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Thema: Fleischwolf aus Gusseisen "versiegeln"?

  1. #1
    PapaB
    Gast

    Standard Fleischwolf aus Gusseisen "versiegeln"?

    Hallo werte Gemeinde,

    da nun bald die Plätzchenzeit kommt meinte meine BEVA, ob ich denn nicht so einen Press-Aufsatz für unseren Fleischwolf von Alexanderwerk der Größe 8 finden könnte.

    Jo, kein Problem... gibt es sogar in Neu auf der Bucht....

    ABER... den Fleischwolf hatte ich mir einfach mal vor einiger Zeit sehr günstig zugelegt und erst mal auf im Keller ins Eck gestellt... er war noch in seinem... nun... vom Vorbesitzer gebrauchten Zustand...

    Ungefähr so:
    Alt.jpg Alt_2.jpg

    Also hab ich meinen Dremel (eigentlich ein Proxxon) angeschmissen und mal fröhlich die kleinen Stahlbürsten aufgearbeitet.

    Ergebniss:

    PHOTO_20151122_163630.jpg PHOTO_20151122_163648.jpg PHOTO_20151122_163701.jpg

    So... Soweit ganz gut... (jap, den Standfuß bin ich nicht ganz fertig geworden... meine Bürstchen sind tot ^^.. muss dann neue kaufen..)...

    ABER... wie gehe ich jetzt mit dem Gußeisen um? Wie "versiegle" ich es richtig, so dass die Plätzchen oder das Hackfleisch nicht nach WD40 oder dem guten Balistol schmecken?

    Da könnte ich jetzt durchaus ein paar Tipps von Metallern (oder anderen Erfahrenen) brauchen!

  2. #2
    Asdrubal
    Gast

    Standard

    Also wir hatten den früher immer ganz normal im Küchenschrank. Besonders versiegelt wurde der nicht, wenn man mal vom Fett aus den Nahrungsmitteln absieht, das beim Waschen vielleicht nicht ganz abgegangen ist. Rost gab es nach meiner Erinnerung nie daran. Das Gerät war höchstens ein wenig dunkel angelaufen.

  3. #3
    christopher
    Gast

    Standard

    Hab fast den gleichen, der Rost ist nicht schlimm, am besten mit Stahwolle und Essigsäure putzen und dann mit Pflanzenfett einreiben. Ev. vorher noch zwei rohe Kartoffel nachschieben. Mit für Menschen extrem schädlichen Reinigern etc. würde ich da nicht rangehen. Wenn du auf den Kleinteilen auch immer diese Flecken hast, mal in Phosphorsäure einlegen, ev. auch in einer Coca Cola.
    Geändert von christopher (22.11.2015 um 17:32 Uhr)

  4. #4
    Miesegrau
    Gast

    Standard

    Dreh da eine fette Schweineschwarte durch, spüle das Ding mit heiß Wasser ohne Zusätze, lasse ihn auf der Heizung trocknen und lagere ihn trocken ein. Da rostet nix mehr.:lächeln:

    Door Miesegrau

    Schmalz das in den Poren bleibt, lange Zeit den Rost vertreibt....:rolleys:

  5. #5
    PapaB
    Gast

    Standard

    Super Sache Jungs, danke! Ich denke ich jage wirklich erst mal ein paar Kartoffeln durch, danach fröhliches Einfetten mit Schweinschmalz Mal gespannt was mein Weibi dazu sagt.. ^^

  6. #6
    PapaB
    Gast

    Standard

    So.. gesagt, getan...

    Erst mal ein paar Kartoffeln durchgejagt... holla, da kam aber nochmal ordentlich schwarz runter vom Teil...

    Dann kräftig mit Speck bearbeitet... erst von Außen, dann den Speck inklusive Schwarte durchgedrückt... lustiges Geräusch (ist mein erstes mal Handkurbelfleischwolf )

    Folgend dann mit heißem Wasser abgespült und nun zum Trocknen ausgelegt... das Wasser perlte da schon schön ab....

    Danke nochmal für die Tipps!

