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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasser - der Feind jeder Ausrüstung



Frequenzkatastrophe
03.10.2013, 23:03
Auf Grund einiger unangenehmer Erfahrungen meinerseits und dem Erlebnisberichtes eines Freundes der 10 Tage im Kanu unterwegs war möchte ich jetzt Nägel mit Köpfen machen und mein Zeug wasserdicht bekommen.
Ich meine nicht vor Regen schützen oder spritzwasser-geschützte Materialien ich meine 100%ig wasserdicht.
Der Plan ist irgendwann so weit zu sein, dass der Fluchtrucksack komplett in Wasser eintauchen kann und alles danach weiterhin problemlos nutzbar ist. Es geht mir also hauptsächlich um mobile (tragbare) Ausrüstung, daher spielt auch das Gewicht natürlich eine Rolle. Ich sammle mal meine bisherigen Gedanken und bin auf Eure Anregungen gespannt.

-primär wasserdichte-/unempfindliche Ausrüstung: immer eine gute Idee, ein Tarp, eine Feldflasche etc. stört Wasser nicht, bei Elektrogeräten ist es natürlich sinnig immer die wasserdichte Variante zu kaufen, wenn ich die Möglichkeit habe kaufe ich immer wasserdicht. Leider gibt es von einigen Dingen keine (bezahlbare) 100%ig wasserdichte Variante Bsp. Geigerzähler.

-Boxen: Wasserdichte Boxen haben den Vorteil, dass sie den Inhalt auch vor Schlägen schützen. Nachteil ist in meinen Augen, dass man im Packmaß immer eingeschränkt ist, entweder die Box ist zu groß und der Inhalt klappert oder sie ist zu klein und man bekommt seinen Kram nicht rein. Weiterer Nachteil ist eventuell das Gewicht und das die Teile unangenehm sind wenn man sie am Mann trägt. Des weiteren gibt es große Qualitätsunterschiede (Dichtigkeit, Stabilität) und auch die Preisspanne ist enorm.

-Plastikbeutel: Normale Müll-/Frischhaltebeutel sind in meinen Augen völlig ungeeignet, zu dünnwandig, spätestens bei 3. öffnen hat man doch einen Riss/ein Loch drin, schützt bestenfalls vor Regen.
ZipLock/ZipLine-Beutel, Gleitverschlussbeutel... suboptimal, hab ich lange verwendet, in meinen Augen der optimale Regenschutz, sehr günstig, super um Kram zu organisieren aber nicht 100%ig wasserdicht, insbes. nach mehrmaliger Benutzung oder denn die Teile sehr voll sind.
professionelle dickwandige ZipLock Beutel ALokSak, Ortlieb und wie sie alle heißen, ihr wisst bestimmt was ich meine, erscheint mir zZt. neben primär wasserdichtem Material die beste/leichteste Lösung, habe einige geordert, werde berichten...

-verkleben als Möglichkeit Dinge abzudichten, sei es per Ducttape, Heißkleber... in meine Augen auch suboptimal, entweder die Benutzbarkeit leidet und/oder man bekommt es doch nicht 100%ig dicht, außerdem häufig Einweglösungen wie das vakumieren.

-vakumieren / einschweißen: sicherlich der Goldstandard wenn es darum geht Dinge wasserdicht zu bekommen, ich benutze dieses System auch sehr gerne zumal man viel Platz spart. Großer Nachteil ist halt ein One-Way-Ticket, einmal ausgepackt war es das mit wasserdicht. Ich nehm es gerne um Batterien/Verbandmaterial/Essen/Klopapier zu verschweißen also für Einmalartikel.

-Schraubverschluss Dosen: in meinen Augen eine günstige und gute Alternative, wir essen gerne Erdnussbutter, daher sind die Plastik-Schraubverschluss-Dosen die dabei anfallen ein häufig genutzter Ausrüstungsgegenstand geworden. Nachteil, ist halt nichts für die Hosen-/Jackentaschen

-pseodo wasserdichte Taschen/Gegenstände: also Dinge die danach aussehen wasserdicht zu sein oder sogar mal dafür gedacht waren aber auf Grund des Funktionsprinzips nie 100%ig wasserdicht sind. Meine beiden Lieblingsbeispiele sind die ABC-Schutzmaskentasche und das Kochgeschirr der deutschen Bundeswehr, beide super gegen Regen aber nicht wirklich wasserdicht (untertauchen).

