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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Status meiner Prepardness - Vollständigkeitscheck



PapaB
01.07.2012, 04:28
So... kurz vor 3 Uhr Nachts... gute Zeit für so einen umfassenden Post ;-) (habe Nachtdienst..)

Ich will hier mal zusammen schreiben, wo ich mit meiner im allgemeinen Prepardness-Zustand so stehe. Also alles, was meiner Familie und mir im Falle jedeweden Katastrophen/Krisenfalls helfen wird.
Ziel ist es mal einen Überblick zu bekommen und mir evtl. Lücken von euch auf Zeigen zu lassen (in so fern ich die Lücken nicht selbst sehe).

Am besten, ich kategorisiere das ganze nach Themen wie bei meiner Familie der allgemeine Stand ist.

Wasserversorgung:
- Durchhaltevermögen bei spontanem Ausfall aller Versorgungsmöglichkeiten ohne vor die Tür zu müssen: 20 Tage (bei 4 Liter/Tag auf 4 Personen).
- Wasserquelle (versteckte, aber eingefasste Waldquelle) in der Nähe ist erspäht und erreichbar. Kinder kennen sie auch.
- Wasserreinigung für mehrere Tausend Liter möglich (Katadyn Camp, Micropur, Aktivkohle)
- Wasserspeicherung möglich durch mehrere Trinkwasserkanister je 20 Liter.
Offener Punkt:
- Eigene Wassersammlung im Garten durch Dachrinne geplannt. Wird vorbereitet, aber erst im Krisenfall installiert (Vermieter sonst nicht begeistert).
- Mehrere Dutzend Liter an versch. Obstsäften in Rotation. Vitamine müssen ja sein!
- Immer ca. 20 Liter Milch auf Vorrat (ja, ist umstritten, aber meine Frau liebt sie!)

Ernährung:
- Durchhaltevermögen bei spontanem Ausfall aller Versorgungsmöglichkeiten ohne vor die Tür zu müssen: ca. 3 Monate (4 Personen x Volle Rationen). Alle Arten von Nahrung vorhanden. Öle, Kohlehydrate, Gemüse, Obst, Fleisch ... .halt wirklich Querbeet, damit keine Mangelerscheinungen zu befürchten stehen.
- Frisches Obst und Gemüse aus eigenem Garten vorhanden (alle Arten von Obstbäumen, Sträucher, Beeren, uvm).
- Saatgut für diverse Obst-/Gemüsesorten vorhanden. KEIN F1-Hybrid-Zeug!
- Haltbar machen der eigenen Erträge gewährleistet, durch Weckgläser aller Arten und entsprechende Ausrüstung.
- Bei Stromausfall zuerst Verarbeitung der Tiefgekühlten Produkte. Mit Hilfe von Notstrom für ca. 5 Tage Nahrung.
- Wissen und Literatur angeeignet zum finden von Nahrung in der Natur.
- Getreidemühle vorhanden, Ölpresse vorhanden (natürlich alles manuell).

Energieversorgung / Wärme / Licht /Kochen:
- Ca. 2000 Teelichter auf Lager, dazu mehrere Kilogramm "normale" Kerzen aller Art, sowie auch Grab-/Öllichter.
- Mehrere Sturmlaternen (Petroleum), eine Petromax-Starklichtlampe (modifiziert für nahezu alle Arten Brennstoff).
- Taschenlampen aller Art. Von AAA-Batterien bis D-Batterien. Kurbellampen, Kopflampen usw. in jedem Zimmer des Hauses mind. eine immer Griffbereit.
- Mehrere Kilogram Einwegbatterien aller Art.
- Mehrere Sätze von Eneloop-Akkus.
- Solar-Ladegerät, aber auch normale Ladegeräte vorhanden.
- Ca. 50 Liter Petroleum.
- Ca. 20 Liter Spiritus
- Schweizer Armee-Petroleum-Ofen L51 (mit Ersatzdochten).
- Spiritus-Kocher von Turm
- "normaler" verschliessbarer Spirituskocher
- Gas-Koffer-Kocher mit ca. 50 vollen Kartuschen
- Künzi-Hobo-Kocher vorhanden
- Ca. 50 Liter Diesel auf Vorrat
- Ca. 40 Liter Super auf Vorrat
- Stromerzeuger mit 2000 Watt Dauerleistung vorhanden (läuft im Haus mit Hilfe von Abgasschlauch).
- Fast vergessen: Taschenöfen, Feuerzeugbenzin


Verteidigung:
- Nun, sagen wir mal es ist vorhanden und dies alles im gesetzlichem Rahmen ;-)


Medizinische Versorgung:
- Medikamente für/gegen Schmerzen, Fieber, Halsschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Augenprobleme, Hautreizungen, Husten, Verschleimung, Nasenverstopfung, uvm. sind vorhanden. Menge ausreichend für mehrere Monate.
- Non-Elektronische Fieberthermometer sind mehrfach vorhanden
- Spritzen, Kanülen, lokales Anästhetikum (diverse), Sterile / unsterile Handschuhe, Gesichtsmasken, Verbände, Kompressen, Skalpelle usw. sind vorhanden. Das Wissen um den Einsatz von allem natürlich auch (durch eigene Ausbildung UND für meine Kinder in Form von Literatur).
- Zahnreparaturset vorhanden. (Zange auch ^^)
- Desinfektionsmittel (Haut, Geräte) vorhanden.


Hygiene:
- Seifen (normale) ausreichend für mehrere Monate vorhanden, aber auch flüssige. Auch Shampoo, Deo usw...
- Toilettenpapier ausreichend für ca. 2 Monate vorhanden.
- Zahnpasta, Zahnspülung, Zahnbürsten, Zahnseide für mehrere Monate vorhanden.
- Hygieneartikel für die Weiblichkeit (für Frau und Tochter) für mehrere Monate vorhanden.
- Reinigungsmittel (zb. Essigreiniger) für mehrere Monate vorhanden.
- Rasiermesser mit Schärfleder und Rasierschaum vorhanden (will ja nicht wie der Yeti aus sehen)
- Gutes Nagelpflegeset vorhanden (das ist mir letztens erst aufgefallen. Gar nicht unwichtig so etwas! Auch für eine evtl. Flucht!)
- Taschentücher (Papier) für mehrere Monate vorhanden... auch Küchenpapier.
- Mechanischer Langhaarschneider vorhanden (für die GANZE Familie... im Hardcore-Krisenfall kommen auch bei den Mädels die Haare ab -> Sicherheit).


Fluchtvorbereitung:
- Fluchtrucksäcke für jedes Familienmitglied vorbereitet. "Große" für die Erwachsenen, "kleine" (35 Liter) für die Kinder. Jeweils mit Isomatte und Schlafsack.
- Notnahrung, Wasserfiltration, Kochgeschirr, Kocher, Feuerhilfe, Besteck, Medizin, Weltempfänger, Messer, Taschenlampen, BW-Bonchos usw. verteilt, bzw. mehrfach eingepackt.
- Fluchtzelt (für Familie 4-Köpfig) steht bereit.
- Kleidung nach dem Vielschicht-Prinzip eingepackt.
- Medizinische Basis-Versorung vorhanden.
- Falls Flucht im Kfz: Decken vorhanden, 6 Liter Trinkwasser, mehrere Notrationen (MREs und BP5-Riegel) vorhanden.
- Spritvorrat für ca. 1000 km vorhanden. Tank des Kfz nie unter 1/2!


