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Thema: Samen vorratslagern?

  1. #33
    Peterlustig
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Chuck Noland Beitrag anzeigen
    Ich möchte dieses Thema wieder ein wenig reaktivieren. Im Moment wird in unserem kleinen Garten (ca. 300 qm) zwar kein Gartenbau betrieben, da alles voller Kinderspielsachen (Trampolin, Sandkasten etc.) ist. Doch ich möchte mich auf die Situation vorbereiten, wenn es notwendig wird, dass man selbst Gemüse im garten anbaut. Werkzeuge sind bereits alle vorhanden und nun geht es an ein Samenlager.
    Und hier möchte ich ansetzen und fragen, ob jemand konkrete Erfahrung mit der Verlängerung des Haltbarkeitsdatums vom Samen hat?

    (...)

    Oh, noch etwas... Welche Samen keimen (besonders) schnell, damit der Garten so rasch als möglich Ertrag abwirft? (Und ich spreche jetzt nicht von Kresse o.ä. sondern von sättigenden Pflanzen.)
    Hallo Noland,

    zur Lagerfähigkeit von Samen kann ich leider nicht wahnsinnig viel beisteuern. Trocken, so luftdicht wie möglich, dunkel und kühl sollte es sein.

    wollte aber kurz auf deinen Plan eingehen. Im SHTF-Fall auf eigenen Anbau zu setzten ist definitiv ein guter Ansatz.
    Probleme sind dabei aber definitiv vorhanden.

    Zum einen Tritt der Ernstfall (wahrscheinlich) nie zum richtigen Zeitpunkt auf. Soll heißen wahrscheinlich ist es grad Winter, oder zumindest nicht der richtige Zeitpunkt im Jahr um dann seine Saat auszubringen. Damit will ich sagen, du brauchst auf jeden Fall Vorräte, die so lange reichen, bis eine erste Ernte reif ist. Auch würde ich mich mit Themen wie Gewächshaus, Winteranbau, Permakultur etc beschäftigen.

    Ob 300qm Garten zur Ernährung ausreichen hängt stark von den Früchten und Eurer Gruppengröße ab.

    Ein weiteres Problem sind die Erfahrung. Wenn du mit dem Gärtnern erst im Fall X anfängst ist das Risiko da, dass aufgrund fehlender Erfahrung einiges im Garten kaputt geht.
    So geht es meiner Erfahrung nach jedenfalls den meisten "Anfängergärtnern".
    Wenn du dann aber von dieser Ernte abhängig bist, ist das ein großes Problem.
    also auch jetzt schon ausprobieren! Und wenn du nur mit einem kleinen Beet anfängst und dich an verschiedenen Pflanzen versuchst, besser als nix!

    Wünsche dir viel Erfolg und vor allem Spaß dabei! Denn mit dem Spaß kommt der Erfolg und man kann Misserfolge leichter wegstecken ;)

    vg
    peterlustig

  2. #34
    Frequenzkatastrophe
    Gast

    Standard

    Moin Patenta vorweg erst mal danke für den Filmtip aus dem Eingangspostin, ich liege zZt mit einer Erkältung flach und der Film hat mir gestern 2 Std. lang echt gut die Zeit vertrieben!

    So zum ursprünglichen Thema, ich bin definitiv kein Gartenspezialist, eher absoluter Anfänger.

    Ich handhabe das mit den Samen aus der Logik heraus wie folgt: Ich kaufe im Herbst bei dreschpflegel kleine Mengen Saatgut (Mais, Kräuter, Salat...) für ca. 10-20€, diese werden zur Lagerung, in ihren Originaltütchen (Lichtschutz/Herstellerangaben/MHD) vakumiert und in Folie eingeschweißt, weniger um durch das vakumieren die Haltbarkeit direkt zu erhöhen aber vor allem um die Samen sicher, wasserdicht zu verpacken und auch um ein Päckchen zu haben, das man ggf. einfach schnell ich den Rucksack schmeißen und mitnehmen kann.
    Die Samen des Vorjahres rotiere ich bei dem Prozess. Im Frühjahr/Sommer kommen die Samen, nachdem sie gekeimt wurden in die Erde, einmal in meinem viel zu schattigen Stadtgarten, aber auch an ausgewählten Plätzen in der Stadt (Guerilla-Gardening), wo ich sozusagen die Wachstumsfähigkeiten der Pflanzen in meinem urbanen Umfeld testen kann und soweit ich das einschätzen kann keinen Schaden anrichte.

