neu angefertigten Taktischen Zeuchs das oft überteuert, Romantisch und prahlerisch wirkt.
Also eher so SWAT und SEAL sachen u.ä. wie auch Militärische Tomahawks, Sturmgewehr Magazin Taschen wenn man nicht bewaffnet ist oder Messer die eindeutig nur zum töten nicht aber für die Wildnis geeignet sind.

Ansonsten sehe ich auch keinen Grund nicht das Geld für anderes, auch noch wichtiges zu sparen und auf diese grossen Bestände zurückzugreifen. Gerade auch im Gedanken der Wiederverwertung von alten Dingen, anstatt alles immer nur weg zuwerfen.

Euch allen alles gute
Wataru

Soldat
10.03.2012, 21:30
Je nach dem was man für Militärklamotten anhat kann es natürlich Probleme geben, wenn man in Krisenzeiten mit einem Tarnanzug rumläuft kann es schneller ungemütlich werden als in Friedenszeiten, die Zivilisten sind Misstrauisch und bei Kontakt mit aktiven Millitaristen kann das ganz schnell sehr bös schiefgehen. Ich persönlich ziehe jetzt eher ungetarnte Feldgrüne Jacken vor, da in der Schweiz die Regulären Millitaristen im Tarnanzug rumlaufen und Grüne Kleidungsstücke im allgemeinen bei der Armee nicht im Einsatz sind.
In Deutschland sieht das villeicht anders aus, wie dort die Uniformen aussehen weiss ich nicht genau, aber hier habe ich im allgemeinen keine Probleme wenn ich eine Grüne Jacke anhabe, weil das nicht gross auffällt. Im Falle eines unwahrscheinlichen Krieges und falls Ausländische grüngekleidete Soldaten in der Schweiz einmarschieren würden, dann würde ich sicher auch nicht mit Grüner Jacke rumlaufen, aber dann hätte ich anderes auf Lager.:devil:

Mit Grüssen

Soldat

Stefan
10.03.2012, 21:31
Seid gegrüsst

Ich selbst trage zwei meiner militärischen Ausrüstungsgegenständen. Das eine ist der Gurt. Dieser hat meine Körperform angenommen und ist unsagbar zäh. Das andere sind die Schuhe, die eingelaufen wie zur zweiten Haut werden. Was ich zudem gern hätte wäre ein Kampfrucksack 90 der Schweizer Armee. Viel Stauraum, wasserdicht und voller Riemen und Spannsets.


Auch die Uniform, der TAZ ist eine super Sache. Bequem wie ein Strampler versehen mit vielen Taschen. Eine neue Kälteschutzjacke hält zudem auch noch warm. Ob der TAZ nun die bekannte Erbsenkotze Tarnfarbe hat, oder schwarz ist, ist hierbei nicht entscheidend. Es ist einfach praktisch. In Friedenszeiten ist ein Tarnanzug aber eher auffällig, als nützlich. Selbst in einem schwarzen TAZ sähe man aus wie ein Elite Krieger.

Als Ex-Soldat (Schweizer Armee) kann ich folgende für S&P interessante militärische Gebrauchsgüter gutheissen:


- Schweizer Armee Taschenmesser

- Notkocher

- Gamelle (Essgeschirr für draussen)

- Kampfrucksack 90

- Grundtrageeinheit (GT), ein "Hosenträgergurt" mit vielen Taschen

- IVP (Notfalldruckvdrband)

- Bajonett, sofern geschliffen (Nicht als Waffe, sondern als Outdoormesser)

- Kampfanzug bestehend aus T-Shirt, Pulover, Jacke, Hose, Hosengurt, Kälteschutzjacke

- Kampfstiefel

- Feldflasche mit Trinkbecher

- ABC Schutzanzug und Schutzmaske (sofern es wirklich erforderlich ist)

- Funksysteme

- Fahrzeuge


All diese Gebrauchsgüter sind enorm strapazierfähig und langlebig und obwohl ich das meiste davon Besitze, trage ich es bei meinem Outdoortraining niemals. Wir leben (leider oder nicht) in einer "aufgeklärten" Welt voller "trendig" linker Hippies, die in diesen Gegenständen (oft nur wegen der Farbe) das pure Böse sehen (und als erste jammern, wenn sie von einem Erdbeben verschüttet werden und ihr Überleben von der militärischen Katastrophenhilfe abhängt), würde das zu viel Ablehnung oder Aufmerksamkeit zur folge haben und ich könnte meinen Lernzielen nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit schenken. Ausserdem hätte ich dann auch noch ständig Ärger mit der Polizei, weil die Saubermänner diese bereits anrufen, wenn ich während der Nachtruhe einen Schluckauf habe. Ein Gutes Beispiel hierzu ist eine Geschichte, die ich kürzlich vernommen habe:

Ein Paar Kiddies trafen sich im abgelegenen Wald zum "Softgun" spielen. Eine Softgun ist ein Spielzeug, dass Plastikkügelchen verschiesst, ähnlich wie diese Nerf Blaster mit ihren Schaumprojektilen. Dabei sehen die Softguns aus wie echte Waffen. Die Kids sind extra in den Wald gegangen, damit sie niemanden mit ihren Rambospielen stören. Irgend ein Senior mit seiner Töle hat die Kids jedoch dann gesehen und ging gleich davon aus, dass die Taliban Krieger im Wald trainieren, wie sie das Scheisshäuschen der Baustelle in die Luft jagen können. Natürlich hat er gleich die Cops gerufen. Fazit: Strafanzeigen wegen Waffenbesitz und tragen einer Waffe in der öffentlichkeit (wir erinnern uns, es handelt sich um Softguns). Im Schweizer Waffengesetz gibt es einige wirklich merkwürdige Definitionen einer Waffe. Ein symmetrisch geschliffenes Langschwert ist nach diesem Gesetz KEINE Waffe und kann 24 getragen werden, während eine Spielzeugschusswaffe gesetzlich einer echten Waffe gleichgesetzt wird.

Mein Tip wäre: Wenn ihr euch militärische Ausrüstung zulegt (denn sie ist superpraktisch und langlebig), dann verzichtet auf Tarnmusterung und wählt eine neutrale Farbe wie etwa schwarz. Unsere Welt ist ebenso eine sehr bürokratische geworden und es gibt genug Hobbylose, die bei jedem Rülpser die Polizei rufen. Und das bedeutet immer ärgerlichen Papierkram oder im schlimmsten Fall sogar aufwändige Verfahren.


stets gutes Gelingen

Stefan

Papa Bär
10.03.2012, 22:24
Egal, welche Kleidung man trägt: Man kann immer provozierend wirken.
Billige Sachen - der ist ein leichtes Opfer
Teure Sachen - bei dem ist was zu holen
Armeesachen - der ist gefährlich
In jedem Fall kann die Reaktion lauten: Den können/sollten/müssen wir ausschalten!
Da man vorher nie weiss, wie jemand reagieren wird, wenn er einen sieht, sollte man dafür Sorge tragen, dass man eben nicht sofort gesehen wird; dass der Zeitpunkt einer Kontaktaufnahme immer von einem selbst gewählt werden kann. Unter diesen Voraussetzungen sollte man seine Kleidung wählen.
Für mich bedeutet das ebenfalls, dass ich auf Tarnfarben verzichte. Meine Kleidung und Ausrüstung ist fast vollständig in Schwarz gehalten. Das gibt ein gutes Mass an Tarnung und ist doch gleichzeitig alltäglich. Weiterhin lassen sich - da schwarz auf schwarz - keine Einzelheiten an mir erkennen.
Da sie einfach und robust und preiswert sind, greife ich auch oft nach Militärsachen oder solchen, die nach den gleichen Spezifikationen hergestellt werden. Und wurde noch nie enttäuscht. Mittlerweile kaufe ich fast ausschliesslich nur noch bei bw-discount, asmc und raeer.

Wataru
11.03.2012, 01:54
Eben doch!! nicht Pink sondern Schwarz ist das neue Schwarz. ;-)

Ist mir auch am liebsten, obwohl eben in der Schweiz Olivgrün auch nicht sehr Negativ besetzt ist, wie oben von "Soldat" schon erwähnt wurde.
Tarn provoziert eindeutig im falschen Kontext. "Stefan" umschreibt es sehr gut.

Die von "Papa Bär" aufgezählten Vorteile sprechen auch meiner Meinung nach für Schwarz.

Sonst kann man immer noch das Orange Westchen welches man im Auto hat, darüber ziehen und einen farbiges Mützchen, da sieht man auch schon gleich viel....Dö......eehh ;-) Friedlicher aus. Nur spass!

Und überhaupt es ist mir ja schon heute ziemlich egal was die Leute auf der Strasse über mich denken! :-)

Aber eine komplete Uniform, wäre mir selbst nicht angenehm. Mag die steiffen Hemden nicht.

Man sollte so gesehen anstatt sich zu fragen wie man in der Krise auf andere wirkt, vielleicht besser fragen wie man auf das Handeln derer Reagieren wird.

