Ergebnis 1 bis 15 von 15

Thema: Urba gardening

  1. #1
    moleson
    Gast

    Standard Urba gardening

    Bin über ein Youtube gestolpert in den USA.

    1 Familie in der Stadt
    372m2 Land
    400 verschiedene Sorten Gemüse und Früchte
    2 Ziegen
    8 Hühner.
    4 Enten.
    2700 kg Essen Output pro Jahr.
    12$/Monat Elektrizität.

    Das lässt einen doch nachdenken.


  2. #2
    drudenfuss
    Gast

    Standard

    400 verschiedene Sorten? Nutztiere? Unter 400qm Fläche? Mehr als 7kg Ertrag/qm? Das ist mehr als sportlich.

  3. #3
    moleson
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von drudenfuss Beitrag anzeigen
    400 verschiedene Sorten? Nutztiere? Unter 400qm Fläche? Mehr als 7kg Ertrag/qm? Das ist mehr als sportlich.
    Ich nehme mal an das da manches von aussen kommt, unter anderem die Nahrung der Tiere und Dünger, aber trotzdem.

  4. #4
    KUPFERSALZ
    Gast

    Standard

    Das ist natürlich ordentlich aber berücksichtigt werden muss auch das die Vegetationsperiode in Süd Kalifornien etwas länger ist als in Zentraleuropa.

  5. #5
    T-72
    Gast

    Standard

    Man kann schon auf kleinem Raum recht viel machen. Da Pflanzen auch unterschiedlich viel Licht brauchen, kann man teilweise auch mehrere Ebenen anlegen oder sogar komplett in die Vertikale gehen.

    Das muss nicht mal was kosten. Z.B. an nen Holzbalken einfach mit etwas Abstand ein paar grössere leere Blechbüchsen mit paar Löchern im Boden dran schrauben und dann z.B. Gartenkräuter reinpflanzen. Man kann auch aus Schnüren und zerschnittenen PET Flaschen Hängegärten bauen. Einfach mal vertical gardening googeln. Gibts viele Ideen, die simpel und billig sind.

    Ich träum ja schon länger von einem Aquaponic System. Aber zu mehr als ein wenig schlau machen bin ich leider bisher noch ned gekommen...

  6. #6
    Cephalotus
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von T-72 Beitrag anzeigen
    Da Pflanzen auch unterschiedlich viel Licht brauchen, kann man teilweise auch mehrere Ebenen anlegen oder sogar komplett in die Vertikale gehen.
    In Kalifornien vielleicht. Was bei uns an Obst und Gemüse wächst braucht zu 95% volle Sonne um maximalen Ertrag zu liefern. Ich habe einen Schrebergarten mit Bäumen und Sträuchern im Gemüsebeet und das erscheint mir alles andere als sinnvoll für den Gemüseanbau.

    In unserem Klima in bewässerten Gärten mit gesundem Boden ist immer das Licht/Wärme der limitierende Faktor.

    Einen Sinn in die vertikale zu gehen sehe ich in unserem Klima nur bei ansonsten ungenutzen Flächen die Licht "unnötig" absorbieren wie z.B. Hausmauern. Morgens und abends sowie im Frühjahr und Herbst wenn die Sonne tief steht holt man sich mit vertikalen Konstruktionen riesige Schattenflächen in die Beete.

    Im tropischen und subtropischen Klima ist das anders.

    MfG

  7. #7
    DerGerald
    Gast

    Standard

    So wie ich das verstanden habe, machen die ca 20k$ im Jahr durch ab Hof verkauf.( Hauptsächlich an Restaurants in der Nähe) Damit kaufen sie sich die Sachen die sie nicht selbst anbauen können. Getreide und so.
    Außerdem haben sie kaum Stromverbrauch (12$/ Monat) Der Rest kommt von der Photovoltaik am Dach.
    Treibstoff machen sie aus Frittenöl, das sie gratis bekommen.

    Riesen Vorteil ist sicherlich, daß Kalifornien vom Wetter her besser ist als Mitteleuropa. Nachteil den sie haben ist, daß Wasser knapp ist.
    Insgesamt finde ich das durchaus sehr cool. Bei uns hier aber nur bedingt machbar, da einfach die Vegetationsphase zu kurz ist. (Möglich wirds vielleicht trotzdem sein)

  8. #8
    Hjördis
    Gast

    Standard

    Finde ich absolut klasse. Von sowas ähnlichem träume ich ja auch...
    Man kann die Vegetationsperioden aber auch hier in Deutschland verlängern, z.B. mit Frühbeeten oder Gewächshäusern. Oder man baut bestimmte Pflanzen einfach im Haus an.
    Letztes Jahr habe ich meine Paprika als es kälter wurde, ins Wohnzimmer gestellt. Ergebnis: Bis in den Dezember frische, rote Früchte. Klappt natürlich nicht mit allen Gewächsen.
    Andere Gemüsesorten werfen auch einfach unglaublich viel ab, wie Tomaten oder Zucchini. Dann heißt es einlegen, einkochen, haltbar machen.
    Und manchen spielt der Wohnort auch eher in die Hände als anderen. Das milde Klima an Mosel oder Rhein z.B.
    Beispiel Aachen: Wir sind unter den Top 10 der regenreichsten deutschen Städte - und ebenfalls unter den 10 sonnigsten. Hurra! :D

