Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Bewässerunssysteme

  1. #1
    Suvo01
    Gast

    Standard Bewässerunssysteme

    Hallo zusammen

    Da sich in diesem Jahr gezwungenermassen mein Gemüse nur in Blumentöpfen befindet, habe ich mir überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre dieses System auch in den nächsten Jahren fort zu führen.
    Ich stelle mir vor, dass dadurch die Zeit, die ich zum Unkraut zupfen aufwenden muss erheblich verringert werden könnte.
    Als Bewässerung teste ich gerade die Variante mit Petflaschen.

    Nun wäre ich sehr an Erfahrungsberichten interessiert, welches Gemüse gut gedeiht in Töpfen und welches nicht. Und natürlich auch daran, ob der Pflegeaufwand wirklich geringer wäre.
    Ausserdem bin ich sehr an alternativen Bewässerungssystemen interessiert. Das hiesst Marke Eigenbau.

    Grüsse Susanne

  2. #2
    StefanS
    Gast

    Standard

    PET-Flaschen, gefüllt und umgedreht in die Erde gesteckt, das geht - aber die laufen schnell leer. Versuche es mit Infusionsbesteck - das kann man in die PET-Flasche bohren, die über der Pflanze aufgehängt wird, das Ende des Schlauches geht dann an die Wurzeln. Dann hast Du das Wasser dfa, wo Du es haben willst, die Oberflächenverdunstung bleibt gering und im Beet/Topf geht kein Platz verloren, weil da keine PET-Flasche rumsteht. Außerdem kann man im Tropfglas des Bestecks gut kontrollieren, wie schnell das Wasser läuft und die Flaschen ziehen sich nicht zusammen.
    Geändert von StefanS (23.05.2016 um 12:45 Uhr)

  3. #3
    Cephalotus
    Gast

    Standard

    Wie sieht es mit Algenbildung aus beim Infusionsbesteck?

    Ist es nicht mehr Aufwand, dutzende kleine PET Flaschen nachzufüllen statt einfach nur zu gießen?

    Bei Töpfen hat man keine Alternative zum regelmäßigen Bewässern (je größer der Topf desto weniger Aufwand fürs Gießen), aber im Garten ist meine bevorzugte Methode, die Pflanzen nur selten, dafür dann aber auch sehr intensiv zu gießen. So benetzt man nicht immer nur die Oberfläche und zwingt die Pflanzen durch die meist trockene Oberfläche dazu, Wurzeln in die Tiefe zu entwickeln.
    So kann man seine Tomaten im Hochsommer täglich mit 10l/m² oberflächig ein bisschen befeuchten oder aber nur alle 5 Tage mit 30l/m² intensiv gießen (mit dünner Mulchschicht aus Gras und natürlich auch abhängig von der Art des Bodens)

    Bei manchen Gemüsen leidet aber bisweilen das Ergebnis, wenn man zu knausrig mit Wasser umgeht, Kohlrabi und Radieschen werden dann gerne mal holzig.

    An einem bezahlbaren aber guten automatischen Bewässerungssystem für Balkonkästen wäre ich auch interessiert. Ich muss die auf meinem superheißen Südbalkon im Hochsommer täglich gießen trotz großer weißer Kästen mit Wasserspeicher.

    MfG
    Geändert von Cephalotus (23.05.2016 um 12:27 Uhr)

  4. #4
    Previval-Fortgeschrittener
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    03.02.2016
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    205

    Standard

    Tropfschlauch und Zeitschaltuhr funktionieren auch im sehr kleinen Rahmen
    Das Wasser geht an die Wurzeln, nicht an die Oberfläche, es ist wenig aber kontinuierlich Wasser an der Pflanze, man muss sich quasi um nix kümmern.
    Wie man den Schlauch nun versteckt, dass es auch dekorativ sein könnte, bleibt euch überlassen

  5. #5
    Previval-Anfänger
    Registriert seit
    10.02.2016
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    61

    Standard

    Ich finde den Pflegeaufwand durch das Bewässern der Töpfe- wenn du nicht gerade ein gut funktionierendes System etablierst- wesentlich höher als das Jäten von Beeten. Der Wasserverbrauch ist ungleich höher, da sich die Töpfe sehr schnell aufheizen und die Erde dadurch ausdörrt. Im Sommer muss man eigentlich täglich sämtliche Töpfe gießen. Da ich nur einen begrenzten Wassertonnenvorrat habe und das Leitungswasser hier recht teuer ist, bin ich da etwas geizig

