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Thema: Kosten /Nutzen für den Garten

  1. #1
    Buddelbär
    Gast

    Standard Kosten /Nutzen für den Garten

    Hallo mal wieder


    Die Idee der Autarkie kommt mir immer wieder in den Sinn vor allen da meine Eltern gerade wieder schwer am Einkochen sind.


    Ich habe heute mal die Kosten für die gängigen einheimischen Produkte im Rewe, Lidl und Aldi verglichen.
    Die Pflanzenpreise hab ich vom Dehner Gartenmarkt, die örtliche Baumschule wird wohl eine bessere Beratung und niedrigere Preise bieten.
    Ertragsdaten hab ich von Landwirten die ich befragt habe oder es sind Erfahrungen von daheim
    Also dann mal los .


    Das Argument der Unbezahlbarkeit wollt ich mal entkräften obwohl ich auch niemanden missionieren will


    Die Bäume:
    Ein Bäumchen kosten zwischen zehn und zwanzig €


    Der Apfel:




    Preis:
    Im Markt kostet das Kilo zwischen einem und drei €
    Ertrag:
    Ein ausgewachsener klassischer Baum liefert nach ein paar Jahren etwa 100 kg Früchte aus denen man zB 60 Liter Saft gewinnt.
    Spalierbäume liefern etwa 20 kg sind dafür aber besser zu pflegen , man braucht keine Leiter und die Lagerfähigkeit von handgepflückten Früchten ist auch besser
    Pflanzt man noch Sommer/Herbst und Winterapfel und mischt Most mit Lager und Tafelapfel und dann noch diverse Geschmacksrichtungen kommt man evtl auf fünf bis sieben Sorten.
    Verwendung/Lagerung:
    Manigfaltige Produkte kann man nun erzeugen.
    Der Apfel an sich, Küchle, Saft, Mus, Strudel, Kuchen, Bratapfel,Kompott, eingekocht, Trockenobst, Marmelade, Rumtopf und Schnaps


    Der Apfel ist imho das beste Obst und wenn ich bedenke was ich für Apfelprodukte ausgebe...


    Den Platzbedart von Obstbäumen (Hochstamm/Spindelbusch/Spalier) werde ich noch beim Gartenbauverein ermitteln.
    Den Ertrag der anderen Obstsorten muss ich auch noch abklären.


    Die Birne




    siehe Apfel


    Die Kirsche
    Preis :
    Gab es nur eingemacht, da war der Preis nach Abtropfgewicht 1,7€
    Ertrag:
    Der Baum meiner Tante liefert etwa 20 kg jedes Jahr
    Produkte:
    Kirschwasser :D Kompott, Mus, Kuchen, einkochen, Rumtopf ...




    Die Zwetschge


    Preis 1-3€/kilo
    Ertrag:
    Unser kleiner liefert etwa zehn Kilogramm der Alte etwa 40 -50 Kilogramm
    Produkte:
    Saft, Mus, Kuchen, Kompott, eingekocht, Trockenobst, Marmelade, Rumtopf und Schnaps




    Die Pflaume

    Siehe Zwetschge


    Die Quitte


    Preis ???
    Ertrag:
    Ein Baum liefert genug Früchte um die gesamte Verwandtschaft zu versorgen.
    Produkte:
    Ein klassisches Kochobst für Mus, Marmelade, Saft etc


    Die Walnuss
    Preis
    3-4 €/kilo
    Ertrag:
    nach langer Zeit ohne Früchte kann ein alter Baumweit über hundert Kilo Nüsse bringen.
    Produkte:
    die Nüsse und das ÖL


    Mandel
    siehe Walnuss


    Esskastanie
    Preis :
    6-15 €/kilo
    Ertrag:
    siehe Walnuss
    Produkte:
    Die Früchte, als Mehlbeimenung oder ersatz.


    Dann gibt es noch Mispel, Speierling, Maulbeere, Mehlbeere, Elsbeere, Vogelbeere und etliche andere Bäume die essbare/nützliche Früchte tragen .
    Diese kommen auch immer wieder wild vor und keiner kennt sie als Nahrungslieferanten als würde sich hier Guerillagardening anbieten an Bächen, Brachen, Strassen, Parks und Bahnstrecken.


    Sträucher und Büsche als Hecken, Sicht- und Windschutz und natürlich auch als Lieferant köstlicher Früchte.


