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Thema: Imprägniermittel - Ersatz

  1. #1
    epwin
    Gast

    Standard Imprägniermittel - Ersatz

    Das Beste Imprägniermittel ist:

    Nicht Nass werden.

    Darauf achten beim:
    Gehen,
    Sitzen,
    Liegen,
    dass man nicht nass wird.

    Imprägniermittel schützen gegen Wind, Nässe und bis zu einem gewissen Grad gegen Schmutz.


    Improvisiertes Imprägniermittel für Baumwollstoffe und Baumwoll-Mischgewebe:

    Beim BUND (vor der Zeit des Mischgewebes und Flecktarn – als Baumwolle – Moleskingewebe) hatten wir unsere Oberbekleidung mit (weissem oder braunem) Kerzenwachs eingerieben.

    Den Tipp hatte ich aus Schweden:
    FJÄLLRÄVEN-Grönlandwachs
    Aber arme Soldaten konnten sich das nicht leisten.

    Das Wachs wird beim Waschen oder Gebrauch der Kleidung herausgelöst.
    Diese Imprägnierung ist auswaschbar. Sie muss daher nach jedem oder nach mehreren Waschvorgängen neu aufgetragen werden – je nach Waschtemperatur.
    Evtl. - wenn man die Kleidung nicht so oft wäscht - muss sie auch Zwischendurch neu aufgetragen werden – Grund: Verschleiss durch Reibung.

    Mit der (kalten) Kerze wird das Wachs zuerst dünne auf das Baumwollgewebe aufgebracht.
    Man streicht mit etwas Druck über den Baumwollstoff. Die gewachsten Stellen erscheinen etwas heller (bei weissem Kerzenwachs).
    Besondern an den Nähten, im Unterschenkelbereich, im Kniebereich, der Schulterpartie, auf der Kapuze und der Vorderfront der Jacke und Hose sollte man etwas mehr Wachs aufbringen.
    Trägt man einen Rucksack geht diese Imprägnierung im Schulterbereich schnell verloren.

    Sind alle Teile (gleichmässig gut) eingewachst nimmt man ein Bügeleisen (auf Seide bzw. niederste Stufe einstellen) oder einen Haarfön (Ersatzweise über einen Ofen hängen). Vorsicht bei Baumwollmischgewebe, da besser einen Haarfön benutzen.

    Das Wachs wird z.B. durch das Bügeleisen erwärmt und schmilzt in die Baumwollfasern hinein. Somit kann die Baumwollfaser weniger Nässe aufnehmen.
    Besonders an den Doppelnähten und Falten sauber arbeiten.

    Nimmt man einen Haarfön kann man etwas besser die Falten der Bekleidung bearbeiten.

    Beanspruchte Stellen evtl. 2-mal bearbeiten.

    Die eingewachsten und erwärmten Stellen haben die ursprüngliche Farbe des Baumwollgewebes (bei weissem Kerzenwachs).

    Evtl. ist die Bekleidung nach dem Bearbeiten etwas Steif, wie wenn sie leicht gestärkt wurde. Dies vergeht aber nach einigen Bewegungen.
    Mit evtl. Funkenflug des Lagerfeuers hatte unsere Bekleidung keine Problem.

  2. #2

  3. #3
    hammer
    Gast

    Standard

    Guter Beitrag werde ich auch Nutzen.
    Nur eine frage, wenn erlaubt.
    Wie ist es denn mit der Atmungsaktivität? Könnte mir vorstellen das es gerade in den Sommer-Monaten, zu Hitzestau kommen könnte. Da das Wachs ja total abdichtet. Oder liege ich da falsch?

    L.g.hammer

  4. #4
    trailfinder
    Gast

    Standard

    theoretisch ja. da dieser sehr dünne wachsfilm aber bei der ersten bewegung "aufbricht" kann die luft zirkulieren. wasserabweisend ist der stoff aber immer noch. und wen du doch ins schwitzen kommst, jacke wtwas aufmachen.

    achtung nicht bei syntetischer kleidung, gore-tex o.ä. benutzen.

  5. #5
    argus
    Gast

    Standard

    Das Thema Imprägnierung, welcher Art auch immer ist bei mir durch. In der Praxis mußte ich leider feststellen, daß es im Regen nur eine Sache von Minuten ist, bis man auf die Knochen naß ist. Spart euch die Mühe und das Geld, und inverstiert es in Regenkleidung.