Generelles:
- Werkzeuge aller Art vorhanden (zb. Sägen, Hämmer usw). Wenn möglich manuell Betrieben (zb. Brustbohrer).
- Guter Schleifstein ist vorhanden.
- Stabile Werkbank Marke Eigenbau mit diversen Befestigungsmöglichkeiten vorhanden.
- Survival-Literatur aller Art vorhanden. Seit neuestem ein Ebook-Reader, der auch voll Bestückt ist (sehr praktisch sowas! Akku hälst über einen Monat!)
- Literatur zu Heilpflanzen und Gartenpflege generell reichlich vorhanden.
- Spiele (Brett- und Kartenspiele) in reichlichem Maß vorhanden. Langeweile kann tödlich sein!
- Allgemeine Literatur (Romane, Krimis, Humor, etc) ist vorhanden. Auch hier Sinnvoll für Ablenkung.
- Seit kurzem Geigerzähler aus alten polnischen Militärbeständen vorhanden.
- Seile diverser Stärken und Längen sind vorhanden.


Zu erledigen:
- Absicherung der Eingangs und Kellertür. Beide haben Glaselemente eingebaut. Hier evtl. passende Hartholz-Platten organisieren um diese im Notfall auf die Türen schrauben/Nageln zu können.
- Fenster sind durch Plastik-Rollos minimal geschützt. Auch hier evtl. über die Hartholz-Methode nach denken.
- Langfristig ein-/Umbau eines Holz-Ofens. Derzeit aber schwer möglich, da zur Miete
- Geigerzähler testen, aber derzeit noch unklar mit welchen Mitteln. Evtl. hat die Gemeinde hier eine Idee für mich?
- Schriftliche Anleitung für die Familie daheim im K-Fall. Also was ist zb. bei einem Stromausfall zu tun, etc. Gesprochen wurde darüber, aber Listen helfen hier wohl besser.
- Ein Solar-Betriebener Dörr-Apparat fehlt in der Liste auch noch. Pläne dazu sind vorhanden, Teile teils auch schon. Aber Umsetzung muss noch passieren.



So, ich glaube zum großen Teil habe ich es. Natürlich ist hier nicht die komplette Liste verzeichnet. Nicht jede Art von Schraube, Klemme und Karabiner habe ich mit aufgenommen.
Auch nicht Sachen wie Schmiermittel oder ähnliches (Caramba, usw.).

Aber so einen generellen Überblick habe ich (und ihr) hoffentlich nun.

Habe ich etwas drastisches übersehen??? Fehlt etwas entscheidendes in der Liste?

Danke für eure Geduld ;-)

Gruß,

PapaB


PS: Wenn ich mir das so ansehe und mir vorstelle, dass ein "normaler" Mensch dies liest... *schmunzel*... in dessen Augen muss ich doch total Irre sein, oder? ;-) Zum Glück macht meine Frau das alles mit!

Survival-Asia
01.07.2012, 05:27
Hallo PapaB,

vielen Dank für Deine umfangreiche Auflistung! :Gut:

Ich habe mir erlaubt, sie zu kopieren und in meinen Survival-Unterlagen abzulegen.

Wirklich eine sehr gute und nachvollziehbare Aufführung aller notwendigen Einzelteile im Ernstfall!!! :victory:


Gruß Jörg

luka
01.07.2012, 09:25
Tauschen? :-)
Denk dran bei Aspirin aufs MHD zu schauen- die werden echt eklig wenn abgelaufen- bin sonst nicht pingelig (´Schuldige, Ping :-) )aber bei Acetylsalizylsäure macht es Sinn.
Vielleicht fehlt Nähzeug und Ersatzknöpfe, oder die Prym Universalzange plus Ösen?

Liebe Grüsse
Luka
(grün vor Neid, hast du gut gemacht!!!)

Litchfield
01.07.2012, 10:13
Super Auflistung!

Was mir spontan einfällt, falls die Flucht mit dem Kfz erfolgen soll, ist dementsprechendes Werkzeug und Ersatzteile für die Reparatur vorhanden?
Also Ersatzbirnen, Sicherungen, Vollwertiges Ersatzrat, Feuerlöscher (!), Gurtschneider, Nothammer, Ersatzschläuche (falls etwas reist - kann ja nur ein Teilstück sein), etc..

Ich hab bei mir auf dem Zettel auch noch Kakao stehen ( haben auch nen Milchvorrat *g*) - kann als kleine Süßigkeit Wunder bewirken ;-)

Viele Grüße,
Litchfield

melusine
01.07.2012, 11:57
Hallo PapaB!
Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Sehr schöne Auflistung!:Gut:

2 Dinge sind mir aufgefallen. Zum einen die Diskrepanz zwischen der Wasser- und Nahrungsversorgung, ohne vor die Tür zu müssen. 20 Tage zu 90 Tage. Da solltest Du vielleicht noch nachbessern.

Zum anderen vermisse ich in Deiner Aufzählung einen Feuerlöscher oder zumindest eine Löschdecke im Haus?! Auch als Anregung für alle Prepper. Wenn Kochen oder Licht mit 'ner offenen Flamme einhergehen, gar mit brennbaren Flüssigkeiten, sollte auf jeden Fall eine Möglichkeit vorhanden sein, einen Wohnungsbrand zu verhindern.

Ansonsten schaue ich schon ein wenig neidisch drein.:rolleys:

lg

Henning
01.07.2012, 12:22
2 Dinge sind mir aufgefallen. Zum einen die Diskrepanz zwischen der Wasser- und Nahrungsversorgung, ohne vor die Tür zu müssen. 20 Tage zu 90 Tage. Da solltest Du vielleicht noch nachbessern.


Sieht bei mir noch schlimmer aus.
Minieralwasser bekomme ich einfach nicht rotiert, weil ich zu Hause nicht trinke.
PapaB hat wenigstens eine Wasserquelle ist der Nähe, bei mri ist da im Umkreis von 5km nichts.
Und bei 42 Parteeinen im Huasbleibt vom Regenwasser auch nichst viel übrig, zumal die Regenwassernutzung für
meinen "Garten" am Veto der Eigentümergemeinschaft scheiterte.

melusine
01.07.2012, 13:09
Hallo Henning,

Musst das Wasser ja nicht unbedingt rotieren. Kohlensäurehaltiges Mineralwasser in Glasflaschen kannst du in den Keller stellen und erstmal vergessen. 1Kasten mit 12x 0,7l=8,4l (mit 12x 0,75l=9l) auf einer Grundfläche von gerade mal ca. 40x50 cm passt doch bestimmt auch bei dir noch in irgendeine Ecke. 5 Kästen übereinander ergeben so zwischen 42 und 45 Liter Trinkwasser. Das reicht, je nach Trinkwasserverbrauch von 1,5l - 2l pro Tag für 21-30 Tage.

lg

Erdung
01.07.2012, 13:57
schöne Liste PapaB!
Ein Punkt fehlt mir bei dir noch komplett: Das Fahrrad!
Es macht fast immer Sinn, für jeden ein Raderl zu haben. Kurze Strecken bis zu 20km sollten für jeden zu machen sein. Es ist für mich quasi die Kurzstreckenmobilität für jedermann. Mit bisschen Übung packt man auch gut 100km. Benzin wird im Fall X auf jeden Fall zum Luxusgut bzw. recht teuer und man wird es mit bedacht einsetzen müssen. Ein Fahrrad ist für mich die Alternative.

Es muss ja nicht gleich ein Mountainbike für 1500€ oder ein Carbon-Rennrad (Rennräder empfinde ich für einen Fall X sowieso suboptimal, auch wenn da viel größere Strecken möglich sind) sein. Ich fahre zwar beides, aber im Winter geht nichts über mein Kettler-Alurad, welches ich auf dem Wertstoffhof dem Entsorger für nen Zehner abgenommen hab, bevor es sich sonst jemand schnappt. Das Ding ist zwar 20 Jahre alt, aber es ist noch immer sehr hochwertig!
Ersatzteile und bissel Wissen gehört natürlich auch mit dazu. Praktisch sind auch Anhänger, Korb am Lenker oder Fahrradtaschen. Das hängt auch ein bisschen davon ab, wo du wohnst.

Rockyourglock
01.07.2012, 14:28
Hallo Papa B,

Schutzausrüstung für den ABC Fall hast du?

