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Thema: Welchen Hund für...

  1. #17
    Xeore
    Gast

    Standard

    Hallo christopher

    Freut mich, das es hier im Forum viele kompetente Hundebesitzer gibt.
    Ich denke, dass man immer Kompromisse eingehen muss, sei das bei Werkzeugen, welche man für diverse Arbeiten einsetzten will oder eben auch bei Hunden. Ich führe selbst einen Gordon Setter und hatte immer schon Jagdhunde. Vom deutschen Wachtel bin ich nun schon zum zweiten Mal bei dem schottischen Setter gelandet. Bei mir steht der Familiensinn und die Jagdtauglichkeit insbesondere die Verwendung bei der laute Jagd im Vordergrund. Ich habe mir noch nie über den Verwendungszweck als Prepperhund Gedanken gemacht. Hier nun meine Überlegungen.

    -Will ich, wie früher die nordamerikanischen Ureinwohner, den Hund auch leichte Lasten tragen lassen oder ihn vor einen Karren oder einen Schlitten spannen?
    -Will ich einen selbständigen Hund, welcher sich selbst aus einer misslichen Lage befreien kann?
    -Wie wichtig sind mir die Schwimmfähigkeiten eines Hundes?
    -Wie aggressiv soll, muss er sein?
    -Wie gestaltet sich mein Fluchtweg? Muss ich den Hund tragen?
    -Wie steht es um die Wintertauglichkeit?

    Wie schon gesagt, lege ich heute Wert auf die Alltagstauglichkeit und seine Jagdfähigkeiten und weniger auf den SHTF-Fall.

    Ich kann dir einen Setter empfehlen. Braucht Bewegung, aber die ist ja bei dir eingeplant. Der Setter ist robust, Wasser tauglich, schnell, ein Familien- und ein guter Wachhund. Mit seinen ausgeprägten Sinnen ist meine Hündin seit Jahren eine treue Begleiterin. Ob Rüde oder Hündin kommt stark auf die Rasse an. Rüden sind weniger gewünschte und an die kommt man rascher ran. Der Vorteil eines Vorstehhundes, wie es die Setter sind, du kannst sie nach deinen Wünschen formen. Die jagen nicht unbedingt automatisch das Richtige. Braucht natürlich Zeit.

    Ich wünsche dir viel Spass beim Evaluieren des richtigen Hundes und viel Spass bei der Aufzucht.

    Gruss Xeore

    P.S. Langes Leben für deinen Terrier/Dackel
    Geändert von Xeore (27.11.2015 um 14:31 Uhr)

  2. #18
    HatzDiesel
    Gast

    Standard

    Hallo Christopher,
    auch wir sind auf der Suche nach einem neuen Begleiter und dabei auf einen Aussenseiter gestossen- den Do Khyi oder Tibetdogge.
    Die Rasse spricht uns definitiv an,als Haus- und Hofhund ist er es "gewohnt" ohne Zäune sein Territorium zu bewachen.
    Hat einmal im Jahr (Frühjahr) Fellwechsel,einen reduzierten Stoffwechsel,circa zwölf Jahre Lebenserwartung und vor allem keinen Jagdtrieb.
    Das Theater mit "flüchtigem Hund" möchte ich mir nicht antun, wir haben hier so ziemlich alles an Wild direkt hinterm Haus.......

    Wir wollen uns im Frühjahr mal auf den Weg zu 1-3 Züchtern machen um die Artgenossen mal live zu sehen.
    Für uns wäre das eine wirkliche Alternative, ich bin da echt neugierig und gespannt.....