Denn ich stelle mal die Theorie auf das;
ob man nun auch aussieht wie ein Psycho, ein Soldat, ein Familien Vater, ein Jäger, ein Opfer, die Wonder Pets oder wie Winetou höchst persönlich,
(falls die grosse Krise wahrlich kommt, die Leute flüchten und Hunger zum echten Thema wird)
man so etwas von garantiert unliebsame reaktionen hervor rufen wird so oder so.

Das, sollte einem eigentlich viel mehr beschäftigen. Nicht wie bin ich gekleidet, sonder wie bin ich mental und körperlich gerüstet!

Ausweichen, sich bedeckt halten und weiter ziehen wenn möglich, ist aber sicher immer die bessere Wahl.

just my cup of tee ;-)

gruss

ID 2187
11.03.2012, 08:47
Hallo
Was ich vergessen habe zu schreiben. Man kann sehr gut Tarnkleidung schwarz einfärben.
Die Tarnflecken verschwinden nicht ganz sind aber in nur noch in verschiedenen Schwarz tönen zu erkennen.

Ach ja ich Trage nicht Hose und Jacke in einer Tarnung. Ich trage mehr über Kreuz.
Nicht das jemand jetzt denkt ich habe Hose und Jacke in einer Tarnung an.
So ungefähr:
Tarnhose , Olive Jacke oder Schwarze Jacke
Jeans oder Olive Hose, Tarn Jacke
Oder verschiedene Tarnungen z.B. Woodland Hose und eine BW Flecktarn Regenjacke so aber mehr zu Hause und im Dorf.

Egal ob original Militär oder Qutdoor Kleidung in gedeckten ertönen und auch Schwarz.
Es gibt immer ein Militär oder Behörden aussehen.

Ich werde keinen dazu raten oder abraten. Das muss jeder selber wissen.
Mein Fazit bzw. meine Botschaft. Jeder soll nach seinen Fasson Glücklich werden.
Wenn einer Glücklich ist und eine Star Wars Stormtrooper Uniform anzieht. Soll er doch.
Vielleicht würde ich anmerken das Weiß nur im Winter von vorteil ist. Aber mehr nicht.

@Wataru Sehr interessant das du wegen der Kleidung angegriffen wurdest.
Seit ich zurückdenken kann habe ich Militärsachen getragen ohne Probleme.

Habe bei der arbeit immer Tarn getragen und da war es bei mir anders rum das verhalten gegenüber mir war am anfang mehr zurückhaltent. Habe manchmal bis zu 10 Mann (verschiedenen alters ) aus den Jugoslawischen Kriegsgebiet auf meinen Baustellen gehabt.

Auch auf Montage keine Probleme und ich war in München , Frankfurt in einer miesen Ecke mein Kollege mit Arbeitskleidung wurde angemacht als ich dazu kam haben die sich schnell umgedreht und sich mit ihren Bier beschäftigt. und in vielen anderen Städten in Deutschland.
Keine Angriffe mehr ein zurückweichen bzw. Wurde ich nie angemacht bzw. angegriffen. Kann auch bei mir am auftreten und der Körpersprache gelegen haben.

Gruß Brumbaer

Alexis
11.03.2012, 14:04
Also jetzt je nach Situation... gehe ich von einem Crash-Szenario aus das bereits eine Weile anhält (mehr als ein paar Wochen).
Ich persönlich würde versuchen mich so unauffällig wie möglich zu kleiden. Das tue ich jetzt schon. Das heißt, KEINE Militärjacken oder Hosen, so praktisch die auch sein mögen. Was man drunter trägt, ist ja wieder eine andere Sache.

Wenn ich unterwegs wäre, würde ich auch versuchen besondere Ausrüstung oder Waffen (die mir einen Vorteil vor anderen verschafft) zu verbergen.
Vielleicht denke ich zu paranoid, aber als Frau ist man im Allgemeinen ein leichtes Opfer, dem man gerne mal was ab nimmt.

Militärkleidung erregt Aufmerksamkeit, egal ob in Friedenszeiten auf dem Marktplatz (Aktivisten, Obdachlose, Rechte, Linke, Militär-Freaks) oder später.
Wir assoziieren automatisch Gefahr/Gewalt damit. Ich spreche jetzt aus der Sicht von Leuten die sich nicht mit Outdoorkram oder Survival befassen.

Also... praktisch und günstig mag die Kleidung sein und ich würde sie im Moment auch so noch tragen. Aber immer so, dass sie unauffällig bleibt.
Wie oben schon jemand geschrieben hat, kann man sie ja auch dunkel einfärben. Dann verliert sie ihre militärische Ausstrahlung, behält aber noch die Tarnfunktion und Nützlichkeit.

ID 2187
11.03.2012, 14:57
Vielleicht denke ich zu paranoid, aber als Frau ist man im Allgemeinen ein leichtes Opfer, dem man gerne mal was ab nimmt.



Hallo
Eigentlich ist das ein eigenes Thema wert.

Aber wer so denkt ist immer das Opfer. (siehe Zitat)
Ja ich habe in Biologie Aufgepasst und Mann und Frau sind unterschiedlich aber für mich gleichwertig.
Beide haben vorteile und nachteile. Aber auf keinen fall ist der eine dem anderen überlegen.

Die Gesellschaft hat aus der Frau gemacht was sie ist. Durch Generationen lange erziehung und vorkauen von Klisches das die Frau Schwach ist und beschützt werden muss natürlich vom Mann. Und die Frau glaubt auch noch diesen Mist.
Man hat ihr es ja lange genug eingeprügelt.
Man ist was man Glaubt zu sein.

Ich spreche aus Erfahrung meine Tochter war und ist klein und zierlich.
14 Jahre Grösse 1,38 Meter bei 38 Kg
Durch meine Erziehung , Tips und Tricks ist meine Tochter kein Opfer geworden.
Vor ihr weichen Jungs die einen Kopf größer sind zurück. Hat sich sogar schon gegen 2 gleichzeitig gewehrt.

Wenn man sich schon ohne Krise als Opfer sieht ist man in einer Krise auch eins.

Gruß Brumbaer

Soldat
11.03.2012, 15:11
Die Gesellschaft hat aus der Frau gemacht was sie ist. Durch Generationen lange erziehung und vorkauen von Klisches das die Frau Schwach ist und beschützt werden muss natürlich vom Mann. Und die Frau glaubt auch noch diesen Mist.
Man hat ihr es ja lange genug eingeprügelt.
Man ist was man Glaubt zu sein.

Es gab mal Gesellschaften oder Kulturen in denen die Frauen genauso zu den Waffen griffen wie die Männer und sich aktiv an Kriegen oder Schlachten beteiligten, im Europäischen Raum waren es damals z.b die Kelten. Das Frauen heutzutage meist Opfer von Gewalt werden das hat leider meist wirklich mit der Jahrelangen einprügelung
unsererer neuen Weltanschauung zu tun. Wenn eine Frau aber mal bei einem Konflikt echte Gegenwehr zeigt und zurückschlägt, dann ist die Überaschung beim Angreifer aber meist so gross, das er sehr schnell die Flucht ergreift, vor allem weil er bei einer Frau meist mit keiner Gegenwehr rechnet...
Eine Frau mit einem besseren Schuhwerk könnte manch potenziellen Angreifer schon vorgängig abschrecken, es muss nicht zu auffällig sein, aber dennoch auffallen, das könnte in gewissen Situationen eine Sicherheit sein.

Alexis
11.03.2012, 15:16
Hallo Brumbaer,

:off-topic-an:
dem was du sagst, stimme ich absolut zu. Allerdings kommt es sehr stark darauf an in welchem Millieu zu dich bewegst.
Es ist leichter gar nicht erst aufzufallen als drei Typen abzuwehren die sich provoziert fühlen.

Leider hat deine sehr lobenswerte Sicht der Dinge in den meisten Köpfen noch nicht Einzug gefunden.
Und selbst zu Zeiten in denen ich sehr selbstbewusst war, mich mit Selbstverteidigung und Kampfsport beschäftigt habe,
wurde ich trotzdem "Opfer" eines Junkies der mich überfallen hat.

In einer Krise juckt es die Leute wenig ob wir gleichberechtigt sind oder wie wir uns bewegen (außer wir tragen ein MG bei uns).
Die meisten Menschen werden zu altbekannten Dingen zurück kehren oder daran fest halten, genauso wie Menschen sicher
wieder große Zuflucht in mittelalterlichen Religionen suchen werden.
:off-topic-aus:

Darum denke ich, dass unauffällige Kleidung sinnvoller ist als auffällige. ^^

Alexis
11.03.2012, 15:20
@Soldat: Schuhe mit Stahlkappen sind immer von Vorteil, das stimmt schon. Und wie gesagt, was man unter einer unauffälligen Jacke trägt,
was man kann und nicht kann, das ist immer noch ein ganz anderes Blatt.

Papa Bär
11.03.2012, 16:06
Darum denke ich, dass unauffällige Kleidung sinnvoller ist als auffällige

Da stimme ich voll und ganz zu. Deshalb, aus genau diesem Grund, würde ich niemals in grellbunter Runner- oder Hightech-Outdoor-Kleidung herumlaufen, sondern in guter, funktioneller, haltbarer militärischer Alltagskleidung - schwarz oder schwarz eingefärbt, vielleicht mit ein paar schwarzen Akzenten zur optischen Auflockerung - die ja nun mal eigentlich auch für's Unauffälligsein entwickelt wurde.