    Preise für Sträucher im Dehner zwischen sechs und sieben €


    Brom und Himbeere


    Preis :
    bis zu 16 €/Kilo


    Ertrag:
    Unser Busch wächst an der Terrasse hoch ist etwa drei Meter breit und liefert Früchte für etwa 20 Gläser Marmelade über einen Zeitraum von mehreren Wochen


    Produkte:
    Marmelade, Kuchen, Saft/Sirup, pur


    Johannisbeeren und Preiselbeeren (Stachelbeeren)


    Preis:
    Etwa 4€/Kilo


    Ertrag:
    etwa 500 Gramm pro Busch es kommen mehrere Verwandte die unsere Büsche plündern und es bleibt bei etwa 20 Pflanzen immer noch etwas zum einkochen übrig.


    Produkte:
    Marmelade, Kompott, Saft. Schnaps und die Beeren an sich.


    Haselnuss


    Preis ???


    Ertrag:
    bis zu 4 Kilo pro Strauch sind drin.


    Produkte :
    Die Nüsse, als Backzusatz


    Dann gibt es noch Hagebutten (die nützliche Rose), Schwarz/Rot/Weiss und Sanddorn die ohne Pflege eine schöne stachelige Hecke mit tollem Ertrag bieten.


    Beetpflanzen:


    Diese sind im Allgemeinen recht billig im Supermarkt zu haben bis auf einige Ausnahmen wie:


    Erdbeeren:


    Preis: bis zu 6 €/Kilo


    Ertrag :
    Keine Ahnung aber ganz ordentlich :)


    Produkte:
    Bedarf wohl keines Eintrages :)


    Erbsen und Bohnen :


    Preis : 4-10 € das Kilo Frischware was mich echt wundert
    Trocken 2€ das Kilo
    Ertrag:
    Wird nachgefragt
    Unschlagbar lange haltbar und nährstoffreich




    Pflanzen wie Gurken, Zuchini, Rüben , (Öl)Kürbis , Rhabarber , Zwiebeln, diverse Kohl/Krautsorten, Rettich, Salat und Paprika werfen auch für wenige Cent Saatgut kiloweise Früchte ab.
    (archesaatgut ist glaube ich sogar fast gratis)
    Durch geschickte Auswahl an Sorten und Ernteterminen kann man die Gemüse sogar über mehrere Monate hinweg ernten.


    Ich habe im letzten Monat bestimmt 100 € für Gemüse , Obst und deren Produkte ausgegeben.
    Dafür hätte ich mir locker 25 qm Acker kaufen können Das sind dann im Jahr 300 qm .
    Selbst wenn ich noch das selbe Geld für Werkzeuge, Schuppen, Saatgut und Setzlinge ausgebe und die Arbeit die ich fortan mit dem Garten und dem Verarbeiten der Produkte habe bin ich nach vier Jahren “autark“ , spare mir das Geld und bekomme echte Bioprodukte.
    Das ich dann immer noch Zitronen Ananas und Co zukaufe ist mir bis zur Krise schnuppe :)




    Und das ist jetzt keine Fantasie.
    Ich habe meine Fühler schon ausgestreckt ob mir ein Bauer etwas Ackerland abtritt.
    Etwas Kreativität ist gefragt , da nur ein privilegierter Landwirt Ackerflächen mit einem Stadel bebauen oder Grundstücke einzäunen darf aber das bekommt man schon hin , wurde mir signalisiert.




    Servus

  2. #2
    User-ID-927
    Gast

    Standard

    @Buddelbär:

    Vielen Dank für die viele Arbeit, die Du Dir für die Recherche gemacht hast.
    Solcherlei Ideen hatte ich auch schon, allerdings scheitert das schlicht und ergreifend an der (Arbeits-) Zeit.
    In einer Krise mag man ja vll. genügend Zeit für das "beackern" haben, aber bis dahin habe ich einen Fulltime-Job, muß mich um die sonstigen Widrigkeiten des Lebens kümmern ... und ein bißchen Leben will ich ja auch noch.
    Für mich alles definitiv nicht machbar.
    Wennn Du da irgendeine Idee hast wie das im "normalen" Leben machbar ist, wäre ich Dir wirklich dankbar. Ich glaube nämlich nicht, das Landwirtschaft so "nebenbei" machbar ist ... oder fehlt es mir da nur an Phantasie ?

    Gruß.
    gorx

  3. #3
    In Memoriam - „zum Gedenken an“ Avatar von MissSaigon
    Registriert seit
    22.01.2010
    Ort
    Region Hannover
    Beiträge
    317

    Standard

    Ich habe den Versuch "Kleingarten" als nutzlos beendet.
    Mir fehlte neben der Arbeit einfach die Zeit.
    Als weiterer Punkt kam die Schwerbehinderung dazu.

