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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schutz vor Wärmebildkamera



Smileyneu
09.03.2014, 11:46
Hallo,

gibt es eine Möglichkeit das man sich vor einer Wärmebildkamera schützen kann?
Die Obrigkeit (Polizei, Militär) ist ja entsprechend ausgestattet und je nach Szenaria kann es sinnvoll sein von denen nicht entdeckt zu werden...

Das es nicht einfach ist, ist mir klar. Vorallem wenn man sich auf der Flucht davor schützen möchte....

Habts Ihr hier entsprechende Ideen für die Flucht bzw. an einem festen Ort?

Danke,

Jürgen

drudenfuss
09.03.2014, 11:53
Du brauchst "nur" deine Wärmestrahlung deiner Umgebung anzupassen, 100%ig und schnell reagierend, also einen Tick besser als Reptilien. Viel Glück dabei. Technische Spielereien jeder Art funktionieren nicht, sie lassen immer eine Kontur erkennen. Höhlen helfen als Versteck, aber du willst ja flüchten und dich nicht verkriechen.

DerGerald
09.03.2014, 11:58
Hallo,
Würde ein Neoprenanzug etwas bringen?
Gruß
Gerald

Isuzufan
09.03.2014, 12:13
Da wir bei so einer Frage anscheinend in einem Endzeitszenario sine lege sind wäre eine praktikable Möglichkeit den Wärmebildkameraträger(meist Heli) abzuschiessen.

In Bewegung kannst Du Dich ansonsten kaum schützen.

LG Wolfgang

- - - AKTUALISIERT - - -


Hallo,
Würde ein Neoprenanzug etwas bringen?
Gruß
Gerald

Ich glaube wenn der so gut isoliert das Du für eine Wärmebildkamera unsichtbar wirst kommst Du auf einer Flucht ganz schön ins schwitzen.

LG Wolfgang

Smileyneu
09.03.2014, 12:20
Das ich mich in Bewegung kaum schützen kann ist mir bewusst. Allerdings muss ich ja auch mal Pause machen und somit wäre ich über die Nacht Teil-Stationär und da möchte ich mich nach Möglichkeit gerne schützen....

Endzeitszenario? So weit muss man nicht gehen.....bei einem Einrufungsbescheid oder Zwangsrekrutierung möchte ich auch nicht unbedingt gefunden werden....

Isuzufan
09.03.2014, 12:32
@Smileyneu

Bei einem Einberufungsbescheid abhauen zu wollen gefällt mir gar nicht.

Es geht nicht nur um Dich, und Deine Familie kannst Du in diesem Fall besser schützen wenn Du Dich in die gemeinsame Abwehr der Gefahr integrierst.

LG Wolfgang

C71
09.03.2014, 12:55
Hab vor einiger Zeit ein par Videos gesehen über so Anzüge die Deine IR-Strahlen für eine Wärmebildkamera kaum sichtbar machen. Funktionierte recht gut.


http://www.youtube.com/watch?v=nx0ggSL8CkU


http://www.youtube.com/watch?v=8y7u3sAXEBw

mckoy
09.03.2014, 16:53
Lege Feuer, wenn die Umgebungtemperatur steigt wirst Du unsichtbar.

Mc

Wolfshund
09.03.2014, 19:56
Nicht einmal dann...

Wenn deine Außentemperatur nicht exakt der Temperatur der Umgebung entspricht, dann sieht man eine Kontur in der WBK.

Fazit:
man benötigt ein dichtes Hindernis zwischen sich selber und der WBK, andernfalls wird man immer "erwischt".

Propellerheinz
09.03.2014, 20:01
Falsch: Sobald deine Körpertemperatur/Oberflächentemperatur deiner Kleidung kälter als das Feuer ist, fällst du wieder auf, weil du kälter bist.

Wenn du es allerdings schaffst deine Temperatur permanent mit einer Toleranz von +/- 0,03 °C der Umgebung anzupassen, wirst du unsichtbar.

moleson
09.03.2014, 22:33
Sehr eindrücklich was man sieht mit so einer Kamera: http://www.military.com/video/operations-and-strategy/air-strikes/2-apaches-engage-taliban-platoon/1741618611001/



Simple tactics
Nets and smoke are the hi-tech solution to TI. But even the most unsophisticated forces can evade TI by intelligent tactics and good SOPs. If you follow the basic rules of fieldcraft, you will go a long way towards defeating TI. Avoid open spaces and skylines by day or night, and use dead ground and cover when you are on the move. A patrol, exactly spaced, moving across the middle of a field at night, will stand out dramatically against the cool grass.
TI can see heat patterns through conventional camouflage nets and vegetation like thin hedges and scrub. But it is not an x-ray eye. Buildings, walls and even thick vegetation will conceal men and vehicles.

TI is most effective where the enemy is easily identified, for instance in the desert, open grassland, or the arctic. The most difficult is a built-up area, which may contain civilians and their vehicles. Heat patterns here will be enormously varied, with some buildings showing warm, and a confusion of blobs of heat from individuals, cars, trucks and even livestock. In this environment, soldiers must avoid behaving in ways that act like a signature - like forming a queue for food, parading in three lines, or even using the slow skulking walk of men moving tactically.

Garages, barns and even multi-storey car parks will help conceal APCs and tanks, which can be deployed as an armoured quick reaction force (QRF). Houses can be prepared for defence and will not only offer protection against small arms and shell fire, but also concealment from TI and other observation systems.

On the run
The techniques and equipment described above will assist the soldier, but can the fugitive use them? Clearly camouflage nets and IR smoke will not be used by the man on the run. But the fugitive can employ simple evasive tactics which will go a long way to negating the advantage of a pursuing force equipped with TI.
In car or on foot, the evader should aim to blend into the thermal clutter from other people or vehicles. Busy towns and cities are therefore better than open countryside. If a car is being followed by a TI-equipped helicopter, underpasses, tunnels and even cuttings may offer cover and perhaps the chance to change vehicles. If the driver suspects that he is under surveillance, he should not behave in a way that will attract attention - erratic, slow or excessively fast driving is bound to attract attention.

For the evader on foot, a crowd or any solid cover from above or the side, will give a few moments in which he can shake off the 'eye in the sky'. TI does not perform well in falling rain, snow or sandstorms, and search aircraft may be reluctant to fly in these conditions anyway. An added benefit is that snow or sand covers tracks and muffles noise. Finall, bad weather makes guards and search teams less alert.

As with any observation system, TI is only as good as the operator. As ranges increase the image becomes attenuated - in simple terms, the target becomes less distinct on the scope, and appears as an indistinct hot blob. If this blob behaves like a law-abiding civilian blob, the operator will switch his attention to other areas.

In two words, one of the best ways to defeat thermal imaging is 'act natural'.
"
If you don't mind, I'm not listing the source. Also, except in cold weather, Pine trees give a heat signature close to a human (excellent overhead cover). When Afghans hear choppers overhead doing sweeps, they use wool blankets they carry as quick TI camouflage. Don't wear the blanket or it will heat up, carry it low on your pack and throw it over you when needed. I guess I need to specify don't do this on top of a hot rock or you will stand out as a black spot.

If you camp or go to the "field" buy a reasonable quality IR thermomater and tag objects (bushes, trees, lowspots/highspots, structures) and compare to the wool blanket you now carry to get experiance in blending in to your environment thermally.

mckoy
10.03.2014, 06:55
Ganz verstecken geht wahrscheinlich nicht, also schnell bewegen, da die meisten WBK lange Bildfolgezeiten haben, Feuer entzünden, strahlen Wärme ab und bitten viele Warmquellen, somit wird das auffinden*schwerer, dann eine Rettungsfolie aus dem Verbandskasten überziehen, und versuchen immer Arme anliegend zu laufen.

Dann wird schwerer....

Apo
10.03.2014, 09:26
Was ist mit den Biwaksäcken mit Infarotschutz?
Die müßten doch auch eine Zeitlang helfen.
Zur Pause rein in das Ding und ansonsten über Kopf und Ausrüstung.
Und nicht bei Flüchtenden zur Gruppenbildung neigen.
Langsamer oder schneller als die Masse sein.

Tsrohinas
10.03.2014, 09:26
Es wurde ja schon das "dichte Hinderniss" als Abschirmung genannt.

Dies könnte z.B. der Wurzelteller eines umgestürzten Baumes, eine Höhle, die Kanalisation oder eine Fahrzeugunterführung sein.

Auch eine Mulde, die man mit einer ausreichend großen Plane abdeckt, verringert die Wärmesignatur und damit die Warscheinlichkeit der Aufklärung mittels Wärmebildgerät.

Am besten ist aus meiner Sicht allerdings ein Gebäude. Und wenn es nur ein Heuschuppen ist.


Tsrohinas

Oscar
10.03.2014, 10:04
Wrmebildkameras bilden doch die Wärmestrahlung im entsprechenden Bereich ab. Da die Strahlung aber nicht nur von der Temperatur, sondern auch von den Oberflächeneigenschaften der betrachteten Objekte abhängt, stelle ich mir das recht schwierig vor.
Wenn man sich mit einer Wärmebildkamera einen Raum ansieht, kann man dort ja auch praktisch alles erkennen und voneinander unterscheiden, obwohl das alles etwa die gleiche Temperatur hat. Trotzdem strahlen die Oberflächen bei dieser gleichen Temperatur aber unterschiedlich stark und lassen so den Raum erkennen.
Eine Tarnung müsste also so aussehen, dass man eine Oberfläche nutzt, die bei der erwarteten Temperatur (z.B. Körpertemperatur) die gleiche Wärmeabstrahlung hat, wie die Umgebung bei Umgebungstemperatur. Dafür braucht man aber, neben einem passenden Material, eine sehr homogene Umgebung und müsste sehr genau wissen, welche Temperaturen jeweils auftreten.