    Gruß
    Hatz

  3. #19
    christopher
    Gast

    Standard

    Do Khyi
    Ich hatte vorigen Sommer das Vergnügen zwei Rüden eines Bekannten zu sehen. Tagsüber bewachten sie seine Kinder am Strand, liefen auch öfters in das Wasser, spendeten sogar Schatten für ein Kleinkind. Am Abend am Lagerfeuer kämpften sie miteinander, das wäre laut Besitzer fast immer so und nicht all zu ernst. Das Lagerfeuer am Fluss weckte das Interesse von zwei Polizisten, die mit einem Diensthund (Rottweiler) kamen. Nach einigen Minuten hatte der Do Khyi Besitzer die Polizisten dann dazu überredet den Hund doch mit seinen Lieben "spielen" zu lassen, am Ende hatte der Rottweiler ein blutiges Ohr, was den Hundeführer etwas "geknickt" hat. Seine beiden sind bereits kastriert, er meinte das sie vorher noch wesentlich schlimmer waren. Der Kampf untereinander erinnerte mich daran wenn zwei Bären raufen. Mir etwas zu viel Kraft als das ich einen haben möchte. Aber der Sinn für den Schutz der Kinder war sehr ausgeprägt und zumindest diese beiden hatten auch keine Scheu vor Wasser.
    Meinen Taschenhund haben sie die ganze Zeit ignoriert, scheinbar zu klein und er hielt auch zum ersten mal bei anderen Hunden Abstand, das sah ich das letzte mal so als wir im Tierpark bei den Löwen vorbeigingen.
    Geändert von christopher (27.11.2015 um 17:01 Uhr)

  4. #20
    woli
    Gast

    Standard

    Weitere 2 Pennies von mir...

    Was die Wahl der Rasse angeht, helfen diverse Hundelexika, wo generelle Eigenschaften und Wesensarten jeder Rasse recht ausführlich beschrieben sind. Ausschläge in alle Richtungen der möglichen Eigenschaften gibt es in jeder Rasse. Eine bestimmte Rasse ist also keine "Garantie" für bestimmte Eigenschaften. Wenn rassespezifische Eigenschaften bei einer Paarung genügend berücksichtigt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, diese in den Welpen auch wiederzufinden. In diesem speziellen Fall würde ich von Jagdhunden ABRATEN. Die Gefahr, dass man den Jagdtrieb nicht unterdrücken kann, ist zu groß und wird der Rasse und dem Individuum auch nicht gerecht.

    Rasse und Genetik ist allerdings nur eine (wichtige, jedoch geringe!) Beeinflussung des "Endproduktes"... Wesentlich sind die diversen Prägungsphasen des Welpen/jungen Hundes. Dort wird viel gesündigt, oft unbewusst, und dann lebt man 10-15 Jahre mit dem Ergebnis der eigenen Fehler und Unterlassungen. Empfehlenswert halte ich die Bücher von Heinz Weidt, der sich insbesondere mit der Frühprägung beschäftigt. Dieses Wissen sollte vor allem beim Züchter sitzen. Hab da schon von Schweinestall (!) bis zur Rotlichtlampe so Einiges bei "Züchtern" gesehen. Selbst hab ich 3 Würfe Jagdhunde gezogen und erlaube mir da mal etwas mitzureden.

    Durch eine tägliche und häufige Beobachtung der Rasselbande über 8-9 Wochen kann ich die Aussagen Weidts voll unterstreichen. Als Außenstehender hat man wenig Einfluss auf das Engagement des Züchters, möglicherweise kann man (wie Hatz) aus einigen Züchtern auswählen. Ist nicht immer möglich. Für meine Welpen gab es damals eine Warteliste von 1 Jahr...

    Einem potenziellen Hundekäufer würde ich zunächst einen Besuch im Alter von ca. 3 Wochen empfehlen. Wenn der Züchter es schon zeitnah nach dem Wurfzeitpunkt zulässt, hätte ich Bedenken bezüglich seiner Kenntnisse und auch wegen der Gesundheit der Welpen. Da können unangenehme Krankheiten durch Besucher eingeschleppt werden, die keiner wirklich haben möchte...

    In der 3. Lebenswoche beginnt die Sozialisierungsphase und wenn die Welpen da nicht an Menschen gewöhnt werden, ist die Gefahr groß, dass sie scheu werden. Schwere Führigkeit, schwieriger Umgang mit Besuchern bis hin zum Angstbeißer sind möglich.

    Für die Fähigkeiten, auf die der Hund geprägt werden soll, sollte die Grundlage in der 6.-8. Lebenswoche geschaffen werden. Das heißt besonders bei Jagdhunden viel ARBEIT, die viele Züchter schon zeitmäßig überfordern. Kann über 3 Wochen ein Fulltimejob sein. Ich hatte seinerzeit 11 Welpen (2 Würfe) gleichzeitig.... Spieltage mit Besuchern und Kindern, Schwimmen, Spaziergänge im Wald, Kennenlernen von Lärm, Auto, Maschinen, allen möglichen Begegnungen mit Unbekanntem sollten für JEDEN Welpen die Regel sein. Bei Jagdhunden kommt, wie bereits gesagt, noch eine ganze Extra-Packung dazu, die ich hier ausklammern möchte. In dieser Phase sollte der neue Mitbewohner nach Möglichkeit 1-2 mal besucht werden.