ID 2187
11.03.2012, 16:56
Hi Alexis
Ich bin in einen sogenannten “Millieu” aufgewachsen und kann dir sagen das das sogenannte “unauffällige” gerade das Provozierente ist. Wer da Ängstlich gar vorsichtig sich bewegt und verhält schreit gerade zu danach. Egal was er an hat. Da kannst du sogar ein “MG” haben.

Ich weis nicht was du als Provokation ansiehst. Aber wenn dir schon bei Kleidung Gedanken machst ob diese andere Provoziert lebst du immer im Zweifel und Angst.

Was ist für dich unausfällige Kleidung ?
An einen hellen Sommertag zur Mittagsstunde ist Schwarz auch eine auffällige Kleidung oder im Winter wenn alles schön weiß eingeschneit ist schwarz auch nicht gerade unauffällig. Was einmal unauffällig ist kann in einer anderen Situation Auffällig sein.

Man kann Experte eines Kampfsport sein aber es ist und bleibt nur Sport.
Wenn man im Kopf nicht zum Kampf fähig ist und dazu bereit ist zu Kämpfen.
Ist es sinnlos diesen als Verteidigung einzusetzen.

Ich betreibe keinen Kampfsport. Habe aber schon gegen Kampfsportler gekämpft und verloren und gewonnen.

Habe auch oft genug einen Kampf verloren und dazu gelernt. Je älter ich wurde um so weniger musste ich Kämpfen und ich habe mir noch nie Gedanken gemacht ob meine Kleidung Provoziert oder nicht. Zum ärger meiner Frau trage ich immer noch das gleiche wie damals. Nur ein Paar Nummer Größer.

Es ist egal was du unter der Jacke Trägst wenn du nicht bereit bist es zu benützen.
Ist es das gleiche wie beim Kampfsport.

Eine Grundregel bei Survival heißt : “ Überleben fängt im Kopf an. “
Diese Regel kann man auch auf das normale leben und sein verhalten übertragen.

Überfallen worden bin ich noch nicht. Ich denke einmal fast aber bin nicht sicher.
Da er es sich vermutlich anders überlegte.

Gruß Brumbaer

Aspergillus
11.03.2012, 17:09
Hossa,

außergewöhnliche Diskussion, die Ihr hier im Thread führt, wie ich finde.

Klar, der Ursprung war einfach nur die Aussage, dass Militär-Klamotten ausgesprochen robust und darum zweckmäßig seien.
Das stimmt sicherlich.

Andererseits muss natürlich jeder Mitmensch, der ausschließlich im Army-Look in der Gegend herum stapft, damit rechnen, das eine oder andere Mal schräg angeschaut zu werden von anderen.

Ich denke mal, im "Ernstfall" kann einem sowas egal sein, weil dann jeder mit sich selber genug zu tun hat und keine Zeit dafür, anderen gering zu schätzen nur um deren Klamotten wegen.

Andererseits ist es DANN vielleicht sogar eher vorteilhaft, weil man aufgrund seiner Kleidung als jemand erkannt wird, der scheinbar in militärischen Kategorien denkt. Möglicherweise wird man dann vielleicht sogar weniger behelligt als andere?

Bsp.: Eventuelle Plünderer aus der eigenen Straße meiden mein Haus möglicherweise eher, wenn sie denken, ich hätte nen kleinen Militär-Spleen? Denn wenn ich schon so martialisch herum laufe, wie weit geht das vielleicht noch mit meinen Ambitionen in diese Richtung? Bin ich am Ende möglicherweise ebenso wehrhaft wie ich aussehe?

Selbstverständlich ist dies nur ein mögliches Extrem-Scenario.
Bevor wir hier derart barbarische Zustände haben und Mad-Max-Typen Hochkonjunktur haben, wird es sicher noch entsprechend abgestufte "Zwischenphasen" geben.

Bis zu einem gewissen Punkt sollte man vielleicht tatsächlich erstmal tief stapeln und sich eher unauffällig geben?
Zumindest in der Stadt. Auf dem Land ist es sicher einfacher und unauffälliger, auch mal in Tarnklamotten im Edeka aufzutauchen.
Vielleicht kommt man ja gerade von der Feldarbeit?!

:unschuldig:

Ich selbst finde, es gibt immer auch die Option, einen Mittelweg zu gehen. Auch in der Stadt fällt man in Jeans und Holzfällerhemd nicht auf. Und ich selbst habe aufgrund meines anderen Hobbies (*hüstel* "Geisterjagd") immer eine gut ausgestattete Anglerweste im Schrank hängen...

(Taschenlampe, Kurbellampe, Trillerpfeife, Kompass, diverse Batterien, Mini-Sani-Pack etc.)

...zudem einen zusätzlichen "Einsatzgürtel"

(Fernglas, Multitool, Piexon-"Tierabwehrgerät", ultrastarke Stablampe, Kleine Digi-Cam etc.)

Diese Dinge benutze ich während meines merkwürdigen Hobbies. Aber ich bemerke natürlich, welch merkwürdige Blicke ich aufgrund dieser seltsamen Aufmachung immer wieder anziehe.
Ich würde also derart ausstaffiert nur aus dem Haus gehen, wenn ich tatsächlich mein Heim verlassen müsste, um irgendwo anders Sicherheit zu finden.

Ich wohne zur Zeit in Frankfurt am Main. Als das Kernkraftwerk Biblis noch am Netz war, mussten wir hier jederzeit damit rechnen, dass das Rhein-Main-Gebiet im Falle eines GAUs durch Winde aus südwestlicher Richtung kontaminiert würde.

Auf die organisierten Evakuierungsmaßnahmen hätte ich mich niemals verlassen.
Zumal die Katastrophenpläne beinhaltet haben, dass zu den Sammelpunkten mitgebrachte Haustiere getötet worden wären und nicht etwa mit evakuiert.

Ich dagegen hätte mir meine beiden Katzenviecher geschnappt und mich mit diesen im Gepäck zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad individuell und querfeldein in Richtung Taunus durch geschlagen.

Und spätestens DANN wäre mir mein Outfit piepegal, dann würde nur die Praktibilität zählen.

Aber auch, wenn Biblis kein Thema wäre, sondern NUR irgendeine Naturkatastrophe für eine radikale Herabsetzung der Hemmschwellen meiner Mitmenschen sorgen würde - und ich doch irgendwas noch besorgen müsste in einer Stimmung drohender Gewalt durch einen plündernden Mob, wäre die Zweckmäßigkeit meiner Kleidung wichtiger als jeder psychologische Aspekt.

Aber diese denkbaren Situationen sind natürlich ganz extreme Beispiele.
Solange auch nur einigermaßen "normale" Zustände herrschen in der unmittelbaren Nachbarschaft, ist weniger vielleicht doch mehr kleidungstechnisch?!

Ich renn ja während einer Krise (welcher Art auch immer) schließlich nicht zum Metzger und klimper da demonstrativ mit irgendwelchen Silbermünzen herum, um meine Einkäufe zu bezahlen.

Und ich pack mir auch nicht gut sichtbar meine Piexon JPX im Gürtelhalter an die Hüfte, wenn ich raus gehe auf die Straße.

Will meinen, ich tu natürlich alles, um nicht darauf hinzuweisen, dass ich zu denen gehöre, die in mehr als einer Hinsicht vorbereitet bin auf eventuelle Krisenfälle.
Sonst bringe ich manche skrupelloseren Gesellen möglicherweise noch auf die Idee, dass bei mir Zuhause gerade das zu holen sei, was die in den Geschäften nicht mehr finden?!

Dezente Kleidung gehört da nunmal dazu.

Aber OK, das is jetzt natürlich alles ziemlich stadtbezogen. Auf dem Land darf man das vielleicht anders bewerten?!

:rolleys:

Liebe Grüße, A. aus F am M

Papa Bär
11.03.2012, 19:12
Wir können ja mal eine Liste mit "Pro's" und "Contra's" erstellen? Denn die subjektive Einschätzung, ob man mit bestimmten Sachen als Opfer oder Täter angesehen werden könnte, hat meiner Meinung nach weniger mit den Sachen an sich, sondern mehr mit der Persönlichkeit zu tun. Ob ich als Beute oder als Bedrohung eingestuft werde, liegt wohl eher an meinem Verhalten, meinem Auftreten als an meinem Anzug...

Pro Militärklamotten:
- einfach
- vielseitig einsetzbar
- robust
- preiswert
- unauffällig wenn einfarbig
- Ausbesserungen/Reparaturen möglich

Contra Militärklamotten:
- sehr große und sehr kleine Größen sind nicht verfügbar
- spezialisierte Kleidung ist - wenn überhaupt - sehr schwer zu finden

Wer führt fort?

