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Thema: Studium mit praktischem Nutzen?

  1. #33
    Previval-Großmeister
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    Zitat Zitat von Luftikus Beitrag anzeigen
    Als Anhänger von angeblich steinzeitlichen Vorstellungen sage ich:
    Frauen sollen überhaupt nicht studieren,
    Hallo Luftikus,

    da sage ich nur, sei froh dass die meine (übrigens eine Abonnentin der Emma und überzeugte Feministin) nicht mitliest:lächeln:

    Die würde jetzt ihr intellektuelles Florett zücken, Dich argumentativ in Brösel zerfetzen und die bei beim Niederfallen aus der Luft auch noch thermisch nachbehandeln

    Ich mag das ausgesprochen, wenn meine BEVA mit einem Vertreter einer solchen Meinung diskutiert. Ich lehne mich ganz entspannt zurück, grinse und zähle die Punkte! Von den Zuhörern gibt es oft "standing ovations", rate mal, für wen? Und rate mal, wer als begossener Pudel abzieht!

    Meint

    Matthias
    Geändert von Waldschrat (02.07.2015 um 17:15 Uhr)

  2. #34
    moleson
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    Zitat Zitat von PapaB Beitrag anzeigen
    ....
    Nur eben mein Töchterchen... was könnte ich ihr außer Medizin vorschlagen, was dereinst einen großen Nutzen in einer düsteren Zukunft haben wird??
    ...
    Alles was sie gut kann, auch mittelmässige Mediziner wird man nicht unbedingt brauchen. Davon haben wir im Moment mehr als genug (ich meine die Mittelmässigkeit).

    Und mit 16 lass mal Zeit vergehen...

  3. #35
    Previval-Großmeister
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    Zitat Zitat von PapaB Beitrag anzeigen
    Guten Morgen zusammen,

    lange ists her das ich etwas schrieben, doch nun beschäftigt mich wieder etwas so intensiv, dass ich selbst keine direkte Antwort darauf finde und auf Ideen hoffe.

    Meine Tochter ist mittlerweile bald 16 und wird wohl ihre mittlere Reife hier in Bayern recht gut abschließen (sie ist da wirklich sehr ehrgeizig und Jungs sind zum Glück!! noch kein Thema).
    Als Ziel hat sie nun letztendlich das Abitur mit anschließendem Studium (via 3 Jahre FOS und allgemeines Abi).
    Hallo,

    ich würde mit Deiner Tochter ganz einfach mal bei einer Tasse Tee quatschen. Wo liegen Ihre Neigungen? Und das ist ja nicht eindimensional! Das ist vielschichtig! Die meisten Menschen interessieren sich für vieles, wenn auch mit bestimmten Vorzugsrichtungen. Manchmal sind sie sogar für Dinge absolut talentiert, über die sie noch gar nicht nachgedacht haben!

    Dann würde ich ein Gespräch mit ihr führen und ihr für jede dieser Richtungen die Berufs- und letztlich auch Einkommenaussichten schildern.


    Das ist ja auch so ein Drama .... Der presseübliche "Gender Pay Gap" Männer lernen halt Ingenieur, Frauen Sozialpädagogin ....

    Meint

    Matthias

  4. #36
    Previval-Großmeister Avatar von Udo (DL 8 WP)
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    Hallo zusammen,


    also den Ansatz von Luftikus finde ich im Prinzip, ganz unabhängig vom Geschlecht, eine Sache, über die man einmal ansatzweise nachdenken sollte....

    ABER: In unserer Gesellschaft (in D) ist es heute leider so, dass man ohne einen "Dipl. XYZ" in der Regel deutlich weniger auf der Payroll hat.

    Daher sollte man sich das durchaus gut überlegen.

    Da kann ein guter Mitarbeiter nur mit "Praxis Erfahrung" ohne akademischen Titel in der Regel (sagen wir mal 95 % der Fälle) leider nicht mithalten.

    Es sei denn, diese Person macht sich selbständig und hat eine gute Geschäftsidee, die sich auch noch gut verkaufen lässt....


    Was braucht es denn für einen eigenen Betrieb ?

    -> Zunächst einmal sollte das, was man tut, SPASS machen.