Kann natürlich auch sein, dass es im behördlichen Bereich noch andere Systeme gibt, als im technischen Bereich, aber so wie ich das einschätze hilft es höchstens, wenn man nicht direkt gesehen werden kann und das Versteck in die Gegend passt.
Man kann sich zwar hinter einem Bettlaken verstecken, aber dann sieht man immer noch das Bettlaken.

moleson
10.03.2014, 10:19
Ganz verstecken geht wahrscheinlich nicht, also schnell bewegen, da die meisten WBK lange Bildfolgezeiten haben, Feuer entzünden, strahlen Wärme ab und bitten viele Warmquellen, somit wird das auffinden*schwerer, dann eine Rettungsfolie aus dem Verbandskasten überziehen, und versuchen immer Arme anliegend zu laufen.

Dann wird schwerer....
Schnell bewegen ist einer der sichersten Methoden aufgespürt zu werden. Konturen verwischen, thermische Signatur reduzieren und wenig bewegen ist das einzige was funktioniert, siehe Filmchen oben.


Was ist mit den Biwaksäcken mit Infarotschutz?
Die müßten doch auch eine Zeitlang helfen.
Zur Pause rein in das Ding und ansonsten über Kopf und Ausrüstung.
Und nicht bei Flüchtenden zur Gruppenbildung neigen.
Langsamer oder schneller als die Masse sein.
Ist etwas ganz anderes, das Material reflektiert schlechter IR, Thermalbilder und Restlichverstärker sind nicht das gleiche.

Commando
10.03.2014, 10:36
Also bei uns in der Armee haben verschiedenes getestet, man staune.
An einen Baum gepinkelt im November um ca. 16:00, kann man um 23:00 immer noch schwach
erkennen wo hingepinkelt wurde, die Wärmebilddinger sind brutal sensibel, kosten aber auch extrem
viel.
Aber wenn man sich in ein Fluss legt und durch einen Strohalm atmet kommt man gut weg, wird aber
bei einer niederen Wassertemparatur oder im Winter schwierig.

LG

Kraftwerk
10.03.2014, 11:02
Hey @all,

Gab doch mal so eine Wärmeabbildresistente Plane bei Ranger-shop....jetzt hat ASMC den Laden ja übernommen....dort mal anfragen?

War gegen Fahrzeug wärme abstrahlung,müsste also auch für Personen sein

www.ASMC.de

Gruss Kraftwerk

ID 5205
10.03.2014, 11:35
Ich verfolge gespannt dieses Thema und bin froh, dass Apo Infrarotschutz angesprochen. Habe Klamotten von Leo Köhler, die ich echt gut finde und da stand auch dabei, dass die Infrarot sicher sind. Wusste aber nie genau, wofür das gut. Aber ist das hilfreich gegen Wärmebild oder ist das für was anderes gut?

Unabhäniger
10.03.2014, 11:46
Hallo zusammen

Wärmebild-Tarnung ist möglich. Mann muss Fantasie und ein gewisses Vorstellungsvermögen haben.
Hinter Festen Gegenständen wie Wellblech, Holzbeige, Gräben, Bäume etc.. ist es möglich, natürlich ohne lagerfeuer oder sonstige Wärmequellen :nono:
Aus der Luft ist es am schwierigsten unentdeckt zu bleiben.

Vieles wurde schon gesagt, eine normale Person oder Fzg. ist einfach zu erkennen, bei Tarnung von jemanden der eine Ahnung hat wirts schon schwieriger.
Der Bediener an der Kamara muss das Bild auch Interpretieren können.

gruss unabhäniger

Commando
10.03.2014, 13:01
Hallo zusammen

Wärmebild-Tarnung ist möglich. Mann muss Fantasie und ein gewisses Vorstellungsvermögen haben.
Hinter Festen Gegenständen wie Wellblech, Holzbeige, Gräben, Bäume etc.. ist es möglich, natürlich ohne lagerfeuer oder sonstige Wärmequellen :nono:
Aus der Luft ist es am schwierigsten unentdeckt zu bleiben.

Vieles wurde schon gesagt, eine normale Person oder Fzg. ist einfach zu erkennen, bei Tarnung von jemanden der eine Ahnung hat wirts schon schwieriger.
Der Bediener an der Kamara muss das Bild auch Interpretieren können.

gruss unabhäniger

Ja, das ist so, ich denke dass eine schnelle Flucht oder Bewegungen wie man sie im Video sieht die von Moleson gelinkt
wurde, ist es extrem schwierig.
Für eine gute Tarnung braucht man eben auch Zeit, aber genau das hat nicht im Falle einer Flucht.

LG

De_Ba_Be
10.03.2014, 16:05
Ich verfolge gespannt dieses Thema und bin froh, dass Apo Infrarotschutz angesprochen. Habe Klamotten von Leo Köhler, die ich echt gut finde und da stand auch dabei, dass die Infrarot sicher sind. Wusste aber nie genau, wofür das gut. Aber ist das hilfreich gegen Wärmebild oder ist das für was anderes gut?

Wir müssen hier erstmal die verschiedenen optischen Systeme von einander abgrenzen:

Wärmebildgerät (WBG)

Macht die (unterschiedliche) Wäremestrahlung von Objekten sichtbar. Diese kann man durch die im Thread genannten Planen und Rettungsdecken teilweise "isolieren". Je nach Qualität des WBG und den Umgebungsparametern sind aber u.U. die Hitzeschlieren der austretenden Luft oder Abgase sichbar.

Edit: Die Maßnahme mit den Thermo-Planen ist sogar gegen militärische WBGs in gewissem Maße effektiv, wie die Bundeswehr in Afghanistan mit bitterem Blutzoll erfahren musste.

Infrarot-Nachtsichtgeräte (aktiv/passiv)

Funktionieren im Prinzip durch das aussenden von Strahlung im IR-Bereich. Also ein Scheinwerfer der für dich (ohne IR-Gerät min. passiv) nicht sichtbar ist. Und da kommen deine Klamotten ins Spiel. Je nach verwendeten Stoffen/Farben, neigen die Klamotten dazu unter IR regelrecht zu leuchten (nicht ganz so massiv wie die Reflektoren welche für Freund/Feind-Kennung eingesetzt werden, aber ähnlich).

Restlichtverstärker

Verstärken das vorhandene Restlicht (Sterne, Moond, Streulicht in der Atmosphäre) und erzeugen dadurch in der Brille/Im Bildgerät eine entsprechende "Nachtsicht".

Opa
10.03.2014, 19:33
Hi,

mehrere Punkte, wie man sich gegen Wärmebild schützen kann:
1. Schau mal auf der FLIR Homepage nach, da hats vermutlich Preise. Wärmebild muss man nicht bei eine Low-Budget-Gegner erwarten.
2. Die meisten Wärmebildkameras sind empfindlich auf Wärme eingestellt, dunkler als üblich fällt nicht so auf. Also wassergetränkte Wolldecke überwerfen und auf Verdunstungskälte hoffen.
3. In der Dämmerung, wenn gerade die Landschaft am Aufheizen oder Abkühlen ist, gibt's mehr Unterschiede in der Wärmeverteilung, also bei Wärmebildkameragefahr, eher in der Dämmerung laufen.
4. Einsatz von Wärmebildkameras in der Prozesskontrolle lehrt, dass Wärmebildkameras einige Nachteile gegenüber herkömmlichen Kameras haben: Geringere Auflösung, d.h. Abstand zur vermuteten Position der Wärmebildkamera halten, hilft deutlich, weniger robust, höherer Wartungsaufwand,...
5. Ebenfalls zur geringeren Auflösung: aus größerer Entfernung kann man einen krabbelnden Menschen tendenziell schwieriger von einem Wildschwein unterscheiden, einen aufrecht gehenden schon.

Nick

Bärti
11.03.2014, 13:33
http://www.youtube.com/watch?v=IkR2H2KjJvY

Plastefolie

auf ca. 01:30 gehen dann wird es interessant

und Ghost von Blücher Systems aus deutschland:

https://www.youtube.com/watch?v=nx0ggSL8CkU&feature=related

und hier mal wie eine Überlebensdecke schützen würde ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=X0U301OZiZ8

Bärti
11.03.2014, 14:15
was auch noch geht ist die alubeschichtete Luftpolsterfolie, ich meine so was da:

http://www.luftpolstermarkt.de/kl_Noppen_alukaschiert_c42.htm

gibt es auch doppelseitig aulubedampft......

Opa
11.03.2014, 19:07
Hab noch was vergessen:
Falls Ihr die Möglichkeit habt, mal eine Wärmebildkamera auszuleihen oder selbst zu beschaffen, dann einfach mal damit rumspielen und die Grenzen ausloten.
Wenn man weiß wie die Dinger funktionieren, kann man sich auch einfacher davor verstecken.
Aber immer im Hinterkopf behalten, es gibt auch Kombinationskameras, also z.B. Rot-Grün-Blau-Infrarot oder so.

Nick

Jaguar
12.03.2014, 14:38
Hallo Jürgen

Ich verstehe irgendwie deine Frage nicht, in welchen Szenarium solltest du dich vor der "Obrigkeit und der Polizei" schützen wollen und wieso auf der Flucht ? In der Regel ist die "Obrigkeit und die Polizei" bemüht, dich vor Problemen zu schützen. Zu deiner Frage, ich arbeite zwischendurch mit der "Obrigkeit" und solchen Systemen - z.B. in der Vermissten oder Personensuche. Wirklich gute Systeme werden unter anderem auch aus dem Hubschrauber eingesetzt und differenzieren die geringsten Wärmequellen - verstecken hilft in der Regel eher wenig.