    Dem Welpen kann man noch einiges Gutes tun:
    - eine Decke oder Handtuch beim letzten Besuch vor der Übergabe mitbringen und mit dem Welpen mit ins neue Heim nehmen, damit er den gewohnten Geruch zu Anfang hat. Der Hund ist ein Nasentier. Wir vergessen das oft...
    - in den ersten 2-3 Nächten mit dem Welpen gemeinsam auf dem Boden schlafen. Eine entscheidende Prägung, die niemand versäumen sollte. Wer lieber im Bett liegt, wird daraufhin einen Hund haben, dem das auch besser gefällt, als auf dem Boden...
    - für die ersten 2 Wochen zu Hause unbedingt URLAUB nehmen und sich intensiv dem neuen RUDELmitglied kümmern. Mit die beste Investition, die man in einen Hund tätigen kann.
    - Alles, was man dem jungen Hund konsequent beibringt, lernt er leicht und nach einigen Wiederholungen wird er es sich auch merken. ACHTUNG: einschließlich jeder Unart oder Blödsinn oder Nachlässigkeit!!! Er ist ein Rudelmitglied und wird so lange seine Grenzen kennen lernen wollen, bis er sich ihrer sicher ist. Das ist das ganze Geheimnis der Hundeerziehung. Dazu vielleicht noch ein Buch von Trumler.
    - den Welpen mit dem gewohnten Futter und im gleichen Rythmus wie beim Züchter füttern. Dann auf 1-2 x täglich reduzieren und unbedingt die Zeit begrenzen, die zum Fressen zur Verfügung steht. Eine Regel, gegen die die meisten Hundehalter aus Unwissenheit und Nachlässigkeit verstoßen.

    Auswahl des Welpen: schwierig und ich halte nichts von der Regel, dass der, der als erster kommt der Geeignetste sei. In meinem Fall hätten dann jeweils 11 gleichzeitig mitgenommen werden müssen... Der Züchter sollte die unterschiedlichen Temperamente im Wurf kennen und durch viele Gespräche beratend zur Seite stehen. Ansonsten bei den Besuchen dort beobachten und sich so spät wie möglich festlegen. Auf keinen Fall sofort entscheiden, denn die sind wirklich alle SÜÜÜÜSSSSS in dem Alter...

    Erwachsener Hund: Ich hatte auch 2 Hunde mit damals 4 und 6 Jahren übernommen und viel Glück und Freude mit ihnen erlebt. Einige "Marotten" bekam ich allerdings nie wieder weg. Ich konnte mich damit arrangieren, doch es gibt auch welche, die den Familienfrieden erheblich stören können. Solche Hunde hab ich auch gesehen.

    Mein Fazit: Die wesentlichen Rasseeigenschaften sollten zum neuen Zuhause passen und auch die Optik und der Eigengeruch müssen stimmen. Der Hund, den wir uns wünschen, müssen wir zum größten Teil selbst formen. Liebevoll, sachkundig und mit Konsequenz. Er wird es uns immer danken...

    Wolfgang

  5. #21
    el presidente
    Gast

    Standard

    Ich verstehe nicht warum man Zuchthunde kauft, wenns im hiessigen Tierheim zu genüge Hunde hat. Zumal es auch bei einem Rassenwelpen nicht garantiert ist, wie er später wird.

    Unser Hund ist auch aus dem Tierheim, wurde früher mit Stöcken geschlagen und hatte Angst vor Kellerräumen. Trotzdem ist er ein lieber und treuer Familienhund geworden. Es kommt nur auf die richtige Erziehung drauf an und zwar so, dass es der Hund versteht.
    Der nächste Hund wird definitiv wieder aus dem Tierheim adoptiert.

  6. #22
    moleson
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von el presidente Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht warum man Zuchthunde kauft, wenns im hiessigen Tierheim zu genüge Hunde hat. Zumal es auch bei einem Rassenwelpen nicht garantiert ist, wie er später wird.

