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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kaminofen - auf was achten?



mueller
21.02.2016, 13:32
Hi,

dieses Jahr steht eine neue Anschaffung an. Es soll ein Kaminofen werden.

Mit den grundsätzlichen Vor- und Nachteile habe ich mich auseinandergesetzt. Auch mit den entsprechenden Vorschriften.

Meine Frage geht eher in die Richtung Gusseisen oder Stahl, Speckstein oder nicht.

Mit dieser Info kann ich dann auf die Suche gehen und Fragen stellen.

Der Ofen soll 50 - 60 qm gut aufheizen können und für den Dauerbetrieb ausgelegt sein.

Weiß jemand Rat?

Samui
21.02.2016, 13:54
Mit Backröhre drinne und Kochfläche oben ;-)
Meiner ist aus Guss, und hat an den Seiten eine Steinverkleidung. Schraube ich den Deckel ab, kann ich die "Fliesen" entnehmen und durch das Material meiner Wahl ersetzen. Z.B.: an den Bodenbelag anpassen :-)
Die Brennkammer ist bei meinem eher klein gehalten, aber er ist dadurch sehr ffektiv. Der meines Arbeitskollegen hat ne riesige Brennkammer und der zieht die Scheite einfach durch ohne viel zu heizen. Ich komme mit 5-6 Scheiten am Tag aus (milder Winter).
Die braucht er allein schon zum Anfeuern ;-)

Wenn ich die Prinzipien richtig verstanden habe, heizt Stahl/Guss den Raum schneller auf, Stein verzögert die Hitzeabgabe wie ein Puffer.
Ein Bruno wäre ein Traum. Oder Bullerjan. Mir jedenfalls reichte das Budget nicht für so einen. Die wären jedoch dann aus Guss/Stahl.

rico77
21.02.2016, 14:06
Mit Backröhre drinne und Kochfläche oben ;-)
Meiner ist aus Guss, und hat an den Seiten eine Steinverkleidung. Schraube ich den Deckel ab, kann ich die "Fliesen" entnehmen und durch das Material meiner Wahl ersetzen. Z.B.: an den Bodenbelag anpassen :-)
Die Brennkammer ist bei meinem eher klein gehalten, aber er ist dadurch sehr ffektiv. Der meines Arbeitskollegen hat ne riesige Brennkammer und der zieht die Scheite einfach durch ohne viel zu heizen. Ich komme mit 5-6 Scheiten am Tag aus (milder Winter).
Die braucht er allein schon zum Anfeuern ;-)

Wenn ich die Prinzipien richtig verstanden habe, heizt Stahl/Guss den Raum schneller auf, Stein verzögert die Hitzeabgabe wie ein Puffer.
Ein Bruno wäre ein Traum. Oder Bullerjan. Mir jedenfalls reichte das Budget nicht für so einen. Die wären jedoch dann aus Guss/Stahl.

Eine Gelegenheit, den Ofen auch zum Kochen zu benutzen wäre natürlich ideal. Ein Bruno hat ja so eine Wärme/Kochfläche....ob das ausreicht weiss ich nicht.
Grundsätzlich heizt ein Bullerjahn den Raum sehr schnell auf und du kannst auch längere und dickere Scheite reinschmeissen.
Eine andere Möglichkeit wäre ein Grundofen (Brennkammer, Schamotteröhren, Stein und Lehm) der hält die Wärme länger aber braucht auch länger zum aufheizen.
Grundsätzlich würde ich deinen Schornsteinfegermeister zu Rate ziehen. Der kann den Wärmebedarf und die Heizleistung errechnen und dir auch sonst einige Tips geben.

mueller
21.02.2016, 14:11
Nun, die Backröhre wollte ich weglassen. Bei unserer Menge an Brot und Kuchen wäre das unpraktisch...

Wie groß ist Deine Brennkammer?

- - - AKTUALISIERT - - -

Zur Zeit liegt einer von Morso weit vorn im Rennen.

Samui
21.02.2016, 14:19
Maße Brennraum: 20cm breit, 25cm tief, 36cm hoch

Würd ihn aber nicht wieder kaufen -> keine Backröhre.
Kochen geht darauf aber echt gut. Oben ist Guss und das heizt sehr schön und gleichmäßig.
Die Backröhre vermisse ich aber total. Hab damals 250€ incl Versand bezahlt..