    Grüße aus Leipzig

  3. #35
    Brötliduft
    Gast

    Standard

    Hallo Zusammen,
    Geschälte Stangenbohnen, vakumiert und tiefgefroren: nach 2 Jahren habe ich sie aufgetaut und über Nacht in Wasser eingelegt,
    weil ich sie ursprünglich kochen wollte. Die Hälfte davon habe ich gekocht und sie waren tip top.
    Die andere Hälfte habe ich versuchshalber wieder in frischem Wasser eingelegt stehen lassen und siehe da, sie haben gekeimt.

    Und so habe ich sie dann nach einigen Tagen in die Erde gelegt und die Stangenbohnen sind kräftig gewachsen und haben wieder
    viel Ertrag gegeben. Seither mache ich das so mit Hülsenfrüchten. Erstaunlich, was die Natur so vermag.

    Liebe Grüsse

  4. #36
    ID 7139
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Brötliduft Beitrag anzeigen
    Erstaunlich, was die Natur so vermag.

    Hallo,

    eigentlich geschieht das ja auch in der Natur, wenn man sie lässt. Was würde denn mit Bohnen in freier Wildbahn passieren? Noch schlimmer, im Laufe des Winters würden die X-Mal gefrieren und wieder auftauen, und im Frühjahr gäbe es aus einigen (nicht aus allen) wieder neue Bohnen, und aus diesen Bohnen wieder Samen, von denen einige den Winter draussen überleben = natürliche Selektion, nur die Angepassten können überleben.

    Wie ist das so mit dem Neuseeländer Spinat: Ist sooo frostempfindlich, jaaaaa nicht vor den Eisheiligen nach draussen... Ich bin eher faul, muss im Herbst meinen Garten nicht abräumen, könnte ja ein milder Herbst/Winter sein und man könnte noch bis zum Dezember oder soagr später ernten. Oder es gibt plötzlich im Oktober Schnee, über Nacht (auf 900 m) und es ist zu spät zum Aufräumen. Neuseeländerspinat säht sich seit Jahren selber aus bei mir und übersteht jeden Winter.

    Gruss Kendu

  5. #37
    Previval-Mitstreiter Avatar von Patenta
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    Hi Frequenzkatastrophe.
    leider gebührt mir nicht der Dank :O( die Filmtipps kamen von Kupfersalz und Thurgovia ;O)
    Die Idee mit dem Guerillia-Gardening (kannte den Ausdruck gar nicht) finde ich interessant!
    Hier gab's früher ab und an Guerillia-Gardening mit "Gras" ;O)) im Hinterland.
    Herzlichst, Patenta

  6. #38
    Chuck Noland
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Peterlustig Beitrag anzeigen
    Ein weiteres Problem sind die Erfahrung. Wenn du mit dem Gärtnern erst im Fall X anfängst ist das Risiko da, dass aufgrund fehlender Erfahrung einiges im Garten kaputt geht.
    So geht es meiner Erfahrung nach jedenfalls den meisten "Anfängergärtnern".
    Wenn du dann aber von dieser Ernte abhängig bist, ist das ein großes Problem.
    also auch jetzt schon ausprobieren! Und wenn du nur mit einem kleinen Beet anfängst und dich an verschiedenen Pflanzen versuchst, besser als nix!
    Och... Es ist nicht so, als hätte ich Null Erfahrung. Ich habe als Kind immer im Garten meiner Eltern und Grosseltern mitgeholfen. Manchmal freiwillig, manchmal weniger freiwillig...
    Zur Zeit besitze ich zwar keinen klassischen Garten mit Beeten. Ich ziehe meine Gurken, Tomaten, Bohnen usw. einfach in grossen Töpfen. (freilich in kleinerer Stückzahl als im Garten) Den Tomaten gefällt die Topfhaltung zum Beispiel sehr gut, weil sie da auch schön windgeschützt in einer sonnigen Ecke am Haus stehen...