Wichtige Ersatz,- und Verschleißteile für´s Auto?



LG rockyourglock

Thomas H.
01.07.2012, 14:30
Hallo PapaB,
sehr unfangreiche Liste!
Neben den Dingen welche bereits genannt wurden, wie sieht es mit der Verrichtung der Notdurft aus? Habt Ihr genug Natur rings um oder gibts dafür ne andere Lösung?

PapaB
01.07.2012, 15:48
Tauschen? :-)
Denk dran bei Aspirin aufs MHD zu schauen- die werden echt eklig wenn abgelaufen- bin sonst nicht pingelig (´Schuldige, Ping :-) )aber bei Acetylsalizylsäure macht es Sinn.
Vielleicht fehlt Nähzeug und Ersatzknöpfe, oder die Prym Universalzange plus Ösen?

Liebe Grüsse
Luka
(grün vor Neid, hast du gut gemacht!!!)

Hallo Luka,

Aspirin gibts bei uns nicht. Ich habs nicht so mit Blutverdünnung. Und ich versuche schon entweder zu rollieren, oder aber eben das MHD halbwegs ein zu halten. Wobei unsere Medikamente trocken, (relativ) kühl und dunkel gelagert sind. Die Haltbarkeit vermutlich deutlich höher ist.
Hier mal ein Bild eines Teils der Medizin-Vorräte. Der Rest verteilt sich im Bad und der Küche...

8919

tecneeq
01.07.2012, 15:49
Wow, du bist ja ganz weit vorne mit deinen Vorbereitungen, Hut ab.

Du wohnst zur Miete, das wird dich in einem echten Wirtschaftszusammenbruch in den Hintern beißen. Wenn du deine Miete nicht mehr stemmen kannst wird deinem Vermieter auch das Geld ausgehen. Wo geht er dann hin? Zu dir. Er wird dich unter Druck setzen um seine Familie versorgen zu können. Je schlechter es ihm geht, des mehr Druck. Also, guck ob du irgendwo etwas kaufen kannst. Es muss nicht groß sein, es muss nicht schön sein. Du musst nicht mal drin wohnen. Es muss nur bezahlt sein.

PapaB
01.07.2012, 16:14
Hallo Litchfield,

verflixt... Lücke erwischt! Ersatzrad ja, Glühbirnen fürs Abblendlicht ja, aber sonst... :-/
Guter Hinweis!

Gleich mal auf meiner Liste notieren ;-)

Gruß,

PapaB

PS: Kakaopulver (das "richtige" und das für Milch) ist mehrfach vorhanden... auch Süssigkeiten in jedweder Form... habe ja Kinder und bin selbst noch fast eins (ja... auch mit fast 39 ;-))

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Hallo Melusine,

ja nun... diese Diskrepanz ärgert mich auch ein wenig, ABER... Wasser braucht leider viel Platz. Und ich rechnete ja mit einer "optimalen" Wasserversorgung von 4 Litern / Tag / Person... reduziere ich es auf 3 Liter wirds schon deutlich anders (zb. wenn wir aktiv die Saft-Vorräte und Milch mit rein rechnen..)
Anbei mal ein Foto unseres Wasservorrats (bitte das Bier linkerhand ignorieren ;-))

Wir trinken ehrlich gesagt kaum Mineralwasser, sondern unser (wirklich gutes) Leitungswasser. Derzeit stelle ich alles auf das Vittel um... zum einen, weil es sehr gut Stappelbar ist und zum anderen, weil es meist eine recht lange Haltbarkeit hat. Ist diese abgelaufen (also mehrere Monate), nimmt meine Frau das Wasser für die Pflanzen im Haus her (da gibt es SEHR viele).
Ich habe zwar keinen Goldesel, aber letztendlich ist mir das die Ausgabe fürs Wasser wert. Und im Krisenfall wird ja erst mal alles was ich an Behältnissen habe auch noch mit Wasser und Katadyn Micropur befüllt.

8920

- - - AKTUALISIERT - - -

Hallo Erdung,
Fahrräder sind vorhanden. Hab ja schliesslich Kinder ;-)

Aber... meines und das meiner Frau sind schon länger nicht mehr genutzt worden. Meines aufgrund meines dezenten Gewichts (*hust*) und meiner Frau ihres aufgrund ihrer Unlust ... sie läuft lieber (ja, versteh einer die Frauen ;-)).

Doch habe ich alles zu Hause um die Fahrräder fit zu machen und zu halten.

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Oh... fast vergessen... Nähzeug, sowie elektrische Nähmaschine ist vorhanden. Meine Frau hat ursprünglich Schneiderin gelernt.

ABER... ein weiter Punkt hier für meine Liste: Eine mechanische Nähmaschine!
So eine brauchen wir unbedingt noch! Muss ich die nächste Zeit wieder aktiver auf Trödelmärkten wuseln gehen.
Danke für den Hinweis ;-)

Hier mal unser Nähzeugvorrat... (zumindest das Zeug was ich adHoch finden konnte... ist ja die Domäne meiner Frau )
8921

tomduly
01.07.2012, 16:17
Hallo,



Du wohnst zur Miete, das wird dich in einem echten Wirtschaftszusammenbruch in den Hintern beißen. Wenn du deine Miete nicht mehr stemmen kannst...

guter Hinweis, gilt aber genauso für Kreditraten. Hab mal in einem Artikel zur finanziellen Vorsorgeplanung für den Fall der Arbeitslosigkeit des Hauptverdieners gelesen, dass man als Familie in der Lage sein sollte, die wichtigsten unvermeidbaren Zahlungsverpflichtungen ein Jahr lang auch ohne geregeltes Einkommen erfüllen zu können. Also v.a. die Miete oder die Kreditraten fürs "eigene" Haus über 12 Monate. Wären bei 1.000 Euro monatlicher Miete bzw. Zahlungsverpflichtung 12.000 Euro "gesicherte Geldreserve", bzw. Vermögenswerte, die man kurzfristig zu Geld machen bzw. als Zahlungsmittel verwenden kann. Zahlungsfähig ggü. Vermieter oder Bank zu bleiben, kann eine Menge Ärger ersparen und man bleibt besser un dlänger handlungsfähig. Wenn alles "den Bach runter geht" kann man die Zahlungen ja immer noch einstellen, dann schadet das flüssige Vermögen vermutlich auch nicht.
Soviel schnell verfügbares Barvermögen hat vermutlich kaum jemand, sollte man aber drüber nachdenken - im Rahmen der Vorsorgeplanung.

Grüsse

Tom

PapaB
01.07.2012, 16:22
Oh... ABC.. hatte ich vergessen.
Was ich habe sind die guten superresisstenten Bundeswehrponchos für die ganze Familie UND für jeden eine Gasmaske wie unten auf dem Bild zu sehen (Mit jeweils 2 Ersatzsätzen Filtern).
Auch habe ich Flüssignahrung zum Anschluss an die Masken (auch von der BW.. so eine Mischung aus Salzen und Traubenzucker schmeckt wie... naja.. BÄH ;-)).

8922

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Hmm... nun ja... das Thema ist auch noch nicht so reif. Toiletten sollten ja noch eine gewisse Zeit funktionieren.
Ansonsten überlegte ich, in einer abgelegenen Ecke unseres kleinen Gartens eine Latrine zu graben.

Auch habe ich noch die Anschaffung einer Camping-Toilette überlegt. Wobei hier dann doch massive Chemie zum Einsatz kommen würde.

Danke... hier muss ich nochmal nach grübeln! ;-)

- - - AKTUALISIERT - - -

Hallo Tecneeq,

mein Vermieter ist eine 85 Jährige Dame, welche eine Tochter hat, die wiederum keine Familie hat. Beide haben eigene Häuser.. von daher mache ich mir wenig Sorgen.
Das Thema Kauf oder Miete ist kein einfaches. Und ich denke da hatten wir auch schon in anderen Threads intensiv drüber diskutiert ;-)

Aber dennoch danke für den Hinweis!

tecneeq
01.07.2012, 16:34
Hab mal in einem Artikel zur finanziellen Vorsorgeplanung für den Fall der Arbeitslosigkeit des Hauptverdieners gelesen, [...]