    Zum anderen: Kleingarten ist mehr oder weniger weit weg von zuhause. Wenn ich Pech gehabt hätte wäre im C-Fall die Ernte von wem anders eingebracht worden.

    Wenn man in Spukweite des Gartens wohnt und den ganzen Tag Zeit hat okay, wenn die Zeit / Kräfte fehlen - nicht machbar. Gerade in den KG-Kolonien ist ja auch Heckenhöhe, sauber gezupfter Weg, die Gartenordnung und Bierchen trinken im Vereinsheim extrem wichtig ... .

    Also läßt die Missy von Firma Edeka einkochen.

  4. #4
    tecneeq
    Gast

    Standard

    Ich unterstreich das mal, als Stadtbewohner ist der eigene Apfelbaum meist ein unerfüllbarer oder zumindest teurer Traum.

    Zeit braucht ein Obstbaum jedoch garnicht soviel. Ich habe das früher ganz gut gesehen, wir hatten Birnen, Äpfel (unter anderem einen bizarren Boskop Baum, die Äpfel waren kaum größer als Mirabellen, aber die schmackhaftesten die ich je aß), Pflaumen, Kirschen und so weiter. Zweimal im Jahr schneiden, einmal ernten, alles weitere macht der Baum selber. Klar, das einmachen/einlagern ist auch nicht ohne, aber das schaft eigentlich jeder.

  5. #5
    Buddelbär
    Gast

    Standard

    Also ich kann ja verstehen das es schöner ist sich tactiacal Alien vs Predator Stuff zuzulegen, aber da fehlt imho die Nachhaltigkeit.
    In "schlimmen" Zeiten in denen professionelle Fällspeziallisten in Privatgärten gerufen werden um Obstbäume zu fällen da man ja jedes Jahr das Obst zur Grüngutannahme fahren muss kann ich diese Argumentation beim Ottonormalbürger ja noch ignorieren.
    Aber bitte, was meint ihr denn wieviel Zeit man für nen Obstgarten braucht??
    Ganz zu schweigen das man sich solche Anlagen auch mit anderen Menschen teilen kann...
    Wenn du kein Gemüse brauchst , ok, dann muss man halt einen Jahreszyklus überbrücken und kann dann in die Versorgung einsteigen.
    Das geht bei Gemüse bei Obst ist das schon schwieriger

    Haben ist besser als brauchen

  6. #6
    User-ID-927
    Gast

    Standard

    Daß Du Recht hast habe ich ja nie angezweifelt. Nachhaltigkeit ist wichtig ( ... auch wenn man wirklich was gegen die verdammten Aliens und Predatoren tun sollte :rolleys:)

    Nur irgendwie geht hier immer jeder davon aus, das alle einen Garten, Hektarweise Land und Kenntnisse in Landwirtschaft/Obstanbau haben.

    Ich habe nichts von alledem. Eine Mietwohnung mit Dachterrasse, auf der ein paar Tomaten , Erdbeeren und Gewürze ihr dasein fristen ... gut als Ergänzung, aber weit von Selbstversorgung entfernt.

    Ich könnte mir natürlich irgendwo in der Umgebung ein Stück Land kaufen/mieten, was aber erstmal immense Erstkosten bei Kauf und zig Staatliche Gebühren bescheren wird, von denen ich wahrscheinlich nicht mal zu träumen wage.

    Müsste man wirklich mal gegenrechnen wieviel Hektoliter Apfelsaft (als Beispiel) ich da im Supermarkt kaufen könnte bis sich das amortisiert.

    Allerdings hätte ich dann Äpfel wenn es keine mehr zu kaufen geben sollte (oder ich sie mir nicht mehr leisten kann).

    Ich muß nebenbei was von Pflanzen verstehen, von Schädlingen, von Verarbeitung der Früchte, usw.

    Ich beneide jeden der die Möglichkeiten und das Wissen für sowas hat, bin aber Realist genug zu wissen das ICH da nicht weit kommen würde.

    Gruß.
    gorx

    Edit:
    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß ein vollkommener Zusammenbruch der Nahrungsversorgung über JAHRE in meinen "Untergangs-Szenarien" nicht vorkommt. Aber auch dann überlasse ich das Anpflanzen lieber Leuten die was davon verstehen und biete halt meine Dienstleistungen ( Sachen, von denen ICH was verstehe) gegen deren Äpfel an.

