Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 33 bis 48 von 58

Thema: Hühner halten - Erfahrungsbericht

  1. #33
    flywheel
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Firehorse Beitrag anzeigen

    Zum vorletzten Satz: das ist mein Hauptproblem. Ich habe Sorge, dass alles, was ich jetzt nicht am Funktionieren habe (Fehler und Pech kann es natürlich immer geben) ich in einer Krise gar nicht mehr ans Funktionieren bekomme. Schon jetzt ist es nicht gerade einfach, gute Rassehühner oder auch andere Nutztiere zu bekommen. Noch gibt es Tierversand, Telefon, Internet und Autos zum Abholen.
    In der Krise beschränkt sich dann das Ganze wohl auf das, was in der Nachbarschaft zu haben ist, und das kann im Gegensatz zu vor 50 Jahren sehr eingeschränkt sein. Falls dann überhaupt noch jemand etwas abgibt, die Nachfrage dürfte sich sprunghaft erhöhen...
    Jemand hatte hier kürzlich eine Studie des Landes bezüglich eines Stromausfalls gepostet. Das ist eines der Szenarien, die ich auch für möglich halte. In meiner Gegend sind sehr viele Geflügelfarmen und wenn dort die Lüftung durch Stromausfall wegfällt, stehe ich sofort auf der Matte. Nach einigen Stunden fallen viele der Tiere um.

    Dein Beitrag hat mir schon sehr geholfen. Ich hab nicht damit gerechnet, dass die Tierchen so hoch fliegen können. Also doch die Flügel stutzen!

    Was mir aber wirklich den Kopf zerbricht ist Dein angesprochenes Wasser im Winter. Kann man das nur durch eine Heizung lösen? Ich wollte nun einen Stall bauen und mit Glaswolle isolieren.

  2. #34
    Peacefool
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von flywheel Beitrag anzeigen
    Zwergwyandotten sollen es bei mir werden. Ich mag die Tiere und konnte bereits einige Eindrücke sammeln.
    Auch der geringere Platzbedarf ist bei der Wahl ein Entscheidungskriterium gewesen. In der Bucht gibt es einige Ställe zu kaufen.
    Bin mir aber nicht ganz sicher, ob diese etwas taugen.
    Braune Zwergwyandotten sind Brutmaschinen. Kunstbrut brauche ich nicht. Ich habe die mit großen Italienern (brüten überhaupt nicht selbst) gekreuzt und da sind tolle Tiere rausgekommen, die recht große Eier legen, einen guten Fleischansatz haben (im Gegensatz zu Italienern) und auch den Bruttrieb erbten. Von diesen Mischlingen kam letzte Woche wieder eine um die Ecke, mit 8 frisch geschlüpften Küken. Sie hatte sich draußen ein wildes Nest gesucht und hat Glück gehabt, nicht vom Fuchs erwischt zu werden.

    Ich habe dieses Jahr Überschuss. Wenn Du magst, kannst Du von mir Tiere bekommen.

    LG
    Peace

    P.S. Frisches Wasser im Winter geht leider nur mit täglichem Auffüllen oder Heizung. Reine Isolierung wird bei deutlichen Minusgraden nicht reichen.
    Geändert von Peacefool (21.08.2012 um 19:36 Uhr)

  3. #35
    Firehorse
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von flywheel Beitrag anzeigen
    Dein Beitrag hat mir schon sehr geholfen. Ich hab nicht damit gerechnet, dass die Tierchen so hoch fliegen können. Also doch die Flügel stutzen!

    Was mir aber wirklich den Kopf zerbricht ist Dein angesprochenes Wasser im Winter. Kann man das nur durch eine Heizung lösen? Ich wollte nun einen Stall bauen und mit Glaswolle isolieren.
    Die Flügel stutzen musst Du eigentlich nur, wenn der Nachbar leckerstes Futter anbietet, während bei Dir nur Sandboden pur vorhanden ist Hühner sind standorttreu und wandern abends brav in ihren Stall. Man lässt sie einfach die ersten Tage nur im Stall, dann finden sie immer wieder zurück.
    Hühner mit gestutzten Flügeln sind ihren Feinden noch wehrloser ausgeliefert, als wenn sie wenigstens ein bisschen flattern können.