Link?

melusine
01.07.2012, 16:58
Weil ich mir auch schon Gedanken zum Thema Toilette gemacht habe:

http://www.asmc.de/de/Camping/Zubehoer/Pflege/Hygiene/Toilette-Highlander-tragbar-p.html

Knapp 30,- € finde ich aber schon recht happig. Sollte man sich aus 'nem alten Camping-Klapphocker und 'ner Toilettenbrille auch selber basteln können. Vorteil gegenüber einer klassischen Campingtoilette ist, dass man keine Chemie braucht. Und solange das Teil nicht benötigt wird, lässt es sich extrem platzsparend zusammengeklappt aufbewahren.

lg

Wolfshund
01.07.2012, 17:23
Wie empfindlich ist dein Geigerzähler denn? Wo fängt die Skala ungefähr an?

tomduly
01.07.2012, 18:11
Link?

Hier ein paar Links zum Thema:

Baufi24: Haus und arbeitslos - was tun? (http://www.baufi24.de/baufinanzierung/news/haus-und-arbeitslos-2357.php) "Eine Reserve sollte mindestens ein halbes Jahr die Finanzierung sichern."

biallo.at: Vorsorge für den Krisenfall - Haben Sie einen finanziellen Notfallplan? (http://www.biallo.at/artikel/Geldanlage/vorsorge-krisenfall-finanziellen-notfallsplan.php) "Gibt es eine ausreichende finanzielle Reserve in Form etwa von täglich fälligem Geld, auf die sofort zugegriffen werden kann?"

Der Tagesspiegel: Immobilien - Damit nichts passiert, wenn was passiert: (http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/damit-nichts-passiert-wenn-was-passiert/832052.html) "Der Rat der Verbraucherschützerin: ...als Schutz vor Arbeitslosigkeit eine Reserve von drei Bruttogehältern anlegen, die nur im Notfall angerührt wird."

...den Artikel, der ein Jahr Notfallreserve empfiehlt, hab ich auf die Schnelle nicht gefunden, dafür die o.g. Texte - was z.B. bei drei Bruttogehältern in etwa auf das selbe rausläuft (mit dem Geldwert von drei Bruttogehältern sollte man durchaus 12 Monatsraten/-mieten abdecken können.


Grüsse

Tom

Wolfshund
01.07.2012, 18:32
Hallo,
als Atemschutzmaske solltest du dir etwas anderes zulegen.
Die Maske im Bild ist eine M10M und lässt sich nur mit den originalen Backenfiltern benutzen. Diese Backenfilter sind maximal bis zur Wende produziert worden und sind somit heute nicht mehr wirklich zu gebrauchen.

PapaB
01.07.2012, 18:43
Hallo,
als Atemschutzmaske solltest du dir etwas anderes zulegen.
Die Maske im Bild ist eine M10M und lässt sich nur mit den originalen Backenfiltern benutzen. Diese Backenfilter sind maximal bis zur Wende produziert worden und sind somit heute nicht mehr wirklich zu gebrauchen.

Hallo Wolfshund,

danke für den Hinweis. Verflixt... wieder ein offener Punkt auf der Liste ...

ABER.. zumindest die Filter waren noch Geruchsfest... -> Papa ordentlich auf Toilette, danach Tochter mit Maske rein UND sie hats überlebt! :grosses Lachen: Sie konnte keine Geruchsbelästigung fest stellen...

Wolfshund
01.07.2012, 18:53
Gegen Reizgas wird es auch noch taugen ;-) Aber alles was drüber geht ist zweifelhaft.

luka
01.07.2012, 18:59
Oh... ABC.. hatte ich vergessen.

mein Vermieter ist eine 85 Jährige Dame, welche eine Tochter hat, die wiederum keine Familie hat. Beide haben eigene Häuser.. von daher mache ich mir wenig Sorgen.
Das Thema Kauf oder Miete ist kein einfaches. Und ich denke da hatten wir auch schon in anderen Threads intensiv drüber diskutiert ;-)



Vielleicht kannst du ihr eine Leibrente anbieten (etwas höher als jetzt die Miete und bis zu ihrem Ableben) plus kostenlose Hausmeisterdienste/ Reparaturen an ihrem Haus in kleinerem Umfang, und am Ende gehört das Miethäuschen dann dir? Muss man natürlich beim Notar festhalten.

Naja, war nur so eine Idee, weil unsere ehemaligen Nachbarn das mit dem Bauernhof gegenüber so gemacht haben.

Liebe Grüsse
Luka

Thomas H.
01.07.2012, 19:01
Weil ich mir auch schon Gedanken zum Thema Toilette gemacht habe:

http://www.asmc.de/de/Camping/Zubehoer/Pflege/Hygiene/Toilette-Highlander-tragbar-p.html


lg
Sorry fürs off topic aber der muss sein.
So ähnliche kenn ich noch aus meiner BW Zeit, hatten den passenden Namen "Kack und Pack" (c;

ID 1631
01.07.2012, 22:15
Hallo PapaB,

ein Tipp zum Brandschutz:" hab mir ne ausgesonderte Kübelspritze der BW besorgt, recht günstig und bei bedarf auch mal mit regenwasser zu befüllen, klebt nicht klumpt nicht verliert kein druck,
vorteil gegenüber feuerlöscher , es kann auch mal was kleines gelöscht werden und keiner muss wegen des pulvers husten, die brühe trocknet und das leben geht weiter.

Grüssle Herrgedoens

Wolfshund
04.07.2012, 00:18
Die Frage ist, ob es auch die selbe Löschleistung wie ein Handfeuerlöscher hat. Es wäre schön wenn ein (erfahrener) Feuerwehrmann mal etwas zur Kübelspritze sagen kann.

PapaB
04.07.2012, 08:46
Die Frage ist, ob es auch die selbe Löschleistung wie ein Handfeuerlöscher hat. Es wäre schön wenn ein (erfahrener) Feuerwehrmann mal etwas zur Kübelspritze sagen kann.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich auch einen "ordentlichen" Feuerlöscher im Keller habe.
Dieser wird jährlich gewartet.

8941

Auch ist auf jedem Stockwerk an der Decke ein (wirklich lauter) Feuermelder installiert. Wenn Vorsorge, dann möglichst an jeder Ecke ;-)

benijay
04.07.2012, 09:51
Die Frage ist, ob es auch die selbe Löschleistung wie ein Handfeuerlöscher hat. Es wäre schön wenn ein (erfahrener) Feuerwehrmann mal etwas zur Kübelspritze sagen kann.

die Eimerspritze ist bei allen Feuerwehren (egal ob Berufs-, Betriebs- oder Freiwilligen-FW) vorhanden und wird auch eingesetzt. Vor allem bei kleineren Zimmerbränden oder Nachlöscharbeiten ein wunderbares Mittel->
-leichter als Schläuche ins Dachgeschoss zu schleppen,
-minimaler Aufwand verglichen mit dem Einsetzen eines ganzen Löschaufbaus mit Pumpe Hydrant usw,
-extrem simpel zu bedienen
-punktgenaue Löschleistung bei kleinem Wassereinsatz (verhindert somit auch Wasserschäden z.B. in Wohnungen)

Nachteil:
Wasser als Löschmittel ist bekanntlich bei Fett-, Elektrobränden usw nicht wirklich empfehlenswert,
Bei einem Totalausstieg der Wasserversorgung keine Ressourcen,
bereits bei mittelgrossen Bränden darf man getrost auf Eimerspritze und Feuerlöscher verzichten und die lustigen Männdlein mit den roten lauten Vehikel rufen

Die altbewährte Eimerspritze ist also ein sehr nützliches, zuverlässiges Löschmittel, welches aber nicht komplett allen Herausforderungen gewachsen ist
Hier ist XMV gefordert! (CH-Umgangssprache für "Xunder Menschen Verstand" =Gesunder Menschen Verstand)

mallibast
04.07.2012, 18:19
Hallo Papa B.

das ist ja eine Tolle Auflistung, neidisch bin...noch sehr weit entfernt davon bin :staun:
.Die Liste würde ich mir gerne kopieren um zu schauen was ich noch so erledigen muss :lachen:
Vielen Dank, Gruß Mallibast

Cephalotus
04.07.2012, 20:41
PS: Wenn ich mir das so ansehe und mir vorstelle, dass ein "normaler" Mensch dies liest... *schmunzel*... in dessen Augen muss ich doch total Irre sein, oder? ;-) Zum Glück macht meine Frau das alles mit!