  7. #39
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    @Patenta

    Meine Fragen:
    - würdet ihr Samen bevorraten? Macht das Sinn?
    Es macht sehr wohl Sinn Saatgut für mind. 2 Jahre im Vorraus zu lagern. Auch ohne Kriesenszenario!

    2016 hab ich das leider lernen müssen. Nach einem Hagelschauer im Juni war der ganze Garten lädiert.
    Es sind einige Gemüsesorten fast ganz ausgefallen so das ich kein Saatgut mehr ernten konte.

    Ich habe daraus gelernt mind. für 3 Jahre Saatgut zu bevorraten!

    Einiges an Kriesensaatgut habe ich immer: Mais, Dicke Bohen, Weizen, Roggen und Gerste.
    Dieses Saatgut ist auch länger lagerfähig.

  8. #40
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    Wie lange sind denn Samen von verschiedenen Kohlarten Lagerfähig ??

  9. #41
    Henning
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    Zitat Zitat von silkemitfamilie Beitrag anzeigen
    Wie lange sind denn Samen von verschiedenen Kohlarten Lagerfähig ??
    4-5 Jahre

  10. #42
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    Klasse.
    Dann werde ich mir mal ein paar Samen zulegen.

    Habt ihr Samenfestes Saatgut eingelagert ?

  11. #43
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    Was ist mit einer Samentauschbörse. Die haben wir im HSP Forum ins Leben gerufen. Ich weiß nicht ob es das hier schon gibt. Es werden nur samenfestem Saatgut verwendet.
    Zu der Einlagerung von Saaten habe ich Hauptsachlich Mais, Bohnen, Erbsen, Kohl, Tomaten, Kartoffeln, Rügen und Möhren. Dabei auch viel was man bis in den Winter stehenlassen kann, wie Poree und Grühnkohl. Alles andere sind Arten die zwar für die Abwechslung sicher wichtig sind aber nicht für den Hunger. Außerdem wird jedes Jahr zusätzlich was anderes angebaut, um zu sehen ob es sich lohnt und in den engeren Verzehrkreis aufgenommen werden kann.
    Kartoffeln bekommen nächstes Jahr einen neuen Platz der wird in der Dreifelderart bewirtschaftet, also Gründüngung, Getreide, Kartoffeln. Damit will ich Kartoffeln und Getreide etwas mehr Platz einräumen.
    Ich selber habe momentan einen kleinen Garten von etwa 100m². Kann aber schnell aufstocken so das ich 1-2000 m² bewirtschaften kann. Dazu wird ein alter Einachser samt Anbaugeräten bereitgehalten. Trotzdem liefert mir mein kleiner Garten genug um auch noch einzuwecken.
    Ich benutze aber auch immer noch Hybrid Sorten, aber nicht zum einlagern. Samen hab ich für mind. 3 Jahre Eingelagert. Man muss ja auch damit rechnen das man vermehrt anbaut in einem Szenario, da ist schnell der Vorrat aufgebraucht.

  12. #44
    Henning
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Arwed51 Beitrag anzeigen
    Ich benutze aber auch immer noch Hybrid Sorten, aber nicht zum einlagern. Samen hab ich für mind. 3 Jahre Eingelagert. Man muss ja auch damit rechnen das man vermehrt anbaut in einem
    Ich will ja nicht Deinen Elan bremsen, aber z.B. bei Zwiebelgewächsen nimmt die Keinfähigkeit bereits nach 1-2 Jahren stark ab, bei Scharzwurzel, Pastinaken, Kerbel u.a. schon nach einen Jahr.

    Ein Teil der überlagerten Samen keimt zwar noch, aber ungleichmässig und länger und die Pfanzen sind schwächlich und wachsen langsamer.

  13. #45
    Cephalotus
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von silkemitfamilie Beitrag anzeigen
    Klasse.
    Dann werde ich mir mal ein paar Samen zulegen.

    Habt ihr Samenfestes Saatgut eingelagert ?
    Mein aktueller Garten ist klein und die Anbaufläche derzeit auf wenige Quadratmeter begrenzt.

    Ich brauche daher Sorten mit einem guten Ertrag, gerade bei Tomaten oder Paprika sind hier die Hybridsorten mMn deutlich überlegen, auch was Resistenzen gegen Krankheiten angeht. Auch bei Salaten probiere ich Hybriden aus, z.B. Mehltau- und Läuseresistente Kopfsalate. Gäbe es Radieschen und Rettiche als Hybride die nicht so schnell verholzen oder schießen würde ich die auch kaufen...

    Die Prepperphilosophie mit den ausschließlich Samenfesten Sorten teile ich nicht. Wozu? Bei Tomaten & Co liebe ich eh die Sortenvielfalt, da brauche ich von jeder Sorte pro Jahr eh nur 1-2 Samen und die halten sich auch sehr sehr lange. Kreuzbestäubung durch Wind oder Hummeln wäre hier im Garten sowieso unvermeidbar, außer man umhüllt die Blüten.
    Von Salaten oder Kohl oder Möhrenarten habe ich noch niemals Samen genommen, das Zeug ist außerdem so billig, dass man völlig problemlos einen 10 Jahres Vorrat für den jeweils 10-fachen Bedarf anlegen kann, wenn einem danach wäre.

    Bei Radieschen und Rettich habe ich es früher mal ausprbiert, ebenso bei Stangenbohnen. Auch bei Erbsen kann ich mir das vorstellen.

    Aber beim Rest hat es für mich keinen Nutzen. Ich habe allergrößte Zweifel, dass ich 5-10 Jahre nach der Apokalypse immer noch mein Gärtchen bepflanzen würde und darin dann gemütlich meine Samen vermehren würde...

    Kleiner Tipp am Rande: Wem bei Tomaten die Hybridsamen zu teuer sind, der kann alternativ nur eine Pflanze sehr zeitig aussähen und dann aus den abgezwickten Seitentreiben zahlreiche identische Klone nachziehen, die sehr schnell anwachsen...

    Was man leider sagen muss ist, dass manche Hybride zwar einen sehr guten Ertrag haben, aber nicht sonderlich aromatisch schmecken. Das ist aber keine Pauschalaussagen, auch manche alten Sorten schmecken übel und manche Hybride gut, da muss man einfach viel herum probieren.

    MfG

  14. #46
    Fischer
    Gast

    Standard

    Bei mir liegt immer Samen auf Vorrat, alleineschon deshalb weil ich ausschließlich nur Samen von Samenfesten Pflanzen verwende und damit jedes Jahr meine eigenen Tomaten, Gurken ,Salat, Kübisse, Melonen, Chilis ziehen kann.

    Für viele meiner Gartenpflanzen gibt es keine Samen im regulären Handel zu kaufen, das sind meist alte Sorten die ich durch Tausch mit anderen Gartenliebhabern erstehe und weiterkultiviere.

    Nach der Samenernte weden die Samen getrocknet und in mit Namen und Erntejahr beschrifteten Papiersäckchen aufbewahrt. Diese wiederum kommen nach einiger Zeit in einen Mäuse- und Insektensicheres Behältnis, meistens verwende ich leere Gurkengläser dafür.
    Geändert von Fischer (06.02.2017 um 08:24 Uhr)

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