Es grüsst Jaguar :rolleys:

Smileyneu
12.03.2014, 14:48
Ein mögliches Szenario wäre Zwangsrekrutierung. Da sollte man den falschen Personen nicht in die Hände laufen.

Natürlich gibt es Szenarien in denen man besser den Schutz der Obrigkeit sucht. Andererseits gibts auch Szenarien in denen die Obrigkeit evtl. selber nicht mehr zur Arbeit geht. Und wer weis schon über welche Technik Kriminelle jetzt schon verfügen. Wenn man weis wie man sich am besten unsichtbar macht kann da sicher nicht schaden.

De_Ba_Be
12.03.2014, 16:01
@Smileyneu

Sorry, für die Frage, aber: Ist das ernst gemeint?


Ein mögliches Szenario wäre Zwangsrekrutierung. Da sollte man den falschen Personen nicht in die Hände laufen.


Im Falle einer Einberufung ALLER Wehrfähigen Männer, gibt es (zumindest in Deutschland) einen Grund dazu. Dieser Grund bedeutet für mich zwei Dinge:

1.) Es gibt eine massive Bedrohung unserer staatlichen Ordnung, entweder durch eine Naturkastarophe gigantischen Ausmaßes oder durch einen Aggressor (und ich sollte mir vielleicht überlegen ob es sinnvoll wäre dieser Bedrohung ORGANISIERT zu begegnen, mit der Waffe -oder dem Sandsack- in der Hand, gemeinsam mit meinen Mitbürgern)

UND

2.) Der Staat und seine Exekutivorgane sind gerade mit anderem Beschäftigt, als nach einem Fahnenflüchtigen mit Wärmebildgerät zu "fahnden".


Andererseits gibts auch Szenarien in denen die Obrigkeit evtl. selber nicht mehr zur Arbeit geht.

Aber das weißt Du ja selbst.


. Und wer weis schon über welche Technik Kriminelle jetzt schon verfügen.

Hast Du dich mal mit den Kosten eines "professionellen" WBGs beschäftigt? Die liegen im 6-stelligen Bereich. Ich rede nicht von diesen Teilen die der Jäger bei Frankonia bestellt....

Bärti
12.03.2014, 16:47
@De_Ba_Be

"Es gibt eine massive Bedrohung unserer staatlichen Ordnung, entweder durch eine Naturkastarophe gigantischen Ausmaßes oder durch einen Aggressor (und ich sollte mir vielleicht überlegen ob es sinnvoll wäre dieser Bedrohung ORGANISIERT zu begegnen, mit der Waffe -oder dem Sandsack- in der Hand, gemeinsam mit meinen Mitbürgern"

Da wird jeder unterschiedlich urteilen. Bei einer Naturkatastrophe, GAU etc bin ich voll bei dir und würde versuchen zu helfen.

Im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung soll aber bitte kein Staat, keine politische Gruppe, keine Partei, kein Militär usw. versuchen mich einzuziehen. Ich würde da Nix verteidigen sondern mich im Kriegsfall schön mit der Familie und Freunden verstecken. Ich würde mich nicht in die erste Reihe stellen um für Vaterland, Ehre und "meine" Bevölkerung meinen Arsch hinhalten, das können gerne Andere machen wenn sie unbedingt wollen. Einige werden das feige nennen, andere klug. Je nach Sichtweise. Aber genau für solche Zwecke halte ich unter anderem einen Schutz gegen Wärmebildgeräte auch für sinnvoll. Das würde aber auch gelten wenn "der Feind" im Land ist. Auch dann wäre so etwas hilfreich.

Isuzufan
12.03.2014, 17:09
@ Bärti

OK ich nenne es feige. Ist aber anscheinend modern.

Vor dem Feind brauchst Du Dich mit Deiner Einstellung nicht verstecken. Der liebt Wehrdienstverweigerer und Deserteure (beim Gegner).

LG Wolfgang

Bärti
12.03.2014, 18:02
Hi Wolfgang,

kannst du mir mal erläutern (die Frage ist wirklich ernst gemeint und ich respektiere deine Sichtweise auch wenn ich sie nicht teile) warum du dein Land verteidigen würdest? Mir fehlt fr diese Einstellung völlig die Emphatie und wrde das ehrlich gerne besser verstehen.

LG

Isuzufan
12.03.2014, 18:52
Guten Abend Bärti!

Bei so einer Frage würde ich auch nichts anderes erwarten als das sie ernst gemeint ist! Dazu ist die Sache an sich zu ernst.

Der Grund warum ich mein Vaterland verteidigen würde liegt erstens in der Einsicht das ich so am besten meine Familie beschützen kann.

Als nächstes ist auch der Schutz meines Besitzes -Immobilien und Geschäft-nicht unerheblich.

Gleichwertig setze ich den Schutz meiner Freiheit und den meiner Familie und Freunde sowie der Werte die unsere Gesellschaft prägen an.

Und das Gefühl der Heimatverbundenheit kann man halt nicht in Worte fassen, man muss es fühlen.

LG Wolfgang

Tsrohinas
12.03.2014, 19:02
@ Bärti:
Ich heiße zwar nicht Wolfgang,
möchte aber trotzdem meine Beweggründe für eine Verteidigung "meines" Landes ausführen.

In diesem Land lebt meine Familie, also alles was mir lieb und teuer ist.
Durch die Lebensumstände ist es uns möglich, so zu leben wie wir das wollen. "Mein" Land ermöglicht mir das durch die in den Gesetzen garantierte Freizügigkeit.
Auch kann ich leben wo ich will. Ich kann sagen und schreiben was ich will, sofern ich nicht gegen bestehende Gesetze verstosse.
Usw.

Wenn ein Aggressor das Land überfällt, wird er u.a. damit versuchen eine andere, weniger freizügige Gesellschaftsform zu etablieren.
Viele Dinge, die mir jetzt in unserem System möglich sind, werden dann vermutlich nicht mehr möglich sein.

Ich habe keine Lust, meine Söhne in eine Partei zu zwängen damit sie studieren können.
Auch habe ich keine Lust, meinen Mund zu halten, wenn ich mit der Politik meines Staatsoberhaupts nicht zufrieden bin.

Die Auflistung ist zwar nicht vollständig, sollte aber deutlich machen, dass ich für die Freiheit in der wir trotz aller Unzulänglichkeiten leben, kämpfen würde.

Tsrohinas

Commando
12.03.2014, 20:27
Hast Du dich mal mit den Kosten eines "professionellen" WBGs beschäftigt? Die liegen im 6-stelligen Bereich. Ich rede nicht von diesen Teilen die der Jäger bei Frankonia bestellt....

In unserer Einheit haben wir solche WBGs benutzt wo der Detektor auf bis zu -190 °C gekühlt wird.
Das Teil kostet für die Armee ca. 250'000 sFr.

Bärti
12.03.2014, 20:30
Hi Wolfgang + Sanihorst,

ich stelle mir immer wieder bei solchen Diskussionen die Frage: was ist überhaupt ein Land? Wo zieht man zeitlich die Grenzen? Wer zieht sie und warum? Schauen wir uns z. B. mal die Entwicklung in Europa über einige Jahrhunderte an:

http://www.focus.de/wissen/videos/gigantischer-zeitraffer-so-verschoben-sich-europas-grenzen-im-lauf-der-jahrhunderte_vid_41449.html

Was ist mein Land? Das hat so häufig gewechselt im Laufe der Zeit, dass ich mich hier keinem Land zugehörig fühle. Ich meine das Land innerhalb seiner politischen Grenzen, nicht den Kulturkreis der viel weiter gesteckt ist. Für mich sind Grenzen Schall und Rauch die sich immer mal wieder aus welchen Gegebenheiten auch immer verschieben. Wo ich wohne mag vielleicht in Zukunft eine EUDSSR sein, ein Teil Frankreichs oder was auch immer. Zu einem Land kann ich keine "Liebe" empfinden, dazu ist mir die Entwicklung nicht statisch genug. Heimatverbundenheit ja, aber Heimat ist für mich persönlich ein viel kleineres Areal. Sozusagen mein direktes Umfeld.

Warum soll man seine Familie unbedingt mit Kampf an der Front beschützen? Warum nicht mit Verstecken, auch wenn das wenig heroisch erscheint. Aber meiner Tochter und meiner Frau bin ich lebend mehr wert als ein ehrenvoller Verteidiger.

Besitz ist für mich relativ. Wir haben gerade Glück in einigermaßen festen rechtsstaatlichen Grenzen zu wohnen, aber schon ein Blick in den Süden (z.B. Griechenland) zeigt, dass z. B. durch Immosteuern etc. der Staat auch sehr schnell dein Feind im eigenen Haus werden kann. Wo will man dann die Grenze ziehen gegen wen man kämpft und was man verteidigt? Würdet ihr gegen extremistische Tendenzen im eigenen Land vorgehen? Mit aktivem Wiederstand? Ab welcher Eskalationssture? Oder würdet ihr für euer Land alles geben, so nach dem Motto (bitte nicht falsch auffassen) Gold gab ich für Eisen?

Grundsätzlich teile ich eure Wertvorstellungen von Freiheit und Gesellschaft. Ich würde diese aber nicht mit meinem eigenen Leben verteidigen sondern mir dann eher (wenn noch möglich) ein Land zur Immigration suchen, wo ich diese am ehesten wieder finde ehe ich mein Leben dafür eventuell im Kampf opfern müsste.

Dank euch beiden übrigens für diese Diskussion, sind gute Anregungen zum Nachdenken für mich dabei.

Wer sagt übrigens, dass ein Angreifer ein Aggressor sein muß. Der Sieg der Alliierten im 2WK war eine Befreiung. Nicht alle Angreifer sind Aggressoren, es kommt drauf an welche Umstände im eigenen Land herrschen. Und die sind schnell wandelbar.