Du betreibst eben ein Hobby. Dazu gehört in Deinem Fall, jedem Menge Ausrüstung und Kram anzuschaffen und Dir Systeme passend zu Szenarien auszudenken.

Die meisten "normalen Leute" würden argumentieren, dass sich 99% aller Krisen mit Geld lösen lassen und dass es genügt, hier einen Vorrat anzulegen.

Ich selbst betreibe so einen Mittelweg. Ein bisschen Survivalhobby im Sinne von Ausrüstungskram anschaffen und Szenarien ausdenken, aber meine Hauptsorge gilt den Finanzen.
Ich wohne mittlerweile mit meiner Freundin zusammen unjd meine "erste Linie" lautet, dass es von den Fixkosten statt mit 2 Jobs auch mit 1 Job noch gut(!) gehen muss (ALG mal nicht eingerechnet), die zweite Linie ist dann, dass man auch ohne Einkommen wenigstens 1 Jahr lang in der Lage sein sollte, wenigstens die Miete und den Strom zu bezahlen und etwas zu essen und danach muss noch genügend übrig sein, um irgendwo ein neues Leben anfangen zu können.

Das lässt sich durchaus auch mit dem Ausrüstungshobby vermengen. Ich würde auch meine Goldmünzen verkaufen und meinen Vorrat aufessen.

Wenn man sich die Finanzen so ansieht dann sind die größten Posten in den Haushalten meistens die Wohnung+Energie, Mobilität und Nahrungsmittel. Wenn man einen Plan hat, wie man diese Kosten in einer Krise in den Griff bekommt, dann braucht es auch keine unglaublichen Geldmengen für die 1 Jahres-Reserve (Zeitraum kann jeder wählen wie er lustig ist)

Wenn man aber einen Lebensstil hat, bei dem hohe Fixkosten auftreten, dann muss/müsste man entsprechend größer Geldpolster anlegen.

Mein Ratschlag wäre: Wenn schon Nahrung für 3 Monate herum liegt sollte man als nächstes die Priorität dahin legen, auch genug Geld verfügbarzu haben, um wenigstens die Fixkosten für 3 Monate decken zu können.

mfg

PS: Geld meint natürlich stets solches, an das ich schnell und ohne Probleme ran kommen kann, also das Bargeld unterm Kopfkissen, das Tagesgeld auf dem Girokonto und eingeschränkt die Goldmünzen und die Aktiendepots (letztere nur eingeschränkt, weil u.U. mit stark schrumpfendem Wert, wenn es mal drauf ankommen sollte)

PapaB
05.07.2012, 00:37
Hallo Cephalotus,

hier wird ein Punkt angesprochen, bei dem sich vermutlich die Geister scheiden werden.
Einerseits stimme ich Dir durchaus zu.
Und würde ich mich "nur" auf Katastrophen nach Art von Stromausfall, Fallout, Erdbeben, Seuche etc vorbereiten wäre es auch wirklich angebracht.

Aber... (ja, das musste jetzt kommen ^^) ... ich glaube nicht mehr daran, dass unser Finanzsystem noch eine lange Halbwertszeit haben wird.... nicht nur wegen der kleinen Eurokrise, sondern ganz generell...
(übrigens.. zur Eurokrise hier mal ein sehr gutes Interview auf dem Deutschlandfunkt mit dem Hans-Werner Sinn... er erklärt, dass allein die "kleinen" Problem-Eurostaaten derzeit beim Worst-Case schlappe 12 Billionen ... 12000 Milliarden Schulden hätten... welche eigentlich nie wieder zurück gezahlt werden können.. : http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1799697/ )

Was nützt mir ein (Bar-)Geldpolster, wenn dieses nichts mehr wert ist? Und die Geschichte zeigt, dass so was doch recht flott gehen kann. Siehe hier (Auszug aus dem Tagebuch eines Pastors von 1922/23) : http://www.kollektives-gedaechtnis.de/texte/weimar/ohe/inflation1923.htm

Das einzig Sinnvolle mag das Gold sein, welches noch irgendwo rum liegt, ABER... auch hier würde im Worst-Case vermutlich die Bewertung des selben nicht so einfach fallen (wieviel Gramm Gold kostet nochmal das Pund Brot bitte?)

Andererseits vermag ich nicht zu sagen, wie lange das Siechtum des Finanzsystems noch dauern mag. Und ein finanzielles Polster für den "persönlichen" Worst-Case zb. Arbeitslosigkeit oder Krankheit, etc. ist auf jeden Fall angebracht. Leider happert es bei mir hier ein wenig, da ich nun erst mal für das "technische" Polster Sorgen wollte.

So..... werte Moderatoren waltet eures Amtes ... ich bin ja gerade SO ins offtopic, dass es besser gar nicht geht, oder? ;-)

Gruß,

PapaB

ID 3334
05.07.2012, 09:00
Bezüglich deines Links von dem Pastor:

er erzählt von Bekannten, die für 50Millionen ein Haus bauen.
Etwa ein halbes jahr später steigen die Löhne derart, dass sein Kind von eionem Klassenkameraden eine Zirkuskarte im Wert von 10 Millionen Mark gescheknt bekommt.
Gleichzeitig können die Bekannten das Haus aber nicht mehr bezahlen, weil es zu teuer ist.

Für mich ist das irgendwie unlogisch, schließlich steigen ja die Preise derart, dass man auf einmal Milliarden im Monat verdient.
Warum wird das Haus dann teurer?

Ich hab irgendwo nen Denkfehler, kann ihn bitte jemand lösen?

Danke :lächeln:

tomduly
05.07.2012, 09:45
Hallo,

zum Vollständigkeits-Check der Vorbereitungen gehört durchaus auch ein Blick auf das Finanzielle, von daher finde ich das gar nicht mal soo OT.


...
Was nützt mir ein (Bar-)Geldpolster, wenn dieses nichts mehr wert ist? Und die Geschichte zeigt, dass so was doch recht flott gehen kann. Siehe hier (Auszug aus dem Tagebuch eines Pastors von 1922/23) : http://www.kollektives-gedaechtnis.de/texte/weimar/ohe/inflation1923.htm...

Ist immer wieder eindrücklich zu lesen. Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Dass es zu überstehen ist. Der Pastor beschreibt, wie die Leute trotz Hyperinflation auch mit Geld klar gekommen sind, nämlich in dem sie das Geld in ihren Händen "wie eine heisse Kartoffel" behandelt haben und es so schnell wie möglich in Sachwerte investiert haben. Gleichzeitig sind sie während der Hyperinflation in den Tauschhandel und den Verkauf eigener Produkte eingestiegen. Denn wenn ich z.B. "Kronsbeeren" gegen Kartoffeln verkaufen kann, spielt der nominale Wert der dabei verwendeten Währung eigentlich keine Rolle mehr. Die Menschen haben sich notgedrungen sehr clever angepasst.