    Unser Hund ist auch aus dem Tierheim, wurde früher mit Stöcken geschlagen und hatte Angst vor Kellerräumen. Trotzdem ist er ein lieber und treuer Familienhund geworden. Es kommt nur auf die richtige Erziehung drauf an und zwar so, dass es der Hund versteht.
    Der nächste Hund wird definitiv wieder aus dem Tierheim adoptiert.
    Tja nachdem der vorletzte Hund vom Auto angefahren wurde und eingeschläfert werden musste bin ich zum Tierheim gegangen. Denkend da kann man einem Hund ein schönes neues Zuhause geben.

    Nun das Problem sind nicht die Hunde sondern die bescheuerten Tierheimleiter die einen behandeln als wäre man ein potentieller Tierquäler.. Und das war es dann auch sehr schnell... Seit 10 Jahren habe ich dann einen Rasse Hund einen Beauceron der ein absolut tolles und liebenswürdieg Tier. Schade um die Hunde im Heim die können nichts dazu.

  7. #23
    HatzDiesel
    Gast

    Standard

    @Elpresidente,
    da hat halt jeder so seine eigene Prämisse- da mach ich aber keine Grundsatzdiskussion draus.:lachen:

    @Cristopher,
    das gefällt mir an denen,natürliche Dominanz im Fell- ich liieebe Molosser!
    Wobei mir die Chinesische Zuchtlinie mit der Riesenmähne jetzt gar nicht so gefallen will.
    Uns sagt die alte Zuchtlinie mit weniger Mähne eher zu.

    @Woli,
    mercie für Deine 2 Pennie´s.
    Super geschrieben, Buchtipps zur Kenntnis genommen-Danke !

    Gruß
    Hatz

    Nachtrag zum Tierheim:
    Wir spenden lieber einmal im Jahr ein rundes Sümmchen an ein Tierheim bei Colmar.
    Geändert von HatzDiesel (27.11.2015 um 19:33 Uhr)

  8. #24
    Previval-Experte Avatar von T I D
    Registriert seit
    24.01.2013
    Beiträge
    924

    Standard

    bouvier des Flandres oder Black Russian Terrier,
    beides ausgeprägt intelligente Rassen, was aber entsprechendes Gegenüber bedingt.
    Super auch als Zughunde im SHTF geeignet, weil sehr kräftig (kann bis zum 8fachen seines Körpergewichtes ziehen).

    Weiterer Vorteil: Groß, breit, schwarz, böse --> will sich keiner mit anlegen

    Gruß


    TID

  9. #25
    woli
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von el presidente Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht warum man Zuchthunde kauft, wenns im hiessigen Tierheim zu genüge Hunde hat. Zumal es auch bei einem Rassenwelpen nicht garantiert ist, wie er später wird.

    Unser Hund ist auch aus dem Tierheim, wurde früher mit Stöcken geschlagen und hatte Angst vor Kellerräumen. Trotzdem ist er ein lieber und treuer Familienhund geworden. Es kommt nur auf die richtige Erziehung drauf an und zwar so, dass es der Hund versteht.
    Der nächste Hund wird definitiv wieder aus dem Tierheim adoptiert.
    Wie bereits weiter oben geschrieben, macht es an dieser Stelle keinen Sinn, eine Grundsatzdiskussion für und wider Tierheim aufzumachen. Deine Einstellung ist lobenswert und die Tatsache, dass Du gute Erfahrungen bisher gemacht hast, nenne ich auch eine gehörige Portion Glück. Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien Du deinen Hund ausgesucht hast, doch ich vermute, dass es nicht der größte Rabauke oder ein aggressiver Kopfhund war. Damit wäre fast jeder überfordert. Diese Hunde werden letztendlich auch nicht vermittelt, da sie keiner haben möchte, sondern eingeschläfert...

    Auch Du hast letztendlich gewählt und gut, dass Du mit Deiner Auswahl richtig gelegen bist. Gönne ich Deiner Familie und dem glücklichen Hund. Von einem einzigen positiven Fall zu generalisieren, dass alle Hunde aus Tierheimen potenziell ok sind, halte ich weder für richtig noch für zielführend. Dann müsste ich im Umkehrschluss klare Rasseempfehlungen geben können, da ich schon einige hundert Hunde beobachtet oder gesichtet oder bewertet oder geholfen habe auszubilden. Bis heute traue ich mich das nicht, da der Hund auch nur ein Mensch ist. Genau so vielfältig mit der gleichen linken und rechten Grenze... Dein Umkehrschluss, dann gegen Rassehunde zu sprechen, ist folgerichtig genau so wenig dienlich.