In der Backröhre kannste auch Fleisch garen, Dosenravioli aufwärmen, einkochen, trocknen, Wasser (ab)kochen,....

Meiner fliegt im Sommer raus und wird durch einen mit Backröhre ersetzt. Der hier steht dann im "Lager" bis ich Verwendung dafür hab :-)

mueller
21.02.2016, 14:33
Hast Du bitte einmal den Namen des Herstellers für mich?

Miesegrau
21.02.2016, 14:55
Du wirst, je nach vorhandener Dämmung, einen Ofen mit etwa 8 Kw Heizleistung benötigen um den Raum komfortabel warm halten zu können.

Wichtig:

Moderne Häuser sind meist so dicht, das eine Zwangslüftung unumgänglich ist! Wenn Frischluft nicht ungehindert nachströmen kann, wird es zu Verpuffungen der Rauchgase nach innen kommen. Das ist im bestenfalls unangenehm und führt unweigerlich zu größeren Renovierungsaktionen.

Angenehme und dauerhafte Wärme erzeugt ein Kachelofen. Einmal angefeuert sorgt er mit einer Füllung Brennmaterial stundenlang für Behaglichkeit. Die Abgase brauchen sehr lange um die gewundenen Züge im Inneren zu passieren, bis sie dann relativ kühl den Schornstein erreichen. Eine sehr effiziente Art zu heizen.
Nachteile: Das fachgerechte Setzen und der Ofen an sich sind nicht billig. Die Züge müssen ab und zu gereinigt werden, was Fachwissen voraussetzt. Nimmt viel Platz weg.

Ähnlich funktioniert ein gesetzter Specksteinofen. Einmal angeheizt sorgt die schiere Masse des Wärme speichernden Specksteins bis zu 2 Tagen für Gemütlichkeit. Dieser Stein gibt die Wärme sehr langsam und gleichmäßig an seine Umgebung ab.
Nachteile: Teure Anschaffung (aber man kann ihn durchaus selbst aufbauen), sehr voluminös, durch das Gewicht könnte ein Statiker von Nöten sein.

Kachelkaminofen. Dieser Ofen macht schnell warm und ist fast eben so schnell wieder kalt. Die Kacheln sind ehr Zierde als Wärmespeicher. Unkomplizierte Bedienung, nimmt fast jedes Brennmaterial (Holz, Kohle, bei mir Einwegpaletten).
Nachteil: Eigentlich wenige. Die Schamotplatten innen reißen gern und ab und an ist eine neue Dichtschnur in der Ofentür nötig.

Reine Eisenöfen wie Bullerjan und co: Schnell warm, schnell kalt. Verträgt oft nur Holz als Brennstoff, was ein häufigeres Nachlegen nötig macht. Meist kann man auf diesen Öfen irgendwie kochen.

Door Miesegrau

Dem ein guter Kachelofen mit Warmhaltefach und Ofenbank das liebste Heizmöbel wäre. Bären sind halt auch nur Menschen manchmal und zwar ziemlich gemütliche und faule...:grosses Lachen:

Ps.: Wasserführende Öfen kann man an die eventuell vorhandene Warmwasserheizung anschließen und so die restlichen Räume eines Hauses mit heizen.

Bärti
21.02.2016, 17:32
@mueller

wie wäre es mit einem Holzherd statt einem Holzofen?

Bärti
21.02.2016, 17:36
Ich meine so einen mir sichtbarer Feuerstelle, da hat man dann Ofen und Herd in Einem....

http://www.ofen.edingershops.de/Holzherd+Kuechenherd/La-Nordica-Kuechenherd/Küchenherd-Holzherd-La-Nordica-Cucinotta-schwarz-Gussfeld-Ans-Mitte::91125783.html?refID=googlebase&utm_source=googlebase&utm_medium=cpc&utm_campaign=pricing&gclid=CMDou-CkicsCFSoCwwodwuMDlw

mueller
21.02.2016, 20:01
@mueller

wie wäre es mit einem Holzherd statt einem Holzofen?


Regierungsentscheidung...