    Gut gewachsen sind hier in den Töpfen Salate, Kräuter, Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Radieschen, Gurke, Aubergine und in ausreichend großen Gefäßen auch Tomaten, Zucchini und Kartoffeln. Da Zucchini über die großen Blätter viel Wasser verdunsten, ist hier der Wasserverbrauch nochmal besonders groß. Eher mickerig waren bei uns Karotten, Rote Beete, Pastinake und Co, also so gut wie alle Wurzelgemüse ebenso wie Kohlgemüse.

  6. #6
    Suvo01
    Gast

    Standard

    Ich habe bei den Petflaschen je eine ohne Deckel, eine mit nur aufgesetztem Deckel und eine mit Löcher im Deckel als Versuchsreihe.
    Super Idee mit dem Infusionsbesteck. Aber würde das Kostenmässig nicht auch so hoch kommen wie eine Bewässerungsanlage aus dem Baumarkt? Für mich als nicht im medizinischen Bereich Tätige?

    Probleme bereitet mir im Moment vor allem, dass ich auch mal zwei, drei Tage mit dem System überbrücken müsste, falls wir mal weg sind.
    Da ich sowieso jemanden für die Tiere haben muss, der mindestens alle zwei Tage vorbeischaut, wird es nie eine Woche oder noch länger sein.

  7. #7
    StefanS
    Gast

    Standard

    Ich würde das mit dem Infusionsbesteck auch nur für längere Abwesenheiten nutzen, ansonsten gießen wir natürlich auch. Rückverkeimung ist bei stetigem Wasserfluss nicht zu befürchten, und in den PET-Flasche wird Leitungswasser auch nicht so schnell grün. Wenn man Wasser aus der Regentonne nimmt, sieht das vielleicht anders aus - dann kann die Tropfgarnitur vermutlich irgendwann auch verstopfen. Aber da reden wir von Monaten. Ich züchte ja (unabsichtlich) Grün- und Braunalgen in alten Gärballons auf der Terrasse, die wachsen auch recht langsam.

  8. #8
    Previval-Interessierter
    Registriert seit
    12.11.2013
    Beiträge
    19

    Standard

    Allgemein kann man sagen das wenn nur ein Balkon, oder kaum Platz zur Verfügung steht man sich mit Töpfen durchaus behelfen kann. Das ersetzt aber keinen Garten. Eine Fläche herzurichten und von Zeit zu Zeit von Unkraut zu befreien und zu wässern ist leichter als dutzende von Töpfen mit Erde zu befüllen und zu pflegen, denn auch die müssen Unkraut frei gehalten werden. Außerdem ist der Wasser und Düngeverbrauch höher als im normalen Beet. Der Topf hat nur ein bestimmtes Reservoir an Stoffen die die Pflanze benötigt und man muss ständig nach düngen. Zudem kann es passieren das sich die Wurzeln ihren eigenen Weg durch den Boden der Töpfe suchen, um an die Stoffe zu kommen die sie benötigt. Natürlich ist da nichts, aber das weiß ja die Pflanze nicht. Für den Fall sollte man einen Untersatz nehmen, sonst sammelt sich das Wasser dort wo es nicht gebraucht wird. Zudem hat die Pflanze die Möglichkeit, das überschüssige Wasser mit der Zeit aufzunehmen.
    Zudem sollte man sich auf Pflanzen spezialisieren, die was bringen. Also wie Kartoffeln oder Mohrrüben, Zwiebeln, Bohnen oder Kohl. Alles was Menge bringt. Auch Tomaten sind willkommen, oder Mais. Dabei drauf achten das man die Gemüsesorten einlagern kann. Und Sorten kaufen die Samenfestes Saatgut erzeugen, also Samen den man immer wieder verwenden kann.
    Hier mal ein Link dazu.


    http://www.bantam-mais.de/samenfestes-saatgut.html.


    Ich habe selber dieses Jahr damit angefangen und Mais und Stangenbohnen mir zu besorgt. Nächstes Jahr kommen Zwiebeln und Tomaten dazu. Vielleicht noch die eine oder andere Gemüsesorte.

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