  7. #7
    Buddelbär
    Gast

    Standard

    Das ist nicht viel Apfelsaft, so zwei bis drei Liter.
    Ein alienfreier Acker in Bayern kostet je nach Bodenqualität 1,5 - 3 € pro Quadratmeter. :)
    Alternativ ein Päcken Äpfel aus der Obstabteiliung.

  8. #8
    Cephalotus
    Gast

    Standard

    Ich habe mir , weil ich Gärtnern an sich mag und auch aus Öko- und Survival-Gedanken einen recht verwahrlosten 500m² Schrebergarten in meiner Stadt gepachtet.
    Die Arbeit, die dahinter steckt habe ich vollkommen unterschätzt. Durch den extrem sandigen Boden war ich im Frühjahr (die si8nd hier mittlerweile knochentrocken) und Sommer ständig am gießen, dabei habe ich eh schon gemulcht und beim Wässern dann einmal richtig gut gewässert, damit es lange hält und die Wurzeln nach unten wachsen. Trotzdem wird man da wahnsinnig.
    Im nur 10tägigen Urlaub gab's dann starke Trockenschäden vor allem im Gewächshaus.

    Dazu dann gewaltige Mengen an Unkraut, im Endeffekt bin ich stundenlang nur am gießen und jäten gewesen und trotzdem nicht hinterher gekommen. Dazu musste ich dan die Beete umgraben, Rasen mähen, Hecken schneiden, Obstbäume ausschneiden, usw, usf...
    Als Rentner eine feine Sache, wenn man im Sommer hier täglich seine 5 Stunden verbringt und dann noch Zeit findet sich zu entspannen.
    Ich habe einen Vollzeitjob und auch noch andere Hobbys.

    Dazu kam, dass bei weitem nicht alles so gewachsen ist, wie ich mir das gedacht habe. Der Salat und die Radieschen sind nach mehreren Tagen mit >30°C im April ausgewachsen, die Erdbeeren sind recht gut geworden, aber im Endeffekt werden sie alle innerhalb von 14 Tagen reif trotz unterschiedlicher Sorten.
    Die alten Obstbäume waren ein Totalausfall, nur runzlige und verschorfte Minifrüchte mit 90% Schadstoffbefall. Die Bohnen hatten schwarze Läuse (trotzdem reichlich getragen, wenn man die im Sommer nicht alle 2 Tage erntet werden sie allerdings fasrig), die Melonen und Gurken bekamen Spinnmilben.
    Klar, ein paar Sachen funktionieren auch gut, aber z.B. die Kartoffeln kann ich daheim nicht vernünftig lagern, da mein Kellerabteil leider viel zu warm ist und wenn man sich da Aufwand und Kosten von Biokartoffeln im Supermarkt ansieht...

    Die Konsequenz das Ganzen war, dass ich nach dem 2. Sommer aufgegeben habe, da Spaß und Pflicht in keiner vernüftigen Relation standen. Den Survivalgedanken kann man eh zu 100% vergessen, da der Garten ca. 30 Minuten mit ÖPNV oder Fahrrad von mir entfernt lag.
    Ich gärtnere jetzt "ein bisschen" ehrenamtlich in einer Jugendeinrichtung, die sich 5 Minuten von mir entfernt befindet, das ist deutlich weniger Aufwand und befriedigt den Spaßfaktor auch einigermaßen.
    Vielleicht kann man auc noch den/die ein oder andere Jugendliche etwas ans Thema heran führen und wenn es nur mal drum geht, dass die sehen wie eine Zucchini eigentlich wächst.
    Und einen Kirschbaum habe ich mir so auch schon mitten in die Innenstadt pflanzen können

    Generell mag der Garten für manche schon "funktionieren", aber je weiter entfernt unn je kostbarer die Zeit, desto weniger rentabel wird das ganze aus meiner Sicht.