Bärti
22.02.2016, 11:08
Revolution? Oder bedeutet das dann Erschießungskommando? Alternativ bieten sich auch Lockangebote an so nach dem Motto: du wolltest doch schon immer das ich mehr in der Küche mithelfe und koche......

mueller
22.02.2016, 12:57
Lockangebote wären zu teuer.
In meinem Alter wird man zudem gelassener. Also auch keine Revolution.

jonn68
22.02.2016, 14:29
Also wir haben uns vor 8 Jahren für einen Grundofen von Ronda entschieden, dieser hatte für uns mehrere Vorteile:
- einmal am Tag anheizen, 8h Wärme, braucht auch nur ca 5-7 Scheite
- damals hat er die neuesten Abgasvorschriften eingehalten
- sieht auch sehr gut aus

Ein Kombi kochen, heizen, ist meistens nicht so effizient wie das einzelne Gerät. Wir sind deswegen auch gerade noch am überlegen uns einen richtigen Holzherd oder einen Holzbackofen(z.B. Häussler) anzuschaffen.

Varminter
22.02.2016, 17:04
Grundsätzlich heizt ein Bullerjahn den Raum sehr schnell auf und du kannst auch längere und dickere Scheite reinschmeissen.



Zum Bullerjan: den hat ein Freund von mir auf seiner Jagdhütte.

Heizt sehr schnell auf, aber verdreckt auch unheimlich viel im Raum.

Durch die Belüftung des Bullerjans wird enorm viel Staub aufgewirbelt und dann halt auch wieder abgelagert.

Für eine Hütte noch ok, für ein Wohnzimmer würde ich mir das Ding sehr überlegen.

HatzDiesel
22.02.2016, 17:37
Hei,
Ich hab 'nen Bullerjan im Wohnzimmer- und der macht ganz wenig Wirbeldreck.
Nur wenns eh schon staubig ist wirds durch die Konvektion gut verteilt....
Ansonsten ist das einer der besten Öfen,die kann ich nur weiterempfehlen!
...wie schon erwähnt gehen lange Holzstücke rein.......
32571
Allerdings macht da in Deutschland wohl einem öfters der Schorni einen Strich durch die Rechnung- Aschebettofen ist wohl ganz pfui was Emissionen angeht.
Ich betreibe meinen in den Vogesen,da interressiert das keine Sau.

Und Holzherd habe ich einen Wamsler,ca. 20-25 Jahre alt in weiß.
Ohne Wassertasche.
Billig gekauft,komplett zerlegt und gereinigt, mit teilweise neuem Schamott/neuen Griffen/neuen Dichtschnüren wieder aufgebaut.
Sieht aus wie neu,funktioniert perfekt
32570

Gruß
Hatz

Museveni
22.02.2016, 19:32
Hei,

Ich betreibe meinen in den Vogesen,da interressiert das keine Sau.

pass bloss auf das Merkel die Vogesen nicht Heim ins Bundesgebiet holt,dann wird die Kaminfegerinnung umgehend eine Offensive starten. 😆

Bärti
22.02.2016, 20:02
Ja es ist Zeit für den Feinstaubpranger, anschliessend auspeitschen mit der Kaminkehrerbürste und Asche-Schandmale werden in Hatz Gesicht gemalt. Auch wenn in dieser Bestrafungszeit mal wieder ein paar hundert Hektar Regenwald der Brandrodung zum Opfer gefallen sind (mit entsprechendem Feinstaubausstoss) so muss doch sein schändlich-subversives Verhalten strengstens geahndet werden. Wo kommen wir denn da hin, wenn Leute einfach so Holzscheite zur Wärmegewinnung verbrennen.

BVS-Sobi
22.02.2016, 20:12
Hallo,

wir haben vor fünf Jahren einen Hark-Kaminofen mit Kacheln an den Seiten gekauft. Zusätzlich haben wir später einen Außenzuluft-Anschluss anbringen lassen.
Von Speckstein wurde uns abgeraten, da dieser sich mit der Zeit farblich verändert. Zwecks Beratung sind wir nach Duisburg zur Hark-Zentrale gefahren.
Den Preis konnten wir auch noch ein wenig herunterhandeln und es gab einiges Zubehör dazu.
Unser Schornsteinfeger war sehr zufrieden, da alle Zulassungen zukunftsorientiert vorliegen.
Die Bratäpfel auf dem Ofen sind immer gut gelungen. :)
Mit dem Ofen können wir zur Not die ganze erste Etage warm halten. Einen Backeinsatz ist vorhanden, wurde aber noch nicht benutzt.

