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Thema: Das Salz geht aus (oder man hat keins)

  1. #33
    hinterwäldler
    Gast

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    Freunde von mir hatten traditionelle Massai zu Besuch und ließen sie eine Ziege schlachten.
    Die Massai sind offenbar kein Salz gewöhnt und finden unsere Art zu würzen ungenießbar.
    Stattdessen rieben sie das Fleisch mit ein paar Tropfen Galle ein und schmorten es dann so am Feuer, daß meine europäischen Freunde es zu ihrer Überraschung durchaus schmackhaft fanden.

    Ein anderer Freund hat gelegentlich Indianer aus dem Regenwald Ecuadors zu Besuch und kocht für sie ebenfalls völlig salzlos.

  2. #34
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    Zitat Zitat von hinterwäldler Beitrag anzeigen
    Freunde von mir hatten traditionelle Massai zu Besuch und ließen sie eine Ziege schlachten.
    Die Massai sind offenbar kein Salz gewöhnt und finden unsere Art zu würzen ungenießbar.
    Ein anderer Freund hat gelegentlich Indianer aus dem Regenwald Ecuadors zu Besuch und kocht für sie ebenfalls völlig salzlos.

    Hallo Hinterwäldler,

    die Antwort ist ziemlich simpel. Tiere brauchen von den metallischen Mengenelementen Na, K, Ca, und Mg zum überleben. Pflanzen kommen mit K und Mg aus.

    Wenn ich also eine stark fleischlastige Ernährung habe, kann ich mein Na komplett aus dem Fleisch beziehen. Bei Pflanzenkost hätte ich Probleme.


    Aber hey, wie kommt man an traditionelle Massai als Freunde. Das klingt spannend. Erzähl mal. Für die Masssai und Samburu ist ja selbst die ortsübliche ostafrikanische Sprache Swahili eine Fremdsprache, da sie ihre eigene haben. Wie habt Ihr Euch unterhalten? Englisch?

    Viele Grüsse

    Matthias

  3. #35
    hinterwäldler
    Gast

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    Genaueres weiß ich auch nicht, weil die Massai leider schon abgereist waren, als ich meine Freunde auf dem Rückweg vom HSP-Treffen besuchte.
    Der Kontakt kam wohl durch einen Pfarrer/Pastor, der sie zu einer Deutschlandreise eingeladen hatte und sie irgendwo unterbringen mußte.
    Zwei von ihnen konnten Englisch.

  4. #36
    moleson
    Gast

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    In der heutigen Zeit an Salz zu mangeln ist schon ein Kunststück. Es braucht Wochen bis man einen Salzmangel bemerkt. Ich habe das in der Wüste sehen können wo wir 2 Monate uns von Datteln und Milchpulver ernährt habe. Es hat genau 4 Wochen gebraucht, bis ich mich eines Tages so schlapp gefühlt habe, das ich kaum mehr stehen konnte. Da kam der Geistesblitz (mist habe kein Salz zu mir genommen). Ein Glass Wasser mit Salz saturiert, getrunken und ein paar Stunden später war alles wieder in Ordnung. Entweder man ist ein einer Gegend unterwegs wie eine Wüste wo es wirklich an Salz mangelt, dann einfach ein Tütchen mitnehmen und das reciht dann auch.
    Innerhalb von Europa ist es schlicht unmöglich, selbst in einem Katastrophenfall an Salz zu mangeln. Es gibt abertausenden Tonne Salz die gelagert werden für das salzen der Strasse.
    Im übrigen das Strassensalz (man muss schauen das es sich auch wirklich um NaCl handelt) ist nichts anders als was man als Tafelsalz benutzt.

    Ich habe mir ein paar solche 30 Kg Säcke hingestellt, hauptsächlich um im Notfall mit Salz konservieren zu können. Denn es ist nicht der normale Salzkonsum der so ein Problem ist, sondern die Massen von Salz die man zur Konservierung bräuchte wenn die Tiefkühltruhe nicht mehr will.

    Moléson

  5. #37
    Ole O Malley
    Gast

    Standard

    Ich habe schon öfter Knochen ausgeglüht weil ich sie so meinem Kompost-system zuführen kann.