-wirklich wasserdichte Taschen/Rucksäcke: die Sachen die ich "kenne" sind häufig aus dem militärischen Bereich und für Kampfschwimmer-/taucher gedacht, sie sind meistens extrem teuer (hunderte €) und bieten meist null Tragekomfort oder Möglichkeiten Sachen zu sortieren/organisieren. Wenn jemand da was gutes kennt lasse ich mich gern eines besseren belehren.

-wasserdichte Packsäcke/Schlafsackhüllen: damit habe ich mich noch nicht groß beschäftigt aber es steht auf meiner Liste, in jedem Fall sinnig und hier wäre ich sehr dankbar um wirklich untertauchbare Lösungen, Regenschutz können die fast alle aber ich kann bisher nur von dem Event Schutzsack von Tasmanian Tiger auf Grund des Tests eines guten Freundes (Test 1 s.u.) sagen, dass er wirklich wasserdicht ist.

Ich habe 2 "Standardtest" für Ausrüstungsgegenstände etabliert:
1. Ich nehme meinen Kram mit in die Dusche und bewege/belaste die Verpackung dabei.
2. Ich versenke den Kram in einem Eimer, i.d.R. über Nacht, meistens beschwert. So kann man auch gut die Schwimmfähigkeit überprüfen.


Ich hab bestimmt einiges vergessen oder denke zu kompliziert/einfach, es bleiben Fragen über Fragen:
Welche Erfahrungen habt ihr mit Boxen gemacht, welche taugen was?
Wie schützt ihr eure (elektrische) Ausrüstung und habt dennoch gute Zugriff Benutzbarkeit?

Anbei noch 2-3 Bilder meiner Favoriten oder Hassgegenstände:
Schraubverschlussdose Typ Erdnussbutter Aldi Süd, wasserdichte Box der US Army (ursprünglich für Dekonterminationstücher) die ich als Batteriebox nutze 11x7,5x5cm, die berüchtigte ABC Schutzmaskentasche...

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Simka
03.10.2013, 23:53
Hi Frequenzkatastrophe,


in unseren handelsueblichen Rucksaecken kommt als erstes ein Plastikleiner rein (kann man im Outdoorladen kaufen). Die sind robuster als normale Plastikbeutel und haben in der Regel auch noch erste Hilfe drauf abgedruckt. Meistens sind die Beutel hoeher als der Rucksack, aber bitte nicht abschneiden, man kann sie auch als Not-Bievak benutzen. Du musst eben nur oben mit Ducktape das ganze wasserdicht zukleben. Machen wir nicht, einfach umknicken reicht fuer Regen, oder wenn man kurzfristig ins Wasser faellt.


Den Test, ob es laenger unter Wasser haelt, haben wir nicht gemacht.
Und ja, die Regenhuellen der Rucksaecke halten nicht wirklich die Feuchtigkeit ab, die geht ueber die Schulterriemen in den Rucksack.


Altenative sind die wasserfesten Dry sacs, hier ein Beispiel http://www.kathmandu.co.nz/packs-and-bags/accessories/dry-sac-ultra-light-25l-orange.html, wir haben einen, sollte ich mal in der Badewanne testen, ob der auch absolut wasserfest ist.



LG Simka

Waldschrat
04.10.2013, 00:45
Hallo Frequenzkatastrophe

Wandern: Der Inhalt des Rucksacks steckt in gewöhnlichen Müllsäcken.

Kanufahren: Ausrüstung und Vorräte stecken in PE-Fässern

Segeln: Das Wohlergehen von Schiff, Besatzung und Vorrat ist der Fähigkeit von Schiffsführer und Besatzung anheim gestellt :devil: Wobei hier der Fisch vom Kopf anfängt zu stinken. Wenn ich auf meiner Yacht eine unfähige Besatzung habe, dann bin ich selber schuld. Habe ich einen Ausbildungstörn gefahren, bevor es auf See ging? Beherrsche ich selber die Semannschaft? Von Astronaviation über Rudergehen und Segelarbeit in schwerer See bis - was man zur Hebung der Moral an Bord definitiv nicht unterschätzen sollte - Kombüsendienst. Kann ich das anderen Leuten beibringen???

