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Thema: Übernachtung im Shelter

  1. #1
    Previval-Interessierter
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    48

    Standard Übernachtung im Shelter

    Hallo zusammen,
    hat von euch jemand Erfahrung mit dem Übernachten in einem Shelter, ohne andere Hilfsmittel wie Isomatte und/oder Schlafsack? Vielleicht kann jemand von euch aus Erfahrung heraus sagen auf was man ein besonderes Augenmerk legen sollte.
    Z.b. ausreichend Laub oder Fichtenzweige zur Bodenisolation oder eignet sich außer Laub und Fichtenzweige noch was anderes

    Wie ist das mit dem Schlafkomfort? Wird man ohne Schlafsack nicht von den vielen kleinen Insekten wach gehalten?

    Über Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank im voraus.

    Gruß
    Hoschy

  2. #2
    Weltengänger
    Gast

    Standard

    Es dauert recht lange, einen Shelter zu bauen (ich habe 6 Stunden gebraucht).
    Leg auch viel Isolierung auf den Boden, nicht nur Blätter, auch biegsame Zweige. Ich hatte im Wesentlichen einen vom Sturm gefallenen Nadelbaum als Quelle und habe die dünneren Äste bogenförmig als "Isomatte" genommen und Laub drüber gelegt.
    Mach dir fürs Dach vorne eine Dreiecksform und leg einen First drauf, der nach unten (zur Fußseite hin) niedriger wird. Dann "Dachlatten" aus dünneren Zweigen vom First bis zum Boden legen (auch in den Boden stecken, wenn das geht). Einige Querlatten einflechten. Wenn es so dicht ist, dass kein Laub mehr durchfällt, dann isoliere es gründlich mit Laub. Wenn du deinen Arm reinsteckst, sollte mindestens der Unterarm völlig in der "Isolierung" verschwinden. Danach legst du NOCHMAL Äste, Zweige, Nadelzeug drauf, damit das Laub nicht weg weht. Behalte einen kleinen buschigen Zweig übrig, den ziehst du, wenn du reingekrochen bist, vor den Eingang.

    Ich halte eine Isomatte samt Schlafsack nach wie vor für gemütlicher, aber man kriegt die Nacht auch ganz gut rum auf diese Weise.

  3. #3
    epwin
    Gast

    Standard

    Hallo,

    wenn man Hundemüde ist ... schläft man auch mit den Tierchen.

    Die Socken über die Hosenbeine stülpen ... hilft zumindest etwas.
    Wenn du eine Kapuze an der Jacke hast ... setz sie auf, ebenso die Bündchen an den Armen schliesse.
    Wie auch die Lüftungsschlitze an manchen Jacken.
    Unter Umständen den Kordelzug an der Jacke so eng wie möglich zuziehen.
    Einmal wegen der Isolation und zum Anderen wegen der Tierchen.

    Auf ausreichend Bodenisolation achten.
    Das heisst lieber zuviel als zuwenig.
    Eine Unterarmlänge muss es mindestens sein, da du das Material niederdrückst.

    Isomatte bzw. Material dafür:
    Trockenes Laub, Nadelbaumzweige, Farne, Schilf ... fallen mir spontan ein.

    Der "Luftraum" über dir sollte so gering wie möglich sein.
    An die Rettungsdecke aus der Ersten Hilfe denken.
    PET-Flasche mit heissem Wasser füllen als Wärmflasche. OK, gerade bei den Temperaturen nicht nötig.

    Wobei, was verstehst du unter Shelter?
    Tarp, A-Frame, Laubhütte oder was?

    Beim A-Frame darf man keinen "Sternenhimmel" sehen, d.h. das "Dach" muss dicht sein.
    A. Regen,
    B. Isolation.
    Im A-Frame einmal probeliegen.
    Die Tür mit einem Zweig (Blätter, Nadeln) oder Rucksack verschliessen. Thema Isolation.

    Viel Spass beim A-Frame bauen.
    Das dauert eine ganze Zeit.
    Also nicht erst bei Dämmerung demit anfangen.

  4. #4
    Previval-Interessierter
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    Standard

    Hallo Weltengänger,
    vielen Dank für deine Antwort. Die Zeit zum Bau ist sicherlich Übungssache und abhängig davon welche und wieviel Material man in der näheren Umgebung hat. Den Shelteraufbau den du da beschreibst nennt man glaube ich "debris hut" oder "A-Shelter". An einen solchen Aufbau hatte ich auch gedacht.
    Der Tip mit den zusätzlichen Zweigen zur Sicherung des Laubes ist sicherlich sehr hilfreich vielen Dank.
    Auch der Punkt mit dem Eingang zuziehen finde ich gut.