    Es sind Gott sei Dank freie Länder, in denen wir leben, wo man zumindest noch entscheiden kann, welches Haustier bei einem leben soll. Ich habe genau so größtes Verständnis für Menschen, die kleine Kinder adoptieren und keine 18-jährige Jugendliche aus slumähnlichen Verbrecherstrukturen. Deswegen werde ich jeden darin bestärken, auch eigene Kinder zu haben. Wir können doch das tun, was wir für gut halten, und anderen mit Verständnis entgegentreten, wenn sie andere Entscheidungen für sich treffen, die uns auch nicht weiter betreffen.

    Ich glaube nicht, dass die Wahrscheinlichkeit mit einem Tierheim-Hund grundsätzlich höher ist, als bei einem Rassehund, den passenden Mitbewohner zu finden. Eher im Gegenteil, wenn Du vielleicht noch einmal meine Aussagen zur Frühprägung oder meine Buchempfehlungen zu Gemüte führen möchtest.

    Wolfgang

  10. #26
    christopher
    Gast

    Standard

    Ich verstehe nicht warum man Zuchthunde kauft, wenns im hiessigen Tierheim zu genüge Hunde hat. Zumal es auch bei einem Rassenwelpen nicht garantiert ist, wie er später wird.
    Aus dem Grund, weil wir Kinder haben. Ich glaube mehr muss man da nicht sagen. Die Vorgeschichte aus dem Tierheim kann stimmen, muss sie aber nicht. Daher immer ein Risiko. Außerdem ist die Bindung vom Welpen weg wichtig für mich und den Hund den ich will. Wer vielleicht kinderlos lebt, in Pension ist und mit seinem Hund nicht unter Leute geht, der kann gerne einen Tierheimhund wie ich ihn mir rassisch vorstelle nehmen. Ansonsten ist das so als würde man einen Sträfling als Babysitter anstellen, klar ist dieser nun resozialisiert und seine Strafe hat er bekommen, auch ist es möglich das er sogar unschuldig in Haft war, trotzdem würde kein verantwortungsbewusster Mensch so etwas tun. Gut gehn kann immer alles, ein Risiko extra braucht kein Mensch wenn es um das Wohl der eigenen Kinder geht.

    In meiner Gegend habe ich mich nun mal umgehört, bei den Züchtern würde ich altdeutsche Schäfer, Mittelschnauzer und belgische Schäfer bekommen. Ich denke mal einer von denen wird es werden. Preislich sind sie bei 800€ herum, aber ich habe ja noch Jahre Zeit dafür.
    Es waren wirklich sehr gute Beiträge hier die wirklich informativ waren. Bessere Antworten als in einem Hundeforum wo ich die Frage auch gestellt habe!
    Geändert von christopher (27.11.2015 um 21:01 Uhr)

  11. #27
    el presidente
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von woli Beitrag anzeigen
    dass Du gute Erfahrungen bisher gemacht hast, nenne ich auch eine gehörige Portion Glück. Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien Du deinen Hund ausgesucht hast, doch ich vermute, dass es nicht der größte Rabauke oder ein aggressiver Kopfhund war. Damit wäre fast jeder überfordert. Diese Hunde werden letztendlich auch nicht vermittelt, da sie keiner haben möchte, sondern eingeschläfert...

    Ich habe genau so größtes Verständnis für Menschen, die kleine Kinder adoptieren und keine 18-jährige Jugendliche aus slumähnlichen Verbrecherstrukturen. Deswegen werde ich jeden darin bestärken, auch eigene Kinder zu haben.
    Wolfgang
    Ich kenne einige Leute die bewusst einen Problemhund aufgenommen haben und es nicht bereut haben. Selber wollte ich den mit drei Beinen aufnehmen, nur durfte ich wegen der Vermieterin nicht, weil sie (Hund) zu gross war.

    Den Charakter findet man schnell heraus, wenn man mit dem Hund mal spazieren geht und wenn das klappt gibts einen Probetag.