Tsrohinas
12.03.2014, 20:48
@ Bärti:
Wo und wie lange soll man den sich denn verstecken?

Ich finde das jetzt momentan vorhandende System für Verteidigungswert. Es ist halt derzeit in bestimmten Grenzen eines (meines) Landes so vorhanden.

Wenn sich die Lage im Land zum Nachteil für Frieden und Freiheit zum Nachteil verändert, ist eine neue Lage eingetreten. Diese gilt es dann neu zu beurteilen.

Aber jetzt sollten wir wieder BTT.

Tsrohinas

ID 3447
12.03.2014, 20:51
Hallo ihr lieben,
Binn einen Krieg knapp entgangen. Naja. War nicht mit absicht. Hat sich so ergeben. Wolte sogar freiwillig in den krieg ziehen. Bis mich ein Familienmittglied davon abgehalten hatt. Dieses Familienmittglied hat 2 (zwei!) Brueder beerdigt. Den zweiten konnte er nicht einmal mit Erde richtig zudecken weil gegnerische Panzer und Infanterie einfielen. Er war verletzt (dum dum geschosse wurden von den Panzern(12,7mm) in die Baeume abgefeuert und schrapnelle verursachten ein blutbad in seiner stellung). Er hat mich davon abgehalten mit den Worten - DAS ist nicht unser Krieg! Wenn du unbedingt sterben willst- mache ich das! Heute faehrt er in das '' andere Land'', kauft dort ein. Lange rede - kurzer Unsinn. Meine Familie verlor Alles! (Okupation)Nach dem Krieg bekamen wir es wieder. Die meisten die in den krieg freiwillig zogen hatten vieles im sinn, selten ihr eigenes Volk. Zumindest bei uns.
Heute habe ich meine eigene Familie. Ich habe keine Angst vor Waffen oder Krieg oder Sterben. Aber in eine Krieg werde ich nicht ziehen . Der Hauptgrund ist das derjenige der davon profitieren wird nich in der naehe ist und versucht mich bluten zu lassen fuer seine Zwecke. Das werde ich nicht meiner Familie antun. Werde weggehen und irgendwo neu anfange. Habe es bis heute 5x gemacht. Auch ohne Krieg. So what! Auf ein neues.
Solte aber jemand der meinung sein das er jemanden von uns Anfassen darf... Meine sks, tokarew und iz12/70 werden besgimmt was dagegen haben
L.g. jorjan

Smileyneu
12.03.2014, 20:56
Als Threaderöffner gebe ich jetzt auch meinen OT Senf dazu:
Würde unsere Regierung jetzt deutlich mitmischen und einen Angriff provozieren, dann würde ich es nicht einsehen das ich meinen Kopf hinhalte. Und als ehemaliger Wehrdienstverweigerer wäre meine "Ausbildung" bei einer Zwangsrekrutierung wohl gleich Null und somit wäre ich Kanonenfutter. Und dafür sollte ich mein Leben opfern?

Zwangsrekrutierung bei zB Hochwasser wäre wieder was anderes. Wenn ich meine Lieben in Sicherheit wüsste dann hätte ich da eher kein Problem damit.

ID 3447
12.03.2014, 20:57
Ah ja- Schutz vor Wermebild: nasse Decke wirkt wunder. Nur nicht vergessen nas zu halten :rolleys:

De_Ba_Be
12.03.2014, 22:07
@Bärti

Du triffst Deine Entscheidung, ich meine...und das ist auch absolut in Ordnung so.

Aber eine Frage:
Ein totalitäres Regime möchte Deutschland (Mitteleuropa) habhaft werden. Diees Regime verfügt über ca. 800.000 Soldaten. Wenn JEDER so denkt wie Du, was denkst wie lange es dauert bis sie das gesamte Land kontrollieren und du NIRGENDS mehr sicher bist (auch nicht im Wald)?

Ich will euch hier keineswegs zu überzeugten Bundeswehr/Bundesheer/Armee-Sympathisanten überreden. Ich versuche nur klarzumachen, das es manchmal eben sicherer ist, sich einem kollektiv zur Verteidigung anzuschließen, als sich individuell durchzuwurschteln...

Nichts anderes ist ja im
Prinzip die NATO..."leg dich nicht mit mir an, denn dann legst du dich auch mit meinen ganzen Freunden an..."

- - - AKTUALISIERT - - -

@Smileyneu

Du sprichst von Angriffskrieg... Das ist von ALLEN Szenarien der mit Abstand unwahrscheinlichste. Schlicht und ergreifend deswegen, weil wir es garnicht mehr KÖNNTEN. Uns fehlen sowohl die Mannstärke wie auch das nötige gerät dazu auch nur IRGENDEIN Land in Europa ernsthaft zu bedrohen (Luxemburg vllt. ausgenommen). Von den implizierten Problemen (NATO) mal ganz abgesehen. Denn alle unsere Nachbarstaaten sind entweder NATO oder PfP-Staaten (mit jeweils mutlilateraler Beistandsverpflichtung) oder die Schweiz ;-) Im übrigen bin ich davon überzeugt, das wir in der Schweiz ordentlich auf die Ohren bekommen würden...nicht nur von Armee und Miliz...

ICH würde eher in den Widerstand gehen, als an einem widerrechtlichen Angriffskrieg teilzunehmen. Bitte lass uns mal für eine sekunde halbwegs realitisch denken. Das einzige Szenar, das eine "Generalmobilmachung" halbwegs plausibel erscheinen lässt, wäre zum Beispiel ein Russland, das Mitteleuropa (die NATO) bedroht. Und selbst dann, wären alle komplett ungedienten DIE LETZTEN die man als "Kämpfer" einsetzen würde... Wir haben nicht mehr 1914 und auch nicht mehr 1939...

Versteh mich bitte nicht falsch, ich respektiere und akzeptiere deine Meinung zu 100% (!!), aber ich glaube Du hast sie Dir (zumindest teilweise) auf Annahme/Unterstellung falscher Fakten/Mutmaßungen gebildet.

Aber nichts für ungut...

Kraftwerk
12.03.2014, 22:49
Guten Abend @all,

Meine Bescheidene Meinung zum THema-Landesverteidigung

Heute kann man,wenn man möchte,viele Fremde Länder bereisen,und wenn einer von euch in Afrika war,Denke ich,da weiss man wieder mal wie schön wir es in Europa haben...z.B. Kaufen was man möchte,hingehen wo man möchte...UND sagen können was man möchte,Wohnen wo man möchte und das ohne Angst...das Zauberwort heisst FREIHEIT!

Nur alleine DAS ist es wert für mich zu Dienen,bzw gedient zu haben.



Nur meine Bescheidenen 0,02 cent

Gruss Kraftwerk

De_Ba_Be
12.03.2014, 23:05
In unserer Einheit haben wir solche WBGs benutzt wo der Detektor auf bis zu -190 °C gekühlt wird.
Das Teil kostet für die Armee ca. 250'000 sFr.

Ich weiß. :gratuliere: Die aktiven Geräte sind Sch**ße teuer. Passive Geräte gibts für unter 10K €. Mit den entsprechenden Einschränkungen im Bereich Reichweite, Auflösung, Genauigkeit...

@all
Die Geräte die in Hubschraubern eingesetzt werden liegen auch mal schnell bei einer halben Million Euro... in der Anschaffung. Wartung und Reperatur noch nicht kalkuliert. Im Rahmen der "Life-Cycle-Costs" kommt da gut und gerne noch mal der gleiche Betrag hinzu... Also für gewöhnliche Kriminelle ist das eher....na ich sag mal unwahrscheinlich... Im Zuge dieser Einschätzung verweise ich nochmal auf die Unterscheidung Restlichtverstärker/Infarot-Kamera/Wärmebildgerät... Die beiden Erstgenannten sind nämlich tatsächlich in professioneller Ausführung auch für weit unter 10K Euro zu bekommen...wenn auch nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik.

frieder59
12.03.2014, 23:48
Der leise Krieg gegen die indogen Völker Europas hat doch schon begonnen , nur darf man es nicht artikulieren.
Und diese Feinde werden keine Wärmebildkameras benutzen.

frieder

- - - AKTUALISIERT - - -

Bärti
13.03.2014, 09:32
@De-Ba-Be: "Ein totalitäres Regime möchte Deutschland (Mitteleuropa) habhaft werden. Dies Regime verfügt über ca. 800.000 Soldaten. Wenn JEDER so denkt wie
Du, was denkst wie lange es dauert bis sie das gesamte Land kontrollieren und du NIRGENDS mehr sicher bist (auch nicht im Wald)?"

Antwort: Eine ganz kleine Zeitspanne. Aber ich würde erst einmal Leben. Das ist für mich die oberste Prämisse.

Hier mal meine (globalere) Einschätzung/Meinung:

Würde sich als Erstes die Frage stellen, welche Regime (zur Zeit) dafür in Frage kommen. Schaut man sich in Westeuropa selbst um gibt es erst mal
keine Auswahl. Zumindest nicht im €-Raum.

Innerhalb nur einer Währung gibt es keine (großen) Kriege. Wollten zum Beispiel Frankreich und Deutschland heutzutage wieder gegeneinander zu Felde
ziehen, müssten sie hierfür die Europäische Union um Kredit bitten – den sie aber niemals erhalten würden, da die EU selbstredend keinen Krieg gegen
sich selbst finanzieren würde. Frankreich und Deutschland müssten also entweder auf den Krieg verzichten oder aus der Europäischen Währungsunion
austreten und wieder eigene Nationalwährungen aufbauen – ein Weg, den im US-amerikanischen Bürgerkrieg die Nord- und Südstaaten schließlich eingeschlagen
haben.

