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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorstellung meines Notrucksack(system)s



Cephalotus
20.04.2011, 23:24
In drei Beiträgen aufgeteilt:

1. meine Philosophie
2. Packliste für den Rucksack
3. Diskussion und Bilder

Vielleicht dient es dem ein oder anderen zur Anregung oder zumindest zur Diskussion...


Philosophie:

Im Forum von human-survival-project.de findet man zahlreiche Beiträge zu Flucht- bzw. Notrucksäcken.

Ich verstehe darunter ein Gepäckstück, das man im Notfall innerhalb sehr kurzer Zeit nur zu ergreifen braucht um dann abseits der eigenen Wohnung zu schauen, wie es wohl weiter geht. Als typische Einsatzfälle für eine rasche Flucht kann ich mir beispielsweise vorstellen:

Zwangsevakuierungen durch die Behörden (Hurrikan Kathrina, AKW Fukushima), ein Chemieunfall in der Nähe, Ausbruch einer Pandemie mit der Gefahr, dass das eigene Gebiet unter Quarantäne gestellt wird, Feuersbrünste (Griechenland, Russland), unerwartete rasche Überflutung (Dammbruch?), Erdbeben, Ausbruch von Unruhen, Tsunami, etc, pp…

Wer nicht daran glaubt, dass eine überstürzte Flucht notwendig sein kann braucht sich mit dem Thema nicht weiter beschäftigen, sobald man mehr als 30 Minuten Zeit hat kann man ja einen für den individuellen fall passenden Rucksack schnüren, vorausgesetzt man hat alle notwendigen Dinge rasch griffbereit.

Viele Leute vertreten die Philosophie, dass man einen Notrucksack einmal packt und dann herum stehen lässt. Ich bin gedanklich davon abgekommen, da man eigentlich zwischen Winter und Sommer unterscheiden muss, weil bestimmte Nahrungsmittel und das Wasser regelmäßig ausgetauscht werden sollte. Außerdem habe ich vor, einige Ausrüstungsgegenstände im Notrucksack, evtl. sogar den Rucksack selber bisweilen auch mal für Touren o.ä. zu gebrauchen. Wenn ich unterwegs bin macht es nichts, wenn der Notrucksack daheim nicht vollständig ist, denn da komme ich da eh nicht ran.
Wichtig ist allerdings, den Notrucksack stets wieder in einen brauchbaren Zustand zu versetzen und das nicht auf „später“ zu verschieben, denn dann kann man das Ding auch gleich bleiben lassen.

Im oben genannten Forum sind die Fluchtrucksack Varianten meist recht ähnlich:

Typischerweise ist die Ausrüstung sehr militärisch, außerordentlich schwer und voluminös (meist über 25kg und über 80l), über den ganzen Körper und auf diverse Packtaschen verteilt und auf eine Flucht zu Fuß, getarnt und bisweilen bewaffnet ausgelegt, um sich damit dann in 1-2 Wochen zu einem Ziel durchschlagen zu können bzw. teilweise sogar längere Zeit „in den Wäldern“ überleben zu können.

Nun, ich wohne in der Mitte einer 500.000 Einwohner Stadt und wenn ich mir obige Szenarien so ansehen, bei denen es günstig gewesen wäre, innerhalb kurzer Zeit einen Rucksack greifen zu können, dann wäre die 25kg+ militärische Ausrüstung zum sich durchschlagen in meinen Augen nicht wirklich tauglich gewesen.


Fluchtrucksackszenarien, bei denen es wirklich schnell gehen muss und auf jede Minute ankommt sind meist lokale Katastrophen, die ein Durchschlagen in Wäldern üblicherweise nicht erfordern. Meist wäre ein Marschieren sogar die unkluge Lösung gewesen, sondern der PKW, das Fahrrad, Fahrzeuge/Massentransporte der Behörden, öffentliche Verkehrsmittel usw. hätten einen besser und schneller ans gewünschte Ziel gebracht.

Ist es nun klug, sich mit einem 25kg+ 80l+ Militärrucksack mit Beil, Bogen & Co in einen überfüllten Zug zu quetschen, per Anhalter zu trampen oder ins Schlauchboot der rettenden Behörden zu hüpfen? Ist so ein Rucksack klug, wenn man wirklich schnell davon rennen muss oder wenn man sich auf ein Fahrrad schwingen möchte?

Ich behaupte nein und mein Notgepäck sollte daher folgende Eigenschaften haben:

1. leicht: meine Zielstellung lautet ca. 10kg für alles, denn damit kann ich noch gut laufen / traben.
2. kompakt: Wenn ich mitgenommen werden möchte, dann brauche ich eher was kleines kompaktes, das zeigt z.B. die Erfahrung beim „zivilen“ trampen per Anhalter. Ich versuche mich mal mit 35l, das erfordert allerdings Kompromisse.
3. ziviles normales Aussehen. Keiner soll erahnen können, was da an Ausrüstung drin steckt, auch für die Behörden möchte ich aussehen wie ein ganz normaler Bürger mit kleinem Tagesrucksack. Man kann ja trotzdem Farben wählen, die eine passable Tarnung ermöglichen, sollte man wider Erwarten doch im Wald landen.


Nicht im Notgepäck, aber ergänzend in leichtem Zugriff daneben liegend, falls man mal mehr braucht als nur den Notrucksack.

2x Müllsack mit „Schutzausrüstung“ für mich und meine Freundin (liegt versteckt in einem Schubladen, ich erspare es mir, mich da nicht gegenüber neugierigen Besuchern zu erklären), bestehen jeweils aus

- NVA ABC Schutzanzug inkl. angearbeiteten Füsslingen (gab es für ein paar Euro, ist halt altes Zeug)
- ABC Schutzmaske der Bundeswehr
- 3x alte ABC Schutzfilter
- Gummihandschuhe
- Klebeband
- Dekontaminationspulver der Bundeswehr (keine Ahnung, ob das noch was taugt)

Diverse Campingausrüstung sowie Fertignahrung und Notrationen, mein 70+20l Trekking Rucksack von Lowe Alpina, 2x Ortlieb Fahrradpacktaschen, falls es Sinn ergibt und ausreichend Zeit bleibt, die Sachen umzupacken.

Schuhe, Jacke, Mütze, Handschuhe (was man halt so in der Garderobe hat)

Ein (Skating) Helm mit per Klettband befestigter Stirnlampe
(wenn ich mir die Unruhen in Tunesien anschaue, dann hatten sich da Leute sogar Kochtöpfe auf den Kopf gebunden, um nicht von Steinen getroffen zu werden, da hab ich lieber einen Helm. Auch bei herab fallenden Trümmern ist ein Helm klug, wie z.B. die Japaner wissen. Ich wohne im 5. Stock und muss erst einmal durchs Treppenhaus. Plastik ist leicht, billig und meiner Ansicht nach robust genug für Trümmer und Wurfgeschosse, wenn es nicht darum geht, im Krieg Schrappnelsplitter abhalten zu müssen)

Seil

Sinnvoll erscheint mir noch eine Axt und ein Feuerlöscher zu sein.

Die Sachen kann man sich idR beim hinaus laufen noch greifen, je nach Bedarf und Situation

Die ABC Ausrüstung ist eh ein Sonderfall, die werde ich lieber in der Wohnung anlegen und dafür Zeit brauchen als damit erstmal ins Frei zu stürmen. Trotzdem zähle ich ich die mal zur Fluchtausrüstung.

Selbst mit Schuhe und Jacke anziehen, ggf. Helm aufsetzen, Ausrüstung greifen und Rucksack schnappen dürfte die Zeit bis zum Verlassen der Wohnung deutlich unter 1 Minute liegen können.

Cephalotus
20.04.2011, 23:26
Packliste zum Notrucksack

Rucksack Tatonka die Basso 35l (882g, ohne Modifikationen)

Farbe grau, sieht halbwegs unverdächtig aus, Rückenpolster, aber kein Tragegestell, für 10kg durchaus bequem, Schwerpunkt nah am Körper und viel Bewegungsfreiheit, da Kletterrucksack, man schwitzt schnell den Rück durch, nur Hauptfach und Deckelfach, für das geringe Gewicht doch recht robuste Bauweise. Rudimentärer „Bauchgurt“, eher zum stabilisieren beim Laufen als zur Lastverteilung geeignet.
An den Schultergurten haben ich die flauschige Seite eines Klettbandes angebracht, um dort Ausrüstung ankletten zu können, die ich sehr schnell greifen können möchte.

Im Deckelfach (zusammen : 1043 g)

Seil 15m 5mm (133g)
schnittfeste Handschuhe mit Aramidgewebe (99g)
(hoffentlich) staubdichte Schutzbrille + Ziplock Beutel (101g), so ein Billigteil, zur Not wohl besser als nix, man denke z.B. an Staubbelastung durch Brände oder einstürzende Gebäude oder mit Wasserwerfern und Pfefferspray um sich „schießende“ Polizei, das möchte ich nicht in den Augen haben.
dünne schwarze Sturmhaube, auch als sehr dünne Mütze zu gebrauchen (31g)
Taschenmesser Victorinox Climber an Schnur (85g)

Dokumente und Kleinkram wasserdicht verpackt in einer Geldkatze fürs um den Bauch binden (180g), enthält:
- Reisepass, Impfausweis
- Kopien + Passfoto ( eine Mikro-SD Karte mit Dateien in Alufolie soll noch dazu kommen
- VISA-Karte + reichlich Bargeld (EURO) + Gold
- 25 Stück Mircopur Forte
- 1 kleines BIC Gasfeuerzeug
- Stück Schnur
- 1 Packung Crunchy crumbles Schokolade + Früchte
die Geldkatze sollte dann zeitnah aus dem Rucksack und an den Körper wandern

5 FFP 3 Filter/Mundschutz in Folie (45g)
Packung Taschentücher (26g)
3 Snickers Riegel (154g, 756kcal)

Pfefferspray 100ml mit Klettband + Ziplock (135g ) (kann man ggf. vorne am Schultergurt befestigen, um es schnell zur Hand zu haben)

1 blauer Müllsack 120 Liter (54g)


im Hauptfach:

Isomatte Bundeswehr faltbar (442g)
Poncho Bundeswehr (1.051g)
Deckenschlafsack aus Fleece (658g)

In der Isomatte steckt ein Swisstech Solarmodul mit 5V 5W in Alufolie (ca. 150g, wenn Kabel gekürzt)

(vorläufige) Kleidung in Plastiksack (derzeit 1286g):

- alte schwarze Fleecejacke
- T-Shirt aus Kunstfaser
- 2 Paar Socken mitteldick
- Unterhose
- zivile leichte Hose

Das sind derzeit so übrige Sachen, um erst mal was für den Sommer drin zu haben. Ich habe vor, mir noch Unterwäsche aus Merino Wolle zu kaufen, die auch für sonstige Touren nutzbar ist und damit sollte sich das Gewicht und Packmaß noch senken lassen bzw. für den Winter auch eine wärmere Ausrüstung mit vergleichbarem Gewicht realisieren lassen.

Ich gehe davon aus, dass ich nicht nackt aus der Wohnung laufe, falls doch habe ich halt nur eine Garnitur Wäsche, immer noch besser als garnix.

Wasser (2.356g):

2x PET Flasche 1l gefüllt (2070g)

Wasseraufbereitung kommt in die Tüte zu den Nahrungsmitteln:

1x Steripen + 4x Eneloop Akkus zur UV Desinfektion von klarem Wasser in Folie und Alufolie gewickelt (205g)
1x ungebrauchter Aquamarine Frontier Pro Wasserfilter in Ziplock + 5 Ersatzvorfilter + Kaffeefilter (78g)
25x Micropur Forte (3g)


Nahrung (2.197g, ca. 7.222 kcal + 787 kcal aus dem Deckelfach) in zwei Plastiktüten verpackt

- 1 Packung BP-5 (550g, 2.020 kcal), soll als Brei auch für Säuglinge und alte Menschen geeignet sein, vielleicht kann man ja jemandem aushelfen.
- 1 Dosenwurst (125g, 141 kcal)
- 1 Dose Ölsardinen (163g, 300 kcal mit Öl, geschätzt)
- 3x Tütensuppe (238g, 780 kcal)
- 2x Fertiggericht trocken aus dem Supermarkt (354g, 1.188 kcal)
- 300g Dauerbrot in Folie (310g, 579 kcal)
- 1 Packung Nüsse + gezuckerte Trockenfrüchte (191g, 500 kcal geraten)
- 5 Packungen Crunchy Crumbles Schoko + Trockenfrucht in Alufolie (50g, 158 kcal)
- 3 weitere Snickers Riegel (154g, 756kcal)
- 2x 50g Zucker im Ziplockbeutel (108g, 400 kcal)
- 1x 20g Salz im Ziplockbeutel (24g)
- 10 Teebeutel (35g, Früchtetee + Hals und Bronchientee + Kräutertee gegen Bauchschmerzen)
- 10x Magnesium Multivitaminbrausetabletten in Ziplock (65g)


Kochen + Elektronik (ca. 1068g)

- 1,2l Titantopf + Deckel/Pfanne + Beutel innen + Folie (202g)
- Vargo Titanium Hexagon Hobo Ofen + stabile Hülle (138g)
- 6 x 14g Esbit Tabletten, einzeln verpackt (87g)
- kleines BIC Feuerzeug (12g)

- 4sevens Mini AA in Alufolie mit Sanyo Eneloop (46g)
- 1x Sanyo eneloop AA 2.000mAh als Ersatz (27g)
- Swisstech 4x AA Ladegerät in Alufolie (59g)
- Swisstach Powertank XL (Li-Ionen-Akku) in Alufolie (195g)
- Swisstech USB Lader in Alufolie (72g)
- diverse Kabel und Adapter (50g)
- Micro SD Karte mit Dateien in Alufolie (noch zu kaufen)
- KW Weltempfänger + 2 x Sanyo Eneloop in Alufolie + Ohrhörer (noch nicht da, ca. 180g)


Hygiene und 1. Hilfe in einer wasserdichten 1,9l Box (917g)

Beutel 1:
Zahnbürste
Zahnpasta 20ml
Shampoo 50ml (ersetzt auch Spül- und Waschmittel und Seife)
Nivea Probierdose 30ml
Sonnencreme LSF 30 Probierpackung 50ml
Kondome
Ohropax

Beutel 2: (das soll derjenige bekommen, der damit was anfangen kann)
Einwegspritzen steril
Infusions-„Kanüle“(?) steril
Fieberthermometer in Alufolie
Skalpell steril
Einweg Handschuhe
Steriles Wasser zum Augen spülen
Blutlanze(?)
Dentalnadel
Nylon Monofiliamnet (?)