Meint

Matthias

Der jetzt einige Stories über achtköpfige (kopflose) Männercrews als Schrecken der Weltmeere erzählen könnte und der deshalb inzwischen nur noch mit seiner Frau Segeln geht, wo statt lautstark über Deck gebrüllter und nur halb verstandener Kommandos ein Blick sagt "Klar zur Halse" und die Erwiderung des Blicks sagt "Ist klar!" und das Manöver selbst bei Windstärke acht problemlos läuft.

Sidge
04.10.2013, 01:45
Beim Wandern, bzw in meinem BoB greif ich auf wasserdichte Packsäcke von Sea to Summit (http://www.seatosummit.com.au/products-page/storage-bags/ultrasil-dry-sacks/) zurück. Sind sehr leicht und absolut wasserdicht, allerdings auch nicht unbedingt super robust.
Oft greif ich aber auch einfach auf nen stabileren Müllsack zurück.

Beim Wildwasser Kajak fahren geht nichts über eine Peli-Box (http://www.peli.com/de/cases/bruchfeste-peli-cases-1120.html). Ich hab zeitweise als Rafting/Canyoning Guide gearbeitet und wir haben mal Spaßeshalber eine Peli-Box nen Canyon runter schwimmen lassen (mit 12m Wasserfall und sehr sehr harten Steinkontakten) der Inhalt hat alles unbeschadet und trocken überstanden. Seither schwör ich auf die Teile wenn es darum geht etwas sicher, stoßfest und trocken zu verpacken. Allerdings würde ich die nicht schleppen wollen, weil leicht sind sie nicht unbedingt.

Papa Bär
04.10.2013, 05:23
Ich benutze Vakuum-Ziplockbeutel.
Besonders ideal für Klamotten. Denn erstens wird damit auch noch mal das Packmass reduziert, und zweitens sind sie wasserdicht.
Die Folien sind auch relativ dick, reissen also auch nicht so leicht...
Ich mache am Wochenende mal ein paar Tests und Bilder und stelle sie dann in meinem Equipment-Thread ein.

Gresli
04.10.2013, 10:16
Hallo,


Packsäcke von Sea to Summit (http://www.seatosummit.com.au/products-page/storage-bags/ultrasil-dry-sacks/) Sind sehr leicht und absolut wasserdicht, allerdings auch nicht unbedingt super robust.

eine Peli-Box (http://www.peli.com/de/cases/bruchfeste-peli-cases-1120.html)..
Ich kann mich Sidge nur anschliessen, habe jedoch diese Packsäcke von Sea to Summit (http://www.seatosummit.com.au/products-page/dry-bags/big-river-dry-bags/), glaube sind etwas robuster.

Für Geld, Ausweise etc. von Ortlieb Dokumentenbeute (http://www.ortlieb.com/_prod.php?lang=de&produkt=documentbag)l (passt auch noch in die Seitentasche der Hose).

Von Ortlieb habe ich noch Wassersack 10L (http://www.ortlieb.com/_prod.php?lang=de&produkt=watersack)als "Vakuumsack". Durch die Ausgussverschraubung lässt sich die Luft aus dem Sack drücken. Und im längeren Camp dient er als stationärer Wassersack (ansonsten ist mir 10 L zu gross).

Auf alle Fälle immer Rollverschluss "System Ortlieb", mit allem anderem (Ziplock, wasserdichtem Reissverschluss) habe schlechte Erfahrungen gemacht (nur Spritzwasserfest).

Für Elektronik und empfindliche Sachen (Brille, Handy usw.) habe ich eine kleine Peli-Box.


Grüsse, Gresli

wiki
04.10.2013, 10:50
Ortlieb Säcke und Taschen waren bei mir und bei einen Kollegen beim Kanufahren nicht dicht!
Dabei ist keiner von uns gekentert, sondern jeder durch WW3 gefahren.