    -> Dazu gehört eine gehörige Portion DURCHHALTEVERMÖGEN (Die Aufbaujahre sind möglicherweise recht hart und entbehrungsreich)

    -> Weiterhin das Grundhandwerkzeug, nämlich zunächst sehr solide Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre.
    Sonst wird aus der besten Idee nichts, "was langfristig fliegen kann".... ;)

    -> Weiterhin sollten unbedingt Branchenkenntnisse vorhanden sein...

    -> Dazu ein schlüssiges Marketingkonzept

    ->Last but not least eine vernünftige Eigenkapitaldecke.....

    -> Ggf. die richtigen Partner, bei denen aber "die Chemie" stimmen muss....


    Warum führe ich das hier an ?


    In der Regel ist man als Angestellter in einem Betrieb immer nur ein "Produktionsfaktor". (Oder altmodisch ausgedrückt ein moderner Sklave, der über das Medium Geld gesteuert wird).
    Als Angestellter musst Du mehr abliefern als Du verdienst, damit das Unternehmen floriert....

    Wenn Du finanziell wirklich weiter kommen willst, geht das nur über das System, in dem Du Andere für Dich arbeiten lässt, die mehr einbringen als sie verdienen...

    Soweit das Prinzip.

    Ich würde mein Töchterlein nach dem Abi und ggf. davor in den Ferien, zunächst mal in verschiedene Branchen und auch andere Länder / Gesellschaftskreise "hineinschnuppern" lassen. Das kann über Geschäftsfreunde, Bekannte, Vereinsfreunde, oder über Austauschorganisationen geschehen.
    Nutze dazu Dein persönliches Beziehungsgeflecht aus der Arbeits- und Privatwelt.

    Dein Töchterlein solltest Du die Gelegenheit bieten, auch in etwas exotischere Bereiche "hineinriechen" zu lassen.

    Ich formuliere das mal etwas brutal: Wir laufen hier (vom System her gewollt) mit ziemlichen Scheuklappen herum. Das System braucht "gut geölte" und systemkonforme Mitarbeiter.
    Die zu produzieren, darauf zielt unser Ausbildungs- und Hochschulsystem (hauptsächlich) ab......

    Das beste Motto ist : "Anders als alle Anderen"

    Wenn man für sich selbst etwas bewegen und verändern will, geht es nur indem man sich aus dem allgemeinen "Kochtopf" in dem die "Suppe brodelt", in der wir alle schwimmen, und nach besten Kräften rudern bis wir verbraucht sind, hinaus begibt, sich auf den "Rand" setzt und sich sagt:

    Will ich das, was da drin passiert, zu meinen Problem machen ? (->Systemkritik aber bitte in vernünftigen Maßen)

    Ich habe das ganz bewusst hart formuliert und akzeptiere durchaus, dass es in diesem System gewisse "Wohlfühlzonen" gibt, in denen man sich durchaus gut aufgehoben fühlen kann....

    Zeige Deiner jungen Dame auf, welche (alternativen) Möglichkeiten es gäbe.
    Mit 18 oder 20 hat man ggf. nicht den Weitblick einer älteren, erfahreneren Person.

    Das Beste was Du für Deine Tochter tun kannst ist, mbMn sie zu coachen, oder sie von jemanden fähigen coachen zu lassen.... damit sie jemanden hat, mit dem sie sich zu ihrer alternativen, (abseits des "Mainstrems") Meinungsbildung aufzubauen kann und der ihr neue Impulse von weit Aussen gibt.....auch Ausserhalb von dem, was in unserer Gesellschaft gerade "in Mode" ist und abseits vom neusten Handy und solchen "trendy Gimmicks".

    Dabei muss man durchaus nicht die Bodenhaftung verlieren....

    Ich selbst habe 2 schon etwas ältere "Youngsters" mit denen ich versuche "sowas" durchzuziehen....


    Meint Udo (DL 8 WP) .....

    der nach einiger zunächst zweifellos interessanter "Rumstudiererrei" zu der Fachrichtung Wirtschaftsingenierwesen kam und der schon neben dem Studium einige recht interessante Jobs hatte, in vielen Kulturkreisen zu Hause war, dort gelebt und geabeitet hat, daher einge Sprachen gut kann, so dass das Studium deshalb ein bisschen länger gedauert hatte ..... damals ging das noch ..... sein Berufsleben aber in einem sehr großen Konzern mit vielen Möglichkeiten verbracht hat und inzwischen pensioniert ist....