Beutel 3:
Pflaster
Blasenpflaster
Wundkompressen
Verband
Alkoholtücher
Wundverschlussklebestreifen(?)
Sterile Wundabdeckung mit Gel für Verbrennungen (wiegt alleine 58g)
Maske zum Beatmen

Beutel 4:

50x Micropur forte
50x Micropur classic
Kohletabletten
Schmerztabletten
Tabletten gegen Durchfall

Umschlag mit Bargeld, Gold, Kopien von Dokumenten

50ml Wunddesinfektion

Kleines BIC Feuerzeug
Gewebeklebeband 20mm schwarz
Phosphorklebeband 20mm leuchtend gelb
Haushaltsgummis
Packung Taschentücher


Zusammen gerechnet ergibt sich somit derzeit ein Startgewicht von 12.050g. Verflixt! :-(


PS: ich hab doch tatsächlich den Löffel vergessen. Da meine normalen Alltagslöffel 41g wiegen und nicht in den Topf passen habe ich mir das Titan Essbesteck von Esbit besorgt. Da wiegt der Löffel nun noch 13g, allerdings kann man das Besteck gut und gerne als Kinderbesteck bezeichnen, es ist einfach deutlich zu klein. Der Löffel ist viel näher an einem Teelöffel als an einem Esslöffel dran. Kennt da jemand einen größeren und trotzdem leichten aus Metall?
Die 13g sind beim Gewicht also noch zu addieren.

Cephalotus
20.04.2011, 23:33
Diskussion:

Schlafsystem

Das Schlafsystem passt mir hinten und vorne noch nicht. Der Fleeceschlafsack war billig und ist klein und leicht, aber er hält nicht wirklich warm. Ich wollte einen richtigen Schlafsack vermeiden, um den nicht dauerhaft komprimiert im Rucksack zu lagern, denke jetzt aber über einen klein komprimierbaren Daunenschlafsack in der ca. 800g Klasse nach, der entgegen typischer Packkonzepte dann in einer Plastiktüte oben im Rucksack steckt und oben raus schaut. Vor dem Aufsetzen des Rucksacks müsste man dann noch innerhalb von 10 Sekunden den Schlafsack hinein quetschen und den Deckel schließen. Später in Ruhe kann man dann ja umpacken.

Die Bundeswehr Isomatte ist weder Fisch noch Fleisch. Ihr Hauptvorteil: Sie passt als Schaumstoffmatte in den Rucksack hinein, braucht aber doch relativ viel Platz und ist für ihren lausigen Komfort und Dämmwert doch relativ schwer. Die EVA Matten haben den Vorteil, dass man sie nicht aus Versehen mal eben unbrauchbar macht und notfalls kann man die zerteilen und hat je eine halbe Isomatte für zwei Leute.
Jetzt ist sie erst mal drin, mal schauen, ob mir da noch was besseres einfällt.

Der Bundeswehrponcho ist für eine Leicht-Ausrüstung schlichtweg zu schwer. Ich hatte halt einen herum liegen und jetzt ist er erst mal drin. Er hat auch noch die Aufgabe als Tarp zu funktionieren.
Von go-lite gibt es einen dunkelgrünen „Tarp-Poncho“ unter 250g, über den denke ich nach, damit wäre etwas Platz im Rucksack frei und vor allem 800g Gewicht gespart.

Derzeit habe ich kein Zelt im Rucksack, was bedeutet, dass man sich anderweitig Unterschlupf suchen müsste, wenn man nicht unter dem Poncho liegen möchte. Ich sehe die Notfallsituationen eben nicht wirklich als wochenlange Durchschlageübung im Wald sondern denke eher darüber nach, mir eine Herberge zu suchen oder wenigstens ein verlassenes Gebäude.
Im Notfall schlafe ich nur dann im Zelt, wenn es sonst keine andere Option gibt.

Trotzdem hat meine derzeitige Ausrüstung da Lücken und bis spätestens Herbst möchte ich ein halbwegs wintertaugliches Konzept haben.
Da es Leichtzelte schon um die 1 kg gibt könnte es auf so was hinaus laufen, am liebsten wäre mir eins, in das notfalls auch 2 Personen passen (die Freundin eben noch mit), das könnte man dann auch so auf Wandertouren mit leichtem Gepäck nutzen, damit sich das Geldausgeben wenigstens rentiert.
Beispiele dafür sind das VauDe Powerlizard UL oder das Black Diamond Firstlight (gibt es leider nur in gelb). Diese Zelte haben ein sehr kleines Packmaß und könnten mit viel Glück vielleicht sogar noch in den Rucksack hinein, ich könnte mir aber auch vorstellen, sie unten ran zu schnallen, auch wenn ich generell wenig von Dingen außen am Fluchtrucksack halte.

Insbesondere zum Schlafsystem würden mich Meinungen, Erfahrungen und Tipps interessieren

Wasser:

2x 1l muss meiner Ansicht nach in Deutschland reichen, im Winter könnte man evtl. sogar eine Flasche entleeren und so ganz einfach 1kg im Rucksack beim Startgewicht sparen.

Der kleine Aquamarine Frontier plus kann angeblich bis zu 190 Liter Wasser mit Microfleece(?) und Aktivkohle filtern, man kann über Gravitation filtern oder direkt trinken. Er schafft aber keine Bakterien und Viren, deshalb muss man im Zweifelsfall noch weiter desinfizieren. Sehr leichter und billiger Filter, ich hab zwei, einen zum Ausprobieren und einer kann unbenutzt im Notgepäck bleiben, ich habe nämlich so meine Zweifel, wenn diese Filter dann nach Gebrauch monatelang herum liegen.
Der Filter ist v.a. dann nötig, um trübes Wasser klar zu bekommen oder um einige Chemikalien über die Aktivkohle rauszufiltern, fürs klare Wasser reicht auch der Steripen.

Bei Frost dürfte die Gefahr des Zerreißens kleiner sein als bei Keramikfiltern zum Pumpen, außerdem muss man bei Frost meist eh kein trübes Wasser nutzen. Der Filter schafft alles bis Giardia, die z.B. bei Chlor recht zäh sind.
Der Steripen „Emergency“ kann in 90 Sekunden 1l klares Wasser desinfizieren, die Lampe hält angeblich 3.000l, die Akkus für 100l(?)
Es gibt etwas leichtere Steripen für CR123 Lithium Batterien, auch solche mit 10.000l Lampenlebensdauer.
Micropur Forte hab ich an diversen Stellen verstaut als Redundanz und zum verschenken/tauschen.


Der Steripen wiegt mit den Standard Eneloop Akkus über 200g, prinzipiell könnte man auch darauf verzichten und sich auf das Mikropur Forte verlassen und halt mindestens 30 Minuten warten.
(Meiner ist übrigens defekt, ich erwarte eine Ersatzlieferung)

Nahrung:

Bei der Nahrung bin ich bei grob 8.000 kcal, zusammen mit den 5-10kg Körperfett und Muskelmasse, die man als normalgewichtiger Europäer locker noch opfern könnte dürfte man schon eine gewisse Zeit ohne deutlichen Leistungseinbruch klar kommen, wenn auch mit mehr oder weniger knurrendem Magen.

Einiges davon ist auch ungekocht essbar, einen Teil muss man kochen. Ich setze jetzt mal auf den Titan Hobo (neu gekauft, hab noch keine Erfahrung damit) für unterwegs, weil ich damit eben auch Holz in beliebiger Menge verheizen kann und keinen Brennstoff schleppen muss. Esbit für den Notfall oder in Unterkünften (stinkt halt). Mit den 6 Esbit Tabletten kann man 2-3l Wasser kochen.

Man könnte nur Nahrung mitnehmen, die nicht gekocht werden braucht und so einige 100g einsparen. Andererseits ist was Warmes im Magen im Winter schon sehr angenehm, vor allem wenn man Tag und Nacht vor sich hin friert. Ist halt die generelle Frage, ob man das wirklich alles braucht, oder ob man nicht doch innerhalb von 1 Tag Nahrung einfach kaufen kann. (Fukushima, Australien, Neuseeland und New Orleans haben aber gezeigt, dass man durchaus mit einigen Tagen Hunger rechnen muss, wenn es blöd läuft)

Ich bin da noch am Grübeln.

Die meiste Nahrung im Rucksack muss regelmäßig ersetzt werden, alleine deshalb sollte man den Rucksack alle 6 Monate mal ausräumen.

Ein ganz simples Set zum Angeln wäre evtl. nicht verkehrt, das wiegt ja nix. Wo bekomme ich sowas?

Evtl. sollte ich auch noch ein paar Gewürze dazu packen

Sonstige Vorschläge und Ideen?


Elektronik:

Auf das bestellte kleine Kurzwellen Radio warte ich noch, auch so ist das der Bereich, wo ich den Rucksack langfristig noch ausbauen möchte.
Ich denke da noch an ein smartphone und evtl. noch an eine Funkgerät/Scanner Kombination und vielleicht ist sogar ein Satellitentelefon drin. Das sind allerdings alles Ausgaben, über die ich erst noch eine Weile schlafen will.

Ich bilde mir ein, die Geräte gegen einen EMP schützen zu können, indem ich sie in Alufolie wickle und die meisten davon im Titan-Kochtopf + Deckel aufbewahre.
Ist das überhaupt richtig?

Bei der Stromversorgung bin ich ein bisschen „freaky“ und setze auf Photovoltaik. Leider bin ich mit dem Swisstec System nicht so recht zufrieden. Das Modul an sich ist „ok“ (hab dazu schon mal was im Forum geschrieben), aber das direkte Aufladen von AA Zellen funktioniert mit dem beigefügten Ladegerät nur sehr schlecht (ist dafür vermutlich auch nicht vorgesehen, sondern nur direkt über eine belastbare Spannungsquelle). So muss man den Lithium-Ionen Speicher notgedrungen noch dazwischen schalten.
Außerdem ist das Netzteil deutlich zu schwer, es gibt USB Netzteile unter 30g, so eins werde ich kaufen, ebenso gibt es AA Ladegeräte für USB ebenfalls um die 30g und ich suche so lange, bis ich eins finde, das primitiv genug ist, die AA Akkus auch über ein Solarmdoul zu laden, dann könnte ich auf den Li_ionen Akku und diverse Kabel verzichten.
Unterm Strich sollte es eigentlich noch 350g leichter gehen.

Derzeit stecken 8 Stück Sanyo Eneloop 2.000mAh Akkus im Rucksack (+3, wenn ich den Helm + Stirnlampe mitnehmen sollte), die wiegen 27g das Stück. AA Eneloop lite mit 1.000 mAh wiegen nur 19g das Stück, auch hier ließe sich also noch über 70g sparen, wenn man eh vorhat, die Akkus nachzuladen.

Würde man ganz auf das Solargedöns verzichten und auf AA Lithium Batterien (3.000mAh, 17g) setzen dann könnte man über 500g sparen. Ich sehe aber Strom auch als potenzielle Tauschware, z.B. jemandem einen AA Akku aufzuladen oder das Mobiltelefon.
Mit Smartphone, Funkgerät, Satellitentelefon & Co dürfte ein Ladesystem so blöd schon nicht sein, derzeit ist es noch overkill, also eher mein Spielzeug.


Kleidung:

Ist derzeit alter Kram, ich versuche mich mal mit Merino Wäsche und hoffe, im Sommer noch 500g runter zu kommen und im Winter bei ähnlichen Gewicht die Qualität zu erhöhen.

Ich hab recht wenig dabei, da ich nicht davon ausgehe, nackt aus dem Haus zu rennen. Falls doch wird’s halt knapp.

Schuhe sind keine im Rucksack, z.B. Sandalen wären spannend für eine Flussdurchquerung oder morgens im hohen nassen Gras. Passen nicht rein, ich werde, bevor ich durch die Haustüre renne in geeignetes Schuhwerk hüpfen.


Tauschwaren:

Gold: bei mir ist hier der Fehler bei der Stückelung, so 20 Stück 1/20 Unzen Münzen wären besser als eine 1 Unzen Münze als Beispiel.
Mit Silber fange ich nicht an, das ist mir selbst beim derzeitigen „Wert“ einfach zu schwer.

Ich nehme jede Menge Bargeld mit und zwar Euro.

Der wahrscheinlichste Fall in Notrucksack-Szenarien ist immer noch der, dass man nach relativ überschaubarer Zeit irgendwo in der Zivilisation landet und dort kaufen kann, was man braucht. Da ich die EC Karte im Geldbeutel mit mir rum trage muss ich in den Notrucksack die VISA Karte packen.

Sollte ich mich doch im Wald mit tausenden anderen wieder finden, dann wäre evtl. Zucker und Salz eine Tauschmöglichkeit (da hab ich aber zuwenig dabei), die Micropur Tabletten und evtl. eben der (Solar-)strom. Vielleicht auch so was wie eine (Sonnen-)creme und unter Unständen auch die 1. Hilfe Ausrüstung?
Auch vom BP-5 würde ich was abgeben, wenn das z.B. einem hungrigen Kleinkind als Brei nutzen sollte.


Messer / Werkzeuge

Ich hab ein mittelgroßes Taschenmesser dabei. Ich wollte eine integrierte Schere und eine Pinzette. Ich hab keine Säge, kein Beil, keine Machete, usw, usf… (ok, das Skalpell im 1. Hilfe Set)
Eine Blockhütte werden ich also vermutlich nicht bauen können. Aber da ja alle anderen mit so was rum rennen kann ich mir vielleicht was borgen ;-)

Bestellt habe ich mir vor geraumer Zeit noch ein Gerber prodigy als „Survivalmesser“.

Vielleicht packe ich es mit dazu, mal sehen. Davor will ich mir aber die angeblich 12,2cm lange Klinge auf 12,0cm(?) kürzer schleifen lassen.

Damit wäre der Rucksack dann aber wieder 250g-400g schwerer, je nach Scheide.



Waffen:

Pfefferspray mit 100ml, das sollte im Gegensatz zu den winzigen Dingern fürs Handtäschchen zumindest in der Theorie auch gegen mehr als einen Angreifer (ob Mensch oder Hund) reichen.
Schleuder hatte ich mal überlegt, (Klapp)-Armbrust passt nicht zum „normal aussehen wollen“, vom Gewicht und dem Preis für gute Qualität mal ganz abgesehen.


Fazit:

Die angepeilten 10 kg Rucksackgewicht inkl. Wasser und Nahrung wären möglich, in der gewünschten Endausbaustufe wird der Rucksack in der Winterversion aber wahrscheinlich eher über 12kg liegen, wenn ich wirklich noch ein ultraleichtes 1-2 Personen-Zelt mitnehme.

Ich werde mir mal einen schönen Tag suchen und dann mal morgens um 4:00 Uhr (wenn mich keiner sieht) mit dem derzeitigen Rucksack eine Runde joggen gehen und dann entscheiden…

Um die 10kg zu schaffen könnte ich auf einen Teil des Wassers verzichten (-1kg), auf einen Teil der Nahrung und /oder den Kocher (-0,5kg bis -1,5kg), auf ein Schlechtwetter taugliches Schlafsystem (-1kg), auf den Elektronikkram + Solar, wenn man sagt, dass Radio + Taschenlampe + Ersatzbatterien auch reichen (-0,5 kg gegenüber jetzt).