Hier mal ein ganz interssanter Artikel zu dieser Problematik:
http://www.clashofcurrencies.org/wp-content/uploads/2013/04/Zoche-Georg-Krieg-und-Schulden.-In-aviso-22013-%E2%80%93-Zeitschrift-f%C3%BCr-Wissenschaft-und-Kunst-Bayerisches-Staatsministerium-f%C3%BCr-Wissenschaft-Forschung-und-Kunst-Hrg.-M%C3%BCnchen-2013-10-15.pdf
(http://www.clashofcurrencies.org/wp-content/uploads/2013/04/Zoche-Georg-Krieg-und-Schulden.-In-aviso-22013-%E2%80%93-Zeitschrift-f%C3%BCr-Wissenschaft-und-Kunst-Bayerisches-Staatsministerium-f%C3%BCr-Wissenschaft-Forschung-und-Kunst-Hrg.-M%C3%BCnchen-2013-10-15.pdf)
Ein Angriff auf einen €-Staat würde einen Angriff auf die ganze Währungsunion bedeuten, mit allen daraus resultierenden militärischen Konsquenzen die
sowohl aus bisher bestehenden Militärbündnissen (z.B. NATO),als auch aus den währungstechnischen Verquickungen (€) erfolgen die einen militärischen
Zusammenschluß erzwingen würden.

Dann bleiben für mich theoretisch folgende "Blöcke" übrig, die dazu militärisch in der Lage wären bzw. die ideologischen Voraussetzungen erfüllen könnten
in Westeuropa einzufallen:

1. Russland (wirtschftliches und geopolitisches Interesse)
2. China (wirtschftliches und geopolitisches Interesse)
3. USA (wirtschaftliches Interesse)/am unwahrscheilichsten wg. NATO
4. ein wie auch immer gearteter Block aus islamistischen Staaten (ideologisch-religiöses Sendungsbewustsein)

Sollte es zu einem Atomkrieg kommen, wären alle Betrachtungen hinsichtlich einer Landesverteidigung irrelevant.Deshalb würde ich diese Problematik hier
ausklammern.

Bleibt also ein koventioneller Krieg, denn nur hier würde sich eine Verteidigung lohnen, da es dann auch nach dem Krieg ein Land gibt in dem man
noch wohnen kann (wohnen will wäre wieder eine andere Frage).

Bei 1-3 wäre mir bei einer Besetzung des Heimatlandes zwar nicht wohl, ich denke aber man könnte hier in einer neuen politischen und gesellschaftlichen
Ordnung die dann etabliert werden würde durchaus überleben. Zwar auf einem wesentlich geringeren Freiheitsniveau, hier könnte man sich aber aus meiner
Sicht insoweit arrangieren, dass mir die Sicherheit des eigenen Lebens mehr wert wäre als eine Einbuße an Freihet.
Wobei ich in diesem Fall vermutlich ins Ausland (Argentinien wegen privater Verbindungen) abwandern würde.

Nr. 4 wäre für mich ein Horror-Szenario. In diesem Fall würde auch gelten: weg so schnell wie möglich. Nr. 4 würde aber den einzigen Fall darstellen wo ich
(sollte ich keine Möglichkeit zu Emigration haben) über eine Teilnahme an Verteidigungsmaßnahmen nachdenken würde.

De_Ba_Be
13.03.2014, 09:54
@Bärti

Okay, got your point.

Aber ich würde lieber stehend sterben, als kniend zu leben...bei Dir ist es eben umgekehrt.

Chacun à son goût wie der Franzose so schön sagt...

Bärti
13.03.2014, 10:03
@De-Ba-Be: Wahrscheinlich muß es in diesem Punkt genau so gegensätzliche Typen geben, nur so überlebt das Land bzw. das Volk oder der Kulturkreis. Ich bin übrigens Allen die so handeln wie du sehr dankbar, zumindest in Kriegszeiten profitiere ich davon als Nutznießer. Kommt dann wieder der Frieden können Leute die wie ich ich denken dann hoffentlich etwas davon zurück geben.

De_Ba_Be
13.03.2014, 15:31
@Bärti

Deswegen bin ich ja auch ein so großer Freund des (politischen) Pluralismus. Es öffnet den eigenen Horizont und ermöglicht einem selbst immer wieder, die eigene Position im "Wertekosmos" zu bestimmen und festzustellen, ob man mit seinem Denken und Handeln dort steht, wo man stehen möchte.

Ich erinnere an dieser Stelle immer an Wilhelm Busch und seine "Romanze vom nützlichen Soldaten" (http://www.wilhelm-busch.de/125_Romanze_vom_nuetzlichen_Soldaten.html#.UyG_LM48XMc)...

Dankbarkeit ist etwas tolles. Aber glaub mir, ich kenne eigentlich keinen Soldaten der deswegen dient. Respekt und Anerkennung für unser Tun in der breiten Öffentlichkeit würden den Meisten schon mehr als genügen...

So long...

Grauer
13.03.2014, 17:12
Moin zusammen,

ich möchte mal vorschlagen, den Angriffskrieg und die dafür notwendige Verteidigung, in einen Extrafaden auszulagern. Das passt jetzt nur noch bedingt zu Ausrüstung und Gerät, von "Schutz vor Wärmebildkamera" ganz zu schweigen...:rolleys:

Gruß
Grauer

Protagonist
19.03.2014, 21:47
hier mal 2 links zu anti ifrared / stealth wear :)

http://ahprojects.com/projects/stealth-wear

http://www.motleyexim.com/anti-thermal-ir-coating.html#multispectral-camouflage-ghillie-suit-mscgs

ID 6468
20.03.2014, 20:11
Hallo miteinander

So, dann möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben....

Oben: Nachtsichtgerät
Unten: Wärmebildkamera
15848


Ich hab vor ein paar Tagen ein paar Stunden mit Recherchen über zivile WBKs gemacht, da ich mit dem Gedanken spielte, mir eine solche anzuschaffen, weil ich mir Vorteile beim Ausspähen von Jagdwild und ebenso beim Entdecken von Menschen erhoffte.

Mein Fazit:
Aus diversen Review-Videos in youtube findbar, geht hervor, dass die WBKs, die noch so knapp zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind (ca. CHF 4000.00 - ca. CHF 10000.00), am Anfang Ihrer Blüte stehen.

WBK-Reviews die im Freien in der Nacht gemacht wurden, als Objekte waren Wildtiere ausgewählt, haben ergeben, sobald ein Tier hinter einem Baum steht, ist das Tier auf der WBK nicht mehr zu sehen, sondern nur noch der Baum. Dasselbe Ergebnis entsteht, sobald ein Tier hinter einem dichten Gebüsch steckt.

Ich hab z.B. mit der FLIR Scout TS32 Pro geliebäugelt und war nach dem Anschauen der Reviews herbe enttäuscht. Die WBKs reichen höchstens um Wärme-Quellen, die sich im Freien, also nicht hinter einem Baum oder dichtem Gebüsch befinden, aufzunehmen.

Durch diesen Fred hier aufmerksam geworden, habe ich noch ein bisserl im Internet geforscht und habe auch im militärischen Bereich nichts wirklich Gutes gefunden.
Tragbare WBKs sind gut für im Freien stehende Objekte, aber hinter oder unter wärmeabschirmenden Hindernissen, sieht man nur das Hindernis.

Hier noch ein Beispiel einer Militär-WBK (zumindest ist das Video so betitelt):
http://www.youtube.com/watch?v=JV2BnzphvTc

Beste Grüsse
gandroid

De_Ba_Be
21.03.2014, 02:42
Hallo gandroiid,

zu dem von dir geposteten Video möchte ich anmerken, dass es sich dabei mMn um Aufnahmen aus einem passiv WBG der 1. Generation handelt. Also inzwischen quasi im "steinzeitlichen" Bereich anzusiedeln. Sowohl die (aktiven) WBG, alsauch die Restlichtverstärker liefern inzwischen WESENTLICH bessere Bilder, allerdings zu Preisen, die für den "normalen" oder "jagdlichen" Anwender nicht zu bezahlen sind (50.000 € ++).

Natürlich hast du, sobald ein "festes" Objekt die Wärmestrahlung "abschattet" kein "Bild" mir auf dem WBG. Egal ob Gebäude, Fahrzeuge oder was auch immer. Lediglich die "spezifische" Wärmestrahlung des jeweiligen Objekts lässt evt. noch eine Differenzierung zu. Deswegen käme für mich die Anschaffung eines "zivilen" WBGs oder NVG nicht in Frage, da diese schlicht keinem Vergleich, hinsichtlich Preis und Leistung, mit der aktuellen militärischen Generation standhalten. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Mein Schwiegervater (seines Zeichens Jäger) möchte auch gern eines. Die Diskussion des Für und Wider ist uferlos.

Das einzige was ich Dir sagen kann, das es im milit. Bereich sehr wohl sehr gute Geräte gibt, sowohl im Bereich WBG, wie auch im Bereich NVG. Nur kommt da eben der "Normalanwender" nicht dran.

Beispielhaft sei hier genannt, dass das Schießen mit einem normalen Sturmgewehr Kaliber .223 (5,56 NATO) auf 200m+ mit dem in der Bundeswehr eingeführten Nachtsichtaufsatz NSA 80 (80-fache Verstärkung des Restlichts) für den geübten Schützen keine besondere Herausforderung darstellt. Mit der sog. LUCIE (NVG der 2. Generation) ohne Aktiv-Laser an der Waffe hingegen durchaus mehr als anspruchsvoll (im Sinne von eig. nicht durchführbar) ist.

Kleiner Hinweis:
Soweit ich weiß sind an/auf der Waffe montierte Nachtsichtgeräte und Zielbeleuchtungen in Deutschland nach dem Waffengesetz im zivilen (nichtbehördlichen) Einsatz verboten.

Wie das in der Schweiz ist, weiß ich leider nicht.