    Wenn ich einen Hund gebären könnte, würde ich auch diesen nehmen. Da ich aber sowiso einen kaufen muss wähle ich das Tierheim.

    Aber eben, jeder kann selber entscheiden, ich habe nur gesagt das ich es nicht verstehe und habe das Tierheim vorgeschlagen. Ich mache sicher niemandem einen Vorwurf wenn er keinen Problemhund will!

    Man liest hier nicht nur über die verschiedenen Charaktere der Hunde, nein, es zeigen sich auch die Charaktere der Schreiberlinge. :rolleys:

  12. #28
    moleson
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von el presidente Beitrag anzeigen
    ...
    Man liest hier nicht nur über die verschiedenen Charaktere der Hunde, nein, es zeigen sich auch die Charaktere der Schreiberlinge. :rolleys:
    Ich glaube der Hund macht genau das was man von ihm verlangt. Ich habe seit Jahrzenten Hunde, die sind alle gleich geworden egal ob Rasse Hund, Hof Hund, gross oder klein. Sie sind liebe nicht agressive Familien Hunde und Kinderlieb. Der Hund macht genau das was du unbewusst willst.

  13. #29
    Thomas H.
    Gast

    Standard

    Hatte es gerade mit meiner Frau darüber, sie ist auch Hundetrainerin.
    Ihr Tipps wären:
    - Aussie, wobei es da solche und solche gibt. Es gibt die absoluten Hüte-Granaten und solche Modelle wie meine Schwester einen hat... Auf dem Teppich ist es am schönsten.
    - Retriever, egal ob Golden oder Labrador. Menschenbezogen, Kinderlieb....
    - Was den Schäfer betrifft, wir selbst haben eine Altdeutsche Schäferhündin. So gern ich sie habe, dieses Jahr gab es die Erste Hüfte, nächstes Jahr die Zweite und sie wurde im August zwei Jahre alt.
    - Meine Entscheidung bzgl. was mir gefallen würde geht eher in Richtung Cane Corso usw. Aber aufpassen, dieser Hund steht stellenweise auf der Liste.

    Viele Grüße,
    der Thomas

  14. #30
    Maresi
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von HatzDiesel Beitrag anzeigen
    Hallo Christopher,
    auch wir sind auf der Suche nach einem neuen Begleiter und dabei auf einen Aussenseiter gestossen- den Do Khyi oder Tibetdogge.
    Tibetdoggen sind extreme Wachhunde mit relativ kurzer Lebenserwartung (je größer der Hund desto kürzer lebt er) mit enormem Schutztrieb, unglaublich viel Kraft und Temperament! Quasi einen Doberweiler im Format eines Ponys!
    Finger weg wenn man nicht richtig viel Erfahrung mit solchen Hunden hat!

    Zitat Zitat von el presidente Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht warum man Zuchthunde kauft, wenns im hiessigen Tierheim zu genüge Hunde hat. Zumal es auch bei einem Rassenwelpen nicht garantiert ist, wie er später wird.

    Unser Hund ist auch aus dem Tierheim, wurde früher mit Stöcken geschlagen und hatte Angst vor Kellerräumen. Trotzdem ist er ein lieber und treuer Familienhund geworden. Es kommt nur auf die richtige Erziehung drauf an und zwar so, dass es der Hund versteht.
    Der nächste Hund wird definitiv wieder aus dem Tierheim adoptiert.
    Toll dass es bei euch funktioniert hat! Leider kann es auch ganz anders ausgehen:
    Bekannte von uns haben einen Hund mit ähnlichem Background aufgenommen. Trotz toller Erziehung ist er bis heute ein kleiner Psychopath geblieben (nicht gefährlich für die Familie, aber extrem anstrengend, kann nicht alleine bleiben ohne die Wohnung zu zerlegen, ...).
    Bei einem Welpen mit ordentlicher Sozialisierung passiert so was wesentlich seltener!

    Was auch für den Zuchthund (in unserem Fall: Golden Retriever aus jagdlicher Zucht) gesprochen hat: Beide Eltern sind bekannt, HD und ED frei, keine Augenerkrankungen (wurden Untersucht), diverse Leistungstests, ...
    Kurz: Die Chance für ein langes gesundes Hundeleben ohne erbliche Beschwerden sind relativ hoch!
    Zudem kann ich einen Hund ohne Papiere keine jagliche Eignungstests machen lassen...

    Was aber für mich den Ausschlag gegeben hat, Tierheime nicht zu berücksichtigen: Bei uns bekommst du den Hund nur mehr "geliehen": Das TH behält sich das Eigentum und ggf. unangemeldete Kontrollen vor.
    Und so was kann mir gestohlen bleiben!

  15. #31
    Firehorse
    Gast

    Standard

    Es ist wahr, dass der Hund immer so gut wird, wie seine Menschen es möglich machen. Jedoch ist die Basis von Interieur und Exterieur das, worauf man aufbauen kann, genau wissend, was man von seinem Hundepartner erwartet, um das Zusammenleben genießen zu können- und im Ernstfall keine Belastung, sondern eine Hilfe dabei zu haben.
    Muss man beispielsweise über eine lange Strecke flüchten, werden die meisten schweren oder sehr kleinen (die kann man immerhin tragen) Hunde dies nicht bewältigen. Auch der Futterbedarf im Verhältnis zum "Nutzen" spielt eine Rolle.

    Ich war lange Menschen bei der Ausbildung oder "Korrektur" ihrer Hunde (ihrer selbst behilflich, habe immer noch eine Hundepension und besitze 15 eigene Hunde, habe diese seit 93 auch gezüchtet. Bei aller Liebe zum Tier an sich hat für mich die Wahl "meiner Rasse", des Australian Shepherd, folgende Gründe gehabt :

    Ich wollte einen Hund, der niemals müde wird (80-100 km täglich ist drin), aber nie nervt, wenn nichts passiert. Mit nicht vorhandenem, oder regulierbaren Jagdtrieb, da die Hunde mich bei der Arbeit und beim Reiten begleiten sollten, eine Leine also mehr als hinderlich wäre.
    "Kinderlieb", was eine Frage der Aufzucht ist.

    Wachsam und ggf. handelnd, da ich immer recht einsam gelebt habe und meine Tochter, als sie klein war, auch mal ohne mich in Feld und Wald unterwegs sein wollte. Die Wachsamkeit kann man sich nach eigenem Wunsch erschaffen, es sind auch viele "Familien"hunde, Therapie- oder Rettungshunde.
    Kerngesund und alt werdend. Ein wichtiger Punkt, bei dem natürlich auch artgerechte Fütterung und Haltung eine Rolle spielen. Ich habe einige Alterchen, denen man ihr Alter nicht anmerkt, 14-16 Jahre Lebenserwartung sind keine Seltenheit.

    Kein Dauerhaaren. Der Labbi, der gerade hier zu Gast ist, verteilt jeden Tag einen neuen Teppich im Haus Meine haaren im Frühjahr und Herbst um, und verlieren zwischendrin kaum ein Haar. Dazu riechen sie nicht "nach Hund", da ich die Hunde viel um mich habe und gerne anfasse, auch nicht ganz unwichtig.
    Und- was das Wichtigste neben dem "perfekten" Körper ist- der "will to please" und die Intelligenz, alles wird rasant gelernt, und da sie zu den selbstständigen Denkern zählen, oft schon ausgeführt, ehe der menschliche Gedanke zu Ende gedacht ist.

    Wenn man keinen Jagdgehilfen oder optisch sehr eindrucksvollen Hofhund beötigt, für mich das Beste vom Besten. Allerdings muss man in D sehr gut suchen, es gibt fast nur Showblut (sämtliche oder einige Eigenschaften nicht mehr ausgeprägt vorhanden) oder Show-Arbeitsmixe, bei denen sich die Gaben naturgemäss nicht sicher vererben.

  16. #32
    Firehorse
    Gast

    Standard

    @Wichtel : Du musst nach "reiner Arbeitslinie" schauen, es wird als solches veröffentlicht, und bestenfalls die Linien kennen. Oder mich ggf. fragen. Nein, es sind keine Einzelhunde, sie sind so sozial wie Wölfe, ziehen auch ihre Babies gemeinsam auf, wenn es eine gewachsene Familie ist. Sie spielen und kuscheln miteinander und sind auch gern ein Rudel. Zu zweit zu sein ist für sie schon wunderbar.

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