    Wenn die Temperatur beim ausglühen hoch genug ist, kann man die Knochen aus der erloschenen Glut holen und mit den Fingern zu feinem Mehl zerbröseln. Dieses hat durchaus einen würzenden Effekt (probiert bei Schweineknochen) - und ich habe mich auch schon gefragt, was es wohl für Mineralstoffe und Salze enthalten wird.

    Magnesium und Calzium wird es sicher reichlich enthalten, aber vielleicht kann jemand genauer benennen, was da enthalten ist? Dafür wäre ich dankbar.

    Gruß

  6. #38
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    Zitat Zitat von Ole O Malley Beitrag anzeigen
    Magnesium und Calzium wird es sicher reichlich enthalten, aber vielleicht kann jemand genauer benennen, was da enthalten ist? Dafür wäre ich dankbar.

    Gruß
    Hallo Ole O Malley,

    das Römpp Chemielexikon sagt unter dem Stichort "Knochen" über Knochenasche:

    "... sie besteht besteht zu rund 80% aus Calciumphosphat [Ca3(PO4)2] bzw. Hydroxylapatit [3Ca3(PO4)2*Ca(OH)2], 6,6% Calciumcarbonat u. etwa 1,4% Magnesiumphosphat [Mg3(PO4)2] ; dazu kommen noch noch etwa 0,5% Calciumfluorid [CaF2]...."


    Viele Grüsse

    Matthias
    Geändert von Waldschrat (10.10.2013 um 00:26 Uhr)

  7. #39
    moleson
    Gast

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    Knochen sind ein Phosphat Dünger. Nix mit Salz

  8. #40
    arni
    Gast

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    Zitat Zitat von moleson Beitrag anzeigen
    Ich habe mir ein paar solche 30 Kg Säcke hingestellt, hauptsächlich um im Notfall mit Salz konservieren zu können.
    Moléson
    hallo moleson, Streusalz ist meist vergällt, d.h. es ist absichtlich mit zugesetzten Bitterstoffen ungenießbar gemacht. Für die von Dir angeführten Verwendungen würde ich normales Speisesalz in Großgebinden im Großmarkt (C+C, Fegro, etc.) besorgen. Oder immer wieder mal eine ganze Stiege 500 g-Päckchen aus dem Supermarkt. Verzichten würde ich auf zugesetztes Flour, Folsäure, Kräuter, u.ä. (Haltbarkeitsprobleme, bzw. bei Flour einfach Unfug, außer vielleicht bei Kindern - (Zähne)). Schönen Abend Arni McGyver
    Geändert von arni (10.10.2013 um 22:32 Uhr)

  9. #41
    moleson
    Gast

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    Zitat Zitat von arni Beitrag anzeigen
    hallo moleson, Streusalz ist meist vergällt, d.h. es ist absichtlich mit zugesetzten Bitterstoffen ungenießbar gemacht....
    Bei uns nicht, kann aber Länder spezifisch sein.

    Moléson

  10. #42
    urbanrolli
    Gast

    Standard

    mein alter freund 85, hat mir immer erzählt das er ein huhn in den schnellkochtopf steckt, mit gemüse und kartoffen kocht es so lange bis allen klein ist, auch die knochen,
    und das schob er sich in den magen und meinte, gut für die knochen...ach ja er tat noch gelantine in den topf.....

    nun er war sehr lange verheiratet, frau tod an krebs, 5 kinder, der hat das essen nur als notwenigkeit des überlebens gegessen..

    das erzählte er mir jedesmal wenn ich kam..nun alt isser geworden.....nu isser tot...aber die kochgeschicht werd ich nie vergessen....

    obwohl ich nicht mit salz würze, ist salzmangel nicht das problem, viel trinken...z.b. wasser das ist viel wichtiger.

    salz wird übrigens auch als brechmittel benutzt....das ist kein joke.....

    lg urban-rolli

  11. #43
    Previval-Großmeister
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    Hallo urbanrolli,

    es ist eine Tatsache, dass die Bewohner der Industrienationen mehr Salz zu sich nehmen, als ihnen gut tut. Allerdings ist Natrium für alle Tiere, also auch für den Menschen, essentiell. Deswegen kann ich meinen Natriumbedarf natürlich auch über Fleischverzehr decken, da Na in tierischem Gewebe vorhanden ist.