    Bei der nächsten Wohnung möchte ich entweder eine Dachterrasse oder einen großen Südbalkon habe, damit ich dort auch ein bisschen was anbauen kann.
    Die Kosten darf man natürlich niemals abwägen und die Zeit im Garten muss man als Erholung verbuchen (können) und nicht als Arbeitszeit.

    mfg

  9. #9
    User-ID-927
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Buddelbär Beitrag anzeigen
    Das ist nicht viel Apfelsaft, so zwei bis drei Liter.
    Ein alienfreier Acker in Bayern kostet je nach Bodenqualität 1,5 - 3 € pro Quadratmeter. :)
    Alternativ ein Päcken Äpfel aus der Obstabteiliung.
    Umm .. das wusste ich nicht.
    Ich habe vor einiger Zeit mal nach Preisen für Waldgrundstücke geschaut (ich mag Wald :lächeln:) .. das waren so 0,50 - 1,50 EUR pro Quadratmeter.
    Daß das für Nutzland nicht viel mehr ist, dachte ich nicht.

    Muß ich mich mal näher mit beschäftigen .... alleine schon deshalb da es nie schlecht ist, Land zu besitzen.
    Vielen Dank für das "Aufmerksam machen".

    Gruß.
    gorx

  10. #10
    Cephalotus
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Buddelbär Beitrag anzeigen
    Das ist nicht viel Apfelsaft, so zwei bis drei Liter.
    Ein alienfreier Acker in Bayern kostet je nach Bodenqualität 1,5 - 3 € pro Quadratmeter. :)
    Was ist ein alienfreier Acker?
    (außer dass das einer der seltenen Begriffe ist, für den google tatsächlich genau ein einziges Ergebnis ausspuckt)

  11. #11
    Buddelbär
    Gast

    Standard

    Ist ein Scherz in Bezug auf Beitrag 5 und 6 :rolleys:
    Die Dinger aus dem Weltraum
    Ps Es gibt das auch als Pachtvariante , da kannst du dir nen Strefen Ackerland zulegen das bei Bedarf gleich vom Bauuern mitgeackert/eggt/gegrubbert wird zB hier http://www.sueddeutsche.de/leben/kol...ausch-1.226015

  12. #12
    Nikwalla
    Gast

    Standard

    Hallo buddelbär,
    genau so bin ich auch an die Sache rangegangen und habe das Grundstück entsprechend aufgeteilt. :lächeln:

    26 Obstbäume gekauft, fachgerecht gepflanzt, die ersten drei Jahre jeden ab Frühsommer alle 2 Tage mit der Kanne gegossen, usw... :lächeln:

    Knapp die Hälfte ist nicht mehr, nach nunmehr 12Jahren. Meine 4 besten Kirschbäume haben jetzt, wo diese im Ertragstadium angekommen sind ( ja über 50Liter) die Wühlmäuse erledigt - einen 6cm breiten Streifen Rinde abgefressen ringsrum.

    Die Apfelbäume setzen jedes Jahr ausgiebig Frucht an und reif werden mit Glück 5Stück.
    Die Birnbäume jedes Jahr Totalverlust, da irgendein Spinner Wacholder in der Nähe hat - Birnengitterrost.
    Die Nashi Hosui durch Wühlmäuse - erledigt
    Nashi Kosui trägt tapfer Früchte, bevor diese reif werden sind die Wespen da.

    Gelbe Pflaume, echt lecker, für mich ein zwei der Rest für die Wespen.
    Die Zwetsche trägt alle 3Jahre wunderbar, (bricht unter der Last zusammen), 07 waren die Wespen und Maden nahezu alleine drann, 10 jetzt habe ich von knapp 150Liter je Baum insgesamt 80Liter eingekocht und zu Pflaumenmus verarbeitet. Anfangen, wenn die Früchte noch unreif sind und wie heute schneller pflücken wie die Regentropfen fallen, denn dann platzen die Früchte auf und faulen am Baum.

    Die Mirabelle entweder unreif ernten oder mit den Wespen streiten.
    Der Pfirsich im 4. Jahr erfroren.

    Die Nußbäume beginnen zu tragen, ich freue mich - bis heute morgen. Ja mei was sehen meine verzückten Augen - ab jetzt gibt es bei mir ein Eichhörnchen - Nußernte ich seh Dir schwinden. Oder zumindest in Gedanken ein kleiner Braten kommt auf den Grill.

    Ja, wer wie ich auf Gift verzichten möchte und nebenbei noch etwas Geld durch Arbeit verdienen muß oder möchte, für den kann die blauäugige Rechnung etwas ernüchternd sein.

    Schreibe später wenn das Gartenjahr abgeschlossen ist zu den Erfahrungen und Versuchen, die ich mit unbeackerten Gartenland in 2010 durchgeführt habe- indem Fred Was baut ihr im Garten in 2010 an...