    Wir heizen unseren Hauptstall mit den Tieren selbst. Ziegen, Kaninchen, und die Hühner haben es auch über längeren starken Dauerfrost geschafft, den allerdings sehr massiven Stall ( Naturstein/ Lehmfachwerk) frostfrei zu halten. Irgendwann war es dann doch soweit, dass es Eishäutchen auf dem Wasser gab.
    Ich finde eine Heizung übertrieben, zumal sie im Stromausfall- Fall (den ich auch für wahrscheinlich halte) ohnehin ausfällt. Man holt einfach mehrmals am Tag die eingefrorenen Gefäße ins Warme und tauscht sie gegen die schon aufgetauten aus. Mit 3-5 mal Frischwasser am Tag kommen die Hühner aus.
    Muss ich den kommenden Winter auch so machen, weil der massive Stall nicht mehr genug Platz für alle bietet.

  4. #36
    flywheel
    Gast

    Standard Status Planung

    Hallo,
    das bringt mich alles schon weiter und wird nun konkreter. Ich habe einen normalen Garten im gleichen Verhältnis zu unserem Einfamilienhaus. Etwa die Hälfte soll nun für 4-5 Zwerghühner und ein wenig Gemüseexperimente genutzt werden.
    Den Bauplan habe ich nun schon mal im Kopf.

    In der Winterzeit sollen die Tiere eine Beleuchtung über eine Solarlösung erhalten. In dem Zusammenhang müsste es auch möglich sein, ein wenig Wärme als Gefrierschutz für das Wasser abzuleiten. Ich könnte mir schon vorstellen, das es hierzu etwas im Netz zu finden gibt. (Meine Aufgabe fürs Wochenende.
    Ich möchte alles vorab gut planen und habe keinen bestimmten Startzeitpunkt.

    Wie verhält sich das mit dem Kot und Einstreu? Mit was für einer Menge muss man da bei der Entsorgung rechnen?

  5. #37
    Firehorse
    Gast

    Standard

    Bei 4-5 Zwerghühnern fällt nur händchenweise Kot an. Dieser ist allerdings auch kostbar für den Gemüsegarten, allerdings muss er abgelagert werden, da Hühnermist "heiss" ist, in frischem Zustand also die Pflänzchen überdüngt. Am besten arbeitet man ihn in den Kompost mit ein und hat zwei Komposte, einen fertigen zum Benutzen und einen, der immer befüllt wird.

    Als Einstreu kann man Sägespäne nehmen, die allerdings nicht so schnell verrotten, Stroh, trockenes Laub oder minderwertiges Heu. Immer nur die Einstreu entfernen, die wirklich verdreckt ist, sonst ist der Kompost schnell voll.

    Bei einem kleinen Stall und einer kleinen Hühnerfamilie kommt man, Freilauf vorausgesetzt, mit einem Ballen Stroh, Heu oder Sägespäne sicher 1/2- 1 Jahr aus.

    Wir tun gutes Grummet (Heu 2.Schnitt) an die Legestellen, sie lieben es, daraus Nester zu bauen.

  6. #38
    Gnomkeller
    Gast

    Standard

    In meiner Kindheit, hatten wir mit den Nachbaren zusammen Hüner, und mein Ziel ist es wieder welche zu halten. Danke für den genauen Beschrieb wie du es machst. Aber auch an alle anderen, für die ergänzungen.
    Werde meinen Senf dazu geben, sobald ich die 1. Erfolge habe :lachen:

  7. #39
    Ghost Account (Nicht mehr aktiver Account)
    Registriert seit
    27.06.2012
    Ort
    Nähe Wr. Neustadt
    Beiträge
    65

    Standard

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage, weiß jemand wie sich Wildhühner, und natürlich alle anderen Wildtiere, im Winter bei strengem Frost mit Wasser versorgen?
    Wenn man dann für die Haltung nicht allzuhoch gezüchtete Rassen nimmt, müssten die das doch genauso hinkriegen wie die Wildhühner.