    Der Bedarf liegt bei 1-3g Na, entsprechend etwa 2,5 - 7,5g NaCl (Kochsalz). Ohne Natrium könnte keine Körperzelle ihr Membranpotential aufrecht erhalten. Die Kalium-Natrium-Pumpe der Zellen würde versagen, weder Muskelerregungen noch die Weiterleitung von Nervenimpulsen gingen mehr. Erstes Warnzeichen: Muskelkrämpfe, dann Kreislaufzusammenbruch, dann Exitus.

    Der Körper weiss sich allerdings zu schützen. Wenn Du - etwa in einem Wüstengebiet - extrem viel Wasser durch Schwitzen und mit dem Schweiss auch Salz verlierst - dann entwickelst Du einen unglaublichen Salzhunger. Ich habe mir da mal tatsächlich aus dem Salzstreuer Salz in die hohle Hand geschüttet und mit Genuss aufgeleckt.

    Das Rezept Deines alten Bekannten würde ich nicht nachkochen, da ich kulinarisch ein Hedonist und kein Masochist bin. Ich wüsste mit einem Huhn wahrlich besseres anzufangen. Ich würde das Huhn zerlegen, entbeinen und füllen und dann kämen z.B. mit Pesto gefüllte Hühnerschenkel und Hühnerbrüste auf den Tisch. Dazu vielleicht eine Ratatouille und roter Reis aus der Provence. Da brauche ich meine Dreisterneköchin nicht, das kriege selbst ich noch hin.

    Viele Grüsse

    Matthias

    P.S.

    Meine Frau hat übrigens heute unsere Basilikumstauden komplett abgeerntet, ehe die ersten Nachtfröste sie umbringen können und wie eine Weltmeisterin Pesto bereitet und eingefroren. Der Vorrat reicht uns locker bis zum nächsten Mai, wenn wir wieder eigenes Basilikum haben werden.

    Du kennst meine Devise: "Preparedness ist Survival auf hohem kulinarischem Niveau" Auch von dem roten Reis aus der Provence haben wir noch ein Säckchen rumstehen.:lächeln:
    Geändert von Waldschrat (11.10.2013 um 00:39 Uhr)

  12. #44
    Henning
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von arni Beitrag anzeigen
    Streusalz ist meist vergällt, d.h. es ist absichtlich mit zugesetzten Bitterstoffen ungenießbar gemacht.
    Die Salzsteuer wurde in DE vor ein paar Jahren abschafft, ich glaube nicht, das sich jetzt nocht jemand die Mühe macht, das
    extra zu vergällen.
    Allerdings braucht Streusalz auch nicht rein zu sein, kann also deshalb trotzdem durch Verunreinigungen bitter schmecken.

  13. #45
    Maresi
    Gast

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    Streusalz, welches in Salinen gewonnen wird besteht zu ca. 99,5% aus reinem NaCl und 0,5% Rieselhilfe.Normales Speisesalz darf maximal 0,25% Rieselhilfe enthalten.
    Dieses ist in chemischer Hinsicht der einzige Unterschied zwischen den beiden Sorten...


    Somit halte ich es für unbedenklich, in Krisenzeiten seinen Salzbedarf mit Streusalz zu decken - da der Grenzwert ja auf den aktuell hohen Konsum berechnet ist...


    LG.


    Maresi

  14. #46
    Tarper
    Gast

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    Zitat Zitat von menatarms Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    Nahezu alle Nahrungsmittel enthalten NaCl in unterschiedlichen Mengen. Ich glaube nicht, dass die Zufuhr im Nomalbetrieb notwendig ist. In Zeiten starker Beanspruchung (viel schwitzen) ist eine Zufuhr vielleicht nicht schlecht.
    Hier hilft Tiere (Wildtiere) beobachten. Dort wo diese Erde (oder Lehm oder sonstiges vom Bodenmaterial) essen ist ein erhöhter Salzgehalt feststellbar und auch für uns verwertbar.
    Salz um zu würzen ist bei Verwendung von Kräutern so ziemlich das entberlichste was es gibt. Ich salze schon seit Jahren nicht mehr und niemand von uns hat irgendwelche Mangelerscheinungen. Natürlich haben wir einen entsprechenden Salzvorrat für schlechte Zeiten

    lg

    Menatarms
    Dem kann ich mich nur anschließen. Eine Extrazugabe von Kochsalz zu einer Verpflegung, die überwiegend aus tierischen und/oder pflanzlichen Zellen besteht, ist unter Normalbedingungen eigentlich völlig unnötig. Denn auch der Salzgehalt der als Nahrung aufgenommenen Zellen entspricht etwa dem unserer eigenen Körperzellen.