    Bei welchen Temperaturen hast du in einem solchen Shelter übernachtet? Eignet sich ein solcher Aufbau auch für Temperaturen unter 0°C oder ist die dafür notwendige Isolation realistisch nicht ausreichend?

    - - - AKTUALISIERT - - -

    Zitat Zitat von epwin Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wenn man Hundemüde ist ... schläft man auch mit den Tierchen.

    Die Socken über die Hosenbeine stülpen ... hilft zumindest etwas.
    Wenn du eine Kapuze an der Jacke hast ... setz sie auf, ebenso die Bündchen an den Armen schliesse.
    Wie auch die Lüftungsschlitze an manchen Jacken.
    Unter Umständen den Kordelzug an der Jacke so eng wie möglich zuziehen.
    Einmal wegen der Isolation und zum Anderen wegen der Tierchen.
    Hehe das klingt logisch aber hätte ich sicherlich erst in der zweiten Nacht gemacht. Danke.

    Zitat Zitat von epwin Beitrag anzeigen
    Wobei, was verstehst du unter Shelter?
    Tarp, A-Frame, Laubhütte oder was?
    Ich habe mir eine Art A-Frame oder ähnlcihes Vorgestellt.

    Auch dir vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

  5. #5
    Weltengänger
    Gast

    Standard

    Das war im April und nachts so etwas über Null.
    Ja, wie Epwin sagte, zieh alles an, was du hast, und mach alles dicht, so gut es geht.

  6. #6
    epwin
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Hoschy Beitrag anzeigen
    Hallo Weltengänger,
    vielen Dank für deine Antwort. Die Zeit zum Bau ist sicherlich Übungssache und abhängig davon welche und wieviel Material man in der näheren Umgebung hat. Den Shelteraufbau den du da beschreibst nennt man glaube ich "debris hut" oder "A-Shelter". An einen solchen Aufbau hatte ich auch gedacht.
    Der Tip mit den zusätzlichen Zweigen zur Sicherung des Laubes ist sicherlich sehr hilfreich vielen Dank.
    Auch der Punkt mit dem Eingang zuziehen finde ich gut.

    Bei welchen Temperaturen hast du in einem solchen Shelter übernachtet? Eignet sich ein solcher Aufbau auch für Temperaturen unter 0°C oder ist die dafür notwendige Isolation realistisch nicht ausreichend?.
    Übe das Alles erst einmal ein "normalen" Temperaturen, dann kannst du dich an das Ende deiner "Komfortzone" herantasten.
    Ausserdem ist der Aufbau bei Regenwetter wieder anders zu beurteilen als bei trockenem Wetter.

    Bei unter Null Grad C. hast du i.d.R. das Problem mit dem Isoliermaterial.
    Ist es Trocken und in ausreichender Menge vorhanden?
    Vor allem die Trockenheit beeinfusst die Isolierwirkung.
    Nassen Laub ist als Dachmaterial noch brauchbar.
    Aber nicht als Bodenisolationsmaterial.
    Geändert von epwin (19.07.2016 um 19:47 Uhr)

  7. #7
    Previval-Interessierter
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    Hallo Epwin,
    sicher werde ich es erst einmal bei aktuellem Sommerwetter probieren, sogar relativ zeitnah. Als Backup werde ich auch noch meine normale Ausrüstung dabei haben, falls der Aufbau doch nicht so recht funktioniert oder es einfach zu ungemütlich wird (also ich zu weich sein sollte).

    Aber die Informationen welche ich hier bekommen habe sind schon einmal sehr hilfreich vielen Dank dafür.

  8. #8
    draussen
    Gast

    Standard

    Das wichtigste ist daran denken, dass jeder Busch und jeder Baum jemandem gehört.
    Wenn nicht gerade frisch geholzt wurde wird die Schwierigkeit darin bestehen genug Material zu finden, dass man auch verwenden darf.

    Gruss
    draussen

  9. #9
    Previval-Interessierter
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    Hallo draussen,
    das ist korrekt. Das hatte ich für selbstverständlich gehalten das man keinen "Schaden" anrichtet. Aber sicherlich nicht verkehrt das erwähnt zu haben.

    Gruß
    Hoschy

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