Dann ist natürlich noch viel Zeug im Rucksack, das man vielleicht überhaupt nicht braucht wie die Staubschutzfilter und die Brille, die Handschuhe, das Seil und die relativ umfangreiche 1. Hilfe Ausrüstung. Aber das ist halt das Dilemma mit dem Notrucksack, dass man halt versuchen muss, möglichst viele Szenarien abzudecken und dann im Ernstfall nicht mehr lange rum kramen kann.

Ein Teil der Sachen (Taschenmesser, Geldkatze, evtl. Pfefferspray) wandert darüber hinaus auch vom Rucksack in die Hosentasche, das macht auch noch mal ein paar 100g aus.

Mein Rucksack ist am Ende vermutlich auch so gepackt, wie ich den normalerweise nie packen würde. Isomatte am Rücken, Schlafsack oben, Kleidung unten, Elektronik im Kochtopf, Hygieneartikel in einer Box, usw, usf…

Das liegt auch daran, dass ich meinen Rucksack so packen möchte, dass Beschädigungen weitgehend ausgeschlossen sind, also möglichst rundherum eine Polsterung oder unempfindliches Zeug wie trockene Fertignahrung. Wer weiß schon heute, was mit dem Rucksack auf der Flucht passiert? Evtl. landet er zusammen mit 1000 anderen auf einem Haufen in einem Notlager. (dann kommt der Müllsack drum herum und das Gewebeband und Phosphorband als Markierung), vielleicht muss ich ihn aus dem 5. Stock werfen, irgendwo zwischen zwei Sitze in einen völlig überfüllten Bus stopfen, durch einen Fluss tragen und da wäre es schon reichlich blöd, wenn danach die Sonnencreme im Schlafsack klebt und das Radio nur noch Matsch ist, die Isomatte und der Schlafsack außen abgerissen wurden, usw, usf.

Ein Großteil der Elektronik soll im Kochtopf landen, weil ich mir davon auch einen EMP-Schutz verspreche. Richtig?

Was ich evtl. schnell brauche wie Handschuhe, Brille, Seil, Pfefferspray ist im Deckelfach

Umpacken kann man später immer noch.

Damit das alles in den 35l Rucksack passt muss man sich ziemlich abmühen. Andererseits ist ja auch reichlich überflüssiges dabei (was, weiß man dann im Falle des Falles und kanns entsorgen oder eintauschen) und z.B. die recht sperrigen Nahrungsmittel werden ja auch weniger.

Da das ganze in „Komponenten“ aufgeteilt ist kommt man trotzdem relativ schnell an die Sachen ran.


Notrucksack (35l) im Vergleich zu meinem mäßig gepackten Trekkingrucksack (70+20l):
4463

Notrucksack + Helm + ABC Ausrüstung
4464

Inhalt des Deckelfaches:
4465

Gesamter Rucksackinhalt:
4466


Ich verschone Euch jetzt von Bildern jedes einzelnen Ausrüstungsgegenstandes, wenn was spezielles interessieren sollte kann ich das ja nachholen. Die nächsten Tage bin ich auf Tour und werde ein paar Sachen ausprobieren.

Beim Solarmodul hab ich ein baugleiches (defektes) fotografiert, da sieht man mehr als bei dem mit Alufolie drum rum, der Steripen ist ohne Alufolie, weil ich den ebenfalls wegen eines Defektes retour senden muss und der Ersatz ist noch nicht da. Die Taschentücher aus dem Deckelfach fehlen, hab ich wohl vergessen. Die kommen bei Einpacken wieder dazu...

mfg

ID 1346
21.04.2011, 00:22
Hallo,

zum Thema Schlafen fiele mir als Alternative zu einem Zelt der klassische Bivaksack ein. Gibt es in ein und zwei Personenvariante. Vielleicht kann man sogar wie bei einigen Komfortschläfsäcken "rechte" und "linke" zum aneinander koppeln bekommen, dann kann jeder seinen eigenen schleppen und man hat doch etwas Zweisamkeit.

Der Bivaksack hätte den Vorteil kein sperriges Gestänge zu benötigen, bietet jedoch im Vergleich zu einem echten Zelt dennoch jede Menge Nachteile. Aber eigentlich soll es ja auch kein Cmpingausflug werden.

Solar: Es gibt (von?) einen Power-Monkey, mit ein noch kleineres aufklappbares Solarpannel, welches eine Art Zwischenakku speist. Dieser kann dann mit zig verschiedenen Adaptern für diverse Handytypen, USB, etc. in Ladebuchsen der jeweiligen Endgeräte diese aufladen. Nachteil: könnte AA-Akkus o.ä. nicht direkt laden. (Hab das Ding gerade in der Firma liegen, kann genauen Typ und Hersteller gerne nachreichen.)

Ansonsten finde ich die Zusammenstellung des Rucksacks klasse, mich würden mal die Kosten, auch nur grob überschlagen, interessieren. (ohne Bargeld und Gold ;-))

Gute Zeit !

occam
21.04.2011, 00:43
Hi, Cephalotus!

Ein großes Dankeschön für Deinen Beitrag!
Er regt mich wieder neuerlich zum Nachdenken über meine Ausrüstung an.

Ich bin auf jeden Fall der Meinung, daß das Fluchtgepäck nicht mehr als 10kg zu wiegen hat.
Sicherlich, wenn jemand sportlich austrainiert ist, und regelmässig mit Rucksack unterwegs
sind auch 20 oder sogar >30kg weniger ein Problem.

Für mich allerdings schon.
Und ich habe auch nicht vor mit jedem erdenklichen Spielzeug durch die Gegend zu wandern.
Früher, wo ich noch gerne campen war und auch sonst noch recht gern im Freien genächtigt habe,
mußte ich stets feststellen, daß ich viel zu viel dabei hatte.
Auch beim Bundesheer waren wir stets mehr als überkomplett unterwegs.

Leider ist das halt der klassische Spagat...man will für alles gerüstet sein...wirds aber nie sein...
und ist dann mit einfach zu schwerem Gepäck auf der Flucht.

Für mich gibt es eine einfach Antwort darauf: will ich schnell sein, werde ich möglichst leicht sein

Wenn ich mein Auto nutzen kann, habe ich den Bonus noch extra Ausrüstung mitnehmen zu können,
auf die ich allerdings nicht ausschließlich angewiesen sein möchte.
So habe ich stets Wasser+Proviant im Auto, ein Zelt, kleines militärisches Marschgepäck, einen Haufen Werkzeug,
Klappspaten, Seile, Knicklichter, Taschenlampe, Schlafsack, Thermomatte, eine Badeinsel (Schlauchbootersatz, Spielzeug für Kinder, Matratzenersatz)
und neuerdings sogar einen Brustpanzer (Antiriotzeug)
Das sind aber schlichtweg Spielereien und ich lach gern selber drüber.

Also Zeug um recht gemütlich eine Zeit lang im Auto auszuhalten.

Wenn ich allerdings schnell weg muß....werde ich wie schon gesagt, möglichst leicht unterwegs sein.
Wobei man zu Anfang ja noch gerne schwerer gepackt sein kann, weil unnütze Ausrüstung kann man noch immer
verschenken/tauschen, wegwerfen oder wo lagern...

Um ein bißchen über Deine Ausrüstung zu sprechen:
Isomatte, Poncho, Schlafdecke sind einfach zu schwer.
Für meinen Geschmack ist auch zu viel Elektronik dabei,
allerdings finde ich den Gedanken hervorragend(!) Strom als
Tauschmittel anzubieten. :Gut:
Wasser nehme ich grundsätzlich nur 1l im Rucksack mit.
Sollte sich das Szenario so ergeben, daß vermutlich ein Tag lang
keine Wasserstelle zu erreichen wäre, dann würde ich mehr mitnehmen.

Was ich persönlich vermisse sind zb. ein Bleistift+Papier, Kompass und eine Uhr.
Aber wahrscheinlich hast Du das eh am Körper oder in der Hose.
(Über Kompass kann man zwar streiten, aber ich hab so ein Billigding immer bei
mir und es kann einfach nicht schaden schlichtweg zu wissen, ob man noch immer
in die selbe Richtung geht...)

Das waren nur mal so schnell ein paar Gedanken...
...tolle Ausrüstung und gute Anregungen hast geliefert! Thanks!

Ciao,
Occam

Waldschrat
21.04.2011, 01:35
In drei Beiträgen aufgeteilt:

1. meine Philosophie
2. Packliste für den Rucksack
3. Diskussion und Bilder

Vielleicht dient es dem ein oder anderen zur Anregung oder zumindest zur Diskussion...
...
- Dekontaminationspulver der Bundeswehr (keine Ahnung, ob das noch was taugt)



Hallo,

Deine Beitragsserie ist ein echtes Highlight in diesem Forum. DANKE dafür! Ich habe dazugelernt und einige wertvolle Anregungen mitgenommen.

Kleine Anmerkung: Das Dekopulver der BW (Ziel: Zerstörung von B- und C-Kampfstoffen) ist schlichtes Natriumhypochlorit und kann statt Steripen & Co. auch zur Wasserentkeimung verwendet werden. (Töten natürlicher "B-Waffen", die Dünnschiss auslösen) Na-Hypochlorit hat allerdings nur eine sehr begrenzte Lagerdauer, da es sich bei Raumtemperatur langsam aber sicher zersetzt. Ein zehn und mehr Jahre alter BW-Bestand ist mit hoher Wahrscheinlichkeit inaktiv.

Wenn der reine Stoff im Chemikalienhandel nicht beschaffbar sein sollte, tun es auch Chlortabletten für den Swimming Pool, die sind wegen der einfacheren Dosierbarkeit mit inerten Stoffen gestrecktes Natriumhypochlorit. Man schleppt dann halt ein wenig totes Gewicht mit sich rum. Warnung: Das Zeug ist extrem korrosiv und greift sowohl Metalle aller Art als auch Textilien an. Es muss sicher verpackt sein, ideal in einem Kunststoffbeutel eingeschweißt, mindestens aber in einem Zip-Beutel, der sicherheitshalber in einem zweiten Kunststoffbeutel verpackt ist.

Viele Grüße

Matthias

Nachtrag: Calciumhypochlorit ("Chlorkalk") tut den selben Dienst.

Cephalotus
21.04.2011, 01:43
Hallo,

zum Thema Schlafen fiele mir als Alternative zu einem Zelt der klassische Bivaksack ein. Gibt es in ein und zwei Personenvariante. Vielleicht kann man sogar wie bei einigen Komfortschläfsäcken "rechte" und "linke" zum aneinander koppeln bekommen, dann kann jeder seinen eigenen schleppen und man hat doch etwas Zweisamkeit.


Mir fehlt damit die Erfahrung, aber angesichts der aktuellen Situation, dass man Zelte für (notfalls) zwei Leute bekommt, die knapp über 1kg wiegen und in 2-5 Minuten aufzubauen sind sehe ich die Nische für den Biwaksack nicht (mehr), vor allem wenn man irgendwie vermeiden möchte, dass einem der Rucksack nach ein paar Nächten zu feucht wird. Vielleicht irre ich mich da aber auch. Ein Biwaksack ist wegen der geringen Höhe vermutlich leichter zu tarnen, aber mir erscheint das jetzt nicht soooo wichtig zu sein (wobei mich ein Zelt in Signalfarbe schon auch stört)



Der Bivaksack hätte den Vorteil kein sperriges Gestänge zu benötigen, bietet jedoch im Vergleich zu einem echten Zelt dennoch jede Menge Nachteile. Aber eigentlich soll es ja auch kein Cmpingausflug werden.


Also das was ich derzeit habe rettet einen im Winter vielleicht vorm erfrieren beim Ausruhen, wenn man nicht einschläft. Das ist wohl eher als Bonus im Notlager zu sehen, wenn man unter die schmuddlige und kratzende Decke vom roten Kreuz noch den Fleeceschlafsack dazwischen legen kann und aufs Feldbett noch die Isomatte, damits von unten nicht so zieht.
Selbst mit einem 800g Daunenschlafsack, guter Unterwäsche aus Wolle und einem Zelt, also meiner gepanten Ausbaustufe kommt man bei uns im Herbst/Winter bei klirrendem Frost oder ein paar Tagen Dauerregen und Sturm sicherlich ganz schnell in Bereich, wo man bitterlich friert, da braucht man sich nichts vormachen...



Solar: Es gibt (von?) einen Power-Monkey, mit ein noch kleineres aufklappbares Solarpannel, welches eine Art Zwischenakku speist. Dieser kann dann mit zig verschiedenen Adaptern für diverse Handytypen, USB, etc. in Ladebuchsen der jeweiligen Endgeräte diese aufladen. Nachteil: könnte AA-Akkus o.ä. nicht direkt laden. (Hab das Ding gerade in der Firma liegen, kann genauen Typ und Hersteller gerne nachreichen.)


In dem Bereich muss ich noch experimentieren. Derzeit wäre mein Ratschlag eher der, bei den AA Geräten genügen LiFeS2 Einweg Batterien einzupacken und beim Handy o.ä. zu versuchen, ob man da direkt ein Solarmodul ran hängen kann. Bei meinem "Alltags"-Mobiltelefon klappt das ganz gut mit dem hier vorgestellten Solarmodul.




Ansonsten finde ich die Zusammenstellung des Rucksacks klasse, mich würden mal die Kosten, auch nur grob überschlagen, interessieren. (ohne Bargeld und Gold ;-))


Ich versuch es mal:

Rucksack Tatonka die Basso 35l (882g, ohne Modifikationen) - 50 Euro
Seil 15m 5mm (133g) - 10 Euro ?
schnittfeste Handschuhe mit Aramidgewebe (99g) - 40 Euro !
(hoffentlich) staubdichte Schutzbrille < 10 Euro
dünne schwarze Sturmhaube, auch als sehr dünne Mütze zu gebrauchen (31g) < 10 Euro
Taschenmesser Victorinox Climber an Schnur (85g) - ca. 20 Euro

Dokumente und Kleinkram wasserdicht verpackt in einer Geldkatze fürs um den Bauch binden: hatte ich vor Jahren nal gekauft, evtl. 10 Euro?