    Ob ich das heute noch mal so machen würde ?

    Ja, vielleicht so ähnlich, ich würde aber nicht mehr in D studieren wollen.... ;) und noch viel konsequenter Beziehungen ausnutzen....

    ...und meine "work life Balance" wahrscheinlich früher anders abstimmen..... ;)
    Geändert von Udo (DL 8 WP) (03.07.2015 um 07:15 Uhr)

  5. #37
    War leider nicht mehr anders möglich!
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    Zitat Zitat von Isuzufan Beitrag anzeigen
    Diskriminierung des weiblichen Geschlechts stört mich
    discriminare heisst übersetzt: unterscheiden
    Für mich ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen immer vorhanden.
    Auch der Unterschied zwischen verschiedenen Männern oder Frauen.
    Mit Deiner "alle sind gleich"-Theorie bist du voll auf heutiger gewünschter Regierungslinie. Brav funktionierender Meinungsbildner...
    Es geht nicht um Einzelfälle, die immer die Regel widerlegen, sondern um die zutreffende Realität der überwiegenden und damit ausschlaggebenden Mehrheit der Männer und Frauen.

    Und daß nach Deiner Ansicht "der einzige männliche Vorteil größere Muskelmasse" wäre, lässt mich spöttisch auflachen.
    Was heute an den Unis herumkrebst, wäre vor einigen Jahrzehnten unmöglich zugelassen worden. Wir haben viel zu viele unbrauchbare Studentlein und Nix-wissen-Absolventen. Wir brauchen mehr Klasse statt Masse. Lieber jedes Jahr nur 100 hochqualifizierte Akademiker (gerne auch Frauen, wenn sie wirklich besser sind) als Hunderttausend der heutigen Blender und Klugschwätzer.

    Herzliches Beileid an dieser Stelle an die Emma-Leser(ix).

    An den Themenstarter und Vater: ich vermute anhand seiner Beiträge im Forum, daß sein Nachwuchs ähnlich viel Grips hat wie er, und daher seine Tochter durchaus nicht zum heutigen Uni-Ausschuss zählen wird. Bleibt die Frage nach der glücklichen Wahl der passenden Studienrichtung. Es haben schon einige ein praktisches Reinschnuppern in echte Betriebe und Arbeitsabläufe empfohlen. Das halte ich für richtig. Optimal wäre es, im Vorfeld solche Betriebe zu finden, die langjährig erfahrene Ausbildner haben, die man ersuchen sollte, ihre Einschätzung des töchterlichen Potentials für die jeweilige Fachrichtung ehrlich und ungeschminkt mitzuteilen.
    Bei allem Studium und (hoffentlich) beruflichen Erfolg sollten hochqualifizierte Frauen nicht auf ihre biologische Bestimmung vergessen. Bei Emma-Leserinnen finde ich es gut, wenn sie keinen Nachwuchs haben.
    Geändert von ID 358 (03.07.2015 um 09:41 Uhr)
    Passte einfach nicht mehr!

  6. #38
    Previval-Großmeister Avatar von Udo (DL 8 WP)
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    Hallo Luftikus,

    ich teile nicht Deine Ansicht was das Thema nur "hochqualifizierte" (wie immer das definiert wird) auf die Uni / Hochschule betrifft.

    Viele dieser sogenannten "hochqualifizierten" haben Defizienzen in ihrer Persönlichkeit, insbesondere in der Zusammenarbeit mit "Normalen" im praktischen Betrieb. Für das gute "sich einbringen" in ein Team gehören "Soft Skills", die man auf keiner Hochschule lernt....

    In "meinem" ehemaligen Konzern hatten wir so einen "Goldfischteich" und man kann ganz deutlich sehen, dass die Leute nicht langfristig blieben, weil ihnen Versprechungen gemacht wurden, die am Ende nicht eingehalten werden....

    Hier gab es nur in ganz kleinen Ausnahmen hochqualifizierte Forschungsjobs..... oder eine Stelle als Assi eines Vorstandsmitglieds... mit eventueller Aussicht auf einen Bereichsleiter-Job....wenn es nicht mal wieder eine Umorganisation gab....

    Selbst die meisten Standard Absolventen einer Hochschule sind deutlich überqualifiziert für die "normalen" Jobs, die ihnen in der Industrie heute angeboten werden. Solche Jobs wurden noch vor ein paar Jahrzehnten an gute Azubis vergeben.