Seither verwende ich im Boot nur noch wasserdichte Tonnen, die geben im Camp dann auch noch einen prima "Hocker" und "Tisch" ab.

Im Rucksack verwende ich seit Jahren schon wasserdichte Säcke.
Oberstes Gebot:
Der Schlafsack muß (!!!) trocken bleiben!
Alle weiteren Dinge sind vor allem wegen der Ordnung in wasserdichte Säcke verpackt und mit kleinen Schildchen beschriftet.
So hab ich alles in verschiedene Gruppen eingeteilt:
Kleidung, Nahrung, Schlafen, Küche, Technik,...

Ich habs noch nie ausprobiert, aber im Rucksack sollte somit alles dicht bleiben, vor allem wenns einen mit dem Rucksack in den Fluß haut.
Ich hoffe daß der Rucksack selbst den Wasserdruck aufnimmt und die Säcke dann dicht bleiben.
Im Boot konnte die Wasserwucht direkt angreifen, vielleicht ist deshalb alles undicht gewesen.

Opa
04.10.2013, 12:49
Hi, Wasserdichtes oder Wasserresistentes Zeugs ist meist teurer oder schwerer, deshalb dem Szenario angepasst ausrüsten: Wasserdichter Foto + Mini-Weithalstonne in der Wasserhöhle, Ortliebbeutel beim Kanu oder beim Motorradfahren, beim Wandern gibt's nur wasserdichte Schutzhüllen, z.B. Mantel oder Poncho. Der Rucksack ist zumindest regendicht. Mehr ist nicht nur nicht notwendig sondern sogar lästig. Wer hockt mit Neoprenanzug aufs Motorrad? Genau. Nick

Gresli
04.10.2013, 13:23
Ortlieb Säcke und Taschen waren bei mir und bei einen Kollegen beim Kanufahren nicht dicht!

Das erstaunt mich, ich verwende oben genannten Wassersack von Ortlieb sogar als Schwimmsack im Fluss (Aare).

TheHamster
04.10.2013, 15:14
Also meine allseits beliebte Kombi ist der Trooper als ohnehin recht robuster Rucksack mit Regenhülle drüber. Zur Not noch nen Poncho drüber und innen sind die Klamotten in Ziplockbeutel eingepackt. Ganz wichtiges wie Dokumente und Handy sind dann noch mal in Blutprobentransporttüten eingepackt. Wer die kennt weiß wie dicht und fest die Dinger sind...

Frequenzkatastrophe
04.10.2013, 16:11
Um Regen mache ich mir wie ich eingangs schrieb wenig Gedanken, mir geht es halt darum mein Zeug absolut waterproof zu bekommen...

Ich hab in meiner obrigen Auflistung noch eine Methode vergessen, die ich gerne nutze.
Die Röhrchen von Brausetabletten sind erstaunlich dicht und haben oft im Deckel noch ein Trocknungsmittel eingebracht was sie hervorragend zur billigen Aufbewahrungsmöglichkeit für Zunder, Chemikalien, Aktivkohle, Gewürzen etc. macht, als Nachteil sehe ich höchstens die Form, rund ist suboptimal für vieles das kein Schüttgut ist, die Länge lässt sich übrigens mittels Eisensäge oder scharfem Cutter-Messer gut anpassen.

Was mir auch noch fehlt wäre eine wasserdichte Batteriebox für 4xAA und eine für 4xAAA, hat da jemand eigene Erfahrungen zu?

Bärti
04.10.2013, 16:15
Für den Fluchtrucksack Plastikdosen mit Clip-Verschluß an den Seiten und Dichtung im Deckel. Gibt es z. B. von Emsa:

http://www.emsa.com/deutsch/produkte/haushalt/frische-garantieren/frischhalteserien/clip-close/clip-close-seite-1/