  9. #9
    moleson
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von DerGerald Beitrag anzeigen
    So wie ich das verstanden habe, machen die ca 20k$ im Jahr durch ab Hof verkauf.( Hauptsächlich an Restaurants in der Nähe) Damit kaufen sie sich die Sachen die sie nicht selbst anbauen können. Getreide und so.
    Außerdem haben sie kaum Stromverbrauch (12$/ Monat) Der Rest kommt von der Photovoltaik am Dach.
    Treibstoff machen sie aus Frittenöl, das sie gratis bekommen.

    Riesen Vorteil ist sicherlich, daß Kalifornien vom Wetter her besser ist als Mitteleuropa. Nachteil den sie haben ist, daß Wasser knapp ist.
    Insgesamt finde ich das durchaus sehr cool. Bei uns hier aber nur bedingt machbar, da einfach die Vegetationsphase zu kurz ist. (Möglich wirds vielleicht trotzdem sein)
    Es ist die Idee und natürlich muss es lokal angepasst werden. Hier brauch man einfach mehr Platz weil es kälter ist und weniger Sonne gibt. Aber im Grunde ist es möglich.

    Ich sinniere schon seit einiger Zeit über das Thema nach.

    Bei uns gehen die Bauern reihenweise ein weil ihre Produkte zur Schleuderpreisen gekauft werden und für horrend Preise in den Coop und Migros landen.

    Wenn ich die Gemeinde nehme wo ich lebe sind das 2'000 Einwohner. Im Durchschnitt gibt jeder 250.-/Monat auf für Essen. Macht pro Jahr 6'000'000.-
    Wenn davon 1/3 vor Ort gemacht würde (was ich selber ohne weiteres hinkriege), ich denke 50% sind drin. Sind das ein Umsatz von 2'000'000.-, wenn man von Unkosten von 30% nimmt (er weniger), weil viel in Handarbeit und nicht mit teuren Maschinen gemacht werden muss. Bleibt 1'200'000.- Das Durchschnitsseinkommen liegt bei 40'000.-. Sprich 30 Bauern könnten davon leben.

    Man müsste aber eben auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten produzieren, was bedeuten würde sich zu diversifizieren und eben nicht nur Milch zu machen...

    Aber es könnten funktionieren wenn die lokale Bevölkerung mitmacht. Verkauft über die lokalen Läden oder einfach einen Laden einrichten wo alle Produkte zentralisiert werden und auch verkauft werden. Heute ist es so das jeder versucht direkt am Strassen Rand zu verkaufen.

    Die Ersparniss ist in dem Wegfall von zwischen Händlern, teuren Verkaufs Flächen, kurze Wege und teueres Einpacken. Dazu alles Ökologisch und ein Verhältniss zum Endprodukt das man sich selbst anschauen kann indem man ein paar Minuten geht oder mit dem Auto fährt. Dazu würde es auch helfen die sozialen Kontakte zu beleben.


    https://www.youtube.com/watch?v=adW3...&nohtml5=False

    Der ist auch sehr interessant, es sind auch wirklich praktische Tips dabei.
    Geändert von moleson (14.04.2016 um 17:08 Uhr)

  10. #10
    drudenfuss
    Gast

    Standard

    Vergesst nich,t dass Selbstversorgung auch einen guten Teil Zeit braucht.
    Ich meine dass man für 100% Selbstversorgung locker den gesamten Tag verbraucht, also nicht mehr seinem normalen Tagewerk nachgehen kann.

    Beispiel:
    Wir sind so ziemlich vollständige Selbstversorger mit Eiern. Im Moment versorgen uns 9 Hennen und 5 Wachteln. Das ergibt pro Woche zwischen 40 und 50 Hühnereier und 35 Wachteleier.
    Das Geflügel ist das Ding meiner besseren Hälfte, aber wenn sie mal für ein paar Wochen weg fährt bin ich in der Pflicht. Obwohl ich da ziemlich minimalistisch bin geht für die tägliche Versorgung der Tiere ne halbe Stunde drauf und für die Stallreinigung zwei mal pro Woche ne Stunde. Das sind also 5,5h wöchentlich ohne Futterbeschaffung usw.

    Diese Rechnung lässt sich auch für alle anderen Bereiche der Selbstversorgung aufmachen. Im Endeffekt kommt man sicher zu dem Resultat, dass der Einkauf der meisten Lebensmittel am entspannendsten ist.