    Wäre zumindest eine Überlegung wert und würde auch den ohnehin schon geringen Arbeitsauwand für die Hühner noch etwas minimieren

    lg

    menatamrs
    Train hard, fight easy

  8. #40
    Henning
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von menatarms Beitrag anzeigen

    ich habe eine Frage, weiß jemand wie sich Wildhühner, und natürlich alle anderen Wildtiere, im Winter bei strengem Frost mit Wasser versorgen?
    Wenn man dann für die Haltung nicht allzuhoch gezüchtete Rassen nimmt, müssten die das doch genauso hinkriegen wie die Wildhühner.
    Da, wo die Urformen unsere Haushühner herkommen, gibt es so gut wie keinen Frost.

  9. #41
    Ghost Account (Nicht mehr aktiver Account)
    Registriert seit
    27.06.2012
    Ort
    Nähe Wr. Neustadt
    Beiträge
    65

    Standard

    @ henning
    ja das Bankivahuhn aus Indien oder der Gegend. Aber bei uns in Mitteleuropa gibt es auch Wildhühner (Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn, Schneehuhn, Fasan, etc ). Ich bin zwar als Jäger oft in der Natur unterwegs und kenne auch die Fütterungen für das Wildgeflügel, aber Tränken für das Wildgeflügel sind mir gänzlich unbekannt. Nehmen die die Feuchtigkeit die sie brauchen mit Schnee auf, mit der Nahrung oder womit sonst.
    Selbst viele (wenn nicht alle) Bäche und auch Flüsse in unserer Region sind im Winter zur Gänze gefroren. Also kein Wasser für irgendwelche Wildtiere.
    Außer eben Schnee und Pflanzen (Für die Fleischfresser auch andere Tiere).

    lg

    menatarms
    Train hard, fight easy

  10. #42
    Firehorse
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von menatarms Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage, weiß jemand wie sich Wildhühner, und natürlich alle anderen Wildtiere, im Winter bei strengem Frost mit Wasser versorgen?
    Wenn man dann für die Haltung nicht allzuhoch gezüchtete Rassen nimmt, müssten die das doch genauso hinkriegen wie die Wildhühner.

    Wäre zumindest eine Überlegung wert und würde auch den ohnehin schon geringen Arbeitsauwand für die Hühner noch etwas minimieren

    lg

    menatamrs
    Hier kommt es auch bei -20 Grad nicht vor, dass alles einfriert. Waldquellen speisen den Teich, dort ist immer Bewegung, und auch der Bach hat viele offene Stellen. Ich nehme an, jedes Wild weiß genau, wo es in der Umgebung Wasser gibt. Schnee ist ja auch nicht immer vorhanden.
    Ansonsten ist, wie schon geschrieben, in jedem Futter, was die Natur bietet, auch ein Teil Wasser drin.
    Hühner, die im Winter hauptsächlich im Stall wohnen und Körnerfutter, Pellets oder sonstiges trockenes Zeug bekommen, trinken natürlich trotzdem ordentlich.

    Für Wildhuhnfans empfehle ich das "Deutsche Buschhuhn". Es ist flugfähig, kommt angeblich ohne Stall aus, baumt auf und ist auch sonst sehr beweglich.
    Meine sind noch klein, flattern aber schon überall drauf, wo unsere anderen Hühnchen noch nicht hinkommen.

  11. #43
    Henning
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von menatarms Beitrag anzeigen
    Nehmen die die Feuchtigkeit die sie brauchen mit Schnee auf, mit der Nahrung oder womit sonst.
    Da kann ich nur spekulieren.
    Ich denke, die werden immer flüssiges Wasser bevorzugen (spart Energie zum aufftauen), aber notfals eben auch Schnee udn Eis fressen.

    Ob das ein Haushuhn auch macht, weis ich nicht.
    Aber die dürften einen Winter auch so ohne menschliche Hilfe nicht überleben.