ID 2187
11.03.2012, 19:50
Hallo
@Papa Bär gute Idee

Als Pro
-viele Kombinationen möglich da meist auf einen System aufgebaut
z.B. Feldjacke mit Futter
-erleichtert Kontakt mit Militär und Behörden auch mit bestimmten Personen und Gruppen. (abhängig von eigenen verhalten)
- Man wird in der Natur leicht übersehen. (ist auch abhängig von eigenen verhalten)

Deine Contras nicht so wirklich, ist eine frage des gewusst wie und wo.
Also kein richtiges Contra

Als Contra
-Verwechselungsgefahr mit Militär und Behörden von Zivil oder diesen (abhängig von eigenen verhalten)
-Erschwert Kontakt mit anderen da man als Bedrohung angesehen wird. (abhängig von eigenen verhalten)
- in einer Menschen Ansammlung fällt man mehr auf ist abhängig von der Kleidung der anderen.

Gruß Brumbaer

Aspergillus
11.03.2012, 20:09
@ Papa Bär:

Damit hast Du sicher den Nagel auf den Kopf getroffen... - dass sowas am ehesten mit definiert wird über das eigene Auftreten!

Ich denke, das alles sollte hier auch nicht ernsthaft als "Diskussion" gesehen werden. Denn die Frage, ob jemand überwiegend im Military-Look erscheinen "darf" hat einfach auch damit zu tun, inwieweit man in diesen Klamotten als "normal" wahr genommen wird?

Wenn Du jetzt plötzlich in Anzug und Krawatte rum laufen würdest, kämst Du Dir wahrscheinlich "verkleidet" vor in Deinem üblichen Aktionsradius.
Aber nach einem Jahr konsequenter "Krawattenkultur" hätten sich vermutlich Deine Mitmenschen ebenso dran gewöhnt wie Du selbst.

Die positiven Aspekte von Militär-Look lassen sich ja auch nicht weg diskutieren.

Ist halt wirklich eine rein individuelle Sache. Und immer aber auch eine Frage des Umfeldes.
Ich wohne hier zwar mitten in Frankfurt und beruflich muss ich eben Krawatte tragen, aber privat zieh ich eher "robust" durch die Gegend.

Wenn ich heute damit anfangen würde, im Army-Look rum zu laufen, wäre das auch irgendwann mal "normal" für meine Nachbarn.

Nur ist es eben auch so, dass ich dann in gewissen Frankfurter Vierteln schwer aufpassen müsste, dass mir nicht irgendwann mal ne Horde "Linker" gegenüber tritt, die mich für nen Ultra-Fascho hält.

Ich kenn einen, der so ne Art "Indianer-Fetisch" hat, der läuft entsprechend rum.
Und der "nackte Jörg", das is hier in F so ne Art "lokale Berühmtheit" - der hat angeblich eine Klamotten-Allergie und läuft immer ohne alles rum. Bei dem is man das aber gewohnt, der is harmlos, das wissen alle und darum akzeptiert das mittlerweile jeder Einheimische.

Drum - jeder wie er mag.

:grosses Lachen:

Liebe Grüße, A.

Gresli
11.03.2012, 20:30
Hallo Zusammen,


Zu wann, wie und ob ist ja schon genug geschrieben worden.


Aber ganz allgemein:

Man darf nicht vergessen, Armee-Kleider (und auch alle anderen Ausrüstungsgegenstände) müssen nicht nur robust sein, sondern auch billig!

Zivil kann man immer Besseres kaufen, natürlich zu einem höheren Preis.

z.B. bei uns in der Schweiz: Die Uniform ist aus Baumwolle. Macht militärisch auch Sinn, weil weniger feuerempfindlich als Synthetik. Aber wenn der „Kälteschutz“ einmal nass ist, ist er seinen Namen nicht mehr wert!
Und wer liegt als Zivilist schon im Artilleriefeuer?

Wer günstige Kleider sucht ist mit (ev. noch gebrauchten) Armee-Kleider wohl am besten bedient. Ich glaube das Preis / Leistungs Verhältnis ist da am besten.

Wer jedoch das möglichst Beste will, und auch bereit ist dafür mehr zu bezahlen, muss sich im Zivilen (Outdoor Bereich) umsehen.

Wann und wo jetzt Geld oder Qualität wichtiger ist, wäre wieder ein anderes Thema und muss jeder für sich entscheiden.
Wer sich die teuerste Acterix-Jacke kauft und dafür ohne Hose dasteht, hat sicher auch etwas falsch gemacht.


Grüsse, Gresli

Ulfhednar
11.03.2012, 23:13
-Verwechselungsgefahr mit Militär und Behörden von Zivil oder diesen (abhängig von eigenen verhalten)
Dass hängt auch davon ab ob man eine einheitliche, vollständige Uniform einer lokalen Einheit trägt. Jemand einzelnes mit M65 Parka in oliv, schwarzer BW Hose und grünem BW Rucksack wird beispielsweise weniger wie ein Militär wirken als jemand der von Kopf bis Fuss BW flecktarn anhat, ein KM 2000 hat und mit mehreren gleich gekleideten Leuten umherzieht. Ist das Tragen einer vollständigen Uniform nicht auch Amtsanmaßung? (in der Krise schert das zwar niemand, aber wenn man so trainiert könnte das evntl. Probleme geben)

Gruß Ulfhednar

Waldschrat
11.03.2012, 23:28
Ist das Tragen einer vollständigen Uniform nicht auch Amtsanmaßung? (in der Krise schert das zwar niemand, aber wenn man so trainiert könnte das evntl. Probleme geben)


Hallo Ulfhednar,

Situation D: Flecktarnuniformteile bekommst Du im Bundeswehrsurplus und können problemlos zivil getragen werden. Die Amtsanmassung beginnt mit dem Tragen von Dienstgradabzeichen, wenn man dazu nicht (z.B. als Reservist) berechtigt ist.

Das Hintergrundthema Deines und anderer Beiträge ist im Grund Tarnung und unauffällig sein. Wenn ich mit einem dunklen Anzug, weissem Hemd, dezenter Krawatte in die Oper gehe, dann bin ich getarnt, ich falle nicht auf. Wenn ich das gleiche im Flecktarnanzug tue, kann ich sehr sicher sein, alle Blicke auf mich zu ziehen.

Tarnen heisst schlicht und einfach unauffällig sein. Oder wie ich schon mal in einem anderen Beitrag zu diesem Thema schrieb: Der beste Tarnanzug am FKK-Strand ist .... :censored:

Viele Grüsse

Matthias

ID 2187
12.03.2012, 00:05
Hallo
@Waldschrad Auch das Hoheitsabzeichen müsste entfernt werden. Wird aber meist in D nicht beanstandet.

 
Ein Reservist muss eine Uniformtrageerlaubnis haben wenn er diese außerhalb des Wehrdienstes tragen möchte.

Gruß Brumbaer

Fischer
12.03.2012, 15:06
Servus

Ich glaube beim Tragen von Uniformteilen gibt es reginale Unterschiede im Bezug auf "alltagstauglichkeit".

Bei uns am Land haben viele in der Arbeit, am Bau, Landwirtschaft, Jäger, Fischer....Uniformteile in Form von Hosen, Jacken und Schuhe an, und es schaut einen deswegen keiner schief an.

Wie schon erwähnt, kommt es immer auf den Anlassfall an.


Besonders beliebt sind bei uns BH-Pullis und der sogenannte Lagerhausparka ( BH- Langjacke).

Auch ich trage den Olivgrünen Parka zum Leitwesen meiner Frau gerne in der kalten Jahreszeit, denn dieser ist warm, schmutzunempfindlich,haltbar und leicht zu reinigen, und genügent große Seiten- und Innentasche für allerlei Grims-Krams.

LG
Fischer

ID 2621
12.03.2012, 16:50
Da wir hier offenbar von einem Mad-Max Szenario reden.
Meine Meinung dazu:

Unauffällig und schäbig aussehen. Damit signalisiert man, dass da nur ein armer Schlucker dahintersteckt bei dem nix zu holen ist.
Ponchos eignen sich gut um gleichzeitig schäbig auszusehen und dabei doch die Kleidung und Ausrüstung darunter zu verstecken, am besten Poncho von draussen dreckig und löchrig machen.
Vielleicht sogar (je nach Situation) Pferde- oder Kuhmist von aussen einschmieren damit die Leute einen Bogen um einen machen

Wenn man unterwegs ist, dann wenn möglich nur nachts bewegen. Dabei immer in Deckung bleiben, von Ecke zu Ecke, noch besser im Wald. Klar sehen einen die Leute mit Nachtsichtgeräten, das wird wohl aber immer noch die Minderheit sein, tagsüber dagegen sieht einen Jedermann!
Wenn möglich nicht allein aus dem Versteck gehen, aber auch nicht zu viele gleichzeitig.
Gruppen von 3 bis maximal 5 Leute. Wie immer ist das Motto, einer alleine –easy! eine Gruppe –problematischer!

Meine Meinung zur Taktischer Kleidung im Mad-Max Szenario:

Da wandert einer (alleine?) im Flecktarn durch eine Waldlichtung, -wird gesehen!
Es könnte sein das alleine durch das coole aussehen der Hose, der Stiefel oder des Rucksacks jemand auf die Idee kommen könnte, da gäbe es eventuell was zu holen. Vielleicht etwas zu essen, vielleicht ein neues Messer, vielleicht sogar eine Waffe und Munition oder vielleicht einfach nur Neugier.

Wusstet Ihr dass man schon Tot sein kann, bevor man überhaupt den Knall des Schusses hört?

Natürlich sind Militärsachen nützlich und cool, mir gefällen sie auch.
Aber da wir hier von einer hypothetischen Mad-Max Krise ausgehen, könnte es eben viel dreckiger zugehen als in manchem Hollywood Movie gezeigt wird.

Klar die armen Schlucker in Ponchos könnten auch drankommen, aber warum 5 kostbare Kugeln mit ungewissem Risiko verschwenden wenn die armen Leute auch nur auf Futtersuche sind?

Grüsse

Papa Bär
12.03.2012, 17:08
Wie schon mehrmals gesagt, nicht die Kleidung macht einen zum Opfer, sondern das Verhalten...

Wataru
12.03.2012, 17:12
Ich finde das man in Dieser Disskusion auch bedenken sollte, das sich die Pro und Contra Argumente nach Situation auch noch einmal verändern.
Wenn man unterwegs ist, auf der Flucht oder aus anderen gründen, sieht es für mich leicht anders aus, als wenn man in seinem Refugium aushält und dieses eh so wenig wie möglich verlassen wird und so gut es geht verteidigt.

Bei einem könnte es ein Nachteil sein so gekleidet zu sein, bei der anderen Situation kommt es eigentlich überhaupt nicht darauf an.
und ja, es ist doch wirklich auch eine frage des Geldbeutels. ;-)

Lieber suboptimal Militärisch angezogen auf die Gefahr hin vielleicht noch eher angegriffen zu werden, als Zivil und Sympathisch im Strassengraben zu liegen weil man über Nacht erfroren ist, um dann eben so ausgeraubt zu werden. Klar im 2. Fall stört es einem selbst wenigstens nicht mehr. ;-)

Auch denke ich das in einem allfälligen MadMax Szenario eh sehr viel altes Militärisches Material an die Not leidende Bevölkerung verteilt werden würde. Schlichtwegs weil es davon soviel gibt.

So gesehen würden sich die Verteilung wohl eh noch einmal verändern. Was heute auffällt wäre dann vielleicht schon ein gewohnter Anblick.

Ich für mich bin der Meinung, es ist weniger die Frage nach Pro und Contra, sondern nach dem eigenen Geschmack.

Denn in so einer Szenerie unterwegs zu sein, ist doch egal wie man gekleidet ist, alles andere als ein Vorteil.

gruss

ID 2187
12.03.2012, 17:39
Da wir hier offenbar von einem Mad-Max Szenario reden.


Hallo
@Proxi
Du bist der erste der bei diesen Thema mit diesen Mad-Max Zenario ankommt und mit Schiessen usw.

Also sich den Poncho mit Sche…e bzw. Mist bewerfen / beschmiren. Naja jedem wie es einen gefällt.

Darum habe ich deinen Beitrag mit “gefällt mir nicht” Gekennzeichnet.
Da solche Beiträge das Thema in eine Richtung lenken die von mir nicht beabsichtigt ist.

Gruß Brumbaer

Papa Bär
12.03.2012, 17:43
Also, ich stimme in fast jeder Hinsicht mit Dir überein, Sam, aber MFH und Mil-Tec würde ich nicht so generell verteufeln. Was ich von denen habe, stellt ich absolut zufrieden, z.B. Feldflasche, diverse Taschen für meine Molle-Weste und so.
Kochgeschirr und Besteck würde ich allerdings nur als Original kaufen, bei den Billignachbauten brennt nicht selten das Alu durch...

Papa Bär
12.03.2012, 18:19
Ich denke mal, die einfachen Sachen kann man auch von einem Billiganbieter beziehen. Drei Stücke Cordura zusammenzunähen für eine Tasche, das schaffen die auch. Bei kritischen Komponenten würde ich allerdings dann doch auf geprüfte Militärqualität setzen

Tracer
12.03.2012, 18:46
Jezt mal ein paar Gedanken von mir. Da ich im Zweifelsfall als Soldat einer derjenigen bin, der irgendwo irgendein Objekt/Straße/wasauchimmer bewachen oder sichern soll ein paar Gedanken zu militärischer Ausrüstung von mir.

Grundsätzlich bin ich auch ein Fan diverser militärischer Artikel. Jedoch weniger die Kleidung, sondern eher militärischer Ausrüstungsgegenstände - weil sie eben praktisch und robust sind.
Aus diversen auslandsvorbereitenden Ausbildungen, bei denen man mit Rollenspielern unterschiedlicher Charaktäre konfrontiert wird sind mir diejenigen immer ein Dorn im Auge, welche paramilitärisch, oder im im Räuberzivil auftreten und werden auch entsprechend intensiver beobachtet als ganz normal gekleidete Zivilisten.
Anders würde ich auch in der Realität nicht handeln. Wer getarnte Klamotten trägt kommt bei mir sofort in eine gewisse Schublade. Sei es die Schublade "Spinner", "militanter Wannabe", oder "Bösewicht". Irgendwo dort passen die meisten hinein. Gefährlich können alle drei sein. (Gibt übrigens noch mehr Schubladen) :rolleys:

Also würde ich persönlich lieber unauffällig zivil gkleidet herumlaufen. Dann klappt´s auch mit den Ordnungskräften.

ID 2187
12.03.2012, 18:54
Hallo
Mil-Tec usw. muss man mit Vorsicht genießen. Es ist aber nicht alles schlecht.
Das beste ist immer die Sachen in der Hand zuhalten vor den Kauf.

Auch bei original Militär teilen ist mir aufgefallen. Das die Qualität und Haltbarkeit von Aktuellen Uniformen und Ausrüstung gegenüber den alten teilen nachgelassen hat. Auch die Funktionalität dieser hat nachgelassen.

@Tracer
Interessante Gedanken Richtung.
Vielleicht gibt’s da sogar eine Militärvorschrift darüber.

Gruß Brumbaer

Maggi56
12.03.2012, 19:25
Moin,
ich habe mit dem jahrelangen Tragen der M65 "Woodland" Jacke mehrfach eigene schlechte Erfahrungen hinter mir.

Das Tarn-Design der Jacke weckt bei vielen Menschen, (wie soll ich das nennen..?) eine gewisse Reaktion hervor, ich nenne es einmal eine "Rambo-Reaktion".

Aufgrund dieser Jacke wurde ich mehrmals sehr angefeindet, bishin zu Schlägereien. Das ziemlich "schreiende" Design solcher Tarnbekleidung ist sicher nicht für wenige Menschen wie ein "Rotes Tuch", eine Art Provokation.

Abgesehen davon, dass ich mich nicht mehr in Saufkneipen herumtreibe, trage ich solche Kleidung nur noch selten, bei der Arbeit im Garten. In einem Wald niemals, da ich ungerne ein vermeintliches Ziel für einen Jäger abgeben möchte...

Ich bevorzuge "mausgrau", damit fährt und radelt mensch sorgloser... :lächeln:

Gruss Michel

Tracer
12.03.2012, 19:36
@ Brumbaer auch wenn die Bundeswehr knapp 24 000 Vorschriften hat, bezüglich des Verhaltens gegenüber Menschen in Räubezivil gibt es keine Vorschrift. :rolleys:

Papa Bär
12.03.2012, 19:55
Ob Anzug, Arbeits-, Freizeit- oder Outdoorklamotten - ich trage immer schwarz...
Es fällt also nicht auf, dass es Militärsachen sind, in denen ich zeitweilig rumlaufe. Und da alles schwarz auf schwarz ist, kann man den Schnitt schon auf kurze Entfernung nicht mehr erkennen. Nicht mal die Nachbarn erkennen auf rund 20 m (frontal gesehen) wenn ich über der Jacke meine Molle-Weste trage, mit de gesamten Gerödel das da dran hängt...

Maggi56
12.03.2012, 20:18
Moin im Thema,
ich trage ebenfalls bevorzugt schwarze Kleidung, ist schon seit Jahrzehnten so hier...

"Schwarz" ist wie eine Rüstung, ein sehr intensives Signal, und das steht für "Komm mir nicht zunahe, halte Abstand von mir!"

John Cash, den ich sehr verehre, hat ein Lied darüber geschrieben, Man in Black, hier: http://www.youtube.com/watch?v=HHxZ8A3T63E

Gruss Michel

ID 2621
13.03.2012, 09:48
In jeder Krise egal wie schlimm, ist meiner Meinung nach das wichtigste Motto: Tarnen und Täuschen = nicht auffallen.

Ob man das in Flecktarn ausserhalb des Waldes tun kann, bezweifle ich.

Leute in Flecktarn lösen manchmal bei anderen Menschen, Argwohn und Misstrauen aus.
Wahrscheinlich aus dem Grund weil sie auf den ersten Blick schwer einzuschätzen sind.

Gerade dieses Wochenende, hatte ich eine Begegnung mit einem Herrn in Flecktarnhosen, Militärstiefeln und Glatze. Ich weiss nicht wie es euch geht, aber bei mir gehen bei solchen Erscheinungen die Alarmglocken los.
Klar, nach ein paar Worten hat er sich als netter Kerl herausgestellt. Dennoch war der erste Eindruck negativ, und ich würde ihm auch nach dem Kennenlernen sehr ungern den Rücken zudrehen.

Frage ist ob man in einer Krisensituation wirklich solche Aufmerksamkeit will?
Möchte man da auch nur eine Frage wegen seiner Kleidung beantworten müssen?
Will man auch nur zwei Blicke mehr als nötig auf sich ziehen?

Letzten Endes muss jeder diese Fragen für sich selbst beantworten.

Ich wollte mir letztes Jahr einen taktische Weste und Rucksack zulegen so richtig was schönes mit Flecktarn, Molle und so. Dann machte ich mir ein paar gründliche Gedanken darüber was wäre wenn, und wie ich auf jemanden reagieren würde den ich so erblicken würde.
Meine Antwort für mich selbst war, dass es zu viel Aufmerksamkeit zieht und ich lieber bei meinem abgetragenen, weitgehend unauffälligen, bewährten, schwarzblauen Rucksack bleibe und mir eine unauffällige Jacke mit guten Innentaschen zulege.

Wie gesagt, letztens muss jeder für sich selbst die Entscheidung fällen und die möglichen und unmöglichen Konsequenzen tragen.

Grüsse

Papa Bär
13.03.2012, 10:16
Hallo Proxi,
Militärkleidung gibt es nicht nur in Fleckentarn.
Selbstverständlich fällt Fleckentarn in jeder anderen Umgebung als die für die er vorgesehen ist, auf. Das kann bei farbenfroher Outdoor-Kleidung aber auch der Fall sein. Und wenn man Militärkleidung und Outdoorkleidung in dezenten, unaufälligen Farben miteinander vergleicht, ist vom Preis-Leisungsverhältnis die Militärkleidung einfach unschlagbar...

ID 2621
13.03.2012, 11:05
Und wenn man Militärkleidung und Outdoorkleidung in dezenten, unaufälligen Farben miteinander vergleicht, ist vom Preis-Leisungsverhältnis die Militärkleidung einfach unschlagbar...

Einverstanden!

Grüsse

Wilson
13.03.2012, 14:02
Ich persönlich vertraue sehr stark auf militärische Ausrüstung, da sie zumeist billiger zu kaufen, robust und langlebig ist. Diese wird aber auch durch Ziviles ergänzt und aufgewertet.
Dabei greife ich allerdings nicht auf deutsche Waren zurück sondern eher aus Übersee.

Habe einige Erfahrungen mit div. Herstellern gemacht (teure originale Ware und sog. "Klone" ala Miltec und ziviles), welche unter Extrembedingungen ausgiebig getestet bzw genutzt werden. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man definitiv auf originale (Armee) Artikel zurückgreifen sollte, da robuster und langlebiger.
Lieber einmal etwas mehr bezahlt und hat darauf sparen müssen als sich schnell ein billiges Substitut zu kaufen. Ich habe in den letzten Jahren sehr viel (Lehr-)Geld bezahlt und aus meinen Erfahrungen gelernt und "billiges" sehr sehr schnell ausgetauscht.

Zur Kleidung:

Den Trend zu robuster Militärkleidung für den zivilen Bereich haben auch die Hersteller erkannt und bieten diese auch in zivilen und unauffälligen Farben (Schwarz, blau, sand, oliv) an! Kenne dies vor Allem von US Herstellern. (Propper, TruSpec, Crye, Rothco)

Klar wird man in unserer Gesellschaft teilweise komisch angesehen, aber auch nur vereinzelt, wenn man mit einer Tarnjacke oder Hose rumläuft. Aber das werden auch Punker, HipHopper, Gothics etc.
Vor Allem stellt sich mir die Frage, vor wem man auf der Strasse eher zurückweicht im K-/V-Fall? Einer Punker- oder Hiphopgangstergang oder jemandem in Tarnklamotten?

Andere Sache "Praktikabilität":
Viele wollen sich immer im Falle des Falles in die Wälder schlagen und dort leben. Ich denke, man kann dort unentdeckter leben bzw. sich bewegen wenn man auch nen Satz Tarnklamotten hat als dass man zB mit einer quietschorangenen Trekkingjacke dort rumspringt.

Mein persönliches Fazit:
Ich bin höchstzufrieden mit milit. Ausrüstungsgegenständen, da ich sehr hohe Anforderungen an meine persönliche Ausrüstung stelle aufgrund der sehr häufigen Nutzung. Allerdings macht es immer eine gute Mischung aus beidem aus, da jede Seite seine Vorteile hat und ich mir für meinen Zweck das optimalste heraussuche. Dies sollte bei jedem im Vordergrund stehen (Zweck, Nutzung, Budget, Notwendigkeit, Qualität etc), wie mit Allem anderen ja auch.

Papa Bär
13.03.2012, 14:23
Hallo Sam,

Bei manchen Sachen ist Militärzeug nur bedingt zu empfehlen, da hier oft mehr Platz und Gewicht verbraucht wird, als wenn man sich eine zivile Variante besorgt. Bestes Beispiel: Schlafsack, Isomatte, kleines Faltglas statt Feldstecher mit Strichplatte und aus massivem Stahl.

Gerade bei diesen Ausrüstungsgegenständen setze ich auf Militärzeugs, da es in diesen Fällen extrem preiswerter und dabei auch viel robuster ist - und falls es doch mal kaputt geht, tut es im Geldbeutel nicht so weh.

Beispiel: Ich will unbedingt nur einen Schlafsack mit Ärmeln. Bundeswehr-Schlafsack zw. 8 und 30 €, zivile Version zw. 400 und 600 €

Ulfhednar
13.03.2012, 15:23
Bei manchen Sachen ist Militärzeug nur bedingt zu empfehlen, da hier oft mehr Platz und Gewicht verbraucht wird, als wenn man sich eine zivile Variante besorgt. Bestes Beispiel: Schlafsack, Isomatte, kleines Faltglas statt Feldstecher mit Strichplatte und aus massivem Stahl.
Bei Schlafsäcken kenne ich mich nicht so aus, aber bei Isomatten kenne ich keine zivile die kleiner und leichter ist als die BW Matte. Da die im BW Rucksack das Rückenfutter ersetzt nimmt die keinen Platz weg der nicht auch anders belegt wäre (außer man hat nur Kleidung im Rucksack, dann braucht man das Rückenpolster nicht.). Die BW Matte ist zwar recht hart, aber da gewöhnt man sich dran.

Gruß Ulfhednar

Papa Bär
13.03.2012, 18:28
Hallo Sam,
so schlimm ist das mit dem Gewicht des BW-Schlafsackes nicht.
:Ironie:Da werden einfach fünf bis sechs Äxte, siebzehn Messer und ca. 35 Feuerstähle zu Hause gelassen, dann passt das wieder:Ironie:

ID 358
14.03.2012, 10:08
Meine Meinung dazu:
erhältliche Militär-Ausrüstung warum nicht? Wenn besser und preiswerter, klarer Fall.

Bei Militärkleidung oder allem was militärisch aussehend ist:
Die meisten, die sowas anziehen tragen es aus Mode- und coolness-Gründen.
Einige davon mögen durchaus wissen wie man eine Waffe hält, trotzdem scheinen mir
die in Mehrzahl gefährliche Spinner mit verschrobenen Ansichten oder Möchtegerns zu sein.
Jemand, der in Wehrdienst und beruflich das Zeug trägt oder trug, greift im Zivilleben eher zu was anderem.

Die wenigen Leute, zu denen Militärlook außerhalb des Militärlebens passt, werden sich von meiner Meinung nicht betroffen fühlen.

Kurznasenaffe
17.03.2012, 23:09
Mein alter Herr trägt "auffällig" viel schwarze Klamotten, oft aber eher matt und verwaschen. Warum? Er hat ne kranke, schwache Blase, der Arme, und wenn er sich in Berlin mal am Straßenrand in schattiges Buschwerk schlägt, ist er gut getarnt.
Es wurde irgendwo auch mal nach Stadt-Tarn gefragt. Dies ist es. Verwaschenes Schwarz.

Ich gebe es zu, ich stehe auf Tarnmuster, Tarn ist mein Totem. Aber tragen tue ich nur ne alte BW-Flecktarnjacke, mehr wäre mir peinlich, weil ich weiß, was "die Leute" denken. Ich habe zu früh Rambo gesehen, und da ist wohl was hängen geblieben, auch wenn mein Hirn sich weiterentwickelt hat.

Ich hörte, Soldaten würden sich vielleicht die Dienstgradabzeichen usw abreißen, die Klamotten aber doch eher weitertragen. Auch sieht man auf alten und neuen Bildern von Kriegsgebieten, dass auch Zivilisten, wahrscheinlich in der Not und Ermangelung besserer Alternativen, Armeekleidung tragen. Im Szenario, in dem ich damit rechnen muss, ohne Vorwarnung erschossen zu werden, durch Scharfschütze usw, nur weil ich eine bestimmte Jacke trage (oder eben nicht trage), würde ich nach Möglichkeit in den Wald fliehen. Dort kann ich leben, habs getan. Und im Wald würde ich auf jeden Fall Tarnkleidung bevorzugen. Ich weiß sie aber auch einzusetzen. Wer dies nicht kann, sollte das natürlich überdenken.

Survival-Asia
26.03.2012, 02:44
Hallo Survival-Mitglieder,


da ich in Thailand lebe war auch für mich die Frage, ob ich militärische oder zivile Survival/Outdoor-Kleidung bevorzuge, von großer politischer Wichtigkeit.

Gebrauchtkleiderläden, die vietnamesische, kambodschanische oder burmesische Militärkleidung preisgünstig verkaufen, gibt es in Thailand genug.

Aber man darf nicht vergessen, das in Asien die politischen „Uhren anders gehen“! Noch im letzten Jahr gab es zwischen Thailand und Kambodscha kriegsähnliche Grenzkonflikte. Dabei kamen Soldaten auf beiden Seiten ums leben.

Auch die Burmesen und Laoten sind nicht gut auf Thailand zu sprechen, da das inzwischen reiche Thailand diese Menschen nur als billige Arbeitskräfte benutzt, ihnen aber kaum Rechte eingesteht.

Des Weiteren herrscht in Süd-Thailand an der Grenze zu Malaysia seit Jahrzehnten ausgerufenes Kriegsrecht, da die islamisch-stämmigen Thais Autonomie fordern. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Menschen durch Bomben, Selbstmordattentäter oder durch das Militär zu Tode kommen.

Man kann sich nun vorstellen, dass es zu großen Konflikten kommen kann, wenn man in diesen Regionen zur falschen Zeit die falsche Kleidung trägt! :ängstlich:

Was sollte ich also tun?

Neutrale Fischer- oder Jägerkleidung wollte ich nicht tragen und reine Sportbekleidung, ist für mich mit dem Begriff Survival eher nicht zu vereinbaren, da solche Kleidungsstücke in der Regel kaum starken Outdoor-Belastungen standhalten.

Also habe ich versucht, über Deutschland militärische Kleidung zu beziehen, die aus Ländern stammen, die kaum oder besser gar nicht an internationalen Konflikten beteiligt sind bzw. waren.

Ich dachte an militärische Kleidung aus Dänemark oder Finnland. Leider konnte ich diese Kleidung nirgendwo finden.

Letztendlich habe ich mich für Gebrauchtkleidung der Deutschen Bundeswehr entschieden, da Deutschland insbesondere in Asien (und nicht nur dort) einen relativ guten Ruf genießt.

Aber das allein reichte mir nicht, um ein Mindestmass an Sicherheit zu verspüren. Auf Grund dessen habe ich meine gesamten Kleidungsstücke mit Aufnähern der UNO versehen lassen. Es ist das Sonderzeichen der international Vereinten Nationen. Des Weiteren habe ich auch Rote Kreuz Zeichen aufnähen lassen.

Ob das in Asien im absoluten Erstfall wirklich hilft, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich denke, dass man durch diese auffällige Signalisierung bessere Möglichkeiten hat, aufkommende Konflikte im Vorfeld zu verhindern.

Ich werde mir auch noch einen Roten Kreuz Pass bzw. einen Presseausweis besorgen, um im Ernstfall meine Neutralität zu beweisen.

Ich habe Euch einige Fotos meiner Kleidung angehangen. Vielleicht interessiert es Euch.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag!

Gruß sagt der Jörg aus Koh Samui/Thailand


7965796279637964

Papa Bär
26.03.2012, 06:52
Es gab da bei den Truppen, die unter der UN-Flagge in EX-Jugoslawien eingesetzt waren, ein inoffizielles Motto: "Selig seien die, die da Frieden stiften - denn sie kriegen gleich von beiden Seiten eins auf die Nuss!"

Ich hätte da arge Bedenken, mit so einem Aufnäher rumzulaufen - vor allem, wenn keine UN-Truppen im Eimsatz sind, aber selbst dann. Das unrechtmäßige Führen einer falschen Flagge ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das man dabei von den Konfliktparteien als Spion erschossen wird, ist nur eine der unangenehmen Möglichkeiten...

Tracer
26.03.2012, 20:05
Da muss ich Papa Bär zustimmen. So mal eben mit dem UN-Zeichen herumlaufen kann im Zweifel böse enden, man weiß ja nicht wen man alles dadurch auf sich aufmerksam macht. Und wenn es nur ein paar Kleinkriminelle sind die denken sie könnten die UN mit einer Geiselnahme erpressen. Oder gar die deutsche Botschaft, denn immerhin hat man ja ganz offensichtlich einen unter UN-Mandat arbeitenden Fallschirmjäger mit Einzelkämpferlehrgang. Wenn das nicht ein paar Dollar einbringt?
Läuft´s blöd ist die Rübe eben ab.

theBrain
26.03.2012, 22:12
Ich sehe das aus den bisher genannten Gründen (von juristischen* und evtl. auch ethischen mal abgesehen) als problematisch an.

Was spricht konkret gegen rein olivgrüne oder coyote- braune Kleidung? Im SHTF- Fall bildet sich da in kürzester Zeit von alleine ein Tarnmuster. Da mit 'vorbelasteten' Mustern rumlaufen, egal ob aus der Region oder von vermeintlich unbeteiligten Nationen/Parteien würde ich als absolut unnötiges Risiko einstufen.

Aber das wurde hier (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php/2351-Tarnkleidung-Ausrüstung-Vorteil-oder-Nachteil) bereits ausgiebig erörtert, weshalb ich darauf verzichte, die Argumente hier erneut breitzutreten.


*Juristische Komplikationen deshalb, weil UN- Kräfte mitunter verschnupft reagieren könnten, wenn sich da wer ihre Flagge unverdient ansteckt.

Survival-Asia
27.03.2012, 00:12
Hallo Survival-Mitglieder,


Ich danke Euch für Eure Kommentare.


Was nun die Bekleidung betrifft:


Welche Bekleidungs-Alternativen gäbe es, die in meinem speziellen „Asiatischen-Fall keinen Agenten/Feind-Verdacht“ vermitteln?




Absolut zivile Kleidung: Jeans, Turnschuhe, Wollpullover und Wanderstock…und um die Hüfte schwingt mein BW-Gürtel mit Schultergurten in “gefährlichem“ Militär-Design!




ADIDAS oder NIKE Sportbekleidung, die für massive Outdoor-Aktivitäten nicht geeignet ist,…und um die Hüfte schwingt mein BW-Gürtel mit Schultergurten in “gefährlichem“ Militär-Design! (Von Sportfirmen habe ich noch nie gesehen, dass diese speziellen und vor allem robusten Hüft-Taschen produzieren! Ich würde sie sonst kaufen, sofern sie erschwinglich sind!)




Zu den Abzeichen:

Freilich kann man in Situationen kommen, in denen die Soldaten/Rebellen usw. aufgrund des Abzeichens der Vereinten Nationen Menschen ermordet haben.

Selbst mit dem Abzeichen des Roten Kreuzes wurden Krankenschwestern und Ärzte ermordet!

Ebenso Kriegberichterstatter mit Presseausweisen.

Eine absolute Garantie bieten auch diese Sonderzeichen/Ausweise nicht, aber sie schränken das Risiko der "sofortigen Feind-Identifizierung" ERHEBLICH ein und verunsichern zunächst! !


Und genau darum geht es mir!

Aber was wäre die Alternative?

Gar keine Sonderzeichen…

…oder den Aufnäher des „Wandervereins von Unterassbach bei Oberursel“?

Der wäre in der Tat absolut neutral und vor allem un-militärisch,…
…aber den kennt keine S***, hat keine Signalwirkung und ist somit absolut sinnlos!

Fragen über Fragen, aber dafür haben wir dieses Forum!

Liebe Grüsse sagt der Jörg

theBrain
27.03.2012, 00:42
Was ist die Situation, für die du dich da wappnen willst?

Wenn du dich auf einen potentiellen Einmarsch eines Nachbarlandes (oder sonst einen bewaffneten Konflikt in deiner unmittelbaren Umgebung) vorbereitest ist das was anderes als wenn es um Elementarereignisse wie etwa Erdbeben, Vulkanausbrüche,... geht.

Im ersten Fall würde ich von jeglicher Form von Tarnkleidung absehen, und mich möglichst zivil in gedeckten Farben kleiden. Es kommt darauf an, nicht aus den zu erwartenden Flüchtlichgsgruppen herauszustechen. Jedenfalls nicht mehr als notwendig (mit Fluchtgepäck ist das ohnehin schon so eine Sache).
Wenn du da dann in einer militärischen Uniform rumrennst, und dann noch etikettiert bist, wie ein bunter Hund (und das dann obendrein nicht sortenrein, du dich also gleichzeitig als UN- Soldat und Journalist zu erkennen gibst) würde ich beinahe jede Wette eingehen, dass du bei einer Kontrolle (und damit muss man in so einer Situation rechen) in Situationen käme, die einem anders gekleidet, erspart blieben.

