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Thema: Dekonschleuse zum selber bauen

  1. #1
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    Frage Dekonschleuse zum selber bauen

    Guten Morgen allerseits!

    Ich bin aktuell der Meinung, dass mir definitiv eine Dekontaminationsschleuse fehlt. Nun ich bin mir aber noch nicht sicher wie so etwas zu bauen wäre. Ich habe da verschiedene Ansätze.

    1.) Die Schleuse befindet sich direkt hinter der Haustür, der Gang/Flur an sich, wird somit unbrauchbar.
    Pro: relativ simpel und günstig umsetzbar, nahezu unsichtbar Contra: wichtige Fläche im Haus geht verloren.

    2.) Die Schleuse wird vor der Haustür zusätzlich aufgebaut. Man geht also durch ein Art "doppelte Kiste".
    Pro: Platz im Haus bleibt frei, Keime bleiben effektiv "draussen" Contra: WTSHTF muss diese zuerst angebracht und abgedichtet werden, da ansonsten das Konstrukt doch relativ auffällig ist (Geschweige von Baubewilligung oder ähnlichem).

    Ziel der Übung ist klar, im Ernstfall zuhause "rein" zu bleiben und bei grossflächiger Kontamination trotzdem seinen SO nicht aufgeben zu müssen. Als sekundäres Ziel ist das ganze eigentlich soweit zu vereinfachen, dass man dies möglichst überall rasch aufbauen kann, eventuell sogar einen Dekon Van baut.

    Nun die Fragen an Euch: Wie lautet Euer Plan in einem solchen Fall? Wurde vielleicht schon so etwas gebaut?

    Ich habe folgenden Thread gefunden, geht mir aber so noch nicht weit genug: http://www.survivalforum.ch/forum/sh...ghlight=dekon*

    Danke einmal mehr für Euren Input!

    Gruess


    Chris

  2. #2

  3. #3
    frieder59
    Gast

    Standard

    @ Chris:

    ich denke mir, daß man zwischen "Schleuse" und "Dekontaminationsschleuse" unterscheiden sollte.
    Es kommt wohl auch darauf an, was man nicht in die Wohnräume bringen will und wie die Dekontaminierung erfolgen soll.
    Bei Schleuse taucht dann das Problem auf, daß ja auch kontaminierte Luft draußen vorbleiben soll.

    Gerade beim letzten Punkt taucht die Frage auf , ob das im Privathaushalt überhaupt machbar ist.

    Ich geh jetzt mal von nem Pandemieszenario aus :

    Soweit zur Dekontaminaton mit flüssigen Mittel gearbeitet wird, müssen diese auch entsorgt werden , spricht eher für ne Dekontamination im Freien.
    Um Keime nicht zu verbreiten, würde ich nur Desinfektionsmittel verwenden.

    Verbrauchsmaterialen wie (Untersuchungs)handschuhe, Überschuhe, Kopfhauben , Einmalschutzanzüge würde ich nach dem Ausziehen unmittelbar in eine
    Tonne werfen und dann unverzüglich verbrennen , also auch im Freien

    Gummistiefel würde ich zur Desinfektion in eine Wanne mit Desinfektionslösung stellen.

    Kleidung in Stoffsack oder Kopfkissen stecken und dann in die Waschmaschine mit Desinfektionsmittel

    - und dann draußen abduschen (Wohl dem Warmduscher der nen Warmwasseranschluss für die (Gartenschlauch-) Hundedusche hat )


    Die oben beschriebene Vorgehensweise entspricht zwar nicht der Ausstattung einer ABC - Dekontaminationseinrichtung von Armee oder Katastrophenschutz, die Frage ist , welche Verfahrensabläufe man trotzdem übernehmen kann ( Standards zum Ausziehen von Schutzkleidung ) und was man mit "Bordmitteln" selbst organisieren kann.


    Frieder

  4. #4
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    @ John: Danke, obwohl da "Dekon" drinn steht habe ich das nicht gefunden (war wohl doch etwas früh am Morgen). o.O

    @ Frieder: Der Punkt mit der Luft ist in meinen Augen sehr wichtig.

    Ich werde mal einen Plan für so etwas erstellen und dann weiter darauf eingehen.

  5. #5
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    Also ich hatte ein wenig Zeit mich etwas intensiver damit zu beschäftigen. Hier einige wichtige Erkenntnisse.

    Wenn das ganze möglichst profesionell und sicher gemacht werden soll wird einiges an Material und Handwerkliches Geschick benötigt. Ich bin mir nicht mehr so sicher ob das in dem Ausmass überhaupt benötigt wird. Mit mindestens (!) 5'000.- im Überfluss würd ich es aber wagen.

    Basierend auf einem 10' Container (ca. 3m a ~2'300.-) könnte das umgesetzt werden, wie gesagt mit einigem Aufwand an Schweissarbeiten.
    Dabei würde:

    - eine Ausschleusestation für Abfälle,
    - eine Zwischenwand mit möglichst luftdichten Türen
    - ein Luftfilter Gehäuse für Zu- und Abluft
    - sowie ein Zusätzlicher Ausgang entstehen.
    - Fässer werden von aussen angeschlossen / gewechselt


    Ob der benötigte Luftüberdruck allerdings zustande kommt ist trotz all dem Fragwürdig.

    Material:
    - Container ca. 2'300.-
    - Aktivkohlefilter mit Gebläse und Luftkanälen
    - 4 Türen
    - sep. Stromaggregat
    - Verkabelung, Licht, sekundär Speisung
    - Wannen und Gitter für den Boden
    - 1 Leeres Fass
    - 1 Fass Desinfektionsmittel
    - Pumpe und Leitungen
    - Anschlussmaterial an Reinzone
    - etc.

    schleuse.jpg

    (Btw. auf der Zeichnung fehlt eine der 4 Türen) Noch sehr konzeptionell. Man würde es hin bekommen, "Kosten - Nutzen" muss sich jeder selber fragen :rolleys:
    Jage nicht was Du nicht töten kannst!

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