    In der heutigen Arbeitswelt muss ein Hochschul-Absolvent aufpassen, nicht hinter einem Computer-Bildschirm in einem Grossraumbüro - heute sogar mit wechselnden Plätzen (-> jeder hat nur seinen Roll- Container in dem seine 7 Sachen verschwinden und mit dem sucht er sich einen Platz der gerade frei ist) .....zu "verschwinden" und dort irgendwelche stupiden Power Point Excel oder SAP Programme zu "füllen", die hauptsächlich der Selbstdarstellung des Unternehmens dienen.... und auch sehr darauf ausgelegt einen Mitarbeiter möglichst reibungslos "ersetzbar" zu machen. Solche Jobs gibt es zu Hauf und frustrieren die jungen Leute binnen weniger Jahre, wenn sie merken dass eine wirkliche "Karriiere" für sie eigentlich gar nicht vorgesehen ist.... und es dafür auch nicht genügend qualifizierte Stellen gibt, die für ein entsprechendes "Ausfüllen" eben eine sehr umfangreiche Hochschulausbildung erfordern....

    Aber hier kommen wir ein bisschen vom Thema ab....

    Ich selbst habe 2 ganz unterschiedliche "Youngsters", einer mit BA-Studium der abging wie "Schmidts Katze" und mit knapp 30 kurz von den Burnout stand ....

    ....und einen 2. der mit Legasthenie geplagt ist und sich in mancher Richtung deshalb schwer tut, der aber sein Nische gefunden hat.
    Was aber sehr viel Arbeit mit ihm erforderte.

    Das Thema ist ein recht komplexes.

    Ich denke es kommt letzten Endes darauf an, dass der junge Mensch es schafft mit seinem Leben langfristig zu frieden zu sein.

    Eine heutige erste Ausbildung /Studium reicht wohl in der Regel nicht mehr bis an das Ende des Berufslebens...

    ...Andereseits ist eine gute und breite Ausbildung etwas, was einem keiner wegnehmen kann und damit schafft man es ggf. wieder "auf die Beine", sollte man irgendwann mal alles verlieren....

    Nur muss es (zumindest einigermaßen) Spaß machen, was man macht.....


    Gruss, Udo (DL 8 WP)
    Geändert von Udo (DL 8 WP) (03.07.2015 um 10:32 Uhr)

  7. #39
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    Die Berufswahl ist immer wieder ein Thema für sich.
    Was heute up to date ist Morgen schon Altbacken oder völlig Skurril.
    Viele Berufsgruppen wandern gerade in Deutschland ab ins Ausland wegen den Lohnkosten und oder Umweltbestimungen usw.
    Das ist gerade in der Industrie schon seit vielen Jahren zu beobachten.
    Es gibt aber auch Berufsgruppen die es immer Regional geben wird. Als da wären das Gesundheitswesen, Handwerk, Transport und Verkehr, öffentlicher Dienst.
    Wichtig ist wenn man eine Wahl getroffen hat daß man keine größere Pause in seinem erlernten Beruf hat. Da man sonst schnell auf den Abstellgleiß geschoben wird.
    Das mit der Pause ist gerade bei Frauen wegen Kinderwunsch ein Problem.
    man kann zwar schon nach einem Jahr nach Geburt wieder voll arbeiten.
    Aber mal im Ernst warum setzte ich Kinder in die Welt um sie dann von einer Näny und oder in einem ganztages Kindergarten ab zuschieben.
    Früher war das mal so das die Frauen erst einemal ein kind erzogen haben und dann mit 6 oder 7 wenn die Kids in die Grundschule kamen wurde dann wieder Teilzeit gearbeitet.

    Welche Methode nun die beste ist wäre streitfähig.

    Grüße einser

  8. #40
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    @Udo: genau das ist es! Der Job mag vielleicht nicht zu hundert Prozent erfüllend sein, die Ausbildung/das Studium für die Arbeitsplatzbeschreibung ein overkill. Aber die Qualifikation und dss Wissen kann einem keiner mehr nehmen. Klar, das Faktenwissen veraltet. In einem Teilbereich, in dem ich mich während des Studiums spezialisierte, beträgt die Halbwertszeit 6 Monate und weniger.