    PHOTO_20151123_180156.jpg

  7. #7
    Boltwoodit
    Gast

    Standard

    Hallo,

    falls dann später mal ein dauerhafter "klassischer" Schutz gewünscht ist, schlage ich eine Verzinnung (nicht Verzinkung) vor; entweder echt feuerverzinnt oder in einer Galvanik anfragen, die das sog. Reflow-Verfahren (galvanisches Verzinnen, anschließende Wärmebehandlung die zu einer Legierungsbildung führt) anbietet. Aber für ein paar Platzchen ist das wahrscheinlich nicht wirklich wirtschaftlich...:)

    VG
    Bolt

  8. #8
    PapaB
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Boltwoodit Beitrag anzeigen
    Hallo,

    falls dann später mal ein dauerhafter "klassischer" Schutz gewünscht ist, schlage ich eine Verzinnung (nicht Verzinkung) vor; entweder echt feuerverzinnt oder in einer Galvanik anfragen, die das sog. Reflow-Verfahren (galvanisches Verzinnen, anschließende Wärmebehandlung die zu einer Legierungsbildung führt) anbietet. Aber für ein paar Platzchen ist das wahrscheinlich nicht wirklich wirtschaftlich...:)

    VG
    Bolt
    Danke, sicher eine gute Idee... wir haben soweit ich weiß Galvanische Betriebe am Ort... werde da mal nachfragen, denn "dauerhaft" ist ja eines unserer (meines) Lebenscredos

  9. #9
    Boltwoodit
    Gast

    Standard

    *smile*
    Dauerhaft - deshalb hat mein Fleischwolf aus Gußeisen (Flohmarktfund für 2 €) auch schon vor Jahren ein silberfarbenes Kleidchen bekommen - mir war der Geruch nach ranzigem Fett in Verbindung mit dem Eisengeruch an sich einfach nichts; ansonsten ist der Korrosionsschutz mit Fett natürlich schon eine feine Sache.

    VG
    Bolt

  10. #10
    Miesegrau
    Gast

    Standard

    Und wenn ihr das nicht tut, können eure Nachfahren Generationen später immer noch irgendwelche Weltraumferkel damit durchdrehen.:lächeln: Hauptsache ihr pflegt ihn ein wenig, was soll an dem Ding schon kaputt gehen, wenn man es vernünftig behandelt?

    Door Miesegrau

    Hat da auch den üblichen Billigheimer und der funzt 100 prozentig....

  11. #11
    Boltwoodit
    Gast

    Standard

    Ja, mir ging es ja auch nur darum einen Vorschlag zu machen, wie die Dinger die 11,5 Monate/Jahr überstehen, in denen keine Plätzchen gebacken werden, ohne danach jedesmal das ranzige Fett beseitigen zu müssen (der Geruch ist halt mein persönliches Problem).
    Bei regelmäßiger (Weltraum-)Ferkeldurchdreherei :) braucht man das natürlich nicht zu machen...
    ...da wird er Fettfilm ja regelmäßig erneuert.

  12. #12
    LagerregaL
    Gast

    Standard

    Wie kann man das oxidierte Innere eines (ur-) alten Fleischwolfes reinigen?
    Da kommt man nicht so gut mit einer Stahlbürste hin wie an die Schnecke.

    Das Eisen ist grau-matt, "krümelig" oxidiert.

    Da ich das gute Stück nicht ruinieren will frage ich lieber vorher:
    Ist Essigessenz (20%) zu stark?
    Welche Verdünnung ist geeignet?
    Geändert von LagerregaL (17.03.2016 um 11:09 Uhr)

  13. #13
    Bärti
    Gast

    Standard

    Ich würde die alten Saftpressen und Fleischwölfe von z.B. Alexanderwerk immer Strahlen lassen und anschließend zum Emaillieren geben. Die damals schon guten Exemplare hatten auch meist eine emaillierte Schnecke und Tülle, Außen waren sie häufig lackiert. Unsere Vorväter wussten schon ganz genau warum sie für Innenteile eine Emailbeschichtung genommen haben, leicht zu reinigen und sehr haltbar.

  14. #14
    DerGerald
    Gast

    Standard

    Das Eisen ist grau-matt, "krümelig" oxidiert.
    Bist du dir sicher, daß das Eisen ist? Klingt mir eher wie Alu oder Zink. Oxidiertes Eisen ist rot (Rost).

    Aber Sandstrahlen ist sicher nicht so schlecht.

  15. #15
    LagerregaL
    Gast

    Standard

    Stimmt, der Oxidation nach sieht es aus wie Aluminium. (Ich hab' von Materialkunde nur wenig Ahnung).
    Das Trum ist sehr schwer, aber aus Gusseisen müsste noch schwerer sein.

    Sandstrahlen ist eine gute Idee, zufälligerweise kenn ich da jemanden.
    Danke für eure Hilfe!
    Geändert von LagerregaL (17.03.2016 um 13:15 Uhr)

  16. #16
    ksbulli
    Gast

    Standard

    Bitte nicht SAND-strahlen, da gibt es heute schonendere Materialien!
    Von Plastikgranulat über Galsperl bis zu Trockeneis. Das trägt nicht so viel Material ab. Denn sonst entsteht zu viel Spiel. Und alle Achsdurchführungen vorher sorgfältig verschließen...


    Viel Erfolg!

    Chrostian

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