5 FFP 3 Filter/Mundschutz in Folie (45g) : 10 Euro ?
Packung Taschentücher (26g)
3 Snickers Riegel (154g, 756kcal)

Pfefferspray 100ml mit Klettband + Ziplock (135g) wenn ich mich recht entsinne 15 Euro

1 blauer Müllsack 120 Liter (54g)


im Hauptfach:

Isomatte Bundeswehr faltbar (442g) : ca 10 Euro
Poncho Bundeswehr (1.051g): damals ein paar DM
Deckenschlafsack aus Fleece (658g): 12 Euro

In der Isomatte steckt ein Swisstech Solarmodul mit 5V 5W in Alufolie (ca. 150g, wenn Kabel gekürzt) das Solarset hat irgendwas um die 150 Euro gekostet, das kann man bei mir unter Hobby/Neugierde verbuchen

(vorläufige) Kleidung in Plastiksack (derzeit 1286g): altes Zeug. Für gute Funktionswäsche kann man ein Vermögen ausgeben, aber ich würde mir das bisweilen auch mal aus dem Rucksack klauen und auf Touren verwenden (ist eh besser, wenn Klamotten hin und wieder genutzt und gewaschen werden und nicht 10 Jahre lang in der Plastiktüte stecken)

2x PET Flasche 1l gefüllt (2070g)

Wasseraufbereitung kommt in die Tüte zu den Nahrungsmitteln:

1x Steripen + 4x Eneloop Akkus zur UV Desinfektion von klarem Wasser in Folie und Alufolie gewickelt (205g) : 70 Euro
1x ungebrauchter Aquamarine Frontier Pro Wasserfilter in Ziplock + 5 Ersatzvorfilter + Kaffeefilter (78g) : 25 Euro
25x Micropur Forte (3g) : ca. 12 Euro für die 100er Packung


Nahrung (2.197g, ca. 7.222 kcal + 787 kcal aus dem Deckelfach) in zwei Plastiktüten verpackt 20 Euro vielleicht. Bis aus BP-5 und die Crunchy Crumbels ist das Supermarktware und die ist billig.



Kochen + Elektronik (ca. 1068g)

- 1,2l Titantopf + Deckel/Pfanne + Beutel innen + Folie (202g) , ca. 50 Euro, aber da tut's ein Alutopf für ein paar Euro auch. Ich nutze den bisweilen auch auf Touren und hab mittlerweile wohl 'nen kleinen Titanfetisch entwickelt.
- Vargo Titanium Hexagon Hobo Ofen + stabile Hülle (138g), 58 Euro. Ursprünglich dachte ich an den alten Esbitkocher aus Kindertagen, da tut es auch, aber siehe Titan Fetisch
- 6 x 14g Esbit Tabletten, einzeln verpackt (87g) 2 Euro
- kleines BIC Feuerzeug (12g)

- 4sevens Mini AA in Alufolie mit Sanyo Eneloop (46g) 50 Euro (die will ich auf Touren auch mal benutzen, auch hier gibt es LED Lampen für weitaus weniger Geld, wenn es nur für den Notrucksack sein soll) Mich hat halt das Gewicht fasziniert. Ich hab jetzt eine gute LED Fahrradlampe und eine gute LED Taschenlampe, jetzt fehlt mir noch eine gute Stirnlampe und wenn es nicht irgendwann wieder einen gewaltigen Technologiesprung gibt brauche ich da die nächsten 10 oder 20 Jahre auch nichts neues mehr kaufen, solange nichts kaputt geht.

- 1x Sanyo eneloop AA 2.000mAh als Ersatz (27g)
- Swisstech 4x AA Ladegerät in Alufolie (59g) ist in den Kosten beim Solarodul oben mit drin
- Swisstach Powertank XL (Li-Ionen-Akku) in Alufolie (195g) dito
- Swisstech USB Lader in Alufolie (72g) dito
- diverse Kabel und Adapter (50g) dito
- Micro SD Karte mit Dateien in Alufolie (noch zu kaufen)
- KW Weltempfänger + 2 x Sanyo Eneloop in Alufolie + Ohrhörer (noch nicht da, ca. 180g) ich glaube 25 Euro herum, ein Mini UKW Radio bekommt man schon für 2 Euro bzw. hat es in den modernen Mobiltelefonen eh schon mit drin.


Hygiene und 1. Hilfe in einer wasserdichten 1,9l Box (917g)

das sind Bestandteile aus einem großen 1. Hilfe Set, das ich für 30 Euro gekauft habe. dann war ich noch bei der Apotheke für die Medikamente (ich benutze im Alltag keinerlei Medikamente) und hab da wohl 20 Euro(?) gelassen, 5 Euro das Desinfektionsmittel, ein paar Euro die Hygieneartikel, ein paar Euro die Box, das Phosphorband 5 Euro (ist aber nur ein Teil davon), unterm Strich vielleicht 50-60 Euro, aber die 1. Hilfe Sachen sollte man ja eigentlich eh zuhause haben.

Zusammen rechnen musst Du es selber :-) Es geht ohne große Einbußen auch deutlich billiger, die teuren Sachen möchte ich auch ganz normal von Zeit zu Zeit verwenden oder aber sie sind eine Spielerei. Ausnahme sind die Handschuhe, da hätten es die alten Lederhandschuhe von der BW zur Not auch getan, nur habe ich die wohl verschmissen...

Den Skaterhelm gab's bei Lidl für 10 Euro (zusammen mit den Bildern aus Japan und dem Tunesischen(?) Demonstranten mit dem Kochtopf auf den Kopf wäre ich nie auf die Idee gekommen mir einen zuzulegen), die LED Stirnlampe ist uralt und die hatte ich vor Jahren mal wegen eines kleinen Defekts (1 LED leuchtet nicht mehr) geschenkt bekommen.

Das ABC Zeug für beide Personen hat keine 100 Euro gekostet, die Filter habe ich hier bei einem Forumteilnehmer gekauft.


Ansonsten habe ich auch eine gewisse outdoor Ausrüstung von ganz normalen Touren, die sich so über die Jahre angesammelt hat. Ich hab z.B. mittlerweile wohl schon 6 Isomatten (leichte selbst aufblasende, Luxus-selbst aufblasende fürs Camping mit der Freundin , ridge rest fürs Wandern (ist aber mittlerweile recht platt gelegen und wird zur Gartenarbeit missbraucht), 5mm Evazote zum Baden, Strand, für die Gymnastik und ggf. unter die selbst aufblasenden drunter, ne alte undichte Selbstaufblasende und nun auch noch die BW Matte) :-)
Der Trekkingrucksack hingegen begeleitet mich schon seit über 10 Jahren und war gut genug für Reisen in die Welt und nun erledige ich damit meinen wöchentlichen Einkauf zu Fuß, da trage ich dann recht häufig auch mal mehr als 30kg nach Hause und dann in den 5. Stock hoch. Hält die Rückenmuskeln hoffentlich halbwegs in Form :-)

Ans richtig teure Zeug für den Notrucksack habe ich mich noch nicht ran gewagt, das wäre ein leichter Daunenschlafsack (100 Euro - 500 Euro), ein sehr leichtes und sehr kompaktes Zelt (300 Euro aufwärts), die Funkgeräte/Scanner Geschichte (100 Euro bis ???), das Satellitentelefon (700 Euro - 1500 Euro und jährliche Mindestumsätze), ein Geigerzähler (?) und ein smart phone, das mir GPS, Karten, Kompass, Computer, Bücher, Musikabspielgerät, Fotoapparat und noch anderes ersetzen soll (200 Euro bis ??? + pre paid Karte). Ich werde mir halt über kurz oder lang eins für den Alltag zulegen und in ein paar Jahren ist es dann reif für den Notrucksack. Bisher hatte ich in den letzten 12(?) Jahren erst zwei Mobiltelefone und die vom Vorbesitzer spottbillig erworben bzw. geschenkt bekommen, vielleicht sollte ich mir da tatsächlich mal eins gönnen :-)
Auch über eine Armbanduhr mit GPS, Kompass und allem PiPaPo hatte ich nachgedacht (Suunto X10), aber auch das legt man reichlich Geld auf den Tisch und ob man's wirklich braucht?

Was man an Zahlungsmitteln mitnimmt muss jeder selber abwägen. Man sollte ja eigentlich Bargeld zuhause haben und bei mir liegt der größte Teil davon halt jetzt nicht mehr im Schrank herum sondern steckt im Notrucksack. Wenn man in einer Krise für Mobilität, Herberge und ggf Essen bezahlen muss, evtl. Kleidung und Schuhe nachkaufen muss, obwohl die Nachfrage das Angebot übersteigt, dann sollte man meiner Ansicht Zahlungsmittel wenigstens im deutlich dreistelligen Euro-Bereich haben, mit 100 Euro kommt man ja schon heute nicht sonderlich weit.

Nach Fukushima kostete ein Flug von Tokio nach London zwischendurch kurzzeitig 7.000 US $, also wohl Faktor 5-10 des üblichen Preises, vielleicht kostet mich dann eine Herberge im Katastrophenfall statt 50 Euro dann eben 250 oder 500 Euro die Nacht. Wenn es draußen -20°C hat, dann würde ich das wohl trotzdem bezahlen, bevor ich im Freien erfriere...

mfg

Cephalotus
21.04.2011, 01:58
Kleine Anmerkung: Das Dekopulver der BW (Ziel: Zerstörung von B- und C-Kampfstoffen) ist schlichtes Natriumhypochlorit und kann statt Steripen & Co. auch zur Wasserentkeimung verwendet werden. (Töten natürlicher "B-Waffen", die Dünnschiss auslösen) Na-Hypochlorit hat allerdings nur eine sehr begrenzte Lagerdauer, da es sich bei Raumtemperatur langsam aber sicher zersetzt. Ein zehn und mehr Jahre alter BW-Bestand ist mit hoher Wahrscheinlichkeit inaktiv...

So schaut das meine aus (beim Foto oben hatte ich es blöderweise "versteckt"):

4467

Ist es das, was Du meinst?

Herstellungsdatum 1986 :-), dann kann ich's wohl wegschmeißen. Hab auch nur irgendwas um die 3(?) Euro dafür bezahlt und das Zeug auch nie aufgeschraubt. Wenn man schüttelt spürt man aber, dass ein Pulver drin ist...
Mein ganzes ABC Zeugs ist eh nach dem Motto: spottbilliger alter Kram ist vielleicht trotzdem besser als garnix. Ich wohne in Sichtweite zu einer "Produktionsanlage" eines der größten Impfmittelhersteller Europas, wer weiß, ob das nicht doch mal nützlich ist. Auch bei Radioaktivität ist ein halbwegs brauchbarer Schutz deutlich besser als gar keiner...

Allerdings bringt das das Risiko mit sich, dass man sich in Sicherheit wähnt und die alte Ausrüstung im Ernstfall dann doch versagt.

mfg

occam
21.04.2011, 13:54
Allerdings bringt das das Risiko mit sich, dass man sich in Sicherheit wähnt und die alte Ausrüstung im Ernstfall dann doch versagt.


Genau so ist es.
Ich habe zb. eine Schutzmaske aus den 70ern rumliegen, die in den 80ern mal revidiert wurde.
Schaut wirklich noch astrein aus. Vertrauen würde ich der Maske aber nicht schenken.
Das wäre höchstens ein bißchen was um das Gewissen zu beruhigen.
"Es passiert eh nix und wenn wird sie schon halten."

Mit Filtern hält es sich genau so. Kann schon sein, daß ein 20, 30 Jahre alter Filter noch
seiner Bestimmung nachkommt. Kann auch NICHT sein.

In meinen Augen dient sowas nur der eigenen Beruhigung.

Wenn die Maske schon unbedingt alt ist, sollte man wenigstens die Dichtungsringe/blättchen erneuern.

Ich persönlich habe mich dann doch entschlossen (wer billig kauft, kauft bekanntlich zweimal) für meine Freundin
und mich eine aktuelle, versiegelte Maske zu kaufen. Und neue (!) Filter.
Wenn man ein bißchen die Augen offen hält und Preise vergleicht, kann man sowas um akzeptable Preise bekommen.
So darf ich eine Preisempfehlung abgeben: zivile Filter von Ekastu (eine italienische Firma)
Sind sogar Schimmel -und Pilzresistent. Was man von den militärischen (so weit mir bekannt) nicht behaupten kann.

Masken selbst bekommt man zb. günstig aus den USA. Oder auch von Ekastu.
Oder einfach mal bei der ortsansässigen Feuerwehr nachfragen, die können das Zeug wenigstens auf Dichtheit überprüfen.

Das alte Pulver würde ich schlicht weghauen. Gehe davon aus, daß jedes Wasser mit beigemengter Seifenlauge mehr Wirkung hat...

Ciao,
Occam

Krumbaer
21.04.2011, 20:33
Ich würde noch einen USB-Stick mit eingescannten Dokumenten und Verträgen mitnehmen. Damit kann man später den Behörden und Versicherungen beweisen, dass man doch der Besitzer des Hauses/Grundstückes/Autos usw. ist. Auf einem 2 Stick gehen sich auch noch alle Familienfotos aus.

lG

hamster
22.04.2011, 08:45
Ich würde noch einen USB-Stick mit eingescannten Dokumenten und Verträgen mitnehmen. Damit kann man später den Behörden und Versicherungen beweisen, dass man doch der Besitzer des Hauses/Grundstückes/Autos usw. ist. Auf einem 2 Stick gehen sich auch noch alle Familienfotos aus.

lG

Wäre auch meine ergänzung gewesen. Es gibt die mit eingebautem (installiertem) password schutz. Kann wahrscheinlich jeder Profi knacken aber es hält Amateure ab.

ernst_august
22.04.2011, 10:01
Es gibt die mit eingebautem (installiertem) password schutz. Kann wahrscheinlich jeder Profi knacken aber es hält Amateure ab.
Richtig, siehe nur hier (http://www.heise.de/security/artikel/USB-Stick-mit-Hardware-AES-Verschluesselung-geknackt-270086.html) und hier (http://www.heise.de/security/artikel/USB-Stick-mit-Hardware-AES-Verschluesselung-geknackt-270086.html). Von daher sollte man es gleich ordentlich machen und eine Multiplattformlösung wie Truecrypt (http://www.truecrypt.org/) benutzen, wenn man seine Dokumente verschlüsseln möchte.

rocker
22.04.2011, 10:44
Ich täte die Daten, jedenfalls die wichtigsten, noch auf CD brennen, ein UBS-Stick kann je nach dem sehr schnell seine Daten verlieren. (Magnetismus, Strahlung, etc.)

Keusen
22.04.2011, 11:16
Hallo Rolf

beide System sind , je nach dem welche Unbillen passieren
anfällig, der USB Stick gegen Feuchtigkeit Magnetfelder und
Strahlung, dei CD gegen Bruch und Kratzer
Aber warum nicht beides, kostet nicht viel, so eine kleine CD
wiegt auch nicht viel und ist nicht so empfindlich, da nicht so
arg biegebeansprucht.

Redundanz schadet je bekanntlich nie

Grüße

Eugen j.keusen

hamster
22.04.2011, 19:03
Wie bereits geschrieben finde ich die Zusammenstellung und ie Arbeit dies zu posten sehr gut.
Als Genuss.Prepper habe ich zusätzlich noch eine Rolle Klopapier dabei. Beim Poncho und der BW-Matte bin auch ich zwiegespalten.
Einerseits sollte man sich bei einer kurzen Rast relativ sauber und trocken hinsetzen/-legen können, andererseits ict das Gewicht recht hoch. Meine Tendenz geht derzeit zu BW-Poncho und 3-Jahreszeiten Daunenschlafsack. Unterlage muss ich mir dann aber vor Ort suchen.
Auch ich unterscheide zwischen Sommer und Winter. Das heißt bei den Lebensmitteln: von April bis September keine Schokolade. Bisher ist mir das Zeug immer geschmolzen.
Merino Unterwäsche kann ich nur empfehlen.
Die Seidensturmhaube habe ich durch einen Buff ersetzt.

Bärtram
23.04.2011, 09:19
@Cephalotus:

Gute Ausarbeitung!:Gut:
Auch ich habe immer Probleme, meinen Rucksack <12 KG zu halten.

Einige Ideen:
Anstelle der vielen Akkus setze ich nur auf Lithium-Batterien, da diese kälteresistent sind und ich mir im Gegensatz zu Akkus keine Gedanken um den Ladezustand machen muss.
Akkus (egal welche) sind immer dann leer, wenn man sie braucht.

Als Gabel + Löffel setze ich auf einen Plastik-Spork.
Reicht völlig aus, zum Schneiden nimmt man das Taschenmesser.

Warum hast Du zwei verschiedene Micropur-Tabletten dabei?
Micropur-Forte reicht.

Kohletabletten sind gut, funktionieren bei Vergiftungen und Durchfall.
Also kannst Du die Durchfalltabletten einsparen.

Ein USB-Stick zum Datentransport ist gut, habe ich auch im Gepäck.
Sicherheitshalber sollte man den Stick zunächst in Alufolie (EMP, etc.) und dann in eine Plastikdose packen und diese mit einer Schnur im Rucksack gegen Verlust sichern.
Neuerdings gibt es USB-Sticks, die Wasser- und Stoßfest sein sollen.

Wasser ist und bleibt das größte Problem.
Man braucht es dringender als alles andere, es ist schwer und nimmt viel Platz weg.
Ich habe derzeit 3x 0,5L zzgl. einer 1,0L Wasserflasche + einen Wasserfilter von MSR nebst Zubehör im Rucksack.
Das ist sehr, sehr wenig, gerade im Sommer.

Cephalotus
25.04.2011, 15:24
Als Datenspeicher denke ich statt an USB-Sticks an MicroSD Karten + Adapter, die passen auch ins smartphone und können mit Adapter alles das, was ein USB Stick auch kann.

Bei der Stromversorgung stimme ich zu, dass man statt AA-Akkus und Ladesystemen für eine nicht lange andauerende "Flucht" besser die leichteren AA Lithium Batterien mitnimmt. Was die Leistungsfähigkeit von Akkus betrifft so kann ich nur immer wieder zu den Sanyo Eneloop Zellen raten. Die gibt es mittlerweile in der 2. Generation, die auch bei -20°C noch funktionieren, 1.500x ladbar sind und in 3 Jahren nur 15% der Ladung verlieren (abhängig von der Temperatur, der Ladungsverlust ist außerdem nicht linear, in den ersten paar Tagen geht das meiste verloren, danach nur noch sehr wenig).

Der BW-Poncho kommt bei mir definitiv raus und die Schlafausrüstung werde ich auch noch optimieren.

Den Titan Hobo konnte ich die letzten Tage testen. Man braucht schon ziemlich viel Geduld (30-45 Minuten für 1l Wasser kochen mit nur mäßig trockenen Holzstückchen bei Wind) und unauffällig ist das auch nicht, mit feuchtem Holz gibt es eine gigantische Qualmwolke. Im Grunde genommen halte ich den Kocher für eine Fehlkonstruktion. Mit 30-50g mehr Material hätte man vermutlich einen doppelt so großen Brennraum und eine bessere Belüftung schaffen können, das hätte die Leistungsfähigkeit des Kochers sicherlich dramatisch erhöht.
Nach 3maliger Verwendung hat man Topf unten eine ca. 1mm dicke schwarze "Lackschicht" aus kondensierten Holzgasen. Mal schauen, ob ich die wieder abbekomme. Das Titan hat sich auch etwas verzogen, aber das ist bisher maximal ein optischer Mangel.

Zwei verschiedene Micropur Tabletten, weil ich die eben zuhause haben. Da sie fast nix wiegen kann ich sie auch einpacken :-)

Statt Klopapier verwende ich Taschentücher, ich halte die für weitaus vielseitiger.

---

Sonstige Ideen:

- Moskitonetz (insbesondere wenn kein Zelt dabei wäre), liegt noch an einem anderen Ort herum, hab's deswegen noch nicht eingepackt und somit auch in der Aufzählung vergessen

- Fußpuder? (ich denke da an Talkum) Um die Blasenbildung beim Marschieren zu reduzieren und die Anfälligkeit für Pilze, wenn man tagelang in denselben Schuhen steckt. Im Ziplock Beutel ins Hygienepäckchen, wiegt fast nichts.

- Pfeife ist bei mir in den Brustgurt des Rucksacks integriert, habe ich bei der Aufzählung vergessen

- Papier + Bleistift ist mit drin

- dann denke ich noch über diese Taschenöfen mit Kohlestäbchenheizung nach. Kann man damit den Fußraum eines Schlafsacks warm halten? Kann man damit Schuhe über Nacht 8halbwegs) trocknen? Falls ja wäre das ein interessantes Winter "upgrade" für den Rucksack.

Bernie
25.04.2011, 22:31
Zuerst einmal ganz herzlichen Dank an Dich, Cephalotus !!

Ich finde die Zusammenstellung sehr gut und sie regt mich dazu an, meine Ausrüstung (noch nicht, resp. nicht mehr gepackt....) zu überdenken.

Zum Schlafen
finde ich einen leichten Daunenschlafsack sehr gut (Lagerung erwähntest Du bereits).
Persönlich habe ich ein Tarp (Exped) mit genug Schnur bereit und dazu einige Rettungsdecken ("Weltraumfolie"). Ich meine, mit der Kombination schon mal recht weit zu kommen. Wie Du gehe ich auch nicht von einem monatelangen Überleben im Totalcrash aus.

Die Rettungsdecken kann man wie das Tarp auch auch als zusätzlichen Regen- oder Sonnenschutz oder bspw. zum Auffangen von Regenwasser benutzen.

Als Wärmeschutz
benutze ich Odlo Funktionsunterwäsche, die gibt es für verschiedene Temperaturbereiche.

Zusätzlich denke ich an, resp. habe ich
- Kerzen (Licht, mit dem Wachs kann man vieles abdichten, braucht kaum Platz)
- einen Feuerstahl (funktioniert auch bei Nässe sehr gut)
- Plasticsäcke zum Sammeln von Birkenrinde etc. zum Feuermachen, Abdecken von Wunden, Sammeln von Beeren etc. etc.
- Zigarettentabak: primär zum Rauchen ;-), Tauschen und - wenn etwas angefeuchtet - sehr gut gegen Insektenstiche
- eine Zange (Multifunktionstool), hab ich oft schon mehr gebraucht als ein Messer
- etwas Salz und Zucker (Würzen, Herstellen eines halbwegs isotonischen Getränks)

So, gibt wieder lange zu überlegen, um hoffentlich möglichst wenig zu packen :lächeln:


Herzliche Grüsse
Bernie


Nachtrag: Zu den Taschenöfen mit Kohlestäbchen
- Fussraum warm halten: Ja, kann gehen -> Fussraum möglichst eng halten, resp. Schlafsack da "zusammenknüllen"
- Schuhe trocknen: ähem ..... aufpassen, Lederschuhe können dabei hart werden, da allenfalls ein Microfasertuch verwenden, ist eh ein recht guter Gegenstand und braucht kaum Gewicht

Doomer
26.04.2011, 23:12
@Cephalotus
Toller Beitrag. Und was mir am meisten gefällt, neben der Solartechnik, ist, dass Du Dir eine Philosophie zugrunde gelegt hast. Nicht einfach eingepackt. Respekt.

Meine Philosophie ist eine ganz andere, ich kann Deiner aber einiges abgewinnen.

Bei der Solartechnik bin ich noch nicht schlüssig, was es denn sein sollte, aber danke für Deine Hinweise.

Noch ein kleiner Tip: Topokarten, sind auch nicht so schwer und aufs GPs würd ich mich nicht verlassen.

LG
Doomer

Waldschrat
27.04.2011, 01:30
- Fußpuder? (ich denke da an Talkum) Um die Blasenbildung beim Marschieren zu reduzieren und die Anfälligkeit für Pilze, wenn man tagelang in denselben Schuhen steckt. Im Ziplock Beutel ins Hygienepäckchen, wiegt fast nichts.

Compeed Blasenpflaster? Es geht natürlich nichts über richtig gut eingelaufene Wanderschuhe, aber wenn man sich mal wundgelaufen hat, ist eine "zweite Haut" ideal. Talkum ist natürlich gut geeignet, um Feuchtigkeit zu binden und damit auch Pilzen und Bakterien die Lebensgrundlage zu entziehen.

- Pfeife ist bei mir in den Brustgurt des Rucksacks integriert, habe ich bei der Aufzählung vergessen


- dann denke ich noch über diese Taschenöfen mit Kohlestäbchenheizung nach. Kann man damit den Fußraum eines Schlafsacks warm halten? Kann man damit Schuhe über Nacht 8halbwegs) trocknen? Falls ja wäre das ein interessantes Winter "upgrade" für den Rucksack.

Man kann, wäre mir persönlich im Schlafsack aber zu brandgefährlich, obwohl ich die Dinger als Handwärmer schätze - aber da schlafe ich auch nicht. Ein brennender Kunstfaserschlafsack ist eine ziemlich tödliche Falle. Schuhe trocknen sollte funktionieren, obwohl ich das selber nicht ausprobiert habe. Aber auch da gilt, wenn die Schuhe nachts Feuer fangen, sollte das nicht auf Zelt, Schlafsack und Inhalt desselben übergreifen können. Ich habe eine instinktive Abneigung vor Dingen, die unbeaufsichtigt brennen.

Viele Grüße

Matthias

hamster
27.04.2011, 09:54
Das von Waldschrat angesprochene Brandproblem wird dadurch ergänzt, das Sauerstoff verbraucht wird. Sollte man nachts mal ne Zeit das Gesicht zur Seite rollen könnte man auch schnell mal ersticken. Bei Taschenöffen habe ich mit den "hochwertigen" (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=109648&GTID=2fdc42cd64814752fec9b4fcb33dd057a37 die besten erfahrungen gemacht.

Keusen
27.04.2011, 11:59
Ich nehm im Schlafsack dann doch viel lieber
diese mit Wasser aufzufüllenden Wärmebeutel,
die heizen gute 8 Stunden, sind absolut ungefährlich
und lassen sich etliche Male auch ohne Hitze regenerieren

Grüße

eugen j.keusen

ID1685
27.04.2011, 12:29
Ich habe von diesen Wärmebeuteln einen geschenkt bekommen und muss sagen: Klasse Sache!
Nach einem Versuch am Samstag in der Nacht von Montag auf Dienstag nochmal im Bett getestet (Frau hat kalte Füsse), und sie war begeistert!
Vor allem halten die lange warm ohne irgendeine Art von externer Energie. Keine Heizdecke, kein Brennstäbchen.
Wirklich ne tolle Erfindung die nur zu empfehlen ist.

Groetjes, jema

Forester
27.04.2011, 12:31
Hallo zusammen,

ich möchte hier auch mal meine Liste posten, da sie in eine ganz ähnliche Richtung geht. Mein Ziel war es, mit nicht mehr als einem gewöhnlichen und unauffälligen Tagesrucksack auszukommen. Dieser ist für leichte bis mittlere Szenarien gedacht, wo man zwar schnell weg muss, aber trotzdem mit Hilfe innerhalb von zwei bis drei Tagen und anschließender Rückkehr nach Hause gerechnet werden kann. Daneben steht ein zweiter großer Rucksack, der quasi das Übernachtungsgepäck und saisonale Kleidung beinhaltet, um bei einer schweren Katastrophe einen mehrtägigen Fußmarsch zu einem Fluchtziel zu ermöglichen. Was darüber hinausgeht (MadMax-Szenario), halte ich persönlich für zu unwahrscheinlich bzw. zu unberechenbar, um dafür was zu planen.

Immer dabei:
Schlüssel (mit LED-Lämpchen, Streichhölzern, Notgeld)
Geldbeutel
Smartphone (mit Daten auf SD-Karte)
Armbanduhr (mit Kompaß, Höhenmesser)
Taschenmesser

Der Rucksack:
1,5l Wasserflasche
Wasserfilter
NRG5
Energieriegel
Regencape
Sitzkissen
Erste-Hilfe-Set
2 Notdecken
Multitool
LED-Taschenlampe
Ersatzbatterien
Freeplay Handykurbel
Feuerzeug
Magnesium-Feuerstarter
Schnur und Tape
Taschentücher
Waschzeug
Handschuhe
Staubmaske und -brille
Kompaß und Karten
Geld + Papiere

Großer Rucksack (Erweiterung auf mehrere Tage/Winter):
Isomatte
Schlafsack
Klamotten
NRG5
Toilettenpapier
Freeplay Kurbelradio
Klappsäge


Gruß
Forester

Cephalotus
14.08.2011, 21:49
Bei mir hat sich in den letzten Monaten einiges getan und ich habe so manches Zeug ausprobiert, anderes wieder verworfen und vieles neu gekauft.

Zur Schlafausrüstung:

Der Vliesrucksack war zwar billig und wäre in der Theorie auch robust und dauerhaft im Rucksack verstaubar, hält aber leider nicht warm. Der Wind pfeifft durch, die Isolation ist minimal, ich hab damit im Frühjahr sogar nachts im Zimmer gefroren.
Nach langer Grübelei habe ich mich nun für den Sommerrucksack (ca. April bis Oktober) für einen YETI VIB 150 Daunenschlafsack entschieden. Der enthält 150g Daune und der Stoff ist sehr dünn, der Reissverschluss recht zierlich, eine Kapuze fehlt. Dafür ist es einer der wenigen Ultraleichtschlafsäcke der halbwegs weit geschnitten ist und einem umlaufenden Reißverschluss besitzt. das ist mir vor allem im Sommer sehr wichtig, außerdem kann man den Schlafsack dann als Decke notfalls für zwei Leute nehmen, wenn die sich mögen. Er hat die Farbe schwarz, das ist nicht nur unauffälliger, sondern nutzt auch die frühen Sonnenstrahlen besser zum trocknen.
Das Packmaß ist phänomenal, aber obwohl er in den gezeigten Packsack (1,5l) recht mühelos rein passt sollte man Dauenschlafsäcke so nicht lange quälen. Ich werde in den Rucksack den gezeigten grünen 4l wasserdichten Cordurasack verwenden und den Schlafsack ansonsten oben locker reinlegen. Man muss dann eben vor dem losrennen 3-4 Sekunden stopfen.
Der Schlafsack kostet satte 180 Euro, dafür untertstütze ich eben die Arbeitsplätze in Görlitz am östlichen Zipfel Deutschlands, wo YETI seine Schlafsäcke fertigt und außerdem habe ich vor, den Schlafsack die nächsten 10(?) Jahre für meine Sommertouren zu benutzen, wenn es auf Gewicht und Packmaß ankommt.