  12. #44
    roteto
    Gast

    Standard

    @flywheel
    als Einstreu kannst du alles mögliche nehmen,Laub, Stroh, Heu, Papieschredder, Sägespäne usw.
    Für 4-5 Zwerghühner reicht so etwas in der art http://www.ebay.de/itm/XXL-HUHNERSTA...item3f1a60d8a0

    unter dem Häuschen ein Staubbad, 2 Räder und Griffe dran zum weiterziehen.
    Nach ein paar Tagen ist die Stelle unkrautfrei, gedüngt und bereit zum weiteren bearbeiten.
    roman

  13. #45
    flywheel
    Gast

    Standard

    Genau so ein Teil hab ich auch im Auge und bereits versucht günstig zu ersteigern.
    Selbstverständlich wird das kein tolles Materil sein. Nach ein oder zwei Jahren kann och mich
    dann entscheiden ob ich weitermache. Auch ob meine Familie immer noch "Bock" darauf hat.

    Ich möchte lernen Hühner zu pflegen und zu halten. Dazu kommen dann auch 2-3 Kaninchen.
    Der Pflegeaufwand soll sich nur in Grenzen halten.

  14. #46
    roteto
    Gast

    Standard

    Die billigen Ställe haben sicherlich nicht das ewige Leben aber mit einem ungiftigen
    Wetterschutzanstrich und ein paar Metallwinkeln an den Ecken wird es schon ein
    paar Jahre gehen.
    Roman

  15. #47
    Peacefool
    Gast

    Standard Wasser im Winter - Mpemba-Effekt

    Meiner Erfahrung nach sind gerade alle Vogelarten, also auch Hühner, von Wasser deutlich abhängiger als von Futter. Keinen Tag ohne!

    Allerdings frieren Tränken bei heftigen Minusgraden sofort wieder zu. Wer die Möglichkeit hat, sollte 2 mal am Tag frisch auffüllen. Fliessendes Gewässer oder geheizter Stall ersetzt das, aber wer hat das schon?

    Den Mpemba-Effekt bedenken! Nicht mit heißem Wassser auffüllen, es friert sonst schneller wieder zu wie kaltes Wasser. Dass kann man stattdessen beim Eiswürfel machen nutzen.

    Meine Beobachtung bei Hühnern und Pfauen. Eine geschlossene Eisdecke ab 1 cm bekommen sie nicht mehr durch. Man muss selbst das Eis aufschlagen oder eben erneuern. Pfauen aber sind so clever und fressen die Eissplitter, wenn sie die Möglichkeit haben. Hühner sind nicht so helle.

    LG
    Peace

  16. #48
    DON
    Gast

    Standard

    Ich halte mir Vorwerkhühner,da sie meines Erachtens die meisten Vorteile bei geringsten Aufwand bilden.Vorwerkhühner sind sog.Zweinutzungs Hühner,d.h.sie eignen sich als Lege,-und Masthühner,sie sind Wetterfest,sehr robust,werden schnell zutraulich,die Hähne untereinander vertragen sich,außerdem genügsam und gute Futtersuche.Sie stehen auf der roten Liste,sodas man mit der Haltung dieser Rasse gleichzeitig noch etwas Gutes zur Erhaltung des Genpoles tut.Die hälfte meiner Hennen hat von sich aus heuer gegluckt und für reichlich Nachwuchs gesorgt.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Welche Tiere halten als Selbstversorger
    Von Fischer im Forum Nutztiere/Viehzucht
    Antworten: 31
    Letzter Beitrag: 25.02.2015, 16:09
  2. Hühner schlachten
    Von Buschfrau im Forum Rezepte & Lebensmittelverarbeitung
    Antworten: 56
    Letzter Beitrag: 21.12.2013, 08:35
  3. Stall Frostfrei halten
    Von derrabe im Forum Haus Tutorials/Tipps & Tricks
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 17.08.2013, 08:39
  4. Hühner
    Von Carlos im Forum Nutztiere/Viehzucht
    Antworten: 44
    Letzter Beitrag: 18.05.2013, 09:22
  5. Hühner genehmigungspflichtig?
    Von Sentencer im Forum Nutztiere/Viehzucht
    Antworten: 40
    Letzter Beitrag: 16.02.2013, 10:49

Benutzer, die dieses Thema gelesen haben: 0

Derzeit gibt es keine Benutzer zum Anzeigen.

Stichwörter

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •