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Thema: Wasserqualität grob erkennen

  1. #1
    Worber
    Gast

    Standard Wasserqualität grob erkennen

    Hier mal wieder was für die Survivler. (Survivor)

    Ich frage mich oft, könnte man jetzt aus diesem Bach trinken oder nicht.
    Ich weiss, filtern, abkochen...alles klar. Nur gibt es zumindest bei uns in der Schweiz Bäche aus denen man trinken kann, vorzugsweise in den Bergen.
    Gibt es Indikatoren für die Wasserqualität?
    Ja, die gibt es.

    http://www.expeditionbiodiversitaet....mungshilfe.pdf

    Link soll nur interessehalber verstanden werden und nicht zum Selbstversuch animieren und die nächstbeste Pfütze auszusaufen.

    Gruss, Worber
    Geändert von Worber (12.02.2016 um 14:23 Uhr)

  2. #2
    Xeore
    Gast

    Standard

    Hallo

    Vielen Dank für den nützlichen Leitfaden. Werde diesen Lebewesen dieses Wochenende Beachtung schenken und mir ein Bild über die Wasserqualität machen. Macht gerade richtig Lust, einen Bach auszusaufen .

    Gruss Xeore

  3. #3
    Previval-Interessierter Avatar von Severin
    Registriert seit
    08.12.2015
    Beiträge
    37

    Standard

    Hallo,

    danke für den Link!
    Sinnig ist es auf jeden Fall - kann mich erinnern, dass ich als Kind ein Spiel hatte, wo man anhand genau dieser Viecher dem Wasser die Güteklasse zuordnen sollte.

  4. #4
    witchcraft
    Gast

    Standard

    In Deutschland zumindest sehe ich immer ein relatives Restrisiko, was ich niemals freiwillig eingehen würde, den ich will im Ernstfall nicht meine "Einsatzfähigkeit" herabsetzen und im Übungsfall oder nur in der Freizeit mir nicht die schönen Tage mit den unangenehmen Folgen verderben.
    Aus klaren Alpenbächen in Gegenden ohne ausgedehnte landwirtschafliche Nutzung (weder Gülle noch Kunstdünger sind hilfreich) könnte man darüber ggf. nachdenken.
    Hier lohnt es sich nach zum Beispiel nach Tierkadavern Ausschau zu halten BEVOR man Wasser entnimmt. Nicht solche die DURCH das wasser gestorben sind (lacht) sondern die die eben neben dem Wasser verendet sind, gerissen wurden etc.
    Insgesamt gibt dieses Nachdenken ein ganz übles Bild was Industrie aber auch Landwirtschaft mit unserem Oberflächenwasser gemacht haben.

    - - - AKTUALISIERT - - -

    Zitat Zitat von Nudnik Beitrag anzeigen
    Man sieht dem Wasser halt nicht an ob 100m weiter oberhalb ein verendetes Tier im Wasser liegt....
    Super den gleichen Gedanken hatte ich gerade auch..und habe es jetzt doppelt geschrieben...aber da das IMMENS wichtig ist, kann man es gar nicht genug schreiben.

  5. #5
    Previval-Neuling
    Registriert seit
    02.02.2016
    Beiträge
    7

    Standard

    Man sollte eigentlich immer auf Nummer sicher gehen . Auch wenn die chance klein ist , dass irgendetwas ist sollte man nie unvorsichtig sein

  6. #6
    Bärti
    Gast

    Standard

    Zur Not Leitwertmessgerät mitführen und die ppm im Wasser messen. Dann hast du einen Anhaltswert für gelöste Stoffe im Wasser. Dreckbrocken, Blätter etc. beeinträchtigen den Leitwert nicht.

    Gibt es z.B. in Aquaristikläden:

    http://www.garnelen-guemmer.de/Zubeh...c5bb3bcdb92493

    über 300ppm = noch nicht mal zum Filtern nehmen

    50-299ppm = Filter benutzen

    unter 50ppm würde ich es trinken, aber nur durch Stoff gefiltert und nur in der Not wenn kein Wasserfilter vorhanden ist.

    Aber Achtung: sagt nix über Viren- und Bakterienbelastung aus. Bestimmt nur, wie viel gelöster Krempel im Wasser ist. Ich hab das bei mir immer zur "Voranalyse" im BOB.

  7. #7
    Bärti
    Gast

    Standard

    Hi Nudnik,

    sorry nur wenig Zeit. Gurgel mal in Netzt nach den beiden Begriffen Wasserleitfähigkeit und Verschmutzung da findest du etliche Ergebnisse das Leitfähigkeit und Verschmutzung zusammenhängen. Achtung bei den Ergebnissen darauf achten, dass du machmal ppm oder Microsiemens umrechnen musst. Mal auf die Schnelle

    http://www.welltec-wasser.de/ratgebe...s-wassers.html

    http://www.angewandte-geologie.geol....e/paramete.htm

    Das sind auch nicht nur Salze sondern auch Chloride und Sulfate etc. die die Leitfähigkeit bestimmen. Ich hab das Ding dabei um Wasser mit mäglichst geringer Leitfähigkeit finden zu können wenn eine Auswahl besteht. In einem Kalkbach muss eine hohe ppm Konzentration nicht schlecht sein, ist ein Stück weiter aber z.B. Eine weitere Quelle mit geringerer Konzentration würde ich die nehmen. Wie gesagt ist auch nur eine Krücke beurteilen zu können wie belastet das Wasser sein kann, so wie die Krebse im Eingangsthread auch nur Indikatoren sind.

  8. #8
    Previval-Interessierter
    Registriert seit
    28.07.2013
    Beiträge
    42

    Standard

    Hallo,

    mal abgesehen davon, dass Chloride und Sulfate natürlich zu den Salzen gehören, könnte es durchaus Sinn machen, den Salzgehalt per Leitfähigkeit zu ermitteln; von einem hohen Sulfatgehalt kann man auch gut Durchfall bekommen und Salze werden als gelöste Stoffe nun mal nicht von den typischen Wasserfiltern herausgefiltert.
    Allerdings wird ein totes Viech den Salzgehalt nicht wirklich erhöhen und im Schweizer Bergland gibt es wohl auch keine massiven Sulfatausschwemmungen, aber woanders wer weiß. Es gibt ja auch Sodaseen...

    Meint der
    Stoiker

  9. #9
    gesperrt
    Registriert seit
    10.04.2009
    Ort
    Hinterthurgau
    Beiträge
    5.311

    Standard

    Hallo zusammen

    Bergbäche sind ein witziges Beispiel.

    Im Winter sind die in der Regel problemlos ..., man kann daraus trinken.

    ABER wenn die Alpen am Sömmern sind kann durchaus einiges an Fäkalbakterien da runter kommen.

    Hat schon den einen oder anderen Turnschuhwanderer flach gelegt "Scheisse"

    Darum immer mit der nötigen Vorsicht ......, ääh Weitsicht.

    Viele Grüsse, Ernst
    Usque ad finem!

  10. #10
    Worber
    Gast

    Standard

    Und wer es noch genauer möchte:

    ftp://ftp.gwdg.de/pub/mpil-schlitz/W...qualit%E4t.pdf

    Gruss, Worber

  11. #11
    jp10686
    Gast

    Standard

    Die Saprobiensysteme sind in der Praxis (ich hab beim Wandern Durst und entschede, ob ich trinke oder nicht) wie die Labormethoden nutzlos, weil die relevanten Gewässerorganismen von Laien nicht sicher bestimmbar sind. Planarien (Strudelwürmer) und Eintagsfliegenlarven kann man nicht einfach so bestimmen.
    Gewässer, in denen es Tubifex oder Rossegel hat, sind auch sonst als stark verschmutzt erkennbar.
    Relativ sicher sind kalte Fliessgewässer, deren Einzugsgebiet vollständig in unbewirtschaftetem Gelände oder im Gebirgswald liegt.

    Eine weitere Grobprobe ist, eine Handvoll Schlamm aus einem wenig fliessenden Bereich aufzunehmen. Wenn es faulig riecht oder schwarz ist, ist das GEwässer organisch belastet und es kommt duch Sauerstoffmangel wegen dem Abbau organischer Substanz zur Bildung von Fäulnis.

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