Gruß
Sobi

Miesegrau
22.02.2016, 20:28
Warm im Wohnzimmer, Schlafzimmer, auch der Flur und die Küche sind überschlagen.:lächeln:

Miesegraus Palletskachelkamin.:Cool:

http://up.picr.de/24674235hp.jpg

mueller
22.02.2016, 21:40
So, jetzt komme ich Dich besuchen

(das ist jetzt aber keine Drohung :lachen:)

Waldläufer
23.02.2016, 14:37
Wie schon von einigen angetönt kommt es auf die Grösse des zu beheizenden Raumes an. Im Weiteren muss bedacht werden, dass bei einem Minergie-Haus, -Wohnung, eine Frischluftzufuhr zwingend ist!

Ich habe einen Cheminée-Ofen eingebaut, welcher aus Stahl besteht. Weiter habe ich zusätzlich Speicherblock aus Feuerbeton. Dieser nimmt die Wäre auf und gibt diese langsam ab. So verpufft die Wärme nicht ungenutzt durch den Schornstein.

Ich habe gute Erfahrungen mit einer grossen Panorama-Sichtscheibe gemacht. Durch diese wird der Raum rasch aufgeheizt und man kann, beim Sitzen vor dem Ofen, die Wärme rasch spüren. Dies wirkt sich rasch auf die Psyche aus!

Ich kann mit wenig Holz mein Wohnbereich sehr gut beheizen. Aus der Praxis kann ich sagen, dass ich mit 5 bis 6 Holzscheiter einen halben Tag die Wärme aufrechterhalten.

Schön wäre natürlich der Anschluss an das Warmwassersystem des Hauses. Das ist aber eine grosse Investition, welche sich lohnen würde. Bedeutet aber, dass man auch viel mehr Holz verbrennen und evtl einen grösseren Umbau an der Wasserversorgung vornehmen muss!

Bezüglich dem Kochen, Backen, Warmwasser und Heizleistung in einem gut isolierten Haus / Wohnung, bin ich eher der Meinung, dass man nicht alles unter einen Hut bringen kann. Ich bin da eher der Meinung, dass man zwei verschiedene Ofen ins Auge fassen sollte. Einer, welcher für das Raumklima und das Warmwasser ist und einen Zweiten (z.B. Tiba / Holzherd mit Backofen) für die Küche.

Aus diesem Grund haben wir uns dann für einen entschlossen, welcher nur für das Heizen des Wohnraumes ist. Zum Kochen und Backen bleibe ich bei der guten alten Feuerstelle im Garten. Kochen mittels Pfannen und Töpfen auf dem offenen Feuer und Backen im dutch oven.

DerGerald
23.02.2016, 14:44
Hallo,


...dass bei einem Minergie-Haus, -Wohnung, eine Frischluftzufuhr zwingend ist!
Komisch ich hab so ein Haus und heize ohne Frischluftzufuhr. Wie mache ich das blos?

Allerdings hat Frischluftzufuhr in jedem Haus einen gewissen Reiz.

Gruß
Gerald

Miesegrau
23.02.2016, 14:56
Dann pfeift es bei dir irgend wo durch die Ritzen. Der Ofen verbraucht Sauerstoff bei der Verbrennung. Diesen entnimmt er aus seiner direkten Umgebung. Wenn in diesen Raum keine Frischluft zuströmen kann, entsteht ein gewisser Unterdruck. Die Rauchgase schlagen zurück und du sitzt etwas angeschwärzt in einer verqualmten Bude. Es gibt genug Beispiele dafür. Wie schon gesagt, du hast Dusel das deine Hütte doch nicht so dicht ist wie von dir gedacht.

DerGerald
23.02.2016, 15:00
Offene Bauweise. Geschlossener Ofen und gekippte Kellerfenster.
Da Kälte die Eigenschaft hat abzufallen bleibt sie im Keller und trotzdem hab ich genügend Luft für den Ofen.