Auf die Vorbereitungs-Checkliste sollte daher der Punkt "Notfall-Finanzen" unbedingt mit drauf. Wie schon von Cephalotus und an anderer Stelle auch von anderen erwähnt, sollte man (grundsätzlich) in der Lage sein, auch ohne reglmässiges Einkommen/Gehalt für längere Zeit über die Runden zu kommen und z.B. ein Jahr lang seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. D.h. unumgängliche Ausgaben pro Monat mal 12 sollte das Ziel für eine finanzielle "eiserne Reserve" sein.

Auf so eine Finanzreserve zu verzichten, nur weil sie in x Jahren (oder Monaten?) durch eine Hyperinflation komplett entwertet werden könnte, halte ich für leichtsinnig. Bevor dieser Fall eintritt, kann man berufsunfähig werden, arbeitslos, seine Wohnung durch eine Naturkatastrophe oder Brand verlieren (um dann feststellen zu müssen, dass man unterversichert war oder der Versicherer pleite geht oder einfach erst mal nicht zahlt) usw. Es gibt genügend Fälle, die einen noch vor der grossen Hyperinflation erwischen können.

Eine Vermögensreserve sollte vorhanden sein. Man muss sie natürlich ständig im Auge behalten und "pflegen". Z.B. in verschiedenen Geldarten/Währungen stückeln.
Warum nicht z.B. neben dem Euro noch 2.000 US-Dollar und 3.000 Schweizer Franken besitzen? Das Dollar-Reichsmark-Verhältnis bei dem Pastor aus der Inflation von 1923 ist schon reizvoll...
Dann ein wenig Edelmetall, wobei die Problematik vor allem bei banalen Alltagseinkäufen ja schon mehrfach angesprochen wurde. Komplett in Gold und/oder Silber zu gehen, halte ich für schwierig. Mit Spielgeld das man "über" hat, ja - also was man sonst in windige Tagesgeldkonten bei der Kaupthing oder RBS gesteckt hätte oder mit dem man auf Aktienkurse gewettet hätte.
Wenn es dann "losgehen" sollte, mit einem Währungs-/Finanzsystemzusammenbruch bei uns, dann wird das nicht über Nacht binnen Stunden passieren. Dazu sind inzwischen zuviele Finanzmarkt-Stützungssysteme a la SoFin/BaFin, EFSF/ESM, IMF/Weltbank, HeliBen/FED, EZB etc. etabliert worden, die am Tag X alles tun werden, damit es kein globaler Tag X wird, sondern eher ein Quartal X oder Jahr X. Das Leiden dürfte durch die Stützungssysteme regional unterschiedlich und der Zusammenbruch eher auf Raten über einen längeren Zeitraum erfolgen. Ist meine Meinung.
Und wenn es so "verzögert" kommt, hat man immer noch Zeit, Teile seiner Vermögensreserve umzuschichten und z.B. Euro-Beträge in Sachwerte umwandeln (aka einkaufen) und zwar in Sachen, die die Menschen auch in Krisenzeiten immer brauchen und bereit sind, dafür Geld auszugeben oder Waren einzutauschen. Das können haltbare Lebensmittel sein, Nutztiere, Baumaterial (frag mal einen beliebigen Bewohner auf dem Land im früheren Jugoslawien...), Werkzeuge, Schmuck, Parfüm, Alkohol. Von Zigaretten als Notwährung würde ich absehen: einmal hat das Rauchen nicht mehr den Stellenwert wie in den 40er/50er Jahren des letzten Jahrhunderts und zum andern schmecken womöglich jahrelang gelagerte Glimmstengel einfach fürchterlich (das kann ich sogar als 99,9%iger Nichtraucher bestätigen).

Langer Rede kurzer Sinn: Vermögens-Reserve gehört zur Vorbereitung dazu!

Mein Vorschlag, um auf die üblichen "grossen" S&P-Szenarien vorbereitet zu sein (inkl. Hyperinflation, Epidemien, Super-GAU, Naturkatastrophen, Krieg) - aber auch auf die aus globaler Perspektive eher kleinen persönlichen Szenarien (Renteneintritt, Scheidung, Hausbrand, Diebstahl/Überfall, Arbeitslosigkeit, Schulden, pleitegegangener Reiseveranstalter, ...):

1. Die monatlichen Zahlungsverpflichtungen ermitteln, um die man nicht herumkommt (wenn man Ärger vermeiden will): z.B. 1.200 Euro/Monat
2. Jeden Monat etwas Geld auf ein Sparbuch bei einer anderen Bank als der eigenen "Hausbank" überweisen: z.B. 50 Euro/Monat
3. Staatliche Förderungen zum Vermögensaufbau "mitnehmen". Z.B. Arbeitnehmer-Sparzulage und z.B. damit einen Bausparvertrag besparen, z.B. 100 Euro/Monat
4. Regelmässig etwas Edelmetall kaufen, gibts auch per Abo. Nicht als Spekulationsobjekt sehen, sondern als Teil der Reserve: z.B. 1..2 Silber-Unzen/Monat
5. Das Gehaltskonto/Girokonto "in Ordnung halten", also unbedingt Minus vermeiden. Gleichzeitig aber einen grosszügigen Disporahmen vereinbaren, z.B. 2.000 Euro
6. Mit dem Girokonto eine Kreditkarte verbinden, die weltweit akzeptiert wird (VISA/Master, nicht Barclay oder Amex), auch dort einen Disporahmen, z.B: 4.000 Euro
7. Regelmässig etwas für beständige Sachwerte ausgeben, dafür Billigkram nach und nach aussondern: z.B. Marken-Werkzeug kaufen, Baumark-Kram abstossen.
8. Neben den persönlichen Notvorräten noch einen Tauschwaren-Vorrat aufbauen (den man natürlich mit rotieren muss). Hochprozentige Schokolade, Kaffeebohnen, Hygieneartikel, ...
9. Notfall-Finanz-Strategie regelmässig hinterfragen, Gedankenspiele: "was wäre, wenn JETZT ..." und die Verteilung der Vermögenswerte ggf. anpassen.
10. "Bank-Holiday"-Vorsorge: Notfall-Geldbetrag-Depots jederzeit erreichbar anlegen: z.B. ein unauffälliger Umschlag mit 300 Euro, 300 US$ und 400 CHF zuhause, einen weiteren ggf. am Arbeitsplatz, einen dritten an einem "Fluchtpunkt" (z.B. Wohnsitz der Schwiegereltern in einem anderen Bundesland/Kanton) hinterlegen.

Man muss ja nicht sofort ein komplettes Jahresgehalt zur Seite legen, aber sich Ziele setzen und auf diese hin arbeiten. Mit den genannten 10 Punkten dürfte man eine ganze Menge finanzieller Problemfälle abdecken können.

"Money makes the world go around" - ist nach wie vor das Motto, auch wenn uns mehrheitlich das globale Finanzsystem anstinkt und der Charakter organisierter Kriminalität immer mehr zum Vorschein kommt. Aber das Thema Geld deshalb aus den Vorbereitungsplanungen auszuklammern, wäre ein Fehler.

Grüsse

Tom

Cephalotus
05.07.2012, 10:17
Was nützt mir ein (Bar-)Geldpolster, wenn dieses nichts mehr wert ist? Und die Geschichte zeigt, dass so was doch recht flott gehen kann...

Nein. Selbst in den krassesten Szenarien geht das nie "flott". Was hindert Dich daran, bei einer Hyperinflation Dein Bargeld gegegn Tauschmittel einzutauschen, die werthaltiger sind? Dann verlierst Du halt meinetwegen 10% des Wertes an einem Tag, was solls?

Die Auswirkungen von Finanzkrisen kann man z.B. in Griechenland sehen. Wenn Du ein krasseres Beispiel haben willst dann nimm Russland in den 90ern oder Simbabwe...