Der Vliessack wog 658g, der Daunenschlafsack 460g mit dem Cordura Packsack

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Die 5mm dünne Bundewehr Faltmatte ist halt super unbequem und isoliert praktisch nicht. Meine Überlegung war, diese durch eine 2mm dünne Alu-Schaumstoffmatte zu ersetzen und das eingesparte Volumen für eine Artiach skinlite Themomatte in 120cm Länge zu verwenden. Diese braucht zusammen gerollt nur sehr wenig Platz, wird aufgeblasen 3cm dick und dämmt ganz gut. Es ist eine der ganz wenigen ultraleichten Thermomatten, die nicht in irgendwelchen Signalfarben verkauft werden, sondern in dunklem grau. Außerdem war sie mit 33 Euro vergleichsweise günstig. Das Latex ähnliche Obermaterial sorgt für superkleines Packmaß ist aber wohl auch empfindlicher gegenüber Durchstich und darf dem Sonnenlicht nicht längere Zeit ausgesetzt sein. Gegen Durchstich muss man was drunter legen.
Die Alumatte wiegt zwar nur 114g (wenn man die nutzlosen Bänder wegreißt) im Vergleich zur BW Faltmatte mit satten 404g (die Aritach wiegt mit Packsack 386g), aber die Einsparung beim Volumen ist nicht so groß wie erwartet, sie lässt sich deutlich schlechter falten und ob ich mit weiß und silbrig glänzend statt oliv glücklich werde weiß ich noch nicht.
Evtl. nehme ich nur 2/5 oder 1/2 der BW Matte für die Füße und unter die Thermomatte dann nur eine Plane als Durchstichschutz, da muss ich noch rumprobieren.

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(die Hantel nehme ich nicht mit, die soll nur die Isomatten in Position halten. Das oben drauf ist die Artiach Thermomatte)


Interessant ist der Vergleich vom Bundeswehr Poncho mit 1055g zu einem Ultraleichtponcho mit Silnylon und 228g (inkl. Packsack) von golite. Der golite Poncho ist dunkelgrün/transparent, besitzt Abspannpunkte für die Verwendung als Tarp und ist ausgebreitet 2,60m lang statt nur 2,10m beim BW Poncho. Mit 2,60m wird es schon eng unter der Plane, mit nur 2,10m Länge wird immer ein Körperteil irgendwo angeregnet.
Ich habe fast keine Erfahrung mit Ponchos, den BW Poncho habe ich das letzte Mal vor 10 Jahren benutzt, fürs mitnehmen als Notlösung war er schlichtweg viel zu schwer. Da der golite Poncho 60 Euro gekostet hat will ich den auch so auf Touren verwenden z.B. statt einer Regenjacke als Notfalllösung bei einem Wetterumschwung o.ä.
Das Silnylon knistert etwas (geht aber) und lädt sich im trockenen sehr schnell statisch auf...

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Insgesamt spare ich mir also beim Schlafsack und Poncho rund 1kg und einiges an Packvolumen bei deutlich besserer Qualität vor allem beim Schlafsack. Bei der ISO Matte muss ich noch rumprobieren, aber viele Optionen bleiben nicht, wenn die Matte in den kleinen Rucksack passen muss.
In Kombination mit warmer Kleidung und ggf. einer Mütze traue ich dem neuen Schlafsystem zu, dass man damit im Sommerhalbjahr im Notfall zurecht kommen soll, auch wenn's mal eine Nacht knapp untern Gefrierpunkt sein sollte.
Der YETI VIB 150 ist für Männer als komfortabel bis +9°C angegeben (Erfrierungsschutz bei Frauen bis -3°C), aber Unterwäsche und Isomatte sowie Windschutz spielen auch noch eine Rolle.

Tarp statt Zelt bedeutet, dass man ein Moskitonetz für den Kopf besser nicht vergessen sollte.


Bei der Kleidung setze ich im Sommersack nun auf 1x Unterhose, 2x Merino Wollsocken (400er), 1x Kunstfaser T-Shirt, 2x langärmliches Merino-Wollshirt (200er) und 1x leichte Trekkinghose, 1x Kunstfaser Sturmhaube/Mütze und schnittfeste Handschuhe + eben das, was gerade anhaben sollte, wenn ich aus dem Haus renne. Auf die Vliesjacke verzichte ich stattdessen.

Wolle wärmt auch in feuchtem Zustand noch passabel und stinkt auch dann nicht, wenn man die Wäsche tagelang an hat. Sie ist von Natur aus leicht antibakteriell. Nachteil ist im wesentlichen der Preis, zumindest bei den guten Sachen von Superwool, Woolpower, usw...
Auch die Wäsche werde ich daher von Zeit zu Zeit auf Touren verwenden, denn zum Einlagern ist die viel zu schade. Sollte der Wäsche auch gut tun, wenn sie hin und wieder mal an die Luft kommt.

Cephalotus
14.08.2011, 23:04
zum Essen und sonstiges:

Der Titan Hob ist etwas, was in der Theorie super klingt (beliebig viel Brennstoff ohne Gewicht), in der Praxis habe ich festgestellt, dass der Brennraum recht klein ist, was dazu führt, dass man oft mit dem kleinen Holzzeug nur qualmendes Feuer zustande bekommt, das Ding ständig betütteln muss und das alles recht lange dauert. Das passt nicht wirklich zu einer Flucht.

Nach etwas hin und her überlegen habe ich auf einen Gaskocher + gaskartusche gesetzt. Kocher ist so ein kleines Titanding von Primus (30 Euro im Sonderangebot), die Gaskartusche ist von SnowPeak in der EU/USA Version mit 85% Isobutan und 15% Propan. bei Kälte ist es gut, wenn kein n-Butan Anteil mit enthalten ist, bei dem Gemisch reicht es, wenn man die Kartusche in wasser mit 0°C "wärmt", dann kann man die gesamte Schmelzwärme des Wassers zum "heizen" der Kartusche nutzen, denn Isobutan siedet bei -12°C (Propan bei -42°C und n-Butan bei 0°C und die Kartusche ist wegen der Verdampfungsenthalpie des Gases stets kälter als die Umgebung, wenn man sie benutzt).

Ich ersetze also den Titan-Hobo mit 138g und 6x Esbit zu 88g durch eine 110g Gaskartusche mit 198g und den Kocher mit 76g. Alles verpackt gewogen.

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6x 14g Esbit Tabletten haben übrigens einen Heizwert von 0,65 kWh und 110g Gasgemisch einen heizwert von 1,4 kWh, ich hab also deutlich mehr Heizwert dabei. dazu kommt, dass Gaskocher deutlich effizienter sind.
In der Theorie ist noch ganz spannend, dass das Gas in der 110er Kartusche mit Kartusche 25,5 kJ/g liefert und das Esbit einzeln verpackt 26,7 kJ/g, einen Gewichtsnachteil durch die Kartusche gibt es also kaum, außer dass das Gewicht langsamer abnimmt.

Interessant war noch, dass ich beim ersten benutzen des Gaskochers diesen aufgedreht und angzündet hab und mit einer 1m hohen fauchenden Flamme begrüßt wurde. Man sollte also mit dem Regler vorsichtig sein. Ansonsten funktioniert der Kocher wie gedacht, ggf. Windschutz ist klar.


Alternativen wären noch simple Spiritus Kocher (Spiritus hat einen Heizwert von 26kJ/g, Verpackung muss man noch abziehen) oder ein ultraleichter Esbitkocher. So einen + die Esbit Tabletten kommt wohl in den Notrucksack meiner Freundin.

Den Hobo halte ich im Notrucksack für untauglich, wenn ich irgendwo mit Holz kochen kann, dann geht das auch über dem offenen Feuer und ein paar trockenen Steinen oder mit Alufolie umwickelten frischen Ästen als Topfhalterung. Das qualmt auch nicht mehr und dauert auch nicht viel länger und ob ich jetzt 300g Holz oder 600g Holz für die Suppe brauche ist mir in Deutschland egal.

Man kann auch darüber philosophieren, ob man die Kocherei ganz bleiben lässt und für das Gewicht einfach mehr kalt essbare Nahrung einpackt.

Meine Überlegung lautet, dass die Nahrung meist der limitierende Faktor sein wird und es meist sehr, sehr mühsam ist, sich in Deutschland aus der Natur oder Umgebung zu ernähren. Eine Kochmöglichkeit eröffnet einem die Chance, auch Kartoffeln oder Mais von den Äckern zu nutzen und ggf. Tiere, Eier, Larven, Hülsenfrüchte, usw zu verwerten. Man kann Tee kochen, Wasser (oder Wundverbände) abkochen, sich mit warmen Wasser eine Wärmflasche machen und Schnee schmelzen. Ich will daher die Option haben und werde Topf und Kochzeug eben mitschleppen.


Bei der Nahrung muss jeder überlegen, wieviel er mitschleppen möchte.
Ich ziele so auf rund 5.000 kcal ab, das sollte mich eine Weile zwar hungrig, aber leistungsfähig erhalten. Weitere 6.000 bis 7.000kcal stehen dann noch pro kg Körperfett zur Verfügung.

Ich möchte ein bisschen was an Notriegeln dabei haben, weil die nützlich sind, um ggf. kleinen Kindern oder alten Leuten auszuhelfen (als Brei) und weil das zeug eben sehr kompakt ist. erst vor kurzem habe ich mitbekommen, dass es die Weizenriegel auch in 250g Packungen gibt (K1000) inkl. Vitaminzusatz. Die sind mir lieber als die 500g Packungen, wo ich dann fast die Hälfte meines Essens in Form der Riegel mitschleppe. Einen Vergleich zeigt das Bild:

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Bisher hatte ich als Brot Pumpernickel dabei.

dazu eine kurze Tabelle:
250g Pumpernickel in Folie aus dem Supermarkt wiegen 275g (wohl doch mehr drin?), halten sich 8 Monate und liefern 450 kcal
250g Pumpernickel in der Dose wiegen 355g, halten 2 Jahre und liefern 480kcal
250g Notriegel K1000 wiegen 258g (ohne Karton), hält 6 Jahre(laut Anbieter) und liefern 1150 kcal
2 Packungen Bundeswehr Hartkekse a 125g wiegen zusammen 270g, halten 4 Jahre und liefern 1090 kcal.

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Das Volumen ist zwar höher, aber das Gewicht zu Kalorien Verhältnis ist bei den Hartkeksen sehr deutlich besser als bei Dosenbrot bzw. Folienbrot. Die neuen Kekse schmecken zwar etwas süßlicher als die in meiner Erinnerung, sind aber ok auch zu Fisch und (Dosen)wurst.


Im nächsten Bild sieht man rechts oben einen K4 Sesamriegel. Wiegt 52g mit Verpackung und liefert 130 kcal.
Schmeckt ganz ok, hält sich wohl ein Jahr (ich denke auch deutlich länger) und schmilzt im Gegensatz zu den Snickers nicht in der Hitze. Ich nehme davon ein paar mit.

Ich hab dann noch u.a. Dosenwurst und Dosenfisch aus dem Supermarkt, eine Nuss-Früchte-Mischung in Aluverpackung vom Globetrotter und Trockenfrüchte in Alu vom Globetrotter eingepackt (wobei ich die Bananen recht gruselig fand, als nächstes probiere ich mal Ananas)

2/3 bis 3/4 der Kalorien möchte ich kalt verzehrfertig dabei haben.

Beim Fertigessen setze ich auf die Travelluch Produkte statt der Supermarkt Ware. Grund dafür ist, dass man dieses essen dadurch zubereiten kann, indem man einfach heißes Wasser in den Beutel kippt, man muss also nicht mehrere Minuten lang Essen über den Kochtopf kochen, läuft Gefahr, dabei (z.B. durch Geruch) entdeckt zu werden, man muss keinen Topf abspülen, wenn man nur einen Teil isst, kann man den Rest wieder verschließen, usw, uswf...
Außerdem sind die Sachen 2-3 Jahre laut Aufdruck haltbar.
Ich nehme zwei 125g Packungen mit (wiegen ca. 150g mit Beutel), die haben je nach Typ jeweils so 400-600 kcal.

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Tütensuppe nehme ich nach wie vor vom Supermarkt. Gibt auch welche in Aluverbundfolie.

Dazu noch ein paar Teebeutel (ich trinke keinen Kaffee)...

Momentan bin ich am überlegen, wieviele "hilfsstoffe" ich noch mitnehmen soll, um ggf. Essen vom Wegesrand aufzupäppeln. Etwas Salz und Zucker kommen auf alle Fälle rein.

Überlegt habe ich mir noch etwas gefriergetrocknetes Soja (es wäre günstig, beim Hungern ausreichend Eiweiß zu haben, damit der Körper die Fettreserven nutzt und nicht die Muskelmasse abbaut), Weizenmehl und Backpulver (für Stockbrot oder Bannock), etwas Raps- oder Sonnenblumenöl, um gefundenes Zeug im Topfdeckel zu braten oder Suppen anzureichern (hat auch ein sehr gutes Gewicht/Kalorien-Verhältnis) und etwas Pfeffer und Chili.

Ist halt die Frage, ob man stattdessen nicht besser noch ne weitere Notration einpackt...


Zur Technik vorerst nur ganz kurz.

Das geplante Messer (Gerber Prodigy) ist nie angekommen. Bin leider einem Betrüger aufgesessen, ich war mir aber eh nicht mehr sicher, ob das überhaupt so eine gute Idee war. Nicht alle Szenarien für Notrucksäcke enden im Wald. Jetzt hab ich erst mal für 10 Euro ein schlichtes Mora Messer eingepackt, das ist für den Haupteinsatzzweck eines Messers (=schneiden) auch ganz gut und recht leicht.

Die Sanyo eneloop Akkus ersetze ich durch eneloop lite, die muss man dann eben öfters nachladen. dafür dient im Sommerrucksack das Solarmodul. Im Winter soll das Solarmodul nur noch USB Geräte laden (Smartphone, evtl. später mal Satellitentelefon und Funkgerät) und statt Eneloop Akkus kommen Lithium Batterien in den Geräte.