Einen Nachbau davon gab es mal bei Aldi, wichtig ist halt die Dichtung im Deckel. Habe die Dinger mal in die volle Wanne getaucht und 1 h beschwert, damit sie unter Wasser bleiben. Ergebnis: alles trocken drin, noch nicht mal kleine Wassertropfen. Bin von dem Zeug begeistert, muss aber 4 Clips (an jeder Seite einen) haben um wirklich dicht zu sein. Hab mir dann sofort mehrere in verschiedenen Größen geholt, passend zu den Außentaschen des Rucksacks. Dann die Gegenstände drin verstaut und die Dosen farblich markiert von der Innenseite des Deckels. Rot und Grün. Grund hierfür war: sollte ich mal für bessere Bewegung Last abwerfen müssen sind die "grünen" Dosen eher dem Luxus zuzuordnen und können weggeworfen oder versteckt werden. Rot heißt: immer am Mann behalten, wichtig. Dann muß ich mir in Notsituationen keinen Kopf machen wie ich reagiere. Ferner noch auf dem Deckel grobe Inhaltsbeschreibung. Mit den Dingern hätte ich auch kein Problem einen Fluss zu überqueren.....

Frequenzkatastrophe
04.10.2013, 16:37
Den Aldi-Nachbau hab ich 1x hier, die Verschlüsse tun es nicht mehr, nehm das Teil immer zum marinieren - aber die Grundidee gefällt mir, danke für den Tip!

Papa Bär
04.10.2013, 17:02
Ich habe mir Dienstag Batterieboxen bestellt, mal sehen, ob sie wasserdicht sind. Ich gebe dann hier Bescheid...sind allerdings für 8 Batterien.

occam
04.10.2013, 17:11
Ich halte es so, daß ich 3 AA-Batterien in eine Filmdose gebe und den Deckel zusätzlich mit Tape abklebe.
:lächeln:

Cephalotus
05.10.2013, 10:07
Ich habe als (Flucht)-Rucksack einen Crux AK57. Der ist nicht völlig wasserdicht, hat aber sehr wenige Nähte und die sind von innen verklebt und einen einzigen (wasserabweisenden) Reissverschluss.

Den Rest hab ich entweder in wasserdichten Packbeuteln verpackt (von sea to summit gibt es welche aus hauchdünnem Silnylon, so richtig traue ich denen noch nicht, aber bisher sind die alle dicht geblieben) oder ein nahezu wasserdichten Packbeuteln mit eVent Membran von sea to summit oder Tatonka (letztere gabs mal preiswert auf ebay, die normalen Preise sind leider extrem teuer), damit kann man aus dem verschlossenen Beutel langsam die Luft heraus pressen und eine gewisse "Atemfähigkeit" bleibt erhalten. Ich finde das z.B. bei Schlafsäcken, Innenzelt und Kleidung ganz gut.

Der Vorteil von Silnylon Packsäcken ist, dass das Material sehr "glitschig" ist und man die Packsäcke so gut hinein stopfen bzw. heraus ziehen kann.

Dann hab ich noch eine recht stabile wasserdichte 1,9l Plastikbox für Elektronik und "Werkzeug" und meinen Hygienekram hab ich in einem schnöden Ziplockbeutel im Innenfach des Rucksackdeckels.

https://www.globetrotter.de/shop/locklock-universalbox-114632/

Was nicht in solchen Beuteln / Behältern ist darf zur Not auch nass und/oder schlammig werden.

Wasser ist das eine, dreckiges Wasser das andere.

Ich würde nicht zögern, meinen Rucksack in den nächstbesten Fluss zu werfen, wenn das sein müsste.

Beim Fahrrad fahren ist es einfach, da verwende ich die Ortlieb Packtaschen. Im Gegensatz zu den Erfahrungen eines anderen Nutzers halte ich die Ortlieb Verschlüsse für 100pro wasserdicht, wenn man sie richtig verschließt....

Mit Ausnahme von Essen halte ich garnix davon, Ausrüstung zu vakuumisieren, verschweißen, verkleben, etc... Wenn ich etwas auspacken muss ichs auch wieder (wasserdicht) verpacken können und unterwegs tut man sich eh schon härter, seinen Kram so gut zu packe wie daheim, da muss ich mich nicht noch mit Dingen herum schlagen, die dann plötzlich das doppelte Volumen brauchen.

Ach ja und nicht vergessen noch einen extra Wäschebeutel für die stinkende, dreckige und ggf feuchte Schmutzwäsche mitzunehmen. Evtl noch einen Beutel für frisch gewaschene Wäsche, die noch nicht ganz trocken ist.