    Aber die Fähigkeit, Probleme zu analysieren, Methoden zu ihrer Lösung zu erarbeiten und schließlich strukturiert umzusetzen, dass ist etwas, dass eigentlich jeder in einem guten Lehrberuf oder Studium, unabhängig von der Fachrichtung, lernenn sollte. Letztlich unterscheiden sich die verschiedenen Disziplinen nur in ihrer Herangehensweise. Ausgebildete sind da eher die Praktiker, Studierte eher die Theoretiker. Und jede Fachrichtung hat wiederum ihre eigene Art zu denken und an din Problem heranzugehen. Die einen kommen von links, die anderen von rechts. Wiederum andere von oben oder unten. Und wwiederum andere gehen einfach mitten durch.

  9. #41
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    Es ist halt immer die Frage die jeder für sich selber beantworten sollte.
    Will man sich sich voll selbst verwirklichen aber evtl. kein Arbeitsplatz finden oder will man immer ein Arbeitsplatz haben.
    Und nehme ich in kauf für meine Arbeitstelle ständig umziehen zu müssen oder möchte ich meiner gewohnten Umgebung leben.
    Eine 100% erfüllung ist fast unmöglich. Es gibt immer Tätigkeiten in seinem Traumberuf wo man überhaupt kein Verlangen nach hat.
    Geändert von einser (03.07.2015 um 11:06 Uhr)

  10. #42
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    Die räumliche Mobilität wird in vielen Bereichen heute leider vorausgesetzt. Sei es eine Reisetätigkeit, weil man als Dienstleister beim Kunden vor Ort sein muss. Sei es nun landesweit, europaweit oder gar weltweit. Oder sei es, dass man für die Berufsausübung den Wohnort wechseln muss, dann aber immerhin ortsfest eingesetzt wird.

    Bei mir als Biologe war klar, dass ich nicht wie einige meiner Freunde aus meiner Schulzeit "in der Heimat" würde bleiben können, weil es dafür praktisch keine Stellen gab und gibt. Die sind dann doch eher anderenorts.

  11. #43
    Rocky
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    Hi,

    man sollte seinen Beruf lieben oder wenigstens mögen. Sonst wird man auf Dauer nicht glücklich.

    Studiengänge wie Philosophie, Psychologie, Altgriechisch, Germanistik usw. sind im E-Fall nicht gerade hilfreich.

    Ein technischer Studiengang, Landwirt- od. Forstwirtschaft, Medizin, Biologie sind sicherlich hilfreicher.

    Auch ist bei technischen oder landwirtschaftlichen Studiengängen ein zuvor erreichter Facharbeiterabschluß sinnvoll oder ein duales Studium.

    Ich habe z.B. Kraft- und Arbeitsmaschinenbau studiert. Mein 1. Hauptfach ist Dieselmotoren, 2. Hauptfach Pumpen und Verdichter. Nebenfächer waren Dampferzeuger und Kälte- u. Klimatechnik.
    Und ich liebe mein Fachgebiet!

    In unserer Seminargruppe hatte fast alle zuvor einen technischen Facharbeiterabschluß (wie z.B. Motorenschlosser, KFZ-Schlosser, Maschinenbauzeichnerin) absolviert. Das macht bei dem Fachgebiet auch Sinn!


    Gruß

    Rocky
    Geändert von Rocky (03.07.2015 um 12:51 Uhr)

  12. #44
    Previval-Großmeister
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    Hallo Luftikus

    Mich stört ganz einfach die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts. Was war etwa mit Marie Curie? Hätte die nicht studieren sollen? Hinter Albert Einstein, der übrigens notorisch schwach in Mathematik war, stand seine erste Ehefrau Mileva Maric, die für ihn im Verborgenen einen guten Teil des Jobs getan hat.

    Was ist mit einer Frau Nüsslein-Vollhard, Genetikerin in Tübingen, die einen Nobelpreis bekommen hat. Hätte die nicht studieren sollen?


    ... und last but not least. Ich habe eine Zeit in Indien gelebt und gearbeitet. Über 40% der Ingenieure und Naturwissenschaftler sind Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen. Übrigens extrem selbstbewusste Frauen, die Dir für eine Meinung, wie Du sie vorgetragen hast, geradezu ins Gesicht gesprungen wären.