Bei Elementarereignissen sehe ich die Gefahren darin, dass du einerseits von anderen Opfern für einen Repräsentant der UN gehalten werden könntest (was vermutlich noch das angenehmste Problem wäre), oder dass dir selbiges bei Hilfskräften passiert. Und wie ich bereits sagte, könnten speziell UN- Kräfte da massiv verschnupft reagieren. Aber immerhin müsstest du dir die nächsten paar Tage vermutlich keine Gedanken darüber machen, wo du unterkommst...


Nachtrag: Taschen in zivilen Farbtönen bekommst du bspw. von Maxpedition.

ID 358
27.03.2012, 01:53
Aber was wäre die Alternative?
Gar keine Sonderzeichen…

…oder den Aufnäher des „Wandervereins von Unterassbach bei Oberursel“?

Der wäre in der Tat absolut neutral und vor allem un-militärisch,…
…aber den kennt keine S***, hat keine Signalwirkung und ist somit absolut sinnlos!



Wozu Signalwirkung? Das was Du als Signal mit UN-Abzeichen aussendest, kommt beim anderen gut an, auf den anderen ist es ein rotes Tuch! Der Wanderverein Unterassbach hat immerhin keine sinnlosen Einsätze im Ausland veranstaltet und ist daher total in! Die Leute werden Dich neugierig fragen, was das ist und was die machen!
"Was, die wandern so herum und freuen sich an Natur und dem ländlichen Leben? Erzähl uns mehr darüber, komm mit, meine Frau hat gerade das Essen fertig, das will sie auch hören."
Ich würde das Mitglied eines afghanischen Ziegenzüchterverbandes auch sympathischer finden als einen buddhazerschiessenden Taliban.

Zurück zur Kleidung: was spricht dagegen, sich einfach so zu kleiden, wie die meisten Leute im Umfeld rumlaufen, ergänzt mit einigen Ausrüstungsgegenständen, die man persönlich schätzt. Ist es ein Problem, wenn Hose und Jacke ein halbes Jahr früher abgewetzt sind, aber dafür einen Bruchteil der „megageilen-ultracool“ aussehenden Combatjacke gekostet haben? Ich orte bei einigen Leuten übersteigerten Geltungsdrang. So ähnlich wie bei Skifahrern die mit teuerstem Ski und Helm, aber zu blöd eine sichere Abfahrt zu wählen, später die halbe Nacht von hundert Bergrettern gesucht werden.
Gegensatz ist der belächelte Mann mit einfacher Ausrüstung und unmodischer Kleidung, der dem Motto frönt: „Mehr sein als scheinen.“

Wieso redet keiner über Jäger-, Fischer und Försterkleidung, Feuerwehrklamotten, Rettungsjacke oder THW-Hose? Die sind sicher auch gut verarbeitet, grelle Farben könnte ev. dunkel getönt werden? Aber GSG9 oder Fallschirmjäger scheint eben das Ego zu heben. Zuviel Filme geguckt?
Entschuldigt meinen aggressiven Ton, aber mir stösst die Adjustierung so manches Freizeitkriegers ziemlich sauer auf. Wer gern Uniform trägt soll zur Truppe gehen oder Farbklekse schiessen, zum Survival brauchts das nicht.

Survival-Asia
27.03.2012, 06:11
Hallo Survival-Mitglieder,


was Ihr bezüglich der Militärbekleidung und der Sonderzeichen schreibt, hat Hand und Fuß!

Das kann ich alles nachvollziehen.

Aber mir persönlich ging es in erster Linie darum, sehr robuste und zudem sehr preiswerte Kleidung kaufen zu können.

(Aus finanziellen Gründen habe meine gesamte Bekleidung, Rucksack und Taschen als Gebrauchtware gekauft)

Luftikus hat geschrieben:


Wieso redet keiner über Jäger-, Fischer und Försterkleidung, Feuerwehrklamotten, Rettungsjacke oder THW-Hose? Die sind sicher auch gut verarbeitet, grelle Farben könnte ev. dunkel getönt werden?

„Mehr sein als scheinen.“

Bitte vergesst nicht, dass ich in Thailand lebe! Hier gibt es keine Survival oder Outdoor-Shops, wo ich günstig sehr robuste Kleidung kaufen könnte.


Was jedoch die militärische Bekleidung grundsätzlich betrifft:


Ich habe Duzende von Youtube Survival-Schulungs-Videos auf meinem Rechner gespeichert und immer wieder ist es mir aufgefallen, dass die Trainer bzw. Ausbilder fast ausnahmslos militärische oder mit ziviler Garderobe gemischte Militär-Bekleidung trugen.

Diesen Survival-Ausbildern zu unterstellen, dass sie ihre Neigung ausleben wollen, indem sie mehr „Schein als Sein darzustellen versuchen, halte ich für eine sehr gewagte Aussage!

Natürlich werde ich meine Sachen jetzt nicht wegschmeißen, weil andere Meinungen bestehen.

Daher meine Frage an die Forum-Mitglieder:

Weis jemand, wie ich meine Bekleidung auf natürlicher Weise entfärben und wieder (neutral) einfärben kann?

Aber bitte keine Hinweise, wie:

„Geh’ zum nächsten Drogeriefachhandel und kauf’ Dir eine Flasche Farb-flutsch-weg und dazu ausreichend Farbtabletten der Firma Kunterbund in Deiner Farbwahl“.

So etwas gibt es in auf Koh Samui nicht! Selbst mein Survival-Messer muss ich vom Dorfschmied anfertigen lassen und weiß nicht, ob er es überhaupt hinbekommt!


Ich freue mich auf Eure Tipps und Anregungen!

Gruß sagt der Jörg

Papa Bär
27.03.2012, 07:38
Hallo Jörg,
Gegen Militärkleidung ist prinzipiell nichts einzuwenden,.die Meinung teilen.die meisten hier in diesem Thread. Aber sehr wohl gegen das unrechtmässige Tragen hoheitlicher Kennzeichen!
Luftikus hat natürlich recht mit seiner Aussage, dass Jägerklamotten ebenso geeignet sind - allerdings kosten die gleich wieder ein Vielfaches. Und Feuerwehrsachen sind meiner Meinung nach für Outdooraktivitäten ungeeignet...

Das "Entfärben" deiner Kleidung wird wohl kaum möglich sein, höchstens das Umfärben. Welche Forbe wird denn gewünscht? Es gibt bestimmt einige Färbemittel aus der Natur, die du dann verwenden könntest, frag doch einfach mal die älteren Frauen in deinem Dorf.

LG
Papa Bär

karpatenwolfes
27.03.2012, 08:30
Hallo Jörg und Alle,

wie PapaBär schon sagte, dürfte bei Dir das Färben mit natürlichen Substanzen einfach möglich sein. Vielleicht einfacher als hier. Die Frauen in Deinem Dorf dürften die Adresse sein.
Nach einigen "Unfällen" kann ich zum Entfärben Chlor empfehlen. Im wikipedia.de findest Du unter "Färben" einen guten Artikel.


Auf Atem- und Hautschutz achten. Mit Chlor ist nicht zu spaßen !!!!!!!

Mit den Aufnähern habe ich auch kein gutes Gefühl. Unter falscher Flagge zu fahren kann ins Auge gehen. Viel wichtiger ist das Auftreten: Körpersprache sagt mehr als tausend Worte oder ein paar Sticker.

Gutes Gelingen und Grüße aus den Karpaten von Karpatenwolfes

P.S. : Deine Insel schaut auf GoogleEarth echt fein aus. Wünsche Dir gut zu leben.

ID 349
27.03.2012, 09:42
@ Jörg

Lass dir doch auf die Kleidung und die Aufnäher Klett nähen.
So kannst du situativ entscheiden, was auf deine Kleidung soll.

LG
tara

occam
27.03.2012, 14:59
Auf mich wirken die Patches zu willkürlich aufgesetzt.
In Kombination mit flecktarn im asiatischen Gebiet...wirkt auf mich einfach unecht.
Ich glaub auch, daß Du mit einem UN-Patch durchwegs nicht nur Freunde im Fall des Falles gewinnst...

Wenn Du schon unbedingt zusätzlich Dich mit Aufnähern unterscheiden willst und "sicherer" sein möchtest,
dann nimm Erste-Hilfe-Ausrüstung mit, beschäftige Dich ausführlich mit medizinischen Grundlagen, was ja in
Thailand durchwegs notwendig sein kann aktiv angewendet werden zu müssen (vielleicht verfügst Du ja über
derartige Kenntnisse, das weiß ich ja nicht)...und mach Dir größere Rote Kreuze an die Uniform.
Armbinde wäre auch eine gute Idee. Den Schriftzug "Medic" verstehen auch die meisten.

Fallschirmjäger und Einzelkämpferpatch...haben an der Uniform, falls Du nicht über derlei Ausbildung verfügst,
nichts verloren. (Selbst wenn Du die Ausbildungen hast, würde ich die weg lassen!!!)
Wird auch sicher nicht zu Deinen Gunsten ausgelegt werden, wenn Du Probleme bekommst.

Ciao,
Occam


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