  11. #11
    T-72
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen
    In Kalifornien vielleicht. Was bei uns an Obst und Gemüse wächst braucht zu 95% volle Sonne um maximalen Ertrag zu liefern. Ich habe einen Schrebergarten mit Bäumen und Sträuchern im Gemüsebeet und das erscheint mir alles andere als sinnvoll für den Gemüseanbau.

    In unserem Klima in bewässerten Gärten mit gesundem Boden ist immer das Licht/Wärme der limitierende Faktor.

    MfG
    Naja wo die Lichtausbeute dank vieler Bäume und hoher Büsche beschränkt ist rentiert sich das natürlich nicht. Aber man kann sowas in Deutschland schon auch machen.

    Ich hab bei mir im Gewächshaus 2 Ebenen und wenn es höher wäre würd ich über ne Dritte nachdenken. An der Südseite vom Haus hab ich ne Hänge- und ne Treppenkonstruktion angebracht und bin mit der Ausbeute recht zufrieden. Ich hab aber auch fast nur Kräuter und paar Salate angebaut und da gibt es schon einiges was auch schattigere Plätze gut verträgt. Bärlauch, Minze, Melisse, Oregano, Petersilie, Dill, Schnittlauch, Liebstöckel, Kresse... kann man ganz gut auch an schattigeren Plätzen anbauen. Manche Salatsorten, oder Mangold gehen auch.

    Aber wenns um reines Gemüse geht hast Du natürlich vollkommen recht. Da wirkt sich die Sonnenmenge stark auf den Ertrag aus.

  12. #12
    hinterwäldler
    Gast

    Standard

    Gerade zwische Bäumen könnten Hochbeete das Gemüse mehr ans Licht heben.
    Bei im Viereckverband gepflanzten Bäumen ist dazwischen ja immer so eine rautenförmige Lichtung.

    Wenn man die mit einem Hochbeet ausfüllt, kommen die Gemüsepflanzen ein Stück vom schattigen feuchten Boden weg ans Licht.

    Wenn man dann die Bäume und Sträucher noch stark auslichtet und so transparenter gestaltet,
    fällt nicht nur mehr Licht durch die Kronen aufs Gemüse,
    sondern das Obst ist auch größer und hochwertiger.

    Mit weißem Baumanstrich und hellem Mulch (Kalk-Sägemehl, Stroh)
    erhöht man dann noch die Reflexion.

  13. #13
    Previval-Interessierter Avatar von s.keiner
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    in den Bergen
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    21

    Standard

    Ihr macht euch da Gedanken, schon mal etwas weiter gedacht? Vielleicht das man ohne Dünger arbeiten kann? Bokashi Fermentation, daraus durch Vererdung Terra Preta ähnliches Substrat herstellen, in den Boden bringen, Pflanzen. Der Ertrag wird doppelt so hoch ausfallen, in warmen Lädern sind drei Ernten pro Jahr möglich. Eigene hergestellte Erde.
    Bei Urban Gardening kann man Gemüse in Liegenden PET Flaschen anbauen, sie an Sichtschutz aufhängen, mehrere Reihen untereinander. Für Gemüse das absolute Ding, kein Garten nötig, nur eine Fläche wie ein Balkon oder Terrasse.
    80

  14. #14
    DerGerald
    Gast

    Standard

    Hast du dazu Beispiele? Sowas würde ich gern mal sehen.
    Moleson, deine Idee ist ja gut, ich frage mich nur wie lange der Staat da zusieht? Ich meine gerade vor ein paar Tagen was gehört zu haben. Ich such gleich mal ob ich etwas finde.

  15. #15
    Previval-Anfänger
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    Zitat Zitat von moleson Beitrag anzeigen
    Die Ersparniss ist in dem Wegfall von zwischen Händlern, teuren Verkaufs Flächen, kurze Wege und teueres Einpacken. Dazu alles Ökologisch und ein Verhältniss zum Endprodukt das man sich selbst anschauen kann indem man ein paar Minuten geht oder mit dem Auto fährt. Dazu würde es auch helfen die sozialen Kontakte zu beleben.

    Es gibt ein ähnliches Konzept, den Ansatz der Solidarischen Landwirtschaft. Das Gemüse kommt nicht mehr auf den freien Markt, sondern es gibt einen Zusammenschluss zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und einer Gruppe von privaten Haushalten.

    Die Haushalte zahlen einen bestimmten monatlichen Festbetrag, abgestimmt auf die geschätzten Jahreskosten. Dadurch können die Landwirte unabhängig von Marktzwängen arbeiten. Im Gegenzug bekommen die Haushalte anteilig die gesamte Ernte/ weiterverarbeiteten Produkte. Man muss dann halt in Kauf nehmen, dass man - je nach Ernte- mal mehr, mal weniger für sein Geld bekommt. Dafür sind die Produkte regional und es besteht ein Bezug zu den Landwirten.

    Hier vor Ort läuft ein Projekt seit c.5 Jahren sehr gut, es gibt mehr Anfragen nach Teilhabe als die Landwirte erfüllen können.

    http://www.solidarische-landwirtscha...lawi/die-idee/

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