Grundsätzlich möchte ich aber eines einfließen lassen...getreu dem Grundsatz vom "Einfachen zum Schweren"...

Hast du dich bereits mal mit dem sog. "S4G-Konzept" auseinandergesetzt?

http://feuerkampf-und-taktik.blogspot.de/2010/12/sniping-4-generation.html

Das bildet (meiner bescheidenen Meinung nach) ein ideales Fundament, für "taktischen" Schusswaffengebrauch heutzutage. Ich gehe sogar so weit, das ich sage, ich würde es mir wünschen, die deutsche Bundeswehr würde nach diesen Grundsätzen ausbilden.

Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch. Ich will damit deine persönliche Schießfertigkeit (die ich nicht kenne) nicht in Abrede stellen, aber bevor ich mehrer Tausend CHF in nachtkampffähige Optiken investiere, würde ich vorrangig so einen Kurs besuchen!

Freundliche Grüße

DBB

hspler
21.03.2014, 12:36
Ich möchte den Fokus nochmal auf das Hubschrauber Video lenken. Das hat mich mehr an ein Video Spiel erinnert als an taktisches Denken.
Hierzu stellten sich mir 3 Fragen, die Ihr vielleicht beantworten könnt:


Warum hat der "Gunner" nicht die Zelte beschossen?
Hätten die Taliban (diesmal war es wohl keine Hochzeitsgesellschaft) den Hubschrauber nicht hören müssen?
Warum sind die Buben auf dem Boden nicht in den Zelten geblieben? (Nach dem Motto: Wer nachts Heli fliegen kann muss eine Nachtsichtfähigkeit haben)


Nachdenkliche Grüße...

Cephalotus
21.03.2014, 13:01
Falsch: Sobald deine Körpertemperatur/Oberflächentemperatur deiner Kleidung kälter als das Feuer ist, fällst du wieder auf, weil du kälter bist.

Wenn du es allerdings schaffst deine Temperatur permanent mit einer Toleranz von +/- 0,03 °C der Umgebung anzupassen, wirst du unsichtbar.

Die Temperatur muss nicht gleich sein, die Emission muss es sein. Ein Tarnanzug muss ja auch nicht leuchten, sondern nur (sichtbares) Licht in etwa der gleichen Stärke refelktieren wie seine Umgebung. (und wenn man dann mit nahem IR oper UV drauf leuchtet sieht es oft schon ganz anders aus).

Ein Material kann sich in der Temperatur unterscheiden und trotzdem genausoviel IR abstrahlen wie die Umgebung oder aber es kann dieselbe Temperatur haben und trotzdem deutlich zu unterscheiden sein (wer mal durch eine Wärmebildkamera schaut sieht das auch sofort).

Es nutzt natürlich wneig, wenn dieses Maerial dann zwar im Wärmebild kaum zu sehen ist, dafür aber in den anderen Wellenlängen heraus sticht.

mfg

occam
21.03.2014, 15:08
Ich möchte den Fokus nochmal auf das Hubschrauber Video lenken. Das hat mich mehr an ein Video Spiel erinnert als an taktisches Denken.
Hierzu stellten sich mir 3 Fragen, die Ihr vielleicht beantworten könnt:


Warum hat der "Gunner" nicht die Zelte beschossen?
Hätten die Taliban (diesmal war es wohl keine Hochzeitsgesellschaft) den Hubschrauber nicht hören müssen?
Warum sind die Buben auf dem Boden nicht in den Zelten geblieben? (Nach dem Motto: Wer nachts Heli fliegen kann muss eine Nachtsichtfähigkeit haben)



Ich versuche es mal aus meiner Sicht heraus zu beantworten, was schwer ist, da ja einiges (Details, genauer Auftrag...) nicht bekannt ist und das Video auch erst bei der Annäherung an die Zelte beginnt:

1. Der Bordschütze darf nur auf Ziele schießen, die klar als solche verifiziert sind
Später im Video wird auch extra darauf hingewiesen:"Watch your fires" (sic)
Es seien auch Kinder und Frauen dort.

2. Wenn sie die zwei Hubschrauber hören, dann ists schon zu spät...

3. Keine Ahnung. Ich glaube aber, daß die nicht alle in den Zelten waren, es hat ja da eine größere
Gruppe von Taliban gegeben, die abseits der Zelte in Bewegung waren.
Schaut mir auch nicht nach Lager aus der Taliban, sondern eher nach einer Zeltstadt, bzw. nach Unterkünften
Heimischer. Es waren ja auch Kinder, Frauen und zumindest ein alter Mann dort.
Wissen tu ich es nicht, ich hab das Video auch nicht bis zuletzt analysiert, da könnte man sicher noch einiges
herausfinden, wenn man genauer auf die Funksprüche achtet.
:rolleys:

Ciao,
Occam

ID 6468
21.03.2014, 20:59
Hallo gandroiid,

zu dem von dir geposteten Video möchte ich anmerken, dass es sich dabei mMn um Aufnahmen aus einem passiv WBG der 1. Generation handelt. Also inzwischen quasi im "steinzeitlichen" Bereich anzusiedeln. Sowohl die (aktiven) WBG, alsauch die Restlichtverstärker liefern inzwischen WESENTLICH bessere Bilder, allerdings zu Preisen, die für den "normalen" oder "jagdlichen" Anwender nicht zu bezahlen sind (50.000 € ++).

Natürlich hast du, sobald ein "festes" Objekt die Wärmestrahlung "abschattet" kein "Bild" mir auf dem WBG. Egal ob Gebäude, Fahrzeuge oder was auch immer. Lediglich die "spezifische" Wärmestrahlung des jeweiligen Objekts lässt evt. noch eine Differenzierung zu. Deswegen käme für mich die Anschaffung eines "zivilen" WBGs oder NVG nicht in Frage, da diese schlicht keinem Vergleich, hinsichtlich Preis und Leistung, mit der aktuellen militärischen Generation standhalten. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Mein Schwiegervater (seines Zeichens Jäger) möchte auch gern eines. Die Diskussion des Für und Wider ist uferlos.

Das einzige was ich Dir sagen kann, das es im milit. Bereich sehr wohl sehr gute Geräte gibt, sowohl im Bereich WBG, wie auch im Bereich NVG. Nur kommt da eben der "Normalanwender" nicht dran.

Beispielhaft sei hier genannt, dass das Schießen mit einem normalen Sturmgewehr Kaliber .223 (5,56 NATO) auf 200m+ mit dem in der Bundeswehr eingeführten Nachtsichtaufsatz NSA 80 (80-fache Verstärkung des Restlichts) für den geübten Schützen keine besondere Herausforderung darstellt. Mit der sog. LUCIE (NVG der 2. Generation) ohne Aktiv-Laser an der Waffe hingegen durchaus mehr als anspruchsvoll (im Sinne von eig. nicht durchführbar) ist.

Kleiner Hinweis:
Soweit ich weiß sind an/auf der Waffe montierte Nachtsichtgeräte und Zielbeleuchtungen in Deutschland nach dem Waffengesetz im zivilen (nichtbehördlichen) Einsatz verboten.

Wie das in der Schweiz ist, weiß ich leider nicht.

Grundsätzlich möchte ich aber eines einfließen lassen...getreu dem Grundsatz vom "Einfachen zum Schweren"...

Hast du dich bereits mal mit dem sog. "S4G-Konzept" auseinandergesetzt?

http://feuerkampf-und-taktik.blogspot.de/2010/12/sniping-4-generation.html

Das bildet (meiner bescheidenen Meinung nach) ein ideales Fundament, für "taktischen" Schusswaffengebrauch heutzutage. Ich gehe sogar so weit, das ich sage, ich würde es mir wünschen, die deutsche Bundeswehr würde nach diesen Grundsätzen ausbilden.

Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch. Ich will damit deine persönliche Schießfertigkeit (die ich nicht kenne) nicht in Abrede stellen, aber bevor ich mehrer Tausend CHF in nachtkampffähige Optiken investiere, würde ich vorrangig so einen Kurs besuchen!

Freundliche Grüße

DBB


Guten Abend De_Ba_Be

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich möchte hier mal etwas klarstellen:
In der Schweiz haben wir eine Miliz-Armee. Ich war, wie jeder andere Schweizer auch, der sich nicht UT schreiben lässt oder tatsächlich handicapiert ist, Armee-Dienst-Angehöriger.

1. Ich wurde in meiner Zeit als Soldat unter anderem als Scharfschütze ausgebildet.
2. In meiner Zeit im Kader war ich unter anderem, sagen wir mal als Waffen- und Schiessinstruktor tätig.

Auf diesen Jungschützen-Kurs, der da in Deinem Link gezeigt wird, kann ich verzichten.

Zu meinem geposteten You-Tube Video schreibst Du, es seie Deiner Meinung nach ein WBG der ersten Generation.
Das mag sein. Da ich aber nicht weiss, ob Du Experte auf dem Gebiet der WBGs bist oder dazu militärisch ausgebildet wurdest,
zweifle ich Deine Meinung an.

Fakt:
Seltsamerweise wurde das von mir gepostete Video am 21.02.2014 veröffentlicht
Ich behaupte jetzt einfach mal, es könnte genausogut auch ein WBG der 4. Generation sein.

Ich erkläre auch warum:

1. Ein Forumsuser aus Zürich (also Schweiz) hat genau in diesem Fred geschrieben, dass Sie bei sich im Dienst ein WBG in Preisklasse von
250'000.-- im Einsatz gehabt hätten.

Hm, jetzt hab ich mal ganz genau recherchiert:
http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/themen/einsaetze/laufende/wef/logistik.html (http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/themen/einsaetze/laufende/wef/logistik.html)

In diesem Link kann man eindeutig nachlesen, dass die Schweizer-Armee eine Wärmebildkamera namens WBG90
im Einsatz hat (2014!).