Das Kurzwellen Radio Mini 300 PE ist prima. Braucht je nach Lautstärke nur ein paar mA und wiegt mit zwei AA eneloop lite und mitgelieferten Kopfhörern nur 179g. Der Empfang ist auf UKW und KW ganz ordentlich, die Trennschärfe in der Stadt lässt bei UKW etwas zu wünschen übrig, im Notfall ist das aber meine allergeringste Sorge. Ich hab zwei Stück für je 10 Euro gekauft und ziehe sie einem Kurbelradio unbedingt vor.

Vom Sisstech Solarset behalte ich das Modul, die Kabel und die Adapterstecker (ich nehme alle mit, die wiegen fast nix und Strom zum Aufladen der Geräte anderer Leute zu haben ist evtl. nicht so verkehrt), Netzteil, Autoadapter, AA Ladegerät usw ersetze ich durch deutlich kompaktere bzw. bessere Geräte.

Ich nehme noch eine 2l Faltflasche von Platypus mit (wiegt mit angebrachter Schnur zum Aufhängen) nur 36g. damit lässt sich Wasser über den Aquamira Filter viel einfacher filtern und eine zusätzliche 2l Flasche für den Notfall ist auch nicht verkehrt.

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Die Box für Werkzeug, Hygiene, 1.Hilfe werde ich wohl weglassen und die Sachen in Tüten packen. Mich stört Gewicht und Packmaß.

Ich habe mir ein Feuerzeug mit "Jet-Brenner" gekauft. das ist überwiegend aus Metall und wiegt voll 58-59g, leer 57g (passt also nicht sonderlich viel rein). Damit lassen sich viele Sachen deutlich einfacher anzünden als mit dem Feuerzeug und man kann grobe Sachen notfalls Löten. Ein paar cm Lötzinn wiegt auch nicht die Welt.

Das Smartphone für den Notrucksack wird ein Motorola Defy, das habe ich mir bereits zum Ausprobieren und Lernen gekauft (ich verwende seit jeher uralte Mobiltelefone) und über kurz oder lang kommt dann noch ein neues Smartphone und dieses wandert in den Notrucksack. Das Defy ist wasserdicht, lässt sich gut übers Solarmodul laden und mit einem 32GB Micro SD Speicher und ein paar Apps kann es einige Sachen. Ich hab z.B. eine offline Version der deutschen Wikipedia drauf, will mir die TOP 25 Karten von halb Deutschland drauf spielen, GPS hat man eh drin, ich hab einige Bücher drauf, suche noch nen Pilz- und "Essen aus der Natur"-führer, man hat ne Taschenlampe, ein UKW Radio, Internetzugang (solange man Empfang hat), kann Telefonieren *g*, so nebenbei noch mein Elektrofahrrad ansteuern, usw, usf...
Die Dinger sind schon ziemlich genial.

Geigerzähler, kleines Multimeter, Satelittentelefon, Funkgerät/Scanner würden mich noch reizen, allerdings sind das dann doch recht hohe Ausgaben und da muss ich mir erst überlegen, ob ich das wirklich will, oder momentan nur vor mich herum spinne. Für die Sachen habe ich ja im Alltag so gut wie keine Verwendung, das ist dann doch was anderes, als mal einen hohen Betrag für einen Schlafsack oder ein Zelt auf den Tisch zu legen.

Frei's Petrollampen
14.08.2011, 23:21
Hallo Cephalotus

Das Esbit würde ich wieder dazu packen. Eignet sich als Feuerstarter und um die Gaskartusche bei Kälte bei Laune zu halten.

Viele Grüsse, Ernst

FrankD
15.08.2011, 08:00
Hallo Cephalotus,
als alter Thermarest Benutzer empfehle ich Dir Flickzeug für die Skinlite mit zu nehmen. Wiegt fast nix und ist wirklich besser, als nach einer durchfrohrenen Nacht wegen Loch in der Matte die nicht flicken zu können. Löcher in den Matten findet man am Besten in dem man sie mit Seifenwasser einreibt, aufbläst und dann schaut wo Blasen entstehen.

grüße,

Frank

p.s.
Was die Signalfarben von z.B. Thermarest anbegeht: Es gibt von Thermarest auch die Militärischen Varianten. Einfach mal Thermarest Military suchen. Die Prolite 3 z.B. gibt es auch in Grün.

Keusen
15.08.2011, 10:47
Bei den Therm-A-Rest Matten war bei mir immer ein Flickset dabei
es ist nur unglücklich beigelegt anstatt befestigt zu sein, und geht
deshalb häufig verloren oder wird von skrupellosen Verkäufern heraus
genommen und separat verkauft

das habe ich geändert, und das Flickzeug in den Aufbewahrungsbeutel
mit einer kleine Tasche eingenäht, seither ist das Flickzeug auch immer
im Packbeutel dabei

Grüße

Eugen j.keusen

arno
16.08.2011, 16:29
Exped hat mit Synmat /Synmat Basic und nächstes Jahr mit Downmat UL superleichte und kleine isolierende Unterlagen, ich spar grad drauf :-)
Der Ansatz, den Fluchtrucksack klein und leicht zu halten und am besten übers Jahr fürs Wandern und Camping zu nutzen ist da ganz meiner. Ist sonst zu teuer und aufwendig, immer irgendwas Tolles rumstehen zu haben für den Fall der Fälle.
Einen fähigen Ersatz für die BW-Faltmatte such ich auch noch, da ja die ganzen aufblasbaren Matten von unten sehr anfällig sind. Ein leichterer Durchstichschutz wird gebraucht. Ich variiere immer etwas je nach Anlass, kann mit Nylonponco und Biwaksack oder Hängematte und Tarp losziehen, ist austauschbar/kombinierbar/sehr flexibel und auch wenn ich beides dabei habe immer noch "leicht".
Dazu kommt ein Snugpak Jungle oder olle Hawk :)
Stromverbraucher lass ich daheim, (ausgeschaltetes) Mobiltelefon und Taschenlampe ausgenommen.
Vargo Hexagon mit Aludosen-Spiritusbrenner und Crusader Canteen mit Osprey Wasserflasche, mehr Wasser in Pfandflaschen. Supermarktnahrung dazu, Schokoriegel, Tee/Kaffee, Salz/Pfeffer/Zucker
Geplant ist weitere Platz/Gewichtsreduzierung, mehr Merinozeug statt Baumwollmix für den Satz Wechselwäsche:-) Ok, für ne Flucht jetzt nicht so wesentlich…

Ich bring das ganze hier mal als Packliste, sobald ich die letzten "Renovierungen" vorgenomme habe :-)

gruss
arno

Cephalotus
16.08.2011, 18:04
Das Problem mit der skinlite ist, dass man die offiziell nicht kleben, sondern die speziellen Flicken aufbügeln muss. Soll zur Not auch mit einem Zopf voll kochendem Wasser gehen.
Den bisherigen Erfahrungen im Internet entnehme ich, dass das mit dem Aufbügeln ohne Erfahrung eher schlecht klappt, aber ein schnödes Klebeband den Zweck wohl auch erfüllt.

bei den aufblasbaren Dinger ist das halt das große Problem. Ich war vor Jahren mal 10 Wochen mit dem Rucksack in Südamerika unterwegs und meine damalige Matte hatte irgendwo ein winziges Loch, so dass ich morgens dann immer auf dem Boden aufgewacht bin. Das Loch hab ich erst späte zuhause in der Badewanne finden können, unterwegs war es zu klein, um es zu finden.
Dann bin ich viele Jahre nur mit einer ridge Rest gereist, die ist leicht und leidlich bequem und warm, braucht aber sehr viel Volumen. Die ist mittlerweile durchgelegen.
Seit ca. 2 Jahren nutze ich eine Thermarest Prolite 4 zusammen mit einer 5mm dünnen EVA Matte, wenn es das Packmaß zulässt und das ist super.
Seit kurzer Zeit habe ich noch eine 5cm dicke und große Matte von Meru (Globetrotter) für mich und meine Freundin im Sonderangebot gekauft, die nutzen wir dann, wenn es ums Campen geht und weniger darum, das Zeug auch zu tragen...
Jetzt liegen noch die BW Faltmatte, die dünne Alumatte und die skinlite herum, schön langsam muss ich mal aufhören.

Ich habe den Rucksack mittlerweile wieder gepackt und auch wenn die Thermomatten noch mit reinpassen würde hab ich sie vorerst draußen gelassen und bleibe bei der Bundeswehr Matte.

Für den Winter hatte ich mir eigentlich was ganz besonderes ausgedacht, nämlich ein Goretex Bivi mit "Dach" wie z.B. der Carinthia X-Tour Protector mit einer tauglichen Isomatte (entweder Kombination aus der dünnen Alumatte und darüber die prolite 4 oder alternativ die ridge Rest Solar) und darauf dann ein guter warmer Schlafsack und das alles mit etwas Klettband so fixiert, dass es nicht verrutscht und alles zusammen gemeinsam zu einer Wurst gerollt, die dann entgegen meiner Philosophie unten am Rucksack dran hängt.
Der große Vorteil (in meiner Theorie) ist, dass das sehr schnell und unauffällig bei jedem Wetter auf- und auch wieder abgebaut ist im Gegensatz zu Tarps, Zelten, wo man doch minutenlang herum fummelt und auch recht gut sichtbar ist.

Allerdings ist auch das keine unerhebliche Investition und ich frage mich, ob das wirklich soooo nützlich ist. Das ist ja ein Not/Fluchtrucksack und keine Campingausrüstung und das Überleben im Walde ist sehr wahrscheinlich eh nicht das, worauf es hinaus laufen wird. Wenn es draußen schneit und stürmt würde ich auch auf der Flucht versuchen, irgendwo in einem Gebäude oder Fahrzeug Unterschlupf zu finden, wo es dann hoffentlich etwas wärmer ist...
Auch im Alltag beim Camping benutze ich bisher kein Bivi, sondern wenn schon, dann gleich lieber ein richtiges Zelt, von daher bin ich jetzt von der Idee für den Winterrucksack nicht mehr so ganz davon überzeugt.
Vielleicht sollte ich Ausrüstungsfetisch und Spieltrieb mehr unter Kontrolle halten :-)

Andere nehmen nur eine Plastikplane mit und gehen davon aus, damit und mit der Kleidung am Mann im Winter auch überleben zu können...

Esbit zum Feuer starten erspare ich mir. Bei Sturm und Kälte habe ich persönlich eher mehr Probleme, Esbit mit dem Gasfeuerzeug zum brennen zu bekommen als ein paar feine Holzspäne, die ich mir aus dem Kern eines toten Astes rausschnitze. Außerdem befindet sich in meinem Notrucksack reichlich Plastikfolie, Taschentücher, etwas Papier, mit irgendwas bekommt man das Feuer schon an...

mfg

Sidge
14.09.2011, 02:35
Weitere 6.000 bis 7.000kcal stehen dann noch pro kg Körperfett zur Verfügung.
Das stimmt zwar im Prinzip, allerdings nur bei Belastungen mit sehr niedriger Intensität. In einer Fluchtsituation wirst du aber wohl fast immer oberhalb dieser Schwelle liegen, von daher würde ich nicht damit rechnen. Hab es schon mehrmals erlebt das Leute bei Ausdauerleistungen (Bergtouren, Fahrradtouren, usw.) ihre Energiespeicher nicht wieder aufgefüllt haben und Umgekippt sind bzw. einen Kreislaufkollaps hatten. Was in meinen Augen eine der schlimmsten Situationen wäre in die du geraten könntest wenn du "auf der Flucht" bist. Klar es rettet dich vorm verhungern, aber wenn du nen 10kg Rucksack mit dir herumträgst und zu Fuss unterwegs bist schränkt dich das sehr ein.
Ich würde in Notfallsituationen immer auf aerobe Glycolyse als Hauptenergielieferant setzten, β-Oxidation ( Fettverbrennung) ist zumindest aus sportmedizinischer Sicht ungeeignet.
Aber ich hab mich in dem Zusammenhang bisher nur aus sportwissenschaftlicher Sicht beschäftigt, vielleicht gibt es ja hier einen Mediziner der sich da besser auskennt und was dazu sagen könnte.
Ich für meinen Teil würde also mehr kcal in NGR-5 einpacken oder von Anfang an auf eine Mangelversorgung setzten.
Gerade wenn man nicht weiß wie lang man ohne Nachschub auskommen muss empfiehlt sich das wohl eh. Ausgehend von einem Tagesbedarf von ca 1800-2000 kcal (kcal-Bedarf eines Mannes zwischen 20 und 40 Jahren für eine ausgeglichene Energiebilanz wird meist mit um die 2200 kcal angegeben) war wenn bei durchschnittlicher Intensität (keine anspruchsvollen Leistungen wie Gewaltmärsche, "Um-sein-Leben-rennen"usw.) und angestrebter Mangelernährung würdest du mit 5000 kcal also für geschätzte 4-5 Tage optimal Leistungsfähig bleiben. Ohne weitere Nahrung dann allerdings sehr schnell, stark Abbauen.

Die Kalkulation beruht jetzt erst mal auf groben Schätzungen, kann es aber bei Bedarf auch mal genauer durch rechnen bzw. die genauen Zahlen nochmal nachschauen. Ist ne weile her das ich mich da eingearbeitet hab. Sollte ich mich also irren, bitte nicht gleich in der Luft zerreißen. Dachte ist vielleicht mal ganz Interessant.

Ansonsten gefällt mir die Zusammenstellung deines Rucksacks sehr gut!

Gruß
Sidge

Papa Bär
04.10.2011, 04:03
Hallo Cephalotus,

falls Du immer noch nach einem Leichtzelt suchst; mir gefällt das Minilite sehr gut, habe ich mir auch bestellt.
Gewicht 1000g, Packmaß 35x12x5
geeignet für 1-2 Personen und leichter als ein BW-Tarp - dafür dann aber nicht mehr als Regenponcho geeignet.

Gruß
Papa Bär

FrankD
04.10.2011, 06:41
Hallo Papa Bär,
Und wie verhält es sich im Regen? Vielleicht magst Du einen Praxistest in einem neuen Beitrag erstellen. Im Netz finden sich viele sehr schlechte Erfahrungen mit dem Zelt.

grüße,

Frank

Cephalotus
04.10.2011, 15:01
Hallo Cephalotus,

falls Du immer noch nach einem Leichtzelt suchst; mir gefällt das Minilite sehr gut, habe ich mir auch bestellt.
Gewicht 1000g, Packmaß 35x12x5
geeignet für 1-2 Personen und leichter als ein BW-Tarp - dafür dann aber nicht mehr als Regenponcho geeignet.

Gruß
Papa Bär

Ich hab mir das MSR Hubba Hubba HP als 2 Personen Zelt in grün gekauft und in bisher 1 Nacht für ganz gut befunden. Ist jetzt weniger ein Zelt für den Notrucksack (da lasse ich es nach derzeitigem Stand wohl ganz weg und würde es ansonsten außen dran schnallen, wenn es die Situation erfordert/erlaubt), alleine schon wegen der ganz anderen Preisklasse, sondern eher als Leichtgewichtszelt für die Touren zu Zweit.