Da kann die Bude dicht sein wie sie will :)

Gruß
Gerald

Miesegrau
23.02.2016, 15:07
Also hast du doch für Luftzufuhr gesorgt. Warum behauptest du weiter oben das Gegenteil? :peinlich:

Ares
23.02.2016, 15:10
In unserem Haus war glücklicherweise schon ein 7 kw Hark Kaminofen im Wohnzimmer vorhanden, mit
diesem wird das komplette EG und OG beheizt. Der Luft/Wärmeaustausch erfolgt über das Treppenhaus,
funktioniert besser als ich Anfangs vermutet hab.

32608

Gruß Andreas

DerGerald
23.02.2016, 15:26
Also hast du doch für Luftzufuhr gesorgt. Warum behauptest du weiter oben das Gegenteil? :peinlich:

Da hast du recht Miesegrau. Da hab ich wirklich Blödsinn geschrieben.
Ich dachte bei Frischluftzufuhr an so ein Schlauchding, daß am Ofen angeschlossen werden muß.
Also, wenns bei der Bude nicht überall reinpfeift, dann muß man halt ein Kellerfenster kippen. Können wir uns darauf einigen?

Achten würde ich vor allem darauf, daß der Ofen für das zu heizende Volumen nicht zu klein ist und auch nicht viel zu groß. Dabei kann sicher ein Heizungsinstallateur helfen.
Weiters würde ich darauf achten, daß ich vom Ofen nicht direkt in den Kamin gehe sondern so ca2m Ofenrohr habe. Ich finde das heizt noch zusätzlich ganz gut. (Vielleicht irre ich mich aber auch)
Dann sollte der Ofen möglichst schwer und aus Metall sein (Gußeisen, Stahlblech), Stein, Keramik oder was auch immer ist optional auch ganz OK. Außerdem mag ich so ein großes Sichtfenster. Ich mag es ins Feuer zu schauen.

Das Problem bei Herd und Ofen ist, beim einen will ich die Wärme im Innenraum und beim anderen herausen. Deshalb finde ich einen Herd als Ofen oder eine Kombination nicht geeignet. Vorallem wenn ich im Sommer auch Backen/ Kochen will.

Miesegrau
23.02.2016, 15:51
Ich hab gut zwei Meter Ofenrohr und zwei Knie 150er dickwandiges Rohr bis zum Wandfutter. Wer möchte kann sich diese Fläche ausrechnen, die zur Wärmeabstrahlung zusätzlich vorhanden ist. Ich bin zu faul dazu, verrate aber gern das ich etliches weniger auflegen muss um das Wohlfühlklima zu erreichen.:lachen:

Door Miesegrau

Hat schon etliche Kaminöfen in den dritten Stock geschleppt und angeschlossen....

mueller
23.02.2016, 16:55
Ein Anruf beim Schornsteinfeger ergab zudem:
Augen auf bei Dunstabzugshauben in der Küche. Die können ab einer bestimmten Stärke die Gase aus dem Ofen durch das Wohnzimmer in die Küche ziehen bzw sorgen für noch weniger Frischluft.

Da werde ich einmal mir einen Termin holen, beim schwarzen Mann. Beratung ist besser als Erstickung.

mueller
23.02.2016, 19:02
Gilt wohl auch bei nicht offenen Kuchen, wenn die Umstände nicht passen.
Ich berichte mal, wenn es so weit ist.

mueller
23.02.2016, 21:22
Ups, es heißt natürlich "offenen Küchen" und nicht "offenen Kuchen".

Der soll schon gut durch sein.

mueller
01.04.2016, 20:25
Ergebnis: ist ein Kamin und eine Dunstabzugshaube, die nach außen bläst, im Haus vorhanden, ist entweder eine Unterdruckdose oder ein Fensterkippschalter zwingend erforderlich.

Metaller
02.04.2016, 19:19
Warm im Wohnzimmer, Schlafzimmer, auch der Flur und die Küche sind überschlagen.:lächeln:

Miesegraus Palletskachelkamin.:Cool:

http://up.picr.de/24674235hp.jpg

Hallo, dieses Modell wollte ich mir auch mal kaufen. Hab dann aber einen Kaminbausatz gekauft. Wie bist du zufrieden damit? Die Kacheln sind halt nur vorgehängt. Wie lange bleibt der warm?
Schön ist er auf jeden Fall!

mueller
25.06.2016, 21:33
So, nun ist es ein Kaminofen aus Gusseisen geworden (ich hatte ja eine Rückmeldung versprochen).

Und gleich eine Frage an die Ofenheizer: warum kommen die dicken Scheite nach unten und das Anmachholz nach oben?
Draußen mache ich das doch anders herum.

mueller
26.06.2016, 10:58
Meine Theorie: von oben nach unten dauert es länger und ist sparsamer.

Evtl gibt es ja noch ein paar Ofenexperten hier.

Henning
26.06.2016, 12:52
Meine Theorie: von oben nach unten dauert es länger und ist sparsamer.


Die Verbrennung ist so schadstoffärmer.

HatzDiesel
26.06.2016, 15:29
Die "Vonobenanbrennen-Methode" kenne ich nur von den Sturzbrand-Holzvergaseröfen.
Ich hab hier hauptsächlich meinen Bullerjan in Betrieb,der wird von unten nach oben geschichtet/angefeuert-
und da mein Holz für´n Ofen trocken ist,rußt da auch so gut wie nix.
Als "Zunder" habe ich Papp-papier (Stopfmaterial vom Großhändler) im gebrauch,daß hat richtig Brennwert und fackelt schön langsam ab.
Da drauf kommen dann 1-2 Zapfen als Brandbeschleuniger,
ein wenig Kleinholz von Tanne/Buche und dann Scheite.
3486934870
Die Brikett´s auf dem Bild kommen ab und zu beim Badeofen und im Küchenherd zum Einsatz.

Gruß
Hatz

Solarfuzzi
11.09.2016, 20:09
Soll der Ofen wasserführend sein , d.h. irgendein Heizsystem unterstützen ? Ein normaler Ofen gibt oft soviel Wärme ab, daß man nach einigen Stunden wieder aufhören muß zu heizen, trotzdem wird es um 2 Ecken und durch 1 bis 2 Türen auf der selben Ebene nicht viel wärmer. Bei höheren Häusern (z.B. Reihenhaus) mit 3 Etagen sieht das schon besser aus, wenn der Kamin zentral und unten steht. Kenne ich von Bekannten.
Was wenig beworben oder sogar in den technischen Daten vergessen wird, ist die Größe des Feuerraums, dabei gibt es 2 Kenngrößen:
a) Das Volumen des Feuerraums(Brennkammer) bestimmt wieviel kWh man mit einer Beschickung raus bekommt. Da dies reine Physik ist, kommt da kein Hersteller drum rum. Ein Abbrand dauert ca 1 h und ist nicht regelbar, d.h. je mehr Holz rein paßt, desto höher die effektive Leistung in dieser Stunde. Bei zwei Öfen mit gleicher Nennleistung sollte man immer den mit der größeren Kammer nehmen. Die Hersteller messen die Nennleistung wahrscheinlich mit ein 2 Kilo Mikadostäben ( gibt für 5 min wahrscheinlich ne irre Leistung, danach aber nicht mehr ).
b) die mögliche Scheitholzlänge. Standard ist of 33 cm . Wenn man nur gelegentlich damit heizt ist das ok. Wenn man jedoch im Jahr mehrere Raummeter verheizen will, ist eine Kammer für 50 cm Scheite besser ( der Ofen wird aber auch tiefer ). Außerdem sind 50 cm Scheite meist etwas billiger und man kann sie oft etwas besser stapeln.
Wir heizen seit mehreren Jahren mit unserem wasserführenden Kamin "dazu" und haben damit 2/3 unseres Ölverbrauchs ersetzt. Mit dem vorherigen einfachen Kamin konnten wir nur ca. 1/6 des Ölverbrauchs durch Holz ersetzen, weil eben nur im Wohnbereich wirksam.
Eventuell könnte es aber auch ein Holzherd werden. Es gibt welche mit Umschaltung zwischen Heizen und Kochen. Für Notfallbetrachtungen ist das nicht zu verachten. Steht bei uns auf der Wunschliste für das restliche 1/3 Öl.


Solarfuzzi

jp10686
20.09.2016, 13:51
Da es hier passt:
wir heizen ausschliesslich mit Stückholz und einer thermischen Solaranlage.
Die Öfen sind ein schwerer Grundofen aus Speckstein und ein wasserführender Zentralheizungsherd.

Der Hauptnachteil beim Zentralheizungskochherd (die Vorteile überwiegen, aber das merkt man dann ja selber ...): Man überheizt die Küche, wenn man damit den Speicher hochheizen will, weil ein bestimmter Anteil der Heizleistung eben in der Küche frei wird.