Dann hab ich recherchiert was denn das WBG90 für ein Gerät ist:
http://www.wildnispark.geo.uzh.ch/works/publicat/simfeld/3.htm

Hier wird das WBG90 im Zusammenhang mit Siemens/Aldis gebracht.
Das in diesem Link beschriebene WBG90 ist für Wild!
Das Gerät alleine ist 12kg schwer! Totale Ausrüstung 30kg!!

Dann hat mich noch wundergenommen wie denn das WBG90 aussieht:
http://www.sogart.ch/downloads/SOGAFLASH-5-1995.pdf

Das WBG90 ist im PDF auf der letzten Seite zu finden.

2. Mir fällt in diesem Thread auf, dass einige Forenuser mal mit (noch) nicht belegten Facts um sich werfen und irgendetwas
von Suuuuper-Militär-WBGs schreiben.

3. Ich habe jetzt meine Aufgaben gemacht und Euch eine Linksammlung mit belegbaren Fakten geliefert, wie z.B. in der Schweiz
ein WBG90 aussieht und wie schwer es ist.

4. Seit der Armee-Reform 95 ist in der Schweizer-Armee materialmässig nicht mehr viel passiert

Fazit:
1. Mich würde von den Forenusern/Forenuser, die in diesem Fred hier von Suuuuuper-WBGs die auf -190Grad "heruntergekühlt" werden
einfach mal interessieren, woher sie dieses "Wissen" haben.

2. Dann wünsche ich mir noch, dass einer dieser WBG-Experten mal einfach einen Link postet, damit wir etwas handfestes in den Händen
haben

3. Für die deutsche Bundesarmee kann ich nichts aussagen, da ich kein Deutschländer bin. Ebenso mache ich mir die Mühe nicht, dass ich
jetzt für Euch auch noch recherchieren gehe.

4. Ich zweifle aber solange gewisse Aussagen über Suuuuper-WBGs (auch sogenannte 4.Generation WBGs) an, bis jemand aus Deutschland
oder auch aus Österreich sich die Mühe macht und anständige Links mit Specs liefert.

5. De_Ba_Be, es mag sein, dass eine WBG90 ca. CHF 50'000.-- kostet. Es kann auch sein, wie Du schreibst, dass die WBGs in Deutschland
50'000.-- Euro kosten. Für mich ist jedoch die Qualität des Detektieren's wichtig und wie schwer die Dingers sind. Und eben: ein Link mit
klar belegbarer Information.

Solange Eure Aussagen nicht belegt worden sind, wird's auch schwierig für den werten Themenstarter sich eine Meinung zu bilden, wie hoch die Chancen sind, einer militärischen oder polizeilichen WBG zu entkommen. Weil nämlich harte Fakten fehlen.

Für den Themenstarter:
Falls Du also in der Schweiz wärest (was Du glaubs nicht bist), dann könnte ich Dir jetzt sagen, dass Du anhand meiner Links selber auch auf die Erkenntnis kommst, dass die Militärpolizei und die Polizei der Schweiz Dich nicht mit WBGs suchen würde. Aus dem ganz einfachen Grund, weil niemand, auch die Polizei und das Militär nicht, mit einem 12 kg schweren Gerät durch die Nacht hüpfen und schon gar nicht mit weiteren 18kgs, damit man das Gerät auch so montieren kann, damit es ein ruhiges Bild liefert.

De_Ba_Be:
Ich hoffe ebenfalls, dass Du mich nicht falsch verstanden hast :-)
Im übrigen habe ich in meinem ersten Post nicht geschrieben, dass ich eine WBG kaufen will.
Und wenn Du genauer gelesen hättest, hättest Du auch realisiert, dass ich von selber auf das Ergebnis gekommen bin,
dass die zivilen WBGs nicht viel taugen.

Meiner Meinung nach taugen auch die militärischen WBGs nicht viel. Es sei denn, jemand von Euch kann mir unter Angabe eines
Links etwas anderes beweisen. Dann lasse ich mich sehr gerne eines besseren belehren.

In diesem Sinne

Thermal bebilderte Wärme-Grüsse

gandroiid

Waldschrat
21.03.2014, 21:38
Die Temperatur muss nicht gleich sein, die Emission muss es sein. Ein Tarnanzug muss ja auch nicht leuchten, sondern nur (sichtbares) Licht in etwa der gleichen Stärke refelktieren wie seine Umgebung. (und wenn man dann mit nahem IR oper UV drauf leuchtet sieht es oft schon ganz anders aus).


Hallo Cephalotus,

der Tarnanzug ist bzgl. Wärmestrahlung meiner Meinung nach eine Illusion. Ein Mensch erzeugt in Ruhe rund 100W Abwärme. Kleidung dient nur dazu, exzessive Wärmeverluste zu vermeiden, also 100W zu erzeugen und 200W abzustrahlen -> die Körperkerntemperatur sinkt bis zum Tod durch Erfrieren.

Wenn ich also gemütlich warm mit meinen Tarnklamotten angezogen bin und 100W Abwärme erzeuge, dann strahle ich auch 100W ab.

Würde ich weniger abstrahlen, dann würde ich überhitzen. Ich würde erst die Jacke aufknöpfen, dann die Jacke ausziehen, dann den Pullover ... bei einer Zipp-Off-Hose vielleicht die Hosenbeine abmachen ... bis ich wieder im thermodynamischen Gleichgewicht bin.

Wirksam ist da eigentlich nur, ich mache mich und meine Wärmestrahlung unsichtbar. Gebäude, gern auch Scheunen oder ähnliches auf freiem Feld, Höhlen, Felsüberhänge, Erdlöcher, , das kann zur Not die Kanalisation sein, dichte Wälder.


viele Grüsse

Matthias

ID 3447
23.03.2014, 18:16
Hallo ihr lieben.
Ihr denk meiner Meinung nach recht komplizier.
Von Hollywood halte ich ungrfaehr soviel wie von wiki, aber an Predator mit dem ex Guverneur von California moechte ich doch erinnern.
Es geht um die Scene als Arni aus dem Fluss augtaucht um sich mit Match bedeckt. Match ist jetzt nicht der Star dieser geschichte, sondern die Aussage das eine kaeltere Bariere die Sicht der Wermebildlamera truegt moechte ich beteuern. Siehe auch die erfahrungen mit Beumen und Zelten von vorherigen Posts. Die von mir erwaehnten nassen Decken sind kriegsgeprueft. Es sei auch gesagt das militaers ihre eigene Mittelchen haben...
Lg jorjan

riverbull
26.03.2014, 17:56
In unserer Einheit haben wir solche WBGs benutzt wo der Detektor auf bis zu -190 °C gekühlt wird.
Das Teil kostet für die Armee ca. 250'000 sFr.
Ich kann diesen Preis nur bestätigen. Bei uns wurde auf jeden Fall der selbe genannt :lächeln: wobei man bei der Schweizerarmee ja nie sicher ist, was der Wahrheit entspricht. Nun aber zum Thema:
Wie bereits erwähnt habe ich in der Armee mit WBG's gearbeitet. Dazu muss man sagen, dass die Dinger echt hilfreich sind und wir dank ihnen auch in völliger Dunkelheit unsere "Gegner" ohne Probleme lokalisieren konnten. Sich zu verstecken war aber keines Falls so schwer wie man denkt. So hat es meist gereicht, wenn wir einen halben Meter um unser Lager einen Schutzwall aus Zeltblachen gebaut haben. Diese wurden dann durch die daran vorbeiströmende Luft gekühlt und wir waren dahinter "unsichtbar".

Bei unseren Fahrzeugen haben wir es zum Teil gleichgemacht. Nur haben wir da meist noch den Motor mit einem M2 Gummiboot abgedeckt. Die Luftkammern des Gummiboots isolieren nämlich auch echt Toll. Feuerstellen haben wir immer in einem ca. 0.5m tiefen Loch mit Luftzufuhrgraben gemacht. So ist das Feuer höchstens aus der Luft oder von einer höher gelegenen Position zu entdecken.

Wirklich schwer wird es erst, wenn du deinen Standort unentdeckt wechseln willst. Doch das haben wir leider nie auf Reihe bekommen. :lächeln:

Ich hoffe ich konnte dir trotzdem helfen

Grüsse Riverbull

Cephalotus
26.03.2014, 20:10
Ein Feuer in einem 0,5m tiefen Loch konntet ihr mit der Wärmebildkamera nicht mehr erkennen???

riverbull
26.03.2014, 20:23
Hallo Cephalotus

Leider haben wir das WBG nur an Fahrzeugen und Personen getestet. Das mir der Feuerstelle wurde uns einfach so beigebracht. Du stellst die das Feuer vielleicht auch einfach zu gross vor. Wir hatten nämlich meist nur etwa ein Feuer in der Grösse eines Notkochers. Wir brauchten es ja auch nur um unser Essen in der Gamelle zu erwärmen und nicht um mal locker eine Wurst zu "bräteln". Bei einem grösseren Feuer würde man Ansonsten sicher auch den Wärmestrom sehen, der nach oben wegzieht. Ausserdem musst du bedenken, dass der "Feind" in einer gewissen Entfernung von dir steht. Durch den dadurch enstehenden Winkel sind für Ihn nicht 0.5m Erde zwischen Ihm und dem Feuer sondern viel mehr. Ausser er ist wie gesagt in einer erhöhten Position.
Anbei noch ein Bild eines Schweizer Notkochers, damit du dir in etwa die Grösse der Feuerstelle vorstellen kannst.
Ich hoffe ich konnt dir helfen und meine Ausbildner haben mir keinen Stuss beigebracht. Ausserdem falls jemand andere Erfahrungen gemacht hat korrigiert mich bitte ich bin jung und kann noch viel lernen! :lächeln:

Liebe Grüsse Riverbull
16084

moleson
26.03.2014, 22:39
Guten Abend De_Ba_Be

...
Ich möchte hier mal etwas klarstellen:
In der Schweiz haben wir eine Miliz-Armee. Ich war, wie jeder andere Schweizer auch, der sich nicht UT schreiben lässt oder tatsächlich handicapiert ist, Armee-Dienst-Angehöriger.