Auch beim Zelt kann es von Vorteil sein, wenn man die Komponente einzeln verpacken kann, also nasses Außenzelt in einen Beutel, die dreckige Unterlegplane in einen anderen (oder außen an den Rucksack), das hoffentlich saubere und trockene Innenzelt wieder in einen anderen...

Auch hier aufpassen: Feuchte Zelte können schimmeln.

Feuchte Wäsche sollte man nicht allzulange luftdicht aufbewahren.

mfg

Waldschrat
05.10.2013, 15:42
Beim Wildwasser Kajak fahren geht nichts über eine Peli-Box (http://www.peli.com/de/cases/bruchfeste-peli-cases-1120.html). ....Allerdings würde ich die nicht schleppen wollen,

Hallo Sidge,

Du sprichst hier sowohl die Vorteile als die Nachteile an. Peliboxen sind an Robustheit und Dichtheit kaum zu toppen. Das geht soweit, dass sie ein Druckausgleichselement brauchen, weil man sie - auf 4.000m Höhe geschlossen - sonst auf Meereshöhe nicht mehr aufbringen würde. Ansonsten bleischwer und unhandlich. Ich habe Peliboxen für hochwertiges technisches Gerät, zum Kanufahren tut es ein simples PE-Fässchen für ein paar Euro.

Peliboxen sind übrigens richtig sündteuer, so teuer, dass da bei mir z.B. ein Sextant für 1.500 € reinkommt, aber definitiv nicht die Wechselklamotten, das Handtuch und die Brotzeit beim Kanufahren.

meint

Matthias

Frequenzkatastrophe
06.10.2013, 01:22
Bin gerade nebenbei, bei der Durchsicht von Kai Sackmanns Videos bei YT auf einen interessanten Daypack gestoßen, rollbarer Verschluss, ordentliche Größe als Daypack, schönes Design, Preis ist akzeptabel, was mir gut gefällt ist, dass das Teil Außentaschen aus Netz hat. Nicht ganz das was ich suche aber eine interessante Erweiterung zu diesem Thema.

Preise: 15l=85€, 25l=90€, 35l=95€

Hier der Rucksack:http://www.aquapac.de/Produkte/Pack-und-Rucksaecke/-oxid.html

Hier das kurze Video: http://www.youtube.com/watch?v=FDp7ykMlx5E


Ich bleib dran, werde Euch berichten und hoffe auf Input Eurerseits.

Sidge
06.10.2013, 03:28
zum Kanufahren tut es ein simples PE-Fässchen für ein paar Euro.

Ich sprach auch vom Wildwasser Kajak fahren, und da ist es nicht ohne weiteres möglich eine Tonne mitzunehmen, auch gelten ganz andere Anforderungen ans Material.
Ich hab die Erfahrung machen dürfen das diese Tonnen, leider nicht 100% wasserdicht sind. Bei Steinkontakt und Wasserdruck kommen sie schnell mal an ihre Grenzen, mir sind sie da nicht zuverlässig genug.
Für ne Brotzeit und paar Wechselklamotten beim Tourenpaddeln, sind sie aber mehr als ausreichend.

Bei den großen Peli-Boxen hast du sicher Recht, was den Preis angeht. Allerdings find ich 35€ für ne kleine (1120er) nen ganz gutes Pres/Leistungsverhältnis.
Es muss ja auch im Normalfall nicht allzu viel 100% wasserdicht verpackt werden.

EDIT:
Mir ist gerade noch eingefallen, das man nicht die ganz kleinen Peli Boxen kaufen sollte. Alle kleiner als die 1120er Serie, werden aus einem anderen Material hergestellt, welches leider etwas Stoß anfällig ist.

Cephalotus
07.10.2013, 22:30
Ergänzung zu meinem obigen Beitrag.

hab einen der tatonka event Packsäcke getestet durch stundenlanges Untertauchen in einem Wassereimer, komprimieren und wieder aufblasen lassen (die event mebran kann ja "atmen", man sieht schön Unterwasser die Luftblasen sprudeln).

Fazit: Die membran scheint dicht zu sein, der Rollverschluss ist es nicht, zumindest unter meinen Testbedingungen, also auch mit Druckunterschieden. Vielleicht muss man ihn sorgfältiger verschließen, ich hab's halt ganz normal gemacht.

Frequenzkatastrophe
04.01.2015, 17:01
Ich krame diesen alten Faden nochmal raus um so ein wenig von meinem Umgang mit dem Thema zu berichten und die Erfahrungen zu teilen, die ich in den letzten 12-18 Monaten gesammelt habe zu teilen.

Unser Bobs sind nun größtenteils wasserdicht, das wir wie Folgt realisiert:

Größere Dinge wie zB die Schlafsäcke sind in leichten Ortlieb Packsäcken untergebracht, diese sind nachdem man den Verschluss 4-5 mal rollt bei meinen Test immer 100%ig dicht gewesen.

Kleinkram vor allem Karten, Unterwäsche, Pflaster/Kompressen sind in stabilen LokSac Gleitverschlusstaschen untergebracht, diese sind bei mir auch nach 50-100x öffnen/schließen und häufigem umpacken trotz äußerer Abnutzungserscheinungen immer noch dicht.

Schwierig wird es bei Kleinmaterial, auf welches man schnell Zugriff haben will. Das Paradebeispiel sind die Erst Hilfe Sets, da nutzen wir EH-Taschen mit Schlaufen. Das Material ist schön geordnet, man findet alles schnell aber es ist nicht Wasserdicht. Dies habe ich gelöst in dem alles in den Taschen primär Wasserdicht ist. Also Wasserdichte Verbandpäckchen, Pflaster in Gleitverschlusstüten, Nitrilhandschuhe paarweise/Nahtmaterial eingeschweißt usw. Wenn diese Taschen ins Wasser fallen würden wären die Taschen naß aber der Inhalt weiterhin benutzbar.

Poncho und primär wasserdichte Gegenstände zB Taschenlampe, Knicklichter, Messer sind unverpackt.

Regenschutzhüllen verwenden wir nicht ggf. würden wir bei starkem Regen eh Ponchos tragen.


Dieses Konzept verwende ich auch bei Tagestouren und es hat auch schon Starkregen gesehen, bisher mit sehr gutem Erfolg.

Boxer
05.01.2015, 10:50
Hallo zusammen,

aus meiner Zeit als Raucher kenne und besitze ich noch Reisehumidore.

z.B.: https://www.xikar.com/products/containers/travel-humidors/

Auf die schnelle habe ich nur diesen Link gefunden. Es gibt mit Sicherheit noch andere Hersteller.

Die Boxen sind super robust und dicht. Alle haben einen oder mehrere Klappverschlüsse und einen Dichtungsgummi.
Ich besitze unter ander eine kleine Box, die unwesentlich größer ist wie eine Zigarettenschachtel (war für Rillos gedacht).
Die habe ich in meinem EDC, darin ist der Ausweis, Führerschein, Notgeld etc.
Dies Box hatte ich schon über eine Stunde untergetaucht im Waschbecken. Dicht!
Die Boxen sind auch mit einer entnehmbaren Schaumstoffunterlage versehen. Kann nützlich sein um etwas klapperfrei zu verstauen.
Der Nachteil ist, dass sie eher flach sind. Aber für Kleinigkeiten gut zu gebrauchen meine ich.

Am besten mal in ein gut sortiertes Raucher / Zigarrenfachgeschäft gehen und es sich zeigen lassen.

LG
Boxer

DocAlmi
05.01.2015, 12:24
Hi !

Aus der Praxis.

Almi ist andersrum :-)

Ich benutze einen Ortlieb-Sack in den mein Rucksack komplett reinpasst. ( ich meine es ist sogar ein billigerer Nachbau)
Dieser Sack liegt normalerweise seitlich im Rucksack.
Wenn ich ein Gewässer überqueren will steck ich den kompletten Ruck-Sack rein, passt zur Not auch noch die ein oder andere Klamotte rein, bind ne Schnur dran 550er ca. 10 m und zieh das Ganze hinter mir her durch´s Wasser.
Wie wir es gelernt haben bei den Kampfschwimmern...
Wenn´s geplant ist dann steck ich mir noch Flossen in den Rucksack, die längste überwundene Strecke waren im Bodensee von Wallhausen nach Überlingen und zurück, je etwa 2.5 km.
Der Sack geht nicht unter, egal wie schwer der Rucksack ist und eignet sch sehr gut zum Pause machen, man kann sich super dranhängen. ( war auch bitter nötig, den Brotzeitbeutel hab ich extra draussen drangehangen, bin ja n schlaues Kerlchen....)


Gruss DocAlmi

Gussnipfel
05.01.2015, 15:32
@Doc das mit dem Packsack rund um den Rucksack und hinterherziehen ist ne super Idee ich kenne bzw kannte das mit der Armeeblache .Leider durften wir das nie real testen:weinen:
Meine Idee wäre aber statt das Paket hinterher zu ziehen evt als Auftiebshilfe benutzen.Oder hatt das markante Nachteile?
@Boxer bin selber besitzer des Xikar Humidorers 15ner Schachtel grösse 220x100x140mm .Ob diese dicht sind ja ich sag das mal so: Wenn ein Gummiboot in Schweden im See sinkt (Ufernähe) und der Rucksack unterwasser taucht war das meinen Zigarren schnuppe.
Pelicase finde ich absolut das beste wenns darum geht Ausrüstung sicher zu verstauen.Jedoch möchte ich diese nicht tragen (aus diesem Grund haben die Grösseren rollen dran)
Bei mir ist lediglich das 1 Hilfe set in einem Lechtgelben Ortlieb Packsack, sowie die Kleider im Snozzle von der Exped matte. Bestellt ist jedoch noch ein Sack für den Schlafsack.
Als inliner tut es auch oft ein stabieler Müllbeutel (siehe div UL Foren)
Wie schon beschrieben sind die Rucksäcke von Aqua Pac sehr zu empfehlen. Die neune haben extra ein Leuchtgelbes Inlett damit man zumindest etwas im ansonsten schwarzen Rucksack erkennen kann.
Ansonsten Portemonnaie wird bei drohender Gefahr bzw Gewässer Überquerung in den 1 Hilfe beutel gesteckt mein Natel ist wasserdicht wäre noch die FRage zu klären ob es mein GPS auch ist

Waldschrat
05.01.2015, 22:59
Pelicase finde ich absolut das beste wenns darum geht Ausrüstung sicher zu verstauen.Jedoch möchte ich diese nicht tragen (aus diesem Grund haben die Grösseren rollen dran)

Halo Gussninpfel. Pelicase ist "top notch" Die sind so dicht, die würdest Du wegen Druckunterschieden noch nicht mal aufkriegen, gäbe es nicht da das Entlüftungselement.

Da kannst Du auch Dein gesamtes Gelump drin haben, Klamotten, Fressen, Ausrüstung, Geräte, Waffen sonstwas und sie trotzdem bei einer Flussüberquerung als improvisierten Ponton für ein Floss einsetzen.

Die Dinger sind einfach genial.

Meint

Matthias

Cephalotus
06.01.2015, 10:41
Vielleicht als Idee noch ein Vargo BOT. Gibt es in Edelstahl und Titan und ersetzt mehr oder weniger gut einen 1l Topf. Das Ding ist ebenfalls so dicht, dass man bei Höhen- und Druckunterschieden erhebliche Probleme bekommt, das Ding zu öffnen (man muss mit einem stumpfen Gegenstand unter die Dichtung hebeln, dann geht es, empfiehlt so auch der Hersteller)

http://www.sackundpack.de/product_info.php?products_id=5283
http://www.sackundpack.de/product_info.php?products_id=4568

Ich hab so ein Ding, bin mir aber noch immer nicht 100%ig sicher, ob ich's empfehlen kann.

Eine billigere Option sind schnöde Weithals-Trinkflaschen wie Nalgene & Co. Allerdings sind die dann eben nur als Gefäß ODER als Trinkflasche geeignet.

mfG

Corvinjus
06.01.2015, 10:52
Also ich nutze Müllbeutel und ZIP-Tüten aus dem Drogeriemarkt. Ist vielleicht zu einfach... :rolleys:


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