    Ich habe das sogar mal live erlebt, wie eine indische Gruppenleiterin einen deutschen Abteilungsleiter wegen frauenfeindlicher Ansichten auf offener Szene in einem Meeting "zur Sau gemacht hat". Die Frau hat Applaus geerntet! Auch von mir.

    Hätte die nicht studieren sollen?

    Fragt


    Matthias
    Geändert von Waldschrat (03.07.2015 um 12:12 Uhr)

  13. #45
    Rocky
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    Naja, man muß realistisch bleiben. Millionen Jahre von Evolution kann man nicht einfach wegwischen. Auch Frau Schwarzer nicht.

    Und ich hatte als kleiner Junge auch eine Puppe (Blondy, die hatte sogar Schlafaugen) und habe aus gesundheitlichen Gründen vor dem Studium einen Mädchenberuf gelernt, nämlich Maschinenbauzeichnerin (war zu DDR-Zeiten ein reiner Mädchenberuf!; hatte dabei z.B. aber auch die Möglichkeit den Lehrgang "Edelstahlbearbeitung" der parallelen Lehrklasse "Maschinen- und Anlagenmonteur mit Abitur" zu absolvieren und auch einige Wochen Einspritzdüsen geschliffen).

    Ich kenne wenige Frauen, die in meinem Fachgebiet Verbrennungsmotoren spitze sind und es lieben! Und die Mädels in meiner Seminargruppe waren zwar sehr gut, ich wage aber zu bezweifeln, daß sie das Fachgebiet lieben.


    Machohafte Grüße
    Geändert von Rocky (03.07.2015 um 12:42 Uhr)

  14. #46
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    Zitat Zitat von Udo (DL 8 WP) Beitrag anzeigen
    Hallo Luftikus,

    ich teile nicht Deine Ansicht was das Thema nur "hochqualifizierte" (wie immer das definiert wird) auf die Uni / Hochschule betrifft.

    Viele dieser sogenannten "hochqualifizierten" haben Defizienzen in ihrer Persönlichkeit, insbesondere in der Zusammenarbeit mit "Normalen" im praktischen Betrieb.

    Hey Udo, jetzt kratzt Du aber gerade mal an meiner Ehre:lächeln:

    Ich habe ein Doppelstudium mit Abschlüssen in Elektrotechnik (Dipl-Ing.) und Philosophie (M.A.) Ich komme bei einem Werksbesuch bei den Mitarbeitern recht gut an, ich spreche ihre Sprache, kenne ihre Situation und witzigerweise sammle ich bei denen spontan Pluspunkte, weil ich wegen meiner grossflächigen Tattoos "ein ziemlich bunter Hund" bin, die ich inzwischen auch im Beruf nicht mehr verstecke, da wir ein ziemlich liberaler Laden sind..:lächeln:

    Hey.... da kommt einer aus dem Management, im sommerlichen Kurzamshirt, ohne Krawatte und der hat doch tatsächlich Tattoos an beiden Armen ...:lächeln: Und der Typ will tatsächlich mit uns reden und unsere Probleme verstehen!

    Meint

    Matthias
    Geändert von Waldschrat (03.07.2015 um 12:41 Uhr)

  15. #47
    Previval-Interessierter
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    Wenn bei uns einer aus dem sogenannten Management kommt dann gehts im wesentlichen nur um Prozessoptimierung und das man ja viel zu hohe Löhne zahlt.
    Personalführungsqualitäten kann man nicht immer erlernen.

  16. #48
    Hjördis
    Gast

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    Hi Matthias,

    das ist super und vorbildlich, dass du das so machst, aber anscheinend nicht die Regel.
    Wenn bei uns das Management vorbeschaut, kommt es mir immer vor, als wären grad die Aliens gelandet.
    Das sind auch die "Studierten", die aber leider so wirken, als hätten sie noch nie in ihrem Leben im Laden, bei den Kunden, auf der Fläche gestanden. Absolut weltfremd. Anzug und Krawatte sind eh ein Muss.
    Die erzählen uns dann, was wir tun und was wir lassen sollen, während wir - das einfache Fußvolk - stirnrunzelnd (weil die geforderten Sachen praktisch selten umsetzbar sind) zurück bleiben, während die feinen Herren wieder zurück nach München fliegen.
    Also da wünschte ich mir so einen Manager wie dich! :rolleys:

    beste Grüße
    Hjördis

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