    Zum Glück habe ich diese Versuche in diesem Jahr gemacht, im Notfall wäre meine Sippe sonst nämlich hin. Doch nun ist klar was im Notfall in den Boden gepflanzt und gesät wird. :lachen:

    Mit freundlichen Grüßen
    Nikwalla

  13. #13
    User-ID-77
    Gast

    Standard Erfolg- und Mißerfolg

    Birnengitterrost hab ich tatsächlich erst mal in den Griff gekriegt, mit meinem 2x Spritzen heuer im Frühjahr und sie tragen ganz ordentlich. Kein Blatt hat die oragenen Flecken. Im Frühjahr mach ichs nochmal. Das einzige, wo ich bisher gespritzt habe.

    Mein gekappter Zwetschgenbaum hat sich übrigens super entwickelt. Ich werd nächste Woche Bilder reinstellen.

    Ich mach das mit dem Nutzgarten seit 2003. Ich hab die Lust immer noch nicht verloren. Zu den Rückschlägen gabs aber auch immer wieder Erfolge, die oft sehr überraschend waren. Ich hab jetzt z,B, festgestellt, dass ich die Rote Beete gar nicht vorziehen brauche wie ich es bisher immer gemacht habe sondern es viel besser ist sie gleich im Freiland auszusäen.

    Rückschlag heuer war, dass meine Bohnen ausfielen, weil sie weggefressen wurden. War das erste mal, dass das passierte.Gut, nach der OBstschwemme im letzten Jahr ist der Ausfall an Steinobst durch das schlechte Frühjahr nicht zu schlimm, das ist halt das auf und ab in der Natur.

    Kartoffeln, Kürbis, Rote Beete geht immer und sie liefern uns wirklich einen Beitrag.

    Nur Mut, nicht aufgeben

    Das Auftauchen und Verschwinden der Schädlinge, neue Tiere (heuer die Bilche), die auftauchen; Experimentieren und Ausprobieren. Das gehört dazu und macht es spannend.

    Die Frage nach Kosten und Nutzen ist allerdings eindeutig. Reine Liebhaberei.


    Gruß R.U.
    Geändert von User-ID-77 (28.08.2010 um 22:24 Uhr)

  14. #14
    Ghost Account (Nicht mehr aktiver Account)
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    63

    Standard

    Ich gärtnere auch so ein bißchen, ich finde, in die Kosten-Nutzen-Rechnung muss man folgende Punkte einbeziehen:
    Für mich ist Gartenbau auch Streßabbau, mir hilft das, klarer zu denken.
    Neben der Frische (die Zucchini hing 15 Minuten vor dem Grillen noch an der Pflanze) spart mir der Garten auch einige Wege, die ich sonst zur Beschaffung frischen Gemüses oder für Salat machen müsste.
    Klar sind diese Punkte nicht so direkt monetär zu fassen, Liebhaberei, Quell der Freude, Entspannung pur.
    Nachteil, und das ärgert mich dann auch wieder ein bißchen: Dann, wenn ich ernten kann, kostet der Kram im Supermarkt auch fast nix.

  15. #15
    Ghost Account (Nicht mehr aktiver Account)
    Registriert seit
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    Beiträge
    3.372

    Standard

    Einige Beiträge verschoben nach Hier: Schädlinge im Garten, wie bekämpfe ich was?

  16. #16
    Vansana
    Gast

    Standard

    Ich habe ein etwas exotisches Beispiel was die Kosten/Nutzenrechnung eines Garten betrifft:

    Ich war schon lange auf der Suchen nach halbwegs ausgewachsenen Palmen für meinen Garten. Als am Mekong die Üferpromenade bepflanzt wurde sah ich wie gerade 2-3 Meter hohe Palmen gepflanzt wurden. Die Gärtner meinten sie hätten ein paar Palmen Überschuss und würden Sie mir verkaufen. Der Preis etwa 100 Euro pro Stück.

    Am selben Tag besuchte ich eine Landwirtschaftsausstellung und an einem Stand, der von 1.5 jährigen Ölpalmen als Deko umrandet war, Informierte ein Aussteller über den Aufbau einer Palmölplantage. Ich kaufte ihm kurzerhand die gesamte Deko für 50 Euro ab und habe zuhause jetzt einen Palmenhain.

    Im Notfall kann Vansana nun Öl zum kochen und fahren gewinnen und sogar eigene Seife herstellen.

    Ich find das ein gutes Beispiel für die Kosten/Nutzenrechnung. Die halbe Zierpame hätte mir gar nix gebrach, oder?

    Liebe Grüsse
    Vansana

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