    Wasserdichter Poncho und Beinlinge, wasserdichter Anzug, Gore-Tex Anzug (u. vergleichbare Membranen), oder unterstellen wenn es die Situation erlaubt, ist das einzige was imho fünktioniert.

    Mischgewebe tocknet schneller wieder, alternativ Wolle oder Loden weils noch wärmt wenns, naß ist. Ist aber unangenehm und schwer auf die Dauer.

    So banal es klingt: Nicht naß werden!

    LG argus

  6. #6
    User-ID-279
    Gast

    Standard essigsaure Tonerde

    Seit Jahren lese ich in allen Haushaltstipps:


    Für Mäntel und Stoffe aus Naturfasern ist essigsaure Tonerde (erhältlich in Apotheken und Bioläden)eine umwelt- und gesundheitsverträgliche Art, löse- und schadstoffhaltige Imprägniermittel zu vermeiden.
    Aus einem Gemisch von 1 Liter essigsaurer Tonerde und 9 Litern heißem Wasser entsteht ein Imprägnierbad das sogar für ein kleines Zelt ausreichend ist.
    Das gewaschene und getrocknete Stück mehrmals hin- und herbewegen und dann über Nacht in der Lösung liegen lassen. Danach muss es in einem warmen Raum zum Trocknen aufgehängt werden.
    Synthtikfasern lassen sich damit aber grundsätzlich NICHT behandeln!

  7. #7
    StefanS
    Gast

    Standard

    So am Rande: Zwei Kollegen im Reenactment haben mal das alte Rezept ausprobiert, wie man Leinenzelte dicht bekommen soll: Fichtenzapfen und Speckschwarte drin verbrennen. Klang gut, und hat auch geholfen - gegen übermäßigen BESUCH. So ´nen Gestank kriegt man nie wieder raus aus dem Gewebe...

  8. #8
    User-ID-78
    Gast

    Standard

    Wozu wollten die *Leinenzelte* noch mal extra imprägnieren?! Leinen quillt bei Kontakt mit Wasser auf und das Gewebe dichtet sich selbst ab. Gut, es sollte halt nichts mit der Zeltwand Kontakt haben, ansonsten tropfst dort durch.
    Naja, der Gestank hält im Sommer wenigstens die Mücken ab!

  9. #9
    StefanS
    Gast

    Standard

    Das war ein A-Tent und der Firstbalken hat die Feuchtigkeit immer durchgezogen. Ich denke, da hätte man am besten was untergenäht, aber Versuch mach ja bekanntlich kluch... Bei meinem Zelt ist bislang noch nie was durchgekommen, aber ich nutze auch imprägniertes Gewebe (Asche auf mein Haupt)...

  10. #10
    User-ID-78
    Gast

    Standard

    Das da unten ist meines, selbstgenäht und ohne Firstbalken. Gehalten wird es nur durch die Abspannung, die aber zugegebernermaßen nach 4 Tage etwas nach gelassen hat. Ich hab für das Zelt zwar auch imprägnierten Baumwollstoff genommen, aber das nur aus finanziellen Gründen. Wie gesagt, echtes Zeltleinen würde sich bei Nässe selbst abdichten, dafür braucht es keine extra Imprägnierung, allerdings wirkt das nur wenn der Zeltstoff keinen Kontakt mit irgendwelchen Gegenständen hat. Ein Firstbalken ist selbst bei imprägnierten Stoffen ein Problem.

  11. #11
    Ghost Account (Nicht mehr aktiver Account)
    Registriert seit
    16.02.2010
    Beiträge
    75

    Standard

    Mit Graphit einreiben (Bleistift?) soll übrigens auch eine gute Imprägnierwirkung haben. Getestet habe ich das noch nicht (müssen).
    Alle wollen in den Himmel, aber sterben will niemand.

  12. #12
    trailfinder
    Gast

    Standard

    graphit auf der jacke würd ich aber nur ungern testen wollen. das gibt bestimmt schwarze gesichter beim anziehen.

  13. #13
    User-ID-732
    Gast

    Standard

    Ich imprägniere meine Leinenzelte ( A-Tent und Trapper-Lodge ) immer wie folgt :

    Imprägniermittel ( Billig und Gut ! ) selbst Herstellen

    Anwendung bei :
    Zelten, Baumwoll- oder Leinenplanen, oder Mischgewebeplanen, Kleidungsteile, Schuhwerk aus Stoff, ect.

    Das Imprägnier -Gemisch ist in dichtschließenden Gläsern fast Unbegrenzt Lager- und Gebrauchsfähig.