Der Nachteil beim Specksteinofen: Man muss einige Stunden vor dem Warm-haben-wollen einheizen. Deshalb wäre es eine schlechte Idee, sowas im Wochenendhaus einzubauen. Der Wirkungsgrad von dem Teil ist super, wenn man vergleicht, was die üblichen Baumarkt-Kaminöfen für Holzmengen fressen.
Warum das so ist, erklärt am besten die Physik.
Ein Kilo ofentrockenes Brennholz hat ziemlich unabhängig von der Holzart etwa 4kWh Brennwert. Davon sollen, wenn der Ofen eine akzeptablen Wirkungsgrad hat, etwa 3kWh (75%) nicht durch den Schornstein weg, sondern im Ofen oder Raum bleiben, denn man will ja den Raum heizen.
Für eine saubere Verbrennung muss Holz mit voller Luftzufuhr brennen, d.h. jede Drosselung der Zuluft bewirkt eine unsaubere Verbrennung. Das ist eine Sauerei und Energeiverschwendung.
Jetzt mache mal jemand ein Feuer, das in einem halbwegs modernen Raum mit 1.5kW Heizbedarf, um die Innentemperatur zu halten, bei voller Luftzufuhr mit 0.5kg Holzverbrauch pro Stunde brennt - das geht vielleicht mit einem Pelletofen, aber sicher nicht mit Stückholz!

In der Praxis haben Kaminöfen eine Nennleistung von 5 - 8kW, also viel zuviel für einen halbwegs gedämmten Wohnraum. Also anfeuern, Raum überheizen, lüften, Feuer ausgehen lassen, zu kalt, wieder anfeuern ... kennt jeder.
Abhilfe ist, dass der Ofen viel Wärme speichern kann. Das beste Material dazu wäre Wasser mit einer spezifischen Wärmekapazität von etwa 4.2kJ/kg.K (1 kg Wasser benötigt 4.2 kJ, um 1 Grad wärmer zu werden). Da eine kWh 3'600 kJ sind, kann man mit einem kg Holz und unserem Ofen mit 75% Wirkungsgrad 3 * 3600/4.2 = 2500 Liter Wasser um 1 Grad erwärmen oder, was dasselbe ist, 25 Liter um 100 Grad oder 50 Liter um 50 Grad.
Leider haben Materialien, aus denen man Öfen baut, nur etwa 1 kJ/kg.K Speicherkapazität.
Gusseisen nur 0.5kJ/kg.K, Ziegelsteine, Natursteine, Beton usw. 0.9 bis 1.1.
Das bedeutet, um 1kWh Wärme aus dem Feuer in der Ofenmasse zu speichern, muss ich ca. 100kg Ofenmasse um 100 Grad erhitzen (4mal soviel wie Wasser). Um den Heizwert von 2 kg ofentrockenem Holz aufzunehmen, muss der Ofen 600 kg Speichermasse haben!
Natürlich kann man den Ofen mehr erwärmen, aber wer will einen glühend heissen Ofen im Zimmer stehen haben? Das wird dann ungemütlich.
Wenn man also einen Raum mit 1.5 kWh Heizbedarf einen Tag warm halten will, braucht man 24*1.5 kWh, was 12kg Holz entspricht (mit 3kWh/kg nutzbarem Heizwert bei Ofenwirkungsgrad von 75%, siehe oben).

Hat man einen speichernden Grundofen, braucht der etwa 1200 kg Speichermasse, um im aufgeheizten Zustand mit 100 Grad über Zimmertemperatur nicht unerträglich warm zu werden. (Das ist natürlich eine Mischrechnung. Wegen der schechten Wärmeleitfähigkeit von Ofenkacheln ist er dann aussen angenehm warm, innen aber deutlich wärmer als die 100 Grad, was ein weiterer Vorteil dieser Bauart gegenüber Metallöfen ist). Je schwerer desto besser.
Ein früher üblicher Bauernofen mit Ofenbank und Backofen von gegen 2t Gewicht hatte schon seine Berechtigung. Man kann, abgesehen davon, sich nirgends den Hintern so schön wärmen wie auf einer Ofenbank und mit nichts so feines Brot backen als wie mit einem solchen Ofen.