    Wenn man das im Biwak aufgefangene Regenwasser (Vorsicht, mineralfrei!) nicht nur als Brauchwasser, sondern auch als Trinkwasser nutzen muß, sollte man das vorher wenigstens als kräftigen Tee aufkochen, damit beim Kochen die Pflanzenzellen platzen und das Kochwasser mit den Mineralien des Inhalts der Pflanzenzellen angereichert wird.

    Mit Mineralien angereichertes Grundwasser ist bei näherer Betrachtung ja eigentlich nichts anderes als Regenwasser, das kalt durch einen gigantischen Wasserfilter, den natürlichen Boden, geleitet wurde.

    Deshalb könnte ich mir vorstellen, daß man auch mit einem eigens dafür aufgebauten Wasserfilter nicht nur Teeblätter ins Wasser heiß auslutschen könnte, sondern auch Mineralien von nachgelagerten Filterschichten, die aus Sanden und Kiesen bestehen. Was da aber neben den erwünschten Mineralien auch an unerwünschten Stoffen ausgespült werden kann, hängt von den jeweils vor Ort verwendeten Materialien für die Mineralfilterschichten ab. Denn immerhin wird durch das heiße Auslösen ja Energie zugeführt, die unter natürlichen Bedingungen nicht zur Verfügung stünde.

    Ich bin ein großer Fan von Gumbo. Wer seinen Terry Pratchett auf Deutsch gelesen hat, weiß sicher auch, daß im Gumbo "Alles" ist.

    Da wird erst mal Fleisch zerkleinert, in einem möglichst großen Topf scharf angebraten, anschließend mit Wasser bedeckt und aufgekocht. Auf diese Starter-Ladung kommt immer wieder Fleisch, Gemüse, Obst, Gewürze und Würzfrüchte wie z.B. Oliven. Täglich aufgekocht, immer wieder gerade so deckend aufgegossen. Mahlzeiten werden mit dem Schaumlöffel entnommen, damit die Gumbo-Brühe weiter im Topf bleibt. Einziges Tabu sind hochverderbliche Nahrungsmittel wie z.B. Fisch und Pilze. Salz in streufähigen Körnern wandert da NIE hinein.

    Denn auch ohne reichert sich mit der Zeit in der Gumbo-Brühe immer mehr Salz an, weshalb sie regelmäßig verdünnt werden muß. Entweder durch Abtrinken oder Mitnehmen von Brühe bei der nächsten Mahlzeit. Auch mal durch bewußtes Anheben des Gumbo-Pegels im Topf. Dieser Anreicherungsprozeß spielt sich auch schon mit ganz normalem Trinkwasser ab. Mit mineralfreiem Wasser wäre der Effekt wohl noch stärker.

  15. #47
    Delta-force
    Gast

    Standard

    Also in der Schweiz gibt es diese Gewürzstreuer circa 5 cm hoch die 4 Fächer haben für jedes Gewürz. 2 davon haben fast alle Kletterer/Wanderer/Skifahrer dabei. Grillmischung und Kaffeevariante. (Kaffeevariante am besten in die Survivalbox legen. Kaffee, Zucker, Milchersatzstoff)
    Wer da also selber etwas bauen will kann da logisch auch Curry oder was ihm sonst noch fehlt selber organisieren.

  16. #48
    Previval-Interessierter Avatar von dipswitch
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    08.02.2016
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    Also ich hab noch ca. 50 kg himalayasalz da, in relativ grossen klumpen, die man auch gut im rucksack mitnehmen kann. Ich finde das einfach besser, als das normale NaCL

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