    Zutaten :

    2 – 5 ltr Benzin,

    Farbloses Silikon ( je ltr. Benzin 1,5 Kartuschen ) aus dem Baumarkt

    Einige Große und mittlere gesäuberte und intakte Schraubgläser

    1 alter Kochlöffel

    1 alter Küchenrührer ( Schneebesen ) an einen etwa 50 cm langen Stock gebunden

    Breiter Pinsel
    ----------------------------------------------------------------------------------------------

    Vorbereiten :

    Silikon aus der Kartusche pfriemeln und in ein Behältnis geben.

    1 großer Eimer / kl. Fass , oder ähnl. mit kochend heißem Wasser zu 2/3 füllen

    Benzin in eine größere Dose ( z.B. gereinigte Sauerkrautdose oder Gurkendose aus der Gastronomie, öder ähnl. ) füllen und mit improv. Deckel abdecken.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------

    Zubereitung :

    Benzindose IN das heiße Wasser stellen und etwa 5 min warten, bis das Benzin warm geworden ist.

    Nun das Silikon Kochlöffelweise ( immer so 4 – 5 Löffel voll ) in das warme Benzin geben
    Mit dem Schneebesen so lange rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.

    Ist alles Silikon in das Benin eingerührt, die Tunke noch etwa 5 Minuten lang gleichmäßig durchrühren..

    Die Masse sollte die Konsitenz von Salatöl haben.
    Ist sie zu dick - Benzin nachgießen und unterrühren, bis die Konsitenz passt

    Imprägniermasse in die vorbereiteten Gläser abfüllen
    ( und Unbedingt die Schraubgewinde der Gläser mit Lappen und Reinbenzin peinlichst ! säubern )´und Gläser dicht verschließen.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------

    Anwendung :

    Im Freien ( ! ) die zu Imprägnierenden Teile auf einem Tisch / Arbeitsplatte / 2 Baubohlen oder ähnl. Ausbreiten, mit der zu imprägnierende Seite nach oben.

    Mit dem Pinsel die Lösung dünn auftragen.
    Diesen Vorgang bitte 2 mal wiederholen.
    Besonders bei Nahtstellen/ Ösen / Schlaufen und dergleichen, ist das Einstreichen der Imprägniermasse mehrfach zu wiederholen.

    Material jetzt mind.1/2 Tag zum trocknen und Ausdünsten locker aufhängen
    ( dabei darauf achten, dass sich keine imprägnierten Stoffteile miteinander berühren – sie kleben sonst zusammen ! )

    Das Benzin dampft nun aufgrund seiner Flüchtigkeitseigenschaften aus dem Stoff aus und das Silikon bleibt im Gewebe zurück und schütz dieses so vor Nässe / Feuchtigkeit.

    Nachimprägnation ist – bei Bedarf – jederzeit möglich, sollte aber bei Gewissenhafter Arbeit erst nach längerer Zeit Notwendig werden.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------

    Viel Erfolg beim Nachmachen wünscht Euch

    Charly der Rebell

  14. #14
    User-ID-506
    Gast

    Reden Benzinlotion

    Also Ich weiß nicht Charly.
    Die leichtflüssigen Kohlenwasserstoff-Verbindungen sind beim
    Lüften bestimmt schnell weg.Aber bleibt da nicht ne`Menge
    "Müffi" im Zelt hängen???
    Nicht das es jetzt vieleicht fürs Highwerden reicht,aber ächz?

    Stalkerunit

  15. #15
    User-ID-732
    Gast

    Standard

    Neee...

    Meine Erfahrungen zeigen - ist das Zelt erst mal zum Ausdünsten aufgebaut und steht so 6 - 8 std draussen, dann ist der Benzinmief verflogen.

    Lässt man seine Falthütte über Nacht draussen, dann möffts am nä. Morgen nach Gras und Tau, aber nach sonst nix mehr - es sei denn, du legst am Abend nen nassen toten Fuchs rein....

    Greetz
    Charly

  16. #16
    User-ID-506
    Gast

    Reden Benzindüfte

    Ich denke da nur an "meine" Erfahrungen mit Benzin auf
    Klamotten/Stiefel-klekkern/duschen.
    Das bleibt manchmal lange ziemlich aufdringlich und darf auf
    keinen Fall in die Waschmaschine,sonst ist die auch verseucht.
    Muß erst mal separat im Kübel vorgewaschen werden.

    Stalkerunit

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