1. Ich wurde in meiner Zeit als Soldat unter anderem als Scharfschütze ausgebildet.
2. In meiner Zeit im Kader war ich unter anderem, sagen wir mal als Waffen- und Schiessinstruktor tätig.

Auf diesen Jungschützen-Kurs, der da in Deinem Link gezeigt wird, kann ich verzichten.



Nun wenn du wirklich als Scharfschütze auf dem Sako TRG42 ausgebildet wurdest, solltest du wissen das diese Ausbildung noch recht jung ist. Was du aber nicht weisst ist das diejenigen die die ganze Scharfschützen Ausbildung ins Leben gerufen haben, genau auch diejenigen sind die das Konzept S4G entwickelt haben das du abschätzig als Jungschützenkurs bezeichnet.

Der Grund warum das S4g entwickelt wurde und auch langsam eingeführt wird, ist dass das der TIFLU (heisst der Schütze mit einem Stg90 und dem Kern ZF) mit der konventionellen Methode ein riesen Problem hat. Er kennt im Gegensatz zum Scharfschützen weder die Distanz noch den Wind und noch weniger die anderen relevanten Parameter. Resultat er dreht jedes mal an den Knöpfen wenn er nicht getroffen hat, weil er nicht weiss ob er einfach daneben geschossen hat oder schlecht eingestellt hat. Mit den obigen Konzept haben wir einer Treffer Quote von 80% auf 600m mit dem Stg 90 und dem Kern ZF auf einem G Ziel. Wenn man das in Relation setzt mit dem nötigen Material ein ZF 4x von 1975 und maximal 2 Tage Ausbildung (im Armee Rahmen) schlägt das alles was man sonst findet. Es ist nichts anderes als die CH Antwort auf das DMR Problem.





Zu meinem geposteten You-Tube Video schreibst Du, es seie Deiner Meinung nach ein WBG der ersten Generation.
Das mag sein. Da ich aber nicht weiss, ob Du Experte auf dem Gebiet der WBGs bist oder dazu militärisch ausgebildet wurdest,
zweifle ich Deine Meinung an.

Fakt:
Seltsamerweise wurde das von mir gepostete Video am 21.02.2014 veröffentlicht
Ich behaupte jetzt einfach mal, es könnte genausogut auch ein WBG der 4. Generation sein.

Ich erkläre auch warum:

1. Ein Forumsuser aus Zürich (also Schweiz) hat genau in diesem Fred geschrieben, dass Sie bei sich im Dienst ein WBG in Preisklasse von
250'000.-- im Einsatz gehabt hätten.

Hm, jetzt hab ich mal ganz genau recherchiert:
http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/themen/einsaetze/laufende/wef/logistik.html (http://www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/themen/einsaetze/laufende/wef/logistik.html)

In diesem Link kann man eindeutig nachlesen, dass die Schweizer-Armee eine Wärmebildkamera namens WBG90
im Einsatz hat (2014!).

Dann hab ich recherchiert was denn das WBG90 für ein Gerät ist:
http://www.wildnispark.geo.uzh.ch/works/publicat/simfeld/3.htm

Hier wird das WBG90 im Zusammenhang mit Siemens/Aldis gebracht.
Das in diesem Link beschriebene WBG90 ist für Wild!
Das Gerät alleine ist 12kg schwer! Totale Ausrüstung 30kg!!

Dann hat mich noch wundergenommen wie denn das WBG90 aussieht:
http://www.sogart.ch/downloads/SOGAFLASH-5-1995.pdf

Das WBG90 ist im PDF auf der letzten Seite zu finden.

2. Mir fällt in diesem Thread auf, dass einige Forenuser mal mit (noch) nicht belegten Facts um sich werfen und irgendetwas
von Suuuuper-Militär-WBGs schreiben.

3. Ich habe jetzt meine Aufgaben gemacht und Euch eine Linksammlung mit belegbaren Fakten geliefert, wie z.B. in der Schweiz
ein WBG90 aussieht und wie schwer es ist.

4. Seit der Armee-Reform 95 ist in der Schweizer-Armee materialmässig nicht mehr viel passiert



Für das gros der Truppe effektiv nicht.


Aber das AAD10 und der Spezdet, die haben ihre eigene Logistik. Und die haben WBG die als Thermalvorsatz auf Waffen montiert werden können und unheimlich effektiv sind. Sind nicht grösser als ein klassisches ILR, kosten aber um die 20'000.-.

Sonst gibt es das JIM LR von Vectronix http://www.sagem.com/IMG/pdf/D1350F-JIM_LR.pdf, 2.5 Kg und man kann bis 5km einen Menschen detektieren.

Zu den Waffen Vorsätzen gibt es das http://tnvc.com/shop/cnvd-t-su-232pas-clip-on-night-vision-device-thermal/ L3 CNVD-T, das nur 600h wiegt und Menschen bis 450 m bekämpfen lässt.

Für den Helm gibt est von Vectronix (CH Firma) dies http://www.vectronix.ch/TACS-M/download.php?force=1&pfad=209_110401_Vec_Flyer_TACS_M.pdf&name=110401_Vec_Flyer_TACS_M.pdf

Moleson

Unabhäniger
26.03.2014, 23:05
Hallo zusammen



Dann hat mich noch wundergenommen wie denn das WBG90 aussieht:
http://www.sogart.ch/downloads/SOGAFLASH-5-1995.pdf

In unserer Einheit hatten wir einen Vorgänger des WBG 90. Die genaue bezeichnung weiss ich nicht mehr.

Das Modell war ziemlich schwer ca. 10-15 kg. Konnte auf einem Fzg. oder einem tiefen Dreibein aufgestellt werden.
Die Form war Rechteckig, vorne die Optik und hinten den Monitor. Dass Gerät wurde durch eine kleine Gaspatronen gekühlt, welche von zeit zu zeit ersetzt werden musste.
Kostenpunkt eine sechsstellige Summe.

Die Leistung war sehr gut. Ein offenes Fenster war deutlich sichtbar, auch beim offenen Kipp-Fenster sah mann die Wärme ausströmen.

Ein Feuer in einem 0,5m tiefen Loch konntet ihr mit der Wärmebildkamera nicht mehr erkennen???
Das Feuer nicht direkt, aber die aufsteigende Hitze schon.

Auch ein Raucher konnte deutlich "am Rauch" erkannt werden.
Sogar eine LKW Spur im Schnee, welche wieder zugeschneit war, war mit dem WBG immer noch sichtbar.

Die Neuen Modelle sind sicher noch besser geworden.

gruss unabhäniger

Cephalotus
27.03.2014, 11:43
Ich kenne das aktiv gekühlte Wärmebildgerät, das in den 90er Jahren am Spähpanzer Luchs installiert war (Ich war Richtschütze bei der Armee und hab in Jugoslawien viele Stunden da durchgeschaut, weil da zu meiner Zeit die Luchs u.a. auch "Wache" standen im Feldlager in Sarajevo).

Heute kenne ich die zivilen Geräte bei der Gebäudethermografie (so 10.000€ Klasse) und aktiv gekühlte Systeme zur Gasleckdetektion (so 50.000€ Klasse).

Alle Geräte sind brutal gut, das ziviele Gerät der 50.000€ Klasse ist schlichtweg phänomenal. Damit erkennst Du Dampf von Deinen Handinnenflächen aufsteigen, wenn Du die reibst oder die einzelnen Barthaare im Gesicht (auf kurze Entfernung natürlich).
Ich weiß die thermische uflösung nicht auswändig, aber das bewegt sich im Bereich von hunderstel Kelvin. Dazu kommt eine entsprechende Bildaufbereitung, die das bsonders sichtbar macht, was man sehen will.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man vor so einem Gerät ein Feuer auch nur Ansatzweise verstecken kann. Die Geräte erkenne problemlos Handabdrücke an Gegenständen durch die gespeicherte Wärme. Die erkennen auch Fäulnisprozess, Verduntuntsungskälte und vieles mehr.

Ich halte übrigens die guten/teuren zivilen Geräte heute für extrem gut und glaube nicht, dass militärisches Material da großartig überlegen ist. Ich denke eher, dass ein aktuelles zviles Gerät einem militärischen Gerät aus dem Jahr 1995 überlegen sein dürfte. Völlig unabhängig davon, ob das Militär dafür ne halbe Million auf den Tisch gelegt hat.
Die zivilen haben oft andere Software, weil es da ja auf andere Sachen ankommt, z.B. Wärmespots detektieren, defekte Bauteile, Wärmebrücken, Gasdämpfe, etc...

Ich hab mir vorgenommen auf eins der nächsten HSP Treffen mal ein (geliehenes) ziviles Wärmebildgerät mitzunehmen und ein paar Sachen zu probieren, fürchte aber, dass man "im Wald" wenig Chancen hat.

Am besten schützt noch die Physik. Da Wärmestarhlung sehr langwellig ist hat man eine extrem starke Beugung im optischen System und eine entsprechend lausige Auflösung (im Vergleich zum sichtbaren Licht). Mit entsprechender Entfernung sinkt daher die Erkennbarkeit stark ab, egal ob ziviles oder behördliches Gerät. Die Physik gilt für alle. Es wird daher wohl auch nie möglich sein, einen Mensch aus dem All per Wärmebild aufzuspüren, was optisch heute ja durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

mfg


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