Bargeld zu haben ist in diesen Fällen immer nützlich. Je mehr desto besser. Blöd ist es, das Vermögen irgendwo für 5 Jahre festverzinslich angelegt zu haben oder ne Lebensversicherung, etc. Das ist dann eben weg.

Wenn Du Dir soviele Sorgen um den Euro machst, dann nimm halt noch Doller oder Franken oder Gold dazu.

Was nützen Dir die ganzen Vorräte, Waffen und Vorbereitungen, wenn Du aus Deiner Wohnung rausgeschmissen wirst, weil Du die Miete nicht zahlen kannst?

Klar, ich hab keine Kinder, da sieht man das sicherlich aus einer anderen Perpektive. Da ist dann ein Rucksack voller Besitz und reichlich Bargeld oftmals eine deutlich bessere Ausgangsposition für den Neustart als ein ganzes Haus voller Ausrüstung, die man vermutlich doch nicht benötigt. (außer dem Essen)

Sowas macht mir Sorgen und das möchte ich vermeiden:
http://www.rollingstone.com/culture/news/the-sharp-sudden-decline-of-americas-middle-class-20120622

mfg

tecneeq
05.07.2012, 11:31
Bezüglich deines Links von dem Pastor:

er erzählt von Bekannten, die für 50Millionen ein Haus bauen.
Etwa ein halbes jahr später steigen die Löhne derart, dass sein Kind von eionem Klassenkameraden eine Zirkuskarte im Wert von 10 Millionen Mark gescheknt bekommt.
Gleichzeitig können die Bekannten das Haus aber nicht mehr bezahlen, weil es zu teuer ist.

Für mich ist das irgendwie unlogisch, schließlich steigen ja die Preise derart, dass man auf einmal Milliarden im Monat verdient.
Warum wird das Haus dann teurer?

Ich hab irgendwo nen Denkfehler, kann ihn bitte jemand lösen?

Das Problem ist da wenn die Einkommen nicht so schnell steigen wie die Inflation. Wenn du von deinem Geld 1000 Brote im Monat kaufen kannst und dein Lohn und die Inflation (Teuerung) gleichmäßig steigen kannst du immer 1000 Brote kaufen.

Steigt aber die Inflation schneller als dein Einkommen (z.B. weil die Politik die Arbeitgeberseite bei Tarifverhandlungen ungewöhnlich stark bevorzugt) kannst du dir immer weniger Brot kaufen. Wenn also am Ende des Jahres alles 10 000 mal teurer wurde, dein Lohn aber nur um 1 000 mal mehr ist, kommt das einer 90% Lohnkürzung gleich. Andererseits bedeutet das aber auch das Schuldenberge abgetragen werden können.

Ein guter Einsteig in die Thematik sind die Wikipedia-Seiten zum Thema Inflation, Tarifsystem, Produktivität, Austerität und Ordoliberalismus.

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Blöd ist es, das Vermögen irgendwo für 5 Jahre festverzinslich angelegt zu haben oder ne Lebensversicherung, etc. Das ist dann eben weg.

Aber was auch weg (oder zumindest entwertet) ist, sind deine Schulden. Inflation bietet also auch Chancen, es hilft Disparitäten im Wirtschaftssystem wegzuschrumpfen (was der gute Survivalist als Wirtschaftsreset kennt). Wer eine Inflation vorhersagen kann wird sich vorher fette Kredite nehmen und davon Werthaltiges (Produktionsmittel, Boden) kaufen.

Wolfshund
05.07.2012, 14:47
Zu deinem alten polnischen Geigerzähler, ohne das Gerät genau zu kennen ist es vermutlich ein Atomschlag-Nahtreffer-Detektor. Das Militär stellte in der Zeit des kalten Krieges andere Anforderungen an seine Geigerzähler als wir Zivilisten das tun. Nach einem Atomwaffeneinsatz müsste man sich hauptsächlich mit Gammastrahlung herumschlagen. Die ist mit solchen Gerät schon mal grundsätzlich detektierbar und damit hilft das Gerät bei der Entscheidung, "Ich kann hier ne Weile bleiben" oder "Nix wie weg, hier ist's heiß".

Bei einem Kernkraftwerksunfall werden andere Isotope frei als bei einem Atomschlag und hier fängt's schon an richtig kompliziert zu werden. Die µSv, Rad oder Wasauchimmer-Skala auf dem Geigerzähler kann man ab da getrost vergessen. Das Problem lautet, Strahlung ist nicht gleich Strahlung, denn eigentlich geht es dabei um die Energiemenge des strahlenden Teilchens und die kann ein Geigerzähler dummerweise nicht messen. Also behilft man sich zur Anzeige einer Strahlendosis mit einer Annahme. Man nimmt an, dass es sich um eine bestimmte Strahlungsquelle mit definierter Energie handelt. Cäsium 137 oder Cobalt 60 beispielsweise. Ist das was man vor das Messrohr bekommt entsprechend dem Referenzisotop dann stimmt der Anzeigewert. Ist es etwas anderes dann kann man sich am hektischen Klicken des Gerätes erfreuen aber der Anzeige sollte man nicht mehr vertrauen aber auch hier gilt trotzdem grundsätzlich, wenn's hektisch klickt dann ist was faul und Vorsicht ist angesagt.

Das zweite Problem sind langlebige Alphastrahler (von den meisten Gegierzählern gar nicht detektierbar) und die Ingestion, also das Verschlucken oder Einatmen von strahlendem Material. In der Schule wird gelehrt Alpha-Strahler sind harmlos, sie durchdringen die Haut nicht und werden schon von einem Blatt Papier gestoppt. Großteils richtig aber ganz anders sieht's aus wenn man den Dreck einatmet oder verschluckt. Alpha Strahler dauerhaft bzw. langzeitig in der Lunge strahlen konstant vor sich hin und unser Körper ist leider auch so doof, dass er manche Isotope mit anderen wichtigen Körperbausteinen verwechselt und sie daher dauerhaft in Gewebe oder Knochen einlagert. Über die Auswirkungen solcher Vorgänge wissen wir auch heute noch zu wenig. Einziger Erkenntnisgewinn der letzten Jahre scheint zu sein, dass die Gefährlichkeit klar unterschätzt wurde.

Ich bin zwar Techniker aber kein Experte auf diesem Gebiet. Ich habe mich nur, ausgelöst durch Fukushima, eingehend mit der Materie auseinandergesetzt.

Also, Geigerzähler zu haben ist gut aber man sollte sich nicht zu quantitativen Bewertung des Angezeigten hinreißen lassen. Sobald man mehr als die übliche Hintergrundstrahlung angezeigt bekommt sollte man schon hellhörig werden.
Keinesfalls darf man diese Dinger dazu verwenden Lebensmittel auf Strahlung zu bewerten. Dafür sind sie aus mehreren Gründen absolut ungeeignet.

LG. Nudnik
Hallo,
sehr interessanter Beitrag von dir :Gut: Was ich aber nicht verstehe, dass auf die Anzeige keinen Verlass mehr sein soll. Auch Feuerwehren Benutzen Geiger-Müller-Detektoren, die auf irgendein Isotop kalibriert sind und man wird es immer mit unterschiedlichen Isotopen zu tun haben. Was bedeutet das sich diese nicht so sehr unterscheiden, das es ein einen riesigen Unterschied in der Messung gibt.
Auch bin ich der Meinung das einige der "Atomschlag-Nahtreffer-Detektoren" wie z.B. mein SV500 durchaus für Preparedness geeignet sind. Sie können zwar keine normale ODL messen, aber eine Kontamination ab ungefähr 5 μSv ist durchaus feststellbar und alles darüber hinausgehende ist wohl kaum relevant.
Mit den Alpha-Strahlen und Lebensmittel-Messungen hast du natürlich recht, das erfordert eben einen gebildeten Anwender.

Zeltengehen
05.07.2012, 15:40
....