Das Zelt hat zwei zu öffnene Apsiden, man kann Innen- und Außenzelt sperat verstauen und das Platzangebot ist in Bezug zur Grundfläche super.. Wenn man die zusätzliche Unterlegplane hat oder sich ein Viereck aus Schnur batselt kann man auch das Außenzelt vor dem Innenzelt aufbauen. Das Gestänge ist aus (dunkelgrün anodisiertem) Aluminium, die verwendeten Materialien sind aber schon sehr dünn, viel leichter geht es ohne große Einschränkungen beim Stoff derzeit nicht mehr...

Nachteile bisher: In der Mitte wird ganz schön schmal (ca. 105-110cm), zwei breite Isomatten passen da nicht nebeneinander und das Silnylon braucht ewig zum trocknen. Außerdem made in "Hinterasien", was ich bei diesen Preisen schade finde, prinzipiell hätte ich lieber ein Zelt aus D oder EU gekauft, aber das ist halt nur ein Kriterium unter vielen.


Gewicht

Packsack Zelt 49 g
Packsack Häringe 9 g
8 Häringe 89 g
2 Schnüre mit Spanner 15 g
Reperaturhülse 11 g
Packsack Gestänge 20 g
Gestänge 469 g
Netzdach 18 g
Innenzelt ohne Netzdach 628 g
Außenzelt 584 g

Summe 1892 g

Packsack Bodenplane 16 g
Bodenplane 232 g

Summe über alles 2140 g

Hier mal ein alter thread mit mehr Informationen zum Zelt von anderen:
http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?23639-MSR-Hubba-Hubba-HP

mfg

Für den Notrucksack hatte ich eine Weile überlegt, ob es Sinn macht, sich leichtes "Einbruchswerkzeug" einzupacken. In einer ultimativen Krise, bei der man tatsächlich mit Bargled oder Gold keine Herberge mehr bezahlen kann und in der das Wetter / Umstände so schlecht sein sollte, dass man unter dem Poncho oder unter dem nächsten Baum, Brücke, etc... nicht nächtigen kann, könnte und sollte man sich unbewohnte Gebäude zu Nutze machen statt im Freien zu nächtigen.

Man sollte eine Notsituation, die die Flucht mit dem Notrucksack erfordert nicht unbedingt als "Camping mit Erweiterung" betrachten.

Erzengel
04.10.2011, 15:31
Hallo Cephalotus,
die Idee mit dem Einbruchswerkzeug halte ich für interessant. Nur, an was hast du dabei gedacht?
Mit einem Dietrich kann ich zumindest nicht umgehen (was denke ich auch sehr viel Übung benötigen würde).

gez. Erzengel

Papa Bär
04.10.2011, 16:19
@FrankD
Werde ich gerne tun sobald ich es habe - allerdings wird es dieses Jahr mit dem Test nichts mehr.
Allerdings habe ich auch schon mit der einfachen BW-Dackelgarage - auch nur schlechte Kritiken - Nächte bei extrem schlechtem Wetter verbringen dürfen(Nebel+ nasskalter Nieselregen gefolgt von Frost) und fand es auszuhalten. Deshalb ist in meinem Fluchtgepäck auch der BW-Schlafsack und die Iso-Matte vorhanden.
Gruss
Papa Bär

FrankD
04.10.2011, 16:57
Jaja, auszuhalten ist das, ohne Frage. Aber ein klein wenig mehr Komfort darf es gerade in psychisch belastenden Zeiten schon sein, für meinen Geschmack. Da muss ich nicht in allen Facetten an die Grenzen gehen.

grüße,

Frank

theBrain
04.10.2011, 17:17
Das sehe ich ähnlich: Ich habe auch schon bei -4°C und Schneeregen eine Nacht im Bundesheerschlafsack, im Poncho eingeschlagen verbracht. Die 3h Nachtruhe die wir da hatten, waren absolut erträglich, aber wenn ich mich auf soetwas vorbereiten kann und bei der Wahl der Ausrüstung freie Hand habe, dann darf das schon etwas komfortabler ausfallen. Gegenwärtig liebäugle ich mit dem Snugpak Ionosphere. Da das ganze aber im Moment nicht wirklich weit oben ist auf meiner Prioritätenliste, kann das noch etwas dauern.

Papa Bär
04.10.2011, 18:11
Sicher richtig. Deshalb suchte ich nach einem Zelt mit kleinem Packmaß und geringem Gewicht für 1 1/2 Personen hauptsächlich als Wind- und Regenschutz im Wald. Warm hält mich der Schlafsack.

@ Erzengel
soll ich dir ein ebook (pdf) über Schlösserknacken und soweiter senden?

Viele Grüsse

Sentencer
05.10.2011, 12:01
Hallo Papa Bär,

ich weiß nicht wie es ums Urheberrecht steht bei dem pdf, aber ich denke außer Erzengel und mir werden evtl. auch andere daran Interesse haben.
Also das Ding vielelicht öffentlich zugänglich machen und wenn nicht möglich bitte via PN,

danke und Gruß

Papa Bär
05.10.2011, 12:34
Hallo Sentencer,
habe gerade bei Erzengel festgestellt dass der Upload leider nicht funktioniert; ich weiß nicht warum. Aber ich stelle auf Anfrage via PN gerne den Downloadlink zur Verfügung. Da ich mich mit dem Urheberrecht auch nicht auskenne möchte ich den Link nicht offiziell posten.
Viele Grüsse

Strider
30.10.2011, 23:41
Als Masken-Kombi hab ich eine simple Taucherbrille und eine Halbmaske (http://www.engelbert-strauss.de/show/activeSITE.asp?p=%3Cfolder+id%3D%2240A48F44%2D1A76%2D4D81%2D B68E%2D3E5B5CA91685%22%3E%3C%2Ffolder%3E%3Cslot+name%3D%22co ntent%22%3E%3Cco+id%3D%222601671F%2DB60A%2D4B23%2D80D3%2D616 CBCC9C096%22%3E%3C%2Fco%3E%3C%2Fslot%3E%3Cat%3E%3Cmillieu%3E 5E964926%2DE39D%2D40DF%2DB032%2DFD42758871D7%3C%2Fmillieu%3E %3CArtikelid%3E0D7E18BB%2D8DDA%2D4F05%2DB161%2D5A331E9BC081% 3C%2FArtikelid%3E%3Cpage%3E1%3C%2Fpage%3E%3C%2Fat%3E%3CRubri kID%3E47EF7291%2DC71E%2D4E37%2DA362%2D19031DBDA396%3C%2FRubr ikID%3E%3CRubrikName%3E%3C%2FRubrikName%3E%3CPageName%3E3M+M asken%2DSet%2C+4%2Dteilig%3C%2FPageName%3E%3CPageNo%3E701007 %3C%2FPageNo%3E). Dazu hab ich mir dann die passenden Filter bestellt, wie sie in Chemielaboren verwendet werden. Da kommen auch keine Enzyme durch.
Als Energieriegel nehm ich Proteinriegel. Findet man in der Aufbaunahrungsabteilung jeden größeren Supermarktes. Auf den Poncho verzichte ich. Mein Drizabone-RidingCoat hat mich genug gekostet. Der passt auch über meine SWAT-Weste, die ich als kleinere Stufe trage, falls ich den Rucksack abwerfen muss. Hinten in das Fach der Weste passt auch das Tarp.

hammer
30.10.2011, 23:56
Hallo

Wie schaut denn deine Kopfbedeckung bei schlecht Wetter (Starkregen) aus?
Hatte auch mal so einen Mantel in Gebrauch, meiner hatte jedoch keine Kopfbedeckung. Wodurch mir das Regenwasser über den Kopf zum Hals in den Nacken lief, was auf Dauer recht unangenehm war.
Den Mantel habe ich schon lange nicht mehr in gebrauch.

Gruß




Auf den Poncho verzichte ich. Mein Drizabone-RidingCoat hat mich genug gekostet. Der passt auch über meine SWAT-Weste, die ich als kleinere Stufe trage, falls ich den Rucksack abwerfen muss. .

Strider
30.10.2011, 23:57
Mann mit Hut - immer gut.
Nachdem ich das mit dem Helm gelesen hab, komm ich aber ins Grübeln.

hammer
31.10.2011, 00:04
Hallo
Na du antwortest aber schnell:staunen:

Ja Hut ist gut

Det0x
02.11.2011, 10:32
Ich verfolge diesen Fred mit grösster Freude :grosses Lachen:
Nun wollte ich fragen, was spricht gegen eine Hängematte (Hennessy Hammock) im Gepäck? Ist ja auch gleich ein Tarp dabei. Oder
Ist es Schwachsinn so etwas in den Rucksack zu packen?

Grüsse D

Techniker
02.11.2011, 12:08
Ich verfolge diesen Fred mit grösster Freude :grosses Lachen:
Nun wollte ich fragen, was spricht gegen eine Hängematte (Hennessy Hammock) im Gepäck? Ist ja auch gleich ein Tarp dabei. Oder
Ist es Schwachsinn so etwas in den Rucksack zu packen?

Grüsse D

Eigentlich nichts...

Wenn in deinem Gebiet im richtigen Abstand ;) Bäume stehen... Nur was machst du wenn dort wo du hingehst keine Bäume sind ?

Oder es in mitten eines klirrend kalten Winter...

Umso tiefer man sich mit dieser Thematik beschäftigt...umso weniger so denkt man weiß man ...

hammer
02.11.2011, 12:21
Hallo




IMG]http://www.survivalforum.ch/forum/images/misc/quote_icon.png[/IMG] Zitat von Det0x http://www.survivalforum.ch/forum/images/buttons/viewpost-right.png (http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?p=83822#post83822)
Ich verfolge diesen Fred mit grösster Freude :grosses Lachen:
Nun wollte ich fragen, was spricht gegen eine Hängematte (Hennessy Hammock) im Gepäck? Ist ja auch gleich ein Tarp dabei. Oder
Ist es Schwachsinn so etwas in den Rucksack zu packen?

Grüsse D
[







Eigentlich nichts...

Wenn in deinem Gebiet im richtigen Abstand ;) Bäume stehen... Nur was machst du wenn dort wo du hingehst keine Bäume sind ?

Oder es in mitten eines klirrend kalten Winter...

Umso tiefer man sich mit dieser Thematik beschäftigt...umso weniger so denkt man weiß man ...


Seitwann braucht man für eine Hängematte unbedingt Bäume? Mit vier starken Ästen geht das auch oder zwei Pfosten ..........
Diese Hängematte kann man auch auf dem Boden aufbauen. Dann haste auch gleich ein Dach übern Kopf, Feuer davor und dann gehts auch im Winter.

Ist das mit der Thematik nicht bei allem so? Warum mache ich mir dann Überhaupt noch Gedanken übers Leben?

Gruß

FrankD
02.11.2011, 17:31
Mir sind Hängematten zu schwer. Hab immer wieder damit herum gespielt, vor allem da sie einem ermöglichen dort zu schlafen wo einen keiner vermutet (am Hang). Aber das Mehrgewicht hat sich nie bezahlt gemacht. Aber das ist rein subjektiv, jeder kann da zu anderen Ergebnissen kommen.

grüße,

Frank

Cephalotus
31.08.2012, 16:06
Ich hab jetzt mal meinen Notrucksack auf eine richtige Tour in die Alpen mitgenommen. Allerdings mit etwas modifizierter Ausrüstung, aber ebenfalls mit 10-12kg herum bepackt (hatte viel zuviel Zeug dabei).

Der Rucksack trägt sich jetzt nicht gerade supertoll, da ohne Tragegestell, aber es geht schon, selbst nach 12 Stunden Wanderung auf doch eher mühsamem Gelände (siehe Bilder) hatte ich nur leicht rote Schultern, da haben mir andere Körperteile deutlich mehr Probleme gemacht...

Fazit: Rucksack und angepeiltes Gewicht kann ich in allen denkbaren Situationen auch problemlos weit tragen, an komplizierteres Gelände wie hier gezeigt würde ich mich ohne Kletterausrüstung eh nicht mehr wagen...

Zum Inhalt des Rucksacks + Zubehör schreibe ich die kommenden Monate nochmal ein kleines update, wenn ich ihn wieder auf ne Winterversion umpacke.

mfg

9539


9538

Arnsburger
18.01.2013, 18:57
Ich habe das alles jetzt erst mit großem INteresse gelesen und mit meinen eigenen Überlegungen und Vorbereitungen abgeglichen.

Was macht Ihr mit dem Schlafsack? Der soll ja nun nicht ständig komprimiert im Rucksack liegen. Andererseit muss er bei mir erst in den Kompressionssack und dann ins Bodenfach meines Tatonka-Rucksacks. Wenn ich das dann auch noch für alle vier Rücksäcke der Familie packen muss, dauert dass natürlich ein wenig und das Zimmer in dem ich die Rücksäcke lagere sieht aus wie ein Heerlager...

Irgendwelche Gedanken?

olafwausr
21.01.2013, 14:25
Hallo alle zusammen


Zum Thema Daten und Dokumente hätte ich da auch noch was. Dokumente nehme ich grundsätzlich als
Kopie auf Papier mit (zur Sicherheit einlaminiert). Die sind alle in jedem der 4 Rucksäcke.
Das leidige Thema Datensicherung bei Fotos beschäftigt mich schon länger. Fakt ist aber, egal wie, schon
ohne eine Kriese, Daten auf einem USB Stick sind nach ca. 10 Jahren futsch, eine selbstgebrannte CD hat
bei optimaler Lagerung ca. 5 Jahre. Erneuert man die Daten alle paar Jahre (Familienfotos etc.) schleichen
sich immer mehr Fehler ein. Nach spätestens nach 20 Kopien ist Schluss mit lustig und die Bildfehler
überwiegen. Es hilft also alles nichts wichtige Sachen ausdrucken, aber bitte nicht mit Tinte, die verbleicht!

Um eine einigermaßen gute "Bildersicherung" hinzubekommen hab ich die Orginale auf etliche USB Sticks
gepackt (unterscheidliche Hersteller, aber alle Speicher mit den selben Bildern). Die liegen nun in kleinen
Bleischachteln an 5 verschiedenen Orten bei der Verwandschaft in ganz Deutschland rum.
Zu guter letzt bin ich dann noch auf ein interessantes Angebot gestoßen. www.gigabank.de (http://www.gigabank.de) Dort sind
die ganzen Bilder nun auch nochmal. Leder machen die 2016 zu, obwohl zum Anfang was von 100 Jahren
gesagt wurde. Ist also auch keine dauerhafte Lösung.
So ängstlich geworden bin ich durch einen Freund, dessen gesamte Bilder sind übernacht ins Nirwana
abgetaucht und nicht wieder herzustellen gewesen.

Beste Grüße, Olaf

- Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen -


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