Mit einem Kaminofen von 250kg Gewicht müsste ich hingegen 5mal anfeuern und immer nur wenig auflegen, oder ich vernichte Holz durch Lüften oder Drosseln. Wäre der Ofen ganz aus Gusseisen, wäre es noch schlechter.

Da werden aber Kaminöfen mit nur 150 kg Gewicht und 8kW Leistung (super!) verkauft, und "weil links und rechts eine Specksteinplatte ist speichert der wunderbar" ...


In der Praxis speichern die Raumwände auch, was das Problem etwas entschärft, aber das Grundproblem bleibt: Entweder schwerer Ofen oder dauernd anfeuern oder wilde Temperaturschwankungen im Raum oder Holzverschwendung durch Feuer drosseln mit uvollständiger Verbrennung.
Die Hersteller werben für hochpreisige Wundermaterialieen wie Magnesit als "speziell entwickelte Ofenspeicherkeramiken". Die kommen vielleicht auf 1.3 kJ/kg.K, was am Grundproblem wenig ändert. Da nimmt man doch lieber gewöhnliche Ziegelsteine und macht den Ofen 30% schwerer, also in allen Abmessungen 10% grösser, und ist gleich weit.

Deshalb ist ein Kaminofen im Wochendenhaus gut, wo man nicht stundenlang auf Wärme warten will und wo der Holzverbrauch nicht so entscheidend ist. Zu Hause taugen sie für die Übergangszeit und um Gemütlchkeit zu erzeugen, aber nicht als vollwertige Heizung. Das liegt, wie ich zu zeigen versuchte, am Prinzip, nicht an der Unfähigkeit der Hersteller.

Was noch ganz wichtig ist: man schenke der Brennholzbewirtschaftung die Beachtung, die sie verdient. Nicht ganz trockenes Brennholz ist Energieverschwendung und wer Scheite körbeweise über Treppen schleppen muss, verliert bald die Freude daran. Wir haben einen gedeckten Holzlagerplatz, von wo aus man ebenerdig mit Rollkisten zum Ofen kommt, und sind jeden Tag im Winter froh darum.

Solarfuzzi
01.02.2017, 21:12
Bezüglich Anzünden : Bitte nicht streiten: Siehe http://www.richtigheizenmitholz.de/#/?a=das-anzuenden
Dort sind beide Methoden beschrieben inklusive wann/warum.

- - - AKTUALISIERT - - -

@jp10686


Welchen Herd habt Ihr ? Wir liebäugeln jetzt mit einem Lohberger.

jp10686
02.02.2017, 15:40
Zum Thema Anzünden:
Warum steht da bei Anzündehilfe und Anfeuerhoz nur "im Handel erhältlich"? Spreisseln macht man doch selber, und mit etwas Knüllpapier und zwei oder drei Tropfen Speiseöl oder Omas guten alten Kienäpfeln (Kiefernzapfen) geht es genau so gut.
Wer faul ist, spart sich Anzündehilfe und kustvolles Aufschlichten. Der kauft sich eine Gaskartuschen-Lötlampe mit Piezozündung, tut in der Mitte des Rostes ein wenig Keinholz und drumrum grössere Ware und pustet mit dem Lötgebläse kurz drauf.

Zum Thema Herd: TIBA, Schweizer Fabrikat. Dazu noch einen schweren Grundofen vom lokalen Ofenbauer.
Es gibt mehrere Hersteller, die wissen, wie man Öfen baut. Nimm aber einen, der dir vom lokalen Heizungsinstallateur oder Ofenbauer empfohlen wird, und frag vorher noch den Schorni, ob er damit auch Erfahrung hat - die haben schliesslich schon viele Öfen nach mehreren Betreibsjahren gesehn.
Spare nicht am falschen Ort, Qualität ist hier gleich Langlebigkeit. Bei uns gehen pro Jahr mehrere Festmeter Holz durch die Ofentüre, das ist nichts für Baumarktware.
Wichtig ist auch, dass der Schornstein bezüglich Unterdruck und Rauchrohrdurchmesser passt.

Fischer
10.02.2017, 01:41
Zwieschendurchlüften läst anschließend die Raumluft schneller warm werden.
Ausreichend Frischluftzufuhr ist Überlebenswichtig.


Service für Gäste-a2: www.team-pak.ch