Aber was auch weg (oder zumindest entwertet) ist, sind deine Schulden. Inflation bietet also auch Chancen, es hilft Disparitäten im Wirtschaftssystem wegzuschrumpfen (was der gute Survivalist als Wirtschaftsreset kennt). Wer eine Inflation vorhersagen kann wird sich vorher fette Kredite nehmen und davon Werthaltiges (Produktionsmittel, Boden) kaufen.

Hallo tecneep,

puh, das ist aber eine gewagte, beziehungsweise zu unklare Aussage. Für absolute Profis mag das so stimmen. Hat bei einigen in der deutschen Vergangeheit auch so geklappt, da hast Du schon recht. Aber die machen dann die Schulden auch erst kurz vor der Inflation und kaufen davon Werthaltiges beziehungsweise Betriebs- und Produktionsmittel, Rohstoffe, Grund und Boden etc. mit dem sie dann schnell Geld verdienen können. (Die Chinesen machen das ja gerade.)
Klar, der verschuldete Staat ist ein Gewinner bei Inflation.
Wer Konsumschulden hat, der wird in der Regel aber zu den Verlierern gehören!

Hallo PapaB,

sehr beeindruckend Deine Vorbereitung.
Was ich Dir noch empfehlen würde wäre ein Kohlenmonoxid = CO-Messer/Warner. Kosten nicht die Welt. Aber bei Kerzen, Petro, Notstromagregat etc. wären die 30 € meiner Meinung nach gut angelegt.

So long
Zeltengehen

Nebelbier
05.07.2012, 23:08
Hallo PapaB,

die Liste finde ich sehr umfassend, zumal ich mich mit dem Thema noch nicht so lange befasse.

Ein paar Ergänzungen hätte ich aber noch:

Zum Haltbarmachen der eigenen Erträge würde ich nicht ausschließlich auf eckgläser setzen, sondern auch Steinguttöpfe / -fässer mit Deckel sowie einen Krauthobel anschaffen. Diese eignen sich vor allem für Gemüse, heute finden sie meist nur noch Anwendung für Sauerkraut und Gurken, es kann aber fast jedes Gemüse eingelegt werden. Es wird etwas Salz benötigt, aber eben keine Energie zum Einkochen. Gesünder soll's übrigens auch sein.
Um eigenen Wein aus Beeren oder Obst herzustellen, wären ein Gärbollon sowie Glasflaschen hilfreich. Ansonsten können Weinflaschen als Vorrat als Tauschmittel in Krisen nicht verkehrt sein.
Für die Wasserversorgung eignet sich evtl. auch ein Brunnen mit entsprechender Pumpe?
Vittel-PET-Flaschen würde ich nicht lagern, da eignen sich Glasflaschen mit (Mineral-)Wasser wesentlich besser. Sie sollten möglichst dunkel gelagert sein.
Angelzeug kann auch hilfreich sein den Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten.
Zur Stromerzeugung könnte ein Kleinwindrad eingesetzt werden.
Navi, Kompass und Kartenmaterial habe ich in der Liste noch vermisst.
Gartengeräte sind sicherlich ausreichend vorhanden?

Viele Grüße vom Niederrhein,
Nebelbier

Cephalotus
05.07.2012, 23:43
- Ca. 50 Liter Petroleum.
- Ca. 20 Liter Spiritus
- Gas-Koffer-Kocher mit ca. 50 vollen Kartuschen
- Ca. 50 Liter Diesel auf Vorrat
- Ca. 40 Liter Super auf Vorrat

Das hatte ich noch ganz vergessen:

In Deutschland gibt es Grenzwerte, was man als Privatperson an brennbaren Stoffen lagern darf.

Zumindest im Falle das Falles kann das obige Dir ziemlichen Ärger einbringen. Sollte man zumindest bedenken.

mfg

Waldschrat
06.07.2012, 00:06
Das hatte ich noch ganz vergessen:

In Deutschland gibt es Grenzwerte, was man als Privatperson an brennbaren Stoffen lagern darf.


Insbesondere, wenn Deine Bude abbrennt und die Feuerversicherung meint, Dir Lagerung von Übermengen brennbarer Stoffe nachweisen zu können.

Versicherungen sind bekanntlich grenzlegale Organisationen, die bezüglich Beiträgen ein sehr einnehmendes Wesen haben, aber perfekt darin sind, Regulierung von Schäden zu verweigern.

Meines Wissens (Achtung; Ich bin ein juristischer Laie) sind 20l Benzin / Diesel versicherungstechnisch auf der sicheren Seite.

Viele Grüsse

Matthias

PapaB
06.07.2012, 04:16
Hallo PapaB,

die Liste finde ich sehr umfassend, zumal ich mich mit dem Thema noch nicht so lange befasse.

Ein paar Ergänzungen hätte ich aber noch:

Zum Haltbarmachen der eigenen Erträge würde ich nicht ausschließlich auf eckgläser setzen, sondern auch Steinguttöpfe / -fässer mit Deckel sowie einen Krauthobel anschaffen. Diese eignen sich vor allem für Gemüse, heute finden sie meist nur noch Anwendung für Sauerkraut und Gurken, es kann aber fast jedes Gemüse eingelegt werden. Es wird etwas Salz benötigt, aber eben keine Energie zum Einkochen. Gesünder soll's übrigens auch sein.
Um eigenen Wein aus Beeren oder Obst herzustellen, wären ein Gärbollon sowie Glasflaschen hilfreich. Ansonsten können Weinflaschen als Vorrat als Tauschmittel in Krisen nicht verkehrt sein.
Für die Wasserversorgung eignet sich evtl. auch ein Brunnen mit entsprechender Pumpe?
Vittel-PET-Flaschen würde ich nicht lagern, da eignen sich Glasflaschen mit (Mineral-)Wasser wesentlich besser. Sie sollten möglichst dunkel gelagert sein.
Angelzeug kann auch hilfreich sein den Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten.
Zur Stromerzeugung könnte ein Kleinwindrad eingesetzt werden.
Navi, Kompass und Kartenmaterial habe ich in der Liste noch vermisst.
Gartengeräte sind sicherlich ausreichend vorhanden?

Viele Grüße vom Niederrhein,
Nebelbier

Hallo Nebelbier,

gute Punkte!
Gärballons habe ich drei schöne Große (hatte schon vor längerem mal Fotos von gemacht hier im Forum ^^). Natürlich bei der Aufzählung vergessen. Steinguttöpfe habe ich leider (noch) keine großartigen. Der Rumtopf zählt hier nicht dazu, oder? ;-) Aber... wieder ein Punkt auf meiner Liste mehr... danke!

Navi, Kompass und Karten sind vorhanden. Leider bei meiner Aufzählung vergessen....

Mit dem Thema Wasserlagerung hatte ich mich schon auseinander gesetzt... und wie gesagt... die Vittel-Flaschen sind dunkel gelagert (keller) und wenn deren Haltbarkeit vorbei ist, werden sie ausgetauscht... bei mir zählte hier einfach der Platz (4 Kästen zu je 12 Flaschen x 0,7 Liter brauchen soviel Platz wie 8x6x2 Liter Vittel-Flaschen. Sprich, 33,6 Liter gegen 96 Liter... )

Jap... Gartengeräte sind vorhanden... aber... auch hier gibts noch definitiv Optimierungsmöglichkeiten ^^

Wolfshund
07.07.2012, 14:10
Also Feuerwehren benutzen (meistens) als DL-Messgerät das: http://www.graetz.com/dl_ger.htm#X5Cplus und als Dosimeter dieses hier http://www.graetz.com/dosis_ger.htm#ED150 .
So ein "Szintillationsspektrometer" ist wahrscheinlich nur im ABC-Erkundungskraftwagen vorhanden und entsprechend wenig mobil, oder?
Ich glaube dir ja, aber es ist doch komisch das sich dann die Feuerwehr und der Bevölkerungsschutz auf diese Messwerte verlassen.


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